1904 / 13 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 16 Jan 1904 18:00:01 GMT) scan diff

Personalverändernugen. Königlich Preußisckxe Armee.

Offiziere Fähnricbe 2c. Errrennungen, Beförde- tun en und erseßungen. Jux aktiven Heere. Breslau, 12. anuar. v. Gabain, Oberli. rm, Inf. Regt. €Freiherr Hiller von Gaeriringen l()4. Posen.) Nr. 59, m das Inf. egt. Markgraf Karl (7. Branden urg.) Nr. 60 Versetzt. von Scheven Lt. im 2. Fatmod- Ulan. Re t. Nr. 14, Vom 1. Februar 1). I. auf ein F? r zur Gesandtschaizt in Bukarest kommandiert. (Hamp, Lt. rm Nasa,? Felsdart. Regt. Nr. 73, in das 2. Oberschles. Feldart. Regt.

r. 5 der e t. Nachwizisung der beim Sanitätskorps im Monat De- ember 1903 eingetretsnen Veränderungen. Durch Ver- iügung des Gencralstaböarztes der Armee. Mit Wahr- nehmun offener Asfisicnzarzistellen sind beauftragt wordcn:

2. Yezember. Dr. Heise, einjährig-freiwilligrr Arzt beim Jeldart. Regt. Prinz-Regeut Luitpold don Bayern (Magdcburg.)

r. 4, untrr Verscßmig zum Fußart. Neat. Enric (Magdeburg. Nr. 4, Forjabn, einjährig - freiwilliger Arzt derm Gro Herzog . Mecklenburg. Füs. chi. Nr. 90, unter Versetzung zum S [('„Sth- Holstein. Trainbai. Nr. 9, -- bside unter Ernennung zu Unterarzten

des riedensstandes. " F Wegener, Unierarzt beim 5. Westfal. Inf.

R Z.sDeZerrber. ? t. ir. .) . 828. Dezember. Sicpban, Untrrarzt beim 1. Masur.'Jnf. Regt. Nr. 146, Friki, rinjäbriii-freiwilliger Arzt deim 3. Nieder- Kies. Jnf. Regi. Nr. 50, unter Vrrseßung zum 2. Niederschles. Inf. egi. Nr. 47 und Ernennung zum Unterarzt des Friedrnsstairdes.

11. Dezember. Illing, Urgterarzt beim ]. Lothrtng. Inf.

Regt. Nr. 130, zum 3. Lothring. Jus. Regt. Nr. 135 drrseßt.

Königlich Bayerische Armee.

Offiziere, Fähnricbe rc. Ernennungen, Beförderuncien und Verseßungern. Jm aktiven Hccre. 29. Dezxmber. List, Fabnenjunkcr, Untrroff. im 2. Ulan. Regi. König, 'Sckxlee, Vizefeldw. der Res., zur Zeit dienstleistend im Eiseubabnbat., m dtrser Bak, Kaufmann, Fahnenjunker, Unteroff. im 2. Ulan. Nrgt. König,

«- zu Fähnriibcn befördexrt. .

11. Januar. Heydknrcr , Oberst ;. D. brim Bezirks- kommando Nürnberg, Hueber, berstlt. z. D. beim Bezirkslom- mando Ludwirishafen, - zu Bezirkskommandenrrn ernannt. Unicr- birker, Major 3. D. beim Bezirkökommando Landshut, zum Beztris- kommandeur, Frhr. v. Crailsheim, Rittm. und Eskadr. Chef im 1. Usern. ngt. Kaiser Wilhelm 11., König von Prcusxsn, zum Ad- Yutanten beim Generalkommando ]. Armrrkorps, Airlyanrr, Oberlt. es 18. Inf. Regis. Prinz Ludwig Ferdinand, untrr Brförderung zum Hauptmann, zum Komp. Chef im 8. Inf. Regt. Großherzog Friedrich von Baden, Buz, Oberli. des 2. Che». Regis. Taxis, unter Be- förderung zum Rittm, znm Eskadr. (Chef im 1. U'lan. Reßt. Kaiser Wilhelm 11., König von Prsußen, Kappler, Lt. rm 4. Inf. Regt. König Wilhelm Von Württembrrg, zum Erzieher am Kadettrrrkorps, - ernannt. Walther Von Walderstötten, Major und Adjutant beim Grrlrralfommando [. Armkrkorps zam Stabe des ]. Schwrren Reiterregts. Prinz Karl don Bayern, Ochxvill, Li. und Erzirlyer am Kadettenkorps, zum 4. Ins. Rrgt König Wilhelm Von Würitemberg, Ganzer, Feuerwerkslt. vom Art. Drpot Jngdlstadi, zu xenem in Germersheim, untcr Kommandicrung zum Kaikcrlichen Arr. Depot

Meß, vrrfcßt. Esckoenlobr, Oberfeuerwerker von der Ober- feuerwrrkerscbule, zum Fynerwcrkslt. bcim Art. DLPot Ingolstadt befördert. Rüber, Oberlt. des 12. Inf. Regis. Prinz Arnulf, zum

29. Februar d. J., Wucbrr, Obrrit. des 15. Inf. Regis. König Georg von Sachsen, zum 1. Februar d. J., vom Kommando als Jnsp. Offiziere an der Krixaßschulr rntlwbegr. „Rosenscbon, Oberli. drs 6. Inf. Rxgis. Kaiier Wilhelm, KömIgi Von Preußen, zum ]. Frbruar d. J., Storck), Lt._des 2. Ins. rgts. Kronprinz, zum 29. Fkbklxäk d. J., - als Imp. Ofxizicre zur Kriegsschule, kom- mandiert. du Jarrvs Frhr. 1). La Roche, Oberlt. a.'D., mrt dem früheren ,aient (übrrzäblig) im 10. Feldart. Regt. wrederangestellt.

Abs iedsbewilliaungen. Jm aktiven Heere. 29. De- ember. Frhr. v. der Heydte, Major beim Stabe des 1. Schweren iKeiterrr-gts. Prinz Karl von Bayern„ mit der Erlawbnis zum Fort- tragen der bisherigen Uniform mit den bestimmunaßmaßigen Abzeichen mit der geseJlicben Pension zur Disy. gestellt. M'tcbxler, Hauptm. und Komp. hef im 8. Inf. Regt. Großherzog Friedrich an Baden, mit der Erlaubnis zum Tragen drr bisherigen Uniform mit den für Verabschiedeie vvrgesäoriebrnen Abzeicbcn mit der gesrßlicben Pension, Frhr. v. Andrian- Warburg, Oberstlt. 3. D. und Kommandkur des Landw. Bexirks Ludwigsbawn, mit der Erlaubnis zum Tragen der Uniform des 18. Inf. ngts. Prinz Ludwig Frrdinand mit den für Verabsrlxirdete vorgeschriebenrn „Abzricben, untcr Jortgewädrung der Pension, -- der Abschied bewilligt _ ,

31. Dezember. Frhr. 1). Wylier, Lt. des Inf. Lcrdregtß, kommandiert zur Kriegsakademik, mit der geseßlichen Pension der Ab-

schird béwilligt.

