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Kreisordnung und der zu erlassenden ähnlichen Gesc e ist ein us 11
aus dem Ordinarimn von 284 076 .“ ausgeseßt. Ausden Auffoézstuégsß- fonds siiid zu zahlen 87 000.44 ge en 77 950.44; für das Landamm- und Korn endemvtsen werben erfor : 528 328.“ gegen 461 780.4; ur Unter tung des Standebauses und zur Bestreitung der auf dem-
elben ruhenden öffentlichen Lasten 2000.“ gegen 1900 im Jahre 1881.
Knu'ft. Wissenschaft_uud Literatur.
Von dem Eisenbabn-Postgewv, Gesetz vom 20. Dezember 1875, betreffend dix Abanderung des §.4 des Geseßes über das Postwesen des Deutschen Reiches vom „28. Oktober 1871, nebst den Vollzugs- bestimmungen und den Bestimmungen über die Verpflichtungen der Eisenbabqen untergeordneter Bedeutung zu Leistun en für die wecke des Postdienstes, Lst soeben eine neue korrekte xZlusgabe in , von (!JckeYéerlag (Marquardt u. Schenck) hietselbst erschienen., (Preis
, 5
-- Die in Leipzig am 22. 53in11 erscheinende Nr. 2025 der .Jllustrtrten Fertung“ zntbalt folgende Abbildungen: Erb- prinz_Georg von chaumburg-Lippe und seine Gemahlin, Prinzessin Maria Anna von Sachsen:?lltenburg. - Geb. Rath Prof. Dr. Beneke, der Föxdexer derKinderbe11stätten an den deutschen Seeküsten. - Die anenwartig _im Bau begriffene Kinderheilstättc zu Wyk auf der Insel Föhr. Originalzeicbnung von G. Tbeuerkauf. -- Auf der Hofjagd m der „Göhrde: Das Abschießen der Sauen auf dem LaufplcÉz. Ori- Éyalzetcbnung von Ludwig Beckmann. - Von der St. otthard-
isenbabn. „3 Abbildungen: 1) die Partie bei Daio Grande und 2) die Eniwickelung der Bahnlinie bei “Polmengo. ach Zeickpnungen von J. Ntxrxkex auf Holz gezeichnet von Ernst-Heyn; 3) Entwickelung der Bahnlinie tm Monte-Piottino. -- Wiener Bilder: Das neue Palmenhaus im Schloßgarten zu Schönbrunn. Originalzeicbnung von W. Gause. -- Friedrich Drake, + am 6. April. -- Friedrich Kücken, am 3. April. -- Die Hinrichtung des Nibilisten Suchanoff M' Kron iadt. Nach einer Skizze von St. Schamota. - Sieinme - eichen. 10 Figuren. -- Kuriositäten aus den Gebieten der Herald k,
umiSmatik und Sphragisiik. Das Cantoreisiegel von LeiSnig. -- Moden. Moderne Damenhüte für das Frühjahr. 6 Abbildungen. -' Himmelserscbeinungen. Lauf des neuen Kometen vom 18. März
bis 1. Juli. GeWerbe und Handel.
Die „New-Yorker Hdls.-Ztg.“ äußert sich in ihrem vom 7. d. M. datirten Wochenbericht folgendermaßen: Ueber das Ge- schäft am Waaren- und Pxoduktenmarkx ist nicht viel Neues von spezieÜem Interesse zu berichten. Die Hausie in Brodstoffen dauerte fort und für Export ist daher, trotz der festeren europäischen Berichte, wieder berhältnißmäßig Wenig gethan worden. Für Getreide- Fabrzeuge zeigte sich deSbalchnig Frage und ist für volle Ladung nur eine Befruchtung berichtet worden. Petroleuméraihten sind neuerdings matter. Baumnwlle in disponi ler Waare sowie in Terminen batte ruhiges Geschäft. Robzucker bat trotz “augenblicklich Keiner Frage im Werthe angezogen und schließt sehr fest. Brastk-Kaffees haben vorwöchentliche Schluß- notirungcn nicht behaupten können, Westindiscbe und central-ameri- kanische Sorten hatten schleppenden Abzug und ostindiscbe Sorten verkehrten in flauer Haltung. FÜr Terpenünöl ist bei aufgeregtem Markt ein weiterer Avanz etablirt worden, während Harz guten Exportbegebr hatte und ebenfaüs etwas höher ist. Für Schmalz sowie Schweinefleisch gab sick) mehr Frage Seitens Ver cbiffer kund, Talg hat im Preise angezogen und Rindfleisch und Spe smd ruhig. Ueber fremde Manufakturivaaren ist nichts Neues zu berichten; einheimische Fabrikate waren stiÜer. Der Import fremder Web- stoffe beträgt für die beuie beendete Woche 2 822 544 Doll. gegen 1905 907 in der Patellelwoche des Vorjahres.
Wien, 19. April. (W. T. B.) Auf Beschlu der Börsen- kammer findet die Sonntagsbör e am 7 ai, die leyte Abendbörse dieser Saison am 13. ai stati.
Antwerpen, 19. Avril. (W. T. B.) Wollauktion. Angeboten 6335 Ballen australische WoÜe, verkauft 5228 Ballen. Die reise der [eßten Londoner Auktion blieben voll behauptet.
onstantinopel, 19. April. (W. T. B. Der Verwaltungs- ratb der Bondbolders beschloß, die „am ]. ebruar und 1. April 1882 mit und ohne Treffer gezogenen türkis chen Loose mit dem vierten Theil ihres Nominalwerthes einzulösen und überdies am Jahresscbluffe einen Weiteren, von den eventuellen Einnahmen ab- bängi en Betrag zu zahlen. Dieser Beschluß gilt auch fiir die Folge. Der Zahlungstermin wird später bekannt gegeben wvrden.
Verkehrs-Anftalten.
Triest, 20. April. (W. T. B.) Der Llovddampfer ,Apolla“ ist heute Vormittag, 103 Uhr, aus Konstantinopel hier eingetroffen.
Southampton, 19. April. (W. T. B.) Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd „Neckar“ ist hier eingetroffen.
