1854 / 59 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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"ei neten" Mi stellung derselbeit n'o'chPlaß vorhabbe'n isi. YLLSTWSMÜWZ sLon placirter Gegenstände zu Gunsten der später" einkkeffenben darf nicht, gefordert werden.

6) Zur Bequemlichkeit des Publtkums und zur Erleichterung der Geschäftsführung werden dre Einsender ersucht, jedes Werk an einer sichtbaren Stelle mit dem Namen des Künstlers, Wenn auch n'ur durch Anhefben einer Karte, zu bezeß nen, und „bei Gegenständen, Wo eine Verwechselung mögt: ist, als Prospekten, Lands aften' xc. den Inhalt der Darstellung auf Der Riickseite des ildes kurz anzugeben.

Anonyme Arbeiten, Kopien (mit Ausnahme der Zeichnungen für den Kubferstich), aus der Ferne kommende Malereten und Zeichnungen unter Glas, musikalische Instrumente. so wie mechanische und Jndustriesachen aller Art werden mcht zur Ausstellung zugelassen. '

Vor gänzlicher Beendigung der Ausstellung kann Nremand einen ausgestellten Gegenstand zurückerhalten.

Eine für diese Ausstellung aus Mitgliedern des akademischen '

Senats und der Akademie in einer Plenar-Versammlung zu wählende Kommission ist für die Beobachtung der Vorschrtften 2, 4, 7 und 8, für die Aufsteblung zugelassencx Kunstwerke und die Ausschließunq nicbt geetgnejer Gegenstande „verant- wortlich; erhobene Zweifel und Etnsprachen entschetdet ber

akademi e Senat. _ Transpcsvétkosten übernimmt die Akademie nur fiir Arberten

ihrer Mitglieder oder besonders von ihr aufgeforderter Künstler. Kunstwerke bon schwerem Gewicht aus ber Ferne dürfen nur nach vorgängiger Anfrage und GenehMgung zur Ausstellung übersandt Werben. , * , Auswärtige Einsender, mrt Ausnahme der unter 10) bezetch- nkten, haben die Kosten des Her- und Rücktransports Der übersandten KunstWerke selbst zu tragen und zur Ablieferung und Wiederempfangnabme derselben einen Beauftragten hier- selbst zu bezeichnen, welchem jede desfällige Besorgung und Korrespondenz, so wie die Vermittelung Des Verkaufs der Kunstwerke und die Weiterbeförderung derselben an eine an- dere Kunst-Ausstellung, wenn diese beabsichtigt wird, über- lqffen bleiben muß. Für die Einrahmung von Bildern, .??upferstiéhen xc. haben die Einsender ebenfalls selbst zu orgen.

12) Für unangemeldete, nicht zur AussteUung zugelassene oder erst nach dem 15. August d. J. bier eintreffende Gegenstände werden keine Transportkosten vergütigt; auch kann die Aka- demie wegen Beschädigung der Sendungen während des Her- und Rücktransports nicht in Anspruch genommen Werden.

Bérlin, den 18. Februar 1854. Königliche Akademie der Künste.

Prbf. Herbig, [)1'. E. H. Tölken, Vtce-Director. Secretair der Akademie :c.

Abger e ist: Der Fürst Her r man 11 von Haßfeldt, nacb Trachenberg.

Se. Excellenz der Wirkliche Geheime Rath Graf v o n R ena rd, nach Groß-Strehlixz.

Der Präfident des Evangelischen Ober-Kirchenraths, von*

U ech éri H, nach Heiligengrabe.

Nichtamtliches.

