1882 / 282 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 30 Nov 1882 18:00:01 GMT) scan diff

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.Befiß bis jetzt armen Staatsinstituts baden

Versammlung beschlossen, den bestehenden Konventionspreis für Stabeidsen von 145 .“ pro Tonne festmbalten und lieber, wenn er- ch'erlub, die Produktion als die Preise zu ermäßigen. _Kleinere

bliffemevts, die nicbt zum Kartell gehören, geben freilich mit ihren Notirungen ziemlich weit unter diesen Saß, um neue Bestellun- enzuerbalten. Die Stahlwerke und Kleineisenzeugfabriken Lind durchweg lebhaft beschäftigt, da denselben neuerdings wieder sehr erhebliche Bestellungen durch die heimischen Eijenbabnen zu- gegan en find. In demselben Falle sind auch die Waggon- und okomotivfabriken, die ihrerseits wieder ziemlich große Be- stellunJen in den bei der Herstellung von Wagnons und Lokomojiven benötb gien Walzeisenforten, wie Blechen, Winkeleisen, sowie in Radern, Achsen U:. gemacht haben. _ Jm Koh lengescbäft sind Jndustriekoblen, Gas- und Kokekoblen fortwährend sebr reichlich be- gehrt und finden schlanken Absaß zu festenIXreisen. Ir: Hausbrand ist das Gxscbaft dagegen Wegen er milden itterung weniaer belebt. In Koke ist der Verkehr immer_noch sebr rege und die Preise sind fest. Es finden schon viele Ab1chlüffe für das 1. Semester nächsten Jahres statt und zwar zu 62_64 akk pro 100 Gtr., während für kürzer?" Kontrakte und kleinere Quantitäten 65-70 «M, je nach Qualitat, erzielt Werden, *

. Amsterdam, 29. November. (W. T.B.) Dic beute yon der nredexlandiscben Handelssesellichaft abgehaltene Kaffee- au ktton eröffncte für Nr. 1 zu 35 ö. 35Z, Nr. 2 ZZZ s. 37, Nr. 3 27 s 271, Nr. 8 251 9. 251, Nr. 10 251 a 26, Nr. 11 25-1 9. %ck, Nr. 18 25Z s. 2521, Nr. 22 251 5. 25? Cent.

London, 29. November. (W. T. B.) Bei der

gestrigen W o l [ au 1 ti o 11 waren Preis e unverändert.

Berlin, 30. November 1882.

Der Ankauf der Hamilton-Sammlung und die Art ihrer Erwerbnng haben in 'so hohem Maße das Interesse des Publikums erregt, daß es voraussichtlich manchem Freunde der preußischen Staatssammlungen wilikommen sein wird, einige

enauere Notizen über die Geschichte dieser Erwerbnng zu er- 0 ten.

Nackzdcm die bevorstehende Veräußerung von Kunstschätzen des Herzogs von Hamilton schon längere Zeit im Allgemeinen die Aufmerksamkeit auf sick) gelenkt hatte, fand der Direktor des Königlichen Kupferstichk0binets, 1)r. Lippmann, zuerst im Frühsommer d. J. Gelegenheit, einen Einbltck in die dazu ge- hörige Handschriftensammlnng zu gewinnen, welchs “zwar eines großen Rufes genoß, ihrem Bestande nach aber für so gut wie unbekannt ngten mußte. Er erkannts sofort die außer- ordentliche Bedentung des US dahin verborgenen Schaßes und den hohen We'rth, welchen derselbe für unsere an solchem würde. In richnger Würdigung dicser Verhältnisse that er soglsich auf eigene Hand Schritte, um die Möglichkeit eines Endloc-Ankaufs der bereits zur öffentlichen Vcrsteigsrung bestimmten Samm- lung zu sichern und erstattete in diesem Sinne einen ein- gehenden Bericht an die Généralverwaltung der Königlichen Museen, welcher die Zustimmung des Erlauchten Protektors der Museen fand und den Kultus:Minister bewog, sofort eine nähere Prüfung ch Ganzen einzuleiten. Zu die1em Behufe wurden außer dem Direktor Lippmann der Direktor Dr. Bode von den Königlichen Museen und Herr A. von Bcckerath von hier, sowie der im Auftrage des KultuE-Ministers in Paris beschäftigte Professor A. Schöne nach London entsandt, um die bis zu der bevotstehenden Auktion auf einer Bank deponi1ten Handschriften, soweit die e1schwerenden Umstände ihrer damaligen Aufbcwahrung es irgend gestatteten, ciner

enauen Prüfung zu unterwerfen. Die Aufgabe des rofeffors Schöne war es zunächst, ein Verzeichnis; der sämmtlichen Handschriften aufzustellen, an dem es bis dahin ganz gefehlt halte und damit die nöthigen Unterlagen für die weitere Prüfung der mannigfaltigen Handschriften im Aügemcincn, sowie eine vorläufige Feststeünnn ibrcr wissen: schaftlichen Bedeutung Und eine überschläzliche Werthbcstim- muna im Svkzicllen zu beschaffen. Den iibrigen M1tglicdcrn der Kommission fiel die genauere Prüfung und Schätzung der mit Miniaturen ausgestalteten Handschriften zn. Hierbei trat von Neuem die unvergleichliche Bedeutung der durch hohe künstlerische Vollendung, durch Mannigfaltigkeit dcr vertretsnen Schulen und durcb (Hüte der Erhaltung außgczcichnstcn Mi- niaturen“Handschxisten hervor. Immerhin blieb nach den ersten Eindrücken, welche die Kommission in London gewonnen 0119, noch zwcifelbaft, ob ein Ankauf der ganzen Sammlung icrdurch allein gerechtfertigt erscheine. . nzwischen ermöglichte das von Professor Schöne an Ort und “teile vorbereitete und nochdcnneno1mnenenNotizen bearbeitete Verzeichnis; sowie ein in der Folge zugänglich gewordener Probeavzug des Auktions: kalalogs, eine vergleichende Scbävung der Sammlung in ihrem Verhältnis: zu anderen in den lesion Jahren zum Verkauf aclangtcn Handschriften aufzustellen, vor Allem aber mit Rücksicht auf die verschiedenen in de_r Sammlung ver- tretenen Gebiete eine Reihe von Gelehrten znr Beurtheilung der Frage ihres. Ankanss heranzuziehen. Die gutacbtlichen Aeußerunnen dcr Profcfforen ])r. Tobler, Vr. Mommsen und Dr. Wattenbacb und des Viblioth-kars l)r. Rose in Berlin sowie des ObenBibliotbekars Proxessor Wilmanns in Göttin: gen neden über die größere od(r geringere Bcdculung der verschiedenen Handsckniftengruppen Aus:“cblnß. Die genannten Gelehrten _ mit Ananahme des durch andere geschäftliche Verpflichtungen von Berlin fern gchaltcncn Professors Watten- bach _, sowie die Direktoren [)k, Lippmann und 1)r. Bode und Herr von Veckerath traten alsdann mit dem Ober-Vivlio: tbekar Ur. Levsius und dem Gcncraldirekwr der Königlichen Museen [)k. Schöne n einer Vetathnng in Berlin zu: ammen nnd verein gtcn fich zu einem dcn Ankauf r aesammtcn Sammlung empsthlcndcn Votum In der T at erschien es nur auf diesem Wege Möüiich, die grozen Hauptstück ker Sawmlung, welche bei einer Ver- ßeinerung dcr Geacnstand deo Wettbewerbes der begütettsten Liebhaber aner Nationen werden mußten, dem preußischen Staate von vornherein zu fiebern, und ein uns bis dahin so 1 wie fehlendes Matetial künfileriseher Studien und wissen- Willich“ Forschung zu gewinnen.

