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:: Dom nnd seyten um Mittag mittelst eines Extra-
.. d . . ZYWQÉX 9§heinischen Eisenbahn die Retse nach Brüssel fort.
(Köln. Ztg.)
'ien. Brüssel, 27. August. Der König und der GrafYthngandern sind heute nach rem Lager von Beverloo abge- ' reist, wohin der Kriegs-Minister ihnen vorausgegangen war. -- Der Stabs-Major 'Goffinet, erster Adjutant Des Herzogs von Brabant, ist heute nach Köln abgereist, um dort den von seiner Reise znrückkehrenden Prinzen zu empfangen. -- Naéh den Mit- theilungen, die der „Jndépandnce Belge“ zngegangey sind, herrséht völlige Ruhe im ganzen Bezirke der Sambre. Nirgendwo hatte man mehr eine Spur von Zusammenrottuugcn gewahrt.
Frankreich. Paris, 28. August. Die Königin vyon England hat sick) gestern um 11 Uhr in Boulogne eingeschtfft.
Der heutige „Moniteur meldet, daß die Königin von England den Armen Von Paris ein Geschenk von 25,000 Frau„cs gemakcht habe. Der Prinz Jerome hat am Sonntage Der Konigin ferne Huldigung Dargebracht. (Tel. Dep.)
Spanien. Eine Depesche aus Madrid vom 25). August lautet: „Die „Madrider Zeitung“ zeigt an, daß die Auslander yon der Zwangs-Anleil)e ausgenommen sind. Sie enthält die Ratiftca- tion des Vertrages mit der dominikanischen Republik. -- .Der Hof wird wahrséheinlich gegen den 15. September nach Madrrd zuriick- kehren.“
Türkei. Der am 27.August in Marseille eingelaufene „Carmel,“ bringt Nachrichten aus Konstantinopel vom 20. August. Dre Pforte hatte beschlossen, 25 den türkischen Heeren auf der Kmm und an der Donau entnommene Bataillone nach Asien zu schicken. Omer Pascha und Hussein Pascha sollten am fblgenden Tage, 21. August, nach Bakum abgehen. Der größere Ther! des cng11sch- türkischen Kontingents sollte die Von Eupatoria abgehenben türkischen Truppen daselbst ersetzen. _ Lord Stratford ke Redcltffe sollte am 21sten nach der Krim abreijen, um dem GeneralPelissier das Großkreuz des Bath-Ordens zn überreichsn. Cin Tagesbefehl des Generals Pelisster wünscht dem an der Tschernaja lagernden Heere Glück zu dem am vorhergehenden Tage erochtenen Siege, und giebt die Stärke der russischen Verluste auf mehr als 6000 Mann, so wie “oi? Zahl der Russen, Welche Verwuubet oder. gefan- gen in den Händen der Sieger geblieben find, auf 2200 an. General Pelissier macht die Generale Herbillon nnd Defailly, so wie deu Artillerie-Obersten Forgeot _als solche namhaft, die sich besonders auSgezeichnet haben. Die Verbündete Kavallerie untcr Befehl de? Gknerals Morris war bereit, den Feind zu verfolgen. Allein de'r Oberbefehleaber, welcher der Hauptaufgabe, die dem Heere obliegt, eingedenk war, wollte Nicht unnöthigerwcisc Blut Verschwendcn, nachdem fick) die Ueberlcgenheit der Verbündeten über die so viel gerühmte der Ruffen herausgestellt hatte.
