1883 / 160 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 11 Jul 1883 18:00:01 GMT) scan diff

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Privilegium

De en Ausfertigung auf den Inhaber laixtender Kreis- Ünleibescheine des Kreises Pinneberg im Betrage von 845000 „“.

Wir Will] elm, von Gottes Gnaden König von Preußen 2c.

Nachdem die Vertretung des Kreises Pinneberg auf den Kreiß- Lagen am 23. September und 13. Noyembér 1882 beschlossen bat,d1e zur Ausführung des Baues der Marichchaussce erfordcrlicben Mittel im Wege einer Anleihe zu bcichaffen, wollen Wir auf den Antrag der KreiSvertretung: _ _ _

zu diesem Zwecke auf ichn _Inbaber lautende, mti Zirisscbemen versehene, Seitens der Glaubiger uakündbare Anlcibescheine im Betrage von 845000 .“ ausstellen zu dürfen, da fich hiergegen weder imJntercffc derGläubiger 110€!)de Schuldner envas zu erinnern gefunden hat, in Eemäßbeit _dcs_ §. 2 des Geseyes vom 17. Juni 1833 zur Ausstelluno von Anleibxickxemet) 31.1111 Betrage von 845000 „46, in Buchstaben: *Ucbtbundertfunfundvicrztg- tausend Mark, welche in folgenden Abschnitten: 400000 „46 zu 1000 „M, 245 000 „, , 500 200 000 . . 200 .

zusammen 845000 „46. _ _ _

nacb dcm anliegendcn Muster außzusertigcn, mit vier Prozent jahrlich zu verzinsen und nach dem festgestellten Tilgungsplan mittelst Ver- loosung jährlich vom Jahre 1883 ab mit wenigstens einem Prozent des Kapitalcs, unter Zuwachs der Zinsen von dxn geiilgten_Schi_1ld- Verschreibungen, zu tilgen smd, durcb gegenwartigcs Privilegtum Unsere landcsbcrrlichc (Genehmigung ertbcilen. _

Die Eribeilung erfolgt mit der rcchtlichen Wirkung, daß em jeder Inhaber dieser Anleibcicbcinc die daraus bervvrgegaxigenen Rechte geltend zu machen bringt ist, ohne zu dem Nachwei1e dcr Uebertragung des Eigentbums verpflichtet zu icin. _

Durch vorstehendes Privilegi'im, welches Wir vorbehaltlich der Rechte Dritter crtbeilen, wird für die Beiriedigunxi der Inhaber der Anleibcscheinc eine Gewährleistung Seitens des Staats nicht übernommen.

Urkundlich unikr Unserer Höcizstcigcnbändigen Unterschrift und beigedrucktem Königlichen Jnficgcl.

Gegeben Bad Ems, den 20. Juni 1883.

([.-““.) Wilhelm. rbn Puttkan'cr. ron Sibbiz.

Provinz RegiernngHbezirk SÖleswig-Holstein. _ Schleswig. Anle_ibe]chein des Krei1es Pinncbcrii. . . „te AuGgabe Buchstabe . . . . Nr. . . . über Mark Rcicbéiwäbrung. AuSgeierTigi in Gemäßbeit des landesherrlichen Priviiegiums vom 20. Juni 1883 (Amtsblatt der Königlicbcn Regierung zu SÖleSwig vom . . ien ...... 1883 Nr. . . Seite . . . und Gcseß-Samm- _ lung für 1883 Seite . . laufcnde Nr. . . .).

Auf Grund der von der Königlich Regierung in Schleswig genrbmigien Kreistagsbescblüffe vom 23. Sspiembcr und 13. November 1882 ivcgen Aufnahme ciner Schuld von 845000 Mbricnnen sich der Landratb und die iinierzeiÖUetcn Hichu Von der Kreisvrrsamm- lung des Kreises Piimcbcrg gewählt?" drei KreiÖtagSmitglicder Na mens des Kreises durch diesc, für jeden anabcr giiltige, Seitens des Gläubigcrs unkündbare VcrsÖreibung zu einsr Darlcbnsickyuld von . . . . Mark, welche an den Kreis baar gkzablt trorden und mii vier Prozent jährlich zu vcrzinien ist.

Die Rückzahlung der ganzen Schuld von 845 000 .“ erfolgt nach Maßgabe des genehmigten TilgungßplmeT miticlsi Verloosunß der Anleibescbeine in den Jahren 1883 bis 1111310118115 1926 einscivließ- lich aus einem Tilgungssiockc, Welcher mit wenigstens Einem Prozent des Kapitales jährlich untcr Zuwachs drr Zinseri yon den getilgtcn Schuldberschreibungcn gebildet wird. Die Auslboiung geschieht in dem Monate Juni jeden Jahres. Dem Kreis: bleibt jidoch das Recht vorbehalten, dcn Tilgungéstock zu bcrstärkcn, odcr ami; ?ämmt- liche 11011) im Umlauf befindlickxc Anlcil)c1chrinc auf Einmal zu kündicicn. _ _

Die durcb die verstärkte Tilgmig ersraricn Zinien irackck;en eber- falls dcm Tilgungéstocke zu. _

Die außgelvosicn, sowic dic grkiindigien Schnldvericbreibungen Werden unter Bczricbnung ibrcr Buchstaben, Nummern und Beträge, sowie des Termins, an Welchem dir Rückzahlungxrfolgen sol], öffent- lich bekannt gemacht. Disse Bekanntmachung erfolgt sechs, drei, zWei und einen Monai vor dem Zahlungsicrmine in dem „Deutschen Reichs- mid Preußischen Staats-Anzeiger“, dcm Amtsblatt-.-, der Königlichen chiérung zu SchlCLivig und dem Krkisblatte des Kreiies Pinm'berg. _

Gebt cines diescr Blätter ein, 10 wird an dessen Stati" von der Kreisverirz'wx-U mit (Henelxmigung drr Königlichen Regierung zu Schleswig em andkrcs Blatt bestimmt. _

Bis zu dem Tage, wo solchergestali das Kapital zu entrichten ist, wird es in Halbjäbriicbcn Terminen, am 2. Januar und am 1. Juli ron heute an gerecbnkt, mit vis]: Prozent jährlich berzinst.

Die AuZzablung der Zinsen und des Kapitals erfolgt gege_n bloße Rückgabe der fäliig gewordenen Zinssckyeine, beziehungsweiie dieser SchuldVerschreibUng bei der KreiÉ-K'ommunalkaffe zu Piimeberg und zwar auch in der nacb dem Eintritt dcs Fälligkeitstcrmins fol- genden Zeit.

