1882 / 74 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 27 Mar 1882 18:00:01 GMT) scan diff

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Nachdem _der Referent r. 01“. Jansen für den Antrag und der Korreferent Hr. Koch ann daaegen gesprochen, wird der §. 57 unddemnächst der Antrag Björnsen, und zwar bei getheilter Abstimmung über die Beschränkung der Gültigkeit der „Haufirgewerbescheine auf eine bestimmte Zeit und einen bestimmten Bezirk, bezw. iiber die Meldepflicht des Haufirch, in beiden Theilen angenommen.

Die §§. 57a., 58, 59, 5911. finden ohne Widerspruch Annahme.

Zu §. 60 bemerkt der Referent, daß als Konsequcnz der Annahme des Antrags Vjörnsen im Absaß 1 die Worte „in dem ganzen Gebiete des Reich“ in Wegfall kommen müssen, und es wird darauf mit dieser Modifikation der §. 60 an- genommen.

Der ganze übrige Theil des Entwurfs (Art. 7, §§. 60a„ 60,6, 600., 6011, 61, 62, 63, Art. 8, 9-u11d 10) findet keinen Widerspruch, und der Vorfißende konstatirt die Annahme der- selben, Wie demnächst auch die Annahme des ganzen Gescßes in der durch die gefaßten Beschlüsse bediugten Gestalt.

Zu dem Gefeß bringt Hr. von Riffelmann folgende Re- solntion ein:

'Der VolkswirthschastSratb erkennt durch die Annahme des Gcscßentwurfs, betreffend die Abänderung der (He- werbeordnung, an, daß den schädlichen Auswüchsen des Gew'rrbebetriebes im Umherzichen in Hinsicht auf die damit verknüpften Gefahren für die öffentliche Sicher- heit, GesundheitSpflege, Siitlichkeit und Ordnung dnrch die Vorlage wirksamer als bisher bsgeanet WLWLU kann. Dagegen glaubt dersslbe mit Riicksicht darauf, daß den nicht unberechtigten Klagen drs Kleingewerbes und des Handwerks Über die ihnen durch dcn un- eingeschränkte" Hausirhandél zugefügten Schädimmgen Und Erschwerungen ihrer Existenz durch die Vorlage nicht genügend abgeholfen wird, daß es sich vielmehr rmpsxrhlt, mit der Zeit im AÜgemeinen zu dsn vor Erlaß der Gewerbeordnung vom 21. Juni 1869 für de'n Hausirhandel maßgebenden Gmmdsäßdn und Be- stimmungen zurückzukehren.

Zur „Begründung derselben macht er geltend, der Hausir- bqnde'l set nach seiner Meinung eine wahre Vestbeule Und es sei LM Unglück, daß demselben durch die Vorschriften der waerbeordnung eine solche Ausdehnung gegeben worden. Die Gegenden, für welchen man ihn in gewissem Maße als em Bedürfnis; anzuerkennen hade, seien nur von geringem Umfang. WEnn man auch nicht mit einem Male in radikaler WNse _cmgreifen wolle, so müsse man dies doch für die Zu: kunft ms Ange fassen, und dies bczwccke die von ihm de- beantragte Resolution.

Hr. Kade bemerkt hiergegen, daß er keineswegs ein Freund des HausirgrwerbeS sei, daß aber die Resolution seiner An- sieht nach 'die'Aufgaben des Volkswirthschastsraths iiberschreite. Zudxm set nicht zu ersehen, welchir Unterschied zwischen dem vorliegeitden Exitwurf mid der früheren Gesetzgebung bcstche. Auch sci dgraiis hinzuweisen, daß der Hausirhandel auch zur Zeit wesentlichen Beschränkungen unterliege, namentlich durch die hohe Bxsteuerung. Uebrigens stelle der Antrag Björnsen im Wesentlichen den 'Reckztszustand dar, wie er vor dem Jahre 1869 in Preußen gewesen sei.

Hr. Kross spricht fick) für die Resolution aus. Es sei nothwendig, daß der Volkswirthichaftswth den Wunsch aus- spreche, der ngsirhandel miiffe so weit beschränkt werden, als erLoZderlich sei, um Wieder zu geregelten Verhältnissen zurück- 311 e ren.

'Der Regierungskommiffarius, Geheime RegirrunasMaik) Vddtker bemerkt hierzu: die Resolution wünsche die Rückkehr zu den Bssttmmungen, welche vor dem Erlaß der Gewerbe: ordnung gegolten hätten. Diese Bestimmungen seien aber in den verschiedenen deutschen Staaten keineswegs Übereinstimmend gewesen. Eine Zusammenstellung derselben befinde sich als Anhang zu den Motiven der im Jahre 1869 dem Reichstage vorgrlegteii Gewerdeordmmg. Im Großen und Ganzen hätten freilich dwse Bestimmungen eine gewisse Uebereinstimmung gezeigt, wre dies 1a bei dem wirthfchaftlichen Zusammenhang der. deutichcw Staaten crklärlich sei. Auf die Ver- schiedcnheitcn cmzugxhen, würde zu weit führen. Werde da- von abzzeieheii, so sei anzuführen, daß im Aggemeinen von de'n Haunrcrn der Befiß eines guten Rufes („gutes Prädikat“, wr? m Wiirttemderg gesagt werde) oder wenigstens der Nach: weis d_er Zitverlasfigkeit gefordert werde. 2116 Altersarcnze fMdL sich vielfach daß dreißigste :Lebensjahr, und in Betreff dcr Zulassung der, einzelnen Hausirerkategorien sei die Er: orierung der Bedurftiißfrage vorgeschen. Anderwärts habe das Verb'ot dcß Hausirens die Regel gebildet und mir aus- nahmßweise sei das Haufiren mit gewissen geringwerthigen Dingen (irdcneti Waaren, Holzwaaren 11. dergl.) gestattet ge: wesen. DicZ set im „Wesentlichen der Standpunkt des preu- ßischen Hannrregulatws vom 28. April 1824 gewesen. -Daß die Hamirscheme'frühcr nur fiir die einzelnen Staaten ge- golten batten, set selbstverständlicb, abcr auch innerhalb der ein: zeliiexi Siaaten, (z. B. Preußen) habe vielfach die Beschränkung der Gultigkeit der Scheine auf. den Bezirk der ausstellenden Behörde stattgefunden. Zudem semi die Hausircr auf einen gewissen kurzen Aufenthalt an den einzelnen Orten vielfach angewiesen gewesen, deffxn Dauer fich nach der Größe der Orte gerichtet imd?" dic Wiederkehr an denselben Ort habe nur nach einem gcims'sen Zeitablauf skattfinden dürfen. Die vorgängige An: meldung bei der Ortsbehörde habe die Regel gebildet, indem maxi erwog, daß, wenn der stehende Gewerbetreibende sich vor Beginn seines Gewerbes polizeilich anmelden miiffe. dasselbe auch yon den Hausirern zu verlangen sei. Nach §. 24 des preußischen austrregylativs hätten die Gastwirlhe die bei ihnen über „2 acht bleibenden Hausirer zur Vorzeigung ihres Gewerbeicheins auffdrdern und eventuell dieselben bei der Ortsbchrde denuxtziren müssen. In Betreff der Zurücknahme emed Gewerbeschemö habe es durchweg an genügenden Vor- schriften gefehlt. Die den Hausircrn an edrohtcn Strafen se_1cn manchmal recht hart gewesen. Dies ei im Wesentlichen die Lage der Gesetzgebung in den deutschen Staaten vor dem Criaf; dcr'Gewerbeordmmg. Er - Redner _ habe geglaubt, diese Bestimmyiigrn zur Kcnntniß der Versammlung bringen xn sonen, damit die Tragweite der Resolution allseitig über- chen werden könne.