Preußen. Berlin, 8. März. Die Erwerbung eines preußischen Kriegshafens an der Nordsee findet überall im Vaterlande die freudigste Zustimmung. Bereits sind an mel)- _ rerey Orten Vereine ins Leben getreten oder in der Bildung

begriffen, welche zum ,Ztveck haben, durch freiwillige Beiträge der Staats -"Negierung dre Beschaffung der Geldmittel zu erleichtern, WSWS fur die Ausführung des großen Unternehmens erforder- Zä) sind. So erhalten wir Kenntniß Von der Bildung ähn- aMhZ Vereine__hier in Berlin, Iserlohn, Kottbus, Muskau und Zan *, m. EMIL der gesammelten Verträge sind schon hier einge- Lie FY _ lFlese patriotischen Bestrebungen verdienen um so mehr *u L?“ e änerkennung, als dte gegenwärtigen Umstände dringend L r e ck?) nkung aller außerordentlichen Staats-Ausgaben auffor- hTY,et1ltnBer iHanni daher nur. gewünscht.werden, daß jene „hoch*- mögeQ. DPL,!)CF n den wettesten Kretsen Nachahmung finden , "- ie Zoll-Cinnahmen des oll-Vereins aben ' für das verflosseye Jahr im Ganzen betraZen 22,809,824 R2hlr. wovon auf die Emgangs-Abgaben 21,989,011 Rtl)lr., auf die AusL ] gangs-Abgaben 813,657 Rthlr. und auf die Durchgangs-Abgaben 807,161 Rthlr. kommen. In 'Folge der im Laufe des Jahres cin» ' gxtrxtenen Herabseßnng dcr Zölle auf viele Waaren- ist der Vor- jahmge Zollertrag gegen den des Jahres „1852 nm 1,659,892

thkr“. zurückgkbliebxn. Diese Differenz hat wesentlich“ in dem ge- ringeren Ertrage der Eingangs -Abgaben ihren Grund", wah- rend die Auszgangs - Abgaben nur um_ einen» kleinen Be- trag, um 16,263 Rthlr., niedriger ausfielen, während die Durchgan s -Abgaben sogar eine Zunahme von 139,996 Rthlr. aufwei en. Der Ertrag ,der ZoUYCx'xmahmen hat seit dem Jahre 1848 keme sebr exheblachen Schwankungen gezeigt. Im Jahre 1852 waren dte„ hoxhstxn Einnahmen, nämlich 24,469,721 Rthlr., im Jahre 1848 dre mebrtgsten, nämlich 22,696,299“Rthlr. -- Da stch durch die Erfahrung herausgeftellt hat, daß die durch Steuer-Herabseyungen ,entstehenden Ausfälle sich in kurzer Zeit wteder gusgletchen, “sv zst anzunehmen, daß die Einnahmen des ZZUVerems unter, gunfttgßy Verhältnissen wieder bis zu ihrem fruheren (Yetrage mjdie Yohe geben werden. (Pr. C.)

- „zu den dret Stadten Des Magdeburger Regierungsbezirkes Gardelegen“, Croypcnstedt und Schwanebeck ist dieStädte- Ordnun-Z vom 30, Mat1858, vollständig eingeführt :vorden. (Pr. C.)

Dusseldorf“, “7. MTrz. Se. Hoheit der Fürst zu Hohen- zollern und 'der Komgl. Flugel -Adjutant, Commandeur des 5ten FYZFUZNLJMMÖ, Frhr. v. Manteuffel, sind nach Berlin abgereist.

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anxtksurt a. NT., 7. März. Sc. Majestät der Kaiser 5Jrax1zchw1eph haben ben K. K. österreichischen Oberst Freiherrn Kagber Von,Plankenstem z1xm Stadtkomnmndanten in Frankfurt am Mam, an du: Stelle Des Königlich preußischen Herrn Majors DMH, ernannt. (Fr. Pskztg.)

