1883 / 133 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 09 Jun 1883 18:00:01 GMT) scan diff

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Yichtamtliehes.

Preußen. Berlin, 9. Juni. In der gestrigen (99.) Sißung des Reichstags, welcher der Staats-Mimster Bronsart von Schellendorff, sowie mehrere andere Vevol1- mächtigte zum VundeSrath und Kommiffar_1en desselben be1: wohnten, stand auf der Tagechrdnung die Fortsevimg der zweiten Berathung des Reichshausl)al_ts =Etats fiir das Jahr 1884/85 auf Grund mündlicher Berichte der Kommtsfion für den Reichshausbalts-Etat mit d_em _Etat des Reichs- heereS. Dieser Etat enthält im ermarmm 261 532 760 „FC:, 3229 845 „46 mehr als im Vorjahre. _ _ _

Die Budgetkommission hatte sämmtliche Kamke! dieses Ordinariums zu brwiUigen beantragt und nur das _Kap. 25, Naturalverpftegung 71 768 067 «16, beanstandet. er bean- tragte die Kommission, die Summe für Brod: 11110 Fourage: verpflkgung für Preußen, Sachssn und Württemberg von 57 073 612 .“: um 3541 997 116. herabzusesen. _

Tit. 1 der AUSgaben fordert als Gehalt des Krwgs: Ministers 36 000 „16 _ _ _ _

Der Abg. 01.Linge11s beschwerte sich h1€rb21 daricher, daß in der Kaserne des Kaiser Alsxander Garde-Greriadier- Regiments einzelne Miiitärhandwrrker des Sonntags während des Gottesdienstes zu regelmäßigen Arbeitsn angeyalten wür- den. Séien der Militärvermallung diesc Verhältmffe bekannt und aedenke diese Abvüife zu schaffen? __

Dcr Staats-Minister Vronsart von Scheilendorss entgeg- nete, die vorgetragenen Thatsachen würden, wenn richtig, den Intentionen der Kriegsverwaltung nicht entsprechen. Er werde der Sache nachgehen, 1111") könne die eventueüe Abst_el]11ng yon dergle€chen regelmäßigen. sonntäglichen Arbeiten m A11§s1cht steilen. Ds: Aba. Richter (Hagen) crklärte, er habe Folgendes allgemsin bei diesem Etat zu erklären: Nach der Haltung der Majoritätßpartsien in der Kommésfion umd im_Ple1111111 511 urtheilen, schienen sie entschlossen, diesen Etat mmdestxns 111 denjenigen Säßsn zu bewilligen, MUCHO sie vor wi€r_2_)konaten für “den lcmfendsn Etat fcstgrseßt hätten. U11ter_ 11181211 11111- siändcn erscheine es ihm auSsichtHlos, eine Vermmderung der Summen gegenüber dem ianfenden Exat zu bca_1111*a_ge:1, 11118 er wxrde sick) nur auf eine Opposition gégen 1112161111181 Jor- derungrn des Extraordinariums beschränksn, welche auf: faÜender Weise im Widerspruch zu den Resultaten der leßtcn Etatsberathung von der Komnnssion _zur Bewilligung vorgeschlagen würden. _ Es scl1_€1ne ihm auch nicht richtig, gkgenüber der Stxmmung 1111 Hause, eine Kritik an der Militärverwaltung zu üben, wozu stel) a_n vekscbiedenen Stellen Anlaß biete. Habq dock) gestsrn "me Mehrheit sogar durch Schluß der Di§k11ss1o11 die 110111211111. Schrader angeregte Kritik der so hochwichngsn E1s€11l1ahn- Tariffragcn abgeschnitten. Es werde diese Etatsberathang seiner Partei ein Böispiel dafür bieten, wie eines Eta_tsbera- 211111153 nicht sein solle. Wenn er die M0not0nie_dir1er Be- rathung, das fortdauernde Anhören einzelner Zrffern Und Kapitsl untsrbreckxn onte, so würde er dadurch nnr 52112111: schein erwecken, als ob er die Verathung für eine normale hiexxe. Er sei sogar im Interesse dss Präsidenten gern bereit, a1_1__f das Aufrufen der einzelnen Kapitel Und Titczl zu :M-

i ten. 3 Das ganze Ordinarium däeses Etats wurde decranf ohne jede weitere Debatte nach den Vorschlägen der Kommission bc- wiÜigT. Es war dadurch als einzige Veränderung aegsniiber dem quierungseULWUrf Lin Abstrich von insgesammt 3541 997 „16. bei dem Kapitél „Naturalverflegiüjg“ bsdingt.

Bei den einmaligsn 2111§gaben beantragte dis Budget- kommission, die im Titel 8 ur Erweiterung VLS Baracken- kasernsments auf dem Arti eriesckzießplaße bei Jüterbog als erste Rate gefordyrte Summe von 200 000 «15 abzusetzen.

.Der Staats-Minister Bronsart von Schellendorff un_d der Abg. von Wedell-Malchow 1111th um Bewilligung der Post_tion, während der Abg. Frhr. zu Franckenstein den Kommissions- antrag befürwortexe. _ __

Der KommisfionSantrag Wiirde angenommen, dl? Poyition also gestrichen.

Ju Tit. 10 werden 150 000 „15. für den Neubau einer Kakerne für die reitende Artillerie in Sa an 11li zweite dxate gefordert. Bei der Veralhung des lau,exiden_ Etats_m;rrd_a diese Forderung abgelehnt. Die Kommission 1ch1ug 1th die Genehmigung vor. _ _

Der Abg. Rickert beantragte, die Position für die Kaserne in Sagan zu streichen, Der Antrag auf Bewiüigung dieser Summe sei nicht in Einklangzu bringen mit den (Bryn)- säßen, welche die Majorität bisher gestern und heute ersolgt babe. Gsstern habe der Abg. Frhr. zu €_§ranck€nftein einen Schiffsersaßbau zu streichen beantragt,. der chou lange in dem Flottengründurxgsplan zum Ansaß gekommen sei. Man könne doch den Etat des Kriegs:Mi11isteriums “nicht anders behan- deln, als den der Marineverwaltung. Die Finanzlage sei definitiv nicht zu iibersehen, und daher müffe man bei den Extraordinarien namentlich sehr vorsichtig sein. Nicht feink- Partei one die Nachtragsetats, sondern sie würden noth- wendig durch zweijährige Etats und bei zu frühzeitiger Vorlegung des Etats. Es sei zu bedauern, daß die Konservativen mit solcher Leichtigkeit auf die zweijährigen Etats eingingen. Dieselben schienen immer noch nicht geneigt, sich in die Reihe der parlamentarischen Parteien einzufügen. Man habe ja in der leßten Zeit wiederholt gesehen, We'lche _sckmelle Lülse sie dem Bundesrath leisteten, wenn es sich um

inschränkung der Rechte der Volksvertretung handele. Wouten die Regierungen durchaus jsßt den Etat zu früh feststellen, obfck-vn nach den :jeßigen Erfahrungen auch nicht ein einziger Tag Zeit für das Unfallgefeß damit ge- wonnen werde, so müßte das Haus die Konfeausnzen ziehen und alle neuen Forderungen auch im Extraordinarium ablehnen. Möchten die Regierungen später etwaige noth- wendige Forderungen machen. Bei diesem Titel sei die Ablehnung um so nothwendiger, als vor wenigen Monaten die Position in namentlicher Abstimmung mit 195 gegen 101 Sximmen abgelehnt sei, auch von einer Anzahl von Mit- gliedern des Centrums. Es wäre unbegreiflich, wenn gerade 1th der Reichstag dieselbe bewilü en würde.

