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Ka en- und Reebmm kwesen. Ueber Tara. Biersteuet. _Takack- Tr. Statistischeg Gebühr. Unter .V_ctke_b_r mit Féland' find Witheilungcn über Zollvcrbaltnine nus Frank- reich, aus der Sekwciz, Rumänien, Rußland und O_efter- reich enthalten. An Aufjäxen und Abhandlungen find erschienen: Köllner und Sünder!_ vom Steuerratk) Siemens in Celle; Ueber den tiff der vereinsiandjjckpen Erzeugung im Sinne des §. 113 d_es VereinSongeseßes, vom Haupt:Sjcueramts-Controleur Hartan 111 Celle; Tatifirung baumWoUeyer Garne, vom Oker-Controleur 5 app in Scblctista'ct. Unter „VcrjchiedcncS' _sind Mittheilungen über die oUrcform, die_Wirfnng Yer Zölle aus die Land- und Forstwirtb- cbaft, über Pserdckezintnikz. Pfctdcmustcrung :e. enthalten. Am Schluss sind die' Per]onalvcrändetungcn aus allen deu11chen Vereins- staaten mitgctheilt.
__ Aus dem Rccbnungöabfcbluffe der Magdeburger All- gexnetxtcn Versicherunas-Aktien-Gesellschaft pro 1881 thc11t_dte Vexwaltung vorläufig folgende Zahlen mit, sämmtlich ab- zuglick) Ruckversicberung: Prämien-Reserve-Vortrag aus 1880 2874 921 „M, Prämien-Einnabmc in 1881 4254 939 „M, Prämien- *Rescrye-Uebertrag auf 1882 3 388 960 314; bezahlt für Schäden *inkl. Regyitrungskostcn und Réntcn 2552711 “FE„ rcscrvirt für unerlediafe Schaden und Invaliditäts-Rknch ] 455 647 „44, Gewinn-Anibcil- Reserve in der Lebensverficherungs-Branche für die mit Anspruch auf Dividende Vcrsichertc-n aus “(“e-n Vorjubren 157 160 244, aus 1881 63 294 „16,_ zusammen 220454 .“ Bestand des Rescrvcfonds 11113. 1881 368 464 „M und des Sparfonds 30 780 «ck Die Dividende betragt 57? 0/0 oder 17 «14 Pro Aktie.
___ Nach dem Jahresbericht pro 1881 erzielte die Bergisch- Maxkische Bank nach eitxkr Abschreibung von 152 826 “75 fur FaÜtienvcrkuste eincn Reingewinn von 655 000 „714 Es Werden 16230 «44 dem Reservefonds überwiesen und dem von Rest eine Dtvtdende bon 62/30/13 berjbcilt. Von den jungen Aktien der Bank Mixden 1099 800 «16 zu 1103 bis 115.) begeben. Das gewvnnene Agio ist dem ReserVLfonds einberleibt worden, der 613 692 „44 mn- faßt. Das Aktienkapiial beträgt 90051060 «44 Krcdiwren belaufen
sich auf 7999 817 «M., kaositkn' auf 1 136 479 „15, Trath Waren in'
Höhe von 3992 295 „46 im Umlauf. Aktiva sind: chbsel rund 7100000 216, Kassa 752519 „,“-, BauiiLrgutbabkn 815202 846, Grundstücke 645 289 216. und Effekten 400 349 „16 Ju [L)kkkkl] find mit enthalten 200 000.45 50/0tigeGrundschuldbricfe dc-r Zr )2 Dannen- baum als Rest der übernomchen Anleihe von 13 Millionen.
_ Das „Dresd. Jonrn.“ tbcilt 1111169 dem 12. Mai Foigendcs von der Leipziger Messe mit: Das Rancbivaarengesckyäft bkgann in dies?): Ostermeffc friiher, als es bisher der FalT War. Viele ausländisckye Kc'infer trafen [WMS 14 Tage 1.191? Beginn der- selben bic-r kin. Die Messe nabm übkrbaupt dicImal wie in frü- hcrcn_ Jahrcn einen regelmäßigen Verlauf, da die Auktionen in amerckani1chcn Rauchwaarcn ausfielkn. Cs ivurdmt bald in dkr x_rsien Woche bcdbutcnde Gsichäftc gemacht; an demselben bciHeiligicn 1111) ;,um großenTheil Engländer, Franzosen, Oesterreichr und unsere deutskhsn Kürscbgier. Zu [)CWUUÖLkÜ War, das; 11013 516 schlxcbtcn Gcscbafisgangcs im lethcn Winter und trol) Preis- erhoimngen dcr Raucbwaaren, Vtclcs rascher vergriffen Wurde. Amerikanische Waarcn wie ' Bisam, Biber, Skunks, Opyoffum, Sckyuppcn, naturelk wie schivarz gefärbf, wurden schnell verkauft, eben- so das kleine schivarze FcÜMrk, trotz 50 % Anfscblag. In roher Laubwaare Haben fick) Fiicbsc und Jltiffc iibkr Erwartung scbncll und zu erhöhten Prc-isen geräumt, bingeakw blieb?" Mardkr, namentlich Baummarder_€ mid Otter Vernachlässigt, 101551015111 War starker Bxgehr, Vorzuglich nach schwarzen für Amerika, England und rank- r§tch. In Landbasen War das Geschäft ebenfalls gut; es it von dixscm Artikel fast nichts mehr am Platz?. Kanine, schw§rc Waare, blieben gefragt _11_nd Wurden vikl gekauft. In Zickelfe'llcn hingegen ging das _Geschast sebr scbleppend. Ju russischen Waaren ist bis jkßt noch Wenig gemacht worden. Jin Allgsmeincn fiel die Mc e cher FTUIWW man fick) vorgcstkllt, sic ist als cine Jute Mittelme-se zu c
a en.
_ Das Gcscbiift in Leinenivaaren, namentlich in guten Halb- lxmcxi, starken RkinllinkU und Bettzeugxn War "dicse Messe vorzüg- 11ch i_n dsr sogenannten Engroéivockw, recht belcbt. Es Wurden diesc Fabrikate, wenn auch zu gedrücktkn Prcissn, so doch vollständig an den Mann__gcbrack*x, _ja cinzelne Fabrikanten erbiclicn sogar ansehn- liche Auftrage m_tf Waterc Licfcrung. Dagegen blieben dia schweren und fetnchn Rctnlciiicnwaarcn, sowic schiwcre Tischzcngk, Bettdrell unqunktucbcr immer wieder vernachlässigt. Ebenso ungefragt blieben auch 1:12 gcringcn Halbleinanarcn. _ Man bemerkt aus dem obigen GquffMana, daß das dcutschc Volk albnäblicb wieder in die alten wlidcn Bahnen einlcnkt und wieder bessere Waare zn kaufen bc_strcb_t i_st. _Diejcnigen Fabrikanten, wclche nur ganz scbwcre und feine Rc111[_1*n_1cnn*aarcn fabrizircn, siiid wicdcrum in ibrcn Erwar- nznacn «e_tamcbt ivordcn. Dic Abncbmer für [(WM Fabrikate Waren b_lÉ[)ck Handler aus den umlicscndcn Provinzen, welabe indcs; zu einem großen Theile durch den immer mcbr und mehr iibcrl)and nel)- mcndcn Haufirbandc[__0_0_n_z_1)o_11_d_m1_McFaiwkäUfcn zurückgekommen sind.
