1882 / 81 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 04 Apr 1882 18:00:01 GMT) scan diff

Bei__Steinkobien_endlich sehen wir einen nahezu völligen Aus- gleich zwischen Mebrettz- und Mehrausfubr. _ _

_ - Der „Y_erlrner Aktionär“ führt nach dem Jahres- berichte _der städtischep Sparkassen in Berlin die auch von uns m1tgetheilten Er ebmffe über die Spareinlagen im vorigen Jahre auf und ügt dann hinzu: -

_ Wir selbsi,_was die Sparkasse von Berlin anbetrifft, vervoll- standtgerx das bier gebotene Material durch einige Ziffern aus dem „Statistischen _Jabxbucb der Stadt Berlin“. Danach betrugen die Einlagen 111 die stadtiscbe Sparkasse:

Anfang Ende Plus im Lauf des Jabres des I 1875: 16 011998 17 809 580 1876: 17 809580 19 566784 1877: 19566784 21061915 1878: 21061915 23473 280 1879: 23 473 280 26 844 433 1880: 26 844 433 30 922 346 1881: 30 922 346 36164 812 + 5200000 _

Es kann danach, unserer Anficht gemäß, nicbt zweifelhaft _sem, daß der Wohlstand Berlins in den [exzten Jahren der neuen Wirth- sci'astspolttrk ganz ansehnlich gewachsen ist. Oder Werden wir _nun wredrr böten mßffen, daß die Ziffern der Eisenbahneinnabmen nichts beweiien _und die Ziffern Über den Geschäftsumfang der Sparkassen noch weniger?

Staüftische Nachrichten.

Gemäß den Veröffentlichungen des K a is e rl i ch e n G es 11 n d b e it s- amts sind in der 12. Jahreswvche von je 1000 Bewvbnern (_mf den Jahresdurchschnitt berechnet als gestorb en gemeldet: in Berim 22,6, in Breslau 34,5, in Königsberg 27,7, in Cöln 26,2, in Frankfurt a. M. 24,5, in Hannover 23,8, in Cassel 21,4, in Magdeburg _, in Stettin 20,6, in Altona 26,6, in Stra burg 38,0, in Meß 19,8, in München 35,3, in Nürnöer 35,9, in ugsburg 30,5, in Dres- den 23,8, in Leipzig 24,3, in tuttgart 22,6, in Braunschweig 32,6, in Karbsrube 27,0, in Hamburg 27,2, in Wien 44,4, in Budapest 41,1, in Prag 37,2, in Triest 32,4, in Krakau 41,2, in Basel 27,7, in Brüffe124,2, in Amsterdam 25,3, in Paris 30,1, in Kopen- Hagen 31,0, in Stockholm 16,7, in (Ebristiania 21,7, in St. Peters- burg 36,6, in Warschau 30,5, in Odessa 32,1, in Rom _, in Turin 29,2, in Bukarest 27,0, in Madrid 63,9, in London24,5, in Glas- gow 24,9,in Liverpool 22,4, in Dublin 34,9, in Edinburg 21,8, in Alexandria (Egypten) 27,7. - Ferner aus früheren Wochen: in New-York 43,5, in Pbiladeipbia 27,9, in Chicago 24,8, in St. Louis 21,0, in CincinnaLi 20,3, in San Franzisko 26,7, in Kalkuita 27,4, in Bombay 32,6, in Madras 45,3. _ _

Beim Beginn und während der ersten Hälfte der Berrchtswoche Waren an den deutschen Beobachtungsorten südliche und südöstliche Windrichtungen, die in den mittel-, nord- und süddeutschen Stationen mit südwestlichen ibecbfelten, vorherrschend. Am 22. in BreSlau, Heiligenstadt und in den süddeutséhen Stationen am 23. ging der Wind iiber Nord und kadWest bis nach Nordost, am Schluß der Woche jedoch wieder naeh West und Südkorst. Die Temperatur der Luft lag besondsrs in den ersten Tagen der Woche Weitüber der normalen Tcmparatur von 19 und 200 ()., sowie Nicdergänge vvn mit Schnee und SchlossenfälTen begleiteten Gewittern Waren in den ersten Tagen der Woche nicht selten. Mit dem Umgange des Windes nach Nord irak allgemcine Abkühlung ein Und Waren Nachtfröste, besonders in den süd- und Westdeutsrben Stationen häufig. Der beim Wochen- beginn mäßig hohe Druck der Luft sank in den ersten Tagen der Woche angsam, am 22. aber erheblicher, stieg zivar bald wieder, nahm aber am Schluß der WoÖe an allen Stationen rasch ab.

Die Sterblichkeiisberk)ältmffe der meisten größeren Städte Europas waren in der Berichtékvockye keine günstigeren, nur die deutschen Städte zeigten vielfach kleinere Verbältnißzablen. Die allgemeine SterblichkeitsVerbältm ahl _Für die deutschen Städte sank auf 27,1 (von 27,4) auf 1000 5 KWO ner und pro Jahr. Etwas abgenommen hat die Tbei1nahme des Säuglingsalters an der Sterb- lichkeit. Ion 10000 Lebenden starben pro Jahr 86 Kinder unter 1 Jahr gegen 89 drr vorhergegangenen Woche, in Berlin 65 gegen 90.

Unter den Todesursachen zeigten Von den Infektionskrankbeitrn Scharlach eine größere, Diphtbcrie eine geringe Ab-, Masern, Pocken, Keucbbusten und Flccktbpben dagegen eine Zunahme der Sterbefälle. _ Die Masern gewannen in Breslau, Heidelberg,Darmstadt, Wien, Paris, London, Dublin, Edinburq, Kopenhagen größere Ausdehnung, in Berlin, München, Triest [affen fie nacb. - Scharlacbfiebcr for- dern in Erfurt, Altenburg, Bremen, Berlin, Bar111en,Frankfurta.M., Wien, St. Petersburg noch immer viel Opfer, wenn auch die Zahl derselben im Allgemeinen, besonders in deutschen Städten etwas kleiner geworden ist. - Diphtherie bedingt in Danzig, Elbing, Berlin, Nürnbcrg, Stuttgart, Dresden, Chemnitz, Gießen, Leipzia, Han- nover, Braunschweig, Miinchen, Berlin, Hainbur-I, Barmen, Straßburg, Wien, Pcst, Triest, Paris, London, St. Petersburg, Turin 11. a. zahlreiche Todesfälle wenn _auck) die Zabl derselben in einigen derselben, München, Berlin, Hamburg, Turin 11. a. O. etWas geringer als in der Vorwoche ist. - Todesfälle an Unterleibs- typbus waren in Pest, Paris und Londbxi häufiger. Auch Todesfälle cm Flecktypbus wurden mehr gemeldet, 10 aus deutschen Städten 5 (2 aus Thorn, je 1 aus Köniakbcrn, Tilsit, oscn), ferner aus Wien, Malaga, Murcia je 3, aus Pest und War (bau je 2, aus London, Odcffa je 1, aus St. Petcröburg 11. - Der Keuchhusten herrscht in Bromberg, Cöln, Miinchen und London. 211111) c11tzi'111dlicbe Prozesse der Athinunakorganc niit tödtlicbem Verlaufe waren in München, Nurnbera, Wien, London ansehnlich gesteigert. - Darmkatarrbc der Kinder fübrtrn in Breklau, Hainburg, Wien, Paris, St. Pctrrsburg mehr Tydesfallc berbci. - Pocken zeigten sich allgemein Häufiger als Todeöurjacben. Aus dcutscbcn Städten kamen 10 Todesfälle daran (aus Essen 4, aus Königsbera, Münäzcn, (Cobleni, Bockvum, Simi;- bura, Darmstadt je 1_) zur Meldung. Ansebnlicb gesteigert war dic Zahl der Pocicntochsällc in Wien (34), Pest, Krakau und Warschau (45)._ AnkZ St. Petersburg, Paris und London wurdcn Pockcntodcs- fälie i_n bc1cbrankter Zahl, aus Saragossa,Pran,Valencia, Alcrandria nur einzelne dcrselben gemeldet. A:!cb in Madrid herrschten Pocken im Januar in ausgedehntrr Weise.

