1882 / 87 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 13 Apr 1882 18:00:01 GMT) scan diff

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Abends wohnte Se. Kaiserliche Hoheit der Kronprinz mit Sr. Königlichen obeit dem Großherzog von ssen der Vorstellung im Opern use bei und geleitete Höch denselben sowie die Prinzesfinnen Victoria und Elisabeth von Hessen um 10 Uhr nach dem Potsdamer Vahnhofe.

_ In der am 12. April unter dem Vorfiye des Staats- Ministers von Boetticher abgehaltenen Plenarfisung des BundeSraths nahm die Versammlung zunächst Kenntnis; von der Vorlage, betreffend die geschäftliche Behandlung der dem BundeSrath vorliegenden, wichtigeren Berathungßgegenstände. Die Geseßentwürfe über die Krankenverficherung der Arbeiter, über die UnfaÜversicherung der Arbeiter, über Abänderung der Gewerbeordnung, über das Reichs-Tabackmonopol und über Abänderung des Zolltarifgeseßes vom 15. Juli 1879, sowie der am 10. Januar d. Js. unterzeichnete Konsular- vertrag mit Brasilien wurden, soweit dieselben bereits vor- liegen, den zuständigen Ausschüssen zur Vorberathung über- wiesen; soweit die Entwürfe noch nicht an den BundeSratl) gelangt smd, wurde beschlossen, dieselben nach dem Eingangs an die AuBschüffe zu überweisen. Mit den Ausschußanträgen *in Betreff der Vorschläge wegen Besetzung dreier Rathsftellen bei dem Reichsgericht war die Versammlung einverstanden. Schließlich wurden ein Antrag wegen Zulassung eines Steuer- manns zur Schifferprüfung und eine Eingabe, betreffend die Aufhebung des“ Zolls für eingedickte Milch, den zuständigen Ausschüssen Überwiesen.

_ In einem Strafverfahren wegen Wuchers können zur Begründung der eine härtere Strafe bedin enden Gewerbs- mäßigkeit des Wuchers nach einem Urthei des Reichs-

erichts, 11. Strafsenats, vom 24.3a11uar d. ., die vor dem Inkrafttreten des Wuchergeseßes von dem ngefchuldigten gemachten Wuchergefchäfte in Betracht gezogen werden; dagegen können diese früheren, straflos gewesenen Geschäfte nicht zur Begründung des gewohnheit4mäßigen Wuchers Seitens des Angefchuldigten herangezogen werden.

_ Der Bevollmächtigte zum BundeSrath, Königlich Yayerische Ober-RegierungS-Nath Herrmann ist hier ange- ommen.

_ Der General-Lieutenant von Kleist, Commandeur der ]. Garde-Jnfanterie-Division, ist von Urlaub hierher zurückgekehrt.

Kiel, 12. April. (Kl. Ztg.). Die Panzer-Korvette „S achfen“ ,ging zur Fortseßung ihrer ProbefahrteU nach der Eckernförder Bucht. Die .regatte „Niobe“ hat aus dem Werftbafsm auf die hiesige hede geholt.

Hessen. Darmstadt, 12. April. (W. T. T.) Die Erste Kammer hqt den von der Zweiten Kammer gefaßten Beschluß, wodurch dte Regierung ersucht wird, bei fortdauernd schwachex Frequenz der technischen Fochschule deren Auf- hebung m Betracht zu ziehen, abgele nt und, edenfaÜs ab- weichend von dem Beschluss:; der Zweiten Kammer, die Mittel für alle Vorschulen der Gymnasien bewiüigt.

Sachsen-Altenburg. Altenburg, 8. April. (Weim. Ztg.) Am 16. 5. findet die Vermählung der Prinzessin Anna, Tochter des Prinzen Moriß, mit dem Erbprinzen von Schaumburg-Ltppe statt. Die Festlichkeiten bei Hofe beginnen beretis am 14. mit einem Hofball.

Oesterreich-Ungarn. Wien, 12. April. (W. T. B.) FML. Dahlen meldete am 7.d. M.Mack1mittags, daßmehrere Nachrichten, sowie der Ueberfal] bei Jgovci, der einer Abthei- theilung, Freiwilliger von der Truppenabtheilung des Obersten Langer m der Nacht vom 1.zum 2. d.M. gelungen sei, darauf hindeutcten, daß größere Schwärme von Aufständis chen und namentlich von den am 28. 11. M. von Tientista vorwärts gedrängten in dem Raumezwischen Sadjici, Grandici und Curevo fich a1nhalte_n könnten. FML. Dahlen wurde dadurch, obwohl nach den jüngsten Erfolgen ein positives Resultat kaum zu erwarten war, bewogen, den General-Major Odadich nach dem Abschluß der Operattonen gegen Celebic mit einer Strei: sung in dem gedachten Raum am linken Drinaufer u beauf- tragen, hauptsächlich um die_se Gegend, welche das [este ufluchts- gebietgrößerer Banden aus dem insurgirten Territoriumist und welche von den Truppen nur selten berührt wurde, gründlich durclx stxeifen zu lassen. Gleichzeitig meldete IML. Dahlen, daß dtese Operationen nach den vom General: iajor Obadich ge- stellten detaillirten Anträgen eingeleitet seien. Nach diesen A'ntträgen sollten 5 Kolonnen die Gegend von Ljubini, Gran- d1c1, Jgovci, Kozman und Ostra Glava besetzen, die Haupt: kolonne sollte am 9. d. Mis. von Iqovci aus Über Sadjtci, Curevo„Tientisia, Urkali und VopoSmosi gcßen Grandici hm streifen; Wi? FML. Dahlen unterm 11. ds. Mrs. Abends ber1chtet, ist diese Operation dem Entwurfs gemäß durchgejührt und dabet die Uebetzeuguna gewonnen worden, daß größere“InsurJenteqschaaren in jener Gegend nicht mehr vorhanden smd. 1111 em Zurückftuthen der Insurgentcn zu erschweren, wurde, die Besetzung einiger Orte angeordnet. _ XML, Jovanovtc meldete unterm 8. d. M., daß die In: Zurgerzten Tags vorher emen Posten bei Gali Orb erfolglos angenffen baden u11d daß a_n demselben Tage ein Soldat vom 43. Jnfanterte-Re une11t_ be1n1 Wasserholcn erschossen, ein an- derer vom 14. In anterie-Regiment durch einen Schuß leicht verwundet wurde.

_ 18. April. (W. T. B.) Zur Verathung der den Delegaxionen_ „111 machenden Vorlagen fand gestern ein vierstündiger M1n1sterrath statt; die Bcrathnng wird heute fortgesest. '

Pro?, 13. Apnl. (28.95. B) 501111 Prager Lloyd“ onlge be chloß das Wahlconnte? dcs verraÜungstreuen

rongrundbesives, den Kompromißantrag der Konservativen nicht ohne Weiteres abzuweiscn und ver: schloß sich nicht der Thatsache, daß der Großgrundbesis fich nicht zu weit in die Oppofitionspolitik hineintreiben lassen könne, weil zwischen jeder Regierung in Oesterreich und dem Großgrundbenve eine gewiffe Solidarität der Interessen bestehe.

