die größere Lebhaftigkeit auch diejenigen Zweige der Exsenmduftrie ünstig beeinflussen wird, welche heute noch uber eme fublbare Ge- chäftsstil16 zu klagen haben. Auf Grund der Geschäftsbewegxmg im Monat März dürfte mit ziemlicher Si'ckoerhett anzunehmen sem, daß mit dem Eintritt der besseren Jahreszeit die Lebhaftigkeit sicb steigern wird. Außerdem ist gerade in dem Umxtand, daß auf den metsten Gebieten die Nachfrage mit der Produkt on gleichen Scbrxtt hält, ei_n (barakteriftiscbcs Merkmal für eine gynstigerc Lage der Etsenmdustrte zu sehen, so daß die Hoffnung auf 61116 befriedigende Gestaltung der Preise berecbjigt ist, obwohl der Verkehr am Eisenmarkxe noch nicht jene Dimenfioncn angenommen hat. welche zur Erz1elun„g emer aügemezn guten Marktordnung crforderlich find. Besonders fur Walzxtsen tft eine gesteigerte Nachfrage eingetreten. so zwar, das; von emzelnen Produzenten Preiserhöhungen angestrebt werden. " .
Eine ähnliche Besserung zeigt aueh das Geschaft' m Blechen mzd ba1 in der leyten Zeit zu den btshertgen Pretsen d16 Nachfrage _fur Keffelblecbe Wesentlich zugenommen, wornn Im, und Ausland'gletch- mäßig betheiligt find, Auch für dünne Bleche tft" eine, wenn tmmer- bin noch unbedeutcnde Besserung eingetreten. Fur Elsen-Walzdraht macht sm; dagegen der Ausfall des Exports'nacb Rußland noch an- dauernd recht fühlhar und können sich dte Preise chhalb noch immer nicht erholen. Eine Auxbefferung erwartet man 160061) dem- 11611117 “11: Folge der bcscbloncncn Ermaßtgung des Exngangs- 301169 der Vereinigten Staaken, welche, was, man mcht he- zweifelt, auf die Ausfuhr nach dort erheblich fhrdernd ern- wirken wird. Wenn nun aucb dietEinzelheiten der Abanderung des amerikanischen Tarifs 11051) nicht 111 allen Punkten uns'uberfichtlich sind, so daß hier weder für Amerika noch _für mzsere emzelnen Ex- portindustrien cin bestimmteres Urtheil uber dre zu erwartenden günstigen oder ungümstigen Erfolge bisher gewonnen werden kam), so steht doch heute zweierlei schon fest. Erstens hat fich dle „o_mert- kanische Tarifreform nicht in einer außgesprochenen handelspoütxschen Tendrnz bewegt, Zollerhöhungen "stehen Herabsexxyngerz gegenuber; es ist also weder der freihändlerischen Theorie em Sieg 'zu Theil geworden, 11061) ist eine schärfere Ayspragunxx protektto- nistifcbcr Tendenzen dabei erfolgt. Zwettxns Werd unsere deutsäxe Industrie in ihrer Gesmnmtheit weder Gréznd zur Klage über die Tarifreform haben, da für unsere Natronalwwthschaft Por- tbeil aus Herabseßungen und Schaden aus Erhohungexx fich 10 ztem- licb decken werden; noch werden cinzelneIndustrten ber 1105 aus den Zollherabscizungen erheblichen Vortheil ztehen, da neben lhnen sehr erhebliche Hernbsetzungen inländischer Abgahen und. Taxen her- geben, Welche dic Konkurrenzfähigkeit Amcrtka's gewrf;_6bcns0 vxel Zärken Werden, als sie durcb Zollh6rabseßung6n geschädigt werden
nnte. - Die „Neue Preußische Zeitung“ schretbt „Zum Schweine-Emfuhrverbot“: _ _ _
Der Staats-Thicrarzt 111 Hamburg hat 1eine Statistik fur 1882 über die Untersuchungen auf Trichinen in Hamburg herauSgegebrn; dieselbe giebt für das amerikamsche Produkt wahrhaft vermeh- tende Zahlen. Es Wurden im Jahre 1882 von 48 Untersuchern im Ganzen 79146 Sjücke untersucht. iervvxx entfaüen auf amerika- nische Herkunft 18 619 Stück (13 50“ Scbmken und 5112 Speck- seitcn), auf europäische 60527 Stuck (15469 Schweme, 43,975 Schinken, 1043 Speckseiten und 40 diverse Stucke), und von diesen find von ersteren, den amerikanischen, 175 Stück, von den europäischen aber gar keitze trichinös befunden, das macht also für erstere 0,950/0, wobei fur sie_ noch erschwerend ins Gewicht fäl1t, daß die Summe der europaischen untersuchten Stücke diejenige der amerikanischen um mehr als das Dreifache überst6igt. Greifen wir quf die vergangenen Jahre zurück, so zeégt fick) dasselbe Resultat, ja die Jahre 1879 und 1880 Weisen für das amerikanische Produkt noch ungünstigere Zahlen auf. Die Statistik der früheren Jahre ist höchst interessant und lassen wir dte- selbe deshalb auszugsweise hier folgen:
Es Wurden untersucht:
. .» 58 *; „*. » 38 € 5 I?; Z:? 5 5 ZZ Z F» M:“ ;Z SLZ :? H- I.? .: S* RZ "5 1878 28173 4! 3 0,01 49 513! 382 0,7 1 77 686 385 1879 47 247 1 3 0006 1026562112130 ,1 149 909 1293
, 1 1880 49 943 5- 0,06 78 5971 836 1
1881 55 799 ; 2 0,000 731131 695 0,9 1882 60527 :- 0,00 18 6191 175 09
Zusammenx 1
128 912 697
9 6
,01Z 128540 836 5 79146 175
in den fünf 241689 , 8 0,03 322 504 ;3378 1,05 56419313386 Jahren ; | , ; Von 241689 in den letzten fünf Jahren unter achten Stücken europäischen Schweinefleisches Wurden also nur 8 Stücke trichinös befunden, dagegen von 322 504 Stücken aus Amerika importirtem FFP (ZStZlcke. Besser kann nichts für das Einfuhrverbot sprechen als 6 e a en.
Kunst, Wissenschaft und Literatur.
Denkmäler der Kunst. Zur Ueherficht ihres Entwickelungs- 90111168 von den ersten künstlerischen Versuchen bis zu den Stand- punkten der Gegenwart. Bearbeitet von Prof. Dr. Wilh. Lübke und Prof. 131. Carl v, Lützow. 193 Tafeln quer Folto nebst 30 Bogen Text in Lex.-80. Ca. 2000 DarsteUungen d6r Architektur, Skulptur und Malerei. Klassikerausgabe. Sjuttgart, Verlag von Paul Neff. Vollständig in 30 Lieferungen zu 1 „M 3.-10816ferung. _ Von der bereits angekündigten neuen außerordentlich wohlfeilen * Aukgahe dieser in der“" That, klasfifcb zu nennendcn Ikonogravhie der bildenden Kunste [regt nun das erste Dritiheil nebst dem Textbande vor. Der letztere bietet in gedrängten Erklärungßrvorten zu jeder einzelnen, Darstcüung einen Kommentar und somit eine handliche Encyklopadte ,der Kunst, welche neben dem unendlich reichhaltigen Anschmxungßmatertql, das der Atlas enthält, dem Kunstfreunde und Kunstbeflisxenen ein willkommener Be- rather sein dürfte. Aber aucb als Hausbuch zur Unterhaliung und Erholung im Anschauen des Edelsten und Schönsten, was Menschen- seist und Menjchenhand geschaffen hat, werden die ,Denkwaler? swb m dieser auch dcm minder Bewittelten lteferungÖWetse nut geringen Opfern zugänglichen Aukgahe gewiß immer mehr einbürgern und die Freude an dem Schönen Wetter verbreiten helfen.
