tion verdanken, läßt derselben ferner noch zwei Bilder aus dem mit vielen Handzeickonungen geschmückten Melusinenmanmkript des Museums (aus dcm15.Iabtbundert) iclmn; die hier mitgetheilten beiden Scenen sind kultur- und k0s111111gesckichtlichgleich bemerkenswerth. Daran reiben sicb urkundliche Beiträge, wie cine_ Judenordnung vom Jahre 1449 und ein Beitrag zur Fraue der Uniallversicberung aus dem Jahre 1423, beide aus dem Escrer Archive, mitgetheilt von Hiinricb Gradl; ein Bibartber Weistbum aus dem 15. Jahrhundert. _mit- getbeilt von A. Möratb in Swwarzenberg; endlich kleinere Auf1ä e: über einen Münchener Noteniibreiber des 16. Jabrbundrrts, von . Wattenbach in Bkrlin, zum Vüct'er-Anaibema und deut1che Schwert- inscbriften 00110). M Blau? in Stockerau (Niederösterreich) und Glocken- inschristen vom Prof. Heinr. Rickenbach in Monje Casino.
- Das neueste Doppelbcst der Altpreußischen Monsig- schrift (neue Folks, dcr Niucn Prcvßiickxen Provinzial V1attrr vtexte Folge, Herausgeacken 1011 Rurols Reich und Ernst Wichert) enthalt eine weitere Fortscyung dcs böcdjt intereffanten ungedruckien Philosophischen Werks von Kant 0116 seinen_lexxten Lebxnßxahren. Ebenfalls mit dM großen Königsberger Pbilowpben ke1cha_fngt fich ein 17:01 einaekender kritisäoer Berickét 0011 Emil Arnoldi uber das W611 0011 Kuno Fischer: „Immanuel Kant und seine Lebte.“ Ferner smd die von Franz 7111111 mitgetbcilten Briefe von Cbr. Aua Lobxck an I. Voß 015 interkffante literargeschichtlichrn Beinage bemerkensweriß. Dasielbe gilt von den Mitthälungcn über die Rcste des Deutschordenß-Aridivs in Venedig, von _M. Perldqcb. Endliä) entbäit das Hist noch eine gcographi1cb-e10111010911cbe Sjudie 0011 Adalbert Bezzénberger übrr die litkéautxch- preußische Grsnze, welche 11.1(1) ihm an der EndunJ dex Ortsna'rpen zu erkcnnan wäre: Dorf Hiér'; im Altvreußiickxen 1111111113, 1111 preußiich- litbauifwsn abcr 118111115; d-mgrmäs; seien dis biuiigen 01tpreuß11chen Ortsnamen auf 116111111311 littbauiséw, die auf 1101111 (faim, 171111) alt- p:cus;isch. Kritiken und Referate (darunter Bcricbtq Über Siizungxn dcr Altrrtdumégesellscbait Prussia), kleinere Mitthirlungkn 1111d em 2111115111) (darin die UnirrrsnäiWronik für 1882 und die alt- preußiiÖe Bikiirgkapkic fiir 1881) [*iidcn dkn Übrißkn JUÖalt des Heiss. Mit deniicidsii 101111111 der WZ Band der Alt- prkußiicdcn Monatsskbriit ('d3r Provinxialblättcr ULTIMA Band) zum Abschluß. 21111011711- und Sachregister _1"111d bcigeißar. - Dis Altpreußiiki'c Monatxscbriit ist ein 311111151311 den wichtig1te11 thercffen der Provinz dienender» Organ, 73111111 L*.dcutuna aber auch weit Übék ibrc Grsnzcn himaux-rcickzt, und MLÖLZ daisrr mit Reeds WMW feiner WUWVOÜM Beiträge zur G€1chich1€ und Lanezsknnde weitc-ren Kreisen 0111011101811 wsrden k.11111. EF ericdeiiir jabrluß „111 8 Hsitcm oder 4 Dovrclks-ften 5,11 je ca. 6 raid. 12 Bogen gr. 80 1111 Verlage 0011 Ferd. Brvsrs Buxbbandinng 511 5151115110203. Der Pra- UUMLkaÜOUÖPkLiH bsträgt 9 „11: Pro Jahrgang.
Schwsrin i. M., 14. Januar. (W. T. V.) T'er_J111211dant dcs Hofibeaicré, Freiherr Alfred von Wolzogen, ist 111 San
Remo 132111110611. Geiverbe und Handel.
NÜL'UZÖLT'J, 13. Januar. (Hopfcnmarktbericbi von Leopold HLW.) Ter GcWäiiÉvcrksbr am Hopfcnmarkte blieb auch in dcr zwcirrn Hälfte dicker Woche ein srbr stiUer. Die. Um- säize warcn .1cri1111, doch find auch die ZUfubrcn 11111: unbsdkuth gr- wessn. Zn dsr Prcié-iage 0011 395-4051“ wärefür gute Mittelwaare Kaulust r*r'riéaixdcn, d0ch 1]?ka die Eignrr nur 9111"; vereinzelt zn dicirm Preise ab.
(Glasgow, 13. Januar. (W. T. B.) _Tie Vorrätbe von Roheisen in den Stores belaufrn sick) aus 605 200 Tons ge-gen 629100 Tons im vorigen Jahrs. 3001-1221 im Betriebe befindlichen Hochöfen 109 JLJLU 106 im vorigen Ja:“)re.
*Berliu, 15. Januar 1883.
Die Has»;1ijagde11,welche 311121115 098 Köniaiichen Hof-Jagdamtes 0111 2110111119, Dienstag, D01111€rftag und 3311311011 11011961 W0che 0111 den 1011111111118" Feldjagdgehegen bei Bsrlin 11110 Potsdmn fiir 16 12 bis 18 3113118611 airangiit und 0011: H01-Jägcrmeistir vom Dienst, Fkéihéklkl 0011 Heinßs 0013111011111 1111110111, 0113011911 nachstehende Strecken:
Auf 0111 Fsldmarken (3101111 11115 2301111111 in 3 Vorsteh- und 2 Ksffsitrsidcm 433 Haien.
Auf den Feldmarken Tempelhof und Schöneberg in einem Vorsteb- und 3 Kcffeltreiben 2 Füchse und 351 Hqsen.
Auf den Feldmarken Lankwiß und Mariendorf m 4 Kesseln 362 Hasen. , _
Auf den Feldmarken Bris, Buckow und Groß-Ztcihen m 2 Standtrieben 602 Hasen. ' _
An der ersten Jagd nahmen Se. Kaiserliche und Könis-liche Hoheit der Kronprinz, 011 der ersten'und leßten Se. Königliche Hoheit der Prinz Wilhelm ThUl.
