1853 / 156 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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Erlaß vom 26. Februar 1853 - betreffend die Fürsorge für die im schulpflichtigen Alter stehen- den "bildungsfähigen armen Taubsiummen.

Der im vorigen Jahr versammelt gewesene Provinzial-Landtag der Provinz Sachsen hatte bei Gelegenheit der Verhandlungen über die Taubstummen-Anstalfen der Provinz zur Sprache gebracht, daß ein großer Theil der im schulpflichtigen Alter stchenden und mit Bildungsfähigkeit versehenen armen Taubstummcn in der Provinz nicht in den zu ihrer Ausbildung vorhandcxten Znstrtrtten urrtergc: bracht werde. Den Grund dieser Versäumntß hatt“? dre Provwiztgls Versammlung darin zu finden geglaubt, daß den emzrlricn Grmenr- den die Bestreitung der Spezralkosten oder Prnfionssaye fiir die Aufnahme und Untrrhaltzmg ,der Taubsturnmen m den Anstalten zu schwer falle, und nur m cinchnen Theilen der Provinz die Auf- bringung dieser Kostrn zur Krers-Last erhoben sri, obwohl der A(lcrhö'ckyste Landtags-Absckyicd vom 24. Oktober1828 brreits Vcr- ordnet habe, daß Die zur Unterhaltung der unvermögenden taub- stmnmeu Zöglinge rrforderlichen Mittel Von Den Kreisen, denen sie angehören, aufgebracht werden mögen. Dic Provinzial-Vcrsamm- lung hatte daher Den Antrag gestellt:

der gedachten Disposition des Allerhöchsten Landtags- Abschiedes

vom 24. Oktober 1828 allgemeine Anwendung zu geben, und es haben die Herren Minister der geistlichen, U11tcrrichts- und Medizinal-Angexegenhcitcn und des Innern nach einem mir zugr- gangencn Reskrrxrt vom 18ten d. M. nichts dagegen zu crinnern gefunden, Daß, diesem Anfrage entsprechend, die Dispofition in dem erwähnter: Allerhochsten Landtags-Abschicd auch in denjenigen Kreisen der Provmz zur Amvendung gebracht Wrrde, in Welchen Diese Aller- höchste BcstimmunZ bisher nicht zur Ausführung gekommen ist.

Indem ich die Königliche Regierung hiervon ergebenst in Kenntniß srße, ersuche ich dieselbe, gefälligst das Nöthige zur Aus-

führung dieser Bestimmung zu Verfugen und mir dcmnä'ckyst anzu-

,

zeigen, ,in welchen Kreisen ihres Bezirkes jene Unterhaltungs-Kostcn schon bisher alzs KreiéJ-Last aufgebracht worden sind, und in welchen daher nach Obtgcm diese Art Der Aufbringung Von jetzt an einge- führt ist.

Magdeburg, den 26. Februar 1853.

Der Ober-Präiident der Provinz Sachsen. von Witzleben.

An Die Königlichen Regierungen der Provinz Sachsen.

Nichtamtliches.

Berlin, Den 5. Juli.

. » Am “30. Juni Vormittags begab fick) Sr. Königliche Ho- heit der Prinz von Preußen mit dem Prinzen Albert und Uckn Herzog Von Sachsen-Coburg-(Hotha von London nach kcm Lager zu Chohham, begleitet Vom Capitain Dudley de Ros, den Grafen von Pückler und von Golf.»; und dem Baron von TreSkow. Um haxbrrlf Uhr fuhr Ihre Majestät die Königin Victoria mit Zhrcr Koletchen Hoheit der Prinzessin von Preußen, dcr Prin- zessin Lourse von Preußen, der Herzogin Von Sachscn- Coburg-Gotha und dem Fürsten vvn Hohenlohc-Lan cnburg eben- falls nr das Lager. Die Truppen führten einige anÖ'Nr aus. Nack) funk Uhr trafen die Königin und Prinz Albert mit iron Hohen (Haften wieder im Buckingham-Palast ein. Am 1. Uli tattete der Herzog von Cambridge Ihren Königlichen Hoheiten Dem Prinzen und der Prinzessin von Preußen einen Besuch ab. Abends erschienen Hochdieselben mit den anderm in London anwe- serzdrn. hohrn Gäsrcn auf dcm Hofball, Welchen Ihre Majestät dic Komgm Victoria rm Buckingham-Palaste gab und mit dem Prin- JLUUVVU Preußrn K. H. in einer Quadrilla eröffnete, ihnen gc- Z„LUUber Hie Königin von HannoVer mit dem Prinzen Albert, an der emen Seite Ihre Königliche Hoheit die Prinzessin von Preu- Fieen d'em Herzog von Sachsen-Cobur »-Gotha, an der anderen [) HYLO", dessen Gemahlin, mit dem rbgroßherzog von Mecklen- bing- MYM. Der Ball hatte um zehn Uhr begonnen und dauerte

