1903 / 286 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 05 Dec 1903 18:00:01 GMT) scan diff

Yicsimtüßez. OentsÖ-es Reiß

Preußen. Berlin, 5. Dezember.

Seine Majestät der Kaiser unh König Härten

:ieme vormittag, wie „W. T. B.“ meldet, 1m Neuen Palais

11 Vorträ e des Staatssekretärs dcs Reichswarineamts und des Chefs es Marinekabmetts.

In der am 4. Dezember unter dem Vorfiß des Staatß ministers, Staatssekretärs des Innern Dr. Grafen von Kosadowsky-Wehner aZFehaltenen Plenarsißung des

undeSrats wurden der ntrag des Königre1chs Sachsen, betreffend Zollverwaltungskosten, ferner der Entwurf 511111 Besoldungs- und PensionSctat dcr Reichsbankbeamten *m1t UUSnahme der Mitglieder des Reichsbankdirektoriums für 1904, der Entwurf eines Gcseßes wegen Uebernahme einer Garantie des Reichs in bezug auf eine Eisenbahn von Daresfatlam nach Mrogoro sowie der Entwurf cinex Verordnung Über die Gerichtsbarkeit der deutschen Konsuln 111 Aegypten den-zu: ständigen Ausschüssen Übermiesen. Die Vorlage, betreffend einen zweiteanc1chtrag zu der Zusammenstellnnq der auf Grund der §§ 7 und -.Y' 1168 (Heseßcs Über die [TuFaniirsorge für Gefangene vom 30. Juni 1900 getroffenen Einrichtungen, wurde zur Kenntnis acnommxn. Außerdem wurde Über mehrere Eingaben Beschluß gefaßt.

LautMeldung ch „W. T B.“ ist SM. S. „Hertba“ Jestern in Nagasaki eingetroffen und geht am 7. d. M. 13011 ort nach Tsingtau in See.

Der Korvettenkapitän Voit hat am 29. November in Schanghai das Kommando von S. M. S. „*Thetis“ von dem Fregattenkapitän Dick Übernommen.

Der Dampfer „König Albert“ mit den Ablösungen für die Schiffe der ostasiatischen Station ist (1111 3. Dezember in Kobc(Japax1) eingetroffen und bat gestern die Reise nach Yokohama fortgescßt.

Baden.

In der gestrigen Sißung der 3111811611 Kammer legte der Finanzminister.,Dr. Buckyenbergerden StaatshaushaltSetat für 904/05 vor und führte dabei nach einer Meldung des „W. T. B.“ u. a. aus: „Der Höhepunkt unserer finanziellen Entwickelyng w1cd durch die Budgetpériode 1898/99 gegeben, die m11 einem Ueberscbuß don 5,1 Millionen abschloß. In den Wsiteren Perioden sÖWankten die Ueberscbüsse. Zum ersten Male seit Einführung der Einkommensteuer bat die Beanlagung derselben jeyt eine Verminderung «egen das Vorjahr ergeben. Hierzu kommt die Ungunst der Reichsbausbaltslage. Der StaatsWranfchlag schließt in den ordentlichen Etataxtsgabcn mit jährlich 86 637 843 9-4, in den Ein- nahmen mit jährl1ch 86166 384 „161, also mit einem Fehlbetrag von 471459 „ja ab. Die AnforderunFn des (111 erordentl'tcben Etats be- tragen netto 9924 951 „46 Was ie Staats ahnen betrifft, so haben die in den le ten „fünf Jahren stark gestiegenen Betriebs- ausgaben ein star es Sinken der Renten unseres Staatsbabnbefißes veranlaßt. Der Voransckolag der Eisenbabnbetriebsverwaltung für 1904/05 steÜt fich in den Einnahmen auf 75 241300 „44 jährlich, 11 den Ausgaben auf 61752 800 6161 jährlich. Das außerordentliche Budget beansprucht für die beid€11 Jahre 41446 700 .,“ Hierzu kommen an ayfrecht zu 6150116115611 Krediten rund 46 Millionen Mark, sodaß sicb em Eiscnbabnbaubudgct 11011 878 Millionen Mark ergibt.“ Der „Finanzminister schloß:, ,Die Finanzlcitung gibt Krb der bestimmten Hoffnung 11111, das; die nötig ge- wordene„Inanspruchnahme der Bevölkerung mit 61111111 Mehr 5011 Steuerle1stungcn nnr Vorübergehend zu erfolgen braucht, und daß mit dex 'zu erwartenden Exstarkung des wirtschaftli en Lebens die regel- maßtgen Staatseinnalnnkn 61116 Ver111ebrung erfa ren, Welche in zwei Jahren dre Herstellung des (Gleichgswichts 1111 Staatshaushalt obne ErgxeilsYY der jest Vorgeschlagénen außerordentlicben Maßnahmen erm g 1 '

Oefferreith-ngarn.

Nack) eiuer Meldung ch „Frmndenblatts“ 11116111'1mm1 an Stelle des in den Ruhestand tretenden GencralsFrc'iberrn von Appel der kommandierenbc General 111 Krakau Freiherr von Albori di? Leitung 061“ Zivil: und Militär: angelegenheiten in Bosnien 11111) der Herzegowina. ??Zum Nachfolgsr dcs Ft'ciherrn 11011 2115011 als 110195- ommandantsn ist der bisherige Komnmndant der 12.311fa11teric: tru pendivision in Krakau, Feldmarschalleutnant Horseßkr) Ed er von 1501111501 6111011111 morden.

Dem österraichischen AbgsordnetenbaUse untc1breitetc gestern, wie „W. T. V.“ 5611112161, dcr Landegoerteidigungs- minister die Rekrutknborlags 11111904, nach der für das ge- meinsame Heer, 516 5111696610116? 11118 die Lankwcbr die bishertge Anzahl Rekruten bc'ansprucht wird. Nach der wörtlichen Verlesung der Eingänge verhandelte 565 Hans 6561 die Notstandsanträge. Die Vorlage der Regiernna, 111111) Wk1chkk der 91011101199118611 111111 15 auf 20 Millionen Kron?" erhöht wird, wurde 11.111) längerer Debatte in allen Lesungen 01197110111111111.

Der Staatseisenbahnrat 11111111) sick) chn 5611 dring- 11chcn Antrag auf Ervöbnng dcr Frachttanc 61 den Östcr: reichischcn Staatsbahnen 0116.

In einer gestern in Budapest abgehaltenen Konferenz von Mitgliedern 561 11111111 rischen Unabhängigkeits: partei wurde mit 46 (1111611 28 Stimmen 6111 Antrag „Koloman Thalys angenommen, dEr die Einstellung der Ob: struktion bedeutet. - Diejenigen Mit likder der Un: abbängiqkeitSpartei, welche sich der Obstru tion angoschlossen hatten, im ganzen 30, fast die Hälfte, hielten gestern eine be: sondere Konferenz ab und beschlossen, die Obstruktion fort- zusehen, bis der Beschluß des ungarischen Abgeordnetenhauscs, [ich zwei Sitzungen abzuhalten, als hausvrdmmgsmidrig au r Kraft gefast irt.

