1854 / 49 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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.. S erem Verne men na , so wiederholt die Bad. Lan- deszeitung Zh vom 22. Je ruar, ZKM fich der (HrYbexzogl. badtsche Genexas-Major Graf von Letningen Erlau __„t tm Laufe der nächsten Tage in einer besonderen Misfion nach Rom begebey, um daselbst weqen AUEgleichung der kirckylichen Differenzen nut der päpstlichen Curie zu unterhanyeln. . * »

- Die geseßgebende Veryammlung der freien Stadt Frank- f urot genehmigte am 22. Februar in einer knrzxn Vorgtittagsstyung einen mit dem Kurfürßenthum Hessen abgeschloUcnen Staatsvertrag wegen Untersuchung und Bestrafung von Forst-, Jagd:- nnd sonsti- gen Freveln.

- Der oberste Gerickytshof zu Miinchen verkundcte am Asten Februar das Urt'heil in der seit langer Zeit schwebenden Unter- suchm1gssache gegen den Fürstcn von Wrede Wegen eines “Duells mit Freiherrn von Lerchenfeld, dahm lautend, daß dre Be- schWerde des StaatsaUWalts sowohl als die des Herrn Fürsten zn vxrwerfen, und leßterer in die durch seine Beschxverde Verqnlaßten Kiosken, so wie in eine Geldstrafe von 25 Fl. zu Verurthetlen sei. Dm das Urtheil des k. AppellationEgcriMG, bei welchem es nun sein erbleiben hat, wurde der Herr Fürstxon der Anklage wegen AmTSehrenbeleidigung freigesprochen, zugletch aber das Ur„theil der ersten Instanz, durch welches Se. Dnröhlauch-t wegen Korpexyer- letzung zu sechs Monat Festungs-Arrest verurtheilt worden,„be[tatrg§.

- Der Pariser „Moniteur“ vom 22. Febrnax enthalt 1,11 set- nem nichta"mtlichen Theile folgenden Artikel: „Bet der Vexxöffent- lichung der auf die orientalische Frage bezügltchen 'AFLenstucke hat die Regierung einen neuen Beweis von der Loyalttat ihrer Ab- sichten gegeben. Die Gewalt, welche den Nationalwillen zur sznd- *lage und die Ehre und das Interesse Frankreichs zu alleimgen Hebkln hat, kann jene wandelbare Po_lit1k nicht befolgen, deren einzige Kraft in den Intriguen und m,?)em Geheimnis; besteht. Ihre Waffen sind die Lauterkeit und dre Offenheit. Das Licht kann ihr niemals schaden, darum darf sie niemals fich die Ge- legenheit entgehen lassen, Zweideutigkeiten vorzubeugen, je.- den von Dem zu unterrichten, was er wirklich zu hoffen oder zu befürchten hat. In dem Kampfe, welcher im Orient ausgebrochen "R, hat sick) Frankreich, eng mit England verbunden, für das gute

echt und zu Gunsten einer Sache erklärt, welche diejenige des

anzen Europa ist. Die Unabhängigkeit der Staaten wäre m der That bedroht, wenn Europa der russischen Herrsthafr oder dem russiséhen Einfluss erlaubte, sich ins Unbestimmte aus- zudehnen. Diese Wahrheit springt in Aller Augen,: Oesterreich spricht sich, troß der Bande intimer Freundschaft, die esan den russischen Hof knüpften, jeden Tag mehr für die Politik aus, die wir vertheidigen, und Preußen, wir zweifeln nicht daran, wird die “seinig'e nach dem Wunsch und dem Interesse des ganzen Deutsch- lands richten. Somit würde dieser Streit,-- in Welchem, wie man “sagen kann, alle Mächte des Kontinents offen oder stillschweigend gegen Rußland auftreten, keine Gefahr Darbieten, wenn nicht Verwicklungen zu befüréhten wären, die aus dem revolutionairen Geist stammen, der es vielleicht bei Dieser Gelegenheit versuchen “wird, sich auf einigen Punkten zu zeigen. Darum ist es die “gebieteriséhe Pflicht der Regierung, denen, die etxva die ge- genwärtigen Umstände benuHen möchten, um Unruhen zu er- regen, sei "es in Griechenland, sei es in Italien, offen zu erklären, daß sie direkt mit dem Interesse Frankreichs in Opposition träten. Denn, wie wir oben sagten, niemals wird die Regierung eine nach "beiden Seiten blickende Politik, haben, und so wie sie, indem sie die Integrität des ottomaniséhen Reichks Vertheidigt, nicht dnl- den kann, daß diese Integrität durch von Grieéhenland ausZchende An riffe verlth Werde, so kann sie nicht erlauben, daß, wenn die FaFnen Frankreichs und Oesterreichs sich im Orient vereinigten, mamsie an den Alpen zu trennen suchte.“