Mit _ der zur mepiangnabme des Kapitals eingereichten Schuldver1chreibung find auch die dazu Zebörigen Zinsscbeine der späteren Fäliigkeitsterminezurückzuliefern. Fur die febl-snden Zins- scheine wird der Betrag vom Kapitale abgezogen. Die gekündigten Kapitalbeiräge, Welche imerbaib dreißig Jahren nach dem Riick- zahlungsiermine m_cht erhoben werden, sowie die innerhalb vier Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, iii wi'lchem fi? fäklig geworden, nicht erhobenen Ziusen Verjäbren zu Gunsten des Kreises. Das Auf- gebot und die Kraftloßerklärung verlorener oder vernichteter Schuld- bersrbreibungen erwlgt nach Vorschrift der §§. 838 und folgende der Civilprozxßordnungxfür das Deutsche Reich vom 30. Januar 1877 (R. Ge]. Bl. CH. 83), bezw. nach Ö. 20 des Ausführungs- aeseßes zur Deutschen Cwilprozeßordnung vom 24. März 1879 _ Geie Sammlung Seite 281.

insicheine können Weder aufgeboten noch für kraftlos erklärt Werden. Dock) soli Demjemigen, Welcher den Verlust von Zinsschcinen vor Ablauf der vierjährigen Verjährungsfrist bei der Kreisverwaltung arzmeldet und den stattgebabten Besitz der Zinsscheine durcb Vor- zeigung dcr Schuldverschreibung oder sonst in glavbhafier Weis:: dar- ihui, _nack) Ablauf der Verjährungsfrist der Betrag der angemeldeten und bis dahin nicht vorgekommeneii Zinsscbei'ne gegen Quittung aus- gezahlt _Werden.

Mit dieser Sckouldverscbreibung smd halbjährliche Zinxscbeine bis zum Schxuffe_de_s_J_abre6 . . . . angegeben, die ferneren Zinsscheine werden fur fuxifxabrige Zeiträume aUSJegeben werden. Die Angabe emer_neue1_i Reihe von insscbeinen erfolgt bei der Kreiskommunal- kasse tn Pmneberg,_gegen Ablieferung der, der älteren Zinsscheinreibe beigedzucxten Anweisung, Beim Verluste der Aniveisung erfolgt die Aushandigung der neuen Zinsscbeinreihe an den Inhaber der Schuld- verschreibung, sofern deren Vorzeigyng rechtzeitig geschehen ist.

Zur Sicherheit der hierdurch eingegangenen Vcrpflickptungen basic! der Kreis Mit seinem Vermögen und mit seiner Sieuerkraft.

Deffxn zur Urkunde haben wir diese Ausfertigung unter unserer Unterschrift eribeilt.

Pinneberg, den . . ten .......

Der Königliche Landxaib. Die kreisständiscbc Kommission.

_Anmerkung: Die Anleibcscheine sind, außer mit den Unie:- fcbriften des Landratbes und _der drei Kreistagsmixglieder, mit dem Siegel des Landratbes zu verkcben.

Regierungsbezirk chleswig.

Provinz Schleswig-HolsteiJ_n„__

zu der Schuldverschreibuna des Kreises Pinneberg . . . te AuLgabe Buchstabe . . . . Nr. „_ . . über . . . . . Mark 111 . . . . Proient Zinsen über ..... Mark . . . Pf.

Der Inhaber dieses Zinsscheines empfängi gegen dessen Rückgabe in der Zeit vom 2. Januar (bezichungßtveise) 1. Juli 18 . . ab die Zinsen der vorbenannten Schuldverschreibung fur das Halb- 'abr vom ........ bis ........ mit . . . . Mark . . Pf. ei der Kreis-Kommunalkaffe zu Pinncberg.

Pinnxberg, den .......... __ _ _

Der Königliche Landratb. Dic kreisständiicbe Kommrsfion._

Dieser Zinsscbein ist ungültig, Wenn deffcn Geldbetrag _ntchi innerhalb vier Jahren nach Ablauf dcs Kalenderjahres dcr Faliigkeit erhoben wird. _

Anmerkung: Die Namensunicrichristen können mit_ Leitern oder Facfimilestcmprln gedruckt Werden; doch muß jedcr ZmSicbi-in mit der cigenbändigcn Namensunterschrift eines Kontrolbeamtcn ver- sehen werden.

Regierungsbezirk

Provinz . Schleswrg.

Schleswig-Holstcin. _ A n w e i ] u n_ (1 zum Anleibcscheine des Krliiés Pinneberg ..... AuSgabe Buchstabe . . . . . Nr. . . . . über . . , . Mark.

Der Inhaber dieser Annwisung cmpfängt gcgen deren Rück- gabe zu der obiacn Schuldvcrsrbrcibung die . . te Reihe von Zins- scheincn für die fünf Jahre 1 . . . bis 1 . . . bei der KrciS-Kom- munalkaffe zu Pinneberg, sbfcrr, nicht rechtzeitig von dem als solchen 1ch auSMisendcn Inbabcr der Srbiildrersrhreibung dagsgen Wider- Prucb erbobcn wird.

Pinneberg, dcn ........... _ _

Der Köniciliibc Landratb. Dic krcissiändi1che Kommisscbn.

Anmerkung: Die Namensunierscbriftcn können mit Lettern Oder Facfimilcstcmpeln iicdruckt Werden; doch mus; jede Annwisung mit der cigcnbändigkn Namensunierschrist cines Kontrolbcamien ver- sehen werden,

Die Anibcifung ist zum Untersibicde auf der ganzen Blaitbreite unter den bcidcn 11313101 Zinsscbcincn mii davon aiWcicbcndcn Lciicrn in nachstehender Art abzudruckcn:

ier Zinsschcin. , ichinSschcin,

Antvcifung.

Ministerium der geistlichen, Unterrichts: und Mcdizinal-Angelegunheiten,

Der Oberlehrer Ur. Schnippei vom (Hroßi;erzoglichx:71 Gymnasium in Oldenburg ist zum Oberlehrer an das Real: gymnasium in Osterode berufsn nnd der ordentliche Lehwr 1)r. __Gawanka an dieser Anstalt zum Oberlehrer befördert wor en.

Finauz-Minisierium.

Die Ziehnng der 4. Klasse: 168. Königlich prcußiicher Klaffen-Lotierie wird am 20. Juli 0. J., Morgens 8 Uhr, im Ziehungssaale des, Lotteriegebäudss ihren Anfang nehm-m.

Die Erneuerungswoie, sowic die Freiloose zu diese? Klose sind nach dsn §§. 5, 6 und 13 MS Lotterikplans, unter Vorlegung dcr bxziinliclwn Loose ich der 3. Kiaffr, bis zum 16. Juli d. I., Abends 6 Uhr, bei Verlust dss Anrechts einzulösen.

Berlin, den 10. Juli 1883.

Königliche Gensral-Lotterie-Direktion.

Kriegs-Ministerium.