Gewerbe und Handel.
El berfeld, 21. April. (W. T. B.) Die Dividende der Vaxerländischen euerversicherungs-Gesellscbaft ist fur 1882 auf 40 % festge eyt. Die Versicherungssumme pr. 1882 betrug 2768 624 628 „45, mithin eine Mehreinnahme von 90460496 .“ gegen das Vorjahr. An Prämien wurden 4703 675 „461 eingrnom- men. Kapilal- und Prämienreserven betrugen 4919 922 „M; denselben wurden pro 1882 288 300 „M zugeschrieben. ,
Antwerpen, 20. April. (W. T. B.) Wollaukttotx. An- geboten 2370 B. Laplatawoklen, verkauft 1532 B. Das Geschaft war animtrterU Preise unverändert.
Parts, März 1883. In einer kürzlich stattgefundenen Ver- sgmmlung der _hiefigen Weinhändler, welcher auch zahlretebe Depu- trrte und Gemetyderaths-Mitglieder, sowie Abgesandte der Syndikats- kammern von Dtjon, Toulon, Montpellier und Marseille beigewohnt haben, tst der Beschluß gefaßt worden, die Dcvuürtenkammer und die Regterurxg um Abanderung des angeblich zu strengen Geswes vom 27. Marz 1851, betreffend die Bestrafung gewiffer aaren- falscbungex, zu ersusken. welches Geseß unterm 5. Mai 1855 mzch auf Getranke „anwendbar erklärt rsorden ist. Gleichzeitig wurde tm hiesigen Gememderathe, geflüxzt auf einen dahin gehenden früheren Beschluß der Pariser Handelskammer, der Antrag eingebracht, dem städtischen Laboratorium die üblichen Veröffentlichungen über 1eme
Weinuntersucbungen im „Bulletin municipal" in Zukunft nicht mehr zu gestatten.
Diese Anregungen haben der Pariser Presse Gelegenheit gegebext, die französische Weinzuberei'tung einer fur diese wenig schmeicbelhaften Erörterung zu unterstehen.
Einem Artikel des „Journal des Délxats“ find' nachstehende Daten über die vorzugsweise angewandten Falschung§m11tel entnom- men. Schon beim Keltern beginnt man den Wem zu verseßrn, um ihn klarer und zur Konserviruna geeigneter zu machen. Betm Ab- ziehen pflegt man denselben fast immer mrt Eiwetßstoff, Ggllert, Blut oder Milch abzuklären. Diese Stoffe vermncben fick) mtt der Gerbsäure und heben sie auf; es ist daher ein solxbes Verfahren war für die herben Weine ganz gut; unnütz und schadlicb aber für die besseren Sorten. Ist Gerbsäure nicht in genügender Menge vorhan- den, so sexzt man ein Absud von GaUnüffen oder zkrschrotenen Wein- traubenkernen zu. ,
Sehr häufig wird auch dem Werne, um seinen Geschmack zu heben, Alaun beigemischt. In Südfrankreich aypst man den Wein, um ihm die Weinsteinsäure zu nebtxten und salzt ibn, damit er nicht sauer wird. Um das Gahren zu verhindern, ver- wendet man geringe und schädliche Alkoholsorten. An Stelle des Alkohols [etzt man sogar bisweilen Salicylsaurezu. Man fälscht ferner durch Zusatze von Bleiglätte oder Bleioxyd, um die Säure zu vertreiben; von Kornalkobol, um den Alkoholgehalt zu erhöhen; von Fucbfin, selbst arsenikhaltigem Phosphor oder Weinsteinsäure, um die Färbung zu beleben und den Geschmack herber zu machen; endlich durch Zusaß vox! Farbstoffen, wie kochenilleroth, indigorotb, und be- sonders von Antlinsalzen.
Die Weinverdünnung wird im größten Maßstabe betrieben und entzieht den Staats- wie den Gemeindekaffen eine namhafte Summe. Nimmt man den durchschnittlichen Wafferzusaß von nur 8% an, so ergiebt sick), daß allein in Paris, bei einem Weinverbraucbe von un- gefähr 5 Millionen Hektolitern, nicht weniger als 415000 111 Wasser jährlich (119 Wein verkauft werden. Um den Wasserzusatz zu ver- decken, ist man gezWunaen, zu weiteren betrügerischen Mitteln seine Zuflucht zu nehmcn. Verdünnter Wein enthält daher meist außer künstlichen Farbstoffen, geringwerthigen, oft sogar_ mit Amyloxyd- hydrat versetzten Branntwän und gesundheitßgefahrliche Essenzen, durch Welche Blume und Wohlgeruch hervorgaracht werden sollen.
Von 3361 Weinproben hat das oben erwahnte Gemeinde-Labora-„ forium im Jahre 1881 387 (also 10,63 %) als gut, 1093 (32,50 0/9) als mittelmäßig, 1709 (50,84 0/5) als schlecht aber nicht schädlich, 202 (6,03 [)/0) als Zchädlich bezeichnet. Daß die Fortdauer derartiger Zustände dahin fü ren muß, den durch die Reblaus ohnehin schon schW6r geschädigten Weinhandel Frankreichs 110ch mehr in Verfall zu bringen, wird von den Blättern aUer Schatnrungen anerkannt.
New-York, 20. A 111. (W. T. B.) Baumwollen- Wochenbericht. Zufu ren in allen Unionshäfen 66 000 B. Ausfuhr nacb Gro britannien 57000 B., Ausfuhr nach dem Kontr- nent 34000 B., orrath 749000 B.
Verkehrs-Anftalten.
Bremen, 20. April. (W.T. B.) Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd .Baltimore' ist heute in Bahia ein-
getroffen.
Hamburg, 21. April. (W. T. B.) Der Hamburger Postdampfer .Gellert" ist gestern Abend von Havre nach New- York abgegangen,
New-York, 20. April. (W. T. B.) Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd .Oder“ ist heute Vormittag 11 Uhr hier eingetroffen.
New-York, 20. April. (W. T. „B.) Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd ,Fulda“ rst heute Abend 9 Uhr hier eingetroffen.
Berlin, 21. April 1883.
hre Majestät die Kaiserin _und Königin hat dem Vaterländischen Frauen-Zweig-Verein m Danzm eintausend Mark zur Verwendung für die durch den Weichseleißgang Beschädigten überweisen lassen.