- In der Sißung des britischen Unterhauses am 20. Je- bruar schloß Herr Cobden seine Rede über die orientalischen An- gelegenheiten (deren Anfang bereits in Nr. 48 des Staats-Anzei- gers mitgetheilt worden ist), mit einer Schilderung des Druckes, welcher selbst auf den muhamedanischen Unterthanen des Sultans lafte und mit einem zum Naöhtheile der Türkei ausfallenden Ver- gleiche des HandelS, der zwischen England einerseits, und Rußland und der Türkei andererseits besteht, und endlich mit einer Dar- “legung der Schwierigkeiten, welche ein Krieg gegen Rußland dar- biete, zumal da,stch der größere Theil Europas neutral zu verhal- ten gesonnen set. Wenn es sich, meinte er, wie Lord John Russell behauptethabe, wirkkich um die Interessen der ganzen Menschheit handle, dann olle man doch denen, welche am nächsten dabei beth'eikigt seien, wenig ens den Vorrang im Kampfe lassén. Solle aber den Türken doch MINA)“ Beisxand geleistet werden, dann möge man sich auf den See-krieg'beschranken, denn. mit den 20,000 Mann, die man an die Donau schicken woüe, richte man do nichts aus. Seiner NUÜM“ nach hätte: man der Sach dadurch ein Ende Machen sollen, man 'die Pforte Zur Anna me 'Der wiener Note zwangstse veranlaßte, - Nachdem *noél) Lord John Mainne'rs, die Herren HorSma-n“, Drummond un-d Butt, deren Reden nichts Bemerkens- Werthes darboten, das Wort genommen, machte der Kriegs-Sccretair,

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Herr Sidney Herbert, bemerklich, daß die einander widerstrei- tenden Einwendungen gegen das Verfahren der Re kerung dieselbe zwischen zjvci Feuer bringen, Eine so lange Unter andlung, Wie die Verhandlung über die orientalische Frage, könne natürlich nicht efiihxt werden, ohne daß es advokatischer Kunst gelingen müsse ck und “da nachträglich emen Fehler zu entdecken. Die Kritikeé haben die Vergangenheit vor sich, während die Regierung bei den Verhandlungen dieRiicksicht auf dieZukunst obwalten lassen mußte, Es lasse fich ab*er nachweisen, daß mit einem entschiedeneren Auf- treten in früherer Zeit Vieles aufs Spiel gesetzt Wordxe-n wäre und daß die bewiesene Langmuth manche Vortheile zu Wege ge; brachk habe. Der Redner enfwickelte dies durch Wiederholung der Von Sir James Graham und Lord John Russell am vorigen Frej- tagc beigebrachten Argumente. Dann gegen Cobden und die FW“?- dcnsfchnde sick) wendcnd, suchte er auch deren Argumente zu wider- legen, wclche darauf hinauslfefen, daß Rußland alsein Staat, 57; welchem Sklaverei obwaltc, keine Kraft nach außen entwickeln könne und daß es daher keincr-Schrankcn bedürfe, um diese Kraftzu bändigen. Den Beweis des Gegentheils geben sck)on die wieder- holten erfolgreichen Kraftentwickelungen Rußlands sowohl in Eu- ropa wie in Asien. Ein anderes Argument Cobbens, daß England gar kein Interesse in dem Streife habe, widerlegte er einfach durch HinMisung auf den großen, alle Welttheile umfassenden Handels- verkehr Englands, Welcher es für England mehr als für ein ande- res Land zur Pflicht und zum Interesse mache, darauf zu sehen, daß das öffentliche Recht geachtet und ,der Frieden auf der Grund- lage der bestehenden Verträge unverletzt erhalten rverde.