Der_ Abg. Frhr. zu FranckenHein betonte dem gegenüber, daß ES 1111) hier nicht um eine er e, sondern um eine_zweite Rate handle, und dsr Reichstag die Bedürfnißfrage selb1tschon früher entschieden_l1abe.

_Der Abg.R1_chter (Hagen) hielt die Ablehnung dieser Positmn, die bet der vorigen Etatsberathung zu längeren Debatten geführt habe, heute noch mehr geboten, als damals.

keit in sich, die weiteren Bausummen zu gewähren. Der Bau- plaß ließe fich auch wohl wieder verkaufen.

Der Abg. von Kardorff erklärte, er sehe keinen Grund dafür ein, grgen die Position zu stimmen, nachdem bereits die Baustelxe bewilligt sei. Was die Polemik des Abg. Rickert gegen die zWLijäYrigcn Etatsperioden betrkffe, so erimxere er nur 11ochmals imran, daß viele andere Länder zweixährige Etatsperioden hätten und zwar mit gutem Erfolg. Der Abg. Rickert babe sodann die konservative Partei so dargestellt, als ob sis die wichtigsten parlamentarischen Interessen preisgäbe. Er müss? dLe konservativ? Partei Enischieden dagegen verwahren. Zunächst habe auch seine Partei aus: drücklich betont, als das Haus in die Berathung des Etats eingetreten sei, daß seine (des Redners) Partei diese 'Berathuncx als AuSnahmefal] betrachte, und nicht als ein Präjudiz für zweijährige EtatSperioden. Dabei seien wich: tige parlamentarische Rechte nicht aufgegeben. Solche Vor- würfe seien [Lichtauszusprechety und fänden in gewissen Krin- sen im Lande auch wohl Boden. Das solle seine Partei aber nicht hindern, für den Etat zustimmen, da sie sehe, daß durch die.- Etatsbkrathung das Ansehen des Parlaments nicht ge- schädigt, sondern gefördert werde. Man werde für den Winter eine bedeutende Zeitersparniß habsn. Er bitte, die vorliegende Position anzunehmen.

Der Abg. von WedeU-Malchow bsmerkte, auch cr verstehe nicht, wie der Abg. Rickert es Ein preiögeben der verfassungs- mäßigen R2chte nennen könne, wenn hier in einer verfassungs- mäßigyn EtatHberathung die einzelnen Positionen bewiÜigt würden; er proteftire gegen derartig? Behauptungen.

Der Abg. Rickert entgegnete, diesem entschiedenen Protest des Abg. von WE'ÖLU gegenüber brauche er nur auf bis That- sachrn zu verWLifcén, aus denen jedsr erkennen köUUL, wie be- rechtigt [11111 Bcbauptung sei, daß die Konservativen keine parlan12ntarische Partei seien. Nenne ihm doch der Abg. von Kardorff einigs jener vielen „anderen konstitutionelZen Länder“ mit zweijährigrn Budgets! Derselbe könne doch höchstens ei11ig€ deuksche Kleinstaaten meinen. (Große Unruhe rechts, Rufß „Vayern!“) Er verstehe nicht, wie die Herren beleidigt sein könnten. Er habe nicht gewußt,. das; außer Preußen im Reich nock) Großstaaten vorhanden seien. Es seidock) auch keine Schande, Mitglied eines StaateS von wenig Einwohnsrn zu sein. Er woÜe aber gern die Bezeichnung „chinstaat“ zurück- nehmen und dafür„Mittelstaat“ sagen. Wenn der Abg.Frhr. zu Franckensiein heute dissßn Titel bewiÜigen wolle, weil die Bausteue fiir die Kaserne bewiüigt sei, wie habe _ derselbe dann gestern den Schiffsersaßbau ablchnen können, der doch Ungleick) wichtiger und sogar im Flottengründungsplan vorge- sehen sei, Und dessen Streichmng die Entlassung von mshreren hundert Wyrftarbeitérn bewirken könne.

Der 211111. Frhr. von MalWhn-Gülß betonte, er glaube nich?, Daß die konservativen Wähler 23 dem Abg. Rickert glauben wiirden, daß ihre Vertreter im Reicthtage die wich- tigsten parlamentarischen Jntereffcxn prengäben. Die Konser- vativen faßten mur die parlamentarischen Rechte etwas anders auf als der Abg. Rickert. Seins Partei beurtheiie das, was dem Lande: recht sei, 1111?) was man zu schützen und zu vrrthei- digsn hab?, nicht nach aUgemeinen konstitutionixüen Doktrinen, sondern nach den positiv g€lte11den Gesetzen des Landes. Dieser Standpunkt habe seine Partei vom Abg. Rickert getrennt,als es sich um di? Frage der StelLung ch Kaisers Und der Mick)?- regierung im Reiche gshandelt habe. ES werde hierin auch, wie er hoffe, an der jéßt geltenden Auslegung der Verfaffunq nichts geändert werden, cS sei denn, was Gott verhüten 1113119, daß der Abg. Rickert einmal Reichskanzler werde. Er kitte dringend, die Position zu bewiÜigen.

Der Abg. Richter (Hagen) erklärte, schon wiederholt habe er erfahren, daß die Herren, welche dem Marine-Minister obne Weiterck Fordcrungen versagt hätten, beim Kriegs-Minister bedenklich geworden seien. Es liege seines Erachtens für alle diejenigen, Wklche im Februar gegen die Position gestintmt hätten, absokut kein GrUnd vor, heut anders zu votiren. Er beantrage deshalb namentliche Abstimmung über die Posilion. Was die konservative Partsi betreffs, so 112111118 dieselbe nicht wie in ÜUÖLL'LU Ländern eine selbständige parlamentarische Steklung em,. sondern sobald die Regiexung ihre Haud von der Partei abziehe, werde di? ganze Partei bis 11111 einen kleincn Rest aus Hinterpommern verschwinden. Weil die; Herren wüßten, daß sie keine politische Zukunft hätten, sc- suchten sie die Gegenwart auszunußM, und deshalb liegeihnen auch 11ichts an dem. VerfassungNecht des Landes.