Frankreiax.

In der 81111 en Sitzung der Deputiertenkammer erklärte, wie .W- T. H.“ Kerichtet, bei der Beratung des Etats der Finanz-

verwaltun der Finanzminister N o u vie 1, darauf Verzichten zu wollen,“

einen- Tei der von der Bank von Frankreich für dxnCrédit agricole ausge ebenen Beträge in dhe von ungefähr 16 M1üwnen'Francs in den tat einzustellen. In olgekessen Werde es unmöglich, dte Aus abe von 27 Millwnen Francs für dre Eisenbahn inSgarantien, die 111 ts- destoweniger dank den höheren Ertra en der teuern aus den ordent- lichen Einnahmen des Staatshausba ts gedeckt würden, auf den Ejat

auf- der Gißung nahm die Kammer lumen an, woraux fie sicb bis- um der Sipunkß teil 6 der» FW ent mle ein ntrag, betre ,

. an dem Bagdadbabnunternebmen,

, ' ckck das Fakßmile der Dxpeßche, ““*"“Mium in der Angelegenhett es „411111 den Seepräfekten von Toulqn » und, über die der Nationaltst 1 interpelliert hat. Dix Depqsche ist vom 28. ert, an dem der Martyemimster Pelletanx im - max. Sie lautet: _„Das Dtsziplinar- verfahren Wien Kermovant rst qufgehoben und ungültig. __ „9111th- freilaffen.“ _Dte Behauptung NOUMUS, WYWZMariüUn-inisjer die Vermchxung der Prozeß- akten angeordnÉLbW sei demnach völlig,unrtcht1g.

Der National»; Wry, der die Emseßung der parla- mentarifckjen KMMMissioxn ur Untersuchung der Hum- bert-Angelk. 211117911 in er Deputiertenkammer peranlaßt hat, legte in [582 effri en Sißung der Kommisston seine bie1e Angylegenhseib t enden Papiere vor, die er als seHr' wichttg bezeichnet „133116. Die Enttäuschung der Kom- m1sston war, wie, „W.. . B.“ berichtet, sehr groß, da die Papiere fast aus? 11 lich aus Zeitu11gsaussch11itten be- sxarzbcn. Während“ der Sitzung kam Es wiederholt zwischen sungen Mitglted'ern derKommission und Berry zu katigcn Auftritten, da leßjerer durch Andeutungen und Anspielungen cmzelne republikanische Politiker zu kompromittieren suchte, ohne Namen zu nennen. In die Enge getrieben, konnte ernur emen Namen. und zwar den des Deputierten Flourens angeben, was Heiterkett hervorrief, da Flourens gerade der nationalisti- sche11 Partei angehört.

_ Aus Belfort meldet das genannte 2311161111, daß der der Sptonage beschuldigte Jffenecker gestern zu einem Jabxc (Gefängnis und 1000 rancs Geldstrafe verurteilt worden ist. Dcr Aufenthalt in vanfkeickz wurde ihm auf 10 Jahre 1111t6rsagt. _Die VSt andlung fand unter Ausschluß der Osßentltchkett statt. Das Gericht nahm als durch die Be: weiSaufnalnne erwiesen an, daß Jffenecker einen Plan des Fort? Roppe aufgenommen Habe; die Auslieferung 1166513111118 1111 eme fremde Macht wurde als nicht bewiesen angesehen.

Rußland.

Der Kaiser und die Kaiserin sind, einer Meldung des „W. T. B.“,zufolge, gestern von Skicrniemice nach St. Peters- burg abgereqt, wo gestern auch die Kaiserin-Mutter aus Kopenhagen wieder emtraf.

Italien.

Der Senat erörterte" gestern die Von der Regierung abgegebenen p_rogrammanschen Exklärun . Gegenüber dem Senator Pelloux fuhrte der M1n1ste1ptasident, ,iolitti, einer Meldung des „W T. B.“ zgfolge, aus, 1318 Vertagung der Reise des Kaisers von Rußland sei mehr auf dte Ablehnung der im März 1). I. Von Rußland bean- traxzten _Auslieferun des- russischen StaatSangebörigen G1") zuruckzufuhren. 2111 die Beme1kung Felloux', der Aufschu der Retse des Katsers von Rußland ba : auch die in Paris gelegxntchh desBesuch des Köme Viktor Emanuel Veranstalteten Festltchketten'beemftu t, erwideWG litti, diese Feste seien so glänzend und so _berz11ch gewe en, d H; „(.*Jxakiener und kein Franzose fie grbßarttger batten wüns en.?» (Lebhafte Zustimmun .) Die Dtskuifion, über die Nez, , aserklärung, zu der nur Pe oux das Wort ergrtffen Hatte, wurdedarauf obne Abstimmung geschloffen.

Spanien.

_ Der bisherige Ministerpräsidcnt Villaverde Hat, wie „W.. T. B.“ aus Madrid berichtet, darauf verzickxtkt, das 3105111611 zu rcorganisieren. Auf seinen Rat betraute dkr Komg den Deputierten Maura mit dor Neubildung des Kabincxts, der den Auftrag angenommen hat.

D16Deputierte11kammcr bat sick) bis zur Beendigung der 911116 vertagt.

Rouaneté "kw

Türkei.

„Der Wieper „Politischen Korrespondem“ zufolge bestätigt 86 (tek), daß dte Ernennung des österreichisch-1111qarischen und des russischen Zivilagentcn ffir die Kontrolle der D11rchfzihrung der Rekomnen in den mazedonischen thaxets in 11Uernächter Zeit, vielleicht schon in einigen Tagen vollzogen wird. Zu 1118111 Siß ist zunächst Monastir aUSLrsehen.

Bulgarien.