Hr. Leuschner empfiehlt die Annahme der Resolution. Aus denYerhandlungen ehe hervor, daß auf keiner Seite Sympathien für dad Haurrergewerbe vorhanden seien. Die Aiwwüchse, die diejed Gewerbe mit fich bringe, seien viel groger als die Vortheile, welche für ein elne Gegenden damit etwa verbuyden sem möchten. Der Aufzw ung, daß für dies Gewerbe kein Bedürfnis; bestehe, könne er ich nur anschlicßen.

die Bedürfnisse. der Bevölkerung sorgten. n den bergbau- ireibenden Vexnrken der Provinz Sachsen wer e es als ein be- sonderer Uebelsiand empfunden, daß an den Lohntagen die Haufirer sich 111 der Nr": der Zechen einfänden und einen förmiichen Jahrmarkt et litten, um ihre schlechte Waare den Arbeixern _ ast zwan sweise aufzudringen, ohne daß cin Ve- di1rsn1ß hierzu im eringsien vorhanden sei. Ein Gewerbe, welches solche Mißßände mit fich bringe, müsse man den größ- ten Erschwerungen unterwerfen.

Narbdem Hr. von Herford fick) ebenfaUs zu Gunsten der Resolution geäußert, bemerkt Hr. von Riffelmann noch, seine Jiesolution foUe aussprechen, daß die Erfahrungen,welche man seit dem Jahre 1869 gemacht habe, gelehrt hätten, daß die friihrr gültig gewesenen Bestimmungen vor den Vorschriften der Gewerbeordnunxx den Vorzug verdienten.

_ Hr. Kochann st_ gegen die Resolution, weil dieselbe den umerer heutigen Gewerbegeseßgebung zu Grunde 1i2genden

Prinzipien geradezu widerspreche.

Ein_ Antrag des Hrn. Herz auf namentliche Abstimmung findet nicht die erforderliche Unterstiißung, und es wird darauf die Resution von Nisselmann angenommen.

Hr. Vorderbrügge beantragt im Anschluss- an die auf Seite 175 der Prdtokoüe erwähnte Petition, von welcher er inzwischen Kenntmß genommen hat, eine Revision des Tit. 7 der waerbeordnung. Er behält fick) vor, einen bezüglichen detailitrten Aytrag dem Volkswirthschaft4rathe zu unterbreiten.

Hr.Jan1sen macht geltend, daß Über die gedachte Petition von, ihm als Referenten Über die Gomerbeordmmgsiwvekle Bericht erßattei und damals beschlossen sei, für jetzt von einer weiteren Crörtsrung, betreffend den Tit. 7 der Gewerbeordnung, Abstand zu nehmen, weil die bezüglichen Anträge mit dem vorgelsgten Entwurfe keinen Zusammenhang hätten.

. Der Vorsißende bemerkt, es könne Hrn. Vorderbrügae die Befugmß mcht vrrsagt werden, die von ihm in Ausncyt gesieliten Anträge im VolkswirthschaftSraihe einzudringen. Dieselben würden dempach, sobald sie eingingen, vervielfältigt und, Utitsr die Mitglteder vertheilt, demnächst auch auf die Tagesordnung geseßt werden.

, Nachdem Hr. Heimendah1 sicb gegen die Einbringung weiterer Beratixungögegenstände im Hinblick auf die lange [DFULB der Session ausgesprochen, wird der Gegenstand vcr-

a cn.

Den Vorsrk, überiiimmi, wegen eintretender Behinderung des StaatH-Mmisters von Boetticher, der Direktor'des Reichs- amts ch Innern Bosse.

' Derselbe eröffnet die Diskussion über

die Grundzüge für die geseßliche Regelung der Kranken- versicherung der Arbeiter.

Hr. Baare refertrtiiber die Verhandlungsn und Beschlüsse des prrmanenien Ausschuffcs. Darauf wird der Abschnitt , _1. „Versicherungszwang.

m deremaen Fassung angenommen, welche er durch die Be- schlüsse des Ausschusses erhalten hat.

Zu dem Abschnitt

11. Formen der Krankenverficbernng

beantragt Hr. Breithaupt den_ vom Yusstbuffe beschlossenen Zufaß „Doppel- vers1xtchex§mg ift unzulässig“ (Protokolle S. 183, 186) zu rei en.

" Redner weist nach ,daßdie Doppelversicherung unter Um- stattdxk] sehr nothwendig sei,“ um dem Arbeiter und seiner Familie 1," Krankheitsfällen die nötdigen Mittel zu sichern, wenn er in gewohnter Weiie weiter eben soUe. Es sei kein Grmzd vorhanden, den Arbeiter in dieser Fürsorge für seine Fainilie zu beschränken.

. Hr. Vaare erklärt,'dieser Ausfiihrung um deLwiÜen 11icht beitreten zu konnen, WLLl die schlechten Elemente im Arbeiter- stande, welcbe fich auf Kosten Anderer Vortheile zu verschaffen fruhen, "die Vorsichtmixaßregel nothwendig machen, daß die Be- züge wabrxnd der „Zeit der Krankheit des Arbeiters nicht un- erheblich hinter dem Lohn zurückbleiben müssen, den der Ar- de1ter_ m gesundeti Tagen verdiene. Dies Schußmiiiel ge en simulirte qunklieiten gewiffcnloser Arbeiter werde illusorikich, wemi man die Doppelvcrfichcrun gesiatie. Dem fürsorglicben Arbeiter bleibe unbenommen, st durck) Sparen und Zurück- legen eines Nothgroschens vor Verlegenheit zu schiißen.