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

Schwerin, 4_. April. (W.T._B.) Wie die .Mecilc11b11r.1ischcn Anzeigen'_111elde11,_ isi dcr bckannte__Ltcdcrkomponist Friedrich Wil- belm Kucken im Alter von 11 Jahren gestern in Folge eines Schlaganfalls gestorben.

Gewerbe und Handel.

Die Blattcrn-Epidcmie auf Ha'sti') scheint seit Anfang v. M. im Abnehmen begriffen zu sein. _Wäbrrnd bis dahin die Zahl der täglichen Todesfälle in Port au Prince noch immer zwischen 35 bis 45 varitrte, bat dieselbe seitdem durchschnittlich nur 15, und am 6. b. M. nur 10 betragen. _

_ Vom Berliner Pfandbrief-Instttut smd bis Ende März 1882 12674 400 ..“ 49/51111', 44 320511) .“. 4',/:"/,.ige und 9181500 „44 5"/.,igc zusammen 66176400 .,“. Pfandbriefe aus- gcekbcn, wovon noch 12674 400 „44 4"/.,igc, 37 874 400 .“. 4'/:“/,.ige u_n _7 443 900 „46; 5“/-i(1r, zusammen 57 992 700 .“ Pfandbriefe ver- msltcb smd. 155 sind Mgrfichert, aber noch nicbt abgehoben 25800 „44, im Laufe des onats März 1882 anaemeldet 2 Grund- stücke mit einem Feuerverficherungswcrtb von 147 600 .“

') CO. R. A. Nr. 70 «To 82.

- Die Landwirtbsibaftlicbe Feuerversicberungs- Genossenschaft im Königreich Sachsen hat im Geschäfts- jahr 1881 eine_n Gewinnuberschß von 46 449 .“ erzielt, über deffen Verwendung dre Generalversammlung zu beschlieZZn hat. Nach dem S_tatys vom 31. Dezember 1881 liefen 12 381 ersicherungsverträge mit einer Versicherungssumme von 111762 007 ..“ ein. Die bis Ende Dezember berechneten (reseroefreien) Prämien betrugen 128 620 „44, die vollbesablien (reservepflichtigen) Jahresprämien 56 613 „is. Im Jahre 1881 siiid ersetzt, abgelaufen und aufgehoben worden 1242 Ver- szckoerungen mit 10 823 074 .“ Verfickperungssumme. Unter Berück- srchttgung de_s Zugangs im 1. Quartal 1882 verzeichnet der Status vom 31. Marz 12 033 laufende Verficberunqen mit 109 815 336 ckck Versichrrungssummr, 114 089.45 bis Ende Dezember berechneten (re- serävei_reren) und 31 871 «46 vollbezahlfen (reservervepflicbtigen) Jahres- pr m en.

- Die Dividende der Amsterdamer Bank ist vom Verrval- tungöratb aus 731070 festgeseßt worden, demnach 1% höher, als die pro 1880 vertberlte Dividen e.

Wien, 4. April. (W.T.B.) Der Finanz-Minister hat wegen der Begehung von 5prozentiaer _Papierrente im Sinne des Fmgnzgesetzes zur Deckzmg des Defizits von 37 Millionen eine be- schrankte O_ffertausschrerbung angeordnet und zu dem Ende an die Bodenkredrtanstait, gen die Kreditanstalt, an die Unionbank, an die Anglobank, an die Landerbank und an das Bankhaus Rothschild Ein- ladungen ergehen lassen.

Verkehrö-Anstalten.

Plymouth, 3. Abril. (W. T. B.) Die Hamburger Postdampfer „Snevra“ und „Borussia“ sind hier ein- getroffen.

New-York, 3 April. (W. T. B.) Der Dampfer des Norddeutsckoen Lloyd .Neckar“ ist hier eingetroffen.

Berlin, 4. April 1882.

Am verflossenen Sonnabend ist der Loka [person enzug von St. Wendel, welcher fahrplanmäßig gcgen 7 Uhr Abends auf dem Bahnhof Saarbrücken einzutreffen hat, v_or dieser Station auf einen Kohlenzug gestoßen. Bei diesem Unfali habrn 2 Passagiere und 3 Zugbsamtß unbedeu- tende _Verleßungen davon getragen. Die Untersuchung ist so- fort eingeleitet. *

