"kommen lassen. ür den Augenblick wenigstens batte diese. in einer
wobesucbten Ver ammlung der betreffenden Häuptlinge erteilte Ver- _
mbuung einen vollen Er ok?. In der Ver ammlung wurde auch der Streit mit Bimba e ch1chtet und die thendigkeit der Ver- legung der "heren Mo efakkorei an den Dume sowie die Frage der
ergeste. ung bis Molundu erörtert. Auch bei den am Nordufer ausä sigen Bibaoleuten (Oberbäuptling Ndungi) machte sich vor aÜem 'm ;nteresse der Trägerkra e eine solche HäuptkinJZNrsammlung not- wendi , deren Erfol is er ekenfaus befriedi e. Gesandte von SamKara, Veri und ua (Bestmbo) trafen wä rend dieser_ Zeit mit Ges enken ein und wurden in entséreYender Weise abgefertigt.
nter Berücksicbtigung der pol tis enS wieri keitxn in der sonst so hoffnungsvollen*Dume-Kadöiregion abe i es eretts dgmaxs für unerläßlich gehalten, gewi ermaßen eine Aufnahmestellung fur dte An- estellten der Gesellsäoaft üdkamerun in diesem von der Verwaltun
Lo weit entfernten Distrikt zu schaffen. Bei dem nun reichlicher fließenden Rekrutenmaterial aus Gamane, da? zu Stationsbesaßungcu am Dial) oder auch im "Westen auSzszilden ware beabsichtigte ich nach Rückkehr der Bertuaexpedition eine ganz scßrvaéhe Besaßung" an das Südufer des Dame, benachbart dLm Uebergang der Karawanßn- «strauße, zu detachieren. die einesteils die erWahnte Aufnahmesteüung tm Fa e eintretender Verwickelungen für_ das qktoreipersonal bilden, dann aber auch schon durch ihre Anwesen Lit dcn Eingeborenen die Gegenwart der Verwaltung stets vor An en fübrkn und damit den Eindruck des Bertuakrieges in fricher Erinnerixng Balten sollte. Jeb habe deshalb während des Ndungiaufenthalts eine kleine, als Zollposten gedachte Anlage nächst der Faktorei dex Gesell- Fcbaft Südkamerun an.dem Straßenübergang geschaffen, __die gleich- zeitig die Einrickztnng für Unterkunft und Depotanlage spaterer CF):- peditionen nacb Nordkn in sich fchloß. Aye!) für auSgedebnte Rets- vflanzungen, dis für das Pajßeren der zwxscbetx Mokbe und Balaga befindlichen Urwaldzone ein dringendes Beyüxfnts sind, Wurde Sorge getragen. Bei dem Abmgrsck) der Expedition am 21. Noyember wurde diese Anlage zuniichst noch nicht beskßf, dagxgen mit über- flüssig gewordenen ExpeditionLauSrüxtizngsstücken, einem Faltboot, einem kleinen Munitionödepot usw. fiir_spätere Verwenkxung aus- gestattet und vorläufi der Ndungifaktoret" übergeben. Bex Ankunft in Yukaduma fand i dann ein die Wunsxhe der Gescusckpaft be- züglich Errichtung_ eines kleinen Postens m der neuen Region wiederholendks CMY vor, das mich trojz der geringen Kypf- zahl des farbigcn ersonals Veraylaßte, _xmtcr Leitung eines bereits auf derartig detachierten P91tc11_ bejvabrten ngffagefreitcn neun Mann _und einige Arbeite): nut en1gelckender_schriftlicher In- struktion nach dem neuen Ndungizollposien zu detqch1chrcn.
Ick) resümiete üb€r die in der Dumc-Kadöiregwn gesammelten Erfahrungsn, erziclten Erfolge _und die vorauss1chtlrchc Ent- wickelung der Region: Die Eingeborenen find durch1veg_auf “einer höheren Kulturstufe als die Bcwyhner des ret_ne_n Waldlandcs, ziemlick) Erwexbslustig _und 1m_ ganzen flUßig und willia, wenn auch ihre Vcrhältmssx unterernander_ Vorüber- gehende Verwickelungcn an einzelnen Stellen als _ nicht aus- geschloYen erscheinen lassen. Der Kautschukxeicbtum is_t no_ch um vieles öber, als er an anderen Stellen des tm allgememen_1a sebr ummireicben Gesellschaftsgebietes ist. ür den Elfenbemhandel ommen nur der südlichste und südwetlichste Teil der _neuen Re ion, eventuell auch entferntere im Nordwesten gelegene Distrikte in rage. Dic Tranéportfrage im Innern der Regiqn ist durch gute Verbindun Swege, Vor allem gber durch die fast die e!amte_chdn einschließenden asserstraßen gelöst. Der Verkehr und ratisport nach dem Djab erscheint durch reichlich vorhandenes und im ganzen billiges Trägermaterial zunächst gesichert, wie denn zwei bis drei
„Karawanen nach Molundu aus fast jedxm der bereisten Dörfer während meines späteren Aufenthalts in Yukaixuma pasficrten und auch bis jetzt irgend eine Stockung nicht eingetreten ist. Kurzum, wenn der Regionsagent mit *dcr nöti en
em uxen Handelsbezirk gestalten wird. Die “ nördlich “des
Anlage eme)»,
Geschicklichkeit vorgeht, so besteht alle Aussicht, daß die neue Reg on “F
_ _ zu ein
! imFer dringender als nötig erweisen. _
* V 21. bis 27. November wurde trotz des noch immer
“häufigen Regens in sehr guten Märschen Yukaduma erreicht, wobei etwa einem Tagemarscb durch die Mokbeleute unternommene
Wegeaufbefferungen und die Herstsüung eines außaescblagenen Weges Balagu-Yukaduma durch die (YeseYschaft Südkanterun wesentliche Erleichterunq gkwährten. Die Station Yukaduma selbst wurde troxz dsr Schwäche der unter einexn HaUffagexreiten zurück- gelassenen Besayung in rccht gutem Zustand vorgeunden. Vor allem die Farmanlaßen batten gute Rcsultate ergeben; mit Hilfe der Faktorsiar Liter und der Weiber des Yukadumadorfes Waren MW 2000 RZ Rxbreis, ebsnsoviel Mais und eine bktkächtliche Menge Durrak) in den Getreidesckyuppen untergebracht worden. Bki der toben Methode, mit der _die Reigentbülsung bci dcm Ykangel an Entbülsungßma1chiuen ausgeführt werden mußte, find etwa zwei Fünftel Verlust zu rechn_en, sodaß bei der Annahme_ cinch zivsimaligen
rnte im Jahre die Besatzung Von rund 50 Köpfen bei einem fünf- bis sechsfacb größeren BkbxunngÖ'arcal im Bolokotale fick) selbst wird verpflegen können, zumal der jährlich neu angescbwemmte lHumm; cin Geringerwerdsn dcr Ernten nicht wahrscheinlich erscbéinen äßt. Den bisher gérvonnerien Neis'vorrat Habe ich nur an Sonn- tagen zur Auégabe gelangM lassen und den größeren Rest für die eisernen ExpeditionSrationcn reserviert.
