Stellung gcgenükerstekcnke Haltupg eines Beamten nicbt ignoriren kann. Davon ist gznz verschieden _ und deshalb kommt der Abg. Rickert immer auf diesen falschen Say zurück _ ganz ver- sÖieden die am!» in meinen Augen unbereckotigte Forderung, die etwa «es:;Ut Mrden könnte, daß der Beamte fick) akxiv zu Gunsten der ?dkegierung bei den Wahlen betbeiligt Duron ist kein_e Rede; ich habe das nicht auszc'srrocben, nock) babe ich darnack) verwbren,_ noch wird jemals, so lange ich an dieser Stelle bin, darnach rerxabren n'srdcn. Der Versuch, riesen Standpunkt, dm ick) in meinen neu- liMn Aeußcrungen nur etwas skizzenbafter angedeutet babe, in einen Widkrsrrucb zu bringen mit dcnjcnigen Y_cußcrungen, welche von dsm Herrn Reichskanzler gemacht sind, i1t vollkommen verfehlt. Tas thema probanäum dc-ssen, was der Herr Reickxskanzlcr auI- Kefübrt hat, liegt auf einem ganz anderen Gebiete. Dex Reichs- kanzler hat bei der Jnterpretajion_kes AUcrböÖsten Eclanes vom 4. Januar fish mit 'Ur Frag: besckäWigt: tvclche pofixiren Lcistunßen auf dcm Wahlgekixt bat dic Regierung von wlitiyckxcn uud nikht- UrlitisaÖcn Beamten zu vcrlungcn und _WC'lÖL nicbt? upd ka ist die bxkannte der Logik dcr Dinge «an; ent'precbcnke Urxtcryckxidung ge- maÖt worfen zwisckm politischen und nichtvoliti1cbcn_ Bkamtcn, Erstsre sollcn nach k?! Ansckoauung des Allerböckpsten Erlameß gehalten sein, vorbcbaitlich dsr Frkiheit ibrer Abstimmung, die Régierung und ibrcn S::xdpunk! Jsgen Verdrekungen und Verdäckztiszumgen, die im Lande gegen fie aufgestcUt werden können, zu vcrthcidigen; und Die nictholikisÖcn Beamten _ ich denke, der AÜetkzöcOfte „Erlaß skrikbk fish dcutlikb JMUZ darübcr aus _ sind durck) ibrkn Etd der TUM daran Jornabnt, daß fie fick! dsr Agitation JLJM dic StaatL- rrgieruna cntbalten soxxan; im Uebrigen wjkd nicbtsxon ihnen v?x- lamxt. Dkk Hérr Rcikbskanzler hat ja, wenn ich so_mgcn ' ?ck, die disßylinarische Scite der Sache vonommen klar geytcllt, mdcm cr (incrseits an einem Beispiel _ das bekannte Beiwicl yqn Danzig, wclkhcs dam Hrn. Abg. Rickcrt wohl noch in Erinnerung ',em rrzcd _ chuzirkc, das; Beamte, wclche agiTatoriscb gchn dre Ukszexung auftrct-en, fick) dißziplinarisä) verantwortlich machen, und das Rctcbs- gcricht selbst hat ja diesen Grundsatz als voklkommen korrekx an- erkannt, indcm eZ dcm bkkreffcnden Beamten der Werft'verwalf'ung in Danzig für eine solche agitawrisckoe Handlung eiyen Vcrwms erhetlte, ik111s0gar,WLnnich nickot irre, eineOrdnungHstrafc auserlcgte,'Aber wxe'steht eL mm mit denjeUigLn Beamten _ pOTitische yder nicbt Polxttxäxe, béxr ist kkin Untcrscbied aemckcht _, Welche nur, tbr Wahlrecht. aus- ÜLcn, bci déncn also von einer feindseligen Agitation Nechn die Re- gikrung an fich keins Rede ist? Von denen hat der Herr Rexcbsxgnzler nißet gcsa-gt_und dcr Hr. Abg.?)kickcrx hat dicseStxYe schr [c:]c vcr- [cfm _, daß se fich cines besondern VertrauensbeMch dez: nglkr'ung in künftégcn Fällen erfrcucn würkcn, ?ondsrn er hat nur 1:1 ncgattyer FZTUM «säußcrt: das, d. b. 'die A::sfxbung des qulkOÖTÖ, MW nienmks ein Grund sein, MMU eincn Beamten eiy3u1chrettsnx d. b. aléo cinem Beamten Nachtbcäe zuzufügcn, Welck)? gut dem Gebxstc Her Dienstdiézivlin und Dienstpragmatik liegen. Meme Kcrrcn, :ck Bm, ohm mit dkm Herrn Rciéhskanzler Hierüber Rück|pra ,e genommZn zu haken _ Hr. Rickcrt, ich bitte, das betonen zu dürfen _ “sxst uber- zcugx, daß, wenn Sie dcn Herrn RcichLkanzlcr heute vor dre Frage skcllkn: soU die Staatsregicrung eincm Beamten, Mlchsr' der von dem König JLWOÜTTU nnd „der von der Regierung uyter tHrcr _Ver- antwortMg vertHeidigtcn Gesammtpolijik Dcr ReglarUn-z], cmem BMmtcn, Welcher disser Politik bei den Wahlen, außkrbalbxxr Wahlen, durch sein Gksammtvsrbalten aßitawriscb, in manisxstenHanH- lungsn und Thatsachen eine dauernde Oppoütion chILIMLLZz WU ÖW Régierung cinem solchen Beamten besondere VFtraUMZbcch _ uxd Das ist ch: Auszeicjonnncx _ ertbeilen lumen? dic Yntxvorx em ÖCUÉÜÖLZ Und kräftich „Rain“ stin würde, davon bm 1ch voll- kNUDULU übcrzknxt. Denn das ist ein GrUNdsay, mein: Hcrren, den ich für so seWstvcrständlicb Halte, daß ich glaube, cin korrekter€r_?l1_1s- dr11ck wis dxr, die entgegsngesetzte Polijik würde eine sxlbxtmor- dcrifche sein, läßt fick) dafür nicht finden. Und nun fraxxe 111)": von wem geben denn die Angriffe auf den von mir in aller Loyaktat u'nd Offenheit gekennzeichneten Standpunkt der Regierung MI? „ Mcrne Hkrren, börte ich so etwas von irgend 21an anderen Fratnon dcs Hauses, ctwa von der unmitXelbar neben mir fißcnkcn, dann wéirde ich darübkr diskutiren können, aber wie Der „Hr. Abg. Nikkrrt cs ükscr sich bringen kann, zu Erinnern an 7:16 Aytece- chzien, ich wikl nicht saacn seiner Psrson, aker seiner Parket, dcr er fich pcrsönlich angeschloffcn hat in der prkußischen Verkizffunxxk- geWicbÉc, das ist mir vonommsn unbcgrciflicb. Was ist dem acraYe das SÖiboletb der liberalen Partei in Bezug ani dre Aaésübrung der Regieruncher-alt? Unnacbßcbtlicbes DUTÖWM dcß liberalen deankkns, parlamentariskb und außcrparlatnentgrUch, in?:cm fie von den Beamten strenge Pflichterfüllung in Bezug „htcrauf forkcrt. Meine Herrcn! Das ist das Centrum der konskitxxtwnxklcn Politik, und ich bin Weit "davon cnxfernt, den Saß zu U71T8r1_chre1ben, sondern Cina MonarÖie, wie ich fie mir denke, dcnkt Über diUe Frage sckr viel humaner und milder und behandelt fie auch milder, 1ch darf das, glaube ich, mit dem WWW Gewicht der historischen Wakyr- beit sagen. Was Haben wir denn er[ebt? Dek Hr. Abg. Rickert haf damals noch nicbt im öffentlichsn Leben acstanden, ich alkerdings als jWZLk und unkrfabrener