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Jauer bei Nelde, Königsberg in Pr. 2mal bei Fischer, 3mal bxi Salfowski und bei Samter, Landsberg bei Borchardt, Liegmß bei Schwarz, Ma deburg bei Brauns, Merseburg bei.Kieselbach, Neiße 2mal bei Z kel, Potsdam bei HiUer, Salzwedel bei Pflug- baupt und nachT orn beiKrupinski; 41 Gcwmne u 500Rtblr. auf Nr.1202. 4366. 5 12. 5638. 11,468. 12,776. 14,75 . 17,368. 17,987. 25,283. 34,555. 34,977. 36,059. 40,229. 40,254. 43,282. 44,130. 44,397, 46,020. 47,230. 48,697. 50,703. 51,098. 54,408. 59,930. 61,818. 63,482. 63,801. 66,845. 67,516. 69,107. 74,097. 75,165. 75,899. 76,772. 77,552. 79,982. 79,994. 85,089. 85,828 und 89,426. in Berlin 2mal bei Alevin, bei Aron 5011., bei Burg, bciDettmann, bei Joseph, bei Maßdorff, bei Moser; und 8mal bei Seeger; nach Aachen 2mal bci Levy, BreHlau bei Scheche, bei Schkeiber und bei Steuer, Cölu 2mal bei Krauß und 3mal bei Reimbold, Düsseldorf 2mal bei Spaß, Halle 3mal bei Lehmann, Jauer bei Nelde, Königs- berg 1". Pr. bei Samter, Ma reburg bei Roch, Merseburg bci Kicselbach, Minden bei Rape, 5 atibor bei Sanch, Schönebeck bei Jlitner, Stettin bei Schw-olow und bei Wilsnach, und nach Wrießen bei Schulße; 89 Gewinne zu 200 Rthlr. auf Nr. 835. 1213. 1294. 1625. 1863. 4633. 5596. 7415. 8206. 10,219. 11,751. 12,202. 12,399. 13,773. 14,717. 15,216. 15,333. 16,244. 18,783. 20,142. 20,828. 21,124. 21,150. 21,423. 22,430. 23,874. 24,547. 25,473. 26,841, 28,660. 28,888. 28,893. 29,606. 30,419. 30,557. 34,015, 34,229. 35,398. 35,825. 37,090. 42,573.
2,844. 43,375. 44,145. 44,544. 44,640. 44,722. 46,326. 47,044. 47,054. 48,639. 49,567. 50,065. 50,812. 56,294. 56,295. 56,768. 60,198. 61,032. 61,968. 64,416. 65,017. 65,385. 65,573. 66,041. 67,133. 70,332. 70,561. 73,747. 75,414. 77,508. 81,183. 81,540. 81,753. 81,793. 82,042. 82,049. 82,361. 84,345. 84,992. 85,254. Z.;,ZTZ, 86,613. 86,623. 87,508. 88,050. 88,532. 88,642 und
9,1 .
Berlin, den 4. Mai 1855. Königliche General-Lotterie-Direction.
Preußische Bank.
Monats-Uebersicht der preußischen Bank,
gemäß I. 99 der Bank-Ordnung vom 5. Oktober 1846. A k t i v a.
1) Geprägt“ Geld und Barren. ......... 30,197,200 Rthlr. 2) „Kaffen-Anweisungen und Darlehns-Kassen-
eine.......... ....... .. 1,282,600 " 3) echsel-Bestände ........... . ...... . ....... 21,864,200 » 4) Lombard-Bestände .. . . . .................. . . . 9,072,200 „
5) Staats -Papiere, verschiedene Forderungen und Akkiva .................... . ......... .. 13,851,000 ,.
_ P a s s i v a.
6) Banknoten im Umlauf.. . ........ ' .......... 19,826,000 Rthlr. 7) Depositen-Kapitalien. ...................... 25,098,500 „ 8) Guthaben der Staatskassen, Institute und
Privat-Personen, mit Einschluß des Giro- Verkehrs ................................... 18,791,900 »
Berlin, den 30. April 1855. Königlich preußisches Haupt -Bank- Direktorium. von Lamprecht. Witt. Me yen. Schmid t. Dechend. W o 1; w o d.