Bei der Beratung des Adreßentwurfs e1'klärte aestern 111 der Sobranje der Mini1tsrp1äs1dent etrosf, wie „W. T. B.“ aus Sofia berichtet: Bulgarien sei bestre t und 1116168 immcr bestrebt skin, mit dcn Nachbarlä11dcr11 11111; speziea mit 161116111Wefr€ier Rußland in Frieden zu leben. Bulgarien wolle nicht die Jnitiatim unter den Balkanstaaten Ergreifen, sondern Werde dem natürlichm Lauf der Begebenheiten 11110 den Wünschen des europäischen Konzerts fblgen. Es Werde 1111) zu keiner den Landesintereffcn zuwiderlaufendcn Politik Verstehen. Bulgarien habe nie Eroberungsvoütik getrieben. Petroff erklärte fich Weiter mit der Aeu'crung Dancws €inbetstanben, die 111azedonische Frage müsse mit Hufe dkr Mächte 11611111 werden; die Regierung wcrde aber alles tun, um bsi dll Lösung 516 eigenen Interessen zu wabrm. Danews Aeußerung über 0111 Zusantmkugcben mit Serbién 0er 161 1111bcr€chti 1, 05111051 die gsgenscitigen Be- ziehungen 561 beiden Länder die beßen seien. Bulgarien 111011: 11111 die wirtschaftlichs 11115 1116161161113 Bessemng der Lage dEr 111azcdbt1ischcn Brüder herbeiführen. Bei den gleichen Bestrebungen Serbiens ergkbc 7111) sin 3111111111111'11111-6611 11011 selbst. Tir: Beziehungcn zu Rumänien (81611 so herzlich wie seit langem nicbt.

Amerika.

Der L).)éarincsckretär der Vereinigten Staaten 0011 Amerika 911005!) hat, nach einer Meldtmg des „W. T. B.“ aus Washington, dcm „(1011111613 eine Vorlage untcrbreitct, 111 der die 231151111 611116 Admira1stabes beantragt wird; ferner wcrdcn in g51-1“ 5801111 e eine RUHE 11011 Befestigungen vorgesehen, 11. 11. auf der In cl Guam, auf den Philippinen und auf den Midm01):J11seln. Auch sollen alle „1117106: schiffe mit Apparaten für drahtlose Telegraine aUSJcrüstct werden.

Parlamentarische Nachrichten.

, Der Bericht Über die gestrige Sißung des Reichstags befmdet fich in der Ersten Beilage.

Das Mit lied des Herrenhauses (Hraxexon Arnim- Mellenau is? am 3. d, M. 111 Berlin gcftor .

0 den'

Statistik mtv Volkswirtschaft.

C: :* lie un en, Geburten und Sterbe älle des b W ß 1902 im Deutschen Reiche! IW"

Die neuesten Zusammenstellungen des Kaiserlichen Statistis Amts über die natürliche, in der Zahl der Geburten und Sterbefall: zum Ausdruck gelangende Bewegung der Reichsbevölkerung ergeben

für das da egen im Durch. auf 1000 der Jahr im abre schnitt von Bevölkeru111849 1902 1901 1893/1902 1902 1901 190?

Eheschließungen. 457 208 468 329 443 582 7,92 8,24 8,20 c- 689an- YFU 2089513 2097 838 2006 827 36,19 36,89 37,11 1 e- fälle geburten1187201 1240 014 1226580 20,56 21,8122,68 Es beträgt mithin der Geburten- überschuß. . . 902 312 Unter den Ge- borenen. waren Probzent unebeltcb Ge- ' der (Ge oreuen borene. . . . 177 088 179 683 180 545 8,48 8,57 9,00 Totgkborcne . 64 679 65 525 64 431 3,10 3,12 3,21. *Das Wesentlicbste an diesen Nacbweisen ist der hohe Geburten. überjchuß von 902312 odcr 15,6 auf Tausend dkr Bevölkerung, um den steh 11118 58901116 Volk im Jahre 1902 Vermehrte. Einesolche Höhe 111 bisher ((eit 1841) weder der absoluten noch der relativen Zahl nach 131111111611 worden. Die Zunahme, die der Geburtenüber- schuß gegenübkr 132111 Jahre1901 und dem Durchschnitt “068 [eßten Jabr- zebnts aufweist, 111 ber Vérmindertkn Stexrblichkeit zn danken; die Ge. burtenziffkr blieb auf dsr ansehnlichen Höhe bon rund 2 Millionen ziemlich unberändert.

857 824 780247 15,63 15,09 14,43

Die Sterblichkeit Dcr Säuglinge und di? „Häufigkeit der außerehelichen (HeBurren 111 5611 Großstädten Europas.

Nach 611161: Zusa111me11stellm1g 111 Nr. 9 Mr Vom Statistischen Amt der Stadt Amsterdam Herausgegebenen statistischen Mitteilungen schnmnkte, wie dis „Veröffentlichungen dcs Kaissrlicben GesundheitsamtS' dßeser xntnebmen, während des Jahres 19021115611211ropäisch6n(Großstädten d'te aus je 1000'88581161165016116 dcs Vorjahres errechnete Ziffsr der Säng- ltngssterbkichkett zwischen 100 111 Christiania, bkjw, 101 in Stockholm und 369 in Moskau, bezw. 341 111 St. Petersbmg. Die (Großstädte des Deut'ycben Reichs nehmen insofern eine Mittelsteüuna ein, als 51er dre SäuglingssterbliäZkeit meist zwifchen 140 und 235 1165 be- xvxate und nur 6111111111 dicje 11061? Grenze überschritt; die höchsten thfern Wurden innerhalb des Deutschem Reichs für (Kbemniß (275), Munchen (235), Mannheim (226). Nürnberg (220), Breslau 220), Straßburg (212), Cöln (212) 11111) Magdebntg (200), die niedrigsten fur Charwttenbura (140), (Msn (140), Frankfurt 0. U11. (144) er- rechnet; mittlere Ziffcrn 6611011711 11, 11. auf Berlin (177), Königs- berg (169), DxeSdcn ( 161), Hannover (159).

Von außerdeutsckyen Großstädten faÜen durch eine hohe Säuglingssterblichkeit noch a11f: Lemberg (301), Rouen (248), Gent(235), Odeffa (223), Triest (211), während durch eine sehr g e rin ge Sterblichkeit s1ch nochLüttick) (106), Paris (108), (Genf (113), Bordeaux (113), Nantes (118), Lyon (120) Und außerhalb Fraykreichs Amsterdam (123), der Ha_ag (123), Brüssel (129) 11115 910111 (131) auszeicbnkten. Unter dem 30111161 blieben ferner 11. 11. London (140), Prag (147), Kopenhagen (148), Budapest (151), Neapxl (152), wogegen Wien (186), Madrid (194), Brünn (195), Bukarest (195) eine wesentlich höhere Ziffer als Berlm aufwiesen. . ,