BeamTer, dcr visle Fehler damals gcmacbt bat _ i;?) habe das im Reichstag öffentlick) anerkannt _ akcr das m'ax'; ich MIM, diE Eindrücks, die ich aus jener Zeit Vonliberal'en An- schauungcn und der Freiheit der Beamten in Bezug M ck! PS" litikches VETÜÜÜM gewonnen Habe, Haben mich mit äußerstem WiderwiUm erfüxkt, Weil fie eben den nackten Dkßpotismuß und vou- ständiges Aufgcben jedcs eigenen Politischen Gedankens verlangen. In der sogcnannten kvnstitutionellcn Monarchie ist die ganze Staats- mnschine cin bloßer Mechaniömus, und es ist ganz konsequent, Dat“; dißser „ ?sckoanismus Bie absolute, willenlose Untsrordnung ch Beamterxstandcs unter den Willen des allmächtich Ministers erfordert, _ was der Hr. Abg. Rickert mxr vorgcworfcn hat, von dem aber “das Gcgentbeil “ch Fall isx. Jah babe es erlebt; nicht an meinem cisenen Körpcr,„da hä? mich, Gott sei Dank, die edle SinncOart meincs Chess gksYbUka- _ (1er die Partei, die hinter der Thür stand und sich einbtldete, fia würde |ck bindnrcko drängen können und auf den Six; der Macht gelangen, die War es, die das damalige Ministerium bei jeder (He- lcßcnbeit _ nicht etwa dazu drängte, Die Beamten anzuhalten, fie foUrcn fÜr diesen stimmen, nein, fie wate die RegierUng dazu dräygcn, fic_ 791112 Hekawmben opfern, und zwar nicht durch dis Bcamtcn, dl? fick,) in manifesten Handlungen der RogiCrung asgen- ükkrsteÜten, nain, die Gsfinnung Wurde proskribirt. Wir können aw.“- den Verhandlungen des damaligen Abgeordnetenhanses und den Kommentaren, die die Preffe und die Redner gegeben bach, nacb- Miscn, daß der„eigentliche Kampf des quasi liberalen Ministeriums Schroerin mit !citzcxt Hintermännern, 1einen angeblichen F_renndcn, die es dexnnäckost [ttzrztem _ daß du: eigentliche Kampj fast aus- schließlich skb um Ire]? Frage drebke. Der Minister Gras Schwerin mit seiner echn thterltchkcit Verwägerte, die Hekatomben zu opfern, ]“o sebr auch seine angeblrchen Freunde ihn dazu drängtcn. Denkcn Sie an jcnc berüßmte Adresse Von 1861 _ die Dkbatten darüber smd äußerst interessant, weil sie ein cbamkteristisches Licht auf die Gsßtmungsart diescr .Herren in dieser Beziehung_ Werfen. Ick will nur an den Worjlaut der Adresse selbst, die schließlich angenommen wurde, erinnern; da heißt es mit dürren Worten: Wir erwarten, daß die quierung unnachfichtlich ihren Skandpunkf in; Beamten- tbum zur Geltung bringen wird. Das ist doch xine Prachfion, _die bimtnclweit über das hinausgeht, was dre Regterung ]e t von den Beamten verlangt, und darin keruk)t„ daß, 11321111 xe richt für die Regikrung wählen können, fie doch lleber zuruckbalxen und fich nicht in StcÜungen begeben, die es der Regierung unmog- liD machen, mit Vertrauenszuwendungen ihnen entgegenzukommcrx. Und wie hat die damalige Presse die Sache aufgefaßt? Es ist inkereffant, den Kommentar zu lesen, den die maßgebenden Zeitungen damals brachten. Damals war es die „Ratio al-Zeitung', exn dxm Hrn. Abg. Rickert JLWiß nicbt fernstebendes B att, Welche w_e1entltcb di: .lufgaße übernommen batte, zu den im Abgeordnetenbame “selbst vorfickytig anzubringendxn Erklärungen in dieser Beziehung dcn etgent- liTcn Zünkstoff und dcn eigsntlichen polemischen Kommentar zu lie,?ern.
Diese Zeitung bat fich damals nicht entblödek, die vorhergehende Adreßdebatte dadurch zu verschärfen_ich muß axmcbmen, daß fie im Namen und Sinn der damaligen maßgebenden liberalen Partei ge- sprochen „h_at _ daß fie den Wieerspruch des Grafen Schwerin _ ich nenne diejen Namen niemals ohne ein Gefühl der Ehrfurcht und dankbaren Er_innerung _ gegen diese unkcuscbe Zumuxbung kritisirte. Was hat diejeZeitung damals gesagt, als es sich um die Absckxlachtung der konscrvativm Beamten handelte? ,
Wie hat das Ministerium diese Frage [315 jeßt beurtbeilt, und ixus ist unter seiner Verantwortlichkeit zu vetstehey? Die leßtere ist ein Wort obne Inhalt; das Urtbc'il des Ministers des Innern abcr lautete dahin, daß er nicht nach Anstchtcn, svndern nacb Hand- lungen der Beamten _frage: die boblste Antithese, die sich in die1em Falle erdenken laßt. Wir _
das heißt die Libxralen _
wir zählen dj_e1e Ange1egenbeit zu denen, Welche in diescr Sesfion i_n der vordersten Reibe stehen; wenn fie nicht endlich erledigt wird, 19 giebt cs noch immer kein gesichertes Fortschreiten auf der (libe- xalen) Bahn. Den Ministern werden 'die Abgeordneten zu betveisen und unwiderleglich zu verdeutlichen kaben, daß Handlungen und Ge- finnungen kein Gegensgy, sondern eins fänd; in der Adresse wird Wenigstens "ein Zcugniß dafür abzulegen sein, daß die Gegenwart noch _nicht uberaU die Organe hat, deren fie bedarf.
Ww, nZeinchcrren, ist dies nicht etwa ein Verlangen, daß die Byamtcn fur dte,Regicrung stimmen sollen oder fich nur zurück- halten sollen? Nein, jnkine Herren, die nicbt-liberale Gefinnung der BcamtenZvurde zum,Fußscheme[ der Forderung gemacht, sie Heka- tombenwe11€zu beseitigen. Meine Herren, ich spreche ciner Partei, dercn Geschichte sie an dieses Programm bindet _ ich Werde ab- Wrtcn, ob die Herreßn fie jetzt verleugnen _ absolut das Recht ab, Hier abzuurtheilkn “uber das Verbalten der Regierung in dikser Angklegenheit. Meme_Herren, (Hojt sei Dank! stcht die monarcbiscbe ngierung nicht auf dte]em Standpunkt _ ich habe das schon vor- !)er Erörtert _ und fis wird niemals fich zu einer solchen mecha- nischen Auffassung thxcs Verhältnisses zu dem Beamtentbum drängen laffen, sondern ihrerserts umntrvegt auf den Grundsätzen stehen bleiben, jrclcbc'icb in !:,oüer Harmonie mit dem Erlaß vom 4. Januar und dcn dteHbezüglrchen Aeußcrungen des Herrn Reichßkanzlers hier vor Ihnen entwickelt habe.
