1883 / 58 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 08 Mar 1883 18:00:01 GMT) scan diff

sichtigt worden. Er erkenne an, daß der damal' e V lu des uFes eme dankenswertbe Anregung gegebebg hab:!chunß der nister der öffeytlichen Arbeiten habe den bc-treffendm Baubegmtetx „die geeigneten Eröffnungen gemacht. Ob sich Xa; eme Civilklage daran knüpfen werde, sei noch nicht be- , Der Abg. Kieschke bemerkte, daß die Aus übrun en des Ministers zu vielen ungerechtfertigten Angriffenf auf Lbie Ab- gxordneten Veranlassunß gdegeben hätten. Er wünsche die be- stimmte Erk ärung, da „1? vorgebrachten Mängel auf die Yayausführung zurückzujühren seien. Das würde auch Die- ]emg ziir Vernunft bringen, die jest in öffentlichen Blät- tern ck 111 ungerech1e_n Angriffen gefielen. Der Abg. vt. Reichensperger(Cöln) erklärte, er sei daran gewölznt, so oft er über Bausachen spreche, in der Presse mit Angriffen ,überschüttet zu „werden, aber dem Minister des nnernkéei dieSmal noch arger mitgespielt worden als ihm elbsi. .,.roydem werde er nicht schweigen, sondem in fachlichem Interesse „seine Beschwerden vorbrin en. Wenn er übrigens gewußt. hatte, daß der hochst verdien volle Regierungs-Baurath Emmerich din Umbau geleitet habe, dann würde er die An- regung zu eiiiew Regreßanspruch nicht gegeben haben. Der Munster des Innern entgegnete, er dem Vorredner bez. der Angriffe 8013111811 11118er8 2c. zurufen. Dem Abg. Kieschke gegeniiber wreberboch „er, daß seine damaligen An- gabeii durch die Wirklichkeit übertroffen worden seien. Er _siibre nur_ noch em Beispiel an: Eine schwere eichene Thürkrönung in seinem Arb itszimmeß sei herabgefallen auf emen Stuhl, den er vor w nigen Minuten noch inne gehabt habe. Er habe doch auch niir ein Leben zu verlieren. , Der Abg. Frhr. von Mxnnigerode wies auf die Angriffe in der „Presse hin;,"namentiich die „Kölnische Zeitung“ habe in poiinsch-tenbenzioser Weise den Minister von Puttkamer angeinffenM' “st d J ' er im er es nnern betonte noch einmal, da seine Angqun fich bestätigt hätten. Ueber die Vorgänge it? der Kommission habe er fich nicht äußern woÜen, noch können. Nur beziiglich-des Daches habe der Schaden sich als geringer heraußgestellt, als der damalige Anschlag angegeben habe. Arni) der Aba. Frhr. von Schorlemer-Alst tabelle die offentlichen Angriffe. Derselbe verlas einen Artikel aus dem „Wochenblatt fiir Architekten und Ingenieure“, in welchem" die damqlige Sivung des Abgeordnetenhauses in abfalliger Weise besprochen sei “und gewünscht werde, daß auch emmzzl Architekten zu Abgeordneten gewählt wiirden. Redner erklaxte, Leute die eine solche Ignoranz besäßen, wre dieser Arnkel verrathe, seim nicht befähigt, hier 1111 Hause zu fißen. (Schluß des Blattes.)

, ,- Nach Mittheilungen aus talien ind italietziscben Behörden folgende 3 s geschrieben worden:

1) von der Direktion desMilitär-Kommissariats JU Floreiiz für bei) 16. März d. I., bis 2 Uhr Nach- ßißtxafges, eZieSub mit! s iond Frs die Lielfkrung von Tuch-

n, einewan un aumwo en 0 en TathZrlhe vZn 2 ZW 900 iLire; st " zum von em iunicip um zu Montemagqiore al Metauro ffir den 18. März d. I.,. bis 12 Uhr Mittags, eine Sub- mission auf den Bau einer Brücke über den Metauro zum JaxwextheDvon k19i0149,84 ILL“; " ' vyn er ire t on des ilitär-Kommis ariats

zu Turin fiir den 27. Mr_"xrz d. I., bis 2 Uhr Naclxmitt , eine Submission auf die Lieferung von mee-A s- rüftungs-Gegeniiänden zuwTaxwerthevon 1269050Lire;

4) von der Bau-Direktton des zweiten Marine- Departenzents zu Neapxl fiir den 22. März d. I. eine Submission auf die Lieferung von Rigaer Tannen- holz zum Taxweribe von 112161 Lire.

Ueber die speziellen Bedingungen isi das Nähere an Ort und Stelle einzusehen.

- Ein mit dem General-Agenten einer Versiche- rungSgejellschqft, wclxhxyzum Abschluß von Versiche- rungSvertragen nicht “legitimut war, geschlossener Ver- ficberu'ngsvertrag verpflichtet, nach einem Plenar-Urtbeil der vereinigten walsenate des ReichMerichtS, vom 7. Oktober U. I, sowohl im Geltungsbereich des gemeinen Rechts als auch des Preuß. Allg. Landrechts bei sodann eingetretener Ge: nehmigung dcr ersicherYUJSgeseUfchaft ebenso, wie wenn der Gxneral-Agent mit gßnugender Vollmacht versichert gewesen ware. Diese nachtrcia11che Genehmigung der Gesellschaft braucht kein; ausdrückliche zu sein, sondern sie kann auch du_rch scblbssige Handlungen siillschwei end erfolgen, wie bei- spielsweise durch Annahme resp. Einéorderung der Prämien YFniLxrch Klageerhebung auf Zahlung der rückstandigen

, Stettin, 7. März. Die heutige Si ung des Pro- vinziai-Lgndtagesorvurde um 1 Uhr erb net und begann mit der Prufung der. im Laufe des Jahres erfolgtcn Neu- wahlen zum PromnzmbLandiage. Es wurden die sämmtlichen Wahlen - des Landraths a.D. von Kleist (Remis), des Bei- geordneten Röder zu-Treptow a./R. und des Bürgermeister Bartholdy (Lauenburg)_- fiir gültig erklärt.