Herr DiSraeli entwickelte Darauf in längerer Rede seine Kritik der ministerieÜen Politik, um, wie er sagte, es dadurä) dem Volke möglichst klar zu machen, zu Welchem Zwecke ihm die Lasten des bevorstehenden Krieges aufgebürdet würden. Er schildert? die Politik des russischen Kabinets als Vollkommen klar und durchsichtig und in einer Depesche des Grafen Nesselwde Vom Januar 1853 fast geradezu eingestanden. Rußland habe nicht die Abficht, Die Türkei mit GeWalt zu erobern, sondern sich auf indirektem Wege, insbesvnderc durch “Den auf die griechische Bevölkerung angeijbtcn Einfluß, ganz dasselbe Maß der Autorität in dem Gebiete kes Sultans zu Verschaffen, wclche es besiyen würde, Wenn es Kon- stantinopel selbst in seiner Gewalt hätte. Gegen diesen. offen da- liegenden Plan haben nun, wie DiSraeli meint, die englischen Minister höchst ungeschickt operirt, und zwar ganz insbesondere in Dem Punkte, daß sie es Verabsäumt haben, bei An- sammlung russischer Truppen an den Gränzen der Donau- fiirstenthümer Von Rußland eine Erklärung darüber zu fordern, was es Unter einem „genügenden Psaude“, als Welches es dix» beabsichtigte Occupation der Fürstenthümcr bezeichnete, Verstanden wissen wolle. Die britische Regierung habe hinlängliche An- zeichen von den Absichten RußlanDs gehabt und Doch in Tem Augenblicke, “.vo Rußland seine drohenden Rüstungen zur Aus- führung brachte, nichts zu thun gewußt, als der Türkei, deren JU- tegrität und Unabhängigkeit sie angeblick) schützen wollte, Vorlesun- gen zu halten über die Nothwendigkcit ker Bethätignng ihrer Reform-Abstchtcn und zugleich Ter höchsten Mäßigung in Bezug auf die Von Rußland aufgestellten Forkcrungcn, eine Mahnung, Welche dem Raths, diese Forderungen zu genehmigen, ziemlich gleich- komme. Wenn man Die Depeschen vom Januar bis zum Juli 1853 durchlese, so könne man zu kcincr anderen Schlnßfolgerung gßlangen, als Daß Die Regierung fick) enther in einem Zustande krankhafter Leichtgläubigkcit befunden oder gar den russischen Plänen konnivirt habe. Daraus dürfe Man denn auch einen Schluß auf die wahrscheinliche Führung des Krieges ziehen. Seien die Minister nur über Die Maßen lcick)tglänbig gctücscn, so wü1*])en Fi? Wohl 1th von ihrer Blindheit gkheilt sein, und dann könne Der Krieg günstige Resultate [)ervorbringen; seien fie abcr geneigt geroesen, den Plänen Rußlands nachzugeben, so werde man von ihnen nichts Anöeres erwarten dürfen, als eine ängstliche, un- entschlossene Kriegführung, ohne alle, oder doch wcnizxstcns ohne vorbedachte Resultate. Dieses Thema spann alSdannHem“ DiGraeli noch weiter aus und bezeichnete die erste Wiener Note, die Frucht konzentrirter Energie und Intelligenz, als ein Rcsnltat nicht der Leichtgläubigkeit, sondern der unverhohlenen Konnivenz. Habe doch einer der Minister, der Kanzler der Schaßkammer, in Manchester ganz offen erklärt, daß die Unabhängigkeit der Türkei nicht 'das sei, was man gewöhnlich Unter der Unabhängi keit eines Staates Verstehe, son- dern einDing, das sich je nach den Um tänden erklären lasse. Wenn aber solche Meinungen im Ministerium Vorherrsckxn, dann müss e das Haus sick) zwei Mal besinnen, ehe es seine Zustimmung zu einem Kriege gebe, der, wenn er der Politik der Konnivenz gemäß gefiihrt werde, nur zu einem schmachvollen Frieden führen könne. Herr Disraeli wandte sich schließlich auch noch zu den Beziehungen Englands zu den andern Großmächten und machte dem Ministerium cinen besondern Vorwurf daraus, daß es nicht eine bestimmte Erklärung von Oester- reich und Preußen über ihr Verhalten im Falle des Krieges ver- langt habe; '