Von Ihrer Majestät der Kaiserin find zweiKkostka'r-e japanische Vasen, die Allerböchstder1e1ken von dem kiirzlich 111 Bérlin anwesenden japanischen Prinzen Arixuxxawa zum Ge1_chenk ge- macht wurdcn, dem Kunstgewerbe-Mu1eum zur zeitwei1e11 Aus- steUung übcrlaffen wvrden. Die Vasen sind aus dunkel glänzeridkr Bronze gebildet und zeigen in den geschweiften Fläcben der vikreckigen Körpsr reiche Einlagen in Gold und Silber, Draxkenfiguren und Ornamente darsteliend. Auch die Henkel sind in abniikber Wein verziert. Die beiden Vasen, ganzbervorrragendeStückeder modernen japanischen Industrie, find in einem besonderen Schranke in dcr oberen Galerie des Lichthoses ausgestht.
RbeinübersÖwemmungen und Hvibwasierrmrnun-
. gen. (Stat. Corr.) Angesichts des unackteurén Nordstandes, welchen
die beiden leyten, innerhalb Monatsfrist auf einander gefolgten Ueber- scbwkmmungcn des Rbkins vetmsacbt haben, wird man bei ruhiger Betrachtung der Vorgänge naturgemäß dazu geführt, fich zu fragen: welcke§ warm die [Men bedingenken Ursachen dieser Uekcrscbwcm- mumgen; ließen fick; diese zum Thril wenigstens UOkIUÉskbén mid [affen sicb Vorkehrungen treffen, um in Zufur-ft rrcbtzcitiaHoabwaffer- warnungcn auSzutbeilen und dadurch dic verderblichen Wirkungen der Uekerickchmmungkn abzusck'wäcben?
Hinsichtlich der die reellen Ursachen d-sr Urbersckywcmmungrn l'e- trcffenken Frage sind na*ürlich in erster Reihe die cigontbiimlicbrn Witterungsverkältnisie iris 211131? zu fassen, 1001112 srit derMitic Juni res rorigcn Jahres bis zum Anfang diescr“; Jakrss iikrr Miitcl- europa 118111111113! 1011111. Das Preußisckxe metcoro10gischeJnstiiut hat 115] sich b-reiiS zur Aufgabe gemaÖt, diese bcsondkrcn WittrrmmSvsr- kältniffe, deren Ursacbm und nächste Folgen des Näberca zu 1111101- iuchen, und ist sch011 in die Vdrarbeircn dirscr umfangreichen Enquéic cingrtreien. Freilich stößt 11131210 auf manchrrlei Schwicrigkiitem, die dcm unfcrjigen Zustande, in welchcm 1"1ch dcr metroroloxiscdc 11th mindrr, wie drr H0dr0metrische Dicnst in Prkußrn zur Zcit 110ch be- finden, zuzuschreiben sind.
Es riweison sic“- nämliÖ zunäxist die im Samchekiei? de§ Rbciiies Zylegcnen ailgemcinen meteorologischen Skationin -- rämlick) 25 in Prkußcn, 9 i11 Bayern, 13 in Baden, 13 in Elsaß-L0tbri11116n und 11111 Württembsrg - ibrer Zakk 110111 als UUJUkCiÖTtW zur genauen Ermittelung der durrb atmospHäriscbc Niedetswläzie im Rheingebirte “berabgefallenen Waffeimrngen, da 1.15 Gebiet des 016an und mittleren Flußiaui-Z 0011 gskirgigem Tcrrain, i11 wrickxcm bekanntlich die Nisdetscblagsböise 12011 Ort zu Ort 110111111, einge- 110111111211 wird. Eine Vcrmcßrurig dcr Stationea nikdeier Ordnumxr, inkkesondere der Reaenstaiioncn, ist (1110, (1111311 im Jnt-rcffc dcr landwirtbicbaftliwen Wctierproguose, auch von diesem Eefickxtépunkte aus dringend erwünscht.
Sodaim aker lassen dir 00111311d1mcn Pegeibrobacbiunaen disk zu wswickzcn Ükrid. Sie wsrdcn nicht nach 8001011113111 (GcßchtÉ-rmiktexi 011116110111, nicht an einer wissenschaftlicben Cintralsteiie vircinigi, 10 daß allein 1171-00 die Vkskmffung drs einscklägi3ck11 Matérials nuf großs Hiuderriffe stößt. Will 111.111 111111 weiter -- und das (“11111111 doch xierads dsii Ksrn der Frage - die in_ncren Bezieiunaén zwischen Höhe dsr NiedsrskkläZZ 11110 Pkgrlstand 5111111113211, 10 wird 111-5111 in den 1111111111 Fäilcn 10111108 dastebén; 161111 es fekzlcn 10:1 „10? dazu nötbigen Faktoren, wie (12110112 AUft'Qk'ML des Flußbeiths, Gefällé- meffungcn, Gkscbwindigkeit dss W1ffer§ bei versciéiidkncn Pkgei- siänderi, kurz alle dis techniscb-kévdrometrisäken Vorarbciten, Miche für derartige U11tersuchungrn nothwendig find,
Die zwcite und dritte Frage, welche Eingangs 116118111 wurden. [affen sicb 0011 vorniécrein in gewissem Sinkie 0211111611. (5-1 wärs bei rincm giit funkiionirenden insicorologiikÖ-kddwmetriicketr Dienste sehr wohl möglich gcwesen, .Hocbwasisrwarmmgkn rechtziitig «1155111180111, 10 daß _ wenn auch der Verlauf dsr Erscheinung dadurch nicht 0111.11- balien werdcn formte - viel Hab und (55111 zur rechien Zcit hätte
geborgen werden können. Das Ausland hat _uns„in dieser Beziehuu längst überfiügelt. In Frankreich beiteben fyr „die Rbörie-Säone se 1843 und für die Seine seit 1854 ganz yorzugltck) eingenchxete bydro. metrische Spezialämter. Insbesondere _1st der bvdromemicbe'Dienst der Seine in Paris zu einer 1olchen Vollkommenheit ge- langt, daß es gelingt, den Stand des Hochwassers bis auf etwa 1 (10111 genau vorauszusehen. Durch besondkre Bulletins und Anschläge, telegravbisete Uebermittlung und andere Hülsen wird die Uferbevölfcrung' im Faile der _Gßfabr recht- zeitig in Kenntnis; geseßt. In ähnlicher Weise fuziktioniren hydro- metriscbe Aemter in Belgien (MaaSJebiet), in Italien (()-1101013810116 jäkograüoa in Rom), in der Schweiz (Eidgenössisches Baubureau in Bern) und in Böhmen (Hydrographisches Comué in 511109). In Nordamerika, dessen praktischer Wetterdienst auf so hoher Stufe sieht, iii gleickofaüs für rechtzeitige Hochwafferwarnungen dadurch Sorge getragen, das; von al1en chelstationen die Höhe des. Wafferstandet 1ür gewöhnlich täglich einmal, im Falle starken Siemers öfter an das Centralamt in Washington, das bekannte Signal 011108, tele- graphiscb übermittelt wird, 10 daß dieses in die Lage konimt, schnell eine „83-110 218“ des Standes des Flusses zu gewinnen und die bedrohten Orte, eben alls telegrapbiscb, zu warnen. _
. Nack; alle dem scheint auch für Deut1chland eine Ausbildung dicies Beobachjungsdienstes dringend geboten.