Die Expßdition hat während des Yukadumaaufentbalts ständig an der na1ürltch' nur allmählich durchzuführenden FarmVergrößerung .gearbeitex. Auch Eine kleine Anlage (etwa 200 Pflanzen) des ganz guten, bci Y_ukciduma häufig wmkommenden Kaffees Wurde geschaffen. Wie * schon in Ndunai ein Bestand von 26 Mutterziegen eingeriÖtczt war, so wurde auch in Yukaduma dcr Grund zu einer solckykn Hkrde mit etwa 25 Mutter- Tieren gelegt. Der Kuriosität halber 15ng ich noch an, daß ein bei Gelegenheit einer Jagd eingkfangenes, noch säugendes Büffelfalb eben- falls im Yukadumainventar figuriert und fich bis cht der besten Gesundheit bei aUerdings immer wachsender WilDbeit er- freut. Eine Hauptauf abe bei Ordnung der inneren Verhältnisse Her Station war ie Prüfung und Vervoilständigung der infolge dir Tauschwarenvorräte recht umfangreichen Inwentaricn, mit reren Führung fich der derzeitige Yukadumaagent der (Hesellschaft,
rr Arndt, einer großen Mühe unterzogen hat. Es ist übrigens be- onders hervorzuheben, daß trotz der monatelang fehlenden Kontrolle 11 d_em beträchtlichen Warendepot sich keiner der jeweilig leitenden farbtth [??gestellten auch nur der geringsten Umegelmäßigkeit schuldig gema a.
Nach außen ergaben sich _wäbrend des Aufenthalts in Yukaduma ebenfalls mancherlei Fragen, die einer Behandlung dringend bedurften. Zunächst hat wiederum eine ganze Anzahl von Bomomedörfern eine Oris- vexänderung schon vorgenommen oder erwartete dazu meine Geneh- migung. Aueh Yukaduma selbst bereitete einen Umzukz, allerdings wiederum ganz in die Nähe der Station, vor. Diese bs nach Bale im Westen bin bei der gesamten Waldbevölketung üblichen, eine ge- ordnete Verwaltungs- und kaufmännische Tätigkeit sehr störenden Dorf- und _Wegeverle ungen etwa in jedem dritten oder vierten Jahre entsprm en versxpiedenen Beweggründen. Außerhalb der Be- etrzfliéj'suyg dur _den Europäer_liegen zunächst abergläubisclye Motive, wie ck tnfol e bayfiger Todesfalle, epidemischer Krgnkbeiten, Tod des Mfs usw. ets eintreten. Jedoch auch der Hauptbeweggrund zu dem häufigen LaFeewxchfei der Dörfer, die vollendete AuSnußung der Farmen- anlaaen/ d in einem [ganz bestimmten Turnus erst Mais, dann Kasata (Maniok) _und seh ießlicb Planten (1111153 aracjjgjaaa) liefern, wird nur durch jahrelcxnge _Belebrung allmähli zu beseitigen und die Bevölkerung den wettex im Westen geübten Formen der Landwirt- Wft näherexu bringen sem. Der Eingeborene hält eben in dieser
iebung en mnig an der ihm überkommenen Methode fest, und wenn ihm n :) eindringlich am Beisspiel Éezeigt wird, daß er sich dadurch viel unnüse Mühe macht. So it im egensa? zum Westen bei einer einmal in das [antenstadium getretenen Farm r end eine Reini-
Dume dürfte allerdings in der Zykunst .
Urwald dark! bot!) und Usti?! nach der Aberntung der Traube, die jede Pflanze liefert *in ' er Zeit jeglichen Nachwuchs. Anfänglich na tu, ich an, Laß be ondere- Bodenverhaltni e“ oder die im Vergleitb zum -Westen ier etivas geringere ' iedersckolagsmenge der AuSnu ung einer lantenfarm auf mehrere Jahre im “Wege stän e, habe mich durch. Versu e dann aber über- zeugt, daß dies keineswe s der Fall il, vielmehr lediglich die Macht der Gewohnheit ßdie Schuld an der irrationelchn Farm- auSnußung und damit an den bäufigen Dorfverlegungen tragt. Da eine solcbe Gewvbnbeit mit einem Schla e nicbt auSzurotten ist so beschränke ick? mich zur eit darauf, die 5.) euansiedelungen Weni fiens an die be tebenden erkebrsstraßen zur Besprechung und ReFsung dieser ache eine 11- gemeine Versammlung der , befs ein, in der an?? Ueber- riffe der" Unterhäuptlinge- und sonstige im Jn/cere 8 einer riedlicben Handelöentwickelung zu behandelnde Fragen erörtert wurden. Das Entgegenkommen der Leute [ieß Wenig zu wünschen übrig, doch ist zu bedauern,„ das; den meist sehr verständigen und loyalen großen Chefs fast feder Einfluß auf __die Unterbäuptlinge und die nötige Autorität ihren Leuten gegenüber fehlt. Nach der Uebernahme dexr Station durch einen Wei en wird es dessen Hauptaufgabe sein, die Autorität der großen C- efs zu stärken, um dauernd dem Handel günstiae und für die Verwalt ng ersprießliche Zustände zu schaffen. Während des Aufenthalt in Yukaduma schickte ich aus Ver- pfleaunqs- und UnterkunftSrückéicbten die vielen neuen Vertuaarbeiter, die Mehrzahl der Soldatenwei er und einixüe zur Entlassung kommende alte Soldaten unter übrung des ebenfa s aUSJedientey FeldWLbels Buari voraus. Mi dem Rest der nun aufgelösten Betina- expedition Wurde Vom 21. Dezember 1902 bis zum 2. Januar 1903 der von seiten der Gesellschaft Südkamerun fast gan auSaeschlagene Weg nach Molundu zurückgelegt, wobei auch die dur Verle ung der Jesamten Bangandudörfer notwendig gewordene Neu- aufnaßmc der J inerarstrecke Kalo_Molundu erledigt wurde.
Qefterreich-Ungarn.
Nach einer Meldung des unaarischen „Telegr.-Korrefp.- Bureaus“ aus Bud apest hielt die Ko ssuthpartci gestern eine Konferenz ab. Polonyi berichtete über seine Besprechung mit dem Grafen TiSza, in der über die Mittel zur friedlichen Entwirrung der Lage verhandelt worden sei. Der Minister- präfident solle erklärt Haben, er sei bereit, die von der Un- nbhängigkeitSpartei geforderte Wahlreform in Erwägung zu ziehen und ferner die Auflösung des auseq im Exlexzustandc nur im äußersten Fall durchzuführen, trebe _]cdock) cine Aende- run?1 der Hausordnung an. * Die Partei wird Über ihre Ste ungnahme zum neuen Kabinett erst Heute Beschluß fassen.