Am morgigen Sonntag findet auf der Rennbahn zu Hophe- garten der zweite Meetingstag des Vereinns fur Hinderntß- r ennen statt. An diesem Tage werden folgende funfRennen abgehalten werden, zu denen die Nennungen bereits erfolgt sind. Zu dem Aprtl- Hürdenrennen, einem VerkaufSrennen um den Preis von 700-«. auf 2000 111 Distance smd bis jeßt schon 10 Unterschrtften eingegangen; das Wellington-Jagdrennen, ein Offizicrreiten um _den PMS von 800 „M auf eine Distance von 400 111 trägt 9 Untersch111ten, das F1acbrennen, ein Herrenreiten um dsn Preis von 500 „461 auf eme Prstance von 2500 111, zeigt 6 Unterschriften. 311 dem Laurtston- Jagd- rennen. einem VerkaufSrennen um den Preis von 700-M auf 3000111, find bis jest erst 5 Pferde genannt, und das Fruhjahrs-Iagdrennen, ein Herrenreiten um den Preis von 900 „44 auf„eine Distance von 4000 111 trägt 8 Unterschriften. Es find somit fur alle Konkurrenzen eine ergiebige Anzahl von Pferden an'dem Pfosten zu erwarten,. Zu den Rennen geben um 11 Uhr 48 Mmuten und" 12 Uhr 24 Mmuxen Mittags vom Bahnhof .Friedricbstraße' Extrazuge ab. Die Ruck- fahrt von Hoppegarten erfolgt um 3 Uhr 45 Minuten resp. 4 Uhr 5 Minuten Nachmittags.
Außer den bereits mitgetheilten, auf der Großen allgemeJnen Gartenbau-Ausstellung verliehenen AuSzetchnungen, erh_1elten noch die gro e goldne AussteUungs-Medaille der . Handelshartner Kalkbold-Alt- trießen bei DreSden fur eme Kolleknon 50 niedriger * 0 en, _ die kleine goldne Ausstellungs-Medaille der Kom.-Ra1hDell1chau (Ohg. Schmidt) für 1 Azaleen-Gruppe, Hr. Garten-Direktor Runßler- Hardenberg bei Hannover für 1 Sortiment Croton und der Garten- ,„nspektor Hampel-Koppilz für getriebene _Gurken, ,
Das Ausstellungsterrain selbst zexfaüt in 3 Thetle, von denen das Arrangement für die oberen Sale der Garten-Jns ektor C. Wredow, das für den unteren inneren Raum der Garten- nspektor Petting, das für den Außenraum (Hallen und Garten) der Hof- gärtner Hoffmann übernommen hatten. Wentz die Ausstellung dtes- mal so hervorragende Leistungen aufzuwetsen hat, so tragen namentlich auch von außerhalb gesendete Produkte einen bedeuten- den Theil dazu bei. So u. A;Bromeliacee11, Agaven, Yrckyideen Sarracenien, wie seltene Neuhouander des quten-Jnsp. Ktrchhoff, Donaueschinaen5 Blattpflanzen, Crotorz, sowte Agavengruppe des Gart.-Dir. Runßler-Hardenberg; das Alptnensortiment des Botanischen Gartens,Jnspektor Kolb-München; die getriebenen Rosen von Harms u. Spieß - Hamburg, Haubold-Dresden, Kühne-Halberstadt; blühender 0111118 0111110111118 von Stange - Hamburg, Runßler, Camellien von Bartheldes-Dreßden, Caladien von Grouel-Bremen, meatopr-11um-Kreuzungen von Neubert-Hamburg, Prtmeln-Coleus- Züchtungen von Benarv-Erfurt, Wrede-Lünebura, Agaven von ;Haage und Schmidt-Erfurt, Dracaenen von SulZe-Weißenfels, Contferen- Gruppen von Schiebler u. Sohn-Ceue, Jac.Jurriffex1u. Sohn- Naarden, Peter Smith u. Cowagedorf-Ham urg, Wetße-Camenz, Weigt-Dreßden, Gräflich von Pücklersche Garxenverwaltung, G.-Insp. Bleicher-Branitz, Premier-Lieutenant von Harjinger-Jngolstadt, Ge- hölz und Baumschulartikel der Freiherr von Fnesenfcben Gärtner- Lehranstalt-Rötha, Hafner-Radikow, Harms-Hambura, veredelte Eichen der Tharandtsckoen Forstakademie, Obstsorttmente des Kniep-Duderstadt, Duwe - Hoopte, Kammerherr von Behr - .Schmoldow,„ Freiherr- licb von Friesenscbe Gärtner-Lehxanstalt, d1verse Gemusx, „theils frisck). theils konservirt, die Kollekttorx der Hamburger Gemusezuchter, getriebene Gurken von Hampel-Koppty, diverse Kartoffel-Sortimente
von Bebr-Cöthen, Verein Hamburger Gemüsezütbter, VersuchSaarten. tankfurt a. M., diver e Sämereivrodukte von Gartendirektor charter-Tiflis, von Claude-Servan-St. Remis (3000 Sorten), Arrangemeyts aus abgeschnittenen Blumen von Seyderbelm und Wgngershnm- amburg, Fischer uvd Feuersänger-Königsberg, Schlag. Dusseldorf, reffel-Hannover, Engelhardt-Thorn. diverse tech- nische Artikel und Instrumente, wie mikrosko ische Pilzpräparate von Göffel-Strehlen, Instrumente von Mayer- örli , Herberts-Cöln, Krannt u. Co.-Wien, Helm-Hannover, Wellmann- ltona, sowie Ge- wacbsbausbauten von Mosenthin-Eutri sch-Leipzia. Neben diesen Fixmen glänchn die Leistungen iefiger Züchter in nicht minderer Wetse und wir nennen hier nur die Namen ejnes Späth, Schulz, Kaehler in Baumfcbulartikeln, die emes G. A. Schulz, Ebers, Bluth, Kommerzien - Rathes Dellscbau, Haak mit Azaleen, die Crown und Caladien des Kommerzien-Rathes Spindler, Primeln und Cyclamen von Schwerwiß und Lenz in Potsdam, Wieble u Kaeding hier, blühen- der getriebener Gehölze des freien Landes von Weckmann u. Sohn, Markt flanzen von Neumann, aetriebener niedriger Rosen von Gude u. Röteleasenhaide, Amaryllis-Zücbtungen von Hoffmann, Nelken m_)n Jamckt, Hortensien von Kommerzien-Rath Dellsckxau (Ober- artner Schmidt), Bacher-Pankow, Blattpflanzen von Brandt-Char- offenburg, WarmhauSpflanzen wie Baumfarren von Gartendirektor Gaerdt-Mogbtt, Arrangements aus abgeschnittenen Blumen die Herren Thiel, Speck, Schmidt, Drescher, Dehn, Bluhm, Meyer. Technische Artikel, wie Geräjhscbaften, Bänke, Tische, Stühle, Mist- beetfenster, Ampeln. Vasen, Statuen, in großer Auswahl, sowie Gartenbücher und Pläne in allen Formen und Farben; interessant und lehrreich zugleich eine Zusammenstellung exotischer Nußpfianzen in ihrem Wachsthum wie “ihren Produkten an Holz und Früchten, Univerfitätßgärtner Lindemuth.
Alle diese Gegenstände find in geschmackvoüster Weise geordnet und gewähren einen besonders anziehenden Anblick, sobald das magische Licht der elektrischen Flamme über 11169 Meer von Blumen und Pflanzen seine bläulichen Strahlen ergießt.
