1882 / 95 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 22 Apr 1882 18:00:01 GMT) scan diff

liches und dem Inhalte nacb _unbekanntes Schreiben existirt); Katharina Elisabeth von Goethe, ixine Mutter; Ottilie vvn Goethe, eh. von Pogwiscb; Göttling, Prof. in Jena, (der ibn bei der Ge- fammtauögabe seiner Werke unerstüytr); Gries, den er zur Ueber- setzung des Calderon mircgte; Grüner; v. d. Hagen, dessen Ueber- seßung des Nibelungenliedes erfeinen vöUigcn Beifall giebt, umsomebr als das Robe und Uuacscblachte, was sich an dem Liede finde, znz'ar dem Charakter jener Zeit angemessen, auch bei der historischen Wur- digung wobl nothendig zu beachten, keineswegs aber zur wabxe'n SÖäi-“nna nötbig und dem Genus; durchaus hinderlich 1er; Joseph Frhr. vonHamwcx-Purgftall, der berühmte Orientalist; Hegel, mit zwei interessanten Bricfen aus den Jahren 1820 und 1821; von Hendrick), Kommandant von Jena, Webber durch ein tbeatergescbicbtlich merüvürdiges, wörtlich rnitgetbeiltes Schreiben Gocibe's vom Jahre 1803 aufgefordert wird, die Jenenscr Studentep, welcbe, ngcb einer Aufführunß der „Braut von Messina", Schilier eme akklamirende Obaiion dargebracht hatten, von derartigen Stö- rungen der Vorstellungen im Weimarer Hoftheater abzumabtzen; von enning, welcher in Berlin zi'etst öffentliche Vorlesungen uber * Goet3e's „Farbenlehre' bielt (mit Briefen vom Jahre 1831); I.G. von Herder und seine Gatiin K. M. von Herdrr (mebrxre Briefe, darunter ein sebr gcreiztcr an die Gaitin in Angelegenheit der von ihr beim Herzog geforderten Unirrstüßungcn für sich und ihre Kinder); J. G. J. Hermann, der berübmte Philologe; Hofmarscball-Amt in Weimar, vertreten durcb ein Schreiben Goethe's an dasselbe (vom Juni 1797), Maßregeln gegen die Jenenser Studenten betreffend , ivelrbe sich am Piixi sixnontage und Dienstags im Weimarer Hoi-Tbeaier u'ngebu' rlicb betragen; Anton Aloys, Erbprinz von Hobenzollern-Sigmaringen, (mit Aus- zügen aus riUcm in vcrsrbicdrncr Hinsicht interessanten Brrefqvom Iabre 1828, betreffend die Erzirbung des Sohnes des, Erbprmzen, des jeßigcn Fürsten Karl Aniom von Hobenzbllern); Freun von Hopf- garten (mit einem bisher ungedruckien Briefe vom Jabre 1818); J. J. Hottinger: Hundrsbagen; endlich die ganz besbnders bcmerkens- Werthen Artikel iiber dic Gcbrüdcr Alexander und Wilbelmn von Hum- boldt (Welchem Letzteren er, wie die mitgetbeilten Briefcmsznga ergeben, höchst interessante Aufschliiisc iiber die Entsirbung drs „Fans und eine (;(-Plants dramatisebe „Helena“ gegebrri bai), Friedrich H,OT'UUÖ und die anderen männlichen und Weiblicbrn Mtigüeder der Famxlrc Jacobi. Die 6. Lieferung bricht mitten in dem Artikel über Therese Jakob, bekannicr untcr ibrem Dicbtcrnamcn Talbj, ab. _ Mrt_wc1cber rx- scböpfenden Gründlirbkrit iibrigens dcr Herausgeber verfabrt, "7101111: giebt dcr Artikrl Frifick) cinen Bewi'is; in demselben Werden namlich sogar die Briefe registriri, Welche die intimsten HäuslichcxrAngelege11= beiten behandeln, in denen Goethe der Polizeiliében Vcrmrtteiung be- durfte, wie die Wiederaufnahme eines Dienstmädcbens, 'der Larm guf einer dem Hause benachbarten Kegelbahn 2c. Auch smd der- Brie'fc an seinen frübrren Diener, den späteren chcbauinspekior ©er, m Jena nicbt vergeffrn, dc'rrn ciner wörtlich rcproduzirt wird. "

_ Im Selbstverlag? dcs Herausgcbcrs ist untcr dem Titel: „Repertorium der Reichsgesexie und Verordnungen nebst Ausfiibrungsbestimmungen“ bon drm Recbnurtgs-Rajb am Königlichen Obcr-Präszdium zu Cassel, Merklrngbazis, vor Kurzem cine kirine Schrift veröffentlicbt ivorden, Mickie eine nach den Kompetenzacbirten des Reichs geordnete Uebrrstcbt „uber den gegenwärtigen Umfang und Stand der Rexrbsgeseßgebung nicbt. Das Büchelcben, Wr1ckrs aus dem Rcichs-Grscijlait und dem Centralblaii fiir das Deutsche Reich zusammengci'irlkt und am ]. Adrck 1882 abgrscbloffen ist, bildet so mit dcn genau rerzeicbnrtrn Ab- änderungen und drn beigriiigicn Ansfübrmigsbcstimmungen cm chrr- torium, das sich wie kein anderes Hiilfsiniitcl zur rcrscben Auffindixng der zur Zeit gültigen Vorschriften eignen dürfte. „Dasselbe wird dabrr Alien, Welche dris Reichgcießblatt Halten, willkommen sem, vornehmlich aber dM Provinzia[-, Kreis- und Grineindcbebördcn fich als besonders praktisch und niiizlicb für den 'drcnstlicben Gcbrauck) erweisen. Der Preis beträgt 60 „Z für das einzelne Exemplar und 50 45 bei Abnahme einer größeren Zabl und bat dcrsBerfoffcr den Erlös aus dcm Verkaufe des Buches zum Besten der KÖmg Wilhelm- Stiftung für Beamtentöcbter bestimmt. '

_Griecbenland in Wort und Bild. EincSrbildrrung des bcllenischen Königreichs von A. von Schivciger-LerÖeniel'd. Mit ca. 200 Illustrationen. Zn 20 Lieferungen zu je ]? „ck Leipzig, Schmidt u. Eüiitbcr._ In drr sorbcn rricbicnenen 7. Lieferung dicies Pracbtwcrks fiibrt uns drr Verfasser vom “L'az'gatos bingb nach dem blühenden mriicniicbcn Gestade, cinem Pilanzcnparadics voll, der präcbjigstcn Oranacn-,_ Citronmi: und Oclbäumc, mit staitlrcbcn

inien, hoben (TlPrciicn, riesigen Fcigcnbäumkn nnd bcrcizizrltcn

almcn, umrabmt von drm bcÜblaucn mcffrniscbcn Golfe, niit den maleriscbcn Oktan 1cha1amuta, Finj, 11070111, 11000111 :c. Als Boll- bildrr “'n-.d der Licfcrumr bciacxirl'cn: Dcr Tabgcics bci Mistra, das felsmc Mistrn und dciicn Citadcllo.

Gewerbe und Handel.

