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der Regel gxiingen, eine richtig? EUMÜÜUUI zwittffen.
Der in dem Berichte vom 22.3amtar c- at,!sgtspwchenm Anficbt, daß die vorgelegten Proben Nr. 1, 2 und 4 zur,Qve1ßgey1achten, die Nr. 3, 5 und“ 6 aber "zur nicht weißgemachten Florejseive gehören, kann ich nur bei- mten. Wenn das Haupt-Sicueramt zz: Y. R, anderer Ansicht ist, und sich dabei auf das amjliche Waarcxtverzeichmß beruft, so übersteht dasselbe, daß in der Anmeikung 2 zum Artikel „Seide“ des amtlichen Waarenber- zeichnisses von einem Wcißmachen der Seide durch den Seidenfärber, also der bereits gcsponnenen Seide, nicht aber des Materials die Rede ist, und daß hicmach nicht die Weiße der Seide, sondern der Umstand, daß die (gesponncnc) Seide Weiß gemacht sei, die höhere Tarifirung rechtfer- tigen kann.
Berlin, den 17, April 1851.
Der General-Direkwr der Steuern.
An das Hanpt-Steuemmt für ausländische Gegenstände hier.
Tages-Ordntmg der Kammern.
_ ZWeite Kammer. Fünf nnd ZwanzigsteSiHung am 23. Februar1854, Vormittags 1011hr. ForiseHung der Berathung Des Berichts der Kommisfion fiir Finmzen und Zölle iiber
13. Den EntWUrf cines Gesetzes wegen Berichtigung des bei Er- hebung ker Braniitiyiinstcuer zur Anwendung kommenden Maischsteuersatzks,
13. ?swn HGZskH-ÉUUWÜ wegen Erhöhung des Eingangs-Zblis 'Lil' e i'.
Abgereiß: Se. Excellenz der Wirkliche Geheime Rath, Frei- herr von Schleinitz, nach Braunschnoeig.
Nichtamtliches.
BLrlin, Den 22. Februar.
- In dem diesjährigen StaakÉhaushaLts-Etat sind die gesammten Staats-Einnahmen auf103,925,069 Rthlr. und mit Hinzurechnung der außerordentlichen Hijlssmikfkl, die in der Höhe Vo114,065,000 Rthlrn, angenommen Werden, auf107,990,069Nthlr, und dieAusgaben auf dieselbe Summe von107,990,069 Rthlr, VU“- anschlagt, WOVon die fortdauernden Auögabcn mit 103,068,422 Rthlr. imd die einmaligen und außerordentlichen AuGgaben mit 4,921,647Rthlr. M Ansay gebracht worden sind. Im vorjéihrigen Etat waren die Staats-Einnahmen zu 99,568,7“76 Rthlr. angenommen, mithin um 8,421,293 Riblr. niedriger als im diesjährigen. Dieser Unterschied in den Einnackmen der beiden Jahre €rWiichst zuviirdcrst dnréh ric außerordentlichcn Hiilfsmittel ch diesjährigenEtais, welche sich er- geben: 1) in den Verfiigbaren Beständen, welcbe am Schlusse des Jahres 1853 aus friibchn Jahren vorhanden sein werden, 2) in den aus der Restberwaliung fiir das Jahr 1853 im Jahre 1854 zu, erwartendep Einnahmen. Ferner stcÜt sich bei den laufenden Einnahmen für dieses Jahr ein Mehr von 4,356,293 Rthli“. "her- aus, ivovo-n auf die Einnahme aus den Forsten 50,700 Rt*l)lr., aus den direkten Steuern, welche auf 23,157,094 Rtblr. Veran- schlagt sind, 638,397 Rt“hlr., aus den indirekten Steuern, Weiche anf 28300540 Rthlr. veranschlagt sind, 232,618 Rthlr., aus dem Salzmonopol 131,170 Rib!» aus Der Lotterie 69,656 Rthlr., aus der Poft-Verwaltitng 329,686 