Auf Grund dieser Ergebnisse konnte der Kultua-Minisier Sr. Kmsetlichen und Kdniilichen Hoheit dcm Kronprinzen, welcher die Yume An eigendeit schon in ihren ersien Stadien um dem an digstcn Zntcreffe begleitet halte, Vortrag [ten und die Zußimmung zu den weiteren Schritten ein olen, welcbe denn auch die buldvonsle Untetßüsun Hdchfsde elben gefunden haben. ?n Gemeinschaft mit dem ?Finan :Mlnisler unterbreitete dcrsebe alsdann Sr. Majestät dem dnig die Vorschläge, denn Alletvdchs1e Gene migung es ermöglicht hat, die Sammlung Hamilton zu moet n.

. Die Dunbfü um des Ankauf! selbst und ihre Ueber- sühnmg nach Der in fiel alsdann wieder dem Direktor Lipp-

mann zu, welcher sich zu diesem Zwecke von Neuem nach London be eben hatte. . .

Die rpackung erfolgte in 27 mtt kablech nusaeschla- genen und verlötheten Kisten, deren Versendung mlt Rücksicht auf die Forderungen der Gesellschaft, „welche dte Vers1cherung übernommen hatte, mittels vier verschiedener Dampfer geschah. Am 30. Oktober traf die erste, _am 1. November die leßte Sendung unversehrt in den Königlichen Museen ein, wo im Königlichen Kupferstichkabinet soeben eme Ausstqung von ausgezeichneten Stiicken der Sammlung vorbere1tet 1st und voraussichtlich am 3. Dezember eröffnet werden wird.

Morgen, den 1. Dezember, findet Königliche Par- for cej a gd stgtt. Rendezvous: Mittags ] Uhr zu Iagdschloß Grunewald.