New-York, 19. April. (W. T. B.) Der Hamburger Postdampfcr , Gellert“ ist hier eingetroffen.
Berlin, 20. April 1882.
Ein wichtiges Ereignis; wird sich in den nächsten Tagen auf dem Gebiete des Verkehrslebens vollziehen. Nach einer Bekanntmachung des Staatssekretärs des ReicN-Poslamts wird am 23. d. die erste direkte Telegraphenverbin- dung zwischen Deutschland und Amerika dem Be- triebe übergeben werden.
Die Beförderung der tel-graphischen Correspondenz wischen den genannten Ländern geschah bisher auf dem unter eeischen Wege von Emden naxh Lovestost an der Ostküste Englands, von dort auf der oberirdiichen Linie durch England, sodann unter- Leeisch durch den St. Georgskanal und demnächst wieder oberirdisch
urch F**rland bis Valentia, dcm Anschlußpunkte der trans: atlantXchen quel. Fortan wird dieselbe lediglich unterseeiscb, von Emden bis Valentia und von dort bis Amerika erfolgen. Auf Grupp eines Vertrages zwischen dem Reich?- Postamt und der Vereinigten Deutschen Telegraphen-(Hesellschaft ist von der Le teren zmischen Greetsiel bei Emden und Valentia an der iri eben Küste ein 880 Seemeilen langes direktes Kabel gelegt worden. Hierdurch, sowie durch Anmiethung eines der von Valentin ausgehenben lransatlantiscben Kabel bis um hre 1900 isi eme unmittelbare telegraphi che erbindun?t D8utschlands mit Amerika hergesteüt. Dieses Ziel i seit ungefähr 7 Jahren erstrebt worden. mJahre 1876 wurde von dem Reichs-Postamt anfänglich die egung eines eigenen Kabels zwischen der deutschen und der amerikanischen Küste, entweder durch den Kanal la Manche, oder oberhalb der Nordküste Schoitlands geplant. Die Kosten eines solchen Kabels wiirden etwa 25 Millionen Mark betragen haben. Damals wuxden nur ca. 30000 De- peschen gewechselt, eine Zahl, die sich in'Wischen allerdings versünffacht hat. Immerhin erschienen jene niagckosten diesem Verkehr L:?eniiber zu erheblich. Es wurde deshalb die Legung eines Ka s bis Valentin und die Anpachtung eines der vorhandenen oceanischen Kabel vorgezogen und von dem Reichs-Postamt ein bezii licher Vertrag mit der ver- einigten deutschen Tel rap en-Geseilschaft im vergan- enen Sommer abgeschlo en. Den umsichtigen und rasi- sen Bemühungen des Direktors derselben, vr. Lasard ist es gelungen, in der vorgeschriebenen kur en Heir die Herßeliung und Legung des Kabels sowie den nsch us; in Valentia zu vollenden. Dur die neue direkte Linie wird für den Telegraphenvetke r Deutschlands mit Amerika eine schnellere
und zuverläsfigere Verbindung geschaffen, weil dieselbe von dem Verkehr anderer Länder nicht abhängig und den durch S_tiirme und atmosphärische Elektri ität auf oberirdischen Lupen verursachten Störungxn ni t ausgesest ist. Ein we1terxs wichtiges Ergebniß dieser Linie besteht darin, daß nach ihrer Eröffnung die Gebühren für Telegramme von Deutschland nach Amerika wesentlich ermäßigt und denjenigen gleichgeßellt werden, welche in den unmittelbar am Ocean belegenen Ländern, England und Frankreich zur Erhebung kommen. -
_Berlin, im April 1882. In den Tagen vom 4.-6, April ist die jahrltche Plenarversammlung der Centraldirektion der Uouumepta (3611111111188 bier abgehalten. An derselben bexbeiligten fich Prof. Dümmker aus Halle. Gel). Rail) Prof. von Giesebrecbt aus Müncben, Prof. Hegel aus Erlangen, ?ofratb Prof. Maaßen und Hofrath Prof. Sickel aus Wien, von iesigm Mit- gliebern Geb.Dber-Regterungs-Ratb Direktor der preußischen Staats- archive von Sybel, Prof. Wattenbach und der Vorfißende Geh. Regtetungs-Ratb'Waiy. Durch Unwohlsein verbindert war Justiz- Rath 131-„Euler in Frankfurt a. M., durch eine wissenschaftlicbe Reise nach Jialten Prof. Mvommsen,
. Dre Centraldireknon 50Min diesem Jahr den Tod 15168 Mit- alrebes, des Prof. Stumpf-Brentano in Innsbruck schm-exzkicbft zu be- kiagexi, der sicb wie an der neuen Organisation derselben so an den jahrlichen Versammlungen stets mit dem regsten Eifer betbeiligt hat, uni? dessen Andenken AUen, die ihn kannten, ein besonders wertbes bleibey wird. An seine Stelle hat die Akademie der Wiffenschaften zu Wien, die _er vertrat, den oben genannten Hofrath Prof. MEaßen gxwablt. Eine, besondere Freude erregte es, Hofrath Siekel, den langeres Kranksem zwei Ja re lang von den Versammlungen fern- gehalten hatte„die8mal wieder hier begrüßen zu können.
Veröffentlicht wurden in dem verflossenen Jahr
von der Abtheilung 411610163 avtiquisaimir
1) k1'01111 7. 1). 1. „1011181118 1101118119. 86 (466168. KSQSUJUÜ
1111301101118 1101111118611; von der Abtheilung 871111110168:
2) 10111118 FUL;
3)1771111111111111 16111111 goßrarum 8830816311101 1151-13. 13611110 166121181111; (160131118 7711162;
von der Abtheilung boxes:
4) 8601-10 11. 0811111118118. 165311111 8131160111111 (1811110 6611114“. 41116- (1118 1301611118. f1*0111i ]. 119.18 1101";
- Von der Abt" eilung 1311110111519:
5) Die Urkunden dxr Deutschen Könige und Kaiser. Ersten Bandes ziveites Heft. Die Urkunden des Königs Otw1. (bearbeitet von Theodor Stokes);
von der Abtbeilung 4111100113108:
6) 13081118 11911111 11671 (381011111. 116681181116 191118817118 1311111111161. '1'01111 1. ])8-1'8 08681101";
von dem euen Archiv der Geseüschast fiir äktere deutsche
Geschichtskunde:
7) Band 711. in 3 Heften. „
Die Zahl der so gelieferten Bande ist größer als in irgend einem der fruheren, Jahre, wie denn von den gleichzeitig in Angriff genom- menen Arbeiten nun immer mehr sich dem Abschluß nähern. Auch die folgende Uebexficht' über die Thätigkeit in den einzelnen Abthei- lungen giebt dafur Weiteren Beleg.