Hierauf ergrifs der Staat-z-Mjnister Bromart von Sch eilendorff das Wort: _

Meine .Herren! Ich Werde zum Kap. 5 Tit. 10 sprechen. Es [)und-11 fich im vorliegenden Falle um einen Ersatzbau. Das Priva1x- kafernement, welches dic? reitende Abtheilung dort bai", ist für dxe weii'axen__Velrgungszwecke unbrauchbar. Aus dieser Crkenntni? ist bereits “sur “Den Etat pro 1881/82 die erste Rate zur Projektberarbe tung un?) ErWerbung des_ Bauterrains bewilligt worden, und zwar in einer Budgetberathung, m_welcher alles, was nicht für besonders dringiiä; g_ek)aiten wurde, z1.1rückgsste[lt wurde mit Rücksicht darauf, daß wir die Heeresverstärkung damals hatten. _

_ Nun, meine Herren, was das Bedürfnis; anbetrifft, hm also einen Eréaybau cinircten zu lassen, da erlaube ich mir, Ihnen vorzulesen, wie die Verhälkniffe dort sind:

Die reitende Abtheilung ift 11111 Aanahme 1101125 Kanonieren,

Welche in Bürgerquarticren liegen, in zjvei [Hädtisclxen Massen-

quxxrtierM 111itsrgebracht. Diese Maffenquartiere find schon alt und

sehr feucht, ()(:an niedrige Zimmer obne genügende Ventilation, sebr gesu11dbeit§1chädliche und primitive Kloaken- und Uriniranstalten

imd sind im. Laufc- der Jahre erartig baufäüig geworden, daß fie

“[ich zur ferneren Beibehaüung nicht mehr,“ eignen, weik sie: selbst bei

Aufwendung bedeutendcrcr Kosten ihrer gegenwärtigcn Bestimmung

nicbt lange mahr erhalten Werden können. Da die Kommune fiir

die Garnison bereits nicht unbedeutende Opfer gebracht hat (Stal- lungen, eine Reifbahn, Geschüy- 2T. Sckuppen, Waffenmeisterwerk- statt, Beskblagschmiede 2c. find Eigentbrm der Stadt) und sowohl hierdurch als durcb andere öffentliche Bauten derart in Schulden geratben „ist, daß sie für längere Zcit hinaus für Garnisonbauten

Mittel flüssig zu machetx außer Stande ist, so ist der Neubau

einer Kaserne auf f1ska111che Kosten nicht zu umgehen, zumal an-

derWeite Privatkasernements nicht vorhanden find. _ _

Aus diesen Gründen bitte ich, in Konsequenz des Be1chlu1ses vom Jahre 1881/82 die Summe für den Neubau, für die Dura)- führung des Baues zu bewilligen.

_ Der Nbg. Frhr. _zu. Franckenstein erklärte, er kön1_1e nur Wiederholen, was er “zchon gesagt habe. Sein? Partet wolle äußerste Sparsamkeit üb_en, 1_venn nicht em dringendes Bedürfnis; nachgewiesen set. Dtefer Bau_ _sei un_a_uf1ch12bb_ar, und deöhalb stimme da_s Centrum füx: me Positton. Eme

nkonieqixenz liege in diesem Votum mcht. Gestern habe es ich um 1112 Bßwiüigung einer ersten Rate gehandelt, heute um die Bewilltgung einer zwetten, nachdem 812 erste bereits

Zn namentlicher Abstimmung wurde hieraus die Posttion mit 115 gegen 106 Stimmen angenommen.

In zwei weiteren Titeln wurden erste Raten für Lazareth- bauten in Rudolstadt und Thorn gefordert.

Der Abg. Richter (Hagen) erhob gegen diese Pofitionen in Konsequenz seines früheren Votums Widerspruch, ver- zichtete aber auf eine Abstimmung, nachdem das Centrum er- klärt hatte, für die Forderungen, weil fie unaufschiebbar seien, stimmen zu wollen.

Dieselben wurden denn auch bewiÜigt.

Bei Titel 13 des außerordentkichen Extraordinariums fordert die Regierung 4969 846 516 zur Erweitxrung resp. Neuerwerbunq von Schießpläßsn; die Kommistion wollte jedoch 1 388 014 „16 absetzen, also nur 3 581832 «16 bewiUigen; das Haus beschloß demgemäß.

Im Titel 22:1. wurden 200 000 „16 alt.“- erste Rate zum Neubau für eine Trainkaserne in Magdeburg verlangt, deren Streichung die Kommission beantragte.

Der Staath-Minister Bronsart von Schellendorff bat um Bewilligung der Position, im das jetzige Kasernement zum 1. Juli geräumt werden müsse, eventuell stelle er anhsim, die von der Kommisfion zur Bewjaigung vorgeschlagene Position für Hofgeismar zu streichen.

Der Abg. Frhr. zu Franckenstein erklärte mit Riickficht auf das vom Kriegs-Minister vorgebrachte Novum fiir die Vofition stimmen zu woÜen.

Troßdem die Abgg. Rickert und Richter (Hagen) aus den Protokoüen der Budgetkommission nacbwiesen, daß dies „No: vum“ schon in der Kommission mitgetheilt worden sei, wurde die Pos'stion bewilligt.

Die erste Baurate für eine Jnfanteriekaserne in Haders- leben, welche im Februar abgelehnt worden war, beantragte dic Budgetkommisfion nunmchr zu genehmigen, der Abg. Richter (Hagen) beantragte dagegen, diese Position zu streichen. Die Abgg. von Bennigsen, von Kardorff, Graf von Holstein, “sprachen sick) im nationalen Interesse fiir die Bewilligung aus.

Der Abg. ])1". Windthorst bezeichnete eine solche Berufung auf die nationalen Interessen in zwei verschiedenen Bemerkun- gen als ridikül und als RedenSarten, und wurde deShalb vom Präfidenten zweimal rektisizért. _

Nachdem auch der Abg. 111. Bymberger sich gegen die Bewilligung ausgesprochen, wurde die Position mit 119 gegen 97 Stimmen abgelehnt.

Für den Neubau und die Ausstatßmg eines Kasernements nebst Zubehör für zwei EEcadrons in Wandsveck, zweite Rate, werden 300 000 «16 gefordert.

Der Nbg, 31ichterckÖagen) beantragte Streichung dies-xc Position, die das Hans auch bei der vorjährigen Etats- berathung auf Befürwortung des Grasen von Holstein be- schlossen habe. _ _

Der Abg. Gra? von Holstsin bat um die Bswükgung der Position für den Fall, daß der Kriegs-Ministér die Erklärung abgebe, daß nach Itzehoe eine andere Garnison für die nach Wa'ndsbeck zu verlegende gelegt werde.