Eine zweite Depesche meldet: „Korrespondenzen aus Der Krim vom 18. August berichten Folgendes über den Kampf an der Tschernaja: Die Durch einen dichten Nebcl begünstigten und in der Stille heranrijckenden Russgn überraschten die sardinischen Vorposten, gingen auf Flößen über Die Tschernaja und marschirten troß des Musketenfeuers der auf dem linken Ufer postirten ZuaVen gerake auf das Lager der Verbündeten los. Sie wurden Von dem 50, und dem 97. französiséhen Linien-Regiment empfangen, welche den Feind durch einen furchtbaren Bajonett-Angriff zurückzuschlggen begannen. Die am Kampfe Theil nehmenden Franzosen belrefen sich auf 10,000 Mann unter Befehl des Generals Herbillqn. Ayf die erste Kunde Von dem Gefechte“ eilte General Peltsfier m Person auf den Kampfplaß. Die Axtillerie der Russen, Welche von dem Feuer der auf den Höhen errichteten Bat- terieen des verbündeten Heeres, namentlich aber derer, welche der Oberst Forgeoi befehligte, beherrscht wurde, sah sick) zum Riickzuge genöthigt. Die Sardinier, welche der“) Hauptstbß auszuhalten hatten, erlitten natiirlich Verluste, welcbe m Verglewl) schwerer waren, als die de'r Franzosen. 900 gefangene Russen kamen am 20. August zu Konstantinopel an. Heyte, 277, August, hat W) der General BoEquet zu Marseille mxt Berstarkungcn, die sich auf 3400 Mann belaufen, nach dem Orient emgeschrfft.“
Eine dritte marseiller Depesche besagt: „Laut Korrespondenzen, die der Karmel überbracht hat, schickte sich Abd-el-Kayek JU? Abreise nach der Krim an. Beim Angriffe auf der Brücke von Traktir sollen die Russen dezimirt Worben sein. Weder die smt)- zsfische Kaisergarde, noch die Kavallerie nahm am Kambfe Thetl. Sechs türkische Bataillone, so wie eine türkische Vatteme waren im Feuer und schlugen sich tapfer. Außer den Generalen Herbillon uvd de Failly und dem Obersten Forgevt nevnt General elisficr gls solche, die sich besonders hervorgethan haben, die enerale
anchenx, Camvu, Clerc, Wimpfen und die Oberinn Dvnay, PolkLS,
Lord Panm-“ure veröffentlicht in den Londoner Blättern Vom 27. August folgende Depesche aus der Krim: „26. Auqust ck24 Uhr Nachmittags. Unsere Belagerungswerke und die unserer, Alliirten machen erfreuliche Fortschritte,“
Mit der Landpost über Semlin in Wien, den 28. August, ein- getroffenc Nachrichten aus Konstanxinopel reichen bis zum 25sten d. Nack) denselben haben die Türken einen glücklichen Aus- fall ans Kats gemacht, und hat ein Corps der Russen, das Erzerum bedrohte, sich 3uriickgczogem Lord Stratford war nach Balaklava gereist. Die Disponiblen französischen Truypen Wur- den fämmtlich nach der Krim eingeschifft. (Tel. Dep.)
Eine in Paris am 28. August eingetroffene Depesche aus
' Therapia vom 25stcn d. meldet, daß die türkische Garnison
einen ziemlich glücklichen Ausfall aus Kars gémacht “habe. Die Russen haben fick) von Erzcrum zurückgezogen.
Alexandrien, 20. August. EML Aufforderung aus Kon- stantinopel ist an den Vicekö'nig, Said Pascha, eingetroffen, rem Bey von Tripolis Hülfstruppcn zur Unterdrückung des Aufstandes zu senden. Der hiesige GVUVLMLUX', Kathie Pascha, ist abgessyt und an sciner Skellc Schekir Pascha ernannt.
„Rußland und Polen. St. P etersburg, 23, August, Laut Bekannfmachung von Seiten Des St. Petersburger Militair- General-Gouvcrneurs vom 8. (20.) August nahm die feindliche Flotte im Laufe des 7. (19.) August keine Bewegungen vor. Von “Den Linienschiffen ging eins in See und es blieben noch in dcr Escabre 10 Linienséhiffe, 1 Fregatte und 2 Dampfschiffe.
Die feindliche Flotte lichtete am 8. (20.) August, Morgens, die Anker, labirtc gen M und warf Die Anker auf Der westlichkn Seite des Tolbuchin-Leuchttl)urmes, Weiter der See zu.
