1904 / 179 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 01 Aug 1904 18:00:01 GMT) scan diff

Krammetsv" el , Schuepfen, „Trappen, BMWi „Wiel- nige MaRchY, Adler (Steuy, Sey; F , .; [WM. Schreiadler), wüde S wäne, wilde _Gause, wilde Enten, axle anderen Sumpf- und affervögel mit AZSnahme der grauen Reiher, der Störche, der Taucher, der Sager, der Kormorane

und der Bleßhühner. § __

. 't der d u vers onen*find: _ - YZ! männJlxiacJeszElchwi vom 1. O_ktober bis 31. August, 2x weibliches Elcbwild und Elchkalber das ganze Jahr . d _ _ _ hm "Y männliches Rot- und Damwild vom 1. Marz bis . l', _ _ _ 31 314; weibliches Rotwild, weibliches Dawwrld somie Kalber von Rot- und Damwild vom 1. Februar bis 15. Oktober, 5) Rebböcke voni 1. Januar bis 15. Mai, 6) weibliches Rehwild und Rehkalber vom 1. Januar bis 31. Oktober, _ 7) Dachse, vom 1. Januar bis 31. August, 8) Biber vom 1. Dezember b_1s 30. September, 9 Hasen vom 16. Januar_bi_s 30. September, 103 AuerZähne vom 1. Juni bis 30. November, 11) Auer cnnen vom 1. Februar _bis 30. “November€ _ 12) Birk-, Hasel: und Fasanenhabne vom 1. Zum bis . tember, 15 FF), Birk, Hasel: und Fasanenbennen vom 1. Februar is 15. Se tember, _ _ _ b 14) Rpebhübner, Wachteln und 1chotiische Moorhuhner vom 1." Dezember bis 31. August,_ _ _ 15) Wilde Enten vom 1. Miirz _bis 30. Ju_m, 16) Schnepfen vom 16-«_A_prtl_ bis 30. Zum, 17) Truppen vom 1. April ["S 31. Aygust, _ _ 18 wilde Schwäne, Kraniche, Brachvogcl, Wachtelk0mge und a e anderen jagdbaren Sumpf: mid _Waffervogxl mit Ausnahme der wilden Gänse dow 1. Maibis 30. Zum, __ 19) Drosseln (Kcammetsvogel) vom 1. Januar bis . “' embe. _ 20 Ji?t im borftehenden als AnF-angs: und Endiermme der Schonzeiten bezeichneten Tage geboren ziir S_ckzonzeit. _ _ Beim E,Lch-, Rot:, Dam: und Nebwrld gilt das Jungwild als Kalb bis einschließlich zum leßten Tage des auf die Geburt 1 d ebruars. _ fo get-Éxcfxftébende Vorschriften über Schonßeitexi finden_auf_ das augen oder Erlegen von Wild in einge rtedigten Wildgarten

eine Anwendung. _ F 3.

A s Rückfi ten der Landeskultur oder der Jagdpfiege kann dLeLr MinistFr) für Landwirtschafi, Dbmanqn und Forstrn den Abschuß weiblichen Elchwrldes fur die Zeit vom 16. bis

. tember „estatten. . _ 30 ZFS denseclxben Grünben konnen durch Beschluß des

' s us u es _ _ _ Bezirer dx?) Islsnfang und der Schluß der Schonzeucn fur die

in § 2 unter 12 bis 14 genimnien Wildarwn urid

der Schluß der Schonzeit fur R;!)bocke anderweit,

jedoch nicht über 14 Tage vor Wk] nach den dort bestimmten Zeitpunkten festZxsi-ßt, "Z" s .;

"lt 1"- L_)!" 13. Ps End_e_____der____Scl)€0_1_1F__mber em

(5. ie Schonzeiten fiir Dachse und wixde Entxn ein; qeschränkt oder gänzlich aufgkboben 10w1e fur Nek)- kälder und Biber verlängert oder auf das ganze Jahr

auSgedebnt wcrden, _

Die hisrnack) zulämgk Abändcxung bdrr Aufbxbuxig der Schonzeiten darf für den ganzsb Umxang 0der_xmr _surxmzclne Teile des Regierungsbezirks, die Ababbkrung _sur die emzelnrzi Teile desseibrn Regierungsbezirks M ver1chirden€r W811? erfolgen. _ * __ _ _ _

Der Beichliiß zu 3 kann nur fur die Dauer eines Jahres

gefaßt werdsn. _ __

x .

Das Aufsteürn von Schlingen, in denen sich jagdbarr “Tiere oder Kaninchen fangen kÖUUM,_1st vcrbotm.

Unter disses Vrrboi fällt nicht die Ausübunq des Dolmen: kriegs mittels bochbängendkr Dbbnen. Die Art der Ausübirng des T*bbneniiiegs kann durch den Régierungsprafidkntcn im Wege der Volizkivcrbrdnung Feregeli wcrden.

"ck €).

Kirbiiz- imb Mbvcneirr dürfen nur bis 30. April cin- schließlich rincgesammeit wrrdrii. _ __ _ _ _

Turck) Beschluß des VLJLTkÖQUS]_chUULs farm dikixr TSMM bis zum 10. April ?inschlicßliri) Y_UkUckVLkli'Jt Odkr fUr Möven- eier bis zum 1.5. Juni einichließiick) vcrlängeri werdeii.

