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'tli nell u reisen ewohni ist, fast gleichzeitig mit dem Grafen J:?! o fx, ix'ichder Kaiser]. esidenz eintreffen durfte. „ Doch scheint die zuweilen ausgesprochene Ansicht, als Werde dem greifen Feldherrn der Oberbefeé'l iiber die Operations-Armee (Legen die Türkei übextragen werden, eine Begründung zu habep, egen eine solche Erwartung spricht sowohl der keineswxgs' befxtedigende Gesundheitszuftand des Fürsten, wie die Nothwendtgkeit seines Verbleibens m der wichtigen Stelkung, die er bis 1th eingenommen, hat. Dagegen ist es wahr- scheinlich, daß man in „Petersburg seinen Rath, sei es in Bezug auf die Führung der diplomqtischen Unterhandlungen, sei es in Bezug auf die Leitung der militairischenOperationen, zu Hernehmen wünscki. -- Der (“„General-„Major Fürst Bebatoff, welcher-bisher den Oberbefehl- über die in Warschau stehende tscherkessische leichte Kavallerie zur besonderen Zufriedenheit des Kaisers geführt hat, soll fich nach dem russischen Armenien begeben, um daselbst gleich- falls ein Corps leichter Kavallerie zu organisiren. _ Aus Krajova vom 10. Februar meldet der „Wanderer“, daß am 2. und Z., dann 5. und 6. Februar auf verschiedenen Punkten des Cernirungscorps Vorpostengefechte stattgefunden haben und zwar in Folge von Ausfällen“, welche die Türken machten, um _die BefestigungSarbeiten der Rasen zu bereiteln. Die Angriffe “biieben auf allen Punkten erfolglos. Von Seite Serbiens wird die Festung Nissa an der bulgarischen Gränze arinirt und «in Vertheidignngsstand gesetzt, an verschiedenen anderen Punkten der Gränze Serbiens wird am Schanzeubau gc- arbeit-Jt. Bei dem Dorfe Gruja in der kleinen Walachei sind sehxzahlreiche russische Truppenkolonnen erschienen. Man glaubt aligemem, diese Truppen seien bestimmt, nach bewerksteUigten Ueber- gangen iiber die Donau Und Timokdic Festung Widdin im Rütikn zu „bedrohen. Die Türken errichten ihrerseits an der dortigen Granze Schanzen.
, Nach Berichten aus KrajoVa, die bis zum 14. reichen, hat sich daselbst nichts verändert. Beide Corps Versiärken sich fortwäh- rcnd ,und nehmen eine beobachtende Stellung ein. General Schil- dex ist*quf einer Inspectionsreise, die sich iibsr Giurgewo und Ol- tequ bis auf Jbraila und Galacz ausdehnen wird.
_Aus der kleinen Walaéhei erhält der .„Lloyd“ einen BMW, mezufolge am 7ten d. M. ein russischer General mit einem Obersien' m Turn Severin (112 Stunde Hon Orsova) angekom- men ck und daselbst die Ufer der Donau in Augenschein nahm. Turn Seberm (auéh Neu-Tsckzerneß genannt), ist bckann11ich nur durch 'die Donau Vom serbischen Gcbicte getrennt. Die Angaben m einigen Zeitungen, daß die Russen, 6000 Mann stark, in Tscher- nJH (eine kleine halbe Stunde von Turn Severin landeinwärts) standen, um Von da aus Serbien zu bcobacbten, sind durchaus Unrichtig, denn die russischenVorposten Vom CernirungScorps bciKalafat sind von Cetatx axis stromaufwärts noch nicht weiter als bis Grnja, etwas ldnde1UWarts von der Donau, vorgeschoben. Gruja gegeniiber liegt am anderkn Ufer der serbische Ort Radujevaß. Die Mission des obgenawnten Generals scheint jedenfalls noch durch den Um- |and an Wichtigkeit zu gewinnen, daß der Strom unterhalb Neu- Tscherneß im Vergleich zu anderen Stellen einen Weniger schwieri- gen Uebergangspuxikt bildet, und nicht breiter als ein Biicysensclwß LsY. „Schdn die Romer hatten auf ihren Feldzügen nacb Dacien dte fm“- emen Uebergang äußerst giinstige Strombildung der Donau an dixser “Stelle erkannt. Der Kaiser Trajan ließ hier fiir seine ?xxexuyrlen herausziehenden Legionen eine Briicke iiber den Jster
Aus Bukarest vom 8. Februar wird dem Wanderer“ e- sÖULNU, daß die Vorbereitungen der Russen fili“, den Dona?» Ueberga'ng_ nun ernstlich betrieben werden. Am 8ten stud 15 Wagen mit je 12 Pferden bespannt, niit fertigen Pontons, Flössen und anderen Reqmstten fiir den Brückensthlag nach Giurgewo abgegangen. In Tretersit, einem Dorfe 2 Stunden von Giurgewo, “wurde ein Filialspttal für 500 Kranke errichtet, dessen Hälfte mit Verwundeten bereits belegt ifi. In Braila ist “eine Schiffswerfte improbisirt worden. Nach Slobozin find 2 Vatterieen schweren Geschüßes abgegangen.