Italien.
Der König ist heute morgen von San Rossore in Rom eingetroffen. _
Der „Kölnischen Volkszeitung“ zufolge empfing dsr Papst gestern den Professor Ke r, Direktor des preußischen historischen Instituts, in Privatau ienz zur Entgcgennabme von Archiv- berichten aus den päpstlichen Urkunden Venedigs.
Spanien.
Die Republikaner in Madrid haben, dem „W. T. B.“ ufolge, Beschlüsse gejgzßt, die dahin geben, ihre Kandidaten Tür die Gemeinde swahlen zurückzuziehen und in 1 er Kammer die O) , xuktiom zu ergreifen. -
“ Türkei.
Dem Wiener „Telegr-Korresp.:Bureau“ wird aus Kon: | a ntin op el berichtet, infolge der Ermordung des Gouverneurs von Mir Jusuf Pascha und der dort herrschenden Unruhen seien vorläufiq zwei Bataillone von Hedschas und die Rcdifbrigabe aus Adana, die schon vorfÜanahren einen in Ysir ausgsbrochenen Aufstgnd- bekämpft hab?, zur Ver- stärkung der Garnison nach 91111: angschick-t worden. An der Spiße des Aufstands stehe der Khalifenprätendcnt Scheik Hamid Eddin.
Vorgestern ist ein Irqdc, betreffend die Demobilisie- rung aller Redifbataillonc _zxveiter Klasse (früher Flame), erlassen worden. Im Wila1et11csküb sind bisher 14 Bataillone demobilisiert worden.
Wie der „Frankfurter Zeitung“ aus Konstantinopel gc- meldyt wird, wurden in den leßten Tagen in den meisten Moscheen aufrührerische Plakate gegen die Absicht der Mächte, in Mazedonien eme europäische Kontrolle einzuführen, angeschlagen.
Bulgarien.
Nach_ dem erzdgültigen Ergebnis der Wahlen zur Sobranje Hat dre R9gierungSpartei 146, die Oppo- sition 43 Mandate erlangt.
Amerika.
Wie die „Morning Post“ aus Washington meldet, sei der Gesandte der Vereini ten Staaten in Boqotéi Beaupré abberufen worden, als ZeiZen des Mißfallens “der Vereinigten Staaten an dem Vorgehen Columbiens in der Kanal- apgelcgenheif. Die Tatsache, daß die diplomatischen Bc- ziehungen abgebrochen worden seien, war in Washington gestern dem Publikum nicht bekannt, da das Staatsdcpartement , am Sonnabend bekannt gemacht hatte, daß Beaupré auf Urlaub gehe.
_ Der „Agence ?_avas“ wird aus Buenos Aires be- richtet, dort _emgetro enen Meldun_ en aus Montevideo zu- folqe habe: sich an der Grenze zwis en Truppen Uruguays ur) Brasiliens ein unerheblicher Zwischenfall ereinet. Eine aufstänpische Bewegung Habe nicht stattgefunden. I)as Lan_d sei WHL . Nach einer Meldung der „Times“ ist der Zw1schenfa11 urck) die Verl)a_ftung eines brasilianichen Be- amten, die auf Anordnung eines uruguayischen Ri ters vor- genommen wurde, veranlaßt worden.
Asien.
Dem „Reuterschen Bureau“ wird aus Peking gemeldet, gestxrn set 1m_Sommerpalast eine Konferenz wischen der Kaiserin-Witwe und einer Anzahl hoher Zinesischer Staatsbeamten abgehaltm worden, die die Lage in Mukdex! zunx Gegenstand ehabt habe. Yuantsckßkai, der aus_ Tixntsin herbeigerchn worden, ei am Sonntag in Peking em etroffen und ha e sich sofort nach dem Sommer- palast helge en. Es Heiße, daß die Russen den Tataren- enera der Propiyz Mulden in seinem Yamen in ukden efangcn hielten.
Dassel e Bureau berichtet aus Yokohama vom estri en
zu verse en. ch erief „
zurück ula en. _ _ _
us okio meldet ine ,Dailt) Matl“, am vergangenen Sonntag habe auf dem_ Kai in _Chemulpo em ernst- licher Zusammenstoß zwrschen russischen Matrosen vom Kanonenboot „Bohr“ und japanischen Bewohyern der Stadt und japanischen Matrosen vom ]apanischen Kreuzer „Cbiyoda“ stattgefunden. Sechs Japaner und eine Anzahl Russen seien leicht verleßt worden.
Afrika.
Dem „Daily Telegraph“ wird aus Aden gemeldet: der italienische Kreuzer „L_om_bardia“ sei gestern nach Obbia in See gegangen, die italienischen Kriegsschiffe „Coatit“ und „Galilei“ würden heute folgen.
die FestunsFr zu schleifen und nur eine kleine Wachmannschaft
!
Nr. 49 des . entralblatts für das Deutsche Reich“, heraußgeqeben im elchSamt des Innern, vom 30. Oktober, hat fol- enden Inhalt: 1) Konsulatwesen: Ermächtigung zur Vornahme von iyisstandöakten; _ Exequaturerteilungen. _ 2) Finanzrvesen: Nach- weisung der Einnahmen des Reichs vom 1. April 1903 bis Ende September 1903. _ 3) Zoll- und Steuerwesen: Veränderungen in- dem Stande oder den Befugnissen der Zoll- und Steuerftellen. _ 4) Polizeiwesen: Ausweisung von Ausländern aus dem Reichsgebiek.
Nr. 48 des „Eisenbabn-VerordnungsblattS', beraus- gegekzen im Ministerium der_ öffentlichen Arbeiten vom 27. Oktober" enthalt den Staatsvertrag zwischen Preußen und Braunschweig Wegen Hersteüung einer yoUspurigen Nebeneijenbahn Von Braunschweig (Nordbahnhof) über Flechtorf nacb allersleben vom 23. Juni 1903,
Nr. 49 Vom 29. Oktober Erla e des Ministers der öffentlichen Arbeiten vom 27. Oktober 1903, betr. Beförderung zum Zugführer, und vom 27. Oktober 1903, betr. KrankenVersicberung.
