1926 / 34 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 10 Feb 1926 18:00:01 GMT) scan diff

Hyd, 11731 xxxrxxckxkk ?Zxryxm! YK“ stmnésmskk-Fk nxmefäer Mf ((("): Nx!"- kkxxzxxxm znmnlzmé-kuxw, :::: O:]cci-xgßxx mm) (“Fink 4521 j-:1__:1 d;»); M YLKÖULMÖU, jmk-xk: (**; j„:'.x:1*.z*.€U und wjrjsckyaéilick) mch;ch M, im JNx-xwxsis Mr WCMULM UNION, selbst über den Rakémen dcs Yécxch- (“ml)ngcjssxö [)wa.

MCM *Hkkkl'kxx Ick [WHC MCN die Absicht, jéßt schon 'm DN: (ZZx15chchxcx1 e*xmzxttrstcn, QTL M1 (Mgc'xxswxxd dsr (FUTskbl'WßUUJ bild». WM iki) attxtkwma dxlß d.]kiibcr Wm dcn -§)cxr1:1_1 !Mk) garkdék WWTM Mrd. Ick) WM? (111,5 T'? kcmmcmdcn Vlasfilbngxm 11(1(k*l*chr x:»- w-xdx'r scWst «xmtwortcxt OTA" durch meéW HEMA] ÜNYMWLM Mt- WMM lNsscn.

Zum Scblnsz 111öchie ich (1er dock) sagLn, daß es duxck) dä? TakL'xl', [M: "dsr ckckck eben sprmh, möglich gewesen ist, immerb-m etwas zn m'k-ziMU. Dsmken Sie bitte an die Situation, die von meinem Hkrrm Vorkckmér eingkbxmd bLlCllÖLLf wordc11 ist, an die Rücküber- fiikU'Ung Vm: BMWA] in ws ArbckchcrlckHj1t11is, m'a?) vékgk-xxckxsm SLC dic 53an im Oorich Somnwr mit Dkk je'tzigUt. Z(l) Wkiß scbr WPH], dus; dis HTMC]! dcs Unxcrmlöschsscs sebr lebhaften Anjetl an dcm [)(WW, WI bisher erreicht wordkn ist. Es Ks: ihUen aucb unxer T*lll"-F[*["l'((WMI ge7v1sfcr Grundsätze gelungsn, mit dk" Herren dcr chkäkbsbalxWsrwaltxlng unm-iijolbar Füblung zu bekomms]! Diése AWM? ist ULM wergcblich gswesen, und ich glaube, dcxß man bei CW- !)«lttr'xtg dics-Fy Linky auch in Ö?! Zukunft viel wird erreicben könnsn.

“Damm sind Mf) (xrnnöséißljch YMMU Mxxcscbnitt-m wordkn, bs- sondsks die FMM dcr LcßstnnxSznlagkn, SW kam!?" mcixlen SWW- punkt. Ick [9211 mit dym gegcnwärligeu System dsr LeistungözulN-cn UWH cinbsrstandsn. Jcl) mciUc, man schx1fft damit mcbr U8bles als (MUZ. ?).)le [,'-nt »“ mit cher B1k-.1!111811sch(1fs zU tmr, UM Dcr mM L*»Mntsquxmlitäk Mvart-xf Und verlangt, und deshalb ist es nicht "xixlrlig, ""ck. W jWk (],-FWWT, die LCJstllllgöZUlkaCU als Masskn- zxtxvcndnmzka „ZU chjx'xlssn. *.Uc'an Mlle" fick) Unf(*§.i11zklsälla bcschrät1kcx1 11319 friilxur, wo man (*c'k bssonde'rsn Vcriyäliniss-In k'mym Bkmnten bcls-xjj komxtk.

Mis dicse BkUlc'kk'Ung'm UÖÖÜO ick) m'icl) jW? [*K'sÖläUksxxk. „VM- [Oikhi WCM ici) xmckybér Mk!) Liwich [)iUszÜYM.

17)(I.Si151111g vom 5). Fcbrnar 19226, Nachmitingé; 2 Uhr. LN," "M' W“; NWKÖUUÖUWI Ws M-kkins dexktskber Zx'i11111gÉL*€rkLNLk.*)

Tas .Hmns Und die Tribünen sind stark [WKN, AUT!) daS dipwmmtisch „Korps ist stark vertreten.

“Ilm ?)Tchearthiscyc: ?)ieiclxsnünistm: dcs “L'luswärtigkn Dr. S t r c fck m a 11 n , ITciclxntinistcr des „Innkrn Dr. K ii [5 Und die andcrcn Mitglic'dok des Roichskabinctts.

Präsident Löbe eröffnet die Sitzung 2 Uhr 24) “))-Finnlo»

