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biken Truppen angestellten und diesen ins Feld folgen- - den Beamten der Militairverwaltung; unter Nr 4255, den Allerhöchsten Erlaß vom 20. Juni 1855, betreffend * die Verleihung der fiskalischen Vorrechte für den Bau und die Unterhaltung der Actien-Chaussee von Bbja- nowo über Guhrau nach Conradswaldau bis zur-Ltssa- Glogauer Kunststraße in der Richtung auf Schlach- tingsheim; unter '
4256. Das Gesey wegen Declaration der Artxkel lll. :xnd 17. “der Ufer-, Waxd- und Hegyngs-Ordnung fur das Herzogthum Schlesten und dae Grafschast Glaß vom 12. September 1763. Vom 25. Juni 1855; unter
4257. den Allerhöchsten Erlaß vom 2. Juli 1855, betreffend die Verleihung der fiskalischen Vorrechte für den ckan1see- mäßigen Ausbau und die Unterhaltung der in den Kreis Piklkallen fallenden Strecke der Straße von Stallu- pörien nach Pillkallen; unter . , „
4258. die Bekanntmachung, betreffend dxe Allerhöchste Besta- tigung der Statuten _ für die Actieggesellschaft zur Aus- führung des Chausseebaues von Boxanowo iiber Guhrau nach Conradswaldau bis zur Lissa-Glogauer Kunst- |raße. Vom 8. Juli 1855; unter
4259. den Allerhöch|en Erlaß vom 9. Juli 1855, betreffend die Verleihung der fiskalischen Vorrechte für den Bau und die Unterhaltung von KreiS-Chauffeen im Kreise Neidenburgz und unter
4260. die Bekanntmachung, betreffend die Allerhöchste Be- stätigung der von der General-Versammlung der Weser - Dampfschleppschifffahrts - Acticngesellschaft zu Minden beschlossenen Zusätze zu den §§. 1, 2, 10, 11 und 26 des Gesellschaftsstatuts Vom 20. Juli 1855.
Berlin, den 4. August 1855. Debits - Comtoe'r der Geseß -Sammlung.
Preußische Bank. Monats-Uebersicht der preußischen Bank, gemäß §. 99 der Bank-Ordmmg Vom 5. Oktober 1846.
A k t i v a.
1) Geprägtes Geld und Barren.. 25,250,000 RAM“.
2) Kaffen-AnWeisuugen . ..................... 765,300 » 3) Wechsel-Vestände .......................... 28,58I,4()0 » 4) Lombard-Vestände... ...................... “7,762,000 » 5) Staats -Papiere, verschiedene Forderungen und Aktiva ................................ 11,888,500 )- P a s s i v a.
6) Banknoten im Umlauf. .................... 20,283,200 Rtlzlr. ;
7) Depositen-Kapitaléen.. .................... 25,095,100 )- 8) Guthaben der Staatskassen, Institute und Privat-Personen, mit Einschluß des Giro- Verkehrs.... ................. “ .............. 15,882,“700 » Berlin, den 31. Juli 1855. Königlich preußisches Haupt-Bauk-Direktorium. Witt. Meyen. Schmidt. Dcchend.
Angekommen: Se. Excellenz der Königlich dänische Staats- Minister „])1'. Bang, bon Kopenhagen.
Abgereist: Der General- Major und Direktor der Allg?- meinen Kriegsschule, von Höpfner, nach dem Harz.
Berlin, 3. August. Se. Majestät der König haben Aller- gnädigst geruht: dem ordentlichen Professor an Der Universität, Geheimen Medizinalrath [)1'. Müller zu Berlin, die Erlaubniß zur Anlegung des von des Königs Von Schweden und Norwegen
Majestät ihm verliehenen Ritter-Kreuzes Vom Nordstern-Orben, so -
wie dem General-Konsul Séhmidt zu New-York, zur Anlegung des von Des Königs bon Sachsen Majestät ihm Verliehenen Ritter- Kreuzes vom Albrechts-Orden zu ertheilen.