Oesterrexch. Txiest, „4. März. Dem Vernehmen sollen,

bemerkt dte „Tsrxgster Zeit.“, Dte drei in unserem Hafen ankcrnd-en Zunsssksck)?“ Kriegsschiffe von Privatpersonen angekauft wor- e em. ' Frankreich., Paris, 6. März. Der „Monitcur“ e*ntbält m semem mchtazntlxchen Theile das nachstehende, vom 5. März dattrxe Nyndschrxtben des Ministers der auswärtigenAngelegenheiten an du? dxplomattschen Agenten Des Kaisers:

„MEI HMT Sie kennen jkßt die Antwort des Kaisers Nikolaus auf das échmben Sr. Kaiserlichen Majestät und Sie haben gleichsails das Maxztsest *gelesexx, welches jrner Souverain an sein Volk crlaffen hat.

_„ Dte Veroffentltchung dieser beiden Aktcnstücke hat die [:*Hten Hoffnungen Vermchtct“, welche man noch auf die Weisheit des Kabincts von St.Peters- burg Skunbcn konnte, und dieselbe Hand, wclche dem in seinen Grund- festen erschutterten Europa eine Stütze rarbot, öffnet selbst den Leiden- schaften Jud dem Zufau den Weg. Die Regierung Sr. Majestät ist tief bctrubt szxr das Vergebliche ihrer Bemühungen und die Erfolglosigkeit ihrer,?)Taßtgungz aber am Vorabende des großen Kampfes, den sie nicht h_crbxtgcrunn und" den durchzuführen der Patriotismus der französischen Natron ste yxjtexstusxn wird, ist es ein Vedürfuiß für sie, nochmals die, Veranwortlxchketx sz'tr die Ereignisse abzulehnen und das ganze Gewicht der_selbcn ag] der1e_mge't Macht lasten zu lassen, Welche Gott und der Ge- sch1ckte darubeywtrd Rechcnschast abzulegsn haben. Ich weiß sehr wohl, daß hohe Rucksichtcn mchxe Aufgabe schwierig machen, aber ich Werde fie max dsr Ueberzeugung erfullcn, nicht ein Wort zu sagen, das mir nicht mem Genotffcn emgegeben hat.

„Indem Se.?)Fkaje-stät der Kaiser fich in Ausdrücken, worin der höchste Getst de_r Versohnltchkett mit der edclstcn Freimüthigkeit vereinigt war, an den Katser vbn Rußland wendete, onte Sk. Majestät der Frage, welche die Welt zwzschen Frieden und Krieg schWanken ließ, allxr ihrer Un- Yarhext cntkletdcn und dieselbe zu rkgeln suchen, ohne daß der Würdeirgend „zemandes zt) nabe getreten wc'rde.

„Ick will m_cht bis zu xiner völlig aufgcklärtcn Vergangenheit zurück- gehen, die Thakmchen ,sprechen deutlich genug; aber ich muß noch einmal wxeberholen, daß es qzcht mehr erlaubt ist, in der eben so gerechten, Wie ?" LM,", Fölgkn beschrankten Zurückforderung der Privilegien der Lateiner zm heahgen bande kte Veranlassung zu dem, was wir jest sehen, zu suchen '|* lese Frage tvar seit den ersten Augenblicken der Ankunft des Fürsten Mentsch1xoff M Konstantinopel geordnet; es ist vielmehr diejenige Frage, Welche dtxser Gexxanbte erhob, als er für die erste Gcnugthuung exhalten hatte„ dae zuerstMdte Welt aufmerksam machte und allmälig alle Kabinette _131 deselblp .Gcsuhle der Vorsicht und in demselben Wunsche der Versöhn- ltchkert1vcrc1mgta

„Ist es nothig„ alle die Versuche aufzuzählen, welche nur an einem unbcugmmcn Starrsmn gkscheita'rt smd? Jedermann kcnnt sie und.chcr- MMWWUÜ auch, das;, Wenn während der Dauer drr Untcrhandlm1gcn matertclle Drnxonßrthoncn ausgeführt worden sind, keine cinzége stattgefun- den [ML- dkk n1cht xm Angriff von Seiten Rußlands vor-hergrgangen ist.