Das *Sammsln drr Kicbiß: urid Mboencikr darf von auberen Personen als dem JggdberechtiZteti mir in _drsien Be: leitung oder mit dsiien schrirtbch krtciiirr Eriaubms, welche

er Sammelndc bei sich zu fibreu U?U- VOkganMMSU wrrdkn.

Eirr oder Junge von andkrem )agdbaren Federwiid aus: zunrbmxn, ist auch der Jagdbrrerbiigte _nichi befugt,_ mit Aus: uahme derjenigen Eirr, welche_ ausgebrutet werd_8_r_i 101161]. _

Zum Auswbmen von Eiern, weiche zu wrnemchasrlicbcn oder zu Lebrzwecken benußt wxrden sollen, bedarf es der Ge- nehmigung der Zagdpolizribebxrde.

.).

Vom Bsginn bes iünfzrbbien Tages der fiir eine Wiidari festg-eskßien Schonzeit bis zu dercn Ablauf in es bkrbbien, derarriaes Wild in ganzen Stückkw oder zerlegt, aber Nicht um Genuss irrtig zubereitet, in dem1eriigen Bezirk, fÜr welchen die Schonzeit gilt, zu versrndrn, zum Verkauf berumzutraqen oder auszusteben ober fei ubieteti, zu verfarifen, anzukaufcn, oder deri Verkauf von 101 em Wrid zu _vermirtekn. _

Vorstehenden Bksrbränkungen unterbxgt nicht der Vertrieb einzelner Arten von Wild aus Küblbämern, wenn er_ rmter Konirolle nach Maßgabe der von den zuständigen_Mrnistern zu erlafienden Brftimmungen ftatinndrt. Die Kosten der Kontrolle fallen dkn Inhabern der Küblhäuser zur Last und können in Form einer Gebühr nach Tarifen erhoben werden.

Ferner dürfen Ausnahmen, wenn es sieh um die Ver: sendung, den Verkauf, den Ankauf und die VerkaufSUermitier- [ung von lebendem Wild zum Zwecke der Biuiauffrzschung oder Einführung einer Wildart handelt, durch den fur den Empfangswt zuständigen RegierungSprasidrnten gestattet werden.

Die Bestimmungen des ersten Absaßes finden auf Kiebiß- und Möveneier mtsprechende§21?wendung.

Vom Beginne des fünfzekbnien WZB der für das weibliche fich; Rot;, Dam- und Re rvild fe geseßten Schonzeiten bis

!

"** “JZ

_ _; erboten, u

“ist, zu versenden, zum Verkaufe'her'um: [len oder feilzubieten, _zu verkaufen, an- erkauf von solchem Wilde zu vermitteln.

.und 7 finden auf Wild keine

trafverfabren in Veschlag genomriÄen n-

Siih ' u zutra en 0 zukau n oder den_

Die Vorschri _ _ Anwendung, wel deesr tmlS d ' «' o en 0 we " er emg z “ständigen Behör _ denen esondere gesehliche Vorschrrften es

M' Kir jedoch solches

rkaufe herumträgt der den Verkauf

r* _ ' der auszu

(bes mit Genehmigung oder au_f _ ällen erlegt ist, m gestatten 19

Wild in ganzen Stücken oder zerlegt oder aussteljt oder feil- von solchem Wilde ver: befriftctrn Bescheinigung der Orts- g dcs Landrats eindx(Guts-)

de oder in F

versendet, zum Be bietet, verkauft, _o _ muß mit einer _ _ örde oderdes von ihr mrt Genehmigun einer solchen ermächtigten Gem

ck dieQ 5?escheinigung vorzeigen lassen.

Die Versendung von Wild darf nur untsr Beifügung eines Ursprungsß einS erfolgen.

Die nähxren _ oder dem RegierungSprasi erlassen; h1_erb_ scheins bezugli stattet werden.

Die Voxschrifieir “der welches in eingefnedigten Anwendung.

orftebers ve ehen sein. Der Käu er muß

ei können von

_ 1

Der Bezirköausschuß ist bksu

Ne ierungsbezirks_oder ni t jagdbarenV elz bestimmung des_§ Z von Vogeln, vom_ S. 111) dauernd oder voruberYbsnd

Der Beschluß des Bezirksaus §§ 3, 5 und 11 endgültig.

Mit den nachstehenden Gcldstrafxn wird beßraft, wrr während der Schonzeit eriegt odk'r cmfangt: 1) ein Stuck Elchwild . . 2) ein Stück'RoiMld . 3) ein Stück Dammrld 4 einen Biber . . ““““-“7494: ' eins Trappe, einen

*fcn, ein Stück Birk- Schnepfe oder einen iisches Moorhuhn, eine Ente, „einexx Kranich, [Honig oder umpf- oder 9) eine Drossel (&1...x.met§vogel) . Sind mildernde Umstände vorhanden, strafe in den FäÜen 1 bis 4 hi 5 „E, in den Fäüen 7 bis 9 ermäßigt werdcn.

Vri Einführung oder heimischer Wildartcn k stimmung getroffen wrr srßunq von Scho Strafen bei Verch

ZLIYYT

s auf 15 „W.,

nzcitrxi für

eine Schonzsii rwr! als wie sie nacb ZZ“ werden. Das S*)[LLÖL bndet _ _ die Zchonzeiteti desbalb nicht gelten, weil es fick) 1 digten Wildgärten befindet.