Außer den bereits besprochenen Novitäten der gegenwärtigen Kunst-Ausstellung in der Kommandantenstraße (77/79) enthält dieselbe ein großes Gemälde von Hermann Kaulbach ,Lucxezla Borgia vor dem Papst Alexander 17]. und der Geseüscbgft des papst- licben Hofes tanzend.“ Der ziemlich gesuchte Vortvurf tst mrt vielem Fleiß komponirt und auch auf die Charakteristik der Köpfe der aupt- personen große Sorgfalt verwandt, indessen macht dre Mebrza „[ der Tbeilnehmer an dem lüfternen Schauspiel dock) dxn Eindruck von Statisten und mit kostbaren Gewändern bebangten Mo- deUen, wie denn überhaupt aÜes Beiwerk von dem spiegel- blanken Marmor - Estrich und den prachtvv11en Stoffen an bis zu dem gleichgültigsten Geratb herab mit außerordent- licher malerischer Kunst behandelt ist. Dasselbe ist in Bezug auf die Gewiffenbaftigkeit in der Wiedergabe "des archaolo- gischen Details auch von dem Böhmschen Gemalde zu sagen, deffen Titel lautet: „Tbußnelda wird von ihrem, Vater Senest dem Germanicus üb.rliefert.“ Jedoch Übexnouchert Hier das Kostüm- licbe bei aller trefflichen Absicht den historischen Kern nycb mehr als auf dem vorgenannten Bilde. Eher das Umgekehrte dnrfte von der in kleinen Dimensionen sicb darbietenden Tafel A. von Wsrners gelien, Welche Luthers Selbstvertbeidigung auf dem Reichs- tage zu Worms zum Gkgcnstande „bai. Denn hier konzen- trirt sich die Kunst fast ausschließlich auf die Durch- geistigung und scharfe Charakterifirung der Köpfe, ohn; daß dgbei jedoch das bistoriskhe Beiwerk und '[ein Rahmen vernachlassigt Ware; in letzterer Beziehung ist der Kün tler sogar so weit gegangen, den geschichtlich berühmten Saal getreu nach der Heutigen Erschemungnzu malen, Wobei fick) die nüchternen, weißgetünchten, ihrer alten Vertafe- lung beraubten Wände als Hintergrund für die mit eminenter Kunst plastisch modellirten Köpfe allerdings sehr vortheilbaft verkverihxn ließen. Die Erscheinung des Reformators entspricht freilich nicht ganz dem uns nkläufigen traditionelien Viide; _ Zwei bemerkenHWertHe Werke Hat -das Genre aufzuivcisen, namltck) „Des Wiiderers Rache“ von E. Scllmer und „Zum Tode wund“ von K. Röchling. Ersteres schildert in Vorzüglich'er Komposition mit gewiffenbaitester erschütterndcr Wahrheit den Eindruck des blutigen Dramas auf den Mienen der die Bahre des tödlich getroffenen qust- beamten umstehenden Personen und ist ohne vordringliche Mache Uhr gediegen und tückiig gymalt, während das andere Bild, eine Episode aus dem letzten Kriege, es nwbr auf den realistischen Effckt abgesehen zu Haben scheint. Mancherlei Genrestücke heiteren Charakters baden Amberg, Skarbina, Harburger, Lulvßs, Hochbans, Zimmer, Borg- mann u. A. kingeliefert. Mehr dekorativ, aber sehr sorgfältig und distinguirt in Farbe und Zeichnung ist die fast lsbcnSgroße Einzel- figur eines Zalknerx? von dem Münchener Augustin Geiger. Genre- und Archite turmalerei vercinigt beherrscht mit gleicher Tüchtigkeit der Münchener I. V. Carstc'ns in seinem Bilde „Das Findeikmd“, (welches von Mönchen vor einem barock ornamentirtkn Klosterportal aufgenommen wird), Genre und Landschaft Raupp anf dem Gemälde „Die Ankunft des Dampferö“. _ Unter den Landfcbaftcrn steht obenan Graf Harxacb mit einer grandiosen Anficbt des Wetterbornö. Der mnssigeÉc-Ucndom ist vom Morgennebel leicht verschleiert, der mit seinem ilberton Gestein und Gletscher in zartesten Duff hüllt und mit großartiger Wahrheit und Meisterschaft in den leisesten d11rchsichtigstchönen wiedermgeben ist, die fich nur innerhalb der Skala von Mis; bis silbergrau bc- Wegen, obne doch im Geringsten monoton „zn Werden; es hätte daher der grsncbjcn Kontraste in den grotesken Bmxntfornmtioncn und dem nufdrinnlicb grell rotimclben Hnidckraut dcs Vordergrundcs znr größe- ren Lebhaftigkeit der Wirkung kcincsjvkgs [*cdmft, nmwwcnincr, nls dadurch die ruhige Größe der Erjcbcinnng des crbabcncn vielbcwun- derten Bergriesen, der zwar unendlich oft, aber Wohl noch nie so voll- endet malerisch wicdcrgcmbcn Wordcn ist, ciacmiicb beeinträchtigt wird. Troß alledem treten hinter dicse cmincnte Scdöpruna umb die an snd so vortrefflicben .Hocbnebirnsnnßcbtcn von _O. von Kamcke, Len und (Lnnclbardls clwaß zurück. Aunmt Bcc1«r bat !,icb eincn ivcnigcr [3änfia ne- wälxlten Vorwurf nuLcrsebcn, nämlich dic in'be Tatra, dcren düstchrofx- nrtiakcit cr überzeugend und stinnnunndvoll schildert, Bcnncwix: von Lösen, der Malcr der verknnntcn Scb'onbeitcn der Mark, ist dicser nach wie vor treu geblieben; dagegen tritt uns A. Lutterotb, dcr farbenfwchcbildcrer dcö sonnigen Italiens, nuknalnnsnwiscmit ciner nordiscbcn (*icbcmvnld-Landskbnft c11tacgcn,dic bei aller Tücbtigkcit doch an der Fadllxeit dcr Sonnenlicbitcficrccinc gewisse Vcrwöbnnngch Auacd durch die Intensität der_italicniscbcn Sonne nicht vctkcnncn läßt. Ter trefflicbc Wiener Landsbnfiönmlcr von Licvtcnselö hat ein zwar kleines und delikat gemaltes, aber doch gros; stvlisirtcö romanjisxb aistinnntcs Bild von der durch Hauffs Roman Mit bcknnntcn Vitra Lichtenstein bekacsankt. Von dem Uctstotbcncn Lick seien wir die mit Lorbeer- kranz nnd Trauctfivr geschmückte vorlejxtc “.'ltbcit. dns Frcifinacr Moor bei Münwcn dnrstellcnd, in dcr [*.*knnntcn stitnmnnaßvollcn Auffasiuna dieses Künstch. (?inc „none farbcnpräcbtige dekorative Ideallandsll'ait mit :nytbologifcbcr .Ztnffn,*,c (für ein Trcvrenbauß l*cs1i1nmt)kat Hertel gemalt, wäbkcnd Bracht nlö Weitere F-ucbt scincr Orientrctse cine sonnig nlübcndc nrabiicbc Wüsicnlnndscbaft ausstclltc. _ Fcrnet verdienen gcnartnt zu wcrden Flickcl (einc rockiicbc Waldstudic), (Jude, Sedna: L*crninacr, Valentin Rulbs. Zicbimtncr, Lübbecke (Wintcrlandscbnitcn mit Ztaüzac pon Schlitt- ichubläufern1. Vmbbolz nnd die Makincnmlcr Sturm und Dückcr. _ Tas Pvrträtiacb bictct uno mcbtctc Namen von autem Klanae, wic Anneli, der ein mit bekannter Delikatcffc nnr Vomcbmbeit bekan- dcltes Damenbildnifx tinßcsandt _bat. fcrncr Bickmann, Graef. Plvckkcrst und Ok-car Beans, wahrend Stauffer sub mit solchen Bildnisse". wie sein nmcstco Ovuo, scincn swncll erworbenen Ruf cbcnéc s(bncll n'ixdet vctkctkcn kütfle. _ Dic Tbictmalcrci ist durcb zwci kicßcnatoßc; 011! in der malerischen *.*luffasiung und Ausfüh- tung ziemlich nuÖtctnc Gemälde vonSEenci. knacacn cin wait aclun- gcxrcrcc- Thick cntcfiück von (r Arnold, sowic Werke von Volt: und ü?“ vertreten. _ (- Stillleben kxptastntikt in bekannter vollenkctcr e se Yumi" rot: Preusä'cn, die sich nunmehr 018 Fr. Vt. Scbmidt ror- tcllt, rund eine Rcikc breit und virtuos gcmalter kckotatirct Tafeln. Neben ikr baden aueh Anna Prieto und (Clara Loktdan trefflicbe Bilder ausgestellt. _ In einem chcntaum haben die Aquarellen und Zcicbnunacn ibtcn lar. aciundcn. Unter jenen ist eine Kollektion von Blättctn von ttccksus; zu nennen. n-clcbe Schlos- Rheinsberg und [cine tei enden Umgcbunqm zum (“cncnstanrc haben; unser den Zeichnungen cdcn wir die Originale zu den durch Vervielfältigung bereits mit bekannten anmusbiacn Tuscdzeicbnunqen zu der ametlina'sebm DichtuW „Amor und Psyche“, von Paul Thumann. iet finden wir auch n eine Ztiamung von A, von Werner, einen tie mtb aus demlevtm Kemnat datstcücnd, milden wohlbekannten, um in Öatakmisittm Kövicn det Helkm icon großen Zeit. _!ucb die K etßewk-nfi isi durch einige neslicbe Blätter vertreten. Der im An naar de: GaseUTÖaft füt Witi'äm nde Kunst in Wien von Kocobv au eiübm Sieb noed Rassen . alt von Athen“ leidet cilicb an net amisim Uebetiubtilität im Anklam, wodureh det monumentale Eindruck des Gan , namcnmeb [! dm Konturen der Wolken und der Architektur ! (blieb erscheint, indessen "Meat

die Sorgfalt und Genviffenbaftigkeit der Ausführun alles Lob, Im preußisiben StaatSauftrage bat H. Meyer die nbetun der Maria und Anna im hiesigen Museum, von Morcito (Bouvicino), gestorben und damit diese Perle unserer Sammlung m einer vortreff- licben Reproduktion den Kunstfreunden zugän lich gemacht. Auch der Stick) der ,Poesie', jener köstlichen ailego schen Frauengestalt von Rafael, ift vortrefflich gelungen. Als eme sebr_tuchtige, die Farben- töne des Originals in feinster Schatnxung wiedergebende Arbeit ist sodann auch der Stick) von Eilers nach dem be. kannten? Holbeinscben Gemälde in Dresden, den Goldschmied Heinrich 7111, Hubert Moret daxstellend, zu bezeichnen, _ Im unteren Raume sind endlich einige plastifckoe Werke auf- gefteUt, darunter eine Lutherbüste von Schöler und zwei weibliche Porträtbüsten von Manthe und Anna von Knble (in einer Ecke des großen oberen Saales auch noch die sorgsam m Marmor auscxefübrte Büste einer alten Dame von Lürffen.) Eine Genregruppe von Sommer, ein Satyr, der von einem ihm im Nacken sitzenden neckiscben Amor ge. plagt wird, ist besonders glücklich erfunden und sorgfältig ausgeführt, Schließlich seien noch zwei von dem als Thierbildner bekannten Wiese sebr lebensvoll modeÜirte Reliefs, Dachsbunde darstellend, erwähnt,

