1882 / 265 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 10 Nov 1882 18:00:01 GMT) scan diff

Carl in Breslau ein und wurden aus dem festlich W...... "8. ' Albrecht,»

en hr. von

11 von St. ichm Hoheit dem Punzen

hoerfael JUMP Und von Oppen, dem Ober-Präüdmtm dem olizei-Prä deuten und dem Ossi ier- eorx: ves Schießschen Leib-Kürasfier-Regiments unter em Ju l der Bevölkerung empfanzen. _

Um 81/2 Uhr Abends erfokgte dte Ankunft Sr. Majestät des Kaisers, des Kronprinzen und der Königlichen Prinzen, denen Sich Prinz Albrecht außeschloffen hatte, in Ohlau.

Se. Majefiät der Kaiser egaben Sich unter dem Geläut der Glocken und unter endlosem Jubel der Bevölkerung als- bald zu Wagen nach dem Stände aufe, wo eine Ehrenwache vom 1. Schles1schen Husaren-Regiment Nr. 4 mit der Stan- darte und dem Trompetercorps aufgefteÜt ryar, und vor welchem auch der Kriegerverem, der JürzglingSverem und der Schüßcn- verein mit Fahnen und Mustkcorps- Aufstellpng genommen

atten. m Ständehause wurden Se. 'Ma1estät von dem ürsten P es;, dem Hofjägermeister von .Hemße und dem Land- ratk) von- Eicke empfangen. _ "

Heute Morgen 9 Uhr find Se. Ma1esiat, nachdem zuvor die vereinigten Musikcorps von 7 Regimentern eine Morgep- mufik dargebracht hatten, mit den Prinzen im bestenWohlsem zur Jagd nach dem Fürstenwalde gefahren.

_ In Bezug auf die erhöhte Schadenersaßpf1icht der Eisenbahnen für in Verlust gekommene Frachtgütcr im Falle einer böslichen Handlungsweise ihrer „Leute“( (Art. „427 Abs. 2 des Handengeseßbuches) hat das Retch§ger1cht, 1. Civilsenat, durch Urtheil vom 30. September d. J., fo,lgen- den Rechtsfaß aUSJesprochen: Zu_ den „Leuten“ etner Eisenbahnverwaltung im Smne des Art. 427, Als. 2 K. G. B. gehören nicht nur die Gütersckmffne'r, Gepackme1ster,

okomotivführer u. s. w., sonder_n auch 1118 Wagenyußer, Lampenwärter, Portiers, Bahnwärter u. s. w., gle1chmel ob die letzteren Bediensteten mit dem konkreten TranSport be- auftragt und bei denselben unmittelbar beschäftigt waren oder nicht; es genügt für den Eintritt der erhöhten Schadensersaß: pflicht, daß durch die Anstellung im GewerbEbetriebe der Bahn und die in Folge davon eingetretenen Umstände der betreffen- den Person, d(rkn böswilliges Handeln de'n Verlust emes Frachtgutes zur Folge gehabt hat, thatsächlxch Vergnlaffung ur Vornahme der Handlung gegeben, odex daß dxe Hand- ?ung dadurch erleichtert, begünstigt worden 1st.

Hannover, 8. November. (Neue Hannoversche Zeitung.)

m weiteren Verlaufe der gc-strigen Sißung des hannover1- chen Provinzial-Landtaaes wurde die Debatte über dyn Geseßentwurf, betreffend die Abänderung des Verfahrens'm Gemeinheitstveilungs- und Verkoppelungssachen der "Provmz Kannover, fortgesetzt. §. 29 wurde nach den Vorschlagen der ommission genehmigt; die §§. 30_36 wurden ebenfallß unverändert angenommen, ebenso das ganze Geseß mtt einigen unwesentlichen Aenderungen nach d_em Beschluß der Kommisfion. Den Schluß dex Sißung btldeten Wahlen mittels Stimmzetteln, worauf srch das Haus verta xc. .

Den ersten Gegen tand der heutigen Sitzung tldeten d1e Anträge der Kommiston zur Berathung der Landeskultur- Geseßentndürse zu dem Geseseniwurfe- we en Einführung der Geke e vom“ 3. März 1850 und vom 27. uni 1860 über den erlei ierten Abverkauf und Austausch kleinerer Grundstücke in die Provinzen Schleswig-Holstein und Hannover 2c., welche folgendermaßen lauteten:

Der Provinzial-Landtag wvllc beschließen: Sich mit der Ein- fübrung der Geseyc vom 3. März 1850 und der §§. 2 bis 6 des Gesc es vom 27. Juni 1860 einverstanden zu erklaren, jedoch mit den ?olgendcn Modifikationen: 1)daß für die Ausstellung der Unschädlickokeitßatteste ausschließlich die Aukcinandersexungsbebörde ((General-Kommission) zuständig sei; *.*) daß diese Gejcye auch auf die Bcfißer von Stamm-, Meier- und Erbcnzinsgütern ausgedehnt werden', zugleich auch im Begleitschreiben a. auszusprechen, daß die Stände von der Auffassung außgcgangen seien, das; unter den in beiden Gcseßen vorkommenden Auödrücken ,Hauptgut“, .Gut' über auvt Grundstücke verstanden seien, 1). zu beantragen, daßdie Bes mmungcn der beiden bier fragltcben altprcufxijäwn GMUe durcb cin besondercs Gesey cingcfübrchtxen.

Nach längerer Debatte, an der slch dte Abgg. von Leuthe 1., von Grote, von Bcesten, von Linfingen, von der Decken, Lauen- Yiein von Rösslng, ferner der Justiz-Natb MüUer und der

egkerungßKommiffar betbeiligten, wurde der Antrag das Abg. von Leuthe l.: der Provinzial: Landtag wolle“ den Entwurf für jest ablehnen, angenommen. Alsdann bevchäj: t' te fich das Haus mit den Ergebnissen der provinzialständi: s n Verwaltung im Jahre 1881 und zwar mit der Pofition Korrigendenwesen. Nach Erledigung der ersten Posikioncn wurde die Pofition über die Idiotenanstalt zu Lanncnhngen auf die nächste Sisung (Donnerstag 1 Uhr“) vcrtagt.

Saebstn-Weimatöisenach. Weimar, 9. November. Weim.Ztg.) Dcr Großherzog und die Prinzcsfiu Elisabeth Hud gestern Abend von Bjarne hierher zmückgctchtt. _ Dao ute über das Befinden der Großherzogin aueliegc-rde Bulletin lautet befriedigend.

