Unzulässigkeix der VerurtlJeilung zum Ersaß dcs
Wertbs der. bei eini'm Jag vergehen gebrauchten
Gewehre, 1111 Falle Zis nicht bcigebrachtwcrdcn onnen.
Strafgesetzbuch §. 205.
In der Strafsache wider den Nagelschmied M. von Sch. wegen Jagdvergehens
hat das Reichögericht, Erster Strafsenat, am 7. De: zember 1882
nach mündlicher Verhandlung für Recht erkannt:
das; _die Revision des Staatöanwalts gegen das Urtheil dcr Stra1ka1nmer dcs Großl). H. Landgerichts zu G. vom 4. Ok: tober 1882 511 vdrwcrfen und der Staatskasse die Kosten des Nechthittel-Z aufzuerlogen.
Gründe.
Die Revision des Staatöanwalts erhebt die Beschwerde, daß bei der Vcrmtbcilung des Angeklagten wegen Jagdvcrgcbens zu Gefängnis;- strafe, sowie zur Einziehung der Schießgewcbrc, welche er bki diesem Vergeben bci "1111 führte,_ nicht zugleich in Gemäßbcit des §. 23 des Großb. Hess. agdstrafßcstch vom 19. Juli 1858 die Vcrurtbcilung zum Er1axe dcs Wcrtlycs diescr Gewehre, im Falie sie 1111111 bei- gebracht Werden könnten, erfolgt sei. Die Beschwerde erscheint in- deffcn unbegründet. Rack) §. 40 dcs Str.-G.-B. können Genen- ständc, welche zur Vcriibung eines vorsäyliwen Verbrccbcns odcr Vergebens gebraucht worden oder bestimmt gewesen smd, sofern sie dem Tbäter ddeyTbeilnehmer acbörcn, eingezogen werdcn, und (11 wird 1onach dte Konfidkatton als die 11achtbeilig1e Fdlgc cincr Straf- jbat, welche als cin selbstverscbuldctcs Ucbcl c111p1undcn werdcn sol], mithin als" eine Strafc'aufgcfaßt. Es bemerken denn auch die Md- tive auddrucklicb, 121 sei die Konfiskation zwar nicht als eine Ver- 111ögcnsstrafe, aber doch als eine Nebenstrafc betrachtet wvrdcn, Wclche zur “Sicherung dcs Strafz1vccks dicnc, indbesondorc zur Verhütung fcrnercr strafharcr Handlungen mitwirken sOÜT, Dic Kennzcichnung dcr Konfiökatton als einer Ncbenstrafc entzieht dcrsckbcn nikbt dcn (Charakter einer wirklichen Strafe: und es bcfiHt viklmcbr die Nehm- strafe nur die yon einer Hauptstrafe abweicizende Eiacntbiimlicbkcit, daß fie nur in Verbindung mit einer anderweitcn Strafe verhängt werden kann. Der vorliegend zur Anwendung gcbrackyto §. 201“) des Strc-fgeseykuci's stimmt nun mit dicser aUgc111cit1cn«Idrsäzriftdcs „H. 40 des Strafgcsctzbuckw nur insonwit nickt itbercin, «111- dic 51011- fiékalion hier als ciyc nothwendig: vorgcscb': und auch dann aud- zusprechen und zu vollstrecken ist, Wenn die zu dem Jagdvcrgcbcn [re- nuytcn Grgcnständc nicht dem Verurthciltcn, sondern Dritten, sklbst bei denz Vergehen in jcdcr Beziehung unbctbciligtcn Personen gkl)örc11. Daß die Konfiskation in §. 295 dcs Strafaescvbuws nicht in das Ermessen des Gerichts gestellt wird, läßt ihren Charakter als Strafe noc?) deutlicher, als dies in I'. 40 dcs Strafgeseybucds dcr Fall ist, bcrvorjtctcn, während anerdings durch die Vorschrift, daf; (11111) 1111- sibuldigc von derselben sdücn betroffen Werdcn können, diese Straf- natur wenizcr ersichtlich macht. Jmmcrbin liegt jedoch im „H. 295 W Strafgcjelzbucbs cin Anhaltspunkt dafür jiicht vor, daß im Hin- blick auf den bcstraftcn Tbätcr dic Konfiskation nicht als Eine dcm- sclben zuerkanntc wirkliwc Strafe zu gelten habe. Ist aber die Vcr- bängung der Konfidkation cine dem Tbätcr zucrkannte Strafe, 11) muß das Wescn dersclbcn auch nach den von dem Strafgesekbucb be- züglich dcr Strafen aufgestellten allgemeinem LHrundsäch curtlwilt werdcn. Nun scchigt jedoch das Straigcschuck), abgc1cl11'n von dem speziellen Fall dcs §. 