“_ Anf dor ngssordnnng stklzt die deutéchnationalc Jnicr- pell-ation iiber den Terror dEr ita icnischen Vc- hörden in SÜDtiroT Und *die Jntyrpcllntion dEr Re- xjcrqngöpari-cicn iibcr die AUSFÜHrnngc n M Usso- 11116 [11 der itt][i€"isch4é1l Kammer. *:)TZÄÄBUÜUÖÜCT WZ Auswärfigsn Dr. Stcesman 1x: Myine DMW UUÖ Herrénl Dic '“Llnssübr-nngen, dic L*Lr He'rr itÜ1i2112i5ch€ WLWZstsrpräsikM im *ka" SVU'll-(L'ÖBUDHBling dW it«li9nischsn Parla- 1114-“11lö genmcht bat, gucifen i'icf Ein in Verlths Italisns x:! Dt'lesÖläUd- Eik rollxn d(xriibsr Hinans die (Hesamtlazxze auf, die mi! dcm *]l-l)s«'l)ltisx dsr M'rträy-„k won Locarno un-d mit dem EMK“ DWtsMM-W in M11 Völkcr'buU-d 'm VSPbiUkWUg MN. Dex ul)c**to1"iscl,»€ Ausbruch des Herm M-ussoli11i gäbe Vsranlassxrng, il)!!! in dkkselben "Weise zu atisWOkfc-n. Die deutsche RMJWTUUJ muß Es «(*cr Mbl-ZÖllLkl, «nf (*im-n dkraktigew Ton, der MM eher auf Massn- vCrY'ammlnngkn als (mf ?!,ussprcxcbe mit andsren Nationen [Mkcbnkt ist, ibrcrjcits einzwgebsn. (Schr [*iéhsi-gl bei dcr Dentschcn Volks- pm'léi Md in dcr “.Nijte.) Wir MMU mrsorerseits Von dem Totbestan-d (dxtözx-e'lysn [md Von da aus 3.1: W! DarlcgUngen des Hkx'rn italienäschen !).)ÖixU'sWrPrästkWth Stc'llung nxbmcn. Gestatlcn Sie nyir dLZHUlÖ, zmväclxst Oinqul dix: SUTMNM fest zn llijll'i'ißkn. Sriidtirol ist bci den Fricdansrbandl-u-ngsn Italien zugesprcckxcn WWW.)". DaMts Lrge'N-n sick; politische Konsequenzen, die wir stets respekt-ikrt b&b?" Unfo zn respektieren [)?-„ben, Die WHLZtsfra-ge, die SNWNänätät JLUliLUs über Südtirol, steht (vnßér waé'xfel. Aber disse un-bestr'itche SoWeränität Italiens erschöpft nicht die Gesamt- situation, anch 11€cht vom ifaliténisch-kn Gesichtspunkt aus gesehen. (Gerake bei S*bl-ie'fzn'tg dEr FriMn-ÉWrträ-ge umd bei ihrer Begründung hsaben wir oft yon anderer Seite die TINTE gSl)ö'rt„ daß es nicht nur ei." inlernm'iotmlss RETN, sondern daß es cvuch eine internationale Moral gibt, mud zur (Erhaltung iln'er janternaéivnaleu moraliskhen Ver- pflichtqmgén gegenüber der stölkerung von. Südtirol bat die italie- n'isch Regßerung selbst zu wßsderlwl-t-Fn Malen Stellung JLUOMMLU. Sowohl von 'der ö“skcr1*eichischcn Reg«ieru,ng abs (mch Von der M*- Völkerung der betroffsnen Gebiete wurden während der Frieden?:- verlmn-d-lwngsn "111 Paris ProT-sste gegen die EMVLrl-eibung Von Sidd- Äirol cm die a-[liicrtcn nwd assoz-i-dcr'tcn Mäckyte gerickNsk. In; det“ Axmwort, die der östcrre'ichisckx-Zn Rcßieru-ng am 2. Septxmbx'r 1919 zugcgangen ist, ist erklärt WWW, daß die Grsnze nicht geän'dsrt WCM" könnte“. „Wer gleJchzeitig", [)*-„Mn die alliierten un-d asso- ziierten anionssn hinzugefügt, „wie aus den sehr klarsm vom italie- 1rischen Ministkrprä-s'vdemeU im römischen Parlament ngcgcbénen Er- kläkunrgcn folgt, bca-bsichtigt d-ie it-alikn'ifck)? R99icrung, geg-snüber ibron newen Utm'rtcmyn dkuisäpsr Nation-aliiät in bezug auf "[H-re «rache, ihre Knitur UW ihre erisxW-ftlickyen Interkssen eine in weitem MNßE liborals Politik zu bcsolgon, (Hört, hört! in der Mitte mud rcchts,) Am 18. N-WNUW 19l8 wnrde Bozen besetzt. Der komman- diechde General der italiemischcn Armse Picori GicalId-i eriikß da- ma!s folgew ' ProklamULiQ-n: So sehr Italien aucb bestrebk ist, sLiUCU Geist und [SM Recht auf diesMn Boden zn fcstég-cn, so,!äegt ibm “OiZ UnterDrückung mMccx Rassen o-der SPWÖCU fern.

[(H-(ZW hört!) In Orte-n, in jvelckMU eim? ngisckz-ie Wxölkerung lebt, werkcen SLmlcn der bctrcffann Soxmckwn eingerichtct Mrden.

((H.Nr. hört!) Dic Gem-e'm-dcn dkntschcr NZUUÖQÜ werden descl'e Volksschulen bcsißen kdm1ex1,

(Hört, Hört!) UND allen beryits befjkhenden privaken und kon-fessionellkn Schulen wird frci€ Bab" gslaxssen WATT". '

(Hört. hört!) Die dkufscÖc UnicrriÖ-tsschckxe wird beizuÖkbalien skin,

(börf, hört!)

*) Mit Ays'nabmexer dukeb Sverrdrqck hervoraebobxnen Reden der Herren Mxmster, dae im Wortlaut: mtedergegeben smd.

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!*:k.*k,“x1l§;"[8sé13f, daß LEHL'pkäW 11.7) ZiÖUsÖ-Wxx 'REM-k (););xx dz?

LIQ'ZZ mW IKM“? Jmlist Dck'é'xsßcxj “„.„31 (YUM d.Ssxr (**IrU.x:„Osä1x,e kxmaue ch", «57:37, T*;(z (QUCÉ', was dic: 'Spchbs [Md Kultklr [3011 FNMLR) „7:'§_-:!,11'.g1, sor-gfältig UMD ZchWoU gxk-chlt Mrdcm wird, (HOT!, [MM) ZUCMW -ck„**.':-.g:'.„ kus ist ki? erste (Zrklärung, Tic W L'IswwlkcrUmg DO:] ZLTUW! *.xbxxcxzslch71 :Wkkcn ist an DCM TM, ck71 dcm Wmf) x21i1&:ch::j(k;-ch Vcsstzng jkr wor Augen geführx WATTS, ?cksz ckck We WU-thl StaaLx-Olicgcr Cixxss Nideccn Landes gcworkcn WMW. Diese Erklärungen sind in der Zukunft wiederholt morden. So hat Herr Tiwni am 27. SMtember 1919 jcin-erseits erklärt: Die Völker anderer Nationalitäten, die mit uns vereinigt Werdem, sollcn wifißn, daß uns dex Gchmke cincr UMWdrq'jckung und Entxrationalsikrang Vollkommen fkvnxliegt

(Hörk, vdrtk), und das; ihre Sprache Und WW" kmtnrellen Einrickxnngen ge- «ck19! Werden. *

(dej, hört!)

Dcr König Viktor Emanuel hat in seiner TshronC-sde vom 1. “Z-cptembcr 1919 ebenxalls zu der Frage Von SÜdxirol Stellung genommen UUD ha! erklärt:

Unjcxc frcchixliclzc Trmxdition muß uus d-En Weg Weisen, auf dem wir bei grdsztor Bco-bachtang der lokalen anronomcn EUWAX)- 1ungen und Gebräuchs die Lösung finDou können (Hört, hört!) Ick) könnte dieje Erklärungen durch weitere veWoü- ständigen. Ich will daranF hiniscn, daß 10 Tage davau-f der Ministerpräsbdeut Bunomi noch einmal dcnjelbcn (Hedawken Ms- gstrochcn hat, indem er sagte': Unsercrseits erkennßn wir den Dcntfchen ebenso wie den Schn das Roch: auf Erixcltnn-g ihrcr Spöachc und ihrer .KUlk-m' cm. (Hört, hört!) .

Mcins .Hexk-ZU, „Italien [Zane auch VeranlajsUng, gcradz: disch: ProbL-cm stine Anfndcrksamke'it ZUZWLUDLU. Es gibt auch italienische Minderwcitcn in and'eveu Staaken, in anderen Länöcrn. Zwlicn g-cra'de lz-aj Wert d&rauf gelch, daß beispiel:?iocixc Sild'slawicn we'r- tragzmäßig dUrcl) Dekret vom 24. September 1923 die NZMDLU- heitsfrage gcrogc-lt hat, in de'm Sinne: Südslawicn gcwährx den Mimd-crhk'iten Volle En-UviéklnnantögOickxkeiken im nationalen Lebexn; sie genikßen dolle Freiysii hinsichtlich Wrcs Verkehrs, ihxcr Religion, ihrer Presse, Ihrer Vereins- und Versam-mbunthätigkeit; fie habku Ws Recht zur Errichtung Von Schufsn unD Erzéchnngs- anstalteu, in denen die ejgene Sprache ohne Einrichränkung VLB- Wundt Werdkn kann. Das siwd Fordsrnugen viejen, die Italien selbst ge:stc[lt hat und von denen mam nach den Erklärungen, die ich Vér'leseu habe:, anWh-men konnte, daß sie (mcs) Grundlage der Politik gegenüber Südtivol sein Würden.