Aus dem Jabresbcricbic der Preußischen (5c_r1tr.1l- Bodcnkrcdit-Akticnacscllicbaft Pro 1881 crgicbt 11ch,d._1f; dir arsammten seit 1870 abzicscbwiicncn vaot[*,cfen-Dnrlrbnch!ciyaiic sub bis Ende 1881 (mf “231934000 .“ brlicscn. Durch *.ltnorti- sation oder sonstige Ab- und Rückzablungcn sind in jenem ;“;exitraum 52 495000 „45 zurückgcilciicn. Das Jabr 1881 bat einen Zugang von 156010100 „ik- rrgcbcn. Davon Wär?" 6 69300) «M 1190) _abziz- wickeln. Dic [*rstcbcndcn Darsclmc vcrtbcilrn sicb, _obxc Licriickjickm- gung der ilaitgclmbien Anwrtisatiop, mit rund 101 400000 „Fk- auf Licgcnicbaftcn mid 82300000 «M auf (Hicbäudx'. Das Vcrbgltmßdcr kündbarcn zu den unkiindl'arcn Darlrbncn stellt iicb unaciabr Wii“ 1 zu 42. Tic (Micllscbaft bat znr Tiriuria ibrrr JOWLNMJCU drei Grundstücke 511übcrnclnncngcbabt _ ztrciLicxzcnjcbaitcnund rthaus- grundstück in Berlin _ wclcl'c jedoch alsbald wxcdcr vcräuiicrt iind, obne das; der (iicicllirbast cin Vcrlust crwarbicn ist. Im Besitze dchescll- schaft [*ciin'crt sicb außer dcm (Zicscbäitslokal noch das im Jahre 1870 in dcr Subbastaticn cm*orbrnc Nilichtt Lisiow in Pommern. Dic (Kffckutxn- anlagen und Lombaiddarlrbcnsgcscbäftc [*abcn sich in den statutmat;ig vornezcicbnctcn (Vicnicn bin*c'nt. Dcr “Olbia: der seit dem Februar 1850 cinnciiibrtcn -1"/-. Icntral-Pfankbricsc at sicb fortaricxt [*rfric- digrnd cntWiriclt, io das: auch irritcrbin größere Anwrtiiatio-rsdar!cbnc aegrn cine Antéuiiät von 42% (1% Amortiiaiion cinbcgriffcn) bc- willis-t n'erdcn fonnicn; _ bicrbci wird die Darlcbnsvaluta untcr Hinausrücknna des Beginns der Amortisation vollgczal'lt. Einc 24c- sckchrunn srätcrcr Fabri“ (111€t Anlaß des Emissions:(Tonrsvcrlujtcö und der Kosten wird auf kicie Wriic vermieden. Dcr Vctrag der im Jahre 1881 neu ausacacbencn Pfandbriefe bat sdb auf 8 870500 „x(- gcstellt, einc n*rit_crc Emiiiion iit im laufenden Jahre mit ünstiacm Erwigc cffcktuirt. Nach drr aucb ander- wcit ?rstätiatcn (Erfahrung der Gesellschaft ist die Krifis in den städtischen Grunditücksvcrbältniiicn im Allgemeinen in der Abnahme begriffen, wic untcr Andcrcm dic Abnal'mc dcr Subbastationéiällc crwcist. Privgtkaritalicn fi_r_1d ioitgcscßt zu er- beblicbcm Betrage angeboten acn'ricn und bat _11rb dicse Konkurrcni in acsteiacrtrm Maße fühlbar acnmcbi. _Jiti_ Hrrbstc 1881 l'at die Gesellschaft vcriucbsn'rise cine Or „1110311911 111 der ProvszÖlcswig- Holstetn begonnen. Die für das abr 1881 der Geprralvrrsammlung voracscblagcnc Dividendc beträgt 81% quf das m_nnciabltr Grund- kapital, d. i. 1% mehr, als in dcm Voriabrc. Vet Vertheilung dcr vorgeschlaßencn Dividende ernicbt sicb guf neue Rccbnurizi neben dem statutmäfrtgcn Rescrvcfonds ctn Reicrvcvvrtrga von_ .182 822 .“ egenüber cincm Reservcvortra e ["_on 5133 57-5 «kö ttn Vorjahre. Außerdem sind 20000 ckck zur *»cgrunduna ,eincs Pr'nsivnsicnds'kur die Beamten dcr GcscllsÖaft ;urückaxsteüt; dic „naivere reglementartscbc Ordnung bezüglich dicses Fonds ikst ]rätcrcr ;;ctt vorbehalten.

_ Das „Dresdn. Iourn ' ! eilt folacnkcn_ ersten, vom 21._d. M datittcn Bericht von der Leivziacr Mcsie m_tt: chunsngt durch die schöne Wittcrunn und untcr cinem aroucn Anima von Fremden entialtctc sich am Montag dicdicsjäbrinc Ostcrmrsie, n*clcbc, wie bekannt, mit dcm Verkauf dcs Garlcders begann. Tic Zufubrzn darin md als normale iu bexcicbncn. Tic Trocknung der zur Meme gebta tcn Waarcn lick"; viel zu wünsrbcn übrig, wie dick ['N der-

gleicben Sortimenten fast auSnabmslos stattfindxt. Auch die künst- licbe Beschwerung des Leders durcb Talgumanstricb und andere _Ver- mittelungen, welcbe die mangelhafte Trocknung verdecken, smd_ ber den Meßledern vielfach zu bemerken. Es ist kein Wunder, wenn die Y_retse dafur nacb Verhältniß reduzirt wurden'und d1e_Metnun(iv der Jayfer allenthalben flau blieb. Besonders die zumeist nur mtttelmaßtgen und geringen Sortimente erreichten m Soblxnleder, Yachc- und Brandsohlleder, Fablleder und Blockledex xc. niedere Preise. so daß die Fabrikanten diescr Spezialitäten nut ungenuaenden Resultaten abschlosseu. Kipsleder da egen erhielt sich in guter Nachfrage und be- hauptete fast die seither ewilligien recht hohen Forderungen. Das- selbe gilt von Schaffellen in lo gar und wctßgar, fannscbgar i_md gefärbt. Nur sehr vereinzelt wird eine maßige Korzzession bewilligt. Auch der Artikel „Ro leder“ wnrde stark gehandelt, insbesondere ro_ß- ledkrne Theile und usicbnitt zur Schubfabrtkatton' ist lebhaft tm Verkehr und findet bei den Konsumenten vielen Anklang, so daß die Produktion dieser Lcdergaiiung rniscbiedenc Fortfchritte zu verzeichnen hat. Ein anderer Hauptartikel der Saison ist Kalblcder; das .lobgar braun" zugertcbtete, "welches m „großsn Quantitäten am Markte war, fand sämmtlichaufcr, iind hielt die ieitberigen Notirungen aufrecht; einzelne Fabrikanten dreier Species beabsichtigen sogar Preiserhöhungen vorzunebmcy. _Jm Durchschnitt gilt das Geschäft in Oberledcr als meist befriedigend, dagegen in Unterleder meist gedrückt. Wirklich rexlle, gewissenhafte Sortimente und gute Fabrikate, Welche zur Mesic iast am: nicht gesicxpelt Werden, befinden sich natürlich stets außerhalb der Konkurrenz Mit den Meß- iraaren, denn die ersteren halten ihre Forderungen aufrecht, unbe- kümmert um die Schwankungen, denen die yntergeordneten Meßsortimente immer unterworfen sind. Es ist in bobem Grade wünschenswertk), daß die Soblenlcderfabrikanten duréb gutes Sortiment und solide Trocknungen ihre Waaxen "vom Zwange dcs Meßverkaufs bLfreien, um sie bei momentazi gedrUckter Konjunktur nicht zu Schleuderpreisen [osichlagcn zu mixiien. Der weitaus größte Theil des zur Lcdermeffe arzgefabrerien Quatrtums Wurde verkauft, und nur ein sebr geringer Tbeil blieb in den Handen der Eigner. Die Zufubren von Kips und robcn Wildbäuten Warren wic gewöbnlick). Von Häuten ist in Folge der mehr oder weniger zurückgsgangenen Preise für Unterleder nur sehr iremggekauft ivordcn. Dagegen wurde von Kips mancbe's, zu drn' scitbrxlgen Prciicn ge- kauft, ichn auch deren Qualitäten m den mctsten Fallen zu Wunicbcn iibrig ließen, Es Wurde bezabli für Kipse pro 50 kg oder 100 Pfund: Kipsk 1a. 130 bis 160 9-6, do. 11a. 105 bis 130 “ZM- do, 1113. 80 bis 105 „M, do. 1113. 55 bis 75 „kü Rio-de-Janeiro OÖsen,sch1vrrcbalicnpro ck 11,2 oder 500 Z' 54 bis 60 „3, dt). Kübe, iÖWere 54 bis 58 „JJ, do. Kiibe, leichte 40 bis 46 „35, schwere trockene Buenos-Aires 110 bis 120 „3, do.Kiibeleichte 90 bis 110 „Z, trockrnc Rio-Grande 85 bis 110 «1, Puerto Cabelio, Angostuxcx und Guatemala 85 bis 100 41, (»Le-ara je nacb (Gewirbt U11d Qualitat 85 bis 92 41, Uruguay und Montcvideo gesalzen? 60 bis 66 „Z., Rio- Grandc chicn, ichrvere 57 bis 62 H, do. Kübr, gcsaizcne ]e nach Gcwich 50 bis 60 „5, _