Ein weit. ausschauendes Unternehmen der deutschen Gesell. schaft San Georgio in Florenz stellt dem künstlerischen und kunstwisienschaffiickoen Studium der italienischen Renaissance ein Material in Aussicht, wie es in gleicher VoUstandigkeit und gleich zuverlässiger Bearbeitung bisher vergeblich gesucht wird. Es handelt fick) um die genaue Aufnahme sämmtlicber hervorraaenden profanen und kirchlichen Baudenkmäler sowie der besten Werke dekoratiVer Kunst der Renaissance aus dem Gesammtgebiet von Toskana und um eine Publikation derselben, für die unter Heranziehung der heut zu Gebot stehenden Reproduktionsweisen das Werk von L::tarouilly über die Bauten Roms nach, Format und „Umfang als Muster dienen wird. Um auck) tm Detail die größte Korrekt- heit zu erzielen, sou, zunächst für den ZWLck der Publikation, eine auSgedebnte Abformung der architektonischen (Gliederungen und des ornamentalen und figürlichen Schmuckes der in Betracht kommenden Bnuten, Grabmäser und sonstigen Objekte in Angriff genommen WerdZn. Die so gevoonnenen Abgüsse aber beabsichtigt die Gesell1chaft zugleich dcn Sammlungen und den technischen und künstlerischen Lehranstalten zugängig zu machen. Ins Auge ,gefaßt ist daneben endlich noch die Re rodukiion der in ihrer Art bedeutendsten und am mcisten charakteristi chen Palastfacxaden in ModelLen, die das System der i;?treffknden Architektur in einer oder in mehreren Axenbrcrten und in 1/25 der natürlichen Größe vor- führen, und damit, unterstüßt durch die Originalabgüffe der Detgils, die denkbar unmittelbarste Anschauung der Baumerke Fe- wäbren 1olLen. Ein eben ausgegebenes erstes Verzeichnis; umfaßt - reits eine ansehnliche KoÜcktion von Gesimßgliederungen, 52??kriesen, Kapitälen und sonstigen Details von Bauten und dekorativen rbeiten in Marmor, Terracotta u, s. w., _sowie eine Reihe jener Fayaden- ModeÜe, die für Sammlungen und Ateliers besonders wiÜkommen sein werden, In der Durchführung ihres Unternehmcns wird dic Ge- seÜschaft von den deutschen wie von den italienischen Behörden so er- folgreich untcrstiiizf, daß fie dns gesteckte Ziel in drei Jahren zu er- reichen gedenkt. In den künstlerischen und wissenschaftlichen Kreisen,

?nklderen Theilnahme sie appellirt, wird es an dieser sicher nicht c) In.

Frankfurt a. M., 30. November. (W. T. B.) Nachdcm der Main gestern Nachmittag 5 Uhr bis auf 552 cm gcstiegen war, hielt fich der Wafferstnnd bis 10 Uhr Abends auf dieser Höhe. Hier- auf fiel das Wasser erst langsam und dann successive schneller; heute früh 9 Uhr betrug der Wasserstand 529 am. Das Wasser fälit gegenwärtig durchschnittlich 3 um per Stunde.

Cöln, 29. November. (W. T. B.) Der Pegel des Rheins zeigt gegenwärtig 9,40 m. In Folge des Durchbrucbs der Dämme unterhalb Cölns bci Niehl und Warringen find mehrere HäFsekk fortgeriffen worden. Ein Verlust von Menschenleben ist nicht zu c agen.

Cöln, 30. November. (W. T. B.) Bei Tagesanbrucb war das Wasser des Rheins auf 897 am gefallen; das Wetter ist ziem- lich klar. Der Wasserstand beträgt bei Binzcrbrück 560 cm und bei (5,001an 787 om.

Mainz, 29. Novombcr. (W. T. V.) Seit beute Nachmittag 2 Uhr ist dcr Rhein nicbt witer gestienxn. Von Bodenheim, Lau bcnbcim nnd Nackcxnheim rinlauxcndcn Nachricbtcn zufolge stürztcn fick) die Waffcrnmßcn mit rasender Gewalt durch die Rbcin- dmnnjkrücbe und iibcrfintlzcten die Dörfer vollständig, Viele Häuser find cingcstürxt. Außer Pionictcn in auch Infanterie von bier aus zur Hülsclcistnng dorthin gccilt. Von Basel wird starkes Fallen ch Nbeinö ncmcldet

Mainz, 30. Novcmkcr, I)iorge'ns. Dcr Rhein ist unkcdcutcnd gefallen. In Bodenheim sind mehrere Häuscr eingestürzt; ('in Verlust an LNcnscbcnlcbcn ist 111031 zu beklagcn. Dcr Postverkehr ist mit Auöscblus; dcr Packctbcförderuna wieder eröffnet, die näckste von hier zu errcichcndc Eiscnbnbnstntion ist Nackcnlycim.

Mainz, 30. Novcanbcr._ (W. T. B.) Mit Frankfurt a. M. und Darmstadt ist ein bcscbrankter Eisenbahnverkehr wiederher- gestellt: in Bischofc-bcim muß umgestiegen werden. Das Wetter ist hell und lxeitcr.

Bremen, 29. November, Abends. (W. T. V.) In dcr Nähe „von Dörvördcn dci Verden hat ein Wcserdcicbbrucb stattgefunden.

Jm National-Tbcatcr kcninnen am nächsten Sonntag die bereits früher geplanten OUcrnvorstcllunncn mit der Auf- führung von Vcrdi'ö .Troubndcur.“ 6,0 sind bewährte Kräfte für die Soli und ein tücbjiger (xbox cnaagirt, auch das Orchester ent- srrccbcnd verstärkt worden. Das Ballet wird beibehalten werden. um in dcn Opern, in denen es am Playa ist, mikznwirkcn.

Am Dicnftaa fand im Saale der Sinnakadctnic die 513. Ausühruna der Hochschule für Musik untcr Lcituna des Hrn. Profeswr Ioscrb Joacbim statt. Die Einganasricce bildctc cin Jon- cett für Sttcicborcbcftcr in (I-clnk. welches in ptäziscstek (Frekuticn F Mckör acdracbt wurde: die aukgczcicbncte Schulung des

“NRW trat dcm mächti,1cn Tonwckk gegcnüber besonders wobl- tbucnd bcrvor. Weiskkbi" bot das Progamm Cbcrnbini'o wirkungs- volle Abcncetagcn-Ouvmurc und Schumanns selten gebotene 159-111"- Symvbonie; auch diese Nnmmcrn aabcn Zeugnis; von der Klein)- maßiacn Auo- und Durcbbilduna des Orchesters, welcbe sowohl durch die Eigenart der gesammten Auffasiung als in der rvtb- mischen Vollendung der Details die künstlerische Wirksam- keit des Dirigenten erkennen [ic cn. Den Höbcvunkt dex" Abends bildete Joachims mcitcs iolinconccrt mit Orchestck- bcaleiiuna, in welchem .Fr. koi. ?vaibim als Jnte_ ret scinet eigenen Kcmromion wohl den Ick im An ordnungen. kicu ctbauvt an cinen Künsllcr gestellt werden können, vollkommen entsprach. Die Milde und Wcicbbeit, die Wärme nnd der Adel des Tons stehen eben un- übettttfflicb da; besonders kam in dem im Romanzenstil gehaltenen “Save die ch Tenfüllc, welche der Künstler seinem Instrumente zu tntlcckcn s;, überwältigend zum Aukdtuck. _ Det aanze Abend cstaltcte sich u einem so reinen Kunstgmuß, das; die Hörer böcbft

efricdigt das aus verließen.