Den Schluß der Debatte machte Lord Palmerston's C1

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widerung „au, die „Angriffe des „Führers der Opposition. Er gab zu, daß das, and am Rande des “Krieges stehe und daß das Volk beréchtkgt “fer, genaue Auskunft von der Regiexrmg zu vßrlan'gen. Zu dem Zwecke seien die,?!ktenstücke dem Parlatnente vvrgklegt worden und ein Jeder sei _]th inden Stand geseßt, das Verfahren der Minister zu beurtheilen. Diese Urthcile „müßten natürlich sehr verschieden ausfallen, aber wenn, wie Hr. DiErae'li behaupte, “die Minister sich entweder übermäßiger Leichtgläubi keit oder “der Kon- ULVenz schuldig gemacht haben, Dann würde kon?equenter:veise nichts Anderes übrig bleiben, als ein Mißtrauens-Votum gegen sie auszusprechen, damit fie von Der Leitung Där Geschäfte ent- fernt werden. Das habe Herr DiEraeli nun nicht gethan und so las e fick) die Sache noch einmal näher betrachten. Einen Vorwurf habe man der Regierung nicht gemachk, man habe nicht "behauptet, daß sie rücksichtslos zum Scyxvertc ge- griffen habe, aber geraDc, daß sie Das nicht gethan, Daß sie viel- mehr Die Langmatt) bis aufs Aenßerfte getrieben, werde fiix das Volk ein Motiv sein, sich jsxzt um sie zu schaarcnund in Dem Kriege und seinen Laßen nur eine Nothwendigkeit zx: sehen. Lord Pal- me?:ston widerlkgfe nun mit Bezugnahme auf die Depeschen zunächst den“ Vorwurf der Leichtgläubigkeit, unter Anführuug der Von dem russischen Ka'binet wiederholten Hestimmten Vcrsicherxmgcn, Daß es sich nur um die heilige Grabsrage hauple und dre militairischen Rüstungen nur ein Gcgongewicht gcgen _dte Drohungen"Frankreichs sein soÜten. Wenn dessennngeachtet Gras Nc1ye4rode spater behaup- tet “habe, die englische Regierung habe von A11s_ang an gewußt, um was es sick) handle, so behaupte der Graf NUselrode etwas, Das

durchaus mit der Wahxheit nichk überemjttmyxe. Ueberhaupt müsse er., so leid es ihm ihne, sagen, Daß, WaLZrendMDxr gan- 3911 Verhandlungen von Anfang biö “zu Ende _dte xumxche, Re- gierung und ihre Agenten jede Arxt dxr “Wahrhettswrdrrg-

keit erschöpft haben, zunächst Durch Berhcxmltxhgng zmd Dop- pelziingigkeik und endlich durch Ablcugxzung poxtltryx1"*-Thatsachen, Durch die Langmatt) der britischen Regierung sex ubrtgens mchts vergeben worden, im (Hegentheil stehe Englgnd ]e,l;3t ganz anYerH Da, als es" dagestanden haben würde, wenn Dre Regrerrzug _nn „Zum oder Juli v. Z'. das Land an Den Abgrund eineS eregxs Jefuhrt "hätte, Daß Drohungen Damals Rußxanj: zur Nachgtevrgketx vez“- anlaßt haben würden, sei allerdings m?gllkh, aber, Y_ezne GAMMA?- währeud andererseits durch die auswerchcnde Po-ltttkßnglands dre mögliche Konkurrenz Oesterreich»?- uxtd Preußens Zexxéhert wxrden sei. Es sei darauf angekonmten, dre Mtttcl sorgfaltig zu waylxn, um ihre Mitwirkung nicht zu verfthcrzen und stcy 371lech De?“ Cm? flußes nicht zu berauben, den besonders Oesterretck) 1111 O_11_er11€ des Friedens in St. Petersburg auszuüben JELÉZUU ILMsM 1?“ , Oester- reich und Preußen erkennen auch das chyaltcn Frankreichs und Englands an, und man müßte fich sehr tauschkU,_ WSU" WWW" nicht )'th im Kriegsfalle anders auftrctcn wxröcn, als st? aufgetreten sein würden, wcnn dcr Kxicg in Der M*“? D*:s Vortgen Jahres a11§gebrochen wärc, zumal da Dieselben W M Bextrcff Dexs „Zwkeckcs dcs Kampfes, der 90Totk)wcndigkeit, dic IUTLINW M' “TULLN zu erhalten, "bindend angesprochen haben, und. Mc Gefahr _fMZM Frieden und die RUHE Europas einem Jeden cx11leuchtxnd sem WM“- wenn man zugebe, daß Rußland den ganzen Welßhexl vozx der [ud- 1ichsten bis zur nördlichsten Spixze deffelbexr umfaUe. KMW der Ver- nichtung der Unabhängigkeit der Pforte xscr aber das VerlanZen dcs Protektorats iiber die griechischen Unferthanen Derselbetz vollkommen glcick7'bcvcute11d, Lord Palmerston wiekerlwlfx any scmevonHerrn Cobden angefochtene Behauptung, daß die Türker'm rascth JM- schritfe begriffen sci, und fügte hinzu, daß schon 1th wemg anter- schied zwischen den Rechten der christlichen und der mohaxnedxams'Mn Unterthancn des Sultans bestehe; die Christetx bxzahlen ÜUWLUIÖ noch die Kopfsteuer, seien aber von der Konsxrtptron ausgeschl-oxsezy ihr Zeugniß sei bei Civilklagen nieht vollgülxxg, wohl aber bxr Km- minalk'lagenz übrigens möge Herr Cobxcn s1ch nur Haran crmuery, welche Reéhtsunglcichheit noch vor Wenigen Jahren m Irlayd zwr- schen Protestanten und Katholiken stattgefunizen_l)abc und „:ck dez- dnrck) zu einem milderen Urtheil über „den Zustanx de„r-Dmgsf m der Türkei bewegen lassen. Jedenfalls koxmen jene Ve'rhal-xmffe ULM die Großmächte hindern, sich aus iiberszgenden polttrschexxGrurx- den für das Recht der Türkei zu, verbtztden, zumal da Slch8sh€1t nach Außen die Vorbedingung ]LÖLL',',11111LL*LLL „Reform set. „Was nun die Macht der übrigen Großmachte betrxsst“, _dcn rusjtsclßn Uebergriffen Einhalt zu thun, so l)abe_ man zunachst zu bcdexken- daß noch nie die aggressive Geryalt emer. Großmacht so uber:- schäßt worden sei, als Die rusnsche. Dre ungeheueren Cntfex- nungen ersckweren und vertHLUU'U UU? TWPPM-ZUsa111MLUzW-[)F*'UZ gen, und Zo sei denn oft die Truppenzahl nn); :)uf dcm PKPUW. Vorhanden, Den Beweis liefere Der gxgenwartcge Zustand" Dex Dinge an der Donau, wo Die angebltck) so kra-ftlosexz, Turkcn bisher mit Hiilfe ihrer Von den Russe,n “ls “FMÜÜÖMUÖ IW"- Pelten Vaterlandsliebe vollkommen Un Stande gewesen setknx den Russen die Spiße zu bieten. Selbst Wenn „England od? Frankreich allein der Türkei Beistand letsteU, wurde Rußlan