Dex Abg. Frhr. von Zedlitz und Neukirch konstatirte, daß dur_ch d1e eben gehörten Erklärungen die vielfach verbreitete fal1che Auffaffung dxr Rede des Ministers vom 6. Dezember widsxlxgt worden sex, als ob die Regierung einem Beamten, der mchts ihn;: als seiner Wahlpflicht zu genügen, dafür Vorthexie entztehen woÜe. Das würde den Beamtenstand wesentltch degradtrenf und die freudige Öingebung auch der- ]emgen_ Beamten beemtxächtigen, welche die großen Gedanken des Retehßkanzlers zu fördern bestrebt seien. Es sei heut kein Zwe1fel darüber geblieben, daß nicht die bloße Ausübung des'Wablrecht-s, sondern nur eine demonstrative Oppofition da[)m führen Fönnte, den Beamten Vortheile zu entziehen. Wenn die Regwxung aber neulich mit dem unvermittelten Gedanken der Etpführun öffentlicher Wahlen beim Reichstage hßrvorgstretén f?r, so _ha 6 sie damit vielleicht nur den, durch dxs PrYffe noch mcht becmflußtep Stand der öffentlichenMeinung zu, dxe1er Frage erfahren one'é-Q Er (Redner) sei daher von semerx Freun_den beauftragt,_ bestimmt zu erklären, daß seine Paxtcr entschwden gegey eme Veränderung des bestehsnden Ne1chStachwahlrechts se). Seine Partei wünsche auch, daß dße Zkegmung durch dre Erwägungen über diese Frage, in dte_n€_bald Untreten woxle, zu einer Abstandnahme von ihrer proxekttxten Anregung betm Bundesxath gelangen möge. So schwerwwgenpe Gründe auch gegen das geheime Stimmrecht angeführt seuzn€ so genügten sie doch nicht gegenüber der vxrfaffungsnzäßgep Gestaltung des NeichSrechts. Auch lege seme Parte; gle1chez1 -Werth auf die innere Freiheit der Wahlen, wxe anf thre Freiheit von äußerer Veeinftussung. Jm Gegensaß zu der neultchen, mit mitte[alterlichen An- schguungen verwandten Aeußerung des Abg. von Rauchhaupt 111€an „seme Partei, daß der Arbsitnehmer bei der Wahl vöklig fret sexn soÜe gsgenübex dem Arbsitgeber; daß irgend Welche pffentltche odcr moralische Verpflichtung des Arbeitnehmers, 1m Sinne des Arbeitgebers zu wählen , nicht b€st€he. Auch gegenüber der) 11€ulichenBe1n€rkux1gen des Grafen vmeosa- d_owsky erkläre seme Partsi „ausdrücklich, daß für sie die stän- Tusche _Ordnung _der Dmge eme längst abgestandens Sache sei, daß seme Partex VOÜ und ganz auf dem Boden des konsti- tuanellen, vermffungémäßi'gen Staatsé- stehe. Dcr Abg. R1chtcr habe dsn Fürston B1§marck dsn Nährvater der Sozial- demokratie genannt; „dabßi sehe man jeßt, daß wenigs Monate nach dem ersten Schr1t_t, den der Reichskanzlermit d2m Kranken- kqffetlgßscß auf dexn Wege der sozialen Reform gethan habe, dze sozmldemqkratxsche Bewsgung in die Bahnen der Reform et'nlenke. DW c1g2ntl1ch2 Ursache der Sozialdemokratie sei mcht'FÜrst BLSmarxk,gewcsen,_sondern die wirthschastlichen, politxschen Und reltg1ösen Aufsaffungen der FortschrittsPartei trügen die Schuld d_aran. Denk? die Linke nur an die Zeit zUrück, wo man aux wirthschastlichem und sOZiÜlkM Gebiet die 5I'lufgak)? dxs Stqates xjur dariy gkschen habe, die wirthschaft- l1chen'Krä1te völlrg frex zu entseffeln; denke die Linke daran, nne dress Entfeffelung nichts gewesen sei, al?- eins Fréigebung aÜer'Vestrebungen des Eigennußes Und dees ErwerbstriebW; wi_e )ener K_ampf der ungestümen Konkurrenz entbrannt sei; und Wie die bestßlosen Kxaffen in der Erkenntnis; der zunehmenden Schwächung ihrer wxrthschaftlichen SteÜung, und in der Furcht, der Arbeiter werde schließlich nicht mehr als Mensch, als Ebenbild Gottes, sondern nur als Glisd der großen Pro- duktiMSmaschine erscheinen, vergebens sich nach Hülfe und Rettung bsim Staate umgesehen hättcn. Möge man die zuneh- mende Erbitterung vsrfolgen, die sich dieser arbeitenden Klassen bemächtigt habe, als ihnen keine Hülfe geworden sei; dieLeiden- schaft, mit der sie die Schüßer der bestehenden Staats: und Rechtsordnung fast wie Landesfsinde bekämpft hätte. Jetzt aber, wo der Staat jene Krankheit durch eine richtige Sozialpolitik zu heilen bestrebt ssi, wo man eben die ersten günstigen Erfolge auf diesem Gsbietc zu bemerken anfange, kö11n_e es gewiß nicht zweckmäßig sein, durch Aufwerfung von Vermffungsstagen, m_ie diejenige der Abschaffung des geheimen Wahlrechts, einen neuen waesvalt zu erregen. Man müsse vielmehr die bestehende Verfassung als die unerfchütterliche Rcchthrundlage betrachten, von dEr aus man die sozialdemo- kratische Krankheit des Volkes heilen wolTen.