_ (Wien. Ztg.) Das sogenaxmte Sperrgcieß und der m Bx- raibung siebende 52Zolltarif mit icincn Zollerbbbungczi haben _die österreicbiicbc aarencinfubr im Februar, me _schonfivab- rend der Debatte über das Sperrgeieb bezüiilick) de_r Kaffee-Cinfubr amtlich konstatirt wurde, sowie an die Zollernnabmen irbr Wesentlich geboben. Die [el_xiercn erreicbicn im Fcbrnar 1882 die Summe von 7130656 Fl. Uiid siiilien sicb grgcn Februar 1881 uni 4671876 Fl. oder um 190 0/0 böber heraus. Hiervon cntfaüez) aus den Mebrcrtrag dcs Kaffcczoblrs 4455 792 Fl. und au-f jenen fur'an- dere zollpflicbtiae Einfuhrwaarcn 216084 Fl. Für die ersten beiden Monate 1882 summirt sick) der ZoUertrag mit 9969 426 Fl. und dessen Zunahme mit 4909108 F1. = 97**/-. '

Antivcrpen, 21. April. (W. T. B.) Woilauktion. 2295 Bauen angeboten, davon 1982 Ballen vcrkaurt. Brlebt, Preise fest. „_

London, 21. April. (W. T. B.) Nach dem cht veroffent- lichten Prospekt dcr Nord-Vorneo-Conipagnie beträgt das Kapital der Gcscllscbaft 2 Millionen Pfd. Stcr1.; das erworbene Territorium umfaßt 20 000 Quodratmeilen.

Konstantinopel, 21.21pril. (W. T. B.) Nack) dcri_Vor- an schläacn drs Administrationsraibs. dcr Bciiizer türkticbcr Scl) uldtiirl ivcrdcn auf die im Lauic dcs Jabrcs gczogcnrn tur- kiiibrn Loose außer den _sofort zablbarcn 25 0/0, noch am Srblnffe des Jabrcs etwa 30% entfallen.

Verkehré-Anstaltcn.

(Wir". „Prciie“) Dic Bcioranng dcs japanischen Dampfiäpifidicnstcs liegt in drn Händen cincr (Jriclliiinift, drr Mitfii-biibi, wclcbc von der chiermm unterstützt und von der japa- nischen Postvchaltuna beaufsichtigt wird. Strcbcn dcr Vcrwaltnng ist, allmäblirb siimmtlirbc Liiiikn der Pacific Mail (ionipanb an dcr japanisibcn Küste, sowic dicjcnicren iwiiri'annpan mid (Fbina unter die iapaniscbc Flagxie' zu brinarn. Zu dicicm Brbufcbat*ci.'.“)icgirr11n;i dcr Mitsu-biibi 13 Damvfsci'iffc überlassen und dcrsclbgn eincn jäbrlicben Zuschuß von 250000 21211 bewilligt. 18 Dmnpxrr sind von dicser (kirscllirbaft dcr Pacific Mail (Fomrmw abgekauft nwrden. (M*gcn cine jäbrlirbr (71:ii"ci*ädigung von 15000 7!ix'1111r1tckl*iilt*dic Mitin- biibi cine Sccnmnnsicbulc. Nicht mtr auf dem Mccrc, sondcrn_auch auf den iabmtisÖrn Flüssen vermittelt die (icimnntc Dami'fjrbiff- iabrtbgcicllscbaft den Verkehr. Bei dem in Japan rorbcrricbcndcn Gcbirgblande und bei drm Mangel an Mic" Landstraßen sind die Flüsse dort fiir den Vcrkcl)r von Jröixrck Bedeutung als anderswo, obwobl diciclbcn nur eine acrinsic Länge bach und viele Kanäle dcn Fliiffcn bciräcbtiiibc Waiscrmrngrn crit- ziebrn, um [syterc dcn Reisfcldcrn zuzusiibren. Nur Bootc mii (ic- ringrm Ticsgmmc können die jayatiisclu'n Fliiffe befabrcn, n'cil der Wasserstand in den lcytcrcn fortwährend Mrbiclt nnd iiberdies bäiifig Sandbänke anactroffcn wcrdcn. Die acbrämblicbcn Boote iind in drchacl 12m lang und 14111 breit und Werken theils durcb Domvi- tlieils durcb Rndcr fortbckvcat. Dcr japanisch Schiffer lenkt die- sclbcn mit aiviicm (Icicbick über alle' Hindernisse liinn'ca oder an dcn lcytcrcn vorübrr, iibcr Wasserfälle, Stromiriöncllen, Fclsklirvcn nnd Untic cn.

Tf'ondon, 21. April. (W. T. B.) Nack cixcr ['ci ,Llords" cingcgamicncn Dcpcicbr aus* Sumbava, den 21. d., ist dcr nicdcr- ländiicbc Da111r*er ,Banda“ auf der Fabri dcn Bima 71:10) Nansimncisic (“.“) iräircnd eich Sturmes in dcr Mccrrngc ron_Sapv gcicbcitcrt. Dcr Kavitän ist citrunkcn, 4 Mann von der chynng wurdcn gcrcitet.

Berlin, 22. April 1882.

