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'mit reduzirter Besatzung als Torpedo-Schulscbiff im Diensi verbleibt.
Saxhsen. DreSden, 15. Oktober. (Dr. Z.) _Der König ist gestern Nachmittag 4 Uhr von SibyUenort Wieder. hierher zurückgekehrt.
_Sachsen:Weimar-Eisenach. Weimar, 15. Oktober (Weim.Ztg.) Der Großherzog traf, nachdem derselbe dem Fürßen von Hohenzoüern einen Besuch auf der Weinburg bei Rheineck abgestattet hatte, am 10. d. M. in München ein. Am 13. d. M. ist Se. Königliche Hoheit im bestsn Wohlsein nach der Wartburg zurückgekehrt.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 15. Oktober. Die „Presse“ sagt bei Besprechung der Landtagssessionen: Zn Linz wurde gestern angeb1ich eine Wahlreiormdebatte, in der That aber eine ausschließlich politische Debatte geführt, in deren Verlauf die beiden Parteien Gelegenheit fanden, sich mit gegenseitiger: Anschuldigungen zu _überbäufen. V01_1 der Wahl: reform selbst wurde wenig g=?1prochen und 19 kann es nicht Wunder nehmen, daß die Wahlreform 1111 «119111135 Zrascrw vertagt wurde.
Eine Wienrr Correspondenz des „Prager Abendbl.“ äußert sick) über die Landtagsseisionen folgendermaßen: Ein Rückblick (1111 die eben zu Ende gehende Session der Landesvertretungen bietet im Ganzrn und Großen eine ziem- lich erfreuliche Perspektivo, da nicht blos eine Menge hoch- w1chtigcr wirth1chaftlichcr Angricgenheiten der Erledigung zu: gxführt wurde, sondern auch der Versdbnungsgedanke sicht: liche Fortschritte gemarhr hat, wie das Verhalten der Majorität desböhmiichen Landtages bei dcr Wahl der Landesausschuß- beisißer, die entgegenkommende Haltung der slowenischen Ma: 1orität de_s Krainer Landtages bri der Verifizirimg drr Grof;- grundbesißerwablen, endlich der Kompromiß in der Wahl: reformirage zwischen Liberalen “Mid Konservativen im oder: österreichischen Landtagr beweisen.
Agram, 16. Oktober. (“7 . T. B.) Heute Vormittag 9 Uhr wurden im Beisein eines Regierungskdmmisiars und einer Compagnie Militär unter kiingendem Spiel die doppel- sprachigen Wapprnschilder von beiden Finanzgrbäudirn abgenommen und durch Wappen1child€r ohne Umschrift erfißt.
Belgien. Brüssel, 15. Oktober. (W. T. B.) In Gegenwgrt des Königs und der Königin hat heute die Einwerbung deS IusiizpalastecZ in programmmäßiger Weise stattgefundrn. Der Feier wohnten auch Delegirte aus; wärtiger Gericbisbehörden bei. Abends findet ein großes Bankett drs Advokatenßandes statt.
Großbritannien und Irland. Lo ndon, 13. Oktdbrr. (Allg. Corr.) Der Premier Gladstone basucbte vorgestrrn de_n im Bau begriffenrn Tunnel unter dem Mers-syflnffe in Liverpool und kehrte gestern nacb Hawarden ziiriick.
Das Comité der eiigli1ck1€11Schiif§rheder, welches zur Zeit drs zwiicben der englischen Regierung und Hrn. von Leffeps getroffenen Uebrreiiikommeiis eingrseßt worden war, um die nothwendigen Schritte zum Bait einer?. zweiten Suezkanals einzuleiten, hat am 11. des. eine Sißung ab- gehalten, in wrlcher beschlossen wurde,_eineVor11eliung an dir Regierung zu richten und diese 511 er1uck19n, „die Angrlegcn- heit nicht in ihrem gegenwärrißcn Unbefriedigenden „Zustande zu belassen, sondern ungesäumtalXe Schriiie siiiznleiten, welche, zur Erleichterung des Verkehr?- zwischen dkaoihen Mid drm Mittelländischen Meere unbedingt erforderlich sind.“
Lord Lansdowne, der USUS Staiidaltrr ron Canada an St_eUe des Marqiiis von Lorne, trat Nrsiern ati Bord des Damp1er6 „Circak'iian“ mit seiner Grmahlin und seinem Stabe die Reise nach Qiiebeck an.
Frankreich. Paris, 13. Oktober. (Kölii.Zt1',-.) Laut Mittheilung des Finanz-Ministrrs bsträgt das Drfizit des Budget?- von 1883 gegenwärtig 67 MiÜionen. -- Der franzöjisckze Bdtschafter am Vatican ist in Paris ein- getrofJ'en, um 11ch iiber die seit einiger Zeit mit drm heiligrn Sinh gepflogenen Unterhandlungen mit der Regierung zu verständigen. _ Gestern beßannen unter dem Vorsiß des Ministers des Ausowärtigen did Unterbandlungen iiber den Handelsvertrag zwischen Frankreich und Orßerrerck); Der düérreichi1ch13 Botschafter und die fran: zösischen Minister des Handels und der Finanzen wohnten drr Sißung an.
Spanien. Madrid, 16. Oktober. (W. T. B.) Der Ministerrath hat iich_ gxsiern mit den bekaniiten Vor: gängen in Paris beschäftigt. Dem Vernehmen nach wird in der amtlichen „Gaceta“ der Inhalt der Unterredung zwiscbrn dem König Alphons und dem Präsidentin Grévy vrröffenilichi, womit der „Zwischenfall als erledigt angesehen werden soil.
Telegramme von der portugiesischen Grenze meldeai, daß gegen 3000 portugiesisch? Bauern in der Gegend von Valenzd de Mino unier den Rufen: „Es lehr die Republik!“ revoltirt hätten. Zur Unterdrückung deS Auf- standes sei Militär aufgeboten worden, und LS folien dabei mehrere Soldaten und Bauern vcrwundet worden sein.
Das Journal„Dia“ii1eiltmit: die portugiesische Truppenabtheilung, welche zur Unterdrückung des Vauernaufstandes abgesqndt, sti von den Bariern zuriick: gedrängt worden, hczbe sick) nacb Paredes zurückgezogen und dort verschanzt; iibrigens sei der Bewegung keine Bedeutung beizumessen.
_Italjen. Rom, 16. Oktober. (W. T. B.) Ihre Kc1_11er11chen_ und Königlichn Hohriien der Kron- prxinzdnd die Kronyrinzeisin sind mit der Prinzessin Vicioria grsiern Abend M Cadciiabbia eingetroffen und beab- sichtigeii, heute Morgen iiber Colico Und den Splügen die Rückreise nach Deutschland anzutreten.