Ngchdem Hr. von Herford sich diesen Bemerkungen an- geschlonen, befiirwortxt Hr. Herz die Zulassung der Doppel- vers1cherung_, weil dieselbe die Arbeiterfamilien vor Noth schüsse" und jedem Mißbrauchs derselben leicht vorgebeugt wer- den _konne. Dcr Y_kbLLTLr müsse von der genommenen zweiten V„crjicherung Anzeige machen, der ganze versicherte Betrag durie de,n Lohn ntchi übersteigen, und zu den Kaffen, bei dcneiz die zweite Versicherung stattfinde, dürfe Seitens der Arbeitgeber kcm Zuschuß geleistet werden.

, Hr. Leuschner crk_lärt sich mit dem Anfrage Breithaupt einverstanden. Da swb nur wenige Arbeiter freiwiUig iibcr- baupi versichern, und eme sehr geringeZahl nur eine doppelte Versicherung nehme, so sehe er keine Gefahr bei der Zulassung der leßtercn, halte fie aber aus sozialpolitischen Gründen für empfe lenswerth.

uch die Hrrn. Fritsche und von Velsen sprechen fich fiir dex: Antrag Breithaupt aus. Ersterer konstatirt, daß die Ar- beiter iti Bezug auf das Sparen wesentliche Fortschritte gc- mackzt hatten, und hält die Simulation durch die gegenseitige Kontrole 'der Arbeiter für aUSgescblossen. Hr. von Velsen glaubt,„d1es treffe nur bei kleinen Versicherungdverbänden zu und wimscht deshalb eine statutarische Regelung der Frage betreffs Zulassung der Dovpelversicherung.

' Hr. Vorderbrügge tritt für den Beschluß des Ausschusses em; man_ müsse davdn ausaehen, daß jede Untersiiißungskasse de,n_Vers1cherten somel gewädren werde, daß diese ohne Zu- hdlsenaixme einer Doppelvericherung während der Dauer der Krankheit bestehen könnten. Hr. Breithaupt hält dcp Ausschluß eines Beitrages des Arbeitgebers Sur Doppeloerstcherung fiir selbstverständlich. Er macht darau aufmerksam, daß im Falle der Annahme des Ausschußbeschluffes dixxenigen freien Kassen, bei denen jest Doppeiverficherung Seitens der Arbeiter genommen und die heziiglichen Prämien vielleicht seit vielen Jahren bezahlt seien, ]cJtffzum Nachtheil der Versicherten wiirden aufgelöst werden m en.

. Hr. Baare stimmt dem Vorschlage des Hrn. von Velsen bei und beantragt, zu beschließen:

eme Ddoppelverficherung kann durch Statut zugelassen

wer en.

Der Regierun skommissar macht darauf aufmerksam, daß diese Fassung den ünschen des Hrn. Breithaupt kaum ent- entsprechen werde, denn bei der Art wie das Statut zu

Zn jcdcm Dorfe gebe es jest stehende Geschäfte, welche für

eine Doppelverstcherung zulassen wolle oder nicht. Es werde ?enügen, weiin der VolkswirthschaftSratb den Wunsch aus: preche, daß Ml Geseke Maßregeln zur Verhütung eines Miß- brauchs_der Dopyeloerficherung vorgesehen werden möchten. Ein geeuignrtes Mittel würde beispielsweise sein, die Kassen zu e machiigen, _1hre Leistungen soweit zu ermäßigen, daß der Versicherte im Ganzen nur 3/4 seines Lohnes während der Erkrankung beziehe.

Hr. Kochhayn befürchtet keinen Mißbrauch von der Doppel- verficherung, weil nur die besten Elemente unter den Arbeitern davon Gebrauch machen würden. Redner spricht sich gegen eme Beschränkung in der Höhe der Versicherung aus, weis während der Krankheit oft mehr (Held als in gefunden Tagen gebraucht werde, überdies oft der Nebenverdienst der Frau gleichzeitig aufhöre.

Em Antrag auf Schluß der Diskussion wird angenom- men, nachdem Hr. Dieße zuvor noch folgende Resolution vor- geschlagen:

„Der VolkWirlhscbaftsrath spricht den Wunsch aus, daß durch geeignete Bestimmungen dahin Vorsorge getroffen werde, daß mit der Doypelversicherung kein Mißbrauch getrieben wcrdßn könne.“

Hr. Vagrs, als Referent, empfiehlt nochmals seinen An: trag, imd findet gegen die Resolution Dieße cinzuwenden, dqß die Grenze, wo der Mißbrauch anfange, schmeér zu be- stimmen set. Werde diese Grenze bestimmter festgeseßt, so sei er nicht gegen die Resolution.

D' ßHr. Herz, als Korreferent, empfiehlt die Resolution 12 e.

„Bei der Abstimmung wird zunächst der Antrag des Hrn. Breithaupt angenommen, der des Hrn. Baare dagegen ab- gßlebnt. Schließlich wird der ganze Abschnitt 11, und dazu die Resolution Dießs „angenommen.

Darauf werden die Abschnitts

4. (Gemeindekrankcnversich-erung, 13. OrtSkrankenkaffen, 0. Znnungskrankenkaffen, ' ]). zabrikkrankenkaffen Mit dem vom vertnanenien Aussthusse brscizloffenen Zusaße (Protokolle S. 187), 11. Eingeschriedene Hiilfskaffen angenommen. Zu Abschnitt 111. Gegenstand der'Versicherung und Verficherungsbeiträge ' 4. Fiir die (Hemeindekrankenversicherung ist von Hrn. von Velsen folgendor Antrag gesteUt: BN 111. 11. 1 ist nach dem Beschlaffe dcs psrmanenten Ausschusses, welcher lautet: „Krankenng wird über- haupt gewährt erst nach drei Tagen seit Beginn der Krankhkit,“ ferner einzuschalten: „Darübsr, inwieweit die Unterstiißuna auch beiKrank- heiten, welche durch eigenes grobes Vrrschulden ent- standen sind, zu zahlen ist, sowie iiber die Zeitdauer, welche zwischen zwei zur Untersiüßung bercchtigenden KrankheitsfiiUen eines Versicherten [iLQEU muß, sofern der zjwe129,Fall nicht durch Unfall hcrbsigefiihrt Tst,ff1m-d die nähsren Festsetzungen durch Statut zu re en.“

Hr. Baare referirt unter Zustimmung zu diesem Antrags iiber die Ausschußberathungen.

Hr. von Velsen motivirt seinen Antrag mit der Noth- wendigkeit, mißbriiuch1iche Juanspruchnahme des Krankengeldes zu verhüten. .