335, davon, daß an die Stelle dcs Konfiskats icin Acqutvalent in Geld trcten könne, und (*I muß darum cine dcr- artige Um1vandlung der Strafe der Konfisfation 11'1r unberechtigt ge- halten werden, zumal dieselbe steh im Widerspruch mit dcr Auffassung der Mytivc befinden würde; das; durch dicEinzielmna der betreffenden Ge en1tände insbesondere die Begehung fernercr straibarcr Handlungen der ütct werden solle, 1vclchcr Zweck zwar durch die Einziehung der wirklich zur Ausführung der strafbaren Handlung [*cnutztcn odcr be- stimmt gewksenanegcnstände crreicht Werden kann, für den aber cine Umwandlung dis Konfiskats in ein Gcldäquivalcnt bedeutungslos cr- scheinen „muß. Außerdcm würde in dic1cm Falle kaum geleugnet werden 'können, daß *cik Konfidkation cine Vrrmögcnsstrafe sei, als Welche sie doch die Motive nicbt betrachtet wissen Wollen. Unchifel- haft_ 111111. Wc_1tcr abcr 1111111 das Strafgescybitw, abgesehen 11011 der vquwgcnd 1111111 zutrdficndcn dedsalisigcn Bestimnmng in §. 5 des Ctyfubrunndgcwchi, 1o1vohl_ die Materie dcr Konfiskation wi: dic- KMM dcs 811911181111111'11-3 er1chöpfcnd behandeln, und es smd sonal!» csondcrc 241111111111111111211 dcr Landesgescye in dicscn Richtungen aus- geschlossen, Betrachtet 111a11_ nimmcbr die [1111 111111111 igige Bcstim- mung _dcs Grooßk). H.J_ax1d1tra1gc1c1;cs, so muß anerkannt wcrdkn, daf; dieselbe 1111 W1dcr1pr11ck mit dem Strafgeseybiich steht und darum nicht anchendct werden darf. Denn man kann in dieskr Bc- stimmung nur cine Umwandlung dcr nicbt voi!;i*'bbarcn Strafe dcr Konfiqution oder auch eine Mntucllc Strafvorschrift findkn, das Strafac1ct;buch aber kennt weder eine solche Strafe, noch einc der- axtige Stra'fvcrnmndlung. Nicht n_*c11igcr würde die betreffende Bc- sttmmunu silb als unhaltbar (1111111111, 1111111 man 110 auch von dem Gesichtspunkte ciner Verwirklichung des fiskalischen Anspruchs auf die
8
instruwexnta (31 (1111108113. 808161'18 aus betrachten wollte, weil dieser Anspruch, insowcit cr lcdiglikb aus einer Bestrafung bcrgolciiet wird, nicht umfangreicher sein kann, als das Rcwt auf den Strafvollzug, Welcher aus dieser Bestrafung entspringt. Ob im Fakle besonderer cidilistischcr Voraussetzungen, im Falle also etwa die Realisirung der aiisgesprowenen Konfiskation durch Vernichtung des konfiözirten Ob- jekts unmöglich gemacht worden 1ein 10016, das Aequivalent desselben 111 der Form eines Schadensersayanspruchs von dem Vernrtbeilten oder einem Dr1tten gefordert werden könne, kann dabingcstxüt bleiben. Dcn_n der §. 22 dcs Großb. H. Jagdstrafgesc es betrachtet die zu- gela11cne Vcrurtbeilung zum Ersaye des crtbs dcs Konfiskats nicht in diesem Sinne, sondern als eine strafrechtliche Folge der Ver- urthcilung Wegen der strafbaren That. Das Rechtsmittel war 19111111) zu verwerfen.