„Üch- Zverde m:ch daraus beschränken, daran zu exinnern, daß, wlnn daO französische Göschwader gt*ge11Ende dcs März in der Bai von Salamis an- kert“, du's UU; geschah, weil seit dem Monat Januar große Truppen-Masscn fick; m Bessarabien _zusammcnzogcn; daß, wenn die Sec-Streitkräste Frankreichs u,nd Englanbs sich den Dardanellen nähkrtcn, wo sie erst gegen Ende des Juni etntcafcn, du's nurdesbalb geschah, Weil cine russische Arwee an den Ufern dss Pkl'kh lagerte imb dsr Beschluß, dieselbe über dissen Fluß gehen zu las?"- skkt dem 31. Mm offiziell angekündigt woxden war; daß, wenn unsere Flotten spam m Konstantinopel Waren, dies nur geschah, weil dieKanoncn an der Donau ertoytcn, und wenn sie endlich in das Schwarz? Meer ein- !icfcn, so Zkschah dtcs, Weil ruifiscbc Schiffe, im Widerspruch mit dem Ver- spkkkhkn- slch gas dcr Dcfenfivc halten zu Wollen, Scbastopol verlasscn bgtten, €um turkrsche, im Hafen von Sinope ankcrnde Schiffe zu zer- storen. Alle von uns gemeinsam mit England im Orient getroffenen Maßregeln bxzwecktcn dcn Fricdeu, da wir uns nur zwischen die kriegsüh- rrnden Partexcn stellen “wollten, inde's; Rußland täglich offc-nrr dcm Kriege cntgegenschritt. *

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„„Wenn es zwei Mächte gab, welche in einem Streite, ker Frankreich und Großbritanmen unt bem ihnen benachbarten Riesenreiche in Feindschaft zu sehen “drohte, wegen threr öVergangenheit und ihrer „neuesten Beziehun- gen nachsichttg" gegen Rußland-und auf unsere Bewegungen aufmerksam hätten sein mussen, „so tyaren „djeses Preußen und Oesterretch. „Allein Sie wissen, daß ihre Prmzipten von vorn herein mit den unserigen übereinge- stimmx haben; ggnz Europa hat als Geschwornengericht sein feierliches Ur- theil ubxr Anspruchs uxd Hzmdlungen gefällt, deren Charakter durch keine Verthetdtgmtg, unt? kame ste auch von der höchsten Stelle, umgewandelt werden kann. Es :| kein Streit zwischen Frankreich und England, welche der Pforte beistehen, und Rußland, es ist ein Kampf zwischen Rußland und allen Staaten, welche ein Rcchthesühl in sch hegen und deren An- fichten und Zntereffcn dieselben bald auf die Seite der gerechten Sache stellen Werden.

Ick, sehe demnach vertraueUSvoll die Cinsiimmkgkeit der großen Ka- binetix dcrzZügen eraufbcschwbruug der Erinnerungen von 1812 entgegen, die cmem Gouvcram gegeniiber unmittelbar staitgefunden, der in ehrlicher Weise dcn letzten Versuch einer Vermittelung übernommm hatte. Das ganze Benkhmeu des Kaisers Napoleon bezeugt hinlänglich, daß rr, auf das ihm vom 'Ukhkbck seiyes Hauses hinterlassene Erbthcil des Nuhmcs stolz, denapoch chhts verabsäumt hat, scincThronbestcigung zu einem Unter- pfande fur den Frieden und die Ruhe der Welt zu machen.

„Noch ein Wort iibc-r das Manifest, in wclchcm Se. Majestät der Kaiser Nikolaus seinm Völkern die von ihm gefaßten Entschließungen an- kündigt. Unsere so Oft aufgcrkgtc Welt hattc wenigstens ein Ukbkl, Welches früher die Welt in Verwirrung versetzte, nicht mehr gekannt; ich mkine dm Religionskricg. Man läßt vor dem rnsfischcn Volke gleichsam einen Wic- derhall jener unheilvollaneiten erklingxn; manßcUt fich, als ob das Kreuz dcm Halbmonde entgegrnträte und verlangt vom FanatiÉMUs dcn Beistand, tvelchen man von der Vernunft Nicht fordern kann.