Rcbacteur: Riedel. Verla,: der Expedition (Kessel). Dutt: D. Klint. Vier Beilagen (einWUtkUÖ Börsen-Beuäskx

Berlin:

zum Deutschen Reichs-

„45-7 ???.

«__-7

Yichtamtlichez.

Preußen. Berlin, 30. November.

ge_ftr1gen (10.) S1Hung des Hauses der Abgeordneten bet der ersten Bexathung des Gesetzentwurfs, betreffend den Erlgß „pplWetlLÖU-x Strafverfügungen, von dem Justtz-Mmtster ])r. Friedberg gehaltene Rede hat folgenden

Wortlaut:

Nach den gehörten Reden darf ich Wohl annehmen da e 'Theilefdes hoben Hansxs darüber „einig find, den GesekeniWuri; eiciilelr Kommxsfion zu uderrvetscn, und, :ck würde deshalb (1qu jede Muße- rung unterlassen, Wenn nicht einige Bemerkungen der H redner eme Crwxdexung, Wenn auch in kurzen Worten, verlangten.

Ick) beginne mxt dem leßikn Herrn Redner, der aus den Motiven auf Serie 9 gefolgert bat, daß es meine nächste Pflicht sei, einen

. . erlaffen, damit dsr Uebel- stand in Bezug auf dxe gertcbkluben Kosten abgesteUt werde. Es scheint'nungnem SÖickjnl, daß, sonne ich mit?) hier sehen lasse, als- bald dre Hohe der Gertcbtékosten mir aufZebürdet wird, als ob ich

' , " in doch wirklick) iemli -unschu[d1g_daran, und Wir konnen uns schlimmsten Falls AliezredlicY darein thccken, WLUU wir Wlkklick) in dem Reichs-Kostengeseß cin Geseß ,gemacbt ha'öen, wxlckocs mit dem wirklichen »congrmrt, Denn der_ Retchstagist es doch schließlich, der das Geseß beschloffxn bai, und ich glaube_1edcnfa[ls, das;, Wenn eine Schuld vor- liegt, ste sicb der Art vertbetlt, daß auf mich persönlich nur eine

„Nothruf“ an den Bundleatk) zu

ganz aliein die Schuld daran träge. Ick)

"homöopathische Dosis davon kommt.

Wenn nun der Hr. Abg. ZeUe Weitr a 5 Motive, die er verlesen Hat, und aus §. 9 icblieFt,

wären,

Worten der Motive_ etwas Unterlegt, 'Nzéht die Gerichtskqsten als solche find es, zeichnet Wexden. DLL Nebenkosten sind es, die bei ?Yerfalxren 1n_Bez_ug auf eine Polizeiüberiretung mcht immer m emem richtigen Verhältniß mit

Strafe stehen. ,Es kann nämlich eine Strafe von vieÜeicbt wenigen

'Mark ausgesproäzcn sein und die Provokation

Gehör führt dahin, daß, weil vielleicht 10 Zeugen dabei zu ver- eigentlichen

chgenkosten die

nchmkn Zind, dicse tctge, daß man

“so Über allerdings sagen

Wenn_es da beißt, die Hübe Verhaltmß, und die Beschuldigten würden

weg zu schenken. Schließlich ist das doch aber nur eine in Worten. _ Auf das Weitere Detail, dJ

Rednc'r angeführt bat, brauche ick) Wohl ger ctnzugcbcn, (110 ja in

zu erledigen.

Ick rvcndc mich darum cht zu dem ersten errn Rcdncr dcr nbglctch cr „gegendcn (Gesetzentwurf eingesckoricbanwar, doch sc'blicß: “sicb, txcnnqletcb mit elner newtnen schmerzlichen Resignation. crklärtc. er wnxdx dcm (Ichs nn Prinztp nicht widersvrccbcn, Wenngleich er 015 rbcnnscbcr Jurist cs bckiagc, daß mit dem Gesev ein Einbruch in

US _ 13 Inserate fur den Deutschen Reichs- und Königl. Préuß. Staals-Anzcigcr und das Central-Handcls- rcntstcr nimmt 0 n: die Königliche Expedition

einem gerichtliäben

. , da , d' - lichen Kosten sieben mtt dcr erkannten Sirafe in keinem licichtiiitewn

Verhältniß. Ich wili aber darum nicht sngkn, daß der Ausdruck in den Motiven nicht vicllcicht glücklicher Hätte gcwäblt werdenkönnen; ja ich null sogar nern anerkennen, er sei nicht glücklich gawählt; denn,

der erkanntkn Strafe stehe oft in keinem

_ in so 170 cm - d bklaxtct, das; fur tnanche dcr RcÖtStveg kuum zugänglich seérasx

wäre diese Ausdrucksweise besser vermieden und man hätt 1 n sollen, daß sicb Manche nbbaltcn ließcn, dcn sonst zulässigen HTLF?-

rage des Ausdrucks

- - , der band 1ch1i ten Kommi "' ' r1chttge Steüe sem wird, diejenigen Bcdcinkcnj; die er b snon dae

bat, näder zu erörtern und, wenn sie für berechtigt befunden werden,

Erste Beilage

die bisherige Gewöhnung der rheinischen Juristen e ol e ' aus, daß die Autorität, auf welcher die Motive rf (; Er fuhrte daß namlich der Wunsch nach einem solchen Geseße Burgermetstern der 'theiniscben Städte ergangen sei _ daß dieses Argument rßm nicbt tmponire, Weil ja die Herren in eigener Sache gesprochen halten; denn sie hätten eine Errveiterung ihrer Macbtbefug- Nun kann 1ch vorweg nicbt zugeben, daß, wenn

Die in der

nisse gewünscht. von sammjltchen Bürgermeistern

Fall, daß ich erren Vor- der" Herren Bürgermeister Burgermeister der Städte

1852, das in allen anderen steht. jkßk.

sagen sie:

Leben nicht ganz

cs auszudehnen. den Worten der

aus es kochen. die zu hoch be- g p

[)at darin nur 1) ' enisteben können, en ganzen GM der germgfügigen und abgeurtbeilt Werden oll. auf richterliches s

Gcricbtskosten auch keine Uebertreibung üben.

mäne des Strafrechts.

dcr [este Herr um so wcni- StrafprozÜordnung machte, , _ des Hrn.

ter angefubrt

ivo es heißt:

Vcrfügnnn festzuscycn, erstreckt tretungkn."

Da hat also doch die höchst:

TO

. Steckbriet's uml Untorauoimuaa-Zacben.