Ilnfcchtnngsklagc gleichzeitig gegen den Ver:
tragtögcndsscn und den Rechteönachfolger des
Schuldners; Streitgi'ndsscnschaftsvorhiiltni'; Eidcszuschicbnng an bcidc Beklagte.
Anfechtungszgcscß111111121.4111li1879§. 1,§. 11.
-
Civilprdzcßordnung §. 418, §,5§1,§4:14,
_Jn Sachen 1“ des „11111111111111116 C. W. B. “11 G., 2) der Ehe1rau „ch rii cron Fdrstgeldcrlwbch E. in F., Beklagten
und Rcvmdnskläger, wider dcn K. Pr. Forstfiskus, Kläger und ?)kevisimicsbeklagtcn,
[1111 daS Ncichgcricht, Fünfter CivikSe'nat, 11111 9. „De: 3911111611882
für Recht erkannt:
Das am 15. Mai 1882 vcrkiindcte Urthcil des ersten Civil: 101111th des K. Pr. IberlandchgcrichtS zu M. wird, sowoit es die crstinstanzlicdc Entscheidung zum Nachthcilc des Mit; bekla ten B. abgeändert hat, aufgehoben; im Uebrigen wird di? ?) cvision zurückgewiesen. In der Sache selbst wird dahin cr 1111111:
1) Es bcwcndct 1111 dsr a11111'griffc111'11 Entscheidung lm: züglich der den .“)chlagtcn auferlsgtcn Sido und der fiir den Lcistnngsfali und Nick)tlcistu11gsfall beider Eidv, sowie 111" den Nichtleistungsfall des dem Beklagten Y.laufsrlcgtcn Eides in der Hauptsache bcstinnntcn “0 gen.
Fiir dc11 Fall, das; der Vcklagtc B., nicht aber die be: lagtc C., den Eid leistet, wird der K*liigor dem B1“- klagtcn B. gegeniiber mit dsr Klagc abgewicscn und 3111" Widcrklage vcrurthcilt, wie Sdlckch in dem an; gcgriffenen 111111811 fiir don Schwörung§1all beider Eidc gc1cl1cl1cn ist, dagegen worden der Beklagten C'. gogon; iiber die Ckssionen vom 4. 9101111111161“ 1879 durch welche der friihere, Forstgéldkrerlwbcr C'. die iir ihn (1111 7». Nr. ] Abtheilung ]11 Nr. 7 und 11 (*in: gctragcncn, mit 6 pCt. vorzinslichcn Xordcrungcn 11011 427MB (11: 1111d 1723112 „111 nebst „,', 1111911 an seine Ehefrau (1111191191011 hat, zu Gunstcn os Klägers fÜr unwirksam erklärt.
3) Wogen der Kosten wird Folgonch bestimmt. » » »
Entscheidungsgründc.
Dic 31111118 ist, dig Anfccbiung (1118 Nm Ncichcscxe 110111 21.311111870.“ SLL i1t 12111111 die bindkndcn 1batsächlichcn Fest- stellungcn dcs Berufunsisiiwtcrs bcstbränkt i[)rct11 Grunda nach auf dic„A111cchtung aus §. 3 Nr. _1_ dieses Gcsthes. Sic richtet sick) zu- 1111'111) 11111011 dcn VcrtragSgcndUcn dcs Sck111d11crs und gcgen dessen 3111'111311a1111olgcr aus singulämn Titel. Mit Rockt ist der Bcrufungs- richtcr davon (111Sgc11a11gen, das; cs sicb dabci um zwei verschiedene A111'111üi'11cbm1dc11, 1vclche icbcn cinandcr gkltcnd gemacht werden könncn. Dic Anfccbtungsklaac ist11icht [cdingt dadurch, daf; das, was (1115 dcm chnögcn ch Skbuldnch [*krauÖ-gcaangcn ist, sicb im 25111131" W Bcklagfcn bcfindct, ihrs Grimdlagk ist *kl'l' 1101115, dcffen sich der Schuldner untcr wiffcntücbcr Mitwirkung des Andcrn gigen seine Gfädbigor 1'c12111diz1 gonmcbt bat. Dakaus folgt, da der Andere von der ihm nach „H. 7 a. (1. O. oblicgcndcn Rückaewä r fich nicht darch C1711chlch1gun11 dw Bcßyes des vom Sclnldncr Er1vorbenen befreien kann, sondern den Wertl) crseßen muß, falls die Anfechtung
Entscheidungen dÉZ Reichs-Gerichts.