Rußland und Polen. St. Petersburg ,. 16. Ok- tdbcr. (W_- T. B.) Bezüglich der neulichen Anhaltung eines britischen Schiffes bei Wladiwostock konstatirt das „Journalde St.Pétersbourg“: die amerikanische (HeseUscbaft Hutchison beside seit dem Jahre 1881 ein aus- schließliches Mondpob auf der Kommandanteninsel und Um- gegend. _Anderen Schiffen sei daselbst der Fischfang nur mit Erlaubmß des General-Gyuveriieurs von Osisibirien gestattet. Dies sei im Jahre 1882 in _San FranciSco und in den' japa- nischen Hafe_n durch die russischen Konsuin veröffentlicht wor- den, _und die Beschlagnabm? dLS britisthen Schiffe?) sei daher geseßlich. Die Angelegenheit werde iibrigens demnächst vor .das kompetente Gericht gelangen.
Dänemark. Kopenhagen, 15. Oktober. (W. T. B.) Der Prinz und die Prinzessin von Wales find heute Abend über Korsör abgereist; ebenso der Kronprinz von Portugal, welcher heute Mittag aus Schweden zurück- gekehrt war.
_ Amerika. New-York, 12. Oktober. (211111. Corr.) Die coreanischen Ge andten verabschiedeten sich heute von dem Präsidenten Arthur und werden fich am 24. d. in San Francisco nach der Heimath einschiffen.
_- 15. Oktober. (W. _T. B.) Der Vorschlag einer Ver1assungsänderung im Staate Ohio ist definitiv abgelehnt worden, und zwar mit einer Majorität von 75 000 Stimmen. Die Aenderung war beabsichtigt, um den Verkauf von alkoholischen Getränken zu verbieten.
Asien. (W. T. B.) Dem „Reuterschen Bureau“ wird aus Hongkong u. d. 15. 13.211. gemeldet: Privatnachrichten aus Pakhoi be1agen: ein chinesischer Admiral sei mit vier Kanonénbooten nach Lungmun an der Grenze von Tongking abgegangen, um den größten Theil der in Lung- mun stehenden chinesischen Truppen einzuschiffen. Der Admiral werde bald mit dem General Fang zusammen nach Kanton zurückkehren; man glaube, daß die Konzentrirung chinesischer Truppen an der Grenze von Tongking aufgegeben sei.
Zeitungsftimmen.
Eine längere „Zeitbrtrachtung“ knüpfen dic „Ham: burger Nachrichteii“ an den von dem Reichskanzler in Crividerung anf das Glückwunsch:Telegramm (1116 Düsseldorf an?:gesvrocbenen Wunsch, daß all_e nationalen Elemente in griiiz Deutschland sich fester als biSher an einander schließen in_ochtexi, um__die großen Aufgaben, die dem Reiche gestellt wien, ihrer Losung e_ntgegenzufiihrcn. Bei einer anderen Ge: legenheit habs der leitendc Staatswann sodann die Hoffnung ausgespr0chen, daß e_s ibm dergönnt sein möge, dir Zeit noch zu erleben, welchr die Vcrwrrklichung drr Pläne bringe, denen er den Rest _ieines LebrnI gcwidmet habe.
_ „Damit 1i11d“, heißt es Wciikl“. „die lcxxtbin in der Preise ver- brritcten Gcrucbic, daß Fürst Bi§marck die soziaipoiiiiichen Reform- pro1ci'tc_ aufgegeb_c_n, dder au1 unbestimmte Zei.“ rertagt babe, in a_utbeniischcr _Wci1c “iridrrlrgt; denn jene Projekte bilden obncZweifrl eincn Wesentlichen Bcstandtbeil der 91013911 Aiifgabrn, dic nacb der Ansicht dcs Kanzlers dem Reiche gcsirllt find. Der Fürst ist 11ffcnbar weit davonwntfrrnx, sich durch dcn Widerstand, auf den er bei Aus- fuhrung sctncr Plane gestoßen isi, cntmutbigen zu lassen, Nichts Andercs War vdn ihm zu erwarten, den die Mitwelt zu jcd-xr Zcit, unbckummcrdxim alle Widerwäriigiciicn, mit zäi1cr07ner11is, unter Y_n1pannung 1ammilicher ihm zu xHebotc sicbcnder Kräfte unentwegt 181112 _Jdeen bcrfolgen 1111), die zum Theil crst bcgriffcn und ge- wurdigt W11rdcn,_ ais fiewrrwirkiicbi drr Welt vor Augen standen."