Der Militär_-ZntendanturzSskretär _Sperbeéx vom 17. Armee-Corch ist zum (H?hemwn Expedirenden Soekretär und Kaikulator 1111 KELLgstiUUstLrLUM crtmnnt wordkn.

Haupiverwaliung drr StaatSsÖulden.

Bekanntmachung.

Bei der heute in Gegenwart eineß Notars bewirkten Verloosung dEr fiir das lauftnde Jahr zu tilgenden Stamm- Aktien der Niederschle“)isch-Märkisck)en Eisenbahn sind dir» in der Anlage aiifgeführtsn 1667 Stück gezogsn worden.

Dieselben werden den Besißern mit der Aufforderung gi-„kiindigt,

den Kapitalbetrag zugleich mir; den Zinsen für 131165

2. „Halbjahr 1883 vom 15, Dezember. d. I. ab gegen Quittung und Rückgabe der Aktien nebst den dazu sie- hörigsn Anweisungen znr Abhebung der Ziusscheine Reihe 1.1. bei Der Siaatéschulden:Tilgungskasse hierselbsi, OranienstraßeÉ-4, zu cxxheben. Die Zablung erfolgt von 9 Uhr Vormittagcx- bis 1 Uhr Nachmittags mit Ausschluß der Sonn: und Festtage und der leßten drei Geschäftstage jeden Monats,.

'Die Einlösung sieschiehi: auch bei dm Regirrungs-Haupt- kafferx, den Bezirks-Hauptkaffen der Provinz Hannover Und der Kreiskasse zu Frankfurt a. M. Zu diesem Zwecke köiinen die Aktien nebst ZinssckLin-Anweisiitic.eii einer dieser KÜffLU schon vom, 15. November d. I. ab eingereicht werden, welche sie der Staatsschuiden=Tiigungskasfe Zur Prüfung vorzulegen hat und nach erfolgter Fcftsteiiumg die Auszahlung vom 15. De- zember “0. I. ab bewirkt.

Vom 1. Januar 1884 ab hört die Verzinsung der gekündigter: Dokumente auf.

„Zugleich werden die bereits friiher ausgeloosten, auf der Aniage verzeichneten, noch rückstänbigen Dokumente wiederholt und mit dsm Bemerken aufgerufen, daß deren Verzinsung bereits mit dem 31. Dezember diss Jahres ihrer Verloosung aufgehört hat.

Der Betrag der etwa fehlenden, unentgeltlich abzuliefern- den Zinsscheine wird von dem zu zahlenden Kapitalbetrage zurückbehalten.

Formulare zu den Quittungen werden von den oben- bezeicbneten Kassen unentgeltlich verabfolgt.

Berlin, den 2. Juli 1883.

Hauptverwaitung der Staatsschulden. Sydow. Hering. Merieker.

_ Angekommen: Se. Excellenz der StaatS-Minifter und Minister für Landwirthschafi, Domänen und Fr-rsten Vr. Lucius.- von Hamburg.

Die Nummer 19 der GesesxSammlung, welche von heute ab zur Ausciabe gelangt, enthält unter

Nr. 8938 die Verordnung, betreffend die Ausführung des FH" 5 der Verordnung wegen der Einführung der preußischen

eseßgebung in Betreff der direkten Steuern in dem Gebiete

der Herzogthümer Schleswig und Holstein vom 28. April 1867. Vom 7. Mai 1883; unter

Nr. 8939 dem Ailerhöchsten Erlaß vom 25. Juni 1883, betreffend die Auflösung der Königlichen Eisenbahnkommisfion in Berlin, und unter

Nr. 8940 die Verfügung des Justiz:Ministers, betreffend die Anlegung des Grundbuchs fiir den Bezirk des Amts- gerichts Neuenhaus und fiir einen Theil der Bezirke der Amts- gerichte Hannover, Jsenhagen, Liebenburg, Münden, Osterholz und Quakenbrück. Vom 27. Juni 1883.

Berlin, den 11. Juli 1883.

Königliches Geseß-Sammlungs-Amt. Dioden.

Personalveränderungeu.

Königlith Preußische Armee.

Ernennuxigcn, Beförderungen und Verießungen. I'm aktiven Heere, Ems, 3. Jiili. Recken, Pr. L1. 8 1a. suits dcs Grcn. Regis. Nr. 3 und Milit. Lehrer bei der Haupt- Kadeitenanstalf, zum Haupim. befördert. v. Marsckoall, Sec. Li. rom Hus. Regt. Nr. 12, in das Rerik. der («Hatch du Corps verseizi. v. Pressenxin, 51111. v. Rautter, Sec. Li. 9.111 suits des Hui. Rezits. Nr. 11, in das 3. (Hardr-Ulan. Regt. einrangirt. _ 5. Juli. v. Heddcbrcck, (Hrn. Major und Commandcur der 4. Kav. Brig, in gleicher Eigsnschast zur 3 Kav. Brig. Versetzt. Manrhé, Oberst und Commandeur dcs Drag. Regis. Nr. 1, unter Stcliung 6 1a suite dieses Regis, zum Commandeur der 4. Kar. Brig, v. Thiele, Obcrst, brauftragt mit der Führung der 8. KUV. Brig, unter Belas. ii. 1a suits des Hus. Regis. Nr. 5, zum Commandcur diescr Brig., v. Kkmniiz, Oberst-Lt. und eiatsmäßig. Stabsoffiz. vom Drag. Regt Nr. 13, zum (Commandeur des Drag. chis. Nr. 1 crnanni. Frhr. v. Türcke, Major, aggrea. dem Hus. Regi. Nr. 2, als ciaismäfi. StabIofiiz. in das Drag. Regi, Nr. 13 cimangirt. v. Niescwand, Obersi-Lt. und ciatsmäß. Stabsofßz. rom Hus, ngi. Nr. 7, mit der Führung des us. Regis Nr. 13, unter Stcllnnq ?. ]8- 81110? dcfféxlbcn, braiisir-qi. Unold v. SÖüz, Major rom Hui. Regi. Nr. 4, unter Entbind. VOX“. dem Kommando als Adjut. bsi dem Gcncraikommando dcs )(. Armse-Corvs, als eiaismäfi. Stabsoffii. in das Has. Regt. Nr. .7 bcrsrßt. v. Rauch, Riitmcistcr and (Frikadrrn-Cbcf vom Ulancn'Regi. Nr. 13, als Ade- jniaiii zum (Gcncralkbmmando des )(. Armee-Corps kommandirt. Pappritz, Pr. Lt. vom Drag. Regt. Nr. 7, dem Regi., unter Be- fördcr. zum Riiim, «(.iircgirt. Forst, Pr. Li. aaareg. dcm Drag. Regt. Nr. 7, in das Regt. einraiigirt. Braun, Sec. Lt. von dems. Rerik„ zum iibcrzäiél Pr. Lt. befördert, _ Coblenz, 7. Juli. 1). U 11 rub, Major Wm 4. Garde-Grcn.cht., zum etatsmäsz.Stab6- offiz. ernannt. v 513111111111, Major aggrcg. dem 4. GÜTÖL'GTY'T. Rest., in das Regt. e'inr-kiiigirt. Frhr. v. Bleul, Pr, Li. Vom 4. (Hardc-Grcn. RUR, zum Hauptm. und Comp. Chef, Frhr.. v. Putifa 'ner, Pr. Lt. von dcms. Reis., zum überzäbi. Hauptm, v. Oidtman, Sci“. Lt. _ von dcms. RM., Frhr. v Sckwrlemcr, Scr. Lt. 9. 18. anits dcffclbcn Nrgis, zu Pr. Lis. befördert.