Die Feier dc§1M.Gcburtstach Friedricb Fröbels, die dcr L*crlinrr Fröbclvcrcin gestern Abrnd [nr Fcstsani dcs Raib- bauses veranstaltet batte, nahm eincn wurdiacn Vcrlaus. An der Scbmalfeitc dcs Saales, gegenüber dem (Firmung, war von Palmen, Lorbeeren und blühendcn Azaleen umgeben,d1c Büste Fröbcls ausgestellt. Saal und Galerie füllte cin zablreicch Auditorium. Im Auftrage des ProvinzialSchulkollcaiumö war Regierungs-Ratb Teckocw cr: schienen. Nach dem Fcstmarscb von 21231, den die Hrrrcxr Wolf und Michelsen auf dcn zur Verfügung acstclltcn 5000. Fluge] „dcr Duvscnsct'cn Fabrik wirkungsvoll vortruacn! bctrözt dic Herzoaitcbe Zoficbauipirlcrin Frl. Anita Anasrura day Podium o_lö treffliibe ntcrrrcttn des von J. Trojan acdicbtctcn Y_roloaes, _dciicn „Vortrag die Fcstveriammluna zu stürmiscbcm Brtiall ["'"É- „(Fm (kbor von jrxigcn und ehemaligen Schülerinnen des Frökcl-Sctrnnars _trua bicrau wütunaövoll den 89. Psalm in dcr Nurnberaicbcn Kmnxosition vor; kann nahm als_ Festredner der langjährige Vcriiyendc dcs Ftöbelrercius Prof. Pappenheim das Wort,

um das Gciströleben FröbclI, drr Festrerfammlung rorzyfübrxn. Wicker lraten nun die Sängerinnen vor, um Tauberts Wiegenlied

in berzigxr Weise zum Ausdruck zu bringen, Der besonderen Stim- mung, die an diesem Tage dreGeznütber derFraucn beseelte, gedachte hierauf in kurzen Worten Fr. Prafidentin Henschke. Der Versamm- lung wurde noch Beethovens k-mojl-Sonate, von Xaver Scbarwenka vorgetragen„_und als Scblußgabe das vom Chor gesungene Mendels- sohnsche .Fublingslied' geboten.

„Gestern_ Abend fand in der Aula des WilbelmH-Gym- nqxtyms ein Konzert zum Besten der Berliner Stadt- mt sion statt. In demselben wirkten neben Frl. edwin Müller mehrere Damen aus der Gesellscb9st, ferner der iani tHr. Dreiscbock, welcher durch hervorragende Technik erfreute, sowie die Violinistin

echslung durch die Gesangsvorträge des gescbäßten Tenorisien rn. Jul. Sturm. '_ Frl. Muller; erWarb fick) reichen Beifall durch ihre angenehme'Stimme und den innigen Vortrag mebrercr Lieder; Frl. Soldat spielte mehrere Sachen von Spohr und Sarasate mit sxelenvollem Tone und abqrrundeter Technik. Hr. Jul. Sturm batte eme gcscbmackvolle AULWabl von Liedern getroffen und brachte die- selben mrt ivarmex Ctppfindung und noble: Vortragsrveise zu Gehör. Wir kqnsiattren hierbei die xrfreuliche Thatsache, daß der Wobstbätige Ziveck in hohem Maße erreicht sein Wird, da ein überaus zahlreiches Publikum anwesend war.

erl. Soldat mit. Außerdem erhielt das Konzert eine Wohltbuende w H

_ Die Feuerversicherungs-Gesellscbaft Colonia in Coln bat bon dem Betrage der Verficberungsprämien, welche im Jahre 1881 von den bei ihr versicherten Justizbeamten eingegangen find, wiederum die Su,mme von Eintausend und Achtbundert Mark der Justizoffizianten-Wittwenkaffe überwiesen.

Vollendungsbau des Ulmer Münstertburms. (Central- blait der Band.)_ Nachdem durch die Gestattung einer Prämien- kollekte im Deu11chen Rercbe die finanzirÜe Seite jenes großartigen Unterncbmrns" gesichert erscheint„ hat der Münster-Baumeister Prof., Beyer im Marz d. J. emen niit einem Beilagenbeste und 5 Blatt Zeichnungcn bcrscbenen Bericht erstattet, welcher sich auf Grund der vorgrnommeneri Untersucbiingen auf die als nothwendig erkannten und beabsichgien Verstdrkungsarbciten bezieht. Im Anschluß hieran hat der 'Sttfiungsratb beschlossen , cin SUper- arbitrium durch eine besondere Sachverständigenkommission ausarbeiten zu lassen, zu wclcbcr außer dem techniicben Bciraibr, Ober-Bauratb von (Egle, folgende Tecbnikcr berufen ivordcn sind: (Hab. Bauraib Prof. Adler in Berlin, Prof, Bausckvinacr in München, Obcr-Bauratb “rbx. von Ferstl in Wien, Geb. Rea.-Ratb Funk in Cbln, _Prof. Lais; e in Stuttgart und Ober-Bauraib Prof. Fr. Scbmrdt m Wixn. Diese Kommission wird in Folnc ciner Seitens des Ober-Burgermeisters Heim erlassenen Einladung am Montag, dcn 24. d. M. im Raibssaale in Ulm zusammentreten.

Dresden, 21. April. (W. T. B.) Die beute im GeWerbc- [)auie abgcbaltrnr Fröbelfeicr war von über 3000 Personrn besucht; an drrselbcn_nak)mep auch die Vertreter dcs Kultus-Mini- strriums, dcr Ober-Vurgcrmeister und mehrere ausländische Delcgirie aus VERENA, Bologna, Kopenhagen Und anderen Orten Theil. Die Frsircdr bicit 131“. Lange aus Hatzibnrg.

Das Königliche Schauspielbnus bracbie gestern Vom Dichter der „Karolingcr“, Ernst von Wildcnbrucb, ein neues iiinfaktigcs Trauerspicl „Harold“ zur ersten Aufführung. Der Autor bat scinrn Stoff der nordiscbrn Gkschicbtr entlehnt, die ein reiches Fcld der Auslese fiir die tragische Dichtung gervcsen ist. Mit un- rrichbpfiicbcm Reichbum zeigt sie uns in Mchselbbüem Bilde den Kampf der Völker um ihre böchsirn Ideale immer bon Neuem in einer beldengroßrnScelc verkörpert, Welche mit ihrem eiiienen Geschick auch das Schicksal der Nation befiegclt. So steht Harold als letzter Retimigsiburm der Angelsachsen an der Scbeidcgrenzc der Völker dcn beranflutbcndcn Normannen gegeniiber. Mit ibm fäUt auch die Frei- beit und Selbständigkeit seines Volkes. Der Dichter bat mit meister- hafter Sicherheitdie Fäden dcr Verwickelung und der Lösung in scinen dramatiscbcn Stvff bincingrtragcn. Harold troßt dem König Eduard, als diescr ibm gebietet, dcn Normannenberzoa Wilhelm, den Erbfeind seines Volkes, untcr irgend eincriiVorivande in scincm Schlosse zu empfangen. Dcr König vrrbanni ibn und seine stolze Mutter, bcbäli aber als Geisel dcn jiingstcn Sohn, das Herzblut dcr Muttcr, zuriick. Harold kcbrt an der Spike cincs Heeres nach England zurück, um seine Rccbtc und dic dcs unterdrncktcn Volkes zu wahren, und ums; hören, daß das Kind sich im Normanncnland bcfindct Als cr von dort sein Kind bolcn wiki, rreilt ibn icin furcbtbarrs Grirbick. Des Herzogs lirbiirk'c Torbicr crxüübt in Liebe in ibm", ami) Wilhelm cr- krmit dcn Edelsinn nnd die Größe fcincs Feindes und inkbt dcniclbcn (m sicb zu fesseln. Harold scbwört zuvor, obne larincs Vrsinnen, cinen Eid, dessen feindlichen Doppel- sinn er nirbt crkamit bat, nnd diircb wclcbcn England in die Hände dcs Norma::ncn fallen soll. Alx» er dir Dentung erfäbrt, ovfcrt cr srine Liebe und srxxt dnrch Eidbrucb icin ewiges Seelenheil auf das Spiri, um icin Vaterland iu rcttcn. Seine von (Jewiffcanualcn zcrriiicnc Srclc smdct ctst im Tode Rubi". Wilhelm, der Normannc, crrcicbtdas Ziel srincs Ebracich, aber er erkanft es mit dcmchcn dcr beißxiclirbtcn Torbtcr, die mit dcm Namcn Harolds auf den Livpcn stirbt. Dad Stiick [cat aufs Neue [*credtcz Zrugnifi ab für dic bobc drama- tische Begabung dc?» Autors. 2111 riniclncn Stcllcn sind die Scrncn ctwas zu Mit ausiiciboniicn, doch selbst dann vcrfcbltett sic nicbt einc tiefgehende Wirkung auf das Publikum. Die (Tbm'ai'tcrc sind klar und plastisckd ldcrmisgearbritct bis zu ihrer letzten Konscqucnz. Die Wirkung des Dramas wird dnrch die wobl- lautende, bildcrrciii'c nnd edle Spracbc Wesentlich crbbbt. Von binrciürndcr Licblickvkcit Waren die Sccncn, in dcncn Prin- zessin Adele in ibrcm fröhlirbcn Iuarndrci; vorgeführt wird und dcnrn gegeniiber dir diistcrcn Schliiixscencn in 11er grellrrcm, nnheimlicbcrcixi Licbtc crichicncn. Tie Bescxung dcr Traaödic war vorzüglich. Selbst die weniger zur (Iicltnng kommcndczt Rollen [agrn in den Händen begabter „Künstler. Ten .Hcldr'n Harold braibte Hr. Ludn*ig_in seiner ganzen Gröiic znr Atiiii'nuuna. Sciwn in den critcn Scrucn kündigte das ?lufbrauscn dcs juacndlicbrn Harold dcn spiiter [*cranzicbcndrn (chittcrsturm an, dcr dcn Jüngling zum Mann und Hrldcn srcstaltct nnd ibn s(blicsilick) qualvoll vernicbict. Hr. Bcrndal «ab die ?Kollc ch- scblaucn nnd dock) aroßbcr igen Normmmcnbcrzogs icbr wirkungsvoll, Aus dcm schwankenden (Eibarakterbildc' des Königs batte Hr. Kabir ein crgrcifrndcs Kabinctsstück beraus- nearbeitct, Frl. Mcmr spielte die ,Adclc' mit dcr ganzen be:.rubcrndcn Anmutl) , dic ibr eigen ist. Ancb Frl. S_toll- bcra ((Hvtba) löstc ihre Aufgabe in befriedigendcr Weise. Das ubcr- mik- zablrcicbr “Publikum imb durcb seinen [*caeistcrtcn Bcifall zu cr- kenncn, das: dir erbte dramajiscbc Poesie nichts von ihrem unver- ßämilirbcn Einfluß auf die Mcnicbcn verloren bat. Scixauipirxrr und Dicbtcr wurdcn nacb jcdcm Akte", bciondcrs dcm vierten und funftcn- stürmisch Lernfrn und mit Beifall iibcrsrbüttct. _ _