, Sodann erfolgte die Vornahme der Wahlen für 2 Mit- glieder und 2Stel1verireter der Kommission für die Angelegen- heiten'der Rentenbank der Provinzen Pommern und SQleSwig- Heilstein für die Jahre 1883/84/85, sowie die Neuwahl der Yiitgliedxr ,und Stellvertreter der Bezirks-Kom'missionen für die iiasnfizirtr Emkommenstmer in den Rrgierungsbezirken Steitm, Coeslm und Stralsund auf dieselbe Zeit, den Vor- schl_agen der bexreffenden Referenten entsprea end. Nach Ec- lemgun'g verszbiedener Rechnungs - Angelegenheiten, welche sämmtlich_ kein rößeres Interesse boten und in denen_ die nachgx izchte Decharge ohne Diskusfion er- ertheilt wurde, bewrlbgte die Versammlung die Gewährung eines Darlebns von 10 000 „M an die Anstalt für Blödsinnige zu. Kükeywüble auß Promnzialmiiieln gegen ypothekarische Sicherh-at ohne weitere Diskussion in Ueberein immung mit dem vom Referenten aesteüien Anfrage und genehmigte in gleickier'Weise das vom Promnszial'Ausschuß den Erinnerungen des Ministers des Innern cnlprechend abgeänderte und vor- geschlaaexie Reglement, betreffend die Fürsorge für die Wittwen uiid.Wmsen der Promnzmlbeamien, sowie die Vermehrung der dropomblen Mittel des Meliorationsfonds aus den Zinsein- nahmrn desselben zur Deckung der Rerorderung an die ritter- schaf111che Privatbank. *

Demnäcbft gelangten verschiedene Petitionen zur Ver- handlung, welche entweder Beschwerden über verweigerte

könne in der Preffe ein

von Submissionen aus-

" schüffen.

schäbiaung für getödteie roskranke Pferde betta en 11 d 11 ml- lich kein all meinen! ffe haben; sodcxnn Lurie" ur Errichtung er Malk schule an Stelle der 1th zu er- 5291.38'333 „WM. ":I?“ ZW“ “"““"- “i “" Etatsjahr 1883/84 bewiiligé" a vere n der Provinz für das

Sachfm-Weiuae-Eisenach. Weimar 7 (Tbür.„Corr.) Der Landtag hat in den le ten“ Tagen J?- meiß m den Ausschüssen ?earbeltet. Die .*rathung der Steuervorlage i| ziemlich wet voraeschritten. Der Gese ent- wurf findet eine immer ßeundlicbere Beurtheilung Se tens der Abgeordneten, und es ist wohl mit ziemlicher Bestimmtheit die „Annahme desselben Zu erwarten, wenn auch mit einigen Wanderungen; Die gr ßte Schwierigkeit wird die Fra e be- reiten, ob Bestimmungen über eine Progresfivsieuer in den elben qufgenommen werden sollen oder nicht. - Der Landtag hatte emx Regelung der bei Heranziehung der Eisen bahnen zu den Ge: mxmdeabgaben ins Augx zu fassenden Verhältnisse gewünscht. Die! Regierung erkennt 111 einem dem Landtage zugegangenen YFTYZFYEseLTerle-sxmBal? zzerechtfertigt an, glaubt aber mit

„'ag 11 wer eze un warten u mii ,' ' Materie in Preußen geregelt sei? 5 ssen bw diese

Oefterreich-Ungarn. Wien, 8. Mär. W. T V

Heute begann der Prozeß gegen die 29zSt§zialisien), welche des Hochverratbs angeklagt find, theilweise auch des Raubes resp. der Tbeilnabme am Rauhe, begannen an dem Schithqchermeisier Merßaüinger , um Mittel für die Orgamsirung revolutionärer Klubs zu beschaffen. Den Vorfiß führte Präsident Lamezan, die Staatsanwalt- schafi war durch. deri Staatsanwalt Pelser vertreten. Der Gerichtshof rutschied sich im Sinne der Veriheidigung für die Oeffentlichkeit der Verhgndlungen, welche nur bei der Ver- lesung der hochverrätberischen Schriften au6geschlossen sein soll. Die Verhandlungen bürsten etwa 14 Tage dauern.

Vest, 7.,März._ (W. T. B.) Im Abgeordneten- haus e verlheikngte m der Fortseßung der Mittelsckmldebatte der Abxx. Rakovsky (Protestant) die Vorlage und hob hervor, 1791"; man es Ungarn nicbt verübcln dürfe, wenn es dem Vor- bilde großer Staaien, beispielsweise Deutschlands, folge und alle geseßltckzen Mittel zur, Konsolidirung der StammeSeinheit anwende Die Drohungen „ewiger deutschen Zeitungen würden den Ungarn keinen Schreckrn einftößen. Der Minister-Präsideni TiSza erklärte, er sei, überzeugt, daß die Abgeordneten, welche im Nawßn der Siebenbürger Sachsen gesprochen, einem unbe- Lreiflicben aber 68 fuoto beßehenden Hasse gegen den ungari- c_hen Staat und alles Ungarische dieswal Außdruck verliehen hatten. Der Miyisier-Prästvent machte die Sachsen darauf auf- merksam,. daß die Intaxthaltung ihrer Nationalität bei der geographisxhen Lage Siebenbürgens nur unter dem Schutze des ungarnchen Staaies möglich sei. Ein unbegreiflicher und unpatriotischer Fehler sei es, das Gebäude des ungarischen Staais von Innen zu stürmeix und Alliirte zu rufen zum Angriffe von Außen. Die, sachfiscben Abgeordneten sollten glauben, daß, „wenn sie in ihrer biSherigen Haltung beharrten, unmiukürlich jedem Ungarn einleuchte, daß der ungarische S_taat Seitens der Rumänen in Siebenbürgen nur damals eine Gefahr zu befürchten gehabt hätte, als dieser Volksstamm unier der Führung „„der Sachjen gestanden hätte. Man müsse zwxschen Sachen de Koxerion und dem Unterrichtswesen unterscheiden, béi _1_ rein" miiffe der Einfluß des Staats ge- sichert werden, ww das,; Seitens Preußens aufs Strengfte durchgefiihrt worden sei. Der ungarische Staat wolle nur JUrcihnsßux Yen? &;ngde x1-11k3)berzeuxé_ung gewinnen, daß

„e aaeenien eraniatenau ' der MittselscZulen MYMT V s f dem Niveau - . 1ärz._ ( . . .) Bei der Fortse un der Be- rathung “des Mittelschulgeseßes im AbgeordnestenLause er- kannte .der Abg. Heist) (UnabhängigkeitSpartei) das außer- ordentliche Verdient der ungarischen Protestanten an, be- merkte aber, daß er de_n Gesetzentwurf aus pädago- gischen, ' politischen und NationalitätSrücksicbten ablebne und sicb _dem Separatootum anschließe. Es sei die Pflicht des Ministers, die Staatswrgche ohne jedes Gesetz in sämmtlichen Schulen des „Landes. einzuführen. Der Minister-Präfioent möge, auf diploniaiischeixi Wege einschreiten, damit der Berliner Schulverein mit der Agitation gegen einen mit Deutschlqnd verbündeten Staat, durch welche auch Deutschland kompromttiirt wird?, aufhöre.