In der Abtheibmg 4111100168188 unter Leitung des Prof. Mommsen, dessen Auögabe vom Jordanis schon erwähnt ward, ist- außerdem der Druck des Avitus, bearbeitet von 131". Peiper in Breslau, bis auf die,Jndices und Vorrede vollendet, weit vorgeschritten der des Ausonius von'Prof. Schenkl "in Wien, des Symmachus von Prof., Seeck in Greifswald. Demnacht, beginnt der der prosaischen Schu ten desnFortunat von 131", Jaco 1 und des Sidonius von 131. Lütjo ann. Fur Ennodius' hat „131-. Vogel die Handschriften in Brüssel und London bennutzt, zugleich 51er und in Cbeltenbam einige andere Arbeiten angeFubrt. Die Bearbeitung des Claudian bat 131'. Birt in Marburg ubernommen und angefangen, sich über das fehr reiche handschxiftliche Materia! genauere Auskunft zu Verschaffen
Dre bon dem Vorsißenden der Centraldirektion geleitete Abthei- lung der ZQriptoreZs hat in dem voUendeten 13. Band nur einen Tbeil der Yachtrage an' Amialen und größeren Chroniken geben können, die fur dteKarolingisch6,1ächsische und fränkische Periode vorlagen; auch das (311101116011 1416118136. dessen neue AuSgabe 131". Simonsfeld in München besorgte, bat bier nicht mehr Platz gefunden und eröffnet jeizt den 14.,Band, dessen Druck erheblich vorgeschritten ist. Noch weiter aber ist der 26. gelangt, der für die Sammlung der (Geschichts- scbreiber ch 12. und 13. Jahrhunderts alles das zusatnmcnfaßt, Was bei französischen Autoren an Nachrichten für die ReiÖSgefchichte sicb findet. Die in Betracht kommenden Stücke der 1311011118 von Wil- belmus Brito find hier von 131". Pannenborg in Göttingen bearbeitet, zahlreiche CoÜationen von A. Molinier in Paris beigesteuert, die fran öfiicben und provenzalischen Texte, die Aufnahme forderten, bon Yrox. Tobler rcvidirt, der zugle'icb die sprachliche Bearbeitung der * eimDronik des Flandrer Philippes Mouskct übernommen und die einzige vorhandene Handscbnft in Paris verglichen hat. Außerdem ist 131-. Holder-Eg er vorzu sweise bei biesem Bande tbätig gewesen. Derselbe hat 10) au erdem mtt der Bearbeitung des Sicardus und Eglimbene" für den späteren Band italic- niscber Autoren bescba tigt, wahrend 131'. Simonsfeld in Facnza und Bologna das bands ristliche Matexial für die „Annales Kaysutwi dcs Tbolosanuö ausbeutete und so glucklicb war, einen älteren, längere Zeit vcrschoüenen Kodex im Be» des Grafen Ferniani zu finden, der die Benußunxx in liberaler eise gestattete. Nock) vorher aber werden die engltjckzen Autoren, ,mit denen sich fortwährend Prof. Yauli in Göttingen urid 131". Liebermann cifri beschäftigen, zum
ruck gelangen. Für die 71188 der stgufiscbcn Zeit ist Prof. Ranke inMarburg tbätia gewesen, indem er die bekanntanandschriftcn der V. Engelberti und einige 'der wichtigsten von den ücbern über das Leben der 5. Elisabeth verglich. - 230 sowohl Prof. Tbancr in Innsbruck imc 1)1'. Bcrnbcim in Göttingen durch andere Arbeiten an rascherer Förderung der von ihnen übernommenen Außaabe der Streit- scbriftcn des 11. und 12. Jahrhunderts behindert sind, hat die Central- direktion beschlossen, die seit längerer Zeit vollendete Bc- arbeitung des gcwöbnlicb dem Waltram zugeschriebenen Buch:! 136_ unimts ecclezias von 131'. Schwenkenbecber in Glogau zunachst in einer Oktavausqabe besonders erscheinen zu lassen. _ In der neuen (dritte11)Oktavau8gabe des Widukind konnten zwei längere Zeit verlorene Blatter der Dresdener Handschrift benuyt werben; an zweifelhaften SteUen war der Codex in Monte Cassino neu verglichen. _ Von den 861111101128 16111111 110101111 168111111 hat der Druck des ersten Bandes mit der lange erwarteten Bearbeitung 'der 1113101111 Francorum des Gregor von Tours von Prof. Arndt in Leipzig begonnen. Daran wird sich die große Kompilation bes soge- nannten ?redegar mit ihren ßorZevungen anschließen, über welche der Herauegwer 131. Krusßb im . ande des Neuen Archivs ausführlich aebandclt bat. Da cb manche Abweichungen zwischen den Kollationen des vorzugsweise in Betracht kommenden coäe: ()!-1101110111800- in Paris und dem Abdruck, den Monod veranstaltet bat fanden, bat der Direktor der Pariser Naiionalbibliolbek, Leopold Delislc, der bei Leder Gelegenheit die Arbeiten der “01111111st freundlich unterstü xt, ie große G älligkeit gehabt, über alle zweifelhafte Ste en die genaueste uskunft zu geben. Auch die Bearbeitung der (Jena regnm Francorum ist so gut wie fertig, eine wichtige Handschrift in London von Dr. Vo el und 131'. Peters verglichen. 131. Krusch wird demnächst die kle neren Schriften Gregors m Angriff nehmen.-
ur die Sammlung der deutschen Chroniken bofft_1)r. Schröder die . aisercbronik im Lauf des nächsten abres zum Abrcblu zu brin en; [)!-_. „Lichtenstein hat das bandscb ftlicbe Material ür Otto ars steirtszbe Reimcbtonik, zuleßt bei einem langeren Aufent alt in Wien, vollstandig gesammelt; Aribiv-Ratb Wvß in Darmstadt die Bear-
beitung der Limburger Chronik vollendet, so daß dieselbe demnächst
in den Druc_k gegeben werden kann. -- Als Mitarbeiter tritt bei dieser Abtheilung 131,2 rancke aus Kiel ein. der sicb durcb Vescbäfti. guncßt Ziaitt der latemi chen Poesie des Mittelalters bekannt ge- ma .
