1883 / 248 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 22 Oct 1883 18:00:01 GMT) scan diff

dieffeits und jenseits der Grenze Grundstücke befißerr oder angepachtet haben, so lange gestattet, ihr Rindvich auf _diese Grundstücke zur Feldbestellung oder zur Weide aufzutreiben, als fie die von der OrtSpolizeibehörde dieserhalv vorge- schriebenen Konirolmaßregeln befolgen.

4) Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimmungen werden Juni 1880 oder

nach 8. 66 zu 1 des Reichskzeseses vom 23. _ nach Z 328 des Strafgefeßbuckzes mit ledftrqfe bis zu 150 946 oder aft bcziehungßweife mit Gefängniß 1116 zu 2 Jahren

bestraft, auch wird auf die Einziehung der bestimmungswidrig eingeführten Thiere erkannt. Trier, den 15. Oktober 1883. Der Regierungé-Präfident. Nasse.

Yichtamtsiche§ Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 22. Oktober. Der gemeinsame Herbst-Aufenthalt Beider Kaiseriichen Majeßäten in Baden-Baden geht nunmehr zu Ende. Derselbe ist fiir Beide Majestäten erfreulich verlaufen, und hat, wie stets, der regelmäßige Familienverkshr mit der Großherzog- lich badischen Fam1lie fich überaus wohlthuend fühl- bar gemacht. _ Der Kaiser sah täglich einige Personen von Distinktion zum Diner, an welchem die Kaiserin, in Folge Aüßrhöchstihres noch leidenden GesundheitSzuftandes und der hierdurch bedingten Schonung, nicbt Theil_11ahm; dagegen erschien Ihre Majestät nach dem Diner um einige Zeit im Kreise der Gästk, betheiligte Sick) jedoch nicht an 061211 größeren gesrüigen Vereinigungen. Besondore Fést- lichkeiten haben, wie dies nach den telegraphischén Berichten glaubhaft ersäwint, Überhaupt nicht fiattgsfundrn, was auch, bei den beschränkten Räumlichkeiten des von drn Majestäten bewohnten Hauses, auégeschloffegi ist. Am Geburt?;- tage des Kronprinzen vrreinisitcn 1ich, wie anährlich, die in Baden=Baden anwrsenden Fürstlichkeiten bei 01211 Majestätcn zum Familiendiner. _

Ihre Majksiiit die Kai12ri11 und Königin wird den Kurgebrauch in Baden 1106!) emige Zeit fortseßen.

_ Se. Majestät der Kaiser und König wohnten, laut Meldung des „W. T. B.“ aus Baden-Baden, gestern Vormittag mit Zhrén Kaiserlichen und Königlichen Hoheiten den Kronprinzlichen Herrschaften, Höckostwrlck)? mit der Prinzessin Victoria am Sonnabend Absnd 7 Uhr in Baden eingetroffen waren, sowie Ihren Königlichen Hoheiten den Großherzoglich badischen Herrschaften dem Gottesdienst in der Schloßkapekle bei.

_ JhreKaiserlichen und-KöniglickienHoheiten der Kronprinz und die Kronprinzessin sind, wie „W. T. B.“ meldet, gksiern Abend in WieHbaden eingetroffen,

_ Die Uebergade des ersten Bataillons des Ersten (Harde- Regiments z. F. an Se. Königliche Hoheit den Major Prinzen Wilhelm erfolgte, wie die „Post“mittheilt, zu Potsdam am Sonnabend Vormittags 11 Uhr. Das Bataillon war in Paradeanzug in Linie im Lustgarten mit der Front nach dem Marstall aufgestrklt. Um 103/4 Uhr holte die Leib-Compagnie aus dem Schlosse die Fahne ab und brachie sie an die Front der Truppe. Bei dieser erschien um 11 Uhr Se. Königliche Hohrit der Major Prinz Wil- helm in der Parade-Uniform des Regiments mit dem Bande drs Schwarzen Adler Ordrns, unter Vortritt des Commandeurs des Regimentx, dcs Königlichrn Flügel:?ldju- tanten Obersten von Lindsquist, bsgleitst vom bisherigen Commandeiir deS BataiÜons, Major von Naßmer, und dem BataiÜonSAdjutantsn. Unter den iiblichen Honneurs schritt Se. Königliche Hoheit an der Seite des Regiments- und bis: herigen BataiÜonS-Commankenrs die Front ab. Dann richt-xte der Regiments:Commandeur im Angesicht der Truppe Uiid dee:- ihr gegenübersiehenden Offiziercorps des Regiment-Z, soweit diese?- nicht in dir Front stand, das Wort znerst an den nsuen Bata11101is:Con1mandeur, dann an die Mannschaftén. Die Erwiderung Sr. Königlichen Hoheit lauteée: Als Commandeur dex“; Erstkn BataiÜonH sei mein Erstes, das Hoch auf S?. Majestät den Kaiser und König aquubringen! Die Offiziere und die Mannschaften fiimmten in den Hochruf ein, und die Regimentsmusik intonirie das „HeilDir im Siegsrkraiiz“. Dann kmnmandirte drr Bci: taiUons-Commandeur zum Schultern und führte das Ba: taillon in Zügen vor dem RegimentS-Commandeur vorüber. Während diesss seinem Abmarsch nahm, begrüßte der Regi: ments=Commandeur an der Spiße des Offizier-Corps den neuen BataiÜon9:Con1mandeur. Ihre: Königliche Hoheit die Prinzessin Wilhelm sah aus den Fenstern der etru- rischen Galerie des Stadtschlosses dem Akt der Uebkrgabe zu.

_ Die vereinigten Ausschüsse _des Bundesraths für Handel und Verkehr und für Juyiizwescn traten heute zu einer Sißung zusammen.

_ Die Auswechselung der Ratifikations- urkunden zum deutsch-spanischen Handels: und Schiffahrtsvertrage vom 12. Juli 1). I. hat heute hier stattgefunden.

_ Die von einigen Zsitungen gebrachte Nachricht, im Königreich Sachsen wären Fäkie von Rinderpest auf- getreten, steklt sich nach den 1of0ri aiigestellten Erhebungen als unbegründsi heraus. Es sind 01913in weder im König- reich Sachsen noch in der Provinz Schlesien neue FäUe von Rinderpesr konstatirt. '

_ Durch ein in der „(Haceta de Madrid“ vom 12. d. M. veröffentlichtss Königlichrs Dekret vom 10. d. _M. ist 'die spanische Bergwerks-Geseßgebung als sortan “auch auf Cuba anwendbar erklärt worden.