Lembexg, 13. April. (W. T. V.) Die Nathskammer des Strafgerichts beschloß acstern, die Unters uchun ;; wegen Hochverrat!" gegen 15 Bauern aus niliczki und den ruthe- ni'jchen Nedacteur S czerban einzu ellen und dieselben

_ _ Aus Lemberg, 9. April, wird der „Pol. Corr.“ benchtet:

Der von der Regierung versendete Fragebogen betress der ZWeck- mäßigkeit einer Reform der Erbfolge im landwtrtbschaft- lieben Besitze durch Einführun des in Hannover. und Westfalen be- reits bestehenden Anerbentecbtes at vielletcbt in kemem Kronlande fo lebhaftes Interesse hervorgerufen als in Galizien, weil eben nirgends dre vielen nachtbeiligen Wirkun en der bestehenden reitbeilbarkeit der Grundstücke und der dadur veranlaßten Zerstuckelung des Klem- grundbefixes auf die Bodenkultur, die Steuerkraft und die volkH- wirtbscha tlichen Verhältnisse überhaupt in so empfindlicher Wei1e wie hier zum Vorscheine gekommen sind.

Alle um Gutachten befragten Behörden, Körperschaften und Fach- männer beeilten sich, in der von der Regierung angesethen ]:,chs- wöcbentlicben Frist die verlangte Acußerung abzugeben. Der" gal1z1sche LandeSausschuß hat ein Rundschreiben an sämmtliche Obmanner„der Bezirksvertretungen im Lande *mit der Aufforderung gerichtet, uber diese Hauptfrage und deren Prinzipien die Anficht der hervorragen- deren Mitglieder der Gemeinde- und Bezirksvertretungen aufs dem Bauernstande einzuholen und darüber Bericht zu erstaiten. Dre ein- laufenden Berichte werden hierauf als Basis des der Regierung ad- zugebenden Gutachtens benüßt Werden. ,

Von den bisher eingelaufenen Gutachten äußert 7115 die Mehr- zahl dahin, daß die geplante Reform aÜein ohne eine Weitere Ein- schränkung der Theilbarkeit der Grundstücke (für Galizien wenigstens) nicht außreichen wird, daß daher, um der fortschreitenden Zexstücke- lung der Grundstücke wirksamworzubeugen, weitergehende ge1e§lichc Reformen als erwünscht, ja dringend ebotenbetrachtet Werdenmuffen. Das Lemberger Landesgericht äußert sJch dahin, da das projektirte Gesexz die Dispositionsfreibeit des Grund efiyers sowvhl unter Lebenden als für den Todesfall unberührt läßt, obgleich zur Herbeiführung der gegenwärtigen bedauerlichen Lage des Kleingrundbcfißes eben die schrankenlose Freiheét in der Verfügung mit dem unbeweglichen Vermögen beigefragen bat. ES erschcine daher im_Jntereffe des Staates geboten, den ungetheilten Uebergang des Klemgrundbeßßes von einer Generation auf die andere ?bligatorisch einzuführen, und zwar fiiglick) durch Eriaffung von Ver- außerungs- und Belastungsverboten, beziehungsweise durcb Wieder- bersteliung dcs Bestiftungszwanges in einer von der früher kzcstandenen Yt'setch achtchenden, den gegenwärtigen Verhältnissen cnt1prechendcn

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Großbritannien und Irland. London, 11. April, (2160. Corr.) Die Königin wird am Dienstag Mentone ver- lassen und sich über Cherbourg nach Windsor zurückbegeben, um der am 27. d. M. stattfindenden Vermählung des Prinzen Leopold mit der Prinzessin Helene von Waldeck beizuwohnen.

Die Freiwilligen:?eerschau am Ostermontag 111 Portsmouth ift höcyst er olgreick) verlaufen. Etwa 25 000 Freiwillige und ca. 3000 Mann regulärer Truppen betheiligten fie!) an dem Manöver, welchem der Prinz von 280103, der Herzog von Cambridge, Prinz Eduard von Sachsen-Weimar, zahlreiche Generale und die Militärbevolii11ächtigten Deutsch- lands, Frankreichs, Italiens und anderer fremden Mächte bei- wohnten. Den .eldoperationen schloß sich ein Vorbeimarsck) an, der um 4 U r Nachmittags begann und erst gegen 6Uhr vorüber war. Abends fand auf Southsea Common ein großer Zapfenstreich statt, dem der Prinz von Wales beiwohnte.

Liverpool, 12. April. (W. T. B.) Bei einem 011: läßlich der Einweihung des neuen konservativen Klubs stattgehabten Banquet hielt der Marquis von Salis bum) eine Rede, in welcher er sick) gegen die Schwäche und den Wankelmuth der Regierung wandte, welche der Bewegung in Irland succesfive Konzessionen gemacht habe. Die Landbill werde niemals zu einer Pacifikation des Landes führen; das einzige Mittel, den Frieden und die Zufriedenheitin Irland wieder he1zustel1e11, sei eine Erlsichter11ng des Ankaufs der Farmen durch die Pächter, welche, wenn sie Eigenthümer würden, gleichzeitig Vertheidigkr dxr Ordnung midd der mit dem Vesißthum vsrbundenen Rechte werden wur cn.

Frankreich. Paris, 11. April. (Fr. Corr.) In

dem heute abgehaltenen Ministerrathe beschäftigte man s1ch111itKanalprojekten, welche von den Ministern der öffentlichep A1beite11 und des Handels vorgelegt wurden. Es handelte sick) zunächst um den Plan eines Bewässerungskanals des Rhonethals, welcher unter dem Namen „Canal Dumont“ bekannt ist. Der Staat wiirde die beiden Haupt- linien der Wasserablcitung aus beiden Ufern des Flyffes ausführen, während die Nebenzweiae an die Prwatindustrie vergeben werden wiirden. Weiter sollte an der Rhonemünduxn in Vauc cin Scefort angelegt werden; endlich prüfte man das Projekt eines Kanals, welcher, der Trace des schon bestehenden Canal du Midi folgend, 1211Atla11lischen Ocean mit dem Mittelnwere ver: binden soll. Dieser Plan würde eine Außgabe von nicht wemger ais einer Milliarde erfordern; man hielt es daher, ehe man 011121! Beschluß faßte, fiir angezeigt, die Rückkehr 010 Finanz,:MUUsters Leon Say abzuwarten, der eine Erholungs- re1se nach dem Süden angetreten hat. Fast_alle Abcndblätter sprechen ihre Genuatixuung über die friedliche Wendung aus, welcbe, nach der definitiven Ernennung des Hrn. (Biers zum Minister des Aeußeren zu uriheilen, in der auswärtigen Politik des St. Petersburger Kabincts eingetreten ist.

»-(Cöl11.; tg.) Dem Minister des 311111111, (511111111, hat der S_einepräfekt ; oquet am 8. d. M. scincn Vorentwurf über- reicht, welcher nicht allein die Ober-Biirgcrmeisterci von Par_js hersteüt, sondern a11ch den Gcmeinderatl) der franzönscben Hauptstadt neu organisirt. Paris 1011 da*:ach eincn Ober-Bürgermeistcr mit zwei Beigeordneten er- halten, welche der Gemeinderath fiir die ganze Dauer seines Mandats wählt. Der Ober-Vürgermcistcr ist der Präsident,die Betqeordneten die Vize-Präfidenten des Gemeinderaths. Die Sekretäre werden vom Gemeinderath fiir die Dauer der Session gewählt. Der Ober-Bürgermeistcr von Paris wird d1e nämlichen Amtsbesugnisse habcn, wie sein Kollege von Lyon. Die 20 Vezirksbürgermeistcr von Paris werden 016 Beamte des Civilstandes aufrechterhal- ten. Der Owaürgermcisier von Paris kann, wie alle sranßöfischen Bürgermeister, durch präsidentschaftliches Dekret abge est werden und ist dann während eines Jahre: nich! wählbar. Der Gemeinderat!) wird in Zukunft nicht mehr für Stadtviertc1 sondern für Arrondissement ( Bezirk), und zwar nach_ der Liktenabstimmung gewählt. Der Gemeinderat!) von Paris kann ausgelöst, aber nicht susmndirt werden. Der Ge- meinderath kann jedes Jahr eine Entschädigung für seine Mit: glieder sowie für den Ober-Bürgermcisier und seine Vei- geordnxten bewilligen, aber diese Zuwendung muß jedes Mal der B1Uigung des Präsidenten der Republik unterbreitet werden. So ungefähr der Entwurf, der natürlich zuerst von

so ort aus freien Fu zu se en. Die übrigen verhafteten Ruthenen verbleiben in Unte1'7uchungshast.

der Regierung gutgeßeißen und dann vom Parlament ange- nommen werden mu .