_ L rllc-Alliancc-Tbcatcr. Das Eiiicmblc-Gaitsrtxl dcr Mitglicder dcs Wallncr-Tbcatrrs, welches sicb gerade in dicicm Jabrc cines außerordentliÖen Erfolges erfreute, findet mit Ende diescr Woche seinen Abschluß und bringt nur noch 5 Wiederholungen der Gcsanasi'ciic ,eri x-Pvriv'. Am Sonnabend [*cainnt das (Hait- spiel des Hrn. Emil Tiscmas imd seiner Gattin in einer Novrtat, „Villa Sanssouci“.

Eduard

Redacteur: Riedel. Verlag der Expedition (Kessel). Druck: W. ElOnct. Fünf Beilagen (cinscblicßlicb Vörsen-Bcilage).

Berlin:

M 95.

L

zum Deutschcn Reichs-Anzeiger und Königlich Preu

Erste Beilage

Berlin, Sonnabend, den 22. April

ßischen Siaats-Anzeiger.

1882:

Yichtamtliches.

Preußen. _Berlin, 22. April. Im weiteren Ver- laufe der gestrrgqn (50) Sißung feste das Haus der Abgeordneten die ' zweite Berathung des Entwurfs eines Gesetzes, betreffend die Erweiterung, Vervollständi- gung und bessere Ausr_üstung des StaatSeisen- bahnncßes iOkk- Bézüglick) de?- Centralbabnhofcs zu Cöln, zu dsssen ,Gsstaltmig'die Regierung 22 500 000 915 for- derte, empfahl die Kommission die Streichung dieser Position, und schlug zugleich folgende Resolution vor:

,Die Königliche Staatsregierung aufzufordern, mit drr Stadt Cöln Wegrn dercn Theilnabme an den Kosten der Vrrleaung des Cölncr Giitrrbabnboics und der Durchgangsgeleise an die Festungs- Enccinfe in Verhandlung zu Treten, und dem Landtage in desicn nächster Sitzung mit dcmlBericbt Über das Resultat dicser Ver- bandiungcn AUTO" dic Plänc Und Kostenansibläge über die von der Stadt Cöln gcwmiichtrn Babubofsanlagen und die dmnii zusammen- hängenden Nendrrungen borzulcgen.“

Hierzu hatten die Abgg. Berger und Gsnossen Folgendes beantragt:

Das Haus drr Abgrordneirn wvÜe beschlicßeii:

Unjer Ablcbmma des Antrages der Kommission 8111) 2, in §. 1 111. Nr. 3 die Regierungsvorlage:

„Fiir die Umgrstaktung der Bahnhofsanlagcn in

Cöln die Summe von . , . . . . . . 22 500000 «14

wiederbrrzusteüen und am Sch1Uffe dcs §. 1 folgendes neue Alinca hinzuzufiigcm :

„Fiir die Ausfiibrimg der borsicbrnd unter 111. Nr. 3 vvrgesebenen

Umgestaltuxig dcr Babnboisanlagcn in Cöln ist ein nruer Plan

festznstclicn, durcb Welchen, unis): Beibehaltung des jetzigen

Ccntralbabubbfcs Von den den Dom umgebenden Siraßrn und

Plätzen keitie größere Grundfläche als scitbar in Anspruch ge-

110111111811 wird. Außerdem sind der derzeitige Güterbahnhof Und

die Durcbgangschcise an die zukünftige Umniaüung zu verlegen

und ist fiir den Personenbcrkcbr in der Neustadt gceiguefe Vor- sorge zu Treffen.“

Ferner bkantragtcn die Nbgg. 1)r. Rosckeratl) und Genossen:

Das Haus der Abgeordnetrn molle bescblicßen:

„Unier Ablebmmg dcs Kommiisionsantragcs 8111) 2 die Regie- rusrxgävorlage in §, 1 111. Nr. 3 in folgendrr Faffung wieder her- zu e en:

„Fiir Erböbuna urid Umbau des gegrnwärtigen Cökncr Central- Pcrioncnbakmbofs am Dom, Herstellung angemessener Bahnhofs- anlagen für den Perjonanrkebr in der Ncusiadi Cöln, Beseitigung der Niveauübergänge innerhalb der neuen UntivaUung von Cöln, sowie für Verlrgung der dortigen Giiter- und Rangirbabnböfe die Summe von 22 500000 .M

Der Abg. Bücbtemann als Referent motivirte den ab: lehnenden Standpnnkt der Kommission und hob die Bedeutung der von derselben vorgeschlagenen Resolution hervor. ES handle sich nach dem RegierungsProjekt lediglich um eine Höherlegung dcs Vahnhofsterrains, so daß also die Bahn über verschiedene Straßenunterführungen hinweg einen Theil der Stadt durchschneiden, im südlichen Stadttheil jedoch in das alte Niveau Übergeben würde. Gegen dieses Projekt seien die verschiedensten Bkdenken laut gewordon. Vor Aljem sei für den ablehnenden Beschluß der Kommission maßgebend gewesen, daf; man eine Erweiterung des Centralbahnhofs über kurz odcrbmg für nothwendig halte,1mddaßdanndie jest be- willigte Summe verschwendet wäre. ,Die Pläne der Regierung hätten die Zustimmung der städiisck)€11Bcl)ördcn nicht erhalten und sei dieses Urtbeil ebenfalls für die Kommission von Ge: wicht gewesen.