_ Die Bestimmung des §. 7 Abs. 2 des Reichs-Haft= pf1ichigeseßes, daß der Verleßtc jederzeit die Erhöhung der Rente fordern kann, wenn die Verhältnisse, welche für die Feststellung odsr Minderung.d9r Rente maßgibend ge- wesen waren, wesentlich verändert sind, findet, nach einem Urtheil des Reichsgerichts, )'. Civilsenats, vom 22. Sep: tember d. I., nicht nur dann Anwendung, wenn eine_ Aende- rung der Arbeitsfähigkeit des Verlesten eingetreten 1st, son:

dem schon dann, wenn ein Mangel an Gelegenheit,_die vor- handene Arbeitsfähigkeit zu verwerthen, eingetreten ist. Em solcher Mangel an Gelegenheit ist aber nur dann anzrmehmen, wenn der Verle te seine Arbeitsfähigkeit Überhaupt nicht, auch Zlicht außerhalb einer bisherigen ErwerHSthättgkeit, oerwerthen ann.

_ Der Kaiserliche Botschafter am ösierreichisckxungqrischen Hofe, Prinz Reuß, hat einen ihm Allerhöchst bemiuigten Urlaub angetreten. Während der Abwesenheit_dessi-lbewfun- girt als Geschäftsträger in Wien der Kaiserliche Legations- Rath Graf von Verchem.

_ Der Königlich niederländische Gesandte am _hiengen Yllerhöcbsten Hofe, Jonkheer van der Horden, ist vom Urlaube nach Berlin zurückgekehrt und hat die Geschafte der Gesandtschaft wieder übernommen.

_ Se. Königliäze Hoheit der Erbgroßherzog von Baden, Compagnie-Chef im 1. Garde-Regiment z. F., ist durch AUerböchste Kabinetk-Ordre, unter SteUung 9.13 zum? des gedachten Regiments und untsr Belassung 9 ]a 511118 des 1. Badischen Leid=Grenadier=Regiments Nr. 109, auf em Jahr zur Tirnstleistung beim 1. Garde-Ulanen-Negimsnt komman- dirt worden.

_ Der VevoÜmächtigte zum bayerische Ministerial : Rath H e rr m a n 11 kommen.

_ Der Chef der Admiralität, General-Lieutengnt von Caprivi, ist von der vor einigen Tagen nach Kiel unter- nommencn JnspizirungSreise hierher zurückgekehrt.

_ Als Aerzte haben fick) niedergelassen die Herren: Friedrich Wilhelm Alb. Mükler in Arnßberg und 01. Birken- 1eld in Warüein.

(Kl. Ztg.)

Kiel, 20. Oktober. Das Kanonenboot „Nautilus“, Kommandant KorvsttemKapitän 2111119116001, ankerte gestern Abend bei Lauwiz. _ Die Korvette „Ca- rola“ ist heute Morgen von ihrer zweijährigen Reise von der australischen Station in den hiesigen Hafen zurückgekehrt. Die Korvette wurde im Laufe des heutigen Tages durch den Chef der Admiralität, General-Lieutcnani von Caprivi, inspizirt.

Bundesrath, Königlich ist hier ange-

OefterreickxUUgarn. Wien,20.0kiober. (W. T. B.) Der „Polit. Corrrsp.“ zufoLge sol] der Austausch der Rati- ßkationen der Eisenbahnkonvention am Montag statt: 1111 en.

_ (Presse.) Die heutige [eßts Sißung drr noch ver- sammelten Landtage hat wihrere interesante Momente zu Tage gsfördert. Jm mährischen Landtage zeigte man aUerseits das [Übliche Bestreben, die peinlichen Stroitigkeiten, welche die leßten Tage erfiillt hatten, zu vergessen und fich an den Erfolgen der sehr fruchtbaren Landtagssession zu freuen. Jm krainifchen Landtage hat die slowenische Majorität beute gezeigt, daß sie es gelernt hat, die alten kleinlichen Nergeleien 021 Seite zu laffcn. Während es in früheren Jahren bei der BewiÜigung der Subvention von 500 Fßmfür den nichtobligaten deutschen Sprachunterricht_ an den ehrklasfigen Voysschulen niemals ohne Proteste von slovenischek Seite abging, wurde heute der V?xrtag von 600 F1. zu dem gleichen Zweck ohne jede Debatte vo ir.

_ 21. Oktober. (W. T. B.) Der Oberst im General- stabs Bach von Heinsberg ist zum Militärattaché: fiir Paris und Brüssel ernannt worden.

M ukhtar Pascha ist heute Nachmittag nach Konstanti: nopel abgrreist.

_ 22. Oktober. (W. T. B.) Tsr Kaiser hat die Ver- einigung der im Bereich des ersten und elften Corp9 in (Sa- lizien stehenden Kavallerie : Regimenter in j€ eine KavgÜerie-Truppendiviston genehmigt Und drn FMI. Baron Vla1it9 sowie dyn General Baron Laffolaye zum Komman- danten der beiden KavaÜerie-Divisionen in Lemberg und Ja: roHlaU ernannt.

Pest,_21. Oktober. (W. T'. B.) Die „Ungarische Post“ brzeichnei die Nachricht, daß der Nuntius Vanutekli bei dem Ministsr-Vräfidenten Tisza gegeii den Geseßentwurf, brtreffend die Ehe zwischen Christen und Juden, Einwen- dungen Erhoben habe, als pure Erfindung.

Niederlande. Hang, 20. Oktober. (W. T. B.) Der König der Belgier fUhr heUte vor dLm Palais des er- krankten Prinzen von Oranien vor und empfing Nach- mittags die Minister. Heute Nachmittag sind die belgischen Majestätsn 11ach Brüffrl abgereist. _' Der Miniüer des Aus- wärtigsn van der Does de Willsbois erhielt das Gros;- kreuz des Leodold-Ordens.

Großbritannien und Irland. Lo 11 don, 19. Oktober. (Allg. Corr.) Die erste Ministersißung nach den Varia: mentsferien wird, wie drr „Standard“ erfährt, am 9. No- vembér stattfinden. Ynter den zur Brrathung gelangenden Gegenständen wird 11ch auch die Frage der Räumung Egyptens befinden.

_ 20,0ktober. (WTB) General Wood ist nach Egypten abgereist.

Frankreich. Paris, 2,0. Oktober. (Köln. Ztg.) Der neuernannte französische _ Gesandte in China, Patenötre, reist heute auf ssinen Posten ab. Seine Weisungen lauten: Anerkennung der französischen Schußherr- schaft iiber ?lnam mit dem Rothen Fluß als Nordgrenzix durck) China; Be1ißergreifung des Delta?- 1119 Sontay; der Fluß _Songcar ist bis Bac ninh die 1ranzöfisch=chin€siiche Greiize; die xünf Provinzen des nördlichen und des nordwsstlichsn Tong- king werden das neuiraleGebiet bilden und eine Verwaltung erhalten, Über die China und Frankreich sich zu einigen haben.

Die neue Königin von Madagaskar hat nach einer Berathung mit aUen Häuptlingen der Hovas, die sie zu einer Versammlung nach ihrer Hauptstadt berufen hatte, beschloffen, den Krieg gegen Frankreich fortzuseßen.