T Unter dem 9, Februar wird berichtet, daß die vor etwa 12 hagen naéh Giurgewo abgegan enen 18 Geschüße schWersten Kali- ers, die zur Belagerung von esiungen dienen, in Giurgewo ein- gkthxn „ÜW- nachdem sie in Folge der beinahe unwegsam gewese- “Skxck Zaßlkxi se s Tage auf dem Wege zubringen mußten. Dreißig Stu er U Ge chüße beWegen sich in diesem Augenblicke auf der k raße gegen Giurgxwo und zwanzig Stiick sind am 9ten in Bu- 55:1?va Fokschan eingetroffen und gehen ohne Aufenthalt an die
Nach Berichten aus Bukarest vom 11 ebruar laben '
turkischen Besaßuugs'truppxn von Rus cuk am 1Ften abernials eindelii Versuch gemacht, die, Wie bereits emeldet, von den Russen be- setzte und armirte Donatz-Jnsel Moxan bei Giurgcwo zu nehmen. Sie wurden, noch ehe die Landunf?1 vollkommen bewerkstelligt war,
Nach“ mehrstündiger gegenseitiger Kanonade ke r '“ Expedition wieder iiach Ruscuk zurück, Seit 8hteTie déiHXT.tufxekiitYre die turktschen Batterteen mit Bomben und Kugeln gegen (Hiurgewo1 . Age Ngchrichien aus den türkischen Provinzen stimmen dagegen, darm uberem, ,wie der „Wanderer“ aus Konstantinopel vom 6._Jebrujar berichtet, daß das Volk noch immer fiir den Krieg be- ßgetstext ist. Das Armeecorps in Ndrianopel beträt 18 000 Mann uiiter dem Kommando des Abdullah Pascha. ie" g,an e (ottomanmsche Jugend läßt den Ruf nach Waffen erschallen. Arzu 30.J§anuar haben die reicheren Bewohner von Adrianopel beschlossen dex Armee 120 Tausend Kilo Korn, zu 174--18x Piastcr daé Kili»,Nu1ide150stTaustc-.nd Kilbl Gerste anzubieten. : “* „ 11 on a_n ,inope Vom 7th wird beri tet 10 tiii'itsche Segeljchiffc und 8 Dampfer mit 700FManxFßTéijtlpßY Munition uiid Waffen nach Bakum gegangen smd und auf dei" bHeYTitxb1KvXFHFahr€E 'Von 7l-engliscl)en und 4 franziißschen Schiffen . M en ' ' nach Yama abgegangen. g isches„mid cm franzostsches Schiff sind
. in türki ches Bülletin meldet, daß am 13ten anuar N « mittags dm 1-2- „Uhr Hier rusxische Bataillone und taiZend Georxilbv (iini zwei Gesäwyen abermals einen Angriff auf das Fort von Öschefxctil' vsersucbteii; _allcin kaum hatten sie sich gezeigt, als
Feist xzsmail Bey Mit einer genügenden Trnppenzahl einen Nus- fg mgcbte iind'vonden Festungsbattcrieen unterstiiytmit den Russen eiti'mehi ald eme Stunde anhaltendes Gefecht aushielt. Der Feind gi'ltkth' m UsiOQT'DLng undwrgriff endlich die Flucht, auf dem Kdmpfplaxze viele «»th zuriicklassend, während die großherrlichen Tiquy iiur Seich geringen Verlust hatten.