Rthlr., aus der Telegraphen-Verwaltung 119,852 Rthlr„ aus der Verwaltung für Berg-, Hütten: und Salinenwi'sen 1,109,449 RWWA, ans der Verwaltung" der Eisenbahnen 963,437 Riblr., aus den (Ge- richtskosten 770,516 Rihlr, xc. kommen. _ Die fortdauernben Aus- 7gaben des Jahres 1853 waren auf 99,568,776 Rthlr., also um 3,499,646 Rtl)lr. niedriger als in diesem Jahre berechnet. Die Mehr -Ausgaben für dieses Jahr entstehen bei den Betriebs-, Er- l)ebungs-, unb Vextvaltungskosten und Lasten ker einzelnen Ein- PÜHMFJWUJL m Höhe bon 2,370,104 Rtl)lrn., bei den Dotationen mxHo e von_160,150 Rthkrn., bei den Staats-Verwaltungs-Aus- gabext ip Höhe von 1,181,555 Rthlrn., wovvn auf das Justiz- MÜU MUM 594-086 Rthlr., auf das Kriegs - Ministerium 325-066 NPN“.- auf djgs Ministeriun'i des Innern 172,392 Thlr., auf das Ministerium sur Handel, Gerberbe und öffentliche Arbei- UZU 42,863 RMV), auf das Ministerium der geistlichen, Unter- 1*tchts- zmd Medizinal;Angelegenheiten 34,483 Rthlr., auf das Ministerium der lanertbschaftlichen Angelegenheiten 18,425 Rthlr.
und auf das Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten
16,200 Rthlr. kommen. 'Eine Verringerung der Staats - Verwal- tungs -Ausgab«1 soll eintreten bei dem Finanz-Ministerium mit 22,113 Rthlr., und bei dem Staats-Ministerinm um 2370 Rthlr. Die
AuSgaben fiir Rückstände aus dem Jahre 1852 und urück nd
1657945 Rthlr. angeseßt und zwar um 212,163 Rthlé. höhe!“i alsajlxtxx v_or1alx_rtgexi Etat. ? Die einmaligen und außerordentlichen Ausgaben sind,„fU? d'kses Jahr ,um-1460750 Rthlr. höher berechnet als im vbrzahrtgen Etat. Sie sind angenommen fiir das Finanz-Mjnjfte- “3,1111 ans„259,600'R„thlr„-, gegen das Vorjahr um 94,280 Rthlr hoher, fur das Yiimstermm fiir Handel, Gewerbe und öffentlich:; Arbeiten au„f 1,2/0,000'Rthlr., gegen das Vorjahr um 30,000 Rt'hlr geringer„ fur Das J_usttz- Ministerium auf 297,845 Rtl)lr., gegeii das Vorjahr um 65,845 Rthlr. höher, fiir das Ministerimn des J„nnern „auf 292,166 Rihlw gegen das Vorjahr um 136,166 Rthlr hoher, fur das Mimßcrium fiir landwirthschaftliche Angelegenheitexi
' auf 340,464 Rtl)lr„ gegen das Vorjahr Um 126,645Rih1r. höher,
für Das Ministerium der geistlichen, Unterri ts- und Medi“ - Angelegexzheiten „auf 424,167 Rthlr., gcgen dés Vorjahr UWYH Rtylr, hoher, ,fur das Kriegs- Ministerium auf 1,937,405 Rthlr. gegen das Vorjahr um 1,064,849Rth11'„ wovon auf die Ergänzung, dis Naturai-Verpflegungsfonds 1,059,138 Rthlr. kommen höher fur die Mcgi'me zu Bauten und ?[nsckyaffungen 100,000 Nthlr. éPr. C.)
- „511 der Siyimg der 2. badischen Kammer am 16, Febr.
stellte der Abg. Knittel bei Gelegen kik der Ei enbaln-D bi ' Frage an dic Rxgicrungs-Kommissioéx, wie es skonge, daeßXTtZeaddetiT nch Denz allgemßmch deutschen Telkgraphkn-Vcreine noch nicht an- geschloixcn babe? Staatsministßr Freiherr bon Rüdt antworiete* „chen unserer *Telegraphenlinie Hon Mannieim [" ' .
