1883 / 283 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 01 Dec 1883 18:00:01 GMT) scan diff

werden sollten. Nach einer kurzenDebatte wurde das Régierun s- postulat auch mit größerer Majorität enehmigt, ebenso ie übrigen Postulate des Etats für Jndu rie mit im Ganzen 112 643 „44 und für Kultur 101 715 „ki Die weiteren Postulate des Etats des Staats-Minifteriums des Innern veranlaßten keine erhebliche Debatte und wurden unverändert genehmigt. Der Abg. Or. Frankenburger erstattete mündlichen Vortrag über den Etat dcs Staats-Minifteriums des Königlichen Hauses und des Aeußern. Der Agsschuß beantragte nur zwei Abänderungen: 1) es soUe die Pontion „Ministerial-Dis- postionsfonds zu Unterstüßungen“ von 6200 „46 nicht bewilligt 2) die Position „Grenzberichtigungskosten“ von 6000 «44 auf 5500 „46 abgemindert, außerdem aber der Etat unver- ändert genehmigt werden. Die Kammer stimmte diesen An- trägen ohne Debatte bei. Die nächste Sißung findet am Mittwoch statt.

Asürttemberg. Stuttgart, 30. November. (St.:A. 1.215.) *Die VerZeihung und Anheftung der Säku- lar-Fabnenbänder bei dem Grenadier-Regiment „!Königin Olga“ fand heute in feierlicher Weise im Hofe der Infanteriekairrne statt, wo das Regiment im Parade- Llnzuge aufgesteUt war. Eine große Anzahl von Gästen

wohnte, der Feierlichkeit _ bei: sämmtliche Offiziere der hiesigen arnison, irühere Angehörige des Re- giments, Reserve- und Landwehr:Offiziere u. s. w. Nach

101/2 Uhr erschienen der Prinz Wilhelm und der Prinz von Weimar in GeneralSuniform, fernkr die Generale von Schachtmeyer, von Steinheil, von Knörzer, von Linck, von Witte, von Triebig, von Starkloff, von Kottwiv, Oberst von Westernhagen mit denOssizieren vom Generalstabs und die Offi- ziere des Kriegs-Ministeriums, sämmtlick) in Gala-Uniform. Um 103/4 Uhr fuhren Ihre Majestät die Königin mit der Herzogin Eugen in einem, mit 4 Rappen bespannten 5 13 Oaumout geführten geschlossenen (HaWwagen in den Hof ein. Die Truppen präsentirten das Gewehr, und sofort begann der Akt néit einer kräftigen von Herzen gehenden und ziim Herzen dringenden Ansprache des kommandirenden Generals von Schachtmeyer, welchsr das Rehiment ermahnte, treu, wie es seither gkschehen, auch in aUe Zukunft zu den Fahnen zu stehen, und an den Tag erinnerte, wo heute vor 13 Jahren das Regiment so todeSmuthig Stand gehalten. Der General schloß mit einem Hurrah auf Se. Majestät den König und

hre Majestät die Kön i gin, den gnädigen Chef des Regiments.

ie Königin dankte drm kommandirenden Général und sprach dann, während die Fahnenbänder befestigt wurdén, längere Zeit mit dem Prinzen Wilhelm. Sodann brachte der Kom- mandirende noch ein Hurrah den alten, nun neu geschmückten Fahne_n, und sofort begann der Parademarfeb, der tadellos aUSgLsÜhkt wurde. Ihre Majestät fuhr an dem Regiment, das nochmals präfentirte, vorbei, begab sich sodann in das Offizierkasino,_ wo die Damen der Offiziere versammelt war'ectkt, und iuhr gegen 111/2 Uhr *in daS Residenzschloß zuru .

Der „"St.-A.“ veröffentlicht einen Erlaß des Königs aus San Rsmo, dessen Inhalt sich auf die leßthin vorge- kommencsn MorbanfälTe bezieht. Der Erlaß giebt dem Minister des nnern anheim , Maßrrgeln zu er- greifxn behufs iederherstellung des Vertrauens und Beseitigung des Gefühl?- der Unsicherheit Und Schuß»- lofigkeit, _zu welchem ZWScke die Vermehrung des Land1ägercorps Und die Einrichtung berittener (Hensb'arrnerie ins Auge gefaßt wird. In Folge dessen. hat der Minister des Innern bereits eineVerordnung erlassen, durch welche 11. A. eim? ftrengxre Kontrole des Waffentragens und der Fremdenpolizei, eine schärfere Auf- ficht. über die Vagabunden und die Verbefferimg der Orts- polizei angeordnet wird.

Mecklenburg. Schwerin, 30. November. Ter meck- lenburgische Landtag ist, wie bsréits gemclbst, am 21. d. M._in Sternberg eröffnet worieii. Die l-zndeßherrlichen Propojitionen umiaffen nnr di? ordentliche Kontribution und die Beiiirfniffe der allgemeinen Landes-Rezrpturkaffe fiir MecklenburgEchwerin sowie dsr Centralsisucrkaffe für M€ck= lenburg-Strolih. Beide Regisrungen fordern %; des 5011911

ediktméißigen Betrages der Stsusr, wslches' Quantum auch 1111 rorigrn Jahre verlangt imd bewargt ward.

Außerrxem gelangen die sogenannten Propositiorrcn (d. h. Der Geschäxt-sbericht) d€§_permanent€ii Engercn Nu-Zschnffes der Ritterschaft (Gutsbrsißrr) und drr Landschaft (Städte) zur Verhandlung. _ Am 23.5. M. ward von den Ständen dem regierenden Großherzogs von Mecklenburg-Schwerin ein sog. äonum Zrututhm (wie es bereits sein Großvater und sein Vater erhalten hÜÖYU) im Betrag? VNL 79 776 „Fri,.(20 000 Tha- ler Gold) zu ofteriren beschlossen. Rostock kontribuirte dazu 2000 Thlr. (8015, die Ritterschaft und die Landschaft je 11000 Thlr. Die Landschaft will ihre QUote durch eine Anleihe_ von 34 000 „14 zu 4 Proz. Zinsen und 2 Proz. Amortinxtion, die Ritterschaft dieselbe durch Hirienbesteue- rung auibringen. Ueber die dnrch die preußische Regierung gemachte Offerte der Verstaatlichung der Berlin:Hamburger Bahn haben die Stände eine regiminelle Mittheilung, soweit dieselbe nach demStande der Verhandlrmgen zulässig sri, erbeten. - Dio St'empelgebiihr fiir den Vertrag, welchen die Ssestadt Rosiork mrt mehreren Bßnkhäusern wegen Begehung von 6,Millionen N0stock-Warnémiinder Prioritäts=Obligationen (znr Hersteüung der Verkehrsstraße Verlin-Rsstock-Kopenhxigen) ge- schlosseii hat,. ward von dEr Ständeveriammlung erlassen. Ferner bew1111gte dlksélbé aus dem französischen Kriegskontribntions- fonds 180 000 „)!-. 311111 Bau eines Krankenhausrs, des Stiftes thhlehezn in Ludwrgslusi, den ker hochselige Großherzog be- reits pr01ektirt9. - Em gestern Überreichtes Strelißsches Reskript schlägt vor, daß die Stände des Stargardichen Kreises zur Bahn Warncmünde-Neustreliß auf Strslißer Gebiet 6000 „16 für den Kilometer als sogenannte LandeLbülfe aux: der CentrabSteusrkaffe als unverzinsliche Anleihe gewähren, Am 5. Dezember sollen die ständischen Wahlen vorgenommen werden. Die Ansieüung eines siebenten Raths beim Ober- Lande-dericht Rostock wird von der Regierung proponirt.