Unter „Nachricbtm aus dem Baltischen Meer?“ theilt der „Russ. Invalide“ Folgendes mit:
„Der Commanbsur dcs baltischen Corps, General der Käballcrie Siebers, berichtet unter dem Z0. Juli, das; am Ysten Abends zwéx feindlichb Schraube11da1nbfschiffc sich bei Domestxäs (zwischen Riga und Windau) bor Anker legten. Am andern Tage um 7 Uhr Morgens Lr- öffnctc “der Feind das Folter «Uf cin am Ufer znr AUIbcsskrUng licgcndes abgetak-xltes Boot, und es gelang ihm, dasselbe, nachdbm 61? Nuderfabr- zeuge abgesandt, zn Verbrennen, gleichwie das nächste Cordon-Haus. Hierauf gingen von den eine balbc Wcrst born User 'stcbcndey Booten “300 mit Bücbscn chaffnctc Leute (1116 Land. (km“ Tbml diescr. DeSccnte blicb als Resche am Ufer, die Uobr19cn__ nabchn sich bkm (Hutshofc. Inzwischen War bon Dondangcn dW K*aballyxtc- Ressrvc dieses Distrikts der Ufcrlinie eingetroffen unter dem Obersten Stakclbérg, bom Ulancn-ngimcnt Fürst Tschsrmschcff; „dcr Obkrst berstcckte scin Dctachemcnt hinter einer Höhe und erwartete dle Annijéz rung dcs Keindcs. Die Engländer kamcn an die drex dem Ufer 3111019131 liegkndcn (.)cbändc und fingcn an, sie anzuzündcn; al:"; unscrx Koyaxcn und Baschkircn di:»s sahen, sprengtcn sie auf die Höhe, formnttcn eme Linie Und Warfen sich (mf den Feind. Dic borders KML dkr gclandctcn Truppen WUWL durch diese unchartcté Und kühnc Altake in Lexrjvirx'ttng gebracht und zog skck) eilig an ihre Ncscrbe zurück, Welche eme Salbe gab Und, obno den Angriff abquartcn, zu ihren Bootsn flüchtbtc, Welche cin Kartätscbcnchcr crbffncten. Hierauf lief; der Oberst Stakelbcrg den größten Theil seines Kommando absixzen, postirtc ibn versteckt h_mtcr Zäurwn und befahl auf die Boote zn feucrn, Was diese zivang, zn Men Dampfern zurückzugeben. Dic leZteren nähertcn sicb sodann bsm Ufsx und bsschosfen dasselbe heftig Viér Stunden lang. Den Vcrlust deb Feindes zn bcstinnncn, ist schiwcr, Lk muß aber bcdcutend sliU, zn 1110)?!- [en nach dsr unordcntlichcn Flucht dcr Leute auf ihre Fahrzeug?, jbelche biérauf in einer Entfernung bon 50 Ssasbsn bon dem Zaunc pasmz'icn, hinter Welchem die abgescffcnen Kosaken standen; unser Verlust bc1tcbt, Dank sei es dk): geschickten Disposition des Obersten Stakclberg und dem Ungestüm des Angriffs, nur aus einem Verwundeten Kosaken.“
Ueber das Bombardement von Sweaborg berichtc't Dcr (He- neral-Adjukant Berg wie folgt: _
Dic feindliché Flotte, Mlche in Sicht bon 1501071970cm und Stveaborg “"ich zusammengézogen hatte und aus 10 Linicnschiffcn, 7 Fregatten, 7 Dmnpfschiffen, 2 Korvetten, 1 Brigg, 51 Fabl- zeugen besonderer Construction, 16 Bombarden, 25 KanoanrJ booten, 2 Jachten und Z Transportschiffen bsstand, nahm am 28. Jul". Stellung zwischen den Inseln (Hrahm' nnd Renskär, parallel der Festung, so daß sie auf ihrer rechten Flanke, bei derJnsclSt11ra-Miöl=Oe (gegen- über Sandhamn) chi Schrauben-Linienschiffe von 80 und eine Frbgakxé von 31 Kanonen hatte. Die Schlachtlinic aller dieser Fahrzeuge War ;; bls 4Wcrst bon der äußeren Linie der Siveaborgschen Werke entfkrnt; «'was mehr vorn standen die Fahrzeuge von besonderer Construction, [)mter ihnen die Bombarben und Kanonierboote, in zwei Linien geordnet, und hinter diesen, außerhalb des Bereichs der Weitestgehcnden Schüsse der Festung, die großen Fahrzeuge. , Von dieser so Weiten Entfernung (1116 eröffnete der Feind am 28. Jul! um 737 Uhr Morgens das Feuer von den Kanonierbooten, Bombardcn und Schiffen besonderer Construction; 95 War anfangs ziemlich gl8ichmäßig auf alle gcgenü'bcrliegenden Vattemeen der Festung gerichtet: die Forts Wester-Swart und Longörn, das Schiss „Hesekiel“ und einen Theil der Vat-terieen der rechten tanke, d. h. dxe Nikolai-Batterie auf der ?nsel Rentan, dieBattcrieUlmka'sborg und M Erd-Batterie Nr. 1. Auf nn erer äußersten rechten Flanke Waren die Anstxkn' gungen des Gegners gegen die Jn-se-lDrums-Oe gerichtet: zlvei fcinbllä)? ("regatten und eine Korvette legten“ sich in der Vu*cht am s11d1vestl1chcn