Nr. 87 des „Zentralblatts der BauVerwaltunq“, beraus- Fegeben im Ministerium der 5 entliehen Arbeiten, Vom 31. Oktober, _ax folgenden Inhalt: Amtli es: Dienstnachricbten. _ Ni tamt- liches: Villenbauten im Cölner Vororte Marienburg. _ Wett ewcxrb zur Erlangun von Vorentwürfen für eine Handelsbocbscbule in Cöln a. Rb. _ D e neucröffnete Seefäbre Warnemünde-Gjedser zwischen Dcntschland und Dänemark. _ Ueber das neue Wasserwerk der Stadt _Jerscy (Nordamerika). _ Vkrmischtes; 210 km Fabrgefchwindigkeit m der Stunde. _ 70. Geburtstag des Baurats Gustav Knoblau . _ Ralbauswettbewerb in Kiel. _ Wettbewerb um Entwürfe für d e archikektoniscbe Ausbildunß der Schleuse des Teltowkanals bei Klein- Machnow. _ Wettbewer um Entwürfe für die Aufteilun yon drei Baublßcken von Neu-Westend. _ Wettbewerb um Entwür7e für ein Rudolf v. Bennigsen-Denkmal in HannoVer. _ Gleise mit versetzten Schwellen. _ Bücherschau.
Statistik und Volköwirtslhaft.
Die Iugendspaekassen im Deutschen Reiche.
Der Deutsche Verein_ für Jugendsparkassen veröffentlicht soeben dyrch seinen unexmüdlub im Sinne der Förderung des Spar- finnes wrrkenden Geschaftsfübrex Pfarrer und Schulinspektor Senckel- Jbenwalde_ den 15. Bericht, die Jahre 1901-1903 umfassend.
ährend die Sparmatkeneinrichtungen der deuts en städtischen Sparkassen fich immer mehr reduzieren, zeigt | die Jugend- svarkaffenbewe In in aufstei endet Linie. Jm gan en zählt man zur Zet n Deutsch and 4520 Jugendsparka en, von denen 2543 a_uf Preußen ent allen. Für das Jahr 1901 hatte_ der Y_erem eine eingehende rbebung veranstaltet, deren Er- gebmsse in einer besonderen Denkschrift (Frankfurt a. O., (J.Harnecker) niedergelegt find. _Jn deni vom Rektor Dr. Zickerow-Kammin i. P. h_earbeitejen statistischen Teile dieser Denkschrift ist das Von 4055 Kaffssen eingksandte Material bearheiiet. Die Gesamteinlagen in diesen Ka en, von 246 191 Sparern ge1ei1tet, betrugen für 1901: 2 525 567 „M; Rück- zahlungen batten im BetraKe Von 1 748 850.44 stattgefundén. Das Ge- samtgutbabkn der Sparer süss fich auf 7 715 963.46 Auf Preußen entfielen 2341 Kassen mit "112 678 Sparern, die 920 913 „M Ein- lagen gemacht, 661203 „ckck Rückzahlungsn entnommen und ein Gut- haben Von 1755 079 „M hatten. Die höchste Sparerzahl weist nach Preußkn das kleine Sachsen-Meiningen mit 30 324 auf (Ein- lagen 267 115 „44, Rückzahlungen 171291 „54, Guthaben 793 776 ..“); dann folgt Braunschweig mit 27 390 Sparern (Einlagen 431964 „Fü, Yückzabxungen 330 798 “M, Guthaben 1503 513 „M), hierauf das Königreich Sachsen mit 24 735 Sßärern ZEW- lagen 250 689 „FC., Rückzahlungen 215 244 „sé, Gut aben 1109320 „ia) u_nd Sachsen - Weimar - Eisenach mit 15 071 Sparern (Einlagen 126 288 „M, Rückzahlungen 62 628 „Fi, Guthaben 375070 34). In den übrigen deutschen Staaten geht die Zahl der Sparer alsdann Von 7442 (Baden) auf 110 (Elsaß-Lotbringen) herab. Daß die Sparlust besonders in der ländlicbkn Jugezid Verbreitet isi, gebt daraus herVor, daß unter den Z4f85dOrten, dre Iugendsparkaffen aufweisen, fich nur 496 Städte e n en.
Wandergewerbe und deren Besteuerung in Hessen.
Dach) Gesetz Vom 22. Dezember 1900 hat im Großherzogtum-
Hessen dre Besteuerun dcs Gewerbebetriebs im Umberzieben eine 11m- gcstaltung dahin erfa ren, daß eine besondere Wandergewerbesteuer mit Wirkung vom 1. Januar 1901 zur Einführung ekommen ist. Die Sikuer erstreckt sich auf: 1) .Hauficrgewerbe, 2) Öctailreisende, 3) Mimikauffübrungen, Schaustellungen usw., 4) Wanderlager. - Im [exzten Heft der „Mitteilungen der GroTberzoglicb hessischen Zentralstelle für die Landesstatistik' wird eine Ue erficht über die Er- gebnisse der Besteuerung der GeWerbe im Umberzicben in den Jahren. 1901 und 1902 gegeben,_ in der zwischen der eigentlichen Wander- gewxrbesteuer (Nr. 1 bis 3 der vorstehend genannten Gewerbe- abtetlunzen) iznd der Wanderlagersteuer unterschieden ist. Die Zahl- der eigentlichen Wandergerverbebktriebe betrug danach im Großherzogtum Heffen im Jahre1901 7110, im Jahre 1902 7018; der Betrag der Ste uer war 1901 93032 „;ck, 1902 85443 «74 Die Za bl dcr Wanderlagerbetriebe betrug 1901 133, 1902 178; der Betrag, der Steuer war 1901 4416 «M, 1902 3911 „54 Von den Unter- nehmern der leßteren batten ihren Wobnsiß im Großherzogtum Hessen 1901 31, 1902 54, außerhalb Hk ens 1901 102, 1902 124.
Im ganzen betrug die Zab ver Wandergewerbebetriebe im Jahre 1901 7243, 1902 7196, die Steuer im Jahre 1901 97 448 „ji, 1902 89 354 .,“.
Zur Arbeiterbewegung.
Arbeitgeber und Arbeiter der Berliner
olzindustrie,. Mikalieder der Tischlerinnuna
_ _ der freien Verein gung der Holz- indutrtellen und des Deut! en olzarbeiterverbandes haben, der „Boss. Ztg.“ zu olge, gemeinschaftli über die BildunßU einer Kom- misfion zur S lichtung der Streiti?keiten zwischen rbeitern und" Arbeitgebern beraten. Zur Grund age weiterer Verhandlungen wurde die Bildung einer Kommission von je fieben Arbeit- ebern und Arbeitern, die zur Schli tun von größeren Lohn- treitigkeiten vor Ausbruch eines ustandes von beiden, Teilen anFerufen werden muß, beschlossen. Zur rüfun der Streit- fragen so der Kommission mindestens eine ocbe eit gewährt werden. Während dieser" Zeit dar die Arbeit nicht eingestellt werden. Die von der Kommission getro enen Abmachungen soÜen von den
gungöarbeit nicht me r üblich, vielmehr schießt mit acht der junge
Ta e, 1_1ach ein_em amtlichen Bericht aus Wizu se en ie RucsLsen im Begriff, sich von Yongampho zuruckzuziehen,
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Organisationen unter allen Umständen anerkannt und durchgeführt
, „,Die Hygiene an
. äter soll nach Ma gabe von praktischen Erfahrungen eine F?rinrxerunSgpder Befugnisse die er Kommission stattfinden.