Spanien. Madrid, 12. April. (W. TV.) Der Belagerungszustand ist nunmehr auch in ganz Cala: lonien . ausgehoben.

_ Italien. Rom, 12. April. (W. T. V.) Der Papst empfing heute den Besuch Sr. Königlichen Hoheit des Prin: zen Leinrich von Preußen, welcher von dem Gesandten von «chlözer und von seinem Gefolge begleitet war. Se,

Königliche Hoheit stattete darauf dem Kardinal-Staatssekretär

Jacobini einen Besuch ab.

Serbien. Belgrad, 12. April. (W. T. B.) Der ruffische MinisterRefident, Staatsrath von Versiani, wird demnächst in Urlaub nach St.Petersburg reisen. Ob derselbe auf seinen Posten zurückkehren wird, ist fraglich. _ Der König tritt am Donnerstag seine Rundreise an; es ist noch ungewiß, welcher Minister ihn begleiten wird. Die Königin ?UZd der Thronfolger werden mit dem Könige bis Schabaß a ren.

Dänemark. Kopenhagen, 8. April. (Hamb. Corr.) Der heutige Geburtstag des Königs Christian wurde in gewohnter Weise gefeiert.

Die von der Regierung niedergeseßte Kommission zur Aiisardeitung eines neuen Schiffahrtsgeseßes hat ihre Arbeiten Nunmehr zum Abschluß gebracht. Der betreffende Gescßentwurf enthält 370 Paragraphen und ist von sehr aus- führlichen Motiven begleitet. Die Kommission wurde 1871 niedergeseßt, verschicdene Umstände _ namentlich der Tod der Professoren Gram und Nagesen _ bewirkten jedoch, daß die 71312111 kumfxmgreiche Arbkit erst 1931 zum Abschluß gebracht wer:

en onn e.

Afrika. Egypten. Kairo, 12.211310. (W. T. V.) Die verhafteten tscherkessiscjxen Offiziere hatten sine Versammlung abgehalten, um eine Petition aufzusetzen, in welcher der KriegS-Ministkr um Zurücknahme ihrer Versetzung nach Dew Sudan ersucht werden soUte. Hierbei hatte einer der Offiziere„ cinen Revolver 111 der Hand haltend, Drohmigen gegcn 211711111 Bey ausgestoßen. Diese ThaTsackzen wurden denunzitt und 11116 Offiziere vsrhaftet.

Zeitungsftbmnen.

Der „Nordd. 211111. Ztg.“ wird ans Baden von der schwc1zer Grenze ge1cl1r1eben:

Wenn die Tadackfabrikanten und ihre Anhänger gegen das Taback- monopol ihre Stimme erheben, so kann man dies noch begreifen, aber unbegreiflich bleibt cs, wenn ein [andwirtbschaftlichcs Organ fich gegen das Monovol auIzuspreckyen Veranlassung nimmt, da doch allgemein anerkannt werden muß, daß die Tabackbauern sich dabei besser befin- den, als ohne dasselbe, Den Beivcis hierfür lieferten erst wieder vor (10111 ku_rzer Zeit die landwirthsebaftlichen Vkreine im Elsaß, 11161156 111 ihren Versammlungen einstimmig für das Monopol eintrafen. So Wenig man (1er aus der Abstimnmng 11nscrer,Zweiten Kammer die Meinung ableiten darf, das; das badische Volk em Gegner des Monopols sei, cbensorvenig darf man aus der kundgcgeberxewAbneigung dcr landwirtbschaftlichcn Ccntralstelle in Karlsruhe |cklteßen, daß un1erc landwirthstbaffliche Bevölkerung gcgen dds Monopol eingenommen sei. _Bercits haben sich auch drei, um dle Hebung der Landwirtbsckzaft 1ckckr verdiente Vertreter im Central- ausscbuß am 21. Marz d. J. _gegcn die Ansicht ihres Präsidenten ausgesprochen, _Und dii1fte11 die1cm Beispiele noch andsrc landwirtb- schaftl1che_ Vereine nachfolgen. Auch das Generalcomité des land- wirxbschq1tlichen Vereins für Bayern sxricht sich in seiner Zeit- schrtft 1951 wohlwoliend fiir das Ta ackmonopol aus, indem cs_untcr anderen Vortheilen desselben die U1101111ä1111iakeit von den Handlern, Hebung der Tabackkultur durch Unternwisung dcr Monopol- verWaltung, so_fortige Verwandlung _der ganzen Ernte in Geld und vermcbxten Abmy infolge erhöhten Konsums billiger Sorten :c. gc'gen nur drciuncrbeblikbe Nacthkile ins Feld führt. Aber aucb außerhalb der'dcutsckxen Landwirtbscbaft 1111111111 man bereits da und dort von Se1tc des Handels und der Gewerbe einzelne Stimmcn zu (Hunstcn dxs Monorvls gewahr, und bat fich natncntlick) aucb i11 lejzter Zeit die Handels- und (Hrivcrbkbank i11 Rastenburg mit 5 gegen 4 Stim- 111111 1111 (8111015011111 dcs Monopols ausgesprockyen.

_ Unterdessen wird auch befatmt, daf; 11111211 Staatsratb Maibv, 11111cr ebmnaligcr Domäncndirektor und Finanz-Minister, sich srübcr für das Tabackmonowl sehr warm ancsprocbi'n 11111, und mus; cs urzd Badxnxrn um so mcbr aufsalicn, daß sicb nnscrc oberste land- wirtbjchastltcbc Behörde im Widersprucbe zu der Ansicht dieses [*cr- 1*1*rragcndcn, im bcstcn Andcnken beim badischen Volke stehenden StaatsmanncS in dicser fiir das Deutsche Reich so bochwic11tiqcn21m axlcgcnbcit bifindct 1111d_ .111f Seite der Monopolqegncr Skillung 1111111111. [iibrigens möge 11111 der Rcicbdkanzler in seinen Bestrebungen um das Tgbackmonorol durch da."- Auftreten dcr (Manor nicht irre macken lasten; mit der Zcit wcrden sicb die Monopolfrcundc mcbrm und mit Ersola ihre Stimme zum Wohle des Dcutscbcn Reich:“- mäcbtig "crbcbcn.