(D. Landw. ZW.)“ Der vierte hannoversche Bauerntag wird vorausfiébtlicb bereits am 29. April zu Burgdorf (Station der Lehrte-Harburger Bahn) stattfinden und die Tagesordnung, außer den Kornon- und Steuerfragen, auch die Presse behandeln.
Von Seiten des Vorstandes der Hyaiene-Ausstellung geht uns die Nachricht zu, daß Ihre Majestät die Kaiserin und Königin genehmigt hat, den Besuch der Hygietxe-Ausstellung mit dem 10. Mai beginnen zu lassen. Die Eröffnungsfejer wird erst nach Rückkehr Sr. Kaiserlichen und Königlichen Hoheit des Kronprinzen von Höchstdeffen bevorstehender Reise stattfinden.
Hugo Lubliners Schauspiel „Aus d er Großstadt“, über deffen erfolgreiche erste Aufführung an dieser Stelle gestern bereits berichtet wurde, verdankt ssinen Titel weniger dem Chaxakter der Handlung, Welche sich vor uns abspielt, als vielmehr der eigen- thümlichen Ysawmensteuung von Personen, welche handelnd vor uns erscheinen. ir lernen in dem Schauspiel allerdings eine so zahl- reiche und bunt gemischte (Gesellschaft kennen, die mehr oder weniger an der Handlung betheiligt ist, daß der Dichter selbst in der „Groß- stadt“ gewi lange herumgesucht hat, bis er diesen Kreis von Menschen zusammenge racbt und eine schicklicbe Art gefunden hat, fie alle um die Person, Welche im Mittelpunkt der Handlung steht, m_n Ruth von Loveland sso zu gruppiren, da "jeder seinen_ Anthetl an den Lebensschick alen des jungen adchens gewinnt. Da? dem Autor diese Gruppirung vortrefflich gelungen rst, giebt" au 8 Neue Zeugnis; von seinem, auch in früheren Stücken schon bewahrten sceni- schen Geschick. Menschen aus allen Klassen der modernen Gesellschaft, Beamte, Gelehrte, Schriftsteller,Künstler, Kaufmann und andWerker, Weltdame und Bürgersfrau, 6 alle spielen 1 re Rolle. Es kann nicht Wunder nehmen, da dieser Vielheit der Personen ge- genüber die Zeichnung der einzelnen Charaktere nicht immer eine voll- ständige und abgerundete werden konnte, ganz abgesehen davon, daß einige ganz verzeichnet find. An den Hquptfiguren aber, die Lubliner uns vorführt, kann man in der That sem'e Freude haben; da berührt Form und Inhalt gleich sympathtschZ alles hohle Wort- geklingel, soweit es nicht in dem Rahmen der Salon -Unter- haltung natürlich erscheint ist glücklich vermieden, und aus Wort und That treten [6 endige, seelenvoÜe Perssonen vor unser geistiges Auge. Leider treten diesen Vorzügen recht chlimmc Mängel gegenüber; nichk alTein, daß man, wie erwahnt, an die Extstenz einiger von den gezeichneten Personen gar mcht glauben Yann, find auch wesentliche scenische Voxaänge höchst unwahrscbemlicb und unglaubhaft. Ueber diese Schwachen der Kompofitwn kgnn der „glatte und gefeilte Dialog ebensowenig'wie das sceni che Ges'cknck des Dichters hinwegtäuschen. Jedenfalls mmmt das „ chausptel, wenn" dre etrvas komplizirte und darum schwerfallige Exposition uber- wunden ist, das Interesse des Zuschauers mehr und mehr in Anspruch und bleibt fesselnd bts zum Schluß. - Der Inhalt der Handlung ist kurz folgender: Ruth von Loveland, ein in bescheidenen Verhältnissen im Hanufe des_ Schlossermeisters Gebhardt als Pflegling lebendes junges, Madchen, xtebt seinen Vetter, den Grafen Karl Arenburg; fie hält dtese Liebe fur ausßchtslos und wendet ihr Herz, um den Eraser; zu vergessen, Georg Brunmg, einem jungen SchriftstelXer, zu. Brümng, welcher der Ruth Anfangs herz- lich zugetban ist, kann den Verlockungen emer Weltdame, der jungen Wittwe Adele von Orosti, nicht widerstehen; e_r giebt Ruth auf. Ruth aber, von doppelter Seelenqual gefoltert, erfahrt ayf dem Höhe- punkt der Verwicklung, daß der Graf, ihr Vetter, fie wtrklich wieder liebt, und die e Erkenntnis; führt zum versöhnenden Schluß., -- Neben dieser aupthandlung e_ntwickeln fich dte Schicksale emiger anderer Personen in fast selbstandmen Nebenhandlungen. Nichtohne Interesse sehen wir, wie Frau von Orostt vom Hangen und Bangen durch den energischen jungen Gebhardt zu festem" Selbstbewußtsein geführt wird; aber ganz kalt laßt uns der emfaltige Ltebeshandel zwischen dem jungen Merck und Adelens Schwester, Martha Corbqch. - Die Darstellung War in allen Tbetlen und im Ensemble eme Wohl gelungene. Von den Damen verdienen Frl. Meyer(Ru1h und
rau Kahle-Keßler (Adele) in erster Lime genannt zu werden; Fr. rieb- lumauer (Frau Gebhardt) hatte in emer Nebenrolle Gelegenheit, ihre gemüthvolLe schauspielerische Kraft zur Geltung zu brzngen. Unter den Herren zeichnete fich Hr. Ltedtcke (Graf Arenburg) m ae- wobnter Weise durch maß- und doch wirkun96volnles Spiel aus; Hr. Krause gestaltete den Schlosser Gebhardt m11 kzaftigem Humor recht charakteristisch; aucb Hr. Ke ler (Brumng), „Maher (der junge Geb- hardt), Kahle (Lichtenegg), ohannes (Poltzet-Prafidcnt) und Vollmer (Gesandtschafts-Sekretär) haben verdienstliche Leistungen zu ver- er nen. * I ck-- Belle - Alliance - Theater. Die Mitleeder des Wallner-Theaters beschließen in der nächsten Woche thr erfolg- reiches Ensemble-Gastspiel mit demselben, Stark, in wel,chem fie begannen, mit den „Kläffern' von H. erYen und Ad. LArronge. Dtese Poffe geht am Montag zum 43. Mal m Scene,
- Das zWeite Sonntags - Concert des Pl) 1 l h a r m o n i's ch e n Orchesters im K rollscben Etablissement unter Mufikdtrektor Professor Ludwig von Brenners Leitung findet morgen statt.
Redacteur: Nie 11 el.
Verlag der Expedition (Kessel). Druck: W. Cloner. Fünf Beilagen (einschließlich Börsen-Beilage).
Berlin:
„2149? 93.
Yichtamtsich65.
Preußen. „Berlin, 21._April. Jm weiter6n Ver: laufe ,der qestrrgen _(68.) Stßung des Reichstagß wurde die zwette Verathung des Entwurfs eines Geseßss, betkéffend die Krankenverstcberunez der Arbeiter auf Grund des Berichts der 17111. Kommisnon (§. 1-3) fortgeseßt. §„ 3
lautet nach der Fassung der Kommission:
Auf Beamte, welche in Betriebsverwaltunaen dcs RciÖS, eincs Bundesstaats oder 611165 Kommunalverband» mit festem Gehalt
angestellt find, smdet dieses Gesetz 12.1116 Anwchnduna.