_ _ ) is Haltingen, und von Mannheim nach Frankfurt waren Unierhandlunqcn mit 75011 bZthciiigten Staaten notthnDig. Es ist jetzt entschieben daß wn“ fur„Dtc Strecke von Mannheim nach Basel dcm Vereine,». bci- „tretßnz uébeeiÖDiß andeiie Linie sist noch nichts entschieden.“
» a 813191: te egrapl)i chen Depe cle dkr , N. iiri . .“ beschl'oß Der stadtischc Bernerverciitwam 19. FZbrnY ZTFLU Petitwnsfturm, um ben Großen Rath bon Bern zum Fßstl)alten am Prchg9seß gnzutreiben. Das Journal „Vaterland“ ruft: Hier Banner, Yer Erla?!“ gJszzeniiber den Feinden Berns. “
' -- ' er pqri er „ oniteur“ vom 20. cbruar ' senzem mchiaxmt11chen Theil über die AntwortF Sr, MFZFJTDÉ? Kaisci; von Rußland auf das Schreiben Sr.Majc|ät Des Kaisers der Fianzosen folgenben (seinem wesentlichen Inhalte nach bereits te1egraph1sxh, mitgxtl)e11tc11) Artikel: „Wir haben gestern angezeigt daß Der Kaiser inne Y_niwort aus St, Petersburg erhalten haben, Der Zar diskutirt die :()m Vorgeschlagenen Arrangements-Bcdin- gungen und erklart, daß er sick) nur unter den bekannten Grund- iagen aufUUnterbandiungen einlassen kiinne. Diese Antwort läßt beine AUSflck)t mehr, auÉ eine friedliche Liisung Und Frankreich muß“ slch Vorbereiten, die Sache, welche bis beharrlichsten Bemühun- gen „bei Diplomatie, Nicht zur Geltung bringen konnten, durch die ivtrksaznsten Mtitcl zu untcrstiiizen. Indem der Kaisßr ([le energische Weise die Rechte dcr Tiirksi bertbeibigt zahlt er auf Den PatriotiSmus des Landes, auf die inniqc “AllianZ; mit ENJOY?) und auf die Sympathiccn dsr deutschen LRLHicrititixcit. Diese _J cgieiungcn haben stets erklärt, daß sii», cben so entschlbsscn wie M.,") Das europäiscbe Gleicbkaickckt aufrccbt eiébaltcn, Tie Zn- tegxiiat nnd Unabbangigkeit kes osmanischcn Rkicbcö qcacbtef WMP wollezi. Cs bandelt sich "hierbei Um keine anderéFra/qc. Yiesélufmcrisamkcit' richtkt sick) auf Qesterrcick), wclckiks durch seine Stcllnng [skruchi ist, eine tbäiige und wichtige „“NO-[le zn spiclen. Oesterreich bat_ 1tch stets mit großer Fcstigkcit zu Gunsten Dcricnigcn Yunkte aiisMpro_ck)€n, welche in dem Protokolle der wiener Kozifercnz vom 5. Dezember borigcn Jahres aufgestellt wnrden. Wir “setzen. Volles Vertrauen in “Die Loyalität und den ritterlicbcn Sinn dis „_UMJLU Kaism's von Oestcrrcich; wir finden ferner cine Garaiitre„s_i,ir Tre Gßsiiimmgcn scim'r Regierung in Den Interessen seiner Volker, Zntcreiscn, welcbe mit den unsriqen identisch sind. Bsi den allgsniéinen Zuständen dci" europäischen Poliiik hat Frank- reich, stark dnrch seine [ovalen nnd mrcigenniiyigen Absichten, in dem bkvorstebcndcn Kampfe nichts zu fürchten. Es Weiß iibrigens, Daß es eben sowohl auf Die Energik, als auf die Weisheit des Kaisers zählen kann.“
-- Nach einer in Paris aiigelaixgtcn tclcgraphischen Depesche aus Madmb vom 15._ Februar "hatte die amtliche Zeituxig die Kö“- niglichen Befehle veröfseiiilichi, kraft deren die Generalc Jose de la Concha und L'Tonnel aus den Armcs-Listen gestrichen wor- den sind. '