_ [8 1m i;:ixarzen Meere sich bewegenden Llo ddam er über- Yckwnen DU „Trwjter Ztg.“ zufdlgc nichr mehr dcny TranFori bon lexippLT-L Und Kiwgsintttcln, smt die russische Reqierunq “derartig
isligchteic Schiffe, xelbst unter neutraler Flagge, *fiir güte Pi'iscn eit «iiteS-Dagegcii ,hat dex englische Schraubendampfér „Pböbc“ awk“). Hanuarwjimge tamen?) Koliis Lebensmittel und Militair- Ziff"? tén Ysbsdemrgen hunderthann Soldatkn fiir die türkische PLILljjuékxIlZ 341111993317“ ausgeschisst, wohixi cr aucb den ehcmaligen A? 13» mistei, ert ,als Pforteniommiisair bei der anatolischen
imegfungirenden Haircddm Pascha, der nach Kais bestimmt ist, nebst cincr großen Anzahl fremder Offiziere brachte, die sich eben:: alls nach I'iars begeben und von denen, wie die „Triester Zig “ meldet, zwei Polen Pasch'atitel fiihren. . b “ Aus Zdessa, schreibt man vom 9. Februar, daß in Sc»- ajtopol die farbigen Tonnen, welcbe die zahlreichen Sandbänke
Boote zurii zuke ren. Später richteten die türkischen Kanonier-
durch eine eftiZe Kanonade emp ngen und genöthigt, in ihre schaluppen ihre eschüye gegen die russischen Befestigungsarbeiten.
iii der, Umgebung bezeichneten, eingezogen worden ind. Das em- Nichk Schiss, ivelches ain 80, Januar scheiterte, ist swieder flott q?- YMM MWM, und Wird, wi? man Oernimmt, in Kaffa reparirt, ÖLVLsck)k_J,DL*71 Cap Chkz'soncs, wclches das äußerste Ende der süd- Ychenßuste Der Krim ist, imd Scbasiopbi wurde ein mechanischer «919819199 hergestelit, der bis chikalc ausgedehnt werden soll.
Dkk „C. Z. E.“ schreibt: Aus Belgrad vom 12ten meldct' MKU- daß am 11ten General Knicianin nach Kragujcvacz abgl- (JJWYLsFLstHLTdYKkaUck) TDPUJZPLXT beordert End. Man fürchtet MUC
, en,un ? i die v 1 » “ “ ' auf Krtchrüstnngen gerichtet, s ole hattgkeit der Regierung lungen: BU“ „TMstc'r Ztg. eiiinchmcn ww nachfoigende Mitthei-
„Die Nachrichten Von der Erhcbmtg cini er riecli cl -albane- stsxthn Distrikt)? bkstättgen sich und bringen gauchg im )bsbiiachbarten KVMSLUÉY GMMLZZand große Aufregung hervor. Ein Lieutenant dez“ griechischen Granztruppen ist mit einigen Soldaten seines Ba- taillonsfbereitd zu den Kämpfenden überqegangen.
„ „Briefe “UFS Teheran melden die Rükkkew' des persischen Kriegs- Ministers, Emmé-Nizam-Aziz-Khan mit 8000 Mann nach Tabris. Die Beziehungxxn zur „Türkei seien andauernd freundlich."
- Der „Atlantic“ bringt Nachrichten aus New-York vom 4. Februar. Jm Sexmte der Vereinigten Staaten wurde seit meh- reren Tagen aber die von dem Senator Douglas eingebrachte sogenannt? N'ebraSka - Bill beratben, welche die Sklaverei in de'm Territorium Nebraska eingeführt wissen will. Der Antrag wird wahrscheinlich verwoifen werden, da Nebraska seiner geogra- ph'schen Lage nach zu'dem Gebiete gehört, in welchem vermöge des bekannten Missouri-Koznpromisses die Sklaverei nicht statt- haben darf. --_, Ein Englander, Namens Alexander Heilbronn, wel„cher wegen Falschung“ aus England entfioh, ist auf Befehl des Prasidcxnten, den Vertragxn gemäß, an den engli chen Gesandten ausgeliefert'worden, obgleich der oberste Gerichtshofs von New-York sich gegen die Auslieferung erklärt hatte.
Nach dem „NewYork Herald“ sind auf Cuba nicht weniger als 11 Sklavensckyitffe m der NUSrüstung begriffen und in den [ey- ten sechs Wochen sieben Schiffe aus Baltimore, Boston und New-York expediri wordxn, um direkt im Sklavenhandel Verwendet zu werden.