seine Zwecke nie erreichen, beide zusammen sei es noch viel weniger

im Stande zu bezwingen,-zumal da auch Oe erreich und Preu en wenn-der Krteg er|--lo'sg“ebxo“chen, ,m'cht mii ige ZufchctuélVleiT-ré werden. Zum Schluß erklarte der Minister, daß er" auf die Zu- stimmuxtg dZs Lanyes rechne, wenn man aber der Regierung svi'r'k- lich Lexchtglaubrgkett oder Konnivenz Schuld geben dürfe, dann

- müsse man auch die Kriegsführung m'cht in ihrenHänden lassen

und sie vom Ruder entfernen. Nach eim“ en Worten des Ober St_hthorp_ konstityirte sich das Haus zYm General-Cvtnité Fr:? bewxlligte em _Kontxygesnt von 58,500 Mann für die Flotte. “Lord ZeTLUanRUssell kundigte zum “Freitag die Voranschläge für das

In Der Sißung am 21, Februar fra te err ors al o d1e Regierung Zlnstalten getroffen habe, Fm aHuf thragsLtäßliYen? YÖgxfedxe IFrsT'xtstdu1tg?vY1§Tax§§rnlin neutralen Häfen gegen britische

1 zu er)m ern or a mer on erk ' ““ ]“th ?Oixht Fantworten zu können. | [arte, die Frage fur

:e 5aronin Von Brunnow und ilre ' 20. Februar Englxmd verlassen. ) TOWN haben am

_ » Das Dantsche' Justiz - Miniserium hat unterm 13). Februar das vom Retch§tage an'gcnommene Gesey, betreffend ctrltcetsxermeyrteAUSHebung zum Seekriegsdienst für 1854 (686 Mann), er en.