Der Abg. Dr. Enneccerus erklärte, wenn der Minister das Haus an die “ eiten des altlibcralen Ministeriums er- innere, so gebe derse be damit selbst zu, daß dasselbe nicht die Grundsätze vertreten habe, welche die Linke heute bekämpfe. Damals hätten sich vtele Beamte, namentlich Landräthe, in einer Agitation gegen die Regierung befunden, welche geradezu auf deren Sturz hingearbeitet habe. Dieser entgegenzutreten, sei damals die Regierung aufgefordert, und wenn einzelne liberale Blätter und Personen weiter gegangen seien, wenn fie sich zu Grundsäßen bekannt haben sollten, welche der Er- klärung des Ministers vom 6. d. M. enxsprochen hätten, so wäre das wahrhaftig noch keine Rechtfertigung für diese
Erklärung, und _ seine Partei *würde sie nichtsde|oweniqer gänzlich desavomren. Leider sei der Minister bei seinen da- maligen Erklßrungen ßehen eblieben. Derselbe habe zwar bei seinen dtaleknschen Aus nanderseßungen das Wort „agi- tatorisch“ der von Jhm bekämpften Opposttion der Beamten hinzugefügt, aber dteses Wort nicht definirt. Der Minister Habe am 6, Dezembxr gesagt, keinen Beamten solle wegen einer Abstimmung eme foechtung treffen, aber kein Beamter sol1e steh der „llufion hmgeben, daß, wenn derselbe in dauernder Oppo ttion mit der Reaierung fich befinde, fie ihm Vortheile zuwende, deren freie Verfügung gesetzlich in der Hand der Regierung liege. Der Minister habe also nicht blos von politischen Beamten gesprochen. Kein Beamter solle bxfördert werden. Die Wirkung dieser Erklärung werde sein: dte'fcsten Charaktere und überzeugungstreuen Männer würden gleichwohl nicht auf die Geltendmachung ihrer politischen Ueber- z,e_ugunqen verzichten. Dannwürden sie stehen bleiben, wo fie seien, d_1e besten Kräfte blieben für die StaatSverwaltung verloren, und em großer Mißmuth werde Vlaß greifen. Diejenigen Beamten aber, welche die Wege der Regierung gingen, würden den Aus- spruch des Ministers als eine VerwaltunZSmaxime ansehen, und das für berechtigt hal_ten, was 1th als Vorwurf gelte. In Folge dessen werde srch die Achtung vor dem Beamten: stande und die Selbstachtung der Beamten erheblich vermin- dern. Dies bisher sontüchtige und pftichtbewußte Element herabdrücken, hieße die 11ttliche Kraft der Nation herabdrücken. Dies habe allerdings nicht in der Abficht des Reichskanzlers bei der Interpretation des Kaiserlichen Erlasses vom 4. Januar gelegen, und darin sei der Reich§kanzler entschieden vom Minister von Puttkamer abgewichen. Nur eine unanständige würdelose Agitation der Beamten habe der Kanzler nicht ge- wollt. Und der Abg. von Bennigsen habe, ohne ir end wslchen Widerspruch zu finden, aUSgeführt, daß daS ort Agitation keineswegs so interpretirt werden dürfe, daß die Beamten weder bei einer Wahl, noch bei irgend einer Wahl- agitation sich betheiligen dürften, welche den entgegengeseßten Standpunkt der Regierung cinnehme. Damus folge, daß alle Vortheile, auch Gratifikationen und Remunerationen diesen Beamten nicht versagt werden dürften, welche für pflicht- treue Beamte bestimmt seien. Es handele fich ]"th darum, die Beamten vor einer CZZÜTZZ (]SmiUutw zu bswahren, die in dem Ausspruch vom 6, Dezember liege.
Der Abg. Frhr. von Minnigerove erklärte, man könne dem Vorredner für di? sachliche Behandlung dieses Gegen- standes nur dankbar sein, nachdem der erste Redner das Thema mit lebhaftsn Farben kolorirt, und sein Sensations- bedürfniß wieder befriedigt habe, es hänge das zusammen mit der ungünstigen Lage der linken Seite ihren Wählern gegen- über. Den Abg. Enneccerus möchte er auf die Verhältniss der Marburger Universität hinweisen, wo ein großer Theik der akademischen Lehrer von ihrem politischen Recht Gebrauch gemacht habe nach solcher extremen Richtung, und wo es troßdem an Orden, Titelvermehrungen und erwünschten Ver- seßungen bisher nicht gemangelt habe. Warum aber denn die Sorge? Wenn dann der Vorredner die Interpretation Bennigsens im Reichstage in Bezug auf die Stellung des Reichskanzlers zum Kaiserlichen Erlaß als eine authentische vorgeführt habe, so müsse er dies doch ablehnen. Wenn er die Worte Bennigsens in dem Sinne, wie derselbe ihnen heute imputirt sei, aufgefaßt hätte, so würde er damals wider- sprochen haben. Seine Freunde hätten damals die Auf- fassung des Reichskanzlers getyeilt, daß die Regierung von ihren politischen Beamten verlangen könne, das; diese den
ntentionen der Regierung Ausdruck gäben, und keinen „weifel über die Absichten der, Regierung gegenübsr „den Angriffen auf die ngierung lxeßen, daß ste im Uebrtgen aber die Stimmabgabe der Beamten vollständig frei lisßen. Hinsichtlich der SteUung der Beamten zu den Wahlen han- dele es sich nur darum: die RegierUUg erwarte die Unter- stützung der Bsamten, die Stimmabgabe aber halte fie voll- ständig frei. Diss sage die Erklärung d€§ Reichskanzlers und des Ministers von Puttkamer. Der Ton und Nachdruc_k habe immer auf dem Wort „Agitation“ gelegen, x_tm zu bezetchnen, daß ein derartigss Gebahren dEr Beamten dre Folgen hahen müsse, die der Miniftsr bezeichnet habe: keine Nachtheile, _keme Vortheile _ das sei klipp uud klar dessen Standp'unkt, und d1esen halte seine Partei für den korrekten und richttgen überhaupt für jedes Ministerium. Der Abg. Enneccerns habeFerner stch bMLÜht, an einzelnen Worten zu deuteln, und 1m1x1er„den Ausdruck „würdelofe Agitation“ hervor ehoben. Darm [rege ssines ErachtenZ nach eigentlich ein ** leonaSMus und dje Worte des Ministers: notorische Stelxungnahme gegen,d1e Regierung sei mtr eine Ausführung des Wortes Agitatton. Der Minister habs ferner gesagt, das ntereffe des Beamten ver- lange eben, daß freie Veför erung ftattfände, daß Talente aufkämen _ seine Partei fasse das Jntereffe des Beamten viel weiter, es sei d1e , ganze Ecschex- nung, die der Beamte überhaupt btlde unh gar nicht bloß fein technisches Geschxck. Auch mitffe er auf das Verhältniß des Beamten zmn- Monarchen aus- drücklich noch aufmerksam machen; das, ser dock) mcht blos das eines Gehaltempfängers. Wenn dte Beamten das B?;- halten, welches sie der Regierung gegenübex zu wahren hat- ten, kennten, so sei das sehr gut; er wisse mcht, weshalb Yer Vorredner sich dagegen sträube. Der Abg. Nxckert habe em- mal wieder gedroht in Betreff des Etats; cs fehle_1k)m aber in seiner heutigsn Rede jeder Beweis; der Abg. Ntckert be- rufe sich nur bei allem auf die Anklagen anynymer Beamxen. Nachdem die Linke heute den Ankläger gesprelt habe, muss dic Rechte den Liberalen de_n Plaß quf der AnklageYank an- weisen, Von einem Widerwruck) zw1schen den Ausfuhrungen des Ministers von vor einigen Tagenxtnd heute, kqnne kerne Rede sein. Wie man ferner einen deerspruch zwxschen den Ausführungen der Abgg. von Rauchhaupt und yon Hammer- stein erblicken könne, sei ihm ebenfalls unverstandkch. Der Abg. von Zedliß möge sich hüten, den Verdacht zu erwecket), als betrachte derselbe die eigentlich konservatwe Partet, dte wirkliche Rechte dieses Hauses als den dunklen Hmtergxund, auf welchem sich das [ebensfroZß frische Wesen der frezkonserva- tiven Partei abspicgele. um, Schluß wende er slch gegen den Abg. Rickert. Das Vorbrmgen semes (he's Abg. Rtckerj) PatriotiSmus habe Heiterkeit erregt, daran sex derselbe allem schuld; die Rechte glaube dem Abg., Rickert aber nicht, und 'önne ihm im Uebrigen feinen Patriottsmus. Wenn der Abg.
ickert ferner in Betreff des Antrags Stern sage, man werde. immer wieder mit demselben kommen, so entgegne; er dem- selben, daß das mit der Zeit langweilig werden würde, 12111) erinnere er ihn gleichzeitig an das Schicksal der Vorlgge wegen Diätenbewilligung im Reichstag. Daß der Abg. Ntckerk detz Minister von Puttkamer den Chef der. konservatwen Partet
genannt habe, „set eine Begrxffsverwechselung, wie er fie kaum zu fassen vermöge. Was dte unter Delbrück ergrauten Be- amten betreffe, von denen„ der Abg. Rickert gesprochen habe _ so,sage ex, dte Joknservattven kennten keine Beamten, die im Dtenste emes thsters ßänden. Im Uebrigen bemerke er, daß der Rechten dre Stellung der Dynastie nicbt Sache des Geldsqckö, sondem Sache des erzens sei. Der Himmel aber, so schlteße er, möge die preußi che Monarchie bewahren, daß fie nach dem Ideale der Demokraten und katilinarischen Lit:- raten gestaltet werde.