Lübeck, 6. November. (Kl. Ztg.) Tie Büracrschaft

1 bei Betalbunn des Unterticbtmeseses mit 511 gegen

7 Stimmen beschlossen, daß der 11nterticht in den stadtisazen Volksichulen und in der Bezirksschule zu Travemünde und

in den Volksschulen auf dem Lande unentgeltlich ertbeilt werden sou.

Oesmticb-ngarn. Wien, 9. November. (W. T. V.) Heute betkschte in den wesilicben Bezirken der Stadt, sowie in «n Vororten vollkommene Kube. Nach 10 Uhr Avenyz jedoch fand in dem Bezirke Mariahitf eine Ansamm:

ung von einigen 100 Arbeitern Kan, welche durch

Militätabtbxiiungen octsvten ! wurden, wobei 16 Personen mbafm wurden. Um 11 hr rückte da! Militär wieder in die Kaiman av.

Vest. 9. November. (88. T. V.) In der bcutigm Skhung dcs Finanzausschuss“ det öfiettercbisebcn Delegation gab der Minister des Auswärtigen, Gm! Kal: not einer iukjotderung ves Betithtfjaneu ?ubnet ent- L d, in einem langem! Exposé cin allgeme nes Bild

ek ausoätu en Lage. Der Minism tonsmim den un- bttn nde und du auf der Gemeinsamkeit mußte -

slm ba mn : m Fnundsadostlbunda mischen Otfim ck- Unaan! und Deut nd, miau die siebctüe Bat iGo" für den

M drüben sti. RU nw Genua! mm betonte Gra Ka ow, dab besondere dä: hanna“: kenntW

sich diesem Friedembunde enger an uschließen begännen, bx sonders babe allen seinen Wuns , fich den Anschauungen der beiden Kai ermächte enger anzuschließen, vor kaum Jahres- frist in der unJeideutigften Weise dokumentirt. Diese freundschaftlichen e iehungen seien von Se'ten dcr öster- reichisäxungarischen egieruna sorgfältig gepflegt und ent- wickelt worden, so daß dieselben als vollkommen gefestigt angesehen werden könnten. chn der Besuch des italie- nischen Königspaares bisher nicht habe erwidert werden können, so liege dies in anderen Verhältnissen, die herz- lichsten Beziehungen der beiden Höfe wie dL? beiden Regie- rungen seien hierdurch in durchaus keiner Weise berührt. Rußland anlangend, so konstatirte der Minister, daß die fried- lichen Ueberzeugungen,_ welchen der Kaiser von Rußland so oft Ausdruck gegeben und aUen Zwischenfällen gegenüber Gel- tung zu verschaffen gewußt habe, eine Gewähr dafür seien, daß dem europäischen Frieden von dieser Seite keine Gefahr drohe. Graf Kalnoky berührte ferner die ungestörten freund- schaftlichen Beziehungen zu den Westmächten „und zog daraus den Schluß, daß soweit menschliche Vorausstcht reiche, eine Störung des aÜgemeinen Frieden?: nicht zu befürchten sei. Nach diesen Ausführungen des Grafen Kalnoky richteten mehrere Delegirte einzelne Fragen an den Minister, insbeson- dere der Berichterstatter Hübner über chn Ausbau der Orient- bahnen, Plener Über den Bau der 1erbifchen Bahnen mit Rücksicht auf den Zusammenbruch der Union Fénérale und über das Verhältniß zu Montenegro, Demel Ü er den Rück- halt, welchen die montenegrinische Bevölkerung habe, Grocholski darüber, ob die Regierung oder die Bevölkerung von Monteneqro die Schuld an dem Aufstand in der Herzegowina trage. Graf Kalnoky erwiderte, daß in Montenegro die Institutionen nicht wie in modernen Staaten ausgebildet seien und daß die mon- tene rinische Regierung bei dem besten Willen, ihren Ver- pfli tungen nachzukommen, nicht immer die Mittel besiße, diese Verpflichtungen vonommen zu erfüÜen. Die allgemeinxn Beziehungen zu dem Fürsten von Montenegro seien wixkl1ch

"gute. Im Laufe der Ereignisse seien zwar Schwankungeü be-

achtet worden, aber den direkten Forderungen Oesterreicbs sei niemals irgendwie Widerstand begegnet. Die Einwirkungen ein- zelner Bewohner Montenegros auf die Aufständischen seien in keiner Weise auf die Regierungzurückzuführen. Auch habe er keinen Anhalt-Zpunkt, anzunehmen, daß eine auswärtige Regierung hinter der montenegriniscben Bevölkerung stehe. In der St. Petersburger Reise des Fürsten sei eine feindliche politische Spiße gegen Oesterreich nicht zu erblicken; man müsse mit Nachsicht und Geduld die Bevölkerung Montenek-ros davon überzeugen, daß ihr materielles Wohl und Heil auf österreich- ungarischer Seite zu finden sei. Ueber die Rückkehr der “Flüchtlinge hätten mit Montenegro keine Verhandlungen ?tattgefunden, es sei zu hoffen, daß die noch übri en herzegowinischen Flüchtlinge auf Grund der Amnetie, von welcher einzelne bereits Gebrauch gemacht hätten, zurückkehren würden. Von den CrivoScianern sei dies weniger zu hoffen, weil sich dieselben der Strenge des Geseßes unterwerfen müßten. Der Fürst von Montenegro habe sich verpflichtet, dieselben entfernt von der Grenze zuinter- niken und möglichst an der Rückkehr zu hindern. Die Haltung Serbiens während der leßten Krtse sei eine vonommen loyale und korrekte gewesen in Serbien sei auch der Wunsch nach

, .einem Anschluß an Öxsterreich-Ungarn dermalen vorherrschend.