Am_ Sonnabend, Abends, fand in den Räumen des Ministeriums des Königlichen Hauses unter dem Vorsitz Jbrer Majestät der Kaiserin und Königin cine Aussckyußsißung der Hygiene- Ausstellung statt. Als stellvertretender Protektor war schon vor Ankunft der Kaiserin in Bcaixiiung dcs Kammerherrn von Nor- ma_nn Se. Kaiserliche und Königiichc Hoheit dcr Kronprinz er- schienen. Sofort nach Ankunft der Kaiserin begannrn die VerhandlunJen, nachdem die Hohe Protektorin die Anwesenden begrüßt hatte. Zupacbst erbrelt das Wort der zweitr Vorsitzende des Aus- schusses, _Cwil-Jngrmrur Rietschel, der über die AussteÜung und deren Fortschreiten bericbtctr, während Hr. Henneberg über die baulichen und raumlichen Verhältniße der Ausstellung ein klares Bild dar- lcgte. Hr. 131". P. Börner referirte über den seiner Jtiitiative eytsprungenen Plan, die Artssieliuna iiber die Zeit ibrcs Bcsiehens hinaus durcb geordnete Cyklen von Vorträgen aus dem Gebiete des Rettungswescns und der Gcspndlxitébflege fiir die iveitesten Kreise 111115er zu_machen, Dr_e Kaijerin babe, als er Ihr in dcr borigcn StlZung diesen Plan skizzirte, die Gnade gcbabi, den Plan ais eincn ebenso schönen als schwer durchzuführenden zu bezcichnen. Er sei in der L_age, Jbrcr Majestät nunmehr referiren zu können, daß die Schwie- rigkeiten vollständig überwunden seien. Von allen Seiten, und gerade von den Korybbaen der Wissensckyafi, durch deren Arbeit sick) Deutsch- land ix1_drr wrffenschaftlichen Hygiene wohl den ersten Play errungen Habe, 1er ibm die Zustimmung fast durcbwea zugesagt. Nach dem Ab- schl_u_s3 _drescr Rcferaic hatte der Baurat!) Kbümann dic Ebro, dcr Km1crm und den) Kronprinzen einen in zwci Tagen von ihm fertig grstellten Grundriß zu erläutern. Eine Reibe von Fragen bewies iiicht nur das lebhafte Juicreße der Hohen Herrsckoaficn, sondern vor A_1_1_em _dte K*cnntnif; dcr Kgiscrin von den Einrichtungen und Bedürf- 11111611 einer Ausstellung. Bcjondrrs max] hervorgehoben Werden, das; Ihre Maxestqt sowvbl wir der Kronprinz dem Wunscbe AuÖdruck vcrlicben, cs miögc dieser Platz, der nun durch den städtiscbrn Gartendirckwr Möwtig Mit den anmutbixxstcn Anlagen gcskbmiickt ist, nach der Beendigung der Ausstrllung nicbt der Zerstörung anbcimfallen, sondern als dauernder Schmuck des Plaixcs und Wätrrcn Ausstellungen dirnend erhalten bleiben. Dcr erste Vbrsiyende, Wirkliche Geheimer Rath Hobrcckxi, wirs noch darguf hin, daß der 15. Mar als Eröffnungstag angestht sci. Die Katjcrtn sprach alsdann dcn Rcfcrcntcn sowie dem Aussrbns; Ihren Dank in sebr huldvollcn Worten aus und entfernte Sich mit dem Kronprinzen, nicbt obne norb dic brstcn Wünsche fiir den weiteren Fortgang des viclbcrbrißcndcn Unternehmens auszusbrcckxeu.

_Den Besuchern der bicrsclbst (1111 1. d. M. eröffnctcn Heraldiscbcn Iliié-[ikllung hat die Vcrlagsbucbbandlunn von Justus Pcrtbcx- cine (Hestbichte der, bekanntlich in ihrem Vcrlagc erscheinenden, (Hotbczrsrben ;]_e_11caloaischen Tascbenbiicbcr gewidmet und in vorzugltcbrr twpijchcr Ausstattung in Broscbiircnform lwrmiögegrbcn. Wir r_11111rl)111czi dcr intrreffantcn kleinen Scbrift folgende Angaben: Die vtrr Publikgancn: ]) (Hotbaifcbcr neuralogisckzrr Hofkalcnder, 2) desic11_]ranzö]i]cbc AuGaabc 4|mm1acb 110 (1011111, 3) Gothaisches grnmlogijckoes Taschenbuch der (:Jräfliebcn Häuser und 4) Gothaisébes genealogiscbcs Taschenbuch der Freibcrrlicbcn Häuser, haben einen kleinen und unscheinbaren Anfang um die Mitte des vorigcn Nabrbunderts genom- men. Wilhelm v. Rothorn (+ 1795 513 Minister, Öbcr-Hbfmcistcr und .Ji'ammer-Präsidcnt) lies] nämlich im Jabrc 1763 eincn nur 20 Sritrn itarkcn .4]mnnm-11 nécoasniro in französischer Sbrmbe fiir den Hof des Herzogs Friedrich 11]. von Sacbsrn-thbn drucken. Deisclbc tnt- iyielt, a11ßc_r dem astronomischen Kalrndcr, als Hauptinhalt iicrlilb in Kupfer acitorbenr Tabellen, um darin fiir jeden Ta.] im Jahre Gc- winn und Vcrlust im Svielc aufzuzeicbncn. Als Zugabe war cine Tafel über den Postcnlmtf und eine andere zur Vergleichung ver- scbiedcnchünzsorten beigegeben. Durcbaus origincu war aber auch diescr kleine Kalender nicbt, sondcrn cr nina aus einem noch älteren gotbaiscbcn Kalender licrbor, deffrn Anfang sicb im Dunkel der Zeiten vcrliext,der aber in dcr AuMabc von 1740 schon den Titrl führt: .Neu- berbcuertcr gotbaiscbcr encalogiscber und Schreibkalcndcr.“ Der zlmnnncir nécenairo ersacbeint als cin Konkurrent jcncs ältcrcn deut- becn Kalenders. Er bediente sich der franzöfiscben Sprache, um bof- abiq zu werden. Scinc Leitung übernahm schon im Nabke 1764 der frühere Instruktor deo Erbbrinzen Friedrich von Sacbsrtt-(Votba, E. (T. Klüpfel, welcher den Titel des 11mm..." néceannike änderte und an dem nunmcbrigcn „Qimaoacb eie (1011111, contonnnt (iirerzeo connaixsanoss curienzea ec 1111193“ ausIcr dem bisherigen Inhalt auch noch einen Auszug aus der Genealo ic dcr europäischen Renentcnbänser, eine Stammtafel des sächsischen auseo, cine ebronologiscbe Ueber- ficht_ der Deutschen Kaiser, mehrere kleine Aufsävc über die astro- nomischen Grundla cn dcs Kalenders :c. binsufüate. Eine neue Umwandlung trat 1 on im nächsten Jahre 1765, ein. Zunächst cr-

weitertc sich der Inhalt, indem die chronologische Take c auf die.