Zu den Ztslrn,_die der Reichskanzler sich gesteckt, rechnet ders 523'latt den Ver1uch _zur Lösung des schwierigstrn und wichtigsten Probletns_11n1€rrr_ Zrit, drr sozialrn Frage. Es wrrd 1oda11n a_uf dW_PrltizlP-1€Ü6 Gegiirrsckzaft hingewiesen, welcbe gegen die staatliche Behandlyng dirirs Problems vom Standpunkte deS_Dog111an der wirtl11chaftiichen Sclbstbrstim: mung Lrizobc-n wrrd,_ und werker der (Hrfai)ren gedacht, die (1112. dem Versuch einer gewaltsamen Lösung des Probchs sich ergrbexrkdnnieu. Dann heißt es weiter:
„Einen 101117611 rcvrlutiomären Binögleicb dcr warbsrndcn Gear"- sätZr_zu vermeidrn, darf! nächst dcm lkiU iiienicblicich Gsdankcn dcr angcttrcbirn sozmlpoliti1chrn Rcformrn, als der Hauptzweck der [mir- rrn angrnommrn werden, und untrr dicsi'm Grficbié'bimkie rrscb-xiixrn d1€_ Plane deÉZ Fiirsten BiHmarck dirirn uwsilbtigi-n, iicibesorg'rn ,thigcnoffrn, die nickiin cgotftischer Einseitigkeit ails weltchegendrn Ideen danach beurtbeilen, _ob sie dem eigenen (Geldbsuiel Gewixin odrr Schaden brinxirn, böch1t brack)tciisweirb.“
Und ziim Schluß:
_ „AuSdazirr, Mizib, Wahrhaftigkeit und chuld Wirrdrn aucb bxrr die Waffen 16111, niit denen sich dir FchUde der Soziakrriorm zu rustrn habrii, um der SIM der .Humanii'är und Gki'xéhtigkéit ?11111 endlichen Sieg zu verhelfen; ein Sieg, der mit Abwmidung viclicicbt der größten Gefahr, Welche der Entwickclunq der Mensrbbrw je gedroht bai, g19ichbedeutend sein muß. _ Jene Waffen Haben sick' nocb 1mmer_ als siegreich erwiesen; weshalb sollten sie hier rersagm? Es gilt e_msr hohen und edlen Aufgabe; es gilt dem iricdlichen, beschwichiigenden _Außgieickxc der grfäbriicbsten Gcgensäye in drr memortichen Gernetnschasi, die in ihrer furcbtbaren Härte 1,1717) erschüt- xerndm Bedeutung; fur den Einzelnen wie für ganze Volkskiasi'en sicb jedem ALU? offenbarrn, dcffrn Blick“ 11ichi durrb die ödeste Selbstsurbt und inenscbenunwiirdtge Gleichgültigkeit IMU] das Wohl und WKÖ? der arbeitZyde11_Bcvöiketung getrübt ist. Die Lösmig einer solchen Aufgabe laßt 1ich auf die Dauer nicht biniertreiben. Es kommt nur darau1 an, was zuerst den Widcrstand bricht: unmittelbar drohende Gefahr, bd_er der rrchtzeiiige Sieg des befreienden (Gedankens. WFcber Eveiiiuaiitat der wahre Menschenfreund bier die Wege zu ebnen hat, braucht nicbi “erst gesagt zu werden.“ _
---Der „Kieler Zeitung“ wrrd aus Bredstedt„10.0k:; tober. gemeldet:
Das aniungßrvcsen scheint auch bicr immer mrbr Eingang zu findey, Wenn es damit auch etwas [apgsam gebt vaei 311111111111211 bestehen bereits, _namlicb eine für Schlachter und eine für SWH- macbcr. Der _biesiae Handwrrkrrrercin geht mit dem Plan um, nunmehr (11111; 91113 Innung fiir Holzarbeiter (Tischler, ijelimacber, Drechsler uiid Zimmerer) ins Leben zr, rufen.
_ -- Die „Schlesische Zeitung“ enthält einen Artikel uber Steuerpolitik. Zn demselben beißt 86:
Im Winter voii 1877 zu 1878 fand der Grundgedanke des vorn Reiibskanzier in großen Zugen epitvorfcnen Steuerreformrlanes bis weit in die_ liberalrn Parteilager hinein Billigung. Man erkannte nirbt_ nur die Notbivendigkeit an, das Reich von den Matrikular- britrggen der mit direkten Sieuern überlasieten Einzelstaaten unab- hangig zu machen rxnd dcr Deßzitwirthsibaft ein Ziel zu saßen, 19ndern_ ganz besonders auch das dringende Bedürfniß, die vielfarb scbWer bedrängren (Gemeindeverbände finanzieli zu entlasten. Bebufs Erreichung d:":eser Zirecke gedachte man von _Reicbs wrgen die Zöll: und Kons'umtions- steyirn dergrtm_ zu erhöhen, daß aus ihren Erträgen triibe Ueber- scbuffe an die Einzelstaaten abgeführt werden könnten, dcren Sache es dann bleiben soliie, ihren eigenen Haushalt angemessen zu regeln _ und den Gcmeindrberbänden zu Hiilfe zu kommen. Da eigentliche_Luxussieue_rn„ welche nur die Wohlhabenden trcffen, erfahrungßmaßzg sebr geriiige finanzielle Resultate haben, "konnte es
ck dabei, ww Jurst Btömarck unter Hinweis auf (1111: iibrigen Kulturstaaten *."re end darlegte, nur um gewisse .LuruSartikel des Volkeß“_ banxein, d. _h. um solche Geg-rnstände, welche, wie n_amc11t11ch geistige Getranke und Tabak, einem großen Konsumnnier- liegen, qber 111cht_ zu 'cen_unen_ibebrlichen Lebensmitteln zählen. Nicht nur politisck-e Manner wie Miquel, sondern selbst w::it vorgeschrittene Liberale bekannten fich zu diesem Gedanken. Als die Rrgisrung aber JMFH?“ 1879 Hand ans Werk legte, erhob sich Opposition auf
1) 1 1011 .....
_ Inzwischen find vier Jahre vergangen, während dere". die Ver- wirklichung des Reformgedankens nicht die mindcsie Förderung
erßabre'r hat. Die preußischen Finanz-Minister haben sich be- muht, im Wege sogenannter Verwendungßgeseße einesibeils die.
„konstitutionellen_Bedxnken“ der Reichstaa6mebrbeit gegen Geld- bcwiliigungen fur nicbt vollkommen feststehende Zwecke hinweg- zubeben , andereytbeils die Bedürfnisse ersichtlich zu machen, bebufs dere_n Befriedigung Preußen, dessen direkte Steuern eine Erböbung_n1cht mehr zulassen, auf die ausschließlich dem Reiche zur Vekxugung _stcbcnden indirekten Steuerquellen rechnen muß. Keiner dieser Ge1ex=cntwürfe bat eine Majorität erzielt, und kaum steht zu boffen_, daß das preußische Abgeordnetenhaus seine bisher bekundetc Abneigung überwinden werde, weitgreifende Dispositionen über Geldmittel zu treffen, die der Reichktag in Zukunft erst be- _11_1_§ll_ig_en 1011, zu deren Bewiliigung er aber zur Zeit wenig geneigt cm .
Einen _Erfoxg haben die Verhandlungen des preußifchcn Abge- ordnetenl1au1cs uber die ver1chiedenen Verwendungsgeseße aber jcden- falls gehabt: sie haben der Ueberzeuguna weite Bahn gebrochen, daß in unserem Staatswwew wicbiiae Bedürfnisse der Befriedigung barrcn, denen obqe Beibül1e des Neickpcs nicht genügt ivcrdcn kann. Vor alle_m ailt dies von der finanziellen Lage der Gemeindeverbände. Daß un1er korxmiunaies Besteuerungswesen voilständig im Argenliegt und auf ganz 1alschen Ba1en ausgebaut ist, kann nur noch von solchen bestritten werden, fiir wclche die Opposition Selbstzweck ist. Die- jenige Steuer, welcbe sich am allerwenigsten _ nach den Resolutionen dcs Münchrner volkswirtbschaftliäyen Kongresses sogar absolut gar nicbt -- zur Gcmeindesteuer eignet, die Einkommensteuer, ist in fast allen Gemeinden zur Hauptstcurr geworden und hat vielfach zu Un- gcbcusrliäxkciicn grführt, die, wir wir wiederholt aussprechen, unserem Prcußeii grradezn znr Schmach gcreichrn. Zn nicbt wenigen Städten ivrrdex: _ 111111 allrn andercn Abgaben abgrfebcn - 20-25 0/0 vom Jahreseinkomwcn als dirckie Perwnalsteuer angcschrieben, und wie amtlich festgestellt worden ist, haben sich in einzelnen Gemeinden Obrr1chleficn§ die dem Eitikommcn auferlegten Steuern sogar bis auf420/0, also :tabczu bis zur Hälste des ganzxn Einkommens, gesteigert. . . .