Sachsen-Weimar-Eisenach. Weimar, 30. Novsmber. (Th. Corr.) Der Großherzog und der Erbgroßherzog find einer Einladung des Königs von Sachsen nach Wextcxisdorf zu Jagdkn gefolgt und kehren morgen hierher zuru .

Der Landtag ist seit estern in die Berathunq des AUZgabeZnEtats eingetreten un zwar *derjenigen Kapitel, in denen die Frage der Vesoldungserhöhungen zur Tis- kysfiori steht. Der Ausschuß hat anerkannt, daß das Bedürf- eines Auleeichs der Besoldungen der Verwal- FunxJSbeamten mit den Gerichtsbeamten und eines

Ausgleichs in den unter fich unaiweislich sei, i trägen an den Landtag über das Maß, in welchem dieser AuSgleichzu erfolgen habe, von den Ansätzen im EtatSentwurf

Befokbtm en der aber

_ Verwaltungen m seinen An:

vielfach abgewichen. Seine Vorschläge für die Besoldungs- erhöhungen laufen auf das Dritte], die Hälfte, höchstens drei Viertel der Reaierungöanträge hinaus. In diesem Sinne hat auschßtder Landtag bis jeyt im Wesentlichen seine Beschlüsse ge a .

Anhalt. Dessau, 29. November. (21. St.:A.) Heute trafen der Kronprinz und die Kronprinzessin von Dänemark nebst Gefolge bei der Prinzessin Friedrich ein.

Oesterreich-Ungaru. Wien, 30.9105ember. (W. TB.) Nach einer Meldung der „Preffe“ hat der Handels- Minister dem Verwaltungsrath der Franz-Josef-Bahn dcn richtiggesteUten Entwurf des Verstaatlichungs- Uebereinkommens übermittelt und in dem Anschreiben bemerkt, daß die Regierung bereit sei, betreffs dér Modifi: zirung einzelner Bestimmungen dem Verwaltungsrath thunlichft entgegenzukommen, daß jedoch die Entscheidung über die die Aktienrente betreffende Differenz nicht dem Verwaltungsratb, sondern der Generalversammlung zufalle. Der Verwaltungsrath wird dabei gleichzeitig eingeladen , eine außerordentliche Generalversammlung bis zum 12. Dezember einzuberufen.

Pest, 29. November. (Wien. Ztg.) In der heutigen Sißrzng des Finanzausschusses erklärte der Finanz- Mimster, daß,falls das Budget bis zum 1. Januar 1884 nicht erledigt würde und er eine Indemnität verlangen müßte, er dieses Vorgehen auch auf die Finanzgerichtsbarkeit ausdehnen werde. Die Berathung gedieh bis zum Kapitel „direkte Steuern“, wslches gleich den übrigen Kapiteln unverändert angenommen wurdé.

- 30. November. (W. T. B.) Das Unterhaus nahm das Ehegeseß in dritter Lesung an und begann die Be- rathung bes Gesehentmurfs, betreffend die Modifikation drr Steuergeseße. Im Laufe der Debatte konstatirte ber Fmanz-Minister: das Defizit im Ordinarium habe im Jahre 1881 20 Millionen, 1882 6 “:Miilionen betragen und sei pro 1883 init 81/2 Miilionen präliminirt worren; dasselbe werde aber im nächstßnJahre ganzverschwinden, wenn die Steuererhöhung v'on 3 Miüionen voiirt werde. Dir?: spreche entschieden fiir eme Besserung drr Finanzlage.

Frxmkreich. Paris, 30, November. (W. T. V.) Die Deputirtenkammer beendigte heute die Generaldebatte Über bas Budget und nahm mehrere Kapitel des Buvgets des Finanz-Ministeriums an.

_ In einer dem Marine-Minister zugegangenen De- peiche des Admirals Courbet aus Hanoi, vom 23. d. M., meldet Leßterer der Regierung, daß die Vorbersitungen zum Vormasrche fortschreiten.

- 30. November, Nachts. (W. T. V.) Eine Depesche des Admrrals Courbet, vom 20. d. M., bestätigt, daß etwa_ 2000 Chinesen die Stadt Haidzuong am 17. d. M. angriffen, aber nach elfstündigem Kampfe von der dortigen Garyison und den Kanonenbootin „Carabine“ und „Lytrx“ in die Flucht geschlagen wurden. Die Chinesen verloren gegen 200 Mann an Todten; die Franzosen hatten 4 Mann tobt und_ 24 Mann, ihxils Sersoldaten, theils Mannschaften der Hülsstruppen, verwundet.

„Spanien. Madrid, 30. November. (W. T. B.) Se. Kgiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz bemchte heute Vormittag mit Sr. Majestät dem König Al_fo_n§ die Kasernen, wo die Truppen im Paradeanzuge (ruigesteüt waren und Exerzitien ausführten. Zu dem hru- tigen Bakl im Schlosse sind 2000 Einladungen ergangen,

, - 30. November, Abenr-s. (W. T. V.) HTML Nack): Mittag 21/2 Uhr fand in Gegenwart drs Königs Und des Kronprinzen die Enthüllung des Denkmals Jfa- be1la's der Katholischen statt. Die Spitzen der Be- hörden und eine große VOlkSMLUM wohnisn der Feierlich-

keit bei. __Jn der Promxnad? Fuente Caiieklaßa, welche mrt ipamichen und dent1chen Fahnen geschmückt war, hatten Trupvcn Spalier gebildet. Bei der Enthi'rßung

131th der Alcalde Line Ansprache an den König, auf welche Se. Majestät erwiderte. Die Hiiile drs Denkmals fiel unter den Salutschüffen der Artiilerie und den Fanfaren der Musik- corps.

Nachmittags besuchte der Kronprinz die große Kaserns Principe Pio, wo die mit Maulthieren besprrnnte Gebirgs- artiilerie militärische Manöver ausführte».

Um 10 Uhr Abends begann das große Ba [liest im König: lichen Schlosse.

- 30. Novemer, Abends. (W. T. V.) Nach dem Besuch in der Kaserne Principe Vio empfing der Kron- prinz die Deputation der hier lcbendsn Deutschen. In der von derselben iiberreichten Adresse heißt es:

,Durchl-auchtigster Kronprinz! Den unterzeichneten Mitgliekern der deutsckxen Kolonie in Madrid ist cs ein Herzensbedürfniß, den Gefühlen der Erhebung Ausdruck zu verleihrp, von Welchcn sie durcb die AnMsrnheit Ew. Kaiserlichen und_K_öniglichcn Hoheit beweFT werden. Die unwandclbare Treue zu Kaiier und Reich, die Lie e

. und das Vertrauen zum Vaterlande, aus Welchen die Deutschkn in

Madrid und in den Provinzen die Kraft icböpfcn zur Erfüllung ihrer Berufspflichten, steigcrn sich heute zur höchsten Begristcruna! Möcbten Ew. Kaiserliche und Königliche Hoheit diesen Ausdruck ircuester, ebrfurchtsvollster Verehrung der deutschen Kolonie buldreich entgeßen- nehmen. Gott scbühe Ew. Kaiserliche und Königliche Hoheit!“

In einer heute Abexid staltgehabten Sitzung des Militärkasinos wurden die Generale Graf Blumenthal, von Loks und Mischke und die anderen zum Gefolge des Kronprinzen gehörigßn Offiziere feierlich als Ehren: mitglieder aufgenommen. Vor der Aufnahme hielt General Ortega eine Ansprache an dieselben. Alle Mitgliedrr des Kasino waren in großer Uniform erschienen.