Könige bo_n Frankreicb und Ermland aus,?cdcbnt und die Genealogie der europaischen _?urstenbäuö'cr nicht mehr nur im AuSzua, sondcrn bereitö_ unter Au i_ibrunq a cr lebenden Glieder cines jedcn Hauses mit Fursilicber Wurde mitartbcilt wurde. Außerdem aber erschien das kleine Buch nunmehr in zwci Spracbcn, in einer franxösiscbcn Aus- abr unter dem Titel von 1764 und in einer deutschen unter dem iicl ,Gotbaistber Hofkalcndcr zum Nuiten und Vergnügen cinqericbt auf das Jahr 1765“. Das Buch gewann von nun an eine feste Ein-

richtu1xg,_in welcher_es viele Jahre lang, bis writ in unser Jahrhun- dert hinein, un Weicntlicben unverändert geblieben ist, unter konstan- ter Ausbildung des analtes und Ausbreitung im Publikum. Der In. halt des Kaletzders zerfiel in jährlich wiederkehrende und jährlich wechselnde Artikel. _Leßtere. nur der vorübergehenden Unterhaltung und Belxbrung gxwrdmet,_waren dem Geschmacke der Zeit ange aßt, Ste berubrten die verschiedensten ZWeige des menschlichen Wißens, Es konnen darrmter manche Artikel unter die Kuriosa gerechnet werden, so: ,Die Geschichte der Parucke“ 1780, .Die Geschichte der Ltchtschrere: 1803, ._Drx L1ebeserklärungen verschiedener Völker“ 1784, „Der bergotierte Filtrirtoyf“ 1796, .Verzeichnis; einiger Leckerchen und Nascherevxnmvow vorzüglicher Güte nebst der Pariser Adresse“ 179011. 1. w. Dre jahrlich wiederkehrenden. sieberidcn Artikel des Hofkalen- der? bestanden vorzugsthse in dem genealogischen Theile, den chrono- logischen und_ syycbromsttschen Tafeln der Kaiser und Könige Europas (die naznentlrch rm _ngrgangc 1771 erweitert, aber erst 1803 durch Hngfugunx] der Konige _v_on Preußen vervollständigt wurden), den A_u_fsayen uber astronom11che Gegenstände 2c. Hierher gehören auch diejenigen Artikel, in denen die ersten Anfänge der später immer 11_1ebr hervortretenden statistischen Mittheilungen zu suchen sind. Zu diesem Inhalte des Hofkalenders während der ersten Jahrzehnte seines Besteheris kam auch eme gefällige Ausstattung, in welcher sich seit 1768 die K_ubfer besbnders auszeichneten. In den ersten Jahren waren es meist allegorrsrhe_und mythologische Darstellungen, Welche den Stoff zu dZn Illustrationen lieferten; von 1774 bis 1788 wurde derselbe zum großeren Theile beliebten Theaterstücken und Romanen entnommen. Vom Angana der 80er Jahre an bis zum Ende des_ Jahrhunderts liefert die Geschichte aller europäi- schen Natiorzen und das Leben vieler berühmten Persönlich- keiten berscixtedexrer Zeiteiz den Stoff für die Illustrationen. Jahrgang 1789 Ut ausschließlich Friedrich dem Großen gewidmet. Jn d_en ersten Jahr_zrbnten dte1es Jahrhunderts sind die Gegenstände de_r Kupfer: Bildn_1s]e von Regenten, anderen Fürstlichen Persönlich- keiteg und außgezetcbneter Männer, Anfichten berühmter Orie und Gebaude, Laxndsrbaften _2c. Seit 1832 bestand dann der Bildersckymuck nur_ allem m der Beigabe der Porträts Fürstlicber Personen und _beruxxmter Staatsmanner. Die ersten Illustrationen dieser Art waren im Iabrgange 1793, wv das Bild des letzten römischen Kaisers, Franz 11. , _und 1m_ Jahrganges 1794, Wk) das Bild des Prin- 3611 Friedrich Josias von Coburg. des Siegers iiber die Turkei] und Franzosen, _ersckzien. Die Reihe der wribiirben Porfrais eroffncte_ 1795 em Fürstliches Schivesternpaar, Luise, Ge- mablrn des damaligen Krbnbrinzen von Preußen, und Friederike, Ge- mahlin des Prinzen Ludwm bon Preußen. Im Jahre 1816 ging der Hofkakender m den _Verlag von Justus Peribes über. Der Inhalt gesialtete_s1ch nun immer mehr den Anforderungen der poiitjschen Welt ent1_brr_chcnd. Jintner mek)r War man darauf bedacht, die An- zahl _derjemgen Artikel zu vergrößern, weiche den Ka1ender zu einem bra11chbaren Nachschlagebncb iiber bestimmte wissens- wertbe Gegenstande _aucb crnstrrer Art macben konnten, Gegen Ende des ersten_ Viertels m_iseres Jahrhunderts batte sich die Um- wa11dlu11g__des klrrrzxn Buches in eine rein genealogische und politisch- drblqznqtt]cb-statrsiUÖL Publikation bolizogen und entwickelte sich (11111161th zu der Form und drm Umfange, welchen der Hofkalender gegenwartig [)at. Jin Jahre 1824 schritt der Verleger zur Heraus- gabe eines „genealo ischen Taschevbucbcs der Gräflicbcn Häuser“. als Supplement des ofkalendrrs und im Jahre 1847 enistand das Unternebgnen des „geneglogischen Taschenbuches dcr Freiherr- 11chcn Hauser.“ _th „abylicber _Weise, wie der genealogiscbe Theil, ward auch der 11911111ch-dtblonmtiskb-siatistische Theil des Hofkalrnders im Laufe drr Zcit erheblich erweitert. Während der erste Jahrgang dcs Hofkaicnders nur 20 Seiten zählte, brachte es der Jahrgang 1800, abgesehen von dem astronomischen Kalcndcr, auf 94, der Jabr- axang 1825 auf 396, der Jahrgang 1850 schon auf 814 Seiten. Der Jahrgang 1870 Hatte 1066 Seiten 1517) erschien bei dem kleinen For- 111at_1n 6111er solchen unberbaltnißmäßigrn Dirks, daß es nbtbrvendig erschien, 0111 gndrrrs, arbßcrcs Format einzuführen, weiches der Hof- kalcnder bis 12111 beibehalten bat. In der deutscbcn Arisgabc für 1882 1191 cr_1069, _1n_ der französisch Aitsgabe 1096 Seiten Aehnlich w__1e bei dem .Obiléalendcr entwickelte sicb aucb der Inhalt der Taschen b11chrr dcr Grasltckvcn nud Freiberrlicbrn Häuser in überraschender Wrist, von Jabr zu Jahr zu größerem Umfange. So batte das Graf_11ch_e Taschrnbuck), wclkbcs i. J". 1825 nur 50 Seiten zäblie, durcb allmablicbe 5Il11111.'11)1118_i111111er nrucr FamilicniI.1854bcrcits 938 Seiten. Das Freibcrrlickpc Ta11bcnbucb bat sicb von 552 Seiten im Jabraangc 1849 bis zu 1018 Seiten im Jabrgange 1882 ausgedehnt und das Jabr- buci) dcr (_Graflichn Häuser zäblt im Jabrgangc 1882 1126 Sriten. Bride Tajckzcnbiirbcr imbmrn i. J. 1871 an der Fornmtbcrarößcrung dcs Hbfialcndcrs Tkécll. So sind donn im gcncalogischrn Tbcilc der thbmstbcn Almanacbe nirbt mtr dic Hänsrr dcr Emrbrränc und der druttkben Standrbbcrrn bollstätzdis] aufgeführt, sondern es wcrdcnaucb die 911dcrcndcut1cb5'n Fürstcnbauscr, dazu die srcmdländiirbcnFürsten- 19111111611. dlc dru11ckcn Adclsfamilien des Freiberrlicbcn und (Gräf- [[ÖLU" Stunde.? 111 ausgrdrbntcr und 11.11)er vollständiger Wcise ausgefiihrt.