Der deutsche Verein zur Beförderung der_Luftscbiff. fahrt hielt am Sonnabend bierselbst seine GeneralverjammluW ab. ka Verein gehören zur Zeit 30 eiibeimiscbe und :0 auswäitige Mitgliedkr 011. Der Begutachtung des Vereirs bakcn im verfloffsnen Jahre 230 Projekte unterlcgén, die zumeist das Prok'lem dcr Lenk- daikeit ker Lufisckiife zum Gegenstand batten, obne jkdocb [VisLn1[ich zur Lösung dieses Problems beigejragen zu 11.111111. Von den 18 Siiznngen war eine 1111chäftlichrr1 Erledigungcxi gswidmct; in den ükrrßrn wurden 11 größere, das Gebiet der Lustscdiffabrt betreffende Vorträße 9011111211; aus:“erdem 11511111 der Vcrrin 14 M.:l die Referate dcr Trcbniicbcn K0m1ni1110n entJrgcn. Die Zeitschrift des Vercins bat ikrcn ersteii Jahrgang beciédct. Der Vermehrung der Bibliothek hat der Verein im 0211101100811 Jahre icin? bLsOtidcre Aufmerksamkeit zugkwaridt.
Dcr Vercin ,Cvpria' wird seine diksjäbiige große Ge- flügelaussteliung Mitie Februar Urranstalien, Als Ausstel- lungélokal sind vorläufig dir Räume der Kaiiergalleiie des Muggen- hagenscden Etablisicwents odkr die momcntan lcerftebenden Räume ch 1. und 11 Stockwerks dcs Hauses Lcipziger- und Charlotten- stmßen-Ccke in Auésiwt g1110111m011. Mit der Aussteüuna, der 11., die dcr Verkin arranciirt, wird eine Lotterie verbunden werden. Zur Auégabe gclanJcn sollen 5000 Loose zum Preise von je eine Mark.
Madrid, 14. Janaar. (W. T. B.) In der Provinz Murcia find wiederkolis ErdersÖütferungen wahrgenommen Worden; cs hakkn jedoch keine Bcsci'ädigungeir stattgefunden.
St. Petersk11rg,14. Januar. (W. T. V.) Aus Verdii- sckzcii wird 11cm11d11“, das; in dcr 0810001110211 Nackt daselbst cin Zirkus nicdergcbruntii ist. Dis Zahl der bei dsm Unglücks- 11112 111118 Lebxn ICkOMMMM Pkrsonrn wird auf 300 angegebén.
New-York, 13. Januar. (W. T._B,) Die 31111 der bci dem Hotelbrande in MiLWaukee 111118 Leben gekomménsn Personen beträgt nach den vorgenommencn wkitkrcn Ermittelungin 82.
Cirkus Renz. Dic Gala-Vorsieüung am Sonnabrnd erfreute sicb zahlreichrn Besuchs und VOÜU“ striediimng der Zuschauer mit den L'sistungkn dcr Künstlcr. Ebcnso wie MUL. 2111310 mit Grazie ibrc *SÉule ritt, glänztrn im Zrzvä ])as (113 11811: Mix"; D*Brien und Mr. (Hilkert. Vollendei wurd? insbescndere eine SOv-lQuadriÜe von (1801 Hrrren geritten. Von den gymnastiscbcn Produktionen der Gkbrüder Manz0ni «m drrifackyrn Rsck wurden di? NiSiÖ- zeiiigen Hand: und Fußspkiingc 0011 einem Reck zum andi'rn durcb vielen Beifall belohnt. - Der 1108110 Tbeil umfaßte die Ausstittungs- xaiiiomime „Réik-Lcke FUCHS" SÖTÜUEUstlEiÖL“. Tas Arranxicment dez Altnicisteis Renz wirkte vorzüglich. Dad Baiiet bci König Nobel wurde [11111111 auégkfiibrt, und 17.15“ 2111112 reich [):-11180101. Den Sidluß Zldtctte wie 1'011st die Vcriührung dcr vikr gezähmtén Löwxn des Hrn.
„1 y.
Preuß. Sraatx-Anzeigcr und das CUtral-Handrlz- registsr nimmt .1 71: die Königliche Expedition ; des Deutsrden Ucibu-ancigerß und Königlich ] Urenßisrjnu Itaats-JnieigerH: ] . Berlin 5112, Wilhelm-Straße Nr. 32. 1 “:I ZF Subhastationen, Aufgebote, Vor- [2372] ladungen u. dergl. [2383] Oeffentliche Zustellung.
Drr Handrlénmnn Jdk-ann Baxtrst Zisgier, zu Miiliéaiiirii i. (311. ii'dkncitd, VLLTrCTCU 12111111 Hcrrri Rick-tsxnwalt Zirck, 111.71 „TMM?TC:!ÖJUTch[§TZUT01C11' 1121111811 (JUNI); Wiirtk, 1111081 511 M11115111011 i.(-F[1'. zur Ziir 0011? ("21101th W301: und 5101311111111011, weZsii Fördeerg 311.5 0116111 03511011 Tarickxnr, mit dem 21010110 Beklaßxsn zu VLYUTTZUUM, 1111 Kläxier die SUMME ("011 410 „M 11111 50/1) Z1111€11 10111.0k- 1001: 18:2 Uiid diijénixe 00-1 7,16 „411 111 brzaiélen, sowie 511 dcn Prrrßkdstxn 1:11! [1161 den Be- klaZTM 5111: 1110171108811 V.:iaxidiirng 108 711201715- str-xixs rrr dis (11:01:11:er dc.- Kaifsxliijyen Land- grrich»? ;11 "'-';."1113111611 1. (811 5,111
den 20. Mär“, 1883, Vormittags 9 Uhr, mit drr A0*101dsr:117,1, einéri [:.-i dcm gédakbten Ge- richt: 2110807120871 21010111 111 bisteilen.