Der Abg. Frhr. von Schorlemer-Alst bemerkte, nach den “Ausführungen des Abg. Enneccerus dürfe er wohl annehmen, d_aß derselbe auch dze Verfolgung und Bedrückung der katho- ltfchetx Beamten tpahrend des Kulturkampses, und theilweise nqch ]th vexurthexle. Er werde denselben gelegentlich daran ermnern, hrs dahin müsse der Abg. Enneccerus es ihm nicht Übel nehmen, wenn er von ihm und seinen Freunden denke: quis tu16rjt Sracebog (18 secjjtionez quersntSZ? Er habe nicht den Eindxuck, daß 'der'Minister von Puttkamer der Chef der konservatwen Partei sex, derselbe gehöre vielmehr zum rechten Flügel der Mittexpartex. Der Abg. Rickert möge sich beruhi- gcn: wenn es s1ch darum handele, einen Nationalliberalen oder einen C2ntrum§mann anzustellen, werde de Minister von Pqttkamer dem Nationalliberalen den Vorzug geben. Wenn em Be_amtcx für einen Nationalliberalen stimme, werde derselbe geMß mcht verfolgt, schlimmer sei es allerdings, wenn de_rselbe gegen den Regierungskandidaten oder für den Fortsckxrtttßmann oder Sezessionisten eintrete. Das sei um so erklärlnher, als nach den liebevoüen Erklärungen des Minißers von Vultkaer gegen den Abg. Rickert die Regierung doch “in den Sezesstomsten den' verlorenen Sohn erblicke, und die Jffnung der Rückxebr mcht absolnt für angeschloffen halte.
enn der Abg. Rtckert von der gedrückten Lage der preußi- schen Beamten gesprochen habe, von dem Einfluß der Regie: rung in, Betreff der Wahlen, so möchte er wissen, weshalb der Abg. Rtckert früher nicht für die Beamten eingetreten sei, die ebenfaüs keine Remuneration erhalten hättsn, weil sie sinem CentrumsManne ihre Stimmen bei der Wahl gegeben hätten. Damals sei aber unter aÜen Gipfeln Ruh gewesen, auch bei dem Abg. Rickert. Wenn derselbe jetzt einen Appel] an das *Csntrnm richte, so finde er das naw. Der Abg. Rickert bL- klage sich über den herrschenden Ton Und daß Hineinziehen der Person des Kaisers in die Debatte. Wer habe denn da- mit den Anfang gemacht? Doch nur die liberale Seite, die die Person des Kronprinzen der deS Kaisers gegenüberzuseßen Jets versucht habe. Er halte beides für gleich unberxchtigt. 'Der Abg. Rickert sei früher ein eifriger Kulturkämpfer ge-
wesen. Ferner sei gesagt, die Regierung müffe Festigkéit
zeigen, Lr glaube, daß fie vor Aüem das Recht und die Pflicht habe sich aller Einflußnahme zu enthalten. Nach der Kon: sequenz „des Ministers müsse der Beamte wählen, wie sein Chéf es wolle, und wechsele dieser, so müffe der Beamte entweder
'scine Gssinnung wechseln wie seinen Rock oder seinen
"Vlaß.
Ferner würden die Beamten von Gratiffkationen, Beförderungen auSgeschloffen durch dauernde oppositionsÜe SteÜungnahme gegen die Regierung. Dies thL weit über den Sinn der Kaiserlichen Botschaft hinaus. Was sei heute
.oppositionell? Heute sei es vieUeicht der Abg. Rickert, später
vielTeicht der Minister von Puttkamer selbst! Die Beamten dürften dann nur nach der Parole der Behörde wählen, und aÜer indirekte Zwang führe zur Korruption. Mle diejenigen, die gegen den Antrag Stern gestimmt hätten, hätten die Re- giérung verstärkt, in dieser Richtung vorzugehen, damitzerstöre die Linke mehr und mehr ihre Partei. Es habe ja schon eine Abbröckelung stattgefunden. Die Herren sollten doch bedenksn, daß war in der Heimat!) so große Macht gegen die Arbeiter alk: Arbeitgeber habe, hier kein freies Wahlrecht verlangen könne, wenn man es selber nicht ausübe. DaB Centrum wolle ein voÜkommen freies Wahlrecht. Wenn die Libsralsn so aufrichtige Freunde d€r Verfassung seien, so WSWS das
Centrum dsnselben Gelegenheit gßben, nächstens für die Wieder-
herstellung der Artikel 15, 16 und 18 zu stimmon.
Der Staats-Minister von Puttkamer erklärte: Er müffe Verwahrung gegsn die Deutung einlegen, welche der Abg. von Schorlemer seinen Ausführungen zu geben für nöthig gehalten habe. Er habe nicht einmal eine AUT-eutung ge- macht, daß einem Beamten wegsn seiner Wahl, wegen_ der bloßen Stimmabgabe die Beförderung entzogen werden jollte. Er habe von dem gssammten politischen Verhalten, von der agitatorischen SteUungnahme gegen die Regierung gesprochsn.
Der Abg. Frhr. von Zedliß und Neukirch verwahrte fich dagegen, daß aus der AbsUmmung über den Antrag'Stsrn irgend ein gültiger Schlnß auf die SteÜung per Frexkonssr- nativen zum Reichswahlrecht zu ziehen sex. _ Der „Abg. von Minnigerode habe ihn (den Redner) mehrxacb m1ßver- "standen, namentlich darin, daß derselbe in die Wort?,dss "Ministers etwas Anderes hineingelegt habe, als der Munster heute ausgeführt; er habe selbst beweisen wollen,daß dteAuf-
"fassung Nickerts eine irrige gewesen.