„Frankreich nnd England brauchen sich gegen diesen Vorwurf nicht zu vertheidigen. Sie unterstützen nicht den JSlam gcgen dic griechiscbeOrtbo- doxic, ste schiixzm lediglich das türkische Gebiet gegcn die russischen Gelüste und bcgcbkn fich dahin in der Ueberzcugung, daß die Aansenhcit ihrer Heere die schon sehr geschwächten Vorurtbcile stürzen wird, wodurch noch die verschiedenen Klassen der Unterthanen der hohen Pforte getrennt Wcrden und die sch nur dann wiedcr höhen, Wenn der Aufruf von St.Pctcrstrg den Haß der Rasen und einen rcvolutionairen Aqurnch veranlaßte, so daß die edelmfithégen Abschtcn des Sultans Abbul-Medschid gelähmt würden.

„Wit glauben aufrichtig daran, daß wir durch Unscxc Unterstiißung der "Türkei dem christlicher: Glauben mrhr Nasen bringen, als jene Regie- rung, welxbc ihn zum Werkzeuge ihres weltlichen Ehrgeizcs macht. Ruß- land bcrgißt gänzlich bei den gegen andere gerichteten Vorwürfen, daß ,es in seinem Rciche gegen die Sekten, welche den herrsxheqden _Glauben mch: bckenncn, keineswegs eine Duldsamkeit ausübt, ww steh dre hohe Pforte mit vollem Rechte zur Ehre anrechnen kann, und daß es mit weniger schein- barem Eifer fiir die griechische Religion außerhalb seiner Grenzen und mit mehr Liebe für die katholische Religion innerhalb des eigenen Landes den Geboten Chrisi, welche es so laut in Anspxuch nimmt, besseren Gehorsam

erweisen würde. , „Genebmigcn Sxe 2c. Drouyn de Lynbs.

Italien. Turin, 2. März. Die Parlaments-Sixzungen haben gestern wieder begonnen.

Florenz, 1. März. Der Bau- und Verwaltungsratl) der italém1ischen Centralbahn macht bekannt: Die Fortdauer der r"!)äxig betriebenen Arbeiten von Bologna bis Piacenza sei troZ dcr sck)tv1c- rigen Zeitberbältnisse Vollkommen gesichert.

Türkei. Die„Kronstädtethg.“ meldet : „UnscrcNachrichten aus Bukarest gehen bis zum 28. Februar. Nenc Kämpfe waren "bis zu diesem Datum in dieser Stadt nicht bekannt geworden. Dre Wege in den Niederungen der Walachei sind so grund- und bodenlos, daß die besten Fuhrwerke, Welche mit abgeweckseltcn Pferden die Verbindung zwisc'hkn Kronstadt und der walacbischen Hauptstadt unterhalten, zu der Strecke, Welche gewöhnlich bei gutem Wege in 24-26 Stunden zurückgelegt wird, Drei Tage gebraucht haben. Zu der walachiscken Ebene herrschte cin naßkaltes Friih- 1ings1vctter, wodurch die Straßenzüge fast ganz unpraktikabel ge- macbk Worben sind. -- Fürst Gortschakofs, zwei Generale und ein Stabsoffizier vom Geniccorps sind am 21. Februar von Bu- karest nach Braila, Galacz und Ismail abgegangen. Man legt diescr Juspizirtmg eine große Wichtigkeit bei.“

Berichte dcs „Wanderers“ aus Bukarest vom 24stcn mel-

den, daß, seitdem die Strandbattcrieen beiRustscbnk von den Russen"

zum SchweigcnÉebrackst wurden, die sehr beunruhigt geWcsenen Einwo ner des tädtchens Ginrgervo wieder Ruhe genéeßen, da die FethuugsgesMiHe die Stadt nicht erreichen. Wiederholte Ver- suche, die Batteriecn wieder an das Ufer Wrzuscbieben, wurden Von den Russen immer rasch bereitest. Auch die UebergangWersucbe der türkischen Jrregulären haben aufgehört. Das Kommando ber Artillerieparks in Giurgewo hat der kaiserlich russische Artillerte- General Hallmann übernommen. - Aus Braila wird berichktet, daß die Türken bei dem Dorfe Gitschet Redouten bauen, glexch- zeitig aber von den Strandbatterieen täglich und anhaltend gegen Braila feuern.