Uwiderbandlung inzirhung der S

Bei einer Geidstrafc dic Unterschied, 0

Mit Geldstrrrir» bis zu 150 „47: wird Vorschriften der §§ 6, 7 und 8 oder M“!)enerkr V0!“ fieÜt oder feilbieirt, vkrkauft, ankunft oder den solchem Wild (Eirrn)

Hat der Täter kaerbs- so ist Eine Geldstrafe“ 0

Neben der Geidirra _ _ _ handlung bildende Wild (die Kiebi : zrxzicbsn ohne Unirrfrhied, oder nicht; von der Einziehim der Ankauf nur zum eigenkn

An die Stelle einer na M'dßgabeder vorstehenden Be: stimmun, en u verbängenden, nicht beitreibb a e nach Maßgabe der §§ 28 und

_mdet, zum Vkr aufe herumirä vermittelt. _ oder gewobnheiismäßig gehandeLi, on nicht unter 30 „44 zu verhängerz. fe ist das den Gegenstand der Zuwrder: und Möveneier) em- chuldige Eigentümer ist kann abgesehen werden, wenn erbrauche geschehen ist“.

tritt Ha tstr Strafgeseßbuchs.

Für die Gekdftrafe und die Kosten, verurteilt werden, welche unter der Gewa Dienste eines anderer: stehen und zu dessen Hausgenossew Ue des Unvermogews der war unabhängiZ Grun

zu denen it, der Aufsicht oder

schaft gehören,_“ist le Verurteilten fur haft von der etwai en Strafe, zu welcher er elbst an 361 u 9 des Strafgeießbizchs _ver: die Tat nicht mit seinem

r im at zu erkiYea, und _ dieses Geseßes 0 _er des § urteilt wird. Wird fest eßellt, _ _ Wissen verübt ist, oder er ße nicht verhindern konnte, so wird die Haftbarfeit michi außgesprocben

Hat der Täter noch mißt das. zw 0 wird derxemge, welcher m

mmungen , z als unmittelbar hafi Täter zwar das zwi)

60 30

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5

2

§ 15. _ Mit Geldstrafc bis zu 150 „14 wird bestraft, wer: 1) innerhalb drr Sch0nzcit_au Tiere die Ja d avsübt, ohne sie z orschriftcn drs § 4 u denen 'agdbare Tixrs odér anin Zyt m den Schlingen Wzid gksckzrikben ist, 0 _ _ 13 und 14 angedroht ist, _m _ Anwendung auf Wild, fur_welch_es n eingestie-

ersonen

: Rot;, Dany. Üeht Ant

den von dem Oberpräfidenten denten im Wege der Polizeiverordnung dem Erfordernisse des Ursprungs- ch einzelner kleincrer Wildartcn AuSnabmen 92--

d . 6 bis 9 finden auch auf Wi_ld, ldgärtcn erlegt oder gefangen ist,

gt, für den Umfang dss ganzen Teile des leßieren diexenigen u bezeichnen, _an welche 1 des Reichsgoießes, _ 22. März 1888 (Reichsgcseßbl. Anwendung finden darf.

die AUSnahme- betreffend den

schuffcs ist in den Fällen der

. 1.30 ..ck, . 150 . 100 . 100

“fo. karin-die (Heid- 5 und 6 bis a_u"f bis auf 1 .“: für ]edes Stuck

inwanderung bisher nicht ein:

durch Königliche Verordnurig Bx- den über ihre Jagdbarkeit, die Fekt- fie und die Aydrohuug VNL img der festgesetzten Schonzeiten.

f die durch diese geschüßten u erlegen oder einzufangen, widcr Schlingen stellt, in en sick) fangen kötznen. cfangen worden,_fur welches darf eine niedri ere Strafe, t verhängt

egen den § 4 ist xieben der [ingen auszusprechen, ohne b sir drm Schuldian gehören oder nicht.

' 1

bestraft: wer den Wild oder Klews: t oder aus: erkauf von

aren Geldstrafe 29 des Reichs-

örßé Jensjabc VJÜMW

Gemäßhelt vorstehen_. _ en - Zakk: ber Geldstrafe mid „der Kosten :?,Éilt. Asselbe

_ lt, wann. der lfte, aber noch nieht das a txehnie Lebens-

gen Mangels der zur Erkenntnis forderlichen Einsicht freizusprechen freie Willensbestuu-

;jahr vollendet „hatte und wo 'der Strafbarkeit seiner Tat er“ ist oder wenn mung mwsch

wegen eines seine 'eßeikid'sen Zustands straffrei bleibt. die in Gemäßheit der_ vorst als haftbar Erklxirtew tritt an die Sie Freiheitsstrafe nicht em.

Alle dem gegenwärtig en treten außer Kra

e enden Bestimmungen e der Geldstrafe eme

en Gesch entgegenstehenden B- ft, insbesondere § 24 Titel M wrdnung für Ostpreußen und Litauen vom 3. De- .Hannoverschen Iagdordmzng vont annoversche Gesexzfammlung ] Seite 159). e in den einzelnen Landesteilen um des Erlegens von bestehen, werden durch

zember 1775 und 11. März 1859 _ Die Befugnisse, welch _ Schuße gegen W11dschaden_m betre_ auch während _der Schonzeit geseßli dieses (Heseßwcht geandert. _ In denzenigen Landesteilen, und Möveneier einzusammeln, berechtigten bei dem In rafttreten verträge von dessen Bestimmungen unberuhrt. unter Unserer und beigedru tem Königlichen .

Gegeben Aalesund an Bord M. J. „Hohenzollern“, den

Will) elm.