, M der Sixzung des Volksthings am 21. Februar be ann ch _drrtte Berathung der Grundgesetz,-Angelegenhgeit. Das, Resultatx der DiGFussion war, daß ein Vorschlag Tscher- UMI s, Den I. 2 sz» abzufassen, daß die das Königreich speziell betreffenpen Gegenstande namhaft gemacht Werden (statt, wie bei der JLVthett Bergthung beschlossen worden, die für die ganze Monarchtcc gcnxemsamen Angelegenheiten anfzuzä'hkcn), mit (16 gegen „24 Stimmezt angenommen wurde. Zu den besonderen Angelcgenhextczz gehören diesem Vorschlage zufolge auch die Geseßgcbuug uber das Militair-Rekrutirungs-, das Remonte- und Das Etyqnartierungswesen. Ein Vor chlag der drei Minister,“daß zwar dt? Verwaltung, aber nicht die eseygcbung über diese Dinge unter dre, besonderen Angelegenheiten des Königreichs gehören solle, Wurde mrt großer Majorität verworfen.

Am 15, Februar ist die, die Verfassung des Herzog- tl)ums Schleswig betreffende Königliche Verordnung vom Schlosse Chr1stiansborg aus erlassen worden.

( _? Se. Majestät der König von Sch1vedeu hat am “13. Februar yachftehenvc Proposition, die Bewilligung eines be- sonderen Kredttkvs an die Stände des Reichs ergehen lassen: „Um ohne Verzug dre nökhigen Maßregeln znr Aufrechthaltung der, in Veranxassung des befürchteten FriedenEbruches zwischen den großen Seemach'ten, vo114König1icher Majestät im Einverständnisse mit «1 Ma]xst_at dem Könige von Dänemark“ abqegeÖenen Neutrali- tats - Erklarung treffen zu können, findet Königséckye Majestät, WMW sie Die Meinung des geheimen Ausschusses dariiber exngezogen hat, fick) Veranlaßt, von Den Ständen des Reiches cm _bcjonderes Kreditiv von ZWei Millionen Fünf Hundert Tauxend (2,500,000) Riksdaler Beo. zu begehren, auf daß diesel- ben Wühhängig Von der im J“. 64 Der Regierungsform erwähnten Krtherumme, im Reichsschuld - Comptoir, im Verhältnisse zu dem Bcduxyfnisse und nach Königlichr Majestät gnädigcr Verordnung, Dem Staats-Comptoir auf von Da geschehende Requisitioncn zur Hand Ikhalten werden; und crwartenKönigliM Majestät mit mög- li("()sker Eile Mittheiluth Von dem Beschluss zu erhalten,. Welchen ch Reiches Stände in Veranlassung davon fassen. KöniglichcMa- xestät verbleiben u. s, w. OEcar. C. O, Palmstjerna.“

Am 15. Februar beriethen die Reishsstände über den soge- nannten Repräsentations-Vorschlag (Verfassungs-Reformxn). Der in der vorigen Reichstags-Sesston vorgelegte und ert Meder auf- genommene Lagerbjelkcsche Repräsentations-V0rsch7“9 WWW V9," Ritterschaft und Adel mit 168 geqen 107, vom Prixfterystandc mtl 87 gegen 11 Stimmen, vom Banernstandc cmstummg, „durch Acclamatéon und ohne Abstimmung Ochorfen, dagegen VOM BULL??- standc mit 30 gegen 26 Stimmen angenong-xn.

Dem norwegischen Storthkng M M „BMU LMU Majestät des Königs der vom Grunygeseyc vorges )rtebenc Berxchk iiber den Zustand des Reiches und, dte Verwaltung in 'Der" seit 73er leyten Versammlung dcs Storkhmgs wcrfloffenen ZM uberrch Orden. ,

1 k -- Die pcéxrsburger Blätter veröffentlickxcn ein Mamfest Sr. Majestät kes Kaisers von Rußlanx, dattrt pom 4 (116) Fc- brnar, worin die Geburt einer Kaiserbehen Enkelin, WW folgt„an- gezeigt wird: „Am 4. Februar (*.t6tc11) hat Unsere vtelgelxcbte Schwiegertochter, die Großfürstin Alexandra JVsLPHMZW, die Gemahlin Unseres vielgclicbten Sohnes, Joes Großfurßen Konstantin Nikolajewitsch Uns eine Enkelm, Ihren Kals“?- lichen Hoheiten eine Tochter geboren, welche den Namen cha erkalten at. , *

) Einhvon Sr. Majestät dem Kaiser von Rußland am WKM

Januar (11. Februar) unterzeichnetcr Ukas an den dirigirend?"

Senat be “8 lt, da zur Aushülfe des Reichsschqßes, dem 1er un- gewöl)nliclf)tehAUSgaßen zur Last fallen, ii: Ueberemstimnmng mrt der

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