(Essen, 2.KAp_ri[. Das zweitägige Prbbcscbicswn auf dc'm Kruppscben Schießplaße zu Mchcn bat dem Programm ae- maf; _mn Donnerstag Nachmittag seinen Absibluß gefunden. Die O_ffizterc, welcbe als Yertrctcr ibrcr Rcairrungcn dcm Prbbcschicßen betwbbntcn, begaben 116) darauf zum größten Theile nacb Effe", 11111 das Krupvscbc Etablissement in näheren Augcnscbcin zu ncbmcn. _ Ihre Zahl bcirng 42 und zwar battcn, wie die „Eff.,Ztg." 1neldc_t,_ wlacndc Staaten Vcrtrctcr gesandt: Deutschland, Vrlnien, Brasiltr11,_(§bir_15, Dänemark, die Niederlande, Japan, Italien, Nor- wegen, Ocktcrrctkb, Rußland, Schweden und Spanien.

_ Paris, 3, April. (W. T. V.) Wie aus Coruüa acmcldei wird, smd 1'1'11_ dcn Pchnrn, welcbe mit dem Packrtboot ,Douro' Scbtfsbrucb litten, 100 [kaktics und gelandet worden. Der .Donro“ befand sicb mit 15000 Sack Kaffee auf dcr Jahr: von Brasilien nach Havre.

Dic Sing-Aiadcmic bringt, wie alljäbrlicb, am Cbarfrcitaar, Abend.! 711 Uhr, das Oratorium .Der Tod Irin“ von Graun zur Ausfuhrung. Einlaßkartcn :,u 55.46 (Balkon 2.16) sind bei demHauc- wart dcr Sing-Akadcmic zu crbaltcn.

__ Jm (i_onceri-Hanfc smdet am griinen Donnerstage, Abends (& Uhr, eine Auffubruna dcs Oratoriums .Die Auferweckung dcs ngarizß' von Icon Vogt statt. Der Ertrag ist für den Vater- land: (brit Frauc_nvercin bestimmt. Die Leitung bat Hr. Hbftnu1kd1rckwr Bil1c übcrnvmmcn. Als Solisten werden mit- wirken: Fr. ).:aniinrrt, Königlicbe Xofopcrnsängerin, Fr. Müller- ?iionneburner, die Pofowcrnsängrr Fri e und Junk. Der Chor besteht aus _130 Personen, welcbe Jrößtcntl'rils dcm Rudolf-Radcckc'scben Vereine angehörcn. Die Bilfe'scbc Kapelle wird den orchestralen Theil ch _crkcö ausfübrcn. -- Billcts zu 3 „“., 2 „44, 1,50 und 1.44 1111d in dcr Mufikalienbandlung von Bote & Bock und im Bureau des (Toncert-Pauscs zu babcn.

_ Au dem Programm des moraigrn Svmblkunie'Conccrts steht die' 4. “vmpbonie, in V-mo", von Robert Schumann.

Redacteur: Riedel.

Berlin:

Verlag der Erpcdition (Kessel). Druck: W. Elöner. Sechs Beilagen (einschließlich 2 Börsen-Beilaaen), und das Poslblait Nr. 2.

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Erfte Beilage

Berlin, Dienstag, dcn.4. April

s-Anzeiger und Königlick; Preußischen Staats-Anzeiger.

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des Dentstixeu Uelch5-Inzrigrr5 nnd Königlirh preußisrbrn Staats-Imzeigers: Berlin ZW., Wilbelm-Straße Nr. 32. M

1. erokdriefs nur] Unterßnobnugß-Iaobsu. 2. Bubbasmtionßu, Qufxabocs, 701-1811st 1]. 1101-21.

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3. 781111121118, ?erpaobiiwgsv, Submissiovsu sta. 7. Hicerarisako Wsjgsu.

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R u. 8. 77. 7011 6116111211511» kapieren.

8. 'kbeaber-Yuxxßjßsu.

111 (15! 13611401:- 9. kamiüsu-Uaabrjabrsn.

bsilags.

Annonceu-Bureanx.

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Jaterate nehmen an: die Annoncen-Expedüionen des „Invalidendauk“. Rudolf Moffe. Haasenftein & Vogler, G. L. Danse & Co.. E. Schlotte Büttner & Winter, sowie alle iibrigen größeren

X

Subhcistationm, Aufgebote, Vor- ladnngen u. dergl.

[15538] Oeffentlickie Zusteaung.

Jn Ebrsmbcn dcr Er_neitinc Semf, berw. gew. Wagner, arb. Daibr, in Großboibcn,Klägerin, «egen Zobann Carl Hsrmann Sens. vormals Gutsbesißer in Großboihen, cht unbgkmmten Aufenthalts, Be- klagten, ist zur EidesieiitUng imd Fortsxtzung der mündlichen Verbandkung Termin auf

den 3. Juni 1882, Vormittags 9 Uhr. vor der ersten Civilkammer des Köniaiicbcn Land- gerichts bicrsclbst bestimmt ivorden, Wozu Beklagter geladen wird. _ _ _

Zum Zwecke der öffentlichen Zusteliuna wird dies bekannt gemacht. _

Leipzig, den 1. April 1882. __ Dec Gerichtsschreiber des Königlichen LandgerrÜtS:

Döllingr.

[15429] Oeffentluhe Zusteilung.

Frau Minna Zschach, geb._HoP1, friiher in Jena, jetzt in Rbckendori bci Kamy, klagt durch den RerßiSanibalt l))". Keik ixirr, gcgen ihren Ehemann Karl Fricdricb Tbebdbr Zickzacbe, früher in Irma, je-«t in unbekannter Ferne, wegcn böslickxcr Ver- la" ung mii dcm Antrags, die bcitrbcnde Cbc aufzu- lösen und ladei den Beklagten zur mündlichen VcrHandlung des Rechtsstreits vor das Großherzog- liche Landgerirbt zu Weimar auf

Dienstag, den 27. Juni 1882, Mittags 12 Ul]r,_ _

mit der Aufforderung, eincn bci die1cm Gerichte zu- gelaffenen Anwalt zu bestellen. _ _ _

Zum ZWLCke der öffentliabrn ZuiieUung Wird dieser Aus,;uc] hicrdurkb bekanni (112111511151.

Weimar, den 31. März 1882. _ Der Gcrichisschrciber des Grbfzb. S. Landgerichts:

(Unterschrift.)

[15423] Orffeutlickjc Zui'irklnng.