Schweiz. Bern, 7. März. (W. T. B. Der Bun- deSraih-hat die Bot_schaFt nebst Anträgen, )betreffend den Rückkauf der scbweizerischen Eisenbahnen, berathen Und bejchloffen, bei der Bundesversammlung zu beantragen, zur Zeit, aufdie Frage des Rückkaufs nicht einzugehsn. Da: gegen mird em Bundekaejeß, betreffend die Aussicht über das Rechnungswesen der Eisenbahngeseljschaften, vorgeschlagen. Nach demselben dürfen auf das Baukonto nur die für den Bgu von Eisenbahnen und für die, Beschaffung von Betriebs- mitteln verwandten Summen kommen; aÜe anderen Auslagen find aus den Betriebsüberschüßex zu entnehmen. Die Grün- dungs-, Orgaxiisations- :und .Emisfionskosten sowie die Cours- vxrluste sind in geeigneten Jahren zu amortifiren, die Jahres- bilsaYzen dem BundeSrath einzureichen und von ihm fest- u e en.

Großbritannien und Irland. London, 7. Mär . (W. T. B.) Dre Ydonau-Konferenz hielt heute Nac]?- mittag 3 Uhr eine Sißung, welcher alle Bevollmächigten bei- wohntezi. Vorher hatten die Botschafter Musurus Pascha und Nigra Unterredungen mit Lord Granville.

_ Frankreich. Paris, 7. März. (W. T. B.) Die Re- gierung “hat beschlqssen, das für nächsten Freitag auf der Es lanade des, Invalides geplante Meeting von fiellen- iq en Arbeitern durch die Polizei zu verbinden:, und wird zu “dem Behufe das Geseß gegen die Zusammen- rottungen in Anwendung bringen.

Mgrseille, 7. März. (W. T. V.) Admiral Sey- mour ist an Bord des Kreuzers „Carysfort“ hier ange- kommen. Das Fort Saint Jean salutirte mit 21 Kanonen- Der Admiral hat Abend!: die Stadt wieder ver- lassen, um über Paris nach London zurückzukehren.

Türkei. Konstantinopel, 8. Mär. W. T. B. Ein kaiserliches rade“ ordnet an, daß den3 Be(amten it? Mekkq und Medina die seit zwei Jahren gemachten zehn- prozentxgen Gehaltsabzüge zurückerstattet werden sollen. Ein besonderer Abgesandter überbringt ihnen auch die zehnmonat-

Brandentschädigung oder Gesyche nm Gewährung von Ent-

, euer aufzubringen ist. Bet "enden

der frühere Mi ' Berlin ernannt W&WYWWM“ """ MW“ i-

Net-tanken. Bukarest, 7. März. (W. T. V. Gesehentwmf, betre end die Aussabe von 15 MillioneZReK? wurde heute dem enate von dem Minister Sturdza m; gelegt; ebenso eixte mit den Niederlanden abgeschlossene A“. lieferungskynvennon. - Die Deputirtenkammer nehniigte die mit den Vereinigten Staaten von Narva verembarZe KoYularkoixvention.

-7 r omanu“ sagt mit Bezu auf den von Deputtrtenkammxr votirten Kredit von 158Millionen: YK: glauben, dqß Niemand im Inlande oder im Auslande dies: Yxakzregel eme aydere Bedeutung unterlegen kann, als fie ha Die elbe hat einzig und allein die Vertheidiqung bes Lemm zum Zweck und geht dies gut!) aus der Rede des Minister- KFtfiZFtM'lYWr“ welchteir die Keiimtdiier Kersuchte, nur 15 und

1111811 u vo ren, we er amm geschlagen hatte. z erausschuß W

Zeitungsstimmeu,

Die Halliscbe Zeitung“ bemerkt zu dem Vo

' r (m in Königsberg, welcher die Vorsteher der Kaufmannschaß dT selbst zur MandatSmederlegung veranlaßt hat:

' Der_ganze Vorgzmg wirft ein helles Licht auf die Art und Weise wrePetittonxn fabriztrt werden, wenn es sicb darum handelt, politiscb zit denronstriren. Das,KoUegiZ-m als solches hat sich nicht einmal die Mube genommen, die Petition nach ihrer Feststellung durch den Referenten und Sekreiar in Bezug auf den Inhalt genau zu prüfen, war, man , doch gewiß, daß daß freibändleriscbe Interesse mit unwrderleglrxhen Argumenten darm gewahrt sei. Die Macher der „Kommnfior'i aber haben sich - man böte _ theils damit entschuldigt, daß der Eine nicht genau nach den Info:- matropéeribeilungen des Anderen gehandelt habe, theils damit, daß nian im guten Glauben das Vorhandensein einer generellen oblinato. rischen. Untersuchung angenommen habe; die übrigen sachverständi en Mitgltxdxr erilarten, den Verhandlungen im KoUegium theils „nch regelxnaßig be'igrwob'nt“, jbeils .nicht genau zugehört" zu haben, so daß ihnen .d1e_momrten Pimkie entgangen" seien. Wir zweifeln kxtnen Aungenblic'k an der Richtigkeit dieser Erklärungs- und Entschul- digungSgrundx, smd vteimebr vollständi davon überzeugt, denn sie ck32er ungefahr an, wie uberhaupt 5Zetitionrn zu Stande gebracht

- Die „Neue Preußische eitung“ schreibt“

In der „Dtsch. landwirtbsch. tg.“ wird an ein vergeffenej Blatt aus_ Albrecht Timers Werken erinnert. In der „Einleitung zur Kenxitmß der _engliscben Landwiribfchaft' sagt derselbe:

.Diese praktrjchen„Fortschntte„ der Landwirthschaft in En land bewirkte ohne Zweifel jene merkivurdige Akte unter Karls 11. egie- rung, wodurch alle Korneinfuhr yerboten, die Ausfuhr aber nicht nur erlaubt, sondern durch ansehnliche, Prämien begünstigt wurde. - Nun Wgrd_ „Opekulatton, Energie und Vermö en der Nation auf, den 'tnlgndisÖen.Ackerbau gerichtet, so daß die?“ nicht nur das Reich hinreichend mit Korn und mit einem Ueberfluß landwirtbscbaft- licher Produkte verxorgie, dadurch den Handel und die Manufakturen bob, sondern auch1abrltcbfur anderthalb bis zWei Millionen Pfd. Stekl. Uebericbuß zur Ausfuhr lieferte. Von dieser ZTeit (1688) an bis 1766 ist nur ein einziges Mal, im Jahre 1694, heuerung in En- !)andsßxwesxn und dert: Ackerbqiti rEvarles,d welcberKdiie gewaltige Ma : on en en erzeug e, womt ng an eine re e 11 ren, SchiJlabrt, und Eine YYFakJUFeZ &th?! koninte.g“ f b seine