Die Legislatur! von Louisiana hat ihrem Wunsche nach dem Bcsiß der Insel Cuba jth bereits duréh eine förmliche Resolution tu Gunsten der“ Einverleibung der Insel in die Vereinigten Staa- zen ?!usdruck geliehen.
weléhe Don Domingo Elias, wie früher erwähnt, erlitten
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Nach Berikhten aus Lima vom 12. Januar isi die NiederlaZe,
at, i' m
am 7. Januar bei Yca von dem die Regierungstruppen be?ehligen-=
den General Torrico beigebracht worden. Seine Anhänger wurden
änzlich zersprengt, Elias selbst entkam, die Regierungstruppen Jehrten nacb Lima zuriick.
-- Die brasilianische Regierung hat nach Mittheilung der „Pr. C.“ im Anfange des Dezembers v. I, zum Schuße ihrer Südgränze ein Corps von 4000 Mann bei Pirahy Grande unter dem Kommando des VarZo de Porto Alegre aufgestellt. » Der bisherige Agent für die deutsche Auswanderung nach der Kolonie St. Cruz in der Provianio Grande ist über Rio Janeiro nach Porto Alegre gegangen, nachdem er bei der brasilianischen Regie- rung der Ansicht Eingang zu verschaffen versucht hat, daß der Strom deutscher Auswanderung nur dadurch Von Nordamerika abgelenkt und nach Brasilien geleitet werden könne», Wenn die Regierung wc- nigstcns die Differenz der Ueberfahrtskosten der beiden Routen zu
zahlen bereit sei.
Nach Berichten aus Buenos Adres war die am 20. No- vember vollzogeneWahl cinesdefinitchn Direktors derArgentinischen Confödcration auf den General Urquiza gefallen, welcher sich noch immer scheinbar theilnahmlos auf seinem Landsiyc St. José: in Entre Rios aufhielt. Als Gegenkandidat war ihm, neben dem Ge- neral de Las Heras, noch Zubiria, der friihere Präsident dczs Kon- greffes in iSauta- Fe gegeniibergcstcllt worden. Die „Schilderhe- bung der Blancos ist durch dcn von Oberst Flores erzwungenen Uebertritt ihres Hauptfiihrers Dionysio Coronel auf brasilianisches Gebiet und die gleichfalls von Jencm bewirkte prenguxig dcr übri- gen Truppencorps als "beendet anzusehen. Die Einigkeii unter den Chefs der Colorados scheint jedoch, namc'ntlicl) durch die von dem General Ribera gegen den Wiilcn von Flores ausgesprochene Con- KScaiion dcs Vcrmbgens sämmtlichcr hervorragender Mitglieder der Gegenpartei, so wie durch di? förmliche Akbteri'lärung dcs Berri», lsyten Ministch dcs Erpräsidcntsn Giro, sehr erschüttert worden (xu sein.
Telegraphische Depeschen.
Der Cisenbahn-Sihnellzug aus Berlin hat am 18. Febrwar c. in Oderberg den Anscbluß an den Zug nach Wien nicht erreicht7
Der Eisenbahn-Schncljzug aus Berliwhat am 19. Februar in Breslau den Anschluß an den Zug nach Wien nicht erreicht.
PÜUÖS, Sonntag, 19. Februar, Morgens. (Tel. Dep. d. C. V.) Der heutige „Moniteur“ Verkündet, daß 'die- Antwort des Kaisers don Rußland aus Petersburg gesiei'n, Sonnabend, Abend in Paris eingetroffen sci und daß der Kaiser die gemachten Vor- schläge nicht annchme. **
- Montag, 20. Februar. (Tcl. Dep. d. C. B.) Der beu- tigc „Monitcur“ erklärt, die Antwort des Czaren auf den Brief des Kaisers der Franzosen lasse keine AuGsichten mehr zu einer friedlichen Lösung. Frankreich werde die Türkei nachdrücklich nnterstüßen, der Kaiser rechne auf den französischen Patriotis- mus, auf die englische Allianz, und auf die Sympatbie Deutschlands, das die Integrität der Türkei erhalten wissen will. Die Aufmerksamkeit richte sick) besonders auf Oesterreich, das be- rufen sei, eine eingreifende, wichtige Rolle zu spielen. Wir begin, sagt der „Moniteur“, Vertrauen zu dem Kaiser von Oesterreich, und finden Garantieen dafiir in den Interessen seiner Völker.