Ter Ministerratl) im Elysée: genehmigte heute den GeseßentwurfWaldeck-Rouffeau's, welcher allen Verrinen, mit AUSnahme der réligiösen Verbindungen, das gemeine Recht ertheilt. Dieser Gesetzentwurf wird am nächsten Disnftag der

Kammer vorgelegt werden. _ Die Regierung wird ferner bei Eröffnung der Kammern die sofortige Berathung dcs Gemeindegeseßes beantragen, das durch die Verhandlung über den Vertrag mit den Eisenbahnen unterbrochen wurde, vorausgeseßt jedoch, daß keine InterpélXation beantragt wird.

Portugal. Lissabon, 20 Oktober. _(W. T. B.) In Folge von im Ministerraxh ernstcmdenen MxinungSverschieden: heiten bezüglich der demnachstigeti Munizipalwahlen hat der Minister des Innern semeEntlasstznii genommen, Gerüchtweise verlautet, daß noch weitere mmrstemelle Ver: änderungen bevorstéhen. _ _ _

_ 21. Oktober. (W. _T. B.) _ Auser deni _Mirnster des Innern hat auch der Marrne_-M1nister demisnonirt. Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat das bisher von dem Conseils-Präsidenten de Fonxch Y_erxira de Meüq verwaliete Finanz-Minifterium, der Jumz-Mimßer das Marineaniifte- rium übernommen; das Minißerium der o_ffentitchen Arbeiten, das Ministerium des Innern und das Justrz-Minisierium find sonach neu zu beseßen. Der Conseiis-Prafident dx Fontes Pereira de Mello ist mit der Reorganuatwn _deß Kabinets bx auftragt worden. _Die Vornahme der Munizipalwahlen ist auf den 4. k. M. anberaumt.

Türkei. Konstantinopel, 21._Okto_ber. (W. T. B,) Der „Vakit“ veröffentlicht einen Artikxi, in w_el_chen_i e_r fich zu(Hunften derVerleihung von Konzesmonen [ur ofsent; liche Arbeiten ausspricht. Das Blait bestreitetx daß die Pforte Ausländern, welche fich um solche Konzesjxonew be: werben, Hinderniffe bereite, und behauptet, daß die_Tu_rkei sets geneigt sei, zu al1en Kapitalien ohne Untersch1ed1hre Zuflucébk zu nehmen, um die Reichthiimer des Landes zu entwi e 11.

Rumänien. Bukarest, 20. Oktober. (W._ T. V.) Wie der „Romanul“ meldet, soll eine österreichisch: u n ga r isch e Kommissi on ernannt werden zur Untxrsuchung des am 5. d. im Balkanpaffe stattgehabten Zwi1chen1a11e§, bki welchem einige rumänischeGrenzwächter von ungarischen Gensd'armen gefangen genommen wurden.

Rußland und Polen. St. Petersburg, 22. Ok- tober. (WTV) Dis früheren bulgarischen Minister Soho: [eff und Kaulbars werdrn vom Kaiser heute in Audienz empfangen. __

Tem Vernehmrn nach kehrt der Prändent der Juden: kommission, Graf Vahlen, demnächst hierher__z_111ück und werden dann die Berathungen der Judenkommmion ihren Anfang nehmen.

Süd Amerika. (W. T. B.) Nach_ einer Meldung des „Reutrrschen Bureaus“ aus Valparai1o, vom 20. d. M., ist der FriedenMertrag zwischen Chile und Peru unterzsichnet worden. Die öffentlichen Gebäude in Lima und CaÜao, welche zur Zeit noch von chilenischen Truppen beseßt sind, 1911911 danach allmählich aeräuwt__und den peruanischen Behörden übergeben werden. Der Prändent von Peru,_ Ge- ner_c_1[ Iglesias, beabsichtigte, am 21. d. M. in Lima einzu- tre en.

Afrika. (W. T. B.) Dem „Reuterfchen Bureau“ wird aus Tamatave, Dom 4. d. M., gemeldet: die Ver: handlungen zwischen den französischen und den madagafsischen Behörden seien aufgehoben worden, und 29 sei grgenwärtig keine Wahrscheinlichkeit für eine friedliche Lösung vorhanden. Die madagasfischen Streitkräfte und die französische Flotte verhielten fich zwar noch unthäiia, aber es gehe das Gerücht, daß _ die französische Flotte die offensiven Operationen bald mieder beginnen werde. Aus Furcht vor einer Erneuerung des Bom: bardements von Seiten der Franzosen verließen die Bewohner in Schaaren die Stadt. Der Admiral Galiber sei am 24. September angekommen, und das Kriegsschiff „Creuse“ wsrde täglich mit Verstärkungen erwartet. Die madagasfische Negieruwg verbiete die Ausfuhr von Vieh und LarrdeSpro- dukten, sri es auf englischen oder anderen Schiffen.

Zeitungsftimmen.

Das „Déutsche Handelsarchiv“ schreibt:

Im Großen un_d Ganzen kann die Gesck'äftslagé des Cb rmniizer Bezirks 111€l ungünstig nicbt bezsickonri werden, doch ist es unzweifel- haft, daß ibrilwriie im 2. Quartal drs Jahres 1883 ein etwas [am;- samcrcr GescbästHgang_cingrjreien ist, als in demselben Zkitraum d€§ vorigen Jahres, und dar; die in einzelnen Zweisen regelmäßig sicb wiedkr- brlenden Ruberamrn länger als sonst angebaltcn haben.

Die Kammgarnspinnkreien babkn über Mangel an Beschäftigung Fiébtbzéu klagen gcbabt, troxz der nambaftcn VermehrunZ der Spin- e zu .

Die Nachtarbeit, rrklcbe bei einigen bcdcuienden hiesigen Fabriken schon [äanre Zeit eirigeführt ist, hat bis jrizt noch nicbt cingcschränki Werden brauchen. Dagegen konnt? die in der zweiten Hälfxe des vorigrn Jabrcs bci enisprcchender Stcigerung des Robtnaterials ein- getrexcne Erböbaxg der Kammgarnpreiie nicbt bebaurtet werdep. Dieselben smd gegen den höchsten Sigrid ch Vorjabres um 5 515 60/9 zurückgrgangen und stehen jetzt ungsfäbr ebenso boch, wie 111 der ersten Hälfte drr? Vorjahres. Es ist möglich, daß 'der Rohstoff- markt mii 12111111 niedrigen Preisen und Jeringén Fluktuationrn bei- getragrn bat, eine Abschwächung in dan Preisen der Garri: brrvor- zurufkn. Diesrlben werden dem Spinner aber immerhin noch einen Nur,;en 1917111. Die Absatzgebietes smd dieselben geblieben, wie bisher, und _bei Writem der größte Tbeil der Garne ist nach den Kleider" stoffsabrikations-Distriktrn ron Meerane, Glaurbau, Gera und Greiz gégangrn. __