Jm Beurlaubisnstandc. (Ems, 3. Juli. Gorßiya, Pr. Lt. a. D., zulcyt Sec, Lt. vvn der Landw. Inf. des 2. Bars. Landw. chiI. Nr 5,1111ti'1'iicbcrwiis. zu den beurlaubten Offizn. des gen. LM'Ww.B018., (xls Pr. Li. mit einem Pateni vom 3. Juli cr. bei dcr Landw. Inf. wieocrangkstclit.

Abscbiedskcwiilignilgcn. Jm aktiven Heere. Ems, 5. Juli. 11, Miillendbrff, (Hen. Major und Commandeur der 3. Kab. Brig. in (Hrncbmiaung scinks Absckyiedsgcsuäyks, mit Pens., 11. Bülow, -Obi'1"“r imd Commandcur des Hus. Regis. Nr. 13, in (HMebMisilMg sciiics Abscbikdsai'suxhss, mit Pens. und der Regis. Unif., ziir Disp. gritcllt. _ Cbblenz, 7. Juli. 1). Derschau, Major vom 4. Ga1*de-Wrcn. Regt. Königin, als Oberst-Lt. miiPcnf. und der chtii. Unis„ v. Barton gen. 1). Stedman ]., Hauptm. .ind Comp. 0717-37" vom 4. Gardc-Grrn. Regi, als Major mit Pens. .ind dcr 71124116. Unis, dcr "ii'bsckxied bewilligt.

R11. (Königliai Säckxfisrjjes) Armee-Corps.

Ernennungen, Beförderungen und Verseßungen. Jm aktiver- Heerc. 26. Juni. Frhr. 6 Byrn, Oberst und Commanchr der; (Grin. RUTH. Nr, 101 unter Ernenmmg zum Com- mandrnr dcr Ini. Zkisi. Nr. 47, zum Gen. Major befördert. v. Tr'ciischkc, Obersi-Likwirxmiii im (Hsncralstabc, als Baits. Com- mandrur in dar; Gtr". Rigi. Nr, 100 vrrscigxf. Frhr. v. Hoden- bcrg, Obkkst imd Bais. Cbiiitiiatidritr im Gren. Regi. Nr, 100, zum Commandcur dcs Grenadicr-Ncginienis Nr. 101, LeuSmann, Oberst und Bats. Commandcur im Inf. Rcaimenic Nr 107, zum Commandcur des Inf, ngts. Nr. 106, v. Römer, Major und ei'atSrnäß. S-i.1b§bffi;. im Gren. Reni. Nr. 101, zum Batik. Com- nicxndeur im Inf. Regt. Nr. 107, v. Löbyn, überzäbl. Major in'. Grin. Regi. Nr, 100, zum etatsmäß. Stabsofsii. im GkC11.cht. Nr. 101, Msyer, Übcrzäbl. Major 1111 letztgen. Regi, zmn eiaismäß. Stabsoifiz. im Inf. Regi. Nr. 133, r*. W e r [ b o f, Maj. u. Comp. Chefim Gren. Regt. Nr. 100, 311111 iibcrzäbl. Major in diesem Regt. ernannt. 21 ster ]., Haurim. und Corny. Cbcf im Inf, ngf. Nr 105, zum überzähl. ngor im Inf. Regi. Nr. 103, Graf Viizthum V. (&ck- siädt, Pr. Li. im Gren. Regt. Nr. 100, kommmdirt ".m General- stabe, zum Hauptm. im Gcncralstabe, vorläufig obne Patent, beför- dert. Schubarth-Engeischal[, ckarakteris. Hauptru. im Jnf. Regi Nr. 105, zum ci'atsmäß. Haupttn. und Conti). (Chef, v, Bü- nau, ckarcrkieris. Pr. Li. im Jiif.2'1iegt.Nr.105, v. S_uckow, (barak- tcris. Pr. Li. im Jäger-Vat. Nr.13, zu etatsmäß, Pr. sts, miiPatenT vom Tage ibrcr (Tbarakterifiruna, ernannt. © ek)?, PQLt. im Gren. Regt. Nr. 100, Baasck), Puschcr, Pr. Lis. im Inf. ngt. Nr. 102, Weruxuib, Pr. Lt. im Inf. .“)irgt. Nr. 133, ein Patent ihrer Charge. Oeicr, Soc. Lt. im Inf. Regi. Nr. 100, v. Criegcrn, Sec. Li, im Srbiiizkn- (Füs.) Regt, Nr, 108, der_(bwarakWr nls Pr. Lt.rcr1iei)m. v. Polenz, Major und Etaisméißiger Stabs- Ofsizicr im Garde-Rsiter-cht., unter S_ieliung 5. 111 8111T8 des ]. Ulan. _Rrgts. Nr. 17, mit Führung dieses chis. beauftragt. Frhr. v.Vbnning-O'Carroll. Major _und EÉcadr. Chef im

us. Regt. Nr. 19, zum etatßnt. StabZoffiz; 1111 Gardc-Reiter-§ rgb, v. Buri), Major und CIcadr. Chef im leßigen. Regt., zum etatSmäß. Siabsoffiz. im Ulan. Regt. Nr. 18, ernannt. v. Fabrice, charakteris. Rittmeister 6.18. 8111b8 dcs Gardc-Reitcr-Ncgis., untcr Wi'itékém Verbkeibcn in der Stellung 9.13 811116 des Regiments, in seinem Kommando zur Dienstleistung „beim Militär-Bevolimächiigien in Bcrlin bsiaffrn, _ 2. Juli. v. KirchYach, Oberst und Com- mandeur dcs Hui. Regis. Nr. 18, unter S_teUung 5 113. 81111'6 dicses Regis., mit der Führung der 1. KZV. Brig. Nr. 23, Schultze, Major und ctatsmäß. Stabsbi'fiz. im Ulanen-Regt. Nr. 18, unter Stellung d. 13 8111136 des Hus. Rrgts. Nr. 18, mit Führung lcytgcn. Regis. beauftragt. von der Deche_n, v.Ze_zsci1wi13, Königipreuß. Sec. Lis. a. D„ als Sec. LtI. in der Königl. färbs. Armee, und zwar Ersterer beim Ulan. Regt. Nr._ 17 mit einem Patent vom 14. Oktober 1880, Lcytchr beim 2._Uian. Regi. Nr. 18 mit iinem Patent vom 11. Februar 1882, angsticÜt.