__ _ Dic__gestrigc außcrorßentlicbc (Hencra[versammlung dcr Aktio- nare dcr [)tc11gcn Aktiengemllscbaft für Gas- und Wasser- anlagcn, vor1n_als Granger u. Hvan, welckw nur schwach bc- sucbt w01,_6611_61)1m(116 dxn Antras dcs Aufsichtöratbes auf Liquidation d_cr _(HcicllycHast und 190611? dcn bisiécrigcn Direktor Wagner mm Liquidator. *
-;_Dcr_31aiscr_lichc Scnat fiir Finnland bat am 1. März 1882 bcscbchynn, cine freie Preisbcwcrbung von Entwürch 111 einem Gcbagdc xcsp. Gebaudckmnpicr in dcr Stadt Helsingfors fiir “_dcn „Finnisch Kunstverein" und 'rcn ..Kunstficifz-Vcrcin i_n Finnland“ sux al1c Architcktcn, sowobl finnländiskbcn 016 aus- landi7§bcn auszuFck-mben. Dcr Endtermin d(r (?inlicfcruna dcr Erztwurfc zu dicjcr Preiöbciverbunn ist auf den 1. März 1883 fcst- gcjcßt. Drin bcstcn Entirnrfc isl cin Prcis 120114000 fixmjscbcn5)_squk, und außerdem drci anderen je 1200, 1100 und 800 finniscbcn Mark zuxrkanzii. _Tas Proaramm dcr PrciT-bcrrcrbuna ncbst cincr Situattonszcickmuna wird denjenigen Architekten in Deutschland, die a!) dcrsclbcn Theil zu nehmen Lcdcnkcn, in den (*somwiré- der Bank- bauscr S. Vlcicbwc'ccr m Tcrlin und M. A. von thbscbild & Söbnc zu Frankfurt a. Main auf Wunsch ausgeliefert.
Wasbinaton, 13. Mai. (W. T. B.) Nack) dcm cht vok- licgcn'rcn 9.111'110161'cricbte kck Departements für Lmidwiktbscbaft ist ker Stand kes Winterweizcns im Durcbsibnitt aleikb 160",'-;, egen 111204) im Mmmt April. Tiefe ErträaniWabl ist böl'cr als ic fcit viclcn Jal-rcn geircscn ist. Der Stand des Roaacnö ist ebenfalls ein guter, im Durcbsckonitt gegenwärtig 96% gcgen 1001; im Monat April. Der Stand von Dreiviertel dcr Wintergerste, Welcbc in den Staaten Kalifornien und 'New-York gebaut wird, ist im Durcbscbnitt 93 resp. 70%, im Ganzen durchschnittlich 88%.
Berlin, 13. Mai 1882.
Verlinkt Stadtbabn-Ertcrnverkcbr.
(Verl. Akt.) Wie schon durch wiederboltc Publikationen in dcr Presse und an den *.*Lnscblagsäulen bekannt nemacbt, werdcn nunmehr mit dem 15. Mai 1“. Z. kic Ertcknstationcn Alcrandcrvia ), Friedrich- Zraße nnd (Tlmtlcttenl'urg dcr Bcrlincr Stadt-Eiscnka " fiir dcn
erkvncnvctkcbr eröffnet, und zwar werdcn mnäcbst dic sämmtlichen (Cqurict; Scbncll- nnd Personenzüge dcr Nicrcrscbleüscb-Märkiscben Eiscnbnk'n und der Ostbabn über die Eindibabn gcfübrt werden und in Joch dcffcn nickt mehr auf dem Schiffchen, bcznu Ostbahn- ofc, onder" in (Waclottcnbum beainncn und cndi cn. Dcr Ost-
bnbof wied kalécr mit dem 15. Mai cr. für dcn personenvcrkebr geschlossen.
Von alcicbcm Tagc an werden die zwisclcn Pcrlin nnd Erkner rerkcbrcnkcn VMNUUKC nicbt mcbr über ric *.“oka1-, sondern über
die für den Externvetkebr bestimmten Geleise geführt, bis Hunde-'
keble durchgehen und in der Stadt nur auf den Stadtbabnstationen Schlesischer Bahnhof, Alexanderplatz, Friedrichstraße und Charlotten- burg anhalten.
Im Laufe des Sommers werden demnächst auch die Courier-, Schnell- und Yorortzüge der Potsdamer, Lehrter und Hamburger, sowie die Sehne züge dei Berlin-Weylarer Bahn über die Stadtbahn geleitet werden.
Die Extern- und Vorortzüge werden die sogenannten Extergz- (die bxiden südlichen) Gelcise, die Lokalzüge die beiden Lokalgelene (die nördlichen) befahren.
Es erscheint dringlichst wünsckzenswertb, daf; das Publikum fich recht bald mit dem neucn VYriffe Externverkebr vertraut mache. Während der Lokalverkcbr dsn crkebr der einzelnen Berliner Stadt- tbeile sowvbl untcr einandcr, als auch mit den Stationen der Ver- liner Ringbahn vermittclt, crmöglicht der Durchganqs- bezw. Außen- (Extern-) Verktbr die dirckte Durchführung de_r C0urier-, Schnell- und Personcnzüge der chi östlichen, der drei westlichen Staatsbahnen und der Berlin-Hanfburger bis in das Zentrum der Stadt und über dasselbe .hjnaus bis zvm jeuseit-iacn Fndbahnbofc. - -
'
Jede der vier sogenannten Externstationen Schlesischer Bahnhof,
Alcxandcrplay, Friedrichstraße und Charlottenburg enthält daher zwei Perrons, den einen, 17. b. den Lokalperron für die Stadt- und Stadx- ringbalmzüge, den anderen, den Extern: (und Vorort-) Perron fiir die Extcrn- d. l). durchgehende und Vorortzüge.
Aus dieser lokalen Scheidung resultirt auck) Weiter die Trennung der Billetsäyaltcr in Lokalschaltér und in Extern: (und Vorort-) schalicr, an denen im Allgc-mcinen lediglich die BMW zu den Stadt- babn- und Stadtrinqbahnzügen einsrseits und zu den Extern- und Vorortzügen andererseits verausgabt Werden.