Nachdcn1 fir!) die Erkenntnis; die1er Mißstände in weiten Kreisen durck111crunge11 hat und es aus den mebrjäbrigen Verhandlungen im preußischen Landtage klar gewordsn ist, daß dem Uebel nur abgeholfen werden kann, wenn dem Staate reichere Ueberscbüffe aus dcr Rcichökaffe zuflirßen, dürfte es ratbsam erscheinen, zunärbst ron ailcn Verwendiing§geschcn abzusehen und die chcl wiedrr unmittelbar beim Reichstage einzusetzen. Zu dic1_em chcke aber muß auf den Grundgedanken des Reformplanes zuruckgcgangrn, es müssen die richtigen „Luxusartikel des Volks“, bci dcncn eine Bescbränkung des Konsums nicht nur zulässig, sondern geradezu wünickycnswerib ist, _berauégegriffcn Werden. Als solche Artikel sieben Taback und geistige Getränke in erster Linie. Es ist" unbedingt richiia, Wenn Fürst Bi6marct sagi. der Taback muß mehr bluten, und es ist ebenso rich1i11, Wenn dir Regierung angesichts dcr Tlmtsacbo, das; in Deutschland aÜjäbrlirb mehr als tausend Miliioncn Mark in Bier konsumirt Werden, cine ertmgreichere Gestaltung der auf diesem Lurusariikrl lastenden winzigen Steuer verlangt .....
Gewerbe und Handel.
Dcr (Tour,? für die hier zahlbaren österreicbiscben Silber- coudp 0 115 ist 11.11 169,75 „kl- fiir 100 F1. österr. Silber [1210131161th ivor en.
Frankfriri a._ M., 16. Okiobrr, Mittags. (W. T. V.)- Grgknübcr dcn Wildungen mrbrcrer Blätter, Wonach im Laufe dirscx Woche cim? Sitzung des Verwaiiungsratbs der Hessischen Ludnmgsbab 11 _ staitsmdrn würde _2c., wird von autb€nii1cher Seite mitgctbriit: es sei unbestimmt, ob im Laufe der Woche cine Siyimg des Verwaltungsraihs überhaupt statifindr; chni. aber würde die: Frage der Geldbeschaffung kein (Gegenv- stand der Beratbimg sein. Die angebliche Einberufung einer außerordeniiirbcn Generalvcrsammlung zur Genehmigiiiig der Vor- Äckzläge fiir dix vorerwäbnte Geldbcsckpaffung könne nur aus Unkennt- nis; dcr Tbatmche „5211511111121 werden, das; der Verwal'tungsratk) durcb 232117111111; der_Genrralrcrsammlung vom 22. April 1875 bereits generell Zrinacixtigi i1t, die Modalitätrn zur Beschaffung der fiir die rück- standigen Nrubauicéi crwrdrrlirbcn Grldmitiel fcsizuseYen und zur Ausführung zu bringen.
(CH_[ar-gow, 15. _Okiobcr. (W. T. B.) Die Verschiffungen bmi Roheisen bcirixgcn m der vorigen Woche 11800 gegen 14 200 Tons in derselben Woche dss vorigen Jahres.
Bradford, 15, Oktober. (W. T, B.) Wolle stramm, ir: (Garnen mcdr Gricbäit, in Stoffen mäßiges Geschäft.
Verkehrs-Anftalten.
Bremen, 16. Oiiober. (W. T. B.) Der Dampfer dcs Norddeutsrben Lloyd „Berlin“ ist am 11. d. M. in Montevideo Lingetroffen.
Hamburg, 15. Okiobrr. (M.TB.) Der Postdamdfcr .Les1in11“_ der Hamburg-Amerika:1ischen Packetfabri- Y_kiiffengxemllscbaft ist beiitc Mittag 12 Uhr in Ncir-York ein- ge ro en.
Hamburg, 16. Oktober. (W.T. B.) Der Postdamvfcr ,Rugia“ der H_am_burg-Amerikaniscben Packetfabrt- Aktiengesellsckyast ist heute Vormittag 11 Uhr auf der (Elbe: angekommen. _
New-York, 15. Oktober. (W. T. B.) Dcr Dampfer „Enaland“ von der National-Dampfschiffs-Compagnie (C. Mkssingsche Linie) ist hier angekommen.
Berlin, 16. Oktober 1883.
ZumPreisausichreiben, betreffend die Bebauung der MuseumH-Jnsel in Berlin.
Berlin, den 22. September 1883.
In dem von dem Herrn Minister der geistlichen, Unter:- richts= und Medizinal-Angeiegenheiten unterm 12. Juli d. J. erlassenen Konkurrenzausschreiden behufs Erlangung von Plänen fiir die Bebauung der sogenannten Museums-Jiisel in Berlin zur Erweiterung der dorhandenen Museumchäume, war denjenigen, welche nähere mündliche Auskunft über die Bedürfnisse der Königlichen Sammlungen und die jeßt von denselben eingenommenen Räumlichkeiten wünschen, anheim- gestelir worden, sich unter Angabe der Punkte, deren Er: örteruiig sie begehren, schriftlich bis zum 31. August dJ. bei der Genrralverwaltung der Königlichen Museen zu mcslden. Gleichzeitig war in Aussicht gesteUt, daß die bitreffenden Ar- chitekten dsmnäckyst zu einer Kouferenz wiirden eingeladen werden, in welcher die von ihnen zu stellenden Fragen von den Beagnten der Königlichen Museen thunlichst beantwortet werden wüten.