s halb em Uhr, nrorauf die Gesellschaft zur Tafel ging.

II "MAM 2- Jul) Tlst 9 Uhr trafen mit dem dresdener Zuge LRD M der Kßnig ,und die Königin Von Bayern in AmzZ em _und streZm rm Gasthofe zum großen Blumenberg ab. Alt b, JW NÜchUUUag machte der König eine Besuchöreiserach KöZngdeÉeerte am Abeyd wieder zurück. Heute traf auch die Blumenberg ab.rrechenland hter em und stieg gleichfalls im großen *"- Die Krunkheit Sr ' '

Bon Sa - * msanHohert des Gro er o 6

ck“" WMW hat seit dem 1. Juli eine soßxedeÉkliJe

Grstalt angenommen, daß am Iten Das Schlimmste befiirchtet wer- den mußte. Um Mitternacht Verlangte derselbe das heiligr Abend- mahl, "welches ihm von dem in Belvedere schon anwesenden Ober- Hofprcdiger Dittcnbergcr alsbald gereicht wurde. Nach dem Ge- nuffe der Kommunion wurde Der hohe Patient ruhig und Mfiel in einen längeren „wohlthuenden Schlaf, welcher ihn sehr gestärkt hat Die Aerzte Mops?" UML Hoffnungen. -- Der Bischof von Fulda. zu Deffrn Diozcse das Großherzogtlyum Sachscn-Wcimar grh'ört isi m, Wrimar angekommen, um eine Firmelung yorzunehmcn We,]cbe seit langer als-zwanzrg ZaHren Dort nicht stattqcfundcn hai. '

;- Jn Eixenaä) wird “am 7. D. M. cincxKonfercnz der Nr- vollniachtrgtcn mchrcrcr Deutichcn Rrgierungen stattfinden in Wcläier ercmbarimgcn iibcr Dic Vcrpflcgung hiilfsbcdürftiqer Airs- landcr getroffen wchrn sollen. Die Anrcqnng zn *Drrqlcickirti Berathungcn ist schon vor längerer Zeit chcbén „»»an mid vir- dankt ihren Ursprung der in Gotha grtroffcrien Ucbercinknnft WMLU gegensertigxr Ucbrrnahme Dcr Hrimatloscn. “'

»- Sr. Königliche Hoheit Der Kurfürst von Hessen und drssen (Hcmahlin, dic Fürstin Von Hanau,'sind, nachdem fie sick» am ?. Jrili bei Ihrer Holrit der Prinzessin Karoline, Schwi'stcr/ drs Kurfürsten, auf Schloé Schéinfrld vrrabsibjcdct, am 3, Juli Mor:- grn mit Gefolge traci) Böxmxnlabgcrcist.