Da die Säuglingssterblickpkeit Unter den außereheliä) ge- borqnen Kinderp Überall höher als unter den cbelick) geborenen ist, ltegt es nahe, dre Verhältniszahl der a:;bßerebelich lebendgeborenen Kinder mit der «Höhe der Säuglin ssjerbli keit zu vergleichen“ indes ergibt. fich “dabei keineSkvegs eine an nur annähernd ähnliche Reiben- folge der Stadte. Die au_f je 100 Lebendgeborene errechnete Ziffer der außerehelicb geborenen Kinder sÖWankte für die europäischen Groß- städte - „nach der cinßangs bezeichneten Quelle - zwischen 2,7 n Palermo 1011111: 111 Utrscbt und 34,2 in Prag; Hamburg und Berlin Erreichten mit 12,2 und 13,0 noch nicht dcn Durchschnitt, Die höchsten Ziffern wiesen nächst Prag auf: Wien (31,7), Stock- bolm (31,2), Budapest (27,5), Bordeaur (26,3), Paris (26,0), Kopen- bagen (25,2), 27k_ü11cb2n (24,4), St. Petersburg (23,6), Lyon (21,6), Nancy (20,7), Ykadrid (20,3), Dres 9611 (20,1), Bukarest (20,0) Rouen (20,0), die niedrigsten nächst Palermo und Utrkcbt: Essen (2,8), der 1)an (4,2), Rotterdam (4,3), Amsterdam (4,4), Elberfeld (5,1), (515106119111 (6,4), Edinburg (7,6), Aberdeen (7,8), Ykailand(7,8), 0w1e inneröalb des Deutschen Reicbsnoch: Düsseldorf (8,6), Ykanu- beim (8,8), Cbgrloxtenburg (9,1). _

Die_für dl? Höhe der Säuglingsnerblicbkeit skbr belangreicbe Verbälthzabl der totgcborenen Kinder eignet fich zu wenig für internationale Vergleiche, um hier wiedergegeben zu werden, denn in den einzelnen Staatén 1161th sebr VerschiedeneBestimm11ngen darüber, ob und wie lange nach dsr Geburt erstorbene Kinder noch als tot- geboren angkmsldet 111810611 dürfe_n, (11111) gelten nicht überaU dieselben Grundjäße hinsichtlich der Unterjcbeidung der nicbt anmeldepfsicbtigen Ilex „Lsibessrüchte“ Von den meist anmeldepflichtigen totgeborenen

m ern.

Ausländische Arbeiter in Deutschland.

Die Aufhebung des Zwangs 111 Dkk ländlichen Arbeitsverfaffung, die Gewährung der Trsizü111gke1t 11111) (Gewerbefreibeit. 1:16 unéeabnte Außgcstaltyng und 6rbiUigU11g der Verkehrs- und Trattspormittel, die 1101111115611 Umwälzungen dEr 60er und 70er Jahre des Vorigen Jabrbundsrts 1116 find in geschichtlicher Aufein- anderfolge 110 (äußerlich bktdbrtretkudsten Ursachen des unaus- gcseytcn N11_1vachsens dsr Wanderungen überhaupt. _Wenn man jedoch eine Klajsifizjerung ber Wanderungen vornimmt, 10 hat man des WLÜLWU die Folge111sckct11111111811 ibrcr Ursachen auf sozialem und wirtschaftlichem Gebiet in_Rüäsickst zn ziehen. Die Verschiebung dé! Wirksamkeit bc: Pwdnktronßmftoren zn Gunsten dss Kapitals änderte 516 wirtsYastlichewDruckosrbältnisse, und 1111161: derenZwange trat 1111 bkruflt Lr Umbildungsprozeß 2111. Diessr bc'ranlaßte das Anwachsen dcr Gruppe 11011 Wanderungen, welche aus wirtschaftlichen Gründen 111111111111111111'11 117810611. Zu diesen gebörcn 0111191116 Wan- derungen 1111191vi1tschaftlicher Arbciter; die sogkn. 2111110111111, mit der 1111111 daucrndc Ab1vm1dcr1111g mit gleicbz'eitigem Beru161vechsel, und die Sachsengämgerki, 111111161171111111'n11101111“c Wanderungen 011116 Berufswecbscl bezeichnet, sind bisl (161111111116_Erstheinungeu. Dieselben sind (11111) bereits mehrfach Gegenstand w11s6111chch11111ch3r Untersuchungen gewesen. Unbe- rückfichtigt 111111611 jédml) bis jetzt 5161611111611 Wanderuu cn geblieben, Welche in dsr Absicht einer längeren temporären Abwesenßeit von dem festen Niederlasj1111-3811101111s113 zn wirtschaftlichen Erwerbszwecken von der 0106116110611YZTVÖWUUUJ unternommen Werden, soweit dieselben im Auslande ihren Ursprung, in Deutschland ihr Zis! haben. Nunmehr hat Dr. F. Slußke 0111? diese Art 11011 Wanderungen zum Gegen- stande eingcbcnch Unter ucbungc-n 111311111691“, über deren Ergebnisse -er 111 dem soeben crschicnenm 111111211 Heft des 51. Bandes des Vom Ge- heimen Regierungsrat, ;Professor Dr. B.Tol1€ns 111 Göttingen beraus-

egebenen „Journals 1111 Landwirtschaft“ (Verlag von Paul Parey, Berlin) 0116111111111!) berichtet.

Je nach der wirtschaftlichen Struktur haben sich die Urvandc- rungen ausländischer Arbeiter in den einzelnen Gebieten mit ebr ver- schiedener Stärke entwickelt. Im Osten des Reiches findet etwa seit 1873 eine alljährlickze Zuwanderung russischer und galiziscber Polen statt; der Westen ist m aUaemcinen bis j1'1zt davon unberükrt ge- blieben“), und der Süden erhält etwa jekt derselben Zeit steigen-

“) “9311: 1101111696: Zuwanderer im rbeinisch-westfäliscben Industrie- gebiet sind so überwiegend deutscher StaatSangcbörigkeit, daß die wenigen darunter vorkommenden Ausländer nicht in Betracht gezogen

_ aus Italien. Diese Vers iedenartigkeit ist bedin 2 1:17:15 Z511191201151ebenen Effekteber inneren _ nderungen in denen 11 bei näheren Untersuchungen eberzxxalls drei Gebietsteile 11cm11ch deutlich von einander 051165611: 1) der ordostcn mit den preu schen Pro- hinten O|.- und WesAiéreußen, Pommern, Posen, S [esten und Brandenburg, 2) der ordwesten mit Schleswig-Holsteln und den Provinzen westlich der Elbe und nördlich des Mauro, 3) der Süd- westen mit““ den Gebieten südlich des Mains.