Dns Wax" dcr Smudpnnkt dek '*LssprEchUlth und die Lage in Siddiirol bei dem Fricdcnßscbluß 19,19 Seitdem ist im Zusa-mmon- hang mit den innerpolitischen Enrwicklungeat in Italien auck) dia Entwicklung der Verhältnisse in Südtirol einen anderen Weg ge- gangen. Der Senator Tolomei hat am 15. Juni 1928 im BUJLULL' Stadt:?!)caxcr c'in umfasskwdcs Entn-mti-owalisiCrUngsprogxmnm anf- gcstellt, dNZ i1wzwisch9n zum gWßen Teil durchgeführt ist_ Ich 61"- wähne Wrans die Einfüßknng der anssck)-1i€ßlicl)2n Gelmng dex ikalienisthen AthpMchc, die 'Anklösung aller alpinen Vermin-L, die nick)! Sektionen d'»?- ivalicnisMn Club A(pirm sind, 11712) dis Bc- schlagncchmc ihres chnögens, ihrcr Hütt-en, das Verbot der Be- ' Zcich1t11ng „Siidtiro-l“, Bie '?anendUng neue? LTWnaqnen, der Vex- sncl) dcr Jt-aliansiLruwg aller gernmnifierten Familiennamen, sowie Vor allen Dingen die Vovgänge auf dem Gobikte des Schul- wesens, bei dem das all11tä.l)li(l)e Aufhören des dentsthct' Untexrichts in “„Uns-sicht gsnontmon an*?) zum Beispiel da?» Verbot der gotischen Schriszkican duxwhg-cführt ist.

An dieser bewnßWn Entdeubscky-uug von S-i't-dtirol besteht kcin ZWLifSl. Sie wivd unter dem Namen der JtaLi-anisiecun-g von Südtirol von Herrn MuJosini in der Von mir erwähnten Rode selbst ats ein Ziel der itcrlienischcn Politik hingestellt, Sie steht im stärksten Geg-en-[ay zu den Zusichemmgcn, die der Südtiroler *BWölkcrnng bei ixhrsr Annexion durch Italien gsgcben Woan sind. (SM WWU!)

Diese Frage der Entnationalijicmng vo-llt chikorOZ-t das ganze Problem des S-clzußcs der Minderheiten auf.

Meine HEUTE", der Tatibestand disser Entuationa-lißerungs- bestrebnng-cn ist verwirrt nwvden durch unWahre und envstellende Einselnachrichten über angobl'ickx spezielle Unterdriickungsmaß-

“gegriffen, als sie dis Presse Vor Ueber-treibuatgen churm UND auf

nahmen der italienischen Regierung. Dahin gehört die; in die deutsche Presse übernonnncne Mitteilung über das Vcrbot dcs Vcrrkoufs vou WebhnachtSbäumen. Dahm Rhört die ang€blich ver- fügte Versetzung des Denkmals Walthers Von d-er Vogcwveide und Nachrichten ähnlicher Art, die sich als UUWa-hr emvicsen haben. Die doutsclw Regierung ft-e-lzt dicken Nachrichten Vollkommen fern. Die deutsche Presse ist wieder-lwlt mm der ReichSregiernng geWarmt WoUden, Mitteilungen über Siidtirwl kritiklos entgegenzunehmen. Der HM Ministßrpräsident Held hat in [einer Rede sogar dem chan-kcn Außdvu-ck gegeben, daß es gewisse PrWokaTcure gäbe, die absichtlich fal1che Nachrichten nach Deutsch!.a'wd geF-andt hätten, um damit BErwirrung zu stiften. Ick) kann meinerseits die schon früher ausgesprochene Warnung an die Presse znr kritischen Sonderung der ihr zngehen-den MitteUnng-en mir wiederholen.

Aber ick) gbaube, anch dicse bedauerliMrWLise Veröffentlichte" unäoahren und falschen Mitteilungen ändkrn nichts an dem Gesamt- tatlbestande (lebHofte Zustimmung), der ja schließlick) doch auch Von dem Herrn Ministerpräside-nten Mussolini sL-lbst mit dem einen großen lapidaren Sag der Jtalianisierun-g Südtirols in seinem g(mz-en Umfang gekennzeichnet Worden ist. (Sehr richtig!)

Ich muß dann hier auf Aeußerungen zakückkonunen, die der Herr italienijche Mjn-isterpräsident schon vox dieser Rede im ita-li-E- nischen Parlament der den-tschen Regierung gegßnüber geta-n hat. Es hat sich in Mün-chcn ebm: Vcreinignng gcbiWet, die es für not- jvsndig __evachtet hat, soviel ick) weis; durch Imkerate in der Preis?, z-nm Boykott italienischer Waxen aufzuford-crn. Ich Weiß nicht, ob hinter dieser Bcw-cgung irgendwelche beachtlichen Verbände steHen. Weder die Bayerische Staatsre-gxernng noch e'tWa dQudF-M BLOercn hatten mit diesem Vcrwch etWas zu tun, umd ich mache gar kein Hehl daraus. auch hier zu erkläkcn, daß ich es für durch- aus unangebracht hatte, Wenn einige Dußcnd Leute glaubou, anf dies-e Weise dentsthe Anßcnpolitik machen zu können. (Lebhajte

Aber diess “(&le WWW BsMgnnxx bon nnvyram-iWortkiÖets LCWAJL I)al de:! .ch'xn ixaliUiiJ-LZEU Mixtzstcxp'c'alstOMT-xn OCUUlÖ-Ußt, dcm Tcutscßen Botj-xh-ofxcr gcgcnü'oer zu &QUM, Daß sr amtlich dic Eémjuist N::tsclxr WMW UM) meixx: VE!“k1icU'Z! wiirde de zum Boykott dexxtj-che? Waren aujordern würdt: (Hört, X)Hrtx), Wenn dcraxtigk VMWUUJM in Tcntfcbland nick)! an*fhörxcn odcr sich

wiedchtcn. (Hört, hört!)

Meine Tamcn "(UW ÖCT'WU! Jcl) [WM es für ein uxrmöglickxss Vorgehen, dio unbchblc't-e BcMgnug weniger Kveikxc, die Von d-ex' Regierung Lntschiedexr mißbilligt wird. m1't dem Bruch itmcrnmjo- nalev handelSpolitischex Abmachungen beanuwvrten zu Wollen. (Sehr gut!) Denn in Wirklichkeit wären derartige Maßnahmen der Bruch xoickxer Abmachungen. (Sehr richtig!) Auf dieser Basis ist ein intexnationales Zuf-anvmc-taeben nicht möglich (lebhafte Zu- stitmnung), Verträge, die gxächlossen Werden, würßcn dann Ihre Bcd-enmng [)x-[lieren, Es wäre eine inxeressante Frage für d'r? Wolt.11ckirt1'chaftskon*ferenz, einmal zu prüfen, ob irgemdwUck)? un- konrrolli-erbaxen BWLJ-UUZM, die dock) mehr oder Weniger indivi- dueller Natur sin&), ivgende'in Recht ngcn könnten, Zwtcruationale Vertxäge in Frage zu stellen.. .