_ Da§_„Dcut1che Handelsblatt, Wochenblatt )ür Handelspoiittk und Volkswirthscbaft, Traun des Deutschen Hdndelsxtagcé“, schildert die neueste Entwickelung der deutschen F1schcret und deren staatlicher Pflege in Geiss und Ver- waltung, indem es 11. 21. bcmerkt:

Die öffentliche Fürsorge für die Hebung dicses chich dcr Volkscrnäbrung seitens der Staatergicrung sowohl wie scitenö 11.1111- rcicbcr Vereina 11.11 bei und ein ebenso junges Datum wie um-„ickkk'kt dic (Utfolae schon brut sebr crfrcnlicb hervortreten, ja, 3 B. in 2111- 111110411 dcr sum" Zcit scbkn reibt bedeutsam zu nennen smd. . . . . Schon (1111 30. Mai 1874 1111111111 das Fisibcrciacscß, das dck_ [111-- herigen Rnubwirtl1scbaft, dic 1111scrn Fisckobcstand allmählich bis (1111 tmc nur noch wenig ctdcblicbc Ausbcntc vernichtet battc,11.111ptsäcl1licb n!!! Rcacluna dcr Schonzeit c11tgcaenzuwirkcn bestimmt n'ar ....... Preußen [*.11 im Mai und Novembcr1877 Verordnungen zur Ab- stell11-11g dcr [*crvomctrctcncn Mängel und Bcicbwcrdcn der Fisch“ erlancn; (s [1111 abcr von vdrnbercin auf der Hand, daf; dcr 1111111116 Zweck cincr rationellen 2115111111111 der Flüsse und Seen 11111 crrctcbt 11*c1de11_kön11c durch eine Vereinbarung der adiacirendcn Staaten zu alcicbmalßigcn Gruydsäßcn111HandbabunavonGestßundlicbcrn'acbnnak- mammc 11. 2111111 klcö ist bcrcits unter dcnéattikularstaatcn erreicht ..... Troß allem Widerstandc und 1na11ckcrei Scbwicriakcitcn auf kk!" neuen Gebiet bat fick) auch 11111 der deutsche Geist zäbcn Fkk?“ «(drinne 11111 und alämend [*cwäbrt; 1.11: Intercffc 011 der ?isöi'ckxl“ rcformfraac wucl's kräftig in die Breite, co 1111standc1' almabllch zablxcich Fiscbckcigcnoffcnicbaften, cd wurde ein deutscher FUBU!“ vcrcin gcgrü11det,_ anäbrlicb reichlich Brut cincr aroßcn ?'xclkk aytcr, 1. Tb. )eltcner Fischarten audacsevt, die Aufsicht uber die Schonrcvicrc und Fiscbräffe verschärft nnd die noch in unsxt Allcr_ Andenken stehende Internationale Fiscbctci-Audjtcllung m Vcrltn veranstaltet. Dcr Etatpostcn für Jiscberci-Auficbtsbcamtc ist neuerdings im preußischen Budnct von 0 000 W 141720.“ erhöht und die Zahl der Obcr-Fiscbmcister westnkllÖ veritarkt worden. Die Bildung von Jiscbercigenoffenscbaftcn sys Grund der §§. 9 und 10 des Xiscl'crcigesercs vom 30. Mai 1844 bat cinen zwar langsamen, abcr stetigen Fortgang genommen, cs bx- stchcn cht solche mit genehmigten Statuten 14, freiwillige 10. Tie Urmche dcs langsameren Fortscbtittcs der Sache liegt in der Scheu der Bcibeiligten vor der Kontrolc, obne die 1101!) eine rationelle Waffcmittb1ckaftnicht möglich ist. Die Ausdehnung der LaichÉÉkN“

revierc gebt ebenfalls vorwärts, besonders in der Provinz Posen, wo fie auf zahlreichen Seen mit einem Termin von 5-6 Jahren fcs_t- gesetzt ist; in anderen ällen s'xnd unbemittelten Fischern fur Durchführung der Schonzett Entscbadigungen gewährt worderx. . .. . . Die Aussetzung der Fischbrut ist bereits sehr umfangreich, die Fisch- zuchtanstalten in Hüningen, in Gelze11bof bei Freiburg _11n Br11sgau, Radolfzell am Bodensee und Kolzcn bei Witten 2c. ltefern d1e em- bryonirten und angebrüteten Eick regelmäßig an den Deutschen Fischereiverein ab, der fie dann unter die einzelneyVereme 'Ynd Private vertbeilt. Es mögen cht etwa 10 Miüton'ien thch- cben des Im und Auslandes in deutsche Flusse u„nd Seen gesetzt sein. Die in ibxem ZMck wic ihrer " Em- ricbtung so hochintereffanien Fischzuchtdnstalten haben yberqll eine ungemein rege Theilnabme gefunden, ihre Zahl 1st' m Preußen bereits auf 125 gestiege'n! Hier haben theils d1e_ l_a11d,w1rtb- schaftlichen Vereine einc riibmltch (111 rkennenswertbe Tbattgkeü ent- wickelt, theils Private für sich Anstalten errichtet, während das land- wirtbscbaftlicbe Ministerium und die Provinzialrcgierungen dem ver- dienstlich-en Werke mit Subventionin zu Hülfe gekommenk'und neuer- dings auch in den Staatsforstey gleiche Anlagen, cplant Und.

Nachdem dann noch we1_ter aysgeführt Ft, was der Staat und der Deutsche Central-Firc111re1-Verein auf d1esem Geb1ete geleistet haben, schließt der Artikel: _

Jm Uebrigen geschiebt Seitens de_r Regierung auch, 101111 das Möglichste zur Unterstützung der Seefi]cherei. Die Admtrabxat bczt seit mehreren Jahren em Kanoncrxboot zur 8811111111 von F1scherc1- versuchcn an der Oderbank abge1endet, 11111 die Lachsfisciyer, dte leider nur ungedeckte Böte haben, deshalb auf offenex See leicht gefährdet sind, zu sch1"113en; dre Versuche sind mdeffen ohne Erfolg geivesen, da die Fischer keine für das [10513 Meer geetg- neten Netze besitzen. Außerdem hat dicAdmiraiität periodische Rev:- fionsfadrten machen lassen, um fremde Seefisxber von "den deutschxn Küsten abzuhalten und die unseren 511 115119an spqxer 1011. .em Kanonenboot während der ganzen Dankx der Fi1chere_1sar1on bleibend stationirt Mrdén, besonders in der Iiadx_der de1111ch1311J11sel11d813 Nordsse. Endlich aber sind ncuerdings F11chcrzufluchtsbafen errtch1€t wvrden, zum Tbeii 11111 Staatswi_tteln„1111d haben fick; diese (8111- richtunge11 außerordentlich 1110511191119 ernnesen. _ . ' '

Nach allen Seiten also haben der Staat 11110 111 ihrem Gebtxte die Vereine und Genossenschaften seit dem letzten Jahrzehnt eme außergswöhnliih boch aanerennende Thätigkcit entwickelt ,und können wir Hoffen, daß die dsutsche Fischerei und namentlicb'die Ausbeute der Flüsse und Seen sich in nächster Zeit schon 111212110111) heben und Millionen Werthe alljährlich dcn Marktcn des Binnenlandes nach [QUILT Verfiegung dieses Urprodukiionszweiges wiederum Werden zu- gefiihrt Werden.

Statistische Nachrichten.

