or nun die Wahl der Teputationßmitglieder hatte. n der ErTffnußigSrede betonte der Präsident von Zebmen, da man mit Befriedigung auf bis seit Schluß des leßten Landtages verürichene Zeit urückblicken könne. . Nicht_ nur, daß, es Friedensjahre, da es auch eme_Ze1t Ledeihlicher Weiier- entwickelung und segenSreichen wirthscha t11chen Fortschrittes _ Dank der Rückkehr zu altbewahrten Grundsäßxn _ ge- wesen, finde speziell in drm Staatshaushalt und m den ge- ringeren an die Steuerkräfte des Landes, zu stellenden An- forderungen , wie die Thronrede bereits eröffnet habe, erwünschten und erfreulichen Ausdruck. Auch des in der Zwischenzeit durch Gottes Gnare vo): dem Lande abgehal_ten_en großen Unglücks, welche das gefahrdete Leben des Königs geschüßt, sowie 1er jüngsten Festtage_gedachte der Redner. _ Nach erfolgter Wahl der Deputationen vertagte sich die Kammer bis auf Montag, den 19. d. M. _
Die Sißung dcr Zwertqn Kamfmer wurde von dem Vräfidentyx 1)r. Haberkorn Mit der Mittheilung von dem heuxe Vormittag erfolgten Tode des Abg.K1opfer eröffnet. An die Anzeige über die durch die Abtheilyngen erfolgte Wyhl der Mitgiiedcr der 5 ständigrn Drputationen schloß sich die allge- mein? Vorberathung einer Anzahl von, Vorlagen, welche zum größrren Theil an Deputationen vermiesen, zum kleineren zur Schlußbera1hung gesiel1t wurden.
iirttember . Stuttgart, 15.910ve_1nber. Wie der ,StzTAL. 1. W.“ au? San Remo _vernimmt, ist das Brfinden des Königs ein durchaus befriedigendes, „ und hat slch Se. Majestät seit der Ankunft dairlbst dcs fchonsten Writers zu erreuen. Der König macht taglich _mehrmals Spaziergarige und hat auch schon größere Fahrten indie Umgegexid .Mi-er- nommen. In den leßtcn Tagen rmpfmg Se. Majestat den gegsnwärtig in San Remo verwerlenden Fursten Hugo von HohenloheOehringen, Hrrzoa von U1sst, und zog den deutschen Vize-Konsul Schneider zur Tafel.
ambur , 15. November. (Hamb. Corr). Auf der Tageéordnunggder Bürgerschaft stand gestern 1119 Spezial- berathung iiber den Bericht des Ausschusses zur Prufimg 11011 Anträgen, betrrffend die Revision, der Geseßgebung ubsr die hamburgische Staatsangehörrgkert und das Burger- re !. , chDer Titel des Geseßes wurde ohne Debatte genehm1gt.
. 1 [ "tet: ' § Deutasjczbe erwerben die bamburgische Staatsangeborigkeit nach
abe der Reichs-Gese gebung. ' , MaßJlusländer können diye bamburgische Siaatsangebörtgkeit nur echrbcn, wenn sie _ abgesehen von den tm §. 8'des Bundes- gesetzes vom 1, Juni 1870 aufgesteliten Erfordernissen _ den Nachweis liefern, daß sie , ., -
1) das 21. Lebensiabr voklendet haben, "
2) aus dem Staatkverbande, dem sie 'angebort haben, ent- lassen sind oder die Sicherheit, haben, daß ihnen diese Entlassung für den Fall der Aufnahme in den hiesigen S_taatsvrrband er- tbeilt wird.
Derselbe wurde angenommeji.
. 2 lautet: “_ '
§Zum Erwerbe des bdmburgisckyen Bürgerrechts lit [„eder Voi]- jäbrige berechtigt, welcher die bambrtrgiscbe Staatsangeborigkeit er- worben bat, fich im Besitze des burgerltchen Ebrenrechte besmdet, nicht auf Grund der Bestimmuxigen des §. 6511112-5 drsBurger- rcchts verlustig geworden ist, nicht unter polizeiltcher Aufsicht steht und während der letzten drei Jahre Einkommensteuer in Hamburg oablt bat. „_ _
g 3 Hr. Tilemann meinte, man, konne, fich uber §. 2 nicht eher entschiiden, als bis ma'n miffe, wie §. 4 larite'n, werde. Er beantrage daher die Abstimmung bis nach derjenigen über §. 4 auszusetzen. '
Der Antrag Triemann wurde angenommen.
u . 3 _ '
ZZuén Erwerbe des Bürgerrrcbts Verpflichtet' ist jeder nur!) §. 2 dazu brrecbtigte Staatsangehörige, wenn er in jedem drr dreileßtrn
Jahre durchschnittlich ein Einkommen von mindestens 3000 «46. Ver-
struert und das 60. Lebensjahr noch nicht boÜendet hat. beantragte 1)r. Gieschen die Worte: „wenn er ..... ver:
euert und“ zu streichen. . . | Der Antrag ])r. (Hirschen wurde abgelehnt, F. 3 m der Fassung des Aussckwffes angenommen und demnachst die
Berathung vertagt.
El a : Lothringen. Straßburg, 14. November. (EU.:Loshtsé Ztg.) Der Bezirksjtqg d..“ Ober-Els_aß trat am 12. d. M. im BezirkEpräsidialgebaude zu ferner die's- jährigén ordentlichen Session zusammen. Es waren 23 Mit- gliedrr anwesend. Auf der TageSordnung stand die Berathung
es Etats. ,
d _ 15. November. (WschT'st'ZH' Dl§1n„ch'ts1?sfx Lot rin is 6 eitung“ rei : me 2 „Gahuloigs“changeZblich unter dem 13. d. M. aus Straß- burg telegraphirte Mittheilung, wonach, der Comniandeur des hiesigen U1anen:Reg1ments, sich dem Gefolge Sr. Kaiserlichen und Königlichen Hobert des Kronprinzen auf der Reise nach Madrid anschließen wrrde, beruht nach eingezogenen Erkundigungen quf Erfindung. _ Der Kriegs-Minister, General-Lieutenarit Bronsart von Sckzellendorf war heut? in Neu-Breisach, um von den dortigen Verhältnissen Einsicht zu nehmen. Derselbe nimmt Abends an dem vom Statthqlter dem, Bezirkstage drs Unterlsafz gegebenrn Tirzer Theil und reist mit dem Nacht-SchneUzug-I nach Meß weiter.
e erreichUn arn. Wien, 14.,Noyen'1'ber. (Preise.) Vortheßn wurdo inéßermannsia dt_ dre dies:]ahrige Session der sächsischen Natione'ZUii_iversitat durch den neiißn Comes Moriz Vrennerberg eröffnet. In der Ansprache, in welchrr sich dirser in warmen und herzlichen Worten _der freundlichen Unterstüßung der ersariimluxig empfahl, _enihrelt sick) derselbe aller Anspirlungen, die mrt politischen Strettfragsn in Verbindung gebracht wxrden „konnen. ,Dagegew forderte er die Universität dringend auf, sick) im Verein Mit ihm ihren kul- turellen Aufgaben zu widmen., In der Enigegnyngswde, welche einer der Abgeordneten hielt, „betonte dreier insbrson- dere, daß die Versammlung bereit sem werde, ein freundliches EinvrrtuhMen zu pflegen, ohne ]edoch yon den Standpunkten der früheren Universitäten dort abzuwstchen, wo es sich um entschiedene Wahrung des Rechts handle.