'-- Die „Pr. C.“ erhält nähere Mittheilungen iiber die Km'egsrUstUYJLJ in NorWegcn. Es sollen von der nor- wcgisckxen Marine bis zum Jriihjabre 2 Fregatten, 3 Korbetien und eine Abtheilung dcr Söheerenfiottc ansgeriistct Werden. Ueber den Umfang dsr Mobilmachung in der schwcdischen Landarmee stZtzt noch nichts fest, da dieselbe von der Höhe der Kredite ab- hangiZ ist, welche der Reichstag zu bewilligen hat. Bis ]“th scheint sich dre Regierung damit zu begnügen, einige Regimenter nach Gothlaixd abzuscnden und Verstärkte Garnisonen in denjenigen Hafenstadten, so wie auf denjenigen Küstenpunkten aufzustellen,
wxlckx bei Aufrechthaltung der Neutralität am meisten betheiligt sem wiirden. ck
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- Wie russische leätter nach Mitt eilungen der „Triest. Z.“ melden, ist mit Genehm1guz) Sr. Maje ät des Kaisers von Ruß- land der Gesellschast des o erxeiéhischen „Lloyd“ gestattet worren, auf ihren Dampfsch1ffen Passagtere, Wgaren und Briefe zwischen Odessa nnd Konstantinopel zu befördern, mittelstregelmäßiger Fahrten von 14 zu 14 Tagen.
- Das bexeits gestern “seiziem hauptsächlichen Inhalte nack) mitgefheilte Manifest Sr. Maje'stat des Kaisers von Rußland hat nach der „St, Petersburger Zeitung“ folgenden Wortlaut:
Von Gottes Gnaden Wir Nikolai der Erste, Durch Unser Manifest vom 1- August 1834 find jähklich partielle Rekrutirungen im Reiche an- geordnet worden. Bei den gegenwärtigen kriegerischen Verhältnissen erachten Wir für nothtvendig, Unsere Armee und Flotte auf dem Kriegsfuße zu erhalten und Reserven fertig zu haben, um die aktiven Truppentheile unverzüglich kompleiiren zu können, -- und befehlen demnach: 1) Die 11ie reihtvcise par- ticlle Rekruiirung in den Gouvernements rer westlichen Hälfte des Reichs zur Aquiihrung zu bringen, mitAushchng von 9 Mann aufje 1000 Seelen, auf Grundlage der besonderen Verfügungen des hierbei an den dirißirenden Senat eriaffenen Ukases. 2) Diese Aushebnng hat mit dem 1. März zu bkginnen und ist zum 15. April diescs 1854stcn Jahres zu Ende zu bringen. 3) Da die Bürger und Einhbfncr der Gouvernements Witebsk, Mobilcw, Kiew, odolien, Wolhynien, Minsk, Grodno, Wilna und Kowno, in Be- zug au die Erfüllung der Rckrutenpflicht, bereits mit den iibrigen steuer- pflichtigcn Ständen gleichgestellt worden, so sind von denselben gleichfakls 9 Mann auf 1000 Seelen m.:sziihcbcn, gemäß dem bcsoxdcrn, hicrbri an dM dirigirendcn Senat erlaffcnin Ukase. 4) Von den Hebtäern, dir der Rckrutcn- pflicht Unterlicgsn, sind, gemäß §. 685 des 16th Suppl. zum Rekrutirungs- nglement, Wonach dieselben vchrpflichtet sind, bei jeder im Reiche ver- kiivdcten reilnveisrn partiellen Airshchng Rekruten zu stillen, 10 Mann vou 1000 Seelen anSzubeben, 5) Die Goum'rncments Chcrsson und Tau- rii-n, und das bcffarabische Gebiet tvcrdcn, ka fie gegenwärtig in Kriegs- zustand erklärt- find, von der Rckruienstellung, zu dieser Aushebung, bcfrxit. Gcgeben zu St. Petersburg, am 29.Janxiar (10. Februar) im Jahrx Em- tausend achthundext vierumdfiinfzig nach Christi Gcburi, Unserer Regierung aber im neunundzwanzigsten. ' . . ' *
Diesem Manifeste sind zwai Ukase an Den dii'tgireiibeii_Se11at beigefügt, von denen Der erste folgende Bestimmungen enthalt; ,