Dom von dem Wiirttembergisckzen Justiz-Ministxrinm an den König von Württemberg erstatteten Berichte,betrcffe11d dre VerWaltng und den Zustand der gerichtlichen Strafanstalten 111 Württemberg während des Zkitraums _vom 12111111 1880 bis 31. März 1881, entnehmen wir folgende Anq_abe11: Das AufstÖts- personal der Skrafanstalteg'i bestand am 31. Marz 1881 0115178 Psr- sonen. Gefangene haben 1111) am 31.2.1iar5 111 de_11 7Strafansialtc11 des Königreichs bkfunden 2022. 2518 zum 31.211013 smd zugeqarzgkn: 3952, so daß die Zahl der Gefangenen wabrx11d des Bcrtchs- jahres sich im Ganzen belief (1111 (1611015590101 Jahre 1879/80. Abaegangen find: 11. nach abgekaufe11er_ Strafzcnt 3149, 11. de- nadigt 189, 0. gestorben 28, 11. cntnnchen 8, 0. (111 Unter- [uchungsbcbörden oder m1dcre Strafanstalten - abgegeb-en oder

curlaubt 309; t". vorläufig cntlaffen 105, 5111111111101 3788, sk) daß hiernach am 31. März 1881 ein Bestand vxrblxcbwon 2186, d b. 11111 164 Höher, als am 31. März 1880. Dtc 1agl1cke D11kch- schniti§zadl dor Gefangenen betrug im Jahre 1880/81 20991 d. b. 11111 6,4 mcbr als im Vorjahre, welches die 11011411- _Z1ff1*1' seit 20 Jahren ergeben hatte. Der döCdste Gefangene'nstand belles M) auf 2408 gegen 2310 im Jahre 1819/80, der medrlgste (mf 1892 (*,-egen 1901. _ 2111111 dcm Geschlechts, dc11_ Strafarten und den rcrs'dnlicbcn Verhältnisse'n dcr Gefangcncn untcrjcdieden, warm (1111 31._Marz1881 111 dcn S1raf011staltc11: 11. männliche Gefangene 1862, 111111111158 324; 11. Gefangene, wcickze zur Zeit der Begehung der That alt waren: über 25 Jahre 1309, zwiscdcn 181111d 25 Jabrcn 771, 1111tex18Jaiyre11 106; 0. Zucileyansgefanaenc 1139, darunter auf'chenszett: 111111111- licbe 32, Weibliäxc 6; Grfängnißsträflinac 1045; 111 Fkstunadbaft 2; 11. unter den (1111 31. Marz 1881 in dcn Strafanstalien bi'findliibi'n Gefangenen 11101111: ' 311111 crstey Male 990111116 894, zum krsten Male 1111110111111 441, 1111eder1wlt riicksalitgc 851; €. Iiicdt-Württcmbcrger [*cfandcn 1111) untcr d1e1e11 Gefangenen 353 (11111 31,März1879: 338, (111131.Mä_rz 1880: _313). Unter den während der Zeit vom 1. Avril 1880 1118 31. Maxz 1881"neu cinnclicfcricn 36.0 Gcfanaencn 11111111 1'1tckfäll111e (wclibc 1111111 fr1ther eiue La11d1*c*._11'f(1111111is;-, Festungs- odcr bölycre Strafe "111111111 11.111911) 1652 und zwar erstmals riici'fäüiae 566, 1116011111117 1111111101111: 1056, Erstmals nostraf'e 2018. Dic Zahl der ?)Zuckchlxtgen betrug somit 15,01 "/1. dcr (8001111110081 dcr Ncuxmgelteßtten gegen 43,69 “'/„ im “Fabre 1879/80. _ Dkk Gem111111taufwand auf die Strafanstaltcn, einschließlich der Kosten des Strafanstaiten- KOÜMiUMI, dcs Beitrags von 1715 .“ 1111 _dcn Vereiti zur Fürsorge für entlassene Strafxwfangcne und ch “Beitrags von 430 .“. zur Rettnngöanstalt in Leonberg betrug tm Jdbre 1880 81 1493358 .“ 111-nen 1 352 596 .“ im Jahre 1879/80H1crvo11 wurdcn durch eigene (7111110101101 dcr Strafanstaltcn aedccit_897 869 .“ ame." 815651 .“, und blieb eine Mebraudaaixc v_o11 595489 “_durci) dtc Staatdkaffc zu decken. Ter wirkliibc Z111ck1111 dcr Staatökamc [*:-trug aber 595522 .“ (1101111 540 689 .“, 101. 33 .“ mcbr, da von den Einnalnncn dcs 1*ora115,1e11.111gc11e11„abrcs, 866.1“, gedeckt Werden konnten, dagegen von der laufcnden Verwaltung 011dte?6c1'_t1*ern*.1l_t11n,1 900.“ zuzukcbie'cn n'arcn. Jm (Fiat war 1111th Annahme ci11e1_M1_tte1- zahl von 1850 &cfangcnen dcr 311.111“. derjckdntsiaffe zu585_1'8;1.“ veranschlagt worden; es wurden 111111 t:: Ixxtrkltcbkeitx 101. 103.17 .“ rnehr 1111011400111. Dcr durchschnittlicdc 211111111 d11_2161111101100.“kosten (.*;al1runa, Kleiduna, La11crstättc,_[iitpcrlicdc 7611111101101, Kranken- vk'lcac) für cinen Gcfanacncn belief mb 0111 198 .“ 86,1 „1, 1111 _Vor- jahre auf 184 .“ 11,3 „1, also 11111 14 .“ 15,4 „! mebr (1111 „den Korf. Dcr (-§1cs.1111111ta11f11*a11d 011 Vcrvflcau11116kostc11 [:ctrua 11111 (111111 Mittelzabl von 2099 Gefangenen 101. 417 423 .“, wahrz'nd 1111 Vor- iabre mit einer Mittelzabl von 2093Gcf11ngc11c11 d1c1cr Aufwand 385 349 .“ bctraacn batte. _ Was dic„2*cschästtgung de_r (Hchnacnen betrifft, so waren durcbscbuiitliib bcicbäfttat: fur _auk-wartiac “Bestellung 831,6, für den eigenen (Yewcrbebctricb 820,4, f11r_d1e kicme der 2111- Halten 326,5, 1usam111en 19785. Unkescbasttat l*l!ck_*cn als: arbeits- rci im Tunkelarrcst 44,1, alt „111117 cbrccbltcb 5,5, 11.1111 71-0. zusammen 120,6. Dic mcuten * efdngenen 11*u1dez1 'in folgenden Arbeiten beschäftigt: Leinwandbercitnng durchschnittltch 365,5 Gefangene“ *.1iäbcn,Strick1'n, Sticken 182,6; Kartonaacarbm 164,4; ökonomiswc Verrichtungen 146,3; Swnxtderct 137,5; Sckachtcl- fabrikation 127,8; Strob- und Sceamßarbetten 125,5; Taglobns- Feldarbeit 1065 u. s. w. Der reine Extras:,der Arbc1tc11 dcr Gch"- aenen in den Strafanstalten, welcher sick) er111cbt,_wcn11 voy dcn me nabmcn aus dem eigenen Gewerbebetriebe 11111 Hinzuziehung des Arbeitsvetdienstes der Gefangenen dcr Aufwand auf den (Bcwcxbe- betrieb und auf die Vcscbäftiauna der Gefangenen abgezogen wtrd, betrug im Jahre 1880/81 247 831 .“ gegen 248 813 .“ im Vor- Ybre; der durchscknittliche Arbeitkverdicnst cines Gefangenen auf das abr 103 .“ 84 41 gcgen 102 .“ 79 41“ auf dcn Tag (das Jahr zu ZW Arbeitstagen) 34,6 „_1 argen 34,3 *] WTM" nur 'die beschäftigten Gefangenen in Vetxacht gezogen, so berechnet ficb der Arbeitsverdienst des Gefangenen 1111 Jahre auf _110 .“ 16 ,! gegen 112 .“ 77 „1, täglich auf 36,7 „_! gegen 31.6 „1. Der Neben- verdienst der Gefangenen betrug im Ganzen 59110 .“ 65 „3 gegcn 59 217 .“, im Durchschnitt aus einen Gefangenen 28 .“ 4.1 „3 gegen 28 .“ 30 „5. Für erlaubte Kostzulagcn wurden von den Gefangenen