Die Nachfrage Seitens der Cbemnißer Handschuhfabrikanten i_yi etwas größer gewescn, als in fruheren Jahren. Das CxporigescbäU nach Rußland war in mäßigen Grenzen; nacb Oesterreich smd Kleinigkeiten abgesetzt worden. Die Lobnverbältniffe smd ganz ur.- rcränbert geblieben. _ _

Dcr Erichäfrsgang _111 den boigiländisiben Srréicbgarnipinnereien war recht gut. Der Abmt; war rin so lebhafter, dai“; die Produktion kaum damit Schritt halten konnte. Neben dem ziemlich starke)! Verbrauch der Reichenbacher und Hofer Flanellfabrikanten find es die bedeutenden Aufnäge, die aus Greiz und (Hera, sowi: aus dcr Zi1tauer Ecgsr-d iür die Kleiderstofffabrikation eingelaufen smd, welcbe dic (kbbafte Thätigkeit berrorgerufen haben. Es find die voigt- ländiswen Streicbgarne in “cer chten Zeit vielfach dem belgischen Fa- brikat, deffen Konkurrenz Jahre lang läbmend auf die Entwickelung der Streicbsarnspinnereirn gewirkt hat, vorgewgen wvrden. Wesent- lich geringer War die Nachfrage aus der Cbemnißer Gegend von Skiken der Strumpf- und Handschuhfabrikanten. Die Mode hat aus Kammgarn angefrrti.1ie Waare vorgezogen. Für Schweden und Norweßen waren disselben klcinrn Aufträge, wie in frübaren Jahre!), zu erlrbizen. Nach Össterreick) wurden einige Abschlüffe in Spezia)" täten JLMÜÖÜ; ein rege1mäßiges Ge1chäft dahin ist wegen des Em- gangszoklcs unmöglich. __

DicPreiie von Wokle und Kämmlingen haben auf den Gescharxs- gang kainen Einfluß ausüben können. Die Löhne haben eine Kleinig- ksit angezogsn. _

Für die Handsrbubfabrikaiiori lagen die Verbältniffe günstig. Man kann annehmen, daß der AbWH nach den Vereinigten Staatsn von Amerika und England, den bciden einzig Ausschlag gebenden Konsumenten, 11:1; im 2. Quartal dieses Jahres ungefähr auf dem

?Zeauhadtes entsprechenden Quartals des vergangenen Jahres gc- en .

Auch das Kontinentalgeszbäft bart sich recht zufriedenstéllend an- gelaffxn. In Folge der schonen Witjerung gingen Nachbestellungen xeichlicher ein, als es in den leßtverfioffenen Jahren ker Fall gewescn ift. Neberzbei bewerfen wir, daß das Kontinentalgescbäft in ganz anderen Handetr liegt, als das Erdbrtgescbäft, daß in demselben in der Regel Strumpfe, Handschuhe, uberhaupt sämmtliche unter dem Namen Strumpfwaqren gebenden Artikel geführt werden, rräbrend in den Errortgeicbaften eine zicmlicb scharfe Trennung zwischen Strümpfen urid Handscixizben sicb eingebürgert hat.

Das deu_t1che Gescbgst war sebr lebhaft. Vorzugsrrcisc begehrt waren halbseiderie Handickpube. Fancystrümpfe für Damen und Kinder waren vcrnach1asfigf._Dagegen war ein lebhaftes Geschäft in ge- scbnittenexi, m Rundstahl- und besonder-Z in regulären, :infarbigen Strumpfxacben al1er Art; In Socken Wurden mit Vorliebe gcdeée'te Rundpcztent-, rohe regulare und Ringelsrcken gekauft, wäbrend nacb einfarbigen geringer Begehr war. Für die Wiutersaisbn find umfang- reiche Bestellungeri auf Kammgarn-, balbseirere und JuUer-Atlas- trikotbandscbube EMILLMIM, und es hat srkzieÜ für lcßtcre Waare eine kleine Lohnerhöhung bewiÜigt werden müssen.

NXck Frankreich, wclche_s von jeher Hiuptabnebmcr dafür war, haben 11ch__flor_ct]eidene_Hanqube _in geicobnter Weise gut verkauft. Daxegen 11t_ dieses Erbtet fur_wcblsei[e Artikel, nicht nur starke baum- wolle_11e Manrcrbanmchbe (iür Bedienre). sondern crack) für Atlas- band1chuhe ganz verloren gegangxn, seitdem mit Anfang disst? bercH der ©8113:thon an Stelle des Wrribzokls geiretcn ist. Ob mit Spanicn rer rege Verkehr 11011) aufrcrbt zu erkalten ist, drr sicb wäb- r611d der Vaart dcs erl01chene_n Haridclßveriragss enrwickelt batte, ble1_bt__abzuwarten. Zur ZM ssblen belangriicbe Aafirägc. Tas G21ch_ast nach Schweden, we'Öes unier glattér Abwickeiung rroblfcile, ordtndre Artikel in_großcn Pbstm kauft, ist unveräarrrt gut gcircisn. Erwahnquertb 11115 auch die rrn Jialicn,Bc1-zien, den Nirrsr- landen und Noergen gémacbxen NachbestcUitngen aufSommkrwaarc. Nac!) Oesterreich 1011) nur mäßige Umiärze in wrblfcisen Artikeln ge- macht worden.

Die bedeutende Cbrmnixxer Möbclsiofffabrikaiion hat 1111) 91112 im brrgangrnen Quartal in einer günstigen Lage befunrrn, obwohl fiÖ cine kiemeScbwacbé im Konsum ringrsäxlicbcn bat, die etwa? niedrißere Prei1e zur Folgr hatte.

Von deri zur Vcrrrkndung krmmrnden Materialien find ergiiscbe Wollgarne, die 1chon 1911 Jahren gedrückt sind, im Prcise WF) mrbr zurückgrgangen. Auch Jute- und baumonr-nr Garne babcir im Prrise, aber UUk unbedsutend, nacbgcbrn müssen. Fsst gcbiisb-xii 11715 nur [einem: Garne.

Stavelariifel, iroUene Damaste U:“.d Rir'sk find im [WWU Viertsljabr mrbr gefragt geirescn 1:13 früher, besonrcré- chrrcgen, wsil man bemübt_geiresen ist, darch Arndrrang im den Binrurzen immer _115ue__ Mu1trr_ auf don Markt 511 bringrr. Tic 12111211 Phantmiestyrix bederr1ch ein strrngcr SM. Auch [abbafte Farberi w.“:ren gewunjcht. Den meisten Wertb legte 111.111 jidock) auf Schön- bxii und Formrnrembrit der Maiicr. Wobifeiis Phantasic-Arxifsl Waren im Allgcmrinewmebr grsucdt.