Nachdcm der Regierungskommissar den Antrag dem materieUen Inhalte nach für nicht unannedmbar bezeichnet, aber Bedenken gegen die Form und die Stelle, an welcher der Antrag eingeschaltet werden soll, aelte'nd ge1nacht,bea11tragt Hr. von Naihusius namentliche Abstimmung über die Vorlage, wegen des vom permanrnien Ausschuss hineingstragenen wich- tigen Prinzip; der dreitägigen Karenzzeit. Der Antrag findet auSreichende Unterstützung, und es wird der Abschnit 11. 1 in der (Fassung, welche er durch die Vesck.1iiffe des permanenten Aus chusscs erhalten hat, von den 49 Anwesenden einstimmig angenommen. Anwesend sind die crren Mediffen, von Ruffer, Wesenfeld, Kade, Kross, Lobeck, affé, Baars, Graf Henckel, Hessel, Janssen, Kamien,Schimmelpfennig,Kauffmann, Kähding, Meyer, von Veisen, Delius, Breithaupt, Diese, Kiepert, von Nathufius, Löfewih, von Riffelmann, von Herford, Kenne- mann, Heimendahl, von Landsdcrg, Neubaner, Rust, von Tielc, Vordergriigge, Wolff, Herz, Björnscn, von Schenck, Burghardt, Kruszinski, Zimmermann, Lenschner, Fritsche, erockdhoff, Vaeisch, Ernst, Kahlckc, Bittmann, Tricloff, Glodny,

au iv. Darauf wird der Antrag von Vclfen als Resolution

dahin:

Dcr Volkswirtbschaftsraih beschließt, die Regierung zu ersuchen, die in dem vorstehcudcn Antrage zum Aus- druck gcbrachten Gedanken an der gceigncten Stelle im Gescß zu berücksichtigen gefaßt und angenommen.

Die Abschnitte „4. 2, 3, 5 sowie 11. Für Ortskrankenkassen. 0. Fiir Fabrikkrankenkassen. 11'. Pflichten der Arbeitgeber. )'. Organisation und Verwaltung der Orts: und Fabrik- krankenkassen. )'l. Beaufsichtigung der Rasen. 711. Verhältnis; der Knappschastskaffcn zur Kranken- versicherung. 1'111. Uebergangsbcstintmungen. wcrden unverändert nach den Beschlüssen des permanenten Ausschusses angenommen, nachdcm Hr. von Velsen 3119111. 8. 10. Bedenken gegen die dort vorgesehenen Bestimmungen für Jnoaliden-, .Witttwen- und WaiscmPensionekaffen angeregt hatte, ohne indessen einen Antrag auf Abänderung zu stellen. Der Regierungskommissar verweist diesen Bedenken egeniiber auf seine bezü lichen Ausführungen im permanenten usschuffe. Schließli werden die ganzen Grundzügefar die gesevlicve Re elung der Krankenversichcrung der Arbeiter, in der Gestalt, we che sie durch die vorste enden Beschlüffe erhalten haben, mit al1cn Stimmen gegen ie des Hrn. Kamien angenommen. Der Vorsitzende fest ur Verathung der GruudTiige Tür die geseßliche Regelung der nfaUverficberung der Arbe ter e ne Sivung des permanenten Ausschusses auf Freitag, den 24. März, Na mittags 1 Uhr, und eine Sivung deo Plenums des Volkswirth chafiSratbs auf Sonnabend, den 25.211513.

unter Vorbehalt der Bestimmung der Stunde des Zufammen- tritto, an.

Stande komme, würde es vom Fabrikherrn abhängen, ob er

Vor Schluß der Sisimg entschuld te r. Ernst sein Aus- bleiben für den Resi der Session. W H

[6966]

.ge[jsch, 7) der Johann Paul Kafka, Sohn des

„Hermann Paul Kloehel aus Nieder-WüsisgierSdorf, '9) der Carl Hermann Springer cms Ober-Wüste-

W Inserate für den Deutsthen Reichs- und Königl. Preuß. Staats-Anzeiger und das Central-Handels- egister nimmt an: die Königlltbe Expedition

des Deutschen Keithj-Luzeiger- uud Königlish preußisrhen Staats-Quzeigers: Berlin IT., Wilhelmstraße Nr. 82. W

1. Zreakbkiefs 111111 Untarsnoknnxs-Iaobsn.

2. Zubbuatatiovsu, zufxsdots, ?orlaannxou

u. äorxl.

3. 7611114116, ssrysobmuxsn, Zahniaaiovsn sta.

4. 76:100811113, Lmortiution, 211182011an

Steckbriefe nud Untersuchungs-Sachen.

Der Handlun Y-Komnxis Gystav Adolf ärker, am 2. ärz 1854 i_n Berlinchen geboren, zuletzt daselbst wohnhaft geWejen, wrrd beschuldi i, als beuriaubter Reservist der,Land1vebr obne :- laubiiis; angervandert zu sem, ohne, ' yon "der bevorstkbcnden Auswanderung der Militarbebdrde Anzeige erstattet zu baden. Uebertreiuxig geZen § 360 Nr. 3 des Siraigesewuchs. Der1eibe wird ck den 11. Mai 1882, ormittags 10 „Uhr, vor das Köni liche Schöffengericht zii Berlinchen zur Hauptvewandlung gelade_n. Bec unentschl- digicm Ausbleiben wird derjelbe auf Grund der §. 472 der Siraipwzeßordnupg von dem Klima- lichen Bezirks-Kommando zu Cirstrin ausgestellten Erklärungen verurtHeili werdc-n._ Berlinamt, den 8, Frbruar 1882. Der Gerrcht§1chrcibcr des Königl. Amtsgericbks- -

1469 _ [] Ladimg. Nachstehende Personen: 1)Derfr115ere Amis- und Gemeindeworsteder Benno Sckioeneixh aus Altwasser, geboren am 31. Dezemiier 1851 m Grof; Strcniz, Kreis Woblau, edangelisck), 2) der Inwobnersobn Carl Reinboid Julius Knaut, 31:1th in Diitersbach, Kreis Waldenburg, grboren am 29. 2111614855 in Lauierlzfacb, evangeiiscb. 3)_ der Kanzlist Richard Emil Gluek, zuletzt 111 Wersitcm, geboren am 16. April 1859 m Ober-Salzbrunn, evangelisch, 4) der Arbeiter Robert Kuxtig- zucht in Dittersbacb, geborewam 30. April 1861 in Langenbrück, Kreis Habelndweri, 5) der Bergmaxm Friedrich Wilhelm Süsober, 31118131" 111 Weisstem, cborrn am 25. Dezem er 1859 in Neu-Salzbrunn, L) der Matrose Paul Julius Theodor Seidel, ge- boren am 17. Januar 1859 in AltWaffer, evan- Glasmackvers Anion Kafka, geboren zu Waldenburg am 3. Fsbruar 1859, katholisch, 8) der Adolf