Die Abtheilun u erfreut fich der Vollendung eines ersten Theiss der neuxn «rita» der Cayitularien von Prof. Boretius in Halle, der bis 311111 EnYe der Regrerung Karls des Großen geht, Der Druck der zweiten Halfte des Bandes wird im Laufe desJabres wieder aufgenommen werden. Auch die Formeln in der Bearbeitung des. 131-. Zeumer find, soWekit sie der Merovingischen Periode und der
ett Kaxls des Großen angehören, gedruckt; mit den sogenannten
arpenxterfchen sZkormeln, die mit Hülfe des Direktors Scbmiß in wxsxntltch verbe cxter Gestalt erscheinen -- derselbe veranstaltet gleich- zeitig mit Unierftußung der biestgen Akademie der Wissenschaften eine pboiotyptsche Ausgabe des _großmtheils in Ti-roniscben Roten ge- schriebenen Coke); -- wird cm erster Theil abgefchloffen und demnächst zur AuSgabe gelangen.
_ In dex Abtheilung 1311110111801- unter Leitung des ostatbs Prof. Stckel exschienen die Urkunden Otto 1. bis zur Kaiser tönung. Hof- ratb, Sicke! selbst, erlangZe Zutritt zu dem lange verschlossenen Vattkcxmschen Arcbw und uberzeugte sich hier awc!) seinerseits von der Echtheit dex bßrubmtcn Urkunde Otto 1. für «pst Johann R11, uber dte er 111 einer be'sonderenAbbandlung aus " rlich bandekn wird. Außerdem beutete er die Cbartulare von Farfa und Subiaco aus und geWann manche Ergänzung früherer orscng. Später hat Prof. Kaltenbxunner, der sich für andere wecke in Rom aufhielt, im Kaprtelarckytv von St. Peter mehrere bisher unbekannte Kaiser- urkrznderi gefunden. Von den bisherigen ständigen Mitarbeitern schecdet ]etzt131'. von Ottenthl aus; die Bearbeitung der O1toniscken Urkund'en wird aber nach Kraften weiter gefördert werden.
Die Abtheilung 1351510145 unter Pros". Wattenbackys Leitbmg be-
. ginnt soeben den Druck des Registrum Papst (Gregor 5.656, mit dem
sich 131", Ewald „seit einer Reihe von Jahren besÖästigt bat, wäbrend er glerchzeittg fur die neue AuSgabe von Jaffés Papstregesten die kaundeii und Briefe dieses und der folgenden Päpste bearbeitete. Die Briefe Johann 7111. im Vatikanischen Archiv bat 131-. Man ver- glichen. 131". Nodenbxrgs AusZabe der von Periz gemachten Abschriften aus den Regesten spatexer Pabste nähert sicb dem (811116 der Regie- rung Gregor 111, womit der'erste Band abgeschlossen wird.
_Pr'of. Dummler hat in der von ihm geleiteten Abtbeilung 4116100168188 d1„e Sammlung der 13001116 14361111 8.871 031011111 mit der zivetten „Halfte„ des ersten, Bandes bis zur Zeit Ludwig bes Fronimen Hinabgefuhrt. Es smd außer kkeineven und namenlos uberlieferten Ged1ch12n dte Werke des Paulus und Petrus diasonus, des Paulmbs von Aquileja, des Alcuin, Angilbert, Naso, Thebduls', Aedilvuxf und Smaragdus, die bier bereinigt, aus zahlreichen, Hanbscbrrfteii krttisch gereinigt und erläutert wvrden find. Ein zweiter Band, der im Lauf des Jahres z11m Druck gelangt, wir? bis.gegen 860 reichen, so daß, wie sich je t beraus- stellt, nocb em dxitter erforderlrcb ist, um das reiche Ma erial, das großentbeils „bereiis gefummelt ist, vollständig zu geben. - In der- selben Abtheilung Werden die Verbriiderungsbiicber von SangaÜen, PFaverS und Renhenau, von 131. Piper in Altona bearbeitet, dem- nachst zum Druck gelakngetz, Wahrend gleichzeitig für die Nekrologien der Alamanntschxn Bistbumer 131. Baumann in Donaueschingen die begonnenen Arbe1ten fortsetzt.
Dxr 7. Hand bes Neuen Archivs unter Prof. Wakkenbachs Redaktion 611157111 156118 vorbereitende Untersuchungen über einzelne QueUen, wie die schon erwähnten von Krusch iiber Fredegar, von Wariszer Yuselws095m episooporum [4800181181110], von Watten- baib uber osterretcbiscbe Annalen; außerdem Abhandlungen bon Nurnbergxr, ub'xr verlore'ne'Handscbriften der Brikfe des Bonifaz, von Manitius uber karolrngrsche Annalen, Mittheilungen über Papst- 11"rkunden vqn Löwenfeld und von Zflugk-Hartung, kleinere Auf- satze berichtedenen anglts von ümmler, Ewald, Francke, Zblder-Egger, bern inzwischen verstorbenen D. König, W. Meyer,
tmonsufeld, Wtbmann, W111, Wyß und anderen.