Das deuisckpe Ge1chäft, Welcbcs _?211 bci Weitem grbßirn Tbsik dcr in Chemmrz _angsFertigten Möbslftbff'e aufnimmt, ist ein regel- mäßiges und znsriedenstrüenbcéi 9211181611. Der Absarz von Futssern nach den Ziiedcrlanden irak sir: rccbt gmrr. Dänemark, Srbxrcrsri und Norwegen haben die gsmbbnten Aufträge in Starelsacben 96526611. Von Spa_nren und Italien waren Pbäntaficstoffe und leichie Damaste, ron Rumanien und Bulgarien iroüene und baibwoÜcne Ripse nnd Damaste gefragt. Ein kaum ncnnrnéweribcr Absatz Wurde diirch Vermittelung Hamburger Häuser nach Südamerika gemacbt. Nicht unerbeblich rrar der Verkehr mit dcn Vereiaigten Stzaten von Amerika. Vom Orient gingen zahlreiäxe Aufträge ein, doch waren die Fabrikantex, namentlich Egyrten gegknübsr, sebr znrückbaiiend, zumal ein großer Theil der durch die vvrjäbrigen Wirren entstandenen Schäden noch nicht gedeckt ist. Die Cholera ist ein neues Hinderniß der Entwickelung des Verkehrs, schon übernommrne Aufträge Wsrben in Folge deffen nicbt auégefüdrt, ja Waaren, die bereits bis nach Triest gekommen waren, wurden dort noch zurückgehalten.

Die Löhne auf den mechaniscbrn Stühlen haben eine Verände- rung nicht erfahren, find aber zufrirdenstellcnd. Cs verdirnt ein Mädchen auf eiufachen Damaststüblen etwa 9, auf Ripöstüblsn etwa 12 und auf den kompliziricren Stühlen mit bUntcm Sébaßireckzssl, W511 nur die intelligentsren Arbeiterinnen vsrirendei werdcn könnrn, etwa 18 «46 in der Woche.

Urber die Lengenfelder_Tuchfabrikaiion gchén UUr gute Nack)- ricbien ein. Es wird_d_ase[bti_ hauptsächlich 910418 Gianiwaare f-rbri- zirt, und fand durch [este Auiiräge 130112 Bescba'itigung statt. . . .

Jn Lengrnfeld in im ersten Quartal sine klein? Erhöhung der- Zelben eingetreten, Weiche fich auch im zweiten Quarta1 bat bcbaurten

01111211.

Die "Fabrikation gewiscbier chidsrsioffe in drr Gegrnd von Glauchau und Meerane itt im rergangsncn Quartal dauernd in gün- stiger Lage gcwesen. Die lebhafte Entwickeimig, Welche das Gsichäft in den ersten Monaten des Jabrr-Z genommen batte, bat sich in dcn Monaten April, Mai und Juni fortgsscxt, und wäbrcxxd in frübrrcn Jahren brim Uebergang vom Winker zum Frübjabr eine längrre Parise eintrat, War dieSmal davor] nichts» zu merken. Die Fabrikantén, sowohl die Besitzer von mechani1chen, als__ 511171) bis von Handebe- ftüßlsn, Haben ununterbrockyen arbriten 1911211, da Aufträge reich1ich einliefen .....

Die Hauptabsaßgébiets Wars:: wirdérum Dciiisibiand und England. Kleinere Geschäfte wbrden bin und wiexxr nach 981191;- deneii andrrcn Ländern gemacht. Das dicrkre Gejchasi nach Amerika stockte 110111 immer. _ __

Die Weber haben aus dem [sbbafirren G81chaii§gang€ Nußen 511 ziehen gesucht, indem sie höhere Löhne verlangisn. _Die mr_iiten Fa- brikanten entsprachen dem Gesuche sofort und grirabrten eine Lokm- zulage 1201115-200/0, je nach 72911 Artikeln, wbmit dir Arbriier einverstaUden waren. Drei der größten Firmen straubtexi 17111) indenen dagegen. Die Folßc War, daß in drn Fabriken drr1e1b€_n S_frifes ausbrachen, die (1er glücklicherweise nicbtlange 1111111611211, rrerl ZWUÖLÜ Arbeitgrber und Arbeitnehmer bald eine EiniZung auf Griindlacze der obigen Prozentsäye erfolgte. Mit d;:n jeßißen Löbnxwßgd “rie Arbeiter zufrieden; fie können damit nicht nur_ibr_e Bedurxmye bc- friedigen, sondern auch zum größten Thril noch crneKleinigkeit 1raren und frübere Schulden tilgen.

Amtsblatt des Reichs-Posiamt§._ Nr. Y. _ anaii:

Verfügungen: Vom 13. Oktober 1883. (Fraebmß der «ammiizng 1111: Ischia. _ Vom 13. Oktober 1883. _ Mitw1r_kung der 5101119110) bayerischen und Königlich württembergüchn Postanstalten bci drm Vertriebe dcr Patentschriften;_ Vom 12. Oktober 1883. Ve1ond€rr Kartenschlüffe für Packetadremen nach Dreédcn. _ Justiz“Ministerial-Blatt. _Nr._38. _ Inhalx: Be- 1ch1uß des Reichgerickyts vom 16. April 1883, betreffe_nd_ 1191111311- siändi keit des Reichsgerichts als Be1chwerdeinsianz htn11ch111ch der Erbe ung von Stempeln für Prozegvbilmachxen. _

Eisenbabn-Verordnungs-Blatt. Nr. 11. _ anait: Allerhöchste Konzessions-Urkunde, betrrffrnd den Bax: und _Bstrieb einer Eisenbahn von Zajonskowo nacb Lobau d_u_rch die Maric113utg- Mlawkaer Eisenbahn-Gesellschaff. Vom _16. Srptcmber 18.83. _ Erlasse de? Ministerß der öffentlirben Arbettxri: Vom 22. Sebtxmber 1883, betreffend die Formm'xidrimg der_Diaten _axi die _zu Militar- übungen einberufenen diämri1ch be1chastxgten Hulséarbciter. Vom 1. Oktober 1883, betreffend Eisenbabnunfakle. Vom 4. Oktober 1883, betri'ffend Sackmas; bei Kies: oder Satidliefkrungen.__ Vixm 6; _Okrober 1883, betrrffend Abänderung der GeschaftHordnmig 1Ur die .Kontqltcbrn Eisenbabn-Bct-iedéämier und Eisenbabn-Direktionen. _ NÜÖUÖTM.

Centralblair der Bauverwaltuna._Nr. 42, __ Inhalt: Amtliches: Cirkularerlaß vom 13. Oktober 1883. _ P_er1onal-Nach- richten. _ Nichtamtlichrs: Der neue Crntralbahnbof m Straßbarg

(Schluß). _ Die internationale elektri1cbe Ausfüllung in_ Wien 1. _ Hörweite und Kennzeichnung der Nebelfigngle. _ Ezysiurx einer Straßenbrücke bei Rykon-Zell in der Schweiz. __ Verm_11chjeZ: Das Standbild ron Karl Karmarscb. _ Neubauten mr Getlcht§bebördem _ PreiHausscbreiben im Gebirt des Kunstgeirerbes._ _ 11. Oesixx- reicbiscber Jnaenieur- und Architekten-Tag; _ Focibildurigsscbule sur österreichiscbe Eifenbabnbeamte. _ Techn11che _Hoch1chule in Wien. _ Justizpalast in Brüffel. _ Bau der Tav-Brucke.