Graf von Posadowskn. Podbielski. von Einem.

in denen das Recht, Kiebis- anderen Personen als den ses Recht bis zum Ablaufs er dieses Geseßes bxstehenden Jagdpachb-

bleibt die _czenbändigen Unterschrift

14. Juli 1904.

(HrafvonBülow. Schönstrdt. Freiherr von Rheinbabezi. Freiherr von Hammerstein. Mailer.

Ministerium der geistlichen, Unierrichts: Medizinalangelegenheiten.

Dem Oberlehrer Weber an der städtischen Mädchenschule in Potsdam un uste ViktormSchule _ und _ rerinnen-Bildungsanjtalt m S

b den Oberle rern der damit verbundenen tettinDr.Heiden- Professor“ beigelegt worden.

Kaiserin Au städti1chen Le _ _ _ hain und I an g ist das Pradikat

Finanzministerium.

- rooinzialsteuerdirektion in Münster inanzminiftermm,

adcwiq in S [ Kreiskasse in Apen-

Der Sekretär bri der Gibs ist zum Geheimen

der Regierun shauptkaffenbrzckxhaiter ter bei der Komglichen

egistrator im

wig zum Rentmei

ekretär Kunze in Arnsberg zum Rent-

der chierun ss _ _ lichen Kreiskasse m Tamowrß ernannt

meister bei - der

Ministerium für Handel und Gewerbe.

r. Schnabel in Posen ist m ts für Arbeizxer en ernannt worden. . _ _ _ __

ierungsrat Dr. "u

skellvertrete Vorfißenden es Schiengerich

versicherung Regierungsbezirk Pos

Angekoinmen:

Seine Exzellenz der Präsident des Reickjsbgnkdirékkoriuns, Wirkliche Geöeime Nat Dr. Koch, von der Dienstreise;

der Direktor im Reichsschaßamt Twele', vom Urlaub.

Yiehtamtliäjes. Deutsches Reich.

_ Preußen. Berlin, 1._Auguft. Seine Majestät der Kaiser "und König nalnimt des Vertreters des Au;-

in Molde den Vortrag _ _ Amts, Gesandten von Txchirschky und Bögeudorff

Der Staatssekretär des Auswärtigen Amts Freiherr von Richthofen hat einen Urlaub an während desselben durch dxn Unterstaats ekretär, Wirklichen Geheimen Rat Dr. von Mahlberg vertreten.

Präsident des Königlich preußischen Statistischen Bureaus Blenck ist vom Urlaub zurückgekehrt.

Der Obermilitäranwalt beim Reichsmilitärgericht Freiherr von Pechmann ist mit Urlaub nach Thüringen abgereiß.

Der Königlich württembergische Gesandte Freiherr von . Varnbüler hat Berlin verlassen.

etreten und wird

Laut Meldung des „W. TB.“ smd das 1. Ge chrvader urid S. M. S. „Bliß“ am 29. Juli in Molde ( orwegen) wo an demselben Tage auch S. M. Jacht „Hohen- S. M. S. „Hamburg“ und S. _, ankamen, und gehen am 6. August von

eingetroffen, zollern“, _ boot „Sleipnxr“ dori nach Kiel in

M. Torpedo-

schwader und die 1. Torpedoboots: en eingetroffen, gehen am

lottille nd am 29. Juli in Berg f ü . August“ von dort nach

3. August nach Balholm und am 6 Kiel in See. _ _ _ M. S. „Fürst Viamarck“ ist mit dem Chef des Juli in Tsingiau an- t am 3. August von dort nach chhrfu in See.

zer'geschwaders an Bord am 30,

ekommen und g Fluß anonenboot „Vaterland“ ist am 29. Juli

in Hankau am Yangtse eingetroffen und geht am 2. Augiist ist von Tschémulpo "nach Tschifu

_ ist mit den ab elö en Qe- en der Schiffe des Kreuzerges wa ers “ax Port Smd angekommen und hat am ZX). Juke die 'se nach Bremerhaven fortgeseßt.

von dort wieder ab. S.M.S. „Seeadler“

'n See : DergeYainpfer „Main“

Deutsche Kolonien.

Ein aus Deutsch-Südwestqfrika (infolge von Ver- fdtx'tsmmelung verspätet) in Berlin eingegangenes Telegramm

Generalleutnants von Trotha vom 26. Juli _meldet dem ,W. T. B.“ zufolge: Die Lage am Waterberg ist unverän- dert. Hamakari, Otjikaru und Omuweroumue smd stark beseßt, Viehposten befinden fich zwischeii Osondjache und Omuwerouznue und südlich von Otjenga. Die Abteilung Fiedler erreichte am 21. Juli die Geaend von Otxiwarongo und Orupempa- ram und klärt in der Richiung au_fOt1enga auf. Das Detgche: ment Volkmann steht bei Otawr und bedbachtet nach Suden

egen Waterberg, nach Norden gegen oais, wo der Owambo-

apitän Nechale Kriegsleute bersammet hält. Die Abteilung sstorff steht noch bei Otxahewita und bat die Verbin- dung mit Volkmann hergestellt, der ihr Mais und Schluck)? viel) von Grootfontein axis usandte. Die Abteilung eyde befindet sich bei Ombuxo: akune; die Abteilung üller marfchierte der Weide- und WaRrverbäliniffe wegen nach Erindi:On oahere. Zwischcn den bteilungen Muller, eyde und Estor besteht gesicherte Verbindun . Boni 2._ Fel regi- ment ist die 2. Kompagnie im Marsch au? Konjatt, die 3. Kom: pagnie folgt ihr; das 2. BatailLon und die 7. Batterie haben mit der vorderstrn StaffelKaribib erreicht. Die _nach Naidaus bestimmte Kompagnie wird _versiärkt, Führer ist der Ober- leutnant Graf von Brockdorft. Das Hauptquartier wird in den nächsten Tagen zur Abteilung Müller vorgeben.