11. Januar. Dippert, Oberst z. I). und Kommandeur des Landw. Bezirks Nürnberg, mit der Erlaubnis zum Tragen der Uniform des 9. Inf.Dir-gts. Wrede, Schrickyenzuber, Oberstlt. z.D. und Kommandeur des Landw. Bczirks Landshut, Schwenk, Hauptm. 3. D. und Kontrolloffizicr brim Brzirkskommando ], München, diesrm unter Vcrleihyng der Aussicht auf Anstrliung im Zivildirnit, _ bridru mit der Erlaubnis zum Forjtragen drr bislxcrigrn Uniform, » säxnilicbcn mit den für Vcrnbichiedcte vorgrirlyrirbrnen Abzriclprn, unter Fortgkwäbrung drr Pension, Zrilkr, Sousdrigakier drr L-xibqardr drr Hartsckoiere, unirr Vrrlribung drs Charakters als Premierbrirxadirr und mit drr Erlaubnis zum Fort- tragen der bii'dcrigsn Uniform mit drn für Verabschiedete Vor- geschrirdensn Adzriwrn, mit ikr grießlickycn Penswn, - der Abschied bewilligt.

Beamte drr Militärverwaltung.

3. Januar. Tr. Stark, Unterroctrrinär, znm Veterinär im 2. ,bei), Regt Taris, Wurgrr (Vilsboirn), Hütber (Augsburg), Huth, Lana (Würziwrzx), Borst (Landau), Born, Seeber ( * ürzdurg), Uxiterreisrinäre, ji: Vétcrinärcn in der Res., -- befördert.

Deutscher Reichstag.

12. SiHUng vom 15. Janaar 1904. 1 Uhr.

Tagesordnung: JntrrpeUann der Abgg.Dr.Jrinecke und Dr. Böttger (nl,):

„Aus wrchen (Griinden Hat der Herr Rrichskanzlrr es friiher 1liii€kl€1ff€n, cinen Grfeßcritwurf _dorzulegrn, durch wrlcben cgrn die Lei Hrrsicklung und Vrrönrnilickyrrng einer prriodinbrn Druckschrift bcteilirxten Prrsonew der ZeugniSFwang' zur (Er- miitr-lung der für ihren Inhalt 11rafrrchtlich verantwortliche!" Pcr- sonen ausseirlylosssn wird“.“

Ueber drn Anfang der Sitzung wurde m drr gsxrrigrn Nummer d. Bl. berichtet.

Abg. Dr. Jänecke (sortsabrrnd): Man kommt zu drm un- weigrrlicben Ergebnis, das; sowohl dom Prozcffualen, wre dom menschlichen Standpunkt aus diese Anwendurxg des Zwanngcrfabrens absolut rrnbaltbar ist. Aber auch vom rein richtrrltchen “Standpunkt, vom Standpunkt eines Richters mit cheda1cre§krr Grfinnrrng (1116 ist fie unhaltbar, und es würde ferner kein anitaudtser Leier mehr ein Blatt in die Hand nehmen, Wenn er Wkiß, das; de „e'n'Redaftr'ur eine ihm unter Diskretion gemachte Mitteilung pret§gtbt. _ Ich hoffe, das Zentrum steht dieser Frage noch ebenso gegenuber wie der Abg. Windtdorst, der seinerzeit erklärte, wie beim Arzt, so sei es auch bei den Redakteuren in den Verhältnissen begründet, daß'sie das, was ibnen vertraulich mitgeteilt ist, für sich behalten. Die Prrffe bat )- noä allerhand Beschwerden mit bezug auf die Judikatur und die in

ewifser, O, ie'bun "man elbafte Anpassung an die außerordentliche &ntwickesm? "**der Festen Jahrzehnte. Was aber eeignet ist, die Ver- treter der resse" ewiffermaßen zu deklassieren, it die Anwendrzng des Zen nisuvan s., Zßenn man heute schon dazu übergegaxr en ist, alle inögiiicbenIn tamen für die Haftbarkeit heranzuziehen„so 1 das mehr, als wenn es in"“ den Geboten heißt, daß die Vater heimgesucht werden bis ins dritte und vierte Glied. Jetzt tnqurrrert man sogar die Zeitungs- frauen und die Seßerlebrlinge nach einem ?lutornamen, und dahei rst es durchaus nicht außgemacht, daß durch dies Verfahren auch n'xrm'er der wirklickz Schuldige getroffen wird. Es ist sogar schon moglich geworden, aT die Staatßregierung den Zeugnißzwang angewendet h_at, indem iaatli e Organe festzustelien Versucht haben, 'von wem eme Mitteiung in die Zeitung grbracbt wordezr ist. Dre Abschaffung ist also auch vom Standpunkt der Staatskatson aus geboten. 5lVenn man eingeWendet hat, nach der Abschaffung des ZWIMSZWMJS kdnnte ein Redakteur auch bei einem Verbrechen das Zeugnis verwrrgern, so kann bxi-einer ansiändigen_Prcffc _davvn gar keine Rede sem. Es ist bekannt da oft, wo die-polizetltcben Nachforschungkn Versggt haben, dur die resse die Aufrrckung einrs Verbreckysns erfolgt rst. In der deut chen resse ist ein klares und unerschütterlichrs" Gefühl für ihre Ebrenhaft gkeit und für die Verantwortung, die src tragt, vor- handen. Eine Verschärfung unserer Strafgrseiigcb'ung mri bezug auf persönliche Beleidigungen durch die Presse kann gar nicht (19111113 rmpfoblen wrrden. In En land, dem Mutterlandc des Konsirtuttonalisnms, wird die persönli e Ehre im öffentlichchebcn durch die Gerichte'auf das allerschärfstellgewahrt. Ich möchte hier an die sozialdrmokraUsÖe Presse den Apps richten, in dcr Hrranzishun ll'yd politischen Vcr- wertung persönlicher Dinge fick) die grbotene Bekirlprankung aufzirerlcgcn im Interesse der gesamten deutschen Prrsse. Ucbrtg€ns hat sich die Presse mit ganz verschwindenden AuSnabnien drn Folgezr, die das ZewntI- zwangsverfabren für fie gehabt hat, nrcht _entz'ogen, 116 hqt das Redaktions- geheimnis nicbt preißgegebcn und damatrmen Brwcis won Cbrgefühl geliefrrt, das ihr zur höchsten Elyrc gewicht. Jcl) möchte dcn Staats- sekretär bitten, die Frage nicht nur juristisch zu erörtern, wndcrn [ms auch zu sagen ob wir in kürzester Zcit geseßgebrrtsche'I)iaßnabmcn zu erwarten liaben. Mit der Absrbaffung dss Zer1gi11szwa11_grs zu warten bis zur endgültigen Str'asvrozcßrcfdrm, geht doch nicht an. Daß man in Preußen übrr diesc Fragr frirbrr garrz andrrs gcdachi hat als heute, zeigt die KabinettSordrr Friedrich Wilhelms 111. Vom Jahre 1804; darin heißt es: das;, weiin cin Rcdaktrur begründcts BescbWerden vorbringe, man ihm dafür viel mehr danken müsse, als ihm Unannebmlicbkeiten zu bereitcn. Nicht jedem könne zugemutet

werden, sich den Unarrrrcb1111ichk€iicn ciner oifizirllcn Drnunziation auSzuse en. Eine anständige Publizität „dürfe deshalb nicht unterdruckt werden, wéil ste Pflichtwrdrtgkcrten odrr Nachlässig-

keitc'n böswilliger Unterbeamtrn öffentlich zur Sprach? bringc. So urteilte man vor fast 100 Jabrrn in Prrußrn, als man weder rinc Konstitution noch eine Preßfrcihsit batte. Heute bcobachtcn die Re- ierungßorgane gegenüber der Preffe eine gewisse Gebeimniskrämcrei. ian läßt Mitteilun en an die Pros; xrst dann gelangcn, wenn es nicht mehr anders e t. Dadurch schadigt man aber die aligemeinen Jnterrffcn und ziet eine Hintertrrppenpolitik roß. Wie schädlich ein solches Verfahren ist, hat fick) erade in der cßtcn Zeit brzüglicl) der Uniformen und Bekleidungsstü e in der Armeegezeigf. Cs likgt auch im allgemeinen politischen Jnterrffc, daß die Aufdrckung Von Schäden nicht allein der sozialdemokraiischn Presse übcsrlassrn bleibt. Man hat in maßgebenden Kreisen eine merkwürdige Schru Vor dcr Fre & Wollen wir denn etwa eine Indiskretion in der Presse efürworten? Die Presse selbst hat ein Jntkreffe an cinrr anständigcn Art der Verwertung der ihr zugebkndrn Mitisilungen. (Orr jrßige Zustand wird fich auf die Daurr nicht halten lassen, und auch die Verbündeten Regierun en werden sick) auf de'n Standpunkt stelicn müllcn: Gazetten dr": en nicbt genieret werden.