Der an Städten und Jndustriepla en' arme Nordosten gibt unausgefetzt einen großen Teil seiner_ 61161an an den Nord- westen ab, wo mfolgedeffen auslandischer Ar iterzuzug noch nicht notmndig ist, während im Oßen die entstehenden Lücken mit Ausländern ausaefüllt werden mussen. Im Südwesten findet keine nennenswerte Ab- oder Zuwanderung Einheimischer statt; die dortige Bevölkerung bermag jedoch ebensowenig wie die des westlichen Gebiets den Janzen Arbeiterbedakf zu decken. Die aufblühende Industrie des Westens und Südens zog alle Verfügbaren Arbeitskräfte durch höhere Lohnbewilligungen an sich. Es entstand entsprechend dem wachsenden Ab ug in die Industrie bei allen Arbeitsvekricbtungen, die an Kraft und * usdauer große, an Intelligenz und Gsscbicklicbkeit dagegen geringe Anforderungen Wxausse en, Mangel an ein. beimiscben Arbeitsrtz. Insbewndere 1111 »Für-711 hat sich bei diesen allmählich eine völltge Abneigung 5erauSgeblldet,_ _ficb an Erdarbeiten, bei Eisenbahn-_und (Tbauffkebauten 2c. zu betetltgkn. S0 ist zum Beispiel der aus Wunsch Seiner KönigliYn Hoheit des Großherzogs 11611 Baden unternommenc Versuch, zum an der strategischen Bahn bei Basel nur inländische Arbeiter zu Verwenden, völlig mißlungcn, da ((ck nov erhöhter Lobnbietungen niemand me'ldete. Auch Von'dem Baugerverbe. der Steinbruch-, Berg- und Hüttenindustrie und der Be- schäftigung in Textüfabriken' wenden fich_ die dortigen Arbeiter mehr 11115 mehr ab. Im Osten rst die(§1]11mckelu11g noch nicht so Weit vvrgeschritten, hat aber entschikben 51677158 Tendenz.

Was nun die Zahl der alljährlich nach Dsutfcbland komnnxnden Arbeiter anbexrifft, 10 lassen sich mangels 611191! Statistik darüber nur (6111 lückenhafte Nachweise erbxingen. Für die_in das östlicöe Gébiet alljährlich einWandernden 0U6100017chkn Polen (tehen die für die Jahre 1891 und 1892 Veröffentlicbtcn Ermitxelungen der Obervräfidenten und für die leßten Jahre einige Nachweixe der Landmirtschastskammern zur Verfügung. Danach betrug dsr Wandergewinn durch Zuwande- rung von Ausländern Köpfe

in den Provinzen 1891 Ostpreußen . 3 871

Pommern -

Ysen . . 7 899 7511. “11361 15912 22 925 - 5 estvreußen . 5634 7 899 - ---- - _ Schlefien . 10 329 5014 - 15 500 20 400 -.

Jn Italie'n wird über die periodische Auswanderung eine offizielle Statistik geführt; allein Von der 31151061: tatsächlich nach Deutsch- land abwandernden Italiener kommt darin nacb Schäßung der italienischen Konsulate nur etrva Zézum Ausdruck, die übrigen ? kommen 11116 ohne Pässe, teils über Joie Schweiz, Frankreich oder Oestsrrekcb hierHer; die offizielle Statistik gibt darum zu 1111-dr1ge Zahlen an, weil fie auf den Paßregistern bafiert. Nack) dertelben kamen 1897 21080 Personen 111115 Deutschland. _Das „Sekretariat für ita[ienisches Auswanderungswesen“ 111 Frsiburq 1chä131 die Zahl auf 80 060 und gibt für die territoriale Verteilung folgendes 1111: Baden erhielt 25000, Elsaß. Lothringen und Rheinland 20 000, Bayern 15 000, Würücmberg 7000, Sachsen 6500, Preußen 6000.

Unter den zuwandernden Ausländern find alle Asters- MYM zwischen 14 und 50 Jabrkn vertreten. Die männlichen ste en der Mehrzahl nach im Alter bon 20-45, die weiblichen im Alter bon 14-30 Jahren. Verheiratete Frauen kommen nur selten nach Deutschland, und dann auch weniger, um selbst “2115811 zu nehmen, als um einzelnen Trupps die Speisen zu besorgen. Die Zuwanderung beginnt im März und dauert während der ganzen Beschäftigungszeit bis zum Nowember fort. N11_r wenige Ausländer bleiben auch während des Winters bier“ die meisten ziehen es bor, in der Heimat von den Ersparnissen des Sommers zu leben.

Die Löhne der Ausländer bewegen fich durchweg auf derselben Höhe wie die der Einheimischen Arbsjter, und schwanken nach Art der Vkscöäftigung und Form der Entlöhnung. Neben Akkordlobn ist Zeit- lobn, enßveder Tage- oder qundenlobn, üblich. (Hre'ßft man, um die für ausländische Polen übltchen Löbnx zu zeigen, die Provinz Brandenburg heraus, in der sich diexelben in mittlerer Höhe be- weaen, so erhält man folgendes Bild;

11. Galizisch-Uo[11ischc Wanderaröeiter, die 10wvbl als Monats- wie als Tagelöhner 611198117111 werden könnten, erhielten 111 den Jahren 1901 und 1902 folgknde Löhne:

1)Monatslöbner für den für Männer für Frauen, Mona 1: Und Mädchen 11.11e1ne stoße Burstben Burschen 1901 1902 1901 1902 o“ .“ oki „ck z. 51! zum 1. Juni . . . . 21 20 18 ckck;-

in den Jahren

1892 1898 1899 Z 281 - 6 000 -- - 2100

1900 1901 8500 10400

5. v. 1. Juni biss. 1. September 24 22 21 19 Z...

6. vom 1. September ab . . 21 20 18 17 Z““ RTagelöbner fü; den Tag:

11. bis zum 1. Zum . . . . ,

5. v. 1. Junibis 1. 1.Septcmber 1,10 0,90 0,80 5.9“: 0,80 0,70 :?::

90 0,70 0,707; 1 0,10 0,10 ;“:

0, 1, 6. vom 1. Skptember ab . . 1,- Z,90

für Nebenstunden stündlich . . 0,15 5

An Naturalien, erhalten die Galizier für den Kopf in der Woche 5 1 Magermilcko (täglich ? 1), 25 Pfd. Kartoffeln, 10 Pfd. 5 rot für Männer, 8 Pfd. Brot für Frauen, Mädchen, Vurlchen, 1 Pfd. Mehl 057; 1,119 Pfd. Kaffee, 1 _Prd. Erbsen, 1 Pfd. Gxaupen, 1 Pfd. Reis, F Pkd. Salz, 1Pfd. Fleikch oder 0,50.“ und 1 Pfd. Schmalz. Nicht vsrhrnuchte Naturalien dürfen nicht Verkauft, sondern müffen zurückgeliesert werden. Außerdem erhalten die Galixier freie Wohnung mit nach (Hefcblechtexn getxennten Schlaf- räumen, mit je einer Strobmatratze und Schlasbecke (ür jede Person, ferner Feuerung.

b. Ruffiscb-Volniscbe Wanderarbeiter erhielten sowohl 1901 als auch 1902 an Tagelobn:

außer 1). Ernte während 5. Ernte :“ «M Männer......... 1,60 2,- aroße Burschen . . . . . . . 1,20 1,60 Frauen, Mädchkn, kleine Burschen 1,10 1, . Un Naturalien erhielt jede Perron in der Woche 25 Pfd. Kartoffeln und täglich 1. 1 (1902 8 ]) Ykagermilcko.