Die Position wurde bewilligt. Dagegen wurde dem An- heimsteüen des Kriegs-Ministers bei der früheren Position für Magdeburg gemäß die Forderung von 300 000 175 für eine Kaserne in HofgeiSMar abgelehnt.

Der Rest (des Extraordinariums und die Einnahmen

wurden debattelos ge1iehmigt._ _ Der Etat dek; allgemeinen Pensionsfonds wurde

angenommen.

Beim Etat dLS Reichs-vaalidenfonds brachte der Abg. 01. Groß zur Sprache, daß noch immer viele Invaliden aus den Jahren 1866 und 1870 ohne Versorgung und in Noth wären. 916111191: bat, man möge den Termin zur An- msldung der Invalidität _abermals verlänge_rn, und möglicher- weise durch eine Kommision die Verbältnisie dieser Invaliden untersuchen lassen. Es sei des Deutschen Reiches nicht würdig,. 11321111 Krieger, die für seine Einigkeit gekämpft hätten, im Bettlergewande einherschlichen, zudem der Reichs-Jnvaliden- fonds )'th auf 445 Millionen Mark angewachsen sei.

DSB Abg. ])1'. von Bunsen stellte die Noth der Invaliden in Abrsde, und führte aus, daß die Militärbehörde nicht mehr thun könne, als sie gethan habe, und ihr geseßlick) Zestattet sek.

Dieser Etat wurde bewiÜigt, ebenso ohne Debatte der Etat der Eisenbahnverwaltung. _

Der Etat der Zölle, Verbrauchssteuern und Aversen weist im Tit. 1 der Einnahmen „Zölle“ nach den Ko1nmisfion§beschlüffen 196 450 000 «14 auf, der Titel wurde ohne Diskussion genehmigt, ebenso Tét. 2 Tabakstsuer, 13940920 «16, und Tit. 3 Rübenzuckerfteuer, welcher mit Rücksicht auf die vor Kurzem beschlossene Reduktion der Aus- fuhrvergütung um 3273 000 «16 erhöht worden war. Ebenso werden Tit. 4 Salzfteuer, Tit. 5 Branntwsinsteucer, Tit. 6 Brausteuer, Tit. 7 bis 9 Aversen, nach den Kommissions- anträaen ohne Debatte genehmigt. _

Damit war die Tagesordnung erled1gt. _

Der Präsident schlug als ersten Gegenstand der morgigen Tagesordnung vor, die erste“ und zweite Berathung des Nach- trags:Etats für das neue Reichstagngbäude.

Der Staats-Minister von Voetticher erklärte, er habe o_em Präsidenten eine Auskunft über das neue Wallotsche Proxekt noch nicht ertheilen können, weil die Akademie_für das Bau- wesen erst heute Abend zur Beschlußfassung ihres Votums zusammenberufen sei. Er habe außerdem, um dem Hagse Gelegenheit zu geben, selber zu prüfen, ob e_s möglich sei., das Hauptbedenken, das ge _en den Waüotschen Plan erhoben sei, und das ich auf di.? Hohe des Sißungssaales beziehe, zu beseitigen, angeorynet, daß das nsue Wallotsche Projekt vervielfältigt und den Mitgliedexn des Hauses mitgetheilt werde. Der Druck werde vor Drenstag kaum in den Besiß des Hauses kommen. Ein Exemplar des Planes könne er schon heute dem Präsidenten überrerchem ES gehe aus demselben hervor, daß der Sißungssaal in das erste Geschoß verlegt werden könne. Eine Verathung könnte schon morgen stattfinden, wenn die Herren darauf verzichtsten, jeder persönlich ein Exemplar bei der Berathung zu haben, und das Gutachten der Akademie ebensalls bei disser Berathung zu besißen, _ _

Der Abg. 131. Retehensperger (Creseld) bat, das Gutachten der Akademie des Ba11wesens_nicht dadurch zu ignoriren, Ha morgen schon die Angele enhsit berathen werde. Man möge lieber, nachdem man so ange gewartet habe, noch zwei Tage warten, und die Sache dann um so gründlicher erörtern.

Der Abg. 111. Bamberger meinte, daß der Reichstag hZSk nicht als bautechnische Behörde zu prüfen habe, es hgndle sich also hauptsächlich darum, ob die Wahrscheinlichkezt da 121- das Hindernis; der öhenla e des Saales zu beseitigen; da

Dxr Ankauf eines Bauplgßes, der hier als Grund der Be- nnUigung angegeben, schließe noch keineöwegs die Nothwendig-

ootirt sei.

diese Wahrscheinlich eit da ei, möge man das Genauere der

Kommission anvertrauen, und die Sache morgen vorbringen;

zeigten sich Schwierigkeiten, so könnte man die Sache dann der Reichstagsbauvorlage am

immer noch vertagen.

_ _ __ _ _ _ Der Abg. Frhr. von Heereman erklärte er woll d' S Der Abg. Vr.Stepham 1prach 11ch nn gle1chenS111ne aus. ' mi“) li ? ' ' * e W ache Der _Abg. Gerwig _meinte auch, daß die Kommission mit g ck| bald, alw morgen, e1111ch1eden haben.

den techn1schen_Emzeii)eiten zu betrauen sei, das Haus habe

n_ur zu enxscheiden, __ob man ein neues Gebäude 1110112, und diese Entscqetdung kon_ne man auch morgen treffen. Der Abg. l)1'. Re1chensperger (Crefeld) trat im Interesse

Der Abg. von Bennigsen

Kommission für den Reichsta

einer genauen Prüfung der Sache nochmals für die Verathung

ReichZtaa könne _di_e genauere Prüfung der Kommission über- lassen. Dem thster von Voetticher gebe er zu erwägen, die

Dienstag ein. könnten. unterstüßtc den Vorredner; der

sbau morgen um 12 Uhr vor 1 11191.

der Sißung zu einer Bespre ung zusammenzuberufen, damit

“___

Inserate für den Dcutsäxen Reichs- und Köning

Preuß. Staats-Anzeigcr und das Ccntral-Handels-

register nimmt an: die Königliche Expedition de:“- Deutsrhen Ueickxs-Inzeigrrx und Königlich

Preußischen Itanix-aneigerx: Berlin ZW., Wilhelm-Straße Nr. 32. X

1. ZtSCkbkiSkS 111111 UntersznabungZ-Zaabßn.

n. (]erx].

3. ?erköufa, USrpaabcungézn, 811111111351011811 etc. 4. 7€r1003uug, 5111011151111011, 21113251111111J

M 11. 5.17. 7011 6381111101181“. kapjsrßu.