Angekommen: Se. Excellenz der Herzo lich anhalt-dessau- cö'thensche Staatsminister von Ploch, von De au.
Abgereist: Se. Excellenz der Wirkliche Geheime Rath, YZpeÜations-GerichtßChef-Präsident, Graf Von Rittberg, nach ogcm.
Nichtamtliches.
Preußen. Charlottenburg, 4. Mar“. Am 1sten d. M. atten Se. Majestät der König einen Jieber-Anfall, der am bend vollstandig abgelaufen war. Die Nacht war gut, nach-
dem Se. Majestät bis zum Morgen ruhig geschlafen und zu derme Zeit vollkommen fieberssrei waren. -- Am fol- ?enden e befanden Sich Se. Maje ät wohl, hatten gut ge- chlafen un „waren des Mor ens ohne Fieber. - Gestern hatten Se. Majestat einen wixderho ten Wechselfieber-Ansall, welcher bis 7 Uhr Abends anhielt. Die Nacht haben Se. Majestät gut zuge- bracht Und sind heute vollkommen ßeberfrei.
den Hält)???" Kiel, 2. ATM.- DLF- englische Flotte hat gestern
raen, eue ur art machen. („K. Cbl.) "Ich h z s h auf morgen fertig zu
Sachsen. Coburg, 1. Mai. Gestern ist der Spe ial- Landtag ugseres Herzofgthums wieder eröffnet worden. Ußer der Vorla e uber die An hebung der Rentämter, ist dem Landtag: auch eine Eröffnung der Staawre ierung hinsichtlich des Protestes zugegangen, welcher von! AusschuFe gegen das Hausßeses erhoben und vom Landtag bestätigt wurde. Bezüglich der; nftigen Do- mainen-Verwaltung 111 ein Etat fiir das Domainm-Amt pro 1855 bis 61 vorgelegt.
Hessen. Darmstadt, 2. Mai. In ihrer heutigen Sivung ist die Erste Kammer einstimmig den Beschlüpen der Zweiten Kam. mer„ be ügltch der Vorlage des Kriegsminiteriums, die Kriegs- berettschaZt und eventuell Mobilmachung res großh. Truppen- contingcnts betxeffend, beigetreten. (D. 3.) _
Großbritannien und Irland. London, 1. Mai. LothTalb ot richtxtc heute im O bcrhause eine Anfrage an den Kriegs- mimjtcr in Betreff der nach der Ostsee bestimmtcns wimmenden B*at- t_erteen._ Er“ wünschte u wiffcn, wer der Erfinder se und ob man die Kugelfestigkelt dicser atterieen hinreichend geprüft habe. Ersteres er- klärte Lord Panuxure nicht zu wissen, Lestercs bejahte er, iveigerte fich aber, nähqr auf_dte Sache einzugehen. Lord Hardwicke War mit der Antivorx ntcht zufrieden und ging dann auf eine kritische Musterung die- ser Schtffe ühcrx, an denen er eine Menge Fehler entdeät haben wia, Er bcnußte dte Gelegenheit, sich zugleich im Allgemeinen über das Ver: fahren aufyden Kömglixhcn Werften auszusprechen und zu erklären, daß scmer Anncht maxb fem S iff in den aktiven Dienst genommen werden sollte, bevor es nicht Von 11» senschaftlichen Männern auf das Genauestc untqrsucht sei. Nachdem Graf Grey die ganze DiEkussion als unpolitisch bezetchnet, Graf,- Qerby aber die Anfrage Lord Talbot's in Schuß ek npmmen hatte, _lteß man die Sache auf sich beruhen. (Schluß des L?c- rrchts Wegen Pojtabgangs.)