Vom Standpunkte dks Arbeitgkbcrs betrachtet, sind fexner den Löhnen binzuzurecbnen die Kosten der Vermitteluyg, che und Verpflegung, welche für galiziscb-polnisckpe Arbeiter bet Uebernahme in

1902 1901 1900 o“ .“ „M Mvolowis . . . . . 2-5 10,- 12,50 BWlsu . . . . . . 9,- 14, --- 15,50 Koblfurt . 11,- 16,-- 18,50 Sorau . . . . 11,75 16,75 19,25 Yankfurt a. O. . 13,50 18,50 21,- etlin , . . . . . 15,- 2 ,- 22,50, , pro Person betru en 1111d_ebenso wie die Rückreisekosten für dte 5113 mr Beendigung i rer Arbeitszeit Verbleibenden 5[.rbeiter dom Arbur- skYer zu tragen sind. Für Vermittelung 11115Re1se der rusffs - pol- JK'ÜFXAWÜU sind je nach der Entfernung 12 bio 17.1111 für 516 erson ia ea.

„' d- Es waren nach dex Zusammenstellung des Gaues „Rub: 11111) exe“. du AUdeutschen Verbandes in der Schrift „Die Polen 1111

b1111ch-wesifälis en Steinkohlenbezirke' 1893 17 919 Leute unt

"[Zttfcber Mutter pracbe davzm aus Rußland 1111: 125 und 1897 von 361 nur 268 dort 511111111116.

Ferner find in [ester Zeit - wenn (aus nicht in großer Zahl -- in dieser rovinx anmtreffen:

0. de deutschen WanderarbeiVe'r aus Süd-Ungarn, welcbe in den Jahren 1901 und 1962“ folgenden Ta elohn erhielten:

ämter und rauen, Mädchen große Küchen und kleine Burschen .“ g. bis zum 1. April . . . . 1,- 0,65 ,b. vom 1.Avril bis 1.November 11-20 0,85 0. vom 1. November ab . . 1,"- 0,65 ci. während, 11. Ernte (6 Woehen) 1,60 1,20. An Naturalun erhiel jede Person in der Woche 12 Pfd. Kar- toffeln, 8 Pfd. Brot, 1? PM Mehl, 1 Pfd. Erbsen, 1 Pfd. Neis, 11 Pfd. reich oder 75 , 1 Pfd. Schmal oder 50 „z, 311 1 agermilch tägli und Salz na Bedarf. Sonstige Gebübrniffe, waren gleich, denen der Galizien Dic Vermittelungs- und Reisekosten betrugen bts 1902 1901 1900 „M „“ .li Breslau . . . 9,- 8," 12,- Koblfurt . . 11,- 10,- 14,- Sorau . . . 11,75 10,75 14,75 Frankfurt a. O. 13,50 12,50 16,50 Berlin. . . . 15,- 14,- 18,-.

21116 drei ausländische Arbeitergruppen arbekten am liebsten

in Akkord (bsi Rüben- und Erntearbeiten nur 111 Akkord) und krbaltcn dafür die für fremdländische Arbeiter orts- üblZcben Akkordlobnsäße. Für die emkfangenen Naturalien mérden wäyrknd dsr Akkordarbeitstagz dm Oes errmcbern 40 „_.! 1110 211513118. 11111 110111 Verdienste in Abrechnung gebracht, 51-11 111111111 Naturalien er- 501161111611 Russen wird nichts dafür abgezogen. , Alle g€nan11tcn Arbeitergruppen find mlsschlikßlich in dsr Landwirtschaft beschäftigt und daher auch stets für die ganze Arbeitsperiode eines Sommers, engagiert. Anders die im Süden beschäftigtsn Jtakicnsr. D1ese [teüxn das am stärksten flak- tuterende Element unter den auslandtscben, Arbeitern dar. Sie erscheinen aus eigener Initiative auf der Arbeitsstätte, beschaffen fick) Wohnung und Unterhalt selbst und geben nur auf Arbeitsverträge ein, die' ihrer BLMglicbkeit entsprechen: Akkordz, Stunden- oder - längstens- Tagelobn. Es verdienen durchfchmttlichfür den Tag: Erd- arbeiter 3,00 bis 4,50 „46, Bergleute 3,40 bis 4,20 „111, Maurer 4,00 bis 5,80 „E, Steinhauer bis 6,50 „M und mehr.

Die in 6111131" Tkxtilfabrik“beschäftigten Mädchen Verdikuen während der Lehrzeit 1,30-1,35 „jk, spater, Wenn 01 geübter find, 183-283 .“ tägli bei Stundenlohn und bis 3,35 „44 bei Akkordwkm.

11 1111611 chensansprüchen find die ausländischen Arbeiter bescheidener als die einbeimis . An Wobmmg, Ernährung und Kleiduna 11711611 fie so g nge Anforderungen, daß 3. B. die Italiener sie mit 70-80 6 täglich bestreiten. Ersparnisse von 200-350 „46 bei den Polen und 400-500 „46 bei den Jtaléenern am Ende der jährlichen Arbeitsperiode sind_ daher_ nichts Seltenes. Nur die Unruhigen, Welche die Arbeitsstatxen 0,11 w7chseln und viel für Bahnfahrten ausgeben, kommen zu 1151615161611 Ergcbnissen. Die Ersparnisse dienen in erster, Linie _ zur Bestreitung des LebenSuntexrhalfcs währenkx der Wmterpause. Die dann noch übrig bleibende Summe wtrd elmaßkg in_ der Heimat zinsbar an- gelkgt und_er[angt bei vielen rbeitern 518 zum 50. Lebensjahre eine solche 131356, daß fie auf fernere Wanderarbeit Verzichten können.

Die Lcistungen der ausländischen Arbeiter und Arbeiteünnen (nt- sprecben, wo es fich um Kraftaufwand nnd Außdaner bandest, boll- kommen denen der einheimischen; bei „111111183171th Arbeiten bleiben sie jedoch hinter denen der einbeiminhen Arbeiter er- heblich zmück, was mit ihrem niedrigen Bildungsniveau zusammm- hängt. Von den Italienern stud mindestens 30 “),/0, von dsn 01811 70% Analphabeten. Bei der Arbeit find die Italienkr tern, ruhig und willig, jedoch leicht und oft aus anz (1e11ngfüqigenAnläffen zum Wlchs€l der Arbeitsstätten geneigt. ie Polen find im allge- meinen träge und bedü en strenger Aufsicht.