Die Arbeiterfcau Gcrtrnd Urbrrbkcii, geb. Scbivert- fegcr zu Elbina, bertretrn durch den Rechtsanwalt TolÉdorff in Elbim], klagt gegen den Arbeiter Fried- rich Urbicbkeii, dessenÉ'eyigcr Aufenibalt unbekannt ist, wegen böslicber erlaffung m1t_dem Anfrage auf Trrnnung der Ehe und Vcrurtbcriungdes Be- klagten als den allein schuldigen Theil m die gesess- licbc Ebricbeidunßsstraie und ladet den Beilagien zur mündlichen Verbandiuna des _Recbiöstrerts_vor die Éxkste Civiliammer dcs Königlichen Landgerichts zu «liing

auf den 14. Juli 1882, Vormittags 11 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gcdachten Ge- richte zugelaffenen Anwalt zu bestellen. _ _

um Zwecke der öffentlichen Zustellung Wird die er Außzuq der Klaue bekannt gemacht.

Elbing, den 29. März 1882.

Baeckcr, _ Gerichtsschreiber dcs KönigliMn Landgerichts.

[WW Oeffentliche Zustellung.

Die (?befrau chi Kcrkxcbncrders Scbmio, Molly, arb. Liibkert, zu Scbwerin, vertreten durcb den Rcckxténnwnlt Vds; daselbst, klagt gegen dBm Kork- schneidcr Otto (??mil SibmiU, frübcr 511 ?cbwerm, jetzt unbekannten Aufenthaltes, wegen (*bestbeidnng, auf Grund der böolicben Vcrlaffnng Seitens ihres Mannes und W von demselben durch eine zweite Ehe begangenen Elwbrucbeö, mit dcm Antrags auf Scheidung der ]wiscbcn den Parteien bestehenden Ede dcm Bande nach und VcrurtlxilunaWes Beklagten in die Kosten des ?iicckotostrcitex, und ladrt den Be- klagten zur mündlirbcn Vcrbandlunn des Rechts- streitö vor die Erste (Tibilknnmier des Großherzog- lichen Landgerichts zu Schwerin auf

den 5. Juni 1882. Vormittags 10 Uhr, mit der Aufiorderurm, cinen bei dem gerarbtcn Ge- richte zuaclaffenen Anwalt zu l'rsicllcn. _

Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.

Sürmerin. den 21. März 1882.

(Unterschrift"), i'.-É*er.-Sekrciör. Gcrichlöscbrcibcr des Grbfzbcrzvalicb Mecklenburg- Scbwcrinsibcn Landgerichis.

115436] Oeffentliche Zustellung.

Die Margarctba Florentin, obne S_Land, Ebe- s_rau dcs Hautboisten Johann Karl 21le Habrneb. sie zu Mey wohnhaft, vertreten durch Rechtsanwalt Strocvcr. klaxU gegen ihren genannten Ebemgnn Iobann Carl [bin Habenev, früher zu Mey, [evt obne bekannten Wohn- und Aufenthaltoort, wegen böswilliaen Verlaffens, Misibandlung und _schwerer Beleidigungen, mit dem Anfrage, die Ebenbeidung zwischen Parteien auszusprechen, und ladet den Be- kla ten zur mündli en Verhandlung des Rechts- strc ts vor die er te Civilkammer del Kaiser- lichen Landgerichts zu Mr]: auf

den 12. Juni 1882, Vormittags 9 Uhr, uiii der Aufforderung, einen bei dem gedachten Ge- richte zugelassenen Anwalt zu bestellen. _

Zum Zwecke der öffentlichen Zusteslung wird dicser

unua der Klage bekannt gemacht.

'in, den 31. Märi 1882.

M rx [1 e r , Getichioschteiber des . aisetlichen Landstrich“.

[15456] Aufgebot. _ _ Die Ckcfrau des Ackermanns CHrrstian Peter Rübmiand, Sophie Friederike, geb. Behnccke, zu Lostau, bat das Aufgebot des HbPoibekendokumentes über eine JUaicnfordcrung von 2795 Thlr. 12_Sgr. 8 Pf., brstebend (1118 der n'otarieUen Ausfertigung des JUatenbekcnntniffes b0111_ 31. Dezember 1852 nebst angrbängiem prthekean-in vom 22. Febrqar 1853 und der JU roffationönote. eingetragen im Grundbucbe bon Lo ia'u chd 1. Nr. 14 in der Ab- theilung 111. unter Nr. 12 mii dem Bemrrkcn br- antragi, daß dW Dbkumcni Verloren gesungen sei, während die Forderung sribst, wie der Schuldner Christian Peter Riihmland anerkannt hat, noch zu "RLÖT besicbr. - Demgemäß Werden aÜr Diejenigen, Welche An- sprüche an das gedachte Dokument zu haben ver- meinen, aufgefordert, dieselben spätestcns in dem auf den 7. Juli d. J., Morgen!; 10 Uhr,_ bestimmten Aufgebotßtermine anzumelden, UJLÖUJLU' falls die Urkunde für kraftlos erklärt und eme neue an ibrer Statt ausachrtigt Werden wird. Burg, den 21. Marz 1882.

Königliches Amthericht.

[154281 Urtheils-Auswg.

In Sachen der zu Aachen wokwenden gewerbioseu Gertrud Schlenker, Ehefrau des zur Zeit iiiKon- kurs fich befindenden Bauunternehmers und Kauf- manns Josef Frosch zu Aachen, Vertreten durch Rechtsamvali' Rüttgers 11.

gegen ]) ibrcn genannten (813211151111, _ 2) den König!. Noiar Alsons Quadfliea Ju Waffenberg, als Verw.]lter der Konkuröumffe Josef Frosch zu Aachen, _ _ _ ist durch rechtskräftiges Urtbeil des biefiaen Konig- licbcn Landgerichts ]. Civiliammer Vom 27. Februar 1882 für Recht erkannt: _ _ „Es wird die zwischen der K!agerm u1_1d dem Beklagten 3111) 1 bestcbende Gütergcmetnschast für aufgelöst erklärt und Gütertrennung ausge- sprocben, es Werden die Parteicn zur 5111182111- andersrizung vor den Königlichen Notar Justiz- Ratb Weiler anacbcn brrwiesenuud die Kosten der Kbnkurömaffc zur Last gelegt.“

Aachen, den 29. Marz 1882.

Thomas, A1s1steni, Gerichtsschreiber des Kgl. Landgerichts.

15442]

[ Auf Antrag des Hufncrs Jobnnn Jriedrick) Hilbert

in Langwedel bak das Köaiglicbc Amißgcert zn

Nortorf am 30. Januar 1882 für Recht erkaniit: Der im ilösterlicb chbocr Schuld-11ndP_s_.1nd- protokoll “10111 111. 170]. 8 protokollirtr, 3w11cben der Ehefrau Abel Margarctba Hilbert, arb. Brochsteck, und dcm Hufner Jocbim_Fr1edr1ch Wilbert am 16. Augnst 1842 abge](bl__oii_xnen . auf- und Uebcrlaisnnaskontrakt wird r11ck11rbi- lich der für die Verkäuferin (?befrmi Abel Hilbert protokollirten 2200 „46. borm.H.1m_b. (Ms., cht 2640 .“, und rücksicbtlicb des [ur die Vcrkauferin und ibren Ebc111.1_11n_Iocb1_111 Niedrici1 Hilbert protoioüirten Ab1ch1ch fur rastlos erklärt.