„GroßereRersen find 'in dem verflossenen Iabr außer den schon erwahnten nicht exforderltck; gewesen. Einzelne Mittheilungen aus spanischen Handschriften konnte 1311. Ewald auf einer zunächst für andere Zivecke "unternbmmcnen Reise für mehrere Abtheilungen machen. In Rom gewahrt: 1th wie früher 131“. Mau wiederholt cine sebr dankenswerthe' Bcihiilfe.
"Handiebriften aquärtiger Bibliotheken und Archive konnten durch foalligkett der Vobstcber und, wo es nötbig war, gewogentliche Ver- mttielung des Außwarttgen 21th „hier benutzt werden aus Breslau, Freiburg, Karlsruhe, Cöln, Matbinaen, München, Nürnberg, Stutt- aaxt, Wernigerode, Wolfenbüttel, Wien, Sangallen, Deventer, Haag, Letd_en, Paris. Andere wurden den Mitarbcikern an ihrem Wohnort zuggnglicb gewacb't 1101) so das große nationale Werk in mannigfacher Weise von Einheimischen und Fremden gleichmäßig gefördert.
„_ §I'lm_51)kittwoch Voxmittag bcficbtixktkn Jbre Kaiserlichen und Koxniglt chen, Hobei'tcn der Kronprinz und die Kron- pxtnzesstn im „Atelier des Landschaftsmalers Chr. Wilbcrg die beiden Dtoramcnbtlber für die Hygieniscbc Ausstellung, das Innere der Cachalla-Tbcrmcn und das Caldarinm darstellenb.
Iii der nachsten Woche kommt der Doccnt 131". Alabaz von Post btcxber, um als Vertreter Ungarns die ungarische Abtheilung der Hygiene-Aussicllung zu ordnen und die Intereffen der ungarischen Aussteller wahrzunehmen. Zusammen mit 1)r. Aladaz trifft ein von der. Stadt Pest deputtrtcr Ingenieur bier ein, da die ungarische Ab- xbetlmrg besonders reichbaltig und vielseitig sein wird. Interessant ist cin Staatsbabixwaggon mit Rettinigswcrkztugcn, der nach den Angaben des Sanitäts-Ratbs von Csatarg zum Transport von Kranken und Verwundeten gcbaut_wordcn ist. Im Inncrn dcs Wagens befindew sich 6 Ecermanmcbe Rubebetten, welcbe zuglcicb als Tragbctterx dienen. 2 Raumlicbkeiien dienen für den Arzt und den Krankenwartcr. Der Waggon ist mit einem Eisbebältcr, eincm Bretskafcben'Ofen, chirurgischen Instrumenten und Mcdikamcnicn versehen. Die Stadt Pest schickt die Pläne ibrer Spitäler, Schulen und des neuen Ratbbauses, dic ungariicben Ministerien bringen ihre sämmtlichen bbgicniicbcn Neuheiten.
Wiesbaden, 19.211011. (28.51. B.) Zu dem ersten Kon- grexanr 111 nere Mediztzi, welchcr beute unter dem Vorsiß dcs Pk? enors Frxrickps von_Bcrltn l*1cr_zufammcntritt, ist bcreits r*ne große Zabbwtffcnschaftltcher Autoritaten aus Deutschland und dem Auslande eingetroffen.
201150115192111111. (W. T. V.) (“511 der chbe West- Stanley bet Darlington find beute ?rüb durcb Explosion !chlaaenbcr Wetter 20 Bergarbeiter getödtct worden.
Im Victoria-Tbeater „wird Fr. NiemannrRaabc auf vici- jacbcn anscb an ZAbcnben gasttrcn, und zwar beginnt die Künstlerin ibk Gastixltcl am Sqnntaa, den 23. A ril, als Fanchon in .Die Grille." ußerdcm wird Fr. Nicmann-5 aabc eine ihrer Glanzrollen hier in Berlin zum ersten Male spielen, nämlich die ,Yelva.“
Der Komionist von Baumbach ,Zlatoroz', r. 1)r. Thier- fe!der, bat dczelbcn Dichters .Ftau Holde“ in Muik gcscßt un'd wird dieses sem neuesteYCborwcrk am Sonnabend, den 22. April in der Sing-Akabemic zur Aufführung bringen.
Nedacteur: Riedel.
Verlag der Expedition (Kessel). Druck: W. Elsner.
Vier Beilagen (einschließlich Börsen-Beilage).
Berlin:
Erste Beilage
zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.
M 93.
L: _
Berlin, Donnerstag. den 20. April
Deutsches Reich.
. N der Einnahme an Wechselstcmpelsteuer im Deutschen Reiche
__ „_ 2.
, Einnahme im Monate
Ober:Post-Direktwns-Bezirke. März.
„Hierzu Einnahme m den Vormonaten.
„46 „ck
a ck 111 e i s u n g _ für 'die Zeit vom 1. April 1881 bis zum Schkufse des Monats Marz 1882.
ZFH 4.
6. In 1882 + mehr
-- weniger „46
Einnahme in dem- selben Zeitraume des Vorjahres (Spalte 4). „M | H
Zusammen.
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1. Im Reichs-Postgebsete.