_- Untcr den am -, „Uli veröffentlichten [jr ' '“ .“, Biirgrrschafts-Vcrsy mmlUng Hambirrgs, bfrstitnliirctcrimék-JÉ nars-Propositioncn bcsindet fich das Bndqct fiir das Nabr 1858. Darin smd die Einnahmen auf 6,142850 Crt TMZ vcranscHlagt, rvozu noch Die transitirrndcn Einnahmßn (Grmidsicucr und 4 per Mille Feucrkamcnzulage) mit 1812000 Crt. Mrk kom- men. Die AUYJabrti sind Vcranschlagt auf 6,155 280 Crt 'er, Dcrzn DW iransrtrrcndx AusZabc fiir die Fcucrkassexi-StaatZa;1[9jj*)Z mrt 1.847,000 Mrk. Ort, Unter Den AnsirahM sind unter Anders": a'ufgcfuhrt vgs Honorar Dcs Senats (200,000 Mrk,) drr [Winzer.- 11chcn Kollegien imd Kammerci (72,000 Mrk.) und Öonorarc “imd Gehalte der Gcrrch„7te', „im Ganzen mit 482,201) Crt. Mk., diplo- MIUschk KOstM ;“ 1,000 CU- MLÜ, öffcntliche Lyhranstaltrn nnd Brbliothek 84,001.) Crt. Mrk., Militair- Etat 565 600 Crt. Mrk Burgrr-Milrtqir 118,500 Crt. Mrk., Schifffahrt- ,und Hascn-Dcx PUMTZNZ 590,000 CW “MTK, Polizei-Vcrwaltunq und Strafanstal- ten 013,200 Cr't. Mrk._, StaatSschuld 1,66€),795 Crt. Mrk. ch rmbedeuteride Differenz zwischen Einnahme und Ausaabe Mickie sick) Mf 13-000. CZK Mrk. bkläUfk, hofft man durcb eine Hie Vor- anschläge ctivas ubcrtreffrnde Einnahme zu decken., Die nach drm Sch1Usx dsr Abre'ckymmg fur 1802 „zu erwartrndcn Ueberscbijsé frii- herer Jahre werden ÜUf ctwa 600,000 («5 7(_p()[u“n“] Crt Mrk an- gegeben. * * ' '

_ FMM“ Wirk beantragt die Stiftung cincr bambur i“ * ChrkUDMkVUkkzk. Dlésk Medaille soll zur Anerkrnuum? c'rénébn [FWU VJZ'MUW JWMUT UM Dir Stadt, so wie in außcxrorrént- lichrn Fallrn ganz besondcrcr Vcrdicnstr von meurqcr Bürgern WUB? WELPEN In Der Motivirung wird unter Andrrcm auf Das Berxpiel'ßubccks nnd Brcmrns und auf Die oft eingetretene Unru- länglichke1t rrrid Unchämäßigkcit drr bisbcriqrn T-aiikcs-Acußcrém; qen hingewwirn. Dr? Mrdaillr soll auf kcrLcinrn Seite einéT-ar- teilung UZ", Hammyma, ÜUs der arrdrm in einem Kranrc von Eirich;- unJ) Orlblattern cine (Zcetgrirtr Insckxrist und den Normen des Em- ZHÜUJUJZ MWQUM. QW“ 9 *rrtk) wiirde in Gold dcm Werthe von “€) 7915 “Y) BUMM „?UtsPWMn, sic wiirde indcß auch in Silber ('EUÖILPMZ,t WLW?" konnkn. Fremdcn soll drr Srnat allein [WM: burger Burzxcrn, dcr Scuat untcr Zustimmung drr Oberaltrrr kik Ehrcrrdcnkmunzc vrrlcrhmr. Das Kochium 8er Obcraltcn untcr Beitritt der Srebzrng nimmt auch für die Vrrlcihmra dcr Mrkailic an Fremde dre Zustrmmung drr Oberalten in Ansprrrcb.

- Dcr, Groißhxrzoglick) hessisck) e Obersteucrratt) E w ald ist als Bewollmächtigter semrr Regierung bei der ZoUVcrrius-Koufcrrnz zu Brrlin am 8. Juli *.)on Darmstadt nach Berlin abqercist.

“„ Ihre K. „K. Hoheit Frau Erzherzogiri Sophie wird nach" Hochytihrrr Ruckkehr von Deutschland noch 8 bis 10 Taqe in Schonbruny werfen, und sodann nach, den bisheriqrn Brstimmrrrtacn am 16. Juli nach Ischl abreisen. *"

7“ Außer dem Dome in Wien Werden zum Danke für die Muckliche'R-Ittung Sr. Majestät Des Kaifcrs von Oesterreich in dcr onarchte noch aclt Gotteshäuser (Kirchen und Kapellen) in ver- schiedcnen Ortscha t_en_ gebaut, und sind, so vicl bis cht bekannt gewvrdcn, 482 verschiedene größere und kleinere Stiftungen gegrün- Ti und Dotirt worden. Eingrrechnct find dabei die Mcffenstif- ngen.