Staatssekretär des Reichsjustizamts Dr. Nieberding:

Meine Herren! Die Interpellation wünscht zu wissen, welche Gründe den Herrn Reichskanzler bisher abgehalten baden, in eine gesetzliche Regelung. des Zeugniözwanges gegenüber der Presse ein- zutreten. D*:r Herr Reichskanzler "könnte diese Frage mit der Gegen- frage beantworten: wie soll das Gesev lauten, das Sie zu baden wünschen? Ueber den Inhalt eines solchen Geseyes lassen fich sebr vxrschiedene Meinungen aufstellen. Soll der Zeugniszwang gegenüber den Redakteuren und ihrem Hilfspersonal fortfallen in Ansehung aller Mit- teilungen, die die Presse bringt, auch in Ansehung derjenigen, die keinen strafrechtlicbrn Inhalt haben, brzüglicb deren also der Redakteur eine strafrechtliche Verantwortung nicbt übrrnimmt? Das ist eine Auffassung, die vielfach in der Osffentlicbkeit Vertreirn worden ist, fie Hat auch Vrrtrrirr grfnnden in den Bcratnngen des Reichstags, aber nicht die Majorität. - Odr'r soll die Zeugnispflicht des Rcdaktrurö und seinrr Umgebung für solche Mitteilungen drr Prcffe fortfallcn, die einen strafrechtlichen Inhalt haben, bczüglicl) deren also der Ver- antwvrtlicbe Rcdakteur ebenso wie der Täter, nicht an Stslle des Täters, wie der Herr Vrrtreter der Jnterprliation anzunehmen schien, straf- rechtlich fich zu dcraniworten hat? Das ist Eine bcschränltcre Forde- rung, die in Vrrsclyiedrnrn Beschlüssen des Reichstags Anrrkrmmng gr- funden bat, die auch zn Grunde liegt frübrren Anträgsn drr national- liberalen Partei, die unnirietlicl; die Anschaltung wirdrrgidi, die im Anfange der Diskussion dirscs Problems im Rcickystag Von den Führrrn der Nationallibrralen, von dkn Adar]. Lasker und Dr. don Marquardsen, Vertreten wurde. » Oder aber diiiirns: Soli die errgrii6püichi des Redakteure; und [W Redaktions- Personals wrgfallen, zwar nicht brzüglich aller ?),!iittrilnngen, die einen strafrechtlichen Inhalt haben, für die dsr Redaktsur prrßgescleich zu Haften hat, aber doch bezüglich gewisser Mitteilungen, die eine bc- sondere Tragweite gegrnüber dem Staatsintereffe nicbt lxrfißcn? Das ist eine Auffassung, die bisher im Reichstag noch nicht [»Ervorgrtrrtcn ist, aber neuerdings in der Presse und von angesehenen Organen der- teidigt wird. Dcr Herr Jmterpellant hat uns im unklaren gelassen, wie writ das Geist; gebrn soll, das er im Auge bai, und dock), tvcnn er die Nbficbt hat, etwas mehr Dampf binirr die Aktion der Regierung zu bringen, wie er das ziim Ausdrnck gebracht hat, so würde durch Beantwortung meiner Frage in dcr Urrtcrschridung der Verschiedenen Fälle, wie ich sie hier angrdeutct babe, nacb manchkn Richtungen bin eine Uuirrstüynng für die Aktion der Régicrung gefnnden wcrden könnrn. Aber ich muß allerdings konstatieren, daß der Hsrr Rrickzskanzler in dieser Frage, iiber die er hier interpelliert ist, zur Zeit einer Unter- stüyung durch den Dampf aus drm Hause nicht mehr brdarf: der Herr Rrirlyskanzler hat dirse Sache brrcits in Angriff genommen, er hat die Initiative ergriffen, um die Frage yon neucm einrm legis- lriwrischen Versxrche zu untrrwerfen, und die Veranlassung dazu hat die TUTiÜÖL gegrben, daß wir abermals an eine Reform der Straf- prozeßordnnng herangetretcn sind. Man hat sich sagen müssen, daß bei einer eknrutcn Beratung der Strafprozeßordnung im Hause die Regierung über die Frage des ZcugniSzwangs nicht die frühere Zurückhaltung festhaltc'n dürfe, um zu einem Ziele xu ge- langen, und die RricbÉ-verwaltung bat sick) Verpflichtct gefühlt, den Versuch zu machcn, Stellung Dil nehmen, um den verbündeten Rrgierungen demnächst Anlaß zu geben, auch ihrerseits Stellung zu neßmen. Sie wiffen, daß eine Kommission berufen ist, welche die Aufgabe hat, die Grundlagen zu finden, von

“denen aus die Reichsveertung den hohen Regierungen Vorschläge

für eine neue Gestaltung der Strafprozeßordnung machen kann. Unter den Fragen, welche dieser Kommission vorgelegt wvrden sind, befindet sich auch eine, welche die Frage des Redaktionögebeimnisses gegenüber dem Strafrichter betrifft. Die Kommission ist bereits in eine Er. örterung dieser Frage eingetreten, ist aber zum Abschluß noch nicht gekommen. Werden die Arbeiten der Kommission und damit auch die Beratungen über diese Frage zu Ende geführt sein, dann wird das gesamte Material der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Das hohe Haus wird zu beurteilen vermögen, wie das Ergebnis ausgefallen ist, der Reichskanzler aber wird dann nicht säumen können, seinsrseits Stcliung zu nehmen. Aber, meins Herren, im voraus diese Frage aus der legislatoriscben Behandlung der Strafprozeßordnung auszuscheidcn und einer gesonderten legislatorisclyen Behandlung zu unterWerfen, das kann ich denjenigen Herren, die sich für eine glück- lichc, objektidr', aUe bei der Sache beteiligten Interessen befriedigende Lösung intcrrssirren, wirklich nicht empfehlen. Ich glaube nicht, daß auf dem Wrge, den der Herr Interpellant Vorhin angedeutrt bat, schnellr'r rin Zirl sich wird" «reichen lassen als auf dem Weg?, den wir eingeschlagen haben, und ich möchte die Herren bitten, doch das Ver1raurn in den Reichskanzlkr zu seßen, daß, nachdrm unter seiner InitiatiVe dic Frage wieder aufgenommen isi, er auch dahin wirken wird, daß src in cincr befriedigenden Weise für die Interessen der Presse, freilich abrr auch für die Interessen des Staats ihre Lösung finden wird.