Wohlseiauch dort eine Partei vorlöanden, welche einer solchen Annäherung feindlich gegenüber ehe, aber diese Gegner- schaft sei nicht gegen die Idee eines näheren Verhältnisses zu Oesterreich gerichtet, sondern es seien hierbei persönliche In- teressen im Spiel. Daß die bestandene oder vielleicht noch be- stehende latente Ministerkrisis gelöst worden wäre, könne hier nicht gesagt werden, aber man sehe in Serbien aUmählicb mehr und mehr ein, daß der materielle Vortheil des Landes die Richtung nach Oesterreich-Ungarn einschlage. Das Eine sei gewiß, daß der König von Serbien bei seinem Entschluß vcrharre, an der Oesterreich gegenüber eingenomme- nen Politik festzuhalten. Graf Kainoky gab zu, daß das Fortschreiten des serbischer: Bahnbaucs durch die finanzielle Katastrophe gehindert worden sei, weist aber den von der serbischen Oppofitionöpartei erhobenrn Vorwurf zu- ti'tck, daß auch Oesterreich für diese Katastrophe verantwortlich zu machen sei. Auf eine weitere Frage des Abg. Demel bezüglich der Organisiruna des bosnischcn Aufstandes von Bal: garien aus, bemerkteGraf Kalnoky, daß die bczü lichen Rekla- mationen bei der bulgarischen Regierung von Er ola begleitet gewesen seien, 'die Banden seien mit Hülfe dcr bulnarischen und serbischen Rememna zerstreut worden. Der Minister kon- statirte, daß er von Vulaarien aus cine Gcfavr für Oester- reich nach keiner Richtung finden könne, und folgcrte dies aus der geographischen Lage des Landes. Dem Abg. Czerkawskl gegenüber betonte der Minister, das; ca schr wünschcnswcrlv wäre, wenn der Artikel des Berliner Vertrages bezimlicb der Donau- fesnmmn ausnefübrt würde. Die im vorigen Jahre bcsmndenen Scbwierigkcitcn bestäuben jedoch auch beute nach, namentltch gelte dies vom Kostenpunkt, cinzclncThcile dcr Festungen seien indiß wirklich abgetragen worden und der Zustand der: selben biete keine Gefahr für die Schiffahrt. Aus die Frage des Ab . Süß ertiäne der Minister, cr glaube, daß die Donau am auf Grund des bekannten Varrcrcscben Antrages in nicht ferner “*Zeit auf eine a11c bcchtiaten Ansorücbc be- friekigendc Wcike gcl-"m "don könne. Der Rückgang des Donaubandcls au? .mac Galaséulina siche mit der Donamcgulirung ' nem Zusammenhange ct müsse theil- rocisc die Schuld du ndclostandu sein. Écr Mimster er- kannte die Notbwcndi eit dcr Rmulirunq deociscrncn Thoteo an, die Sache liege indc nicht in der Hand des Ministers dcoAus- wärtigen, das &ckng Projekt des Donauvcreins sei an die Handels-Ministcticn abgetreten. Dcr Ménisier bcmexkte, er da c, das; in den Wintermonaten cine Vetständi unn aller bei ili ten Faktoren zu Stande kommen und da eine für die en ?kau ctwa ndihiae Nachtrazisforderung votitt werden würde. Er zweifle nicht, da die Ver änaerung der europäischen Donaukommiiüon, welcbe , kane dcmnäcbfi vetbandclt werden müffe.btschloffm werde. Er offe,d:ß dabeiauch dicSttompolizcl zwiscdtn Galas und dcm : serum Thor aui dcr angedeuteten Basis netmelt werde. Die Verbanxlungen mit der Türkei weg n der BahnanscUüüe härten wegen der cavpiisckxn Witten mehl aufgenommen werden können. Jae sei übrigens die Franc wieder aufgenommen und der Minism wma; die Hoff: nung aus, diese Vcthwdlungtn im laufenden Jahre nach zu einem befriedigenden Abschluß: zu dünnen. Jn Bestes der Surztonalitage bob Graf Kalnokv dem: da? der Suezkanal va- Eigembum einn Anim- gtscüizoit ei und dre Tutiei al! TenuokialmaÖt für die S1chuheu ver Sch1ßahn aus dem kanal zu sorgen habe.

*

Bei dem Ausbruch der Wirren in Egypten seien gemeinsaxne Sicherheitdmaßregeln für den Kanal vereinbart worden. Dt- selben seien aber, da der Kanal keinen Augenblick bedroht oder gefährdet ewesen sei, nicht zur Anwendung gelangt. Durch die egypti chen Wirren sei in Betreff der internationalen Steüung des Suezkanals nach keiner Richtung hin irgend- welche Aenderung herbeigefßhrt worden. Auf eine Anfrage Scrinzis erklärte der Minister mit Bedauern, daß Oesterreich- Ungarn der einzige Mittelmeer:Staat sei, welcher aus dem Suezkanal bis jeßt nicht einen genügenden Nußen zu ziehen gewußt habe. Der Grund hierfür liege zunächst in dem Handelsstande selbst, welcher in fick) nicht einen genügenden Impuls fühle, um den Handel nach weiteren Gegenden aufzuvehmen. Der Minister erklärte slch gern bereit, auf die Einseßung emer Kommission behufs Beseitigung aller den Handel und dessen Entwickelung erschwerenden Umstände und Hindernisse einzu- geben und wünschte die Frage betreffend Verbesserungen im Kon- sulatwesen durch eine spezielle Enquete prüfen zu lassen. Der von Süß formulirten Resolution, betreffend die auf das Nach- drücklichste in Angriff zu nehmenden Arbeiten am eisernen Thor, stimmte der Minister zu. Im weiteren Verlaufe der Sißung sprachen die Delegirten Scrinzi, Süß und Hübner dem Minister ihren Dank für die erhaltenen eingehenden, be- friedigenden Aufklärungen aus. Das Budget des Ministe- riums des Auswärtigen wurde ohne Debatte unverändert ge- nehmigt; auch das Budget des Fina11z-Minjsteriums und des Rechnungshofes wurde angenommen.

Großbritannien und Irland. London, 9. No: vember. (W. T. B.) In der heutigen Unterhaus- sißung kündigte der Deputirte Arnold an: er werde den Antrag Northcote's betreffs der Verwend ung der englischen Truppen in Egypten durch das Amende- ment bekämpfen, daß das Haus der Ansicht sei, daß die jeßige Verweadung der eng11schen Truppen in Egypten zur Aufrechthaltung des Friedens und der Ordnung in Egypten und zur Sicherung der Selbstverwaltung der Egypter nothwendig sei. _ Bourke zeigt an: er werde dem- nächst den Antrag stellen, daß das Haus seinem Bedauern dar- über Ausdruck gebe, daß Arabi, nachdem er sich England bedingungslos ergeben habe, ausgeliefert worden sei, um vor ein egyptisches Gericht gestellt zu werden. _ Der Unter- Staatssekretär Dilke antwortete auf eine Anfrage Churchills: bis zum Empfange des Berichts Über die: in Gibraltar statt- findende Untersuchung bezüglich der ausgelieferten kuba- nischen Flüchtlinge seien offizielle Schritte EnglaUds zu Madrid unmöglich. _ Auf eine Anfrage Pease's erwiderte Dilke: der englische Gesandte zu Peking, Wade, sei nach England zurückgekehrt, Um mit der Regierung über die Chefoo : Konvention zu berathen, eine Entscheidung in dieser Frage sei aber noch nicht getroffen. _ Dem Deputirten Campbell gegenüber bemerkte Dilke: der Zeitraum für die Dauer der internationalen Gerichts-