armes und Casio ny. 'Es ist “bkfchloffen w'ord'en, “oke Kavallerie in der Türkk'i überßvinkern zu lasskn.“
heile diefer Jnsc!, noch keine Werft Welt vom Ufer vor Anker und er-
kéinxn Antheil mehr an dem Kampfe,
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öffnet?" das Feuer,. anfangs gegen dexn Telegraphen und sodann ein Kreuzfeuer gegen dte Jt1se_1n, mdem slk, unu'nxerbrochen Salven gaben. Während der Kanonade sch1ckte der Angxmfsr etmgc Male Ruderfahrzeuge mit Landungstruppcn aus, um Drums-Oc zu besetzen, Wurde aber bon dow wohlgezislten Vüchscn- und Geibebxfeuer aus den „am Ufer errichte- f(x] Logements empfangen und, mußt? mehr ohne Verlust umkehren. Um 2 Uhr Nachmittags stelbten du? fcmblichcq Schiffe ibr Feuer gegen die Insel ('in und gingen hmtkr dtc Jnscl L_]kjölb-Oc. Von 10 Uhr Mor- gens an War nach der crstßn auf der Jmcl LtUa-Ostcr-Sjvart-Oc ausge- [»rochcnen Feucrébrunst das Centrum unserer Vcrtheidigungslinie, näm- 1jch die Festung Sivcaborg. Hauptziel der fcindlickxcn Schüsse. Da der Angreifer keine Mögltchkmt sab, irgcnb cinen ontsclxsidandcn Erfolg gegen unsérk Werke Und Battsrtccn za crztclen, so beabsichtigte LL" offen- bar, fick) die große Tragjmxite seiner großen Geschosse zu Nase zu machen, und, indem er sick) 111öglichst außerhalb unserer Schußtmäte hielt, die Ge- bäudc im Innern der Festung zu zortrünnncrn und zu verbrennen, wozu die dort befindlichen hölzernen Gebäude und die hohen dreistöckigen Hänser obnc (538100100 ihm 'die wolle Möglichkeit boten. Da ich dieses Vorhaben crricth, so gab ich gleich zu Anfang des Kampfes Befehl, bon unseren Battericen nur in solchen Fällen zu anttvorten, Wo die fsindlichon Schiffe, die nur ein gkringes Korn botcn, auf eino solchc Ent- fernung berankänwn, das; ihnen Unsere Schüsse wirklick) Schaden thun könnten. Dicssr Befehl Wurde mit jener rühmlichcn K*altblütig- keit aus*gc'fübrt, die eine Wahrhaft gute Artikleric anchichnct und mit solchom Erfolge, daß irgend eins der gcgsn die Festung agirsnbén Schiffe sikb mtr aus ihrer Schlachtlinic hercms zu bckvegcn brauchte, um auch sofort dttrcl) die' ivoblgbzicltcn Schüsse von unseren Werken gozwungen, ciligst wieder zurück zu geben. Die in solchen Fällcm auf den befohädig- ten Schiffkn anfgcbißton schmarzbn Flaggen, das sie im Scthptau fort- führendc Dampfsckxiff und ondlich dib Menge der an verschiedenen Stcklc'n ber11111schwi1nmcndcn Tri'nnmer gaben Zeugnis; dafür, daß jegliche Annä- herung (111 die Festung dem Gegner nicht ohne VerlusteundBeschädigun- gen zn stcbkn kam. Inzwischen bcrbreitetgsick) bald nach Erbffmmg des fcindlicbsn Feuers ein bedeutender Brand 111 dcr-Fcstung, der WOZ der angéstrcngtcn Arbeit der Sprißcn-Komnmndo's111x171 zu löschen War, da er durch das ununterbrocheneVombardannt ber Tage und das Raketen- Mrfen bei Nacht Untcrbältcn wurde. Kaum War irgendWo cin (Hsbändc in Brand gcrathen, so Verstärkte» der Angreifer sofort sein Feuer in dieser Nichtnng, aUein Dank der GsisteSJUchWart und der umsichtigen Leitung des als Komnmndant von Sivsaborg fungirendcn General- LieUt-énants Sforbkin und seines (Hehülfen, (HencraL-Majors Alexe- jcff, Wurden die