daicibst am 5. November 1860 geboren, evangelisch,

gieréödorf, daselbst Feboren am 13. Juni 1859, evan- ge[isck, 10) der Ar eiicr Ernsi Traugott Sckjwarger cms Schlefiscb-Faikenbcrg, da1elbst am 19.Dezemder 1860 geboren, cisangcliscb- 11) der Baurrsobn Johann Gottlieb Friebe aus Dörnbau, geboren am 18. April 1861 in Rudolfswaidan, Kreis Walden- burg, evangelisch. wcrden beschuldigi, n. zu 1) als Offizier des Bcurlaubtenstandes mi Jahre 1881 ohne Erlaubnix) angeWandert 311 sem, b. zu 2) bis 11) - a s Wehrpflichtigc m der Abmht, sicb drm Einiriiie in den Dienst des stehenden „Heeres oder der Flotte zu entziehen, ok)ne Erlaubnis; 'das Bundeögebtei verldffen oder nach erreichtem miliiar- pflichtigen Alter sick) außerbalb dcs Bundesgebictcs aufgehalten zu baden _ Vergxixen gegen §. 140 Abs. 2 Nr. 1 Str.- 3.-B. Dteiciben Werden aizf den 15. Mai 1882, Vormittags 9 Uhr, _vor die Strafkammer bci dem König1_ichen Arnisgorichte zu Waldenburg in Schlesien zur Hauptverhandlung Je- laden. Bei unentsibuidigti'm Ausbleibrn iverdeii dieselben auf Grimd dcr 11ach_ §. 472 der Sirai- Prozcßordnuna von dcm Königiiikcn Landrats) zu Waldenburg in Schiciicn über die der Anklage znu Grunde liegenden Thalsackycn ausgestellten Erkla- rung vrrnrtheilt Werden. Waldenburg i. Schl., den 3. März 1882. Königiicde SiaatIanwaitWast,

[13144] _

Dcr Supernurnerar eder Kaufmann FN: Inst, 51111154 in Potsdam, jetzt unbekannten Aufenthalts- crts, am 17. chiemicr 1852 _311 Berlin geboren, 111:d1ncdriach bcstraft, wird bcirlxnldigt, ais beur- ldnbicr kiicscrvift 011118 Erlanbnis; auögcwmidrrt zu sein, olme von der bcvorsixbcndcnLl11§11*.111der1111g dcr Militärdekördc An:,cigr erstattet 311 i).1_k*e1_1 _ Ueber- trciung (183611 §. 360 Nr. 3 des Siramc191„;111tchs.- Derselbe nird auf den 8. Mai 1882, Vormittqgs 11 Uhr, vor das Königliche Siixöffrngcriidt bier- sclbst, Lindenstraße 54, zur Haudivcrbandlimg ge- laden. Bci uncntstbnldixitcm Ausbleiben Wird der- selbe auf Grund der 117.113 §. 472 der Strqfvrdzcß- ordnung von dem Köiiigliwen Landwebrbezirkökom- mando vom 23. Januar 1882 zu Berlin ausgestell- tcn (?rklärung vcrurtlécili Werden. Potödam, dcn 28Fcb111ar 1882. Dcr Gcricixtöscbreiber des König- 11ckc11 Amtsgerichts, Adil). 17. Unger.

[1511-13] _

Dcr Arbeiter Cisrislian Worringer, michi m Potsdam, gegenwärtig unbekannicn AnfciitlkaltsOrtI, am 28.215111 1843 511 Urfcld, Kreis Bonn, acdoren, imd mehrfach bestraft, wird beschuldigt, als Webr- 111a1_1n dcr Landwehr ohne Erlaubnis: ausgewandert 111 [ein, (111,11? von der bevorstehenden Auswanderung dchilitärbehördc Anzeige erstattet zu baden, lieber- 1111111111 genen §. 360 Nr. 3 des Sirasgeje:duchö. Dexiclbe wird aqunordnung des Königlichen . 11116- gcrtwts bicrsclbsi auf den 8. Mai 1882. Vor- mittags 1111hr, vor das Königliche Schöffen- acrtcbt léiersclbsi, T'indcnstraße 54, zur Hauvtverbcznd- [","0 geladen. Bci uncntscbuldigtcm Aitdbleibcn wird derselbe auf Grund der nach §. 472 der Sikaf- vwäcswrdnung von dem Königlichen Landivcbrbezirks- Kommando vom 31. Dezember 1881 zu Bonn aus- acstclitcn Erklärung vcrurtbeilt werdcn. 'Potsdqm. den 25. Januar 1882. 11 nger, Gertwtdscbrctber ch Königl. Arnis,]criäbis, Akif). d'.

Subhafiationen, Aufgebote, Vor- ladungen u. dergl.

“) ' "“*“" Ocffentluhe Zuseüung. K. Amtsgericht _Müchen ]., Abtheilung z. furSCwilsacbcn. In Sachen der Firma F. S. Kiistxriiiaiin daixicr, Vertreten vom Rechtsanwalt Heinrtrb, von Fischer dabicr, acaen Robert Scheib, vormalmen Kafciier

u. a. ". 7011 ök'sntliabsn Lupine»

zur mündlichen Verhandlung über _den klägerischen Anima auf kostenfällige Vcrurihciiuna des Be- klagten als Acceptanten eines am 17. März 1882 fälligen, Mangels Zabiung cim VerfaÜtage pro- testirtcn Wechsels, (16 (13:0 Munchen, _24. Dezember 1881, zur Bezahlung der Wechseliixmme, mit 121 .“ 81 „3, 60/0 Verzugszinsen hieraus vom 17. Ykärz 1882 an. und 3 .“ 45 „3 Protesikosien, in die öffentliche Sitzung des obengenannten Ge- richts vom Dienstag, den 16. Mai 1882, Vormittags 9 Uhr, , '

Sitzungszimmer 22/1., nach erfolgter Vervilligung der öffentlichen Zustellung geladen. München, den 24, März 1882.“ „_

Dcr geschäfislcitende K. Gerichtsschreiöer:

Hagenauer.

[14196] Aufgebot.

Auf Antrag von Rechtsanwalt Dr. Heymann bierselbsi als Vertreter der Vencfizialerben in dem Nachlaßvcrfaickren von Johann Harzes, wird der un- bekannte Inhaber des Interimsscbeiiis znr Aktie der Bremer Grmcrbebank Nr. 1599 über 30096, aus- gestelit auf den Namen Von Joi). Harxes, 111 Maße, in Welchem die Einzahlung von 150 .;M'bescbermgt isi, bicrmii aufgefordert, spätestens in dem ziim Weiteren Verfahren auf Diensta , den 5. De embcr 1882,

9 aäjmittags Uhr, in der Anitsgcricdtsstube, unten im Siadtdause Nr. 9, staiifindcnden Aufgedoistcrmme untxr An- meldung seiner Rechte die gedachte Urkunde Hier 1191:- zulegen, widrigenfaÜs dieselbe für kraftlos erkiart werden soll.