_ Entsprechende Weit sichtbare Schilder und Anschriften fiihren den Rsiscndcn auf denjenigen Perron, von Welchem der betreffende Zug abgebt. Große Richiungétafcln mit Angabe der wichtigerenStationen dcr betreffknden Vahnrichtuug ebenso wie auf denPerrons aufgestellte Fabrplantczfeln leixcn ibn cbenso sichcr nach der betreffendenEinstcige- stSÜL, 016 1111 Vesttbiil durcb Orisntirungstafkln über die an den ein- zelnsn Sck)011ern _0usliegendcn BMW und Anschriften an dem einzelnen Schaltern dtl letchte Auffindung des ViÜetermthsWlferZ nach der beixcffcnden Fabrr1cktung sowie die schneÜL Abfertigung soines Reisc- gepacks_ermbgl1ck)t ivordcn ist.
Die_Peananlagen sind inébesonders bei dem wichtigstcn Babu- bofe Friedricbstm ? leider werbälfnißniäßig nur knapp bemessen.
Hisraus Ct'gikbt si ), daß (6 im Jutercffe cim-r glatten und ord1i1mgs-'
mäßigcn Ybfcrjigung der Züge dringend wünsäzknsMrtb erscheint, das; sich die Retjenden iiiöglicbft lange in den Wartcsäken aufhalten u_11d dann erst kurz vor Ankunft des beir. ZUJL'I auf die Perrons binaufgebc'n, sowie daß 151111lichst Freunde und Angehörige Von ankommenden Reisendsn dicss nicht auf den Pkrrons, sondcrn mög- 1ichst außerbcckb dcrselben, ctiva in dcn Wartesälkn 2c. erw.",rtcn.
Andcrcrssits 911119716511 29 sich, da die Béfördcrung dcs Gepäcks 11011 dcn Ymmbmestsllen durch die hydraulischen Aufzüge auf die Perrbys [anqexe Zcik erfordert, Mid da[)cr die: Schließung der (Y_cpack-Cxpsdtitonen_xechtzcitig erfolgen muß, das (Gepäck möglichst fink) zu _den Cxwkdttwncn zu bringen, bezw. Hierzu die Hilfe des _Jntormatmnaien Reiseburaus, Unter den Linden 67, 111111588 die Be- 1örd€r1zng von und nach den Babnböfen Berlins zu einem 111äs3igcn Sax) ix_bkrnbmmen 501, in Wispruch zu iicbmen.
“Fur die (Exicrnziigs findet an den Billctschalicrn der Vcrkauf
von Zillets in dcmsi'lbcn 1111661106, wic vordem von den betr. End- *
bahnböfkn staff.
Die Vororizüge, 190161, Wie wicderbolt bemerkt, ebcrifaUs vom Externpcrron abgehen bezw. dort ankommen, da sie lediglich dsm Verkehr bon Berlin nach dcn äußersn Vororten bezw. umgkkebrt d_tenen,_ befördcrn -1_?_cmgemäß in Zukunft (eben so Wenig wie die eigentlicch Externzuge) keine Püffügißkk zwiscch den einzelnen Stadt- bahnstationen.
Die_ BMW zu dcn Vorortziigeu Werden dabei: auch vom
15. Mm cr._ an dcn_ Vororiscbaltern verkauft, während *die Stadt- und Stadtrmgbabnbtücts künftig lediglich an ben Lokalsihaltcrn ver- ausgabt werdcn. Es kaiin bier zur Vermcidung von Irrungen und dcr unvermeid- [[ÖCU Eiiiztcbung von Strafbcträgcn nicht eindringlich genug darauf hingewiesen Werdcn, das; dicjcnigxn Rciscndcn, ivelcbe sicb im Vcsil) Von Siadtbabn- und Stadtringbabnbiücls befindcn, in Zukunft nicbt m_cbr die Vorortzügc, sondcrn nur die Lokalziige 131111115811 dürfen. Eine cmzizc Ausnahme ist Hier behufs B:"Wäitiaung dcs starken Sommervergiiiigungs-Vorkcbrs Von Hnndekcblc zugelassen, wo auch mit Stadtbabnbillcts die Bemaßung dcr Vororiziigc gestattet ist.
_ (kxbcyso ist e_s auSnabmsn'cisc gestattet, mit cinem Vorortzug- Billet dlc Lokalzngc dcr Stadtbahn bcxw. dic Siadringbabxiziiqc zu bcnuxxcn, in 11)_clki)cm_Fallc dann für diese Billers an den Lokal- prtrrxizktdas biÖihcr iiblicbc Svstcm dcr Bilictkontrolc in Wirksam- er ri .
Da jedoch die Vorogtzügc ebenso wic all? Eriornziigc nur an den obengenannxcm Ertcrnnationcn 5011711, so müssen .“)kcisciidc von und nach dcn Halicdtcllcn der Stadtbahn, Wobin 110111 wie vor direkte Billcts ausgngcbkn )vcrdcn, von den Vororiziigcn auf die Lokalziigc bcz_w._1111igekcbrt aus der bicrzn bestimmten und dcmnäibst auf der Riic1'161ic _dc_s Villcis zu vcrmcrkcndcn (?rtcrnstation umsteigen. ((is hat sich dic1c allerdings für das Publikum t1icht gering? Unbcqucm- iicbk'cit im Intcrcffc bx)“ Vcrcinfacbuna des Betriebes Und um cincr- 1c_its _kcn Vorortzugpanazücrcn das vicifacbc Anbaltcn dcr Vorort- 31100111dckinnckcnStadt zu rrsparcn, midcrcrscijs die nach den Stadt- Und Rinabaim1siationcn Rciscnkcn von den fiir dcn Tlnßcn- kcchb; bcstinnntcn Vorortziigcn fcrn zu haltcn, nicbt nmgébcn anon.
So wird für den znnäcbst in Betracht kommenden östlichen Vor- ort-Stadtbabnvcrkcbr dcr Uebergang von den Stadtbabmiigcn auf die Vorortzügc und umgekehrt durchch anf dcm Scblcsiscbcn Wabn- bofc zu erfolgen _babcn. ,
_ (Lin Verkauf von Vorortzugbillcts 11. und 111. Klasse nach Vor- ortjtatwncn finkct daher auch auf den Ö.]ltcstcllcn der Stadtbahn (an dcn Vorortsibaltcrn) wie bisbcr statt.