Was nun die W des ausländischen Arbeiterzuzugs anbe- trifft, so sieht man übern , daß die einheimiscbrn Arbeiter dadurch vonommen unberührt bleiben. (Fine Herabdrückung des Lohnniveaus tritt nicht Ein (ekne übermäßige Steigerung desselbsn wird aber durch die fremden Arbeiter vermieden). Den Verkehr bescÖränfrn die einheimischen Arbeiter mit den ausländischen auf das Not- wendigstc Und unterlassen denselben während der frkien Stunren Vollständig, ebenfakls Eine Folge des Verschiedenen Bildungsxxrades. Die Arbeitgeber urteilen zwax über die_Brauchbarkeit der Ausländer Verschieden, sind fich aber dann einig, dag sine Ausfüllun der Arbeiter- 1ücken mit einheimischen Arbeitern unmöglich wäre. «ie betrachten den Zuzug daher als unentbehrlich, solange einheimische Arbeiter nicht in genügender Anzahl vorhanden (“in_d.

Der Berichterstatter schließt (eine Abhandlung mit der Be- merkung: ,Nationalpolitifch wird man einen Unterschied ma_chen müssen zwischen den Ausländern polniscbkr und denen 1111116111er Herkunft. Die in dem östlichen Provinzen Arheit smdenren Po1en ver- stärken den ohnehin schon hoben Prozentsaß fremdrpraxbliÖer Bevölke- rung diefer Provinzen. Man wird darum zum mindexten eine Nieder- lassung derselben unter allen Umständen verhindern müffen._ Diejetzt zu diesem Zwecke gefordertesecbswöckpentliche Abxvesenbeit in der Heimat bietet nicht die genügende Gewähr gegxn eine Schadigung des deutschen Volks- tums, zumal diese Bestimmung n1cht selten umgangen wird. Die Jtalienxr dagegen bedeuten unter keinen Umständen eme Gefahr für 11n1er Volkstum. Schon des ihnen bei uns zu rauben Winters halber geben fie alljährlich in ihre Heimat zurück, und die wenigen, welche, um fick; der JFkilitärbienstvßicbt in ker Heimat zu, entziehen oder infolge Ver- 1)eirat1mg mit einer Deutschen, dauernd bier bleiben, werden in kurzer Zeit vom deutschen Volkstum absorbiert.“

Zur Arbeiterbewegung.

Der Ausstand der Arbeiterinnen der Glühlampenwerke der Firma Siemens 11. «Halske in Berlin (031. Nr. 284 0. B1.) ist, wie die „Deutsche arte“ mitteilt, burt!) Verhandlungen des Arbeiterausscbuffes mit dem Leiter der betreffenden Ilb- teilung beigelegt. - Die (Schreiher dxr Reckotöanwälte Berlins bereiten, demselben Blatts zufolge, eme Lobnbewegung bor. Eine aus Mitgliedern sämtlicher BUZUÉOkgansationen bestehende Kommisfion bat Forderungen ausgeathtct, die in der Hauptsache lauten: Einführung eines Korporatiovertrags, Acbtstundentaa. völlige SonntagSruhe, Gehalt für Angestellte 1111111 19Jabren im Minimum 60 „49, bis zu 25 Jahren 75 «44 und dzxriiber hinaus 110 «111 Ma- schinensckzreiberinnen erhalten 25 % Auf1chlag zu obigen Süßen.

Laud- und Forstwirtschaft.“ Saatenstaud nnd Getreidebandel in Rußland.

Der Kaiserliche Generalkonsul in. O_d_ess9 berichtet untxrm 25. v. M.: Nach Liner Trockenheit, dre _11111 vter_ 2111011ate,g,cwabrt hat, haben sich in den [Esten Wochen endltckZ'auögnbigeNteder- s ch1ä c bei warmem Wetter eingestellt. Ste dürsteu im Gouvrrnc- ment Zekaterinoslaw, 111 dem schon früher ctwgs Regen (1611111611 war, noch rechtzeitig genu eingetroffen sem; ob dtex jedoch a11ch.111de11 Gouvernements Be 111111111111 Cberson und Tannen der Fall tft, er- scheint zweifelhaft. In vielen Gegenden, m denen man dix Warter- bestellung der Felder überhaupt unterlassen battx, wurde 131e fxuckxte Witterung schnell benuvt, um en aussusaen. Jedenkaas tft m diesem Jahre eine weit eringm äcbx mzt Wknmkom bestellt worden als sonst, und interweim mrd 111 den Gouvernements Cberfon, Tauricn und Bessarabien wobl nahezu, ganz ausfaaen._

Die in den Kousumländeru an :subts der starken Vorräte m den südrusfisckzen Häfen auch im a N her 8. J. WMW ab- wartende_Haltun§ konnte die 5 JF: ver ck11 an eine Ste erun er Preise nicht e Unn- Die at "116 : 511

d b . dee, 65111 milde Wit 11181: "6581771111171“ bÉbÄOlYst 1118381. eÜgeWns-xdaß "W

immer eine Menge Ware“ auf dem Waffaweße i efübrt wird. Da die Barsen méift nur eine kum Liegefvist ba en,u§o mußten W _ Ladungen zwar unter dem Tagespreise lokgescb en werden' in.; übrigen Aber erzielten alle Getreidearten fast immer vollen Markk- preis. Das Geschäft in Leinsaat war edrückt und verfügbar!: Ware schwer verkäuflrch. Auch Raps und Rüb en konnten nur zu niedrigerem PreisÖFbgeseßt YZden. P is si d e egenwa gen re : n :

O ma 11. Qualität . . . .

Ulla [.

11.

111.

Roggen 1.

11.

111.

96-98 Kop. *

. 87-90

. 90-94

. 86-90

. 82-86

. 70-72

. 67-69

. 60-63

Gerste [. .60-65

11. . . . . 54-55

fer . . . . . . . . . 60-75

ais. . . . . . . . „59-61 ,

Leinsamen . . . . 1,25-1,28 Rubel

Raps und Rübsen . . 1,18-1,30 , 1

Die im November 1). J. stattgebabten Verschiffungen Werden

in Weizen auf 655 000 112, in Roggctz auf 165 000 (12, in Gerste und

Mais auf je ungefähr 328 000 112 517111971131.

Die Vorräte am P1aße betrugen am 14 d. M. neuen Stils:

in Weizen . . . . . . . . . . . . . . 3167458 (15 nämlich Ofima . . . . . . 1558 557 (17.

Ulla . . . . . . . 1474200

Girka . . . . . 29 484 ,

Sandomirka . -

Arnautka . 57 330

47 887 .

das Pub ) (16,38 kg) frei an Bord.

verschiedene Arten .