ZmYnter-hause tvqrde auf Herrn Layard's Antrag die Vor- legung cmer Nethe von Listen beschlossen, aus denen Auskunft über die thgltedxr her General-, Divisions- und Brigade-Stäbe in der Krim und deren Dtenstßei-t, so wie über alle seit dem Beginn des Krieges "tatt- Yehabten Of zters-Veförderungen, mit oder ohne Patentkauf, zu ersehen ein xvird. -_ Herr Warner fra te, ob die Deve che Lord Raglans vom 39. April, m welcher er eine nfrage in Bette der Abgan Szeit des sardinischen Kontmgents gcßellt hat oder irgend eine andere Leiner neue en Depes en, AuSkunft über den Zustand des Heeres und den Fort chritt der elagerung enthalte und we cher Art diese Auskunft sei?
ir Charles Wood berief sich aux seine 111 der gestri en Sisun? ge- machtejAngabe und fügxe hinzu, eine cute einJeFan ene epesche mc dete, daß dte russischen Strxttkräfte Wischen dem e be und dem Mackenie Pachthofe durch z1ve1 Divisionen ver ärkt worden seien. Das Zei Alles, way die Regierung erfahren abe. Herr Warner äußerte dqrauf dre Hokknung, die Regierung Werbe Lord Raglan zu Wlssen thun, wie ehr man Nachrichten vom Kriexss?aupla e zu erhalten wünsche. - Herr J. Duncombe fra te an, 0 de V chte der Kom- mifsaire, welche das franzößsche Milita r-Verivaltungs-Sysiem in Frank- reich und in der Krtm zu untersuKen abgesandt worden, eingegan en seien und vorgelegt werden sollen? errzxeel erwiderte, der Bericht er nach Frankretch abgeschickten Kommisfion ei eingegangen und solle vorge- legt werden; den zweiten Theil der Frage könne er nicht beantWorten.- Auf den Antrag des Kan lers der chaßkammer wurde aleann die An- leihe-Bill zum drittxn kale verlesen. - Herr Brigßt äußerte die Hoffnun , der Premtex-Minister werde den Häusern mitt eilen, welches dre Vor chläge der Aütirten in Be ug auf den dritten Punkt, und wel- chxs die Gegenvorschläge Rujßlan s geWesen seien, damit das Land w1ffe, zu Welchem Zweck man 14) auf einen langen Krieg einlassen soUe. Lord Palm-erston erwiderte, die Protokolle werden darüber AuSkunft geben uyd dieselben sollen in Wenigen Tagen vorgelegt werden.
Sir James Graham ist so weit hergestellt, daß er gestern nach Lyndon hat zuruckkehren jkönnen, um seinen Six im Unterhause wieder einzunehmen.
, Das Krim-Comité vernahm heute die Aussagen des General- Lteutegants Sir John Bourgoyne. Cr theilte mit, daß er die Oherlettung des Ingenieur- Corps vor Sebastopol gehabt habe. Die Anlegung 'der Laufgräben und anderen Belagerun s - Werke sei sehr schw-extg gewesen, da es an Arbeitskräften geéehlt habe. Man habe mcht die Hälfte der Arbeit verrichten können, die in einer gegebenen Zeit hätte fertig sein sollen. Vor dem Begin"e der Belagerung und bis zum November sei die Communication zwischen Balaklgva und dem englischen Lager sehr gut gewesen; da der Weg tndcß nichts als ein gewöhnlicher Landweg wak- sei er nach Eintritt der Re enzeit fast ungangbar geworden. Man habe sich mit der VerbeJFerung desselben aus dem Grunde mcht abgegeben, weil man geglaubt habe, die Armee werde nicht lange vor Sébastopol stehen bleiben, die Festung werde vielmehr sehr bald fallen. Der Wegebau würde die Arbeit vieler Sol- daten in Anspruch genommen haben und die hätte man nicht ent- behren können, da sie in den Trancheen beschäftigt gewesen und schon dazu ihre Zahl nicht im Entferntesten ausgereicht habe. Er (Sir I. B.) habe geglaubt, daß die Mannschaft jedenfalls mtt größerem Erfolg in den Laufgräben, als zu Wege-Arbeiten ver- wmdet werden könne. Uebrigens sei die Unbequemlfkhkeit ni t allein durch den schlechten Weg, sondern auch durch die gro e Sterblichkeit unter den Lastthieren entstanden. Was die Beschwer- den über die schlechten Werkzeuge, mit welchen" die Mantischaft habe schanzen müssen, betreffe, so seien dieselben übertriebén. Aller- dings seien die Werkzeuge von altem Modell, wie es im Halbinsel-