Bremen, den 23. Marz 1882.

Das Amtsgericht. (gez.) Blendermann. Zur BeLladiibigung:

e e,

Gerichtsscbreiber.

13988 [ Nach]deni der Wagner Wildesm Eixhenberg von Oberveilmar sich als präiumtwen, nachsten Erben des Georg Heininiiiier, Sohn, „de? Schuhmachers Heinrich Heinmülier da[)icr, legitirnirt und zugleich glaubdaft gkmacbt hat, daß der Georg Heznmuiier, eborcn am 7. Mai 1810 zu Cassel, seit vic[e_n uhren unbekannt wo adwe1end und Verschollen iii, und, Hierauf gesiüßi, beantragt hat, denselben fur todt zu erklären, ' ,

wird das Aufgeboisverfabren emgelerict und

der gedachte ' ' . Georg Heinmiilier, sowic seine etivaigen Rechtsiiasb- folger öffeniiiib „aufdefordert,

im Termin den 13. Juli 1882, Vormit-

tags 111 Uhr, ' ' vor dem Unicrzcichnctcn Gericht, Ziiumcr Nr. 10 dcs Gerichtsgebäudes, zu crschcmcn, widrigcnfails der 2c. Hrinmiiller fiir todt erklärt und Wegen Vcr- abfolgmig seines dabiec kuratori1ch vcrwalictcn Yer- mögens im Brirage von 3000 „34 "an den rräium- jiden Leibeserbcn das Ziötimge verfilgt werden wird.

Cassel, den 21, Marz 1882. ' Königlickxes Amikacricht, Abtheilung 2. Knay.

[140051 Vekanntmaäznng.

&. Durch Uribcil_ des Amthericbts Erfurt vom 2. Dezember 1880 smd 11_ach erfolgtem Aufgcbot dic nachsicdeiidcn Urkunden fur erloscbcn erklärt: ,

1) Schuidvcrschretbung Vom 30. April 1868 mit Hddoilwkenbucdsauszua „vom 27. Juni 1868 über 800 Thaler fiir die Wittwe Ernestine Marie Heyer, geborene Arnstadt, in Dzicbwig, xirmeiragcn au die Grundstücke dcs Landwiribs Homrich Lndwig rn- stadt in Dacdwidcr Flur, ' .

2) Schuldvcrichrcwung vom 13. Juli 1842 uni vaotdckcnicdein vom 31. August 1842 über, 20 Thaler müiicrlicbe Erbegeldcr der Geschwister Marika quiie, Christoph Martin, Summic Ka- roline, Johann Lorenz August, 'Doroihec Henriette Louise Beyer zu Dachwig, eingetragen auf die Grundstücke ihres Vaters Johann Siegfried Lieder in Dacvn'iger Flur,

3) Aitsieriiaung'des Zahlungsmandais vom _12. September 1849 in Sachen Haondld 0/3.Hr1nze mii vaotbekenscbein v_om 19. Februar 1851 uber 9 Thaler 10 Silbergrdickxen für den Pfarrer Joseph 'acndly zn Ncnstadt. eingetragxn aus die Grund- Yücke des Landwirtbs Andreas Heinze iu Witicrdacr **lur, ck 4) Sibnldvericbreibung vom 3. Januar 1852 mit Hvroidckcnscbein vom 8. Januar 1852, Cesfion vom 23. Januar 1865 und Hvdvibekenhucbsauszug vom 25. Februar 1865 iiber 60 Thaler iiir die Auansiincr Kirche zu Erfurt, eingetragen auidas Grundstück dcs Schmiedemeistcrö Adolf Schmidt in Wascblcber Flur,

5) Sibitldrericbreibung vom 21. November 183- 111it Eintragungsattcst vom 27. Februar 1838 und )ypotlyckcnscbein voni 22. März 1838 üker 112 Tbalcr ür Frau Anna Elimbeib Wcibezabl, geborene Bcr- les, in Oberzitnmecn, eingrtraaen auf das Wohn- haus Nr. 180 zu Walscblcba'. und die Necker 1701. 149 von Walscblebenx

b. durch Urtbetl des Amtsgerichts Erfurt vom 1. März 1882 sind für erloschen erklärt:

1) die Schuldverichreibung vom 9. Mai 1868 mit Hyvotbekenbucbsauszug vom 8. Juni 1868 über 98 Thaler für den Kauffmann Anton Domrich in Gebesee, einactra en au Planstiick 1204 d. des Wundarzteo Auguizi Höhne in Gebexc'r Flur.

2) Ausfertigung des Zablungkman ats vom 24; Ja- nuar 1871 gegen den Zimmermann Friedrich Amma? in Witterda mit Hypo! ekenbucbkauszua vom 21.311111 1871 über, 12 Thaler 17 Silber roscbcn 3 fennmc für den Ztcgcleibcsiyer Eduard rbacb in *acbwia, eingetragen auf die Uecker Art. 99 und 162 ch Grundbuchs von Wiitcrda,

dabier, ;. Zt. unbekannten Aufenthalts, wird Levtcrer

Oeffentliche? Anzeiger.

Inserate nehmen an: die Annoncm-Expediüonen de! „Juvalidend-mk“, Rudolf Rose, ßusenßeit & Vogler, G. L. Danke & Co., E. Schlutt, Büttner & Winter, sowie alle iibrigen größeren

1 . lnbe-kion Zubüsaemoou, Fabriken uml Swsabauäsl.

. bituma' obe 4112613611. . ']Jbaatsr-YUsix-u.

Lu (Lat 13611101- kamiüsn-Ra-cbtiadtsn.

5811828.

' . yonodjsclsns Zokmumaeduuxon.

Amneeu-Bnretmx.