_ 11 H f e in Eg 1) p t e n sci mittels eines Uebereinkommens bis zum

1. Februar 1883 verlängert worden. Die zur Prüfung derjemgen Abänderungen niedergeseßte Kommission, welche in der Organi- sation und in dem Verfahren der Gerichtshöfe sowie in den von ihnen gehandhabten Gesehen eingeführt werden könnten, habe ihre Arbeit noch nicht beendet, eine weitere Verlängerung des festgesetzten Zeitraumes sei daher wahrscheinlich. _Der Staats- sekretär des Krieges, Childers, theilt auf eine Frage des Deputirtcn Salt mit: es seien jest 2 KavaUerie-Regimenter, 6 Batterien und 111/2 Infanterie-Bataillone in Egypten. _ Dem Dcputirtcn Wolff gegenüber erklärte Gladstone: der Zweck der Sendung Lord Dufferins nach qupten Jestehe darin, dem Generalkonsul Malet in seinen Verhand- lungen mit dem chdive, betreff» der zukünftigen Arran- gements für die Sicherheit Egyptcns, beizustehen, Der Premier bemerkte weiter: cr kenne kein Mittel, um den euyptischen Volkswillen zu Rothe zu ziehen. Der thdive habe fich seit skincr Thronbesteigung bestrebt, die von ihm eingegangenen Engagements zu halten. Es fehle an jeder Voraussrßung dafür, das; zwischen ihm und den Wünschen des egyptischcn Volks cin Kojtfllks entstehe. _ Der Deputitte Lawson fragte an, ob die Nachricht von der Auf- hebung der zweifachen Kontrole in Eat pten wahr sci. Gladstone erklärte: „Ich bin für das dem ende Telegramm nicht verantwortlich und kann nicht sagen, das; dasselbe anto- rifirt ist. Sobald die Arrangements soweit gediehen find, das; diesclben dem Parlament mitgetheilt werden können, wird die Mittheilung derselben erfolgen. Dies ist aber jest noch unmö..lich.“ _ Der Dcvutirte Sandon feste sodann die De: batte chr die Geschäftsordnung sort.

_ 10 November. (W. T. B.) Bei dem gestern in der (*1ui1dball statt.cbabten Lordmayorö-Vankct bir" der Prcmicr (5711 a 1) st o n c eine Ansprache, m welcher er die Abnahme der Agrarvcrbrccch in Irland konstalirtc. DicZabl derselben sei von 531 auf 111 im „Monat zuriickgmanncn. Dcr Redner erklärte: er sci dcr Atmcbt, das; die gegenwärtigen Einrich- tungen in Irland nicbt m-hr gefahrdet seien. Wenn das nische Volk auf dem Wenc der Legalität fortschreite, werde c! die Abstellung aller seiner Beschwerden von dem cn lischen Parlament erlangen. Schließlich bmiücswünslte der ednet dic Armee zu ihren Etfolnen in E.Mpten.

Kapstadt, 4. November. (Ang.Corr.) MrPremier konstatittc in einer Y_n Illimal gehaltenen Rede, daß die Re- nimma nicht beabncht|gc, Basutoland aufzugeben, und drückte? die Hoffnung aus, der Friede werde nicht gestört werden. Mr. Scamcn same hinzu, daß, im Falle eine fried: liche chclnna unmöglich sei, er auf die Uuterslüvung der

Kolonie rechnen und 111471 auf die Neichoregietung nach Bei- stand blicken würds.

Frankreich. Paris, 9. Novcmbcr. (W. T. V.) In den Kammern wurde heute die ihrem Hauptinyalte nach verein stiutrlc ministetielle Erklärung octle en. In dem die auswärtiac Politik bcitcffcnden Theile detEtklarung heißt es: Nach Außen women Sie den Frieden; derselbe wurde auf- reebt erhalten und nichts _ wir können das ohne alle Ver- mcffcnbcit sagen _ scheint denselben stören zu sollen. Die Bet ;ichnnßen mit den Großmatbtm konsolidinn stch dutch dle loyale Omdhabung der gmensejti tn nicbicn. Mc leichzeitige Ernennung “emu ttallemsehen ot (basiert in m und eines itamdnscben Voisadaitets in Rom be um die freund- schaftlicbcn Tisvosmonen, mühe die beiden tionen und die beiden lecmngen beseelen. Die vor Uebemadme der Re-

ictunZ dutch das damalige Kabine! in vim ein menen Kemi clungcn baden seitdem die um nicht O uoatlon dutch Enala .d herbeigeiü 11. Diese in der europäischen Vo- l1tik so neue Thatsache tt zu am, die uns speziell de- tüvnn. Das Londoner Kadim: ! diese Fragen vor einigen

Tagen in spontaner Weise angeregt, und wir studiren'