Ob diese viellkicht auch aus dem Impuls cines Moments hekansgeboxene Drohunjg Tn irgendeiner Form ansteckUerhalten joerdxn wixd, lasse ich dathEstellt. Für die deuifthe Regi-emtng Erkläre ich, daß siL mllsn Boykottcheg-un-gcn fernst-Wt MW solche bekämpft, Wix würDc-n die lctztcn ermdlagcn des W-clmvirtschafts- verkehrs mmergra'ben, wenn sich politffche Vexstimrm-ungM in der- arkigocn Maßnahmen MlMViL'kLil wiiW-M (Znstimmun-g.)

Dmnit habe ich den Tatbestand gekennzei-ckUt-et. Ick) 2)an ihn noch einmal kurz dahin rejuanieren', Südtirol ist aus dem öster- reickxisclxczt Staatenwerb-ande ausges-Fyieden U»!Ud.JtÜli'On einverleibt jvvudcn. Die verschiedensWn Regierungsstcll-M, unter ihnen der König Von Italien, [)abcn dcn SüdtiroleTn zugesagt, "vl)re Kultur, Sprach nnd Religion ZU achben und ihnen il)1'e Ve-xvahmtng xu sichern. Das f=aschisfischce Regiment hm mit chen Traditimwn ge- brochen nnd [)UL die Jt-alianisikru-ng Südtirols a'Ls Programm- punkt aufg€s18llt. Dic deutsM ÖeffenClicheit hat aus Griindcrr ch KU[rurgsmeinW'ast mit dem DextschWn in Südtirol dagegen [cidcnsckWftlich [)eW-ß-JT Stkag genonmnen, ü-bertwsibende de wa-ayxe Darstellungen haben dies-e L-eid-enCch-asten besonDcreZ crhißf. Die deutsclxe Reichsr€gäernng hart ihreßseité; nur inxsoweit ein-

die schädlichcn FNF?" einer iib-ertricben-en Agitation hin-g-UvbÜen hat, .th d-ZLTcm Siwnc habe ick) als AUßenministsr persöUléck) noch Vor knxzém vor einer VerÖmn-nümvg der PWffe Und cxb-Jnso int Answärrigsn Au5sch11ß gespxochcn.

Dass; ist dar Tatbest-anD. Was aber Macs)! &!)er MnffoXinZ anz dies-cm Tatbestand? Herr MUssolini sucht “Mn Ei-ndr-uck zn erw-ecken, als xve-xm Dcu'rschland diese Bcjvcguwg entfacht hävke. Als Wenn dus SigW-l d-Uzu Von Regiomtngsstelle cms gegeben Wovden wäre, Und als wenn danvit die Regqcrnnxx eine Atmosphäre Hättc s-cl7af-f-en !WUM, (mf Nr sich eine ganz bestimmte Anßcnp-olitik «.Ufbanen sollt-e, die jbrersCiTLZ die Brormcrngze iN Anspruch n-el):ne11, d'en Llwsch-lxtß art T*WtsckMft-er-rgick) durchführen wolle UnD so eine kaahr für Italic'n darstelle. HLW Mnss-oLin'i hat gcht, daß ex“ mick chbnmt und in Voller OffenHeij sprecb-Ln Wolle; 03: wird es Dex:- stexhen, chn die Animwrt Zn dcnpselben Sinne erfolgt.

Meine Danwn und HMM! Jck) weiß sehr wohl, auf WSWM politischsn (dea11kcngängen diese Anschanu'ng-M b-érub'en, dknn sisfind mir wicdarbolf won cinSr StLUe, die befngt:n*»ar_, darübsr unt€rricht9b zU sein, dargestellf worden.. Jfalien hat den BMW) gemacht, bei dcn Vkrbmvdlungsn Über den L*ocaon-Vertrag muß ein? Sickxxrbéib für die Vrexm-ngrßnze durck) in-térnationale le:n-achux1gen zn erreichcm Auch an uns ist im Laufe “0-61: Verhandlung-sn die Frage gckonnnßn, wie sick) Déutscküand zu einkr etwaigen Einbeziehuxrg “Mr BWnn-er- grenze stellsn wiirde». Die An1wort, die wir darauf zn geben [)attkn, isi, glanbs ick), sClbstMrständlick). Zunächst einmal war diese Anfrage cm die falsche Adresse gerichwt. Ueber die Brenmergrenze bat Ossiet- rcick) zn Entsch-ZWLU, da Oksterréicl) (11.1 Jtalisn, gr€11zt. Wir [)*Üb-Sn UTM dis Absickyt, Unssrerssifö das SklbstbL'st'lUUUUUgskCÖT Osstcér- r-eickys aufzubkbM, Wir babsn 2111? den Wunsck), das; der DMX;- fül)r1mg W Sslbstba)skinnnUngSrskW nicht bis in di? Ewigksik dix- jenigkn HiU'deUiJL entgégengessßt wcrde'n, die wir sLij 1919 [ckckth erfabmn müssM. (Lebhafte Zustimmung.) 'Wir Habsn also 51111ächst aus formeUen GrünDen abgelehnt, Es war ab*sr aucb sonst für uns unmöglick), diujc-nigM Bsstimnmngmy Die sich auf dis JM des WM- paktks gründeten, auf ärgendMlcbe QUÖLWU GWUZLN zu übertragM. Mun lyaÉ nun dargslkgt, daß durch diE Abmackwngem von Locarno zWLi Nrfen l'on GanM in Europa gsschctffen worden WÜWU, cine dUrck) in-Lcrnntimmle Vérträge besonTsrs geschiißts Grenze im Wsstkn; dank, Disse intLrnatioxmlM BErträge, schüf211, s8i€n (1er die anderen (Grenzen in Europa mch odsr wcniger labil gßxvorden nnd stände" gkwisßermaßcn als GTCUZEU zwsikcr Klasse da. MM glaubt mm, das; die Tkntsckxé BcwcgUmg dahin ging?, nach- ksm s-c»: dis SickWxHL'lt erlämgt habe, im WLstL-"U völligsm nnd dQ'ULmdM Fricdmx zu [ckckck], nnnnWHr eixW Atnwsplx-äre fiir Line Exx-Qffiqns- polijik spéziell anch dcr Brennergrenze gegenüber zu schélff€11 VBW [xai damik dis dkllfsch Pressepolemik gcgcn die ZNUßnalx-nsn in «Wo tirol in Vérbindung gcbrackxf.