Nach einer weiteren amtlichen Mrldung it der Unter- offi ier Ferdinand Riecke aus Heinrichs, Kreis Sch1eu|nge1i (T ürin cn), früher im Eisenbabnregiment Nr. 2, m_n 30. Juli in Otjo ondu am Typhus estorben. Der Reiter _Adol; Borschke aus Schibliß, Kreis anzig, ist am 24. Juli an Patrouille verirrt; Nachforschungen blieben erfolglos, wahr- scheinlich ist er umgekommen.

Oesterreich-Ungaru.

Das at'nerikanische Geschwader, das seit dem 25. b. M. in Fiume lag, ist, wie „W. T. B.“ berichtet, am Sonnabend nachmittag nach Korfu abgegangen.

Großbritannien und Irland.

In einer Rede, die der Staatssekretär für. die Kolonien Lyttelton am Sonnabend in Lcamingion bielt, sagte er, dem „W. T. B.“ zufolge: obgleich es die Pflicht der Minister sei, Leben, Eigentum und Freiheit der Briten zu Küssen, müßten sie bei Unterhandlungen mit einer fremden

acht dieser den Wunsch zuschreiben, gegen England in fried- li em Geiste zu handeln, und alle Vorstellungen, die Englgnd er ebe, müßten daher in einer Sprache gehalten sein, die ]ene Macht nicht in ihrer Ehre berühre.

Frankreich.

*Das „Journal officiel“ veröffentlicht, wie dem „W.T.B.“ „berichtet wird, de_n zwischen der französischen Regierung und dem Päpstlichen Stuhle gepflogenen Schriftwechsel, betreffend die Bischöfe von Laval und _von Dijon. Darunter befindet sich ein Brief _des Ministerpräsidenten “Combes, in dem dieser dem Minister des AuSwärticZen Delcas s (“3 Mitieilung davon macht, daß der ste Ministerrat die zur Wahrung der Würde der Re;

ierun nötigen Maßregeln besprechen werde. Er betont ie n orrektheit des Briefes des Kardinals Vannutelli an den ischof von Laval, durch den dieser den Bischof unter AnerKun der Enthebung vom Amt nach Rom berufen habe. Der iniFterpräsidcnt legt dann dar, daß dieser Befehl und diese Drohung erneuert worden seien. Er ist der Ansicht, daß diese Treibereien darauf abgezielt hätten, die Regierung zu provozieren und eine Kündigun des Konkordats herbei- zuführen, und gibt den Entsrblu kund, die Beziehungen zum Päpstlichen Stuhls abzubrechen, wenn die Briefe mcht urückgezogen würden. Der Schriftwechsel enthält ferner ein

legramm des Ministers des Auswärtigen Delcassé an den französischen Geschäftsträger beim Vatikan, in dem er ihn i_mt der Ueberreichung einer Note beauftragt, in der er dem'Kardinalstaatssekretär mitteilt, daß Frankreich sich entschloßen'habe, wenn der Päpstliche Stuhl die ohne Wissen Frankreichs vorgenommenen Akte aufrechterhalte, die Be- ziehungen abzubrechen, da fie nack) dem Willen des Päpstlichen Stuhles gegenstandslos seien; der Minister fügte hinzu: „Wir betrachten die Mission des apostolischen Nuntius als beendet.“

Der Nuntius Lorenzelli ist am Sonnabendabend 105/4 Uhr, v_0r_i einem Sekretär begleitet, nach Rom abgereist.

Der Ministerpräsideni Combes hat in einem Schreiben an den Bischof von Dijon diesem erklärt, er habe eine schwere Verle ung des Konkordats began en, indem er seine Diözese ohne laubnis der Regierung ver affen habe, und ihm die Sperrung seines Gehalts von dem Tage seiner Abreise ab

angekündigt.

Der Bischof von Laval ift gestern_in Paris ein- geterfen und vom Direktor des Kultusministermms empfangen wor en.

_ Gestern haben dieNeuwablen für die nach Ablauf von drei Jahren ausscheidende Hälfte der Mitglieder der Generalräte stattgefunden. Bis heute morgen waren von den 1442 Wahlen 866 Ergebnisse bekannt. Gewählt wurden 541 rebublikanische Ministerieue, 189 republikanische Anti- mtntfterelle und 81 Konkervative; außerdem sind bis jeßt 55 S_ttchwahlen erforderlch. Die Ministeriellen gewannen 64 Si e _und verloren 25. Unter den (Schlien befinden sich der imsterpriistdent Combes und die inister Mougeot, André:, Maruéxouls und Vans.

Rußland.

Der Kaiser und die Kaiserin haben, wie dem „W. T. _B.“ aus St. Petersburg berichtet wird, der Witwe des Ministersvbn Plehwe telegraphisck) Allerhöchstihr auf- richtiges Mit efuhl bei dem „schweren, unerwarteten Kummer, der ste betro en, ausgesprochen.