Auf ihren Antrag sind von der Verfiebcrungspflickyt zu 116161671 Personen, welche herkömmlich im, Kranköeitsfaä mindestkcnss für dreizehn Wochen auf Ve1pflegung m der Familie des Arbeitgebers
oder auf Fortzahlung des Löhncs Anspruch haben.
Zunächst ergriff der Bevoümächtigte zum VundsSratl)
Geheime Ober:Regierungs-Rath Lo bm an n 006 Wort:
Meine Herren! Wenn ich mir gleich beim Wiederbeginn dcr Berazhung dZs Wort erbeten habe., so ist es hauptsäch|ich geschehen, 10611161) es fur ersprteßltcb halte, die SteÜung, welche die verbündeten Regjerungen zu dem §. 1a. der Kommisüonsbeschlüffe und zu dem Antrage des Hrn. Abg. Frhrn. v0n Hertling einnehmen, schon jexxt darzulegen. Vorher aher möchte 161) mir gcstattrn, 11061) mit einigen Worten auf dre Ausfuhrungen des Hrn. Abg. Richtcr von gestern zurückzukommen. S0w61t dteselben sich in dem Kreise des höheren Geficbtspunkjes bewegten, ' von dem er am Schluß seiner Rede sprach, , haben Ste bereits gestern vom Bundes- ratbstische aus die erf0xderltche Beleuchtung erfahren. Auch soweit sie fich tm 611061611 Krctye der Sache, um dic es sich handelt, he- wegtcn, smd xhnen _vvn verschtcdencn Rednern aus dem Hause gestern schon, wie Mit sébenzt, zutreffende Entgegnungen geworden. 9111th- destokveniger glaube 1119, das; einige der Ausführungen auch von dieser
Stelle aus nichf'unerwidert bleiben dürfen, und namentlich werde ich mir gestatten, dre Zahlen, welche_der Hr. Abg. Richter in seinem Vortrage Vorgefuhrt hat, etwas naher zu beleuchten. Der Hr. Abg. Richter _ hat gestern bexnangelt. daß die Motive d6r Vor- lage fur ÖL!) allgenzemen Verficberungszwang cine eigentliche Begründung nicbt enthtelten, und_ ck hat namentlich dargelegt, daß die Zahlen, Welche m den Mottven zu dieser Begründung hätten djenen sollen, xtgeytltch doch mehr das Gegenthcil 5610161611, nämlich die Unnöthigkert eines allgemewen Verficherungszwanges. In dieser Beziehung hat, der Dr. Abg. Richter zunächst die Zahlen der Orts- staTute, die fett dcm Jahre_1876 errichtet sind, einer Beleuchtung unterzogen, er hat darauf an merksam gemacht, daß zwischen den An- gaben der Motive "und den „lngaba'n der Statistik, welche der Kom- misswn später yberrezcht mzd auch dem Kommisfionsbericht beigefügt ist, stch cine Dtffercnz befinde; die Motive er- geben 278 Ortsstatutr und 016 Statistik 342. Hr. Abg. Richter fragte: Wellhe Zahl xst zmn dtc richtige, die erste oder die, 3106116? oder Wenn fie heide rtchttg md, so muß in dem kurzen Zwischenraum doch eine sehr starke'Verme rung'der Ortsstatuten stattgefunden haben. Meine Herren! Zwtschen den 116113611 Erhebungen, auf welchen dicse verséhiedenen Angaben beruhen, [regt ein Jahr, und in diesem einen Jahre ist eine Vermehrung eingetreten von 64 Ortsstatuten, das ist die Differenz zwischen den Angaben der Motive und den Angaben der Statistik. Wenn man, nun auörechnet, wieviel Ortsstatute überhaupt in den e_rstczx 1)qu Jahren, worüber die Motive Auskunft geben, durchschmtflrch jahrlich errtchtet worden sind, so kommt man auf die Zahl 69; das Jahr 1881, 1061th bci der Statistik hinzu- gekommen ist, ergtebt 64, errctcht also mch1 einmal mehr den Durch- schnitt der früheren Jahre., , . ,
Nun. meine Herren, w1[[ 161) aufdte Bedeutung diescr Zahlen 110€!) etwas näher eingehen und Ihnen darzulegen versuchen, daf; der Schluß den die Motive aus dtesen Zahleü ziehkn, keineötvcgs falsch ist.
enn man die Gesammtzahx von 342 Ortsstatutcn vorführt, so macht das vieUeicbt einen geWtffcn Eindruck", es ist doch immer eine nicht gayz kleine Zahl; indessen dieser Eindruck wird sehr erheblich abge1chwächt, Wenn man unter1ch61det zwischen den 1161:- errichteten und den [1109 revidirten Ortsßatutcn. Neu- crrichtete Ortsstatute giebt es 152, die übrigen 190 sind nur revidirte Ortsstatute. Der Mehrzahl nacb find also die 342 Ortsstafutc solche, welche schon unter der Herrschaft» der früheren preußischen Geseßgebung entstanden find. Das Gesetz vom 3. Avril 1854 er- mächtigte aber die höheren Verwaltungsbehörden oder dicRegierungen, da, wo die Gemeinden nicht selbst dem vorhandenen Bedürfniß durcb Errichtung von Ortsstatuten genügten, ihrerseits den Zwang zur Er- richtung von Hülfskaffen auSzusprecbcn und die Ortsstatute, welchc unter der Herrschaft diefes Gesxtzes errichtet find, find immer untcr dem Eindruck des tm Hintergrunde stehenden ZWangs zu Stande ge- kommen. Also, wie gesagt, die Zahl der wirklich neucrrichtcten Orts- ftatute beträgt i_n dtesen 5 Jahren nur 152. _
Noch Wemger Eindruck aber machen die1e Zahlxn, wenn man die Vertheilung der Gesammtzahl auf die prcußiycben Pro- vinzen ins Auge fgßt. In dieser Beziehung bitte ich die Zahlen zu vergleichen, Welche m der Statistik auf Seite 166 des Kommisfions- berichts gegebexz find. Da ergiebt sich, daß für die ganze Provinz Ostpreußen m den 5 Jahren 5 Ortsstatute errichtet, beziehungs- weise revidtrt find, 2davon find alte und nur 3 neue; für die Provinz Westpreusen find 8 Ortsstatuje vorhanden, davvn sind 6 alte und2neue; für die *rovinz Brandenburg 37, davon 35 alte und 2 neue; für die Provinz Pommern 9, 1 altes und 8 neue; für die ProvinzPosen 23, 11 alte und 12 neue; für die Provinz Schlesien 64, 46 alle und 18 neue; für die Provinz Sachsen 79, 51 alte und 28 neue; für die Provinz Schleswig-Holstem 17 neue; für die Provinz Hannover 32, 1 altes und 31 neue; für die Provinz Westfalen 34, 16 alte und 18 neue; für die Provmz Hessen-Nassau 6 neuerricbtete: für die Provinz Rhcinpreußen 25, 20 alte und 5 neue; für die Hohenzollernschen Lande 3, 1 altes und 2 neue.