Ygenwärtig die Vorschläge, welche uns daffelbe gemacht hat. obald die Verhandlungen , welche mit freundschaftlicher Courloifie geführt werden, zu einem Abschluß gediehen find, werden wir das Ergebnis; zu Ihrer Kenntniß bringen. Möge dasselbe aber sein, welches es wolle, die Quelle unseres auswärtigen Einflusses _ verhehlen Sie sich das nicht _ ist hier, liegt in „Ihnen. Nach dem Charakter, den Sie der inneren Politik aufprägen werden, wird die Aktion Frank- reichs nach Außen eine fruchtbar oder unfruchtbare sein. _ Die Erklärung drückt ferner den festen Entschluß der Re- gierung aus, die öffentliche Ordnung aufrecht zu erhalten und mit Ruhe», aber ohne Schwäche ane Versuche von Ruhe- fiörungen zu unterdrücken. Zugleich wird das Parlament aufgefordert, für den Augenblick alle Fragen zu entfernen, welche die Bildung einer gouvernementalen Majorität hindern könnten; die Regierung beantragt, vor AÜem das ganze Budget und hierauf das Geseß gegen die Rückfälligsn zu berathen und konstatirt die Dringlichkeit, die Uebelthäter vom franzö- sischen Boden zu entfernen und nach den Kolonien zu verbannen. _ Von neuen Geseßentwürfen werden hauptsäch- lick) angekündigt: ein (Heseß über die Gerichtsorganisation; ein GeseßeUtwurf, betreffend die definitive Feststeüung' der Reihenfolge, in welcher die großen öffentlichen Arbeiten zur Ausführung gelangen soUen; ein Gesetzentwurf, welcher die Rekonstituirung der Land- und Seemacbt vervoüständigt; ein Gesetzentwurf Über die Vervollständigung der Verwaltungs-, Gerichts- und Finanzorganisation von Tunis; ein Gesetz zur Förderung der Ausvehnung der Kolonisation in Algier; endlich ein Gesetzentwurf wsgsn Sicherung der Weiterentwicke- lung ch Kolonialbesißes. _ D&e ministerislle Erklärung spricht die Erwartung aus, die Kammer WSWS anerkennen, daß die auswärtigen Gcschäffe unter schwierigen Umständen mit Klugheit, Wachsamkeit und der sorgsamsten Wahrung der Würde Frankreichs geführt worden seien. Im Innern sei das Mini- sterium bestrebt gewesen, dis Gemüthär zu beruhigen und die Ideen der Versöhnung und" der Beruhigung zu verbreiten, gleichzeitig aber auch den Respekt vor Ordnung und Geseß zu sichern. „Sie WLWLU wie wir eine kompromittirende Soli- darität zurückwsisen. Sie werden nicht gestatten, dasz durck) einen frevelhaften Mißbrauch der durch die (Heseße gewährten Erleichtexuxxgen namenlose Verbrscher überal] Aufruhr und Drohung vsrbreiten, daß sie friedliche Leute ein- schüchtern und so die Arveit lähmen, daß sie in er- bitterter Weise bemüht sind, dis chublik verächtlich zu machen, um sie zu verderben. Die Regikrung rechnet hiergegen auf die Unterstützung des Parlaments. Sie wil! keine zufäkligen und ungewissen Majoritäten; sie ist der An- ficht, daß eine Majorität existirt, welche entschlossen ist, der Republik eine dauernde Und starke Regierung zu geben, die in der Lage ist, in energischer Weise eine absolute Respekti- rung der Geseße zu erzwingen. Unter diesen B2ding1mgen find die Minister bereit, ihre Aufgabe fortzuführen; wenn sie

hr Vertrauen erlangen, so worden sie keine Anstrengung cheuen, um dasselbe zu rechtfertigen.“

Die Erklärung wurde in den Kammern günstig aufge- nommen; namentlich im Senat begsgnete der Passus gegen die Anarchisten einer ausZesprochenen Zustimmung; die De- putirtenkammcr war nur schwach beseßt.

_ 9. November, Abends. (W. T. B.) Der englische Botschafter Lord Lyons hat heute dem ConseilSpräfidenten Duclerc eine Egypten betreffende Note zugestellt.

Nach dem Schluß der heutigen Kannncrsißung hielt die äußerste Linke eine Sißung ab und genehmigte eine auf eine Revision der Verfassung gerichtete Resolution. Die Recht e trat ebenfalls zu einer Sitzung zusammen und beschloß, cine abwartende Haltung einzunehmen. _ Der „Temps“ schreibt: aus den der Budgetkommission heute mitgetheilten Ziffern ergebe sich, daß die aus den noch nicht in Anspruch genommenen Krediten disponible Summe 60 Millionen und nicht 153 Millionen betragen werdc', wie der Finanz:Ministcr Tirard angegeben habe; es werde davor not!)- ;vendig sein, noch 100 Millionen für die schwebende Schuld zu ordern.

_ 10.November. (W.T.V.) Die Journale sprechen sich im Allgemeinen günstig iibcr die mtnistcrielle Er-

k lärung aus; nur die Organe der extremen Richtungen be: mängeln dieselbe.

_ 7. November. (Köln. Ztg.) Zwei Kammeraus- schüsse, der für das Budget und der für die Justiz- reform,hicltcn heute Sisunaen. Der erstere nahm die Vor: schläge an, welche der Finanz-Minister Tirard ik der gestrigen Sivunn desselben machte, und der (82ncral-Berichterstatter Ribot lvcgab sich nach der Sisung zum Finanz=Minister, um ihm dies mitzutheilen und die neue Fassung des Theils des umzuönderndcu Finanzgekc es seslxustcüen. Nibot, der Anfangs Hine Entlassung als Genera Berichterstatter geben wollte, weil

irard das Budget von Léon Say abändern onte, mird also bleiben. _ Dcr Außschuß für die Iusiizreform bcricth Jm nicht über dancsev-ynttvurf, welchen der Justiz-Minisjer odscinnercicßt hat. Es hatten sich nur fünf Mitolicder einge- funden. Außerdem ist er nicht voUzählizj, da zwei seiner Mitglieder Heriffotz und Pierre Legrand) Minister geworden sind. Der naschuv beschloß daher nur, den Kammerpräfidcnten aufzu- ordern, dcn Ausschuß cagänzen zu [offen. Lepére, Prä- dent und Benehterstatter über den von der Kammer ange- nommencn Antrag betreffs der Wahl der Richter, legte seinen Bericht und den Gescvemwurf vor, den er während der var- lamentaristben Fetten ausgearbeitet hat. Der Ausschuß beschloß jedoch, erst zu dcrathen wenn die ausgeschiedenen Mitglieder nicht sein würden. Ötr Antrag Lepore besteht aus mehr ,alle 100 Artikeln und lautet in seinen Hauptpunkten wie 0 !: gDic Unakscc-l'atkcit der Richter wird abacscbafft und die Rick!“ werdcn cn'äblt. Die Wahl der verschiedenen Richter wird auf fol- gende rise aetcaclt: ? Jtiedcnoricbtet. Um Frierenotiaotet zu werden, muß man Ftanxo c, mindestens 30 Jah" alt sowie Rca!!!- Lizentiat scm unk cnlwedcr drei Jahre sub mit bürgerlichen odcr bandclkecebtlicbcn Rccbtoiällen beschäftigt haben. oder fünf Jahre An- walt, Nokat oder Geticbtoiäpteibct, odcr stevo Iakte Generale odcr Beitknatb amescn sein. Die Friedensrichter werden auf seeds 3an gewählt und smd wickcr wählbar. Die Wahl mm in jedem Kanton nach dem engeren Stimmrecht statt. der Kanton erwählt Dtleaitte, mlcte rie Friedensrichter tt- amnm. Die Richtet erst.“! Instanz wcrden ungefähr auf die nämliche W;": (wählt. Die Archationoböfe werden ausm- bok-en. Dit Arpcäationkaesuebe werden von einem Gericht an da] anden mwiesm. Det Kassationobof. welcher in beym Instanz mbeilt, wird von einem an! Mttaliedcm des Senats und der De- putittmkammet bestehenden Nationawuiebuüe tm'äblt. 11111 Mit- slked deo Kasauoatboik zu werden. muß man weniqftmo 40 Jahre alt und Recbtk'Uze-tiat sein und Advokat, R1chtct oder Professor in

einer Re(btöfakultät gewesen sein. Kein Richter kann Senator, De- putirter, General-. Bezirks- oder Gemeinderats) werden. Der Kaffa- tionsbof übt die Diözivlinargewalt über alle-anderen Gerichtshöfe aus. Die Besoldungen der Richter werden bedeutend erhöht.