Der Abg. Richter (Hagen) bemerkte, der Minister [)ng es als Eigenthümlichkeit des konstitutionellen Systems bezexckx- net, daß mit jedem Systemwechsel des Ministers auch aÜe Beamten wechseln müßten, und habe dem gegenüber das Ver- fahren eines konservativen Ministeriums als human und Mäßig bezezichnet. Eine Praxis solchen Beamtenwechsclsö be- stehe aber nur in Nordamerika; alle Ltberalen in Europa hätten bei jeder Gelegenheit ein solches System als,vcr1'verf- lick) bezsichmzt. Selbst in Englajxd wechsele bxr emem Minister- und Systemwechsel nur em kleme'reKretS absolut politischer Beamten. Die Träger mancher polttxschen S_te'lXun- gen müßten fich ja nothwendig dem System des thsters anschließen; und ein Beamter, der z. B. den Auftrag erhalte, seiner eigenen Richtung widersprechende Gcsehe aus2uarbc1tetz, würde schon um seiner Ehre und Stellung willen so che Arhext ablehnen. In diesen Grenzen müsse aUZrh111gH vom konsytu: tioneUen Standpunkte aus mit dem thstermm em klcmer Kreis politischer Beamten auch in Preußen we_chseln. „(H'egen- wärtig mache man das Landrathsamt zu enxem pol1t1sche„_n Amt, einer Partei - Agentur. Die. Regterungß :,Pra- stdentcn seien Agenten der Wahlpolttik des Munsxers. Das sei ja nicht nothwendig mit dem Amt" verknupst; jene Aemter müßten von allen Funktionen l_oSgelost werdßn, die mit der Richtung eines anderen Ministermms unvertrag- lich sei. Der Mißbrauch des Nmtxs Seitens,der Beamten, das sei es, was man dem Minjstertum Schzverm vorgeworfen ?abe. Das „liberale“ Ministertum Schwerm „habe dux Foxt- chritt6partei nie als solches angesehen._ (Yschatten darm_ eme Überwiegende An ahl von konservatweantmstern vom remstcn Wasser gesessen. Die damaligen Wahlerlaffe Y, s. w. seten unter- zeichnet von Regierungs-Prästdenten,Landrathen u. s. w. und
forderten auf, Beamte, Geistliche, Gensd'armen, Schänker :c. füt; die konservativen Wahlen zu beeinfluffen. Das damalige Ministerium sei ebenso wenig liberal wie Fürst BiSmarck, der doch die Seele des jetzigen Ministerium sei und nicht liberal zu nennen sei. In der Sache sei das, was der Minister von Puttkamer neulich gesagt habe? dasselbe, was dkrsslbe heute sage, xmr ' habe derselbe dte Spitzen etwas umwickelt. Offenhett set ein großer Vorzug des Fürsten Bißmarck stets gewesen; wenn aber Fürst B16marck bei seinen damaligen Worten den Hintergedanken gehabt haben sollte: wenn der Beamte nicht so wähle, wie die Regierung wünsche, dann habe derselbe keinen Anspruch auf die Vortheile, die ihm die Re: nz'erunq zuwenden könne“, dann seiFürst BiSmarck damals so htnterhaltig gewesen, wie nie in scinsm Leben; dann sei in der That die Sprache nur dazu da, um die wirklichen Ge- danken zu verbergen, was man sonst aUerdings den Diplo- matsn, aber noch nie dem Fürsten Bisamarck nachgesagt habs, „der Abg. von Minnigerode 1exbst habe nicht die Verant- wortung für die Auslegung der Rede des Ministers von Puttkamer vom 6. Dezember übernéhmen wollen und gssagt, es handle sich blos um die Beurtheilung des agitatorischen Verhaltens der Beamten. Jm ngenthsil, in der Rede de?- Ministers sei immer von dem GksmnmerlNlten die RODS, und von dsr Abstimmung als solchér. Mindéstens habs der Minister von Puttkamer nicht d'is klare Erklärung gegchn, die gkrade in disser Frage nockwckndig gSWLssn wäre. Bei der Beurtheilung des Gesammtverhaltens der Bcamten sOUTL die Wahl überhaupt nicht in Betracht kommen; das müsse man völlig ausscheiden, selbst wsnn man zugeben wolle, Daß die Agitation in Betracht gezogen werde. Der Ministsr
von Puttkamer habe heuxe wieder gesagt, einem Be- axntén , der die _wichttgstcn Grundsäße Der Rs: gterung nicht für r1cht1g halte, dem könne LL“ durch
eine Beförderung kein Vertrauon béweir'en, wsnn er seine oppositioneUe Gesinnung durch eine offenkundige That: sache _ und eine solche sei die Abstimmung _ bekUnde. Er halte das für einem Mißbrauch der stUJniffc der Régicrxmg. Der Minister habe heute nicht einmal erkärt, d(xß dis Weih- nachtsgratifikationen, die Remunßrationsn nicht?: mit dsr Sachs zu thUn hätten. Sei es nicht Ein offenbarer Mißbrauck, wenn diese Fonds zu Trinkgeldern benutzt würdeU für di-: politischsn Abstimmungen? Und ferncr, soUten nUr diejénigsn Beamten im Gehalt steigen, welche im Sixme des aUgenblick: lichen Ministers stimmten? WOM ferner der Ministsr stine Vsrseßungsbefugniffe, die er gLsLßlick) „im Jntcr-„ffe dss Dienstes“ aus-üven solle, so auxiiben, daß er für „Interesse des Dienstss“, „Interesse der Wahl“ sLYE? Was dann Tie Beförderung bctreffe, so glaube er. es sei nicht reinsr ZUfaU, daß seit der AmthfÜhrung des Justiz=Minist€rs Frikdberg kxin Landgerichth=Rath, der irgend mit dsr FortschrittsPartci vzr: wandte Gssinnungen habe, zum LandgerichtI-Tirsktor beför- dert sei. Für die Beförderung zUm Landg€richt§=2irskt0r müßte ganz aUein der Umstand maßskbsnd ssi", wie (in Richter öffenjliche Verhandlungen [LiTSZ vie kréksélbé sick) durch sein Dienstalter qualifizire, nicht aber, wis T-srsslbe sich 430- [irisch verhalte. Wie soUL es fsrncr mit 79111 aanzen HM: der Eisenbahn: und Postbeamtcn seén? Cixxmal hab? Mr Minister Maybach gesagt, die Eissnbahn fahre sozialistischcs Petroleum, nationallibkrales Oel und foxtschrittlichen Weizen; der Eisenbahnverwalfunq könne dis politische Stéllung OLLI Beamten ganz gleichgültig sein. Mit Recht! Solite man zu einem sozialistisckyen, nationalliberalen, konservativen Bahn- beamten wegen seines politischen Standpxmktes wenigc'r Vertrauen haben , daß dorselbe deshalb seinen Eisen- bahndienst gut Derschen werdc? Ebenso seien die Post- briefträger oder