(Fr. Corr.) Jm
ankreich. Paris, 14. quember. ' SONY richtc-te gestern Denormandre an den Siegelbewahrer eine Anfrage über die Durchführung des GeseHeS, betreffend die Gerichtsreform. Dasselbe wurde am 1. August an-
wird daher erst am 30. November zu Ende gehen. Bis zur Eröffnung der neuen Gerichtssesfion waren von den 614 von dem Parlamcnt crmächtigten Abseßungen nur 605 vor- genommen worden, _ . , welche ihre Funktionen wreder antraten, mußten einige !. rer 12 formulirte der Redner seine doppelte gierung das Geseh erst Ende August be anpt gemacht und warum wurde es nicht vor Ablauf der Gerichtsferien durch-
der u i nicht während des Gcrichtéjahres zu stören, und andeJrßeZs hätte er sich nach den 605 erfolgten Ahseßungezi einen kleinen Spielraum offen lassen wol1en", da emige_fre1- willige Rücktritte vorauSzusehen gewesen „waren., Uebrigens werde das heutige „Iournab officiel“ (Wie dies m der That geschehen ist) das leßte Verzeichnis; der Abseßungen und Ver- setzungen veröffentlichen.
begann heute die Veratbunq der Eisenbahn-Konven-
tionen. , _ ' gegangenen Umstände: die Konventionen seien das qothwen- dige Ergebnis; der seit dem Jahre 1878 wesentlich ver-
Gleichgewicht
und von den Magistratspersonen, sein. „Warum,
baldi en Be eiti un gewärtig , g s g g rage, hat die Re-
e ührt?“ Hierauf entgegnete drr Justiz-Minister Martin- Luil [ 6 e: es sei ihm Gewrssenssache gewesen, den Gang
Der Senat
15. November.
(W. T. B.)
Freycinet besprach die den Konventionen voraus-
änderten finanziellen Lage, die indessen nicht beunruhigend sei. Freycinet erklärte seine Yeberzeugung, daß das im Budget demnachst wieder hergestellt sein werde. Buffet bezeichnet_e die Vers1cherutigen Frey: cinets als oytimistisch und warf ihm und der Regierung vor, daß sie das Publikum zu beth'o'ren versricbten; er seiuberzeugt, daß zur Wiederaufrichtung der anqnzen große Opser erforderlich seien. Der FinanzzMinister Tirard pro- testirte gegen die Anklage der Tauschung der Sterixrzahler; auch rr finde eine Einschränkung der AuMaben fur m_)th- wendig, aber der gegenwärtige Zustand des Budgets sei desien- ungeachtet ein guter. _ Die Berathung wurde sodann auf M en verta t. '
n gDie BUJLUUS der Kammer haben herite die Kom- mission zur Vorberathung ,der] To'ngkti'igzKrnedrtv- vorlage gewählt. Die Kommissidn '1st rmnPrmzip fur die Vorlage; die Regierung gab ausfiihrlicheErlauterungen daziz, aus denen zugleich hervorgeht, daß sie den verlangten Kredit für u11zureichend hält. , '
Der Senator Lasteyrie ist gestorben.
Serbien. Velgrad,15.N0vember. (WTB) Durch einen Ukas des Königs wird angeordnei, daß auf Grund der Verfassung das für 1882/83 genehmmte Budget 01161) für das nächste Jahr Grltung haben soU. Das amtliche Blait veröffentlicht Steckbriefe gegen mehrere Insur- ten Ü rer. '
gen_ 16.hNovember. (W. T. B.) 'Das amtliche, Blatt vrröffentlicht eine Mittheilung der Regierung, welche 1119 voll- ständige Bewältigung des Aufstandxs koiistatirt und anzeigt, daß nunmehr die U Utersu'chung uber die Ursachen und die Urheber des Aufstandes beginnen werde.
Bulgarien. Sofia, 16. November. (W. T. B.), Dem Vernehmen nach soll über die Stellrion g' der russiscbrn Offiziere in Bulgarien ein? Verstajidigung 111,08? Weise erfolgt sein, daß der Kriegs-Mimster 1n1t Hensbmrgung des Kaisers von Rußland durch den Fursten Alexander ernannt wird. Die Entfernung de elben" von de_m Ministerposten erfolgt“ stets drirch . den Fursien a11e1_n. Der Kriegs-Minister --enihält slch, ]eder meztschyng m die inneren Angelegenheiten Bulgariens und ist fur 191119 Akte und für das Kriegsbudget dem Fürsten und der_Natipnal- versammlung veräntworilick). Die russischen Offiziere dienen mit Zustimmung des Kaisers auf 3 Jahre 111 der bulgarischen Armre und haben drm Fürsten, drr Verfassung und den bul- garischen Geseßen Gehorsam zu leisten.
Zeitungsstimmen.
Der „Staatsbürger -Zeitung“ e,ntnel)men nnr fol- grnden Artikel über das eratbahnsysxem 111 England:
Wir brachten kürzlich einige Notizeri uber die Beschwerdeti der englischen Eisenbahnbediensteten, welcbe die Lage der letzteren meinem sebr ungünstigen Lichte erscbcinen lassen. Wir wollen beute als Er- gänzung hierzu kurz die Klagen des *die Eisenbahnen benußenden Publikums, in erster Linie der GUchaftNrelt; hervorheben„ die uns als Beweis dienen können, daß das sich selbst ubxrlaffenePrivatbabn- system in keiner Weise die Anforderungen erfuilt, welche an drzs einfiußreichste Verkehrsmittel wegen seiner JLWaltigen Bedeutung fur die nationale Wirtbscbaft gestellt werden mussen. , .
Man könnte bestreiten wollen, dczß das englische Privatbahn- wesen der Einwirkung der Regierung _mchi unterworfen sei. In der That ist _ ab.“.eseben von der unumganglichen Emwrrkung bei Kon-
'1 ' des Re es, der Bauausführung :c. _ die „vieldcrbreitete 12111in1?an irrirZ daß in England drr Staat in die, Tarif- fragén nichts bineinzureden babe. Seit 1845 hat sich das
ara ent ausdrücklich in jeder Eisenbalmkonzeßion das, Recht YrbleiitYlten, die Maxima zu revidiren, in mehreren Specral Acts ist nében dem allgemeinen Recht des Parlaments zudem ein be- sonderes Recht des Handelsamts, obne Zutbrzn des Pgrlaments die Tarifmaxima bei Erreichung einer gewissen Divtdrnde zu ändern, ausbedungen wvrden. Ein Bestandtheil "der Tarife exit- zicbt sich jedoch in den meisten, FaÜen der, offentlichen Ein- wirkung: es ind dies die Stationskosten, die verlangten Ver- gütungen für agerung, Einladung iind Ausladung. Zuiubr, und Abfuhr der (Hüter. Durch Zuschlag fur diese ,Term_i_nals konnen die Eisenbahngeseliichaften in Folge deffen K„Firaciytialxxe' erwirken, welcbe bedeutend über die ihnen aufrrlcgten axtma hinausgehen, zumal für Artikel des landwirtbjchaftlxchcn Bedarfs und der land- wirtbschaftlickxen Produktion, wie Dunger, Hopfen,. Milch, Ge- müse xc. So wird das Recht der staatlichen" Marrmalkxestimmung der Tarife, das für einige Strrcken noch heute uberhauptntcht besteht, vielfach durcb dir Wiükür in der Vercäommg der Stationsiostcn ikluioriscb gemacht. Das Gesetz von 1873 hat allerdings der Railway Kommission, welche es schuf, Vollmacht_g_egebcn,„tm'Fallc rinrs Streites zu entscheiden, was „biUige' Entscbadt'gung fur die Termrnais sei. Doch diese Vorschrift wird nur da, wirksam, ivo em Strert anhängig gemacht ist, blos für den indimduelien Fall und,um den Preis eines kostspieligen Prozeßvcjrfabrens. .S..“ hat nicht die Klqgen darüber beseitigt, daß die Termrnals irnmaxgig find und daß „ihre ungetrennte Vermischung mit den Meilenxaßen ,es dem Publikum ganz unmöglich maclzt13 die gezahlten Frachtsatze mrt dem geseßltckßen
' ver le en. _ _ ' MaxYUFLrZiuTariJf-Cbaos findet sich bei der Manrxtgfaltigkeit der Konzessionen, der Unsicherheit der Güterklasfifikation uberhaupt, kein Mensch mehr zurecht. Die seit 1873 qessßlicb vorgeschriebenen. Tarif- bücher der Eisenbahnverwaltungen belfen dem _Publtkum rvexng, um festzustellen, welches die erhobenen (Frachtsaße imd; „ Regelmaßig find darin die verschiedenen Arten der uter nicbt specificirt, sondern nur
naiürlicb, da " Heraber-ng m allgemeinen Jntereffe liegen wurde.