“ ._.“.
. '
Besondere Beilage
„11111 Deutschen Reickxs-Llnzcigcr und K
oniglich Preußischen Staats-Anzeigcr.
Berlin, den 28. Februar 1883.
Beglaubigung des auf Betreiben eines Rechts- anwalts oder im AnwaltSprozesse zugsstellten Schriftstücks durch den Gericht?:vollzieher.
Civilprozeßordniing§ 15621111. 2.
In Sachen dcs Rittergutsbesißors v. O. auf R., Beklagten und Revisionsklägsrs,
wider
den Rittergutsbesißer A. L. zu G., Kläger und Rsvisions- beklagten,
hat das Mickxsgyricht, Fünfter Civil-Senaf, am 22.910- vember 1882
fiir Rccht erkannt:
das am 28. Miirz 1882 vorkündete Ukthéil dss Zweit?" Civil: Senats dds K. OberWandsSgerickUs 511 P. wird aumshobcn, und wird die Sache zur andcrweiten Vsrhandlung und Ent: scheidung in dic Berufungsinstanz zuriickvx'rwieskn, die Ent: sckeid11ng 111191: die Kosten der Revisionsinsta11z bleibt dem künftigen Endurthsilc vorbslwltcn.
Entscheidungßgriinde:
Seitkus dcs Rcvisionéklägc's ist gkrügt, daß unter Vk'kli'WlUg des §. 4 der Grundbuckwrdnuug auf dic Kajastcrkarte cin 1111gcbörtges (Gewicht Jclcgt, und die E11111'1'nd111111111 dcs Beklachn zu Unrecht (1111 Grund des Jdbalts dcs (HrundbUOs vsrworfsn worden 1"'111d. Gcanc- rischerscits ist dies besttittcn, aber auch darauf" hingewiesen 1119'rdc11, daf; ddr Vorderricdter dic 1111111511111] erhobene ?)111111' der 111131110111111111 dcr Bkruiung Wegen 611118 die Wirksamkeit der 3111111111111] a111kck§bc1ie dcn Mangcls dcr Berufungsschrift 12117181111111'11111111) sur „111118111111st erklärt habe. Dicscr Mangel 1011 darin [*cstcbc", das; _d1c 5111911161111? Abschrift der Verufungdschrift von dem (Gerich1ddo1[zi§l)er1tnit donndcm Anwälte dcs Beklagtcn [wglaubigt worden. (Es staat sick) zunczkbst, ob l;?erin ein Umstand zu 1111611, dcr_ die 6111111111" 3111111111111] 1111111111111 macht, in Folge dessen die Vsrufunchbrift versäumt war - J§. 417, 497 der Civildrozcßordnung _ nnd die Rcdi1id11 11111111 dad d1e_Bi= rufung aus (111dcxcn Grünch zuriickw-„isende Vorderuxtkl 1111111 1111011 (11113 dicscm (Grunde keinen Erfolg baden kmm. ,
§.156 Absay] bes1in1mt, daß die Z 11 stellwng 111 dcrllzsbcr- gabe der zumstellcndcn Ansfcrxigwig oder cmcr bkglaubxgten Abscbrift dcs zuzusteU'kndcn Schri1tstiicks bastel) c, ,
Absaß 2, daß die Beglaubigung durch dZn Gericht?“- vollzieber, bei den auf Bctrcibcn von_Rc_ci1tsa111valtc11 oder in Anwaltdprozcffcn ziizusthkndcn Schriststuckcn durch den An- walt, bei den von A111tswsgcn zuzusteüendcn durch den Ge- richtsscbreibcr grschcbe. _ „
