1903 / 151 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 30 Jun 1903 18:00:01 GMT) scan diff

ngereift: Seine ellen derUnterftaatssekretär im ' ministerium Dr. Künße , mitz Urlaub nach der Schweiz.Iußlz Angekommen:

der Unterftaatssekretär im Ministerium der 7eistlichen, Unterrichts: u_nd Medizinalangclegenheiten, Wirk iche Ge- heime OberregierungSrat Weyer, aus BerchteSgaden.

Yiehkamlliihes.

' Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 30. Juni.

Seine Majestät der Kaiser und König nahmen heute den Vortrag des Staatssekretärs des Reichsmarineamts entgegen.

Der BundeSrat versammelte sick) Heute zu_ einer Plenar- sißung; vorher hielten die vereinigten Ausschüffe für Handel und Verkehr und für Rechnungswesen, die vereinigten Aus- schüsse für Handel und Verkehr und für Zustizwesen und die ver: einigten Ausschüsse für Handel und Verkehr, für Justizmesen und für das Landheer und die Festungkn Sißungen.

, Laut Meldung des „W.T.B.“ ist S. M. S. „Vineta“ am 27. Juni in Halifax eingktroffcn.

S. M. S. „TbetZS“ ist an demselbsn Tage in Nagasaki angekommen und beabsichtigt, am 4. Juli nach Myadzu in See zu gehen.

S. M. S. „T_i er“ ist am 28. Juni in Schanghai ein- getrofxen und beabst tigt, am 1. Juli nach Tsingtau in See zu ge cn.

S. M. S. „Sperber“ ist am 27. Juni in Sansibar angekcßmmen und beabsichtigt, am 1. Juli nach Dar:es:Sal-3m zu ge en.

S. M. S. „Habicht“ ist am 27. Juni in Klein:Popo eingetroffen und beabsichtigt, am 1. Juli nac!) Groß:P0po weiterzugeben.

Kiel,.30. Juni. Am Sonntagabknd fand bei Ihren Kaiserlichen und Königlichen Majsstäten an Bord der Jacht „Hohenzollern“ zu (351)an di's Kaiserlichen Jachtklubs Tafel statt, an der auch J1)re Königlichen Hoheiten der Prinz und die Prinzessin Hsinrick) sowie der Großberzo von Mecklenburg-Schmerin undxdcr Reicbskanzlcr Gra“ von Bülow teilnahmen.

Gestern nachmittag um 2 Uhr gab dcr Gcneralinspektor der Marine, Admiral von Köster in den Räumen der neuen Seeburg u Ehren des Botschafters der Vereinigten Staaten von Amerika ower, des Admirals und der Kommandanten des amerikanischen Geschwaders ein Frühstück. Außer den genannten amerikanischen Offizieren und dem Marineatta s bei der amerikanischen Botschaft, . Korvettenkapitän alt waren zum Frühstück noch der Staats- !Ökretär des Reich6marineamts, Vizeadmiral von Tirpi , die

izeadmirale von Arnim und Büchsel, dic Kontrcadmiralc Friss, Freiherr von Maltzan, Fischel, Tbiolc, Breusing u a. gcladsn. _ Später fand auf dem amerikanischen Flaggschiff „Kear- sarge“ großer Empfang statt, bei dem u. (1. JW“ Königlichen Hoheiten der Prin und die' Prinzessin Heinrich, der amerikanische Botschaiter in Berlin Tow er unk) dcr Staats: sekretär, Vizeadmiral von Tirpiß erfchicncn waren.

Bayern.

Die „Korrcspondcnz Hoffmann“ mcldct, das; nach ein: 1(Zehendor Priifung aller cinscblägigcn Vcrhältnisso dic aycrischc StaatSrcgicrung sici) cnlscblosscn Habe, von dem Rechte der Verstaatlichung der Pfälzischen Eisc.n: bahnen vorerst keinen Gebrauä) zn machen.

Oesterreich-Ungarn.

Nach cincr Meldung dcs „W. DB.“ (1116 Wien ist Graf Stanislaus Badcni zum Landmarfchall von Galizien ernannt worden.

Der ungarische Ministerpräsidcnt ('»1raf .11[)uc11:Hcdcr- vor:) und das neue Kabinett stclltcn sich in cincr gcstcrn abgehaltenen Konferenz der 1111cralc'n Partei vor. „111 einer Ansprache wie's dcr Ministmpräsidcnt darauf 11111, das; er Miffermaßen cin Veteran dcr Kartei ici; sci" Wirken nabcstcis in

krinzipicn dicser Partei gcwnrzclt, cr mcrdc dicse * Krinzipicn im -, ciste Koloman von Ziclls lvctätigcn. Wie cr *xcrtraucn in die (Brundsäsc dcr Parisi und in die Mitglicdcr scsc, dic entschlossen seien, für sis" einzutreten, so crmäic er um das Vertrauen der Partei und um ich Untcrstüvung. Die Rede wurde mit lebhaftcm Beifall au gcnommcn. .Hicroninm und

odossn drückten im Namrn dcr nunmcnr misgclöstcn raktioncn der liberalen Partei ihr Vertrauen aus, woraus bie Parteikonfcrcnz geschlossen wurde.

Großbritanien cmd Irland.

Das Oberhaus nahm gestkrn die Fiuanzbill in allen Lesungen an. _ Im Verlaufe rer Sißung lenkte, wre „W. T. 21." berichtet, Portsmouth rie Auimeriamkcit ani ric lcytcn (?r- klärun en des -rcmictministcrs Balfour und reo Staatsiekretärs Kr die olonien Chamberlain unk frqgtc dcn Staatssekretär für

e auswärtigen Angelegenheiten Marquis of Lanödowm, ob die Re letung beabsi tige, dem Parlament ibrc Vorschläge u untcr- ten, die Den! cbland vxtanlassen sollen, sein Zolltariitcalcment bezüglich Canadas abzuandern. Ward betonte, die Fra (* det Tarifmangcments zwischen Deutschland und Canada 1:1 drin 5. Bei der früheren Betatunk im' Oberbagse babe Campecdown MUM la en, daß DeutsÖland n einer Wem gehandelt habe, die jeder Hin cht ungebötiß unrötig und seinklicb geqen Canada ici.