Durch ein, am heutigen Tags erlaffengs Manifest haben Wir die Veranstaltung der 11ten reihweiscn partieucn Rekruiirung m den Gouvermments dcr Weßlichen Hälfte des Reichs angxordnet, -„- und be- fehlen demnach: 1) Dicse Aushebung mit dem 1; Marz. zu beginne)! mid jedenfalls bis zum 15. April 1). I, zu Ende, zu fahren, 2) Zur ymsoxmß rung der Rekruten das Geld von den Abltxfcrydcn zu dem Pmse zu er- heben, wie diese Uniformirung dem Kommiffaimtswesen zu stehen kommi, (Md zwar zu 10 R. 20 K. S., -- und „Z) die Agbhebung der karuieii von den Rcicbs-Domainen-Bamrn der 111 hier beiliegendem Verzeichmffe angegebenen Gouvernements, so wie von den zu den olonezschen Krons- Bergwerken ungeschriebenen Bauern nach den, besonderem'vou Uns den Ministern der Finanzen und dcr Reichs-Dommnen vorgeschxlebenen Rxgcln auSzuführen. Die Disyosition im Militairnxsen haben Wir dim Kriegs- Minister anheimgestelli, die erfolgreiche Aitsfuhrung "_",d Beendigung dicse;- Rekrutirung in dcr festgeseykcn Frist Übertragen Wir der Fursoxge des dirigirendcn Senats. „ „ _
Das Verzeichnis; der Gouvernements der Mfinchen Halfte, m Weichen die chrutirnnß, gemäß den, den Ministern dcr Fmapzcn unb dchReicbs- Domainen erthiilten Vorschriften in Ausfiihrung zii brmgcu ist, sUhfi fo)!- qeude anf: a') Von den Rcichsdonminen-Bmxern M dcn Gouveincmmis: Archangcl, Olomz, St. Petersbxrg, Nowgorod, Tiber, Ssmoicrzsk, Psion), Korvno, Wilna, Grodno, Minsk, Yucbsi, Mobilen), Wolhynien, „Kiew, Podolien, Zekaterinosslaw, Poliawa, Hicbermgow, Kursk, Charkow; "b) von den Baucxn im Goxxbcrnimcm Olomz, welche zu den olonezschcn Krons-Birgiverken angeschriebesy smd, , „ _ € _
Der zweite Mas enthalt Bksttmmnngen uber Das Verfahren bei der Rekrutirung. . * _ „ „
-- Die zu Jassy erschienene BerorbnunZ des Kaiserlichen
bevollmächtigtin Komniiffairs General Baron Budbcig an Den Vice-Präsidentcn dcs moldauischen Vei*ivalt1itig§rathks, General OstLU-SÜQÜ'U, worin dcr Eintritt Des Beizabe Gregor Sltburdfza “in die türkische Armee fiir ein, politisches Véibrccheii erklart wiid und sämmtliche bcivcgliche und unbeweglickx: Guter beiselben konfis- irt Werden lautet: „ , * 3 „Es ist ,zu meiner Kenntniß gelangt, daß da;! Bcizade Gregor Siouxdza, der Sohn des moldauischen thoSpodgren Michael Stobidza, “nach .Kon- stantinopcl gegangen isi, dcm Sultan sich vorgesécUtbnd ibm seine Diensie gegen Rußland angeboien hat. Der Sultczn hat die Vorstxllisnxkdes Bci- zade gut aufgcnommcn und dcnsclben soglmjch zum Rang TMTÖ Uva (Bri- gadicrs) erhobrn. Dcr Bcizadc hat Wenig auf semm Sinn? gls (brist- lichek Dithodoxc nnd Moldaucr geachtet und muß fich gegeiiwintig beriits bei der ottomanischen Armce an dem Doriauufe] befinden. ' Drescs iiygiia- lifizirie Betragen" fiir einen christlichen Fllkst211foh11 darf mcht ungezucyiigt bleiben zur Rettung der Ehre dcr moidauer Patrioten und der_„lobensMr- then Gefühle, von tvclchen sie beseeit smd. - Bei "OC" gegenwinttgcn Um- ständen mnß ich gegen dk]! Beizade Gregor Stourdza critstc Maßregeln ergreifen und fordere dcn Staatsrmh auf, das gesammte '," der Moldau befindliche Vcrmögen res Bcizade Gregor Stourdza untxr eigenem Namen mit Sequester zu belegen und darüber zu wachen, „daß diese Maßregel aliy- gleich auégesiihrt und das Einkommen durch den Fiskus dcm Griese gemaß bis auf Weitere Anordnungen verwaitet werde. , gez. (Padberg.