1) Königsberg . . . . . . . . . 14 611 2) Gumbinnen . . . . . . . . . 3297 3 Danzig . . . . . . . . . . 12 620 4 Berlin . . . . . . . . . . 62 809 5 Potsdam . . . . . . . . . . 3196 6 rankfurt (]./O. . . . . . . . . 7 440 7 tettin . . . . . . . . . . 7 846 8
9 Posen . . . . . . . . . . . 4629 10 Bromberg . . . . . . . . . . 3318 11 Breslau . . . . . . . . . . 14 571 12 Liegnitz . . . . . . . . . . . 7 488 13 Oppekn. . . . . . . . . . . 6868 14 Magdebnra . . . . . . . . . 14712 15 Falls (:./S. . . . . . . . . . 6915 16 “31101 . . . . . . . . . . . 11 3.16 17 Kiek . . . . . . . . . . . . 5739 18) MnUOVer . . . . . . . . . . 5575 19 „ ünster . . . . . . . . . . 1 946 20 2111110611 . . . . . . . . . . 5 394 21 Arnsberg . . . . . . . . . . 16 346 22 Caffe1 . . . . . . . . . . . 5966 23 lFrankfurt079.71. . . . . . . . 29 451 24 “5111 . . . . . . . . . . . 14 890 25 Aachen . . . . . . . . . . . 6810 26 Cobchz . . . . . . . . . . 3305 27 Düfieldorf . . . . . . . . . . 38 294 28 Trier . . . . . . . . . . . 2225 29 Dresden . . . , . . . . . . 11723 30 Leipzig . . . . . . . . . . . 38 924 31 KarlLrube. . . . . . . . . . 17 439 32 Konstanz . . . . . . . . . . 6813 33 Darmstadk 97? . . . . . . . . 12 266 34 Schwerin i./ „ . . . . . . . . . 2266 35 Oldenburg ' . . . . . . . . . 3988 36 Braunschweig . . . . . . . . 5129 37 Bremen .“. . . . . . . . . 15 912 38) amburg , . . . . . . . . . 71805 39) traßbnrg i./E. . . . . . . . 19 325 40) MeV . . . . . . 4569
144 101 30 32 040 70 131 975 20 683 697 90 33 168 40 69 059 30 83 127 85 KöSNU . . . . . . . . . . . 2084 19006 95 49 077 75 34 162 20 158 770 20 79 287 80 66 019 90 182 876 45 72 381 30 107 596 10 66 777 15 63 482 50 19 663 90 61 315 50 165 484 50 39 145 80 287 613 70 159 440 30 78 895 75 32 887 60 382 436 65 22 838 55 132 903 70 387 616 55 177 247 20 59 489 80 114 024 60 22 769 40 41 983 80 55 481 90 191 607 -- 750 217 90 189 777 55 43 557 70
26 680 867 18 336 97 091 540
3 928 4 618 268
1 095 3 242 2 822 1 278 6 172 13 436 6 597 5 293 6 777 381 285
1 545 8 648 2 400 34 238 2 055 3 602 817 918 239
11 594 47 291 14 016 2 072 4 547 1 462 415
2 267 6 635 44 868 14 512 1 227
132 032 34 470
158 713 35 337 _ 144 595 126 258 746 507 649 416 36 364 35 824 76 499 80 427 90 974 86 356 21 091 21 360 53 706 52 610 37 480 34 238 173 341 170 518 86 776 88 054 79 888 66 715 197 589 211 025 79 296 85 894 118 932 113 639 72 516 65 739 69 058 69 439 21 609 21 324 66 710 65 165 181 830 , 190 478 43 119 40 712 317 064 351 303 174 331 176 386 85 705 89 308 36 193 37 010 420 730 419 812 25 064 . 24 824 144 626 133 032 426 541 379 249 194 686 180 670 66 303 64 230 126 291 121 744 25 036 23 573 45 972 45 557 60 610 58 343 207 519 214 154 822 023 777 154 209 102 194 590 _- 48 127 46 899 60
11.Bayern. . . . . . . . . . 41 111. Würfkemberg . . . 19551
Summe 1.
5 493 008 30 439 448 10 199 543 55
6 020 865 W:) 550 55 481 078 468 763 15 19 315 45 219 095 216 105 90 + 2 989 60
241 314
+++++1++++++++++1 |11+1++1++11+1+++1+|+++++
UcbcrbaupT . 589 039 [ 15
' "[ 1882. Berlin, im APN Haupt-BuchbalteZi 1
Yichtamtliches.
Preußen. Berlin, 20._Npril. Im weiteren Ver- laufe der gestrigen (48) Sißung seßte _das Haus) 'der Abgeordneten die Berathung von mündlichen Kommtsstons- berichten über Petitionxn forx.
Die Scharfrichtereibesiver Diener uni: Genossen zu Anger; münde petitionirten um fcbleunigsle Ablösung der Abdexkßrex- Zwangs- und Vannberechtigung8w Die AgrarkonmLssWU, Referent Abg. Graf Schack, empfahl Uebergang zur Yages- ordnung, welchem Antrags das Haus entsprach. ,
Der Abg. Wettich berichtete Namens der Unterxichtskom- mission iiber eine Anzahl von Petitwnen lmnyovertscher und westfälischer Lehrer um Verbssserung des Emkommexis_ der älteren ländlichen Lehrer und befürwortet? den Kon1m1ss1ox16- antrag, die Petitionen durch den m der Sitzung vom 8. März 1882 gefaßten Beschluß: '
„unter Hinweis auf die früher bereits gc'pflogcnen Verhandlungen und gestellten Anträge die KöniglicheRegtxxung aufzufoxdern, nun- mehr baldigst cin Lebrcrdotationsgesey fur die Volksicbulcn dem
Landtage vorzulegen, oder falls dieses sicb nicbt in kürzerer Frist er-_
1115 li en la cn oilte, cine gesexlichc Regelung und Erbbbiing derg ?Rters- ffund s(“..ixmcritcnzulage xfin: Elementarlebrer herbeizu- führen.“
für erledigt zu erklären.
Ohne Debatte beschloß das aus demgemäß.
Die Bezirkskommission des" egierungsbezirks Nacho_n h'atte in ihren Sivungen dcn Saß auf estellt, daß zu deinemgen „auf dem Grundbefiße ruhenden asien und Stenern , welchx nach dem Schlußsave des §. 28 des Geseßes'vom 1. M91 1851 bei Berechnung eines steuerpflichngen 'Emkommens m Abzug zu bringen sind, auch die zur„Bestrcitung von Kom: munal-, Kreis- und Provinzialbedürfmssen zu erhebenden, den Grundbesißer treffenden Abgaben zu rechnen seien. Dxr Finanz:Mmister hatte daraus Veranlassung genommen, 111 einem Reikripte a. (1. 25. Januar 1880 auszuführen, daß das Wort „Steuern“ nach dem aeseßlichen Sprachgebraucbe nur Abgaben bezeichnen könne, welcbe zur Bestreitung_ der Siaqts- bedürfnisse vermöge des Besteuerungsrechtes als eines Hoheits- rechtes des Staates erhoben würden. , *
Die Petenten, Landrath Janssen, Freiherr von Geyr un) die iibrigen Mitglieder der genannten ezirkskommisfion, mit Ausnahme des Vorfivenven derselben, tomie mehrere Mit- glieder der übrigen rheinischen Bezirkskommtsfionen und des rheinischen Provinzial-LandtaYes hatten nun die Entscheidung der Landesvertretung angeru-en und beantragt:
Das Haus der Abgeordneten wolle im Interesse sowohl der klaiien- wie der einkommcnsteuerpfiickotigen Land- und ausbefiser, ibre Int relation des Schlußsaßs deo €). 28 des seves vom 1. Mai 1 1 aut ei en, und die etition der Königlichen Staats- regierung zur BetLckkichtimmY überweisen, damiiiiir die ?! eneben der Staatssteuer auch alle en Grundbesitz txeffenden s- und iGemeindefieFern bei üBveerecimung eines steuerpflichtigen Einkommens n Abu e rachtw : n.