verrvendct im Ganzen 24 568 .“ gegen 27 246 .“, im Dixrcbschnitt von einem Gefangenen 11 .“ 70 Y gegen 13.“ 2 „„1. Dre sämmt- lichen Privatgelder der Gefangenen haben am 31. März 1881 42 057 .“ betragen. _ Bei einer Gesammtngl von 5974 Gefangenen und einem täglichen Durchschn109stande von MM,] bat die Zahl der in der Krankenabtbetlung behan- delten Kranken 1249, der in der Ambulanz bebandeiten Kranken 1885 betragen. Die Zahl der Kranken ist bei den Mannerrz durch- gehends höher als bai den Weibern, wäbrend unter dex freien Be- völkerung das umgekehrte Verhältniß stattßndet. Dre Zahl der Geisteskranken betrug 14, d. i. 2,3 auf 1000 Gefangene. Gestorben sind im Jahre 1880/81 28 Gefangene gegep 63 im Vorjabrx._ Am 31. März 1881 nahmen an dem obligatorüchen Schulunterr1chte 609 männlickyc und 102 Weibliche, zusammen 711 Gefangene Theil. 2111 dem Zeichnenunterrichte betbeiligten fich 111 Heilbronn 29 und 111 Stuttgart 39 Gefangene. _ Die Zahl der erkannten Diniplinar- strafen betrug 889, auf 100 Gefangene 42,3 (im Vorjahre 39,1). Der Bericht bemerkt zum Schlusse, daf; in den Landeögefängniffen insbesondere die Klasse der gewerb§m_äßigxn Yagabunden, welchc meistens zu jeder getrerblichen Arbeit unfäbtg, em m1ßltches Element set,

„Kunst, Wiffenschaft und Literatur.

Deutsche Tondichter von Sebastian Bach bis_auf die Gegenwart, 1101101“. EmilNaumann, Königl. Professor und Hofkirck)cn-Musikdirektor. Fünfte (Volks-) AuSgabc. 80. 255 Bogen. Preis geb. 3 .“, fein geb. 4 .“ Berlin, Veriag von Robert Oppenheim. _ Von dieser Sammlung dyn Lebensbildern der bedeutendsten deutschen Meister der Tonkunst 111 bereits die fünfte Auflage nötHiggeworden, was mehr als (1116 sonstigen Empfehlungen für die Beliebtheit des Buckzcs s*richt. In der That hat es der Verfasser derstanden, den Stoff so ntereffant ,und feffelnd zu gestalten wie möglich, Wenn man auch mit seinen Ans1chten bezüglich der neu- deutschen musikalischen Richtung und dem etwas gewaltsamen Versuch einsr Parallelle zwischen 311181 so hexerogenen Erscheinungen wie Meycrdeer und Richard Wagndr nicht einverstanden zu sein braucht. Des Letzteren großes epochemacdendeßk Musikdrarna .Der Ring des Nibelungen“ Hatireilich keine Würdigung mehr finden können, Weil die Vorträge, Weich den hier gebotenen Charakterdiidern zu Grunde liegen, geraume Zeit vor dem Bayreuther Ereigmße gebaltxn wdr- den find. Wagners Bild ist infolge desten auch das, unvoÜstandigxie, 031111er die älteren Meister und ihre Schöpfungen m großen, geist- Wilen Zügen treffend charakterisirt sind. ' , ' _

In'demselben Verlage erschienen: ., Mustkstudzen 1n Deut1ch- land *, von Amy Fay, aus Briefen in ' die Hetmatk) (autyrisirte deutsche Uebersetzung. 80. 13:1 Bogen. „PMS 11131). 2,50 .“, fein geb. 3,50 .“). _ Dies e Briefe geben ein iebxndiges Blld von den Beziehungen der amerikanischen Verfasserin, Welche 111 Dcutschlcznd Musik studirte, zu den hervorragkndsten musikalischen Persöniichkeifen der Gegenwart, 11316 LiSzt, Von Bülow, Tausig, Joachm) u, s. w. Sic werden daher von den weiten Kreisen der Verehrer.“ diescr Metster“ sowie von der großen Anzahl derjenigen, welche gleich der Verfaffertn xine der be- fpwcbsm'n Mufikschuien besucht Haben, schon um der v1elfache11 per- sönlichen Bemerkungen halber, m1tVergnuge11 gelesen Werden. Ueber- dies wird das mitunter spöttiscbe, aber me ungerechte Ur15€11der Verfafferin über deutsche Zustände auch außcrbald de).“ mustkalncden Kreise, zumal in dcr Frauenwelt, JUtereffe erwecken.

_ In dem diesjährigen Ostervrogramm des Gymna- siums und der Realschule 1. Ordnu'ng zu Rostock sieht dem Jahresberichte, betreffend das Schuljahr 1881 [118 Ostern 1882, die Schrift „1111111 111138111111 05 0101111831100 801111111 110310- (311181181 111 0111111111 5110111111 1111111016111 nupsr 11110111 8010g13111110 1110121101115 (]bytrasi 11111111 RSLTOÜI, 110810111111 1580. Herausgegeben von Dr. Gustav Timm" voran. Es ist dies eine 111111 dem ersten Rektor des im Jahre 1580 zu Rostock errichteten „Gymnasiums, M. Nathan beträus (+ 1598) für daffelhe i:1„latcin1)chcr Sprache adgefaßte Sckmsordnung, die von Dr. ,Ttmm 111 der Großherzogl. Regicrungs-Bibliotbsk zu Schwerin in emem Samwelbande gefunden und in dem vorstehenden Programm veröffentkcbt wdrdxn ist. Dieser äußerst scilencn und für die Kenntnis; der ersten Einrrcdtung des jetzt schon seit 300 Jahren in Rostock bcstebeqden Gymnasiums wichtigen und interessanten Schulordnung geht 1111 Verzekclynxf; der 70 11011 vaträus verfdßisnScbriften voran._De11 Schuinachrrchtem ersialiet von dem Direktor 131.51. E. H. Krause, cntnebmcy wir folgende Mittheilungen: Das Gymnasmm besteht au§,14 Klaffcn, indem es 2 Prime", 3 “Sekunden, 3 Tcrzicn, 2 Q110rten,2 Qutnten und 2Scxten besiizt, von dcncn Obcr- und Untkr-Prima, )owie Obcr- uxid Unter- Sekunda übcreinandcr bestehende Abtheilungen Einer Klasse 1111d. Der zum Gymnasimn gehörenden Elementarklassen sind 4, mdem dic dmden Klassen ] Paralicl-(Cötns sind. Die Rcalschulr ]. Ordnung 3111111 6 Klasen und 2 Parallcl-Cötus. Die Gesammtzndi dcr .1111_(811mna11um uwd an der Realschule gcgcbencn Wochenstunden beträgt 1111 S01n111er- wie im Wintersmncstcr 791. Am Gymnafium unterrichtcn außer dem Direktor und dcm Kondircktor, rvelcbe bcidcn Anstalten, dcm Gmunasium und der Realscbulc, gcmcinsam sind, 18 ordentliche n1iffcnschaftlichc und 5 tcki111ischc und Elemcntarlebrex; 011 der Rca]- fcbuic 12 ordentlilbc wiffcusclmftlikbc und 31echnijcbe chrcr. Für beide Anstalten sind (1117111111111 1 Turnlebrcr und ] Schulgeld- l*erech1icr. _ Die Zahl der Sibülcr betrug beim Bcginn dcs Sommerbalkjabrs 1881 bei dem Gymnasium 460, bei den Elcmcn- tarklaffen 193, bci dcr Rcalscbuie 226, in Summa 879; darunter waren Auswärtige bei dem (Hymnafium 92, bei den Elementarklascn 9, bei der Realschule 40, in Summa 141. Beim Beginn dcs Winterbalbjabres bciief fick) die Zahl der Sibülcr dcs 653111111101. auf 455 ,. dcr Elenicntqul. auf 214, der Nealfckv. auf 207, 111 Summa (1111 816, zum Ncu1abr aber im Ganzrn auf 864. Daru11tcr1varcn Auswäxttgc 111 S_umma 136, zur Zeit des 0101101315 134. 'Mit. dem Zcuamß der Reise ver- ließen das Gymnasium zu Michaelis 1881 9, zu Ostern 1882 7 Abiturienten; die 7610111131111: 1111 Michaelis 1881 3 Scbyler. Außer den Abiturienten vcrlicßcn die Sch11[1_' zu Ostern 1881 tm „Ganzen 44 Schüler. Der Gcsammtabaana 1n1 Winter 1880781, inkl, des 1 Gestorb, betrug 101; von Ostern bis Michaelis 1111 (55.111111 68, inkl. Abiturienten und 1 Gestorb, im (Hanzen_81. Jm 1111er- semester 1881-82 gingen 74 011, dazu 2 Todesfalic; dcr (Besamml- adznng, inkl. 6 Abiturienten, bctrna 82. . '