Jm Beurlaubtenstaudc. 26. Juni. Hecht, Schluck- 1vcrdcr, FUÖS, Frhr. v. Teubern, Altznburg, (Heßler, Langbein, v. Fixncke, Frhr. 1). Streit, Schilling, 137. v. Michendorf, Lammx'rt, Klopfer, Sec. Lts. dcr Res. dcs Inf. chts. Nr. 107, Steiger, Sabrcr “o. Sabr, SkC.Lis. der Res. drs Ggrds-Reiter-Regrs., zu Pr. Lis. der Res. befördert.

AhichledsbeWailigungei-i. Jm aktivenHecre. 21.Juni. v. Boy!,e, Gin. Major und Commarichr dc-r Inf. Brig. Nr. 47,

unter Verleih. des Charakters als Gen._Lt., v. _Scbönber _, Gen. Major und Commanreur der Kar. Brig. Nr. 23, v. Kes tnge_r, Oberst und Commandeur des Inf. Regis. _Nr. 106, _unter Verleih. des Charakters als Gen. Major, v. Gutbier, uberzabl. Major im Ini. Regt. Nr. 103, unter gleichzeit. Anstellung als 2. Stabsoffiz. beim Bez. Kommando des Res. Landw. Bais. Nr._108, v. Etn- iiedel, Oberst und Commandeur dcs Ula_n, _Regts. Nr, 17, o. Einsiedel, Major und EEcadr. Chef im Ulan. Regt. Nr. 18, v. Arnim, Pr. Lt. im Hus._Re;1t. Nr 19, unter Verlxib. des Charakters als Rittmeister und gletrbzctt. Arstell._als Bez.Ad1ut. bcim 1. Bat. Landw. Regts. Nr. 104, m Genebm. lbkek AbschteW- gesuche. mit der gcseyl. Pens. und dcr Erlaubnis; ziim Traaew der resp. Generals- bezw. Regis. Unii. mit den vorweichticbenen Abzeichen zur Disp. gestellt. _- 26. Juni. Bagel, Hauptixi. und Comp. Chef im Schüycn (Füs.) Regt. Nr. 108, in Genebm,1emes Gesuches mit der gesetzl. Pens. und der Erlaubmy zum_ Fortfragrwder Regiél. Uniform mit Inaktivitätsabzricbcn, dcr Abicbtcd betrilligt._ Frhr. r. Hausen, Pr. Lt. im Inf; cht. Nr. 104, in Genebnng. seines Abschirdsarsucbes, untcr Vcrlctl). des Cbgrakters *.*-ls Hauptm. und (ileiwzcit.“Anstcllung (113 Bez. X'idiut. beim 2. Bat. Landw. Y_icgts. Nr. 103, mit Pens. und Erlaiibmß zum Tragen der Regis. Uniform mit den vorgeschricbcnen Abzctchcn, zur Dish, grstelii. Krumpel, Sec. Lt. im Hus. Regi. Nr. 18, aus dem all_wcn Dtcnst auMeschieden und zu den Offizicrcn dcr R67. gen. Rchr» iibcrgctrctcn.

Yicsiiamiiicsjés. Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 11. Juli. Sc. Majestät der Kais er sind, wie „W. T. B.“ aus Konstanz meldet, gestern mit der Großhsrzogin, dem Erbgroßherzog und dem Prinzen Ludwig von Baden, sowie mit dem Kronprinzen und der Kronprinzessin von Schweden von Karlleuhe dort eing-Ztroffen. Am Bahnhof der festlich geschmückten Stadt wurde der Kaiser von dsm Großherzog von Baden begrüßt und auf dem Dampf- schiff nach der Insel Mainan begleitet.

Marmor-Palais, 10. Juli. 7 Uhr Abends. _ Ihre Königlickze Hoheii die Frau Prinzessin Wilijrlm haben in der vergangene-n Nacht ziemlich gtit ge- ichlaf6n; der Verlauf des Wochenbettes ist normal. Der ]unge Prinz befindet Sich ganz wohl. _ Schröder. Friedel.

_ Nach der im Neickxs-Eisendabant aiifgssioüicri, in der Ersten Beilage veröffentlichten Nachweis 111151 iiber die im Monat Mai 1883 auf deutschen Bahnen (aus- schließ1ichder bayerischen) beförderten Züge und deren Verspätungen wurden auf 44größeren Bahnen beziehiingH: weise Vahnkomploxen mit einer C1ssammtbetriebslänge von 30 038,87 11111 befördert an fahrplanmäßigen Zügen: 12 803 Courier: und Schnellzüge, 99366 Personenzüge, 56 367 gemischte Züge und 91 796 Güterzüge; an außerfahrplamniißigenZügen: 5088 Courier:, Schnelk, Personen: Und gémischte Zügr und 30853 Güter; Materialien: und Arbeitsziige. Im Ganzen wurden 690957 339 Achsiilometer bewegt, vor: denen 215 574 902 Achskilometer auf die fahrplainnäßigen Züge mit Personenbeförderung entfalleri. ES verspäteten von den 168 536 fa rplanmäßigen Courier:, Schnell:, Personen- und gemisthten iigen im Ganzen 1986 oder 1,18 pCt., (gegen 1,23 pCt. in demselben Monat de?- Vorjahres, und 0,45pCt. imVormonat). Von diesen Verspätnngsn wurden jedoch 948 durch 51162111wart8n vsrspätctsr Niischliisiziige hrrvorgerufen, so daß den aufgeführten Balmién mir 1038 Verspätnngen (=: 0,62 PCT.) zur Lair fallcn (9913911028 pCt. im Vormbnat). Ju demselbrn Monat des Vorjahres vorspiiteten aus den eigenen Streckkn der in Vergleich zu ziehendci: Bahnen von 159174 brfördsrten fahrplanmäszigen Zügen mit Perimwn- beförderung 1.055, oder 0,66 pCt., wiilzin 0,04 pCt. mehr. In Folge der Vsrspätungen wurdkn 393 Anschliiffe versäiiiiit (gegsn 322 in demselbrn Mona; deE Vorjahres und 288 im Vor- monat). Wird cine Gruppirnng der Verwaltungen nach der auf je eine Anschlußversiiumniß entfallrndßn Zugverspätun- gen vorgenommen, so kOMMLU in erstrr Reihe die Kiel- Flcnsburger EisMbabn (3 A11schluß-V21sii11mniffc auf 3 Verspätungrn), die EUtin-Lübscker Eisenbahn (] Anschluß- Versäunmiß auf 1 Vorspätung), die Posen :Creuzburger Eis-Mbiihn (1 Arischluß-Vkrsäumnif; anf 1 Vkrspätung) und die Recht9-Odernfer-Eisenbahn (10 Anschluß-Versäumniffe auf 1(,' Vrrspätungen) mit 1,00, während die Werra Eisen- bahn (1_ Anschluß=Versä11n1niß auf 13 Verspätungen) mit 13,00, die Hassiscbe Ludwith-Eisenbahn (6 Ll11ich1uß-Versäum= nisse auf 123 Verspätungkn) mit 20,50 und- die Badischen Staats=Eis2nbghnen (8 Anschluß-V9riäu1nniffe auf 174 Ver- spätungen) niit 21,75 die letzten SteÜen einnßhmen und bei 13 Verwaltungin, welche im Ganz?" 293 Zugverspätimgen gemeldet babrn, Anschluß-V€ry'iiumniffe Überhaupt nicht vor- gekommen iind.