_ Ti»: Wk Kurzcm für die ganze Stadt- und Ringbabn bezw. für eine bxstinimtc Stadtbahnstrccke eingeführtcn Abonnement?karten diirfen "."" fur dic Lokalzügc, nicbt aber für die übcr dic (KrTcrngelcisc “rer ;tadtbabn [mr_fcndcn Vororizüge benutzt ivcrdcn. Für dio Vorort- zugc «clicn lcdmlikb die: Vorort -Abonnementskarten, weiibk folgcrecbt im Vcrkcbr mit Haltestellen der Stadtbahn cbcnfalls zum llcbcrxana von km Vorortziigcn auf dic Stadtbabnlokalzügc bcxw umgc ehrt obne Wcitcres berechtigen, _ Wie dxmnäibst vermittelst dcr bäusmcr fabrcndcn Stadtringbabn- zngc cim" östcrc Vcrbinduna dcr Stationcn dcs Züdringcs geboten wird (e_ö n'erdcn mit 1stündigcn Intervallen abwechselnd Züge vom Scblcjiicbcn Bahnbofc nach dem Potsdamer Bahnhof, Charlotten- [*llkg511k11ck nach dem Schlesischen Vabnbof und andererseits vom Scblcfi'cbcn Val'nbof nach dem Drcx-kcncr Vabnbof und VIcstcnd so- wie_1ukiick zirkulircn), so wird auch durch die [*äufizcrcn Vorvrtzü c zwichen (?rkncr durcb Vcrlin nacb Hundekcbi." und unmakcknt rei - liclxc (Belcacnbcit u eincm bciuemcn Auffinden Tcr bclicbte'stcn Vcr- gnugséunktx kes sicno und esienö geboten werdcn.
:) Wild bcisviclsweisc von der Stadtbahn aus dcr Verkehr nach und von Hunkckcble auf nachstehende Weise bckicnt Wetken:
_ a. von den Extrrnstationen, vernnttclst ker Vorortzüge von Erkner und demnächst nach Wannsee- Potsdam, sowcit [chicks Vorortzüqe in .Hundekcble balken;
_ _ 11, von den Lokalisationen, vcxmattxlxt ker Lokalzimc belesischcr Bahnhof _ Westend mit Um- slcmcu m Westcnd in die Nordtinazügc, axißctxcm ay Sonn- und Festtagen Nacbtnitiagö: durch direkte (*r-tra- zugc nbgr dic Lokalgleisc der Stadtbahn. _ Autzcrdcm dütjtcn sicb die seit iinigcr Zcit cinchübttcn und cht fur dcn Verkehr mit der Stadtbahn erweiterten ?siunktoutbillcté1 durcb ken ManZUZald mit crbcbliiben Preiscrmäßigungcn, ivclcl'c bcrccblizcn zur »Im „11 :
eniweder_nach undekeble ab Schlesischen Bahnhof, Alexander- plaß, Friedrich traße, oder__nach Gruxwwald ab Potsdamer Bahnhof; und zur Ruckfabrt: nach Berlin Potsdamer Bahnhof ab Zehlendorf, Schlachten- see oder Wannsee; oder in umgekehrter Richtung: zur Hinfahrt ab Berlin Potsdamer Bahnhof, nacb eblendorf, Schlachtensce oder Wannsee, und zur Rü fahrt: von Grunewald nach dem Potsdamer Bahnhof und
von Hundekehlc nach dem Dresdener Bahnhof, Friedrichstraße,.
Alexanderplatz und Schlesischer Bahnhof auch fur den Vergnügungs- und ErbvlungSvcrkebr aus dkm Innern xtr Stadt nach dem Grunewald sehr bald großer Beliebtheit er- reuen. " Eine formeÜe Gepäckabfertigung wird auch fernerhin in den _Vorortverkebren nicht stattfinden, vielmehr die bis jetzt iiblich ge- wesene Beförderungsart von größeren chäckstücken *m Packwagen
Segen “Aushändigung" eines Nummerzcjteis an die Msendcn bei- )
chalten Werden. Während für die Bewältigung des Marktverkehrs von (bezw. z_urück nach) Erkner in einzelnen Vorortzügen auch Wagen 17. Klasse cmgesteUt Werden sollen, wird auch bei den Vorortzü en im Verkebx zwischen den östlichen Vororten und Berlin Schlesis er Bahnhof _etne formelle Gepäckabfertigung stattfinden, so daß nament- ltcb den vielen Sommeraufentbalfßreiscndkn nach bezw. von Köpenick,
Friedrichshagen 2c. hierdurch Gelegenheit geboten wird, ihr Mobi- liar M. von
expediren.
Die prachtvollen Gebäude der Hygiene-Ausstelluug find
gestern Abend in Wenigen Stunden ein Raub der Flammen geWordcm
Die durch die Anwesenheik Sr. Majestät des Kaisers zu den [)YÖstkp Anstrengungen ermutbigte gesammte Feuerivebr Berlins war nicht 1m_ Stande, Von_Seiten dcs _gesckyäftsführenden Aussckyuffes wird uns über den betrubenden Unglucksfall Folgendes mitgetheilt:
Gestern Abend, unmittelbar nach FeslfteÜung der Katastrophe,.
trqt dcr geschäftéführenkxe Ausslbüs; ber Hygiene-Anstalt zu einer Stßung zuiammen, um i_n erster Reibe die Interessen der Aussteller zu wahren. Allen alarmrrenden Nachrichten gegenüber konnte fest- gestekli Mrden, daß bon den in dcr Ausstslbmg beschäftigten Arbeitern und Bkamten [316 0011) 10 Uhr Abends Niemand als bermißt gemeldßt 11101591 ist. Auch- [)aite dcr Aussäduß keinerlei Kenn_1_mß__ von [MC_nd cinem Unglücksfall gescbaitsinbrende Auschuß, n'elcbcr fick,) sofort in Permanenz erklaric, bst _den dringenden Wunsch ansgßsprocbcn, in dieser fcbwechZkit1itch1_1tnitötl)ig Seitens der Aussteller mit Anfragen Und Foxdcrungen nberst'iirmt zu Werden. Die Ausstkller diirftM iiber- z.;ugt sett1,_daß Alsek) gxscheben ist und geschehen wird, um sie, soweit dies Rur irgend _chiglick), vor materiellen Verlusten zu bLWabren. Soivobl das Gebäude als auch die AuGstcUungS-Objckte sind ver- srcbcrf. Nicht gcnug kann erkannt Werden, daß die Behördkn Alles a_ufgebbicn batten,_um das bcrborragende Werk, das durch die Arbeit sine? Jabrcs gcgrundet 11101“, zu reiten; alle Mühen Waren leider ver- geblich. Dkr__A_usschuf;_ Wird iibcr seine iveitercn Beschlüssa ungefäumt und rsgclmaßig _Mtttbeilungcn ergshcn laffcn, und er ermartet, das; 0111 _Bethetltgtexi ck11) auch weiterhin daffllbe Vertrauen entgegen brmgcn, Womit sxe tkm bisher geehrt Haben. Der Schaden, den 506 Feuer angxricbtet b__at, ist sin ungcbcucrer. Von dem, was 7191) tm aroßxn Paupigebagde befand, bat nichts gsrcttet werden ko_nnen. Es Und zum Tbetl Arbeiten Verloren gcganßen, die nicht wrebcr hergestellt Werden können, z. B. graphische thchnungen, dic Uxiwa waxen. Jm Außftelluxigsgcbäude befindet fick) kein (Gas. keine K_uchcz tmc das Feucr eigentlich enlsiand _ (*I ist bis zu disser Stunde ntcbl icstzustellen gcrvcscn. Selbstredend fäÜt mit dcm Brande das gan__ze schone, großartig gcplantk, sorgfältig vorbereitete, glän end ans- gejubrtc Untexnebmcn zusammen. Völlig unversehrt ist [los ge- blieben, was __in ch 38 Stadtbabnbogen untkrgcbracht War, ebenso AÜW, Was _noxbltkb von der Stadtbahn lag. Kurz, gerade die Hälfte, und zwar die UZeraus ivertbbollere, ist total zerstört.