Gestern_ fand in Anwesxn it des Kaisers, der verwit- weten Kaiserin, des-G'r'o' 'fürstén-Tbron olgers, der in St.Petersbur qnwx-sxydenÉrqßfürsten und roßfürstin- nen,samtl1cher _mi xrunw“ xs„diplomatischenKorp-sdie Trauerfxier urd Mink er von Plehwe statt. Nach dem rel rosen kt,_den der;..- tholit; Antonius vollzog, Nds d e Leicht; naeh 'dekarchhofe übergeführt. Es ereignete sich kein wischenfall.

Der rasident des Ministerkomitees von Witte ist nach *

St. Petersburg zurückgekehrt.

Italien.

Der„Offervaiore Romano“ veröffentlichte am Sonnabend- abend, wie „W. T. B.“ melde_t, folgende Noie: Die fran: zosisrbe Regierung hat m der “Tatsache, daß einige aytqrifierte Mitteilungen des Papstes, die lediglich disziplinarer Natur find, an einige fran ösische Bischöfe ge- richtet wurden, eine Verleßung_ des Kon ordats erblicken zu müssen geglaubt; daher hat die französische Regierung be- schlossen, den offiziellen Beziehungen zum Heili en Stable ein Ende zu seßen, und heute morgen den Kardina Staatssekretär von diesem Beschluß in Kenntnis geseßt.

Der Sekretär der französischen Botschaft beim Päpstlichen Stuhl de Courcel ist vorgestern_ abend nach Paris abgereist. Aanormitta-x hatte er eine 20 Minuten währende Unterredung Mit den) Kardinal-Staatssekretär Merry de Val, über welche sich der Papst sogleich von leßterem Bericht erstatten ließ. Alsbald nach der Unterredung traf de Courcel die An- ordnungen zu seiner Abreise.

Spanien.

_ Der Ministerrat bat, nach einerMcldung des „W.T.B.“, die Vorlage, betreffend die Kolonisierung der äußeren Zone von Melilla, durchberaten und gutgeheißen.

Türkei.

Dqs „Neyterscbe Bureau“ meldet, der amerikanische (Gr- saxidte in Konstantinopel Leisbman Habe in der Angelegen- heit der Forderungen Amerikas auf Entschädigung wegen der Zerstörung dcs Eigentums amerikanischer Missionare in Armenien und anderen Provin en des türkischen Reichs bei dem Suiian eine Audicnz geha t, die so befriedigend vcr- lgufen sei, daß das Staatsdepartemcnt es für unnötig erachte, em Geschwader nach der Türkei zu entsenden.

Das Wiener „Telegr.-Korresp.-Bureau“ berichtet, die - forte, die aufrichtig bemüht sei, die Aufrollun der

eerengenfrage zu verhindern, babe an Rußlan das Ersucbxn gericbtrt, künftig aUes zu vermeiden, was Re: klamatwnen und Proteste seitens der fibrigen Kontrahenten der Mesrsngenverträge bervorrufcn könne.

Auf Grund von Uesküber Konsularmeldungen, die sick) auch mit anderen offiiellen Anaab-Zn decken, kann festgestellt werdeii, “daß von den Seit dem Vorjahre mobilisierten Rebif- baigillonen 1. Klasse im Korpsbereick) Adrianopel bereits alle 20 entlassen worden seien, im 111. Korps: bereich Saloniki seien bisher von 73 bereits 33 europäische Bqtaillone demobilifiert worden_. Es seien somit noch 40 ana- tolische Bataillone zu demobilisiercn, was in nächster Zeit er: folgen werdr. Einberufen worden seien 16 Redifbataillone 2. Klasse aus den Bezirken Uesküb, Monastir,Saloniki und Serres.

Dänemark.

Gestern vormittag passierten, wie _dem „W. T. B.“ aus Kopenhagen mitgeteilt wird, zwei russische Torpedoboote und zwei große Dampfer unter der russischen Kriegs: flagge nordwärts steuernd den Großen Belt.

Asen.

Dem russischen „Regierungsboten“ wird aus Liaujang gemeldet, daß vorgestern bei Hartschöng ernste Vorgänge er- wartet worden seien. .

Ein Tele ramm des Generalleutnants Sacharow an den GeneralZab vom 30. 0. M. lautet:

Die japanische (Gesandtschaft in London hat ein Telegramm des Generals Oku über den am 24. Juli von der japanischen Armee unternommenen Angriff auf starke Befestigungen unserer Armee bei Taschitschiao veröffentlicht. Unsere Streitkräfte seien darnach etWa 5 Divisionen mit 100 Geschüßen stark ewesen. Nach mehreren An- griffen auf unsere Stellungen hätten d e Japaner vor Tagesanbruch unsere Stellan en genommen und uns nach Tascbitscbiao zurück- gedrängt. In irklichkeit nahmen an dem Kampfe bedeutend ge- ringere Streitkräfte teil. Unsere Stellung, die nur zu dem Zweck eingenommrn worden war, den Feind aufzuhalten, aber ni t, um sich auf ihr hartnäckig zu verteidigen, hatte keine besonderen Be estigungen. Die japanischen Trup_x_)en unternahmen allerdin s mehrere Angriffe, diese wurden aber eim Eintritt der Dunkel eit eingestellt. Das Gewebrfeuer dauerte zwar bis in die späte Nacht, doch behaupteten wir alle unsere Stellungen. Unsere 15 Werft lange Operationslinie wurde jedoch später Feräumt, weil der Abteilungschef es nicht für möglich hielt, wn fo genden Tage eine Schlacht anzunehmen. Dies kam den Japanern völlig unerwartet.