2.811111158151-1011011, zufxzsbots, 70rlaäuugsn

ihre Mitglieder um so vorbereiteter in die Berathung eintreten

Der Staats-Minisier von Boetti er erklärte i mit die'em Vorschlage cinverstanßen. ck sch 7 Das Haus erklarte sich dafür, daß der Nachtragsetat morgetz zur Verathunq komme. Hierauf vertagte slch das Haus 11171 5 Uhr auf Sonnabend

«11.151.15261555.

Inserate nehmen an: die Annoncen-Erpedifirnen dcs

. 11111n5tri€116 ÜWÜUIZSWSUTI, kabriksu 111111 (1105511311661.

'. 7131'801118116116 136117111111111501111113811.

*. 1-1rsrarigcl18 11112ij31611.

'. L*bsarér-Yuxijsu. ck 111 1181" 8018611-

. kamWSU-Kacbrjcbdéu. J

„Juvalideudank“, Rudolf Mosse, Haaseusteiu &__Vogler, G. L. Daube & Cr„ E. Schlotte, Buttuer & Winter, ?owie alle übrigen größeren

Annoncen - Bureaux. 1 Y

Subhastationen, Aufgebote, Vor: ladungen u. dergl.

Königliches Anitsaerickot Habelschwerdt.

[25663] Oeffentlithe Zustellung.

Ter Braucrmcistcr Framz Erdelt in Neu-Waltcrs- dork, Vertreten durch den Rrckt§an1ralt Hauck in Habelsckywerdt,

klagt

wider den Wirtbfchaftsinspekwr Walter, srükwr in Neu-Waltersdorf, zuletzt 111 Säoocnwiß bei Dam- brau O.-_Schl., ]ejzt unbekannten AufrnthaltsorW, wegen einer Waaren- und Darlehnsforderimg von zu1ammcn 50,85 «76. ncbst Zinsen, mit dem Antrags guf _Verurthetlung ch_Vcklagtcn zur Zakkang 111111 50,85 5le 1181111 50/0 Zinsen sciYKlagczustcllung 1111d das UrtHeil fur _vorlaufig W[lstrrckbar zu erklären, und ladet den Beklagten zur 1111111dliche11 Verband- lun_g des Rechtsstreits vor das Königliche AmtS- gericht zu Habelschwerdt auf den 17. September 1883, Vormitta 9 Uhr.

Zum Zwecke der öffentlichen Zuste ung wird dieser AuSzug der Klage bekannt MWM.

Habelsthmerdt, den 28. Mai 1883.

_ Francke,

Gcricht§schretber des Königliclwn Amiégerichts, i.. V.

[22658] _Qeffentlickxe Zusielluug.

Die Kömglicbe Sfaatsanwzltichafié zu Allenstein kiagt_g_egcn 1_) den Arbßitcr Adam J'31111'rowski, oHne D01111le, geburkig aus Seubersdorf, Kreis Osterode, zur Zett tm _htefigen Gerichthefängniß, 2) dessen Chekrau Emilie Piotrowski, geborene Wixchert, ge- burttg ausGr. Gardicnen, Kreis Neidcnßurg, Auf- enxbalt unbekannt„ Wegen Nichtigkcitserkiär11ng dec Wischen dxn Beklagten bcstebrndcn Ehe mit drm A_ntra_ge:_die zwischen den Beklagten bestehende Ehe fur nichtig zu_ erklären und den Beklagten die Kosten des Rexhtsstreits aufzuerlegen, und ladet die Beklagten zizr mzmdlrckyeri Verhandlung des Rechtsstrcits vor d1e dritie 031111lkammec des Königlichen Laydgyrichts zu Ailenstem auf

_den 11. Juli 1883, Vormittags 103 Uhr, n_11_t der Aufforderung, cinen kci dem grdachtcn Gc- rtchte zugelassenen Anwalt zu bcstellsn.

Zym Zwecke der öffentlichen ZLIICÜUM wird an die Beklagte zu 2 dicser 211185119 der Klage be- kannt gemacht.

Allenstein i. Oftpr.,_den 5. Juni 1883.

_ _ Eloe1s er, Gcrrch1§1chreiber des Königlichen LändgcriÖts.

[25641] Oeffentliche Ladung. Nachdem Conrad Hebig und Fran 2111115 Markha, geb.Holzk1auer, 11011 WZZY-xrode die Eintragung des auf den Namen 11911 PHlltPP Holzßzucr katastrirtcn, 111 der Gemarkung vor: Wciterode delegcnen Grund- eigenthums, als: „8. 2431 1/4 Acker 13 RTL). idcntisrb mit Blatt 2 Nr. 193, Acker der Rodenberg, identisch mit Blatt 5 Nr. 188, Wiese vor _dem Lochback), idcr-„Ttsch mit Biaü 14 311153, Acker, DöUackcr, rdentuch mit Blatt 29 Nr. 198, vor dem Weng- _ bkrg, unter glaubhaftcr Nachwci1ung eines zehnjährigen ununterbrochenen EigenthnmsbefikeI 111 das Grund- b_uc_l) yon Weiterode beantragt 5118911, so wrrdcr: alle dtexemgen Personen, WclcheRechte mid Ansprüche an jenem Grundvermözzen zu haben vcrmcinen, auf- gefordert, solche spatestcns im Termin

_den 17. August 1883, Morgens 10 Uhr, bei der unterzeichneten Behörde anzumelden, wi- drtgxnfaUs 11ach_ Ablguf dixser Frist der bisherige meßer als Etgentbnmer 111 dem (Grundbuck) ein- getragen Werden wird und dsr die ihm obliegende Anmaxdung unterlassende Berechtigte nicht nur seine Ansprache gcgrxr jeden DriTten, welckzer im redlichen Glaukerx an dre Richtigkeit des Grundbuchs das obenerwahnix Grundvermögen crwirbt, nicht mehr gclte11_0_ machen_kax111, sondern auch ein Vorzugsrccht gege11uoer Dememgcn, dercn Rckhje in Foiae der mnerl)a_lb der oben gesetzten Frist ersoigjcn Anmel- dung eingetragen sind, verliert.

Rothenbyrg a./F., den 30. Mai 1883.

_Koniglickyes Amthericht. Abfhcilnng 111.

Wird btxxmix vch_röffentlicht:

S ch1[[1n g , Gericht13schrcibeu [25661] Oeffentlickje Zustellung.