a liebe Ge enstand angehört, muß man ein besonderes Buch nachschlagen. fIrstgdas gescbgeben, so wollen noch zahlreiche AuSnabmm und Spezialtarife berücksichtigt sein.
Dazu kann es dem gequälten Geschäftsmann an noch pasfiren, daß die Eisenbabni-eamten die Einsicht in beide Bü-
cher vemeigern. Unter solchen Umständen erscheint die Aussage der Eisenbabndirektoren freilich glaublich, daß die Vorwetsung der Bü. eher nur selten verlangt wird.
erner scheint es unter den geschilderten Verhältnissen sebr F vielfach Frachtsäye aufrechterhalten erer1'„*e,é_i-x„l beben " 0 ge ek großen reissieigerung für Rohstoffe cxller Art (besonders Kohlen und Eisen), sowie für Arbeitslöbne, wie sie zu Beginn des vorigen
Jahrzehnts eintrat und 1873 ihren Höhepunkt erreichte, machten die
Ei enbabngeseü cbaften einen bedeutenden Aufschlag auf einen „Theil ihrser Tarifsä e! und sind bis zur Stunde bei demselben geblieben, obwohl die Kreise der fraglichen Rohstoffe 1eßt_ _bedeutend herabge- gangen sind. Besonders bescbWeren sicb_ die_Ftscver der schottischen Ostküste darüber, daß die Durchgangssaße fur Fische nach den Cen. tralmärkten je t weit höher sind, als_ vor dreißig Jahren. Im Jahre 1849 etrug die Fracht fu_r _ Fische " nach London 30 Schi11ing pro Tonne; ge enwartig ' betragt "sie. 1481 Schilling, nachdem Sckritt für c-c1)ritt mit der allmahlig fort- schreitenden Verschmelzung verschiedener Bahnen und dcr da- mit wachsenden Monopolifirung des Verkehrs Seitens der Caieäoujm Railway die Preise in die Höhe getrieben worden sind. Dieéracb'ten, Welche cht für Fische und Vegetabilien verlgngt werden, so en einen so bedeutcnden Theil des erzielter] Markipkeises fortnehpien,_ d(zß' der Verdienst der Produzenten ein auße'rst gcringex ist, 1a bei einiger. maßen reichlicher Zufuhr und etwaiger. neschwachter Nachfrage VÉÜ' ständia durch die Transportkosten absorbirt wird. Und doch soll eiiie Ermäßigung dieser Frachtsälze im Jntereffe,a11er Theile liegen_; die Eisenbahnen würden infolge des enorm gesteigerten Verkehrs gewinnen, ebenso die Produzenten und Konfiimenten. ,
Endlich bleibt als Ursache dringender Kiggen die Gestaltung d.“ Differcmialtarife zu erwähnen. Es kommt nicbt (111in vor, dai; die- selbe Babnverwaltung Verschieden hohe Frachtsaße fur ganz _abnliche (Güter erhebt, das; dieselbe Bahnberwaliung nach einem, genieiniamen Mittelpunkte von dem einen «Hafen Guter zu eincm viel niedrigeren Satz befördert, als von einem anderen Haien, daß Stand- orte" der inländischen Produktion ,und die Rich1ung res inländischen Verkehrs, also der Willkur privatner' Instanzen unterstrben. es wird vielmehr ,auxb „der auslandiscbe Ver- kehr begiinstigt auf Kosten des inla'ndijcbenz es werden ix_nter gleichen Umständen ausländische Erzeugnisse zii vicl niedrigeren Saßen befördert als inländiscbr, es werden' bisweilen die zum Export be- stimmten Waaren nach dem Verschiffungshgfen Wohlfeiler trans- portirt, als die gleichen Waaren nach demielben' Hafer, wem) sie nicht zur Ausfuhr bcstimmt find. So wird biispielsweise auslandi- scber Hovfen von Boulogne über Folkesione nach London z„um Saße von 17.1 Sb. pro Tonne befördcrt, wahrend die racht fur Hopfen von dem London erbcblich näher liegenden 5 shford auf der- selben Eisenbahn nach London, 35, Sb. beträgt. Das Fleisch von amerikanischem Rindvieh, in Glasgow geschl"acbtet, wird von hier bis London für 45 Sl). pro Tonne befördert„ wahrend die Fracht für Fleisch von heimischen Ochsen von GlaSJow bis London 77 SH. beträgt. Manufakturwaaren von Manchester narb London, zum Export bestimmt, zahlen 25 SH. Pro Tonne," aber fur London bestimmt 40 SH„ und ähnlich in vielen anderen Fa_[1en. Dcr Fraxbt- say für Rohbaumwolle ist von drei Verschiedenen Hafen der Westkusie nach Manchester der gleiche (9 S1). pro Tonne), obwohl die (Hit- fernung das eine Mal. näm1ich von Barrow-in-Furnefs 87 6119111912 Meilen, das andere Mal (von Fleerwood) 50 Meilen und cndkicb im dritten Fall (von Liverpool) 31 Meilen. betragt., „ Das Manchestertbum verabicheut jede Beeinflussung des Wirth- schaftslebens durch die RegierungUdi'e Vertreterin der allgerrieinen Interessen. Es sieht aber gleicbmntbig zu, _wenn private Korper- schaften, je nach ihren privaten Jniercffen, die Entwickelung ganzer Distrikte verkümmern, um andere einseitig zu begunstigcn. ,wenn sie den Güterstrom von seiner „natürlichen“ Bahn nach gewiffxn Pro- duktionscentren ablenken, um andere Gebiete "gqnz bruck) liegenzu laffen, _ wenn fie endlick) gar das Inland scbadigen und das Aus“ land fördern. _ '
AU? diese und viele andere Schaden bat nian in England schon lange bemerkt und von Kommissiorien der Regierurrg und des Par- laments untersuchen lassen. Doch imd ,aÜe Vorschla e zur Besserung an*der außerordentlicben Macht der Privatbahnen (: gepraÜt, welcbe dem Staate fast über den Kopf geWachicn'find. 1873 verspracb'man sich von der Einsetzung eines eigenen Eiseprbntribupals (11311173; 001111111381011818) eine wessntliche Besserung. Sie itt aber nicht einsetrcten, vielmehr behielt das Parlamentsmitglisd Mr. Ward Hunt recht, der im Unterhaus e 1873 von dem Tribunalmemie : , Wo die Interessen des Pu- blikums und der Cisenbabngeseüfcbcxften identijck) find, da ,brguckoe? wir kein Tribunal. „Wo sie fich widersprechen, da wird das Tribixna nicht wagen einzugreifen, weil der Larm der davori betroffenen CMR“ babnverwaltungen so groß sein würde, daß es mri den VoUmaÖÉélz des Kommissionärs bald zu Ende ware. Jndesjen sol] auch dieses ! periment gemacht werden, damit mim sich um so schneller iiberzeugbéi daß alle solche Experimente vergeblicb sind. Dieses aber wird er das letzte sein; von Tag zu Tag wachst die Ueberzcugung, daß ? Staat die (Eisenbahnen übernehmen muß."