_ Dem Kreiis Oschersleben ist durch Alierhöchste Ordre vom 1, v. Mis. fiir die im Bau begriffene Chciuffee von Vadersieben iiber Huy-Neinstedt bis zur Halberstadtcr Krei-Zgrrnze in. der Richiurig auf Athenstedt gegen Uebernahme der kiinftigkn chauffeemäßigen Unterhaltung derselben das Recht zur Erhebung des Chausseegeldes nach den Be- stimmungen des Chausseegeldiarifs vom 29. Februar 1840 Linschiießiicl) der in demselben enthaltenen Bestimmungen über die Brsrriunqen sowie der sonstigen, diSErhebung betreffenden zusäßlichcn Vorschriften _ vorbehaitiiw der Abänderung der sämmtlichen vorausgefiihrten Bestimmungen _ veriiehsn worden., Auch solisn die dem Chauffeegrldtarise vom 29. Februar 1840 angehängten Bestimmungen wegen der Chausscepolizeivergehen auf die gedachte Straße zur Anwendung kommen.

_ Durch Alieryöchsis Ordre yon: 6. v. M. ist genehmigt worden, daß der grüne (Hrabcn und dsr Münzgraben zu Berlin auf Kosten des Staates zugeschüttet und das

tT-ZtrZeignunch,recht auf diese Unternehmen angewendet €.

_ _ _ Der Kaiserliche Gesandte am Königlich griechischen 0079- Jreiherr von den Brincken, hat einen ihm Aller- h0chst o_etmliigxen Urlanb angetreten. Während seiner Ab- wesenheltiungtrt als interimistischer Geschäftsträger in Athen ILL? Lsgalwns=Sekretär Graf von Wallwiß.

"" Der hiesige Großherzoglich hessische Gesandte 01“. Neid- ZLYLZTschFLtitBtFiF nZit GUsrlcUZb verlassen. Während siziner 211 xs 9 ätc von derKöni [i baieri' en

Gssandtsthaft wahrgenommeii). g ck ) ?ck

Bayern. München, 9. Juli. (Allg. Ztg.) Das protestantische Ober:Konsistorium hat nun nach Ein- treffen der Alierhöchsien Genehmigung vorbereitende Anord- nungen zur 400 jährigen Ged ä cht n ißfeier des großen Refor- mators Luther getroffen. Jm Eingang der Entschließung heißt es: „Das Gedächtnis; des Mannes voller Kraft und Glauben, dessen Lieder in unseren Kirchen gesungen werden, dessen Katechißmus von unseren Kindern gelernt wird, dessen Bibelübersehung in Aller Händen sich befindet und in täglichem Gebrauche steht, lebt im evangelischen Volke. Das Jubelgedächtniß seiner Geburt wird alient- halben in Deutschland von der evangeliscken Christenheit festlich gefeiert; wir dürfen und wir wollen nicbtzuriickbleiben. Da der 10. November auf einen Samstag fiilit, so wird die Feier des dicéjiilziigen Reformationsfestes, das auf den 4. fiélé, auf den 11. November verlsgt, Und es soll damit die 400jährige Jubeifeier der Geburt Luthers vereinigt werden. Am Vorabend, d. i. am Samstag, dcxn 10. November, hat in allen lutherischen Pfarrkirchen ein vorbereitendkr Gottesdienst siattziifinden. Nähere Bestimmungen iiber die angeordnete kirchliche Feier, soweit sie nöthig erscheinen, werden erfolgen. Den reformirten Grmeinden bleibt ganz und gar anheim gegeben, ob und wie: weit sie sich den gctroffensn oder noch zu treffenden Anordnungen anschltßßen wolien.“

Sachsen. Dresden, 9. Juli. (Leipz. Ztg.) Auf Anordnung des evangelisch:lutherischen Landes- konfistoriums ist am gcsirigen Sonntage in ailen Loangelisch-lutherischen Kirchen dss Landes in die im alige- meinen Kirchengeber enthaltene Fürbitte fiir Se. Majestät den König ein auf die Erteilung des Königs bezügliches Dank- gedet eingeschaltet words".

Das „Dresd. Journ.“ theilt mit, daß dem Könige (außer schon friihxr angefiihrten Städten und Korporationen) bis heute die Städte Leipzig, Zwickau, Reichenbach i. V., Meerane, Großenhain, Schneeberg, Mittweida, Kamenz, Coldiß, Bernstadt, dis Proviiizialsiände der Oberlausitz, der Bezirksausschuß zu Annaberg, der Militärverein in Riésa, der Bezirkßlehrervcrein zu Stoilberg, der Verein ehrenvoll sntlaffe: ner Militärs in Mylc-u und die Gemeinde Böhrigen theils durch Deputationev, theils durch Telegramme aus 21:1laf3 der Errettung aus der jiingüen Lebensxzefahr ihre ehrfnrchts: vollen GLÜckwünsche überbracht haben.

Oesterreich=Ungc1rm Wien, 9. Juli Die von dem rumänischen Minister Siourdza an den österreichisckwn Gssandten in Bukar+:st, Baron Mayr, gerichtete Note zur Eriediguxia des rumänisch:österreichischen Zwischenfalls wird yon VVL „Wie'n. Abenbpos“ im Urtéxt veröffentlicht. Dieselbe kamst in der Uebsrseßung:

Herr Baron!