Am nächsten Mittwoch findrn bei Carabanchel in der Nähe von Madrid Truppcnmanöver zu Ehren des Kronprinzen statt.

Der große Festball im Königlichen Schlosse war von der erlesensten Gesellschaft von Madrid besucht und verlief außerordentlich glänzend.

Dcr „Correo“ sagt: der Kronprinz sei der Gegenßand der aUgemeinsten Sympathien und Huldigungen.

Italien. Rom, 30.91ovember. (W. T. B.) In Folge

Victor Emanuel in der beim Emgange in das Pantheon zur Rechten gelegenen Centralkapelke errichtet.

_ ]. Dczember. (W. T. B.) In der Deputirfe'n- kammer wurden heute die Kandidaten der miniüeriellen Partei Salaris, Lacava und Giolejti, die bciden Ersteren mit je 189, der leßtere mit 185 Stimmen in den Budgetaus: schuß gcwählt; die Kandidaten der oppositionellen Partei, Bertani, Bonacci und Damiani erhielten 114 resp. 113 resp. 110 Stimmen.

Türkei. Konstantinopel, 29. November. (Presse.) Aus_Kreta werden neueUnruhen gxmeldet. In Mortos vertrieben die Griechen den Lehrer und die Schüler aus einer mahomebayischen Schule und zerstörten leßtere.

* hilippopel, 29. November. (Presse.) Der ostrume- lische Finanzdirektor Geschow hat seine Demission angeboten. __Der Sultan hat mehrere Offiziere drr oftrumelischen Mlllz dekorirt.

_Bulgarien. Sofia, 29. November. (Pr.) Amtliche Berichte melden, daß vor Beginn des serbischen Auf- standes mehrere Individuen aus Rußland nach Widin ge- kommen rbaren, um eine Bande zu bilden. Minister Zankow ordnete die Ueberwachung derselben an und machte den Prä- fekten ron Widin für die strengste Absperrung der srrbischen Grenze verantwortlich.?

Rußland und Polen. St. Petersburg, 1. Dezember. (28. _T. B.) Ter „Regierung-Anzeiaer“ veröffentlicht die mit Genshmiguvg drs Kaiser?- und der Eltern am 27. No- vember in Altenburg erfolgte Verlobung des Groß: fürsten Constantin Constantinowitsch mit der Prinzessin Elisabeth von Sachsen-Altenburg.

Schweden und Norwegen. Stockholm, 30. No- vember. (W. T. B.) Der Staaté-Minister Tyselius hat seinen Posten niedergelegt; zu seinem Nachfolger ist der Staatswlh von Krusenstjerna ernannt worden.

Amerika. New-York, 27. November. (21119. Corr.) Ter Enthüllung der Statue Washingtons in Wau- Street, am Montag Nachmittag, wohnten troß des strömenden Regsns gegxn 6000 Personen bei. Der Präsident der Han- delskammer von New-York, Hr. Lane, hielt die Eröffnungs- rede-; dér Gourerncur von NewYork enthüllte das Standbild, welches Präsident Arthur Namens der Regierung entgegen- nahm. Die _Fxstrcde hielt Hr. George WiUiam Curtis. Der Enthüklungsseier folgten am Abend verschiedene Festlichkeiten, an welchen sich die Spiyrn der Civil: und Militärbehörden betheiligten. _, Tem von der Handslskammer gegrbenen Bankett wohnte Präjrdent Arthur bei. Die Toaste beim Nachtisch galtrn dim Präsidentin dEr Vereinigten Staaten und der Königin von Großbritar-nien.

Asien. China. Tientsin, 30. Novembr. (W. T. B.) Ans, Pkcking wird trlegraphirt, daß die französische R egierung in Beantwortung der chinesischen Notésich bereit erklärt hgt, weitxr zu verhandeln, jedoch mit dem Vorbehalt, daß die iranzöji1chen TrUr-pen Befehl hätten, Sontay und Bacninh zu nehmen.

Zeitungsstimmen.

, Der „Econbmiste sra'nrxais“ bespricht die Ent: w1ck_elimg drr deutxchsn Jndrzftrie und wrist Unter Anfiihrung stallst1sch€k Datetx'xiach, daß disielbe einrn erheblichen Vorsprung vor der iranziinjchen Industrie gewonnen hat. Dis „Nordd. AUg. Ztg.“ theilt aus drm Artikel Folgende?- mit:

, Obwohl Deutschland weixipäier als England und Frankreich in die Bahn, der industriellrn Krinkurrknz cinaetrcten sri, so würden gegenwartig in rielrn Industriezweigen bcffsre und vrrvoÜkomm- neiere Bebriebsmittél in Deutycbland angewamdt, als in den andercn Landrrii. NäMénUich gelte bicsrs fÜr die Alkohol- und Zuckerfabrikation. Nach langerer vorhersegangener Krifis sei der U1n1chrruna zur Hebung der wirthscbaftlirhcn Lage Deutsckxlanrs ieit 1881 cingstrsien; gegenwärtig habe Druiicb- land _bersits drei für Hanrxl und Vrrkshr gürstigeJabre binrcr fich. Deutichlar-d zahlt 41 V)ki[1ior.crr_Pserdekräfiy, davon 3 Miklionen in der Industrie 128 Verkehréchns, und 11; MiÜionen in den indnstriellen EtabliffZmenis. Jn ?rankrcich befithn diese [81318an Eiabliffemrßis nur 576 (00 Pferdc räfie bci einer Toialsumme ron 3600000. Deut1chland ist bri weiiem reicher an Koblemninen 518 Frankreich. Im Jahre 1882 hat es 52 MiÜionen Tonnen ge- rronncn, hingegen Frankrsich nur 21 Millionen. Dcr Uebrxschucß der Ausfuhr über bis Einfuhr in diesem Artikel beläuft R aus 36 MiÜioneii Francs, [robinqrgen Frankreich vom Au§1a11de für 179 MiÜionr-n Kohlen brziebt. Den 2300000 v Gußmetail Frank- reich strÜt Dsniichland „2900000 gkgenüber. Es war bie Me- tallurgié, mit 8er bor drei Jahren die Wiederaufnahme der Geschäfte begann. Der Konxum des Gußmetails ist in Druticbland in den Jahren 1862 bis 1882 von 24 kg- pro Kopf auf 63 1x pro Kopf dcr Bcvölkerunir («stiegen. Tie deuistben _Metallfaérikate stebrn heut? den engliichen an Güte gleich. _ Deutichland hat drei große Industrien, Welche die Landwirtbicbaft intere1firen: Zucker, Spiriius und Bier. Die Zuckerindustrie _hat sich seit einigen Jahren bedeutend entwickrlt; fie verdankt ihre Proiperität den Auösubrprämien. Die Produktion ist koppelt so stark als die Konsumtion, rrescbe. 6,4 kg pro Kopf bei 45 Millionen Einwohner nicht Übcrsteigr. Djé Exportaiion hob sich yon 14000t im Jahr 1871 auf 318 0L0 t; im Jahre 1881. Beim Spiritus ist die Konsumtion, nacb- dem sie einrn großen Aufichwung genommen hatte, seit 10 Jahren ungefähr bei 21“ Mtüionen Hektolitcr stehen grblieben, was 53 1 pro Kopf macht. Die Erporiatwn bat ficb in 10 Jahren mehr als verdoppelt; sie erreichte „1882 1130000 11]. Deutschland produzirt jetzt einen sehr feinen Spiritus, der gleich gut ist für die Weinmiichuna, wie für die Nachahmung von Cognac. Die Vier- fabrikation steigt bis aus 39 Miliionen Hektoliter, davon entfällt fast ein Drittel auf Bayern. Die Ausfuhr beträgt ungefähr 1200000 121 und nimmifortwährendzu, na'mentlick) auch nach Frankreich. Unter der Gewerbeindustrie befind_et sich die der Baumwoüenwebereifast aufgleicher Höhe mit der sranzhfiirben; _ Gegenüber den 40 MiUionen Spindkln, welcbe England beiißt, zahlt drr ganze Kontinent 211» Millionen Spindeln, davon Frankreich 5 Miüionen und Deutschland 4 815 000. Obwohl die ererbeindustrie Deutsckplands Weit geringere Schußzßllc als die franzöfiiche beiißt, so kann fie doch eristirc-n. Die engliicbe Konkurrenz macbt sicb nur in den feinsten Artikeln fühlbar. Der Konsum der Baumwollgexvebe ist in Deutschland von 1,6 kg pro Kopf auf 2,4 kg Pro Kopf in den Jahren 1854 bis 1879 estiegen. Das große Centrum der wieder aufgeblähten Seidenindu trie be- findet sich in Crefeld mit 35 000 Webstühlen. Bei einer Gssammt- produktion von 84 Miklionen Mark im Jahre 1882 hat Crefeld für 32 Millionen in Deutschland abgesetzt und für 48 MiUionen Mark exportirt; von [eßterer Ziffer komngen 191- Millionen _Mark auf England und 7 Millionen Mark aus Frankreich. Chemo _be- keuiend ist die deutsche Woklindustrie. Die Papierindustrie hat 11ch