London, Sonnabend, 18. Februar, Morgens. (Tcl. Dep. d. C. B.) Nacht-Sißung des Unterhauscs am “17ten Februar. Layard befragte die Regierung in Betreff der orien- talischen Politik; die Minister, obwohl die gegenwärtige Lage klar genug sei, schienen zu wanken und die Türkei opfern zu wollen. '- Graham: England wünsche Frieden, sei jedoch wie Frankxeicl? entschlossen, die Nationalehre und die Unabhängigkeit der Turiei aufrecht zu erhalten. Man habe die Kriegöausgabcn um 3 M1!- 1ionen erhöht. Die Sorglosigkeit der Türken habe die Katastrophe von Sinope veranlaßt. Jocelyn und Dudley Stuart sprachen fiir den Krieg, Croßby fiir den Frieden. Lord Rus s ell vex- langte Vertrauen fü»; die Regierung in einem Kriege, welcher Tur Englands Ehre und Enropas Sicherheit nothwendig sei. Dre Tur- kei habe sich verpflichtet, ohne Uebereinstimmung mrt den West-
geiz Rußlands vereinigen wiirden. Nach Mitternacht wurde die
Debatte auf Montag vertagt.
Statistische_ Mittheilungen.
- Die siehepden evangelischen Kirchen-Kollekten haben nach amxltchen Ermittelungen in den Jahren 1841 -1850 in der ganzen Monarch1e die Sumine von 870,055 Thlr. 153; Sgr.,ergeben. Da jedoch die Ermtttclungen mcht ganz ohne Lücken veranstaltet werden konnten, so ist qnzunehmen, daß die angegebene Summe den wirklichen Betrag nicht erreicht. Von den außerordentlich während dieses Zcitraums veran- stalteten Kollekten hat die für das ViSthum Jerusalem einen Ertrag von 45,000 Thlr. geliefert. (Pr. C.)
- Dem evangelischen Ober-Kirchenmthe ist eine spezifizirte Nachwei- sung über den Ertrag der am ersten Weihnachtsfeiertage in der Provinz Preußen abgehaltenen sogcnannten Nothsiandskollekte zugegangen, Welcher bishcr deshalb aufgeschoben worden War, weil aus vielen Superin- tendenturcn noch nachträglich manche nicht unerhebliche Beiträge eingehen. Vorbehaltlich genauer Feststellung beim definitiven Rechnungs-Abschlnß be- läuft sich der (Hesammt-Ertrag auf 5093 Thlr. 26 Sgr. 10 Pf., wozu der Regierungs-Bczirk Königsberg 1882 Thlr. 22 Sgr. 5Pf., der Regierungs- chirk Gumbinnen 833 Thlr. 29 Sgr. Z Pf., der Regierungs-Bezirk Dan- zig 1283 Thlr. 22 Sgr. 2 Pf. und der Regierungs -Bezirk MarienWerder 1143 Thlr. 13 Sgr. beigetragen haben. Da der Ertrag der vorjährigen Kollekte nur die Summe von 3034 Thlrn. 2 Sgr. 9 Pf. erxeichte, so stellt sich für dieses Jahr erfreulicher Weise eine Mehr- Einnahme von 2059 Thlrn. 24 Sgr. 1 Pf. heraus. (Pr. C.)
Gewerbe- und Handels-Nack)richten.