Jm Gcrmc111is_cbcn Museum zu Nürnberg ist nunmehr umb erfolgter Ucbcrfubrung der Gemälde aus der Morizkapeüc die Neuordnung der Gcmäldcgaicrie durch den Direktor der Central- Gcmäldcgalcrie, _won Reber, und den Konservator Bmwrsdorfer be- endet und von diesen Herren aucb einKaialog daiu bearbeitet worden. Im Anschluß an bis Bildcrgalcric ist ferner eine eigene Abtbkilung cmggrisbict ivordcn, ivclibc eine große Anzabl merkwürdiger Bildnisse cntbalt, *die _scit Jabrcn gcsmnmelt wo:?cn find. Die mcist lebensgroßen Figuren diescr (Mmäch illustrircn in Wrxiiaiichcx Weijc die (Entwicklung des Kosliims, sowohl in Fürst- lichen .)1'rci1cn wie im Vürgcrstandc durcb Bilder von Männern, Frauen und Kindcrn der Zeit von etwa 1530 bis zum Jahre 1800. _ Der crfrculicbcn (kiitwickglung, n'clcbc die Anstalt nimmt, entspricht die ihr 0119" 011111 511111131 gewiitc Ancri'cnnnng. Dcr regic'rcndc Fürst Jobmm von Liccbtcnstcin_ hat seinen Jabrchcitraa von 50 Gulden Veidor1*elt,_ 1111d__ch 116111116 (April-) Nummer des Muscums-Organs, dcs „2113011176710Kunde dcr dcntscln'n Vorzeit“ kann wieder cine anscbnlicbe Ltyte ncncr Amncldunacn von Beiträgen rcrzcichcn. DchEriichiung cines Saales dcr lmidesfiirstliikcn Städte ist noch die St_adt Quedlinbnra bcigctreten.
_ Die April-Nummer dcs „Anzeigers- fiir Kunde der deutsch Borch!“ bringt außcr dem Schluß der Abhandlung von F. v. Bczold 111Muncbc_n_: „Aus dcm Freundeskreise dcs (Conrad Celtis' (mit einem _vqctiicben Nachruf an dicscn, in lateinischer Svracbe von dcm cheßtktmcr-Mönch (Fbclidvnius verfaßt), die 15. Fortscxxung der illnztrzrtcn Vcitkäag ans dcm Germanischen Museum zur _Gcikblcbtc dxr Bcivafmuna im Mittelaltcr, vom Direktor Effcnwcin, tn [[*lebék dn" mittelalterliche" Rüstungcn besprochen und durch Abbil- dungen im Teri wivic duikb cin vorzüglickz in Holzschnitt fakfimilirtes Blati,__d.1rstcllcnd kao Grabnml dcs Grafen Hsrnmnn v. Henncbcrg unk) ietncr __Gcnmblin Elisabeth von Brandenburg (nacb Pcter Viicbcrs untitcrbaftcm (7an-5 in Römhild). erläutert wcrden. Von bcrpvrraacndcm kulturacscb cbtlicbcn Intcreffc ist endlich aucb cin Bettraa über die Jraisbaubc von C. M. Blaas zu Stockerau in Nickerösferrcicko.
Ju Krolls Theater gebcn morgen, Sonntag, die .?“)uxcnotten' 1'911 Mckerbecr in Szene. Hr. Oberländer, der sich a s Heldcntcnor sebr erfolgreich eingeführt hat, singt dcn .Raoul“, nnd Frl. Flor, roten Debut nicht minder länzcnd ausffel, tritt als ,Valcntine' auf. Den Pagen finat Frl. cegcr.
_ Jm Vxllc-Alliancc-Tbeater haben die letzten Auffüh- nznx_'_«cn dcr (Je]anaspoffc .So smd sic Aüc' einen außerordentlich gun tigen Erfolg gehabt.
_ Essex, 13. Mai. (W.T.V.) Nach dem Bericht der „Essener Zeitung" uber das Grubenun [1111111 der Zeche .Pluto' smd im (Uarzzcn 62 6Xcrsvnrn ums Lc en gekommen, von dcncn 23 direkt durch dtc (71le ion ctöktct wurden. 10 zum größten Theil [richt Vcrchtc befinden 0 im Krankenbanse. chte Nachmittag findet ric Bxerdigung dcr Verunglückten vom chbcnbaufc aus statt.
Redacteur: Riedel.
Berlin: __ * -__--_ __ “__-__ ___ Verla,: ter Ervekition (Kessel). Druck: W. Cloner.
Sieben Beilagen (einschließlich Börsen-Beilage).
bezw. nach dem Schlesischen Bahnbof als Gepäck zu.
dem verheerenden Element Einhalt zu thun-
erhalten. Der .
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3
Erste Beilage
zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.
.DE 112.