' ' ' ' ' ' t:
_ Die „ reußrsch=Littau1sche Zeitung"“ schreib AugenblickliY sind drei thüringische Landtage in Thatigkett und zWar alle drei beschäftigt mit der Beratbung des Etats der betreffende? Ländrr. Es sind dies die Landtage von Weimar, Meiyingrn _WJ Reuß jüngere Linie. Wenn ibnetidie Etatsberaibyng vcrbaltnißmaßlé leicht gemacht wird, wenn in Weimar und Meiningen vor nicht Mn erheblichen Sjeuerentlastungen ernsthaft die Rede ist, ULF in Reuß j. L. das noch vor wenigen Jahren kaurxr [o- r- erfcbeinende Problem, das Budget obne Defizit zu erledigen, „V;. wirklicbt werden kann, so ist dies die Folge der Steuer- und W151 schaftsbolitik des Reiches. Man wendet den Etatsberat'bunßeri in ser klrinen Staaten im Allgemeinen _wenig'Aufmerkiamkcit zu, 11106le lohnt es sich doch, auf dieselben hinzuweisen. 'Csdarf hervorgehodie Werden, daß gcgenübrr den Tba11achen ,aucb in diesen Liiiidtch1,iz„él1él„1*cb Erkenntnis; fich mehr und mehr Bahn bricht, das; die Reichspolttt 1i 1 als segensreich für die Einzelstaate'n bewahrt. Und zwar nis- blos wegen ihrer unmittelbaren Einwirkung a1uf_ die Staa"- ßnanzen. Dieser Punkt ist ja allerdings derjenige, dLrt de!- näcbst in das Auge springt, den11,„Wenn mgn beute vori SWM erlaf; und Steuerermäßigung Fur die armsten Schlchxen rage Bevölkerung eintreten kann, so drgngi sich von selbstJedem die s- auf: wie würdrn dicse Sicuerverbaltnise in den Einzelstaaten fis ger stalten, wenn die Vortheile nicbt waren, die den Staqten auRegk Steuerpoliiik des Reiches erwachsen? Aber darcruf wird in 'der 1111 weniger Aufmerksamkeit verivendet, daß auch indirekt die Relcbsx'tßäg zur Besserung der Finanzverbältniffe in den Einzelstaaten bett?"- insofern, als die günstige Entwickelung'der Industrie, die zum ?_er
lichen Tbcil auf die Wirtbschaftspolitik des Reiches zuruckszU ist, die Steuerkraft gestärkt hat. ck _ Dem „Chemnißer Tageblatt“ mird aus 151111011“!
meldet: , ' , ge Wie aUerorls sich in Handwerkerkreisen die Einsicht DFKI hoben Bedeutung Lines engen Zusammenstbluffes der Handeje be- freien Innungen wieder geltend gemacht, so auch bei uns. 1711 nnd stehenden Innungen beleben fick) erneut und andere entsie'edeunv treten zusammen. So haben sich diekGlaser,Schlosser, Schmlc nge» Stellmaiber zu einer Innung vereinigt. Zeßi haben sich Zmelbe ge- die der Weber, Schuhmacher und Schneider, je ein"e neue Fa dulÖ schafft und am Lutherfeste dieselben in einfacher, wurdiger Feier Diakonus Jäger weihen lassen.
grnommen und am 30. desselben Mo_nats amtlich bekannt gemacht. Die anberaumte „Säuberungsfrist“ von drei Monaten
. Klaffeneintveilungen vorgenommen. Um aber zu wissen, Welcher Klaffe der
Statistische Nachrichtem
Nach Mittheilung des Statistischen Amts der Stadt Berlin Woche vom
1) bei den hiesigen Standesämtern in der YNorember bis inkl, 10. November er. zur Anmeldung
247 Eheschließungen, 787 Lebendgeborene, JLkommen
Sterbefäl]: __ Nach einer Zusammenstellung der Schuldeputation waren in Berlin am 1. Januar d. J. folgende Schulanstalten vor-
banden! ]) Gymnasien 16 (5 Königliche, 11 städtische"), 217 Klassen, Königliches, 7 städtische),
7989 Schüler; 2 Realgymnasien 8 (1
115 Klaffk'n, 430 Schüler; 3) Obek-Realschl 2 i'dt" stalten), 29 Klassen, 1025 SW“; "e" (sa uche An
Königliche Präparanden- nftalt, 3 Klassen,
Schüler und 23 Schülerinnrn,
b. Vors nien 22 't 4255 Schüler, ck ""
80 Klaffrn
für Viersinnige (1 Jöriiglicbe Taubstummenschule, stumm211chu1§ 1 stadtische Blindenscbule) 25 Klassen, und Schulermnen, s. städtiscbe und 449 Knaben und 35 Mädchen, Aufsicht von Anstalten, Instituten, und 1523 Kindern. __ sämmtlicb xinen öffentlichen Charakter haben., mit und Schulkindern zusammen,
smnmrn 2720 Klassen, welche
9545 das 14. Lebensjahr überschriiten. Außer den Schulcn sind noch vorhanden: &) 2 jüdische schulen aÜer Art (darunter 9 höhere Knaben- und 49 höhere Mädchen- scbulc'n) niit 642 K!affen und 20535 Kindern (6520 Knaben und 14015 Madchen). Es ergeben sick) damit im Ganzen 297 Schill-
anstalten mit 3384 Klassen (1672 Knabcn-, 1662 Mädcbcn- und 50
aeryischte .Klgffen) und 159 814 Kindern (82173 Knaben, 77 641 Madcbcn). Hinzugrkommen smd im Jahre 1882 zu dem Bestande dcs Vorjahres 1881 nicht wenigcr als 14 SchulanstaLten mit 190 Klassen und 10723 Kindern (5309 Knaben und 5414 Mädchen).
Kunst, Wiffensthaft und Literatur.