Meins Damen und HLNLU! Als mir disse AusfiiÜmngM „zu- erst vorgstrngcn wurdsn, Habe ick) einmal darauf Hingewiessn, daß das, was HLN“ der ds11ksch€11 Polijik Unterstellk Mrd; Vollkomms'nék Unsinn ist, und zwcijsns darQUf, daß man [)'M in ÖLZUJ anf “mo Sckfoung oder auf das Vorhandensein einst großen deutschen STI"- mumg Ursache und Wirkung vollkommen mit-Limmdcr verwechselt. Es ist nicht so, das; die deu1§che Reichsregierg die d€utsche chfsznf- lichkeit aufgepeüsckyt bäfte, um die Atmosphärs für e'nZ Voxdrwge'n zu schaffen, wie es uns untéxstslkk wird; sondcrn Tat1ache 1st',wwte Hsm" Mussolini an Liner andcrkn SKU? ssiner RCDS auck) außfxxvrk, daß jahrelang anck) in der öffentlickxsn Msimung Mutsäcklands eine Stinnnng bestand, die erhoffen lisß, daß die Vsziswtngén der beide'n Völker, die durck) den Krikg zerrissen wordsn waren, wieder anfangen könnten, freundschaftlicher zu WOMEN. Ick) darf ja daWÜuj HinWeis-en, daß naa!) dém Kriege die Dinge .doc!) bereits Dm Jahre 1924 derartig [KMU, daß die dSuHch-s R'eml)? regierung damals aus finmnzicllen Gründen die Reääsmöglt-chkxtt nach Italien einschränken mußte, um nicht eine ganz starke Retjse- tätigkeit „sich doit entfalten zu sehon. Ich darf Weiter darauf inn.-

Weisen, daß in der g-anzkn dsutscH-en OeFthtliÖ-keit JtaLien “nim einer Frknndliäykeit behanDelt Wurde, die anknüpfte an tra-dnw- nelle Veziclynn-gcn, die ja doch durch Jahrzkbnte uns mitsinander

ck

Zustimmung links und in dcr Mitte.)

Vcrbnn-dcn habs]: UW FcindJ-eligkcitcn deals nicht anfkommen

die eine besondsre Sicherheit '

]äeken. “M' ['m-1:9" dcmü'cken Preffesth-men gegen Jtakien sind Lxm ckan» ..... ._. &&".th auf die Mitteilungen, die über das veränderte Regnne in Südtirol nach Deutschland gelangten. (Set)!“ richtig! bei den chierungsparteicn.) Ick) glaube, daß daran überhcxwpt gar kein Zweifel sein kann. Es besteht ja mm in Rom eine andere Auffassung über die Einwirkungsmöglichkeit der RSgieruwg gogcnüber der Presse als in Berlin. Man will nicht verstehen, daß wir nicht die Möglichkeü hätten, Erörterungen in der Presse abzustoppen, wenn sie uns nicht gefallen. Jch kann mik; theorctisch denken, daß das manchmal ganz angenehm für die Regierung wäre. (Heitere Zustimammg.) Faktisch liegen jedenfalls

. die Verthäll'm'sse so, daß wir zwar die Presse bitten können„ in

dieser 11er jen-er Frage einige Zurückhaltumg zu wahren, daß wir abeL' im übrigen nicht diejenigen Einrfbußmöglickxkeiten befiYen, die man sich in Rom verschafft hat. (Sehr gut!) Es geht deShal'b däe gesam-te VeWeisführung des Herrn Mussoäini vollkommen fehl, Wenn er aus der Stellung der Presse schlkeßt a-uj eine Dirigierung der Preise durch die Reichsregierung

WW die SÉslluug der Reichsregierung zu den Vorgäng-M cm- betrifft, so läegen hier die Dinge folgendermaßen: Rechtlich hat Deutschland keine MöglichkM, unmittelbar in die Verhältniss Süd- tirols einzugreifen. Mussolinsl bat vollkommen recht, “roenn er davon sprichk, daß das zunächst eine innem'taläeniche Angelegenheit sei. Italien hat auch eine besondere Verpflichtung zu besonderem Schuh der M-inderheiten, wäe sie von den Nachfolgestaaten übernommen Worden ist, nicht auf sich genommen. Das ändert aber nichts an der Genveinschaftltichk6it deutscher: kulturellen Empfindexxs für StacÜen deutscher Kultur, für ein Land und ein Volk, das seit Jahrhunderten deutsck) gewesen ist und bis Zur Stunde zur deutsckxn Kulturgemc'm- ' schaft gehört. (Lebhafte Zustimmung.)

Tatsächlich lciegen weiter die Dinge so, daß, wenn aus der Politik der U-nterdxückung eines Volkes eine Gefahr der Störung des Frstedens eNtftth, der Appell an d:]; Völkerbund zulässig Zst. Darüber hinaus ist der Völkerbund an sich diejecnige Institution der Völker der Welt, d?! die Rechte unterdrückter Nationen zu vertveten hat. Gerade die Rede des Herrn Mussolinxi wérft dieses Problem auf. Seine Rcde fordert nicht nur die Jtaliankxsierung Südtirols, sondern sie ist in der ganzen Welt als SMS Kriegödrobung aufgefcxßt Wordxm, die sich enthe'r gegen Oesterreich oder gegen Oesterreich und Deutschland zugleich richtet. Derart-igs Mohun-zen smd Mit dem Geist des Völkérbundes sch€chthin unMWinbar, (Zustimmung bei den RegierungsparteiM und links. -- Lachen beä den Deutsch- natéonaWn und Völkischen.) Mrartige Drohungen; sknd mit dem Geiste des Völkerbundes schlechthin unvereänbar. (Erneute Zu- stimmung bei den Regierungspa-r'tsien und links.) Wenn Deutsch- Mmd dem Völkerbund bereits Mngörte, würde es an den Völkkk- bUnd das Ersuchen stell€n müssen, M MMM Dkakkd-LN Stellung zu “Mbmen. (LUMU [Wi den DsutsckNmt'WUaxen unkd Völkischen.) -- Ich komme auf die FLÜGE des Völksrbnndss und auf die Konse- quxknzen, die Sie (n-ach rechts) gla'ubsn nus diessn Wortén zHehen zu müssen, nachher zurück. Ich darf Ihnen nur das eine sagen, daß, wi-k Sie aus dem gestrigsn e'mftimmigen Bsschlnß dex Re-icbskabinetts sehen, das Reichskabinett di€ entgegengessßke Folgerung aus den Tat- sacbsn JLZVJCU hat, als Sie sie glcmbén zkiehsn zu müsse». (Zams: 'Und diE MimisteWcäfidsxnt-M der Ländsr!) » Si? wissen ganz genau, daß in der Bératung der Mixrisxerpräsidkntén, werm ich wicht im, Von drsi Ländern Bedknken erhoben wordM sinD. Das is! mehr als einmal gksch€ben und ändsrk nichts daran, dms; 'die große Mehr- zahl dsr Länder vollkommen mlt dem Vwrgébsn dcr Reixbsrkgierung einverstaU-den gewessn ist.