5011 Immission beantragte, diese Petition der Staats-
regierung zur Berücksichtigung zu überweisen.
6 131 999 | 95
6721039 ) 1017| 6464419 1 60. +256619 [ 50
des ReichsscbaH-Amis.
e
ter.
Der Abg. von Rauchhaupt bat, die Petition der König- lichen Staatscegierun nur zur Erwägung zu Überweisen, da er der Ansicht sei, dax nur auf dem Wege des Gesetzes die beregten Uebelstände beseitigt werden könnten.
Der Regierungskonuuiffar Landraih 131. von Bonin schloß sich diesem Anfrage an. Die Regierung könne dem Antrage der Petenten zur Zeit nicht zustimmen. Seitens der Finanz- verwaltung sei in Uebereinstimmung mit sämmtlichen Ve- börden, die mit der Steuerveranlagung zu thun gehabthätten, seit nunmehr 30 Jahren streng daran festgehalten, daß unter der Bezeichnung „Steuern“ im §. 28 des Gesetzes vom 1. Mai 1851, betreffend die Einführung einer Klassen: imd klassifizirtcn Einkommensteuer, nur „Staatssteuern“, d. l). solche Abgaben zu verstehen seien, die lediglich Kur Bestreitung von Staats- bedürfniffen vermöge des Bcsteuerungßrechtes als eines Hoheitsrechtes des Staates erhoben wiirden. Auf die von den Petenten jeßt gewünschte Aenderung ohne Weiteres einzugehen, müsse die Finanzverwaltung um so bedenklicher erachten, als es ja leider als richtig anzuerkennen sei, daß die Kommunal-, Kreis- und Provinzialabgaben in dem testen Jahrzehnt in so hohem Maße gewachsen seien, und demgemäß sich auch die Kommunalzuschläge zur Grund- steuer vielfach erhöht hätten. Die finanzielle Tragweite dieser grundsäslicben Aenderung in der Steuerveranlagung sei des- halb zur Zeit nicht annähernd zu übersehen, es wiirden sebr eingehende Erhebungen Seitens der Provinzial: und Lokal- behörden nothwendig werden, um klarzustellen, in welchem Umfang auf die Wünsche dcr Petenten eingegangen werden kötzne. Ec bitte deShalb den Antrag von Rauchhaupt anzu- ne men.
Der Abg. Regierungsbezir s Aachen, iihrte aus, daß ein einfaches Miuisierialreskript genügen wiirde, eiiie Lösung. der Frage in dem von den Petenten gewünschten Sinne herbeizuführen, und empfahl deshalb die Annahme des Kommisüonobeschlusses.
Genen die Ausführung „des Abg.von Rauchhaupt und des Kommiffars plaidirten noch die Abgg. Lauenstein und Vr. Roeckc: rath, während Abg. Grumbrecht den konservativen Antrag für den sachgemäßeren erklärte. ,
Der KommissionSantrag wurde darauf mit großer Ma: jorität angenommen.
Eine Petition des Kirchenratbs und der Gemeinde zu Waldenburg in Schlesien, welxhe sich darüber beschwerte, daß die Geistlichen und anderen Kirchenbeamten dsr Gemeinde seit der Fixirung ihres Gehalts keine Entschädi ung für den Ausfall der &:lolgebiibren erhalten hätten, wur auf Antrag der Kommisswn der N.- iemng zur Berückfichtigung über- wiesen; hierbei sagte auf e ne Anregung des A . 131-. von Bitter der Regierungskommifsar Geh. Ober=Neg.-Rath hlmann zu,daß die Vorlegung eines Geseßeszkur Regesten» betreffenden Ent- schäd' ungsfrage mit allen kästen gesdr werden solle. An der tte über diesen Gegen and betheil 11 noch wiederholt die Abgg. 01. Hamma und dt". inv! , von
aussen, Mit2lied der Bezirkskommisfion des
1852;
denen Leßierer das über dieser ganzen Angelegenheit schwebende Dunkel beklagte. _ Die Petition der Grundbefißer Schmidt und Genof-en in Süderbarup um Abänderung der schleswigscben Wasserlö“'ungs- ordnung überwies das Haus gemäß dem Antrags des Refe- renten Abg. Jensen der Staatßregierung Sur Erwägung.
Ueber die Petition des I. Stein n Cöln, betreffend unentgeltliche Abtretung eines Theils seines Grundstücks zu Straßenanlagen, ging das Haus zur Tagesordnung über.
Einwohner der Stadt Mörke petitionirten, dem Lehrer Geertig daselbst zu befehlen, er solle die polnischen Kinder polnisch lesen und schreiben lehren, sie auch in der Religion in der Muttersprache untexrichten. Das Haus beschloß gemäß dem Antrags des Komm1sstonsreserenten, Abg. Platen, die Petition der Königlichen Staatsregwrung zur Erwägmxg dahin zu überweisen, ob nicht die von dixn Petenten beklagten Miß- stände durch Anstellung einer zweiten Lehrkraft beseitigt wer- den könnten. _ ,
Die Schulsozietät zu Wattenscheid petitwmrte bezüglich eines Bauplaßes für ein zweites Schulgebäude 11115 der katho- Lische Schulvorftand zu Höntrop, Amt Wattenscheid, bezüglich einer anderweitigen Vertheilung der _Schullasten und der Eigenthuerechte der katholischen meemde.
b Das Haus ging über diese Petitionen zur Tagesordnung ii er.