Das Prisengericht in Wladiwostok verhandelt heuie über die Beschlagnahme dcr „Arabia“.

Dem „Reuterschen Bureau“ wird aus St. Petersburg

gemeldet, der, dortige englische Bbtschafter habe bisher keine Antwort seitensder russischen Reqierung in der Angelegenheit des „Knight Commander“ erhalten. Die Botschaßt habe aber nicht den ermgften Grund zu der An- nahme, die dem Botschafter Har inge gegebenenZusickjerungen nicht in [ovaler Weise erfüllt werden würden. “„Dem/Vertreter des „Reuterschen Bureaus“ wurde gestern mitgeteilt, daß dem Admiral Skrydlow infolge des Zwischcnxalles bezüglich des __,Knight Commander“ abgeänderte Jnstru tionen zugeben wur cn. .- Nach einer Meldung desselben Bureaus aus Tokio vom 30. o. M. hat das Wladiwostokgeschwader mit Kurs auf Wladiwostok an dem genannten Tage die Tsugaru- meerenge passiert. _

Ein verspätet eingexaufener Bert t des Admirals Togo erwähnt ein Gefecht zwrscben Torpe obooten und anderen kleineren Fahrzeugen, das am 24. Juli statt eéunden habe. Die Japaner hätten dabei drci Torpedos abgeschsen, die auch Kplodiert seien. Das Ergebnis des Kampfes sei unbekannt, da

ebel geherrscht habe. _ .

Die Verluste der Japaner bei Taschitschiao be- traqen der endgültigen Aufstellung zufolge: 12 Offizier? und 136 Mann tot, 47 Offiziere und 848 Mann verwundet.

Der japanische Generalsigb machte vorgestern abend bekannt, daß f!eit Dienstag bei den Kämpfen um Port Arthur 5 Of ziere getötet und 41 verwundet worden seien.

Afrika.

Wie das „Reutersche Bureau“ aus Tanger meldet, fand dort _am Sonnabend eine Versainmlung des diplo- ma tischen Korés statt, der auch drr Vertreter des Sultans, Mobammed-e =T0rres, und zwei Mitglieder seines Rates

beiwohnten. Die Veranlassunq zu der Zusammenkunftsei nicht bekannt gegeben worden, doch glaube man,» daß die gegenwärti en Zustände m der Umqebung der Stadt beraten worden seim. LZJn der Nacht seien alle Wachen verdoppelt wavdm, und.:xine starke berittene Truppe habe bis _zum TageSanbruch die An en- viertel durchzogen. Die in einzeln gelegenen Gebäuden an ei»- halb der Stadt wohnenden Europäer seien von den Behörden

aufgefordert worden, nack) Tgnger hereinzukommen, Mo- hammed-el-Torrxs seien viele Briefe von Naisuli und anderen Häuptlmgen aus der Umgebung zugegangen; und manbalte dies für den Grund der getroffenen “besonderen Maßnahmen.

Séatistik und Volkswirtschaft.

Zur Arbeiterbewegung. Zwei größere Lobubewegungen find, wie die .Voff. Ztg.“ mit- teiLt, in Spandau eingeleitet. ZunäYst sind die Tischler mit neuen Forderungen an die Arbeitgeber erangetreten; sie verlangen

“eine Lohnerhöhung um 10 v. H., Verkürzung der zebnsiündiÜea "-

ArbeitSzeit um _eine Stunde und bei Akkordarbeiten erkenziupg des Berliner Tarifs. Die Arbeitgeber haben noch nicht endgulxtg S_tellungbedazu genowmen; sie haben sicb indeß beréits zu Zugestandntffen _reit erklart. Die andxre Lohnbewegung ist unter den Arbeitern der Fabri'k"füi: Feld- und Klein- babncnbed_arf von Orenstein u. Koppel außgebrochen; es sind daran ungefczbr 600 Arbeiter beteiligt. Sie haben eine Versammlung abgebslten, ix_i der die unzureichenden Loanerbältniffe und verschiedene angebliche Mtßstande der Fabrik besprochen Wurden. Sie fordern in der Hauptsache eine Lohnerhöhung von 25 v. H. für Tagarbeit und von_50 v. H. für Nachtarbeit und Einschränkung der Uebersiunden- arbeit. Von der Fabrikleitun liegt noch keine Aeußerung bor.

Aus Cöln wird der .RJ.-W_estß Ztg.“ emeldet, daß, nachdem am Freitag in Wideorf sowis Küpperéteg zahlreich besuchte Arbeiterversammlungen der Fa rbenfabrik vormals Bayer u; Co. in Leberkusen stattgefunden hatten, in denen einstimmig die sofortige Arbeitsniederlegung beschloffen wurde, am Sonnabend mehrere bundert_ Arbeiter ihre Entlastung erbaten und erhielten. In den Nachmtiiagsstunden nahm der Ausstand größsre Dimen- sionexi _an. _Jn_ der abrik Werden annähernd 4000 Arbeiter beschaftigt; samtlrchx E ngange der Fabrik werden bon Streik- postxn bewacht, wahrend andererseits die Fabrikleitung Polizisten sowie FeuerWebrleuie zur Aufrechterhaltung der Ordnung requirierte. _Sle Anfang der Vorwoxhe waren bereits die organisierten Schloss er in eme Lobnbewegun eingetreten. Diese nahmen kolonnenweise ibre Entlaffung, bis am reitagabend der allgemeine Streik proklamiert wurde. Als Grund des_ Ausstandes wird von seiten der Arbeiter das Vrrlangrn nach Beseitigung einiger Mißstände sowie nach Lohn- erhöhung angrgeben.