Nun, meine Herren, ist ferner versucht auf Grund der Zahlen über die bestehenden Krankenkassen darzuthun, da?xk doch die Frei- willigkeit auf diesem Gebiet „schon sehr erhebliche esultate erreicht habe und daß auch deShalb em Zwang in der Weise, wie ihn die Vorlage wolle, nicht gerechtfertigt sei.
In dieser Beziehung möchte ich nur verweisen auf die Statistik, die gleichfalls dem Kommisfionsbertcht auf Seite 170 und 171 beige- eben ist. Sie finden da für Preußen die Gesammtzahl der eingeschrie- enen Hülfskaffen angegeben in Spalte 0.1und 2und zwar in Summa 989 eingeschriebene Hülfskaffext. _Die Mehrzahl derselben, 589, find solche, welche nur in eingejchrtebene xxlfskaffen umgewandelt sind also bereits bestehende, größtent als auf Grund der früheren preu ischen Geseßgebung errtcbtete „Kassen.. Nur die Minderzabl von 400 be 1th aus neu errichteten emgescbuebenen ülfskaffen. Diese le te ahl fetzt ficb nun zu amtxjen ("15 den ablen, welche in
paste 4. 1 und 13. 1 der tattstik gegeben md. Nun, meine Herren, fragt es sich, wie viele von diesen Kassen beruhen wirklich auf Freiwilligkeit? Es beruhen nicht auf reiwilligkeit diejenigen, welche in der Spalte 13. 1 aufge "hrt find,. 172, die find auf Grund von Ortsstatuten errichtet; ferner nicht die in S alte 4. 1 11, a axxfgeführten 76 Kassen, das find Fa- brik-Krankenka en, welcbe mm m die Tür solche KaTen ungeetgnete Form der einge cbriebenen Hülfskaffen e nXezwänézt fin ; fie beruhen gleichfalls auf wang. Es blieben also 11 rig d e in Spalte 1. 1 a.
.. * Erste Beilage zum Deutschen Rctchs-Anzeiger und Königlich Preußischen Sjüats-Anzeiger.
Berlin, Sonnabend, den 21. April
und 14.1 11.1? mit je 76 aufgeführten Kassen.
Kassen sind aber die in Spalte Bon dtesen 152
_ , _ " ' 4. 1a. aufgefü rien 76 111 t 111“.- 1chl1eßltch fur_gewer_bl1che Arbeiter errichtet, undhes ist auch Yi? “Arkt- nahnze, daß d16,Mttgltcd6r dieser Kaffxn größtentheils geWcrblicbc Arhettec selen,kerne_sj1)egs berechtigt. Es handelt sicb dabei im Gegentheil ttzetsrensxxm solche Kassen, welche Anhängsel irgendwelcher freien Vereine fur 1011111136 Zwecke find und in denen die Mehrzahl der Mitglieder aus_ selbstandtgen Leuten'hesteht, namentlich aus Handwerkern, aus Tprwatbeamten, auch yzederen Staats- und Gemeindebeamtcn. *- Ulsx das ganze Ergebmß der freien JnitiatiN ist seit 1876 76 freie Kamen. oder, wenn man es ganz hoch rechnen will, 152.
Nun rst 0011 dem Hrn. Abg. Richter gesagt: gebung von 1816 nicht schon größere auch wesentltcb “(Zit tSchuld der „„ehörden, indem . ' Vcr: LP?) [1111wang Veßrf'ahren die Saéoe zuwid6r gemacht ist. d1616r Vorwurf ist auch [ck0n in der Kommisfion 6100 damals auch noch der 10611616 Vorwurf hinzugefügt, 01111) die Errich- tung von Ortéstatutext wurde einen viel rascheren Fortgang genom- men. haben, Wenn h1er axxcb nur das Jntercffe der Behörden mit- gewtrkt u_nd 111011 die Errichtung diescr Ortskaffen in der Weise ge- fordert" hatte, 1016 man sonst andere Institutionen, die man 0011 011611 gern fahr, zu foxdern pflege.
' HDW" gegenuber muß _ixb nun behaupten, daß die Behörden gerade [161 „lussubrung dcr'Ge'yeygcbung- 0011 1876 mit 001161 Loyalität verfahren find, naml1ch rm vollen Anerkenntnis; deSjcnigcn Stand- punktev,'den damals der Reichstag bei der Beschlußnahme über dieses _Gesctz etngenommcn hat., Der Standpunkt von 1876 war der, daß 16151 eigentlich das Prmzw der FreiwiUigkeit an die Spitze gestellt werden 10116. Man'sagte: Jetzt wollen wir für die freiwillige Kassen- btldung eme gexe 116196 Grundlage, schaffen, und 68 geschah das in der offnung, daß die frctwillige Kaffenbilduna nun sich 61 durch Ortsstatute Es wurde da-
.- jay daß die Glseß- kUÖtL getragen ha?, ist “00119
Meine Herren, [1611 und 68 tft
ausgesprochenen bedeutrnd _6ntwickcln und der Z noch 0011161611611 war, völlig überflüssig werden würde. mals die Ermackytigung der Gemeinden, Ortsstatute zu erlassen, von . , A s nxdcrwillig be- , egterung m n 111 enommene Befugntß der [10116an Verwaltungsbehörden, 111 8111181011111? ihrerseits emen Zwang auszyuben ;- 6in1ach aus dem Geseßenthrf gestrichen; man wollte also dre FreiwiÜigkcit in den Vordergrund steüen; und d61116ntfprechcnd haben (11111) die Regierungen gehandelt. preuß1sche HandelI-Minister
Fortschritt dcr Arbeiter
einem großen Theil dieses
willigt und
Namentlich
ausdrücklich darauf zunachst von der freien , _ . ' _ , und daß nur da, wo 61116 101606 Jmtiatwe ntcht emtrcte und sicb cin dringendes Be- durfntß herausstellt,. von Seiten der Behörden auf die Errichtung von Ort_sstatuj'cn hmzuwirkcn sei.
, Mech Herren! wenn nun jetzt der V01Wurf erhoben wird, daß d1estB6h01d6n dlc thdung "von neuen Ortsstatuten nicht genügend befordcr't haben _ 1876„_11)urd6 man das genannt haben, daß sie ntcbt mrt'dem'hnreaukratmckxen Hochdruck gearbeitet hätten, so liegt doch darm 61n Zarxx entschtcdenes Zugeständniß, daß die Geseß- gebung 0011 1877 ihren ereck nicht erreicht hat, auch den Zweck nicht erretcht hat, welcher von jener Seite auch gewollt ist.
Einige Aeußerungen des Hrn. Abg. Richter schienen auch die An- das Ziel eigentlich bereits erreicht nöthig habe,
001, er habe _sich sagen. lassen, es gebe 1700000 gewerbliche Arbeiter, und davon seien [chonjeßt 1400 000 Arbeiter Mitglieder von Kranken- , Wahrsrhctnlich hax der Hr. Abg." Richter fich das 0011 seincm Frakttonsg6n0ffen 101". Husch sagen lauen, denn in der Broschüre des letzteren 111161: diese hier 1ur Berathung stehende Vorlage ist aller- dings angegeben, es seien 1 7000002111161161 vorhanden, und davvn seien Hr. 1)1*.H11*1ch k0mmt zu diesen Zahlen auf " Er rcchnet 869000 Mttglieder der in den Motiven aufgefuhrten Krankenkassen, dann rechnet er 320000 Mitglieder der KrzaPPs-“baftskaffcn hmzu ur1d endlich 200000 Mitglieder 0011 freien Hulfskaffen, dke (1er nicht eingeschriebene Hülfskaffen seien, 1116lch6 er 1111 Wege der Prwatstatistik ermittelt hahe.