Nichtamtliches.
Preußen. Erdmannsdorf, 2. August. Se. Majestät der Könzg, unternahmen gestern um “halb 12 Uhr, in Begleitung Ihrer Kömgliéyen Hoheit xder Prinzeß Alexandrine und des Grafen und der Gräfin von Schaffgotsch, so wie der Herren und Damen vom Gefolge, einen Ausflug nach dem Kynast. Um 2 Uhr, bei dem schönsten Wetter daselbst angelangt, wurde das Diner im Freien emgenommen, sodann die schöne Ruine besehen und um 5 Uhr-zur Rückkehr aufgebrochen. Se. Majestät legten wieder einen großen Theil des Weges bis Hermsdorf zu Fuß zurück und trafen um 7 Uhr wohlbehalten in Erdmannsdorf ein. *
_ Sachsen. Dresden,.2. August. Die Ziveite Kammer hatin ihrer gestrigen Sitzung die Budgetberathung beendt'gt und das Finanz- geseh auf die Jahre 1855, 1856 und 1857 genehmigt. Für das
J finden
€ Wie dies unter andersn Umständen geschehen könnte,
ordentliche Budget ist die laufende Einnahme und An:;gabe für jedes der oben gedachten Jahre auf 9,040,902 Thlr. festgestellt worden, während die außerordentlichen Auögaben für diese Finanz- periode_ eine Gesammtsumme von 7,893,550 Thlr. nachweisen. In dem Ftnanzgeseye sind die Steuern und Abgaben mit Riickficht aus den von der Regierung für 1855 zugesagten Steuererlaß Von 1 Pfennig Grundsteuer und von einem halben Jahresbetrag der Gewerbe- und Personalfteuer für obige Jahre in der gegenwärtig aUSgesohriebenen Höhe in Ansay gebracht. Hierauf genehmigte die Kammer den Entwurf eines eventuellen Expropriationsgesexzes für den Bau einer Tharan'o-Freiberger Eisenbahn. (Dr. J.)
Belgien. Brüssel, 1. August. Der König von Portugal und sein Bruder trafen gestern Abends per Nordbahn hier ein. Der Graf von Flandern empfing ste am Bahnhofe und begleitete sie ngch dem Palaste, wo großes Diner war. Heute Mittags kam der König von Laeken hierher, um seine Gäste zu besuchen. Mor- gen reist der König bon Portugal wahrscheinlich nach Ostende ab.
Großbritannien und Irland. London, 1. Auqust, Jm Obxrhause bes Werte sich gestern Lord Brougham darüber,“daß der Kömglichen Gesell chaft der Wisenschaft der jährliche Zuschuß von 1000 „Pfd. _cntzogen Worden sei, den sie bisher erhaltkn habe nnd durch den dre GejeUscbaft bisher in den Stand geseßt ivorden sei, im In. teresse der Künste und Wissenschaften manche fördernde Maß- regel, zu ,unterstÜHen. Graf Granville, der Präsident des (Heheunen Mathes, entgegnete, daß auch er überrascht Worden sei, als er Von der Einzishung dieses Zuschusses erfahren habe, 'm-
, dcß habe sich bei näherer Erkundigung herausgesteklt, daß der Zuschuß
bisher „aus dexn Fonds einer milden Stiftung genommen Worden sei. als deren 51V9ckd1e Unterstüßung der Königlichen Gesellschaft der Wissen- scyaften mcht Wohl betrachtet Werden könne. Auf die deshalb erhobene Emsprache habe man daher nicht umhin können, Rücksicht zu nehmcn, in- des; gebe er _das Versprechen, das; jedes Gesuch der Königlichen Gesell. schaft um fernere Unterstüßung bet der Regierung die best? Aufnahme !vxrde. Damit erklärte sich denn auch Lord Broug- zurricden und man ließ die Sache faUen. Jm Unist- fragte in der gestrigen Nachmittags = Sigung Herr La- bouchßre auf Anlaß des Supplementar = Credits von “312 Mi!-
ham hause
lionen, Welcher für die Kosten der Militair-Jntendantur gefordert
wird, ob die Regierung Aktenstücke vorlegen könne, aus denen der Er-
, folg der neuerdingsgetroffenen Einrichtung, dergcmäß die Militair- ' Jntcndantur, statt, Me bisher, dcm Schaxz-Amtc, dcm K'riegs-Ministerium