Neur „Grundsätze der ZWangsvcrsteigeruna von Immobilien nach dem preußischen Gesetze r*„om 13. Juli 1883. Von 1)r. Ka'rl Kurlbau'm, „Gel). Ober-Juitizratb und vortr. Rath im Kontak preuß. Justiz-Mmisterium. Verlag von A. Wcrtlwr, Stuttgari.__ Durch das mit dem ]. Nobember 1). Is. in Kraft ge- tretene Geieß, vom 13. Juli d. Js, brtr. die Ziyangvolisirrckung in das unbewegliche Vermögen, find brkann11ich einige neue Grundsätze für die Zwangsvyllstreckung in Immobilien aufg.stel]t worden, wclche eine hohe, volkrwirthscbaftliche Bedeutung bransprucben dürfen. Dir- selben zielen „darauf ab, daß der Zwangsverkauf nur unter Wahrung derjenigerz chbte erfolge, welche dem Rechte des betrkibrnden Gläubigers vorgeben , und das; das Recht vor- ebcnder Glaubigexr auf Befriedigung aus dem Jmmobile m Ansebzmg der Zeit drr Befriedigung durch den Zwangsverkauf nicbt verandert Werde. In der vorliegenden Schrift [)at 114) dcr Verfasirr die Aufgabe gestellt, die juristische Natur und Bedeutung der brzuglincben Vorschriften des Gescxxes festzustellen und deren Kon- sequenzen fur die prakti'scbe'Handhabung des GlseZIs zu beleuchten. Nach Vorfanscbickung einer E111[thung erörtert cr dirses Thema in folgenden Ab- ichmttcn': Zwangsversteigerung als Zwangsvollstreckung, die geseßlicben Kaufbedmgungen, das geringste Gebot(Feststrliung drr Anspriiche _ Fest- stellung, dcs Vorrangs _ Feststellung ohne Grundbuck) _ FeststeUung des geringsxen Gebots, mehrere betreibende Gläubiger _ Ausschluß von Anspruchen _ Kosten des Verfahrens _ Wirkuna der Fest- [tekiung), die Uebernahme von Ansprüchen durch den Ersteher, Ab- ande'rung drs gesetzlichen geringsten Grbots, Abänderung der gesetzliäyen Bedingung Über Berichtigung des Preises, Fassung der Bedingungen und Vorbereitung der Verhandlung, unrichtige Feststellung des geringsten Gebots, Anwendung der_ Grundsätze auf ZwangSver- staxzerimgen außerhalb der Zwangsvollitreckung, Vertheilung dcs Kauf- pretses bezw. Uebernahme von Ansprüchen, Aenderung der Ansprüche, Wklkbe an Stelle der zur Uebernahme bestimmten übernommen wrrdcn, _ Uebernahme von Ansprüchen im StreitfaÜr, Uebrrnabme bedingter Anspruche, Correalbypotbeken, die Eintragungsn im Grundbuche nach der Zwajigsverstcigerung. Die mannigfachen schwierigen Fragen, welche das Thxma aufweist, find von dem Verfasser in kurzer DarsteUung _ die Schrift zahlt. 92 Seiten _ geprüft und erörtert worden. Wenn auch die schwierigen RLÖTSverhältniffe, welche das Verfahren nach der_n'neuen Geseße zur Folge haben kann, in der Praxis Verhältniß- maßig selten vorkommen werden, so ist doch die eingehendsie Prü- fung der durch "das (Geseß geschaffenen Rechtsverhältniffe nothwendig, um auch nur fur die xinfaäyrren „Fälle eine überall richtige (Entschei- dung zu erreichen." Für diese Priifung bietet die vorliegende Schrift ein wirtbbolles Hiilfsinittel, dessen Studium den richtrrlirben Beamten Lind sWthen betheiligten Kreisen ihre Aufgabe wcsentlich erleich- ern wrr .
_Jn diesen Tagen xrscheint bei Emil Strauß in Bonn eine um- fangrercbe Biographie Wilhelm Vatke's, des bekannten Theoxbgen aus der Hegelsébcn Schule, der über vierzig Jahre an der Berlinrr Hochscbiile Newirkt bat. Dem Verfasser, Dr.Hcinr. Benecke, stand cin gnsebn11ch2s_Maierial zur Verfügung, namentlich der Brief- wccbxl mrt David Strauß. Die Biographie enthält reichhaltige AuSzuge (1149 „Vatkc's „Religion dcs Alten Testaments“, wclche bc- kannilich die 19k9111111ché Tradition einer einschneidsndrn Kritik unter- zog. Benecke bringt aus den Archiven des Kultus-Ministeriums die Gutachten von_Marbc'ineke und Niöscb iibcr Vatkc, die auf Veran- [9ffung drs ZNmistcrs von Altenstein abgegeben worden waren. Auch 2112 aysfubrliriye 21na1yse des Vatke'jchen Buchs über „die menschliche z'reiheit': enthalt die Biographie, die im Weiteren die zeitgenössischen
„enitheilunarn dcs Hegelschen Theologen und Philosophen objektiv mrtthetlt. Die, 40 Bogey starke Schrift ist ein umfangreicher Bci- Fal? zur Geschichte der Berliner Universität in den lexzten fünfzig , (: ren.
Weimar, 15. Novembkr. (Th. Corr.) Die thüringischen Regierungen haben im rübjahc d, I. eine Vereinigung dahin getroßfen, daß durch Sachver tändige, die von Ort zu Ort reisen, die m tburingijchen Landen noch vorhandexen Kunstdenkmäler fest- gestellt „werden, damit für ihre Erhaltung Sorge gejragen und fie, io- Weir diss möglich, den Zwecken der Kunst und dcs KunstgeMrbc-s ZUIanglirb gem_acht werden können. Das Verzeichnis; sol] unter drm Titel „Kunstdenkmäler Tbüringenéz' im Druck erscheinrn. Das Unternehmen soll in 5 Jahren zum Abschluß gebracht Wrrden "Kid War mit einem KostenaufWand von 38000 „!(: An den weima- klschxn Landtag hat die Regierung eine Vorlage, betreffend die Be- w'Ülsung von 2261 „44 jährlich zu dicsem chrk, gelangen lassen.
" Joseph Bär u. Co., Buchhändler und Antiquare in Frankfurt a. M. 2c., haben über ihr antiquarisches Biirberlager _„agerkgtaiog 133 „Bibliographie und Typographie“ ber- Offentlikbt. Derselbe enthält ein Vcrzeichniß von 965 Schriften. die unter die 3 Abtheilungen: 1) Bibliographie und Typographie ZZZL'Nrn) 2) Kataloge von Bücbcrn und Handschriften öffentlicher Bibliotheken (109 Nrn.), 3)Kata1oge von Privatbibliotheken und
uchbandiungen (188 Nrn.), nebst einem Nachfrage von 47 Nrn., ?thbLUY smd. In der 1. Abtheilung sind zusammengestelit: Schriften uber Bibliotheken in Deutschland (die Königliche Bibliothek in Berlin, Dresden, Wolfenbüttel, Straßburg u. a.), Oesterreich (Wim), England, Kopenhagen, Frankrcich und Italien; Kataloge von Schriften uber verschiedene WiffenSgebiete (Rccbtswesen, Geschichte, Philologie,
, Unzwesen, schöneKünste, Architektur, Naturgeschichte, Hand:“! 2c.). Ber-
26 Todtgeborene. 554
, . _ . 4) höhere Mädchen chulen 6 (2 Kön1:“-[1che, 4 stadttsche, 94 Klassen, 4509 SÖÜlerinnens'; 5) die
' , ' 99 Schuler; 6) öffentxicbe Mittkl- und Elexnentgrschulcn e1nschließlich der Vorschulcn der bobkren Schu1en: &. Koniglicbe Seminar-Mittelschle, Königliche Theater-Elementarscbule, 2 mit 9 Knaben- und 2 Mädchenklaffen, 332
c:. Gemeindesckyulen 128 mit 2094 Knaben- und Mädchenklaffcn und 113 485 Schülern und Schülerinnen, (1. Schulen 1 städ1i1che Taub- '_ 266 Schüler Wat!?nschulen, 2 mit 8 Klaffer: i'. Schulen unter spezicllcr Stiftyngen 12 mit 44 Klassen Rechnet man alle die1e Schu1anstalfen, wr1che s 1 "ck 22 "ff FF)" SKF?" _ orrgwen 11„ 1x 0 en 1 „'s-* nen mit 1499 Knaben-, 1174 Mädchen- und 47gemischten511assem also zu-
_ (_ von 75 005 Knaben und 63289 Mädcben, also zusammen 138 294Kmdern besucht werden. Von diesen Kindern haben öf'sentiicben , Schulen mit 22 Kéaffen und 985 Kindern (648 Knabrn und 337 Mädchen) und b) 93 Privat-
ibre Erfindung, sowie über Gaimberg, eitungs-Lexika, Verzeichnisse von Seitens der xtcbern, Prcßgeseße, Schriften über Typographie u A. welsen besonders auf Eberts Allg. Bibliogravb. chikon, Elzevi Kaialog, Enßelmann, Enslins vie_le Kataloge von Schriften aus ve schiedenen Buchern, Erscbs Verz-tcbmffe und Bibliotheken, Fabriciu
o_ffmanns Veneicbniffe, Kaysers deutsche Bücherkunde, Krebs „uche'ri'unde, Peyboldts Bibliotbeken u. 21. Hier nicht im Handel vorkommendk Maneffe'scbe aus der Zeit der Hohenstanen), Prus's
findet man aucbd
lung der Erfindung der Vuchdruckerkunst durch Gutenberg enthält.