MMW Hsrrsn! Lasssn "Six mik!) maxx“) “Diese“): K*[ärn-"xjg des Tat- bestaxndcs mik einig-M SWM auf die AusfÜDrungen selbst QUUVMTEU, dix? Herr M'Ussolinoi "M «zug auf Mattscbland gemackxvt dak. ES ist WWW, nicht scharf zu werds" gc-gCnüber Mr Ueberbeblickykeit, den klÜffLU'dSU WiWrsP-rüchen UM) ker M*»ßlosigkeik dEr Ausfübrxm-gen, die kein Ausdruck inm-erer Kra-ft zu sein bleCÖLU. (STN richtigx) Herr Mnssolin-i brut auck) Versucht, hier N'ne gesck;ick)tliche TorfTLllung 'der Entwicklung „zm DKU'T'sCÜ-[kan'd zu gebsn, indem er Daraluf b;.nwitzs, Tmß gude Beziehungen Mh “()-sm Kriege bestmnden hätten. Ick) WM im Verfolg dessen, was ich Vorhjn ansgéfülnt bach dem war zustäm-men, Xvewn Herr Mussolinxi auch 'on-kin irrt, daß er g-laubt für Italien in Vlanc-ncb mslmnen zxu müssén, daß es den ersten HanDeertr-ag m-it Deut'sckxla-Urd UUÖ dem Frikden VN! Versailles g€schl-ossen hätte. Schon Vor dem AÖs-ckxl-uß dkeses VMMJW baxbkn Verträge bxstan-den mit den Vkrein-igtsn Staaten von Amerika, mit Griechenlamd, England, Bel- gie" umd Okst-errsich. Jm übrégW sind Handelsv-erräge bisbsr ksin Gkschenk" mxkc-rer Ration?" an Dazuxfchlaxw gewesen. (Lethfte Zu- stlmnxmtg.) Jsde Nation hat das selbsterständlickW Recht und die Pflicht bsi Hm-dclsWU-räg-Zn ihrs eigenen Jntersss-en zu wcrbren.

* Sämiliche Vkäcbte, di»? bis zum 10. Janu-xr 1925 in dsm Genuß der

einfsitigen MeistbLg-ünétig-ung Deutschland gegeniiber waren, ho-bén sick) bemüht, mit, Deutscblmnd Handelsveriräge abzuschließen. Das war ker Tatbestand, der sich ergab, als disse Ci-n-anUngen dieses Versaiüer Vertrages aufhörten.

Dann Te'i, so scogf Herr Mussolini, wie auf ein gegebones Stich- worj bin eine ankitit-alienifckye Kampagne begonrpen worden. Ich sage in Ergänzung "dsssen, was ich vorb-in auÉgsfübrt habe; Wenn irgendwer an Herrn Mussolini d&bin berichtet ha-t, daß die deutsche Presse- kmnpagxne a-uf eim g-ethML-s St-iÉH-wort Von obenb-“m eingeseßt hätte, so ist dces, um mit Den Worten des Herm Mussolini selbst zu sprechen, eine dumm? Lüge. Her): MUssol-ini nenn-t diese Fanz? Kampagne eine ZUsMl'MSNsLEUun-g "*okorisckyer Lügen. Das ist fie nkrcbt gewesen. Wir ['mxd, wic ick) erklärt habe, Ucbertreißamgevxentgegengetreten. Aber der Tatbestand, wie stark die Politik gegenüber Sü'cxt-irol sicb MÜUDLÜ hat, konnte nich? der öffentlichem Meiüung Deutschlanävs verschwiegen ble'ibcn. DLL N-QÖÜÖX yon dsr E-nlfermmg des Denkmals WaltHers VM Nj," VogewvsiT-Z nm-g u11rick7tig sein. Daß sie von itolisniscben Nakio-xmkistcn gsfor-dert 'worDen ist, steht außer Zweifel. Herr Musso- lini [MF mik Mnig WW uxrd viel Bkbogen Walther Von der Vogel- MM 341 iron-isieren versucht. Dem Herzen des Volkes st-eb'en nichk mn“ die großen Dicher uwd Dknk-er Kobe sonwern Vor Wem die- jenigkn, däe mit ibm sel-bft gelebt und gelitten u-wd aus diesen Cmpf'mdungen Héraus gedichtet und gefangen haben. (Lobbafte Zu- stimum-ng.) Nicht die Bedeutung des DxZÖters in der Welt!??eratur, sondern das Deutschtum Waltbsrs von der Vogelweids zen,; daW", daß Vozgm in-nerth dsr deutsch€U Kulturge'm-exnsckat liegt. (Leb- hafte»? BMW!)

HLN Mussolini hat geglaubt, sich üer dentscbes Empfinden und anch über die deutsthe Kultnr selbst vox der Welt lustig machen zu können. Er hat seiner Abneigung gegen Deuchland. dess?" Gastfreundlichkeit er einst selbst in Anspruch genommen hat,

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da-durck) AnZdruck gegeben, das; er von eZnem Mißbrauch der Gas!- freandjchaft durch deutsche Touristen sprach, die als rnmitiv gekleidete Zxddi'viducn durch die herrliclze'n Städxe Imliens zögen. (Bewegung und Zuruie.) In dem gleichen Zusammenhang, in dem Herr Mussolini [ich Über den Mißbrauch der Gastfreundschaft durch primitiv gekleidete Deutsche aussprach, ha! er aber die stärksten Drohungen dagegen ausgesprochen, daß etwa ein Boykott gegen Italien durchgeführt würde, und davon ge1prochen„ daß er dann Repressalien in der dritten Potenz uns gegenüber ergreifen wer-de. (Zurufe litrks.) Ich habe hier nicht noch einmal zu er- klären, daß die deutjche Regierung dem Boykott italienischer Waren und dem Boykon der Reisen nach Italien fernstoht. Wenn die Zahl derjenißen DeutJchen, die Italien in Zuku'rft als Touri'sten besuchen Wonen, Moa sehr gering werden sollte, so dürfte das nicht die Folge deutscher Maßnahmen, sondern in erster Linie die Folge der Rede des Herrn Mussolini fein. (Allseitizc Zu- stimmung.)

Ich darf doch auch auf folgendes himveisen. Wie seltsam klingen diese Worte über Mißbrauch der Gastfreuwdschaft, über die primiriv gekleideten Deutsthen, die durch die herrlichen Städte Italiens zögen, an unser Ohr. Wenn wir daran _denken, das; geretde im vorigen Jahr Rom an die ganze Welt die Einladung hat ergehen lassen, dort das Heier Jahr zu feiern. (Sehr rtchtig!) Man hat sich damals über jeden Pilgerzug gefreut, der nach Rom kam. Die Menichen, die dorthin gingen aus seelischen Gründen, die anderen Menschen, “die in Deutschland seit Jahrzehmen das Gefühl hauen, in Italien das Land der Sonne mit ihrer Seele suchen zu Wonen, sind gleichzeitig diejenigen gerveFe-n, die die geistige Kultur Italiens in der Welt bekanntgemacht haben. (Leb- hafte Zustämmung.) Es ist eine stacke Undankbarkeit, zu diffe- renzieren zwischen Mewschen geselUchaftlickxer Zivilisation und Menfchen geistiger Kultur, die vielle'icht doch als Versönlßchkeiten höher zu Werten kiwd, auch Wenn sie primitiv gekleidet sein foUten. (Erneute lebhafte Zustimmung.) Im übrigen Weiß ich, daß Herr Mussolini nicht immer davvn gesprochen hat, die deutsche Kultux sei üb-erWUnden, daß er néck): immer kn dom S*;nne SteUung genommen hat, wie er es in dieser Rede getan hat. (Zurwfe rechts.) Er hat einmal in der Vorrede zu einem Buch von Deutkchland gesprochen, und 'm diesen Darlegungkn hat ex zum Ausdruck gebracht:

Wir wissen, daß das deutsche Volk noch ko-sbbare Kräfte zivilisawrisch Mitarbeij, unsndliche Möglichkeiten des Fort- schritts und Wchlstands in sich birgt. Wir wisjen, daß man Europa einen schlimmen Dienst erwiese, rvenn man 231511 bei- trüge, Deutsthlanbs Volksmassen in Verz-Weiflung und in Ruin hineinzuheßen.