Meine Hrrren, bedenken Sie doch, daß wir bei cinsr gesetzlichen -R€gclung, die fich nur auf den Zeugniszwang beschränkt, hier nicht bloß die Zivilstrafprozcßordnung, sondern auch die Militärsirafprozeßordnung ins "Auge fassen müssen, daß auch die Zivilprozeßordnung in Betracht kommt, und daß bei der sehr nahem Verbindung, in welcher diese Frage zu dem Prcßgrsrß vermöge dcr prcßrcrlytlicben Verantwortlicbkeit des Redakteurs sirht, schr l€icht fick) Erörterungen anschli€ßen können, Welche auf cine Remedur unseres Prrßgeseßcs hinauslaufen, und dann, meine Herrcn, glaube ich, gehörte ein sehr glücklicher OptimiSmus dazu, wenn man Erwarten wollte, das; dann die Verhandlungen schneller zum Ziele führen Würden als auf dem Wege, den die Reichs- regierung e*ingrschlagen hat.

Ich glaube, meine Herren, das; ich im Namen des Reichskanzlers Versichrrn kann, daß die Frage grprüft werden wird in der ernsten Abficht, endlich den langen Streit, auf deffen lange Dauer ja auch der Hrrr Vertreter der Interpellation hingewiesrn hat, zwischen dem „Reichstag und den verbündetrn Re- gierungen zum Austrag zu bringkn, und daß die Prüfung vorgenommen wird in der Würdigung drr politischen Stellung und der geistigen Bedeutung, wclche die deutsche Presse in unserem Vaterlande einnimmt. Der Herr Veyrtretrr drr Jutcrpellation hat auf diesen Punkt nach- drücklich bingewicsrn. Ich nehme keinen Anstand, zu erklären, dcrß die Regierung in vielen Fällen und in vieler Be- ziehung Vrranlcrssung bat, für die Haltung unsercr deutschen Presse dankbar zu sein, und ich zweifle nicht, daß der Reichs- kanzler auf diesen Gesichtspunkt bei der Prüfung der Sache auch seinerseits Gewicht legen wird.

Aber, meine Herren, wenn der Herr Jnterpeilant hervorgehoben hat, daß man auf ein loyales Verhalten der Presse srcb in allen Ver- hältnissen verlassen dürfe, so muß ich doch sagen: Strafgeseße macht man niemals im Hinblick auf die loyalen Elemente der Bevölkernng (sebr richtig! rechts), sondern sie werden gemacht - und die loyale Bevölkerung muß sich das hier wie in anderen Fällen gefallen lassen - mit Rücksicht auf die Elemente, die dem Gesc-Ye Voll zu entsprechen ebrn nicht grnsigi sind. (Sehr richtigk rechts.) Solche gibt es überall im Leben, in allen Kreisen und leider aueh in den Kreisen drr Prrffc, und es würde eine Verletzung des Staats- inicreffks sein, wenn wir diese Tatsache bei unseren Erörterungrn außer acht [affen wollten.

Mrine Hrrrcn, ich glaube, wenn Sie sich die tatsächlichen Ver- hältnisse, wie sie fick) untrr dem gegenwärtigen Rechtszustande ent- wickelt haben, Vor Artgen führen, wird auch für Sie keine Ver- anlassung Vorliegen, den Wrg zu verlassen, den der Reichstag bisher immer vkrfolgt hat, nämlich dikse Frage zu lösen im Zusammenhange mit der Strafprozrßordmmg, wo die einschlagenden Fragen in ihre praktisch? Rolls Vorzugsweise spielen. Ick) glaube, troß allen Lärms, der in manchen Blättern in den lrßtrn Jahren gemaeht morden isi, liegen dir Dinge, wenn man sir vorurteilsfrei und so, wie sie sich wirklich abgcspielt haben, nicht so, wie sic in der Presse vielfach erschrincn, übcrficbi, in drr Tat nicht derari, daß man sagen könnte, es brstriw hier ein überaus dringlickpes Intercffe, daß eins schleimige geseßliche Jirgclung cintrctén müßtr, mit der man nicht warten könnte bis zur Erledigung der deifion de-r Strafprozeßordnung. Nein, meinr Herren, da enthält unsere Strafprozcßordnung andere Kapitel, die praktisch vikl wichtiger für die Bevölkerung sind, viel tiefer eingreifen in die Inirreffen des Lebens als diese Frage, und die Regierung müßte grwärtig sein, daß Jntrresscntcn, die an solchen anderrn Fragen besonderrn Antcil nehmen, auftreten und sagen: wenn nun einmal das Kapitel dsr Prrffe aus drr Strafprozcßordnung vorweg genommen wrrden soll, dann wünschen wir das Gleiche Von anderen Kapitala- Jch erinnere Sie nur an die Frage der Untersuchungsbaft und an die Frage drs Eides, _ Fragrn, die in meinen Augen eine viel größrrc Rolle spirlen als die ganze Frage der Verantwvrtlichkrit der Presse grgcnübrr dem Strafrichte'r.

Meine Hrrrrn, es herrscht, was die tatsächlichen Wirkungen des gegenwärtigen Rechts und was dir rcchiliche Tragweite der im Rrichstag früher über drn Zrugniszwang grfaßte'n Beschlüsse betrifft- in dcr öffentlichen Meinung eine brdauerliche Unklarheit, und das hohe Haus wird es mir bei der Wichtigkeit der Angrlrgcn- heit vielleicht grsiattcn, das; ich mit Einigen Worten die Fälle auseinandetlrge, die in der Oeffentlichkeit gegrnüber diesrr FW;]? hauptsächlich in dir, Erörterung gezogen werden, und die für die lkgislawrische Bedeutung der diskntiericn Probleme Von Wichtigkrit find. Ich möchte hinzufügen, das; wir uns bemüht haben, die Zahl der Fälle festzusirllen, in denen Von dem Zeugnis- zwang de'r Preffe gegenüber, d. 1). dem verantrvorllick)?" Redakteur und seinem Hilfspersonal gegenüber Gcbrauä) gemacht ist, und die Umstände festzustellen, mitm“ denrn dies geschehen ist. Wir haben zu dem Zwecke das gesamte Zeitungömaterial, welches dem Reichsjustizamt zur Verfügung steht, seit dem Jahre 1879, seit der Zeit, wo die Strafprozeßordnung in Kraft trat, darauf angesehen- Welche Fälie denn in der Presse eine Rolle gespielt baben. Ich kann

ja keine Garantie dafür übernehmen, daß unsere Ermittelungon er-

&

fchöpsend sind. Aber ich glaube, nahezu müssen sie doch vollständig fein; denn die Zahl der bei uns gesammelten Zeitungsblätter ist doch groß, und Fälle des Zeugnißzwangs finden ja in der Presse eine so weit-„iehende Resonanz, daß man annehmen darf, es wird nicht leicht ein Fall in unserer Sammlung außer BetracHt geblieben sein, der in Wirklichkeit die öffentliche Meinung beschäftigte.