Ueber Orsova sind Nachrichten aus Krajova eingelaufen, welche bis zum 1. März reichen. Das Cernirungscorpswtrd beim Eintritt der besseren 'JaZreszeit in zwei Linien gebrochen Wexden, und die zweite Linie ein ' ager beziehen, während die erste Lime in ihrer bisherigen Stellung verbleibt. Es scheint sonach, daß die er-

warxeten Angriffe auf Kalafat in dieser Richtung einem anderen “Ooperationsplan weichen müßten, und daß die Russen *sich vprlä'ufk mrt der xngsten Cernirxmg 'Kalafats begnügen werden* um in sp" - terex“,Zett eme Operatton gegen Widdkn, die, abgesehen von“ ,der Posttton Kalafat, erfolgen könnte, zu unterstüßen. *

,Die axzs Cattaro über Triest vom 4. März in Wien einge- lc91gten Brtefe melbetx, daßxin Montenegro keine tveitere Ruhe- storung emgetreten rst. Fürst Daniel hat den Dorfvorständen die strenJe „Weisung zukommen lassen, dahin zu wirken, daß die üblichen Strerfzuge 1txttexbleibc1t, dage en aber die Gränzpässe verrammelt werdcn. Derwxsck) Pascha beanet sich mit etwa 5000 Mann bei GrahowaÄ

» us Jassy wird der „Pr. C.“ unter bem 27. ma b,.- J. gemeldet, daß in _der Moldau 15,000 Ochsenwaqen zZebVerx sugung der russischen Armee gestellt Worden find. Dieselben sollen zur, Anfuhr der Balken und anderer Materialien, welche zmé Be- festtgung bbn Fokschan erforderlich sind, so wie zur Beförderung bon Munttton dienen. In Fokscban selbst Werden die Vorarbeiten zur Befestigung lebhaft betrieben. Russische Ingenieure durchmessen Die Stadt nach allen Richtungen. Hunderte von Arbeitern smd, unter Leitung und Mitwirkung russischer Sappeurs, damit beschäf- tigt, _ein am Ende der Stadt gelegenes Fabrik-Etabliffement durch Pan1adcn und Vcrscbanzungen in eine Art Citadelle umzurvandeln. Es scheint die Absicht, dort eine Hauptniederlage bon Munition zu errichten. Eine andere sehr bedeutende Niederlage befindet sich be- reits in dem kleinen Städtchen Odobesti, welches etwa Y Stunden bon Foksckwn entfernt liegt.

SchWeden und Norwegen. Stockholm, 28. Februar. Cin schwedisches Blatt theilt das folgende Schreiben Lord Claren- don's an den englischen Geschäftsträg€r, Herrn Grey, in Betreff der Neutralität bon Scbxvedcn und Norwegen mit:

„Ich habe Sie zu benachrichtigen, daß die Note, welche mir von dem Baron Rehausen übergeben tvorden ist, Und tvelche die Ncuiralitäts-Erklärung Schwedens und Norlvegens in Vctreff _des Krieges entbält, die vollkommenste Beachtung von Seiten der _Re- gierung Ihrer Majestät erlangt hat, und i_ch freue mich, die Befriedigung aussprechen zu können, mit der die Nachricht von der neutralen Politik aufgenommen wOrden ist, Welche die Regierung von Schtveden und Norwegen zu besorgen beabfichtigt, und die Maßregeln, Welch? ergriffen worden find, um dieser Politik Nachdruck zu geben. Ihrer Majestät Regierung zweifelx nicht daran, daß, wenn der Krieg unglück- licizerWeise ausbrechen soUte, die Verpflichtungen, welche die Regierung von SchMdcn und NorWegen jeßt übernimmt, streng und ehrenwerth Werde erfüllt werden, und Ihrer Majestät Regierung wird fich bestreben, bkstmbg- lichst die neutrale Stellung zu untersiüßcn, Welche die Regierung von Schweden und Norwegen einzunehmen beschlossen hat. Upterz. Clarendon.“ (Eine ngZchlautende Erklärung ist in Kopenhagen abgegeben worden.)