ich gebe es niemand m Hause, der nicht wünsche, die Bande sischen dem Mutterland und Canada zu stärken. Ea wütdc aber Lebt unheilvollÉein wenn ein falscher und unbiüign Eindruck bin- eta tens Deutschlands in dieser Sache bewor-

fen wütke. tscbland babe Canada als aettennte Finanz- beit behandelt und nach seiner Ansicht ein Recht gehabt. die! n tun. Er könne 2:31 verite en. wie Chamberlain, nachden- » die 'nxlwmbät Jahre be ruhen lassen, sagen könne, sie

do" Elektr

U.d.Lind. Baud. Vmin ' er dem beipflichte, «MMM at (ben R 1erung in .Br1.- . ck emeine Jnan'xfrage Ver. B. örtg'd e ra e mit of'enem Sinn geprüft werde, _ VeanFichlets fe izusteüen, ob es möglich sei oder MBM YZr-KKotlYchzim-n union mit den Kolonien herzustellen um letzteise' zi: Zi.,"aFZ-i, fa s. fie übler Be- handlung we en Éngland gewährter Vorau starife unterworfen würden, und Mittel zu finden die bxitische ndustrie gFen jene Art unbiUiger Konkurrenz, -d1e er in der früheren ede er- wähnt habe, 'zu schüven. In Bezug auf den Fall mit Deutschland wünsche er nicbt, der Debatte vorzugreifen, die durch Veröffentlickpung des Schriftwechsels Hervorgerufen werden könnte, aber er halte an der Ansicht fest, daß das VerbaUnis zwischen Deutschland und Canada von der briticben Regieryng nicht anders als ernst betraehtet wcrden könne. Man finde nicht nur, daß Canada unter dem England eingeräumten Vorzuge leide, sondern es sei tatsächlich in einem amtlichen Schriftstück, dasberöffen111cht werden würde, an- gedeutet, daß, falls andere Kolonien in derselben Weise wie Canada handeln sollten, England slch, der Meistbegünxtigun beraubt sehen wiirde. Die Angelegenheit sei hängend, nicht o se r hinsichtlich der Zett, denn es sei nicht anzune 1, da die Dinge sich in naher Zukunft abspielen würden, aber drin _)insi tlich der Wichtigkeit der dadurch aufgeworfenen Fragen. Lord'*7chvsebery wandte fich in kurzer Rede gegen die Regierung Wegen des im Kabinett herrschenden Meinungs- verschiedenheitem Er glaube, eine Untersuchung der Finanzfragen sei jet nötig, nachdem diese Frage in autoritativer Form bon Cham erlain aufgeworfen. sei; er frqge aber, ob die Untersuchung nicht nur em Mechanismus sei, um die Regierung zusammenzuhalten. Rosebery drang darauf, “saß die Untersuchung öffentlich geführt werbe, und bat die Regierung dringend, das Land in dieser Sache m_ ihr Vertrauen zu ziehen. Die Nation babe ein Anrecht darauf zu wissen Was vorgebe. Lord Sekborne wies darauf hin, daß, während Gxoßbritaynien unter dem Freihandel blübe, andere Länder nicht mmder unter einer gänzlich verischiedenen Politik blühten. Die rage dxr Reziprozität zwischen dem Mutterlande und den Kolonien önne nicht von Königlichen Kommissionen oder Vom Parlament behandelt rvkrden, sondern es müsse eine Untersuchung seitens der Nation siattfi'nden. (Beifall.) Denn es handele sich dabei um die kxmfttae Wohlfahrt Englands. Er sei darüber froh, daß die Untersuchung in einem Zeitraum der Wohlfahrt statt- finde, denn dies biete eim? Gewabr geaen ein übereiltes Urteil. Nach Lord Selborne nahm Viscount Goschen das Wort. Er wünschte genau zu wissen, Welche Fragen, besonders ob auch Fragen untersucht werden sollen, die einen Getreidezol] in fick) schließen. Jede der Regierung zugehende Information über die Finanz- frage sollte Veröffentlicht Werden. Gegenwärtig sei das ganze Land m Verwirrung gebracht. Lord Ripon hob hervor, daß Retor- sionszöüe bedeutende Störun en in Handel und Industrie be- dingten und ihre Einführung eine gefährliche Politik sei. Der Herzog yon D'evonshire erklärte, die Untersuchung müsse bon Mitg iedern der Regtcrung selbst unternommen werden, und fuhr dann fort: „Ob- schon ich nicht ganz mit denen übereinstimme, die glauben, daß das Ergebnis der Untersuchung eine sehr große Abweichung von unsercr )eßigcn Finanzpolitik herbeiführen werde, finde ich doch in den Reden Balfours und Chamberlains vom Freitag ni ts worüber ich mich 314 beklagen habe. Diese Reden waren haupt äckZlich darauf gerichtet, die Gegcnsiande an udeutenx mit denen die Untersuchung und Er- örterung s1ch zu befa en habe;» Die Fragen des Getreidezolles und der Alters ensionen köanensz 4 der Untersuchung nicht ausgeschloxsen Werden.“ er ey fraqke, obWor-dexn Beginn des Feldzugs zu Gun ten der VorzugSzö e im Oktober die Haltung des Kabinetts werde bekannt gegeben_wxrden. Der Herzog Von Devonsbire erwiderte, er könne Legenwartt kc'ine Ankündigung machen. Hierauf Wurde der Gegen- tand Verla en und das Haus bertagt.

Frankreich.

Die Dcvntiericnkammer thi'iltk, nach einer Meldung dks „W. T. B.“ aus Paris, gcsisrn dcm Gcscßentwurf, bktrcffcnd Legung einss Kabels zwischen Brest und Dakar (Senc- gambien), zwischen den Juskln Madagaskar, La Réxnnion und Mauritins und zwischen Saigon, dcr Jussi Y_ulo (Tondor und Pontianak (Bornco), die' Zu- 1tmmmug. * Zur Beratung stand ferner cin Antrag des Deyutjcrtcn chnisv (radikal), betreffend Erhöhung des Jolies aus ausländisches Vieh und Fleisch. (iastillard (?Ke'vubli- kancr) untcrsiiiyic den Anita,]: denn da der (Gesundbcitszustand des f(xmdcn Wicbs sich immer bcsscrc, Mike man bald die' Grknzc'n wicdkr Öffnen miiffen. Thierry (Rcvublikam'r) bekämpfte dcn Antrag, weil dcffe'n Annahme" dic 1119111111th in eine ungiinstizie Lage vcrikycn würde", da gcgcnwärtig Vcrbanklimzie'n mit (“cn ikcmrcn Mäcbtcn über den Abschluß bon *:;701111'121'61111131611 eingeleitct seien. 1)iciyon (Ralliicrtcr)nntcriiüytr dcnYntrag. indcm (*r bcrborbob, das; .cntscb- land und Ocstcrrcicb dcn Ein,;angszoil aui Vici) crböbt bättcn. Mougcot (Radikal) bsantragtc dic Ueberweisung kcs An- trages an die Zollkommisfion, weil es dem Minister dcs Acusicrn Dclcaffxk nicht möglich sci, in die Kammer zu kommcn. Debussy bekämete die' 11cbcrwcisnng, die mit 406 gcgcn 181 Stimmen abge- lcbnt nmrdc Hicrani ging man zur Beratung der einzelnen Artikel iibcr. Im ersten Artikcl bcantragtc rie Kommi'fion, den 071" aimszoll für Ochsen auf 30 Fr. für 10.) k,.- chcndgcwiébt im *.).Waxmmltarii und auf- 20 Fr. im Mininmltarif fcstzuscycn. Sicsfricd (Tkmokrai) bmxündcte ein Aine'ndcmcnt, nach [*Im kcr