Nachdem von einer größeren Anzahl von Architekten An: meldungrn_emgegangen waren, hatte die Generalvrrwaltnng der Königlichen Museen die in Aussicht gestellte Konferenz anf“ Sonnabend, den 22. September, Abends 6 Uhr, im Sißungéz- saale des Ministeriums der geistlicbsn 11.1.w. Angelegen- heiten anbsraumt und diejenigen Architekten, welche sich ge- meldrt hatten, eingrladrn, auck) die Mitglieder der Jury brnachrichtigt. An der unter dem Vorsitz des, General- Direktors der Königlichen Museen abgehaltenen Versammlung nahmen von Seitrn der Königlichen Museen und dem König- lichen Ministerium der geistlichen_, Unterrichts- und Medizinai- Angelegenheiten die Herren Geheimer Ober-Regierungs-Natk) Spieker, Gehrimer Regierungs-Rath ])1. Jordan, Direktor Ur. Conze, Direktor Dr. Bode, Direktor ])1'. Lippmann, sowie
von den iibrigen Mitgliedern der Jury die Herren Geheimer Obrr-Vaurath Adler, Stadt=Baurath Blankenstein, Geheimer
Vaurall) Endekl, Professor acobsthal und Geheimer Regie- rungs-Ratl) von Dehn-Rotfel er Theil.
Es kamen folgende Fragen zur Sprache: _
1) Wie erklärt sich der 1cheinbare Widerspruch zwrschen der unter 5 1 des Programms geforderten __Sonderung der ganzen Anlage in einzelne zugängliche Gebaride, und dem unter 5 6 ch Programms verlangten unmittelbaren Zu- sammenhang derselben mit den vorhandenen Bauten und der, Seite 11 Abs. 3 des Programms qngedeuteten _Möglichkeit, bei Vereinigung des Zusammengehörigen neue Raume an die älteren anzuschließen? _
Die Frage wurde dahin beantwortet, daß die Trennung der einzelnen Gebäude bezw. Gebäudekomplex? von einander, wie schon im Programm angedeutet, im Interesse der Feiler- iicherheit des Ganzen, sowie deswegen nothwendig er1cheine, damit das Publikum abgehalten werde, alle Abtheilungen der Museen zu durchwandern, wodurch eine eingehende Benutzung der Sammlungen verloren gehe. Dagegen sei rs im Interesse der Vsrwaliung erfordrrlich, zwisch-In den einzelnen Gebäuden in irgend einem Stockwerke Verbindungen zu schaffen.
2) Sol] das unter 13 1 bis 1'111 angegebene Bedürfnis; zunächst nur durch die neuen Gelände gedeckt wcrden, odrr ist es nothwendig, auch auf die Mitbethriligung der alten Räume Rücksicht zu nehmen, beziehungsweise wie sollen etwa leer werdende alte Räume benutzt wsrden?
Von Seiten der Verwaltung wurde dazu bemerkt, daß die in dieser Beziehung nothwendig rrscheinendcn Erläutcrungen im Programm auf Seite 11 gkgeben seien; hiernach erichcine es nicht unzulässig, fiir die Unterbringung zuiaminrngchöriger Sammlungen Räume der alten und neuen Gebäude, welcbe unmittelbaren Zusammenhang haben, in Aussicht zu nehmen, wenn die iibrigen Bestimmungen drs Programm?, dabei er: iiil1t werden. Dagegen sri daran festzuhalten, daß die Samui: lung der Originalskulpturen und die Sammlung der Abgüsw voüständig getrennte Sammlungen an?;machten und auch ent: sprechend aufzustelien seien.
3) Wie löst sich der schcinbare Widrrspruck) zwischrn dsr Forderung zweier großer Höfe (13 11 10 und 11 d. Pr.), sowie der hierdurch bedingten Annahme eines grcißen Ge- biiuch, und der allgémeinen Bestimmung, wonach mehrere selbständige Gebiiudr in Aussichi genommen sind?
Das Programm wurde dahin erläutert, daß dabei nicht als nothwendig angenommen sei, beide Höfe in rinem (He- bäude anzubringen, dieselben könntsn vielmehr auch “zwischen zwei Gebäuden liegen; sofern nur der nothwendigo Abschluß der Riinmr Eines SammlungeZkomplexes nicht verloren gehe.
4) Genügt es, :zu den drei aiten Gebäudekomplexen nur noch einen virrten (südlich der Stadtbahn) und einen fünften (nördlich drr. Stadtbahn) anzunehmen?
Die Frage wird insofern Wahl, als eine solche Anord- nung nicbt programiiiwidrig "sei; iiber ihre Zweckmäßigkeit werde jrdoch selbstverständlick) dir Jury zu cntichciden haben.
5) Wie groß sind dis jéßigen Räume fiir das Kupfer- siichkabi_net, die Bibliothek, das Antiquariiim und das Münz: kabinet.
Der Vorsitzende tbsilt mit, daß der soeben in viertrr Auf: iage erschienene „Führer durch dio Königlickwn Museen“ (Verliri, Wkidmannsck)e Buchhandlung, 50 „Z) alle wünschenH- werthen Angaben enthalte und durch Grundrißskizzen eriäuterr.
6) S00 eine streng historischr Reibcnfdlge drr Räume ab?. oberster Grundsaß fssigehalren werden?
Es wird erklärt, daß für die Sammlung der Gipsiibgiiffe rinr iolch€ Reihenfolge geforderr sri, damit das Publikum die Saisimlung i:: drr historischen Abfolge betrachten könne, 011112 einzrlnc Räume iibrripringeii zu müssen; fiir die Original: skulpturen dagegen fei sine solche l1isidri1che Rcihriifolgs nicbt herzusieilen.
Auf die Bemerkung eiiirs drr anwesenden Herrsn, das;, wie links die beidem großen Höf? (S. 6 11 Nr. 10 11) aur: der bistorischrti Rsihrnfolge heraustreten, 10 ein Ji?ick)€§ fiir dEii sogenannten Parthenon-Saal unvrrmeidlici) irin worde, wurde erwidert, daß das Programm den Vrrsch) drr Eim- gliedrrimg des Parthemon-Saales an der richiigen Stellr fordere; ob diiselbe wii: iiberhaupt die Einhaltung dsr hisio: rischen Reihenfolge, sick; als niiausfiihrbar hrraussteile, werds ieinerzeit die Jury zu Entscheiden haben.
7) Die Frage, ob dii: Verwaltunasrämne, falis sie in einem besonderen Grbiiude untergebracht werdsii, mit den Mussumsriimnen in Verbindung zu bringen sind, wird bejaht.
8) Soll die Museumsinsel deni öffentlichrn Verkehr auch außer den Besuchsstunden zugänglich sein?
Di? Frage wird dahin beantwortet, daß die Entscheidung hierüber eben von der Art der Bebammg der Museumsinsel abhängen werde, und somit nicht vor der Konkurrenz getrdffrn werden könne.