11 einer (111 eren e e e e en er es (; ebt Tbaer eine schichte, der" Legislatur in Bezug auf den Kornbandel in Engch Den emgefuqte'n Demonstrationen liegen die Jahrespreise des Weizens na_cb bischöflichen Schoßregistern von 1244 bis 1801 zu Grunde. Bis 1688, fuhrt .Tbaer aus, haben enorme Schwankungen in den Preise_n siaitgefundexi. In dieser:! Jahre wurde verordnet, daß auslandischer „Weizen, sobald der inländische (Hör 200) Pfund - nacb xe igem deutschen Gewicht und elde ge- rexbnet - weniger a s 313 „46 20 Y koste. für 2000 Pfund einen Einfuhrzoll von 94 „44 zu zahlen habe, während inländischem Pro- dukt enze_ Ausfubrpramie von 29 „M 40 H zu gewähren sei. Die Folge die1_es Systems waren feste und mäßige Preise von 1689 bis 1760. Dre weitere Gestaltung der Legislatur und der Preißverbält- nisse werden von Tbaer selbst, wie folgt, stizzirt:

.Absch9ffung dieses Systems nach 1760. _Neue Akte 1773, wo- nach der Einfuhrzoll auf fremdes Getreide aufgehoben und Ausfuhr nur erlaubt war, wenn 2000 Pfund (deutschen Gew.) über 216 .“ 6 „3 kosteten. -- AbermaligeroVerfall des Ackerbaues. - Korn- mangel. - Erste Pramie auf die Einfuhr 1795. -- Theuecung und énngerönotb von 1794 ,bis 1802. - Am 17. Januar 1801 ostete das Quarter Weizen in London 158 Schining, auf deutsch 2000 Pfund 775,80 „46 Die Leute verbungerten auf- den Straßen und die Rxgtcrung ward gezwungen, zu der altbewährten Kornaejeßgebung zuruckzußbrxn.“

Die „Deutsche landwtrthnbaftlickye Zeitung“ erinnert bei dieser Ge- l_egenbe1t_ daran, daß Deutschland seit 1870 jährlich im Durchschnitt weit uber zivetbunderi Millwnen Mark fur eingeführtes Getreide ausgegebiu babe und bemerkt Kabel,: „Jeder Staat, dessen Einwohner, nicbt ihr eige- nes Brot esen Yonney, ist eben so unglücklich, wie ein Familien- vaterx der fur seine Kinder kem Brot im Hause hat; es giebt Zei!- umsiqnde, wo es Beiden unmöglich ist, das Brot von außerhalb berbeizuscbaffen.“ -

-Zn der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung“ lesen 101152.“

Fur dre Gegner 'der Holzzölle wird es von Jntereffe sein, u, ver- nebnien, daß in einigen ziim Fürsterxthum Sondershausen ge egene- Ortjcbaftcn des oberen Theiles des jahrlich von sv vielen Tausende! besuchten herrlichen'Schwarzaibales, wie Altenfeld, Masserberg. Oelde, Neu tadt am Rennsticg, U." em findlicher Notbx'tand eingetreten ist. Diese O chaften sind sammtlich alddörfer und n ihrer Existenz abhänsis von der Holzindustrie, Welche begreiflicberweise darniederliegen mu_ß, da Saalfeld z. B., am Außgange des Schwarzatbales, auslandistbe Bretter :e. „billiger laaern, als fie „aus den Waldun en des Schwarza- tbals dorthin zu schaffen-Lind. Die Fürstliche Reg erung hat bereits durch Ueberwxisung von rbeiten dem Notbstande zu steuern gesucht, doch wird v1eÜeicht Manxher, der im Schwarzatbale Erholung und Flüstbe gefunden, gern em Scherflein beisteuern, um auch diese" otbstande steuern zu helfen.

- Der „Schlesischen Zeitung“ entnehmen wir folgende Zeilen:

Die Konimunalsieuervexbältniffe der Stadt Beuthen Q/S, bil- den eine drastische Illustration zu dem Kapitel der direkten Besten“ rung. Nach dem Etat pro 1883/84 erfordern die Spezialetats ge ek dgs Vorjahr einen Mehrzuschuß von rund 4500 .“: Was die e“ durfniffe des Hauptetats anbelangt, so hört die ,Beutbener Zeitung“, daß derselbe nur eine Mebreinnabme von - dagegen atx _Mebraus79aben aurxweisen wird: 4500 .“ Kreis' kommunalbertrage und MMS ulunterbaltungskosten für Schwan“ wgid. Es wird ferner ziir Amortixation der von der Ober cbles'ischn Enenbabn-Gesellschaft fruher zu v el erhobenen Kommuna steuer von etwa 60000 .“ „em Betrag von 10W0 514 auf den Etat * braxbt „werden muffen, und es stellt sicb hiernach das Meß bedurfmß auf rund 25000 .“ das lediglich durch Kommunal“ Berechnung des auszuscbktj' _ Koxnmunalsteiiersaßes wird zu berücksichtigen. sei!- daß sammtltcbe unmittelbare und mittelbare Staatsbeamte

lichen Gehaltniickftände. Es verlautet, daß] Said Pascha,

I(zwei Prozent des Einkommens), besteuert sind.

reits jetzt mit dem zulässigen höchsten Kommunalsteuer-Sabe Bon dieses

me : zu um en akk wird also

** ' der dieser Beamtenkatesorie nicbt angeböriaen

fmt Ben ben !)./S. durcb den ausgeschriebenen

Staatsfievm'

zirten E

Sas, dürfte voraussichtlich auch für die Folge nicbt bemntergegaugm

„erden. . . .

,-

Statistik“ the Nachrithteu.

_ b aus e ebeneIanuarbeft1883der „Monatshefte xYkastoisteFk dJ! Deutschen Reich bringt außer den auf

zu " " " d 11 Monat bezuglichen Ueberficbten uber den auSwartigen den betreffen e preis e wichtiger Waaren und

Waarenverkebr.