Stattftts' ' che Nachrickjten.

Ter Zeitichrift des Königlich preußi1che_n_Siatisti1'chen Bureau?- eninebmen wir über die Kosten der_ offentlichen Volks- schulen in Preußen Folgendes: Die Beiträge zur Finanz- statistik der Grineirden in Preußen 1880/81 kreisen fur den ganzen Staa! nur 14 933 039 „46, davon in den Städten 3339135 „46, auf drm Lande 1159390494 _ ais besondere Schul- steurrn nacb. während fich nach der sckul1tati1ti1chrn Erhebung vom Jahre 1878 die Grfammtleiftungrn der Soiietäten, Gemeinden, Gutsherren und Patrone auf etwa 65 bis 66 Millionen Mark be- ziffern, wonach erbéblicb mebr als das _Dovrelte. wobl nabrzu das Trrifawe der oben auf ungefähr 15 Mtüibrzcn Mark angegebenen Sozietäisbeiträge durcb Gemeindc-Ugilaaen auigebracbt rrrrden würde.

Ein allerdings nicht allzu bctracbtlicher, aber immerhin bedeut- samer Tbril ker Schulunierbaltungskosten, vornehmlich der Prrsön- lieben Krstcn, speziel! dr? Stellencinkowmens,_ wird bestritten durch die Errrägniffe kes ScL-ulrermögens. Dre Grögx “res Schulrermöarrrs selbst ist iiicbt bskanmi. Drr Ertrag des SMO, Kircbcn- und Stix- tungérrrmögcns wird viclfxcb nicbt le_dizlicb zur Bcichaffung kes SteUeneinkommenH, sondern auch zu sachlicbsn Au§11ab€11 vrrwendck. Mit dicken Cinsxbränkungen verdienen folgénke AuIzÜge cus “cen Er- gebniiien dcr Erbcbung im Jahre 1878 bcrrbrgeboben zu werden: Von dcr Geiammtzabi drr öffentlich Volksschulen (mit Einschluß der Mittciiwixlen) brzogrn im acnannten Jabrc nur 26 664 (obne die Schulen 1111 Lauddrrstéibezirk Stade) mit zusammen 41888 Lahrer- 1'1211211 (Ebenfaßs obne Stade) einen Ertrag vom Schub, Kircben- urid SxiéiunzMermöacn. Dcriclbe belief fich (mitStadc)au17577 788 «46, wovor. auf die 9.11ittclicköulen 49 02194 (tbatfäcblicb wohl etwas mcbr) entäslsn. Der Ertrag des Schulvermögrns rertheiii 1"ich auf dir ein- zelricn Prbri111en, irwie auf die Städte und das rlatrs Land, wir in folarndcr ““Hab-(UL naderriescn ist:

SMO. K_irchen-

irnd Sti1tung§-

Vermögen ist vor- bandcn für

Ertrag ch Schul- 11, 1". w. Vsrmögwß. «1199911531111; 8:9 für Wobrkung 11115 Fruerung bestimmisn,

'S t .1 a t. "_? ' .. -.

; mit __ _ __ 9111]: cru] ]:

„» . U *ékOÜU cine ems SWW" , SieÜen Schule Steile

! 4-6. [“ (“.

«!:-„af ..... 26 664 41 888 7 577 788 284 181

Taxon. __ * 7

8. in _keri 47,195er 1879 9 717 1085 765, 575 111 13. 7.111 dcm Landr . 24 785 . 32171 6492023 257 * 198

Eine Bcziffcrung deö vorbandcnéU Scbulrsrmögrns hat, wie ge- 151,11, nicbt statt,".„efundrn. _Woütc man den Ertrag desselben mit 40/0 karitalisircn, sb- würde 11ch die Summe von rund 190 MiÜioncn Mari" ergebrn, rrbrin natürlich der wsitaus größte Theil des Wertbes der Schulbauten, rvc-lcbe schließlikb doch auch zu dem Schul- vrrmößkn zn rsÖnen wären, nicht mitenibalien ist. Das vorstehend nackygewiessnc Aufkommen aus dem Schub u. 1'. w. Vkrmözen wird nach der Erhebung von 1878-lediglich zur Be- schaffung drs SicUcneinkommens verwendet. Die Erbkbung vom Jahrs 1882 hat 1729 _Wsiirrcn ergeben, daß auch für die sächlichen Schu1unterbaliungéxokten, und zwar für Schulbauzwi'cke, wenn schon geringere, 10 bock) nicbt gxrtz Unerheblich? Beträae aus den Einkünften rom Schulvermögen kejtkltsirl werden: im Durchscbniiisjahrc der Jabré 1876/78 287 400 .“, davon in den Städten 63 500 «16, auf dcm Lande 223 900 (17: Es iir jédbch nicht sicher, ob diese Beträge dkn 1:1 drr obenitrk-rnden T_ache nacbqewiesenen Summen noch hinzu- zufügkn find, mößliwerweiie sm_d sie schon in dense1ben enibalten, und 29 wären alF-dann trcckb[ die r€r1Önlichen Kosten be1w. das SteÜsncin- kommrn ent1rreckckrnd zu kürzcn Andernfaüs würde sich das Erträg- niß “UZ Schuh u. 1. ir. Vermögens auf rund 7865000 .16. crböbcn.

Da-Z Gc1ammisteileneinfommrn der voÜbrsÖäsiigten Lebrkräfir 011 MM öffsntlichen Volksschulen betrug im Jahre 1878 neben frriedr Wohnung und Feuerung 63 046533 .17, wovon aufgebracht trur en:

durcb SÖuigcld . . . 12 975 527 «;ck. : 20,58 0/0, Einkünfte vom Schub, Kirwen- und Sii1twngs- rsrmögrn. . . . . . 7577 788 : 12,02 . Gemeinde-, guisbérriilße urid Patronajslrisiungrn 34 840217 = 55,26 Ur:d au? Staatsmitteln 7653 001 , = 12,14

Da§_SteUsncixikommr11dsr voUbssÖäftixten Lehrer und Lehrerin- 11211 anbsrontliäyrn Miiikl- und böderen Mädchensciyulen (ausschließ- 11cb chxenigrn von 213 Steilen und abgesehen von den für Stade seblendxn Angaben) betrug iiisgesammt

im ganzen Staate in den Städten auf dem Lande 3812 851 „46. 3 727 577 „46 85 274 .A.