des zwischen der Regierung und der kirchlichen Behörde ge- troffenen Uebereinkommens wird dasGrabmal des Königs

außerordentlich gehoben, die Maschinerie ist vervollkommnet worden und der Export ist gestiegen. Jedoch hat diese Industrie unter der:

englisÖkn Konkurrmx zu leifen, seitdeY ber leßterxn der Markt in Nordamerika durcb Schußzollc vers_cbloiien wvrkxn nt. ' Das Kunstgetverbe ""NRW "ck „in Dxuticbland; Möbel, so- enannte „Articles de Pans“. Irrwxlterarbetten, Werden in bester Zualiiät produzirt und gerade .dieie Koxikurrenz_ bringt Frankreich großen Schaden. Ebenso ,konkurrtrt Deuncbland negrxicb mit Frank- reich in der Kleiderrnkusirte. De_r Geschmack und die Produktions- mittel hierinb béiben fich m Deutjcbland in den „letzten Jahren außer- licb e o en. , _ _ ordenÉM Zcsonders blühende Industrie rst die abrikaiwn_cher_mscher Stoffe, namentlich durch Anwendung der neyeien wifferzichaxtlichen Entdeckungen und Dank der, großezi Zahl bbkzugllckek Schuler, welcbe die Laboratorien der „Unirersitaten allxabrlicb québilden. Dre Fabrikation von Altzarm u_nd Antlm allem wird auf 100 MiÜionen Franken geschaßt; das Anklam? _kauft un- gefähr drei Viertel. Was den gesamxztcn-quswartigen Handel betrifft, “,so ervortirt Deutschland frrr 4055 M1Üsrckn.*n Franken und importirt für 3955 Mtüionxn-Fr. Dres? Totalkumgie von 8010 Mil- ljoxen ist nur um 558 Millionen gettrxger_ ais die Totaliumme kes auxixxäxtjgen Handels Frankreichs. Es ist ubrigens _zu bemcrken, daß “rie Ervortation in Deutschland von _1881 818.188? u_m 255 Mil. lirneri gestiegen ist, welches vorzugéweiie :.as die Fabrikate entfäilt, als Bier, Spiritus, Mehl, Zvcker, Produkte ker Tertil- uni: Metall- ' du7rie. , m 'Im Jahre 1882 hat der Export Deut1cklands x_u mehr als zwei Dritteln aus Fabrikaten bestanden. Gerade dies cricbeint beunruhi- gend, irenn man konstatiren triuß, “rag in Friinkréiä) im Gegezitherl der Errort der Fabrikate abnimmt. So bleibt Frankreich 1u_r die ersten neun Monate von 1883 um 97? _Miilwnrn gegen die kOUJLWYY- direkike Periode von 1882 zurück. Dr_uticblarxd kauft Frgnkrkicb nir 317 MiUionen ab und verkauft kerxiielben 111! 412 MimeeJ. Dp: HandrlÉbilanz ist gleichfalls zu De1111chland5 Gunsten m dem,?n Bx- zicburigsn mit England, den Vereinigten “Strafen und ber SÖW'UZ, hingcgen zu scinen Ungunsten m_deri Venrhunxrcn mtr Bc191en, Oesterréicb und vor Allém mit Rußland; Wrr irisen Ziogb hinzu, daß der internationale Handel des Deuxichen NIMH bkgunitrgt irirb durch eine starke Handelsflotte von 4310 SÖMSU mrt 1633_000__r Gehalt. Ei.; Viertel des let"ek_211,wjkd dyrcb 515 T_amvmcknie rcrräirritirt. Der auf solchr uliHmtttel gkixutztc keviicbe HanTc-l findet in 51151 Piriizrn des_ Weltvrrkebrs deut'rbe Firmen und G2- icbäfi-Z-leuic, welche den 'Ab1axz druistbcr Yrodukre i_örkern. ' - Die „Danziger AllgemerneZeUung“ schreibt: Die libcrale Prciir kämpft gegeii die in 2113511691 strhenbe Kinxai- Rentensteurr in einer gerabe5u_komi1chen Wario. _ Der Entwurf [cht seinem Worrlanie nxrb noch gar nicht vor, ntchr§d21wirentgértst dicse Prkff? mit der Bshauyiung bsreits bci der Hand, daß diirch

dericlbcn gerade_wiedcr" “rie ._kleincn Leutz?“ grtrcffcn Wsrken würden, indem ne Zinfuhrt, „8513 z. B. eme Wxttnxc, welcbe von den Renten cines muhevoil erworbenen Kapitals von

risileirht 6000 „;(-. lebt, also nur ein Cinkorrmen von höcbsten-s 300 «46 (50/9 gerccbnci) hat, davon noch eine Extrasteuer abg€ben „1011. _Es steht nun aber berrits fest, daß der neue Entwurf so gcrmge Exn- kommcn aus Kapital nicht trrffen, ionkcrn die bieraUF bezogenen Em- kommcn bis mindestens zur Höhe von 600.44__sieuer7rcx lassen wird. Es scheint uns unter solchen Verhaltniiiem mmg arigebraÖt, daß man bei der in Rede (iehendezi Frage „„die arme Witrwe' in den Vordergrund zu drangen iucbt, Zenn, dl'LFL kommt in Wirklirbksit hierbei gar nicht in Bstrarbt. Thaticzchlicb Lit _23 denn aucb nicht das Jntereffe für die „kleinen Leute“, wndern fur das große béwegliche Kapital, welches den Liberalismus zn enxrgisckpem Kampfe gegen einen Gesetzentwurf anspornt, ron_dem Positives_nrch herzlich rrcnig in *die Oeffentlichkeit gedrungen ist.. Dieser Umstand ergiebt sich besonders karäus, daß u. A. die Liberalen Vér- langen, wém nun einmal _ eine Kapital-Rentenstxuer be- ichloffcn werken soll, auch dieie dem Einkommen auf Grup?- befix aufgeleßt Werden soll. Daß der Grundbesiiz Fchon_durcb Die (Grund, Gebäirde- und andere Sjeuer hoch besteuert ist, Wahrend der Kapiialbesitz nur die Zwrozeniige Einkommensteuer bezahlt, die abcr der Grundbesitz ebenso bezahlsn muß, und daß die Kaprtgl-Rentensteuer gcrade deshalb eingeführt Werden soll, um dre_hrcr vorhandene scbreirnde Ungcrscbtigkeit in der verschiedensnBrlqstung ch _Grund- Yb, Karikalbrfitzes auszuglcichen - das ver1chwetg€n die liberalen * 151125