_ Lyon, 9. November. (W. T. B.) Die hier für heute Mittag angekündigte öffentliche Kundgebung ist nicht ?)? Stande gekommen. Vor der Präfektur hatten fich sehr viele

eugierige eingefunden, eine Störung der Ruhe aber kam nicht vor.

Rußland und Polen. St. Petersburg, 10. November. (W. T. B.) Die Nachricht von dem bevorstehenden Rüätritt des Grafen Tolstoi wird in hiefigen unterrichteten Kreisen füx: vol1kommen ynbegründet erklärt. Graf Tolstoi war einige Zett letdend, ist 1-2ßt abér wieder vollständig hergestellt. Der-

selbe wurde nach seiner Genesung vom Kais er empfangen und zur Tafek gezogen.

Amerika. New - York, 9. November. (W. T. B.) Im Staate Michigan wurde der demokratische Kandidat zum Gouverneur gewählt; die übrigen VeamtensteÜen des Staates smd durch Republikaner beseßt. Jm Staate Kansas wurden, mit Außnahme des Gouverneurs, republikanische Beamte ge- wßhli. Jm Staate Colorado trugen die Demokraten den Stkg davon,. Auch in Arizona haben die Demokraten qe- sregt. „_ Dte weiteren Berichte über die Resultate der Wahlen bestängen, daß die demokratische Partei in der neuen R'epräsentantenkatnmer um etwa 50 Deputirte stärker sem werde als “dis republikanische.

Afrika. Egyxxten. Kairo, 9. November. (W.T.B.) Zn dxr wegen der Ftnanzkontrole von dsr egyptischen . eg1eryng an England und Frankreich gerichteten Not'e hexßt LS, _die Kontrole, wie sie durch das Dekret des Kyedwe vom 15. November 1879 wieder hergestellt worden se1, biete den Bondßolders keine Garantie mehr und sei eine Institution geworden , deren dualistischer und politischer Charakter der Gxund zu vielen administrativkn Schwierigkeiten gemorwcn sci. Von dem an SteÜe der bisherigM Kontrole vorgeschlagensnArrangement wird in 'der Note nichts erwähnt. ' _ Meldung des „Reuterschen Vureaus“: Hkute wurde eme MitthLilnng der egyptischen Régierung veröffentlicht, in welcher die Aufhebung der europäischen Finanz- kontrole angezeigt wird.

Zeitungsftimmen.

Die „Pos schreibt:

Daß „die abstrakt freihändleriscbe Rickytungé, welcbe Fortschritt 11111) SezesUon verxretßn, zu einem erheblichen Heile zu dem den L111k§11beralen ungunsttgen Ausfall der Wahlen beigotragen hat, wird auch m liberalen, aber dem praktischen Leben näherjtehenden Kreisen nicht verkanpt. 'Jn Her That reden die Thatsachen eine zu deutliche Sprache, trttt die stetige Zunahme in dem Aufschwung unseres Ec- werblebens zu unverkennhar' zu Tage, um nicht das Vertrauen in die Wyrtfubrcr der grunksa ltchen Opposition gegen das bestehende Wrrtbschalftssystcm ernst!! zu erschüttern.

Wo mnner objektive Z)!)lenangaben vorliegen, sprechen fie über- cinstimmend'in diesem Sinne. Besonders werlbvoll find in dieser Beziehung dre amtlichen Ausnwise der amerikanischen Statistik über den Handelövcrkebr der V_erxinigten Staaten mit Deutschland, weil sie auf'bcs'onders zuverlasstgen Ermittelungen beruhen und daher namentlxck) m Bezug auf den Werth der Ein- und Ausfuhr verhält- nißmäßig genaue Daten geben.

Nach,derz1 .Export', dem wir die nachfolgenden ablen ent- nehmer), 1st dre dcntschx Ausfuhr nach den Vereinigten taaten von 35 Milliynen Donuts tm Jahre 1879 auf 84,5 Millionen im Jahre 1881 aesttcgen, als'o auf'2400/0 ihres Wertbes vor der Zollreform. Dic Einfuhr bat stcb gletcbzcitig von 57 auf 70, also aus nicht voll 125"/„ "cer ganze andelßvcrkchr von 92 auf 155 Millionen Dollar, also auf beinahe „] 0"/0 vermehrt Der höchste Stand der Ausfuhr vor 1879 wurde 1111 Jahre 1873 mit 61,5 Millioncn bei einer gleich- zciti cn Einfuhr von 63,5 Millionen erreicht, jenes Maximum also dur dcn HandelSVerkcbr des Jahres 1881 bei dcr Ausfuhr um 23, bci der_ Einfuhr um 6 -- 7, im Ganzen um 30 Millionen übertroffen.

J!t_dic1e starke Zunghme an sicb ein bedeutsames Zeichen für den Yufxckung 12er beimncben Produktion sowohl, als dcr heimischen Konjumtion, so tst dabei für die Beurtheilung der Lage des bcimi1cben Erwerbslebens besonders bcxcicbncnd, das; der Export im Jahre 1881 selbst jenen dcs bercs 1878, in welchem die künstliche Produktionx- steigerung dcr Mtuiardenzctt ihren Höhepunkt crreicbje, um nicht jventgcr als 11abezu.4k)““/«x übertrifft. Dabei ist nicht etwa rie Gc- sammteinfubr in du" Vcrciniqtcn Staaten in dem gleichen oder auch nur mmäbcrnden MaM? Kcsticgcn, vielmehr chen bcire Jahre genau diefelbc (k-Jcsatntntzxffcr, nämlich 642 Mill. Do . auf.