Meine Herren, unter den Straffällen, die für den Zeugniszwang in Betracht kommen, muß ich drei Gruppen unterscheiden: zunächst diejenigen Fälle, Von denen ich vorher schon dem Herrn Jnterprllanten gegenüber sprach, die Fälle, in denen dcr Artikel als solcher straf- xechtlich zu verfolgen isi, in denen also der Inhalt der Von dem Redaktrur aufgenommenr'n Mitteilung an und für fich einc strafrecht- liche Ahndung begründet. Zu diesrn Fällrn gehörst! für die Praktische" Handhabung des Zeugniszwangs hauptsächlich Bklridigungen, Angriffe auf staatliéhe und kirclplichc Jnstiiutionrn, hochderräterischc, landsövrrräiliche und ähnliche Aufreizungcn in der Prrsse. Es gehört freilichstrafrrckptlich an und für fiel) noch diclmslir hierher, das kommt ab:): für drn Zeugniözwang praktisch kaum in Briwcht. Fiir Mit- tcilrmgrn der Prrffe dieser Art, für Artikcl, dr'rrn Inhalt strafbar ist, hastrl "((ck dem Prrfzgesrß der drrantwortliche Redakteur als Täter. Weil er als Tätrr haftet, mrine Hrrrrn, kaun rr in dem Siraidrr- fahrcn nicht als Zrugs dernommen rverdcn, dr'nn (F ist nach drr fest- steb-kndcn Judikatur drs Rciclysgerirbis, der unsere (Hrrichtspraris, smrxétick) weiß, einmütig folgt, ansgesrhlossen, daß, wenn ein Straer-r- fakxxrn eingeleitet ist wegen Links Straffalles, 61118 drrjrnigrn Prrsonen, die für den Straffall Verantwortlich sind, zugleich neben ihrer strcrsrrchtlichen Verfolgung auch noch als Zeuge in Anspruch ge- nommen werden kann. Was folgl' daraukz, mrine Hrrren? Daraus folgt, daß in dirser wichtigen Gruppe, für die Prrffe vor allem wichtigen Gruppe: an fich inimltlich strafbarer Artikr'l der Verantwort- liche Redakteur überhaupt niemals zum Zeugnis herangkzogrn werden kann. Für diese, für die Presse --* ich wirdcrhole das --- Vor allem brchtnngsvollc Gruppe kann immrr nur die Zeugnispflicht dcs Nrdrnprrsonals in Betracht kommrn. Die so 5181 arrgrrufene Ehre drs vrraniwvrtlichen Redaktrurs scheidet also hier Von dornberein ach, cr ist gedeckt Vor jrdrm Vermeintlichc'n Angriff auf scine Ehren- pflirht durch die Brstimmungen unsrrrs Prozrßréchts, er kann nicht zugleich Zeuge und Angeklagter sein. Er könnte außnahmsweise als Zrnge figurieren müssen, wann er ebrn nachwrist, das; er bri der Brarlritung des betreffenden Artikels nicht beteiligt gewsscn ist„ daß er brispielÉ'weise an dem fraglichrn Tage dir, Redaktion nicht grführt habe, und dergl. Das kommt hier aber nicht in Betracht; drr regel- mäßige Fall ist der, daß in Fällrn, in denen ein Artikel vorliegt, drr einen strafbaren Inhalt hat, der drrantwortlirhr erakteur übrrhaupt nicbt Zeuge sein wird. Diese Gruppe don Fällen, meine“ Herren, ist aber diejenige, wrlcbe ausschli€ßlich in dyn früheren Be-

schlüssen des Reichstags getroffen worden ist. ,Die Beschlüsse des Reichstags bezüglich des Zrugniszwangs haben sich aus- nabniölws auf dicse (Hrnpye [*r-n Strafsällen brscbränkt

V011 Anfang an seit den Brratnngrn dcr Strafprozeßordnung in der groß?" Kommission der siebziger Jahrs. Es kann also nnr das Nrbrn- personal in Betracht kommen, und wie groß ist denn nun die Zahl der Fälle, in denen gegen rin Mitglied der eraktion oder Druckerei aus Anlaß eines solchrn Falles der Zeugniszwang in Anspruch ge- nommen worden ist? Ich grniere mich fast, es zu sagrn (Heiterkkit), wir haben nur einen einzigen Fall srit dem Jahre 1879 feststellen können.

Ich komme nun zur zweiien (Gruppe, das find diejrnigen straf- baren Handlungen, dercn Tatkrsiand in Nr Mitteilung diirch die Press: gar nicht beruht, dir» nrbrn cine-r an sich gar nicht strafbaren Mittrilung in der Prrffr ibrc selbständigc Bedrutnng Haben, bci 1761161: also eine sirafrrckytlichc Vrrantwortlichkrit dcs Rcdakirnr über- banpt nicht in Fragr kommt. Föll? also, in drncn gemäß der Judikatur des Reichsgerichts aach dcr drraniworiliclxe Redaktkur als ZMF“: cintrrten kann. Aber ich glartbe, dicse Fälle werdrn dic Preffk weniger interessieren. Es liandcli fich beispirlßweisc urn eine Brandstiftung, wie sylclx währcnd drs lrizten Sommers eine Rolle in der Prrffe grspirli bat - ob die: Miifcilimgen der Blätter wirklich zutrafrn, weis; ich freilich nicht -, cine Brand- stiflrwg (1113 Rache. Der Unirrsnclxnngsriclßrr bat Grand, an- zunrbmen, daf: Lille Miiirilnng übrr dicirn Brand in dcr Zcitmrg auf die Spur des Täters führen kann, es kommt nur darauf an, 51: wissrn, wer isi dcr Einsrndcr drr ZritungÉ-miitrilung gewrsen. Krimi mrin dcn Einskndcr und strbt ('r in Vkrdindung mit drm Brand- stifirr, so bai man virlir'ich-t cine SWL", dcm Täter irrxdfindig zu machen. Nach drn Nachrichicn in der Presse [mt fia!) dcr Zcrinngsredaktenr grwéigrrt, dcn Einfrndsr zu nrnmrn, but also srine Hilfe nicht zur Verfügung gesirllt, um den Tätrr cines so nichts- würdigen und chrrinrn Vrrbrrckzcris zu ermitikin. Nach dem Gessi; isi cr Verpflichtet, Zeugnis abzulcgr'n. Er würde ami) dann derpfliciytet 1611], Zeugnis abzulegen, wenn dir Yirschlüffe, die dir früherc Kom- mixsron und der Reichstag brzüglicl) der Bcireirmg Vom Zrngniszwang WIR? Haben, in Wirksamkeit getreten wärrn, dir Zustimmung dcr" Vcrbiindrtrn Ri'girrungrn grfnnden Hätten; denn bei diesen Beschlüssen b'andrlt es sicb tmr um Nrtikcl, dcrrn Inhalt an sich strafbar war, "icht abrr um solche Mitteilungen, dir auf außrrlmlb licgrnde Tut- mnstände bimvcisrn. Mobrrrc Fälle dirscr Art sind nun srit 1879 Wrgrkommrn, und auch sie babrn in drr Prcffc Veranlassung zn aULrlei Augeinandcrscynngcn über den schwerrn Drnck drs Zeugnis- UJMHS gezebr'n. Ick babe abcr nur 4 Fällr die'ser Art sesisicllcn komtc'n - 4 Fällr in 25 Jahr?"!

' Zinn komme ich zn der drittcn und [Wien (251111397, znr Gruppe dkklkmgen Handlumir'n, rie iimcrlmlb cincr mnilickUn Tritigkrit licgrn W) zr: einem Diöziplinnrvrrfab:rn Vcranlassrmg griwn. Cin Beamtrr bat'rrnrn Treubrurl) bcgangrn ricgcniibrr sr'incr Vrrwaliung, indem ik eine Mitteilung, die grdrim sein solitc, der Presse zutrug oder aber "MZ! er ein Blatt, daf; dcn Nitrit der Vcdörde angehört, an die PFMC ausliefern. Dcr Hrrr Vr'rtrctrr der Jntrrpcllation bat diesc Falie berührt, er scbsint also der Meinung zu sein, daß solche Ver- ;kßlmgkn der Arnwpflicht untcr diejc'nigcn Fälle grbörén, bcziixxlirl) dxkkscn der Zeugniszwaxig Wegfallrn soll, und er drbandelt Vorgänge (1qu Art mit einer ,invtsseri Leichtigkeit, ich will ihm Unbed tzugeben, daß die mcistcn irrarttge'n Vrrfedlnngen MMheurnd, unerheblich find. Ich kann ihm aber nicht inter M- daß hier nicht 'scbr schwrre und für große Staats- n eisen wichtig? Jndiökrettoncn vorlirgen können. Ich erinnere ibn

"7 au die militarischen, an die nautischen und an die diplomatischen

ballen werden, daß gerade auf diesem Gebiete unbedingte Diskretion seitens der Beamten gewahrt wird, und sehr wohl kann die Regierung Veranlassung haben, für die Indiskretion nicht bloß das Zeitungsblatt imd den vielleicht recht dunkeln Redakteur, der an diesem Blatts tätig rst, moralisch haftbar zu machen, sondern zu erfahren, wer das Staats- tnteresse verletzt hat, und gegen ihn mit der Strafgewalt Vorzugehen.