' R. W.

2. [m. Schwark. Veröffentlicht : Hunsfeldi, _ Getickxtsschreiker des Königlichen Amtsgerichts.

[15443] Bekanntmachung-

Auf den Antrag des Häuslcrs Franz Mai 111 Stepbansdorf _ erkennt das Königliche Antikgertcbt zu Reine durch den Amtsriibter 61an für Recht:

Das duni) Auöiertiguna des nericbtlicben Kan]- kontrakts vom 4. Oktober 1834 und HiPotbrkcnUbetn vom 9. Oktobrr1834 gebildete prctbekeninstrument über die auf dcm Grundstück Nr. 2 Stcrlmnkdorf Abtheilung 111. Nr. 2 für Maria (xxlisabctb Horr- mann mit 501131111111 seit dem 3. Mai 1834 ringe- tragene Kaufzrlderfbrderuna von 9 Thlr. 13 Sat. 11 Pf. (in Burbstaien: Nenn Tbaler dreizehn _S_ilbcrgroschcn elf Pfennige) wird für kraftlos er-

äkt

Néiffe. den 29. März 1882. _ Königliches Amtkgcncht.

"94371 Klage-Auszug.

Dic Margaretha Kuba. Ehefrau ch Friedrich Korb, Küfcr. Beide zn Ouentcn woiwbaft, klagt gegen ihren nenannicn Ehemann wegen Vermögens- vetfalls desselben mit dem Antraar: _

dic nvisckxn Parteicn bestehende Gütcrgcmcm- schaft für aufgelöst zu erklärcn, dieselben bebuis Auseinandcrßmna ibrer gegenseitigen Vermo- gensvcrbäitm e vor einen Notar zu verweijcn imd den Beklagten die Kesten zur Last zu egen.

Zur Verhandlung des Rechtsstreites ist die öffent- liche Sivung dcr ]. Civiikammer deo Kaiserlichen Landgerichts zu Mey vom 6. Juni d. J.. M““ gens 9_U r, bcstimmt. _

Gemäß ,. 4 des Aukf.-Gcs. vom 8. Juli 18.9 bekannt gemacht.

Mes, den 31. März 1882.

Der LandaetiÖts-Sccrctär. Metzer.

]15453] Bekanntmachung.

_ In der Juiius Soldinschn Ausgebbtssackye D*. 9/81.

isi durch Uribeil des unterzeichneten Gerichts vom

11, März 1882 der neue Westpreußisäye 43 prozen-

tiae Pfandbrief 11. Serie 1111312. 1). Nr. 1696 über

300 «14 fiir kraftlos erklärt.

Marienuwrdcr, den 26. März 1882. Königiichcs AmtÖgericHt. 1.

[15438] Gütertrennung.

Durch Urtiseii des Kaiscrlicben Landgerirhts Mül- bauscn vbm 29. März 1882 ist zwiscixen Henriette, ge- borene Beng, Wittw: Erster Ehe von Johann Ritter, und ibrem jrßigen Ehemanns Franz Eßlin- ger, Tagrlöbner, mit Welchem fie in Mülhausen Wobni, die Gütertrennung QUSJEWWÖLU Worden. Mülhausen i./E., den 31. März 1882.

Der Landaericth-Sekreiär.

Stabi.

[15454]

Das im Deutschen Reik!) befindiiÖe Vermögen des abivescnden Hermann Heinrich HeÜbuscb, gebürtig aus Sage. argen wclcben wegen Vergebens gegen §. 140 des St. (55. B. dic öffentliche Klage erhoben isi, ist durcb Besck31uf; dcr Strafkammer 111. des Großberzoglicben Land;]ericßks bierselbsi vom 28. d. M. mii Bcstbiag belegt.

Oldenburg, 1882, März 31.

Der Staatsanwalt: vr. Roggemann.

[15425] Gütertrennung. In der Cibilbrozeßsarbe der Franziéka Finné, Ebcfrau von Johann Friedrich Jizböfer, BMW und Wirth, sie ohne bewnderes (Gewerbe in Trier, Klägerin, gegen ihren genannten Ehemann Johann Friedrich Jizböfer Bäcker kund Witti) in Trier, Beklagten _ _ bat das Königlickxe Landgericht zu Trier, 1. Cimi- kammcr, durcb Urtbcil vom 21. Februar 1882, die zwisckoen den Parteien bestehendeebeliche Gütergemein- schaft für aufgelöst erklärt. _ _ _ Vorftcbcnder Ankzus] wird 111 Gcmaßbert des §. 11 des preußischen Ausführungsgeseßes zur deut- schen Civilprozeßordnung bekannt gemacht. Trier, den 30. März 1882._ _ _ Der Gerichtsscbreiber dÉs Kßöniglichen Landgerichts: ro .

Verkündei am 20. Mär; 1882. Rcfcrrndar Nitsch, Gerichtsscbreibc'r. Im Namen des Königs.!

Auf den Antrag des Besitzer J0[)an11_ToÖa aus Alt-Palesäzkcn, Vertreten dnrch den _Jusmrntb Neu- banr in Berent, erkennt das Köniqlxcbe Amtsgericht zu Bcrent durch den GeriÖW-Affenor Durchbolz

für Recht:

das über die im Grundbuch bon Ali-Paxcsckykrn Blatt 11 Abtbcilunc] 111. Nr. 2 fur die Auxmsiine Swankbwska cingeiragrne und_ von dort in die Grundbürbcr bon Alt-Palejcbien Blatt 27 und 28 iibcrtraacnc Fordrrung von 58 Tblr. 5 Sar. 2Pf.1]cbildctc Zweigdbkumrnt wird für kraftlos erklärt. _

Die Kosten werden dem Antragsteller zur Last

gelegt. Von NrÖts Wegen. gez. Duräjljolz.

[15452] “im Namen des Königs!

Auf den .lniraa des Ackererö Johann Ebrrbgrd Homberg zu Wipbcrinnsrn erkennt das _.Könmlicbe Amtégericht zu Socst durch den AmtögcrtchtS-Ratb (Kreye, da der Antrnastellcr den Verlust der_nach- stehend bezeichneten Urkunde und dir Bcrccbtrauch] [__-m_Aufgebotsanirage glaubbaft aemacbt hai, fur *“ ech :

Der über die im Grundbuch von Günne Band 111., Blatt 39, Abtb.111„ Nr. 1, zu Gunsten des Johann Ebcrbard Homberg _ae- bildete, über cineAbfindung 11111180 und Kaution in Höhe von 63 Tbalern lczutcndc Hypotheken- schem wird für kraftlos erklart.