mxtergebrdnst morden ist, ersehen WLL'ÖM kbmnc. Herr Stafford cr- klärte 1tch ebenf§1lls fÜr die Nothwcndigkeit ciner Auskunft Über die Sache und Oberst Dunne behauptete, cs herrsche Ungeacbtct dcr neuer-
; dings bingefühtten Verbesserungen in allen ZMigcn dcs Militair-Dcpar- , taments x dxr SchaZkammer bemerkte j scx, Über
nach wie vor die größte Verwirrung. darauf, daß die Regierung beréxx . ' Mles die genaueste AuSkunft zu geben, daß sr absr gbradc m dem Vorliegcndcn FaUL persönlich dazu nicht geeignet 191, da eben durch die' Unterordnung der Militair-Fntcndantur Untcr
Der Kanzler
I' das K'ricgs-Ministerium das SchaZ-Amt jedes Ein usscs auf dieselbe ; beraubt ser, umb nur noch dafür zn sorgen habe, daß die erforderlichen Fo'n'ds, zur Bestreitung der Aasgabcn dcr vcrskbisdenen ZMigc dss ; Mrlsrtaxr-Departcments Und daruntor auch der Militair=Jntcndantur *- vori)andcn_ seien. ; nach Maßgabe derselben dafür zu sorgen, das; die Trattcn auf den , SchaZ “honorirt Werden.
gegenwärtig aUerdings sehr groß, absr man dürfc nicht Vergessen, mit
Das Schay-Amt erhalte die Voranschläge und habe Die Ausgabe für die Militair-Jntcndantur sui
WW großem Nachdrucke neuerdings sowohl im Hanse, als außcrbalb dbffclbxn das Variangcn kundgsgebcn worden sei, Mf; für die Be- durfn.1s_se des Fchrss in dcr auIreichendsten Weise gcsbrgt Werde. Das lqsse steh na1Ürlich nur mit bedeutendem KostenanWand thun. Usbek- dtes tvcrdcn dle Ausgaben in bedeutender Entfernung von England in einem fre'mden Lande Zemacht und lassen sich daher nicht so genau kontrolircn, _ Jndcß habe Lk Ubjche, anzunehmen, daß die Kontrole in der Militair-Jntendantur zlvcch- maßrg gehandhabt Werde. Daß [Wi dem Uebergang dieses Departements bon bein Scha15= Amt? an das Kriegs: Ministerium Schwisrigkeitcn und Yerkmckelunxxzcn entstanden seien, liege in dsr Natnr dsr Sache, indeß ftchen erfahrene Männer an der Spiye der Verschiedensn Departements, und es lasse sich erivarten, das; Alles binnen Kurzem zttfricdcnstcklsnd geordnet sein Werde. Nach einigen Weiteren Bemerkungen des Sir F. Baring und des Herrn Henley, Welchen die Erklärung des Kanz- lers der Schaxzkammer als Wenig genügend erschien, theilte L?Htercr auf
sine an ihn gerichtete Anfrage noch mit, daß er In dem bon ihm zu Anfang ' der Session vorgelegten Budget eincSumme von Z'; Milliom'n für unvorher-
gesehene AuSgaben ausgetvorfen habe, indeß finde, das; er damit nicht ausreichen könne,. Und daher demnächst seine Anträge zur Dsckung des Auskalles vorbringen Werde. Die noch rückständigen Posten des Civil- die111t-Budgets Werden hierauf votirt, so wie das Supplementar-Vodgct für die Flotte, den Transport- und Paketdienst. Der erste Lord der Admiralität, Sir C. Wood, seyt auseinander, daß der Hauptpostcn „für die Marine zur Bestreitung der Kosten für den Bau einer großen Anzahl bon Kanonenbooten, welch? Wenig Tiefgang haben und sehr schwere (He- schüye tragen, bestimmt ist. Die große Summe, ivelche der Transport- dienst berursachte, Werde hauptsächlich durch eine freundschaftlich Ueber- einkunft mit der französischen Regierung verursacht,i1ckelchcr zufolge Eng- land es übernommen habe, TranSportschiffe zur Befördsrung französiscbßk Truppen nach der Krim zu liefern. Die Supplementar-Vota für dre Flotte belaufen sich auf 1.141,168 Pfd., die für den Transportdicnst auf 1584803 Pfd. Die türkische Anleihe-Bill Wird zum dritten Mal? der 6 en.