ZUM Zwscks der 0171111118900 ZustsUung wird diéser AUÖZUF, dcr „Kiaze bkfann: géniaibt.
Studi, Grrickxtéiwxsiksr diE Kaissriickxen Landzrri-ÉTZ.
Ékssbwistér
123741
Oeffentliche Zustellung. SÖUkmxcber ckckckan Friedrich Wilkelm Meder, [“i-Ik, rsrlrrten durch 1011 Recktéanwalt Maik "1181, Az:? gegen iriné Eixxfrau Bertha AUZUÜL Wilirlminx, 3385. Sandmann, deréri 11111111- wärtizxr 2101811117111 0110112211111 ist, WLZLU Löslicder Verlaiiiing, mi: 1,8111 Artiaßö auf EbsickILidun-g:
1:1? zwiicbrn drm Puriéix-ri bestedende Band der
E10 111 irsxrrem und di? Beklagte für den aUein
5500111708 Tizi! zu érflär-n,
u:“:d lader dis Béfsaxte zur mündlickokn Verband- 1ung drs RcÉTÉÜkZiTÉ 1:01 die 13. (Zivilkammer d-S Kéri*licksn 2111911111197 1. 111 Vérlin auf
den 26. Mai 1883, Vormittags 11 Uhr, mit drr AUZIrTZrUN-Z, eirién Lki 12111 116131121211 Ge- rickte ZUZLQFMM Anwalt 8,1: kestsUsn.
Zum Zwkcke d7r 6511111185111 3111161111119 wird die'ek 211155113 kik Ksaxe krkznnt FLMQÖT,
Berlin, den 9. JarUzr [S*Z. .
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Todeserkläruug.
Ani drxi Akirag d&? Flei'ädermeistch MÜUer in V€111.111, dcs Musikdirektors Karl (Hott- [00 Mittag und dsffen Ekeirau, Amalie, geb. Perrick, srwis des Acke'riürgerés R-irkwld Conrad i11 legcrn als Vormund der minderjährigen 2) Stanixlauö 511111111130, in Vkrtreiuna seinrr Eße- fraii Karoliiie, (1111. (Harcwrcz, Mikefitxsrin 12011
in Eistérwerdx,
Pstrick, wird deren Scbwager Bruder und IUkcl, dcr OmnibuÖ-(Tynducteur Friedrich Carl Pctrick, gsb0ren den 13. März 1838 511 Bel- 3) Jobaixn Doleziciy, Mitkcfixcr 0011001105810 125 grrn, der 1111) (1111 1. Januar 1872 in Berlin (1111e- 111811et bai, birrmit aufgefordert, fich 1061120an im Aasgkbctéiermiii den 22. Dezember 1883, Vormittags 11 Uhr, bei dem unterzsicbneten Gsrickot zu meiden, widrigen- fail? seine Todcserkläiung (110111611 wird,
Belgern, ken 8.J01111;11 1883. Königlikhes Amtégerichi.
Zn SICHER bxirrffend die Zwangéversteizcryng des dsr Wiixwr Carbarina Jörß, geb. T die!“;- 111,12- ichrirbsnen Hauses Nr. 837 an der Mecklenburqrrstraße in Wikmxr bat da?“ Großherzogliche Amégrricbt zur Rechnung res Sequestcrs, zur Er- klärung Ülrkr den Theilupgsplan, sowie zur Vor- nahme der Vsrthcilung Termin auf
Dienstag, den 23. Januar 1883, Vormittags 11 Uhr, Zimmer Nr. 8, Der Tbeélunéplan und die R1chnung der“! S urstkrs fi11d ron brulu an zur Ei11fich1 der BZ-ÜTUMTM (111? der (Gericiotssckorxiberei, Abtkeilung fiir Zwan-stdüstrickunakn und Konkurse, niedergelegt.
Wismar, 1:80 13. Januar 1883.
H. Fifther, Aft.-(Hck)., . Grriäxtéichréiker deS Großkerwglickxen Amiégertcbix.
Zn Sachrn, keirefiknd dic 2181510711 dsr auf dén Grundiiück-n von Groß Ranken und Staniy, Kr-is vairik, für die katdoiiiche Pfarre. Orgar-iirei und Küsterri 171 GroH-Naudrn Ir-13n11'11i und „Kostetei in Staniy haftenden Rral-
am 2. April 1883, Vormittag 11 Uhr,
1. 8120111111st 0111! ÜUTSEZUCÜUUJI'ZZSYEU, 5. 1001151110116 LTZFUZISMWZ, 1421111111611 ). 80008813110020, ÜÜkJS'ka-S, Uokla-LWJW 11. [LAY]. . 3. 7811181116. ?Gryaddcuugey. 8001013510122:-: 310. 4. 7211005Mg, 5010111531102, * 11. 8. 17. 17-111 “('-1191111101180 171111181011. ]
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& Vogler, G. L. Daub: & Co., E. Schlotte, Büttner & Winter, sowie alle übrigen größeren ! Annoncen - Vnreaux.
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im hiesigen Amtslokale des unterzeichne- 1 dsrcn Aué'cmtbalistyrt unbekadnt ist, bikrdurck) mii ten Commiffarius, Bahnhofstraße Nr. 18, Termin 1111, ;,11 1181111111 1011121112 Inscresienien: ]) Sari Msrkcl, Mitbesixsndér 0011 Ordb.-Nr. 59
drm Eröffnm Ladung-erbalten, das; die [1012111171111 dcs Auégkblirbensn nnter dcm Rczeß durcb Urtel 131- 111511111 wcrdin wird, wofiir ein bcscnderes Kosten- pauici'qimnium nchckch §. 4 ch GSieYLE 0011124.J1111'1 1875102111100) kommt und daß Reisekosten nicht erstattet werdon. Beuthen O./Sck1l. den 28. Dszember 1882. Der Königliche Spezial-Kommiffarius: Sachs.
111111151“ 1111111811111“111410110110.
Die vielfachen, gantz außergewöhnlichen nud folgensckjweren Elementar- ereignisfe des letzten Jahres tvareu namentlitk] in den levteu Wochen für den Absaß
-- der Loose aus der uns Anerguädigst verwiUigten P rä m i en - C o l l e e t e derart ver-
zu verschieben.
Ulm,
häugnißvoll, daß die Stiftungs-Collcgien .hcute zu dem Vcsch1uffe veranlaßt worden find- die Ziehung der Gewinnste auf
111101111111, 11111 19. Februar 11.21.
Wir bringen dies mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß, daß es
hierbei sein Uliübändlklickjks Beweudeu hat.