Rübenzuckerfabxikaiion nocb Nachweise über: die

uswanderung im Jahre 1882, die Eheschließungen, Ge-

?urten „„ Sterbefälle im Jahre 1881; dann über ktion und - - * ' MLB... 1881/82. AufZerdem *“ '" „diesem. H6“- w“ ersten jeden Jahrgangs- ? ne Uebx'rficbt aber m W Lauje abrs ergangenen Anordnungen flit die Reichsstatlstlk ocgcnwärtig dafür sklkende" BestWanm gegeben.

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

' e e ebun des Deutscben Reiches von der Die G sßg g Bundes bis auf die

" n des Norddeuisében Grundu g . Erläuterungen „und Registern en von chtB. Yauvp , Geb. Regierungs-Ratl); ? andri er“ . we„g“511Lcubauer: Ober-Landesgerichis-Rafi); W. L. Ober-CorPS-Auditeur; Sydow, Landricb'ter; W. Kammergerichtsa. „", F; Vierhays, Landricbtcr. druck. 1. Lieferung. Berliii und Leipzig. (D. Coilin). - Durb die Geseßgebuna des Norddeutsche und des Deuijchen gebieten an die

vorläufizen Abschluß mit der Emanation des

ßbuchcs erhalten wird. Ein großer LZH. Reibe von Geseßen, Verordnungen,

und seit dem Jahre 1871 für das Deutsche Reich, Gesetz

lanat haben, ist aber bereits durch spätere Geseße und Verordnunaen,

des Bundeßratbes, und des Reichskanzlers entweder erweitert oder erganzt, an Diese Abän-

sowie durch Instruktionen, Bekanntmachungen

Erlasse “5.8 Kaisers _ _ unter Mitwirkung des Reichstages gbgeandert, weise eingeschränki„_ oder doch beeinflußt worden. derungen und Erganzungen, sich selbst bei einzelnen großeren Neu-Redaktion nicht" stattfand; wie z. B in fast allen Jabraangen des , des Centralblattes fur das Deutsche Reich zerstreut, schwierig und zeitraubend ist, das geltende Recht

Gese en, bei we

es für den nicht rechtskundigen Geschäftßmann, für alle welchen, wenn auch nur in einielnen Fallcn_. „Geseßeékynde geben darf, noch bei Weitem schwieriger sem,

da selbst für bekanntere und das büererliche Leben unmittelbar

berübre-de Gesetze das richtige erständnß zuogewinnen. liegende Werk, zu deffen Bearbeitung sicb eme Anzahl uristen und acbmänner vereinigt bat, verfolgt nun den

Wkck, die Reubßaeseszgebung in der 1th geltenden Form und Faffung

*"weiten Kreisen zugänglich zu machen. Die Bear eitung,

und Prüfung des umfangreichen Materialsx scheint, nach der vorliegkn- zu urtbeilen, mit großer Sorgfalt erfolgt nur fiir den Juristen,

den ersten Lieferung zu sein. Das Werk Gelebxten, für Aüe, Welche in die Lage kommen, si rien vertraut machen zu müffen, von Werth _sein. Auch gediegene Ausstattung in Papier und Druck "zeichnet sich d

dürfie daher nicht

Sammlung aus. Das Wrrk soll, nach Angabe der Vrrlaasbandlung,

'

in 18-20 Lieferungen erscheinen, Sede Lieferung in der Stärxe von Pre se von 1,50 „M, und vorausncbtlich

mindestens 10 Druckbogen zum im Laufe des Jahres 1883 zum Abschluß gelangen. - Jn Halle starb am 6 d M. der Senior d

juristischen Fakultät, der Geheime Iustiz-Ratb Prof. ])r. „iur. und

' Juli 1800, bezog er bereits in keinem 10. Sabre die Universität Göttingen, wo er klassische Philo- Altcr von 13 Jabrsn eine lateinische Schrift über die Concboide des Nikomcdes veröffentlichte.

phil. Kari Witte. Geboren am 1.

logie und Mathematik studirte und im

1814 ward er in Gießen zum Doktor der Philosophie Bis zum August 1816 widmete er sicb in Heidelberg

Studien. Seine juristische Doktorpromotion erfolgte im August desselben Jahres. „Als Siebenzebnjäbriger babiliiirie er sicb an der Universität Berlin in der juristischen Fakultät, gab dicse Stellung jedoch wieder _ Königlichen Stipendium nach Seti dem Jahre 1821 juristischer Dozent in Breslau, ward er daselbst 1823 zum außerordentlichen, 1829 zum ordentlichen Professor beför- der_t. Vorzugßweise trieb er das QueUenstudium des römischen Rechts, syater preußiscbes Recht vom Standpunkt des gemeinen Rechts. 1834 ging er als ordentlicher Professor nach Halle. Als Ergebnisse seiner auf den Reisen in Italien be onnenen Studien, die seiyen Namen beson- ders, bekannt machten, verö enilicbte er 1862 die kritische Außgabe des italienischen Textes der (Lisina. oomsäia des Dante, die als grund- eine metrische deutsche Ueberse ung mix Kommentar. Seine kleineren Abhandlungen und Auf- saye er ibienen in zwei Bänden unter dem Titel .Dantcforscbun en“. Karl Witte war auch Mitbegründer und Vorfitzender der deut chen

auf und ging mit einem

legend für die 'Daniestudien gilt, und 1865

Dante-Gesellscbaft.

- Die Verlagsbucbbandlung von Otto Spamer in Leipzig und Berlin bereitet, unierftüßt durch die Mitwirkung des Geb. Re- . Reuleaux, von ihrem in sieben Auflagen oder

gierungs-Ratbs Prof.-

in weit über einer bal en Million Bänden verbreiteten „B

Erfindungen, Gewerbe und Industrien" das einer neuen, der achten Auflage vor, die in textlicher und

Hinsicht ganz wesentliche Verbefferungenerfabren soll. Hatte sicb das stetig wachsenden Theil-

vorireffliche Werk seither schon einer nahme in allen BerusSkreisen zu erfreuen, galt

ber s(i'oxi in vielen Familien als gern gesehener Hausfreund und sack)- verständiger Beraiber bei vorkommenden technischen Fragen, so dürfte der neuen vermehrten und verbesserten achten Auflage desselben eine

noch weitere Verbreitung gewi sem.