Der Abg. Dr. Rocckeratl) béfiirwortete stinen Antrag. Derselbe sei von sämmtlichen in 66111 wolmenden Mitgliedern dicses Hauses unterzeichnet, sei von der Cblner Stadterweite- rungEDcpntation schr cinacbcnd diskutirt und einstinnnig gebilligt worden. Auch das Gros der Cölner Bürgerschaft, soweit diss aus der Cölncr Preffe ersichtlich, sei mit demsel: ben cinvcrstandcn. Was er wolle, sei auch von oer Regierung für diskutabel erklärt worden, sie sei auch bereit, (1106 MHZ: liche, was Cöln wolle, zu machen, aber die Cölner sollten es bezahlen. Dies sei aber unmöglich. Cöln habe für diese Balm bereits sehr schwere Opfer gebracht. Nur dadurch, daß es das Risiko der Stadterweiterung, welche 5 MiÜionen gekostet habe, übernommen habe, sei diese Anlage iiberhauptmöglicbge- worden. Der Vorschlag der Regierung laufe aber den Ver- kehrsintercssrn (Tölns zuwider. Der Ausbau des Centralbabn- hofs am Dom zieni'tge nicbt, dsr Personen: und Güterverkehr erheische noch mehrere Stellen. Wollte man den Centralbahn- hof am Dom der Frequenz entsprechend weiter ausbauen, so müßte man den Dom abbrcckFn, um Play zu schaffen. Dies würde auch mehr als 221/2 kiUionen kosten, während sein Vorschlag zn demselben oder zu einem noch geringeren Preise, aber mit beffcrem Effekt, ausgeführt werden könne.

Der Vlbg. Berger zog seinen Antrag zu Gunsten des Antrags Rorckerath zurück. Betreffs der Bahnhoföcmlagen in Cöln seien eine Menge Mißverständnisse entstanden. Einerseits habe die Regierung geglaubt, dic Cölner wünschten zwci Centralbahnhöfe, andererseits meinten wieder die Bewohner der Neustadt, die Altstädter mißgönnten ihnen den Besitz einer Bahnhofoanlage. Beides sei jedoch unrichtig. Ueberaus nothwendig wäre aber der Bau einer zweiten Rhein- brlicks, die durchaus nicht so theucr zu stehen käme, als man vieüeicht glaube. Die Zevigc Brücke habe al1erdin 6 seiner Zeit 4 Millionen Tha er gekostet, man würde iie aber gegenwärtig für ebensoviclMarkhersthen können. Wenn die zweite Briicke erri tet würde, dann könnten die ver aat- lichten Bahnen den 9 ammten Gütervrrkchr und einen „:.heil des Personenverkehrs, 1141111113) den Transitverkehr, in die Hand bekommen. Der Antrag Roe erath beabsichtige ni t, an dem

Ygenwärtigen Zustand etwas 2a ändern. Nieman wolle den

ntralbahnhof von seiner jeß gen Stelle entfernen, aber der Antrag wolle doch der Zutun]: Rechnung tragen. Cöln werde in 20 Jahren voraussichtlich eine Bevölerung von 300000 Seelen baden. Cöln sei in seinem Wachstbum durch die , werke ewaltsam zurückgehalten worden, es würde da er von hm angegebene Vermehrung der Einwohner keineswegs eine ungesunue Entwickelung sein. Sein Hauptinteresse bei dem Projekt liege aber an dem Dom, den er und seine poxitifchen Freunde in &ck& Weise benachthei- ligen, sondern m seiner Umgebung in mögltchstem Glanze

erscheinen 1affen wo11ten. _ Eine Konsequenz des Re- gierungpr01ekts wäre ]edoch m der That dio, daß der Dom dadurch leiden müßte. ,Mögx daher die Regierung den gegen- wgrttgen Umbauplan in geeigneter Weise modifiziren. Ebenso ware zu wunschen, daß sonJohl der Westbahnhof, als auch der thnbof" ani Pantaleon Wieder, m Betrieb gesetzt würde. Es 1007611 „fur em so großes Eememwesen, wie Cöln, drei Babu- hqfe bemeswegs zuviel. Die Annahme des Antrages Roeckerath sei drixrgend zu empfehlen. '

Hierauf ergriff der Minister .der öffentlicher: Arbeiten Maybach das Wort:

Meine Herren! Der Hr. Abg. Berger bai empfoblen, den An- trag Roeckeratb anzunehmen, obWobl er in seinem Vortrage der Hér- stsllung einer „ziveiten Brücke in Cöln sebr lebhaft das Wort geredet bai, dtesx Bruckenanlage in dxm_Antrage Roeckeratb indeß nicht vor- geiZben ist. Ich könnte ja mit ihm _ rcin eisenbabntechniicb _ dcr ZAanYT sem, daß eine ziveite Brücke in Cöln ganz erwünicbi wäre, ick) konnte sogar sorveit gehen, Wem) wir tabula raM machen könnien, zu sagen;, lassen wir die alte Briicke ganz im Siicb, bauen wir die neue Brucke, legen wir draußen im neUen Staditbeil cinen Central- bZLMHVf an, der für die Eisenbabnbediiriniffe ausreichend ist; _ wir koxmen dann_ verweiden ein Provisorium, die Unbeqnemlickykciten Wahrend drs Umbach, wir können uns cinricbien, so “weit und so breit 'Wie wir Wollen _ das Wäre rein eisenbabnterbniicb, _ aber, meme Herren, nicbt im Iniereffe der Stadt Cöln und icb glaube, aucb nirbtjgcmz im JntYreffc des Verkehrs. _ Darüber, dAß es em Bxdurfmß 1ft, in Cöln emen Umbau borzunebmen, Wandrl zu Waffen in den jetzigen unleidliében Zuständen, ist nirgend, nieder innerhalb noch außexxbalb des hohen" Hauses ein Zweifel erhoben, die Frage. ist nur: w1_e ist dem Bedurfniß abzubelfen? Srii Zabren iii, Wie. auch die Motive mitibeilen, dariiber berbandcli Wordcn, Welcher Weg emzuirblagen sein möchte, um dem aUrb frübcr sckzon, bevor die Stadieererung beschlossen und durcbgcfiibrt war, vorhandenen Bc- durfxnß zu bxgegnen. «„War unter den damaligen Vcrbältniiicn scbwmtg, zu ciner Yerftandrgung zu gelangen, iiber das Wie und Wann uber die Koirenfrage. Jetzt ist uns die [Mere Frage in gc- wiffer Bezicbmxg erleichtert, die erstere ist nach wie vor schwicrig. Die Siaatsregierung bat sicb bei Uebernahme der Rbcinisckycn und der Coln-Mindenxx Babn'und Angesichts der geplanten Verstaat- lichung _der Bergiicb-Märktscben Balm alsbald dariiber bergrmacbt, em Yroxki qufzusteÜen, wre es 1111 AnscblUß an die gegenwärtich Verbaliniffx m Cöln das geeigncistc zu sein schien. Wir baben ge- hofft, daß „innerhalb der Stadt Cöln bäld Aeußcrungen dariibcr [mit werden xourden, ob auch die Interessen drr Stadt dabei zu ihrem chbie kamezi. Wir haben, glaube ick), darin richtig gcbandrlt, das; Wir das Proxckt auf der Grundlage des bcstcbendcn Zu tandes aufgebaut ;[xabem drnn das gebe ick; dcm Hrn.Abg. Berger ni t zu, das; kiinst- lich und itnnatuxlich sich eine Hypcrtbropbie des Verkehrs in Cöln um den Dom, “in der Nähe des Bahnhofs, entwickelt babc. Ick) glaube, der,Dom wird für“ den Verkehr der Stadt von außen wie bon innen immer ein Hauptanziebungspunkt bleiben, es wird sich dort immer der Hauptberkebr entwickeln; wir Werden niemals _ das wii] a_[[erdings aucb der Herr Abgeordnete nicbt _ in die Lage koxnmcn konnen„emen Hauptbabnbof aus der Nähe des Doms zu verlegen.