Meinr Herren, hier aber müssen wir noch unterscheidenx rs handelt irch auf der einen Seite um die Reichsbcamten, deren Verbaltmffe find durcb Reichögesrß geregelt, und das Einschreiten im

Grund des Reichsgeseßes: es handelt sich auf der anderen Seite um die Landesbeamten, und wenn die Landesbkamten fiel; derfeblen, da tritt kein REMMERS in Wirksamkeit, sondern Landesrecht. Die VS!“- folgung dirsrr Beamten erfolgt im DiEziplinarVerabren, das durch Landesrrcht geregelt ist, und in das einzugreifen dem Reiche keine Kompetrnz zusteht.

Meinr Hrrrrn, Wir liegen denn mm tatsächlich in dieser Be- ziehirng dir Vrrbältniffe? Seit dem Jahre 1879 smd nach den Ermittelungen, die', wir angestellt haben, im Wege des Nächs- dirizipliiiarvérfahrens überhaupt niemals Zwangßderfabrrn gcgrn drr Press Eingeleitet Werden. Diese Rubrik babr'n wir mit Null aus- fülisrr diirfen. (Zuruf) Dagegen sind im Wege des landesrcclytliclyen Dixiztplinarderfabrens 13 Fälle Vorgrkommén, die sich aber der Ein- wtrknng drr Rsichsvérwaltrmg Vollständig Entzikhrn.

- Rim, mcine Herren, wenn die Dinge also folgendermaßrn lisgen: wenn in den Fällrn, in drnen eine prcßrechtliche Haftpflicht des iliedakieurs Vorliegt und deéhall) für die Zeugnispflicbt der Redakteur nicht in Betracht kommt, sondern nur das übrige Redaktionspersonul, wir über- baupi nur «in einziges ZrugniSzmangöderfahren haben ermiitr'ln könnrn- Wenn zxweitrns in dcn Fällrn,wo cs sich um gemeine Verbrechen handelt, wr; dic Hilft. der Prrsse, dir uns der Herr Interpellant so berritwillig in Aussicht gestellt Hai, blos; in Anspruch grnommen wird, um (Ulf die Spur drr ganz außerhalb des Preßberricbs brfindlichcn Täter zu korrimen, die Zahl der Fälle dss Zwangkderfabrens seit drm Jahre 1819 nur 4 beträgt; und wenn endlich auf Grund des Reichsdisziplinar- rechts, da:? hirr allrin in Beiracht kommen kann, überhaupt kein Fall vdrgrkdmmrn ist, dann, meine Herr€n, wérden Sie nicht bebaupirn können, daß die «Haltung des Herrn Reickpskanzlers dringliche Jntersssen der Pkéffk gegenüber Vernachläsfigt babe; dann werden Sir es der- stehen, daß die Reichkzverwaltung es für das Richtige hält, auf dem normalen Wege der legislatorisckpen Frage näher zu treten, die hier brbandcli wird.

"Ich gland: nicht, meine Herren, daß auf diesem Wege die Sache geschadigt wird. Seit 25 Jahren ist dieses Problem aÜerdings im Reichstag und m seinrn Kommissionen behandelt wordrn; aber in diescn 25 Jahren ist noch kein Antrag gebracht worden, der für die vrr- bundcten Regierungen annehmbar gewkfen wäre. Immer ist in den Anträ'Jen, die überhaupt zur Annahme gelangten, gefordert worden, dai“; dre Prefix von der Zeugnispflicbt rntbunden werden sollte in allen Fallen ciner ZeitungSnachricbt, in der ein strafrechtlicherz Inhalt ent- halten ist, auönadmslos und unbedingt, ohne Rücksicht darauf, ob es sick) um Zeiten mit schiVierigen Verhältnissen und erregten Stimmungen don, großer poliiischer Tragwrite handelt, 05 das Blatt erschienen ist m emcm Landesteil, in dem ruhige Zustände bestehen oder aufrribrerische Elemente tätig sind, Welche die Staatsintrrrffen brdrohcn, ohne Rück- s1cht data::i, ob es sich um schwere oder leichte Straftaten handelt. Selbst in den Fällen würde danach die Befreiung vom Zsugnis-

zwang eintretrn müffrn, in dcnen &? s1ch um Vorgänge bxndelt, dre grradc'zu die Existenz des Staatrß brdroben.

Meine Hrrrrn, diesem Verlangen haben die Verbündktrn Nrgierungen Vom erstrn Augenblick an, als diese Fragr in drn Bereich das Reichs- tags trat, ihr Veto entgegengestellt. Sie haben ES getan auf die Grfalzr hin, daß die Strafprozeßordmmg, Links der wichtigsten Elrmrntc rmssres gemeinsamen deutschen Rechtrs, zu Brache gkbe. Sie haben später an dieser Auffassung festgehaltrn, und ich würde nicht so offen skin, wie ich ('I dem bobrn Hanic gegenübrr zu sein vrrpflichtet bixi, Wenn ich mich anßsprrchcn wollte, daß, soweit ick» die Jriientionkn drr hoben Regisrungen kenns, sie (ruck) in Zukunft daran srsthalirn wcrden, das; die absolute Brfreiung drr Pkrffe vom Zrngnis- zwang ihre Zustimmung nicht finden wird. Es wird also ein amdcrer Wrg 96111cht wcrden müffe'n, [1111 hier für die Jntersffrn drs Staates ;md drr Interessen der_Preffe eine Vereinigimg zu finden. Der Hrrr ckictchöka311lcrickat Erwagnngr'n darübrr eintrktkn [affen Und icl) glaubs, dic Préiik wird 03 ruhig abwartrn körnirn, bis sio: zum Abicblnffe kommrn. Ich glaube nicht nach drn statistischen Zahlrn, die ichbnen vorgelrgk habe, das; die Preffc behaupten kann, der rechtlich: Zustand, wie er jsxxt 58116138, habe irgendwie das ?lnirlyrn der Presse gcsckyädigr. Ich kann jedenfalls dsrfichern, daß drm Hrrrn Rrichsianzlrr allrs ddtan lirgi, aucb frincrjrits das Anskbrn drr Prrsse bochzubnltcn und 111cht mindkr das Ehrgxfübl dcr Herrrn 311 wahren, dir an der Prrffc bcteiligt smd; denn er erkennt darin, das; die's geschirbt, ein wrsrnt- licbrs Element für die gesunde Entwickrlnxig der deutschcn Prc'ffe. Ick lwffe aber, meine .Hr'rrsn, wkxm dicses Haus nach allen Seiten die Sache vorsichtig crwägrn wßrk, wcnn dic Prc'ffc aucb tl)rerscits anerkennt, daß hier doch auch wickytige Staawinicrrffcn be- teiligt sein können, und wenn die' dcrdürdrrrn Regierungen, wir ich das von doriibcrein, annehmen darf, an die Prüfung dcr Frage mit Wohlwollen herantretrn Werden “ich lich, sage ich, daß wir dann zu Liner Lösung gelangen werden, die rs 11115 grstattct, dir Streitart zu begraben, die so lange in dieser Frage zwischen dem Reicbsiäg und irn Verbündeten Regierungen cine R01]? gespielt hat. (Brads!)