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,hxäuchlich, aber doch nur zum gerin en Theile nicht brauch. ZIreg egwesen. Die englische Operationslinie Pär die Belagerung habe eine Länge von über 3 Mises gehabt, die Bedeckungsmannschaft sei2000 Mann starkgewesen, die Stärke der Arbeiterkolonnerx habe gewechselt. In Folge der geringen Zahl dersfTruppen habe man [pater vie Bedeckungs- Mannschaft vermindxrn mussen. Es sei unzwetfelhaft, daß bei der Landung in der,..Krtm weder Lord Raglan, noch irgend ein anderer Offizier die Starkx der Russen auf der Halbinsel gekannt habe. Man habe natürltch erwartet, daß sie bedeutend verstärkt werde, und daher die Belagerungs -Arbeiten möglichst beschleunigt. Bis zum 8. November habe Niemand geglaubt, daß die Armee in der Krim zu überwintern haben werde. Er wisse nichts davon, daß im Hauptquartier über die Vorbereitun en zum Ueberwintern Bera- thungen gepfiogen worden seien. n die Herstellung des Weges habe man wegen .der mangelnden Arbeitskräfte auch nach dem Ein- tritt des schlechten Wetters nicht denken können. Die Soldaten seien dazu wegen ihrer geringen Anzahl nicht Verwendbar gewesen. Die Türken seien schlechte und langsame Arbeiter, in der Nähe seien andere Arbeiter 11i'cht aufzutreiben gewesen und daran, daß man fie aus England hätte kommen lassen können, habe Niemand gedacht. Seiner Anskcht nach würde ein zur rechten Zeit dnrch englische Straßen-Arbeiter angelegter Weg mehr Nasen geschafft haben, als die 19111 erbauete Eisenbahn.
Frankreich. Paris, 2. Mai. Zn Betreff des verhafteten Pianori hat der Kaiser, wie man versichert, unverzüglich die Er- klärung abgegeben, man solle den Missetk)äter wie Jemanden be- handeln, ,der auf einen Privatmann geschossen hat. Er ist daher sofort vom Instruktionsrichter vernommen worden und die Raths- kammer hat schon die Aktenséücke dcm Generalprokurator zu- kommen lassen. Der General-Arvokat hat in der Anklage- kammer den Bericht erstattet und der Gerichtshof hat ver- ordnet, daß Giovanni Pianori vor die Assisen der Seine gestellt Werden soll. Man erwartet, daß die Sache in sehr kurzer Zeit vorkommt und dxr General-Prokurator Rouland wird das Wort haben. Uebrigens is man noch 1th njcbt gewiß, ob der Verbrecher wirklich Pianori heißt. Der Präsident der nächsten Assisen, Par- tarieu-Lafosse, hat den Mörder schon verhört, und Fcheint die Sache am 9. Mai vornehmen zu onen. Der Advo at Paillet wird die Vertheidigung führen.
Yaris, Donnerstag, 3. Mai. Das Urtheil über Pianori wird künftigen Montag gefällt werden. (Tel. Dep.)
Spanien. Aus Madrid, 1. Mai, wird telegrapbi ck ge- mädet, daß die Cortes den Gesev-Cntwurf, betreffend die nlage einer Eisenbahn von Sevilla nach Cadix, angenommen haben. Die Diskussion über die dritte Grundlage der Conßitutivn wurde fort- ßeseht. Die Nussleickpun mit dem Präsidenten der nordamerikanischen
nion wegen der Ange egenheit des „Black-Warrior“ ist genehmigt.
Porta al. Lissaboner Nachrichten vom 24. April, per „Zberia“, me en, daß der junge „König von Portugal und sein Bruder leich; von den Masern befallen worden sind. Der König wollte am 13. Mai von Lissabon abreisen, um die pariser Ausstellung zu besuchen, und sich von dort nach Brüssel und London begeben.