Brimgt mai] disse Brirägs 1111 die Mittel- 11. 1", w. Schu1en in AbzuZ_ron den sür sämmriikbe Volk§1chulen nachgewiesenen, so ergiebi sixb 111r _allc Volkssrbulrn im 121113811311 Sinne ck11 Bésoidurgen für vrÜbeWäztigie Lehrer bezw. Lehrerinnen:

im ganzem in den auf dem Staate Stärtrn Lande 59 233 682 ck 25 276 727 .“ 33 956 957 .11

Nach AuHscbcidung der auf die Miitrl- u. 1". w. Srbulsn eni- fallsndcn Beträge, für welche Übrigsns di_e Persönlichen und Dienst- altcrszalden aus StaatSmitieln nicbt brwndrrs ins Gewiadt faklsn, ergebxzi 1161) an grwöbnlirbcn Kosten der bisber bebandelten 5Ilrt für die öffcntirxben Volksschulen im engersn Sinne folgende Gesammt- und Durch1chniitsbciräge:

Jm 99113211 In den Auf dem

_ _ Staate STÜdten Lande Ja6r11chc_5_ SicUeneinkom- „;ck „19 eik-

men _1111; roÜb€schäftigtc

Lebrkrasie . . . . . . 59 233 682 25 276 725 33 956 957 Staßtlicbe persönliche und

Dlexnstaltekg-Zulagkn _ Z 742 965 603 605 Z 139 360 Gemmniiauiwendungen für _

voUbUch-sistiqts Lehrkräfte 62 916 647 25 880 330 37 096 317 Durch1chmtilichc§ StcÜcn-

einkdmmen . . . . . 1032 1355 874 Durch1chnittiichx Gesammt-

aufwxndung 1711: eine ros]-

bk1chaftigie Lebrkrafi . ] 093 1 398 954

__ In den 15 Jahren ron 1852 bis 18615 (einschl.) wurden zu Ver- bemerungen drr Elementarlebrcr Bchkungen aufgervendei: im ganzen Skgate aus Mitteln dcr Gcmeinch 911 473 Thlr., aus Staats-, Stiftung?" u, 1'. w. Fonds 77 891 Thlr., zusammen 989 364 Thlr. Jm Jabrc 1867 Wurde .ci11 zum cistsn Male in den Etat übcrnom- menos Tr:?pofitionéquantnm 11011 200000 Thlr.“ bewilligt, welches 1869 um fernere 100000 Tblr. rrböbt wurde. Weiter enthielt der Staatsbauxbait für das Jabr 1872 eine neue Bewilligung bon 5021000 Thlr. zur Vkrbeffrrung der äußeren Lage der Lehrer. Im folgenden Jabra wurdrn Weiter bewiÜigt 3557 421 „44 25 „Z. Der Fonds, Wclckyer bis 1335111 im (Fiat 111431 be!."onders ersubtlick) qemardi wdrdrn war, tritt Von jext (111 unter 61118111 eigenen Titel: „Besol- dimgrn Und Zafcbüffe für Lehrer, Lehrrrmncn und Schulen, inSbeson-

dere auch _.zur Gewähryng zeitweiliger szaltszulagen für (Utere Lehrer, sowie zu Unter1tu15ung“ auf und zwar:

1873 in Höhe von ..... 7507 622 4-4 47 „Z 1874 , , . ..... 8826 855 -- 1875 ..... 11 880 587

1882/83 , , ..... 12152085 : 43 :

Jn d_er ganzen Zeit von 1873 bis 188283 sind aus dern Etat des Ministeriums der geistlichen, Unterriwté- und Medizinal-Ange- lcgenb_ex_ten n_icht weniger als 115 589000 «45 zu Besoiruxigen und Zyschu11en _fur_L_ebrer und Lebrcrinnen, inébrirnrrrr aurb zur Ge- irczbrung zeitweiliger Geboltszulaaen für ältere Zebrer und zu Unter- stuxungen, verwerkrt rrordrn, abgcieben von 2305 990 „4x zur Ein- ricb_tur_1g neuer SÖulsteUen, ron 4048 760 .“ ;u RukJ-kgebalts- Zujckxuiien und zur Un_terstü1§ung ron smeritirtcn chrsrn, sowie von 1914000 „46 x_u rer1chied_e11cn Zwrckcn dcs ElemenUrscbulwesens. Nach aÜekem iit der Fortycbritt in dcr Verbéfferung der materiellen Lase_der Volk§schu11chrer in neuerer Zéit Jegenübrr 1211 früheren Verbaliniffßn ein sehr bedsutcnder.

St été 1achlicken Schu1untcrdxltung§krsie1i 1578bctrug211 für den aa :

_ __ „. Gesammt- 699111611111 bon _instLnani SHIFT]? _ LULU“) HLN "ÜÖlTÜ-"Cli AU," fUr Schiri:! Aufwen: , 1:3;- 1ach._ 1:*;..T.1x.,;c::

? bautrn * dun 111 lichen Au'- '"" - - _«_ »..taat g wendungen __“; „_.-__: _ Z““ “___ ____ _ :S :I ';)HY . . - „_ :O) =*“;- ; -'-" im drcijabrigcn Turcb'cbmxr “_ “;,-. SZ“

77 *.11: 5777| "“.“-z .47 .“. .11

Staat. . . . 117 642 753 11 790243129 432 996 900 191 689

DM Ikößtcn Tbeil dcr 1511711117911 Sck11iuriterbaltiinZHkostcii nrbmen die Aufwendungrxi *.*."rr NSW. (Frwzitcrumßs: und Reparatur- bauten in Ansprrrw, und 112 iiiid, im Hinblick arif dir 12.7521“an Brröl- kerung und äUs daI Bsstrcbrn drr UnrrrriÖtIrrrxraltung. immer be11ere_ und zwsckentsrreöxrndsrc baulicbs Einrirbtungcn für die V01k§1chule zu _]"Öaffen, i11 11816111 11111 11111 19 raswcrem

211111121218?» bcßriffcn. als 119171) beuik, wo dsr 11911) im r*;rigen 5951335111 "*(er cmdrandsnc _L3brermaßgel al-Z bc- 1€111111 911311185811 111, grrnde die Uniulangiirbkcir drr Schul-

baulirbkeitsri sine Haubtirrsackde für dis oben grisbiirsrien anomalen FrraUsnzrkrbältniIc ist: 111117116 504) ÖLÜWZFLN am 1. Oktobrr bczw, 1. Avril 1881 irzar 9432 srbuirklicbtizcn Kindern, davon 2537 in den Städten und 6895 (111,7 drm Lande, die Aufnabme in die Öffent- lisbrn Volkssrbuirn rersagr werdrm, Tic Schulbausbautcn in der 3211 ron 1874 bis 1881 r'crdicnrn de:“;iregori bcsondere Aufmerksam- kcir, Mil ssii dem Jaßrr 1874. nacbdcm kräftige Schritte zur Ueber- windung des Löbrcrmangrls 116151111 waren, sich auch die Ncigurig ker Ecmeindcn, für ihre Scbulräums Orfsr ;U bringen, 1121: belebt bat- zugiciä; „111513, wcil Krb von 12mm Zritrunkte 011 die Wirkungen der 112113211 31111311112de Bcbölksrung mit Uringciidcr eralt gcltrnd machten. In den Jabrcn ron 1874_1881 smd innerbalb drr ganzen MONUÖZS auF-Jeführt:

Reruraiurbanen

CUVUWMW' (im Krstcnbeirags von

NLUbansn

HMM" je mehr als 1000 4-44) in Stadt und L_and 5975 2710 2503 und dasirr verausgabt Mirren: érbcrbanri im IabrcsdiirÖiwnitr

in Stadt 111115811111 117194707 „46 14 649 346 .11:

_ Nimmsbr [affen fikb dis Gcsammikostrn dcr öffentlichen Volks- 1chulen in Preußen beziff'ern.