» Der in der Thronrrde Sr. Majestät des Königs der Niederlande angekündigte Entwurf eines Geseyes zur Rege- lung Der Aufsicht über die verschiedenen Kirchen- Gesellschaften Wurde in der Sißung der ZWeiten Kammer vom 1. Juli vorgelegt. Er enthält hauptsächlich Die folgenden Bestim- mungen:

Art. 1, Den verschiedenen Kirchen-Gesellschaften wird vollkommene Freiheit gelßß'rxr, fick) mit Bezug auf alles, was ihre Religion und die Ausübung derselben im eigenen Innern bctrifft, zn organifiren; fie find

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. . - ' '“ ' ' Kenniniß edo verbunden, den Konig sofort von ihrer O_rgannatton-m' . Yu sYzen und diejenigen Bestimmungen, welch§ ntcht vhrxe Mitwirkung der Staats-chierung in Vollzug gesxtzt werden konnen, Seiner Genehmrgung

. 2. Dem Ksmge ist es vqrbehalien, vorrden Geistlichen, zu unterwerfen. Axt. Antreten ihres Amtes emen Cid oder em Gelobmß ge-

' ' ' em , _ _ ?xiestxtorhcolxxtrl,bkxkv3che für Hie Sicherheit des Rriches oder d „offYZÜW *?)lek)? und Ordnung bcdenxltck) erschein_en, zn forYeiQdaß fie Uri xonige ?TZreue und den Staatsgcreßen Gehorxanr schrvo_ie_n innerhalb cirirs v_o_n Ihm zu bestimmenden Zeitraumes. Art. 3, Auslandcr .ryerden ais, Grixr- iichc nicht zngclaffcn, wrnnUfie nicht zuvcr Vic. Erlaabmx; PLS KUNZ ci; k)altcn haben. Art.4. Dre Titulat'uren, welchc 111 Den yerschicxezien Kirchen; (HörscUsckmftcn Den (HeisiltcHeu bcigrirgt Jvchrn, VEYTON! denieibcri Weder in chrrg anf andere Kirchen-Gßese(lxchastcn, rwck) rn Bczug Mis Diezrveit: 1ichc Autorität irgend welchranrprizch Rang r*(DrrBorrch. In den BBW.- bungrn mit der Weltlichcn Obrigkeit konnen VMC Titel nnr Wc? Netiuungzoer ©cschlechtNNamen dcr Titiilarci1_gngewendci iverdcn. Nix. “.), Dire zur Bc: „xcichimng des lirchlick)r1r©rbietes ]rltMs der Kii“ck)rii-Gcscll1ck)axteri grorgnckytcn Brnrnnungcn von Provinzen odcr Gemcirldcrl wcrden “i'lllssÉYliSs-ZUÉ) ais kirckiliébrr Art brirachirt Und haben keine iyeiiere Bedentmigßovcr «Folge. Art. 6. Kciu Sig, odcr Standort vxn Geistlichen UVEX Vcriaiznnlungcn, welchc KirrlUn-Gescllsthaftcn rcpräscnttrcn, werdcn crrtcyxtet, be_zerchnex„odcr cxcérnd-xrt, Hime daß seitens der StaatSrcgrerUirg im YUTEWÜC dcr onent: sickiM kiirilic die Angemessenheit Tes Ortcus _beytlwrlt UND aricrkarmt iZor- ikrri ist. In Demsclch Interesse behältder Komg "ck vc-r, Ubrr Die Angemenen- erit jener Sixzc odcr Standorte, Welche nach dem. 3. November 1848 (dem Taiirm dcs (Hrmidgcscßcs) ohne Seine GruerrngunZ errichtet, bezeiciirict wirr grändrrt siud, 511 rniiclyridrn iler'k/MW (“13105 Jahr'rs“ nach drr „PW; .iamation dieses, Gesetzes. Art, 7. Die Geritlickxn diirxrirDie m ikyrcr Fiirck)cngescl[schaft fiir kirchliche Crrcnwnicn odrr fsrrden ösriitltck)rti (5321055; Dienst Oorgcsä)ricbcnc leiökleidung mir ixiilcrhalb Dcr Gebärrde und geshlynencn ?)kx'imne, ODU? Dort, ivo Dir Öfferrtlichc Giottcsdirnft nach Art. 167 Dez:“; Crux]?- gesrßes crlanbt ift, tragrn, Art. 8. chde_Crricf)tmrg emrs Debauixcs mr "Dir Nitséibung dcs öffenüikhen (HottWMnireZZ unterliegt irn Intereyie der ÖffLUTUÖLTL Ruhe und Ordnung ciner Untrrmchnng UND die Stelle msder Kommmrr, ivo cs Errichtct werden soll. Der Fiömg LUiithLiDLt D'arubrr Nack) Brrnehmung Dcr Gejiirinde:Bek)örd€n. Wenn die Crlgubrrrß Yes Königs nicht nachgcsucht odcr verwit'gcrt wwrdcn rst, so kann dre Wegran- mung des Gebäudes auf Kosten der Er_h'ancr befohlen iverden. Art, 9. Das Läuten dcr Glocken zur Feier von Kircher: -Ccremqnien, odrr Um die (Finwohncr zum Gottesdienste zusammen zn mixen, Oarfzsm Gemeinden, Wo Kirckicn *.*-on mehr als (Hirter Konstsfion sind, Ulcht stattfinden ohne Crianh- iris; dcs Königlickyen Kommiffars in Drr Provmz. Das Glockengelaute „fur :“Mstige Zivcike findet nicht statt ohne Erlaubnis; Der Orts-Voirzer. Dic frrnrreu Artikel enthalten Strafbcstimniurigcu und Vorschrix'ten iibcr rie Art drr gerichtlichen Verfolgung. Geistliche, rvelrhr die Bestan- mmrqrn dicscs Gesetzes oder der kraft dcffelhcn crlaffcuxn konigltchen Bcr: vrrnkrngrn Übertrcten, werdcn Von dem“ Gerichtchhuldrg crxlärt, ,',wwrr Tas GcscH gehandelt zu haben“, und m die Koiten vcrurtheiltxw Dre- Ge- richtsvcrhandlungcn sinvcn bei verschlofscmn Thuren Stait. „zm Boredcr- Holungsfalle tritt die Oeffentlichkeit der Verhandlungen ein. und wrrchr Ucbcrtretrr dcs (»Vcsrßes zum Verluste der ini Art. 42. drs (30414: 997le criväHirtcn Rechte vcrnrthcilt, Bci einer drrttrn und wcrtcrcn Berurthcr- [img erleidet der Schuldige außerdem (Hefängxtßstrafc Von sechs Moutigtcn Eis zu rwei Jahren. Krine gcrichtlichc Verzolgung darf Von dem onen)- iichcu Ministerium kraft Dieses Gesetzes erönnet iperdcn," ohne Er_laubmß i'cs GmcralWrckurators an dem zuüänvigen Vrovnrzxal-(Gcric17t6L)ore. Das in den Niederiandcn thrilweisc noch gültige frryrzdiisckye Gesetz vom 18, (Zirrminal )(. Jahres wird anSdrÜcklick) abgescha'm, ' , ,

