1855 / 139 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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Meere befißen sollen und der den je igen Zustand der in diesem Meere fahrbereiten ru fischen Schiffe nicht 1! rfteigen darf. Die von ihnen hier- über abgeschlo e„ne ,U-ebereinkunft bildet einen integrirenden Theil des all- gemeinen Traktats. Eben so _sollen ,dem Berna? die Mittel einverleibt werden, über Welche dieselben Bevollmächtigten ü ereingekommen find, um die genaue amd vollständige Beobachtung der Feststellungen dieses Artikels ntrollren. zu koUrt. 3. Die Regel der Schließung der Meeren en, des VoSporus und der Dardanellen, Welche im Vertrakz vom 13. Juli 1841 festgestellt ist, bleibt in Kraft, mit AuSnahme der n den folgenden Artikeln festge- e mmun en.

seytuZlYF Jed? der kontrabirenden Parteien, welche keine Nieberlqsung im Schwarzen Meere hat, erhält durch einen Herman Sr. Hohen dte Er- laubniß, in dieses Meer zwei Fregatten „oder riegssthiffe von geringerer Stärke einfahren zu lassen und dort aufzustellen.

Art. 5. “alls, was Gott verhüten möge, der Sultan von einem Angriffe bedro t würde, so behält er fich das Recht vor, die Durchfahr- ten allen Seekräften seiner AUiirten zu d en.

Nachdem Graf Vuol diesen Entwur verlesen hatte, fuhr er fol- gendermaßen fort: . ' , ,

Oesterreich würde, nne 1ch zu erklären beauftragt bn), 111 ber An- nahme dieses Programms die vollständige Grgndlage emer Wirksamen und für alle Parteien ehrenbaften Lösung crblrcken; Es hat, den Vew pflichtungen, die es seinen Verbündeten ,gegcqüber emgegangen und den Prinzipien, welche es auf estellt bat, bctändtg getreu, abcr _außerßalb der feindlichen Action, rveche die andern hier vertretenen Parteten trennt, darin eine heilige Pflicht seiner exceptionellen Stellung erkannt, daß es a'lle Mittel erschöpfe,um den Sie„ für diesePrinzipien zu erlangen und wo möglrch dcn Leiden des Krieges, der Schon so viele edle Opfcx gekoßet hat, ein Ende zu machen. In solchen Gefinnungen le 1 Oesterretch diesen Vorschlag Vor und empfiehlt ihn der ernsten als mo (wollenden Erwägung settcns seiner Verbündeten und des rusfischen Hofes. Baron Vourquency bemerkte, da der Vorschlag des Grafen Vuol ein von Seiten Rußlands entschieden verworfenes Prinzip erhalte, so habe Rußland fich uerst darübex aus- usprechen. Lord Westmorland bemerkte, seine Jnéiructionen seten er- ?chdpft. Fürst G ortschako ff bestritt di_e Anficht des Baron Bourquency und bat i n, zuerst zu reden. Baron Bourqueney bemerkte darauf, die Wei erung Rußlands wegen einer Reduction seiner Seekräfte babe quf die (LJnstructionen eingbewirkt, die er von seiner Regierung über die je 1ge Koanrenz erhalten ha e, und er müsse seinerseits erklären, daß die Mi fion der Konferenzen erschöpft sei.

Fürst Gorfschakoff erwiederte, nach solchen Erklärungen horten die Friedenskonferenzen thatsächlicb auf. Unterdessen Werde er die öster- reichtscben Bors läge, die man in Paris und London schon erwogen Kade, seinem Ho e mittheilen und demselben deren freie Prüfung vorbe-

alten. Aus Achtung vor dem Kabinet, welches fich so viele Mühe gJe- ben, den verlesenen Entrvurf auskuarbeiten, spreche er seine persönliche - ficht dahin aus, daß der Enthrfn cht auf dem Prmzip beruhe, wel es die rusfiscben Bevollmächtigten verwurfen. Gegen den ersten Artike habe er nichts eianWenden' auc? der ztveite sei anzunehmen; da die eststel- lung der An ahl der beider eiligen Seekräfte die beiden betbeiligten ächte betreffe und ie Souverainetäts-Rechte einer jeden verleßt Würden, wenn andere Mächte ihnen darüber Geseße vorschreiben Wollten. Auch mit den übri en Artikeln erklärte er fich einverstanden und fand in diesem Ent- Wur?e die Grundlage einer möglichen Lösun der dritten Garantie.