Der Schluß [trat auf_dcr Hand. Unter der Herrschaft des Zoll- tarifs von 1879 bat Dcuncbland nicht nur den böÖstcn Betraascincr Auofnbr in der vorhergehenden Prtiodc absolut Weit bintcr fich ae- laffcn, sondct-n- relativ einen viel größeren Antbcil an dcr Versorgm: deo amcrikgnncbcn Marktes errungen, indem nämlich statt nicbt vol? 10 cht [*cmalxc 13% des Wcrtbcö dcr amrrikanis-dcn Einfuhr auf Deutjcbland entfallen. Dabei scyt fck dicse aufsteigende Bewegung auch im laufenden Jahre fort. Denn nach den Betichten dcr Konsuln ker Vereinigten Staaten ist die Ausfuhr aus dem dem Berliner General- Kcnsulat nntxtstellten (chictc von 51 'Miüionen Tokaro im Jahre vom 1. Oktober 18801881 auf 61,5 Millionen im 'Jabrc vom 1. Oktobcr 1881-“1.882, _in eincm Jahre also um nchzu 1.1; Millionen Dollars oder 551 Millwnen Mark gestiegen. M1! vollcm Recht [*c- zeichnet ret „(*-Wort“ diescs (krcianiß als ,ein cbcxsso günstige! witibjebafllickocß unk kommerzicUeOResuttat, wie ein srrcébcnch Zcua- niß sär unsere sub stetia fortentwickclndc Konbtttcnz- und technische Le111unzkfäbiakcit."

In der That hat wohl niemals eine Theorie kurcb dic That- sacbcn cint- cklataniekc ijctlcauna erfahren, als jenes sttibäudletisxbe Axiom, das; der Swuvch ric (Fwonfäbigkeit mindert und die daran so hartnäckig geknüpft"! Unheiléptopbczcibungen. Nicht minder bin- fälli erweisen sub mehr und mehr die Behandlungen, welcbe dic stat e 'z'lux'wankcruna dcr Jahre 188081 auf km Zoütakif von 1879 zurückfubtten. Das; das Gcsammtnivcau det Einwanderung in die Vcrciniatcn Staaten in erster Linie von den dort bcttsÖenkcn Vcr- bältnifien. nicbt von denen Europas abhängt, wird zwar nicht mehr besltittcn, allein l'iE-bct gab man vor, die Einwanderung aud Dcutscbland sei besonders stark ackiicgm. Icy! ergiebt sich da] gerade Gcacntbcil. Denn in den I.: ten 1861_1874 waren untcr det Gesammtzabl 1th Einwandctct durchschnittlich 83% Deutsche, in dem Jahr der starksten Einwanderung 1873 gar 35,3 9/4 Dackeßen betrug die Zahl der Deutschen unter den Einwanderern der ,a te 1880 und 1881 nur 281919 im Dutckschnitt' ker Antbtil Deutsch- lands blieb selbst im Jahre 1881 um etwa 11% blutet dem im Nabu 1873ekuchck Kun auch auf ditftm Gebiete ist Deutschland chet in der:; : nach det Zollniom. an [n der votbngebenden.abatschnittm.

117912)“ „Kölnische Zeitung“ meldet unter dem 8. . .:

Seit Ausbek-una 17er Zünfte nm die Vtrttetuna m Zimmer- onm-keo hier in (Zöl- immet an die_ des Mammut“! geknüvfi. da beide Gmnbe zusammen untcr eum Zam m Mnm- ud

["Mann-bt! vmkniß waren. Jess. «Jdc- Uc K "ck

! af 11 mInn-naendtä „damn di 111MB" ooaktüf'ILe ZimutYkißn vereinigt ""an. stlbsiändioec

Innung gebildet, welche gestern u_nter dem Vokfive des Büe - meisters _Herrn Tbewalt im Maschsljaale des Ratbbauses ibren or- stand wahlte. Möge der jungen Vereinigung die Hebung ihres Gewerbes, welcbe durch das neue Junungögeseß angestrebt wird, in vollem Maße gelingen! .

_ Anz Schlusse sexner neuesten vergleichenden Uebersth über dte Em- uno Austuhr der wichtigsten Waarenartikel, e Zeit vom 1. Januar bis ultimo September 1882 resp. 1881 betreffend, sagt das „Deutsche Tageblatt“:

Aus der drei Quartale umfaffsnden Ueberficht ergiebt [ich, wie leicht , zu ersehen, dis UKVi'kändekte Fortdauer der seit Beg nn des Jahres Hervorgetretenen Bcffekung dsr Verbältniffe im Vergleich zum vorhergehenden szre; die Mährausfubr beschränkte fich nicht auf vereinzelte Fälle, sondern fand, wie unsere Zahlen zeigen, für das gesammte Industriegebiet statt, und zwar fast durchweg in sehr be- trächtlichem Maße.

Zu den aufgeführter; Artikeln seien noch einige andere genannt, für die unsere Tabelle gknügenden Raum nicht bietet, die der Erwäh- nung aber dock) fehr wertb sind, so z. B. Lokomotiven Mehrausfuhr

egen 1881: 4400 :, Maschinen aller Art 11500 t, musikalische In- ?trumente 1500 r, Glas und GLaswaaren 1500 t, Papier 6000 :, Häute und Felle 3000 “o, Cement 18 500 tz, Eisenerze 158000 t..

Nicht zu übersehen ist auch die in Betreff der Pos. 15, 'Holx, im Laufe des Jahres nach und nach eingetretene sehr wesentliche Aende- rung gegen das Vorjahr, sowohl in der Aus- wie in der Einfuhr; leyterc bat nur 70000 v aö-, erstere nur 60 000 “o zugenommen.

' In Bezug anf Pos. 24, Mehl, Haben wir“ zu konstatiren, daß dre gegen das Vorjahr eingejretene Besserung durch Abnahme der Einfuhr_ und Zunahme der Ausfuhr nunmehr 60 000 1; beträgt.

Bet der Einfuhr ngahren wir für Wein und sämmtliche Kolonial- waaren eine stetige Zunahme derselben; nur Petroleum zeigt eine, wenn auch nicht bedeutende Abnahme.

Die Einqur auskändiscben Tabacks erreichte die frühere Hö'be noch bei Weitem nicht; im Laufe dieser ersten 9 Monate wuchs dze- selbeZlexr doch stetig und jexzt überragt fie die des Vorjahres beretts um 0.