„ -- In der Provinz Westphalen, und namenilich im Regierungs- Byzirk Arnberg, nimmt der Bergbau sowvhl auf Kohlen in den Krei- sen Bochum und Dortmund, als auf Erze in den Krciscn Brilon, Alkena, Iserlohn imd Siegen dine gxoße Entwickelung. Di? Zeche Friedrich Wilhelm bci Doxtmnnd hat an einem Tage 10,142 Scheffel Kohlen zu Tage gefördert. Von gleicher Bedeutung ist dcr Ertrag der Grube Louise Ti-xfban; nichtSdcstoWeniger ist die „Nachfrage noch immer stärker als der Vorrath. Zahlreiche BohrVersuche auf Kohlen und Eisenstein Werden fort- dauernd von dem Rheinisch-Westphälischcn, dem Maßcnex, dem Hörder Bcr-gWerkS-Vcrcin und der GcscUschafi Westphalia, bis jetzt indessen ohne erheblichen Erfolg, angestellt. Jm Kreise Bochum sind während des vergangenen Jahres 21 Millionen Scheffel Kohlen verkanfi worden. Der Rheinisch -Westphälische Bergiverks-Verein entfaltet große Thä- tigkeit fiir die großariige Erwiitcrung des Betriebes der 'Ramsbeäer Blei- und Galmcigrubcn. Die Erriwmng von Arbeitcrwohmmgen, Fabrik- räUmen, Dampfmaschinen 2c, schreitet rüstig vorwärts; ncbenher laufen Schiirfversuchc, welchc neuerdings in der Gegend von Drasenbeck und Medebach zu anscheinend giinßigen Resultaten geführt haben. Im Kreise Altena “hat die Knpfcrgrch Wildemann bei Landemert eine neue Schmelz- hiitie in Betrieb gescßt. Jm Kreise Jscrloh.1 wird bipncn Kurzem eine :heinische Gesellschaft de'n Betrieb eines vernachlässigten Alauntvexkcs bci Elscy wieder beginnen; auc!) if? die Förderung c'us dcn Galmcigrubcn dcr Messingcherischafi in der Grüne bedeutender als je. Jm Kreise Sikgen steig! das Ertragquiantum des“ Eiscnstcins noch foxtwähxcnd.„ Es sind neue Aufschlüsse bci Eiscrn und Salchendorf entdeckt worden. (Pl. C.)
WQ'OIYQU, A). ksbmar, 12U11r 57 Minuten Racbminagg. (']“el. ])q). (1. Ztaaks-JUJLZZU'Z.) Gestorkkscbisch ZäUkUGTLU 77T Zr. 4yr02, sraibnrgsr thtiekn 104 131". 0bEkZCblchi§ClIS Katja!) [„itt. K. 162 131". ()!)675611165750110 Jetien [in. l]. “())/„ 131". ()berscbissjsclx-ZTrai-xausr ZZZ 1313, Usizzv-Zriagsk ZZZ Zr".
(Jorkeiäsprezisa: KULTUR], "eisßer,w88»105 55a, ßulber 88-104 Zst. Ü0358n 73-82 Zxk. (;ck-"5:6 65-72 Zßk. Uaksr 37--44 857.
YELOSZD, 20. ["ck-ru:», 2 Uhr -- Minuten Racixmittass. (Tel. ])sy. Wsiseo 86- 94. [)mggan 65- 67Z, Frühjahr
ck Zmatz - Jussigcks.) 5 . 't 17 ]) usr yk'k1125 () ['
66 ber,.ßöbö] D*Ebrunr 1134 (].-1 ]"rübjabr 11?/, bez. 1155, ]“rübjabk 11:7 buax.
Königliche Sä,;auspielex *
Diensiag, 21. Februar. Jm Opernhause, (.?-“)|? Vorstellungx:
Aladin, oder: Die Wunderlampe, großes Zauber-BaYei m
8 Akten, vom Königlichen Balletmeister Hogu-ct. Musik von
(Hä rich. Vorher: Versuche, musikalischeProbxrolien in 1 Akt, von L. chneider, Musik von mehreren Komponisten. *.
Beseßung: Der Theater-Direktor, Hr. Duffke. Pauline, dessen Nichte, Fräul. Ged. Heinsius, Theaterdiener, Hr. Hilti.
Mittel - Preise. Im Schauspielhause. (50ste Abonnements - Vorstellung) :
Susanna und Daniel, Schauspiel in 4 Akten, von Carl Ludwig Werther. Kleine Preise. _
Mittwoch, 22. Februar. Jm Schauspielhausc. 01ste Aboxme- ments-Vorstellung. Zum ersten Male: Demetrius, Drama'm 5 Aufzügen, von Hermann Grimm. Jn Scene gesetzt vom Regisseur Dürin er. .
Bgeseßung: Demetrius, Czaar von MoSkau, .Hi'.Hendrichs. Olga, Czaarin, Frau Hoppé. Marisa, Frau Wern_cr._ Ivan, HU Licdtcke. Romanow, Hr. (Hrna. Edellßnteß HW Grohmann, 'Hr- Thomas, Hr. Woytasch. Zwei Gefangenwarter, Hr. A, Bsibgk-
Mächten nicht Frieden zu schließen. Es sei Hoffnung, daß Oester-
reich und Preußen, deren Unabhängigkeit in dieser Angelegenheit ,
betheiligt sci, sich noch mit England und Frankreich gegen den Ebr-
Hr. Lieder. Edeltcute, Soldaten, Volk„ K!?ine Pxeise.