In Pakis fanden, wie „W. T. B.“ meldet, gestern- zwei _von dem Exekutivkymitee des Arbeitersyndikats d_es Seine- departements veranstaltete Vetxammlunézen statt, um g__egen die Stellungsvermittelungs_ ureaus owie gegen das jungste Eindringen der Polizei in die Arbeitsbörse (ygl. Nr. 258 17.231. unter
MannigfaltigeS“) Einspruch zu erbxben. Die Versgmmlungen waren “ehr zahlreich besucht" an den Zugangen zu den Salen waren stren e
aßnabmen ur ufrechthaltun der Ordnung getroffen. s ist kein erni'tlicher Zwischenfa vorgekommen. _ _ Auch pie Bäckergesellen hielten estern vormittag in der Arbeitsbörw eme zahlreich besuchte Versamm ung ab, um die Beseitigng der Ste_Üen- vermittelun sbureaus zu fordern. Ein großes Polizetaufgebot uber- wachte die ?Arbeitsbörse. Die Versamnzlung sandte zwei DeleZierte zum Ministerpräßdenten CombeS, um ihn zu ersxtchen, sicb personlicb von diesen außergewöhnlichen Maßnahmen zu_ uberzeugen. Combes lehnte den Empfang der Delegierten ab. Die Versammlung ging
ruhig und ohne Zwischenfakl auseinander.
Kunst und Wissenschaft.
' Direktion des Instituts für Meereskunde beakxfichtrgt, wie €2121813811 Wintern 1900/1901 und_1902/1903, so auch in dein kommenden Winterhalbjahr, in der Ze1t_vom 11. Nowember 1903 bis 8. März 1904, neben den mit der Unnxcrsitat verburzdenen wissen- schaftlichen Vorlesungen und Uehungsn Linen Zyklus offentltcber Vorträge zu v:ransta1ten. Wrederum haben naml)aft_e_und bewox- ra ende Vertreter der Wisenscbauft fich zur Beteiligung _berett er lärt. Es ist der Zweck dieser ortrage, Stun und Verstandnis fur dgs Meer und das gesamte Seewesen in Gegenwart und_VergangLnbett, insbesondere für die VolkSwirtschaftltche und staatltche Bkdeutimg von Schiffahrt, Seeverkehr und Sexmacbt, i_n wsrteren___Krets_en anzuregen und zu verbreiten. L_Ote Vortrage find offentlnh und für ein aUgemeines Publikum, Herren_ und _Damen, bestimmt. Sie finden in dem Großen Hörsaal tm Gebaude des Instituts und Museums für Meeresxunde, _Georaenstnraße34/36 in den Abendstunden statt. Ein großer Ter! der Vortrizge wrrd duxcß Lichtbilder oder Demonstrationen. erlauterx Werden. Fur den Zutritt zu den Einzelyyrträgen und Vortragsrejßen sind Einlaßkaxtexi e_r- forder1ich, die in dsn Geschäftsräumen des Instituts wocheniagltck) m den Stunden Von 12 bis 2 Uhr und an den Vortragsaben02n„selbst von 6 Uhr ab gegen Entrichtung einys Entge_lts Von 25 „38 fur den einzelnen Vortrag, von 50 „Z für emen auf__mebrere Abende Ver- teilten Vortrag entnommen werden konnen. Dauerxarten für sämtliche im Winter 1903/1904 sigtifindsnden offent- licbsn Vorträge find ebendort zum Preme von _ 5 „44 er- bä1tlich. Es werden 11. (1. folgende Hsrren Vortrage ha_[1€1__1: Graf Wilhelm Von Arco-Berlin: „Ueber dxahtlose TeTZJrapx-te ; Professor Dr. Karl Brandt-Kiel: „Exgcbmffe neuer biologischr Untersuchungen im Interesse der interpatwnalen Meeresforschung_; Dr. Ludwig Vrübl-Berlin: .Die Produkte _dcs Meeres m der Wirtschaft des Menschen“; GChélkUkat Fr; Bubendey-Haui- burg: „Die technische Entwicklung dx? Hafens vori Hamhurg ; Professor Dr. Rudolf Credner-GretsSrvald: .Die Entstehung der Ostsee“; Professor Dr. E. beenbanm-Helgolaxidz "„Die arc-ßcn Seefiscbereien im Nordailanttfchzén Ozean“; AdtxitralttatSrat Professor Dr. O. Köbner- Berlin: ,Die deutsche ubersceische Rechts- pflzge in ihrer wirtschaftlichen Bedeutuwg'; Gcbéimrat W. Korte;- Berlin: .Kweck und Einrichtung der Leuchxfcuxr uz1d Nebels1qule_ ' Geheimrat N. Koser- Berlin: „Der Große Kurfurst und FUNN- der Große in ihrer Stellung zum Seehanxcl und zur Marine;
rofeffor Dr P. Kuckuck - Helgol and: ,D1€_ Flora des Meeres_um
Yelgoland', mit Lichxbildern und Demonstrationen; Kontre9dm1ral
Freiherr Von Malyabn- Gotha: .Das Meer als _Oyeratronsfxld
und als KampfplaJ; Marinestabßarzt Dr. E. Marttnt- Berlin: * ord Von Kriegsschiffen“ u. a. m.