_ Im Verlage von I. "nb durch alle Buchhandlungen zu "Luftfeuerwerkerei', kurzer dung in aüen Theilen der Xyrvtecbnik, von C.

beziehen: „Kate chi

chritte der vxrwandten W: enstbaften iir die Pyrotechnik und den Anfanger zum ver ändigen Fcuerwerker beranu

der Sache bemäibtigten und der praktische Feuerwerker seine Kennt- Dem Mangel

"isse meist aus Geschäßßrückficbten nicht veröffentlicht. an einem geei neten eitfaden fiir den Luftfeuerwerker,

wirklich brau b abgeholfen. ck am

bei Er d c Kommunalflmeru keine Mebr- “M“" in rt „WUB Ötebebed

Bürgexscbaft * * briugm sein. Da der dieSjäbeige Kommunalsteuerbedarf dec ' ' t Sas von M % avtbnitbt voll erreicht ift, so dürfte die pro 1883/84 m„„.,schxe-bende Kommunalsieuer auf mindeftxns 340 0/9 der klczssifi-

inkommen- bezw.Klaffenüeuer zu nonmren sem, 1a von dmem

Zuckerproduktion im Ernte- bezw. Cam-

1. Hell- Koch, Kaiserlicher Geb. Ober-Finanz-Ratb;

Turnau, Zweiter Ab- Verlag von J. Guttentag

Reiches ist auf wichtigen und weiten, Stelle der durch dix Gesetzgebung in den einzelnen Bundesstaaten verursachten verschiedenarnaen Gestaltungen des

Rechts em neuer einheitlicher RechtSzustand getreten welxber Linen burgerltcben

Theil der Erlaffen u. s. w., welcbe seit dem Jahre 1867, zunächst für den Norddeutschen Bund

bft von einschneidendcr Art,

. ei der Gewerbeordnung, Bundes- resp. Reichsgesetzblattes und so daß es sicher zu erkennen. Gilt diese Schwierigkeit chon für den Rcckitskundtgen und fur den

Beamten, welche in der nwendung des Gesetzes geübt find, so_ dürfte Diexenigen,

Beamten, Groß-Kaufmann und Industriellen, ck mit einzelnen Rechtsmate-

. Weber in Lcipsig ist soeben erschienen

Lehrgang für die gründliche Ausbil- A. von Niva, König- lichem Feuerwerker in Co lenz (14 Bogen, mit 124 in den Text ?edtuckten Abbildungen. Preis in Ori inalband 2 „M) - Die Fort-

bilden, ist in Übler Zeit unterblieben, weil zum großen Theil unbeka'ene Hände sich

lediglich

deutsche

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stets im des Vor- und die

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Solms,

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Rechts-

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Das vor- namhqficr praktUcben

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sondern

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promovirt. juristisckoen

Jiaiien.

u cb d e r Ericheinen illustrativer

es seit-

Smus. der

außzubeuien

der

ihn mit all-n Schwierig eiten eines Faches, besonders aber mit der HersteUung äße vertraut macht, wird mit dieser Schrift

-- Die in Leipzig am 10. d. Mio. erscheinende Nr. M1 der .Jllustrirten ?eituna“ entbäit folgende Abbildungext: Galerie schöner Frauenköp e: W711. Grazulla. - Die Ueberfubmna der Leicht Richard Wagners vom Bahnhof in Bayreuth nacb Vina Wabn- fried am 18. Februar. Nach einer eicbnung von G. Amould. - Die Beiseßung der Leiche Richard Wagners in Bayreuth am 18. Februar. 2 Abbildunßen. Nach Zeichnungen, von G Amould: *1) Der levte Abschied. ) Die Grabstein; Richard Wagners.“ - Eisbrücke und Eisberge unterhalb . des „Niagarafalls. Nach nner photographischen Aufnahme. -- Die Feier d_er Silbernen Hochzeit des deutschen Kronprinzenvaars: Daß Kosttszest im Kömalicben Schloß zu Berlin am 28 Februar. O_rtginalzxicbnung von H Lüders. ( weiieitixrs? - Olme (ktoteus ov zoon!) im _Berliner Aquarium.

arb der atur gezeichnet von R. riese. -- Bilder aus Rußland: Bettler und Bettelmöncbe in der Vorhalle einer Moskauer Kirche. Originalzeicbnung von G. Brolinxr- Ebrenaabe (zn das 2. Bayerische Infanterie-Regiment .Kronbrinz'.,-- Polytechnische Mittheilungen: Hyg'eia, Patent-Ruß- und -Funkenfanger. 2 Figuren.

Getverbe und Handel.

Die nächste Börsenversammlung zu Essen findet am 12. Marz cr. statt. _

Dortmund, 5. März. (Eff.Zta.)_ Im Etsengescbäft find in der verfioffenen Woche wesentliche Veranderungen nicbt vorgekom- men. Die eingetretene Besserung schreitet for_t, wenngleich langsauz, so doch stetig. In Qualitätévuddeleisezi ,mmmt die Lebhaftigkeit infolge der Bewilligung einer Exportprarzne voii 4 .“ "pro Tonne Seitens der Hochöfen zu und in Gießerxietsen erhalt sicb der befriedigende Verkehr der Vorwocben. Spiegel- und _Beffemer- eisen sind dagegen andauernd gedruckt und wird__ 1": „fur letzteres die Koniunkjur auch kaum eber beffern, bis 116) ie Marktlage für Beüemereisen in England günstiger aesialtet. Im Wa_lze1sen- geschäft nimmt die Nachfrage für Stabetsen zu, ebenso in Facon- eisen, ohne daß indrffen Preiserböbungen zu konstatirm sind. In Feinblecben bat fick) der Bedarf wejentltch gehoben. und hat sich dxs- halb die Erböbung der Grundpreise um 10 „44 per 1000 kg aut em- gefübrt. Auch in Grobblecben, insbesogdere aber in,Keffe1blechen, ge- staltet fich die Nachfrage bei unveranderten thirunacw lebhafter, was auf zunehmende Beschäftigung der Kesielschmieden schließen läßt. In Walzdrabt , sowie in gezogenxm Draht, macht sich der größere Frühjahrsbedarf seit einigen Wochen bemerkbar, _der den betr. Werken eincn erwünschten Zugang an_ neuentAuftrage'n gebracht hat. Die Staleerke„ Achse_n- und Raderfabriken, sowie die auf Kleineisenzeug gebenden Etablissements und nicht itztnxer die Waggon- und Lokomotivenfabriken sind durchweg flotbbexckza'fngt, erhalten auch fortwährend neue Auftrage Seitetis der mlapdl'sÖen Eisenbahnen. Die Maschinenfabrik» und Gießereien _sind befriedigend beschäftigt, aucb mehren fich neuerdings die Auftrage. __Jn der Koblenindustrie dauert ein teuer Verkehr zu unveranderxen Preisen in Industrie-, Gas- und Kokskohlen sowie in Koks amwab- rend Hausbrand naturgemäß wenig bkgchit ist und etwas billiger abgegeben wird.