Uniikerlegie, zi: Iasi) aiisgciprocbcnc Worte bach ani die dstcr- rcichisch0mgarische Regierung einen brdaucrlicben Eimdrnci gemacht. Um dcnselbcn zu [)i'bkn, hat der ,Mdiiita'ur“ Link M*itibcilung zic- bracht, wclche dazu bestimmt war. deii Sinn urid dir T111dcl15 dicser Worte zi mißbiliigcn, Tiefe Mittbkiiuna ist dksiCiiiUixicéikMét ais dörspäict und Uilxix'U'iixikild Hriumdrn 1139175111. Die!“? chifel (111 der Aafrirhiigkcii ÖL!“ Erklirichn dcr Köniziicbcn chirrung kömicn uns nicht niir nicht' 1111881111er 16551771, fbiidcrn 28 liegt uns auch am Herien, ii? zii zersirciiöii. Dir Adiycicnixeii S1". Majestät des Kömigs x'nd die meine von der Haurrstadt verur- iachtcn eine_unfreiwiiiigc Vers.:ätung von einigen Tagen in Bczua aus die Erklarungrn, retirn cs nickxi an Aufrichtigkeit und Lbbaliti'it cheblt lyat; dcxm dic ?")isgicrung Sr. Majostät dcö.§1“öx:i,;§ bat niemals cine Haltung eingeiirmxncn, dic r=n dcr österrkirbiscb-ungarisch?" fiind- lich Abfichtcn bälle glambeii [Üffiii können. (Es ist in der That niÖt von heute, daß die RCJiei'mm Sr. Majcsiät jide mchscUiOc Auf- rcizunii, dic gegen die Sicherbéit U10 Rubc [*cnackzbarichicmton imd dctnznwigc aucb gcgen irie bsicrrci(;)isÖ-ungarisiben Provinzrn skricbist isi, vcrdammi, UJÖ- daß sie immer „informelles DeSarcu TMM hat zu Theil Werden [Men, dis: dem König AnspriicidcbätiM zusäzrxibsnkönnsik, die bsrerbiigte Ettipfiniéiicbkiii bcrrorrufrn könntcn. Unser? Haltung ist in jeder Hxi111icht beständig geivcscn und wir haben Libirciic gegrben, dai; Wir uns der Bczichngcn der Staaten unicrcinandcr und der Pfiicbi bewußt find die ibiicii bblisgt, Aßiiationkn von dcr Art, die gute Nachbarsciyafi zu ftörcn, nicbt zu dulden, Rumäniru und seine Regierung Mich, nachdem sie in. den Vcrbznd der unab- hängigcn europäischcn Staatrn eingetreten sind,dicse Varbaltimgslinic niemals vcrlaffcn, und bitte ich Sie, Hi!.kr Baron, Jhrcr Regierung davon die brsiimmtestrn Versicherungen zn gcbcn.

Ick chreife diese Gelegenheit 11. s. w.

Stonrdza m. 1).

Die „Wir". Abendpos bemerkt zu'dieser Note: „Wir können dicse Erklärungen des Kabinets Wii Bukarest mir mit aufrichtiger Befriedigung begrüßen, da die,» rumänische Regierung darin ibre durch die internationaan chixhungen der Staaten zu einand-.r gebotene Verpflichtung anerkennt und in positibsier Weise verspricht, Agitationen, welcbe Zecignet sind, die Be: ziehungen guter Nachbarschaft zu siören,nicht duldenzu onen. Wir sind in der Lage, gleichzeitig versichern zu können, daß die in der mitgctheilten Depesche enthaltsne Erklärung

Bukarrsi, 23. Juni (5. Juli- 1883.

der Königlich rumänischen Regierung bestitigte bedmwrliche Zwischenfall dazu betragen möge, gewiffen rumänischem Poli- tikern darzuthun, wie wenig patriotisch sine Haltung und Agitation ist, welche dem eigenen Landkmir Verle enheiten und selbst Gefahren einbringen kann und wie wiins enswerth im all emeinen Interesse ein aufrichtiges freundnachbarliches Ver: tm'ß wäre.“

FrobSdorf, 10.3110. (W. T. B.) Graf Chambord hat den Tag etwas ruhiger verbracht als die leßte Nacht, auch im Laufe des Tagss etwas geschlafen; der Schwäche- zustand dauert fort.

Innsbruck, 10. Juli. (W. T. B.) In der heutigen Landtagssisung wuroe vom Landeshauptmann eine Er- klärung der Majoritiit bezüglich der Glaubenßeinheii ver- lesen. Der Landtagsabgeordnete Wildaner protestirteNamens der Linken gegen die verlesene Erklärung und gab eine Gegen- erklärung ab.

Großbritannien und Irland. London, 9. Juli. (Mig. Corr.) Den gegenwärtigen DisPofitionen zufolge wird der Marquis von Ripon bis Januar 1885 auf seinem Posten als Vizekönig von Indien beharren.

_Am leßten Sonnabend eröffnete der Prinz von Wales das in Whitestreet, Finsbury, gelegene neue prächtige Schul- gebäude, das City of London College, welches den Zweck hat, jungen Handelsbefliffenen und Anderen nach den GeschäftSstunden Gelegenheit zur weiteren Ausbildung zu geben. Die Prinzessin von Wales, der Lordmayor und an-

dere _bqchgestellle Persönlichkeiten wohnten der Eröffnungs- eier ei.

-_- 10. Juli. (W. T. B.) Oberhaus, Der Staats- sxkretar des Auswärtigen, Lord Granville, erklärie auf eme_ Ansrage, von der französichen wie von der englischen Regierung werde die Verpflichtung des getroffenen Abkommens, wonach wedxr Frankrsich nock) Ekigland in den neuen Hebriden mterveniren dürfe, in vollem Umfange anerkannt.

Unterhaus. Der Präsident des Local Govsrnmknt Board Dilfe_erkl_ärte, auf eine Anfrage in dcm Jahren 1832/33 habe sich die Quarantäne als wirkungslos gegen die Einschleppung dxr Cholera erwiesen, es sei daher jeßt keine Quarantäne beabsichtigt. Dagegen sei ein System ärzt- 11che_r Jizspeknon und Deézinfizirung der verdächtigen Schiffe_ Eingeführt worden. Die aus Indien kommenden Dampfer, welche den Surzkanal passiren, ohne infizirte Häfen zu beriihrep, seien nicht vsrdächtig; ebenso seien auch wegen der Länge der Fahrt Schiffe aus Alexandrien, wo m_1_r em Choleramil stattgefunden, unverdächtig, außer wenn nch ein Kranker an Bord befinde. Unter-Staatssekre- tär Fißmaurice theilte mit, die Regierung habe keine Nach- richt von dem Ausbruch der Cholera in China erhalten.

Die aus Mitgliedern des Ober: und Unterhauses bc- stehende Kommission zur Vorberathimg drs Antrages, betreffend den Kanaitunnei, hat sich heut? mit 6 gegen 4 Stimmen gegen VEU Bau des Tunnels ausgesprochen.

_ Der Scbaßkanzler Childers erklärte, daß er, wenn das provisorisch2 Abkomchn iiber diss Erbauung eincs zweiten Suezkanals _ wie wahrscheinlich sei _ noch heute zum Abschluß gelangen sollte, die einzelnen Punkto. desselben mor: gen Mittag dem Hause mittheilsn werde.