Postunterbsamten, und wärsn fie selbst sozia- listisch, deHhalb weniger vertrauensmsrth in Bezng auf dsn Dienst? Sei ein Unterbcamter, wenn derselbe selbst Frei- händlEr wäre, verdächtig, daß er dsshalb wenigér gcgsn dio Schmuggler einschreiten WEM? Wie viele Aeußerlichksiten erinnerten ihn doch an die Zsiten von 1855 bie; 1858! Der Minister sage: cstSer [mrjbaZ WILDE er den Mann, der scims Essinnung habe, befördern; den andern nicht. In Wirklich: keit werde man, wenn man von vier StsUen zwei mit [tberalcn Anwärtern besetzen müßte, damit das 68t81'j5 [)Ül'WUZ zutreffe, bald von dem 0619er parijZ absehen müssen und Konser- vative von gSringerer Omalifikation in die SteÜen €inrück€n lassen. Nach dM Worten dss Ministers kome nicht die wirkliche Tüchtigkeit im Amt, sondern die (Hesinmmg am msisten beim Beamten in Bstracht. Wie soÜe da der Staat noch seine Aufgabe? löstn, wenn dée Béamten nach der poli- tischen Gessinmnm, nicht nach dcr sachlichen Tüchtigksit, ans- gswälst würden? Die politi1che Gesinnung könne bskundst werden, es könne aber diese Bekundung anch nur Heuckxlsi ssin; man ziehe also damit ein clendes Und serviles Strober thum groß, Leuto, die nichts mehr arbeitktsn, sondern ber jeder Gelegenheit ihre Loyalität offenknndig bezeugten ,und damit vorwärts zu kommen dächten, während aUe tücht1gen MänUer und solche, die etwas auf fick) hielten, zurückgeschreckt würden, ob sie die Beamtenlaufchhn ergreifqn sollten, wegm sie nicht etwa der Meinung sLlEU, daß dre Geschixhte mcht mehr lange dauern könne. Die ganze Wahl werde mcht mehr eine Beurkundung der Gefinnung im Volke,_s0nderr_t e_mc Machtprobe, ob die Staathewalt stark genug fe1, die wxrklnhe Gesinnung und Ueberzeugung im Volke zu unterdrücken. Was das geheime oder öffentliche Wahlrecht anbelange, so habe Ycr Abg. von Minnigcrode erklärt, daß man auf semer Se1te mcht anf Abschaffung des geheimen Wahlrechts drängen one, das stche aber mit den heutigen Ausführyngcn des 'Abéfz vorx Zedlis in vollständigem Widerspruch. Dre konservgtwe artet scheine ihm heute in ihrer Anffas'sung des aUgememen Wabx- rechts einen voUständigen Rückzug angetrYten zu__haben. DLS Einwände der Freikonservativen und dxe Erklarungxn der Konservativen mackten auf den Minister gar keinen Emdruck. Derselbe bleibe kühl und mit Recht; wenn die Sache Ernst werde, und der Reichstag danach zusammengesetzt se1,',-dgs ge- heims Wahlrecht aufzuheben, dann „werde „du», Unterstußnng der Konservativen und Freikonservatwen mcht fehley, troß der heutigen Reden. Jm Lande wcrde,man durch d1e heyn- gen Erklärungen kaum vertrauenssekger- g'ewordxn, [em. Der Abg. von Zedliß habe damz _gemeint,_d1e s01a11ft1sche Partei sei älter als die Sozialpoltuk des Rexchxkgnz „ers. Dre Sozialdemokratie sei nicht älter als d'as'thstermm Bus- marck. 1863 habe die Bildung der sozmltsttschen Vartct he- gonnen und wenn Fürst Bismarck steh zaicht m1t Lassalle em- gelaffen hätte, so daß derselbe überall 1m Lande daxauf habe hinweisen können, so hätte die Bewegung damals bet, Wettem nicht die Ausdehnung gewonncm Damals habe, dte Takttk angefangen, die Sozialisten als wiUkommcne Verbünhete gegen den Fortschritt zu gebrauchen, mn ihn und das Vitrgertlxxm
von links anzugreifen. Man habe die Sozialisten gerufen, obne fich dabei klar zu werden, daß man die Geister nicht so leicht wieder loswerden könne. Das Spiel mit Volizeisozialisten habe damals in Berlin bsgonnen und sei nachher fortgeseßt. D_ie Art und Weise, wie die Sozialpolitik angegriffen sei, die uterlosen Versprechungen seien geeignet, sozialistische Propa-
ganda _zu machen. Das Vortrauen auf den Staat und ferne Hülse sei ebensaUs gcmeinsam. Der Abg.
1301! Zedli15_ meme, in Berlin wien Die Sozialisten eine Rßxormpartetßeworden, das sei die Frucht dos Soxialisten- exqßes. Kr1t1k und Agitation aegm Dcn Berliner Magistrat che,!pe dem Abg. vorx Zedliß Reform zu bSOeUtLU; diesxlbe Krmk gxgeg das Ministerium gewendet,“ wär? aber Rsvolution, ugatßgemhrltch, Gefährdung der öffenxlrchen Oronung. Wenn d1e Anschauung des Abg. von Zedlitz richtig ssi, Dann seien JUL Béxtcbte Yes Ministers von Puttkamer an dcn RLicthag uber dxe Berlmer Soz_iald2mokrati€ falsch, denn man werde dock) Utcht glaubcn, dak; innerhalb vier Wqckysn diesozialistische Partxr chr€n Charakter ändern werde. Wenn dcr Abg. oon ZedUß Mcht hab?, dann müßte der kléine leagermchzustand m_ BerlmUZUfgehobetx werden, den seine Partsi (DLZ Zésdners) msmal-Z _7ur' géxrechtxertigt gkhalten hab?. Zsi BTL Sozial- dLMQÜÜtLL ems Reyrmpqrtei, dann vcrzicÖte man an 'Die Yerlxngxrtzyg dees ;ozzaltjtsngyscßeH. chn die Reckzte aber d1€3051911nen ach Reformer schildere und daS Sozialiftsn- ge1_€H _anxrscht erkZalte,_ dann bringe sie sich in dsn Verdacht, Dax; "_ne das GEW m eme Reihe diskréxionärsr Befxmmiffß („111110an one, 1112 mangn'panLn oder nicht a::wottdsn könns, 12 71achd€1n _es dle PartUpletrk oder die Wahltaktik crforQere. erram nahm dsr Stuath-Minister von Puttkamer
das Wort:
_Me_in€ Herren,vdie Akußkrunzen dcs Hrn. Abg. Frkrn. ron ZFUW Ukcr T_ie Sozxaldsmofraxic und dax? Vsrbältmiß ksr FyrtssbriTtS- parks! zu dryelkcn ]chöinsn dsm Hrn. Abg. ?)iiIctcr dych schr unan- JMÜ'M g(xpxyen zu jeln, da er mit so ungcmkinkmEifer am Sckxwüe 1emxr'AuÉs'ubrungen dagegsn roletnißrt. Ich für Mine Pcrson babe na111r11ch n_1_cht dcn Beruf und das Rkcht, in die JJ'TsinUMMrWie- ksnher ';wmchen den beidsn Hsrren cimntrkten, aksr ich glaubs, ick) dars Uni,]; _AéUßékUU'sxkn des Herrn Abgeordneten, MM“? er an diese Frag? kasxé und dre allgemeiner Natur waren, koch nik,? UKLlÖktékt Und UUindxr'vrockgxn laffkn.