Rotterdam, 7. März. (W. T. B.) Dre beute von der niederländischen Handelsgesellschaft abgehaltene Kaffee- auktion eröffnete für Nr. 1 zu 342 5 343, Nr. 2 35Y s, 354, Nr. 5 361 z. ZZZ, Nr. 6 365 9. 362», Nr. 8 36.4, Nr. 11 ZR 3, ZZZ, Nr. 12 331» Nr. 15 388, Nr. 20 35-1 i 36 Cent. _

London, 7. März. (W. T. B.) Bei der gestrigen Woll- aukiion waren Preise unverandert.

Verkehrs-Auftalten.

Southampton, 7. März (W. T. V.), Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd ,Donau' ist hier eingetroffen.

Berlin, 8. März 1883.

D e n k 1" (l) r is t * iiber die Entwickelung der gewerblichen Fach: schulen in Preußen.

(Fortsebungd

Die Fachschule für Textilindustrie in Crefeld erfordert 1881/82 einen Zuschuß von 30000 „46 jächlich, der sich trotz der erwarteten Zunabme der eigenen innahmen auf ca. 26500 .“. fiir die Zu unst noch um 27 000 «16, erhöhen muß. Die eine iilfte hiervon mit 28 500 „16 tragen die Stadt und die ande cIkammer, die andere der Staat.

ngeachtet_der Zunahme der ; requenz dieser Anstalt seit

ihrer Reorganimtion von ca. 20, chiilern auf über 100 hat sich auch die der Webeschule in Mülheim am Rhein, welche gleichfalls vollen Tageswrterricht hat, vermehrt. Sie zählt egenwäriig 65 Schüler. Demnächst wird auch hier die Verbs erung der maschinellen Ausrüstung Aufwendungen er: forderlich machen, 'cdoch in weit geringerem Maße als iir die Crefelder Schu 9, da mehr als _ eine Anstalt von die em Umlxange fiir die rheinisch-westfälische Txtilindusirie nicht nbi ig P' Die Crexelder Schule wird aber „ohne Zweifel demnächt das Bedür niß nach einxm Fachunterricht für Werk- meister der Spinnerei und Weberei, welches bereits an einigen Orten empfunden wird, zu einem allgemeinerexi machew und znr Errichtung kleinerer Anstalten clfyiilnen. Die Unterrichts: verwaltung hat nicht geglaubt, s4on jeßt, ehe die Re: organisation der Crefelder Anstglt beendet ist und sich hat wirksam erweisen können, na? dieser Ri tung gegebenen Ar]: regungen folgen, sondern vie mehr ihre estrxbungen auf die örderung dieses Zweiges des Fachschulunterrichts in anderen

heilen des Staates richten zu _sollen. . ,

Sie hat daher gern die sich darbietende Gelegrnheit be- nußt, der sehr zurückgebliebenrn Leinenweberei in der Provinz Hannover, wo viele ersonen an dem Lgnde sich besonders im Winter mit der andweberei beschäftigen, zu Hiilfe zu kommen. ES isi den emühungen „des Legge: inspektors Woltmann in Göttingen gelungen, abrikanten und Leinenhändler in den Ortschafteti Marko dend'orf 11110 Calefeld im Landbrosteibezirk Hiidesheim imd, Bilsen im Landdro teibezirk Hannover zu bestimmen, Emm tixngen zur gründli en und vielseitigen AUSbleUng von Le_rl_mgen zu treffen und ibnen durch einen tüchtigexi Webertnaster auch den unentbehr ichsten theoretischen Unterricht eben. u [askew Die Webermeifter haben deshalb nych auf taatluYe Ko irn einen Kursus auf einer württembergischen Lehransiat bder m Crefeld durckdemacht, und der Unterri töpian, wre die beab- sichtigten An chaffungen neuer, gut k_on trUirter Lbstü le mid sind von dem Direktor der Webes nie in

Hül Smaschinen , . Cre eld geprüft und gebilligt worden. Der Zuschuß der Unter- für die nächsten Jahr zusammen aus einem Beitrag zur Be:

zahlung des Lebrers und aus 15 bis 20 Pro ent der Auf-

richtSverwaltung setzt sich einer Vergütung für jeden Schuler, wendungen, we che die Unternehmer für die uSriistung der

Le rwerk tätten ma en mii en. _ h Jn ?sßilsen hacbhen me rere Leinenhändler und das Amt

Bruch aufen Beiträge u leistxn übernommen. Yer Staats- zuschu beträgt für a e drei Lehrwerkstätten ahrltch ca.

verständigen AuffiYi dafür gesor t, daß der Unterricht den etroffenen Verein ngen gemä ertheilt werden wird. „ortbestand der kleinen Webeschule zu Einbeck wird durch diese Veranüaltungen nicht bxrührt. _

Im Osten der Monarchie tft die sehr Zchwach besuchte beeschule zu Grünberg, für welche ie Stadt ihren Beitrag nicht er öhen wollte, eingegangen. Das in dem Bericht vom Fe at 1881 Seite 8 erwäLnte Pro'ekt, in Cottbus eine größere Fachschule für ie Tu : und Buckskinfabrikation zu errichten, ist nicht zur Aus: hrung gebracht worden , weil eine fachmännische Bx rchttgung der Webeschule in Skiremberg ergab, daß diese gut geleitete Anstalt, für we che das dortige Tuch- machergewerk im Jahre 1879 ein auch für eine größere Schüler- zahl Raum gewährendes, zweckmäßig eingerichtetes Schulhaus erbaut_ at, dem Bedürfnis; der Tuch: nnd Buckskinfabrikation der Me erlausiß vor der Hand um so mehr genügen werde, als man _in Spremberg bereit ist, der Anstalt ein kleines Laboratorium hinzuzufügen, den Unterricht in der Chemie zu verbessern und _im Schulgebäude noch Platz für einige Web: stühle und sonstige Apparate zu schaffen. Der Aufwand des Staates für diese Anstalt wird dadurch natürlich gesteigert werden, 1edoch erheblich hinter dem zurückbleiben, was eine weite Anstalt gleicher Art in Cottbus kosten würde. Die ufbebung der sich gut entwickelnden, im Jabre 1881 von 17 Ta es: imd 24 Abend: und Sonntagsschii ern besuchten Webes „als in Spremberg aber durch Entziehung der Staats: subvention herbeizuführen, um eine dieselben Ziele verfolgende, wenn auch ausgedehntere Anstalt in dem nur wenige Meilen (Zntfernten Cottbus entstehen zu lassen, war unter diesen Um: ständen kein Anlaß. Da die Befürchtungen welche die Handels: kammer in Cottbus fiir die dortige Wolleninduftrie aus dem allmäiigen Abgang der älteren Werkfiihrer, cbemaliéer Hand: webcmeister, mehr und mehr erwachsen sieht, Voran affung zu den statt ehabten Verhandlungen über die Errichtung einer Webeschu e in Cottbus gewesen sind, so glaubte die Verwal- tung des ischnifchen Unterrichtswesens, daß in jedem Falle. die Einrichtung eines beschränkten theoretischen und praktisclzen Unterrichts für solche, welche nicht ihre ganze Zcit auf en Besuch einer Webeschule vrrwenden können, der Cottbuser Industrie von großem Nutz?" sein wiirde. Tie Kosten der ersten Ausstattung und der Unterhaltung eines wichen Unter: nehmens wiirden nicht viel geringer sein, ach die einer An: stalt, welcbe jedrn Schüler den ganzen Tag beanipxxtcbt, wenn die, Fabrikanten die größe'rc Zahl der zu einer beneren Aus- bildung geeigneten Arbeiter auf bestimmte Stynden in der Woche beurlauben wollten, um einander abibiend die FLOH- scßule zu bxsuchen. Die Stadtkollsgien haben es aber leider a,?lrlehnt, fiir die Ausführung dieses Planes Gelder zu be: wr igen.