!*.-A. In Casvkrs Kunstsalon ist die ethWinterqustellung eröffnet, die eins Anzahl von ausgesucht Vortreffliche!) Arccxten aus älterer und neuerer Zeit enthält. Die _Aussteßyygsraume 1151) _um einen Saal enveitert, der mit seinen _tieien, krasttgen Farben emen uten Hintergrund für die Gemälde bxldet. Unter den atxsgesixüten “ünstlern find vorzugswsise Ausländer vertreten, Franzosen, Englandkr und Amkrikansr. unter ihnen meist sehr bekgnnte Namen. Das Haupt- stück der Aussteüung ist wohl das Portras dk's Mx. Kemblx: an Thomas Lawrence. Der geistreicbs Ausdruck dcs Kopfks, die freie Taktung, die bedeutend oHne Pose ist, die 1iefe,_warm€ und leuchtende Färbung geben dem Bild.“: einstarkes und _zwtngendes Lebcn. Troß der feinkn und sorgfältigkn AUÖsÜerUJ empsizngx das Auch Vor 91le den Voklen, großen Gesamteindruck, ail dte kostltchen Dktatls ?rangen sicb erstbeilangerym Betrachten auf. EinkwatL, außerordeniltchfen12 Arbeit find die „Reiter vor einer Mühle“ 1901: dem amc_r1fant]chen Sportmalcr John Louis Bro'w 11. “Öl,“ smd die zzrten Töne des Bildes, das feine Silbergrau des Himmels und dsr Mubxe,
. des sandigcn Bodens, von dkm sich die Reitergestalten in ihren buntkn
Trachten so fein und luftig abhebexn, bksonderH anziebexxd. Auck) der .Angler' von Forain mit der 1ellsam_anstxtg*éndcn, sa1bloskn_ und doch schimmernden Wafferfläcbe ist technisch interessant. Von _sran- zösisckyt'n Künstlern sehen wir Tk). Roujseau mit Liner weichen, tieffarbigen Felslandscbaft, Diaz mii emxaaxkletxien Waldbgldexn und Bastien-Lepage mit. einer flüchtigen Qkudtk, dj_c aber Völlig [enz seines Naturempfinden verrät. Auch eine kleine Arbeit Von Boldtnt ist außgestellt, ein ausgeführtes Bildchen, m_ der gcznzen AFZ an spanisch Malerei erinnernd. Unter den_deut]chen Kuystlern 111 zu- nächst A. Kampf beworzubeben,_der 'em paar Studien, Voll vo_n seinem kraftvollen RealiSmus, geschickt hat, ferner Ltebermaxxn unt einer älteren und ein aar neuen Arbeiien jmd der _Dresdner K'xmßlcr Hartig mit einer eschneiten, winkligen (;Iaffs tm Abendzwxeltcht, die viel Naturwabrbeif und Strmmuyg enthalt. _
Neben den Gemälden interesjieren noch eme_ Anzahl lyon Radierungen, Handzeichnungen und Aq.:arellen. Da ist _Daumter mit zWei geistreichen, prächtigen Federsktzzen vertxetcn, karikiert, abex ausdrucksvoll, John Hilbert mit. de_m schonén Aquarell_ „Dre Schlacht“ und Manuel Robbe mrt etner Handzxicbmzng, Yx€_den- selben Zauber der tiefen, gebrochenen Farkezi hat Wie seine iojtltckyen farbigen Radierun en. Hier finde auch ferne leßte Radierung „,Das Automobil“ Erwä nung, die nur in Braun und _ck)warz gehaltsn _1st, wunderbar weich im Ton und Strich, sodaß der Kunstler selbst diejem modernen Fahrzeug eine Fülle malerisckoen Zaubers abgervmnt.
Zum Schluß sei noch eines der_Hquptwerke der Ausstellung 8- nannt, die Nieyfchestatue Von Max Klein. Nack) all den _bruta"en
orträts, zu denen der un lückliche, umnachtete Krgnke seine Zuge _eiben mußte, berührt dies erk, in_ dem es dem Kunstler gelungen rst, das arbeitende geistige Leben wiederzqgebxn und viel von der Gewalt seines Leidens und Grübelns, wirklich wohltuend. _ Auck; dieser Nießsche ist s on ein Kranker, ker _von den rastlos trxtbenden Gedanken verzehrt w rd, aber es in noch nicht der Irre, de_r dre _er- schaft über sich und einen Geist verlor. Klein hat mit dtejer [ ur ein ungemein geistrei es Werk geschaffen. Es packt durcb dre a r- heit und die Verzweiflung die in Kopf unk; Haltun l_ebt, und _ck ibt, wie es ja die Aufgaée des Kunstwerks ist, den btlosoyben i_n keinem WGsen ungleich wahrer wieder, als alle die Photographien, die von ihm existieren. _
Die österreichische Akademie der Wissenschaften nnrd, *wie „W. T. B.“ meldet, die Ho äte Gomperz und Iagitscb zur Teilnahme an der Beiseßungs eier für den verstorbenen _Profxßor
beodor Mommsen entsenden. _ In Paris i_vidmen die um en Blätter dem deutschen Gelehrten lange Nachrufe, m denen sie seine UUYerordentliche wissenschaftlicbe Bedeutung in warmen Worten hervor- be en, jedoch nicht unterlaffen, an 1eine wiederholte Stellungnahme gegen Frankreich zu erinnern. - Die Nachricht vom Ableben Theodor
/
s t i an Italien außerordentliche Teilnahme hervor- YTYYeYabZTicben Heilzcidstelegramme sind bereits abgesandt worden,
alle Blätter widmen dem Verewigten warme Nachrufe.
Bauwesen.
Ein Wettbewerb um Entwürfe für Errichtung von zwei Arbeiterkolonienin Eschweilerpumpe wird von dem
*BergwerkSVerein daselbst aUSJesÖrieben. Es find außgese t-ein Preis
von 4000 „Fi. und ein Preis von 2000 „M, ferner drei reise zu je 1000 „44 und drei zu je 500 „44 Die Wettbchxrbßunterlagezi werden gegen kostenfreie Einsendung von 5 «M, die be: Emliefertxng eines Ent- wursßsf [zurückerstattet werden, vom Bergwerksverein in Eschweiler vera () gt.
Land- und Forstwirtschaft.
Saatenstand, ErnteerFxbnisse und Getreidebandel in ußland.
Der Kaiserliche Generalkonsul in_ Odess a berichtet un_term 26. Oktober d. J.: Ueber das Ergebms der Getreinernte [tegen zahlenmäßige Angaben bisher nicht vor. Mczis _bat i_mgesahr 80 0/0 des Vorjährigen Ertrags geliefert. “Das Korn ist ziemlich Zur auSgefallen und dank der herrschenden Durre so trocken, daß es (hon jeßt ver- schifft Werden kann. Die Weinle se ist fast beendet. _Da_die_ anhaltende Trockenhkit im Sommer die quchtentwickelung beemtxacbttgt hat, so ist der Ertrag quantitativ gertng. _In Besjaxabien ist nux etwa _der dritte Teil einer Durch§chnittSernte, m der erm_„1wc_b weniger erzielt worden. Dagegen verspricht die Güte des dteNahrigen Erzeagmffes angezéichnet zu Werden.
Auch während des Monats Oktober “5. I. war das Wetter trocken und windig und Verbinderte „so die Wmterbestellung der; Felder. Weizen wurde fast nirgends gesat. Roggen bat mcm zwar vieleroxten in den trockenen Boden gebracbx, 91) dre Sczat aber aufgehen wird, hängt Von den WitterungSVerhaltntffen der ncxchsten Wochen ab.