] dex Dtntsrhrn Reinxs-anriger- und Königlich 2- UUUUWWÜUUIU, IUTÜMR Uarlaäumxsn

preußischen Itnnln-Inzeigrw: V Berlin ZW., Wilhelm-Straße Nr. 82.

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Steckbriefe und Untersnchungs-Sachen. [50750]

Dcr wegen _schwcrcn TicistnlW in Untersuänmzs- Loft befmdltckoc _Masclxiucnbauer Hermann nriedriüj Job!, 25 Jahre alt, aus L*:clin, ist heute Vormittag auß dcm Arrcstléausc bicrsclbst cnt- sprungcn. Indem ni) nachstehend das Signalcmcnt des .'c. Jol)! angebe, cr1ukbe i:!) Icke", der über den Achmtbaltkort _deffclden Auökunf: zu acben vermag, nur oder drnnacbstcn Polizeibckötdc Mittheiluna 511 machen. Du Poltzcjbebörren ctsncbc ich, dcn xc. Jobl event. zu verhaften und mit Anzeige davon Lu machen. Sinualement: Geburtsort Marien- elde. Aufenthalten" Berlin. Reliaion evangelisch, 23tand odcr _Gemkbc ?.Kascbincnbaucr, Alter *Jäbkk, Große 1,6!) Mekct, Haare dunkelblond.

tttn i_rci, Augenbrauen drann, Augen braun, Nase gewöhnltch, Mund aenxßbnliO. Bart obne, Zäbnc xefckt, Ktnn ava], (Vetcbtkbilduna oval, Gejicbtk- akk“? nesund, Gestalt s lank. Sprache keutfcb. Be- kleidung: ] dunkelblane Anstaltsjackc, Weste und Lose, 1cwc1ßlcinencs Hemd, ] Paar graun'ollenc ! ttumdx. ] Paar Lederschuhe, ] blau- und welk;- atrirteö Anstaltc-bzlomcb, 1 Unterhose. Cablenx.

den 28. November 1882. Der Erste Staatsanwalt: ommer.

Jen dem 26. d. M. von der Trap : fort KD" Füsilier mr_olan Gichoffenp der 10 NVmJome 6. Wesifaliscben Jnfantttic-Rc iments

!. . geboren am 12. Januar 1858 zu 'Wie . isi YU [einern am 25. d. M. abgelaufenen Urlau nacb

aatgcmund die [ent nicbt zucückatkcbtt, so daß der

A acht der Jabnenflucbt Degen ibn vorliegt.

lle Behörden nzetden ictmlt dienstnacbcnsk et- |Ucht. aus den 1). Gtvboffm zu fahnden. ihn im Be- "Ufau m vctkaften und dem unterzeichneten ommando Nachticbt zukommen zu la !m. !) inalmeut: Größe 1,63 m, an, Annen-

"":-Zi Stbnunbatt: swwau, Stirn: niedrig, Nase vnd nnd: gewöhnlicb. Zähne: aesnnd. Kinn. oval, Gesubttfatbe: blaß und gelblich. Giscbtkbildung: i n [, Statur: schlank. Btsonkcn Kennnwm:

u. (isral.

3 4. D'orloogunx, amortisacion, Aiuounmunx K u. a. «. 7011 0118111110581: kapieren

-*x_k, «:?-T*“

17. Garnitur, Manic! 11. (Barnitur Hemd Hcltn 1l.(55.1initnk, Törnistsr 11 Garnitur; "" **:“ Nrs1i02dmit Lcibricmcn. CRM] .“er e tMem 26. d. M. von der Truppe fort. Dir "üfilier' Iosxyh Philipp Ottro Mut der 11. Kompaantc t., Westfälischen Jnfanteric-T*mi-nc11tö Nk._55, gcborcn mn 5. Juli 1861 zu Gunnstcdt, Kretz Wctßcnbura, ut von seinem am 25. d. M. angclkauxetzetti lsirlarubß nachNGunnstekt biöbcr nicht zurn ace r, 0 :!“ dcr «cha tdcr .?“1 - ge'iiclij] iban Zorlient. ck Fahner, "M _ e c ördcn wckrcn bicnnit dicnster cbcnst cr- 1ucht, auf _kcn v. Ottxosébink zu sabndeéih ibn int Bcirctungdtall zu _vcrbattcn und dem unterzeichneicn Kommando NäÖtlÖk zukommen zu laffcn. Signalemrnt: Größe 1.585 m, Haake, An.“,cn- btanm,Schnurtbart: [*cUblcnd. Augen: ata", Nase: acn'obnlich Mnnd: klein, Zähne: gesund. Kinn: smn, EcnÖtki-xlrunn: oval, Gesicbtofarbe: klcicb. Statur: schlank_,_ Besondere Kennzeichen: keine". Aung: Wancnrch. alkbinde, Tucbbosc 11“. und 17, Garmtur,_Hclm, Se tcnam'clxr Nr. 81 mit Leib* riemen, Tomxstcr mit Riemen, Unterhose. Détnswzd, den 28. November 1882. :- ommando de] üsllier-vatamous 6. Wemälisäéen Infant: e-Neqiuenn Nr. 55. , *tcibxkt von Boecklin, Maler, mtt dcr Jukrnna dcs Vatainono kcaufttaat.

......-

vabastaeioneu, Aufgeben, Vot- laduugeu u. dergl.

[50735] Oeffenmy Unkenn-

Dic Catharine Barbara Reuß vonacAutiab. Ebe- ftau dcs Schuster] Gwen Carl Reus; ren Aurich. vetttejcn rund RWanalj Klett dahin klagt Mn diem ihren Ehemann. der mit unbekanntem

feat t akwesend ist. wegen bonum Verla una. mit dem Antrag: au! Tmmma ihm im Fabre 1869 in MubibaM einatoanamm Ede, beziehungs- weise, daß der ame das tbtlme Leben denn- steam habe. und lade! dn Waasen znr münd- lichen Verhandlung des NOW m die Civil- kanmet da Kdnialidn Landgericht] n Heilbronn

"um: Wancnrqa. Handindc, Tnchbose n'. und

Wunsch ausgesprockpen wird, man a priori annehmen dürfte das wäxe blos geschehen, damit sie ihre eigene Macbtbe'u ni ' . wntern. Das ist aber auch in der That sg ffe er um die Erlaubniß. bitte, einige Worte . Aachen. Dursdurg, Dusseldorf, Elberfeld und Effen [) schaftltchen Gesuch gebeten, doch das Wohltbätige Gesetz vom 11. Mai

, ' Provtnzßn der Monarchie seit Jahren be- da dre rheinische Gcrrckbtsverfaffung kkine Abweichung rnehr Verlange, doch auch auf die Rheinlande auszudehncn; dabei

' „"Die hier betonten Uebelstände _ daß für die erin ten - [tzembertretungen'immer ein gerichtliches Verfahren stattfigndenginüffék- ,tnachen_stch 113 yraxi fo bitker füblb Ober-Burgernietsiex zu Aachen. und Cöln, obgleich unsere Städte ais Stße, Königltckyer 'Polizndirektionen bei dieser Frage gar mcht unmrttolbar beibetltgt find“ 2c. 2c., daß wir bitten müssen,

Ich glaube, daß auch der Ab]. von Cuny in den v [ Worten einen klaren BCWLis dafür finden wird, daß die petitiririiiiiidec?