__ Ein der „Pr. C,“ vorliegendex Brief aus „zassy „meldet, daß am 12ten d. M. ein zum 3ten russischen-Armeecorps gehorendes Ulanen-Regiment dort eingerückt ist und am folgenden Tage den
Marsch nach Fokschan fortgeseßt hat. -- Privatmittheilungen aus
Galacz „berichten, daß auch dort einFreiwilligen-Bataillon auFe- worben Wird. Auf dem türkischen Ufer, Brail a gegeniiber, ist ene Bqtterie errichtet worden, welche jüngst einige Kugeln bis in die Mitte der genannten Stadt geschleudert haben soll.
„ ,- Ueber die bereits von uns erwähnte zwölf- oder fünfzehn- siundige Kanonade, die zwischen Rustschuk und Giurgewo statt- gefxtnden hat, bemerkt die „Pr. C.“ noch Folgendes: Von russischer Seite wurden aus 7 PositionSJeschüHen 500 Schüsse abgefeuert. Es soll den Russen gelungen sein, einen großen Theil der unter den Kanonen von Rustschuk liegenden türkischen Flotille zu zerstören. Von Rustiéhuk auswurden mehr als 3000 Geschosse noch Giurgewo herüber gesandt, ohne daß dadurch großer Schade angerichtet Wor- den wäre, da nur ein einziges Haus in Brand gesieckt wurde.
Telegraphische Depeschen. Breslau, 21. Februar, 7 Uhr Nachmitttags. Der Schnell- zug 'von Wien trifft heute so spät in Oderberg ein, daß der_preußi- sche Zug abgefahren ist, ohne denselben abzuwarten.
London, Dienstag, 21. Februar. (Tel. Dep. d. C. B.) In gestriger Nachtsißn'ng des Unterhanses wurde die am Freitag bcrtagtc Debatte wicder aufgenommen. Lord Russell ertheilte auf eine Anfrage Cobben's die Antwort: Die Blokade russischer Häfen ist nicht befohlen, aber fie find zu überwachen. (Dic De- pesche ist leider an Dieser, so wie an mehreren Stellen voll- ständig corrumpirt. Sie lautkt hier wörtlich: „bl0clc aijinZ Kus- ZZW [)0115 1101 01'c101'641 [0 WälR'b. MUM" t0bk1'thpr0cwma- ti0n [)k0l1ibiii11Z Zkisymant 0f' WZkliÜkE 5k0k€5. J.!)[ÜZSTL 10 5111];-
mßnks [0 ]11155i311 0n]am.“) Die griechische Regierung schürt
den Aufstand nicht an. Cobdcn erneuerte die Debatte und
erklärte sich gegen Englands Dazwischenkunft. (]anlancjs inter- karenca „korcjz.“) Beaumont stellt auf Freitag eine Motion zur Billigung des Krieges. Manners, Drummond UU'O Dis- raeli griffen die Politik der Regierung an. Sidney Herbert sprach für ben Krieg. (Die Depeséhe lautet "()icr wörtlich: „bilan- ners “but [)x-immonä znä ])isrmxli crakiöse-l Z0y€rü€m€11t 90- [icx bub i'0r War §i(]r1€)- bLkbka-“) HorSman und Palm e r ston rcchtfertigicn Die Regierung, der Leßtcre unter lauten und allgemeinen Acclamationen. Das Haus verwandelte sich hierauf in ein Comité, und Die Zahl der Seeleute, so wie die Sumnn für ihre Besol- dung und AUSriistung wurde bewilligt.