_ Gewerbe und Handel. A nrw erpe n, 15. November.
iauft „wurden. in geringerer Waare flaues Geschäft- Bradford, 15. November. deep arorVn williger, Garne stetig, in Stoffen mäßiaes Geschäf , St.Petersburg,16. November. (W. T. B einnahmen vom 1.
!
Vorjahres, die in dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Verkehrs-Auftalten. Bremxn, 16. November. (W. T. B.) Der Norddeutirben Lloyd „Hannover“ ist am 12. d. M. : Montevideo cingetroffrn. Triqsi, 16. November. (W. T. B.) Der Llovddampie .Juno“ ist gestern Abend aus Konstantinopel birr cirgetroffcri.
Dampfer d;
Sammlunaexi oon Initialen, Papste verbotenen Wir ver-
Grsner, Hkinsius (Al]a. deutsches Bücherlexikon in 16 Bim), F, L_ pbiloloq.
Handsibrift (Minnesänger . ' Geschtchte des drutscbcn Iournaltkmus, Tenßcls monatliche Unterredungen, die Cronica van
der billigen Stat Coellen (1499), welcbe bekanntlich die erste Erzäb- Helena erbaut und bis
(W. T. B.) Wollauktion. Angeboten waren 2428 B. La Plata-Wollen, von denen 1767 B. vcr-
Scböne Montevideo-Wolle wurde lebhaft gehandelt, (W. T. B.) Wolle ruhiger,
. . Die Reichs- , Januar bis _1. September d. J. betragen 391634 316 gegen 397291384 Rbl. in dcm gleirbcn Zeitraum des Rcicbsausgaben 419518420 gegen 396 528215 Rbl.
pber-Zrmistorigl-Ratb1)k. Schmieder nahm sie mit einer kurzen erzreirenden Aniprackoe entgefgen und in den Sch der Kirche. Die Yuöarabungewbgben einen archäologischen Ctbaraktek, sondern rs sind em Akt der Pietät.“ Melanchthon sagt: „Man muß Wittenberg r- icbon drsbalb ltxben, weil so yiele gute Fürsten in ihm regiert haben.“ s, pren galt es, je t eme geweihte Ruhestätte zu fichern, da ihre bis-
bxri e schon vor abrbunderten entweibt worden. Gleichwohl haben
„ die usgrabungen ganz schätzbares Material zu Tage efbrdert. Es ie tit die L_age,und Gestqlt der „Kirche festaeiiellt gworren, die eine zweiycbifsige HaÜenkirche init vicr Mittel- und je vier
Wandbisilern geweseii ist; auch der Hochaltar ist aufgefundcn worden. Dic Ktrckoe wurde in der Zeit von 1260_70 von der Kurfürstin
_" ' zurxi Y_ussterbcn des askanischen Fürstenhauses 1422 als inrstlrche chrabmßitätte benuxxt. Als später dis Refor- mation das Franziéskanerfloster geräumt 55112 und in Folgs drr 5er- eiybrecheydxn ertgionskriege Johann der _Bcständige Wittenberg be- seitigxn ließ, bengßte er notbgedrungen die Klostrrkircbc alz Magazin, und'tm Jahre 1760 wurde fie brim Bombardrmcnt in SchUtt gelegt. 2111 1111181“ Stolle wurde dann ein Zeughaus erbaut, das ziir Kasrrn: eingerichtet, xeyt Wieder belegt Werden wird.
1. *"
L a 11 g e 11 (Vorarlberg),
, _ _ ' 14. Novomber. Am Moritag, den 19. d., wird „in festlicher Weise der Durchschlag des .*L-rlberg-Zun'nels vorgencmmcn, nachdem brreits »"cstrrn Narb- mittag'die Zondtrstaxisie die [eyte trennende Srbirbt dnrchswßcn batte. 'le'bkldLU SWUCT] 1011211 ganz vortrefflich auisinandcr tr.*ffci1. Nur 11) einern _Punk_te, 1chreibi*_man der .D- Ztg.', stimmen die Tbaisactxxx s ntckzx vollig Mit drm Zinrrnxnaße dcr Techniker Übcrcin, und das n betrifft _«enau wir _es beim thibärd-Tunnel xieircsen _ dcn Dimb-
messer drs Brrgrs, die Dicke, durcb Miche drr Tunnelsckyaibt zu legen r wißt, Diese Dimeiiiion war fur drr! 'Ilrlbcrg von unseren Ingenieuren
rnit 10266 m ermittelt worden und nun zkigt sicb, daß der Tunnrl um ctwa 3 Meier kürzer ist, so das»; das Durchdringen dcr Sondirstange fur die „vor Ort“ opcrirrnden Ingenieure gcstcrn Nach-
Berlin, 16. November 1883. Die nächste Königliche Parforcejagd findet am Mon
Zagdschloß Grunewald _ und ]ariden am Mittwoch, den 21., mit demselben Rendezvous statt.
' Ueber die Tbiiren der hiesigen kirche und deren Zusammenhang mit den altsn
und Freitag, den 23. d. M.