Berlin, Sonnabend, den 13. Mai
1882-'
Deutsches Reich. Nachweisung
der Einnahme an Wechselstempelsteuex im Deutschen Reiche für die Zeit vom 1. April1882 bis zum Schlusse des Monats April1882. 1. 2. 3. 4. Eidnnéhxiße in Einnahme et-n e en In 1882 Ober-Post-Direktions- im quate Zeitdreasume + mehr Bezirke. April V orjabres _ weniger (Spalte 2) „ck 74 „44 „3 .“ „5 ]. Jm Reichs-Post- G ebiete. ]) Köningerg ..... 13 698 80 13 213 50 + 48530 2) Gumbinnen . . . . 2744 50 2766 70 _ 2220 3) Danzig ....... 12 727 70 11 693 30 + 103440 4) Berlin ....... 56 194 _ 45 587 50 + 10 60650 5) Potsdam ...... 3 016 30 2 747 70 + 268,60 6 Frankfurt a./O, . . 5 793 30 5 716 10 + 77 20 7) Stettin ....... 6 623 70 7 167 80 _ 544 10 8 CöUin ....... 1 422 301 1 806 80 _ 384 50 9 Posen ........ 4 251 50 3 944 90 + 306 60 10 Bromberg ..... 2 636 .70 2 720 20 -- 83 50 11 Breslau ...... ].3 491 10 14 122 901 - 631 80 12) Liegniß ....... 6 706 40 6 883 _ _ 176 60 13 Oppeln ....... 4 989 20 5 324 80 _ 335 60 14T Magdeburg . . . . 12 223 40 14 896 20 _ 2 672 80 15) alle (“[./S. . . . . 6798 55 5990 90 + 807 65 16) rfurt . . . . . . . 9626 60 8772 60 + 854_ 17 Kiel ......... 6 876 70 6 484 10 + 3926 18) Munover ..... 4 614 80 4 57240 + 42,40 19) ünstcr ...... 1 852 30 1 589550 + 26280 20 Minden ...... 4 743 60 5 622490 _ 879 30 21 Arnsberg ...... 15 6971_ 16 052 60 _ 355 60 22 Cassel ....... 3 481 )60 3 461140 + 20 20 23) (Frankfurt a./M. . 22 209 60 24 4671- _ 2 257 40 24) öln ........ 15 13080 1.4 239j15 + 892 65 25) Aachen ....... 6 17310 6 41320 _ 240 10 26) Coblenz ...... 2 878460 2 595:10 + 283 50 27 Diisseldorf ..... 34 50860 34 12450 + 384 10 28) Trier ........ 2 005310 2 14285 _ 137 75 29) Dresden ...... 11493150 10 65950 + 834 _ 30) Leipzig ....... „ 35 725!-- 3118870 + 4 536 30 31) Carlsrube ..... 16 352,10 15 653 _ + 699 10 32) Constanz ...... 4 796 80 4 540,80 + 256 _ 33 Darmstadf ..... 9 97470 10 013(20 _ 38 50 34) Schiverin i./M. . . 2840- 1 736x30 + 110370 35) Oldenbnrg ..... 3 88590 4 01950 _ 133,60 36) Braunschweig . . . 429120) 491970 _ 628x00 37) Brsmcn ...... 16 47030 18 094195 _ 1 62465 38) Hamburg ..... 58 33265 6170680 _ 3 374 15 39) Straßburg i /E. . 17 889-601 18 368125 _ 478 65 40) Metz ........ 3 326)1_0 3 35720 _- 31 Y) Summ e 1. 468 494170 459 377 50 + 9 117,20 11. Bab ern ...... 41 36450 41 565;30 _ 20080 111. Württemberg. 1782985 1747085 + 359; Uchrbaupt 527 689_05 518 413 65 + 9 27540
Berlin, im Mai 1882. _ _ _ Hauptbuchl)alterci_ dcs RerchöjckUiZamtÖ. Biester.
Yichtamtliches.
Preußen.
Berlin, 12. Mai,
In der gestrigen
(Z.) Sißuug setzte dcr Reichstag die erste Veralhung des
Entwurfs eines 03
eseßcs , betre
ffend das Reichstaback:
monopol in Verbindung mit dem Antrage dcr Abgg. Ausfeld
und Genossen fort So lange deutsche
-
Parlamente
Der Abg.
1.)r. Wix'dtlwrst erklärte, Über wirtyschaftliche Fra:
gen Nrimndclten, seit der Existenz des Zollparlamcnts, Des norddeutschen und des deutschen Reichstags, sei noch niemals
eine so ernste und wichtige Frage erörtert worden.
Seine
politischen Freunde seien mit einer an Einniiithigkeit grenzen: den Majorität mit ihm der Ansicht, daß der Idee, in Deutsch- land das Tabackmonopol einzuführen, nicht zugestimmt werden könne. (Zwischenruf von der Linken,) Er wisse nicht, was
der Zwijchenruf bedeute.
Es sei ihm
mit dieser Erklä-
rung ebenso ernst, wie_ dem verehrten Herrn seine [L_cberzcu- ung, und er müsse jegliche derartige Kritik über s1ch und
eine Freunde mit aller EntschÜedcnheit ablehnen.
Aber der
Gegenstand sei zugleich von so schwer wiegenden: Gewicht, daß seine Partei sich fiir Priifung desselben in einer Kommission als derjenigen Form erkläre, die zu einer Erörterung nach alle_n Seiten hin und in der griindlichsien Form parlamem ta_r1sch gestattet sei. Seine Partei sei gegen das Monopol, nicht etwa weil 1ie die „Zwecke nicht billig?, zu welchen die Einnahme, die man von ihm erwarte, verwendet werden sollten. Jn:_Gc_gctitheil es sei ihr im höchsten Grade wiinschenswcrtl), dte 111d1rekten Steuern zu erhöhen, um die direkten in ri ti-
e_m Verhältniß eien von lassen,
ZKM befürchte.
Zu ermäßigen, _ direkten Steuern ]:doch nicht
_ gänzlich zu bexreien, von eme erhebliche Rückwirkung au
die unteren Volkskla en nach Möglichkeit zu ent- weil er da- das ganze Wahl-
(Zuruf des Aba. Rickert.) Denn auf die
auer werde und vielleiäzt müsse das Wahlrecht in einen dixekten Konnex mit der Steuer gebracht werden. Notbwendig sei auch die Entlastung der Kommunen von ihrer Steuerbürde. Er könne sie nicht in allen deutschen Staaten überschauen,
aber in Preußen sei fie zu einer sehr bedenklichen
Yschmollcn. Die
(bullasien auf den Staat acceptiren.
Weiteres nicht
Entlastun
öhe an-
durch Ueberna me der önne er aber 0 ohne Es sei uralt echtens:
die Schullaß ru : auf den Eltern und auf der uschü e aus den Staatsmitteln solle
Gemeinde, durch
Die Ueber-
nur, wo es notZTendigdse na eholfen werden. nahme der Schu sten urch den taat hieße le tere in einem
Y:? um
rrn der Schule machen, daß der este Rest von n der ltern und der Gemeinde auf die nie ver- loren gehen würde. Auch eine höhere Besoldung der
mten
niederer Steüun wäre ohne Zweifel wünschenswerth, wenn man die Mittel Jütte. Jn Preußen sei der Versuch gemacht die Verwendung der Gelder, die man hier erwarte, geseßlicß festzustellen. Das Abgeordnetenhaus habe fich diesem Ver uch entgegengesteUt, nicht weil es ein solches Geseß nicht
habe gründlich erörtern wollen, sondern weil 'ne grütxd- liche Erörterung ergeben habe, daß ein Gesetz di?) 1: Art nach
diesen Grundsäßen nicht zweckmäßig sei und weil sich klar herauSgesteUt habe, daß man das VerwendungSgeseß gleichsam
als ein Vräjudiz für die Frage des Tabackmonopols hin-
aesteÜt habe. Wenn nun über diefe_ Ablehnung auf den ver-
schiedensten Seiten ein bitterer Groll slch geltend gemacht habe, so