Urber 101 MiUionen Mark wurden 1878 für die Uuierbaltung der öffentlicbxn Vo1k§1chu1cn in Preußsn verwendet; mehr als 70 0/9 davon 211162an auf die rrrsönlicben Kostcn imd ungefähr 30 0/0 auf die sächlichen Kosten. Diese 89111811 sprscben _iür fish sclbsi; fie be- n*cisen_ die große finanzirkle Brdeuiang der Kostsn dcs öffrniiichen Volks1chulu1iierrichts, namrnjiick) für den Hausbalt der Gemeinden, obne Weiteres; fie bervriien aber aucb, wcklche 3711113 von Opfern das preußische Volk für die idealen (Hütsr cincr gcsundcn Bildiixig und Erziehung aller seiner Glicder darbrin-Ji.

_ Die soeben crscbienciic 31112118 Abtheilimg drs FU. Hrstcs der „Statistik drs Hamburgischen Siaarrs', bearbcixrt von dem Statistischen Bureau bcr Dsputation für direkfs Stcucrn, bringt folacnde Abhandlungen: 1) Eigkntbümlickykeitrn cirizrincr Stadt- und Gebietstbeile in Brzug aaf dic Zusammrnschmg drr Bcvölkerung. 2) Der Bevölkcrangswräxsel in dm Jahren 1880 und 1881 im VW gleich mit dem Stunde der Berölkerxmg UÜÖ drr Zählung vom 1. Dszrmber 1880. 3) Dis Aquanderumg iiber Hambiirg nacb

transatlantiscben Piäßxn im_ Jahre 1882. __4) (Einkommen und Mietbc. 5) Die Seibftmordfaile im Han1bur1111chr11 Staate während

desDrzen11iums1872_1881. 6) Die Eraébrriffe dcr Viebzädlung vom 10. Januar 1883. 7) Siatistik dcr Wahlen im Jahrs 1882. 8) Die Aufnahme der FiußfabrzruM Ende 1882. 9) Die Emtr- erträge in den Jahren 1881 und 1882. 10) Die Brwcgung der B:- völkeruna im Jahre 1882. 21111" 1011 anait dcs Hcfis kommen wir noch zurück.

Kunst, Wiffeufckxast und Literatur.

Professor Kar1Vicd2rmanns „Dreißig Jahre deut- scher Gcfcbicbtc, rrm Tbronwrrhscl in Preußen 1840 bis zur AufriÖiung dss «(11:5 Dciitscbsn Kaiseribumß, nebst einem Rück- blick auf bis Zcit von 1815 bis 1840“ (251261911 und Leipzig, Vsrlas rrn S. Särtriarnber.) i_si bkrsits in zrVeiter Auflage erschie- 11211. Daß diese der critcn so ra1ch Icfolgt ist, gereicht cinem Buche, 1112152221, iris 1:35; rrriiéchde, auf einen er11stc11, dcnkendcn Leserkreis brrscbnsi ist, zur bssondcrkn Empfehlung. Der Verfasser sncht nicbt durcb fcffclndc Scioildcrung großer Ercigniffe, 1100) durch Pikante Anekdoten den Lcsrr 311 Untsrlmlten, sondern rr müht 11111, dichatcn, dir die G81ckichre drr Jahre 1840_1870 bilden, auf ihre Ursachen zurückzufübren, ihnrn in ihren Wirkungen nachzugehen und (111? die Fädcm, Wslcbe die Ereigniffe u::ier rinandcr und mit den leitsmbcn ersönlicbkeiten vrrknüpfrn, bloßzulegen. Gründ- liche, durch 1orafäliigcs Studium, zum Theil _ auch durch cigcne Erlebnisse genommene Kenntnisse der Verhaltnisse, politische Begabung und Vor Aiken! das iiberall bcrvortrctende, Wenn auch vielleicht 11111)! immrr ganz erfolgreiche Bestreben, den Parisi- st'andpunkt der Wahrheit unterzuordnen, machen den Verfasser vor- zugsweise berufrn, die Geschicht? seiner Zcit zu schreiben, und jene_n Eigenschaften hat er es auck zu dankcn, daß sein Werk einen io Weiten und so woblwoklenden Löserkreis gefunden hat. Zu besonderer Genugtbuung darf der Vcrfaffcr versichern, daß cr aus_der nacb Beendiaung des Drucks erfolgten Publikation der Brachte aus dem Bundestage von 1851 bis 1859 kcine Vcraylaffung erhalten, seine Auffassung der Verbäliniffe zu änderxt,_ da cr m jxnen Urkunden im Allgemeinen nur die Bestätigung 1einer Kombinationen ge- funden babe. _

_ „.Die Staatcn Europas, v_crglerc_bendc Statistik von Prof, 131". J“. Frb. Braibcllt“, er1ch_eint bekanntlich bereits in einer 4, neu bcarbeitcicn 11115 bis:"- auf die jüngste Zeit durchgeführten Aussige. Wie in dcr Z., 11) wird auch in der 4. Auf- lage das Werk in 5-6 Lfrgn., jede =u 5_6 Bogen, zum Prrise von 2 949 außgeqeben und, seinem Inhalte nacb, folgende 10 Abschnitte umfassen: 1. Territorium und Bevölkerung, 11. Urprodukiion, 111. *]e- Mrblicbe Industrie", 17. „Handel u_nd Vrrkcbr, ?. Uiiterrichtsrvsscii, 171. Kirchenwefen, 1711. Staatsverfassung, 17111. Staatsochaltung, 111. Kriegswcsen, )(. Staath-ausbalt. Von diescn 10 Absébnitten sind in der vorliegenden 4. Auflage in dsn 3 rrstcn Lieferungen, die bis jeyt veröffentlicht wwrden, die 3 ersten Abschnitt“: und die 3 ersten Abjhrilungen des 4. Abschnitts in ncurr Be- arbcitung rrscbiencn: Der 3. Abscbnixt (aewcrbliibc Industrie) reicht von S. 140 in der 2. Licscrunq bis zu S. 232 in der 3. Lieferung und giiedrri 1ich 111 folgende AbtiermrgM: ]. Allgemeines und Ge-