Herr von Titoff billigt die Anstcht semes Kollegen und, ohne den persönlichen Bemerkungen desselben cttvas hinzufügen zu Wonen, theilt er die offizielle Erklärung der Abficht, den österreichischen Enthrf der Prü- fung seines Hofes vorzulegen. '

Aali Pascha erklärt für fich und seinen Kolle en, daß sie fich in dkxsexben Lage, wie die Bevollmächtigten bon Fran reich und England be n en.

Baron Prokesch spricht fich dahin aus, daß ,die rusfischen Bevoll- mächtigten das Prinzip der Limitation nicht durchaus verwerfen, aber Einwände gegen die Form geäußert haben. ' Da die rusfischen Bevoll- mächti tcn den österreichischen Vorschlag ihrem Hofe vorlegen Wollten, so ho ft er, daß die Bevollmächttgten von Frankreich und England ihrerseits dasselbe thun.

Die Bevollmächtigten von rankreich und England lehnen es ab, sich dazu zu verpfl chien.

Graf Buol erkennt mit Ver?nügen, daß die rusfischen Bevollmäch- tigten einen Vorschlag ihrem Ho e vorlegen wollen, meint jedoch über die lebt lich persönlichen Bemerkungen des FürstenGortscbakoff nichts Weiter [Jagen zu brauchen.“ Er fügt hinzu, daß man es einräumen müsse, es sei nach dem Fürsten nicht leicht geWesen, näher an den Vorschlag einzu- gehen. Die,Bevollmächtigten der Seemächte hätten ihrerseits die Konfe- renzen für geschloffen erklärt und er sei demnach einer in seiner Stellung lie enden peinlichen Pflicht enthoben. Er danke den Bevollmächtigten,

den Erklärungen von k,?rankreich und England

da “fie seiner Einladung gefol t seien, die Konferenzen zu einem ange:-

meffenen Schluffe zu führen, an erklärt, Oesterreich habe keine anderen Vorschläge Lu machen. Oesterreich sei jedoch immer bereit, be- sonders m, Interesse des Friedens, den krie führenden Mächten die rdffnungen zu übermachen. wel e die eine oder die andere von ihnen an dasselbe gelangen ließen. Baron Vourqueney bemerkt, seine Regierun habe jeden Enthrf, der auf einer Beschränkung beruhe", als verworfen etrachten müssen, und aus dem leßten Cirkularschreiben des Grafen Nesselrode habe man darauf schließen müffen, daß man ..in St. eteröburg selbst die Konferenz als beendigt betrachte. Graf Westmor aüd erklärt, seine VoUmachen seien

erschöpft, .und er habe nichts zu thun, als das Protokoll dieses Tages- seiner NkRerungBmitzutheilen. Fürst Gorfschakoff entgegnet darauf, Nuß-'

land" habe jede esch'cänkung seiner “Seekräfte von vornYerein abgelehnt, und lehne fie in dieser Konxerenz . abermals ab. Er abe aber seiner- seits in dem zweiten Arti el des österreichischen Vorschlages eine

quene , Westmorland, Aali, Aarif.

dee gefunden, die als ' Grundlage der Unterhanblun en Wischen ' kächten, die sich selbst a teten, dienen könne, nämli eln irektes Eln- verftändniß der allein da ei! betbeili ten Parteien. aron Vourquenev erwiderte, den Vorschlag des Herrn JO der 11ten Konferenz verworfen, Worauf Fürst (Horts akoff entgegnete, es erhelle doch tvohl aus dem Protokolle jener Sißung, daß seine Einwürfe

,nur die nicht gut annehmbare Art und Weise, wie man das direkte Cina

vernehmen auSzuführen habe, betroffen habe. Außerdem machte er einige Bemerkungen über den Eindruck des le ten petersburger Cirkularschreibens auf Baron Bourqueney, worauf die Wang aufgehoben wurde. Unter- zeichnet: Vuol-Schauenßein, (Hortschakoff, Titoff, Prokesch-Ostcn, Bonr-

iederlande. Haag, 15. Juni. Die Zweite Kammer der Generalftaaten hat in ihrer gestrigen Sitzung den ersten Artikel des Gesetz-Entwurfs, betreffend die Aufhebung der Mahlstemr mit einer Majorität von 42 gegen 19 Stimmen angenommen und, darauf den ganzen Gesey-Entwurf mit 42 gegen 22 Stimmen

votirt.