Die _vcrehelicbtx Schuhmacher Rettinger, Marie, geb. Thiede, zu_ NoWaweß, vertreten durch den Recht- zmrralt 1)r. Fr1ed1aender zu Poxsdam, klagt gegen thren in_ unbekannter Abwesenheit lebenden Ehemann, FF; FébubhmZckyer O_tto Rettingßr5 _zu__l_et_1t_§n ?kowa-

n _a gcween, Wegen isi rr era an auf Ebesckyezdyng, mitdem Antraige: ff g d(xs zwrsciycn den Parteien bestehende Band der Ewe zu trennen und den Beklagten für den aÜei11 schuldiaen Theil zu erklären, Jud [Zdet den Beklgten zur mündlichen Vcrbandlung e_s Rechtsstretjs vor die 11. Civilkamnwr des Koniglichen Landgerichts zu Posdam auf hen 5. November 1883, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderun , einen bei dem gedachten

2769 1/1(;

13. 1013 1,8 (ck. 2207 L/8 ,

Zum Zwecke der öffentlichen 1111111113. wird "ric1cr AuIzug der Klage bekannt 52871121. 3 PotSdam, den 6. Juni 1883. _ _ Neimkc, Ger1cht§1chreibcr dcs Königlicbrn Lamdgcrichts, Civilkammcr 11.

[2,1659] Oeffentliche Zustellung. Dic Maurersclerau Christiana 8113175 daßicr, rcr- trkfcn _durch den Rechtsanwalt 1151". Wrnz, flag! gcg2n _1hrcn Ehemann Johann Nicyi Martin Reiß vo11_k)1_cr, z. Zt. unbekanntry AukenlhaltF, 11119111 Elxxxchcidung mit drm Antraxxc: die Ehe dem Bande 11.111) 111 1111111311, deii Vc- k1§1grcn 111r_ deri allein 1111110711161! Tl*)eii zu er- kiarcn und 111 dlc Prozxßkostcn 31: ksrurtbeilsn 1111d [cht den Beklagten 3.11“ mü11dlich211 V.“.riyand- 111111] (68 Rstftrcites vor die CirilkanUner ch Kgi. La11dgcr1chts Hof auf Dienstch, den 16. Oktober 1883, _ ormittags 9 Uhr, 11th der Aufforderung, einen bri dkm (191111111th Ge- r1chtc zugelassencn Anwalt zu brstciicn. Hof,_de11 6. Juni 1883. Gcrtchtsschreibcrei 112851111. Landgericßts Hof. Soxlciß. [25662] Oeffentliehe Zustellun . Der_RijfcrgutsbefiYer Otto von 31th auf Dmi- nen11*.1[1ckc, vertrktcn d11rch ÖM Nrcht§ch111walt C. Abrrns z11__ Schwerin, klagt gcgen dcn Erbpäckyter 8011113 Schorxbrodt, vormals zu Kummer, jekt unbe- kannten Auscnjbaltsorts, Wegen Zinsenscbukld, mit dem Anfrage auf_ Verurtbeilung dcs Bekläaten znr Zablyyg 1111_n 295 «M und auf eräufigc Vollstrcck- barketixierkiarung dss crg_ck)cndcn Urtbeils, und ladcf den Bckiggten zur mundlichcn Verlmndlang des Ncchksstrstts vor das Großherzogiiäye AmtIgcriä)! zn Ludwigslust auf den 19. Septembrr 1883, Vormittags 11 Uhr. Zumeecke dcr offentlichenZusteUung wird diéfi'k AuÖzug der Klage bekannt gemacbk. ' _ _ Aktuar W, Hßmann, ©611ckts1chreibcr des Großberzrgiici- Mecklenburg-Schwerinschcn Amtsgrrichés.

[25656] ZWangsverküüf uud Aufgebot.

_Auf Antrag drr _!)iefigen Spar- 1111?) 811115111"; Mrd wegkn emer dcrielch nach dem 1*oiistrcckba;:sn Zahlungsbefcbl v51_11 15. September 1882 gegrn den Ykaurrrmcister Fritz Conrad Bernhard Clausen in Exkkrnforde zuste ,MDM Forderung 131111 148 ck16 50.5 Z1n1cn_ eines protokoüirtcn Kapitals 11011 3300 «56 11ebst_Koften dcr Zwaggsverkanf dcs zUr Sicherhcét Verpfandeken Gxundlxcmtxes des Schuldners, nämlicy des _Ynter Arttkcl__ 538 dcr Grundsteuerxnutterrollc der Skadt Eck_ernfrrde aufgeführten, (111 de.? Reifer- bahn daselbst 1111 1. Quartier unter “1.711.156 belege- nen, 4__Ar_14 Qu.:Meter großen WOHUHÜUsLI nebst ZuÉeboY hterdurH _?ng?ordnet.

ermxn zum 2 an, melckyer nur durch (11111111 der erwahnten 148 «16 50 „3 uud sämmklichcZKvster? abgewandt werden kann, wird auf Donnerstag, den 13. Septemöer d. I.,

_ _ Vormittags 10 Uhr, a_n gevwhnltiber GerichtssteÜc anberaumt und liegen die Verkauf§bedingungen 14 Tage vor dem Termin auf der _hiestgen Ger1chxs1chreiberei aus. Zugle1_ch _Werden, mri AuEnahme dcr prowkollir- ten Glaybmxr, Ally, _wclche hypothekarische rdxr sonstige dingliche Ampmche an den zu verkaufenden (Grundbesitz zu haben glauben, aufgefordert, solche bei Vermeidung des Ausschlusses bcim unterzeichne- ten Gerichte unter Vorlegun dcr bezüglichen Ur- kunden in Ur- und Ab?chrift spätestens in dem (“Yi st 1: 11 - en a . en . eptember d. .,

?Zormittags 10 Uhr, J ansteberede11_ Aufgebotstermine anzumelden. Eckernforde, _de1_1 1. Juni 1883. Kömgltches Amthericht. 1. gez. C. LÜbbLs. Veröffentlicht: _ _ _ _Scbröder,

Erster GertchtSjrhrerber des Königliihen Amtsgerichts.

[25654] Aufgebot. _ Der Johann Stricker zu Lohne hat Wegen angeb- lichen Verlustes der ihm ertb-eilten Ausfertigung emer_vo11 dcn EHeleuten Hermann WaterbölÜer und Henrtka, geb; Engbsrs zu Uelsen für ihn auSge- stellten notaxteüen Schuld- und Pfandversckyreibung vom 24. Marz 1871 uber ein ihnen gegebenes Dar- lehn von 100 Fl._ oder 166 .“. 67 .H mit Vermerk der erfolgten Eintragung in das ypothekenbuch des hiestgen Gerichts Bezirk 11„ btheilung 1., Band U., 170]. 203 pag. 228 Nr. ()' behuf Kraft- [vSerklärun das Aufgebot beantragt. Der Jri aber der Urkunde wird daher aufge- fordert, spatestens in dem auf den 17. September 1883,

Morgens 11 Uhr, anstehenden Y_ufgebotstermine seine Rechte anzu- meiden und dlZ Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die KrastloSerklarung der Urkunde erfolgen wird. Neuenhaus, den 5. Junius 1883.