. _ da di " - " ' ' kosten bet dreien kleinen Poltzeiübertretungen so ganzß urigcéekxiiciliiii) FMM Burgermetster an MMS

und daß ich damit selbst anerkannt Hätte, fie wären geradezu nicht zu tragen, so glaube ich doch, daß er damit diesen

Was nicht in ihnen steht.

aden, als daß sie fich damit eine Machterweiterun " . fie haben nur ein Interesse der Städte, Jzufubren wvÜten,

Interesse der rheinischen Bevölkerung überhaupt einen solchen Wunsch

Der Hr. Abg. Hänel, zu deffentAuSFühxung ich mich jetzt Wende, ,_ ' ' . Yen wur] as einen ,Bru ' in das

große prenßtjche Prinzip bczetcbnet, Welches dahin nerichteih ist, daß jede Strafsackoe nur von der sthfTsicbterclhitchen Genmlt beurtheilt

' ' , *“ tja ri in, da di's das,

durchgehende Prmzip tn unserem Rechte ist. ß ( qroße glaube, man darf nut dem WÉrte uiii) Begriffe .Strafsache' dock) , ' s gie eine Reihe von andlu , dietntt Sirafe bedrobtsmd, ohne das; sie darum gleich mit denégewichkiixgeiii Ngmsn einer ,strafxcchtitlhen' Verfehlung bezeichnet werden sollten. EML Rewe von pdltzctltcben Vorschrisien, wie die über das Anmelden von Dtenstboten, uber das_Kebren einer Stra e und andere derartige Handlungen solchn znxar mit Strafe bcimgesu t werden, :darum nber falien fie noch ntcht tn den großen Bereich,gcwiffermaßen in die Do-

ngcnommen'nun aber selbst, daß man dem Gedanken des crrn Abgeordneten zustimmt und alle diese kleinen PolizciübcrtretnngJ zur

"_ *, , amilie dcr stra baren andlun en re n ' " cfch.cttcn, Well fie dte durcb denselben entstehenden Kosten “Zugriff, der bierfgemackthWordengist, gémcicnbtwjiiiicdekitaniiiÜiiTxtjt,€ iii man das (Ic_seß über die Strafmcmdate vom Jahr 1852 schuf, und noch mehr hatte er gemacht wer„den_sollen, als man die deutsche in

Wte batte, i_vxnn wirklich der Gedanke bg. Hänel Fo unanfechtbar ware, die Reichsgesey cbung der dazu kommen können, eme Bxstimmung zu treffen, wie die dcsZ

Wo nach den Bcstimmunnen dcr Landesgese *.c die oli eich ördcn befugt sind, eine in den Strafacselzen anaci'drobtxp Sirafcbdurcb

es7cin Reih;_vonWVcrfcblungen gegenGcseye und Verordnungen gebe,

efféntkiäééé"

|

Z

'

. ?erkünte, D'ekpaabtungsn, anminsionen ow. ! i

k

sicb beriefen, _ von den Ober-

späiet ; er

der angesehensten Städie ein solcher

so wenig der aus den Antränen zu verlesen. Die Barmen, „Cöln, Crefeld, aden in einem gemein-

ar, daf; selbst wir, die

Weniger bei der Petition gedacht

die ste vertretcn, nur im

5 , ' sind beim Aber, meme Herren, 10)

feßentwurfe

gefragt Klagen aucb

Klagen . 453,

sich diese Befugnis; nur auf Ueber- Reicbsaescygebung anerkannt, daß

Msz'ékgéé"

. luänstrialls Zmdlissswenw, Fabriken uncl (Kroanbsuäel. . ?ersabieäeus Bekanntmacbuugan. . bitekakiscbs Juxvixeu. . 'kdeat-sr-zuxsiaeu. ! 1a «ler Rötzen- . kamüjsv-Uaobtiobten. dsilngs, W

die man nicht immexmit den des Strafpro ahnden könne

rufen?! Ick) bin (:

Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

Berlin, Donnerstag, den 30, November [ZS?-

mindxstens wäre Reiaxstage bei

' ' _ bin hnen eme genaue Stansttk geben zu können,

der bei dem htefigen es darf dies als Be-

Frage des Hrn. Abg. von Cuny zurückzu-

erklärt hat, so muß ich . sie darüber nicht hindurck) fortwährend am Rhein darüber

, , jahrelang von r1chterl1chcn Behörden

eingegangen find, daß sie mit der Aburiclung einer Un umme ' '- ltcbcr „Ueberxreiunge11 bxlastet Yourden, und daß fie wüi1schen v?xizltzxti. von dieser lastjgcn Iudtkaiur uber polizeiliche Uebertretungen befreit: zu werden, und zroar'befrett durch die Einiübrung 'enes Gesc es, das

den "alten Yrovrnzen seit dem Jahre 1852

der Burgermetster als Vertreter der ,V'erxxeter aus_1ur1stnchen Kreisen [)erorgegangen find, darf Hmfubren, daß die Eminbrung des altpreußischen Gesetzes in die Kbcinltandc wenn auch vrcÜcicht ntcht bei alien Juristen, doch bei der uncndlzcb großen Mehrzahl der ganzen übrigen Bcvölkerung mit Bei- fall Wird aufgenommen Werden, und ich kann daher auch nur wün- schen, daß man durch Annahme des Gescyentwvrfes in der Kom-

mission und demnächst hier diesen Wünschen des Rheinlandes Rech- nungItrngdn möge.

eftebt. [so die gro en Städte,

lagen, die ich als Belag dafür

der Administrativbebörden und

„“"-„L*L-"W*Y 7"?_ÜZ?__-_-_-“*"“*_"*“*"_""'*"'

!“.

Inserate nehmen an: die Annoncen-Exveditionen des „Invalideudank“, Rudolf Mose, Haaseußeiu & Vogler, G. L. Daub: & Co., C. Siplotte, Büttner & Winter, sowie alle übrigen größeren

Annoncen - Bunaux.

mit der Aufforderunn. einen bei dem gedachten Ge- ricbtx zunqlaffcncn Y::n*alt_ zu bestellen.

sTTttc Emlaffungssrijt ist auf scchs Wocbcn fest- ae c: .

Zumchckc der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.

Heilbronn, den 25. November 1882.

end.

Getichtkschreibcr des Königlichen Landgerichts.

[.'-0615] Oeffentliche nstellung.