Großbritannien und Irland. London, 13, Juni. Das Unterhaus verhandelte in seiner heutixZen Sißung (einer Nach. mittagsfißung) in dem General-Comité, über d e,einzelnen Klauseln der von Lord Grosvenor eingebrachten Bil], welche den kleinen Verkehr am Sonntage in der Hauptstadt in noch engere Gränzen einschränken sou, als es jest schon der Tall ist. Herr Masse? suchte nachqueisen, daß diese BescFränkun en ie arbeitende Klaffe ehr hart treffen würden, da diesel e dur die Verhältnisse gezivungen werde, einen Theil ihrer unentbehrlichen Einkäufe am_ Sonntage zu machen. Er beantragte daher, bevor fich das Haus zum General : Comité konstituirt hatte, die Vorworfung der Bil]. Bei der Abstim- mung erklärte sich indes; das Haus mit “158 gegen 51 Stim- men e en diesen Antrag und konstituirte fich um Comité. Die (Hegner der i suchten nun die einzelnen Klauseln derFelben anzutasten, aber mit ebensoweniF Erfolg. Ein Antrag des Herrn Massey, die Läden am Sonntage is 10 Uhr Morgens offen zu lasen, Wurde eben so wie ein Antrag des Herrn ox, die Juden den Bestimmun en der Bill nichtzu unterWerfen, ohne bstimmung abgelehnt. Herrn Fillinson's Amen- dement, weni stens den Verkauf der Milch freizugeben (MJ der Billsoll nur bis 9 UJr Morgens und nach 1 Uhr Nachmittags tilch verkauft werden), warde mit 169 gegen 123 Stimmen verworfen. Nachdem noch mehrere Amendements, den Keitungsverkauf nicht auf die von der Vill beL'nmmte Zeit bis 10 Uhr 5Morgens zu beschränken, mit großer Mehr- het vTrworfen Worden waren , wurde die Berathung bis zum 4. Juli verta .

er (wie erwähn? Testern im Unterhause von Hrn. Brown eingebrachte Antrag an E n Fun des De imal-Systems im Münzwesen hat zu einer Niederla e der inißer gefüZrt. Nachdem fich mehrere Redner t eils für, the ls ge en den Antrag außgesprochen hatten, erklärte sich der anzler der S aßkammer Namens der Regierung gegen denselben, Wenn auch nur aus formellen Bedenken in Betreff der Art der Einführung der neuen Münze, indeß äußerte er zugleich die Anficht, daß die kleineren von Hrn. Brojvn proponirten Münzen ein zu kleines Volumen haben würden, um zur Cirkulation geeignet zu sein. Uebrigens versprach er, daß, Wenn Hr. Vrotvn seinen Antrag „zurück- ztehen Wolle, die Frage Wegen Einführung des Dezimal-Systems von der Ne_ierun in ernßliche ErWägung gezogen werden solle. Herr VroWn Wo te sic? indeß nur zur Mrücknahme des nicht das Prinzip des Antrags berührenden Theils der 5 otion verstehen, was wieder Lord Palmerston nicbt zugeben Wollte. Es kam daher zur Abstimmung und es wurde die erste Resolution, dahin lautend, daß „die Einführung des Dezimal-Systems im Münzjvesen durch die Prägung des Florins sich als äußerst erfolgreich und befriedigend erwiesen hat,“ mit 135 gegen 56 Stimmen, und die ziveite Resolution, dahin lautend, daß „eine Weitere Ausvehnung dieses Systems dem Publikum zum großen Vortheile ge- reichen wird,“ ohne Abstimmung angenommen. Die dritte Resolution, welche den eigentlich praktischen Theil des Antrags enthält, insofern fie die Prägung von Silbermünzen zum Wérthe von „',/0 Pfd St., so Wie von Kupfermünzen zum Werthe von “ÖW; Pfd. St. verlangt, wurde zu- rückgezogen.