bedauere er dies, gerechtfertigt sei dieser Groll nicht. Die Nachtheile der Einführung des Tqbackmonopols könnten durch jene Zwecke, so anerkennenswerth st? seien, nicht überboten wer- den. Der Staatssekrstär sage: wenn dleSHaUS das Monopol diefer Regiernng nicht bewillige, so werde ein spätereß Haus es einer folgenden zu bewil1_ige_n haben. Das könnte so aufgefaßtwerden, als ob Derxenige, welcher gegen das Monopol stimmte, irgend welches Mißtrauen gegen die jeßige Reichs- regierung resp. gegen die Regierungen der Einzelstaaten hätte. Seine Freunde und er müßten_eine_solche Suppositiotx ab- solut ablehnen. Sie hätten die wxrthsthaftliche Polittk der Regierungen “gebilligt und den ernsten WiÜen, sie ferner darin zu untorftüßen. Sie gäben Überhaupt ihre Abstimmung nicht ab mit Rücksicht auf irgend welches Ministerium, sie hätten nicht die Ambition, irgendwie_ in ein Ministerium einzutreten, auch gar keine Ausstcht dazu, worüber er sick) freue, weil sie dadurch innerlich um so unabhängiger seien. Sie hätten deshalb, weil sie die Wirthschaftßpolitik der Regwrung unterstüßen möchten, alXe Ursache, gerade diesen Regierungen das zu bewiÜigen, was sie begehren, wenn sie sich von dsr_ Richtigkeit des ge- wählten MittelE Überzeugen könnxen. SLS seien gegen das Monopol zunächst aus wirthschastkxchen Gri'nzden. Dur_ch die Einführung desselben wiirde die große Industrte, welche steh an dia Produktion und den Verkaxif _des T_abacks knüpfe, mit aÜen Nebengewerbcn bis hinein m _ dre Papierfabrikation absolut vsrnichtet und eine ganze 916156 von Existenzen ent- weder zerstört oder gefährdet, _es_1_vürde ein weites Feld von Thätigkeit dem Staate vmdizxrt, ohne daß gezeigt worden wäre, wie dasselbe in anderer Weise erseßt werden könnte. Wie 1'011ten den_n diese Leute, d1e man aus diesem Geschäst Wegschtcxt, eine neue Ver- wendung ihrer Kräfte finden? Die bere1ts erfolgte Erhöhung der Tabacksteuer habe schon sehr wesentlich die Auswandsrung befördert. Solkten nun alle diese Lente nach Amerika geschickt werden, oder wohin sol1ten ste sonst? Man habe sich sehr ernstlich zu fragen, wenn man_ per Privatthätigkeit ein Feld entziehe, wie dieselbe anderwettig nutzbringend verwendet werden könnte. Könnte man dies nicht, so müßte man sich hüten, ihr dieses Feld zu entziehen. Jedes Staatsmonopol sei an sich etwas nicht ErwünschteS; man sei schon viel zu weit in der Monopolisirung gegangen. Wir hätten den ganzen Postverkehr, daS ganze Telegrapheresen monopolisirt, wir seien auf dem besten WEIL, das (zanze Eisenbahnwesen zu monopolisiren. FÜJC man diesss Monopol hinzu, so Hatten wir einen Umfang von Thätigkeit fiir den Staat, der wahr: haft erschreckend wirken müsse. Wenn es: so fortgchs, werde dsr sozialistische Staat bald fertig sein. Ueber das Prinzip des Monopols, das gebe er dem Staatssekretär zu, solle aller- dings nicht generell abßsstinunt werden, es würde auch ksine Regierung und Volksvertretung so thöricht sein, 11er dieses Prinzip an sich abzustimmen. ES trete aber das Prinzip des Monopols 5121: so prägnant hervor, das;, wer es hier bcjahe, es kaum auf anderem Gebiet verneinen könne. Wer würde dann beweisen können, essci unzuläsng, die ganze Zuckerrüben: Industrie zu verstaatlichen? DieZuckerfabrikation wiirde sogar am leichtesten das Monopol vertragen,weilsie noch nicht soweit in alle Verhältnisse eingreift, wie die Tabackitidustrie. (Ruf links: Schnaps!) Dariiber urtl)eile er nicht: Die Linke wisse, das; sxine Lehre vom Schnaps einfach darin_bextcl)e, daß derselbe nur in die Apothsken gehöre. Jndesten habe man durch die Tabackbcstcuerung einigermaßen auf das Monopol hingewirkt, freilich nicbt in den änden des Staatss, sondern der Großindustrie und some Partei werde bei ferneren Maßregeln in Bezug auf die _Best9uer1mg des Tabacks sic!) seYr zu fragen haben ob sie mcht die Kapitalwirthschaft an diesem (»)cbicte zu fehr befördert habe, resp. befördern wiirde, wenn man noch weiter gehen würde. Es sei nicht zu verkennen, daß auch in der Tabackindustrie dcm Großkapital gegenüber das Kleinkapital kaum anders als in der Assoziation cine Rottung finde. Allerdings könne bei dcr Tabackfabrikation nicht m_ solchem Maße wie in anderen Fabrikationeu die menschliche Arbeit durch “.Na- schinen erscht werden, aber die Monopolistrung in den Hän- den weniger, sci weiter nediehen, als man glaube, und wenn die Regierung sich nach ihren Yerhündeten umschaue, so seien Dicjenigcn, welche die Tabacksabrtkation in den Händen des Großkapitals monopolifirenwollten, ihre kräftigsiep Bun- desgenoffen; darüber Fei kein Zweifel;_ solle es 111 den Händen weniger Gros; apitaltsten zu emer Monopoltsrrung des Tabacks kommen, dann lieber in den änden des Staats. Ein weiterer starker Bundcsxienoffe der e ieruna für das Monopol sei der Zwischenhändler zwischen abackbauer und Fabrik, ein zum Theil nicht sehr zu lobender Gewerbetreiben- der, unter dessen Druck und Last der Tabackbauer seufze. Seine Partei täusche fich daxüber nicht, und er weise auf diesen Vundeogenossen hin, weil er das Monopol nicht wünsche, und sein Scherflein dazu beitra en möchte die Aufmerksam- keit Kundiger auf dieses Verhätniß zu enten. Dann etzt- !tehe die Frage: sei der Rasen aus dem Monopol wirklt
o groß, daß man um deswillen so viele Ruinen chaffen dürfe
Die Berechnungen seien so verschiedenem ausge aaen, daß er, ein Nichtsachverständiger darüber n vo entscheidendes nahen auskus rechen niche wa e, und sei das für ihn einer der wesentl ck en Gründe für ie kommiFrische Berat ung, weil diese Berechnungen im Plenum nieht r zu stellen eien, und bei Angabe von im, die Niemand kontrollren ! nne, schließlich der Recht ba , dem man in Bezug auf WZahlen-