Die Stimmung des Odeffaer Getretdem_arktes_ wax im Oktober 1). J. anfangs ruhig, weil _die Konsumlandexr dre bieigen hohen Preise. beanstandeten. Erst spater zeigxe Jeb einige Nach xage nacb Weizen und in le ter Zeit fanden namentlich die besseren Qualttat_en dieser Frucht guten A saß. In Roggen dagegen _bliel) das Geschgft schleppend, weil die hohen Forderungen, nZelche dre Eigner im Hm- blick auf die schlechten Aussichten Her__nachsten Ernte steÜen, Vom Auslande nur in seltenen Fäklen befriedigt wurden. In Gerste wurden größere Mengen abgesetzt. Die Abnabme__der Zujuhren_in dßn le te_n Wochen, Veranlaßte ein Anziehen der Preqe. Die Preise" fnr kms b?bauvteten sicb gut. Die Zufubxen _waren _btsher bes_chr_ankt. qus und Rübsen blieben schwer verkauflrch. Die gegenwarttgkn Prets- notierungen sind: _
Ofima 1. Qualitat . . . Y_Y_ Kop. ]
11. „ Ulka 1. . 90_93 11. . 87_90 1“- ' ?Z“?? 9 en 1. . _ R gg 11. . 68_70
11l.. . LZ-HZ erte 1. . _ E s 11. . . . . 56 fer . . . . . . . . . 60-65 ais . . . . . . . . . 62_64 , Raps und Rübsen . . 1,22_1,32 Rubel Leinsamen . . . . . . . 1,31 „ - Zur Verschiffung gelangten im Laufe des Mongts Oktochr d. J. ungefähr 655000 (12 Weizen, 245 000 (17. Gerste und 18 164 000 (12 Roggen und Mais. _ _ _ _ _ Die Zufubren Waren wabxend dieser Zeit, _namenilxcb m Weizen, ziemlich reichlich, und da die Ausfuhr erheblich nacbkreß, so Haben fich am Plaße bedeutendeVorräte angesammelt. Am 14. d. M. t'ls bekru en 16 in: neuen ?inan . g. .f . „_ '“8'9'0 (Z 3466 008 (12 " ' Ma.... ... & 5 2 MMM!) ZLI . . . . . . . 1 678 950 Girka . . . . . . . 24 570 Sondomirka . 40 950 Artzaiztxa . ___. _ . . 4) 568 Mr teene.ren. "... Rog en „© . . . . . . 3202 290 Ge te . . . . . . . . . . . . . . 233378 afer . . . . . . . . . . . . . . 57 330 ais . . . . . . . . . . . . , . 646 ZZZ Raps und Rübscn . . . . . . . . . . Leinsamen . . . . . . . . . . .“ 6879 _. Das Geschäft in Oelkuchen war nach wie 1251: flau. Die Preise betrugen für: __ Leinfucben . . . . . . . 14 Kop. Rapskuchen . . . . . . . 52 , das Pad Kokoskucben . . . . . . . 68 „ (16,38 kg) Ravisonkucbcn . . . . . . _ . fror an Bord. Navisonbauernkuchcn . . . . 42 , _ Die Frachtraten mußten infolge der verminderten AuSsuhr nachgeben. Zur Zeit Werden bezahlt nach: _
das Pud (16,38 kg) frei an Bord. .
London, Hull, Amsterdam und Rotterdam _ . . . . . . . 9.§_10]i). Tonne.
Hamburg . ". . _ ___ Mittelmeerhafen 8 zr. Der Kaiserliche Vizekonsul in J e k a t e r in o s la_w _herichtet unte_rm
22. Oktober d. I.: Nach zweimonatiger Txockenbett nt Vor ungefahr zwei Wochen endlich Regen eingetreten. Jnsylgc dessen bqben fich die Wintersaaten recht gut erholt sodaß manqibren _Stand 1eyt a[s__be- friedigend bezeichnen kann. Die Anhauflxiche durfte um ungefahr 10 % größer sein als im verflossenen Hkrbst. * „
Herbstbeftelsung in Rumänien.
Dcr Kaiserliche Konsul in Buxarest bertchtcx untertxt _23. Ok- tober 1). I.: In den leßten Tagkn i1t aUcntbalbeq tn quamen aus- giebiger Regen niedergegangcn,_auf den qlsbald wieder heiteres WS_ÜLT folgte. Infolgedcsxen konnte die durch dte_ vorangeggngene lange Dnrre beeinträchtigte Her stackerung aüerorten mti aÜen Kraften aufgenommen
werden.
Gesundheitswesen, Tierkrankheiten uud Abfperruugs- maßregelu.
Zum Stande der Wurmkrankbeif.
Ueber den Stand der Wurmkxankbeit in_i O_bcrbcrg: amtsbezirk Dortmund ist im Anychluß _an die m Nx. 82, 112, 135, 170 und 197 dicses Blattes enthaltenen Veroffent- lichungen folgendes mitzuteilen: „ _ _
Die in der Bergpolizeiverordnung des Komgltxhen Ober- bergamts zu Dortmund vom 13. Juli 1). J., betreßexid Maß- regeln gegen die Wurmkrankbeit, vorgeschriebene wtuhyrybxn- untersu ung von 20Pr entdex uniertrd1schenBelcgschastistim wesentli en beendet, ihr rgebms liegt _ mit Anonahme des- jenigen fur einige weniquechen _ nunmebxvor. Die Umrechnung der hierbei nr 20 Proz. der unierirdis xn Bel schaft ge- wonnenen Za len auf die eamte,_nn_11. ugrtal . J. oor- bandene unterirdische Beleg aft ibt m Verbindung mtt_dem bereits vorliegenden evmße er _ ersten, auf zahlreichen Zechen statt ehabten Dur mu er_ung ihrer gesamten unter- irdischen Be egschaft nunmehr emen wenn ach nicht absolut,
so doch jedenfalls annähernd richtigen Ueberbli über die Ver:
breitung der Wurmkrankheit und die Falk! der Wurmkranken im Oberbergamtsbe irk Dortmund. 0 gende Tabelle ver- anschaulicht die Sa lage: _
ahl der Wurmkranken (e nschl. Wurmbebafteten)
in 9/9 der unterirdischen Vekegschaft
Durch- schnittliche unterirdis e Belegscha t
(11. Quartal)
Name des Bergreviers absolut
Lamm . . . . . . 812 30 ortmund 1 . 12 398 195 Dortmund 11 . 13 976 435 Dortmund 111. . . 13 874 3 882 Ost-Recklinghausen . 11 223 1 126 West-Recklinghausen . 11 780 275 Witten . . . . . . 9 240 372 Hattingen . . . . . 8 207 512
üd-Bochum . . . . 9 411 874 Nord-Bochum . . . . 10 711 2 359
erne . . . . . . . 12 785 2 373
elsenkircbcn 10 603 516 Watte'nscbeid 12 987 1 301 Ost-Effen . 10 917 157 West-Effen . . . . . 11 098 256 Süd-Effen . . . . . 8 378 1 197 Werden . . . . . . 1 316 210 Oberhausen . 19 014 1 091
Summe des ganzen Bezirks . . 188 730 17 161 9,09
Die hiernach bei den jeweiligen ersten Stixhprobxmzytcr- suchun en oder Durchmusterungen der ganzen untßrtrdm en Belegs aft ermittelte ahl der Wyrmkrankxn Hat msz en infol e der getroffenen aßregeln eme Vermmderung7 erfa ren.“ Bereits auf 100 Schachtanlagen (von inkgesamt 24- Schacht- anlalen) hat die Durchmitsterung der gesamten unter- irdisZen Belegschaft und die Krankenhausbehandlung der hierbei vorgefundenen Wur_mkranken stattgefunden. In welchem Maße durch dies Verfghren _ eme_ Vir- minderung der Krankheitsfälle herbetge uk)r_t nnrd, laßt _s1ck) für diejenigen 37 Schachtan1agen na weisen, welche_ ene Durchmusterung bereits zwe1_mal oder auch schon 0 ter vorgenommen haben. Auf diesen 37Schachtanlagen ix_)aren bei der erstmaligen Durchmusterupg mSgesamt 7763, bet der jeweilig leßten Durchmusterung mSgesamt 4049 Wurmkranke ermittelt worden, sodaß allein auf diesen 37 Schachtanla en die Zahl der ermittelten Kranken um 3714 abgenommßtx at.