9) Dürfen die Kabinetts fiir Griniilde mit reinem Nord- licht in mehreren Stockwrrken übereinander aiigrordnet werden?
Es wird geantworist, daß eine solche Anordnung durch das Programm nicht aiisg€ichldffen sei, die Enisckxidung iiber die Zweckmäßigkeit derseldrn jxdock) der Jury vorbehalten bleiben miiffe.
10) Ist die Ueberbarang der Stadtbahn von Haus aus zulässig, beziehungsw-xiie wird dieselbe in ihrer jeßigcn Kdn- iiruition vrrbleiben, und WLlckW Lichthöben müssen etwaigx; Uebixrbauungen im mindesten Maß haben? _
An diese Frage knüpften sich weitere mündliche Anfragen ach drr Mitte der Versammlung, dahingehend _ _ _ :1. ob der Stadtbahn-Viadukt bezüglich seiner architei'ioni: ichen Ausbildung Abänderungen unterworfen werden da_r1;
. ob die Höhr der Durchfahrien untyr dem Viadukt durch Wahl einer anderen, weniger Höhe eriordcrnden Träger- konstrnktion vergrößert werdrn darf; _
6. ob die Ueberbauung nach Art des Orthsckzrn Pro1ektcs unannehmbar ist? _
_Jm Verlaufc der sich über dirse Fragen erhebenden DLS- ku11ion wnrde Folgrndes festgestellt:
_ Wie unter 11 4 des Programms vermerkt, kann gegsn- wartig noch nicht entschieden werden, ob im Interesse des Schußss der Museumsbauten gegen Feurrsacfahr oder Be- lgstigung dnrch Rauch, Ruß U. 1. w. eine Ueberdachung der Stadtbahn gefordert werden muß. Eine Ueberbauung auf eiiier kurzem Strecke erschrint vom Standpunkt der Museums- _Bcrwa11ung jsdenfalls 3111811111. Fiir die bei der Ueberbauung 111115_511haite11d911 Lichthöhen diirftcn die geltenden Normal- i",**-“'*“, für Eisenbahn-Obrrdau als maßgebend zu brtrachten WU; indeß ici hirrüber eine Verhandlung mit der Eisenbahn- dcrwaltimg 11011) 11icht gedflogen.
_ ZU U_Und 11 wurde bcmerkt, daß eine Veriindrrrmg der Au_13enarchitekt11r des Viadukts jrdoch obne Veränderimg der Tragerkonsiruktion zulässig sei.
Bezüglich der Unterfrage u L_benierkt der Vorfißende, daß nicht klar sei, was nach_ en mzwffchen wesentlich ver- änderten Verhältnissen unter einer Ueberbauung nach Art des Orthfchen Projektcs verstanden werde; ob eine solche Ueber: bauung sich im Einklang mit dem Programm befinde und an sich als zweckmäßig anzuerkennen set, darüber könne nur seinerzeit die Jury entscheiden. _ _
11) Soll die National-Galerie mit den Neubauten, ins- besondere mit den unter 13 1'_de-3 Programms aufgeführten Räumen in unmittelbare Verbindung gebracht werden?
Es wird geantwortet, daß das Programm eine solche Forderung nicht stellt. _
12) Ist die vorhandene Säulenhalle um die National- Galerie unbedingt zu briaffen? _ __
Jn Beantwortung dieser Fraae_w1rd au-de11111rt, daß dis Erhaltung der Säulenhalie bci Au1ftel1ung des Programms vorauSgcseßt sei; ob der Ausfall der Konkurrenz rrdebiickge Gründr dafiir ergeben werde, diese Voraussetzung m Frage zu stellen, bleibe abzuwarten.
13) Darf das nordwestliche Ende des neuen Museum?- behufs Anschlusses neuer Räume _ fiir die Gipsabgüsse in schonender Wrise umgebaut werden? _
Die Frage wird bejaht, unter der Vorausfeßung mög: lichster Schonung des Vorhandenen. _
14) Steht die Freilexgung des linken KupfcrgrabenUwrZ, insbesondere die Beseitigung der kleineren Bauten U11- mittelbar am Wasser zu beiden Sziten der Stadtbahn in Aussicht? _ _
Zn Vcaniwortniig dieser Frage wird darau1 hingrwwsen, daß die bstreffenden Bauten nicht dem Herrn_Minisier der geistlichen U. 1,111. Angelegenheiten unterstellt 1ind. Soilte das Ergsbniß der Konkurrenz ihre Beseitigung wiinichenk- _1_v_er€k) machen, 10 müßten wciterr Verhandlungcn vorbrhalteii
211811.
15) Sollte sich bei drm augenscheinlichrn Rarimnmngcl fiir die Neubaiitéii nicht die Ueberwd'lbung des K11p1rrgrabcns empfehlen? _ _
Die ertheiitc Iltisknnst geht dahiti, daß eine 1016131191121:- Wölbung behufs Urberbamiiig drs Kup1ergrabens mit Riicksicht 11111 die Jiitcressen der Schiffahrt gänzlich ans: geschlossen ist.
16) Wird die jeßige Wohnung drs General-Steurr: Dirrktors künftig d-cn Bedürfniffen der Sammlmig diriisibar gemacht werden?
Die Frage wird vsrncint.
Ein? weitrre Frage, ob dieses Gebäude etwa 311. Dienst: wohnungen fiir Musciimsbeamte verwendet werdrn kÖUilL, wird dahin beantwortet, daß dies unwabr1cheinlich sri, dqf; die Er: haltung des (Hsbéiudeci vielmehr vor aliem 1191511111611 wrrde, damit es seiner jeßigrii Bestimmung verbleibe. Wegen Liner Faßadenskizze des Gdbiiudrs, Welckxc von einer Soxiir gewimickzi war, wird auf dir Publikaiion in „Schinkels Werksii“ dcr: wiesen.
17) erckie-Z sind die gciiaiieriii Maße der (Tclia imd drr GicbrigrUppen drs Parthenon, sowie der Breite des Zens- tempriS von Olympia und seinrr Girbrlgruppoti, brzirhiiiigs- weisi', warmn ist fiir den Varthriwiifries rmrein Jiiichriiraitm von 1100 ;;e-sordrri, wiibrrxid die Cella drs- TrmpslH Siwa 1260 (1111 hat? _ _
Wiihrend bezüglich dicsrr Fraiicn im Wigemcinrn au1 dis vorbandriirn archiisi'toniscbrnPublikationen zu verwoisrii war, wurdrn folgende Angabe»: mitgetheilt: Di? Langseite drr Parthenonceüa ).)It rund 60 111, die Schmalscitr derselben rund 22 111 Abmrsiimq. 543911 don Friesen drr Langsriirii sind je 12-13 111 zu Grun)? gegangen, wiihrend diejrnigrn der Schmal1€iienv011stiindig vorhanden sind; €€- ist drsbalb im Programm für den bctreffeudrn Saal 61116 Länge don rund 50 111 imd EML Breit? 11011 22 111 angrndmmrii wordM.