*- Die in Leipzig 11111 15. Avril er1ch1111cndc „Nr. 2024 der .Fllustrirtcu Zcituna“ enthält fo]gcndc_Abb11dunge11: _Zum 1(“-“'-jäbrige11 Geburtstag Fricdr. Jröbcls. Nach einer Lithographie rojn P. Rohrbach (Vcrlaa von (7. H. Schroeder_ 111 Berlin). _ Dze Grabstätte Friedrich Fröbclk1 111 Scbwcma bet Marienthal 111 Thu- ringen mit dcm crncuerten Tcnkmai. _ H. W. Lonafcllow, + am 24. März. _ Wicncr Bilder: Dic elektr11che Belc11chtuna_auf dem Graben. Oriainalzcicbnung 1111 W. 05.111113 _ _ Tie betden F.?- 111ili1'n. (Hemälde von Micdaci Munkacw. _Nakb'cmcr Pby_tq,1xavb1e aus dem Verlag von Cbarlcs Scdclmcxer 111 quis. (ch11c1ttg.) _ Deutsche Vertreter der Heraldik. varamsnk und Genealogy. 15 Porträts. .- Dcr Herinaskönig (111-Lake. 131111111111). _ “Angu- kanische Skizzen: Aufhebung einer chtye11schen (Nuclbylle 111 San Francisco. _ Merkwürdiges Kiribcnqefaß aus dem _Mittxlaltcr. _ Die altdeu1scbe Weinstube „Zum ancn vyn Axkadten' 111 Y_rank- furt a. M. Originalzeicbnuna von O. Lindbetzner. _ P 111016 Taylor Varnum. _ Kuriositäten aus den Gebieten der eraldtk, Numi9111atik und varagistik (Fin Magdebur er Fund. 1 Abbil- dungen. _ Polvtecbniscbc Mittbctlizyaen: Tas enmeffer mti verdeck- tem Korkiieber. .'1 iaurcn. _ Schwarzwälder Uhr nach amerika- nischem System. 2 Figuren. _ Neue Gartenmöbzl aus Naturholz. 3 Figuren. _ Instrument zur Dckmfektion der Wgnde von Kranken- zimmern. - Moden. Brillante Hoftoilette bei emer großen (Hala- cour. _ Himmcwcrscbeinungen. Stand des Planeten Uranus An- fang Mai 1882.

Land: und Forstsvirtbschaft.

Dr R ck astskcticbte ch Präsidiums der badischen la nd- wirtbstxafctlcincsbcbche1111.11stelltentnimmtdieKatljtuberZeit-ng

einen Außxug, aus dem wir nach der „Köln. Zia.“ Fol endes wiederczeberz: Es wird in dem Berichte angeführt, daß„fich das abr 1881 fur dte Landwirtbe in mancher Beziehuna erfreultcber gestaltet babe (xls seme Vorgänger. Insbesondere sei in den Ertrggen des Wetn- und Obstbaues eine namhafte Befferung zu verzetcbnen gewesen; dagegen habe die Getreideernte den Erwartungen nicht 111 dem erwunfcbtetz Maße entiprockzen; auch die Futtererträge seien bmter de_m Durchsch1ntte zu- rückgeblieben, sodaß man sich theilweise zu einer Vermmderung des Viebstandes ,abe entschließen müssen, was der den nie- drigen Viebpreisen nicht ohne Verluste babe geschehen können. _Aucb durcb Ungeziefkr, insbesondere Mäuse, seien die _Ernte-Ertraaniffe vielfach geschmälert worden. Für Förderung der V1e_bzucht (Gau- unternehmen und Jarrenmärkte) find erhebliche Betrage aufgeWandt worden. Zur FördérUNg des Molkereiwesens Waren im Vor- anschlag 1200 .“ vorgesehen, fanden aber nicht vol1e Verwendung, da der Moikereikursus in Binningen wegen Erkrankung des, betreffen- den Lehrers ausfallen mußte. Die Ccntralstelie bat eine Anzahl blecberner Milchgefäße zur probewcifen Benußung durch die Bezirksvereine ancieschqfft, ebknso Thermometer, Lupen und Meß- giäschen für Labfiüsérgkeif. Im Ganzen wird festgestellt, daß Seitens der Landwirt ,e dem Molkereiwesen größereAufmerksamkeit als früher zugewandt wird. Die seit zivei Jahren ins Leben getretenen Bezirks-Weinausstellungen finden Anklang und wirken be- lehrend auf bessere Wdimbebandlung; dia Ccntralstelle betbeiligte sick) dabei durch Bereijstklluna von Krügkn nnd Diplomen als Preise. Hinsichtlich der (Einführung neuer Kulturpfianzen wird berichtet, daß die Centralstelie aus Schnwdcn einige Centner Kartoffeln bezog, um sie den Schmutzwalddezirken, die annäHernd Zlcicbes Klima Haben (Haudtsächlich kurze Vegetationßzeif) zu An- auvkrsuckyen abzugeben; d1€1c fielen aber im, ersten Jahre nicbk gerade günstig aus und ein Versuch im 111101211 Jahre Hatte im aÜgemeinen dasselbe Ergebnis?. _Mit aus Böhmen bezoZenen Ge- treidearten wnrdengleickzfalls Vermche gemachk, und „es hat 1115 hierbei eine Hafersortk (Umcahafer) ganz voxzüglici) beWabrt. Mtt'beson- derem VLMUÜJLU vcrzeichnet der Bericht die Thatsache, daß dre 30111 der ländlichen Kreditvereine fick,) vermehrt habe und daß mit der Gründung [andwirtbsäoaftlicher VecbrauchSvcrcme crnstliche und praktische Anfänge gemacht Wurden.