911 auf 15 Fr. irn .Uiinitnaltarii ormäixiit ivcrkcn iviltc. ' iougkot stellte 1611, das; dir Vicbzn ! 11: Fraiikrcicb sicb in (inc'm keiricrixirnkcn Zustande befinde, rc'skalb babe Telcasi-U mit den benachbarten “Nächten, nämlich mit (?nglank und Belgien, vcrbankclt, um diese Staatcn ur ereröffnnng ibtcr Grenzen für iranröiiicbc's Vici! zu i'kmnlaiskn. '.111chot person,“.tc, man solle die von Siegfried bcantraatcn Zolliäye annehmen. Hirr- Segen erbcb 11ch_(1111 vcrscbicdcncn Bänken Wtrcrsvtncb. Debussy irlt sctne ZolUäse aufrccbt, und diese“ wurden mit 406 (min 169 “Stimmen angenommen, worauf das Haus die Fortscynna dcr cbattc bis beute vcrtagtc.

ache ein fei übergebend, erklärteLa

Italien. Der _Senat trat, nach einer Mclkung 168 „W. T, B.“ aus Rom. akitctn in gcbcimcr Abstimmung mit 91 gegen 11 Stimmcn

dem Vcscblniie ict Deputiertenkammrr, scchs provisorische Budget- zwölftel zu bcwillmcn, bei,

Türkei.

Dcr Sultan hat, mir „W. T. B.“ aus Konstantinopcl crfäbi't, dcm Gesandten in Belgrad Fctbn Pascha dcn Groß- kordnn bes Lamanicordens verlieben.

Nack) cincr Mittciiung dchfortc nn dcn österrcicbisck): ungarischen und den russischen Botschaftcr bat eine aus Bulgarien stammenden Bande von 80 Vcrsoncn dcn Ortovorstcber oon Leschke) im Kreise Dschumaia entführt und ermordet, weil er Mitglieder des Komitees verraten habe.

'ne-heulend.

In der gestri en Sivung der De uiiettenkammct gab kct Mininervtäsident ' beotokio wie . . TV." aus Alben berichtet, die Konstituierung des neucn *abinem bekannt. Der Ptäident der Kammer Rolli legte darauf den Vorsiß under, inkem tr tvotbob,

daß et, du au] der alten Majorität hervorgegangen sel, nicbt mit der

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nn er on er u : worfen; er wurde sofort vérjkaftet. *?

Serbien.

_Auf 519 Anzeige _des Königs von seiner Thron- besteigung ut ]eßt, mie „W. T. B.“ berichtet, auch die Antwort des Konigs von Italien eingegangen.

Das Telegramm des Su1tans auf die Ratifikation von der Thronbestei ung des Konth lautet, nach einer Meldung des enannten ureaus aus Belgrad:

ch bgbe das Telegramm Eurer Majestät, in wel em mir die Thronbestetgzmg bekannt gegeben wird, erhalten. Bei die er Gelegen. beit_dn:tcke tcb Eurer Ma'estät meine Wünsche für das. Glück Eurer Mackestat aus, wo u miÉi die aufrichtigen Sympathien veranlassen, wsl e das Haus urer _kajestät zu Zeder Zeit meinem Ka1serreiche entgegenbrachte. Ic? zweifle nicht, Eure Majestät dieselben freundschaftlichen Ge üble bekunden wird, welche ich mit dem gleichen Gefühle erwidern Werde.

_ In Belgrad. wurde _gcstern von dem Metropoliten em feierliches Reqursm für die in der Schlacht auf dem Amselfelde Ge'xaUcnen zelebriert, dem der König, die Minister, das Of zierxoyxéxund ein zahlreiches Publikum beiwobnten. Die bisher U“ ewescnen Maßnahmen für die Sicherheit des Konigs * - r Straße und in der Kirche wurden vollständig Zintesrclbats ),Fxxßer in der Bevölkerung große Genugtuung erk * gz -*

ZnßzV 'kupschtina verlas heute der Ministerpräfidcnt Awakux itsck) einen Ukas, durch den die gegen: wärtr, Y .xch die Proklamation der vorläufigen Regierung vom 11 [ veranlaßte Tagung geschlossen wird.

Dex; itsblatt veröffentlicht einen Erlaß des Ministers de_s JW..n, 111" dem dieser alle KreiSvorsteher auffordert, bei derZEDyrchfyhrung der heute beginnenden Gemeinde- mahler? fÜr die strenge Wahruxig der verfassungSmäßi en NechtÉBer Bürger zu sorgen und ]ede Verlesung ihrer Re te strengstens zu ahnden, _ Die Gemeindewahlen dürften mehrere Wochen_ m Anspruch nehmen und der Ausfall dieser und der vqraussichtlich im September stattfindenden Skupschtinawahlen, wie dem Wiener „K. K*. Tclegr.-Korresp.:Bureau“ berichtet wrrd, nach der gegsnwärtigen Lage eine mächtige Erstarkung der Extremradikalen herbeifuhren. Die Sozial: dcmokraten, die ztyar nicht besonders zahlreich, aber nicht ohne Bedeutung smd, beschlossen, die Extremradikalen zu unterstußeii. Der König äußerte, daß er_ auf die Wahlen absolut keinen Einfluß Üben one; er werde die neue Ne»- 916111119 dem Wahlergebnisse cntsprechend bilden lassen. Uebrigens harrten Finer bezüglich der Sanierung der inneren Zustande Fo roße ufgaben, daß er es für nötig erachte, sich derhElnttmckc ung der inneren Politik gegenüber neutral zu ver a ten.

Dänemark. Die außerordentliche Session des Reichsta es wurde

gestern geschlyssen nachdem der olketbing sämtli e ieuwablen, ausgenomMen die in Ötberup und Fre eriksund, für gült g erklärt hatte.

Amerika. -

tox: wird dem „Reuterschen Bureau“ e- nzctchen dafür vorhanden, daß man ie

.Fr-Fe vprläufi auf fich beruhen lassen werpx, soweit die“ ereimgten taaten an der Sache betctltt seien. Der Staatssekretär „Hay habe einen vicrzc ntägigen Urlaub angetreten. Auch der russische Botschafter (Hraf Cassini bcabficht-gc, nach Europa abzuxcisen. Dios mcrdc dabin gcdcutct, daß Rußland bereit sci, ixinc Politik in dcr Mandichnrcifrage 10 zn gcstalten, das; iic für die Vereinigten Staaten annehmbarer wordt". Hai) und Cassini hätten in der vergangenen Woche eine Be: sprechung 110110111, dcrcn (Mgcnsmnd nuncnschcinlick) Auseinander- skßunacn gcnwscn seien, die eine lwffnnngsvoilcrc Auffassun?