Lm Oberhaus e wurde gestern der Comité-Rericht über eine von Lord hafteSbury eingebrachte Bill, welche das aus dem Xahre1812 stammende Gesexz über das Conventikel-Wesen (Verbot religiö7er Zusam- menkünfte von mehr als 20 Personen in Privathäusern) aufheben soll, nach längerer Debatte mit 31 gegen 30 Stimmen genehmigt. Unter denen, Welche vergeblich auf Verwerfung der Bill und Aufrechthaltunß des bestehenden Geseyes drangen, befanden fich die Bischöfe von Oxfor und London.

Das Sebastopol-Comité hat gestern wieder eine lange vergebliche Sißung gehalten und sich dann bis morgen vertagt.

Das jährliche Festmahl, welches die Trinity-Corporgtion zu Leben pflegt und as am vorigen Sonnabend stattfand, zetchnete fich

urch eine von dem Prinzen Albert, der den Vorfih führte, gehaltene Rede aus, in welcher er geßen seine Gewohnheit politische Dm e zum Gegenstande nahm. Er hatte ie Gesundheit der Minister auSzu ringen und benuste die Gelegenheit, um dastinisterium in seinen Schuß zu nehmen. „Wenn es jemals eine Zeit ge eben hat,“ sagte er, „in Welcher die Regierung hrer Majestät, wer diese be auch führen mag, die Unter- ftüyung, j'a ni t die Unterétüßung allein, sondern das Vertrauen, das Wohlonen und die Theinahme ihrer Landsleute bedurfte, _so ist es ßchersich die gegenwärtige. Es ist nicht der Weg zum Erfolge 1m Krieg?, aß- man denselben, wenn auch “noch so eifrig und begeZstek- unter'ftüjk, und zugleich die Hände derjenigen, welche den Krieg zu fuhren aben, indet und schwächt. Wir find im Kampfe mit einem milchti en einde, der ge en uns alle die wunderbaren Gewalten anwendet, we i? unter. dem _ers affenben Einflusse unserer Freiheit und unserer Civi -

rouyn de ['Du 6 habe Rußland in,

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ent anden find. Sie sehen ihn in Befiß qller der Kraft, .welche ÜTZFU dexj Zweckes und der Handlun , undurchdrmgliche Geheimhaltung und unbeschränkte despotische GeWat gegeben haben, während wir ihm unter einem ustande der Dinge entgegentreten müssen, der für den rieden und ür die' Förderung gerade dieser Civilisation berechnet ist, Jas Erzeugniß dffentltcher Diöcusfion, der Reibung der Parteien und der Controle der Regierung und des Staats von Seiten des Volkes. Die Königxn at "keine Macht, Truppen zu jvxrben, noch hat fie Truppen zu ihrer Ver- xügung, außer denen, welche fretwiUig ikke Dienste darbieten. . hre Re- gierung kann keine Maßregel zur Verfo gung des Krieges ergrei en, die nicht vorher im Parlamente dargelegt worden i. Jhre Heere und lotten können keine BeWegung machen, noch an fich zu irgend einer ewegung vorbereixen, ohne daß dieselbe in den Zeitungen öffentlich an- gekündi t wird. Kem noch so geringfügiger rrthum kann eitztreten, kein Mange, keine Schäche fich zeigen, die ni t sofort denunztrt und zu- weilen mit einer Art krankhafter Befriedigung übertrieben dargesteÜt wird. Der Botschafter der Königin kann in keine Unterbandlungen eintreten, ohne daß die Neg1erungihn dadurch zu vertheidigen hat, daß fie auf akle Ar u- mente eingeht, Welche dieser Unterhändler, Wenn er Erfolg haben Zl], in die innersten Winkel seines Herzens zu verschließen im Stande sein müßte. Ja, in dem kritischsten Momente, wenn vielleicht der Krie und die diplomatischen Unterhandlungen ihren Gipfelpunkt erreicht aben, kann eine ungünstige Abstimmung im Parlamente in einem Augenblicke die Königin “aller ihrer vertrauten Diener berauben. Meine Her- ren, unsere constitutioneüe Regierung hat jest eine schWere Prüfung zu bestehen und wir werden nicht mit Erfolg durch dieselbe hindurch- gehen, Wenn nicht das Land der Regierung Ihrer MaLestät sein Ver- trauen - ein patriotisches, einsichtsvolles und selbstver eugnendes Ver- trauen schenken will.“ Lord Palmerston, dem die Erwiederung auf den Von dem Prinzen auSgebrachten Toast zustand, Wußte durch geschickte Benußung des vom Prinzen gegebenen Stichwortes „Vertrauen“ ]eder Mißdeutung vorzubeugen, Welche unter den gcgenWärtigen Umständen dem Ministerium unbequem Werden könnte; .