Per Wascnarbciter Fina; Manser m St. Ettcnne, vertreten duni) dcn Handclsmann Emanuel Wertheimer zu Obercbnbcim. klagt gegen die Ehe- lcut:_Mat_biaö Borbcrncr, Waffmark'cttcr und Maria “Memel, fuber zu Mollkircb, jekt zu St. Etienne wohnhaft. ano baatem Datiedcn vom 12. Avril 1867 ml 240 .“ nebst Zinscn aus den fünf lenken Jahren mit 60 .“ mit dcm Antranc aus Verurtbei- inna zur Zahlung von ZM .“ mit Zinsen vom Klamtage und ladet die Beklagten zur mündlichen Verbannung des Rechtsstreits vor das Kaiserliche Amtsgericht su Obetcbnbeim auf

den 19. Januar 1888. Vormittags !) mr.

Zum Ztvecte der öffentlichen Zustellung wird tiefer Auszug der Klage bekannt acmacbt,

Rodenkirchen.

Getichscbteiber ch Kaiserlichen Amtsgerichts.

[50735] Kmunmt m

Auf Anita vo- ZobaYn HRM Philipp Kemni , als avennvollstmkrt von bann Wil- helm blbobm, vetttctm durch die ecvtsanwäue

QZ?- N. L. und V. Oppenheimer, wird ein Ansatbot

ttiaQa: daß lle. welche an den Nachlaß da am KUF 182.902. "LTW?" ...;. m o m - o n- '.vtüÖe zu den vermeinm. oder Wla- munMx da _von dem genannten Erblasser am 21. ai 18-9 micdtettn. am 13. Juli1882 Mel"! publixiktm Teßmann. wie and der ellung da Antraaütüm rum tomcat!-

au! DMK?“ den 13. W: 1888,

voüftmkn und den demselben al! 1 ibe- er- tbeiltm Wulff!!!- iakbtionden tet Umschrei-

M* *".1"- „...*-:x ..-

d:;„amöbeunnis;deffelbcn,widerspnchen wollen, bie- mtt_ au7.*.ef_ordcrt werden, solche An- und Wider- spruche spatestens in dem auf Montag. 22. Januar 1888, 10 Uhr V.-M.. anbetaurntcn Aufarbotétermin im unterzeichneten Amtsgericht, Dammtborsttaße 10, Zimmer Nr, 14, anzumelden _ und zwar Auswärtige untcr Bestellung eines biefiaen usttilun bevollmaabngtcn _ bci Stufe des quu ek. oammewkdeä 23. W&mM a m t . ZurYeglaubiFmg : "" eka - ks- Gericbw-Sektetäx.

Aukfmiqutz. !! :.

aßen Anf Aner der nächsten anicbtvkkaukn Vn- waa:*..-Ten traci): Auffotdmma:

]) an Mamartkba Krum, arb. Judo, Ehefrau des Gerber! Ferdinand Krenn und Tochter der Vaunécbcleute sido: md Anna Maria Fuchs wn Grimmen aG, gebote- am15.Apt11 1841. srätcstcnj im AufaeboUtet-ine _ Kn- !q.den1.dkvbeekftx3ß.vm * !) t, _ sich hier anzumelden, widtiacufa

;,) in für detk M'wütdt,

.. an die e u acbotkverfabtn ut wa .

3) an alle DMU!"- we1che über da] Lebt! der Margaret Kienle: Kunde geben können, UU- tbeiluan bet bb ;- dem &“in Tn- miu bindet n! mm st- 27. November 1882.

[50718]

Mack. Dm Teich! : " ... “".-Ii YWFWÜM'" "“ '“ , ' ]“ Dkk NMUN“: Ba !.:iüzlidn WM: FMC"

schweren Formen des Strafrichters und zesses, sondern in den leichten Formen der Polizeigewalt'

Ich glaube also, __ hätte im zverden' münen; tm Reichstage ebenso verworfen hoffe, yerworfen werden wind. Weit, indem er" das Gebiet der fikafrecbtli seinen naturgxmaßen Begriff Hinaus aweitm“, _- Gegen, dte Béstimmunn, da

ddieser§ ELYYurf vber- , . _em . er 0 m er wurd? aber, note ixb, uberzeugt bin, dabmals

morden ]em, wie er hier, wie ich Denn der EinWand geht eben zu chen Handlungen über

, man die Kom t ' smd Bedenken erhoben wvrden, riickfichtiiä) dner ichleae111ickZ,erdrixeßttedXZ

Gesetzentwurf sick) einfach daran? zurückziehen da : da 1) 5 ' - ge_seß der Landesgeseßgebung dieie Fakultäk gegebxit bat,.fz as KUW wre der Hr. Abg. von Rauchbaupj bereits hervorbob, sogar nur emen sehr diskreten und bescheidenen Gehm Befugnis; .gemackpt; denn der GeseZentwurf hätte im M petenz _werter geben können, als er es thut.

„Dre ferner bier erörterte F Verfugnngen nur den Rechtsweg oder ddervdte Beschrverde zulassen Wolle, ist eme Frage zweifelhafter Nakur. des Geseßentxvurfes, indem wir den damit das Rtchjige zu treffen,

Ze der Berufung auf den Richter, tc Nießgebung zu viel bevormunde; ' ' _ , pol1zejl"1ch Bestraften dahin bevor- nzunden, daß Sie thin vor1chretben, er durfe unicr keinen Umständen dre Beschnoerde ergreJeW sondern müs s e immer den Richter an- , , erdings anch darm im Widerspruch mit dem Hrn._Abg.Hane1,_ indem ich meme, daß für eine große Reihe von Strasxn wegen polizetlxcber Ucbertretnngen der Beschwerdcweg dcr be'sere, und lerghterzum Ziel fahrende Weg als der dnrch den Richter sei. Ick!) zryarknchtlxt dF? Lage, J wxe Vie () er andaie wobl ergangen und im Re Wwe e n - ten find. Aber auf ein Jahr kann ich die Zahl ck g a gefocb

Polizeipräßtdium erlassenen Strafmandate angeben. Im Jahre 1880

iesigen Polizeipräsidium erlassen worden 67099 Strafbefehl: und unter diesen ist nur in 4924 ällen rovokat' ' ' r(ée'izörß scingckeslxx Wldrdsin, _dich Fnlnubé ron Mf nchterlrches )er aur, ge en, a in er Mehrzahl der Fälle die Bstrat sub gern_nnt der_ von der Polizxibebörde festgestellten Strafe bexnüxfxeenjk und selbst gar nicbt auf den Richter zurückzugreifen gemeint find. Um abex noch auf eine kehren: ob die höchste Gerichtsbebörde am Rhein fich mit diesem Gc- einverstanden antWorten . daß wir aÜerdings e: ])!0f'658u haben , daß aber

darauf“

ibn Interest- k- "1“

Wir haben, _, im Entwurf uch von dieser aße der Kom-

rage, ob man gegen politische Straf-

ob man e'lektiv den Rechtsweg dak;- _ 1ch bekenne es gern _ Wu; Haben bei„der Aufstsüung , el'ektrvcn Weg wahlten, geglaubt, Wcll wir es in das freie E(Meffen des

.Bkscbuldigten stellen, 01) er [aubt, 'm B e , kommen zu können oder i „? We 1 esclerCrdeweg beffer fort

So oft wird darüber geklagt, dnß 1) warum wollen Sie denn bier den