Probiant-Vorrätbe des Landtruppcn-Ressorts, die Mittelgcbämde und die beiden bier Skockibcrk hohen Offiziers-Flügel «schlägt. Dic Pulver - Keller bicltcn troxz dss unaufhörlichkn Vombenbagcls bis zum Ende ans, mit AnLuabme bicr kleiner Vorräfbc gcsükltcr Bomben, Welche auf dem (HUstubSMrd in alten (021106le bon sckzwxbiscbcr Construction lagen. Am 28. Juli gegen 12 Ubr Mittags tbcilte das Platzen cincr fcindlicbcn mit Brennstoff gc: fbliien Bombe bincm diescr (Heibblbe das Feuer mit, dies sprang sogleich ank diE 011ÖLW11, nicbt Weit davon liegenden Über, Und auf diese Weise flogcn «llc bikr Gcwjölbc fast gleichzcitig in die Luft. Durch eine be- sbnbcrc (Hnadk (8501th bestand der hierdurch bcrursacbtk VcrlUst um “111 einem (Hetbbtéte'n und drei VchUndotmx nicdcrcn (Hra- dcs, DAI furcbrbnre Bombardcmcnt dcr Fbstung bancrtc unun- t-,*r[*1'ochcn bolle 24 Stttndcn lang: in der Nacht W 280-311 WUL'OE s:? ctibc1ssck)wäck)cr, begann abcr dannwicdcr mit crncucrtkr Kraft -- 100061 der Feind zwischen ÖM Bomben unaufhörlich Rakbtcn tvarf, in dot: leyick)t, dadnrch dcn überall gkstiftctcn Brand zu unxerbaltcn und 1bc11§r311 Verbreiten. Während dieses Bombardmncnts suchte der (5,3694- W' tick) dcn bci dkk Festung liegenden Inseln SkanIland und Kungs- bblmcjz bon dsr WWU Scita Und aucb der Bcfestignng Longbrn, dcr MolawBafferic Und dem Schiffe „Hcsckicl“ bon dvr anderen Scitc zu Uabérn, Wurde aber durch die jvoblgczicltcn Sckyi'tffx: dar genannten Bat: Torxexnxxd des Schiffes 000011 abgehalten, Wobei die Vcrschanzung auf dérxznjelSkanSland bcsondcrs crfolgrcicl) opcrirtc, indem sie dcnKanonen- bbbtcn du's Feindes nicht gestattete, näher zu kommen, Um die rechte Flanke der ÉMZrncn-Battcric zn bcscbicszbn. Das der Straße bon Gxtstabs-Werd ge- IMUÖW postirtc Schiff „Nnßland“, bsstimmt, die Bucht der Läng-Z nach ZU bbscbießcn, konnte cben chbaib mir mit einem Theile seiner (Heschüße W Kampfe Theil 119bmcn, Erhielt abcr, da es im Bereiche der bon vcr- schlébcnkn Seiten auf die Festung und auf die Insel Skansland gerichte- txen Clhüsse lag, viele Löcher; durch die im BOJLU gebenden feindlichen Gkschosse vom größten Kaliber Wurde die Dccke durcbgcscblagen; Bom- ben plaxxtcn im Innern des Schiffs und eine derselben drang fast bis zur Pitlbcrkammsr; seine Rettung verdankt das Schiff einzig und allsin der Umsicht skims K*onmmndeurs, dcs Capitains1sten Rangss Poplonöki und der Gcistchegcnjvart des Unter-LicUtsnants Popoff, bom Corps dex Marinc'- Artillcric, der, „zur Bcfichtignng der Pnlbcrkammcr abge- sch1ckf, mit Hülfe der dort befindlichsn Bsdienung das Feuer sofort :mcb ÖM] Ploch der Bombe löschte. * *
gleichzeitig mit der Cr-
“1 _ Aas unserer linken Flanke näherten sich, offnung der Action gegen die Festung, die gegenüber der JnsclSandhamn t„khcndexnzwä Schraubenschiffc und eine Fregatte den südlickwn Batteriecn dkßsér Inse'l bis auf Ungefähr 22 Werft, und cröffnctcn in Parallclstcllung Wk derselben gegen sie und gegen diein dcr Nähc postirtenfüananonicr-
boote bes 1. BataiÜons ein äußerst heftiges Jener. DieBattcrieNr. 3, Welche m der Mitte des angegriffenen Raumes lag, Wurde bon feindlichen G„€sch9ssen Überschüttet, antwortete aber so kräftég und sicher, daß die semdlrchen Schiffe am LZsten um Mittag bie Kanbnade einstellen und außerhalb unserer Schußlinie zurückgehen mnßten, Wobei eins der Schraubenschiffe das andere in's Schlepptau nahm, - beide nahmen . sondern waren bis zum 30. Juli bxoß nut Aquesserung ihrer Beschädigungen beschäftigt; Trümmer von dxesen Schiffen schwammen sogar bis zu unsern Vatkerieen.