Wir haben also ein Projekt auFearbritei, darüber verhandelt und geglaubt, das Projekt treffe im A gemeinen das Richtige. Wäb- rend der Verbandlungen in diesem bobcn Hause? aber Haben die städti- schen chördrn von Cöln sick) veranlaßt «cfiiblf, die Angelcgcnbcit nch) naber_ als früber zu erörtern _ irb bemerke iibrigens, daß auck) ber den fruheren Crörterungcn schon Vertreter dcr Stadt Cöln und auch dcr_ Dombaumeister zugezogen Waren _ und haben nun" vericbicdcnc _ Voricbläge gemacht, wie nach ibrer Nniicbt iioch besirr allkzi Interessen zii genügen wäre. Es» mag sem, däß cs niißbcriiandcn ist, Wenn man bcbnupict, die Stadt Cökn wolle zivci (Ccntralbabnböfe bach. Ick muß iiidcs; gc- siel)cn;' daß nacb Allem, Was ich bis cht gehört babe, ici) miri) nickii liabe ubcrzcugrxi könncn, das; der Wunstb der Stadt Cöln in der That nicht (rns zwci Centralbabnböfe gerichtet ist. Das; drm aber ntrbi 3." entsprechen ist, licgf auf der Hand. Wir haben also ein Proictt ZuSzuarbciien gehabt mit einem Kosicnanjiblagc urid bach nun „_Emchdungcn daiu cntgegcngcnommcn. Ibrc Budget- k011111111s10n,' dic anfäniiliri) sicb ja auch diesem Pwirkt _zuncrgic, ist _ durkb dic Acqßernngcn dcr Stadt Cöln 111. tbxrr uribrümlickycn Anifaiiung ivankcnd aewvrdcn, und [,mit daiur, dgf; da;“: Um: der Stadt Vorgcbrache besonderer Prüfung bxdarf, __dax; (1170 die Farbe angrnblicklicky zur (Entscbcidmisc norb mrbt reis iet. Und, meine .Herren, Wenn Sie dem Wunsche drr Stadt 0001 m mcbrcrcr Weise, als die Staatsrcgicrunzi cs bisbrr in Aus- 1_ni)t genommen hat, entgcgi'nkommrn wollen, _ dariiber läßt sicb ja ]yrcchen _, dann mu, icb sagcn, der Beschluß dcr Budgetkommission Ut ck_n durchaus korrc tcr. Und icb muß Weiter sagen, daf; ein Be- icbiui; nach dem Anfrage des Hrn. Aba. Roeckeratl) fiir dic Staats- rrgtcrung ' nicht brauchbar ist. Dieser Beschluß würde der Staatsregierung einen Kredit grwäbrcn für eine Projekt und eine Anlage, deren Kosten, dercn Art der Ausführung wir gar nich krnncn. Ick glaube, mcinc Hrrrcn, auf diesen Boden dürfcn wir 11an treten, wir würden uns damit einer großen Vcrantwortlicbkcit aqéieben. ' Und so so sebr ich im Interesse der Cisenbabnvcrwaitung n)1e_ aucb tm Interesse der Stadt _Cöln wünschen möchtc, recht bald dicic Frage in befriediacnder Wcijc zu lösen, so könnte ich ancn dock) nur ratbcn, diesen Antrag nicbt anzunehmen. Die chicrnng ;911 nach dem Gcscßentwurf die Crmacbtiguna erhalten, dicieAus- r:b_runarn,_ dercn tm (Hcscxxcntwurse gedacht ist, vorzuncbmcn; abcr ivcnn dixje (Frmarbttmmg ;o crtbcilt würde, wie hier vorgeschlagen, würden wir doch Ficnötbigt cin, neue Projekte, neue Kostenanscblägc ausza- siLUU], mit der Stadt Cöln in Verbandlun zu trctrn und zu prüfen, ob jvtr denn überhaupt mit den 22; 2 illioncn die ganze Sache mgrbcn kiinnen? Wenn, wie ich glaube, das aber nicht der Fall ist, dann Wurden tvtr uns „bütcn müffcn, die Anlagen zu beginnen und genötbist icin, vqn Neuem mit einer Forderung an den Landtag zu treten, bevor wir beginnen., Auf die Einn*c11d11_11acn Ferbniscdcr Natur. die bicr gcgen das Prvjekt erboben sind, wird mcm Herr Kommissar nachher noch antworten.

Wir können also, wir gcsaat, cs beklagen, daß wir im Auacn- blick in dieser rage nicbt writer roracbcn können. Wir können an- erkennen, daß ctnzclnc Wünsche der S_tadt Cöln Beachtung verdienen, wir wollen aber vorerst uns bcmuben ein Projekt zu finden, wclcch dxn Wünschen der Stadt (Eßln obne zu große Belastun dcr Staatskane _ ich muß auch dies hinzufügen _ gerecht wird. der wir durfen uns, ich wiederhole cs, nichtoobne Weiteres in Unterneh- mungen cinlaffcn, dercn Tragweite wir nicht überscbcn können. Ick kann also hiernach und nach der Stimmung, die hier im Hause zu walten !cbcint, nur empfehlen, dcm Vorschlage der Kommiiswn ficb anzuscbl eßen.

Die Frage, ob es nicbt gut sem wird, die Brücke, von der er Frack), herzustellen ist eine Frage_dcr Zukunft. Dail Projekt der , taatsreaierung iii berechnet auf die Gegenwart und die absehbare Zykunft, auf eine mögliche Entwickelung, dtc in weiter Ferne liegt, können wir unmöglich jcvt schon Rürkßcvt nehmen. Ich laub: auch, da bei keiner Anlage ein anderer (Hr 1ch1U*unkt inne e alten werden nun,

als das; wir das gegenwärtige und das ab ehbare Bedürfni? ins Auge fassen. Wollten wir mehr, dann müßten wir eben An agen

' lick) beanspruchsn.

F

Waffen, die idfori sebr große und vielleicht ganz unnütze Kosten Verursacblen Wurde_n. Ich kann nach alledem nicbt widersprechen, wxxm Sle'JÖkékielfs fich dazu verstehen, dem Beschluss Ihrer Kom- mrision beizutrsten. Darum muß ich aber bitten: [ebnen Sie den Antrag Rocckeratb ab.