Die Stadt Sorau in der Nieder:Laufitz isi der Mittel: punkt einer noch immer bedeutenden, hauptsächlich für dZn Export arbeitenden Leinenweberei, wclche im Jahre 1849 4356, zu Anfang des Jahres 1882 bei besserer Konjunktur 4694 Handstühle und in beiden Jahren 252 mscbanische Web: stühle beschäftigte. In diesen drei Jahren ist die Zai der Damast: und Jacquardstüblo von 789 aus 1258 gcttcgen. Glei wohl wird den die Arbeit gebenden Leinenländlern und 1 den ebern die Konkurrenz mit dem Auslande Sehr ers weit durch die technische Unkenntniß der crsierctx und , urch die mangelhafte, meist nnr auf einen _Artikel erichiete [Ausbildun der leßteren. Es soll nicht selten vo ommen, daß die eber die Unkunde der Händcr benuizrn, um diese u übervoriheilen, wozu sie„ sich verexhtigi glauben, weil jena Sie zum Theil aus Unirrmtniß ,driickcn, zum THA durch die geringe Fähigkeit der Wrber, sich den 7 orderungen der auswärtigen Kundschaft zu akkomobiren, genöUigt werden, eringere Löhne zu zahlen, ais sie bewilli en könnten, wenn 122an nicht mancher, eine höhere Geschick ichkeit ,und bessere ebegeräthfchafien vorausseizender Auftrag entgmge. Man glaubt einer Webeschule mit Tages: und Abeiidunterrichi nicht länger entbehren zu können und verweist auf das Kömgrrich Sachsen, in welchem 15 Webeschulen mit ca. 70 Tages:, und 800 Abend: und Sonntagksschiilern im ahre 1879/80 rxisiirteii, zu deren Unterhaltung die Staatskase den größerexi Theil, ca.vier1nal soviel als die Gemciudcn, beiträgt. 219 Stadt Sorau fie t in Unterhandlung mit dem Militärfiskus iiber den Erwer eines größeren nach der Fortnahmo der Garnison leerstehenden Gebäudes, welcheeZ mit einrm Aufwand von ca. 4500 „46. fiir die zu errichtende Webeschule angebaut werden soll, Die Ausstattung der Anstalt mit den riöthigen Stii len, sonstigem Inventar und Lebrmitteln, soweit deren Bes afxung in ähnlichen Fällen allein vom Staate getragen wird, it auf 12000 «16 veranschlagt. Die sehr belastete Stadt ist erbötig, daS Lokal, Licht und Hrizung der Unterrubtßlokale und des Gaßmotors herzugcben, von den Fabrtkantxn der Weberinnung und dem Sorauer Kreis sind 700 «76. jährli zugesichert, oder in Aussicht, so daß, abzüglich der eigenen au ca. 1000 «16. veranschlagten ei enen- Einnahmen der Anstalt an Schulgeld und fiir verkaußte Webstofje, ein Zuschuß von jährlich ca. 6000 514 zu decken bleibt, besten Uebernahme von Seiten des Staates erbeten wird. __

Die keramische Fachschule u Grenzbaufen-Hohr zur eranbildung theoretisch Und prakti cl) ge1chulter junger Leute zu rehern, Modelleuren, Gefäßmalern u. s. w.. für die Thon:

industrie, insbesondere die Steinzeugfabrikano'n des Wester: waldes hat bich in bccßiedigender Weise enitvickelt. An dem Unterricht ne men 15 wagesschiiler, 23 Abendjchiiler und (111 dem erst vor einigen Monaten eröffneten Zeichenkursus für Mädchen 22 Schülerinnen theil. Die Schule hat augenblixk: [ich zum ersten Male seit iYer Eröffnung im Jahre_1879 in dem hiesigen Kunstgewerbe: u eum einige 20, Geschirre aus Steinzeug ausgestellt, welche si dees vollen Beifalls der Sach: kenner erfreuen. Von den 59 Schülern und Schiilermnen sind zwci Dritt eile 14 bis 20 Jahre, Zrchszeln 20 bis 30 und wei über 30 ahre alt. Augenblick ich s weben Verhand- Tungen mit beiden Gemeinden iiber dw rbauung eigener Lokalitäten für die jeßt miethsweise und sehr ungenügend unter ebrachte Anstalt. . ' . n der Denks rift von 1881,Se1te 9 ist bereit)?- als Wunch der Verwa tung des technischen Unterricht?: die Er- richtung einer äanichen Anstalt in einem anderen Orte, wo eine bedeutende zabrikation vori irdenem Geschirr stattfindet und sich Reste alter Kunstferti keit noch unter der Vevölierurig erhalten haben, bezeichnet wor en. „Der Umstand, daß sich em Co'mité iir die Errichtung einer solchen S u_le in MuSkau ebildet alte und um Unterstiißxmg seiner A sichten bat, gab nlaß, nicht allein die Verhältnisse in Muskau, soiidern aUch die in Bunzlau und zugleich die Frage, wie weit die Gemein-

4000 „14, wofür ca. 30 junge Leute beiderlei Ges lechts aus-

gebildet werden sollen. Es ist durch Einrichtung einer sach-

den und Industriellen in diesen Orten bereit sein würden, für

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