_ __ 11. Juli. (W. T. V.) Chaplin beantragt die. Einiuhr von lebendem Vieh aus solchen Ländern zu verbieten, deren Gsseße nicht hinreichende Sicherheit gegen die Einschleppung von Viéhsbiichen gewähren. Arnold bekämpfte diesen Antrag diirch dsn Unterantrag, zu erklären, daß unter drn gegenwärtig-en Umsiänxrn eine sorgsame Durch- führung der bestehenden (Hefeße notthdig sei, aber keine neusn Geskßs. Mundella sprach im Namen der Regierung gegen den Amtrak; Chaplins. Dodson erklärte, die Regierung unterstütze din Unterantrag Arnolds und ssi auch mit Er: nennung eines UUtersuckzuncisaussciiuffes einverstandcn. Arnold zog hierauf seiiicn Unterantrag zuriick, Barclay beaiztraats die Ekiisiii'iiiiia eines U11tersuch1mg§au§schuffe3 Dieisr Antrag wnrdc mit 200 gegcn 192 Stimmen abgelehnt umd Cizcipiins Antrag (ingénommen.

_ Deni „Standard“ wird aus Paris vom 10. d. M. gemeldet, zw1schrn LeffepH mid dsr Lngiisckykii Rigierung sei ein Abk0111111611 getroffen 100170911, nach wrlchem. letztere ihren Einfluß bci dsregypÜsckwn ngierimg benußen werde, um die Konzsfston fiir einen neurn Suezkanal zu erlanaén und das:: hiLT'iU _erfordsrlickis Kapital zu beschaff€n. Die Kanai- g_€ssilyci)aft wiliixit in die Ernenming einrs engiiicheii Zsc- OffiziérS ZUM Griwral-Jnsbsktor dsr Kanalschiffabrt.

Frankreich. Paris, 93110. (Köln. Ztg.) Das Postdampfschiff „Ortis“ ist gkstern Morgen mit der chine- sifch211 Post vor Mari-ZiUE eingriroffen. E»; WUWL nach den Jtissin 11011 Fridiii gesund!, um dort seine QUarantäne 11sz: halten. Dis Regisrungsdepcickwn, Michi», der „Oqu“ mit: braci)ts,w1ird€n, 11c1chdem man sis d11rchräuchcrt, sofort nach Paris gesandt. Sie MLiOM, daß General Bonet, wscher bchitintlich den Obérßefehl in Tonkin fiihrt, brim Abgang ch Posiscbiffcs 2100 Mann unter seiiiem Befehl halts nnd sicher zu séin glaiibts, bis zur Ankmifi drr Vérsiärkiirigkii (.der: Angriff zii: riickweissn 311 köniicri. Mit dem „Oxncz“ ist der Major leinbard, birher fraiizösischer GDsandtsr in HUS, nach EUropa zuriickgskommen. Er osriieß HUI, Mil die Ein: wohner ihn Und seins Lenis nisderzumeßeln drohten. Aus dsn NLFiLkUUgSILPLsÉFM soi] hsrvorgriien, daß dice Berichte, w:*ici)1maii biEjetztÜber den Kampf von Hanoi erhaltsn, falsci) waren. Disselben melden in der Hauptfachs wie folgi: „Wir ward?" nicht überfallen, alis Befehle dL-Z Kommandan- ten Rivibre und des ObersbLieut-Inants Berthe de Villers wurden genau cxusgéfiihrt. Da der Vortrupp von stiirkeréii Sireitkräéten angegriffen wurde, die sich in den aus beiden Seiten des nges von San- Tar) Jeisgenen Wiiidern verstsckt hielten, so zog er. sicb an's das Haaptcorps zuriick. Man onte alsdaim die (Cjebirgskanonen ber Kolonne (sie babesn ein Kaliber vcxn 61/._, «m urid wurden von den Matrosen der Victorieiise gc: zogcn) aufiiéll-In, aber der Weg war schlecht und die Arbeit höchst mühselig. Der größts Thril der Offiziere und viele Lenke fielkn; die vom Fiinde arg bedrohten Kanonen konnten

, nur mit größter Anstrengung zurückgebracht werden. Während

unsere; Leute noch damit beschäftigt waren, gelang rs dsn sebr zahlreichen Truppen von der „schwarzen lagge“, die Ver: wmideten hinwegzuschlepoen. An cinep. *orsioß war nach

, unseren Verliiften nichr zi denken, zumai alle Stab-Zoffiziere

VM Skike der K- UND K- NWÜUUM als eine befriedigende ? iampfunsähig gewordrn waren. Man trat in gnter Ordnung

anerkannt wird, und möchten _nunmehr noch der Hoffnung * Ausdruck geben, daß der durch die entgegenkommende Haltung *

den Rückweg an und töbiete drm Feinde, der vorzudringen suchte, niels Leute.“

_ 10. Jiiii. (W. T. V.) Deputirteukamnier. ““in Béar-twortmig der Jnierpeliation wegsn dcr Tonkin- Angelegenheit erklärte der Minister des Auswärtigen, ChallLW -31.-La«:our: die in Tonkin befindlichen militä1i- schen Streitkräfte seien gegenwärtig hinreichend, um jeder Nothwendigkeii der Lage zu entsprechen; sollten wiihrend der Kammerferien unsrwartet Schwierigkeiten eintreten, 79 werde die chicrung die Kammer einberufen. Der Kaiszr Tu-Duc sei gegenwärtig der Feind Frankreichs, 83 handle sich mithin nickzi darum, mit demselben zu untsrhandeln, sondern darum, ihn zu bekämpfen. Der Civilkommiffar Harmand habe sehr bestimmte Instruktionen erhalten; derselbe vcrtrets die Ansichten der Regierung bei den militärischen Autoritäten, derselbe werde Unterhändler und zugleich Lan'desverwalter sein und werde sobald wie möglich mit Nimm in Unterhandlung treten, die Leitung der militä- rischen Operatio11717_gshs den militärischén Befehlshaber cm. Ek.": bestehedie Absicht, lediglich das Delta zu beissen; es sei nicht beabstchtigt, Armin zu erobern, Die Gerüchte von einem angriffsweiscn Vorgehen Chinas seien unbegründet; er könne versichern, daß die friedlichen Beziehungen zu China aufrecht erhalten wiirden. Falls China unheilvoiien Rathschlä- gen Folge geben sollte, würde die Kammer sicher nicht zaudern, die Interessen des Landis energisch zn ver_theidigen_; aber nichts lasse auf derartige Absichten Chinas schließen. (Die Absicht der französischen Regierung Fei

. einfach darauf grrichtet, die Verträge auszuführen und ihre