(Heiverbe- und Handelö-NacbrWten.
-- Aus dem Regierungs-Bszirk Münster schreibt man der „Pr. C.“: Die zu Warendorf errichtlte Band-Fabrik erfreut sich eine? guten Fort- ga11gs. Es Werden darin bci'cits 40 und einißc Personen bei gutem Ber- dicnst beschäftigt. Bei dem noch im Bau begriffenen von der Heydt- Schac'bte bei Ibbenbüren ist, um den gesteigerten Vekaif zu“ decker), eine neue Kohlcn-Vcrkaufsstcllc angelegt„ von Welcher taglich 500 bis 600 Scheffel Steinkohlen verkauft Worden smd. .
M Aus dcm Regierungs-chirk Koblenz bertchtei man: Der Ge- werbebetrieb und namentlich der Handel haben Vlllsachs: und lapge anhaltende Störungen erliiicn, zunächst durch den schon vor-dcm Beginn der Kälte eingetretenen sehr niedrigen Wasserstand dÉs Rheins und der Mosel, sodann durch den Eisgang bcidcr Flüsse, end11ch durch den starken Schneefakl. Die hierdmch herbcigefühxtcn Stockungen des Beikehrß mach- ten sich in allen Richtungen fühlbar, und dringendxr und cmsiimnger als je Wurde dahcr iiberall, namentlich in dcn am Rhctii gelegsnen Kreisen des Ne'giernngs-Bezirks der Wiensch [auf, daß der Wiederkebr solcher U'ebel- stänbc durch dem Bau einer Eisenbahn, als, mm; von jenen Hemminngen größtentl).ils itnabbängigxn kakkhls'm1lfs'1s,dks baldigst?" möge vorgebeugt und dadurch zugleich die noibwcndtge Verbindung zwischen den nördlichcn und südlichen Schienmwcgengit dcm xveßlicbeii Theile von Deutschland hergestellt wcrden. Die li,nkSlhl1111schi'n_ Kreise wunschen (eha- lichst, daß mit dem Baue einer am ltnkcix Rheiiiufer hinlaufeydcn Eisen- bahn vorgeschritten werden Das Alfur EUMWUk, Krets-xs Zell, Welches keine Kohlenzusuhr exhaltcn konnte und dahsr seinen Be- trieb einige Monate gänzlich einstellen mußte, ,hat dcyselben .in neuester Zeit wie-der aufgenomnicn. ijBcrgjbau wud foritvahrend eme große Thätigkeit entwickelt, namcnt11ch M, den „Kreisen Alten- kirchen und Neuwied. In dem ehemaligen Furstlich Wiedschen Stankesgebictc sind im Laufe des verfloffepen Jahres „allein 186jneue -Muthungen nachgesucht worden. - Durch die, hoher) Preise des engl1schen Roheisens und den in Folge deffem nicht Wenig geßiegeneq Werth der in- ländischen Maffcln ist die Nachfrage nach, Gußwaarxn nicht unbedeuiend veerhrt; sämmtliche Hütteanrke haitcn stel) dahex UMS sehrpgroßen Ab- saycs zu erfreuen. Die Nesselwebem in der Burgermeisteret Aremberg, Kreises Aßdenau, hat einen kleinen Ausscthng durch Inbetnebskßung mehrerer Stühle genommen, doch wird aber den niedrigen Tagelohii dgc- klagt. Cbendaselbß hat man Hoffnung, eme „Seideniveberei zu _begrun er); Die Baumwollenspinnereien im Kreise Altenkirchen smd, obgleich sie mx
Wassermangcl zu kämpfen hatten, in guten) Betriebe. “