Zahlreiche weitere Untersuchungen von _Fam1lten- angehörigen wurmkranker Ber leute Haben em dur weg negatives Ergebnis gehabt. Jnsbe ondere md auf Veranla sung des Relierungspräsidenten zu Arnsberg 386 Frauen und 964 Kin er wurmkranker Bergleute untersucht wyrden, ohne daß auch nur in einem Falle _die Wurmkrankhe1t_hätteUfcst- gestellt werden können. Bisher ist d_anach nur _d_er eine, Trichet: mitgeteilte Fall der ErkrankunY emes ?amxltenan ehortgen fsstgestellt worden, doch werdxn _1e Utzter uchungen_ oxtgesxßt.
Wie sckwn früher mitgeteilt ist, zei t_ fich verhaltmswaßtg häufi die ErscheinunJ, daß Personen, ie als wurmkrank un KranFenhause einer A treibuncLskur untcrzygen _und sodann als geheilt entlassen wurden, na _ kurzer _Zett Wiederum wurm: behaftet befunden wurden. Nach den btsher_vorlie_gende_n, aber noch nicht abgeschlossenen Berechnungen durfte ich die Zahl dieser, einer wiederholten Abtreibungskur zu unterwerfenden Personen auf ungefähr 10_15 pCt. dex behandelten Wurm- kranksn belaufkn. Fälle, in denen auch Wiederholte Abtretburzgs- kuren ohne Erfolzq blieben, smd ebenfalls vorgekommen; ihre Zahl ist auf ungsfähr 2 pCt. der behandelten Wurmkranken
u ' äßen. " _
z 1Té)§,_§ibsich)t[ich) des in der Prene mehrfach erortcrten Aexzte: Honorar?- für die bei Anlegung eines BcrgmcinnH auf emxr anderen Zeche vor eschriebcnen sog. WurmfreiheittY-atteste_1st nach längeren VcrYandlungcn eme Regelung dahin xrzteJt mordcn, daß seitens der Aerzte fortan nur noch_2 e/jé fur die Ausstellung eines jeden Aticstcs von den Arbeitern gefordert werden, Falls den Aerzten seitens der Zechenverwaltun en ge- wisse Er eichterungen bei der Vornahme der Untersu ungen (Mitwirkung der Zechenheil chtlfen, _Benußixng dcr Zcch_cn- mikroskopc usw.) gewährt wer en. Diese Erleichterungen smd zugestanden worde'n.
Auf inSqesamt 5 Schachtanlag€n, auf welchen" vom Königlichen Oberbergamte zu _Dortmurid e_ntrmZder fur die: anze Grube oder für einzelne ihrer Teile dre Einstellung Her onst allgemein vorgeschriebenen Berieselung _nachgelaßen worden ist, um zu prüfen, we1chcn Einfluß die du_rch_die_se Einstellung hervorgerufene Vermmdxrun _ der Feucht:?kctt m den Gryben haben würde, hat sich isbex ern_ be ond_ercr Erfol dieser Maßrege1 nicht gezerg]. _Dies durfte seinen Grun Hauptsächlich darm haben, daß einige dex betreffende_n Schachtanlagen schon von Natur so feucht _smd, daß dre Einstellung der Bsrieselung den Feuchtrgkerthehalt der Grubenbaue nicht oder nicht wesent_ltch beeinflußt. _Ob_und inwieweit auf einzelnen, durch naturliche Trocxenheu ihrer Grubenbaue auSgezeichneten Schachtanlagen gunstigere Er- gebnisse erzielt werden, bleibt abzuwarten. _
Außer der früher erwähnten, a_uf Zeche Erni hergestellten, sebr zweckmäßigen Abortsanage uber Tage sind“ au_f v_er- schiedenen anderen Zeche_n ahnlich bequxm und_geraum1g cm- gerichtcte Anlagen ferttggeste11t und m Yetrteh genommen worden. Auch werden derartige Anlagen fur weitere Schacht- anla en beabi tigt. _ _ _
an OberLcYesien sind außer den früher mrtgeterlien 3 Fgllen noch weitere 7 vereinzelte Fälle von Wurmkxankhcxt fest e1t_ellt worden. Von den Erkrankten waren 3 Jtal_rener, und _ smd vorher in Westfalen beschäftigt gewesetz. Die zur_ Verhutung einer Weiterverbreitung der Krankheit erforderlichen Maß- nahmen sind überau getroffen worden.
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Die Verbreitung der Mau_l- und Klauenseuche im Deutschen Reiche im Jahre 1901. T s W M de 1". abresbericbt über die Verbreitung der ieren Tina &ck&: Zeichc, kearbeitst im Kaiserlichen GesundbeitSamt, Verlag von Julius Springer m Berlckin.) M ul Der bereits im Jahre 1900 eingetretene Rü gang der a - und Klauenseuche hat auch im Berichtöjabrx nochangebalten. Be- txoffen "TY 1(3 BMBWK? » 20(tm OZYU), 58 F:: erunsz'e gegen , ew_ gegen . Zaeindegn 2c. (gegen 2094) und 2194 “Lokk Hassen 6992); mithin waren gegen das Vorjahr weniger vers t undesstaateu, 1 ierungkbesitke, 271 Kreise :c., 1368 Gemeinden :e. und 798 Ge öfte. Die Zahl, der ErkrankungG uud Todes- fälle is? mcht bekannt. Die Gesamtzahl der erkrankten der gefährdeten Tiere in den neu betroffenen 1557 Gehöfte! betrug
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