, Anf Nntrrig drs Abg. Dr". Satilrr (nl,) tritt das mus tn diL Bcsprrchrmg dor Interpellation rin. * H

Bedolimäcbtigtcr zum Bundesrat, Ködiglirl; rs rr Hrlicimr Rai Dr. Bißrner: Der Herr Jutorprllam! dat anckésdY I(Ckl'iaidklli gegrn dre ,Lrlyziger Volkszcituug' kkikäiili Dll" 11nte'rsuckznngsricbtcr bat Linx ziemlich große 211114171 vori Hrrrm, nicbt Zritnugdfrauru und anch nichtZZttungslehrlmgc, an einem nnd de'msclbxn Tage vcr- no'rn'mrri. Man1 kann vrrfckziedcncr Mcirxxma icin übcr dik**'1wrck- xnaßtgkett ch Lsorgclxcits des U11ta'rsurlxnn,;Irirlxir'rs. Aber jrdinfaiis tft daraus mchßabzulmtcn, daß ein Zenzniözwansskerfabren stattge- erndrn habe. ,„3 setze in die Vlngaxbrn daxiibcr rinigrn Zweiscl. diZkét FerYrténEFt'fiz WMAKTPWLKW und ist auch nicht arme.

. . ri mt r e' ***,“ dann 11icht auszuführcn. d & lkick1r etwas anzudrobrn und

Abg. Rocken (Zenir)' c?ck sicbc im x'lvs'kn und

' . x «_ . ganzen, wenn ich arzcb nicht czlles im einze1nrn akzc *ticrr. aui drm Boden der Inter- kiellatxon, und ich freue mich, dg na scinm Erklärungen der Staats- ekretar des :)iciebsjustizamts m 1 auf céncm so ablcbnrnden Stand-

ina» Allerdings muß im Interesse de! Gemeinwohls daruf ae-

punkt sieht insofern, als er eine Regelung der Frage wenigstens in

Dissiplinarverfabrrn einschließlich des Zeugniszwanges erfolgt auf-

Rabmen der zu erivartenden Straigese reform u e t t Vergleich der, Redakteure mit den Geistlißhen undj ersktgrn tßiiit nIchlii zu, denn bei den Zeitungßartikeln handelt es sich um freiwillige

Mitteilungen, die zur Publikation bestimmt md“ ab der Versclyiedennheit wird, man nicht leugnesn ,könneiir, TLZ zwm ende Grunde vorliegen, auch dcn Geheimnissen der