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Als heute in Portsmouth das neue Linienschiff „Marlborough“ in Gegenwart der Köm' in und“ des Hofes vom Stapel laufen sollte, blieb dasselbe auf [?albem Wege Yie angewurzelt stehen; sein Hinterkaste-ll berührte das Wasser, der ubrige Theil hing unbeWeg- [ich auf dem Trockenen. Erst nach.Mttternacht gelang es, das Schiff, hauptsächlich unter dem Betstande der Springfluth, ins Waser zu bringer). , „
Heute Nachmtttag War Kabinets-Consetl im auswartigen Amte. .. Die Minister Werden, nach dem „Globe“, den allxährlichen Whiteboit-Schmaus nächsten Mittwoch, den 8. August, im Trafalgar- Hotel zu Greenwich feiern. .
Spanien. Der „Jndependance Belge“ schretbb man aus Madrid vom 27. Juli: „Espartero's „Befinden verschlxmmerb sich täglick), obgleich er noch jeden Abend auf Dem Prado spaztepen fährt. - Berichte aus Girona, Vieh und andern Oxtcn Catqlo- nikns melken den Eintritt neuer Carlisten-Banden m Spanten. Marsa], Den man getödtet glaubte, ist unweit Olot mit 30 Mann erschienen und die Hierros trcten ebenfalls von Neuem auf. Bei Bukqos haben fünf Bewaffnete bieser Tage die französische Post an- «WM und die dreizehn Passagtere, wornnter der Deputirte Pablo “Aveciüa und ein sardinischer Gesandtschafts-Secretair sich bxfanden, sammtkem Conducteurrein ausxzeplündert. Stemußten sick) sämmtlich platt auf Die Erbe legen und in dieser Stellung so lange, ver- harren, bis die Plünkerer fertig Waren, Die angeblich zur Bande der Hierros gehörten. »- Der General- Capitain von Catalonicn bat hierher berichtet, daß man jetzt die Truppen durch Geldge- sebenke zu bcrfülßen suche; er hat deshalb einen Tagesbefkhl er- lasen, worin er jekem Soldaken, der eineU dieser Agenten fest- nimmt und einliefert, den Abschied und 1000 Realen zusichert.“
Eine Depesche aus “Madrid, 31. Juli, lautet: „General Zabala kommt nächst? Nacht zurück. Seine schnelle Wiederkehr ist veranlaßt kme!) dic Abreise des Kaisers Napoleon von Bayonne, wklck)e erfolgte, b?bbr der General daselbst anlangte. - Es sind Religions-Schwierigkeiten, die Die Vertagung der Heirath des Prin- zen Adalbert von Baiern Veranlaßt haben.“
Türkei. Ans Jerusalem, „Vom 16. Juli, wird der „Pr. C.“ TUM" die inneren Unruhen, Von denen Verschiedene Gegenden Pa- lästina's wiederum “t)eimgesucbt sind, Folgendes mitgetheilt: „Obgleich die vcn dc'm rebellischen Scheich Abdermhman an Omar belagerte Stakt Hebron dringrnd um Entsax; fleht, zögert Der Pascha von Jerusalem doch, mit den 120 sstreitbaren Männern der Garnison, der einzigen bewaffneten Macht, die ihm zx; Gebote stel)„t,. auf ein so unsicheres Unternehmen sich einzu'xaffen. Er laßt zwar die Meinung verbreiten, daß er nachstxns nach dem Thal Eschkol ausrücken werde, aber es wtrd Vermuthbck). bei der Drohung verbleiben. Geschenke würden wahrschemlicl) eher als Muoketen ben Unordnnngcn ein Ziel seHen; der Pascha hat davm1 in Den Gebirgen von Nablus so eben noch Er- fahrungen gemacht; aber der Schaxz ist leer, und die Privatmittcl reichen nicht hin. Unterkefscn sind in der Ebene Von