Italien. Turin, 30. April. Der Syndikus Nokka, mit dxr Bildung eines Kabinets dem Vernehmen nach beauftragt, er. “ck ein Mahnschreiben, worin er die Bevölkerun zur Aufrecht- baltung der Ruhe und Ordnung aufforderte; die 5 egierung werde no); eine Anstrengung machen, um zu einer ehrenvollen Ausgleichung mtt dem heil. „Stable zu gelangen.
Griechenland. Athen, 27. April. hat seine Entlassung eingereicht.
Türkei. Der am 23. April von Konstantinopel abge- gangene „Simois“ langte in Marseille am '1. Mai Abends mit Nachrichten aus der Krim vom 21sien an. Laut diesen Nachrichten Weg den Franzosen in der Nacht vom 17. auf den 18. gelungen, diedritte Parauele mit der vierten zu verbinden und sich 30Metres von der Mastba ion estzuseßen. Die Russen haben ihre weißen Batterieen der ielbu t, welche von den Franzosen beseßt worden sind, geräumt. Die Mast- und Südbastionen und der Malakoff-
urm waren auch um Schweigen gebracht. Am 19. hat die Darnison einen Auséall emacht, welcher zurückgewiesen wurde. ik Engländer haben zweißei dem Malakoffthurme errichtete Hinter- Zalkk genommen. Bei dieser Affaixe wurde einer ihrer oberen Offiziere, ÉkOberst ngertongetödtet. Omer Pa scha, LordRaglanund eneral Mo rris haben an demselben Ta e, an der Spiße von 12,000
11 “UU. eineFoßeRecognoSzirung in der ichtung von Baidar vorge- qu'MM. ie Ruffen sind dem foecht aus dem Wege geganZen hxt haben ihre Positionen bei Balaklava aufgegeben. Am 21 ten ei Iskendxr-Bey eine neue Rekognoszirung an der SPW? fen? Kaballerte-Corps vyrgenommen. Die Russen haben daß Ge- er? abermals abgelehnt. „Eine sardinische Fregatte, Mit dem a et? Detachement der Cxpeditions-Armee, ist am Asien in .Kon- Fa" nopel eingetroffen. 20,000 Franzosen finden sich bereits in dem 31:85?) von Maslak vereimgt; man versichert, ihre Zahl Werke bis -000 Mann vermehrt werden. LautNachrichten aus Bessara-
Der Kultusminister
bien haben die Russen, nachdem eRmi geräumt haben, ihreKräfte in dieser Provinz bei Beoden, hotém und 36mm“! konzentrirt.
Die Erderschütkcrungen in Brussa dauern fort; auch in Kon- stantinopel spürt man deren fast täglich. Alle in Brussa etablirten Europäer haben sich nach der Hauptstadt geflüchtet.
Nußlandund Polen. Aus War chau, vom 1. Mai wird gemeldet, daß der Feldmarschall Jür Paskewitsch und der Kaiserl. Generak-Adjuxant Froloff in der Nacht vorher nach der Festung Jwangrod sich begeben hatten, daß der Prinz von Schönburg mit seiner Gemahlin von Neu-Alexandricn wieder in Warschau eingetroffen, und daß rec. Commandeur des zweiten Infanterie-Corps, General-Adjutant Paniutin, von Warschau nach Lublin, d'er (Heneral-Stabsarzt der aktiven Armee, Geheime- rath Tschetyrkm, nach Kielce, der General-Lieutenant Lasarew- Stanischtscheff nach dem Gouvernement Mohilcw, der General- Lieutenant, Senator Graf Tolstoi nach Kaluga und der „Kaiserliche Flügel-Adxutant Fürst Ga arin uach St.Peteerurg abgereist waren.
chwcden, und orwegen. Christiania, 1. Mai. Der König hat dre AuGrüstung rer Corvette „Ellida“, des Schoo- ners „Uller“, des Dampfschiffs „Gler“, rer Dampfcorvette „Ni- daros“ und eines Bataillons Schcerenfahrzeuge, bestehend aus zwei Divifionen Kanonen-Schaluppen und einer Division Bomben-Ka- nonenjollen, nebst dem Buxsir-Dampfboot „Vidar“, befohlen, Die erwähnten Schiffe sind mei zu Uebungssahrten bestimmt.