Das War im Jahre 1920, Ich glaube, es lag für Herrn Mussolinä beine Veranlassang vor, diese Auffassung über Deut'MandZ Stellung im Rahmen der Kalkurvölker aufzugebsn. Jah bm der Ansicht, daß disst Ausführungen auf mehr Verstäwdm's stoßen Werden als die aus der Erregung geborenen Süße seiner leßten Rede.

Zum Anlaß seiner Ausführungen Hat der italienische Minister- präfidknt die Rede genommen, die der bayerische Mjnisferpräsikent Held am Freitag im Bayerischen Landtag gehalten hat. Zunächst ist eines auße*1ord€ntltch ssltsam, Die Rede des Herrn bayNiscbkn Ministervräfidenten Wurke am Freitag gebaKten. Die Ammon des HMM Mussolini in Rom erfolgte am Sonnabend. Man hat sick) (1110 nicht Einmal die Mühe gegeben, erst den Wortlaut der Aus fübrung-In des Herrn Held abznwaxten, sondern man hat eine inter- Uasionalk Aktion grofzkn Stils, die man noch ganz besonders als volitiscbe und divwmatikcbk thicn unte1strich. auf den Usten Nack)- tichtkn aufgebaut, die wab'tscbeinlicb über Zkijungsberkcble oder auf Grund dks Zuhörens im Vayensckoen Landtag nach Rom ge1angt sein müffen. Das, was der Oetr Ministerpräfidsnt Hkld ausgeführt hat. klingt dock) im Zusammenhang sehr viel andeks als die wenigen Sätze, die Herr Mussolini zitierte Gewiß, auch der Herr Minister- p1äs'1de'nt Heid hat auf die Verhältniss in Südtirol und auf das hingewiejen, was Bayern. das ja Tirol besonders naheliegt, dabei empfindet. .Die Vexbäitniffe in Südtirol", so hat er gesagt. „babkn den Gegenstand heftiger Klagen und Anklagen und eines durchaus begreifjichen schweren Bedauerns aus der deutschen Seeje herauSaebildet." De! Herr bayeri!che Ministermäsident Held hat in diesem Zusammen- hang davon gexvrochen, er bedauere sehr, zu 1eben. daß in Italien nicht iiberak] der Getst dcr Befriedung die Oberhand hätte, und er hat hinzuge1ügt, daß es fich dabei anscheinend Um inoffixieUe Krei'e handle. Die Worte?. die Herr Muffolini zitisrt, von der Fteiheit der DSUUÖLU an der oberen Ejsch“, wie 86 Herr Mussolini nennt. find nach Den! Workaut ganz klar verständlich als der Wunsch nach einer kulturellen Ftetbeit. (Sehr rich1ig!) Der bayerische Hkrr Minisjeryräüdent hat diesen Wnnsck) damit begründet, das; den Südtirolern feierliche Ver- sprechungen gegeben worden seien, und bat“ den Verstoß gegen diese feie11ichen Versprechungkn belkucbtet. Jeb bemerke dazu, daß der Herr bayerixcbe Ministewräsident in seinem Parlament erst gesprochen hat auf Grund von Anfragen aus dem Parlament. Er bat feinerfeits ebenfaUs in den 1823th Tagen vor vierer Rede die Presse vor Ueber- 1retbcmgen in bezug auf Südtirol gewarnt, und seine Warnung vor den Provvkatsuren. die falsche Nachxickyten und übertriebene Mkt- teilungen fandten, ist in diejer RLM selbst enthalten

Jai) darf dabei allerdings das eine exklären: mir erscheint es wünschenswert, daf; aUSrvärtxge Politik nur von den Reichtteüen und im ?)Seichstag gemacht wird (stürmische Zusiimmunq in der Mitte und kinks). und daß man nicht durch Anfragen und Jnterpellationen die Minister der Länder-in die Zwangslage bringt, über dieke Dinge sicb äußern zu !oUen. Verantwortlich für die Reichspo1itik ist jedenfakls nur die Reichöregietung. (Erneute Zusjimmung links und in der Mitte.)

Meine Damen und Herren, Herr Mussolini bat nun in seinen Außsübmngen von der heutigen Lage Italiens gejprocben, und er hat davon mit einem großen Stolze, mit einem großen Selbst- bewußtsein gesprochen. Er sprach von den 52 Millionen Italienern in der Welt, von denen 42 Millionen auf der kleinen Halbinsel wohnten, und er sprach dayton, daß dieses Italien der Gegenwart Uwas anderes sei als das ItaUen der früheren .piltdresken politischen Episode“. Ick will nicht darüber rechten - darüber wird einmal kik“. Geschichte entscheiden -, MS 111 der italienischen Entwicklung Eviwxu.“ oder Epoche Wem wild. (Sehr gut!) Aber gerade die1eAus1übrunac-n über die Kxast des italxenikchen Volkes sind doch der aller- beste Beweis 151 die Unnötxgkeit von irgendwelchen Untmdrückungs.

Man skel]! neßeneknan'rer dke 42 Millionen aus der e'knen Skike urid die [80000 Menschen auf der anan “SEUS, und gkrad? Herr Muffolin! spricht ja davon, blkk set diese kléink Minrerbkit von Deutschen. in dcr Tschecbmkowakei liege es ganz andets. Ick) glaube, man kann doch das eine 1agen: gerade eine starke nationale Würde verträgt sich am besten mit dem Erfragen kulekeUer Eigenart von Mmdnbeitkn. (Lebhafte Zustimmung.) Auf die Daue-r wird man Völker fremden Blutes nur durch eine große und gereckoke Politik an sich fesseln (Sehr wahrt in der Mine und links) (Tin schwaches und ohnmäcbjiges Jtakien könnte Schwäche und Ohnmacht zum Grund von Unterdrückung nehmen; das Italien dks fafchisti1chen Stolzes lollte von seinem Standpunkt aus am ehesten deutsche Sprache und Schule in Südtirol ertragen können. (Seht ricbirg !)