Die Lage unseres Grundbcfiises ist mch libxraler Meinung eiiie anz vorzügliche und die „Köln. Ztg.“ hat die?,bieier nge burch ein Beispiel zu illusirircn gesucht. Dieielbe verbreitct namlich die Nach- rich, ein Großindustrieüer habe ]eine Fabrik abgehrben und sich ein Rittergut in Pommern gekauft, daffexbe dann verpachtet, fick) aber die Nutzung kcs Waldes bewnders _. doch von dem Pächter so _hohe Pacht bekrmmrn, Yaß 16111 Anlagekapital durch die Pachiiummc mit 50/0 vrrzmgt wrd. Die „N. A. Ztg.“ fordert die „Köln. Ztg.“ nun auf,_den glucklichen Groß- grunrbefitzer und den merkwürdingäcbter, der 11) hohe Pacht bkz-ahlt, za nennrn, meint aber, Pächter, die 50/0 des AnkaufSpreises 51.5 Pacht zab-[rii seien so seltrn, daß sie nicht in die .Köln.Ztg.“,1ondern in Bar- nums Museum gehören, um für Gexd gezeigt zu erdeJi. DaH B[51t_Wei1t dann darauf hin, daß die Grundbeiißer durchschn1ttlich'6“'/0 Grundiicuer (und Wenn der Grundbesitz verschuldet ist, mo_ch viel mehr), 1ow1e 1% Gebäudesteucr, außerdem 30/0 Einkommensteuer zu zahlsn haben *„Zräbrknd der Kapitalist nur 3 “*“/9 Einkommensteuer zghlt. FEM?! [veribdas Bkatt darauf hin, da“ die Grundsteuxr zugleiÖ als _M'aß- i_tab Für die Veranlagung der ommunal-, Kreis- und Provinzial- steuer benutzt wird sc., der: Grundbesitz nachgerade also mehr als genug belastst ist. _ _

Was vom Grundbrfiß gesagt ist, triffx auch in Betxßffber _GeMrbe zn; aber während die Liberalen fur das mobxngaprtal' immer so ungemein besorgt find und daffelbe möglickxit 112U€lfrel [asien möchten, sind fie bezüglich der Gewerbe anderer Meinung . . .

Landtags = Angelegenheiten.

Frigende Kommissionen des Hauses der Ab_grordneten Labin sich, wie folgt, konstituirt: die F]. Kommißwn „zur Vor- békakbung des Entwurfs einer Kreisyrdnung sur 013 Pro- th5 Hannover und des Geseßenttrurss, betrrffend' dte__Exnsuh- NMI ,der Provinzialordnung vom 29.31111118-5 tn der PkVVlnz Hannover: von Liebermann, Voriitzender' Frhr. von GM?- Steüvertretcr kes VorfitZenden; Al'tbazxs, “cbrritsuhrer; Brasndenburg, Schriftführer; Tannen, Scbrrstfuhrer; _1)r. Hanel, le1chlet, Wirth, Bödiker, 1)r. Brüel, Hagen, Jannen, Barth, von Dziembowski, Spangenberg, Dr. Köhler, Meyer (Hoya), Hahnx VM Zißcwiß, [)r. Fiffe, von Vlanckenburg, - ferner die

ommission zur Vorberathung des Geiexzenixvurfs, be- ikFffend den weiteren Erwerb von rwateqenbahnen surdenStaat: von WIdeU-Malckxow, orfitzxndex Hr. "Ham- ZWcher(Enen), Stellvertreterdcs Vorfihenden ; Seebmen, Schriftführer; „etocha, Schriftführer; von Eynern, Schriftfuhrer; von Aulock, LWS, Dr. Lieber (Montabaur), von WolSziegier, von Langendorff, ““ckneider (Waldenburg), Büchtemann, Steffens, 131". Meyer (Bres- lüU), Gaertner, vom Heere, Graf von Schwerm-Putzar, Baryn ron Buddenbrock, von UechtriH-Steinkircky, von Neumann, von Quast.

Statistische Nachrichten.

Das Oktoberbeft dcr rom Kaiserlichen" Statistischen AML heraußgegebenen Monatshefte bringt die gewbbnlichen Monats- "ackiixetse über Waarenverkchr, Rübenzuckerfabrikairon, Großhanrels- PMW, Auswanderung und außerdem folgende Arbeiten: _

. ]) die Produktion der Bergwerke", Salinen und Hutten im Deutschen Reick) und in Luxemburg Tur bas Jahr 1882,

9) vorläufige Nachweisungen des Flachentnhalts der mit Taback bew“(Insten Grundstücke, sowie der Zahl der Tabackpfiaxizer und der T“WPflanäungen im deutschen Zollgebiet fur das Erniexahr 1883/84,

rorbehalicn und,

3) die Schiffsixnfälle an der deutschen Küste in den Jahren 1878 bis 1882 (mit Wrackkakte), _ .

4) Erwerbung und Verlust der deutycben Reichs- und StaatSanaebörigkeit im Jabre1'882, _ _

_ 5) die Dampfkessel-Exploslonen im DSUUÖLK Reich Wahrend des Jahres 1882.

- Nr. 17 Band 111. der staliitiscbey Mittheilungen über_das Gkvßberzogthum Baden enthalt die Bewegung r.:r Bevolke- runx im Jabre1882, wir entnehmen denselben f-Zlgende Dark_n: ]. Die Zahl der Geburten, d. h. der Geborenen uberhaupt (em- schließlich der Todtgeborenen) betrug_ m_! Jahre 1882 tm _Ganzen 56100, darunter waren 28928 mannltcbe und 27172 weibliche; 1 Geburt kam auf 28,0 Einwohner oder auf 100 Einwohner kamen 3,57 Geburten. Von den Geborenen wurren 54509 oder'97,17 % lebend, und 1591 oder 2,83 % todt geborerx. Auf ' 1000 Einwohner kamen 34,7 Lebrndaebotene, während erst aus 987 Emtrohner 1 Todt- geborencr entfiel. Tie Libendgeborenen bestgnden aus 28063 Knaben und 26 446 Mädéixen; jene machten 51,45, diese 48,55% aus. Ferner Walen 51681 oder 92,13 0/0 der Geburten ehelich, 4419 oder 7,87 070 unrbelirb. Die Zahl der Geborexien uberhauxt rrar um 1072, 'die der Lebenkgcborenen um 833 geringer, als im Jahre 1881. Dxexe Abnahme ist keine rereinzsltc Er cheinung; nachdem von 1856 an die Geborenen in eine zunehmende ichtung getreten waren, erreichten _sie im Jahre 1875 mit 41,7 auf 1000 Eiriirobner _er_n relatives, txn Jahre 1876 mit 63 203 ein absolutes _Maxtmuui; iertdem nahm die Zahl drr Gcboreren und die Geburtßziffer vc_n Yabrzu Jahr umwick- brochen ab, und es zkigte das Jahr 1882 km 1eiT.187_1 nicbt mkhr vorgekommcnes 5515111155 Minimum„ wghrend eZ mrt_3'5,7 Geburten auf 1000 Einkro'cncr relativ den niedrigsten Stay!) Zeit 1862, .Wir Jahre der Erleichterung der Niederlassung und EberxrßuW erreichte.