Pres 6 einen brsonderen Schu zuzubilli en. Man dre Achtung des Vertrauens, das dßer Mitteilerigde der Zeitun upd findet es nicht,donrtt und nicht chrvaleresk, wenn der dies, Vertrauen mrßbraucht und die Diskretion bricht. Wie viel 1chltmmer, wenn der Redakteur dnrch geseßliche wangßmittel in die Lage Versetzt werden soll, dieses Vertrauen zu mi brauchen! (Es liegt darin em- GewrffenSzwang gerade für die Redaktkure, die sich ihrer Brrufspfltchien am meisten bewußt sind. Darum ist es geboten, bier Aenderurrrewzu [ckaffen, zumal der erakteur obnehin die volie Ver- antwortlxcbkert fußr drn Artikel trägt. (Hrwiß mag es für Behörden SiaatsaUWalischast und Polizei oft wünschensiVSrt erscheinen, das; drr, Tarek", der Urhrbrr dss Altlkéis, ermittelt wird; wknn nunihresonstigen chubungrn krmrn Erfolg Haben, und dies lediglich daran liegt, daß drr Redakteur sem Zeugnis vsrweigrrt, kann das in manchen Fäilrn zu hrklggrnßwerten Unzutkaglichkeit-In führen. Abrr ebenso viele Un- zutraqltrhkerten kdmmen' vor in drm Fällrn drr schon brate grsrßlicb zulassrgen Zeugnwderwrrgerung. Arrch ich erinnrre an die neuliche Vrrdandlrrriri m S_aarbziicken, wo über dir Einzig wichtige Frage der amtlicbrri Wahlbrrmflustung sterrotyp dis ZrugniSdcrweigerung wegen der Pflicht dsr .JUmtsvcrichwirgrnheit erfolgt?. ZULrst machte das Linrn kornis'chrn (Eindruck, nacbbsr derlor es aber drm komtschexi' Brtgrschnrack durchaus. Di? Gründe für einen eraktrirr, irtn . Zeug'nrs zu drrwrigern, dürften oft ebenso schw€rwreg€nd sém wre dirjrnigen, die die Vorgesetzten der- Jnlaßezi, drm Untrrßxirncn Amtsvrrschwiegrnhrit aufzuerlegrn. Das offrntltche «zutrresse tit msjrnrn Fällen, Wo Staatßanwalt und Polizei gern den . „Tatkr cxnnttrln möchten, nur in Verschwindendem Maße bélElilJi; LZ ]rnd akrr aucb Fälle denkdar, wo es in er- bebliclxem Maße brtrtlmt ist und gebirteriscl) die Feststeliung der Aufdrichafi Erfordert. _So Etwa beim Bestehen Lines Komplotts gegen die offentliche S1ch€rhrtt; da wird aber auch die Preffe keine Aus- nahmesieliunxx grgxnrrber anderrn Staatsbürgcrn einnehmen wollen denn das ware glrrchbedeutend mit Bkgänsjigung und Ermögliwunä eines „solchrn Staatsdrrkzrrckprns. Diess Fälie mögen ikltrn sein, llbkk es wird immer drrsxleichen geben, wo der angniSzwang auch grgen deaktcure zur Dmclosubrung gebracht w-eren muß. So aus dem Handgrlrnk, wie der Jntrrpellant zu meinen schie'n, läßt sich also die Sache'n'rcbt machrn._ Es wurmt Hinzu, daß auch Militärstrafprozeß und Zwrlprozrß „zu andsrn yem würden. Es Wird also nicht uri 1104 zu Entscheiden scm, sondern den Vorzug möchte SS doch verdienen die Materie der Regelung der Reform dss ganzen Srtafvrozkffes zu ,aber lassen. 'Bél drr Neugestaliang der Vorschriftsn über die Amts- versclywtrgenhett Wird der r1_ch_otige Play zur Erledigung dsr Frage sein. Ich kann nnch, dabxr nicht fur die Regclung durch ein Vorweg zu er- laffendes Spezialgrkrß aussprechrn. Die Hauptsackye ist, daß der Rrich5- tag auksprrrht, dasz Tie znr Zélt bestehrndrn Zustände für die Presse unhaltbar md, unoWdaß es dre höchste Zkil ist, dir!: Abhilfe zu schaffeix. _ Abg. einc (ZW.): Drr Abg. Traegsr hat diese Sache schou Vor 30 JZererr angcicb'nitten, ]th, da er gran geworden ist, hört er daß der Ristchskanzler m,.ErwägUngew cintreikn will. Wollen wié warten, bis (11189 mrtNeZmrm Schlage gcr'rdnrt wird, so können wir ewig waiikn; W_rr mrrmrn drn Zipfsl anfaiic'n, damit etwas geschieht. Der_StaatNekrriarwemt zwar, die Frage wäre nicht so wichtig, denn es kamen „bier nur iebr wenig Fälle. in Betracht. Ich glaube, wknn es sick) YM dtr. erleßrmgdc? R?Cbisgéiühls bandklt, so aenügt ein Fall, ja die tbrorettxche Piogltchfrit, um hier Vorzugebén. Die Zahl der qugnrszw_angLdrr'fabrenssäile würde visl größkr sein, wenn nicht m_ Vielen Fallen die ungücklicben Nrdakleure usw. fick) geben t hatten, oder 11321111 t'n andkrkn Fällen das Verfahren nicht eingeste t worden ware, weil dre Betreffendsn nichts wiyirn konnten. Allerdings ist durch alle diese, Umtriebe das Ansehen drr Preii: nicbt geschädi t worderr, BZÖ geb; tch dem Staatéiskretär zu. Die auirsgendtten : sind die _Zxalie,'_rn &an gr-grn „Unbekannr' vrrbandzlt wird. Am xklataqtestch „111 _der zxall geacn den Miinrbsitkr dss „Vorwärts“ Éébdrin bterotlirl) drr Liiiixstände im HML, mitgstrilt durch ein Schreiben. _Sdrrit brit man immrr rin Vorwurf gegen uns (rhdben, da:; wir kerne 'Bewriik fiir Unsrrr Bkschweérdkn Vor- bringrn. Hisr iudrn wir (Hrlcgcnlxrit grzrbrn, ,das; Ermitte- lrmgrn „1719905111 wrrdrn konnxrn. Und nun das Verfahren! Das gaxrze Bcrgcixcn batic nur ken Zweck, dcm Schreiber drr? Brte'cs an dcn Kragen zu grbex. nicbt din, Klarheit zu schaffen. Ein eraitcnr,_ drr kmrn, der ihm 81118 Militärbeschwerde mitteilt dex Mrlttarbcddrde anzriqen würds, wärs ein elendrr Bube. Das, wark dom 1116111ch11ch9n Standpunkte: dasselds, als wenn man 'emand den wilden Tirrrn Vorwcrfrn wiirde. Schlimm ist es, daß fi sogar Laridraie * deranéncbmen, Richtcrn Vorschriften zu machen. Der !BorwartS' „i_attrzden Brief cines Schreibers einrs Landrats yer- offrntlrcbt. Dirier S_cbrriber war rnilaffsn worden, und da der Landrat dcm Berrsfirnden nicht mrbr an drn Krcmcn konnte, so Véröffentlirbte man J-IJSU drm Rcdaktrur drs „Vorwärts“ ein Verfahren, um sicb an_ dtrism 1chadlos zu halten. Es heißt, grgenüber der Preise muffx das gétnrmc chbt anzewandk werdkn. Die Vrrbältniffe der Prem? UW abcr ganz rigrnrr Art, grradr so gut wie die des Arztes uz1d drr DCÖMTMX- Yian sagt, dsr Staat könne nickt bestehen obne div: lerckpi_der Etaaiébürgcr auf Wadrlyrii ibm ge Mäder. Ganz gui, dann Mit? man abkrtiichibebörk*lick1.*i“s€it§ dar; RSZT der NRWM- srxrbrtt rind I)ikinzmgsäußernng brsckyränksri. (Fs bandsl: 1“1ch invalicu Falls!) nicht 11111 cin Rcclpi drs St.-.rtr-3, syndrrn drr Burraukrank, rie firl) 111chT m tbrcKartcn iclirn lasirn mörbts. Tr: Swat kann cri- strcrrti„n*rnn drelcr Oder jrnrr Urbkliänr „irsi axisgcixi, ab:"r er kann nicht drstrhkn, wsim drr Vrrtrarrrnsbtucb dir 7 ng81 wird. YZMU irrxrrrzrtt ;Perr Branirrvcrtcr 05 «:.:-„“*r'laukrric: „ILE "iki kkinc Yrffrrrtltcbkrrt“, w bat_rr r1ichi§ axrrcrr-Z gesagi, als wa; dic Mrbrzabl dr'r ka_11111c11d_knkt und ?_üblt. Bei drr Brratmig rx'r Strairrrzciwrknung sagte Winerzcrt Piricjwr *)]iarquardirn, VM dirirm “")-:ug'niézwang grgrnYicerkienrc würds mir in dsr: Fälirn de:? ditaisten “Staats- mtechrs Gebrarzcb grnxracbt wrrd-cn. mid krin Mcnick; wrrde daran denken, _gegrn K_llöil Sryerlrbrling dcn Zsrrgnisznxrng ä1li111Pkndén. Heir BMWA, (me"r der Miinchrzsickxxr drr Zriirrreliaiioir. hat in einem Attilsi kx? „Nflliknaljl'iilllxg* e*rwibni, kai: u:;n den Zeugnis- zwang *gkxixn R-“daktrrrrr bei SmatödrrdrrÖm, HOÖ-(“rrrat imd bei [e_"dcr Lsrxroiirntllrhxmg .rtmiiäkrr Srbriiistürkr dridrbxlten wolle. Das rtch1rt iwb grxirrr uns. „*.*-361“ dis n*irklichanntrrsr"yr11 drs Staats findiurrd drak111111ch6 Sil»1;i*r*111111m11115€11 für den V:“rmt don Amts- siriwxmmyicxn _grtiirxi-cnd ,:r'riéiixxt. Der Staat iÖe'llk doch sons! das Licht drr *„*rm*r1_llichk_e'1s [LKÖTZ 11.11111'11111Ti', wrnn (*in Be'arntrr einmal etwas »:th l_rt'tci, Mit (9 girirdmn 115-1131"th Tagrim .Lokal-Anzcigr'r' odrrrxmcrn iowitgrn i:;rvormxxrndcn Prrfwman. Was er nicht drrdm'nt'mTZt iiqirn will, das find i*r*1i1iichr*Schnüffc1ctrn und der- ,*,1k1chc11; OKI _wii'd just .Und V“.“kiällxik, di:- Straix für dic Bclridi ung dnrabdte' Prxxirxzix rri'diM. Das sind all»; Mittel aus drm * äst- zrng bnrraizkmtchr Tr:";nnci. (FI solirn also bei dcr anrndung drs ;Ke'nngzivanzcs nirdcr Ausnul'rnrn (,x-nacht we'rden. (Es gilt „xder dcn Hamdi scxrcn 'dic Lirlkö'cizrlichit drr Vnrcaukratic als Ganzes. „PU milk dcr Oxrzqg mit mit drm Manic! srlbst.

Abg. 111111511141 (d. fon! 1: TC!“ Zritvimkc der (Einbringung der Znirxprliaiwn 111 nicht riäotig gcwäilt. Da dem Reichstag in ab- 1eddarrr Zkit dic Nodrlik cincr Stmfp:'ozcßordnung vorgelegt werden “911, w wäre cs nnr Flickwrrk, wrrm wir chic Materie davon abge- ivndrkt bcdandrltcn. Nilleab? jedes Prozesirs ist ('s, für je'des Vér- xxkbrn umb die richtige Sübnc zu finden. Zu diricm Zwecke müssen alle Brwc'istnittci bcigrbmrbt wrrden, wozu auch das Zeugnis gehört. Nrkn'kat zna-t a11erdinrs dadon Gristlickxr, :)iocbtéanwälte und Aerzte [*ciir'tt, inwicxn cs |X nm die Audübung ihres Berufes handelte. Tre Lage dieyer Kategorien ist aber eine andere als die der Redak- teure. Wenn der Redakteur gczwungrn wird, über etwas Auskunft chen,.was ibm mitgetcilt ist, so begeht er krinrn Vertrauenibmx '.llrrdmgz kommen die Redakteure durch den 3

verlanat

schknkt, edafteur

eugniszwang in eine

m1ß11che Lage und vielleicht in einen Konflikt, aber so kun ck

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