Königlich Prcußi1ches Angericht. ].

[25653] __ Aufgebot. L_Tcr chtnszjcr Neesekcr zu Bcntbrim als Ver- N'Ü11€!_dck gc111l1chc11 Rentamts-Kaffc der Grafsäoaft Bcnkhxtm haf Wegen angcblicbcn Verluste? dasAuf- Jrlxrr der von den Ebrleutcn Kolon Jan Albert .irmk und De[c_, Keb. Egberink, zu Baucrbausen, de_r_ sedachten Kasw über ein ihnkn als Darlrbn bc- [111111116 und _1111t 3x 0/9 zu verzinsendxr; Ablösungs- kapital 111111 550 Thlr. oder 1650 „46, vor dem Notar Zslozkxxm 2951101111111er 1855 aUSgcstcUth und am 50. de11€lbcn M0nat§ in daI Hypotbckcnbuch dcs urxkcrzmchyctey Gerichts_ cingetrMcncn Sebuld- und Pfand1*er1chrr1bu11g bebus iHrcr Kraftloscrklärung bc- antragt._ Der Inhaber der Urkunde wird aufgefor- dert, [katrstens in dem auf den 17. Septctztber 1883, Vormittags 11 Uhr, ror dcm uzitcrzßtchnctcm Gerichte anbcraumten Auf- acboTx-tcrmmc 1c111e_R1chtc anzumelden Und die Ur: kunde vorzulegen, 1v1drigknfalls dicKraftloFerklärung dcr Urkunde erfolgen wird. Neuenhaus, deri 5.J11ni 1883 , Komgltkbcs A111t§gcricht. [. S*Udcndorf.

[25645] _ __Aufgybot. Pts anna Grbrudcr Funk in Rudolstadt Hat das Au111€l10t 6111-71“ am 9. Oktobrr 1882 Vom Tischler- meister Gusxar Gräfe zu Kolkwitz an eigkne Ordrs a11f dcn Prxnbaixcr Bernhard Lur'bier gezogenen, an d_1€_A1ijrag1thcrin girirtcn, am 1. Noyernbcr 1882 [_alitgeri und angeblxcb Ocrlmcn aegaUgcncn Wechsels 111101: 45_Mark bca11_tragt. Der Inhaber der Urkur-dc !k'ird «111191151111, ipätcsicxis in dem auf Dienstag, den 18. Dcxembcr 1883, _ Vyrmittags 9 Uhr, vor rcm _11nte*_rz_ctch11eten Gcricbt anberau111fcn Anf- ;161301131911111116 [61116_N6ch16 a113umchd€11 und dir Ur- kunde vorznlcgky, wrdrigcnfaiis dic Kraftldscrklärrmg dcr__Urkundc erfolgen wird. Saqlfeld___i. T_h.dr11 4. Jnxii 1883,

.Hcrzrglich «.=-M. AmeU-riciyt, 2111111. 1.

M Groß.

1256-19] _ Aufgebot. Dcr Kauxmann H. Ai1€nbach „311 Nanlerre, Qcpqrt-xmcxu de _la Sonne, Frankrcick), vorfrli'sn durcb Rcck11§an1valt Rtff dabicr, gemäß Vollinachk 1113111 1._November _1882, hat das Aufgcbot zivcisrPfand- (:riéfe der_Afxicn-GcscllsÖUFT für Boden- und Kom- manalkrcdit 111 (»Zlsaß-Lotbringen mit dem Sine 111 Straßburch1„ CULT ]. 111113. ('“-. Nr. 4863 11. “4864 111161; [e 500 Fram's :: 400 36 der 4730/11 Mand- b11812111§1110 vom Jakre 1873, 11011 1111118211 [eßtersr bc: der_Zrchng vom 1,J.*.11u.1r 1882 ausgéloost' wdrdc1111t,_bca111ragt. Der Inhaber dor Urkundc Wird a11111cwrdch, 111518118118 111 dcm auf Mittwoch, den 2. Januar 1884, Vormittags 10 Uhr, vor dem Unterzeichnctcn Gerichte, Gutenbergplatz 10, _Stßungssaal, anberaumten Aufgebotstemnine [cine Rechte a11zume_lden unk dis Urkunde vvrzulogen, 1_v1drigenf_alls die Kraftloserklärnng der Urkunde er- folgen wrrd. Straßme, den 4311111 „1883. as Kaiserliche AmtögeriÖf. _ gez. Bochk0[L. Beglaubigt: Der Amtögcrtcßxösckyreibcr Minetfi. [25648] _ Aufgebot. _Dte W1t_t:vc Dorothea (81511613 gsborcne Hütkésl, fruher x_u Lusen, 1281 zu_ (Schönebeck Wohnhaft, Hat 11116 5211111111101 dkr_Prioritats-Obligatidn ]. Emisfion 91.1". 23105_(1_n Bukbstabrn: Drkiundzwanzigtausend- Zmbundertfuni) der Rhein-Nahe-Eisenbahngesellsäyaft 11er _embundcrt k«Ybalcr oder einhundertfiinfitnd- [tcbe1_1ztg Guldkn suddeutsckoer Währung verzinslich zu_ 42 5])_rozc111: beantragt. Der Jönk-aber der Urkunde wrrd aufgefordert, spatestens in dem auf Donnerstag, den 20. Januar 1887, Vyrmitüags 11 "Uhr,

vor_dcm_ unterzetchneten Gerichte 1111 ordentlich-r Gerichtsjtclle anberaumtén Auf eboéstermine seine Neck1_te anzumeldcn und die Erkundé Vorzulcgen, wtdrtgenfxtlls die Kraftlr-serklärimg der Urkunde er- WMW wird. Colu__, dcn_ 5. Juni 1883.

Kontgl1ches Amthericht. Atheilung 111.

Zur Beglaubiguyg: Kump, Kanzleirath, Erster Gerichtsschrchr des K11l. Amtßgericbts.

[25647] _ _ Aufgebot. Fraulem _Emtiie Clxve zu Braunschtveig Hat die Kraftloserklarung dcr ihr angeblich im Herbst“ 1879 abhanden gekonimcnen Bergiscb-Märkiscben Eisen- bahn-Stammaktteri Nr. 110 880 und 259 743 bean- tragt. E? wird bi-xrdurcb der et1vaigeanabc1zd-i1s9r Werthpqprerc aufgefordert, bei dem unterzeichthcn Amthertcbte, und zwar [pätcstens in dem vor dem- selben auf Freitag, _deu 1. Februar 1884, Vor- mittags 1 Uhr, _1m S1 ungssaalc anberamntcn Aufgebotsxermmc seine Re te anzumelden und die Werthpapierc vorzulegen, widrigenfalls ch Kraftlos" erklärung der leßteren erfolgen wird. Elberfxld, den 7. Juni 1883". Königliches AmtsYerickyt. Abtheilung 111. _gez. öbbecki'. Fur die Richtigk-sit: Dcr Gerichtssckxrribcr:

[2 “17] In der Au1chrgtschc11 AUfICbOL“s.1ÖL 17. 5-“82 crant 1.1.18 Königliche A1111§gcrick1 77.1178111111 d11rch den Amtérnbtcr 1)1'. OMrald 111: RC,'."'.: 1) der _Scbiffcr Und Zimnwrmcmn Id:»,axn Auschrat (aucb An'chra genannt) 11-711 Trappoencn wird für 1911 cFJf'lärFtL :.) ie 1111211 ch Aafgcbth'crfaHrcns “111d aus dem Nachlafe dcffcibcn ;„11 6111116111110", ] Wisckjwil], den 21. 371111 1883.