Aus Washin meldet, dort seien mandscbuxische

dcr Tqisacve' vcrqnlaßtcn, daf; dic Vcrcinigtcn Staaten an der Ocssnung _qcimffcr Hafcn 021“

_ J.Mandschurci scitens Chinas bvitchcn.

Afrika.

Das Parlament der Kapkolonic hat gestern, wie dem „W. T. B.“ aus Kapstadt boricbtct wird, das “Ilbkmmncn von Wlocmfontcin iibcr dic(511*1":ndnng cinco 11100111101111ch6n ;; nllvcrcins gcnclimigt, nachdem ('in Vlbänbcrnngsantrag anf Strcicknmg dcs (511111111111Zolwcrgiinsiigmigcn (*int'c'iumcndcn “Teiles dcs Abkommens mii 12 Won 42 Siimmcn abgelehnt worden nim“, wobei dic Stimme des Sprechers den Ausschlag gcacbcn batte.

Nr. 2“ des „(Fcntralblatts für das Dsutscbc Reich“, bcransge'gebcn im Ncichamt dcs Jnncrn, Vom 27. Juni, hat folgcndcn Fnbait: ;1911- und Stcuckwcscn ?lcr1kerun,i:*n und Er- gänzunzcn dcr Vmantwcinitcncrauv!übrungsbcsjimmun,]cn.

Nr. 51 des „Zentralblatts der Bauverwaltung", beraus- ._iegebcn im Ministerium der öffcntlichcn Arbeiten, vom 27. Juni, hat wlacnkcn Inhalt: Amtlicbt'o: !)iitndcklaf: vom 14. Juni 1903. br- trcöcnk Anzciacn über die Abkömmlicbkcit von Rmicrunisbaumcistcrn.

“T)ic'iiitnackztiMcn Nichtamtliches. Das neue vmnasism in Friedenau _ Eine Warnsmnalanlagc für Starkstrombctricb mit Jr- und Sicbksimml. Lbsrbankircftor Ludwig Framins +. -- * er- miscbtco: “„U-jährige Lehrtätigkeit von Prcicffor, L-berbaumt Karl Schafe: in Karlstnbc. Itauoorrickotung mit bcwcglichcm, walken- förmigen: Verschlußkökvcr.

Statistik und Volkswirtschaft.

Seeberkcbr in den deutschen Hafenvläscn 1901.

Tae zweite „fot des Jahrgangs 1903 der ,Vicrteljabtsbcfte zur _Staiiiiik des DrunckYn '.)icich' bringt eine Rcibc von Zusammrn- itcllungcy übcr rm Secvcrkcbr in ken deutschen .Haienvläven im Jahre 1901. Pictnack) sind im gamen keulschen Küstengebiet im abcr 1901 179129 Schiffe mit eincm Raumgcbalt von 38302173 ' cgistettons netto ou Handels 'rcckcn cin- und anon.?angcn, gegen das Vorjahr 4052 Sebiffc (2,3 v. - 1 und 1047 .“; -5 Reg siertcns (2,8 v D) mehr. Im Jahre 1875 halte die Summe allcr in deutschen .päfcn cin- und au!- gelauscnen Schiffe 87 558 mit 12 722 710 Reginckwns Raumaebalt be- tragen, seitdem hat also ric Schiffszabl eine Vermehrung um [04,6 v. H. der Raumgebalt sogar um 201,1 v. H. erfahren. Die de_dcutenke ' erke "steigerun? ist durch die immer reger sicb gestaltende Tatigkeit der amvfsch ffabrt herbeigeführt worden; denn während im Jahre 1875 17189 Dampfer mit einem Raum- gebalt von 7 182 061 Rmisiettons netto im deutschen Küsten- gebiet ein- oder ausgelaufen sind, stellte sich die enisprechende Zahl 11"

* 1901 auf 98697 mit 32734174 Registert*ns; der.Da

'ebiet auf 7646

fer- M hat also rend der Zwi eit acb der 1 die ache, drem Raumgebat die vierfachsechH'szx ütZers rittéexna.h DerfÉnegel-

“[*I-if-fsvetkebr ist seit 1875 nach der Zal der angekommenen

d abgegangeneu Schiffe um 10063 aeftie en, nach dem Raum- " 1 nur um 27 350 Registertons. Der esamtverkebr der an- ommenen und abßegangenen Schiffe bezifferte sich 1901 im Osifee-

mit 12 249 223 Re isiertons Nettoraum ebalt. von entfiel nach „der Zabl nahezu die HYlfte (43,0 v H.), na dem Raumgebalt der grÉte Teil (69,4 v H.) aller im Osiseegebiet ein- Md auSgelaufenen f“1171176 auf den Verkehr tüit dem Auslande. Der

Verkehr der deutschen Ostseehäfen unter sich betrug der Zahl nach

50,8 v. H. und dem Raumgebalt nack) 25,7 5. H. des Gesamtverkebrs

* .das Ostseegebiets, während der Verkehr mit den deutschen Nord-

eebäfen nur 6,2 v. H. und, 4,9 v. H. davon auSmachte. Im hwrdseegebixt erreichten un Jahre 1901 a11e ein- und aus- egangenen Schiffe zusammen eine Zahl von 102 963 mit einem Ge- a'mtraumgebalt von 26119 588 Registertons netto. Nach der Schiffs-

hl kamen davon auf den Verkehr der deutschen Nordseehäfen unter

59,3 v. H.. auf den, Verkehr mit außerdeutschen Häfen 36,3 v. H. an auf den Verkehr mrt deutschen Ostfeebäfen 4,4 v. H., nach dem Raumgebalt daÖegen 17,3 v. H., 80,4 v. H. und 2,3 v. H,

, Von der esamtbeit der im Jahre 1.901 im Deutschen Reich angekommenen und'abgegangenen Schiffe gehörten 136 965 (76,5 1). L. der Gesamtzahl) Mit 22 738 433 Registertons Raumgehalt 59,4 1). vom Gesamtraunigebalt) der deutschen Flagge an, von den Dampf- schiffen 76 956 Mit 19 037 565 Registerions (78,0 1). H. der Gesamt- zahl oder 58,2 1). H. des Gesamtraumgebalts der angekommenen und abgegangenen Dampfer).

.

Ergebnis der 1902 im Deutschen Reich erfolgten am_t- [ichen Untersuchungen Von Seeleuten auf Farbenblindheit. _ Die Zahl der im Jahre 1902 durch die amtlichen Untersuchungs- stellen zum ersten Male auf Farbenbli beit untersuchten Seelsute betrug nach dkn .Veröffentlichungen des aiserlicben Gesundheitsamts“ 1nSgesamt 917 (im Vorjahre 921). Als gänzlich farbenblind Wurden 17 = 1,85 0/0 (9 = 0,98 0/0), als grünblind _6 : 0,66 0/0 (12 : 1,3 0/o), als nicht farbenblind 894 = 97,49 0/0 (900 : 97,72 0/9) befunden. Von 10 (11) zum zweitsn Male untersuehten Seeleuten erwiesen sich 2(4) als gänzlich farbcnblind, 4 (3) als grünblind und 4 (4) als nicht farbenblind. Wiederholte Untersuchungen wurden bei 3 See- leuten Vorgenommen; bsi einem konnte die früher festgestethe Farben- blinleeitdni-Ht bestätigt Werden, die bsiden andercn erwiesen ck) als rün in .