13. Januar 1883.
Miinsterbau-Comité.
Pressel. Heim.
Auf Qbich bezuguehmeud halten wir unsere Loose zu fernerer Abnahme bei uns
und unseren Agentrn bestens empfohlen. U l m, 14. Januar 1883.
Hockxachtungsvoll Tie General-Agentur der Münsterbau-Lotterie.
1111). die kati; 01ifche
Berlin: “
Redacteum Nie 0 e [.
Vericig der („111111111911 (Kassel)“ Druck: W. Eaner.
ViLr Beilagen
(einschließlich Börsen-Beilage). (56)
zum Deutschen Reichs-Anzei
Erste Beilage
Berlin, Montag, den 15. Januar
ger und Königlich Preußischen Staats-Llnzeiger.
1ZZ3.
„21/97 13. Yishtamtliches.
Preußen. Berlin, 15. Januar. Im weiteren Verlaufe der vorgestrigen (ZZ.) S1ßung des Reichs- tags trat das Haus in die Berathung des von dem Abg. Büchtemann und Genoffsn eingebrachten Geseßentwurss, betreffend die Abäxiderung des Zolltarifs vom 15, Juli 1879, ein. Der1elbe lautet:
Der Reichsras wolle beschließen:
dem nachstehenden GeseYentwurfe die verfaffungsmäßige Zu- stimmung zu ertHeilen: Geseß, betreffend die Abänderung des ZoUtarifs vom 15. Juli 1879. Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, König von Preußen 2c. verordnen im Namen des Reichs, nach erfolgter Zustimmung des Bundesraihs und des Reichstags, was folgt: „Hinter Nr. 26 e. 2 des Zoiltarifs zu dem Gesetze vom 15. Juli 1879 (R -G.-Bl. S. 207) wird eingeschaltet: Anmerkung: Talg, denaturirt, wird auch, Wenn er bei 14 bis 15 Grad Zikadtltank schmalzartige Konsistenz zeigt, nicht als Palmitin be- an e t. * Urkundlich Ic.
Ter Aba. Büchtémann befürwortete seinen Antrag. Nach dem Z'oütarif würden Palmitin mit 8 «FH und dsmnächst andere Frtte WW 2 «16 Zoll brlegt. Palmitin sei nur eine andere Bezeichnung 1111: Margarin, wie aus dem Waarcn- vsrzeichniß zu ersehen sei. Dieses Margarin sei als ausbe1xe1n Rindertalg hergesteÜt, schwer von anderen Fetten zu unterscheiden; deshalb habe man im Allge- meinen nicht schindlzbare Fette unter dieser Rubrik ver- zollt, und es sei damit namentlich das australische Hammel- fett betroffen, trotzdem es doch nicht in der Absicht grlrgen haben könne, diefe Talge mit einem höheren 8011108 zu be- legen. Durch solche Maßregel werde die Seifenfabrikation, ein Jndustriezwsiß, der einen bedeutenden Export habe, schwer betroffen. Die Landwirtdschust werde durch die von ihm vor- geschlagene Aendérung nicht geschädigt, und er hoffe deshalb, daß der von ihm vorgeschlagene Gesetzentwurf angenommen werde. Die Bestimmung der Denaturirungswethods müffe dem BundeSrath Überlassen bleiben.
Hisrauf ergriff 'der Bevollmächtigte zum Bundssrath, Staatssekretär des Re1chsfchaß-Amts Burchard das Wort:
Meine Herren! Die Sach- und Rechtslage ist 0011 dem Herrn AntragsteÜer im Wesentlichen zuircffrnd vorgetragen worden, und ich kann mich_ deshalb sehr kiirz fassen.
Es 111 vollkqmmen richtig, „das: der Bundesrats) nacb wiederholten eingehenden Erwagungen, um ein Mittel den Abfertigungsbeamten in die Hand zu geben, zu unterscbeiden zwischen rohem und Weiter raffinirtem Talg, bestimmt hat, daß Fette, welcbe. bxi gewöhnlicher Temperatur, also bei 14-15 Grad schmalzartig, 11111er von weicherer Beschaffen- !)eit find, als qumitin zu behandeln sind zu einem 30111171 von 8 ck Diese V0r1chr1ften „beruhten auf der Annahme und rwä- gung, daß “roher, gewöhnlicher Talg, wenn nicht besondere Opera- 1i0nen mit ihm vorgenommen, wären, bei gewöhnlicher Tem- peratur fest sei. (Es hat 1111) auch , soweit meine Kennt- nis; reicht, dieie Annaßme zunachst volLkommen bestätigt. All- mählich find aber allerdings Bedenken laut geWorden dahin, daß unter gewissen Umständen auch roher Talg, wenn er namentlich lan- gen Transport durchgem_acht hat und wenn er 0011 Schafvick) ber- rührt, auch schon bei die1er Temperatur schmalzartig sei.
Ich glaube nun auch, daß, Wenn das zutrifft - und icb zweifle nicht daran - es dann nothwendig sein wird, in irgend einer Wsise Abhülfe zu schaffen, denn es hat wohl nicht in der Absicht des Bundeßraihs gelegsn - 1101) es geht das ja auch hervor aus den Verhandlungen zum Zolltarif - den rohen Talg dem höheren Zoll- saHe von 8 «M zu unterwerfen.
„ Soweit mir augenblicklich bekannt ist, find diese Veschwerden an die Reich§regierungen nicht 1111011 im Jahre 1881 , sondern erst, im Jahre 1882 Herangetreten, und es ist schon im Sommer vorigen Jahres_ Veranlassung genommen worden, dirse Frage einer naheren techni1chen Prüfung zu unterwerfen. Diese Prüfung ist eine entschieden sehr schwierige, wie auch der Herr Antragsteller anerkannt bat; die Fette gehen 10 ineinander über, daß es in der That für den Ybfcrtigungöbeamten fast unmöglich ist, ohne gewisse Kriterien, die ihm an die Hand gegeben werden, im einzelnen Falle zu sa en: liegt hier 1011er oder raffinirter Talg vor? Es wird sicb auch Fragen -- und deswegen haben fich auch die Ermittelungen verzögert - ob man in der Weise„ wie es der Herr Antragsteller jetzt beabsichtigt, Abbülfe schaffen will, oder ob man nixbt vcheicbt dazu gelangen muß, die ganze Bestimmung, die Regel namliéb, daß Fette, Welche bei 14 bis 15 Grad schmalzartig find, als almitin zu behandeln sind, einer Aenderung zu unterwerfen. enn man aber auch den Weg, den der Herr Antragsteller vorschlägt, betreten will, so wird e§ nöthig sein, die geeigneten Denaturirungsmittel zu be- stimnien, Und diese Frage ist nach meiner Kenntniß der Verbaltniffe nicbt so einfach wie der Herr Antragsteller behauptet hat; 1010eit meine Informationen reichen, find gewisse „enaturirungsmittel, deren Werth in der arbe besteht, für Fette nicht anwendbar, weil sie beim Zusaß zum ett die Farbe verlieren, und andere Denaturirungsmittxl sind wieder aus dem Fett leicht quSzuschmelzen. Ick deute diese technischen Schwierigkeiten nur an, sie haben eben Anlaß gegeben, _daß die Frage noch nicht zum Ab- schluß gebracht ist. Ich meine aber daß zur Geseygebung die rage sicb absolut nicht eignet. Wenn ßeschloffen Werden solite, diese
nmerkung in den Tarif aufzunehmen, so würde eine Auönahme in das Gesetz gesteUt von einer Regel, die nicht im Gesetze steht, son- dem durch Verwaltungsvorscbriften festgeseist ist; Wenn die Regel aber aufgehoben wird, 10 steht die AuEnahme einfach in der Luft.