Von bisONkEkkm Jntcreffe sind die Zahlerircrhaltmnr der-ebc- lichen und unehelicbcn Geburtkn zu einaxiker, oder 1111: Gciarzimtzahl der Gkburten. Mit dem Jahre 1860 trat, nach einer Pertbde der Zunahme eine relotire Abnahme _der unehelicbcri Gcburtm em, Tre sich bis 1878 ununterbrochen fortjexte; Voxi 17,5 “*)/0 „aller Geborknen im Jäßre 1859 fiel dies Verhältni bis auf 7,29 0/0 im Jahre „1878. Von da ab ist abrr eine Wendung eingetreten, indem ssirher die un- ehelichen Geburten im Verhältniß zu ben ehelißben, 'Wenn, auch nur wenig, zuzerommen haben. Fiir die quolute Zahl kxlklt die Abnahme der unehelichen Gebrrrtrn noch bis Yum, _Jahr 1880 an,. in Mlcbrm Jahr sie mit 4205 den ntekrtgith Stand rrrxicbre. Gleichzcitig nahm aber die Zahl der (Geburtxn uberhqut ab, bre der ehelich Geborenén in "OÖ stärkerem Maße, 10 Fraß 11111 der abtrxlutsn Abnahme der unckelicbcn Geburten eine relaiive Zunzhme derielbcn Hand in Hand ging. Diese (L_rscbcimxngen sieben, wie der BMM konitatirt, ohne Zweifel im uryprünglickxsn Zuiqmmenhange unt der Abnahme dcr Ebricbließunßen, welche seit 1873 im Gaiize war.

11. Gestorbene. Jm Jabre1882 iiarxen, exit. der Tod?- gsborenen, 38 937 Personen, auf 40,3 Einwohner eine, oder byn 1,000 Einwvhnern 24,8. Von den Gestorbencn Waren 19 604 0er 50,359/0 männlich, 19 333 ober 49,65% w_eib[ich. Für 912 1110111111112?“ stol- kerung betrug die Sterblichkeit aus 100 2,56, fur die weibLi-Te Bc- vöikerurig auf 100 2,40. Unier Zurcchung dcr Toxigeborcrien be- trug im Jahre 1882 rie Zahl der Gejtorbenen 40 528, aux 101.0 Einwäxer 25,8 Géstrrbene. Nach dem Nikkr starben im 1. chc_n€- jahre (unter 1 Jahr alt) 12 363 Kinder, aber 1 Jahr alt 26 574 Personen; die ersteren machten 31,8%, die letzteren 68,2% der Ge- storbencn auI. , , , '

Hicrnacb war “555211121: von 0-4 Jahren Mit 45,40 %, dasjenige von 60 Jahren und mehr mit 26,71% an der Gesammizahl der Ge- storbenen brtheiligt; das Jahrzehnt von 10-19 Jahren lieferte nur 3,16 0/0 dazu, dasjénige von 20-29 4,76 %. Vyn den Kindern des erstenJahreH starben 22,68 0/0, von denen des zweiten 5,01,_von denen des dritten 3,56, im vierten 1,93, im fünften 1,50%; wahrend von den Kindern von 5-9 (5. h.un1er 10) Jahren nur 0,73, von denen von 10-14 Jahren nur 0,30 0/0 dem Tode „verfielexi. BW da ab stieg die Sterblichkeit in den Altersklassen, bis sie fur 'die 31er 80- jährigen 29,27 % erreichte, was beiagt, daß nahezu ein Drtttrl der- selben im Laufe des Jahres aus der Reihe der Lebenden aus- gischie'ren war. " , , _

Der Ueberschuß der Geborenen nber dre Gestorbenxn belrcs, iich im Jahre 1882 auf 15 572 und trat geringer, als txt ngen? einem der [Wien zehn Jahre. Immerhin würde dadurch die Bevolferung um nahezu 1 Prozent zugenommen haben, Wenn nicht der Ueberschuß bes Wegzuas aus dem Lande über drn Zuzug ein erhebliches Gegen- gewicht gebildet Hätte.

111. Ehescblüsse. Jm Zahre_1882 wurden 10101 Ebrn ke- scbloffen, 1 auf 155,5 Einwohner, auf 100 Einwohner 0,64 5117 1000 Einwohner 6,4. Dagegen Wurden 9517 Ehen aufgelöst, UJU111ch 9148 durch den Tod dss einen Ebsgatten und 69 durch SÖMUUJ. Die Zahl der britehenden Ehén vermehrte sich also um „584. '

Die Jabre 1880, 1881 und 1882 weisen seit 18,61'(s21_t dcr Einführung rrÜständiger Gewer*c- Und Niederlassungsfrcibeit) die ge- rinasten Traurrnzßzablen auf; Auch,war, der Ucberjchuß der (Zhe- scblüffe über die Ehkauflöxnngcn tn “blesen Jahrexis 1ebr gering, namrntlich 1882 geringer als in irgend eincm Jahre 1e1t__1856.

Gegen 1880 und 1881 haben inbesien die Ebesxblüiie im Jahre 1882 um 31 bezw. 73 zugenommen; die Zunahme ist freilich io'gering, daß daraus noch nicbt auf das Eimtretenxiner anbaltendxn _stetgenbxn Bemcgung der Trauungszahl mit Beßtmmthett zu _1chlicßen tit. Immerhin ist die sinkende Vervegung derielben, Welche iert 1873 vor sich ging, zu cinem Stiüstand gekommexi und wird _ck von der E2- staltung der wirtbschaftlicken Verbä1tmffe bes, [aasxndeii und_ der nächsten Jahre abhängen, ob dir Bewegung ent7chted€n m die Wachjcnde Richtung übergeht. _ '

Was den Familienstand drr Cbe]chltcßende_n „aggiungi, so wurbe ermittelt: in 8029 Fällen (79,49 (9/0 der Eheichbuiie) waren beibc Theile ledig, in 206 FäUen (2,04 %) brtde Theile verwritwet, zu 464 FäUen (4,59 0/0) der Mann ledig und die 'Frau Wrtrwe, m 1366 FäUen (13,52 0/0) der Mann Witthr'und dix! Frau l_edig, end- lich in 33 Fäblen (0,33 0/9) ein Theil gejchteden (m 22 FaÜen der Mann, in 11 Fäüen die Frau; und zwar 17 Mal M. „gesÖZFFW. ledig, 5 Mal M. gesch, Fr. WitFWe; 7Mal Fr. gestb. M. ledig, 4 (51 Fr. gesch. M. Wittwer); in 3 Falien (0,03 0/0) Warexi beide, Theile geschieden. Zn 85 Fällen ging der'Mann, in „12 Fa[[en. die Frau eine drijte, in 2 Fällen der Mann, in 1 Fal! die Frau eme vierte, in 1 Fall der Mann eine fünfte Ehe ein. _ .