9 Unter Berücksichtigung der zweiten und der wiedsrbolten Unfer- sucbunaen ergibt fick), daß unter den insgesamt untersuchten 924 (924) Seeleuten fich 17 : 1,84 0/0 (9 : 0,97 0/0) gänzlich Farbenblmde und 8 : 0,87 0/0 (9 : 0,97 0/0) Grünblindk befanden, während bei 899 : 97,29 0/0 (906 : 93,05 0/0) ein ausreichender Farbenfinn fest- gesteUt wurde.

Das zweite Heft des laufenden Jahrgangs der „Vierteljabresbefte zur Statistik des Deutschkn Reichs" enthalt als weiteren Beitrag zur Statistik der Preise zunächst eine Uebecht über die Vrcbpccrse in 10 deutschen Städten für 1898 bis 1902 na Monaten und im Jahres- durchschnitt. Die Angaben erstrecken ich auf Ochscn, Bu_[lcn, Kühe, Schweine, Kälber und Hammel und erückfichti _en die Stadte Berlin, Danzig, Magdeburg, annovcr, Cöln, Fran 11111 a. M., DrsSdcn, Leipzig, Chemnitz und * annbeim. ' . _ '

Im Anschluß hieran sind bis Viebpretse tm ersten Vierteliabr des laufenden Jahres zur Nacbwsisung gebracht. , '

Cinc weitere Uebersicht gibt die Klsmbaizdclspreisc von Scbxyeme- FM), Speck und Schweineschmalz für 1883 bis 1902 in 24 preußischen «tädten.

Daran reihen sich die monatlichen Großhandelsdurchichnitispreise vqn Weizen, Roggen, Gerste, Hafer und Mais in Mannbctm fur 1898 bis 1902, sowie die Roggen- und Weizenvreise an deutschen und fremden Vötsenplä en im ersten Vierteljahr 1903. .

' Zum chluß wird eine Uebersicht betgebrgcbt, aus welchcr dteHöbe der Getreidefrackpten zwischen einzelnen überseeischen Lanbxrn und Mann- beim für die 15 Jahre 1888 bis 1902 zu entnehmen 111.

Zur Arbeiterbewegung.

Wik dcr „Vo iländischk Anzcigé'r“ mcldct, tratcn gestern in élauen ivegcn A lebnung cincr gcfnrdcrtcn Lobncrböbu_11g_2000 '1kaurer in dkn Ausstand; der größte Teil der dort bxichqftigten ausländischen Maurer schloß fick) diesem Vorgehen an, (111611016 Zimmer- leute sowic' dic Bambandwcrfcr diirften dcr Bcwcgung 1019911,

Die Messcricblcifcr in Solingen haben eme'Lobncrböbung efordcrt. Dcr Tafeltncfferfabrikanteiivercin iii abcr, wie die Yibeixz. QZestfäl. Ztg.“ meldet, nici)! gesonnen, a'us'cinc EtböbunZ 5chchlc_1s- preise einmgeben; cr cracbtct vielmehr die in dem jcyt_qulttgen_5]_)rcts- verzeichnisse fkskx161k§1kn Schlciflöbne 1111161". dcn bcuimcii limitandxn noch für zu boch. *..WitRücksicht daraus, dar; die dem Fabitkazt'icnyerem nicbt angeschloffcncn Finns" sicb nicht noch drin Preisverzeicbnme rtcbtxn und “kabel" bcdcutcnd [*illiacr arbeit?]! als scinc Mitzzllercr, 13.11 der VIU" bsichlvffcn, seinen Mitxiltckcrn zn gcstattcn, da (is_nacb dcin 4. “SFV- tc'mbcr d. J. auch unter dcn jcyt gültig?" wii?" schlklsi'n _1a11c11 können. 3111114. S*cvtemi'cr ist nämlich das Preispcr101ch_t_1w_1111-9119 dcs Fabrtfantc'niwre'inö «ikmdigt worden. Wie die' ,Y1.11«11cr1cb1c_tfcr 11ch zu diesem Bci'cblnffc 11611611 wcrden, darüber soll m den nacbitcn Tagen cntfchickcn wcrden.

Kunst und LViffensthaft.

Nack) dcn „Amtlicbcn Bericht?" „1119 dcn Könialichcnöiunst- 1311111111111 ,ikn' iibcr kak crits Vicrtcljabr 1913 wnrde ite Hamm- lung der Skairtnrcn und (5111'9511911111' („in_tikc ch-1u_1_1*- turen) durcb cinen römiicbcn Originalvortxatkvi'i, nach Fri'nr und (Msickotsivvus kcn io,:cnqnntcn Lucillakövicn (Vcrnonllt, Rgm. Ikonograrbic 11, 2 Taf. 1,11- nächst [)x'tn'ankt, blke'tcbctt, _k-cn kme ungenannte Gönncrin kcr Sammlung 1112911111“ * _Durcb „13.1111 wurdcn erwctben: cin unten unvollständiges VOtikkcllcs aus Z1iborw-I; kar- gcstellt ist cin Victatsrann mit Mann und “iran aui dcm Wa,;cn, eine sehr gute Atiwit aus dcm End? rcs x'. „abtbnndcxtö. anct männliche Porttätkévfc aus der Zcit kcr ansgxbcndcn roiniizkcn Ric- dublik, der cinc mit pur Hälitc ctbaltcncm -:)a*„rmcnbrnitüuck, ans- ezeichnct durcb anßcrmkcntliä) lcbcnkixicn Realismuzs dcs Axiskrulkö Lei wenig 1115 cinicln-s actticbcncr Durchübrnna ker notmcn. _

in die Sammlung der Givsab iüsic iz'urden erworben: die bemate Nachbildung eine! der archais*chcn Marcbcnsmurc-z von der atbcniscbcn Akrorvlw von Fräulein Ingrid Kjact und eine Anzahl von Abgüffen in erbi «iciundcncr Bildwerke. _

Für die Sammlun von L*ilkwerken dcr *cbtiitliccbcn Epoche wurden zwei historisch interesante Werke mittelalterliche: E n in «11117 an (kauft,

lf, “hem thiauagti um wurde die Vascnsammlung kurcb ncun Neu- Mver ungen, die Tcttakvttcniammluna durcb 1wc1_*.11cucnver1*m1,ien bneichet1' auch die Sammlung der Bronzen und Miozeüancen wurde

durch Ankauf und Gcicbcnkc i'cxmcbtt. , ür das K "Z' e t 11 icbksa [: 1 n e ttt wfixtkcn ncue Kurier, Radtcrungm,

nine. 1 nun cn ;- w. ange au ,.