30. März und 3. Aprii 1827 über 600 Thaler und vom 15. Januar und 3. März 1830 über 200 Thaler fiir den Stadtrati) Johann Daniel Pohle in Erfurt, einge1ragen auf das Wohnhaus 139 zu Walscblebcn, 4) Ausfertignng dcr SchuldVerschreibung vom 20. April 1860 mit vaoikekenbuchsaUSzug vdm 1. Mai 1868 über 300 Thaler für den BranniiVem- brennereibesiyer Ferdinand Schuize in Nordhausen, eingetragen auf das Wohnhaus 355 zu Gebesee,

5) Ausfertigung der Schuldverschreibung vom 18. Januar 1844 mit vaoibekensihein Über 65 Thaler für Frau Amtmann Julie Luther, geborene Vogt, in Gebesee, eingetragen auf das Wohnhaus 140 zu Gebesee und die Grundstücke Art. 290 des Grund- buchs von Gebesee,

6) Ausfertigung der Schuidverschreibuna vom 19. Oktoßer 1850 mit HVPoibekenscbein vom 19. Nodem- ber 1850 über 70 Thaler für die Geschwister August, Karl, Auguste Henriette, Marie Elisdbetb West- Hausen und Marie Magdalene Zwinkau von Waisch- leben, eingetragen auf das Wobnbaus 3241). zu Walscbleben,

7) Ausfertigung drs Erbrrzeffes dom 18. Novem- ber 1840 mit Hizyoihekeiisckorin vom 12. FeerQr 1841 über norh 12 THa16r15Silbergroschen mütter- liche Erbxgelder für Ernst August Theuerkauf zu Dachwig, eingetragen auf die Necker 1101. 86 des Grundbuchs von Dachwig, , ' _ 8) Ausfertigunxi des rechtskräftigen Erkrnntmsieß des Königlickyen Kirisgerichis Erfurt Vom 27. Juni 1851 mit HWVTHchnsÖein vom 19. November 1851 über 33 Thaler 4 Silbergroschen 1Pfem1ia Fordc- rung des Gensdarmrn Kar1 Wckbeim Bern zu Elberfeld, eingetragen auf 2? Acker 111 drr Flur Tieftbal; , '

0. durch Urtbcii des Amisgerichis' Erfurt Vom 1. März 1882 sind folgetide Posten fiir erloschen er- klärt:

1) 30 Thaler Resi 11011150 Tkyaser aus den Swuldverschrcibnnaen vom 20. Nowember 1802 und 25. Juni 1819 für den Oberamtmann Kasten- dick in Gebesee, eingetragen auf das Wohnhaus 183 zu Gebesee, , . 2) 30 Thaler Forderung mri 3 THaker 20_S11- bergroschen 6 Pfennige Kosten aus dem rxchtskrastigen Erkenntnis? des Land- und Stadtgerichts Erfurt vom 19. März 1845 fiir Frau Dr. Zenner 111 Er- furt, eingetrageix auf die Aeckec 1101. 447 des Grund- Hucbs von WalWlebrn. .

Die eingetragenen Gkaubigcr und dere_n_ Rechts- nachfolger find mii ihren Axiipriichcn auf dic1e Posten auSaescbloffen. . , Königliches Amthcricbi Erfurt, Abtheilung 11.

[1604] Bekanntmachung.

Durch Ausschlußuribeil des unterzeichneten Ge- richts vom 25. Fedrnar 1882 find die nachstehend bezeiÖncien Hypoibeken-deumrnte: '

1) die Ausfertixiung des Hypothekenbriefeö pom 2. März 1874, des rx-cbtskräftixirn Erkenntmffes v01113.Fcbrnar 1874, der Wechsel Vom 26. Oktober 1873 und der Protest dom 27. Januar 1874 als Urkunde iiber die im Grundbmbe von Groß-Krebs Nr. 30 Abibcil1mg111. Nr. 11 fiir den Rentier 21. Lindemann in Marion- werder eingetragene Weidselsorderima von 84 Thlr. und 5 Thlr. 17 Sgr. 10 Ps. Kosten; die Ausfertiadna der notarieiicn Verhandlung vom 20. Dezember 1863, des Hiwdibekcnduchs- Auszugcs vom 22. Febritar 1864 und der Ein- tragimgsiwte von drmicldcn Tage 1115 „Urknndc über die im (Zörundbuciic von SckQc'serei Nr. 44 Abtheilung 111. Nr. 4 fiir den Jäger Jobann Kaucdl in Lilisrbcn eingetragenen 100 Thlr. rückständige Kaufgcldcr; die Ausfertißum dcr iwiaricilxn Verdandlnng vom 3. Novam 1er 1863, der vaotdckenbuwß- Aukzügc vom 4. Dczcmbcr 1863 und 3. April 1868, der Jngroffntionénoten ron denselben Taaen und des Kaufgcldcrbclcgungs-Attestrs vom 5. Januar 1872 als lirkuiidc über die in) Grund- bucbe von Stuermcrxiera Nr. 8 Abtheilung 111. Nr. 2 für Fräulein Hirmine Kalau in Grau- dcnz subingrossirtc Post Von 1200 ler.; die Ausfertigung des Kaufvertrages vom 30; Juni 1847, de! Hvrotbckcnsrbcinö voni 7._Mat 1849 und der Jngroffationsnotc von dctniclbcn Tage als Urkunde über die im Grundbmbc von Schloß Marcese Nr. 14 Abtheilung 111. Nr. 1 für die Fischer Wilbclm und Marianna, geb. Mieblke, Kurkowskiscben Eheleute eingetragenen 100 Thlr. Kauigelder; die Ausfertigung der Scizuldnrkun'cc vom 14. Juli 1837, der Verhandlung vom 30. No- vember 1842, des Hvrotdekenscbcins von) 2. De- zcmber 1842, der Hdpoiiéckenkuwöaudzugc vom 18. Avril 1855 und 3.2)?ärz1864 und der Jngroisationsiwten von denselben Tagrn, ,als Urkunde über die im Grundbuwc ron Mariet!- n'crdcr, Graudenzer Vorstadt Nr. 26, Abthei- lung 111. Nr. 4/7 für den Ka1:_17n.111n Meder Bernstcin in Marienwerder iubingrosjirten 200 Thlr.

für kraftlos erklärt, und die Inbabcr dcr nachsicixcnd

['kikikbnktkn vaotbckcnpostcn: _

1) 200 Tblr. Indikaiforderung nckii 6 rozrni Zinsen, eingetragen für den Gastwirt!) k1nr1ch Radtke auf Grund des terbiökräitigcn rkennt- nisses vom 4. Septcmbcr 1832 im Grundbuch: von Groß-Grabau Nr. 3 Abtheilung 111. Nr.4 ;ufolae Verfü2unq vom 13. Januar 1835;

44 “Thlr. zu 5 Prozcni vcriinslichc Kaus cldcr, ein ctragcn für die Streitmaffc Rexlq (:./x Jkßann Worm auf Grund der Arjudikatoria vom 24. Januar 1854 und der Kauigcldcr-

[*elegungo-Vcrléandiung vom 27. ?cbruar 1854

im Grundbucbc von Groß-Nc rau Nr. 8

215151111. Nr. 226. zufolge Verfügung vom

28. Marz 1854;

66 Thlr. 20 Sgr. Darlehn zu iünf Precht

verzinslich, cinactmgcn für Jraulcin Lenin

3) Ausfertigung der Schuldvcrscbrcibungen vom

Dittmann in Marienwerder an Grund der

im Grundbnche von IobanniSdorY Nr. 34 Abtheilung 111. Nr. 8 zufolge Verfugung vom 26. Januar 1845, mit ihren Ansprüchen auf die betreffenden Posten auéaeschloffen. Marienwerder, den 12. März 1882.