Nach dem Wortlaut ux1d dcr Nedcncinandcxstclbzng ddr Sayx'ge- hört die beglaubigte- Ab1ch1ift zur Zustcllung 1111 ngMUlÖW Emine als notbnwndigcs (Erfordcrniß. derBcglaubigyngsakt1clb_1t 1111111. Der [613th8 ist cin Wrbkrciécndcr Akt, 1111111911 1111? all_gemcms Fdr111 dcs Gegenstandes der 3111110111111 bezweckt, während dn" bcsondcrc Forzn und der Inhalt sick) 11.111) anderen 316111111 0111111111111. Ob, die 1,11 Absay 2 angeordnete Hcrsteüung chCk ÜUJLKUC1111'11 “(191111 „9111111111011- sches Erfordernis; fiir die Zustellur'g im AilgcmcUYii ist, 111 11119111 Unterfchisdc dcr dispds'itchn Ausdrücke in bcidcn Satxxnz und bei dsr als Regel Wrangcstcl Ton Bsglaudigung durch den Gcr1ckt§doli11chcr mcbr als z1vcifell1aft, abcr sclbst angenommxn, dik*2l11o1*d111111g “3111111132 sci obligatorisckvcr Natur, so läßt sich doch nicbt behaupten„ das; jede Vlbwcicl'nna von dcn geskylicbrn 52111111d111111111'n, wclwe die 11111 dch11- stellung zusa1n11iknbä11gc11dc11 »H1111dl111111111 bc11*cffc11,_ _dcr [Extcch- dre Wirksmnirit benchmc. Das (Gesetz 110111 1111111 1111chct1_«11111111161111'11 Grundsaß 1111111 (1111, 25 111111 111111111111“ nur §.1-4 «. (1. Y;_dlt'11*111111311 Monwntc 1611, deren Bcnrkundnng notb111111d'111 311111 2111111112 der 511- steUung (1911611, Die Bedeutung"don'Znstellu11,:§vdr1(111111811, dercn Woscmliäkkcit 1111" dic Zustellung 1111) 1111111 klar 11113 dc111_(3,51*1c_x;c cr- 11'1ckt, bedarf dabei" in jcdcm 811151111111 Fallc d11'P1111111111111Bc- zickwng auf das «5811151111117, in 111cli1*1'111_ 116 511 dem (1111191111'1111'11 chckc, dcn 111111111111 (»Bcßxnstand der 3111110111111 11111 Z11dc1la111gkc1t in die Hände der bestimmlcn Pcr1'011 311 1111111011, 11111611. ET“ laßt
sich nun aber, da es sich im vorliegenden Falle nm die Bkglanbigung
„_,__ ___. „-. „.___ * ___, „._--.„Q
cincr Abschrift Handelt, hinter Welcher der Gcrickytsvoüzieber wieder die von ihm zu beglmibigcnde Abschrift dcr Zustellungöurkundc zu setzen batte _ §.173 a, a. O. - und da der Gerichtsvoüzieher cin öffentliOcr Beamter ist und die Bcglaubigung durch ihn dix Regel bildet, nicht (1111111111, inwiefern jouer allgemcine Zweck durä) semc Be- glaubigung an Stelle des Anwalts beeinträchtigt wcrdxn, und m?- bcsondsre feiticr Besckwinigung einc gi'ringcrc Glaubwürdigkeit ber- wobnén kön11?e als dcrjsnigen dIJ Anwalts. Sodann crgix'bt _d16 Ent- stehung dcr Vorscdrist, das; mit dersclbcn 1111115111ng bcab11cht1gt war, die Vidimaiion dcs Gcrich21811olizichcrs11ciAb1chri1tcn dcr bezetchnxtcn Art auszuschließen. Denn der neiwste Entw111f dcr LlU-gemxmcn Prozeßordnung enthält 1111 §.166 91111315 _3 11_cbcn dcm wc1c11tltchc11 Tbcixc dcs 1615111111 § 175.1. dic jedigc Vor1ch111t §. 