Der Abg.'1)'r. NLicbensperger erklärte, troß der Aeuße: rungen drs Ministers habe er noch nicht able Hoffnung auf- gcgeben, daß das Hausßdxm Anfrage von Roeckerath zustim- men werde, da keine ermilichen Bedenken gegen denselben er: hoben ißten. Nucl) dur Minister erkläre den Antrag nicht für schlLchlhln unqnnehmbar. Der Minister habe nur gesagt, daß dßr Antrag nicht brauchbczr sei. Indessen seien die Gründc, dW bieriur vbrgebracbt seien, von so allgemeiner Natur, daß das Hach n_nt densslben a[le die Beschlüsse, die hier gefaßt WWU, vernichten könne. Auch bei den Düsseldorf?": Bahnhofsbauten seien die Kosten der Anlagen nicht genau festgestsüt, und an ein gewisses Hin: und Hsrschwaiiken „den Kostenanstblägen gegenüber sei man in .Preußen 1mmer bei der Ausführung von Bauten gewohnt géwesen. Vergegenwärtige man sich doch Zwick), daß 016, Stadt Cöln eine preußische Stadt sei, daß sie 101 thlanY'lißge und ihre Interessen mit denén des Snakes nrch_t1m'Widerspruch ständen, da sei es wohl nicht gerecht- fsrttgt, die Sache zu verzöaern, in der Hoffnung, daß man dEr Stadt weitere Zugeständnisse abzwacken könne. Es entspräche em s01ch9s Verhaiten auch Nur wenig den Aeußerungen, die man immer gehort, daß die Gemeinden iiberlastet seién mid anuibreßntlasinng gedacht werden müsse. Gerade bLi Coin ktrmre em'e E tlastung sehr indizirt, und er bitte darum, daß sie Regrerizng, faÜs der Antrag von Roeckeratl) ab- gelehnt WSWS", nicbt fuchs möglichst vici vom Staate auf die Stadt abzuwalzen. Fiir aÜe Kenner habe der Abg. Roeckeratl) die m Coin obrrialtsndsn Vcrbältniffß in so klarer Weise dar- gestellt, daß ex sicb ieder weiteren AUSlaffung enthalten könne. DLL Siadt Coin MWS schon 12 000 000 „16. aufwenden müssen, um friihere?» Eigsntbum an' sick) zu bringen, obschon die Rechts- frage 21le offene sLT, ob die Stadt nicht eine unentgeltlicbs Ueberlaffung dcs Tarrams, das vormals zu Veiestigunaswerken verwendex worden, bean“|pruchen könne; die Stadt Cöln habe ferner, „MLM! sie als VoUwerk gegen das Ausland gedient bqbe, Ö,": Staat-theresscn in höchster Weise wahrgenommen. Coin ourfs daber wohl init RLM soviel Schonung als mög- " Stande ihm persönlich eine Entschei- dung zu, so wurde er stehen bleiben bei dem Beschluß der Stadtperordneten, so wie derselbe vom Abg. Roeckeratl) 111t9kaUrk woxden___sei. Der Csntralbahnhof soÜe bleiben, da sicb, aUs Vsrha1t111116 nac!) dcmselbrn aesialiet hätten. Das schließe aber nicht (11193, das; in der Peripheris der Stadt, ebenso uns "es in anderen Städten geschehen sei, _Succursalbahnhofe geschaffen Würden. Ein Grund, der ihn bewogen habe, auf Seiten des Stadtverord- 11§ten11cschlusies zu treten, beruhe auf dem Ver- bq1tmß des BahnhofsProjektes zum Dom. Denn wurde dasselbe aus;]eiührt, so würde der Dom dcn Bahn- bossanlagen gegenüber stch wis ein Wartesaal 3. oder 4. Klasse ausriebmen. „Er bemerke indessen, daß der Ministor nacb dieser Richtung hm Erklärungen abgegeben habe, die be- ruhigen köniiten. Redncr ging nun näher auf den Antrag Rochatb ein. Tcxselbx sei formulirt nach den Beschlüssen dcr Gtadtvcrordnctrtweriammlung. Zu ernsten Vedenkcn könne ds_rsrlbe also 111011 Bcranlaffung geben. Eine Hinausschiebung, 1012 der thncr sie angedeutet, wsrde aber nur eine Ver- tbeucruna der Grundstücke, deren man bcnöthigc, zur Folge habsn. „Denn erfahrungsmäszig steigerten sich die Ansprüche der anßcr von Jahr zyJahr. Er bätxc darum gar nich gozweticlt,_ das; dcr Minister dem Antrag zustimmen wiirde, wenn dcriclbe nicht vor ihm gesprochen hätte.

Dcr Nbg.Frl)r. “17011 Minnigerode wünschte erst genau fest- gestelit zu Wissen, Wieviel die Stadt Cöln zu den Anlagen zu kontxibuircxn habe. Vorher eine Entich€idung zu treffen, empfohle sick) aus firiaitztcchnischen Griinden nicbt. Er halte digYanangxlogenhsit, 1100) nicht für iprucbreif, um einen be- nzntivén Beichlusz, ww. dcr Anirag Roeckcratb, dem er prinzipicll nicht cntgcgen sci, 111069, zu fassen. Er, Redner, werde also hkute gegen diesen Antrag stimmen.

Der Aba.Bachem bemerkte, da sich nur ein Redner gcgen dcn_?lntrag Rocckcratl) gewendet habe, so dürfe er daraus wobl schließen, das; _das Haus. demselben zustimmen werde. Die Angelogcnbert hinauszuschieben, würde nicht ungefährlich sein.

Der Antrag Roeckergth wurdc hierauf abgelehnt, dagegen der Anima der Kommisjion angenommen.

Die Aitsga'brn für die Bahnhöfe in Bonn und Tricr wurden gsnehmmt, die, fiir den Y_ahnhof in Coblenz dem An- trags dcr_Budgrtkomnnsstou emäß abgelehnt; genehmigt wur- den 2112100116 31.100 000 „Fl: ür die Verbefferun der Hütten- und Grnbenanschlüsse tm rbeinisch-westfälischen e ikke, sowic 30000005“: für Erweiterung der charaturweristättcn und Lokoxnottvxclxuppen; ferner 11000000ch4511r Vermehrun dcr Betriebsmittel und 300 000 .45 zur Deckung der Mehr osten dcr Be_bra-Friedlä_nder Eisenbahn.

Die Kommisjion hatte ferner beantraat:

Dj_c Staatörcgicrung zu ermächtige": Mit der Ausführung der voritclyend unter Nr. 1. aufgeführten Babncn ist erst dann vor- Yitgcbcn, wenn nachstehende Bedingungen erfiillt find: &. Der gc- 1ammtc zum Bau der Bahnen einicblirßlirb aller Nebenanla cn, nach Maßgabe der von dem Ministcr ker öffcntlicben Arbeiten cst- zustcllcndcn Projckte crforderlicbe Grund und Boden ist der Staats- regieruni uncntgclllicb und lastenfrci zum Eigentbum zu übcrivciien oder die Erstattung der sämmtlichen staatsseitiz für dcffen Beschaffung im Wege der eu Verein- barung oder der Enteignung aufzuwendcnden Kosten, ein- schließlich aller .1cbencntschädigungcn_ fiir Wirthscbastöerscbwer- nisse und sonstige Nachtbcile, in rcchtsgultmcr orm zu ubernehmen und fichcr zu stellen. Zu den Grunderwerbkko ten ür nachfolgende Babncn soll staatsscitia cin Zuschuß gewährt wer en, und zwar: 8. für die Babu zuNr.12 (Wcsterburg-Hackocnburg) von WM.“, ». für die Bahn zu Nr. 13 rüm-St. Vith-Montioic-Rotbe Erde (Aachen) bezw. Faimonvillc- almcdv) bon zusammen 433MB .it, 2. für die Babu zu Nr. 16 (Abmeilcr-Adcnau) von 3000kl) .“ 13, Für sätnmtlirbc vorxtcbend unter Nr. ]. bezeichnete Bahnen ist die Mitbcnuyung der (C ausseen und öficntlicbcn Wege, soweit dies

(Schluß auf der Vierten Seite.)