„. Dcr „Pariser Monitcm'“ enthält in _scmrm mchtmntlrchcu Thril rincn Bericht über Die Exprdiiion kes General-Gyuvrrncrxrs Hon Algrricn gegen die K'abylcn. Dic chtcn-Nachricißcn smd Dom 22. Juni, Wo sich Das Expeditions-Corps im Lagrr vonMaUcc [*kaD- Dkk Ing dcs Gcnrral-Gouvcrmrirs hat cm schneUcrrs nnd besseres Resultat gehabt, als man hoffte. AUe Bewohner auf drr linkrn Skike dcs Ucd : cl- Krbir hatten Bürgschaftcn fiir ihre gutm Grfinnungm gcgcbcn und- dadurch Den Drirchzug Des fran- zösischen Corps Unnöthig gemacht. Der (Hencml-Gouverncur hartc Dcsthb Befehl gegeben, die Arbeiten ziir Eröffnung Yer großen Straße zu bcgitmcn, 'Die Dsckiidschcli Dirrkt mrtKonstanrinc inVrr- bindung scßrn soll. -- Dasselbe Blatt enthalt cin Tckrck, welches Dic Post-Vcrbindung zwischrn Frankreich und Algerien 11611 orga- ni irt. _ , . s - In der UrrtcrHaUS-Sixzung am 30. Zum wurdc die Debatte iibcr die Östindischc Bill wirr?!" aufgenommen 11er (wie bcrkits erwährtt) Lord Stanlcy's ?luxsck711bIZAmcndc111errt(„unt 322 gegen 140 "Stimmen Verivorfcn. In Der ,SLZLMJ am 1. „„zuli machte Herr Layard auf die durch viele Priyat-Brichbestätigte». Zcitunch-Nachrichr aufmerksam, daß die rusmchen Bchordrn den Eingang in die Hauptmüudung der Donau Versperrt hätte,:r, sv Daß 370 mit Getraidc beladene Schiffe, woruntcr “US) Britische, verhindert seien, aus der Donau auSzularfcn. Ford John Russell erwiderte hierauf: „Ich habe keinen Brricht, Den ui) auf die Tafel des Hauses niederlegen kiinnte. Von einem der Kon- suln ist zwar ein Schreiben eingegangen, weiches sagt,'kaß Trr ge- wöhnliche Wea anf der Donau gehemmt sei, aber Hie Regierung hat keine Naéhricht erhalten, da die russische Regierung irge-ud etwas gethan hätte, um die Schi fahrt auf drcsenz Strome zu hm- dern.“ Das Haus Vcrjvandeltc sick) hierauf m em Zoll- und Ab- gaben-Comité, in Welchem Der Kanzler der Srkxaykammer zuxrst eine Ermäßigunq der Stempelsteuer Von gewrisen Urkunden, Jn-