wesen die meiste Autorität zuschiebe. Aus der sehr lesenswerthen Broschüre von Edmund Schmidt aus Altenburg habe er den Eindruck gewonnen, daß die Rechnung der Regierung viel zu günstig sei. Daneben erscheine ihm die Summe für die Entschädigung zu gering bemessen, und viele, die jekt ihr Bro [)J-.der Tabackinduskxie hätten, zvüxden vö ig unent- fcha lgt, völlig ""unberüékfich'ligt _bletben. er _auch die berücksichtigt würdZn, würden nicht aUSreichextd entschädigt, wofür er jicb auf die Vexhandlunaßn nn VolkswirtbschaftSrath berufe, von denen er letder_den Eindruck gewonnen habe, daß, wenn die Entschädigung reichltcher bemessen wäre, viele der Herren, die dort gegen das Monoyol gestimmt hätten, für dasselbe gestimmt hätten. Das bewe1se, wre be- denklich es sei, berathende Körper lediglich auf JutereFen- vertretung zu stellen. Aber selbst wenn er die 113-rth- schaftlichen Bedenketx gegen das Monopol bestegen könnte, die politi1chen würden ihm nicht gestattxn, dafür zu stimmen. Darüber sei wohl Niemanp mt Hause im Zweifel, daß die Annahme des Monopols em exit- scheidender Schritt für die HersteUung des EmhettHstaates sexn würde. Er sei zweifelhaft, ob ein Monop01 Hteser- Art m einem andern als einem Einbeitsstaat m_ic _r1cht1gem_ Erfolg durchgeführt werden könne. Das aber set ihm getprß, daß, wenn es eingeführt werde und die Centralgewglt em solches Maß von Befugnissen auf Verhältnisse d_er Einzelstaaten er- langthabe, eine irgend wirksame Selbständtgkeit derse__lben kaum noch erhalten werden könne, die durch das tmmer naher heran- rückende Reich-Zeifenbahnsystem bereits.geniigen_d bedroht set. Er möchte nicht da n beitragen, nun auch noch diese neue entscher- dende Maßrege hinzuzUFÜgen, weil er eben dafür h_alte, d_aß nach dem Sinn und Geist der Reichsverfaffrxng das _föderthe Prinzip zu Grunde zu legen sei und zu emem Föderativen System vor AUem die kräftige Fortdauer der _Etnzelftagten gehöre. Er wisse wohl, daß es Stellen gebe, die has M 6- feindlick) fänden; er könne nur sagen: went) d1efe s_e ne Ansicht reichsfemdlick) sei, so sei es die BastS der Rexehs- verfassung auch, und dann wolle er den Vorwurf der __Netchs- feindkichkeit, bei der er sich auf die Reichsverfassung ftuße, er- tragen, Dann kämen politische Erwägungen für das innere Leben der Einzelstaaten, welche durch d_a2 Monoyol hervyr- gerufen würden. Die Tendenz der Zett gehe leider dqhm, den Staat immer mehr omnipotent zu machen, alle Privat- thätigkeit mehr und mehr in seine Hände zu legexx, man nenne das: demse1ben einen Inhalt gehen. Er habe 513er geglaybt _ es möge dies etwas antiquirt sein _, daß der__ wesentliche Inhalt des Staates sei, nach Außsn Schutz zu gewahren durch die Armee, im Innern Gérechtigkeit _zxx Üben _und übrigens der Privatthätigkeit und Privatstxrhett nicht wettere Schranken aufzuerlegen, als nothwendig ser, “um dte Neben- stehenden gegen die Uebergriffe zu schüßey. Aber, .das; der Staat nun auch der aÜeinige Telegraphist, Exsenbahnbauer und Lokomotivführer sein, daß derselbe auch all_ein den Taback fabriziren solle, habe er bisher zu den nothwxndigen Y_ufgaben desselben nicht nerechnet. Unter dieser übermäßigen Kraftigung des Staates müsse nothwendig der Einzelm leiden und voz:- zugsweise die Minorität. Da er voraussichtlich 11111) _agch dte Mehrzahl seiner Freunde für immer _in_der Minorrtat sein werde, d9nn das sei nicht die Ma1or1tät, wenn man zg- fäilig einmal im Reichstage oder Abgeordqetenbanse dte Majoritiit habe; überhaupt lege man mel zu mel Werth auf das Parlament. Das Leben sei viel wsitverzwetgter und wirksamer für das Hcil AÜer, _ als die Parlamepte. Im Leben sei seine Partei in der Mmorität_1md werye letder darin bleiben. Die Folge davon sei, daß dre Katholiken auf allen Gebieten zurückgedrängt wiirden; bei den Verwend_ungen in der Armee, sofern man über Den gemeinen Soldgten hinaus- gehe _ in der Civilstellung, _ wo finde man, _m Preußen namentlich, in irgend welcher höheren Stellung emen, den er zu seinen Freunden rechnen könnte? (Zuruf links) Der Abg. Richter frage, ob von seinen Freunden. Er ermiyere dem Kochen Richter gmeniiber, daß unter d_er Staatsdieyerschaft ein großes Uebsrmaß vcrkappter Fortschrrttler sei. Wie wüxde das Monopol in den Rhemlanden, _wenn es_dortbere1ts existirtc , währxnd der Kulturkampfxahre gew_1rkt habet)! DieGegner würden die Vcnefizien des Mynqpcxls für s1chganz güexn Tasche stecken, und das Centrum hätte gcyälligstzu überlegen,1n du ob der Taback aus der Fabrik ihm schmecken wiixde. Er habe dieses nicht ernc hervorgehoben, aber es sei nothweanZ damit nach 0 en Richtungen die Sache_klar werde, und _dam man an allen Stellen lerne, was es hctße, mo_nn n_1an dteMi- noritätcn entweder schlecht bekundele 00er ignortre. Dann habe der Staatssekretär die po itische Seite der _Frage abthun 11 können egiaubt durch die Bchauytung, bet den Wahlen ?ei die Ein iihrung des Monopols eme vollkommen gleich- gültiqe Sache, daran sei garnicht gedacht. Er (Redner) glaube es, aber es könnte doch, wenn das Monopol eingw führt wäre, eine Regierung kommen, die daran _dächte. Das ganze System der offiziellen Kandidaten wäxe 111 Frankreich ohne die Armee der Tabackinteressenten ga_r mcht durchführbar gewesen. Es sei unzweifelhaft, daß bei _uns die_Beamten der niederen Kategorien im_ Pqsi- und Eisenbahndtenste ein entscheidendes Gewicht in _dre Wagschale legten. Er müsse ugeben, daß der Vorwurf, die Regierungen hätten die im 5166) gewonnenen Revenuen nicht so verwendet, wie in Aussicht gestellt worden sei, _in dieser Allgemein eit un- begründet sei. Aber in emem konkreten _ finde er ihn begründet. Als die Zölle erhöht worden seien sei die Verwendung der anzen Uebersumme zum Öeßen der Ein elstaaten in Aus 1cht genommen worden, und inan habe se ne Befürchtung, es könnte doch etwas für die Militär- verwallung ab ezogen werden, damals nicht begründet befun- den. Sehr da 0 be sie fich leider begründet MWT- Doch könne man der mierung einen Vorwurf b ni“ machen, weil das Parlament genehmigt habe, was gethan.
Wenn das Monopol gemacht werden sollte, so würde der übliche Zehn! davon wieder an die Mültärverwaltung Q
egeben werden muffen. In der Vorlage ßehe freilich,
ngewinn solle den Ein! en 9 Aber die Dinge seien
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als Menschen; wenn das Geld da sekerso finde man
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