Im Jahre 1882 Wurden in die StagtSQngebortgkr-it,gufgenommen 215, daraus entlassen 3495 Perioriei); dte'Zabl der badticbxn Staat?- angehörigen verminderte fich aus dme Wetie run 3280 erionxn. Dre überseeische Auswanderung kann. wie der Bericht konstattrt, fur 1882 auf etwa 12000 Köpfe gerechnet werden. . , _

Zur Veranschaulichung der Gestaltung einiger har-ptsczchlichxn Verhältnisse in den einzelnen Bezirken imd den 5 großteg Stadien ist dieser Nummer der statistischen Mitihexlung eine grapbtxchx Darstel- lung beigegeben, wckche die Häufigkeit rer Geburten und Sterbefalls, insbesondere auch der Todtgeborcnen urid der irrt ersten Jahre gx- storbenen Kinder, sowie die der ChrichYteßuxgen tt_n Jahre 1882 fur jeden einzelnen Bezirk und für bie tuns Sxadte tmt mehr als 20000 Einrvobner leicht erkennen und iibersehen laßt.

Kunst. Wissenschaft und Literatur. 5

Verbrechen und Verbrecher in PreuZen1854-1878. Eine kulturgefcbicbtlicbe Studie vori W; Stgrke, xh. Oaber-Justiz- Ratb, vortragendem Rath im Justiz-Mmisteriurp. Mit zwolf graphi- icben Tafeln. Verlag von Th. Chr. Fr. En-Zlm _(Richard Schoeh), Berlin, Preis 10 „46 Die Ueberzeugmig. daß die' Offßntlicbe Meinung in der Beurtheilung der auf strafrechtltcbem Gebiete 1eit1871_ hervor- getretenen Erscheinungen wichtige Gesichtsprrrxkte unbeachtet la 1 und dadurch zu einseitigen Auffassungen gelangt Ut, hat den Yerfa er be- wogc-n, die Resultate seiner Beobachtgngrn, welche er Wahre_nd lang- jähriger amtlicher Thätigkeit in verichtedenen SteUungen uber das Leben des Volks, sein Verhalten gearnuber dem SLrafgese ?, die An- trendung des letzteren und die Wirkung des Strafvo zuges an-

.

zustellen Gelcgenbéit hatte, der Leffenrlicbkeit zu übergeben. Es hat bisher in Yreußkn an einer eigentlichen Kriminalstcrnsnk gc- feblt. Der Verfaner bietet in dem roriicgenren Werk cine 1olchc, in welcher auf Grund dcr zur Vcrfüzunxz stebcnden *Mzterialieii, in:?- beiondere ker im ZustiZ-Ministerialblalt verbiicntlicbten _statiitiscben Mittheilunxcn übst ric Geschäftsverrr'xxltung dcr_ Juitizbehörreri, welche er aus den Akten des JustizxMimiteriums _ersanzen kurxle, tte Zahl der in jedem Jahre nru eingeleiteteg UnteriUÜUü-an mrt den Bevölkerungszablen verglichen und die,1rch baraUZ ergebende Be- wegung der Kriminalität des Volkes einer c-msxbcndcn Ercrterung unterzogsn worden ist, Es sind hierbei nicht nur dteHaurtßruxren ker Verbrechen und Vergehen, ker Uebcrrreiurigen und der_Hollzdicbktählez- diese umiaiien mehr als die Hälfte der _1abkllsb peu em- geleiietcn Untersuchungen - sondern auck) kleqclrizclnen G::itunzen und Arten der Verbrccbcn und Vergehen berückjicbttgt worden. Der DakstLUUKJ der lehrerin bat der Verfaiier Linx Haubttabellr JU Gxunbe gelegt, Welche in jeder Spalte für die Jabrxarrge vyn 1854-1878519, absoluten Zahlen der reucn Unirrsucbungxn und„ iwwert klks nötbig icbien, daneben die durch Berechnung aus die Einirobnerzabbres bs- treiienden Jahrgangs ermittelten Relatiozablen angiebt, irn? folgende DsliktMrten umfaßt: Hockxrerratb, Lankexrerratb,_ Beletktgrrrig des Landesherrn :c., irinxielige Handlun-Zén gegen befreundcte 651531671,

Verbrccben _ un5_ Vérgeben in _Bezag auf die. AYÜbU-“iz der stÜQ1ÖkJng€111É2U Reibie, Wikcritxnd „gcgrn _"M __?15515- gewalt, Vcrbrécbcn und Verßehen n'irer rx: Mxntlrckoe