Eine Petition des Chauffee-Aufsehers Waeßxnann um Nachzahlung von Pensionsbeträgen wurde der Reglerung zur Erwägung überwiesen, ebenso eine solche_ des Gemeindevorstan- des in Rodxstock bei Gossen um pachtwetse Ueberlaffung fiska- lischer Ackerflächen. ,
Mehrere Petitionen von ledigi1ch loquem Jntxreffe wurden auf Antrag der Unterrichts: resp.Penttonskomm1sfion durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt. _ _
Die Petitionen der Hauswirthe Hiestermann m Hwstex 11115 Vsnzhorn in Misseihorn (Hannover) wegen anderme1ttger Vertheilung der Schullasten und der Kuratoren 11er Ele- mentarlehrer-Wittwen- und Waisenkaffe fiir die Proxmz Han- nover wegen Zahlung der einmaligen Beiträge bei Gehalts- aufbefferungen der Kaffenmitglieder wurden durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt. , . ,
In ihrem siebenten schriftlichen Ber1chte referirte die Petitionskommission über die Bitte des Kirchenvorstandxs von St. Gangolpl) in Trier“ um Erstattung von. _ exutwstraf- gelbem, welche der staatliche Verwalter des bischb ichen Ver- mögens, Regierungs-Rath Böttcher, wegen verwei xrter Ein- reichung des Kirchenetats für 1878 von .de-;n Milg iedern 562 Vorstandes ein ezogen habe. Die Kommiifuzn beantragte, 518 Petition aus illi keitßgründen der,.Kömglichen Staatsreg1e- rung xur Berücksi tigung zu überweisen.
Der Kommissionßamra wurde trod des Widerspruchs bes Regierungskommiffars Ge ). Ober-Reg.-Rat 01“. Bartsch auf Befürwortung der Abgg. Müllxr (Fran furt) und 131". Mosler vom Hause genehmigt, womit die Tachordnung er- ledigt war. _
Hierauf vertagte s1ch das Haus um 31/2 Uhr auf Don- nerstag 11 Uhr.
VerkehrS-Anstalten.
Der Verwaltungsbericht der Königlich württembergisckpen Verkehrsanstalten für das ReYnunasjabr 1880/81, herausxxegeben von dem Königlich württembergis en Ministerium der Auswgrti en Angelegenheiten, Abtheilung für die Verkehrsanstaltcn, ist m er W. Koblbaminerscben Verlagsbuebbandlung zu„Stuttgart erschienxn. Wir entnehmen dem zweiten Theile dicses_Ber1chtes, welcher De'tails iibcr dic Eisenbahnverwaltung enthalt, folgende Einzelnbetten: Am 31. März 1881 betrug die Länge der von Wurttember _gebauten und in württembergiscbem Staatseigcntbuxn befindlichen Etienbabnen 153552 11111, davon 169,50 11111 doppelgeletsig. Es liegen 71,44 auf badischem, 8,08 auf bayeriscbem, 59,61 auf prxußischxm. 1396.39 11111 auf württembergisckoem Staatsgebiete. Die Lange der von Württemberg betriebenen Bahnen „betrggt am Jahresscbluß 152804 11111. Die durchschnittlicbe Betncbslange des Jahres beträ t 1.516,04 11111. Im Sekundärberrieb stand ,nur die_ Babnstre e Kißlegg-Wangen. Die Gesammtzabl der Stationen betragt zusammen 30 . Die Kosten der Unterhaltung der Babnanlagen waren 2122 375 .“ Darunter für die Anlage auf freier Strecke 1610 310, Vabnboföanlagen 484 062 „44 Der Materialaufwand zur Erneuerung des Oberbaues beträ t 2172 668 .“, somit auf 1 kw Geleis 977 .“ Cs betragen bierna die Kosten der Unterhaltung und Erneuerung der Bahnanlagen einschließlich des Oberbaues im Ganzen 4295043“, und kommen auf 1 km änge der unterhaltenen Strecken 2849 .“, auf 1 km GeleiSlän e 1933 .“ _ Der Ertrag aus land- und forstwirtb cbaftiicb benüßtem Bahneigentbum war 150007 .“: Der Kulturaufwand auf da elbe hat 61578 ckck betragen, worunter mehr als ein Dritt? eil zugleich als Au - wand auf die Babuuntcrbaltung anzusehen ist. - Die 3a [ der AngeYellten belief _sich auf zusammen 8126; - D Zahl der okomotiven betragt 331, der Personenwaaen 782 der Last- wagen 5164 mit einer Tragkrat von 49 047 t. Die An1chaffunos- kosten dicses rollenden Mater 018 waren 39045276 .“, eZ kostete durchschnittlich eine Lokomotive 48 196 .at, einIYerjonenn-agen 1212.44, ein Gepäck- und Güterwagen 3379 „44 -- : Kosten der fiir die Leistungen der Betriebsmittel verwendeten Materialien haben zu- xammen 1 684296 .“ betta en. Die Gesammtau abe r die [au-
ende Unterhaltung und d : Ernennung dcr Bett eböm ttel in den Werkstätten bei 113" auf 1580723 .“ - Was den Personen- verkehr betrifft. o b auf den Württembergiscben Bahnen im Gan en 10 594486 Personen efabren. acb Kla en wurden gefa ren: 1. KlaY'e 1. Kia e 111. Klo e Militär
72 23 1 418 8 997 106 348 936086 Prozenwer3 Jimi; “ZZZ"quuWoist hiernach folgendes: 0 1 , , .
Das Prozent?: ältniß 2zkgtaffen ist2 Bernard folgend": 1.51 1 „ de Person 1511551511111» gefahren: 28 221!) 6618 wsamnen 23 kn. Y:: .. „6...
Notizen ck den Gütewerk' !) entoekmm w befödrxerk «7788177511 ;: 3,38 MoM: r kommen. - DFW ! . er ' JA «:
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