Satow, anch Unruhen ausZcbrochen. Zwei nabe verwandte, aber Durch Blut- rache cinanker entfremdete Stämme im Jlußgebiet kes Andscheb, nördlich von Jaffu, lmben sich ein Treffen gelisfert, bei Welchcm 20 Leute auf Tem Play geblieben sind. Da aber keine Ent- scheidung Tamm!) herbeigeführt wurde, so rufen jetzt beide Parteicn ihre VundeSgenossen aus Tem Gebirge Ephraim und For Ebene von Gaza heran, um ihneU ihre Fehde aus- 79chTkU ZU hklfkn. Der beiderseitige Zuzug bran'cschayt und plündert Dörfer und Reisende, so daß sich des ganzen Distriktes ein allgemeiner Schrecken bcmächtigt hat.“ - Denselben Mit-Hcilungen zufolge, steht der scitberige französische Konsul zu Jerusalem, Herr Botta, fen die Wissenschaftliche Welt als EnWecker assyriscbcr Aitcrllsimer kennt, im Begriff, sick) von Da nach Txipolis zu begeben, wohin cr als General-Konxul verscxzt ist. I" politischer Hinsicht hat re1'se'1be vor sechs Jahren bei Der An; rWUng der Frage über die heiligen Orte cine [)ervvrtrctende Rolle Ikspiclt. *- Die Durch Sir Moses Montcfiore veranlaßtcn Kollekten für die jiidiscl)enN:me11 in Jerusalem sollen an 60,000 Pfd. Stcrl. eingkbx'acht haben. Die dortigen anglikanischen Missionen hatten in Folge dessen ihre Geldspenden an Unbekchrte Vorläufig einzu- stellen beschlossen.
Die „London Gazette“ veröffentlichk folgende vom 17._Ju!i datirte Depksche “ces Generals Simpson an den Kriegsminister: , „My Lord! Ich Habe die Ehre, Jlmen hierbei die NamenSliste und das numerische Vorzeichiß der vom 1Ztcn bis zum 15tcn stattgcleten Verluste unserss Hochs zn Übersenden, so wie auch "den Wochenbericht dcs (Hekneral-Znspcktors der Hospitäler, nchher für Ew. Herrlichkcit sehr erfreulich sejn wird, da er eine stätige Abnabmc» in der Zahl der Jäücx spasmodischer Cholera nachweist. Ich habe Ew. Herrlixhkcit „nur wénjg zU berichten; Unsere Vclagcrungs:Operationen haben stämgen Fortgang. In der bcrftosscnen Nacht, um ungefähr 11 Ulm“, wUrde bon dem Feinde ein Ausfall gegen den rechten Flügel der französischen Werke vox" dem Mamelon unternommen; die Kanonade und das chm- JEWEhrfeuer Waren überaus heftig, ich habe aber noch keine Mitthetlung
über die Details des Angriffes erhalten. Zu meiner Betrübniß muß ich Ew. Herrlichkeit den Tod des Capitains Rowland A. Fraser, vom 42sten Re iment_ Hochländer. melden, eines se r, talentvollen jungen Offiziers, we cher m der verflossenen Nacht ducm einen Bombensplitter in den Laufgxäben auf dem _rechten Jlü el gerddtet Worden ist. (Unterz-) . Stmpson.“ - D1e Verlust-Lite ergiebt vom 13. bis zum 15. Juli todte Soldaten, 1 erwundeten Offizier und 34 verWUndete Soldaten. Außerdßm enthabt die „London Gazette“ noch mehrere von General Sxmpson emgesandte Berichte des Oberst-Lieutenants Campbell und des Obersten _und Brigade-Chefs Shirley aus den ersten Tagen des Juli, Die mdeß kein allgemeines Interesse haben, ch sie nur Reclamationen des Erstgenaunten gegen den seine'und semer Untergebenen Verdienste beeinträchtigenden Bericht Lord Raglan's über den am 7. Juni stattgehabten Angriff auf die Steinbrüche betreffen.