_ Tat; !xlhstverxtändliÖ die Véöauxtxma hunt? bi-Jr wicdcrkekyrkn trUzdk,“ LF» 12: mit unglaichm Maße getnkffen in lsxxtsr Zei? in Bézag aus 1:12 Handkabung des Sozialistengesekcs, man babe dcr Arkcitcr- yaxtcx kat TSU leßtcn Berlinkr Kommunalwablcn aas t?nde'nxiösen R;:(kmcbxcn Us ansl Wießcn [Men, WäbkMd man ankskersciII ße fsxthlxaltMFÜe, das Yat mich nicht überrascht; dünn ich bin Es ße- W'mx, 31; _man mi: ubcrxchnden Gründen auf jon? Seite (links) emzuwwkcxx WDF, UNT kat"; es doch nichts nützt. Absr ick) will du:";UYD p::cker' 61.271»?! a;:zdräskliÖ konsta1irsn, daß, sobald Hr. Rikbter :p) drs 911737117273 stk-e Tsr Wirksamkeit und Notbwexdigkeit ch Sozia- li'tcngccha-F- kxmrxxt, 2x ixpxxwr nuraUgömeinc Rédön'enrungen UND Niemals xis kc'UmmrM k.“:ékxskéx: BekxitanUngkndcs (Hssches vor Augen bak_ der- 1€iks Fslélér, k'ék nexlrÉ _QUÖ kkarn. Abg. Dr. Virchow rassirte. Das ist ja für diL R(IlLrUng ;“:WLUT irrelevant, welche vcrschleicrtcn Akficbtcn o_kkr Strömyngsn hier in Bcrlin Odc'r in anderen Stäkten auf dsm GebiUchrjozialdcmoxrmisckch B(chung svielen Oker nicbt spialm, “cke Rczterxwg Hat ein.?ach die ihr durch Essex; aufsechtc PMW zu crfÜUsn, cm dcn äUßcrcn Merkmalen, die di? sozialdcmofratisévc Berrchmg zU TMZ fördert, zu msffen, ob disse fick) in einer Formnnd Gcstalt in di? Oeffentlicbkcitwagt, Welche dix: Staats- und Gef.!lskoasts- ordmmg 511 unterarabcn [md umzustürzen gsciam't find. Und ich wiederhole außdrücklich, Nismand und am Wenigstcn die chieruxrg, hat das z*eÖt, derjenigcn Bechung, Welche hier bci Ur [exten kommmmlen Bchgung von Seiten der Arbeiter bctrisbsn ist und Welckc [cdiglicb darauf gcrichtct war, einzelne konkrete Forderungen in Bczng auf ihre besondcren Interessen binfichtlich dcs Kommunal- MscnS durchzuschcn _Nictnand Hat das Recht, sage ick), sw in deren Verfolgung irFMDWZL zu beschränken. „Hätte die Regierung die?; gethan, so Hätte fie fich cines Rechtsbruchs sch11[dig acxnacht, und ich fordere dcn Abg. Richter auf, fick) darübkr zu crklärcn, ob er acsonnen ist, dcr ?,)TMierung eincn Vorwurf daraus zu macben, dus; fie in dieser Weise objc'ktiv und Pflicbtgcmäs; in der Handhabung des Sozialisten- gcscxxes verfahren ist. Nun sagt er noch in Bezug auf 'das Ver- hältnis; dcs Fürsten Bißmarck zur Sozialdemokratic: Wenn er nicht in 17911 scchSziger Jahren in einc so vcrdäckztigc Liaison mit LaffaÜe gctrctsn wärs, so würde die sozial- dcmokrntische Bewegung gar nicht im Stande gcwcscn skill, fo grkße Dimenüonen anzunebman. Meine Herren, wie klciU dcnkt cr übcr die Entwickklung dieser Vkrbältniffe! Nein, _das Erscbcincn dc: Sozialdemokratie auf dcr politischen Bühne ist cin Ereignis; von Welthistoriscber Bedeutung, und das wird dar Ab,1.Ri_chter mit; 1eir1cm _ gestatten Sieden AUIdruck _ kümrmrlichkn Foxt1chri_tjswidcrstand nicht aus dsr Welt schaffsn, dazu gehört das ankwcgungwxzcn anderer Kräfte. Was soll es demgechtübsr bedeuten, wcmx „der_A'bg. RWK sagt, man wolle A(les im Stagte absorbircn, dre Wzmkpoxtttyxbe Bcwégung sokle an die StaatSornmpotenz gehunpkn werdcn, wahrend die frei: Bewegung, wie sie die Fortjchrtßté-partci WSUS, Fus cinzigc' Heilmittel sei? In einem Aygcnblick, wo yicht nur DMW- land, sondern alle anderen europäischen Kontinentalstaatm _ [ck vcr- m'ise nur auf Oesterreich unp seine jüngste Vorlage eincs Unxallvcr- ficherungsacscch _ fich unt der Ueberzeugung durchdrungen_babep„ daß eine Ver1öhnung dvr in Frag.“ kommenden Interessen, :ck jmll wieder cinmal sagen des vicrtcn Standes, dknn das ist die beste K“ol[cktivbezcichnung hierfür, mit den staanchcn Einrichtungsn in kciner anderen Weise möglich sei, als durch oraanißkbe Rsformcn _ kommt der Abg. Rickxter mit seinen _verzeiben Sie mir dcn Ausdruck _ mik seinen sckßon aus dem Reékhstage [)Ck bekannten abn'kstandcncn Redensarten Über das (Hehenlaffen auf dem wirtbschaftspolixtschkn (He- bicte, das WM im Stande sei, die sozialxn Schäde_n zu betlcn. Nem, Fr. Abg. Richter ist auf diesem Weae me auf m_elcn andßrcn Ge- ieten auf einem starken Irrwege. Er hat es umlanaft sclwt (1ng;- sproÖen _ dic Fortsäyrittsparkei, set der etgentléÖe Hemm1chxch fur die WeiterNrbrcüung ker: Sozialdemokratie; an die Fortxcjorixtso partei müsse man s1ch anskhließcn, wenn man Wolle, daß die Costa!- dcmokratie nicht weiter um “Zub greife.“ Ja, Mine Herren, dqß Ste wirtbscbaftlich die Gognkr der Syztaldtemokcatie sipd, dasnt uns längst bekannt. Sie sind es nur m etnec Form, m Wläyer Neben vielem Richtigen sehr viel Falsches und Uuwahreß durcbcmandc'r gc- mengt ist. Ick Werde mich Wahrlich nicht auf den Standpunkt serxn, daß ich die wirtbscloastiiäycn Foxderungeu der SozxaldexnoYrattc mx Aügemcincn mir zu EMM mache. Aber, daß die _Forjxchrtttßparter _ lassen Sie es m'nb bret wohlbedacbt auNYLJLÖM _„den gesunden Kern, dcr in manch Theilen dcr sozxaldxmokramchcn Forderungen steckt, soweit fie nicbszuglciab mit ts_vvlutwnarcn Umsturz- bestrcbungcn vcrquickt sind, nicht nur todtzuscbwctgcn futh, sondern mzr aUen Künsten der Polemik x,y. unterdrücken byftrcbt nt. das ist um längst bekannt. Abcr damix kommen wir (m_f dcxn Wege der 5Pe- mübungcn, eine wirkliche Gesundung in uxthrc 1oztalen'Verbalt- nisse zu bringen, nicht einen Schritt vorwarts xznd die Fort- schrittspartei darf fick) allerdings rübtxtcn, an dtesexn Prozeffa dcr sozialpolüischcn Gesundung, den ch'terung und Natron 1cßt89e- meinschaftlich in die Hand gcnommey, mcbt den aÜermindßsterZ Un- tbeil zu haben. In politischer Beziehung ferner _ kas tft «zbnen schon oft gesamt worden, icb wia es abcr wiederholen _ find Sie in der bedenklichsten Weise die Voxarbeitcr d_er Sozicxldemokranu.
Meine Herren! Ich könnte chs ja noch Milek ZUÖfubren- M"" ick) in einer sehr polemisckpen Stimmung beute ware._ Ich Könnte. Ihnen vorhalten, daß Ihre Bestrcbyngcn, Ihre wesentltcbe Emwir- kung auf unsere politischen Verhältmffe faktucb darauf hinauslaufen,
dcm Staathefüge das feste Fundament und dk: festeBafiS aUmählich