18) Ist dir unter 13 11 4 de»?- Programms (.'.ngrgeienr HÖHE deS Paribeiwiifrieses iiber dom Fußbddeii (2,5 111) wohl richtixi, da in die 2111 Falls iiir dir Tbiireii darunter nicht die nöthige Höhe iibrig biirbe?
Die ertbrilte Auskunft geht dahin, daß das obige Mdß gewählt ist, UM den Friss eincr grnaueren Vetrachinng zu: gänglich zii machrn. Die Thiiren wrrden daher die1er Höhe, aiigrpaßt wrrden r:1iiffen. _
21111 die weitere Anfragr, ob es gestattet 1ei, desu FUß- bodrn des Saalch iiur längs?) drr WÜRDE zwischen drn Tbiiren mittels eines 2,5 111 unter dem Frirse [irgrnden Podiums zu erhöhen, um dadurch bessrre Veri1ältniffe_ fiir die Thiiren zu schaffen, wird dahin beantwortet, daß eme solche Anordming dem Programm nichr widersprechen wiirde. Die Entscheidung über die Zweckmäßiakrit müsse drr Jury verbleiben.
19) Ist bei 13 15 des Programms zu lesen: „2 Säle zusammen“ oder „jeder eiiizeln 250 11111?“
ES wird mitgetheiii, daß für jeden Saal 250 (1111 vor- zuZLhen sind. _ _ _ __
20) Ist das 1i'1r die Restauratioiwraume unter 1711 dw?- Programms angegebene Maß für berde Räume, oder fiir jeden einzelnrn Raum zu verstehen? _
Ankh hier wird mitgetheilt, daß das Maß 1iir jeden der beiden Räume gelte. _
21) Wozu soilen die versclxedensn unter 13 11 des Pro: gramms geforderten Depoträume dienen? _
Der Ausdruck „Depot“ wurde dahin erläutert, daß iarunter „Magazine“ zu versehen iind, ähnlich, wie sie Unter 1311 und 111 des Programme.? gefordert werden.
22) Welches sind die näheren Brsiimmungen fiir die zu verwendenden Scheerwänds?
Da besondere Erfahrungcxn iibcr Gestaltung von Scheer- wändrii nicht vorliegen, konntcn darau1 bezügliche Wünsche der Verwaltung nicht mitgetheilt werden,. _ _
23) Welches ist die Terrai11=Ordmate für die Durchiabrt durch den Siiulenumgang bei 1?) des Situation-Zplans Bl. 1 der Zeichnungen, desxzieicben fiir die Punkte 1), 01111111?
Ganz genaue Angaben hieriiber konnten nicht gemacht werden. Doch wurde bemerkt, daß die Durchfahrt bei 12 nur um einige Stufen tiefer liege als der Säulenumgaiig, desseii Bodcn=Ordinate sich im Plan eingetragen finde. DW gcgen- wärtigc Höhe der Punkte 1), 0 und ) sei nicht von be: sonderem Belang, da hier künftige Aenderungru nacb _Be- dürfniß des Entwurfs nicht ausgeschlossen seien. JmUebrigen sei wohl aus den verschiedenen im Plan eingetragenen Terrciin- Ordinaten zu rrsehen, daß erhebliche Höhcnunterschiede auf dem hier in Betracht kommendsn Tcrrainadfchnitt iiberhaupt nicht vorkommen. _
24) Welches sind die Maße der Hauptstücke der Samm- lun en.
JES wird auf diese Frage erwidert, daß es der Verwal-
halb dieielbe die Architekten bitte, iich mit besonderen Fra- gen schriftlich an die Museumsverwaltung zu wenden, Vdck die geWÜUschten Maße an Ort und Stelie im Museum zu nehmen. Zu diciem Zweck werden alle Stücke, über welche Auskunft gewünscht wird, den an der Konkurrenz sich bethei- ligendcn Architekten zugänglich gemacht werden. _ Die Höhe der Koloffe von Monte Cavallo mii Basis wird schließlich zu 5,80 111 angegeben,
25) Es wird nähere Auskunft gewünscht iiber die Be: "UHUUJSart der unter 13 U 1 des Programms verlangten zwei größeren Kabinetts, sowie darüber, in wslcher Verbindung der unter 13 )' 3 des Programms verlangte Vorsaal mir den obigen Kabinetten stehen 1011.
Die Frage wird dahin beantwortet, das; die Kabinette zur Unter ringung größerrr Bilder gewünscht werden. _Der Vorsaal soll als Vorraum fiir die bezeichneten Kabinetts dienen.
26) Die aiif den den Konkurrenten übermittelten Viäncn gezeichneten Maßstäbe entsprechen nicht genau dem anz gegebensn Verhältnisse zur Wirklichkeit. Soll nach_1011_11u1 den Zeichnungen befindlichrn, oder nach richtigrx'. “))-..::1tabrn gezrich11et wcrden? _ _ Jn Beantwortung dieser Frage wird daran] aufmerkmm 112111111111, das; bei einer litlwgraphiscbrn Verviil1ältigu11g 0011 _;Zeicimungen eiiie Veriindcrung der ledriicke gegen die O_ri: ginair unvcrmeidliri) ist. Eine solche Veriinderung hat im vorliegenden Fal]? staitgofimden und an drrsrlben natürlich auä) dsr auf der Zrichnumg brfiiidlicthiaszstab Theil ge- nommen. Es 111ii1'1'e dsn Herren Konkurrenten iiber- laffsn bleiben, entwcdcr nach den auf den übersandten Zeichnungen bcfiqdlicbiii Maßstäben zu zeichnen, oder ganz neue Zcickmimgen im rixl1ligcn Maßstab brrzusieilen.
27) Wir faßt die Gsneralvsrwaltnng dcr Mitseen das event. kiiiiftiga Ranmbcdiirfniß 1'iir die antiken Skulp- turen auf?