Rußland und Polen. St. Petersburg, 28. Juli. Im Laufe des 13.725.) Juli haben auf der feindlichen Flotte keine Vervegungen stattgefunden.
- 1. August. FiirstGortschakoff melbet vom 30. Juli, Abends 10 Uhx: Nichts Bemerkenswerthes bor Sebastcpol. Der Feind scyt some partiellen Beschießungen fort. Wir antworten ihm mit Nachdruck. (Tel. Dep.) '
( Schlyß des „vorgestern abgebrochenen Artikels.) Von unserer linken Flanke xvxrd ber1chtet, daß sick) am 28. Juni feindliche Kavallerie in 6331er Stczrfe von 10 Schivadronen bei dem DorfeSsaivatka gezeigt hat. _ Em Thezl der Truppen des Gegners lagerte bei dem Dorfe Vaidara und etnzge Schwadroxqen zogen gen Baga. Am 29sten gingen diese K'avaUer1e un_d dre Jufantcrie-Kolonnen von. Baidara nach Urkusta, nJo ste bergauf marschirten und abermals in den Paß des Dorfes Kukulus hmuntsr gingen.
Mix dex Dämmerung dcs 2.Juli verließ der Feind, 4 Schivadronen
starb jmt elner Von 2 Compagnicen unterstüxzten Scharfschützenkette, das dearg-Tbal ynd rückte gegen das DorfUsenbaschik vor; der Kavallerie folgten Z Batatllone Fußvolk. Das am Passe stehende Kosaken-Piket zog swb feucrnd auf seine Reserve zurück, und der Feind, der bis zu den (Harten vm) Useybaschik _borgegangen und dort einige Zeit stehen geblie- bxnwar, gmg ivreder in 1ein Lager zurück. ("n dem Scharmüxzel, das sich bei dteser Gelkegcuhejt entspann, Wurden 4 Ko aken verWUndet. , 211113. 31111 machten wir, in der Absicht, die feindliche Steüung 1131 Barbara = Thalé in Augenschein zu nehmen und die dahin fahrenden Wege zu mustern, eine Rekognoszirung: Kosaken von Dragoncrn unterstüyt, gingen gegen Urkusta und Usenbaschik vor, Der Feind, der Urkusta und Yoga mit Z Schwadrvnen beseyt Melk,. zog fich in se'zn Lager auf dem linken Ufer der Tschernaja zurück, jvo 's1cl), dem Anscheme nach, 4 bis 5 Tausend Mann Fußvolk und Rei- terct befanden; am 4. Juli beseyte er die beiden obengenannten Ortschaf- ten bon Neuem.
. Zn cinenbzuglcick) mit dem Krikgsjournal eingesandten Rapport sind ivmtcre Nachrxchtcn über die Operationen des Fkindes gcgen (Heni- tschesk Vom 22. bis zum 27. Juni c'ntbaltsn.