strumenten und Ausfertigung'en beantragte, welche genehmigt wurde

und dann den nenen Plan der Regierung in Betreff Des Zeitungs-

stempels und Der Annoncen-Steuer zur Annahme vorschlag Es

soll danaä) vom 5. Juli1853 an statt der jeßigen Annoncen-Étener

7301118 Pence, von jeder Annonce, die in Zeitungen, anderen periodischen Blättern, Broschüren oder literarischen Werken gedruckt erscheint eine Abgabe von nur 6Pence erhoben werden, Ferner wird Vorgeschlßgen

daß der Zeitungsstempel von 1 P. für einen 50 pCt. größereä Naum, nämlich für 2295 ZOU anstatt 1530 Zoll gell?, so daß eine Zeitung cntxvedcr ihr Format vergrößern odcr eine einfache Bci- lage drnckcn könne, ohne mehr als 1. P. Stempcl zu zahlen. Und. zwar soll diese Herabsetzung vom 5. Juli18-53 in Kraft kreten. Ein Amandcment von Mr. Gibson zu gänzlichrr Abschaffung der Anzeigcnstcucr, welches Mr. Cobdrn untlrstiixzt, wird durch eine Mchrhrit von “WStimm-xn (99 gegen 109) verworfen. Nachlang- wicrigcm Wortwechsel iiber die urspriingliche Nrsolution bcantragt M. Cranford, statt 6 P. zu srßcn 0 Lstr. 0 Sh. 0 P. (Nichts.) Das Comité stimmt znrrst iibcr dic Fragr ab, ob 6 P. 997“th Mr- den soil imd vrrneinr sie mit 68 WM 63 Stimmcn, also mit einer Mehrheit von 5 grgcn dic :)Tcgicrrmg UND nimmt dann Cranfords Antrag mit 70 gcgrn 61, also rinrr Mchrkirit Von 9 grgcn die Regierung an.

„Tag; vom “20. Irmi “Datirt? „Journak De St.PctcrIbourg“ enthält Das Manifest res Kaisers gcgcxr iir. Türkei. Daffrxbe lautet also: '“

Wir Nikriaus ], VM GNM GUÜT'CN Ic, tlxun UM? WW :,1: wissen:

Uriscren liriéen mik gcrrsricn Uitirrrkiarmi ist es [*ri'arrnt, Daß 'die Ver- thcidignng Dis rechicxi Glairbriis strts 'Die Sorge Unsrrcr in Gori rrrfxcnden Vorfahren gewesen ist,

Von dem Augcnbiiik an, Wo «ck 'Mit: RatkisrHlUffe DCS Ailerböckstrn Dcr crbiichc Thron anf Uns iibcrkommcn ist, Haben Wir die von dcmsrlben untrcuubare Wahrung diescr Heiligen Pflichten frrrdancrnd ziim Gegen- stands Unsrrer Sorngf mid Unscrrr Bestrebnngrn gemacht. Anf den glorreichen Traktat Von Kainardsrhi gegrünket, dcr ÖUWH die späteren so: lenncn Bcriräge mit Dir ctwmanischcn Pforte bestätigt ivorden ist, Waren diese Bestrebungen fiets dahin gerichtet, die Rechte dsr orthodoxer: Kirche zu wahren.