_ In Fulda, wo die Maurer fich im Ausstande befinden, waren bisher, wie die _.Frkf. Ztg.“ erfahrt, alle Versuche zur Beilegung des Streiks bergebltch,_ die Verhandlungen mußten abgebrochen werden. Das von den Meistern gemachte Zugeständnis von 37 H die Stunde wiirde als unzureichend abgelehnt.

Aus St. (Gallen wird demselben Blatte telegrapbiert, daß die Arbeiter an der Nordseite des Rickentunnels die Arbeit teilrveise wieder aufgenommen haben (vgl. Nr. 176 d. Bl.).

In Wien sind,_wie „W. T. B.“ meldet, die Kutscher der Lastfubrwerksbetrtebe beute in den Ausstand getreten.

_ Jn Madrid und deffen Umgegend find, wie dem „W. T. B.“ benchtet wird, 'die Backergesellen in den Ausstand getreten. Eo kamdezu Ausschreitungen, infolge deren mehrere Personen verhaftet wur n.

Theater und Musik.

Der_ für Sonnabend imNeuen Königlichen Operntheater angekündigten Erstaufführung der .Tannbauser- arodie' haben fich große Schwierigkeiten entgegengesteilt, sodaß si Direktor Ferencw entschlossen bat, das Werk erst zur Eröffnung der Wintersaison im Zentraltbeater in neuer, bereits fertißßesieUter Ausstattung aufzuführen.

Manuigfaltiges.

Berlin, den 1.“ August 1904.

Eine neue Untiefe im Roten Meer. Der Kapitän Hu bes vom Dampfer „Gulf of Trinidad“ der „Bombay and Pe an Steamship Co.“ meldet daß sein Schiff im Roten Meer auf 180 7“ 30" nördlicher Breite und 380 40“ östlicher Länge auf eine Untiefe, die_ in die Seekarten noch nicht aufgenommen ist,- gestoßen ser. Dqs Schiff bat den Felsen nur ganz leicht berührt, und da damals eine sebr schwerr See ging, scheint es, daß das Schiff gerade in dem Moment, wo es sich in einem tiefen Wellental befand, auf das Hindernis stieß. Das plötzliche Auftreten eines auf den See- karten nicbt verzeichneten unterseeischen Felsens im Roten Meer läßt sich nur durch das Wachsen einer Korallenbank erklären.

_W ittlicb, _31. Juli. (W. T._B.) In Anwesenheit Seiner Königlichen Hoheit des Prinzen Ettel-Friedrich als Vertreter! J_brer Majestät der Kaiserin, de_r Protektorin der Kriegerwaisen- bauser, fand heute hier die feierliche Einweihung des vierten (zweiten katholiséhen) Waisenhaulxes des Deutschen Krixgerbundes statt. _ An der Feier na men u. a. die Zivil- und Milrtqrbebörden der Provinz, zahlreiche Ehrengäste und mehrere tausend Mit lieder bon Kriegervereinen teil. Die kirchliche Einsegnung des Hau es nahm der Bischof Korum von Trier bor.

Langenfelde, 31. _Juli. (W. T. B.) Amtlich wird - meldet: Am 30. Juli ent leiste neben dem Güterbahan Langenfelde der von Neumün ter nacb Altona fahrende Schnell- Fig 21. Die Ursache War die Entgleisung eines Wagens eines

gterialzuHes im Nebengleis. “Der entgleiste Wagen hatte sich zur Seite gene gt. sodaß der in demselben Augenblick vorbeifahrende Schnellzug gestreift wurde. Personen sind nicht verleßt worden. Die Reisenden wurden von dem na folgenden Zu e 33 aufgenommen und lan ten mit 30 Minuten Ver pätung in A tona an. Weitere Betriebßßörungen Find nicht eingetreten, da der zwei [eisige Berkel): durcb Umlegung ü er den Güterbahnhof in kurzer eit wieder auf- genommen wurde.

OSnabrück, 31. Juli. (W. T. B.) Von dem D-Zu 93 Cöln-Hamburg ent leisten gestern mittag auf dem Einsaßrts- strange der Station Haf eraen vier Personenwagen, de nod 400mmit eschleiftwurden. Nennenswert verletzt ist niemand. Der Rest es Zuges fuhr mit einer halben Stunde Verspätung in den hiesigen Bahnhof ein.

Dcséau, 31. Juli. (W. T. B.) In den preu ischen und- anbalti chen Forsten zwischen O ranienbaum, ollniy und Möblau wütet ein heftiger Waldbrand. Bis zum Abend waren 3000 Morgen in lammen, ohne daß das euer zum Stillstand kam. Bei der Löschung nd 400_Mann Dessauer Militär, Feuerwehren und freiwiuige Manns aften tatig.

Budapest, 30- IM- (W. T. B.) Durch eine Feuers- brunst wurde gestern die Groß emeinde Madar im Komitat Komorn nahezu völlig einge schert.

Christiania, 1. August. (W.T.B.) Einem rivattelegramm der Zeikung „Verdens Gang“ zufoFe hat ein apitän aus Tromöö éine Flaschen oft von ndrées Polare pedition' gefunden. DiexFlascde ie bei einer kleinen Inse nördli von Spißbergen Muhen“ wurde, entöiekj“ einen von' 189 datierten Brief. eres über defsen Inhalt ist erst nach einen:. Monat zu erwarten.

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