Von der Elbe, 10. April, schreibt man dem „Hamb. Cork,“: In den Gcsstkirchsvielen zwischen E15? und Eider ist der Stand dCs Roggens zur Zei“. an vielen Stellen Wenig crfreulici), troßdem er noch in den lchc'n Wintermonaten zu den besten Hoffnungen 111-rech- tigte. Namentlich auf hohen, sandigen Feldern wird der Roggen stark von einem Wurm abgefreffen, und es ist dadurch auf solchen Schlägen nicht nur ein dünner Stand hervorgerufen, sondern es sind 11115.) Blößen von beträchtlichem Umfange entstanden. Am schlimmsten ha_uft der Wurm in solchen Schlägen, wo Roggen nach Buchwäzen ge1äet ist, oder wo dcr Boden sonst sehr locker und Porös sicb erweist._ Da _es bereits zur (81111001 von Sommerroggen zu spät gcivorden 1st, steht man sich vicler Orten genöthigt, solche Schläge umzustiirzen und eine Sommerfrucht einzubringen. Immer- Hin ist der dadurch enkstandcne Schaden, abakseben Von der verloren gigangenen Saat, ein recht beträchtlicher, da die Fruchtfolge außerdcm in Unordnung gebracht wird. Der Klee ist iiberal] 111111 aufgekommen, und bedarf es nur einer Reihe von Warmen Tagen, um ihn i111Wachstbum 19 zu fördcrn, daß unter An- dauer des guten WSÜUÖ das Viel) zu M01 0116getrieben werden kann. Die vielen Stauwiosen [affen gat an, sie zktgen ein üppigercs Grün als im Mai des vorigen Jahres. Die Kartoffeln sind an vielen Orten nicht 11111: in den Gärten, sondern auch schon auf den Feldern gepflanzt. _ Der landwirtbschaftlicbe Vercin für Schenefeldt und 3Yadmnarsäyen wil] unter Leitung des 01“. E111mcrli11g-Kicl auf dem „,ofe Jarsdorf im Gute Hancran eine landwrrtbskhaftliche Vkrsuchs- station errichten.

_ Neuerdings konsiifuirtc fick) cin „Mecklenburgiscber Reiter-Vercin zu Wittenburg." Derselbebczweckt, Rennen zu veranstalten sowie auf die Verbesserung der _ferdezuckot hinzuwirken. Zn Betreff der Wsttrennen gilt das prequche Realement für die Flacinennen und Rennen mit Hinderuiffen. n der Spitze des Ver- einS steht ein aus 9 Personen bcstebendcr Vorstand, dcffen Prases Graf von Bernstorff-Raguti) ist.

Wien, 13. April, (W. T. B.) Nach d_e;1 vorliegenden Nach- richten haben die WitterungSverbältnimc dsx [ckden Tage weniger geschadet, ais vielfach befürkdtet wurde. Die Berichte aus Böhmen und Ungarn meldkn übkreinstinnuend, daf; dte Gc- treidesaaten bereits so ackcäftiqt find, das; die niedrige Temperatur und die SchneefäUc denselben kcincn crnstlicben Schaden zufügen konnten. In Galizien baden 11111 _die Obstbäume und der Raps theilweise gelitten, dic Getreidesaatcn 1'111d ganz unversehrt.

Serajewo, 12. April. (W. T. B) Durch Ministexial- erlaß wird die Ausfuhr von Pferdcn, E11Zln und Tragtbteren aus BoSnien und dcr Herzegowina nach Srrbn'n und Montenegro bis auf Wcitcrcs verboten.

Gewerbe und Handel.

Die bisher in Langensalia _untcrLcitungdcs Direktors Jensen bcstandcne Bauae1vcrf-, Ma1chinen- und Müdlcnbau- Schule ist nach Neustadt 1.211. verlegt und natd dort am 2. Mai eröffnet werden.

_ Dic „„New-Yorker 8117142310." ("11111111 sich in ihrem vom 31. März d. J. datirten Wochc11bcrickt über die Geschäfts- lage folgendermaßen: Bis a11f_ kurze Unterbrechungen dcr scit Mitte dieses Vionats l'errscbcndcn Paußc 1111 dcr Aktienbörse_ und der Wiüigkeit dec; Geldmarktcs, Veränderungen, d1'11cn__1111r geringe Trag- wcitc [*cizunicffcn ist, bleibt die allgemcmc Gescbastx'lagc genau so, wie wir fie zuleyt geschildert baden. Ohne 1111) Wetter 311 erstrgckcn, hält für einzelne chigc des Handels d1c Bcffe1u1m_a11, u'1d hatten die Svmptomc für eine endliche Hcdung dcr Crporm'crrc nicht so oft getä11sÖt, so würden wir auf eine Crxnattung de_r Weizcn- und Baumwoll- preise neue Hoffnung auf versiarktx Ausrudr 1x12cn. Wenig_be- fricdigcnd, wic demnach die gegenwartigen Verhaltnisse smd, 11ebt 111.111 doch mit voller Berechtigung der Zukunft vcrtraucnsvoll cnt- gegen und dem entsprechend bebt sicb auch in fast_al]en Kreisen die “Stimmung von Tag 111 Tag meim, _ Das Gcscbäit am Waarcn- und Prodnktcnma rkt mus: 11e1e Wocbc_i1_n Ganzen genommen als rubiz keicicbnct werden. Das .Ervortaewbaft in Wc1zcn war fror. eines Rückaangcs der Preim 1011 unbedeutendem 11111f.111,1 wah- rend Mais nach dieser Richtung maßmchacbtuna fand.. Frach'traten sind nicdtiacr und für volle Getreideladungen ist nur ext) S_chiff ac- cbartcrt worden. In Baumwvlle nal1m,kas Gcscbast 111 effek- tiver Wanke sowic in Tcrmincn ci11c11 ruhigen Vcrlguj. Brasil- Kaffces batten ruhigen Vcrkebr, während von rc11_11ch111ccke11d111 Sorten Marafaibos fester, Laquavra nnd Central-Amcrtkaymbc cker fiaucr und ostindiscbc ganz leblos waren. Der Markt fur Rob- 1uckcr war Anfangs rubin und fest, (1111 Schluß 1edo_cb_1cb_baft upd steigend. Schmalz hat bei 1ebbaftc1n Cvei'ulanondacwbaft tm Pxetsc angezogen, fand aber für Errort nur 1101111 Bt_qextung; Schweine- ficiscb, Speck und Rindfleisch waren vcryacblamgt und nominell. Tervcnlinöi sowie alle Sorten Harz i*.1bc_11 tm Werthe angeéogen und [Oließcn in sehr fester Haltung. Dcr Hovfcnmaxkt_it unver- andert still Raff. Pctrolcum klau. Das (chcl'aft 111 fremden Manufakturwaaren war in cinz_clnxn Btancbcxi bcfriedi end, ließ dancgcn in anderen zu wünskbcn 11111111; einheimische Fab kate begegneten recht guter Frage. Der Import fremder kafwfse für die bcute beendete Woche betragt 3452 557 Doll. gegen 2641077 in der Paraliclwocbe des Vorjahres. '

Dortmund, 11. April. (Es. Ztg.) Tn Situation des Eisenmarkts bat sub in den [ginn acht Tagen nicht verändert, da weitere Preisrückzan e mch enmrtrcttn smd. Gießereieisen und Luxemburger Roheisen abcn dre altcn Preise behauptet und dadurch wesentlich dazu beigetragen, die Abwärtsbewegung aufzuhalten. Die

neuesten Meldungen vom Robciicnmatkt in England und Schott-