ZU Unserem Vedcmern haben neuerdings, ungrachtet aller Unserer Bemühungen, die Unverleleichkeit der Rechte und Privilegien Unssrer ort'Hodoren Kirche zu sichern, viele WillküwHandlungen der Pforte diese Rechte vrrleßt, so daß rndlick) *die von den Iaßrhundrrteu grhciligtr, “cen dOrtbhtodoxen so thcure Ordnung, gänzlicher Mißachmng anheiszsallcn kO ?.

“Unsere Bemühungen, Die Pforte von HandlmrgM stichcr Art zurück: zulyaiten, hatten keinen Erfolg, und sogar das Vom Sultan Uns feierlich geleistete Versprechen ist nach kurzer Frist trculos gebrochen wchcn.

Nachdem aklc Vorstellungrn urid zngicich mit Denselben alle Mittel Der ©enugtbmmg flir Unsere gerechten Forderungen erschöpft ivorder: find, haben Wir 96 fiir unerläßlich crachtet, unsere Truppen in die Dr- naufr'rrstenthümcr einrücken zu lassen, um Der Pforte zn zrigen, Wohin ihre Hartnäckigkeit führen kann. Unsere: Absicht ist uicht, den Krieg anzufangen: Durch Die Occupation Der Fürstenthümcr Wollen Wir rin Pfand in Händen haben, welches Uns in jeöem FaUe fiir die Wiederherstcslung Unserer Rechte bürgt. Wir sirchcn krinc Crohcrung, Rußland bedarf ik)rcr nicht. Wir Wollen nnr Gcrmqthnung fiir unscr itrizrveifclliirftcs, so offenbar Vellth-eö Recht. Wir sind scibst jrßc bcreii, die BCMJUTLJ „Unserer Trupveri aufzuhalten, wcnn Die Pfortc fici) fcierlick) vcrrfiiMct, gewissenhaft dic Pri; vilegicn drr ortHodoren Kirche zn beobachtcn. *

Wenn aber verblendet: Hartnäckigkrik das (,ZZc-gcntiyeil will, so :vvilrn Wir, dcn Beistand Gottes anrufend, rs ihm ankyeimgeben, Unseren Strert zn schlichten, und mit vollem Vertrauen auf den Allruächtigen rvrrden er Vorwärts schreiten fiir den orthodorcn Giaubcn. .

(Herrebru in St. Petersbitrg am 14. a. St. (26. n. St.) Jxmr n. Chr. (H, im 1853sicn und im 'La. „Jahre U::scrcr Negicrmig. NikolauF, ,

» Dir Siyung drs Dänischen Volkstkiing; VW L-IUÄL warde fast ganz von Der drittrn BrratHimg Ms (Tiklsrmngisckikn) Gcsryvvrsckilagrs iibcr Tie Zusammenscyung und Wabl Dche- mcinDc-Vorstände und Amtthbc auseriillr. S_Ungcaäsrt Lich die Opposition, DicImal in Grmcin'sckyast mit drm Ministcr ch Innern (ConseiLÖ-Präsidcntcn Orstrd), gcgen dcn Znhalf UnD Die _unvrr- änderte Annahme Des erschlags aussprachcn, fo erfolgte Doch die- selbe UM) Vikkstündiger Debatte, und nachdrm durch Ws Zusammen- haltcu drr „Bauernfrcunve“ sämmtliche Amendemerrts bci nament- licher Abstimmung mit 50 gcgen 23 Stimmen verworfen Morden waren.

Die officielle „Departem.-Tidcnde“ thrill eine Bekanntmachung des Ministeriums Des Innern an das isländische Alihing in Be“- treff der Resultate der Von Dcmselben in der Session von 18-19 abgegebenerr Gutachrcn und sonst gestellten Anrrägc mit.

Während drr Abwesenheit Des öftrrrcichischcn Gesandten am Hofe zu Stockholm, Barons von Langenau, r-crxam 29.Juni nach Dem Cout'men't abgereist ist, wird Der Legations-Secretair Ba- ron von Brenner als österreichischer (Hörschäftsträgcr fungiren. Die Versammlung Der Vcrfaffungs-Reform-Vrreine in Oercbro ist am “27. Juni eröffnet und nack) lebhaften Verhandlungen noch an demselbcn Tage brcnrigt worden.

Gcwervc- und Harri-clßNaÖrWtcn. -- N11127.Im1i fand in Würzburg e“".ne Gcncraivcrsammlung 'Der