_ In der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung“ lesen wir:

Der GesÖästIberZÖt der Hannovchrschen Eisengießerei spricht fick) sehr günstig Über das abgelaufene Geschäftsjahr Juli 1881/82 aus uni? betont ausdrücklich die Wirkung der Schußzölle auch auf die- jLÜlgM Unternehmungen, welcbe nicht direkt von denselben betroffen wurden. In dezn Berichte beißk es:

„Im vollstéxndigen ngensaß zu der yxraangenen fast zehnjährigen schlechten Geschättßperiode, während welcher die Industrie mit wenigen Aqutabmen hart um die nackke Existenz zu kämpfen hattk, zeigte das ab- gelaufene Geschäftsjahr, nam2ntlich auf allen Gebieten der Eisenindustrie, eine Velebung,Welche in der zwétten Hälfte,d.i. die erste des gegenwärti en Kalenderjahres, an Jntenfikät zunahm. . . . Nur mit der größten n- strengung tft es uns gelungcn, den Übernommenen Lieferungßverpflich- tungen nachzukommen. . . . Die Verkaufspreise, welche zu Anfang des Geschäftsjahres noch recht niedrige waren, boben sich bald in Folge der vermehrten Nachfrage.... Die Produktion und der Absaß an Gußwaaren find abermals gegen das Vorjahr erheblich gestiegen, und zwar erstere um 1154930 kg und letzterer um 1267 676 1x . . . . Wenn wir im Allgcmeinen den Aufschwung, Welchen unser Geschäftßzweig und mik uns die gesammte Eisenindustrie in der letzten Zeit genommen, aucb hem _Ausgleich , welcher zwischen Fabrikation und Konsumtion mzwiychcn stattgefunden bat, zuschreiben, so müssen wir doch im Be- sonderen der neuen ZoUPolitik entschieden den vortbeilbaftesten Ein- fluß zuerkenncn, weil fie allen Fabrikanten einen größeren Schuß gegxnüber der ausländischen Konkurrenz gewährt. Macht s1ch auch die1er Einfluß nicht bei allen Fabrikanten direkt fühlbar, so tritt doch ein Vortheil bei anderen dadurch zu Tage, daß ein größerer Verbrauch von Seiten derjenigen Konsumenten stattfindet, deren Lage sich durch den Schußzoll günstigcr gestaltet bat.“

Armee - Verordnungs-Blatt. Nr. 20. _ Inhalt: Trennung des Hufbxschlags- und Pferdxarzneigelder-Fonds. _ Neue Frohe etner Feldflajcvc. _ Strafregisterbebörden. Ausführunasver- ugung vom 16 Oktober 1882 zu der vom Bundekratb beschlossenen Verordnung, betreffend die Einrichtung von Strafregistern und die wechselseitige Mittheilung dcr Strafurtbeile vom 16. Juni 1882. _ Dislokation ch ?. Kööéalicb Sächsischen Jäger-Bataiüons Nr. 13. _ Nachtrag zum Vcrzchniß der böbcrcn Lehranstalten, welche zur Aus- stellung von Zeugnißcn uhcr die wiffenscbaftlicbe Befähigung für den einjährig-jrciwillizen Militärdienst berechtigt smd. _ Eröffnung einer neuen Eijcnbabn, -- Freistellen in Franzensbad für Offiziere. _ Eröffnung ncucr Eisenbahnen. _ Dirckfe Expedirung von Militär- tranöporten auf ?chuifitionsscbcin. _ Eisenbahn-Transport-Angc- legenheit. _ Bckanntmackoung _dck Lebenßocrfichcmngs-Anstalt für die Armee und Marine. _ Druckkeblcrbcricbtigung.

Statißisthe Kachricktem Nach Mittheilung des Statistischen Amtes der Stadt Berlin sind bei den bicsiacn Standesämtern 'm der Woche vom 29. Oktober bis inkl. 4.Novcmbcr cr. zur Anmelduna ekommen:

276 Eheschließungen, 853 Lebendgeborene, 36 To tgeborene, 539 Sterbefällc.

Kauft, Wisenstbaft und Literatur.

'LYn 7. d. M. verstarb in Loscbwiy bei Dresden der Maler Profcrwr 1)t. JUliuö Hübner, der erst vor wenigen Wochen als Direktor der Gemäldcza eric in den Rubrstand attrctcn war. _

_ Die von uns seiner Zeit angekündigte ncue unparteiijcbe Zeitschrift .Da (* Ew o', Wochenschrift für Politik, Literatur, Kunst und *WiffcnsOaft (Redaktion und Verlag: Verlin 8112. Dcffauerstr. 12) hat nach Verlauf weniger Wochen bxkcktk eine stattliche Aussaat zu buchm. L*ckanntlicb ift .Das Eav“ dazu bestimmt, „einen Abriß dcs öffent- lichen und gcistiaen chens unketcr Zeit zu geben, wie co fich in den Uttbcilcn und Aussprücken ret gesammten in- und_au31a_ndischm Prcffc wikctsvicaclt'. Das Blatt bietet aus allen atoycn Zenungm, aus Zcitscbriftcn und Broschüren das Mittheilcnc-wertbcste und

iebt so cin F-itkucö Bild der öffentlicbeq Meinung. mb alle bctvorra,cnken Essays, alle wiffcnsch_aftitchxtx Artikel und neuen Buchet! nunaen finden im .Ecbo' Berucksi ngung. In der Politik bestrebt sicb das ,(Fcbo' allxn Pamiwattimnm gerecht zu wcrden, indem es du vcrscbtedenfarbk en “1 - tungen, sofern fie charaktctistisck) und bedeutsam md. partei- los verzeichnet. Det nicbbaltiac Inhalt bezcichnet ch durcb folacnrc in dem ,(Fäw' vertretenen Rubriken: 1. Politik: Eine umfan teiebc Bcsrteebuna ret Tagesfragen. wle nach M was die Wet kcwcgt und erfüllt. 11.Srtechsaa1: Eine Gelegen für Jedermann, wiwjizc unk anxicbtnkx Ausgaben vor das oma! der Oeffentlichkeit zu bringen. wckbalbzukdmcklicv um die Mita! eiter Saft der Leser gebeten wird. 111. Ltscfrucvtc. 11'. Au! boden Kreisen: richten von den Höfen und aus den Zktkeln der vornehmen Welt. 1". Militärisches: Minkcilunqm über anältnkffc und Bewegungen der Land- und Seemacbt allet Staaten. 1'1. Land- und Volkswirtb- [Gast. 711. Da- Vetktbtkwcsm. 9111. Entdeckungen und Erfin- dungen. Technisches und Gewerbe. 1x. Große Bauten und Unter- nebmvnaen. x. könnt' und Völkerkunde. Reisen. R], W fällt und Verbrechen. Gerichtssaal und Reapnstaam. 111. de Künste. Theater und Mum. 3111. Literatur. !17. .“ dem Tblnlebcn. !?. Wismslbastliebu. Tf]. xrn, KitÖt. Schule und Universiät. 117111. Soziale und Mindtilunan. !!!. Fischerei, Spott und Md. Statist! abu. xxx ! ell-ugm und Maße. pn“- ausebnl . xxm. t stoßen U17. Lobt"- jÖ-n. Us. MMW“. Ml. WOK! v. s. .. - Faq u der balsacbe, da die AUS da “!!-MO" W in omi jähelleb, MUSS, 1! oder Us“. MW

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