R.SH SanZemlun c?! des Münikabtnxtto sind vermehrt um 160 atiecbiscbe, 21 tzmi (be. 14 mittelalterliche, 143 ncitzcitlicbc, 4-9 vr1entalische Münzen 9 Medaillen: judgcsamt 826 Stuck. Unter den MUM Münzen iind von bciondcrem Jntctcffe cine größere An- “bl von gun en notdgtiecbiicbct Städte, unter denen cini : seltene "akedon1x:ä61bennün von Mmde und Skione, S1! - und hk 11nnn von Aanla & 1“pr sowic Mblnicbe, bisher in mlun noed fehlende Kaisctmunxn von d n und Thrakien. stoße Seienden ist eine Vtonzmünn m_ tenkönJ| Lkws. nder zu erwähnen, von dem erst seit kann Zeit einige tägunaen

bekannt gewvrden sind; auch eine Brometyünse des Kaisers Marcus von Nikopolis-Emmaus in Iudaea, das in unserer Sammxung als Fägestätte bisher noch nicht vertreten war. Unter den romtschen

ünzen ist als Seltenheit ersten Ranges hervorzuheben eine gut er- haltene Großbronze der jüngeren Agrippina, der m Cöln geborenen Tochter des Germanicus und Mutter Nerys. '

Die Aeayptiscbe AbteilunJOabat in diesem Vierteljabxwieder eins der Brettchen mit figürlichen rsiellungen aus dezn tagl_tchen Leben erwerben können, wie man sie besonders in der ZM des aayp- tischen mittleren Reiches (um 1800 v. Chr) den Toten ins Grab mitzu eben pflegte. Auf diesem sind durch 7 Fi urth die verschiedenen Tätig eiten beim Ziegelsireicben dargesteUt. Aa _die Sammlung kop- tiscber Altertümer ist um zwei bemerkenswerte Stucke vermehrt worden: 1) eine lange, geschnitzte Holzleiste mit Resten der alien Bemaluriq; 2) eine sehr gut eröalfeneFolztafel mit dem Brustbild eines wet - bärtigen Mannes, der ein uch in der Hand halt. Das _Bild ste t nach der Aufschrift den Bischof Apa A rabam' dax. Betde Stücke stammen wohl aus den Ruinen einer (111811 koptischen Kirche,

Für die Vorderasiatische Abteilung wurden 11. a. erworben: sechs syrische Idole aus Bronze in der Höhe von 15_37 (3111; des- gleichen drei andere 10-12 cm hohe, anßeblch aus TeÜ-el-Kadi, dem alttestamenilicben Dan, stammend; zwei ettitischz: Siegel; eine kleine Sammlung babylonischer Siegelzylinder, geschnrttenxr Steine sowie kleinerer Fundgegenstände, darunter aÜerlei babylonische Toniiguren, Siegelabdrücke in Ton, ein Prismafragment des assyrischen Königs Tiglatbpileser 1. u."a. m. Die Sammlung alt: und neubabyloniscbkr Tontafeln wurde durch 124 gut erbalterie Tafeln, darunter eine gro? Anzahl kreisförmiger, bereichert, desgleichen durcb drei nach glau - würdiYer An abe aus Kerkuk stammende Tontafelstucke mit interessanten Sieg? abdrü en.

Für das Museum für Völkerkunde Wurden u. a. gekauft: Zwei metallene Teller mit Reliefdarsiellungen mythologischer Vor. gänge, in Silber- und Kupfertauschierung. _ _Em gerades Schwert mit MetaUscheide. _ Zwei reicbverzierte Dayak1chwerter aus Borneo. _ Ein Taschentuch von nipiZ (19 pjüa (Stoff aus dEr Faser der Ananas- pflanze) aus Manila. _ Ein Booimobell von der Insel BotelTobagy. _ Ein Nephritplattenbuch, die Yo-yr- Abbandiimg enthaltend. 'Die Ornamsnte und ein Teil des Textes vom Kaner Cb'ic-n-[ungxeigen- bändig eingraviert. _ Vier Porträts aus der Feldherrngalerie des Kaisers CH7ien-[ung. Die Namen der Dargestellten lauten: Kitschébiz, Otichir, Y'Suiun und Montsckyoltu. _, Zryei große Rollbtlder mrt DarsteUungen bon Gefechten zwischen kaiser11chen Truppen und Rebellen (Nienfei und T'aip'ing). _ Farbi ? Gesamtansicht der'Kaiserltchen Sommerresidenz Jebol. _ Abklats _ e von a1ten, die Heiligsprechung des Confucius betreffenden Inschnsten, datiert 1294,„1307, 1310, 1725 n. Cbr. Bemerkenswert eine in Pags-pa-znongoltscher Schxift. _ Zwei schöne Blumenbilder vom jeßi'gen Kaiser, während seinxr Gefangenschaft auf dem Inse'lpalast it) Peking gemali. _ Em Theater ewand aus gelber Serbe. _ Em außergew'öbnlicb großcs lamaistiJckpes Altarbild: der zukünftige Buddha Mgttreya. _ Eine lamaisiischs Bronzefigur. _ Zwei „kleinere [amatstische Tempel- bildi'r: Mandala und der Heilige Subbiin. _ 51 bunte taoisiiscbe Tempellaiernßnbilder. _ Eine kalltgrapbtscbe Vorlagx, die schon oben erwähnte berühmte Yo-pl-Abbandlung enthaltend. Die Sammlung wurde auch _durch zablietche Geschenkk v'ermebrt. 11. a. hat Seine Majestät der Kaiser die Gnade ebabt, emen geschmßien Stuhl der Dualla zu übkrweisen, Herx O erst Pabel schenkte eme Reihe von auserlcsenen schönen Schmßw'erken und andercn Kost- barkeiten Von seiner Expedition an „den T1chad=See. _ Herr. Haupt- mann Glnuning in Augsburg: zwei roße Sammlungen „mri gegen 200 Stücken aus Nord-Kamerun. _ err Hauptmqnn Thierry: eine Sammlung yon etwa 400 Nummern aus dem'westltckyen Sudgn. Herr Dr Richard Kandt: Eine große und für die Ethnographtk' dieses Teiles von Afrika grundlegende Sammlung aus Nyanda, niit (zus- gezeichneien und erschöpfenden Angaben, als Frucht „einer fünfxabrtgen wissenschaftlichen Tätigkeit in der Gegxnd der N110ULU€11.- Herr Oberleutnant Werner von Grawert in Ballenstedt: eine groß?, mehrere hundert Nummern umfassende Sammlung aus Urundt, Ruanda und Ukami sowie eine Serie yon auserlescn schonen und kostbaren alten Schniswerken aus Urua. '

Für die anthropologische Sammlung schenkte die Deutsch? Orient-Geseuschaft Skelette und Schädel von „den Ausgrabungen bci Abnfir, zum Teil aus Gräbern des mittleren Reiches um 2100 v, (Chr., zum Teil aus griechischer Zeit.