_ Hierzu will ich nun zunächst bemerken, daß der Hr. Abg. Richter 111cht ganz genay gehört oder gelesen hat, wenn er in seinem Vortrage annahm, dgß dre au_f freien Vereinen beruhenden Kassen 700000 bis 800 000 Mitglteder zahlen, „(1110 das zehn1ach6“ von den ortsstatutarischcn Kassen. In Wahrheit verhalt fick) dte Sache gerade umgekehrt. ortsstatuntarischen und die sonstigen nicbt eingeschriebenen Zwangs- kgffcrx zghltcn Ende des Jahres 1880 717 000 Mitglieder und die 6111ge1chrtebe116n Hulfskassen zählten 123000 Mitglieder, wie dies ' " . Die Mehrzahl der einge- schrtebencn Hul skaffen sind aber n1cht frete Hülfskaffen, sondern es find Zwangska en, die nur in die Form der freien Hülfskaffcn cin- 0 zum Allerhöchsten die Hälfte dieser affen gerechnet werden,
fiihrunhscrlaffM
crwxrten sei ,
nahme begründcn zu wollen, da
cinzuführcn.
1 400 000 versichert. folgende Weise:
auch in den Motiven angegeben ist.
getreten find. Es kann al 123000 auf die freien Hülfs _ Was rxun di'c Privatstatistik des Hrn. 131. Hirsch anbetrifft, so 10111 [ck die' thbtigkeit seiner Ermittelungen garnicht in Zweifel zxehen; aber [ck m_uß doch die Annahme für sehr "gewagt halten, daß die 200 000 Mttalreder der von ihm ermitteltenKaffenlautcrgewerbliche Jm Gegentheil, man ha? allen Grund anzunehmen, daß nur der kleinere Theil dieser Mitglieder aus gewerblichen , , unzweifelhaft Menge_ Mttglteder aus dem Handwerkerstande und anderen klein- bürgerltchen Berufskreisen, welche nicht uyter dies Geseß faÜen. Auf diese „Weise kommen die 1400000 Mitglieder von Krankenkaffen allerdtngs zur Noth heraus; aber ich lande, man wird nicht fehl- greifen, wenn man diese Zahl um 1-
Nun, meine Herren, wie steht diese Zahl wirklicher Mitglieder von Krgnkenkaffen zu der Zahl gcjvcrblicher Arbeiter, Welche unter die aügxnzetne Krankenverficherung fallex1 Werden? Nach der Berufs- stattsttk bctraat dre Zahl der unselbstandigen gewerblichen Arbeiter in Industrie und Hand- auf welche
Arbeiter seien.
000 ermäßigt.
üttenwesen, also in denjenigen erufskreisen,
gemeine VerficherungSzwang auSgedehnt werden soll, 4 Millio-
dem Verhältniß von 3/5 und 9/5, so komme ich auf die Zahl selbst bei der günstigsten An- nahme der Zahl der Mitglieder von Krankenkassen beträgt dieselbe immer d0ch nur sehr wenig über 50%.
Fragen wir nun, meine Herren, wie find denn überhaupt diese etwas mehr wie 500/„ zur Versicherung gekommen? Mindestens 750000 von den 869 000, welche in der Vorlage ange eben find, sind Mitglreder von ortstatutariscben und Fabrikkrankenka en, da beruht kommen ferner die 320000 Mitglieder der uf Zwang beruht. C9 000 66 Hm. Dr. Hirsch mit
im ganzen für Verficherte in freien Kassen die Zahl
Meine Herren! I daß weder auf die Befuchni
000, also, meine Herren,
Knappschaftskaffen, deren Versicherun bleibt also, wenn ich die vollen 200 hinzuyrzöchne,
aube bierxnit genügend gezeigt zu haben, der Gemeinden, Ortsstatute u errichten, noch auf die Freiwilli eit die Ho nung, zu gründen i , daß die Krankenverficberung in er Weise a gemem werden würde, wie wir
1883.
Jeb komme 111111 zu dem Vornmrf des Hrn. Ab .Ricbter Wel 6
er der V0rlc1g6 111 ihr6m ganww Aufbau gemacht th. Da “11941171 Vorler1nt n0_ch 111?xe (5561615 vxrxwlommen, welches, wie diesc
6 „m grunen “ 1] aus ear 61161 und nach 111161 1“ "' * Scbablone zugeschnitten ist. g / U MU ÖA
„_ Und an ciner andern Stelle "& te 61“: das “ ' ' '
111 Jan; „aufYMben. ] g Genos16111chast.1 1111th
61116 6116111 Hr. Richter hat diesen Vornmrf 01161d1n,3 nur durch dn; U;"?IHMT begründen 1501111611, dax“; die im Entwurf 111111 015 ayfzcrst mtbmdtar 1101661161116 Gemeindc-KranlcnverficberunJ die Regel htßldcanrde, und U) glauobcwaran erinnern zu dürfen, dat": diese 1156rr01chend6 253411211111], dxe 113111 nur 111öglich wmde durkl) die Be-
ZuefotTlI déßß"Fr“aJ"ZUt _und J11d01611z“ der Gemeinde-
, 166 1011 11 M* * “ 1"
gewjißrJgt ist. 1 1 , 011 Hm. 1)1. « ahl „6116111 0111111611611?)
_ . er auf die Vorwürfe selbst gestalte 1111 mir 111611460665 "11 61“- wtdern, _daß das Syxtcm 0011 omanifirtcn 511111611. 10616060 11402) dem Entwursnzur Durchxsuhrung dcr Krankenverfickwruna dienen s011, unter der sorgfaltxsxsten Benutzung _allcs dessen, 10.15 „1111 diesem Gebiete [)!-.*th _geschaftltch geworden rst, UUd_i'1ckLl110 unter der 1001151110660 Beruckytchttgung 91161: aus den VLNÖiLdMéN Verhältnisfsn fick) cr- cxebendcn Bedurfntme konstrgtrt ist, und ferner, meinc .Herren, das; der „Entwurf das Prmziv der Genossenschaft 10 weit durchfuhrx, als (“es m11__ den nothwendigen Anforderungen 611161“ ratttmteücn „610111611061'1111161111111irgendwie 0611111131161) ist. Ich 106112211111“ gcstattc-n, 17165 1111 Cinzel11:n noch 611013 1011161“ 1117111311-
Meinc Herren, was zunächst die Berücksichtignng d&“; Bete 611-
13611 anbetrifft, so machen wir in unserm Entwurf nicht tabulas XLIZ, 1016 es der Antrag _ des Hrn. Aba. Blos Und G6- 110ff6n thut, Wellbey außer ,der Gemeindekrat1kcnversich6r11ng nur dre neuen bc1'11fsg61101sex11111011116661! Krankenkassen stehen lassen, alles andere aher 1116 M11 cinem SÖwamm jvegwischcn 111111. . Meme .Herren! S0 werfc'xhrt der Entnmrf nicht, sondern nach ihm 1011 alles das, 1135331117 drssem (Gebiete seither fick) gebildet hat, erhathn werden; es 1011 durch die Vestimnmngcn “005 Geselzes nur sowM geandert werden, als es nothwendig ist, damit auch diese Bil- dungen den neuen Anforderungen genügen können. Ich mache Sie erauf aufmcrham, meme Herren, daß keine Art der organifirten Kmnxenka'ssen tm Enxwurfe vorkommt, 111611116 111101 16151 schon in der Praxis lhre zahlretch6n Vertreter fände. Die Ortskranken- ka'fferz ent_1prechen „durchaus dc'njcniaen Kassen, die chen- warng 1116119 0118600010 0011 Ortsstatuten, 106118 auf anderen Eruydlagetj _orjltle 1,111 einzelne Eckverksznwige bereits bcstehrn. Die Jabrtszrankenkan6115611617611jwbckanntlickz sch011 jelgt in großer Zahl xmd tmt Fehr erfreultcbxr erkmmkeit. Dasselbe 11111 für dicKnapp- Uhaftskasjcn. Ebmxso Und dre Innungskaffen bereits vorhanden; und ste find erst ncuecdnigs durcb 116116 gesetzliche Bestimmungen in dem Tttcl dcheMrheordnung über die Innungen neu geordnet.