Originalmodell der auf Befehl Könia Frirdricb
gqirirbenrn) und am 10. November 1858 fciérlick) übergebenen Tbür- rlugcl ani Nordportale dcr ,Scbloßkircbe zu Wittenberg. Während der von drm xeßigen Gebeimen Bauratb Adler geleiteten Bauausführung der St. Bariholorziauskircbe fand dersrlbe im Jahre 1857 janrs YkodeÜ noch ziemlich wobl erhalten in dcr Königlichen Erzgieszcrsi und eLsxblug scmcm_damalic;en Chef, dem Gcbsimen Obrr-Hbf-Bau- ratb'iSiuler bor, dasielbc für die von ibm entworfene St. Bartho- lomaiiskirchc x_u bcnußcn- ' iachkem die ZUstimmung von Allerböikster Steliejaixs erfolgt War, kam die Sache dcrariia zu Stande, daß die ixi Re[ikfick911st angebrakbtrn 95 Thesen beseitigt, die musizircndrn Kindergcstqiten ans dcn gothischen Ziersäulcbcn nach dcn noch bor- ngidenen ModeÜen drs Prof. Drake neu gsgoffsn und die nbtbwsn- diqcxi Ausbesserungen und Anvaffungen drr Tbürfliigi-l durch den Versrriigrr des Originalmodeüs, Bildbaurr Holbein 001118110111111811 Wurden. Die betreffsnden Tbüren der bissigen Si. BarTboiomäus- Kirchr und der Sch1oßkirche zu Wittenberg strbrn da[)cr in eim'm gescizickytlicben Zusammenhang.“, nur ist drrselbe sebr jilwsiéki Datums. Die .ccbtcn und recbtcn Reformakibnstbiircn" sind bei drm Bombardement Witisnbergs durcb österreickyisckye und Reichstrupprn (1111 13. Oktober 1760 mit dem Dache und der gssammtrn inner?" Einrichtung der Schlosskirche verbrannt. Die Gestalt der alten writ- berubmt grivordenen Portaltbür ist uns nur aus alten Stichrn und ZLFÖUUPSM bekaniit. Es war eine glatte zweiflüalige Eichenholz- tbur rnit festem spr bogigen Oberthriie; dcr lcßterc, sowie die Flügc-l mit starken Decxleiten versehen. Ob die Fliigrl aufricsexite Bänder von SÖmirdeeiien erhalten hatten, ist iiicht ganz sicher, aber wahrscheinlich. In dem linken Flügel (von außen grseben) befand sich eine besondere kleine einflügeliae Tbiir angebracht, dir, nach innen schlagend, drm Hauptoerkcbre diente. Diese Einrichtung scheint alt gewesen zu sein, d. h.„dcm großen Neubau der AÜerbeiligen Schloßkirche, der 1499 becndigt wurde, angehört zu haben. Sie hat dabcr auch wahrscheinlich Lutbcrn gezwungen, an dem ewig denkwür- digen Vorabende dcs Allerheiligenfestes, am 31. Oktober 1517, die 95 Thesen an dem rechtsseitigen Thürflügel anzuscblagen. Auf eine Lokaltradition in solchem Sinne weist der in Wernsdorffs Kury- gefaßter histor. Nachr. v. d. Schloß- und Stiftskirche in Wittenberg enthaltene Stich von J. (5). Schreiber bin, der, um 1716 gefertigt, vor jener Thür zwei Männer stehend zeigt, von denen der eine mit seinem Siocke die Stelle berührt, welcbe damals noch als Platz des Thesenanschlages galt. ____
Wittenberg, 13. Novcmber. Eine Beisexzung 500 Jahre nach dem Tyde Wurde gestern Abend bier vollzogen. Die Ueberreste der ersten fachs11chen Kurfürsten anbaltisrben Stammes, die in der
vergessenen Klosterkirche der Franziskaner begraben waren, wurden nach der Schlosskirche übergeführt. Die Ausgrabung dieser Fürsten batte auf höhere Veranlassung nach Angabe
und unter Ajuffickpt drs Regierungs-Ratbs von Hirscbfcld statt- gefunden und insofern ein glänzendes Crgebniß gehabt, als die Ueber-
rxste aÜer derjenigen Personen aufgefunden worden sind, die nach Melanchthons Aufzeichnungen und nach dem Todtenbuck) der Franziskaner in drr Kirche dérselben _ 27
an deerabl _ begraben sein soilten. Mit Sicherheit festgcsie'Üt sind,_wie„die, ,Mgdb. Ztg.“ schreibt, unter anderm die Grabstätten der Kurfurstin Helena, welche 1238 das Kloster und spätrr die Kirche erbaute, die sie zur Vegräbnißstatie des askaniscken Fürstenhauses bestimmte und in drr sie, als die erste, 1273 bcigrseYt Wurde; dcs errfürsten Georg Wenzel, 1" 1327, des Kurfürsten Rudolf 111. 140.2 bis 1419, sowie seiner beiden von dem einstürzenden Schloßthurm in Schweinitz erschlagenen Söhne Rudolf und Wenzel und seiner 1435 gestorbenen zweiten Gemahlin Barbara, des Kurfürsten Albert 111. 1419_1422 u. s. w. Auch die Grabstätte Rud01f1. 1297_1356, des Gründers dcr Sch1oßkirche in die er schon 1544 übergefükrt wurde, ist festgestellt und eine Anzahl von Grabsteinen mit schwer lesbarer Minuskclschrifi aufgcdcck't wvrden. Dic Ausgrabungen wurden im Frühjahr brgonncn, nacb Auffindung von 20 Grabstätten eine.?eit lang inhibirt und jexit beendigi. Von Särgrn wurden bei der 9 us- grabung nur Spurcn gefunden, wohl aber waren die (Gerippe wobl erbalién. Dieselben wurden in atidc're Särge gelcgt, die gestrrn, nachdkm Se. Majestät der Kaiser [cine Zustimmung dazu gegeben, nach der Schloßkirchc übergefubrt Wurden. Es waren dazu 165 Musketiere kommandirt", wclchc, gcfübrt von 13 Unterofszieren, dir 27 Sarge trugcn. In der Schloßkircbc, unter der Fürstrnloqr, an dem westlichen Ende des Schiffcs, befindet sich eine 25 Schritt „lange und 10_15 Schritt breite Halle, deren Fenster nach dem Schiff geben; hier wurden die Särge in drei Raihen übereinander niedergcseyt und Hier Werden sie bleiben, bis bei der bevvrstehendert Restauration der Sch10ßkirchc cin Gcwölbe für sie eingerichtet worden ist, worin die Verstorbenen ibre Hoffentlich leytc Ruhe finden Werden. In der Schloßkircbe waren
die Spitzen der Geistlichkeit, die Vertreter der städtiscbrn Behörden und dcr größere Ther! _ des Offizier - Corps ver- sammelt. Reaicrungs-Ratk) von ,)Uscbfk'ld gab eine kurze
Uebersicht der Entstehung der Ausgrabungén und der Arbeiten und
“19111111? von Handschriften, Schriftrn übcr die Buchdruckerkunst und
tag, den 19. d. M., _ Rendezvous: Nachmittags 1 Uhr zu die dann folgrnden Parforce-
Zigribolomäus- „ ' ' ;rburen drr Witten- berger Schloßkträoe Wird der „Nat. Ztg.“ jetzt Folgendes mitgetheilt: Dir Tbuc am Haupjporiale der St. Bartholomäusiirche ist das „ Wilhelm 117. nach den Entwurfen drs Kouscivawrs von Quast in Erz grgoffcncn (iiicht
1111110Z§ im Ariberg-T'unnrl wobl gerade so Übrrraichrnd gckommcn 18111 mag wre ]cnrn im Gotthard, als am 29. Fcbrnar 1880, um 61 Uhr Abends, die Sonde von Airolo [xcr in das Jibrd-Trauscpt des Tunnelbauss cmdrang. (Fs srbcint, daß in beiden FäUen nicht Ein Rccbrr- oder MMurizisfcblc'r dcr projcktirrndrn chbnif'cr vor- liegt, sondern daß sick) „blkk Eine von den Physikern und Geodätikern lanast behaupteie Cr1cheinung abspielt, welcbe bci künftigen Tunnel- , mxffungkn „wobl m Rcrhnung gczogcn w-Zrden dürfte. Man mißt
rnit dem .Gxnkel“, guf wcixben, wenn unmittclbar an einer aufstei- gendengstvalngrn Gkb'trgstnane opeiirt wird,r-icht niir drr Mittelpunkt der Erde, iondcrn auch die Muffe des Borch die Attraktionskraft geltend macht. Daduréb entitsbt cine Unrilbtigkcit in der Fiinktionirung des Axpgrates, welche zur Fixlge hat, daß der Bcrgdurcbmcffer rcchnungs- maßtg Um ein Wiknlsiés „langer crschcini, als er lbatsäcblicb ist. _ Das groÉc Durch1ch1amsf2st ftkidé't: wie erwiibiit, am nächsten Montag statt, M ei aucb dcn brgrwn Arbcitcrn Mrdaillrn und Gcldgcscbcnkc zutbcil wrrdrn sbllrn. Vrrlr von ihnen arbeiten seit Brainn der Bohrungen. welcbe mit Handbrtrtcbäam 22._Juni 1880, mit 9.115schiitrnbctrirb am 13. Novembrr 1880 Znsingrn, 10 d im Augenblick drs Durchstiibs der Sonde auf dr11_'4ag genau drei Qabre rcrflosscn waren, scitdcm das _crstema'ldis SPB? des mit komprimirtsr Luft getrirbcnrn Bohrers m die Gneissclicn dcs Arlbergs cindrang.