Die, heréingebrochene Nacht unterbrach den Kampf nicht, im Gegenxhcxl benußte der Feind die Dunkelheit, um die vorher bon 119111 m der Nach) vozn „27. auf den 28. Juli auf der kleinen fclsxgen Jnsex Longor (dw mncrhalb seiner Position lag) aufgetvorfene Mörserbatterte zu bcivaffnen. und eröffnete in der Nacht auf den 29sten dqs Feucg von derselben, mdcm er zugleich das Bombardement von semcn Schiffeg berstärkts. Dnrck) dic Action derselben berbrannten auf chrFestung StbraOster-SWart-Oc dic Hafengebäude mit allen dazu qt!- hor'tgen Werkstattcn und Magazinen. Am 20sten, um 10 Uhr Morgeüs gerteth das Dach auf dem bedeckten Gange in (Hustavs-Werd wv Bom; bezn und Munition aufbcibahrt Wurden, in Brand, Dér General- Lxcutenant S_sorokin sah die nahe Gefahr für die Cifternen-Batterie und dxe ganze Festung von (Hustav-Werd und rief Freiwiklige zur Löscbuug des Feuers auf. Sämmtlich Offizicre, die sich in dem Auqenblick bei dex ,C1s1ernen-Vattcrie befanden, gaben zuerst das Beispiel der Vereit- kvxlltgkcnt; ihncn folgten die Leute, Und troxz dcs jsxzt borzuqubeise auf den bkdccktén (Hang gkrichtctcn fcindlichcn Fsucrs wurdc dsr Bkand schnell gs!öscht. Der Erste, der zur Löschung des Feusrs anf's Dach svrang, War der Fcucrjvcrkcr bon dsr (HarnisonZ=Artilleric Michcjeff.
„ Dxn gaxxzsn 20. Jttli_1'ibcr hörte“ das heftige Bombardement auch 111cht„crnc Mmute lang aus, c'rst 969911 die Nacht 11 urdcz es allmälig schwacbcr, Und gcgen ;) Uhr Morgens bkrstummtß «s g?113[ich.
In der Nacht boxn 200811 auf den LZOstc-n tvarf bie feindlich? Flotte Yongrcboschc Raketen m dx“.- Fkstung Und die zu ihr gsbörfgcn Wkkkk, ]cdocl) ohns großen Erfolg.
. Am ziveitcn Kampftage, bsn Wstcn, bsscbränkte sich die Action VLS chdcs auf Unsérsr rechten Flanke auf sink Kanoxmdc 969611 die Zuse! Druznsx-Oe, Welche von 8 Uhr I,)korgsns bis 9 Uhr Abbnds dauerte, und am .3'1jtex11 um 3 Ubr Nachmittags crncncrtwnrbc. DWFeind beschädigte durch d1esclbc dcn Tclegr0pbon nnd steckte einige Male den Wald in Brand, dsr ]cdocl) sofort gelöscht WUL'ÖL.
. _ Auf der [ixxken Fbaukcz unscrer Vcrtbeidiguugslinik "MCHW dsr am 2811811 bon der Insel Smxdbanm _zurückgejchlagcnß FWW keine Versncbé WLÜCL', und unsere Batterxcn bbxcbränktcn sick) auf einigk Schüsse gcgen
bie Schalnppcn, Mlxhe Mkmungcn anstelltcn oder RaketeU auf die in dsn Festungsjverken arbentcnden Leut? Warfkn.
„ _ Am 8033110 [Mchäftigte sich der FMD den Tag Über mit dEr Vér- grotzernng scmer Mörscr-Batteric anf dkm Felsen Langör und in dsr Nacht Wurf cr Rachen anf die Inseln KUUJZHOÜMU Und Skanslanb ohne ihnsn Übrigens Schaden zu thun.