Scitcns dch Vorsiyendrn wird an*chfiihrt, dai; de_rs Programm iiur cine Vewnehrimg annrhmex wie 118 in absehbarer Zeit mit einiger Wabr1chrinlichkcit erwartet wsrden diirfs. Eine 10 bcdentrnde Vermeh- riing drr Sammlung, wir in dsm lrßten Jabrzrhnt, werds kaum ZUM zweitrn Male eititretcii. 21111 die weitere Frage, ob, wenn doch eine 10lch8 anßcrgewdhnlicheVermehrung weiter: bin stattfinden soiltr, dann mit ciner ganzrn Abtheilnng 111 anders. Räume, bcziebiingsweiie auf einen aiiderenPiaß iiber- gesiedcli wrrden wiirde, eriliirt der Vorsißrnde, dciß die Exit- 1ch6id111m dieser Frage der Zukimst vorbehalten bleiben 11111112.
Nack) Erlsdigung ier vorsishend brbandelten, schriftlich an- gcmeldrton Fragen wurdrn a11§_de_r Mitte der Versammlung 110ch iolgcndc zur Erörterimg 11908111:
28) Ist Line 13011 der jcßigrn abweichendr Ueberbriickung des Kupfcrgrabais 119111th Hcriieiiiing m'uer „Zugänge znr M111911111E:J-11'el, brzw. isi dir“.)[biinderimg dcr cht destshrnden Brücken zulässig?
Dir Frans wird briuht. _ _
29) Dari statt drr gefordcrieii zwri großcii 33619, welchrim (5501101111115 51: ihrer Liiiigr Und Brcitr 0111nichtgünstiqLZHÖQLU- vsrbiilmif; Erhalten diiriiéii, cin 10111101: HN mit dsr Gr111_1d- fliicb'z der beidrii veriangtoii Höfe aiiiirordnxtcii werden? Wird in 00191“ drrartigeii Aiidrdiiimg rin BLTftO]; gcgen das Pro- gramm 1191911831? _ _
Der Vorsißrtidr bemerkt 511 dis1e'11 Fragen, daß e_s_d_e_r Vcr'waltutig gleichxiiiltixi “ein Wiirdé), ob statt der 3106139016 ein Hof, rtwa mix einrr Mittrlthrilung ziir Ausfiihrang aclmigt; dock) miisss, da im Prograimn zwci Höfe vorg€1ehen iind, dir Entscheidung 111111) in diesem Falle der Jury iiber- 11111011 bleirrn. Eins Nbiitiderinig drs Programms im Sinne dEr 211111111113 wie von einer Sriio brantragt wnrdo, könn? 11icht [)erbsigssiihri 1119rdéii, _
30) Ist es;; mii Riicksiätt aiif dir Fordrrung ds_tZ Pro: gramms, wonach die einzelnen Grbände bci 70119r§g€1a11r in alien Thrilrn von drr Miisrums-Jniel aus mit Feuerwrißen zu erreichen und 311 dcstrsickwn sein 1011911, nothwrndig, liingéödrs richten Ufers des Kupirrgrabens eiiie Straß? zu belassen?
Die Frage wird dahin beantwortet, dai; em Héraiibquei'. an das Ufer nicbt a11c3gesck1l01'1'2n ist, wenn nur die obigen: Forderungen des Programms erfiillt wcrden.
Schöne. Spieker. 1)1'.Jorda71. Schwatlo. G. Ebc.
Anmerkiing. Im Namen dsr bei _der Konferetr, als Fragesteller erschirnrncn Architekten haben die Herren Schwatlo imd Ehr vorstehendech Protokoll mit unterzeichnet.
Die Hygicnc-Ansstellung ist gestern Nach1niitag_um 3_i_ibr nacb fiinfmonatigem Briicbcn, in frierlichxr WMC ge1chlo11c11 worden.
Gegen“ 3 Uhr batten sich unter drr großen Kuddeb des Aus- sicliungsgrbäades, ron wrlcbcr brrab die Fxbncn dcr v§r1chiedcncn in der Au-Zstcliung rrrtrctenen Länder _ und _Stadtc webten, die zur Schlußfeier gesadcncn Pcr1önlichke1ien brrsaxnwclt. Die Wüste der Crbabenen Protekiorm, Jbrer Maxestät der Kaiserin war mit frisrben Zicrpflar-xzen iimgcben, und zu_F1'1ßen dcrsrlbcn lagen noch die ver1chicdcnc11 Bluniciiwenden und Kranzr, 111911111; (1111 Erbiwtzragc der Hohen Prorektor!" dort niedergslegt wiirden naten. Wäbrexid vor der VM? die Miiaiiedrr des Vor- standes, 11-35 Ausscbuffcs und drs (Crntralcomiiés Piat; genommen, batten den weiteren Theil des Raumrs die geladenen Pcrsoncn, wie die Auéischcr und die Vertreter der Prc11c inne. _
Nachdem auf der Plattform der Kuppe? _die_§1!iili_tarmusikkapel]c die Feier eingeleiti'i batte, betraf der Wirkliche Erbeimc Rath Hobrecbt dic Redneriribüne, rechts vom _Cmgangc drr Ausstrllung, und bizlt eine Ansprache an die Ver1a1mnlung, 111 welcl'-er er u. A. sagte: _ _ _
.Die- «Ü'gcmeinrn Ergebnisse 1affcn_11ch Wi noch keineswegs übersrkxcn; nicbt einmal die Zahl der Be1uche_r karn «_eimu angegeben werden, da der Abschluß namentlich der dgbei 1132191101111 beibeiiigten Bahnen noch fehlt. 'Annäbemd wird dir Zahl drr Bc111chkr folgender AufsteÜung eniivrecbcri: _
Die Ausstellung 1clb1t warbcsurht: _
vom 10. bis 31, Mai . von 135 235 Perioncn, im Monat Juni. . . . . 184000 . Juli . . . . „ 166000 August . . . „ 174000 . „ Septsmber. . „ 149000 110111 ]. bis 15. Oktobcr . „ 62000
In Summa von 870 235 Perwnrn.
Darnacb war der Monat Juni mit 184000 Besuircrn der stärkstr, dann folgte August mit 174 000. _ _
Der Garten ailrin bat an ?lbendbesuÖen 409000 Parionen aus- gewiesen und stLÜtL_fii_Ü auch bier der Monat Juni mit 12514051121- sonen als der stärk1ibr1'uckxte. _
(Ein Bild 1165“: die finanziellen Ergrbnisis (11111) nur qnnabernd mii Sirbcrbeii gebcn zu können, ist cbrnfalis nicht möglich. Nur
tung nicht möglich sei, (*.Ue drziiglichcn Maße anzugeben, we?-
1'ovicl dürfen wir heute ich mit Frcndc sagen, daß es nicht noth-
!