Also ich glaube, zur Geseß ebung eignet fich die Sache nicht; ich darf aber annehmen, daß das aus diereberzeuaung gewinnen wird, daß Aües geschehen ist und geschieht, um die Sache zu einem gedeih- llchen Abschluß zu führen.
Der Abg. Büchtemann beantragte, die Vorlage an die Budgetkommisfion zur Vorberathung zu überweisen, welcher
ntrag vom Hause angenommen wurde.
Es folgte die Berathung des Antrags der Abgg. Kayser und Genossen, betreffend die Vorlegung des aus Veranlassung der lm Januar 0. Is. zu Stuxtgart erfolgten Verhaftung ldest tAbg. Dies gebildeten Aktenmaterials. Der Antrag au 11 :
Der Reichstag wolle beschließen: den Herrn Reichskanzler 111 ersuchen, dem Reichstage das Akten- material über die thatsachlicben Vorgänge bei der Verhaftung des Abg. DiF (Hamburg) in Stuttgart noch in dieser Session behufs der Entf eidung daruber vorzulegen, ob eine Verlesung der Reichs- verfassung (§. 31) vorliegt.
Der Abg. Dieß-Hamburg bemerkte, im vorigen Jahre hgbe das h_ohe Hays beschlossen, den Reichskanzler zu ersuchen, die Akten uber,se1ne Verhaftung in der bekanntm Kalender- Affmre dem _Retchstage vorzulegen. Dies sei nicht geschehen, obgleich 111 einem konstitmioneUen Staate zu erwarten gewesen, daß einem solchen Antrags ohne Weiteres aewillfahrt werden wyrdq. Der Redner wiederholte dann die bekannten Vorgänge bei sémer Verbaftung,welche wogen Verbreitung des „Omnibus- Kalenders“ erfolat set. Nachdem der Untersuchung§richter erklärt habe, daß der Kale_nder gar nicht verboten 121,1)003 der Staats- anwat gleichwohl 111 der Ueberzeugung verharrt, daß “er ein verboteneS Objxkt verbréitet hätte, und er sei in Haft geblie- ben. Dre_Frxilas1'u11g sei erst auf Anregung des RLichStܧ1S erfolgt. 'Die suddeutschen Behörden hätten, als sie ihren Irr- thiim eingesehen hätten, die konfiSzirten Exemplare wieder freigegeben, n1cht 10 das Berliner Polizei-Préisidimn, welches noch 1th 700 Exemplare “on Kalenders koixfiszirt halte. Die Stuttgarter Y_Yhördrn hättsn seiner Zeit sich viel schneller uberzeugen 1111111611, als died geschehen ssi. Drrartige Vorgänge habe der Reichstag die P11icht aufs grwissenhasteste zu ver- folgen. Er bitte den Antrag anzunehmen.
Der Abg. 111". Meyer (Halle) empfahl ebsnfaÜ-Z den An- traa zur 2111110111119. Die Vsrhaftung dex: Abg. Dieß habs 1. Z. 1111 Reuth-xxi 11101312"- Aufsehen gemacHt. In dem münd- lichen Bericht der G€schäit€01dnu11gskommiisioii sei aitßdrücklich hervorarhyben, da:; dress Vsrhastung 0611 V1sti1nmung0n der Reich§ver1affmig widsrspreckx, wonach kein Reich§10gsmitgli€d verhaftet werden dürfe, außer mit Genehmigung ÖGZ Reichstages." 0.291: 101111: der Abgeordnets auf frischer Thai ergUfféU 1ei. Es ssi weiter beiowt, daß dies? BésrUnmung dcr Vsrfaffung nicht dem einzklnsn Nbg?- 0rd_neten ein Privilégium vérleihe, sondern dns; €€- ein Privi- lrgium ch- Jé§1ch1§tag€s sei, daß keines 1611191 Mitglieder in 111108121 286110 18110111 Wirkungßkreise entrissen wxrde. 1111101“ diesen 1101110110011 11111111: dEr Rkichstag absr auch ein Mittel habkn, darüber zu 100111211, daß dieses Vrivilegium nicht ver- letzt wxrde. Von diesem _Gedanken geleitet, habe er sich in der GesckyäitSordnung-L1001101111011 erlaubt, den Antrag zu stchen, den Reichsk_0nzler_ um AuSkunft über die Vorgänge zu er- suchen, d1e 11111 1191 der. Verhaftung Décß's 5111321101181: hätten. Der R91chStag habe diesen Antrag, der von der Kommisx'ion zum Beschluß 2111011611 sei, angenommen. DLL" Brindés- rath aber habe,_ ohne writers Gründe anzugebrn, es ab- geltht, aui “01131111 Antrag einzugehen. Dsr Abg. Dietz sei vsrhaftet worden, ohne daß einks der beiden Momente vorgx'ldgen habe. Der Reichstag habe die Genehmi- gung zur Verixqmzng Dieß's nicht gegeben. Der Abg. Dieß habe aber auf sri1cher That 11icht ergriffen werden kömwn, weil dersslbe, wie der weitere strafrechtliche Hergang ergebsn, die That, wegen deren er angeschuldigt sei, gar nicht begangen habe. Die That hätte also auch keine frische sein können. ES sei also wahrscheinlich„daß der württembergische Richter in schuldhafter Wßise gegen eme Bdsiimmung der Reichsverfassung verswßen habe, und dLr_Reichstag habe ein Interesse daran, zu erfahren, ob die Sache 11111 10 verhalte oder nicht; er bitte deshalb, den Antrag anzunehmen.