, Am 3111211 zog der Feind seine Rnderfahrzouge bcrauf und nach Mutag zerstörte: cr scine I)ibrscr-Batterie; am 1.Auguft tm ZUHr Mor- gens 11chtetc cr diE Anker und zog in der Richtung gen Süden ab.
„ „ Die großen fcindlicbon Fabrzcuxzs: Linic11schiffe, Frégatton und Dampf 1ch1fs€, agirtcn, jvcil sie ein zu bedeutendes Korn ÖNORM, nicbx gsgsn dxe Fsstung Und bcrmicdcn sorgfältig jede Beschädigung; d;.c Kanonisr-
. bootc', Wclche am Kampfe Theil nabmen, sltchfln unanfbbrlicb ibrex-i Maß
zu TVEchsckln unter Bkihülfe ihres Schrauben-Motors.
Dies alles War auch der (Hrund, Warum anßsr einigen Feuors- brÜnjten, Wclcbe zu Verhindern unmöglich War, dcr ben FestimgSjvc-rkcn Und Batteriecn im Allgkmsincn durch das 48stündigk starke BOMÖÜLIÖE- Münk zngefügw Schaden sicb im (Hanzcn als nnbbdentcnd ()eraus'stcl'lt„
Nach einer annähernbkn Und änßsrst mäßigen Berechnung bat dsr FEWO an die Insel 'Drmns : Oo ungcfäbr tcmscnd, (mf Swéaborg und die in der Nähe dicser FLstUUJ chcgéncn Ufcr- batterjeén bon Helsingfors 17,000 und auf Sandbamn mehr als 3000 Schüßc abgefeusrt. Bei kincr solchen Masse von Geschossen ist unser Verlust an Leutsn sehr mäßig: Getödtst sind: 41 Mann; Verivundct ? StabSoffizicre, Z Ober-Offizieré, 110 Mann. Von denen, dieContnfion-xn Erhieltcn, traten sowohl die Herren Offiziere, ach auch die Unter-Mili- fairs theils gar nicht aus dsr vont, theils sind fie schon wieder in den Dicnst zurückgekehrt. Diesen 10 Überaus mäßigyn VerlUst an Lsuten schreibe ich den bksonnenkn Anordnungen der Hsrren Befehlshabér zU, ivclche die in der Festung Vorhandenen Decklverke und auf don Inseln die natürlichon Und rechtzeitig aufgeführten Wällu benußten, um die ihnen anbc'rtrauten Truppentbcile 999671 bis SchÜssk des Feindes „zu schüch.
Außer der schon angkgebcnen Einbuße der Garnison wurden aufdem Schiffe „Rußland“ getödtet: 11 Mann, berivund-Zt Und durch Konfusio- ncn berlexzt: 1 Oberoffizicr, 88 Mann; auf dem Schiffe „Hxsekicl“ ein Matrosb. *
Indem ich hierüber Bericht erstattc', bmlte ich Es für Pfücbt, zn Lr: klären, das; die mir anvertrauten Truppen Sr. KaiferZichen Ma Lstät bon den Chef?- bis zum lcxztcn Soldaten ibre Pflicht mit ]enec FLstLgkeik und Mannhaftigkcit thaten, Welche das russische Heer stets an?:zeichnkten.“
Der Milftair - Go11berneur von “Archangelsk, Akmiral Chruschtscheff, berichtet unter dem 2/. Juli Folgendes:
1) Bei dem Angriff des Feindes auf das Dorf ML ra empfingen 6 Bauern von der Seeküstc den (Gegner mit einer FlinteUZalve und befr- hinderten ihn 4 Stunden lang, ans„Land zu kommen oder fich der, m der Nähe stehenden Barkassen zu bkmachtigen. Endlich drang dcr Fctn-d dennoch in das Dorf cin, Verbranyte dort 3 Häuser, 2 Vadstubcn, 3 Vorrathsbäuscr (Ambaren) und emége in der Nähe liegende Fahrzeuge und Kähne; bei seiner Rückkehr nach dem Dampfschiff schlug er die Fen- sterrahmen aus den unversehrt gebliebenen „Häusern und nahm AÜes, Was er konnte, mit sich. '"
2) Am Morgen des 22. Juli legte fich cin zweimastiges englisches Dampfschiff 200 Ssashen vom Dorfe Ssjusma vor Anker, that 9 Ka-