Der Ex-Präsident der VereimgtenStaaten, Herr Ftllmore, ist gestern der Königin in besonderer AudienBvorgeftellt worden.

Gestern ist in Portsmouth ein neuer ock eröffnet worden, dexr 335 Fuß lang, 82 Fuß breit, zur Fluthzeit 23 Fuß tief und in der Einfahrt 70 Fuß weit ist. Die Anlage hat 63,000 Pfd. gekostet. Naéh Portsmouth ist der Befehl abgesandt Worden, alle dort befindliche SchiffSboote, Welche Geschüye tragen können, Zsort für den Diensf im Asowschen Meere in Bereitschaft zu sehen.

ie Boote sollen durch große Dampfschiffe an Ort und Stelle ge- schafft werden.

*- 14. Juni. Lord Panmur e veröffentlicht heute die Liste der in den Kämpfen um 7. und 8. Juni vor Sebastopvl verwundeten engli- Wen Offiziere. Ihre ZaZl beläuft sich auf 40. Im Ganzen wur- bm bei dieser Affaire get dtet: 122 Unteroffiziere, Trommler und Gemewe; verwundet 510; vermißt 15.

Das Kriegsministerium und die Admiralität veröffentlichen eine

Reihe von Depeschen, die sich zumeist auf (bereits bekannte) *Ereig-

nisse, betreffend die Expedition nach Kertsch und dem Asow'schen_-

Meere, beziehen. Dahin gehört eine Depesche von Sir Brown an

Lord Raglan, datirt Jenikale, den 25. Mai; drei Depeschen von

Lord Raglan vom 20. und 29. Mai und 2. Juni, von Admiral

Lyons, datirt Meerenge Kertsch, den 2. Juni, begleitet von. einem

LBZMZF bes Capitains LyonS, batirt auf der Höhe von Arabat, den . a:.

Die englische Bank hat heute ihren Zinsfuß auf 3.2; pCt. her- abgeseßt. - Baron Bode, bekannt durch seinen langjährigen un- glücklichen Entschädi ungsprozeß gegen den Fiskus, ist am Sonn- abend in London geétorben.

Spanien. Madrid, 13. Jam“. Herr Bruil, der neue Finanzminister, hat erklärt, daß er nur im äußersten Nothfalle zu eZW Zwangs-Anleihe schreiten werde. Die Zahlung der Ausgaben fur den Monat Mai beginnt am 15. d. M.

Türkei. Der aus K o nßan tinop el den 7. d. Mts. abgegan- ene und in Marseille, am 14. d. Mrs. eingetroffene „Mersey“ bringt achrichten aus der Krim bis zum 5ten. Danach hat General M o r r i 6

eine neue Rekognoszirung am rechten Ufer der Tschernaja vorgenom- men und dabei einen TranGport Mehl, Tabak und Branntwein so wie zwei Kanonen erbeutet. - Die Russen haben bei Aufgabe Arabats die Brunnen zugeworfen. Ihre Verluste in Barbiansk schäßt man auf 18 Millionen Kilogramme an zerstörtem Getreide, 6 Millionen Rationen, was für 100,000 Mann auf zwei Monate Nahrung "auswachen würde. In der Meerenge und im Asowschen Meere sind 6 Dampfschiffe und 640 TranSportfahrzeuge zerstört.

Acht Tausend Alliirte haben sich zu Kertsch nach Anapa

ei"geschifft, während 12,000 Mann von der türkisch-asiatjschen-

Armee dorthin marséhirten. Der Tagesbefehl des Generals Pelissier kkbk, indem er die von der anirten Armee erreichten Vortheile “Ustakirt. die ausgezeichnete Haltung von sieben Generalen hervor, m' an den leßten Ereignissen Theil genommen haben. Der kom- wiandirende General bemerkt zum Schluß: „Der Moment naht, wo Srbdm Feind ins Herz tre en Werden.“ Das Thermometer vor astopol zeigt 84 Grad ent.

deri Der pariser „Moniteur“ vom 14. Juni veröffentlicht die an Ad Marine-Minister gerichtete aus ührliche Depesche des Vice- mirals Bruat, datirt Meerenge ertsch, 1. Juni 1855, worin

die näheren Details über die schon theilweise nach den Berichten des „Kommandanten de Sedaiges vom „Lucifer“ und Capitain You. von der „Miranda“ bekannte Expedition auf dem Asowschen eere bis Berdiansk enthalten sind.