Der Abg. Frhr. von Minnigerode bemerkte, seine poli- tischen F11U1102 hätten fich gegen den früheren Antrag der Kommission, der sich mit dem 001118 enden decke, ablkhnend verhalten, 10911 sie den Reichstag nicht ?ür eine geeignete Stelle gehalten hätten, um über die Nicht€rselbst zu Gerichten: sißen. Die Stellung seiner Partei sei noch heute diesrlbe. Seine Partei hahe keine Veranlassung, der Anregung der Antrag- stekler zu 10113211. Auch für diejenixxén Herren, die damals für den Antrag gestimmt hätten, lä-aen verschiedene Gründe vor, nicht auf den augenblicklich vorliegenden Antrag einzu- gehen. Drr Reichstag habe damals eine Anfforderung an den BundeL-rath ergehen lassen, dsr BundeSrath habe die Auskunft verweigert. Das sei eine präzise, wenn auch vieÜeicht nicht erwünschte Antwort. Nun sei es an sich schon bedenklich, auf den Bundesrat!) einen solchen Ein- fluß ausiiben zu wollen. Derartige Aktionen seien sehr zweifelhafter Natur, wie die Berathung des Antrages Rickert- Richter beweise. Die Annahme dieiss Antrages wäre nichts als ein unzwcckmäßiger Schlag ins Wasser. Praktisch sei in dem vorliegxriddn Falle auch Nichts mehr zu ändern. Der Abg. Dies 111 1a freigelassen. Solis man für weitere FäÜe vorbeugen? Der Bundeßrath habe ja ausdrücklich erklärt, damit eiiiverstanden zu sein, daß der Neichßkanzler in al1en Fällen, _in welchen die Verhaftung eines Reichstagsabqeord- neten erfolge, davon unter Angabe von Gründen dem Reichs- tage Kenntnis; gebe. Die Sache sei also für den Reichstag prinzipiell günstig geordnet, und man werde wohl künftig der- artige Fälle nicht zu beklagen haben.
Der Abg. Payer erklärte, da er seinerzeit ais Verthei- diger des Abg. Dies fungirt habe, und daher die Akten kenne, woile er nur mittheilen, daß, wenn sogar jener Omnibus- kalender, um den es sich damals gehandelt habe, verboten ge: wesen wäre, was nicht der Fall gewesen sei, der Abg. Dieß doch nicht auf frischer That betroffen worden wäre. Derselbe sei Zeständig gewesen, daß er (der Abg. Dicß) in seinem Buch- hän lerladen in Stuttgart an Jeden, der es verlangt habe, diesen Kalender verkauft habe, daß er auch verschiedene Exem- plare abgesetzt habe; dagegen sei er nicht eständig gewesen, und darauf aklein komme es an, am Tage einer Verhaftung oder am Tage vorher auch nur ein Exemplar des Kalenders verkauft und somit verbreitet zu haben. Der Richter, der nach seiner (des Redners) Auffassung fahrlässiger- weise, unbedacht, den Kollegen Dicß damals verhaftet habe, habe seine Ve:haftung entgegen der Reictherfassung damit zu entsckx-uldigyn versucht, daß derselbe den Zustand der Bereit- schaft 075 Abg. Dies, jedem Beliebigen einen Omnibuskalender zu verkaufen, mit der That der Verbreitung selbst identifizirt Lade. Daß das ein fanx pas; des verhaftenden Richters geme- en sei, sei klar; und somit sei auch,festgeste11t, zumal der Kalender gar nicht verboten 1121011111 sei, daß eine Verlesung dcs verfassungSmäßigen Vrimicgs vorliege. Er meine nun nicht, daß die Autorität der Gerichte leide, wenn der Reichs- tag den Antrag Kayser." annslmie und feststelle, daß ein Ein- zelner Richter in einem einz-inen Falle unbedacht ge:
1
bandeit" habe; aber auch der Reichstag habe eine Automat, zu wahren, und seine Autorität könnte dar- unter [erden, und zwar gewaltig, wenn dkrfelbe fich 10 00116 we'rterés. bieten (affe, was damals in Stuttgart 1116181911611 sei. Die Antwort des B;1ndeSraths sei nicht be- friedigend; deshalb sei es sei Pflicht des Reichstags, wiederum e111§_A1_11wort-zu geben, man schaffe sonst ein gefährliches 511111111011. Mit der bloßen Entlassung 161 dem Abg. Dies EZM gedient, der Beschluß des Reichstags 10112 gleichsam eine ©1100? d?mselbdn gegeniiber sein. Wenn der Abg. 0011 Minnigerodeßrnéinc, daß der Rrichstag für 0110 Zukunft 001: 011011111811 Faller) durch die Erklärung des Bundeswtbs ge- 1161211161, 10 ski, dxßs ein Jrrihum. Was UÜHS dem Reichs- tage dre Benach11cht1g1mg, die dem Reichskanzler iiber eine 2111001111111; 51192119, wenn_nach€r, 11121111 der R€ich§t0g diese 2711110101111] als; eme veriqffungswidrigc bstracbto, die vsr: bundstsn Regierungen, sick) weigdrten, d€m Reichstage das_ aktxnmaßige _Material_ 0110511119181", und 01-11 Reichstag somit 1ammt seinen verfassungßmäßigen 2111101110080 kalt 110111»? Der " Reichstag ssi 011111) das 00rli€grnde Matsrml 0011110110111 berechtigt, weiter fortzufahrrn in dieser Sack)? 11110 101011138 iortzufahren, bi-Z man WiffE, daß das ver- [.“-1311 2110111 ssme Sühne gefunden 110730. WERU der RcicHItag dl€_§ 111cht 1111111 100110, dann wäre es 011111“, dersslbe verzichtete aus 11116 Privilcg_und iiberlirße 211 dem Ermrffén 01,1: cinzslnen Anitsricht-sr und M11 verbündeten Rezxierungen, 00 man dem 7111111121002 es gnadig gewähren 100116 für die 311111ka 0021? iiicht.
Dcr Antrag wurde darauf ange110mm€n.