Meine Damen und Herren, wir werden ja selbs? demnächst auch in Deutschland über diese Flagm Entscheidung zu treffen haben. Wir relbst haben auch Minderheiten m Deutécbland. und ;ck möchte für meine Perron und für das von mir vertretene Amt das eine aÜetdings auswrechen gerade aegenüber dem berechtigten Verlangen, daß wir !üt deutsche Minvejbeiten imAué-lande eintreten: wn können für deutsche Minderheiten im NuSkande nur mit voller Ukberzeugung _und aus autem Gewissen eintreten. Wenn wir das was wir1ür Deutsche im Aysland verlangen, auch denjenigen geben. die Minder- heiten in unsexem deuncben Vaterlanve datsteUen (Lebhaftes Bravo!) Ick) g!aube„ daß wir groß genug, national gekinigt genug find. um mit denen fertig zu we1den, bei denen fich etwa irgendwelche Bestrebungen gegen Deutkcbland tegen wüten (sebr rich!ig!), daß es aber im übrigen anker Ziel sein muß, ße bei voller Bewahrung ihrer kultureüen Y!genarten zu deut1chen Staatsbürgern, wenn auch fremden Bkutes, zu machen. (Lebhakte Zusjimmung.)

Herr Mussolini hat nicht diese Folgerunqsn aus dieser Kraft Italiens gegenüber der klein?" Minderheit in Tirol gezogen, sondern er hat statt dessen Drohungen gegen Deutschland auSgestoßen. Er hat von den Folgen gesprochen, die einnkten könnten, wenn die deutsche Regiean die Veranjwortung übsrnäbme für das. was in Deutschland geschehen sei oder in Deumchland mel- leicbt noch gesch€ben könmx. Er hat in die!?m Zusammenhange Von dem weiteren Vortragen der Txikolore gesprochen. was “ja nur be- deuten kann Ein Vortragen über den Brenner hinaus, nachdsm er eine Minute Vorher rie BrMnsr-grenze als die von Gott unfehlbar geonte Erema? erlärt darts. (Selm: gut! und Hextsrksit) Ich weiß nicht, was Hekr Massoljni meint. Ick) ye1stede mcht. worauf er anwielt, wen" er von der Vsrantworxung der R€ich51egier|mg für das jpricbt, was in Deutsckywnd g€schch€n sei. Wenn er damit Aus- laffungen der dautschen Presse meint so bemerke ich dem gsgen- über, daß Dcuikcbland nicht die Abficbt bat. dxe in der deut1chen

Vermssung gewährwisfew Preßfrexßkit seinen Drohungkn zu- liebe zu änkctn. Das AUÉWWÖM derartigsr owmmex! ist entweder ein Frevel Oder eine Lächerlichkeit (Zusjtmmang)

Man hat durch die Friedensmxxträge von [919 die Ganén Europas Verändext. Man hat MiUionen deatfch€r Staatsbürgsr untkr fremde Oberhoheit gebracht: iu voUem Gegenkag zu der JM: keks Selbst- beftin1nmngst€chts der Böser (Uhr gut!), das man so stolz als GrundWJ im Kri€g€ Prokjamiert halte. (stbakte Zustimmung) Wir babkn die dadurch gexchaffkne Lage reivcktjsrt' um; Hab?" in DLL? Cr- 1üijung deffen, was ein unn1€11sch1ich€r FULL? uns anksrl€gt hat, mehr als irgend ein andsres Volk DSL" Erde gekan. Aber das Recht des deut1ch€n Volkkks, mit den in einsm anderen Staat? [Sbsndan M8117ch€n gleich€nB1nt€s mitzakmyfinden Und zu fühlen, ist ein Rscbt, das wir uns von nie!;mnd nehmen und bestrEiten laffsn; (Stürmisckyex Beifall) Ein Einsckyrestten gegsn derarjtge Bewegungen, die aus der Tiefe des deutschen Volkes HLkUUSlVUÖsLn, lehne ich namens der deUtschen Rkickysrsgierung auf das cntschi6dens1e ab. (Ernkater Bkifall.)

Das Vorgehen der deutschen Reichsréaierung das gestern in dam Beschluß des ReichskabZn-xtts zum Aquuck kam, hat Kritik gefunden. Diese Klink bat ch ja auch Voxb-n gszsigt GLUÜULN Sie mix, dazn nur Wenige Säße zu sagen! Man jagt gegenühU dex RCDS kes Herrn italienijchen MinistervräsidknW: „Das aLso M der Geist des Völkerbundes!“ Man weist darauf hin, daß ein ZusaU es gefügt hat. daß die Absendung der Note über das Einveten Dentxchlands in den Völksrbund an demselben Tage erfolgte wie die Ve1öffent- licbung dieser Rede. Ich habe v-nhin schon gesagx: ich ziehe daraus andere Fo1gerungen Gerade Wem 1olche Tendenzen möglick) sind, wie fie in Herrn Muffoiinis Rede zum AuSdrack kommen, dann ist der Anschluß Deumhlands an diejenigen Nationen um w notwendiger, die jeder Bedrohung des enropätscben Friedens aemejm-nn widetsjeben. (Sehr rickotig! 'm der Mitte und links. - Lachen mw Zuxuw rech1s) Gerade wenn Untexdtückungsvo1nik gegenüber Minderheiten die Gkkamttendem von Europa besiimmen sollte, dann ist es noxwendig, diejer Tendenz enjgegenzutreten. Gerade wenn, wie es scheint. ein Streit entbrennß, weil andere Mächte fich wegen Deutrckolands permanentem Sw im VölkerbundSrat benachteiligt glauben und ein ähnliches Verlangen auf Berücksichtigung fteljen. Lo scheint mir das doch darauf hinzuweisen. daß man Deut1ch1ands künftige SteUung im Vöjkerbundsrat nicht als einfwßlos in der Welt benachjet Ich kann deshalb auch aus der Haltung Mussolinis nicbt Gjünde gegen unsereAußenpolitik entnehwen. Ich halte fie gerade angesichts dieser Ereignisse xür bewnders gerechtfer1igt.

Jm übtigen hoffe ich, daß das italienische Volk fich selbst der Worte Mußolmis des Inhabers der Regierungsgewalt, erinnern möge, der einst schrieb:

Die italieniscb-deutscben Zwistigkeiten-in der Geschichte rülnten fiets mehr von Mißverständniffen, von Argwohn? und Geistes- zusjänden der als von der Unverträglichkeit der Interessen und tiefen, leidenscbmtlichen Gegensätze.

Wir haben keine Gegensäße mit dem italienischen Voll wir woÜen mit ihm wie mit allen Völkern ln ineden leben; aber zur Grund- lage des Friedens gebölt auch jene Selbstachtung, ohne die ein Volk vor sick) selbst und nach außen nicht bestehen kann. (Lebhaste Zu- stimmung) Aeußere Machllosigkeit ist nicht gleichbedeutend mit dem Verlust inne1er Kraft, wenn ße sich auf einen einheitlichen nationalen Willen zu s1ützen vermag (Sebr gut!)

In dicsem Gefühl weise ich - und. wie ich glaube, in Ueber- einsjimmung mit dem deutschen Volke -- im Namen der Reichs- regierung die gegen Deutschkand ge1ichteten Drohungen und Angriffe mit aller Entschiedenheit zuxück. (Sxünniscber Beifaü)

Abg. Dr. Scholz D, Vp.) YM im Namen der Regierungs-

parteien folgende Erkl'rung o Nqck) den bis*her bekannt- werenen 'm- nnd ausländischen Zextungsmeldungen hat der

maßregeln gegen eine kleine Mtndetbett. (Zufjimmungy

k Falien-ische Ministerpräfi-d-ent Mufjolini am 6. Februar Über die.