Danemark. Kopenhagen, 6. März. Das Ministerium hat den im Volkstbing bei der dritten ch'athung des Grund- geseßcs von Tscherning gemachten, aber spä*er Von ihm wieder zurückgezogenen Vorschlag, also lautend: „Es soll durch Gesey fest- gestkllt Werden, wann die gegenwärtigen Grunbgescxz-Veränderun- gen in Kraft treten sollen,“ sich angeeignet und dem Landsthing zur Annahme empfohlen.

Die Budget - Kommission Des Landstl)i11gs bat jLHt' ihr Gut- achten abgegeben, welches die unverändertß Annahme des Finanz- gcseßcs empßeblt.

Ein vom 1. März datértcs Königliches Patent Verfügt, daß die Wahlen von Abgeordneten und Stellvertretern zu den Ver- sammlungen dcr Provinzialstände des Herzogtbums Schleswig für die nächsten 6 Jahre, Wo möglich im Laufe des Mai-Monats d.J. zu Ende gebracht :berden sollen. ,

Die dänische Kriegsmarine zählt gegenwärtig 1 Vice-Adtmrak, 2 Contrc-Admirale, 8 Commandcure, 8 Commandeur-Capitaine, 16 Capitaine, 26 Capitain-Lieutenants, 38 PremierZLieutenants, 38 Seconde-Lientcnants und 7 Offéziere, die 5 ZZ 5u,1t8 stehen.

Flensburg, 24. Februar. Die Königlxcbe Verordnung, die Verfassung Des Herzogtbums Schleswig betreffend, lautet folgendermaßen: , ,

„Wir Frederik dcr Siebentc 2c, xc. thun kund hxermrx: Ym du: Stellung Unseres Herzogthums Schleswig M Unserer Monache naher zu bestimmen, die Verfassung desselben zu ordnen und zur Erfullung der m Unserer Allerhöchsten Bekanntmachung vom 28. Zarzuar1852 gegebenen Znstchcrnng, wonach Unserem gedachten Herzogthum “'ne stand1sche-Berne- tung mit beschlicßender Befugnis?" 11-1 den zu jhrer Wnksamkeit gehorenben Gcgcnfiändcn verliehen und der damschen sowvhl als der deutscheyNatto- nalität und Sprache Unserer lieben, und getreuer1Unierthanepm diesem Herzogthum in und außerhalb der ständischen Pecsammlung gletche Berech- tigung gewährt und gestchert Werden soll, gebtxtey mxd befehlen Wir, nach eingezogenem Gutachten Unserer getreuen Provmzmlstande des Herzogthums

Schleswig, hierdurch wie folgt: Tit. 1, Allgemeine Bestimmungen. _, §. 1. Unser Herzogthum Schleswig ist ein unzertrennliches Zubehor Unserer dänischen Krone. Hinsichtlich - der Erbfolge in basselbe„*dient das Thronfolgegeses vom “31. Juli 1853 zur Richtschnur. Dre Auöubung [Zn- serer sou-vserainen Regierungögewalt in Unserem Herzogthunx Schlkswcks ward in Betreff der besonderen Angelegenheiten desselben dureh dre nachstehend“t Voxschristen näher beßimmt. A U §. 2. Hinsichtlich derjenigen Angelegenh-Ükn- welche nach “serer