Königliches Amtsgericht. [.

-s13986

GeicheZen vor Königlichcm Amtsgerichte Hanndver, Abthriiung 16, am 21. März 1882 in öffentlicher

Sitzung. - Gegenwärtig: Amtßgerichiéraih Jordan, Referendar Koch. In Sachen betreffend den ZwangHVerkauf des zu Hannowr, Grünstraße sub Nr. 14 belegenen, im vaoibekcnbuckZe der Ort- schast Fernrode 1701. 238 be1chriebenen Burgeriveims der (Ehefrau des Restaurateurs Hamecher, fruher- hier, jeßt unbekannten Aufenthaiis, - Aktenz. 1T. 1/82 - erschienen auf Aufruf nach 11 Ubr, 2c. 2c. Termin zur Einzahlung des Kaufprei1e§ und'zum Weiteren Verfahren, ingcsondcre zur Vertheilung des (Erlöses, wird auf Mittwvéh, den 10. Mai 1882,

Mittags 12 Uhr, in dem neuen Justizgebaude, Zimmer Nr. 126, an- beraumt, ' ' Zu dirscm Termine Werden Kaufer uriteyHinweié-x auf §. 10 der Kaufbrditigungen, Glaubiger iind- Scbuldner unter der Vrrwarnung geladen, daß im Ausßicidungsfaile ihre Ansprüéhe bezicßungswetse Em- wendungen dei drr Vertheilung dcs Erldjes unbe- rücksichtigt bleiöen.

Verkundet. Beglaubigt : gez. Jordan. Koch. AUSJeferiigt :

Brekle, ' ' Gerichissciyreiber des Königl. Ymiögerrchts Hannover. Vorsteherichusferiignnq Wird der 11111 unHLkanntem Aufenibali abwesenden Ehefrau drk) Rxftaiirateirrs Hamecher zum chcke der Ladung hiermit offentlnh Ugestellt. "

z Hannover, 23. Marz 1882. B r e cke , , Gerichisschreidcr des Königl. Amißgericbts, Adil). 16.

[14016] Im Namen des Königs: n Sachen beireffend Aufgebot von „Urkunden und Grundbuch- posten vom Juni 1880 bis April 1881- (1. Nr. 12 und Vom April 1881 bis Juli 1881-(1. Nr. 13 -- erkenni das Königliche Amtsgerickzi zu Orielsburg- durch den Amtöricbter Ivanovius fur Recht: da unterm 4. August 1881 auf den Antrag des Grundbefißers Goiiiieb Pai; m Wyffegga das Aufgebot der Post Wysscgga Nr. 1 211311). 111, Nr. 7 des hiesigen Hypothekenbuchs uber die bei Zuschreibung des Grundstücks Gawrzialken Nr. 1 dortiéin iibcrtragcnen 19 Thlr. 19 Sax. 37/9 Pf. väterlicdc Erbgelder dcr Loutje Jeglenrki aus dem Inventar chin 27. Dezcm- ber 1822, besiäiiak den 30. dexielben Monats, verzinslich mii 6“'/0, Wozu em Hypotheken- dokumcni mit dem Jedachtcn Inventar, dem HWR[ickeiirckogniiwiis](bein vom 7.21pr1l 1823, dem Einiragungsvcrmerk von demselben Tage und den LösckmnaSvcrmerkcn vom 27. Juni 1838, 30. Yiai 1855 und 28. Januar 1856 (ix_bildet, aber angeblich verloren gegangenist, xrlanenist, da bei erfolgter Erfiikln'ng dc_r_ gcietxlich vorge- schriebenen Formen und Fristen dtcjcmÄntrage statt- zugcbcn war, al'le Diejenigen, welche 1111) zu der Post Yb- tl1ci11mg 111. Nr. 7 bei Wvffcxiga'Nr. 1 uber 19 Tbir 19 Sgr. 37/9 Pf. dcr Lou11c Jeglcnski nicht gcincldct baden, werden' rnit ib_ren Rech- ten und Ansprüchen aus digte Pdit ausge- iwloffcn, dic Kostxn dcs Ausgebdtsverfabrcns sallcn dcm Antragitriler zur Last..

[14009] Bekanntmachung. , Am 16. März d. J. bai__ das unterzeichnete Gc- ricbt fvlgcndcs Urtbcil crlancn: 1.a11c - mit Auknubnic dcr unicr11. MN];- f1"111rien - Personen werden mit ihren sdrürbcn auf folgende Poitcn: '

a. auf Nr. 25, Trebniv, Anger, Abtheilung 111. Nr. 3, über 48 Tixalcr, _

i), auf Nr. 59, Kardiibkc, Abtheilung 111.Nr.5, über 130 Thaler, ,

c:. auf Nr. 10, Karvicbkc, Abtheiluna111,Nr. ], über 16 Tbalcr Mujtcr-Erbtbeil, Ausstattung und Vcräußcrunas?Ucbcrsckouß-Vorbcbalt dee ()Jeikdwister Hantke, Jodanna Helene, Johann Gottlieb und 21mm Rosine,

ausgeiwloffcn und werden die Hdpotbekcn-

Urkunden über folgende Postet): ,

(1. über 35 Tbalcr 7 Sar. 6Ps.. Abtheilung 111. Nr. 17 auf Nr. 10, K'arosibkc,

e. iiber 80 Thaler. Abtheilung 111. Nr. 5 auf Nr. 22, («roß-Vindauicbkc,

1. über 84 Thaler, Abtheilung 111. Nr. 5 auf

f Ni" ix'lRaftiimt

ür ratoser är; _

11. der verebclicbtcn Kascrncnwatier Emilie Stiller, eb. Kempe, zu Breslgn, dem Britin träger 'arl Kempe zu Trebmv, dcr verehr- licbten Hausbcfixer Beate Bimer. o_eb. Yu“), , ebenda, dcr vcre clicbten Bömbermcnter o,o ie Siebe, eb. Hempe, ebenda und der unverehe- liebten (Ldkistmnc Hcmre ebenda; werden ihre Rechte auf die unter a. aufgefubtie Nntbeth- rost der Johanna _ tiene Hantke, Abthei- lung 111. Nr. 1 auer. 10, Karojchke, vor- behalten. _

Trebuid. den 17. Marz „1882. _

Königliches Anm-gericdt. W:“.iycilung 1.

! '.--k--d..k*. .Es“.-

Scbuldverscbreibung vom 22. anuac 1843