Rußland und Polen. St. Petersburg, 15. Juul. Aus Sebastopol vom 11. und 12. Juni wird gemeldet: Das feindliche Feuer ist schwach, unser Verlust ig. Die Alliirten führten in den Redouten Selenghinsk und Vol ynien keine Werke auf; aber sie stellten die Lünette Kamtschatka wieder her. Cin Theil der Verbündeten, welche Kertsch und Jenikale beset FUJI hat sich, wie es heißt, nach Anapa eingescht'fft. ( .

Nach einer aus Danzig, 15. Juni, datirten Depesche i]? der engltsche Dampfer „Vulture“, der am 11ten d. Abends spat von . unsern Kronstadt abging, verwichene Nacht dort ein- getroffen. Dt? durch denselben eingetroffenen Berichte melden, daß die engltschen Dampfer „Merlin“ und „Firefly“ bei einer RekognoSzirung am 9ten vor Kronstadt auf drei Explodirun s- Maschinen gestoßen sind, welche beim Zerspringen nur die Kup er- haut der genannten Schiffe beschädigten, worauf diese zurückge- gangen sind. Die Flottenstellung der Alliirteu war unverändert. Der Dampfer „Magicienne“ hatte am 8ten eine halbe Stunde auf reitende Artillerie, welche sich auf der Insel Revensari befand, mit Erfolg gefeuert, und segelte darauf etwas beschädigt ab.

Die Russen haben ain 6ten in Hang 6 auf ein englisches Boot vom „Kossack“, welches 7 Jinnländer dort landen wollte, gefeuert, und laßtere, so wie die aus 16 Engländern bestehende Mannschaft erschossen. Es wird versichert, daß auf dem Boote die Parla- mentairflagge aufgesteckt gewesen sei.

Eine zweite Depesche meldet über die Vorgänge in Hangö aus Danzig unter demselben Datum: Der „Vulture“ verließ die“ Flotte am 11ten. Am 5ten brachte ein Boot des „Kossack“ einige Capitaine von genommenen Schiffen nach Hangö ans Land. Die Mannschaft, aus 30 Personen bestehend, wurde getödtet. Eine Person rettete sicb, und überbrachte diese Nachrichk der Flotte.

Marktpreise. Zerlin, (Leo 16. Juni. .

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Zcb|u33»C0urse: Silberaoleibs 95'5. 5pr02..k1eta|]iq. 79. “Unnau. Metallique- 68'5. Zank - Jetien 988. Koräbakm 20635. 183981“ booze 120. 185481" ].0086 102?“ thioual-Ünlekeo 84-“x. ()Utkrreickiscbe 513315 - Lizenbabo - Kcticn 314 [„on-JN: 11, 58. Augsburg 124. Uamburß 90-'(. 133113 1432. Colt] 2834. Silber 24.

- Racbmittzgs 2 Uhr. (“kol. [)!-[). (1. (ck. Z.) Rach Zcbluss eier Zörae Kurzen [701163 unc] Action fester, Divisen sekt 03a.

Zilberanleibe 95Y. 5pr02. K*]etalliques 79Z. 4Zyt'03. Uetalliques 68T. Zankactien 990. Umäbabo 207Z. 1839er [0038 120. 1854er 140084! 10235. Rational - övleben 84Z6“. 0esterreicbiscbe Ztsats - Lkzenbabn- Üctien 314. [„onäoa 12, 56. ansburg 12334. Jamba!": 90. kati; 143Y. (Joch 28. Silber 232“.

.!mßterclatn, ["rein-g, 15. Juni, Jacbminagz 4 Ubr. (“kol. ])ep. (1. (). Z.) 0esterreicbiscbo Lücken angeboten, Zyauier begehrt, Geschäft lebhaft.

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