E11dltch,_ meme Herren, auch die Baukrankenkassen sind keines- 1116gs 601161810 ganz neues, so_ndcrn 116 finden sich im Keime schon in dem prctxßtjéhen Etsenbahngejeßc vom Jahre 1838.
2860 nun ferner das Prinzip der gcnoffensckvaftlickxen Bildung anbetrifft, so_ habe :ck vorhtn gesagt; der Entwurf berücksichtige dasselbe 1010611, als "es mit den Anforderungen einer rationellen Krankeyverßcherung uberhaupt vereinbar ist. Meine Herren, man kann 61116 KrankenVerfichcrung" nicht lediglich auf die Grundlaae der Genoßenschaft' stellen; es wurde das auf die Schwierigkeit stoßen, daf; 1116191 (111 jedem Orte so V1E[_c VersickvcrungspfliÖtige 611160 Berufs YZcßmcs (Vervcrbes vorhandcn find, um cine Krankenkasse 11110611 zu
Für eine rationelle Verjvaltung der Krankenkassen it 65 aber at noch wtchttger, das; die Mitglieder demselben örtlichen Kresise angehörfcns, als daß „fie. d6m161b6n Bcruse angehören. Außerdem Würde die Bil- dung_l6d1g11ch aus („Grundlqgc d6r Beruféchnoffensckyast, 1!(lt]11*111[1(1) in Deu11chland,_nur „fur 1116111116 Bcruföarten möglich sein, denn der Wechsel der Arbeiter 311111711611 den versrhiedcncn BcrnfSartcn ist bei uns 111 110611 11161 [1011616111 Maße wie in England so groß, daß die Leute dock) Zvredcr "heute der einen Undmorgcn ein6r anderen Kranken- kasse angeboren mußten, 11161111 lediglich nach Berufsartcn g6schicden Werden s0Üte. * MeneHerrerx! Auch die „nationalen Kassen“ der deutschen GeWerkVLretne koxmen das Prinzip der berufsx1cnoffcnschafb 11ch6n Bftldoung mcht rein _durcbfßhrcn. Wollten fie das, so mußten (16 jeden aus der Kaße ausxcbließcn, der in einen andercn Berus ubergeht. Das thun sie nicht, sondern fie [affen solche, Welche uz emen anderen Beruf übergehen, “.Nitgliedcr threr Kassen bletben, und durckbrech6n dadurch schon das berufs- g6110ff6n_schaft[i§he Prinzip.
21110, meme Herren_, der Entwurf hält an dcr örtlich6n Be- grenznyg dcr Kraykenkasten fest, in Uebereinstimmung mit der ge- sch1chtltchen E'ntwwkexnng; gbcr innerhalb dieser Begrenzung Wird das genossenschqftlrche Prtnch wweit außgestaltet, wie 69 irgend möglich txt. Hinstchtltck) der Fabrtkkaffen, der Innungskaffen und der Knappjchaft§ka,ffen' brauche ich das ja nicht Welter auszuführen; aber auch htns1chtltch "dcr Ortskrankenkaffen ist das der Fall.
, Nach der ursprunglichen Vorlage sollten die Gemeinden ver- pflxckptet werden können, Ortskrankenkaffen überakl da zu errrchfen, 100 dte erforderlikbc Anzahl vox: Mitgliedern vorhanden sei, und zwar s0llten nach §. 14 OrtÖkrankenkasscn auch für die einzelnen GeWerkszwctge errichtet Werden müssen, sobald die Zahl der in den GeWerkszweigen vorhandenen Arbeiter das irgend zulafzt.
' Nun, meine Herren, hat die Kommis 011 dieses Prinzip aller- dmgs abgeschwächt und zwar einmal dadur », daß fie die Minimal- zczhl dcr organisirten Kassen erhöht hat, und ferner dadurch, daß fie dre Autonomie der Gemeinden zu einem entscheidenden Faktor für die Kasscnbildung aemacht hat in einem höheren Grade, als die Vor- lage der _verbi'mdeten Re ierungen das thun wollte. Immerhin, meine Herren, tst aber o_uck) bet 'den Beschlüssen der Kommisfion das Prinzip der gen0ffenscbaftltch6n Btldung noch zum AnLdruck gebracht und bei perstaydrgem Vorgehen der Gemeindebehörden läßt es fich auch noch 111 wettem Maße durchführen.
_ Meine Herren! In den Baukrankenkaxscn wird eine Institution gestbaffen, die eigentlich für eine große .lnzabl von Arbeitern dic Krankenverficberun überhaupt erst möglich macht, und das ist aucb inthrter Kommis 011, so viel ich weiß, ziemlich einstimmig an- er ann .
Was aber die Gemeindekrankenvcrfickperuna anbetrifft, so habe ich schon vorhin erwähnt, daß diese Form der Kranken- verfickerung in dem Entwurfe der verbundetcn chierun en
als eine "äußerst sudfidiäre gedacht „ist, die nur da plaßgrei en soll, wo fur eine Bildung von organrfirten Kassen überhauvt keine Möglichkeit mehr gFeben ist. Auch 111 dieser Beziehung hat nun Ihre Kommisfion a
herbeigeführt und zwar wesentlich indem Gmnemde-Autonomie einen größeren Sptelraum zu geben, als die ver- bundeten Regierungen das wollten. Wenn das auch nach der 'Auf- fassung dcr verbündeten Regierungen bedauerlich ist, so bleibt doch auch jeyt der subfidiäre Charakter der Gememdeve cherung prinzipiel erhalten, xmd ich kann auch dem «ert. Abg. Dr. ubl ugeben, daß die Kommtssion wieder andere Bestimmun en in das eses hinein-
erdings eine AbschwächunZ dter chierucktxgsbtxorchge 11 etc e, an er er
es wünschen müffen.
Ebrach hat welche dazu dienen, diesen ubfidiären Charakter der
emeindeverßcberung aufrecht zu erhalten.