Das Deatirbe Theatrr brackxic (Frfic-rii ncbcn drm alten Venediriibcn Lustiptrl .Der Veit?!“ cin cinaktigrs Lustspirl ,Die Bizrgrn'inc" voii Carl Caro zum crsten Mal zur Auffübrimg. Das klcmZÜcbcr-iswricdige Werk“ bietet in dem engsn Rabmcii mancherlei Vbrzrigs: rms [eine Charakteristik, ciiicii einfachen und natürlichen Dialog mid einige ungeküxxstrlt sicb ergebende komische Situationen, wxiiixc dcr „Burgrume“ eine wvblwollrnde Aufnahme verschafften. Emo _rtwas xmwahrirbeinlichc Vrrwccbslung zwrier "rrsoricn _ der Zusaß crsrbcirit, so willkommen er dem Dichter ist, dem Zuschauer doch sehr gcwagt _ bildet die Unierlage der Handlung. Erni, der xi'gendlirbcn Tochter Walheims, soll der ihr bisbrr un- brkannie 11110 915 zu prosaikcb von ihr abgewiesene Sobn dcs Droguen- und Chrmrkaltrnbandlers Sperber unter der poetiskbrn Maske des Malch„Eberhard Leuthold zugefübrt Werdcn; rin mrrkwürdiger Zujall fuhrt den ]unarn Malcr nun aber in wirklicher Gestalt um diejelbo Zeit in das Landhaus am Rhein; derselbe gewinnt Erni's Zunéiguna und laßt deni erudo-Maler nur noch das Naciisebcn. In der RVM drs prjbsai|chcn und guimüibigen Vaters dcs roman- tischen TÖÖKÜLMFWOÜL sich Hr. Höcker srbr gut ein; d11rch srin natiirliches und fciii nüancirtes Spiel erwarb er fich schnell die gute IFTciriUng"drs Publikums. Unterstützt wurde er durcb das muntcre und naturliche Spiel des Frl. Sorina (Erni) und durch die heitere und ungezkvungenc Darstcllung dcr Hrrn. Wessels (Leuthold) und Engenls (Sperber). _ Auch in dem zweitcn Stück, .Der Vetter“ brivgbrte sick) Hr. Höcker (Siegel) als wirksamer kom1scher Cbarakicrxpielrr": dir Roüe dcs gutmütbigen, von aller Welt 'zumVerlrauten crwahltrn alten Vetters kam prächtig in Maske und diskret im Spiri zum Arisdruck. Die vortreffliche und gefühl-
volle Lats? fqrzd m Frl. Jürgens cine anmutbige DarsicÜerin;
dagegen tritt'bci Frl. Flor (Pauline) 11011) merkbar cine grwiffc Ge-
zwungcsnbcif m dcn Brnwgungrn und drr Sprrckywcise hervor, welche
die Wirkung stark bécinträcbtigr. Von swrudclndcm Urbrrmutk) und
hinreißcnder Liebenswiirdigkiit war Fr1.Sorma als der sekbszehn-
jährige Verliebte Wilhelm; sie bewährte sick) von Neuem als eine
äußerst talrntvolle Künstlerin, wclchcr es an Erfolg nicht fehlen kann.
Deutsches Theater. Am Soniitaa wird zu den beiden be-
reits angrkündigien Stiickexn .Die Burgruinc“ und .Der Vetter“,
aus 1vrlchcm ieytcren Lustspiel nach der ersten Vorstellung einige
Längen entfernt worden sind, auf vielfaches Vrrlangen 11069 „Ein
Hut“ gegeben.
' In ihrem gestrigen zweiten Concert im Krollswcn Saale fcrerte Sgra. Tercsinna Tua wiederum Triumphe: Dic cntzückten Forer, welch dcn geraummxn Saal bis auf den [6811311 Play fiillti'n, bunten ibrcr Bcwriiidcrung 11er das scrienbolle, saubrrc, fcin iiüancirtc", vrrtuoscfSpicl dcr lieblichen Künstlerin nicht oft genug durch rauschen- den Beifall, d1lkch Hrrvorrufr, Kränze und Dacapowünscbe Ausdruck Verleihen". _Die Kunstlcrin war auch liebanvürdig genug, dcm strirriiijibcn Verlangen des Publikums naÖzitgebrn und ihrem rcicben, anstrrngc'ndcn Programm noch zwei Piéxccn zuzugeben. Sie bewws' dabei, welche Kraft und Ausdaurr fie troi; ihres zarten KörPLkI "bemzt, denn ihre Verve blieb bis zum letzten Geigenstricb unr,eschn*acht. Den Glanzpunkt ibres Spiels bildete Sarasates Zafpatcado. Hr. Felix“ Drewscbock, Welcher die Vorträge auf dem intgel ubernommen batte, zeigte seine Mcistcrschaft namentlich in den reißcnd schnellen Trmpi und erzielte brfonders mit dcr Berccusc von depm und mit einer Tarantella cigcnrr Komposition lcbbafte'sten Beifall. Jr. Flora Dörffer unterstützte die Concertgcbcrin durch den Vortrag mehrerrr Lirdcr. _ Die bciden [exxien Tua-(Fonccrtc finden am Sonnabend und Sonntag 71511. Morgen, Sonnabcnd, bringt dicöiünsikcrin Brriots 7. Concert, cine Gondoliera vonRirs, cincPolonaise von Laub und die Wieninwsky'scbe Zaust-Fantasie zum Vortrag, dsr Mitwirkend.» Pianist Hr. Alexander Tambcrt eine Etüde von Chopin, Nioszkowsiy's Tarantclla, Reineckes Gavvtfe und einen 1'3156 [18 (1050er von Wicniawskv. Frl. Alcrandrine Von Brunn bat den gesa:1glichrnT1ck-zil dcs Concerts iibcrnommcn. Ferner wird eine neue „Ouverture Appassionata“ von August Rriscr in Cölu im ersten Theile Von den"! Orcbcstcr unter Leitung des Kapellmeistcrs von Herzscld zur Ausfuhrung gelangen. Im Concerthausr findet heute wieder ein Wagner-AbMd stati. Das Programm enthält die bc'lii'btcstcn und wirksamstci: Stücke aus der Nibelungm-Trilogic urid den ,Meistcrfingcrn“. Br*“ dicser Gclcgenbeit wird Hr. Hofmusikdtrcktor Bilsc zum ersten Malc die Verwandlungsmusik und die Schlusiscene aus dem ersten Akte des ,Parfifal“ zu Gehör brttzgcn. _ Fils das morgige Symphonie- Corccrt ist Bcctbovcns .G'rotca' und fur das Sonntags-Prbgramm
übergab dcr Schloßkirchc die Särge mit den Uebrrrestcn. Der greife
wiederum die Mitwirkung der Orgel in Aussiriit genommen worden.