151; 5211111111 2 'm1t Ausschluß dcs 10151611, dis Bmlaubignng 11111111 dyn Ggr1chts1ch1mber bktrcffcnden Salz s, und dic Molch? reebtfexttgten d181clbe nur der angeblichcn Zweckmäßigkeit cincr Brglaubrgung, und bemerkten wsitcr: Zn An1valié13wzcffcn, wie in allen FMM, 111 11211211 die' Zu- stcÜung duni) eincn Rckbtsanwalt bctricbcn 1v1rd, b1c1bt d1e1cm dic Bcglaubigung übrrln1'11'11, anderenfalls erfolgt sie durch den die Zustellung ausführenden Gerichts- vollzicbsr, _ _ ' (Kortkampfscbc Llusgabe dcs E1111v11r16 mit Motiven), dic JUsii1-K0111111111'1011 fügte sodann 11111 dcn dtchglaubigung "11111115 DLZ (JsriÖtÉsckzrcibch betroffendcn Satz hinzu, Wabrcnd dle, verandertc Stcllung der Sätze d11rck die' Redaktions-Ko111111i1'1'io11' bkwlrkt wurdc, dime daß der Si1111 und Zchk der_Vorsck)riftIrgc11dw1c ct11cr_1vc1tercn Erörterung unterzogen worden i1t. - (Suchy, Prochordnung Seife 251.) , „ _
Mit der fich hieraus ergebenden freisrcn chdiziung des 521111. 2 §. 156 steht dann 111111) 'die auf („Grund dis J. 141.) __des ©011cht8= wcrfasinngsgcsc 165 crlaffcne niinistcriellc Goshästsanchung fur d1c GLÜCOÉIUQUÜLZCT (Prkußiscbcs Justiz-Minjnxrral-Blatt pr'o 1870)11n 11011211 Einklange. Nack) §§. 20, 21 dcr1e1bkn baden d1c Gerichts- vollzicbi'r [11-1 allen, mittelbaren odcrx11n111ittelbarc'11, Au1tra_ge11 dcr Partien odcr FTM FLOOUUFFÜUHÜ dieÖZlißschan zuzu1tclJender Schrilstüce u ? lau1igcn, () ern 12 111 eckt Von einem Récbstsanwzaltcgbcalaubigt sind, und 111111" §. 22 daselbst hat der chiäsödoüzicbcr die ihm zugebcndcn Sck11111111che h111fichts [1111131- schrift und Beglaubigung zu 11111an und 'Amtandc auf dem fur- zcsten Wege, cvcntuell selbst 311 he1e111111'n.
NaCl) allkm dicscn hat der dedkrrikhfxr den (1115 Nm Zustellungö- mangel bergenommensn Einwand gcgen dre 311011111111; dcr Bcru1ung mit Recht VUWOrch. _ ' '
Dagcgsn sind die Rcdifionsbcstdwerden gegen die 111 der Sache selbst ergangene Entschéidung begriindet. - -- - » -- -
a-o
Ncchtsfolgo aus der cin"gctrctc111*n Verjahktwig des chhsclanspr11chs 11911911 de_119lcc9111a1ixen 1111 die Geltendmachung des Wcck1clrcgrcßan1priick16.
L*Zeckzsclordnung Art. 54. 77
J11Sach1nderKdnkUkSnmssk der ?)i. P.:Ba11k in P., 111311112111 durck) dcn dcsinitivon 111111k111*«3111*1*walter Kau1mann B. 5,11 Cf.,
Klägkrin 1111d 7116111111111-31'11'1111'1111, wich" don Kaufnmnn 11. zu B., Beklagten und RevisidU-Zbcklagtcn,
11111 das MickWgericht, Erster CivilSenat, am “ZZ . No- 1101111101 1882
1111" 71111111 erkannt:
dic gogcn das 1111le ch “Fünften CivikScnatI W K. Yk. 51a111111011161'11111-3 511 B. 110111 28. 311111 1882 0111119101110 5111.-
,-*. . - -
111111111 wird znriickgo1vicsc11; dic 51011011 dcr 31101111101161111111113
wcrdon dor Rcv111011§kläg11111 111110119111.
„...-*;- ***-“W““..- „„, ,. „.
WYW,W W «.; „(„- „_ck-«.*, «;.-»- "**-.O