, Am 22. Juni Morgens kam ein französisches Dampfschiff bor Ge-
mtschesk und eröffm'tc zugleich mit“ einem Kanonierboote ein starkes Fcuerigegen die Stadt, das Von 10 Uhr Morgens bis 2 Uhr Naehmntags dauerte. Am Abend desselben Tages vereinigte sich noch eme KorvetF»: mit ihnen. Während dcr Nacht schoffen diese Schiffe nicht, abcr, am 2311?!) um_Z*; Uhr Morgens begannen sie die Stadt zu bom- bqrdtren, Wobei sie [hrs Schüsse besondkrs auf das Wachgebäude und auf dzc an dem Athnge, der zum Landungsplaße führt, aufgestellte Ressrbe r_1chtetcn. Am Mittag zeigte sich auf der See, 10 Werft bon Genitschcsk, eme Schraubcxxfrcgattß Anf ein von derselben gegebenes Signal steklten das Dampfschiff und die Korvette ihr Feuer ein und stießen zu ihr, und «(!(-3 der- lox'en sich um 311131" aus dcm (Gesicht, Vor der Stadt ein Kanonierboot zurück- lajscnd, das a1nTagenichtfeucrte, Nachts abcr einigcRakc-ten und eine Bombe jvarf, bon der das Seil der Fähre zerrissen Wurde. Während des ganzen Bombardmncnts hatt-cn wir keinen Verlust; die Truppen standen in der Stadt, und der Transport der Salzfuhrcn von1'jenseitigen Ufer. der Mccrcnge ging allnäcbtlich glücklich bon stattén.
Am 24, Juni um 3 Uhr Nachmittags erschien in See eine auf die Stadt znstcuernde Eskadrc von 2 Schraubcn=Fregattem 2 Dampfschiff?"- 2 Schraubcnbriggs und Z Dampfbrchrn (kleine Landungs-Fahrzeuge). Der in (Hrnitsl'hkök bcfchligcndc Fürst Labanoff ließ die in der Stadt stehenden Truppen Position am Ufer der Meerenge nehmen und steUke 5 Asowsche Barkassen gegenüber dcm Eingange in das Ssiwasck) auf.
Am Abend des 24. Juni voreinigtcn sich mit dem vor Gcnitscbesk stehenden Kanonicrboot nock) zlvci 1111t©cschü§cngroßen Kalibers armirte. Dcr Rest der Eskadrs rangirte sich in einer Linie, 10 Werft vor der Stadt, den Raum von der Strclka bis zur Insel Virjutscheff einn?!)- mend. Dies Ville's brachte den Fürsten Labanoff auf die Vermuthung, daß dcr Feind bcabsichtigc, einc Landung zu machen. oder durch bn: Mccrcmgc nacb Tschongara _durchzubrccben. Den ganzkn folgenden Tag. dch L:“). Jnni, beschossen zwe? Kanomcrboote und das französische Dampfschis) „GcmtscbeSf“ mit Macht, ihre Schöffe besonders gegen die bcßen (He'- [xände der Stadt richtsnd. Es schien, das; der Feind noch zu keinkM Entschluss gekommen war., dknn bis dahin hatten fich rmx L oder 3 Schiffe der Stadt genähert, und die Anzahl Sch1ffe der in der Ferne stehenden Escadre änderte sich mehrck"? Ma„“ am Tag?. Zu der Nacht Vom 26stcn auf den 2717911 croffncten dic Kanonicrboote und das Dampfschiff cin verstarcktes Bombar- dement, Kugeln und Bomben fielen in die Vorstadt, 1x: Welcher dit"- Truppcn aufgkstellt Waren. Um Mittag des LMM sUhx ems der Kano- nierboote das Ufer entlang, an Welchem die Borstadt [1987- bis an das die Straße von (Henitschcsk berührende Vorgebn'ge- und tvarf auf gut