*- Am 18. April passtrte bereits das sogenannte fliegende Ge- schwader der englischen Flotte bei Oeland vorbei. Wie dem „Aftonbladet“ aus Gothland vom 19. April gemeldet wird, war schon ein Theil der Vorhut der englischen Flotte an der dortigen Küste angelangt. Am 18ten kamen auf der äußerm Rhede von Jarö'sund der „Coslak“ und noch ein zweiter größerer englischer Kriegsdampfer an. -- Aus WiUmanstrand (nordwestlich von Wiborg) wird vom 27. März emeldet, daß dort ungeheure Muffen von Lebensbedürfnissen für echnung der (rusfischen) Armee angekommen sind; ein Theil davon ist daselbß geblieben, ein anderer ist weiter westlich und nördlich geführt worden. Den ganzen Winter hindurch zog Kriegsvolk durch die Stadt nach Finnland, jedeömal cini e hundert Mann. In der Stadt wurde ein Magazin und en Krankenhaus für 900 Mann aufgeführt.
Danemark. Kopen agen, 2. Mai. Die „Berlingsche Zeitung“ erklärt die angebli e Aussöhnung zwischen dem Prinzen
hrisüau zu Dänemark und dem Herzoge von Augustenburg offiztell Türfunwahr und setzt hinzu, daß sie in Berlin gar nicht zusammen- ra en.
Helsingör, 28. April. Die geßern zurückgekehrte „Ma- gicienne“ ist heute mit sechs Kanodnenbsten südwärts von hier ab- gegangen, um zu dem Blokadegeschwader zu |oßen.
Paris, Freitag, 4. Mai, Morgens. (Tel. Dep. d. C. B.) Der heutige „Moniteur“ meldet, daß der preußische Gesandte Graf von Haßfeld und der österreichische Gesandte Baron von Hüb n er gestern dem Kaiser eigenhändige Schreiben ihrer Souveraine in Folge des Attentats überreichten. Baron von Hübner habe auch eine Antwort seines Kabinets, berührend die Mission des „ französischen Ministers des Auswärtigen Drouyn de l'Huys nach Wien, überhändigt.
Die Zproz. wurde gestern Abend zu 68, 80 gehandelt.
Lond on, Freitag, 4. Mai, Morgens. (Tel. Dep. v. C. B.) In so eben stattgefundener Skyung des Oberhauses erklärte Lord Clarendon, er müsse mit seinen Ansichten über Oesterreich zu- rückhalten, da die wiener Konferenzen nur susyendirt seien und Oestezreich hoffnungsvoll kürzlich neue russische Vorschläge unter- breite, die erwogen werden. Lord Derby bedauert dies, Lord Lansdowne versichert, daß, dessen ungeachtet mit den Rüstun- gen ununterbrochen fortgefahren werde. "- Jm Unterhause war die Debatte unerheblich. Nach dem ersten Lord der Admiralität, Sir Charles Wood, waren am 3. 1). keine telegraphischen Depeschen aus der Krim eingetroffen und find die Schiffe, zur Vlokade des Weißen Meeres bestimmt, segelfertig.
Gewerbe- und Handels-Nachrickxten.
Berlin, 2. Mai. Eine Vergleichung der Femeinschaftlichen Einnahmen des Zollvereins vom Jahre 185 mit denen des Vorjahres ergiebt be] den EinZangs-Abgaben für 1854 ein Weniger von 632,406 Rthlr. (20,589,0 8 Rthlr. ge en 21.221,434 Rthlr.) oder von etwa 3 pCt. Als allgemeine“ UrJachen dieser Erscheinungen find die kriegerischen Verwickelungen und die anhaltende Tbeuerung aller LebenSbedürfnisse zu bezeichnen. Unter den besonderen Ursachen find hervorzuheben die stattgehabte Einstellung der Erhebung des Eingan Solles von Getraide, Hülsenfrüchten, Mehl u. s. tv. und der er?o gte Anschluß des Steuerdereins, indem eines Theil dadurch