Königiickxcs A1111§gcricht. [25642] Durck) V1?chlUf:_d€6 :121101311531121171 A111t§ge11cht§ vom 5. d. MTH. 111 der Handarbeiter Ernst Robert Fischer aus Lindenthal, „3. Zt. in der Arbeitsanstalt zu MocYcrn untkrgcbrnäzt, 111111211 Versch1vendang 611_11?_11111d1gtr1*ordc11, 11.16 andurch bekannt gemacht 11111 . in_pzkg, dcn 7. Jimi 1883. Koniglickxcs Amtsxxcrickxt, Abthciluug 7.- Section ]. (l]xterschrift.)

[25484] _ __ In SMW chParttku11ch Ern]: (»Tk;r1str*.“';) Hamps z.11?“2141“1c11, Kiagerks,

(LK?" dmx Hz_ndarbsitsr Louis ©1111? ;111d dcsscm (»Mcfi'au Friedertkc, 1115. F1111ke, aus Bdrcndkn, Bcklagfc, , Wegen Forderung, 1911611 im 28192 der 4311114158- 110Ust_r_cckung_narhéßcnammtc J'mmobiliew, als: *12_ 1111 er 511811111111111'1“ 173 [111€ 6118 1.11 (* Rmk)cstclic, brstchcnd 5:18 W_______________g 331111715111, HauSgarten, Kub- ;111d S111111cim'stailz111d z(1171181111 __ Zybcbörgngsn, * 017811111112 mci1ibictcud NcrthIsririg werkaxét werden und rst 311 diciem chch Tcr111111 (111? * , Mittwoch, 8. August 1883, _ _Morgcns 10 Uhr, 111 Bovcndcn 1111_B111“;1drrf*sck1€11 Wir15§kxax1sr a-1gc- 11151, Wozu Kauslicbbadcr 11111“ dcm 071611711211 gcladcn erdcn, daf; bci 11112111 ax1x11'111nbarcn (5,11er 1111 crttcn T_cr111111c Z111chla11 (11111111 WELÖM WU. Zuglcrck) wexdcn Pliko. 1111111: 1111 diesen “3-11- mobiiiexi E1J2111511111§q 37.111711], ichrcckleichc, 111111- _kom1111s1ar11che, Psand- 1:11d 1111d1'1c Dinglickw 57118111, 111§bßxondere auch Scrvitaxm 11118 Realbcrkckykégmxgcn bea111pr11chc11, aufgefr'rdcrt, dirsc Rechte am“ Dienstag, den 31. Juli 1883, _ __ _ Morgens 10 Uhr, 61111 111111111111 Ecréchtc 11.1 chiß 1111111 Vorl-3g1mg der drescchn_ begrixndcndcn 1111511175111, a11311mcldcn, ais Widrigensakis dic1c Rcäéfc 1111 Vcrkxäikxif; 2.1.1111 11111111 Erwxrber r*?rloren geben. ' Göttingen, _den 30. 5.1.1151 1883. Komgliches Amtögcxicht. 11".

Wagemann. [25519] _Jm_ Namen des Königs: „511 der Kemmy'Wen Aufgedotssachc

"“" . 3/8“ -- erkennk das Königliche Amts cri t “* 9- -- durch Den AmtSrichtcr SteinßaZscrédaza NcYcUlgrg

:c. _ für Rcht:

1) Die Hypotbexxnurkunde 1111111 14.05.3311 1852 aus Welcher fur die 3 Brüder Fricdrich,eri11rich, und AuZust Patch zu Frcr-cnstcin auf dem Grundstncke Band 1. BWT Nr. 37 Seite 369 111111 Freyenstem AbtbciLung 111. Nr. 9 _ _ 15_(_) _;Thach :_450 „16 ernxgragen ? rn, w rd iir kra tlos crkxärt; d1e_.R*oste1_1 des AufgebotsvcrfaHrfens werden dem Bgckcrmcistex Carl Mann 1111d Johann Peters zu__Freyens_tcm je zur Häißc anchcgt.

Bon Rcchts Wegen.

MeyenburYden _4. Juni 1883.

. 1.0nigltches Amtsgcricht.

[25512] m Namen des Köui Z!

Auf den Fnjrgg des früheren Weßcrs cht Birg- manns August Hdffmay't und seiner Ehefrau Mcwie, geb.-Hoffma11n,_zu Heide in Wcstpbaicn 1116 den Hypothekenglaubtgern, erkennt das KönigLiÖe Amtsgericbt 511 515111. Wartenberg durch_ dcn Amtöriibtcr Grütjnkr

fur RWL:

Das ypotbekcninstruurcut 137.111. die auf dem Grund uchblattc Nr. 180 24121111 in Abthei- lung 111. unter Nr. 2 11111 dcm GutSantl3111e __des Johann HZffmaxm a11§ *kcr gcrich1lichrn Urkunde Vom 11.275113 1869 zuiolge Verfü- mrng von demselben Tagc 1111“ die Töpfcr Wil- [1111111111111 Johanna, geln Hoffmann, Kretschma- sckcn_ Ebchutc cinactraai'nc und 111111) cincr Zwisbcnccsjwn (1111 29. Mai 1874 auf die ker- chltchtc Quartalbürgcr Und chcr H;)Fmann _Martc, geb. Hoffmann, :xnd dercn Ehrmann Uiigust O_Joffmarm zu YraLin Umgescbriebcne mit 6 Yrozxnt vcrzixrsiicyc Darlehnöfärdcrnng *.*-„13392? _?alex _1r/ind_fur kraftlos erklärt.

19. o_en e er a rcns 1r , - stcÜeriDauUrlegkR !) erdcn den Antrag _ on . echts chn.

D1escs Erkenntnis: ist am 30.51.1113 1883 11--

kündct worden.

P. Wartenbxrg, den ?. Iuvi 1883. Konigliches Amtsgericht.

Gerichte zugelaßrnen nwalt zu bestellen.

Sudendorf.

Dehne.

(Grüttner.