Er? folgte 0113 erste und event. zweite Beraihung des 0011 dc11_9111115. ?EUJMQTM und GLUOffLU cingcbraciztsn 05211139111- 101111-3, [W?Wfsénö die Aßänderuna des Zoiltarifs vom 15. Juli 1879. Dkrislbe hat folgc-nden Wortlaut:
Txr Rciävkzigxg WOUE beschließen: dcm Liäkbstöbknkkn Gcseiz- e,“.iiriirke dre vsrsamunssmäßixie Zustimmung 111 6110011111: (5521615, bcircffcnd die Akäxiderung dcs ZdUtarifs 00m 15. Zuii 1879. Wir Wilhelm, 0011 (3501165 Gnaden Trutscher Kaiser, König 1011 Preußen :c. vcrwrdiien im Namen ch RciÖF, nacb erivlgicr ZUstinitnUng des Bundrsratüs und des Rrickéétag-Z was folgt: _ Hiriicr Nr, 26 115 3011101118 311 dem Gcfeyc 150111 15. Juli 1879 (R.-G.-B[. S. 207) wird eii1geschalietx Anmerkung : TW und Palmöl, zur Stearinfakrikatirn [".-stimmt, unter 5011371111ich1er Kdntrole eingeführt . . . . . . . . . . frei. Urkundlich JC.
__Dir Abg. Münch befürwortetß den Antrag, da es im In- iere11e4 dkr deut1chen Stcarinfabrikation liege, wenn die 0011 1111:_ asbrauchten Rohmaterialen zoÜfrei wären. Der Schußzoil 0111 Sisarin habe durchaus nicht die gehoffte Wirkung Zrhabk, 11110 nur durch Annahme dss heutigen 211111013221 wiirde man die Stearinfabrifation thatsiichlich schüßén.
Hierauf" nahm drr Bevollmächtigte 311111 Bundeörath, StaaiMkretar des Reichsschaßamts Birrchard, wie folgt, das Wort:
Msina Herrsn! ,Die iingünsiige Lage der Stearinfabrikaiion ist dén vdrdnxideten Y_Tcgierungcn nicht verborgrn gediieben und sie haben «111111111 '1cb0n fruher erwogen, auf welche Weise dieser Lage abzu- bclfßn 11111 kö,111_1te. DLZ Gründe für das Tarnicdrrlsgen und das Zuruckgehén dte1er Industrie find, wir der Herr Vorredner hervor- gebo'ben' bat, _m' erster Linie_ auf die Konkurrenz drr Paraffin- fabrtkatton zu _1ch1eben. Zn die1er Beziehung liégt ein Antrag nicht 001, und eI"WTrd auch 100171 auxgcscbloffen sein, nach dieser Richtung [1111 den Wunsckyen der Stearinsabrifanten etwa entgegen zu kommen. Der zweite Grurzd, weshalb die Stearinfalirikaiion sich in grdrückTer L_agc befindet, ist die Konkiirreyz des Auslandes, und es kann nicht bekaxxnt werden , daß die1e fortwährend eine gesteigerte geworden 111. _Jm Jahre 1879 „bei Feststellung des Zolitarifs find aUerdmgI Zrllanderungen0121601011611 worden. Es ist ein Zoll auf Palm01_ ZMD'JUf Talg in der Höhe von 2 e“: eingeführt worden, anderer1eits 111 aber der 3011 (111,1 Siearin erhöht 0011 3 „M auf 8.451 Die verbündetetz Mgierungen Hatten nur eine Erhöhung von 3 „Fi- auf 6 016 vorge1chlage_n. Auf den Wunsch der Interessentdn im hohen Hume wurd? aber b21ch1011811 den ZolL auf 8 „ck zu erhöhen, und diesem. Yesckyluß „haben die verbundeten Regierungen zugestimmt. Die Einfuhrung eines Zoiies auf Talg und Palmöl wurde als 11011)- wcndig anerkannt und zwar im Interesse der inländisckycn Fabrikation.
Metin. yanieiitlici) der Herr Vorredner sagt, dkr Zoll“ auf Pa11_1161_1e1 e1n_ Fmanzzol], es werde im Jnlande gar nicht Hergestellt, so ist dies gemß nicht zutreffend, Palmöl wird allerdings herchicllt aus Palmkernen in beträchtlichem Maße. Die Industrie befindet sich in erfreulichcm Aufschwunge, und der SMM- zoil von 2 „M Hat unzweifelhaft dazu beigetragen, diese Industrie zu beleken. Die verbündeten Regisrungcn haben, als die letzte ZoUtarifoorlage aufgestellt wurde, erwogen, in Welcher Weise der bedrängten Lage der Stearinfabrikation abzubelfen sei. Es waren von den Fabrikanten selbst zwei Wege als geeignet bezeichnet ivordcn, entweder der jetzt in Vorschlag gebrachte einer Aufhebung ch 3011613 auf Palmöl und Talg, oder einer Erhöhung des Zolics auf Stearin. Nach Lage der Verbältniffe konnten die verdiin- deten Regierungen nicht zwäfelbaft sein, daß der letztere Weg der geeignete sei. Um dies etivas näher zu be riindkn, gcstatte ich mir einige Zcxblen bezüglich der Ein- und AUÖZUZW vorzutragen. Wenn die Stearqubrikanten außer Stande gewesen wären, die Aus- fuhr unter der Herr1chaft des neuen Zolltarifs in dem frühercn Maße aufrecht zu erhalten, so wäre vielleicht zu erwägen gewesen, 01) man ihnen in der Weise hätte Hülfe zu Theil werden lassen können, daß der Zoll auf Palmöl und Talg erleichtert oder aufgehoben würde. Nach der Statistik ist das nicht der Fall. Die Ausfuhr hat fick) nach Einführung des Tarife?) von 1879, sonycit aus der Statistik ersichtlich ist, nicht wesentlich vermindert, und nach dieser Richtung 1111: Neben die Klagen der Stearinindustrie weniger. Die Statistik giedi fceilixh nicht die Zahlen, für den Stearin allein, sondern gemi1cht fiir „Stearin, almiitn, Parafin und Wallrath'. Es kann aber 100111 keinem weifel unterliegen, daß die Ausfuhr und Einfuhr des Stearins dabei 11 erwieaend ist.
Die Ausfuhr betrug von den genannien Ariikeln im Jahre1877 über 29000Doppclcentncr, 1878 34000D0ppclcentner, 1880 beinahe 27000 und 1881 über 34000 Doppelceniner. (Hs ergiebt sich hieraus zwar ein gewisses Schwanken in der Ausfuhr, man kann aber nichr behaupten, daß nach Einführung des neuen Zolltarifs die Ausfuhr tvcsent- lich herabgcgangen sei. Ganz anders stelltsicb das Bild für die Einfuhr. Die Einfuhr war allerdings vor dem_ncuen qultarif eine Verhältnißmäßig geringe, sie ist dagegen nach dic1em Taris eine sehr starke xicworden. Was ist denn nun aus diesen Thatsachen zu entnehmen? Der ein- xacbe Schluß, daß der Schutz des 301115 11icht außreicbend aswesen ist ür Steaua und der V0rsch1ag dcr verbündeten Regierungen