Ordnung), Münzverbrrcben unÜ: V:r,*,2hen, Mrimir, falsche 21r1schuldi- auwg. Vrrxehrn, irclckc sich arif ri: RLUUOU bczicben, Verbxcxch und Vcrgcben in Beziehung arif ran Perioncrstavr, Vérbrccben UND V?!“ geheii ,;czzcn kie Sittlichkeit, Beleixixruxig, Vcrbrsrbcn urid Vsrgcbrn (:e-Jen bas becn (mit mehrerczi Unierabrb.;11;r:1,r.-n), Körvrrrsrlsxnngen, Verbrecbcn und ergehen wider die reribriiickxe Freibiit, Diéhftäbl (crkiuswe ch eixirmlicbxn Hoizbicbstabl?) 11:11ericb1-15ung, qub, Er- pressung, Hehlerri und chünstigurg, BLTTUZ, Unxchs, Urkunde» fälschung, Baxikcrutt bezw. beirÜxÜicber V.!UkékUtt, itrnibarir Cigkli- nur:, SaÖbcicbädigUnJ, Zrineingeiäbrliiioe Verbrcckxön urÉc Verk.?bm (mit LiUiFM Unteraétheilangrn), Vérkrecbkn und Vchkbsri im Amir, vicrtrr und frrnkrer Hylzdieistabl, Vrrbrecb-In und 'VW-geben gegen ri»: POÜ“, St»urr=, und Zollgeiryr, axi'rcre Vsrbrs-„ixrn 11710 Vékgkbén, 01:1 weich bkirnrerc “Straigésex: Anwién'krmg iiriTM. Tie Erlaizterunzczi zu den statistiscbrn Tabellrii wchei durcb grarbi'ckzc Tzritcilax-zsxi Unicrstüißr, welcbe Frisé", inwisiein bci isdcr karxxk'chrcn Pairrtgrrrrs oder €1115c117€11DslikT-ZälkkasZIIZMNXÖ-UMFZ zirixrbsn “dcr 3.111 12: ma cingelcitciex UntsrsU-hUxigxn und der Bezölkirrtmszxkl 1,17.) Iicrrb “_e- blieben ist odor nicht. - Sein Hauktauzenmsrk h_Zx bor“ „ersaiisr auf “cis Ermittelung dsr Ursarbrn grriÉtet, wcli'cxiur 115 BZMJUW kc-Z erbrecberibmnI maßgsbcnd gkweicn _1'i;;b. .ixxrm „['I 8.1an m drm kUTZM Zcirraum sims MémsckköliléÖMÖ 15 riclc 5;:r.:lxr,3855;1krr*rcn 0111 das Lkbrn ch ké1171ch7211 Volkes ein,;cirirlt wie in" Dsr Zcrr rrn 1848-1878, wclrbe bei “rissen Untersircburgxn 311 bsrrr«:ksr.i=ii,)eri irzir. (Tin? roÜstänkigL Uingsstalrarig dcr RcÉTFrchge Und der *]Lolizsi, ems außergewöhirlicb stark." Vrrmehrurig mid Verricbiimg der B2VOlkEk_U_k19, eine gewairigs (Fiirrrickxsung der Industrie bsi wirdzrbolicn Norbitanß dcn, irclcixc Dnrck) Theuxrux'g k:r noibrrcndigitkn Lebcnémiitel und Epircmicn hervorßerufen wrirden, _ die Entwickelung dcs Wcltrsr- kehrs Und Welthandels, binrige Kriege, wslcbe 8.135 ganze Voik in allen "einen “Srbicbien berührtxn,' ein? ' icbwcrc 80118- wiribsrbafxlicbe Kriiis, eiirlicb zu glricber Zsri Fir Eintritt der? Volirs in die AusübUng poliiiicber Rechte und an Freie. grichnend cine tief eingreifende sozialistische Bswegung hurra, einc Weixnilicbe Em- wirkung auf die Gritaltrmg d;§ Volkslcbens in guter 1V121111ch1Lch1€r Richtung, mithin aucb (ruf di? Vcrvrgung chfPerbrcrbrrthrimb „WF- geübt. Zn mUsterhaiier Tarstsiiung irt der EM.?[YZ ki'ciék und mir:- rer Faktoren auf dic Kriminaliiat ke's Volks? biniirbtlicb dsr Hubi“!- grUpprn ker Vcrbreckeri 2c. bezw. der cmzrlricn Deliiisarten nacbgewmrn worbsn. Von hohem Jksékxffe smd hierbei dis Ikäp'leiÖLU Darstgllungcn, Welche die géironnenen Resultatc 111 girickliiber Wcixe berapicbaulicben. - Der Inhalt des erks ist in „srlgénbe Hauptabichmrie gegiredsrt: Einlcitung (S. 1-7), Begrenzung des BeobaÖtungMides (('-„131 553 statistische MaTerial (13-28), die Horupigritppcn dsr krimmeU strafbarrn Handlurxgrn (29-41), *die Umgcstaitung dis Volkélrbsné', ihre Einwirkung auf bir Kriminalität und die „Erkennbarkcrt dcr [Wirren aus “den staiisrisckxen Narkywriiungexi über die Straf_reckckt§1_*ficg_e (42-88), ric einzelrcn Gattungen und Arten. drr krirZiixisll itrai- baren Handlunz€n(89-202), disAngeklagten xiaébthrrn verwnltckxen Bcr- bältniffen (202-231), Rückblicke und Srbsußsrlgcrungezi (232-240). - Jn icrriiorialrr Beziehung mnßte_da§ Wsrk aas dre Prortrzen Prrufxsn (Ost- 11115 Wcitpxcußcm), PviciZ, Schlsiirt], Yrmmsrn, Bran- dcriburg, Saibsen, Westfalen und_Rhcr-Y[and b:)kbrankr txerden,_da fiir die Provinzen ZÖleSwig-Hohteiii, HaanrZrcr urid Hciirn-Naiiau ein ausreichendes Matkrial nicht zur Veriugrriig !iand. (85 wird indriirn angenommen werdeii kürsxii, daß „rie, fur die &lten “3511er- theile hervorgetretcnen Resultatr, Uri,) aurh in DM 11211811 Lanchrbrrlcn, Wenn für fie statistiscbeZ Material rorlirße, ergeben, babcnmirurden. »- Tas Wsrk, irclcheß für die Meibbbe _dér Krinitralitaxistik zum Theil USUS (HiriiMspunkte eröffr-ct und Rc!uliatck_ron „bobcm_Wcrth-: QUfWEist, darf ri? höchstc BJQÖUMJ Bcr Staarsmanmr, Juriixcn und sonstigen Farbmärmer bsanivruberi und_wnd Aiken, Mirbe mb dem Studium dcffciben uniérziehcn, _ritxc FUÜS r-Zii Anrcgungen 11518231“- lebrnngen bieten. Sä,)licßliib ist'nrrb (Zweibxif, daß ber Bcrraffxr daffelbe als Link Priraiarbcit brzeicbnet, irrr dercn erhalt cr «klein die Vcrantwrriung zu tragen babs. _ _

- Dcr Buchhändler und Antiquar Joichb Joloirtcz ,in Posen hat r.:x Katalog scincs antiquarixkhcn Brixbrriaxsrs Nr 61: „Klassische Philologie“ aUS."k-.ch*cn. Dcrislbc cntbalt em Verzeicbmiß von 2754 Säiristczi, von 1221er) 1715 Nummern Auxgabcn drr alten griechischen Sébriikrtkllcr nebit Ueberieizmigen Und (_Hr- läuterungschriftxn, 1039 aber Aaégaben Dcr alter) r5_miichcn Srbrrst- sieUer mit Uebersexungen und Exläutcrunqéiäyrisrcn rcrzriiiznor). Unter den in dissem Kataloge arrfgcfiibrtc-n Wsrkerr, die zum Tißstl die nacbgelaiienen Bibliotheken der Mil._PrOsefforen am Kri'niglicb'en Friedrich Wilhelms-Gymnasiums in' Poien Tirsler und Mribler bii- deten, bkiindet sich eine Menge wichtiger und Mrthboklar Bückcr.

- Gewerbe und Handel.

Frankfurta. Mk., 1. Dezember. (Oelbericbt ron Wirth & Co.) Die ersehnte Briserungdss amrrikanischeri Petroleum- marktes ist im Laufe des veriloffenen Monats cingrtreierr, und die Börsen crireuen sich wieder steigender Tendenz, EZ war das vorher- zusehen, da der enorme Kbnsum während der bimklrn Winter- monate eine allgemeirie Abnahme dsr Vorräthe bin*irkr und die Nachrichten aus dm Prowktionsgebieten scboxi [an,xe eincn fühl- baren Rückgang der AUÖÖLUW konstatiren. - Dic berübmtsn Hrire & Porcupine Weils, die so erstaunliche Quantitätcn zu Tage gexör- dert hatten, [affen jetzt &uch nach und theiien, wie kiss me anders crwartct werden kommt?, das Schicksal aUcr Oelqucllen. Privattelegramme melden fortgcsextes Sinken der Produkrion. Di?- Preise bewegen ÜF) für Crude in steigcnder Richtung zwivrben 1,10 C. bis 1,16 C. Die leßtén Kabeldcpescben lauten für Crude 117, Refined 82. Glücklichechise folgen wir in Europa nicbt wrllrn- 195 den Schwankungen des amcrikaniscben Marktes; ric bcdcutendcn Lager, Welche hier aufgestapelt liegen, schützen uns vor__11eberrumpe- lung. - Einstweilen ist die Konkurrenz des cis-ailantticben Petro- leums noch in keiner Weise fühlbar, außer in_Ruxilarid, wh das (mixki- kanische Oel Wohl ganz verdrängt icin _dürite. Ob_ unxcrex der_rtxebe Oelinknstrie fick) noch zu thatsäcblicbcr Konkrrrrenz-xrnd aufjcbwuzgen können, läßt fich biklang noch nicbt crmc-Yien; rte [cßtcn Berichte über Tiefbohrungcn bei Oelheim lauten günitig und komtatiren einen größeren Oe1reichthum, als bisher angetrqomnzrn irexdsn durfte; wieficb aber die Auxbeutegestaltcn wird, läßt 11ch_ntch_t 911213211. Amerikanische Lubricatingöle halten in den bciirrn Qualitatcn fest auf Preis ; leider wird viel minderwertbige Waare an_ den Markt gebracht und zu geringen Zreisen verkauft. - Farbloic Oele, find i_iur irenige in guter

nalität am Markte und [tchcxi hoch im Preiic: gcringquare wird auch hierin vielfach als EriaxZ einzuführen versucht.

London, 30. November. (W. T. B.) Bei der gestcm ab-

gehaltenen Wollauktion warcn Preise fest.