x'. „4. Die Kunstsalons babsn für die Sommermonat?_ cine Gcwobnbeit anacnommkn, bci der dcr gcnicßcndc Betrachter in er- freulicbster Weiss auf seine Rcchnnng kommt. Sißstkllcn neben allerhand gleich ültigcn Arbciten, dic dcm Aug? nichts btctc'n, es aber aucb nicbt krän cn, ein oder das ankcrc Wsrk bon Meisterband aus, dcsscn Entstehen meist um Jubrzcbntc ziirücklimt und das cinmai mehr oder minkc'r bekannt war, das 11119 111111 abcr 113chj1o 1anger 3611, aus scinc'm Zusammenhange (16110111111611, rovrxlt gkbctmntSin rügt und zwischen den Arbeijcn, die für dk" Bedarf 111101111," den Ges mqck dcs Tages gcscbaffen sind, wie cin rubigcr 7310111011111] stcbt. Em iolcbcs Wetk ist auch gcgc'nwärtig in der neu ('rvfineten Schukltoschcn Ausstellu " (1 zu scbcn, nnr mn scinctwillcn lohnt sick) em Bx1uch bikllcicbt mehr, als um mancher vielseitig?" Winterausitcllung willen. (?sistcin Hkrrenporttät von Loibl aus an1_ Jabrc 1866, das uns dcn- selbcn starken Künsilcr 3,9131. den wir in 1cmc_n spätcrxn Arbeiten 10 licbcn, nur mit cincr anderen AnNruckwaiW und cinem zabtcrcn, bcbntsamcrcn (knwfindcn. Skinc Technik irakbtcrt x_wcb yicht, ivtr iolgqn nicht mit Ekstaiäökn k11'11'111 weichen, breitcn Pinselstrtch, «dcm 018 fcinitcn und kräftigstcn Wirknngcn zu (cho1c iicbcn Dic ,mrbx' ist sanft und glt'icbmäßia vcrticbcn, dasi§an1c__m ('m-ni w.1_rtnc-), biaxm- ltcbc'n Goldton gcbalten. Aber die malertiche'n !)Tcizc 11:18:11 01616111 lebdännncr ungemein stark berausiszracbt. “Der vor xnctqte, gc'tst. rcicbc Koki, kcm in dcr untcrcn ite dcs Wilkes fat tg ric bellen, durcbicrltcn Hände klltskkickké", dcr ici" bcbankcltc Pelz des Mantels, unten die Lebus: dcs Stnilö mit ibrcm kun'klcn Rot uiid dcn blinkcnkcn Mciünzinägrln, das alles Wicki crvtaunlnb znsnmmcn. Tam kommt, kai: Loibl nicht nur auch Liebt, “Luft und Fatbi sicbt, sondc'rn aucb dic thsönlicbfcit „kes Pvrtmitcrtcn zur (Ucltuna bringt und vor dem („einigen Leben 111 dcm Kvixtc A tung bat, dcm cr 11111 sclkstlvicr Hingabe und Treue nachzysvnrcn ucbt. Wir sehen nicbt nur ric ?lrbcit dcs Küniilcks, wir icbcn anch de_n Mcnscbcn, dcn cr darstclit: cine feine, geistreiche Gclcbrtennatur, niit etwas leidenden Zügen und itiücm, güttgcm Ausdruck. Das Bild kann ruhig den besten Porträts angcrcibt werdcn. _

Tic ubrigen Arbeiten der Ausncüung sind. mehr oder mindxt be- kannt, nur die Studien und Skimn Carl Pinner», der in i_cincn Bildern immer mehr dic allacmkinc Aufmerkkamkcit iciiclt, _verktcncn eingebcndetc Bcacbtuna. Vin ncn will durch Ausstellung dtesex Eni- wütfc dem Publikum eine Vrückx schlagen 11111 Vcistanxms moderner Landschafismalctci. Für seine eigenen ildcr _witd kn'sc Vermittelun nicht nötig sem. sic Ksvrcchcm durch ihre Kraft und Wabtbett für sub alicin. An den Ctudign interessen por allcm diesach11che Treue und die bedinqun siose Hingabe an_kie Dinar. "Rinnen unterwirft sicb ibr'en zncrit 1 mbar 561112, und indem er es "ck acwinnt er gerade die Ü'köglirbkcit, ich selbst in euer auszusprechen. In all diesen Arbeitcn [cbt “?ki erkqöui ende Eciunbbcit und Dcutlicb- kcit, die' ihrer Wirkun ficbct e " nnen.

Auch bciCassitcgr finkcn wir cin Biwxas neben den bekannten Mone", Pissarros und Siolevs der Sommermonate die Auf- merksamkeit stärker fesselt. Es ist die ,Kartoffestmtc' von Lieber- mann, die aus dem Jahre 1875 (tamen. Ltcbcmarzn wirkt in seinen älteren Bildern. two dcr „orgiältigeren Auoiudnma, un- mittelbarer und übencuacndet als in seinen neuen". Da] Lage kann darauf verweilen und ck darin verlieren und findet immer neue eindrucksvolle Gebäude im. Die reine dnbsiluft bier. die alle Dinge deutlich und dock; etwa] dunkel nisi, das stillt Grün und Braun, das nun in der Landschaft votbcn'iÖt, die Mtniebcn auf die [1:5 ein wenig mehr Licht sammelt und die (ab und leidendiß 1n bm Arbeit stehen, die Farben, die uaauidnnzl doch so ark

wirken _ das alles feselt bas Augeimmer aufs neue. Bonden anderen Arbeiten interessieren die Studie .Der Weber“ von Slevogt, in dem ein lichterfüllter Innenraum gut ber ebracbt kü- und das ' größere Gemälde von Pissarro mit der le am Stadlwcall, an dem er acht Jahre gearbeitet hat und das doch die unmittelbare Frische eines ersten Eindrucks beroabrt und in dem Licht und Schatten in ihrer meisterhaften Vereinigung einen wunderbaren Eindruck von * der würziYn Hive eines heißen Sommertages geben. - * Der alon v o n W ertbeim enthält nichts sonderlich Beachtens- wertes. Hoffmann-Fallersleben zeigt sicb in seiner Kollektio- ausstellung von keiner neuen Seite. Nur in kleineren Bildern bringt er es zu einem reinen Eindruck, für die groÉen reicht weder seine Empfindungskraft, noch seine malerische Bega ung aus. *

Land- und Forstwirtschaft, Weizeneinfuhr Marseilles.

Nack?) den Wochenübersichten des in Marseille erscheinenden lr,;Stémap ore“ hat die Weizeneinfuhr MarseilXes auf dem Seewege e ragen: in der Zeit vom 17. Mai 1). I. bis zum 22. Mai d. J. 205 744 (12 daVon aus Rußland . . . . . . . . . 179 442 in der Zeit Vom 24. Mai 1). I. bis zum 29. Maid. J. 255 669 dabon aus Ru [and . . . . . . . . . 145 325 in der Zeit vom 31. ' ai d. I. bis zum 5. Juni 5. J. 292 303 dabon aus Rußland . 212 096

in der Zeit Vom 7. Juni 1). I.*bis ziim'12'. Junji d.J. 180 293

damm aus Rußland . . . 81526

In den Marseiller Docks und Entrepots befanden sich am 11. Juni d. J. 22 570 (12.