Rog en . Ge e

Jfax“ 5 ais . . . . Raps und Rübsen Leinsamen . . . . . . . . . . . Für Oelkucben zeigte fich keine Ka flust. Die Preise find: Leinkuchkn . . . . . . . 72 Kop. Napskueben . . . . . . . 50 das Pud Kokoskuchen , . . . . . . 60 . (16,38 kg) Ravisonkuchen . . . . . . 35 , frei an Bord. Ravisonbauernkuchen . . . . 40" , Die S eefrachten konntsn s'tcb nicht wieder erholen und werden zur Zeit, wie folgt, notiert: London, Hull, Antwerpen und Rotterdam 81-811 sY. die „Hamburg . . . . . . . . . . 82-9 ( Tonne Mittelmeerbasen 71-8 Fr. '

Verdiugnugen im Anstand-

Spanien.

12. Dezember 1903, 12 Uhr. Baukommission für das neue (Ge- fängnis („11111651 110 (3011867111301011 116 18. 1111979. 05,1'0131) in Barcelona: Licfkrung des elektrischen Stromes, Legung von Kabeln und Anbringung 111111 Apparaten für die elektrtscbe Bekeucbtun des enannten (Gefängnisses. Sicherbeitsleistung 3000 Pesetas. eres kim „Rkkchsanzkiger“.

345 405 268 558 64 816 63 202 . . . . . 57 330 . . . 22 637

Belgien. 14. Dezember 1903, 10 Uhr, 88116 (L*éyrouvs 1168 8,ng 11- 1611 in Lüttich, 22 Rue Nabette: Lieferung Von: 1) 3-25 000 kg schwarzem Jagdpulver; 2) 1000-1500 1ch,cx schwarzem Jagbpulver, extrafein ; 3) 12-15 000 111; Minenpulver; 4) Patronen und Patronen- 0011811 für Jagd- und Kriegsfeuerwaffen.

Serbien.

Bis 12. Dezember 1903, 12 Uhr. Post- un_d Teleen- abteilung dss Bautenministhums in Belgrad: Lieferung der not- wendigen Schreibmaterialien während _des Jahres 1904 für den 61116117111011'16 für den Bedarf aller POW und Telegrapbenstationen. Iffkrten find in geschlossenen Kuvkrts einzuxeickoen und jedes Angebot mit 6111er 10-Dina1s-Stempelmarke zu Versehen. Sicherheitsleiftung für serbische Staatsangehörige 2000 Dinars, für Ausländer 4000 Dinars, ohne deren (Hrlegung Offertkn nicbt angenommen werden. Muster und Bedingungen im Ockonomate ker genannjen Abteilung.

Theater und Musik.

Berliner Tbeater.

Im Berliner Tbeater ging gestern August Strindberg! Schauspiel in fünf Akten „Gustav Adolf“ in der Ueberse una (811111 Schecritxgs Zn einer 118 gegen Minarnackxt währenden ' 111"- 1111111111 zum 6111311 2711118 in Szene. Große Absichten Haben 1111- zweifel aft den Dickster ge1eitet. 1112 St 68 untßrnabm. Die Gefralt des schwedischen Heldenkönigs “1131.- die Büßne zu gewinnen: 85 mochte 151- 1613811, sein Charakterbild, 1116111772 wie Das 7611176 großen Gegner! WaUenstein, von der Parteien Hax"; 11110 “Gunst verwrrrt, 111 der Ge- schichte schwankt. 111 Miner Janzen Komrliz1mbett Dauusfeüea 11115 die geheimen Trisbfedern seines Handews bloßzulegen. Aber mehr als diese Abficbt vermag man bei 721116111 Werk nicbt anzuerkennen; das ist kein Braun:. 506 (1111 (0111611611111 xuköaur, sondern Sine Folge 1018 ancinandergereibter4311561", Die 111111kür11ch 111Gruppen von mein: und dreien "111 Abfchnim _YÖUJULUT kind. Tie 118 21116 bezeichnet werden. 11110 in Denen, 10:12:11 _1111751 nur langatmige OoliüsÖe- 5511010551115: und 1111131011" *.HeWräÖe ILOÜOJLU werden, Das Anekdoctxcbe borberrékbt. Die Anekdote aber Tft 6111 172117, auf dem man _611'1 nach_ der großen Ernte der Ge- schichte 61111: 211111111616 51111. 10 5111111 sagt Yolta'rre in ?'eknem „Leben Ludwigs KW.“: Das .:111 116111 111 ;r1'1'er “31111: ;111: den Ge- schichtsfchre1ber, .1ber 111111 Der Lichtkrßarf Krb Von Dissen! Grundfas 1111111 1111111116111 6611611166. ']?amrgc'maß wird sr 6111 dem Gebiete der Anekkork, 120111111161 911 11? begiaubiar oder 611211den, nach kleinen intimen Zügen 1611179 xHTML" forschen, 11.115 1111611111018", 216 ibm Öesonders 1711311111)- logiscb 171111 Beiang e1!che111en, Wer 111111“) "vet ibm muß die Vorratskammer, 111 der die 17111151: In Erms 1111161119590 111117. 912 131115111115: bleiben. Von_dieser großen ge1ch1chtlichen 21111111111111g 111 1.2th bei dem Gm'kau Adolf Strindbergs wenig zu bemerken, 11119 geradefür uns Deutscbe, die 11911? im Waüeustem SCHUNK 6111 12211:NeénerbandentworfeueSdicbtcréscbes 11111131er 11118 161161.“ Zeit 5611131311, smd die Mängel der Komposttfmr 11111 11) 0ffe1111cht11cher. SÖwankender 1106: als der Charakter 11119 m drr «1115111916 6111581111, 1111111 216161 1511111110 Adolf; 6: 1st 6111 Spielball: der LIUUS de_s Schicksals, Von Winkl" Umgebung bald v-rgöttetk. W becacht6t, 11111ch1111fig 11115 eigensinnig und 1m ganzen obne 16569 31111» bewugtjein. Dazq 1011111111106; 6111 starksenximentaler Zug der Logarai's 11111111genebm 6611111169611 wird, weil “cr auf billige Effekte binzußskm- 111121111. 138 101116 offenbar gezeigt werden, wie die uriprünchü sum Absichten des Königs durcb Politische Zwart slagxn. 5111170 MWM? der Truppen, durcb E21dnot 11115 aUerlei Zwiécbensälle, mcf dump Kü! Fe1dberr 111 111811156111 Land zu rechnen bat, geradezu 111 111“: W 211116511 werden kounxen, wie er, der zuerft als_deerfeeéck WW wurde. Jule 1 als lästiger (8111915190111; verwümcbx wird; 115“ MW der Vtrzette 11111; des Stoffes in .auter kleine (6th W und yackt nicbt. - Mit der Ausführung, 1119 nitlx Wige! als elf Verwandlungen _1md die M*;Zung Von 0111»: "TW und kleineren Rollenxrwrdert, 111111: sieb WWU“ eine gewaltige Auf angjtellt, die 111 AnbxWW] ' ' , * ganzen glückti (161-511 wurde. Den Guttav* 1“)

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