Die Kosten des Verfahrens fallen dem Antrag- steller zur Last.

Soca, den 29. Mär; 1882.

Königliches Amtsgericht.

[15446] m Namen des K_iiuiglt Auf den ntrag des rundbciißcrs 5Ydolf Schulz _1; N_iosto1*, Eigentbüm dcs Gruudstucks Nmstov 1"

erkennt das Königliche Amtsgericht zu Soldan durch den Amtörichter Rose für _Recht: __ _ die eingetragenen Glaubtgcr dcr vaotbekenpost von 50 Tblrn. 69 Groschen, wclckoe im Grund- buwe des dem Grundbesißcr Adolf SäZulz ae- böri en Grundstücks Nioswv Nr. 1 gemaß Erb- tbei ungéplan vom 1 Mär] 1810 zufylge Ver- fügung vom 7. Auaust 1820 in Abtheilung 111. Nr. 1 fiir die Geschwister Anna, Goitlieb und Caroline Bartikowski eingetragrn tft, be w. deren Rechtsnachfolger werden mit ihren 11- sVrücben auf diese Post auIarscbloffen. Soldan, den 22. Dezember 1881.

[15440]

[15455]

[15441]

Lahr, 29. März 1882.

[15417]

[15445]

für Recht:

[15449]

für Recht:

[15448]

für Recht:

[15447] ___n

zu entnehmen.

Königliches Amtögericbt U.

Königliches

der

ech iVo" 2 WWW) ub u, den 5. rz * *.. Königliches Amtögerichi

Im Namen :,“ Königs! en, _ brtre end das Aufgebot der Marcus Roaowöiistben Siwzsifalmaiie, erkennt das _Königlnbe Amwgrmbt zu Schubin dureh den Amwrtcbter Conrad fur Recht: daß alle unbekannten Interessenten mit ihren Ans rücben an dir in dcr Franz Sind Suxbastationssacbe gebildete Marcus sebr Spezialmaffe von 170 .“ ausms li dcm Ackerbürger Joseph Bilski in Zain in

Der Gerichtsschreiber: E g g l e r.

chtcr Scbich, :..:-

das Instrument vom 5. April 1853 über die

auf dem Grundstücke Nr. 37 Küpper Ab-

ibcilun 111. Nr. 2 baitcnden Restpott von

400 T alern wird i:]r kraftlos erklärt. Seidenberg. den 31. Marz 1882.

Königliches Amtögcncht.

Im Namen des Königs!

n Sachrn,_ _ betreffend das Aufgebot der Gcicbwister_ Tucholsky schen Sbezialmaffe erkennt das Kön_ialtchc Amts- gericht zu Schubin durch den Amtsnchter„Conrad

Waekkbk-

Sparkaffe

von

Wegen.

Das im Dcu1ichsn Reiche befindliche Vermögen des abwcsenden Hinrich Grora Johann Rastede, ge- bürkig aus Webrdcr, genen welchen wegechrgehens gegen §. 140 des St. G. B. die öffcntlrcbc Klage erhoben ist, ist durch Beichlnß der Strgfkgmmcr 111. des Großherzogiicben Landgerichts brcrwlbst vorn 28. d. M. mit Brskbiaa beleßt. Oldenburg, 1882, Marz 31. Der StaatsanWakt: Ur. Roggemamr.

Nr. 3047. Das Gr. bad. AmtsKericbt dabier hat heute folgendes Ausscblußzirtheil erlassen:

Das Einlagrbücblem _ Nr. 10 078 auf den Namen d_es Wiihrlm Dr_eher Von WittenWeier, lautend uber eme Kaptxal- einlaae von 468 „44, wird fur kraftkos erklart.

Lahr

Nr. 2385. Steinhauer Josef Vosk von bier klagt als Vormund der am 13. September _1881 von Maria Volk außerebeiich Jcborenen Juliane Volk von hier gegen Valentin Valk) bbn Neubronn, 3.3 u1ibekai1ni: wo abwesend, auf Leistung emcs Erna!)- rungsbeiirags mii dem Antrags auf Veruxtberluzig des Beklagten zur ZaHlung v_on 1 „14 _wocbentlrrb vom Taue dcr Gebnrt des Kindes, d. 1. vom 13. September 1881 bis zum zurnckgelegie_n 14. Lebens- jahre, und ladet den Beklagten zur mund11chen Ver- bandluna des Rcckyisstreits vor das Gr. Amts- gericht Tauberbiichofsbctm aui Mittwmh, 31. Mai d. J.. Vorm. 9111111. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Au65ug der Klage bekannt grmacht. Tauberbisckjofsljeim, ]. April 1882. _ Der Gerichtssckvretber Gr. Amtsgerichts. I. V.: Dretschl.

“Jm Namen des Königs! _ Auf den Annan des Gefangenwarters_ Goitlreb Redzanowski zu Neidenburg trnd des Wirtbssohns Johann Redzanowski _zu Kvscbtenen . &“ erkennt das Königltckzx Amtsgericht! zu Soldan, Ostpr., durcb den Amtsrichter Rose daß der über die im Grundbuci) von Soldan Nr. 235 für dcn Gesangenwarter Goitlteb Redzanowski zu Neidenburg und dxn Wirths- sobn Johann Redzanowski zu Kyscbrcnen, Ab- theiluna 111. Nr. 12, eingetragene Forderung Von 600 „46 gebildete Hypotheke11br1r]_ Zwecke der Erlanaung einer neuen Ausfertigung

für kraftlos zu erklären.

Von Rechts W_egcn. Soldan, Ostpr., den 16. Marz 1882. gez. Rose.

Im Namen des König“

Auf den Antrag der Gesébwister Ida, Emma, Ernst und Elise John. sowie des'Kammmachcrs Benjamin Jobn, als Miterben naÖ dcr _Wittwe Schulze, Caroline. geb. John, resp. des Zuchner- meisters Johann Cbrenfricd Schulze zu Seboeixberg

erkennt das Königliche Amtsgericht zu Seiden- berg durch den Amtsri

ZUM

v.

daß alle unbekannten Jnicreffenicn _1nit_ibren Ansprüchen an die in dcr FranszdzrnöitsÖtn Subbastationksacbe Znin Nr. 152 gebildeten Geschwister Mandalena, Simon und Marianna Tucholskiicben Svezialmaffx 45 Pf. auUuscbließen und die Kosten des Ver-

fahrens aus der Masse selbst zu entnehmen. Wegen.

Mark

inskiscben u.

en [z Rechtenachfolger des Marcus RWTH ?eim Rechte an die er Masse vorzubebaltm und

die Kosten des Be abrens aus der Masse selbst

Von Rechts kckubin, den 25. Mär 1882.

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