,.

Ernteaussichten und Getreidebandel in Spanien.

Das Kaiserliche Generalkonsulat in Barcelona berichtet unterm 18. d. M.: Die seit Mitte Mai d. J. in ganz Spanien berrschc-nde, im Hinblick auf die borgerückte Jahreszeit ganz ungewöhnlich kühle, von reichlichen Regen begleitete Witterung ist dzm Getreide im all- emeinen recht günstig gewesen. Man glaubt, daß die diesjäbtige

rnte nicht schlecht ausfaÜen wird, wenn sie auch vieÜc-icbt der vorjährigen nicbt gleichkommen dürfte. Nur aus einigen wsnigen Provinzen wird gemeldet, daß der durch die frühere Trocksnbeit entstandene Schaden sich nicht wieder ausgeglichen hat, oder daß nun- mehr aÜzuhäufige Regknfäkle und Wärmemangel “ren Saaten Schaden bringen werden. “Hinsichtlich der Gerste, deren Ernte besonnen bat, bestätigt fi? inde en, daß in den meisten Provinzen die feuchtere Witterung ür sie zu spät kam und das Ernteergebnis in dieser (He- ireideart ungünstig ist.

Der Getreidemarkt ist Wenig belebt, Vsrkäufer und Käufer Verhalten iich adWartend, Weil die endgültigen Ernteergebniffe noch nicht festsikben. Die: Preise find im aUgemc'in-n ziemlich fcst ge- blieben, nur teilweise sind fie wieder merklich bcruntergegangkn.

Die Einfuhr betrug in den ersten 4 Monaten des Jahres:

&, Weizen: 1903: 216 380 62 im Werte Von 5084 945 1). 1902: 138 897 , . 3263 606 , 1901: 511150 , , , 12 012 038

. Weizenmehl: 1903: 2093 1902: 5116 1901: 10 080

, Gerste:

1903: 16 971 1902: 1 698 1901: 107 740

. Mais: 1903: 1902: 1901: 258 229 , , .

. die übrigsn Getreidearten:

1903: 26 345 (12 im Werte von 421524 1902: _ , . , .

1901: 330 , 5231 Ausgcfübrt Wards in dcn Ursicn 4 Monaten dcs u. Reis: 1903:

69 074 . 168 839 332 667

271 549 27 168 1 783 847

46751 , 56806 ,

748 030 908 899 4 131 677

75 727 (17. im Wcrtc kon 3180567 1902: 11 100 . , , 466213 1901: 18 901 . , . . 793 866

1). nicht besonders anfiie'iübrtc Gctrcidkarten: 1003: 11 155 117. im Worts ron 200 805 1902: 100461 . , , , 1801303 1901: 66126 , , . . 119 99.)

Erntcanssichtcn ix: Scrbien.

Dcr Kaiscrlickw Konsul in Bclgrak bcrichtet untcrm 20. d. M.: Tic sebr günstiic Wittc'runi im Juni r. “F. batw cine weiti're vor- tcilbafte Entwi clnng dcr (, ctrcikc- und Maizkclrcr zur Fo1ge. Dic Erntcaussichtcn find babcr im aUgemcincn als 5111 zu bezciabnen. Namentlich bach dic '.11kaisfnliurcn _ück) bci ker icuébten Witterung Vorzüglich cniwickelt. Für die (Gettcirciaaicn ist 1th gnbaltenrc Trocken- bcit und Wärme erwünscht. Stcllx'nwciie hat der „W461 ken Gctreikc- üurcn Schaden mgciü 1. Ueber Bc'cbäkigungcti kurch Jn'ektn) vnlautet bisbcr nicbts. Die Q stgärten Ssrbicns ißerikrccbsn cine beikicdigcndc Ernte. Dic svätcn Fröiic haben den Artsl- und Birnbäumcn ntcht gcsckpadot, wcil sic betrits abgeblübt battcn. Dagcgcn haben die Pi].1umcngärten, die zur Zeit dcr lestcn Froit- unk Sebneciage gerade in der Blüte standen, wenn auch nicht überau. so doch an vtclm Sthcn cmpffndliä) gc1ittcn. Das (Fr cbm] kcr flxumcnernte wird auf 1 bis höchstens 1 des vorjäbrigcn rtragcs gc (!)-ist.

Verkehrsanftalteu.

Einnahmen kcr Eisenbahnen in den Vcrci_nigtcn Staaten von Amerika von Juli 1902 bis Mar11903.

In der Zeit von Juli 1902 bis März 1903 bcrtscbie auf den Eisenbahnen in den Vcrcinitcn Staaten von Amerika ein so teac! Ftach1an1cbot, daß das vor ankcnc Wagenmatcrial nicbt austricbtc, um den TRcrkebk zu bewältigen. anoch diescr außerordentlich [cb- baften Steigerun des Verkehrs ttb btcn fick) aueh die Brutto- cinnabmcn ganz Yehcuttnd. Die Mehreinnahmen wurden aber nun gtöxitcn Teil dadurch wieder aufgebraucht. daß mit dem Verkehrs- auichwuna fick die Vettiebounkoiten erhöhten und cine beträchtliche Anzahl neuer Eisenbahnwagen in Beikieb estxüt werden mußte. „Hieraus erklärt sich, das; trotz der ctbcblicben tngerung ret Brutto- cinnabmcn dic Nettoeinnabme im Ku11 um 1019 und im „August sogar um 50/4, zurück ina. Im Spumi?! stieg die Nettoemnabme um 2,5 %, um im kiober und November wickcr um 1% und 29/ ckck. zugeben. Die Wicdetbelebun dos Koblenbandtls nach den er. ausständcn in ken Anthrazitko lcnbetgwcrkcn von penn vloanim ck42 L-Hbvom Dezember ab bemerkbar und batte in di em Mont

t öbung der Einnahme um 7,01. zur olac. Die Monate Januar, ?ebtuar vnd Mär bmchtcn wetten S mm von ",“-7.4 % md 69/ Das Kt ! 1] für den Monat Avr" Sein sich “ck Wie günsti g taltct zu haben.

Die Ge amtbtuttoeinnabme aan Ei endabnea der W Staatmmsanika 1a der ivo- 111 1908 bb äq! : nrkichteeineHöbevo-1M 879D ,antiaeKekkb-Üae von 8.4 “.“. atatnübet den ““Add! 1W1/02. Laden:!“ Gesamtmmeiuabm "11 1 18T: Doll. m eine m- W,. ',“o [u ventiéncn und zum bonxsäöl“ itsolp de!" 18

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