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Hoffnung auf Frieden verkündigen, der überall als ein tiefes Be-
dür ni em unden wird. „ „ fDßies Yregte hier die größte Befriedigung, man sah den
Leuten an der Stra e an daß sie von Freude ersßüllt waren, Die Specuflationen wußrden äufgenommen und noch ge ern wurden
' ' Getreid: emacht. Der Weizen steht Wegen MZYeZeWäthzeuä-Yr über acht8 Silberrubel im Preise, und wenn demnächst die Schifffahrt beginnen sollte, so Wird er noch b„edeu- tend steigen. Am schlechtesten fahren hierbei einige Auslander, welche in Folge der von ,per russtschen Regierung gemachten Zu- sicherung, die Getreidevorrathe der Untxrthanxn neutraler Staaten um den Kostenpreis zu übernehmen, thr Etgenthum der Krone übergaben und bis jest noch keine, Bezahlung erhalten haben, ob- wohl von St. Petersburg amtliche Versicherungen herabgelangt sind, daß die Behörden in Odessa nicht nur den Auftrag, sondern auch das Geld zur Auszahlung schon erhalten haben.
Aus der Krim und aus dem Asowschen Meere nichts Neues. Die türkischen Gefangenen haben, da man sie in kalte Räun1e„ge- sperrt hatte, die Jalousien Und Fensterbalken des Hauses, in Wel- chem sie konstgnirt waren, zertrümmert und sodann verbrannt, und als fie dann in ein anderes Gebäude gebracht werden sollten, in ihrer früheren Behausung Feuer angelegt, welches jedoch bald ge- dämpft wurde. Die französischen Gefangenen werden gut behan- delt und gehen in Begleitung bewaffneter russischer Soldaten zu zrvei, drei Mann in der Stadt herum, um ihre Einkäufe zu ma en.
ckDie neuesten Nachrichten aus dem Orient reichen bis zum 25. Januar. In jenen Tagen berichtete der türkische General Achmet Pascha an das Seraskierat nach Konstantinopel, daß es die Witterung nicht gestattet, die türkischen Truppen aus'Kolck)is nach Trapezunt zu verschiffen. Die Kälte und ein stquer Schnee- fall haben alle Bewegungen unmöglich gemacht. Dasxelbe gilt von Den Verstärkungstruppen, welche sich auf dem Marsche von Trapezunt nach Erzerum befinden; sie mußten in den um- liegenden Dörfern am oberen Tschuruksu einquartiert Werden. In der Krim erschwerte auch Mitte Januar die strenge Kälte und ein tiefer Schnee die Communication der Truppen an der Tscher- naja mit Der französischen Division im Baidar-Thale; neun Offiziere wurden am 21. Januar mit erfrorenen Füßc'n in die Spitäler des Bosporus gebracht und dürften nicht mehr hergestellt werden. Die größte Lagerplage bilden 1th die Crdmäuse an der Tschernaja. Millionen diescr äußerst zudringlichen Thierchen haben sich dort eingenistet; sonderbarer Weise waren im Winter 1854 bis 1855 die Lagerbewohncr von dieser Plage vollkommen frei, wäh- rend sie jest unsäglich viel zu leiden haben, weil die Mäuse Speise, Stricke, Zelte, Kleider und dergleichen bcnagcn und zu Grunde richten. -- Das Genie-Corps erhielt den Auftrag, die Ruinen von Sebastopol bis zum März vollends in einen Schatthausen zu ver- wandeln, damit die Armee im Vaidar-Thale und am oberen Belbek die Operationen in voller Stärke eröffnen können.
Aus Marseille, 4. Februar, wird die Ankunft des „Jndus“ mit Nachrichten aus Konstantinopel bis zum 24. Januar tele- graphirt. Die Kunde Von den Friedens- Präliminarien ist in der Türkei noch immer Gegenstand des allgemeinen Staunens. Die Konferenzen über die Rajah-Frage sind geschlossen. Eine Vor- bereitende Ausarbeitung wurde aufgeseßt und soll in Kurzem den Verbündeten Mächten mitgetheilt werden. Nächstens werden andere Konferenzen über die sämmtlichen Punkte in Betre der Organisirung der Donau-Provinzen |att'nden. -- Der sardinische Gesandte trifft Vorbereitungen zu sei- ner auf Montag festgeseyten Abreise. Das „Journal de ConstantinopTe“ will Wissen, dieser Diplomat sei von seiner Regie- rung zur Theilnahme an Berathungen von hoher Wichtigkeit“ be- rufen. Der Marquis de la Minerva Wird in Abwesenheit des Chefs der Gesandtschaft_die Functionen des Geschäftsträgers über- nehmen. -- Die tscherkejsischeDeputation ist wieder nach Trapezunt abgereist. In Schumla haben die Baschi-Bozuks neue Unordnungen qemacht; General Shirley erhielt Auftrag, diese undisziplinirten Banden aufzulösen und wieder zum Gehorsam zu bringen. -- Die Berichte der „Presse d'Orient“ aus Sebastopol gehen bis zum 19. Januar. An diesem Tage war General Leboeuf von Kin- burn zurückgekehrt' die Friedenskunde war in Sebastopol noch nicht bekannt. - Öer unterseeische Telegraph von der Krim ist wieder einmal zerrissen. Es wird überhaupt schWierig sein, den- selben auszubessern, in jehiger Zeit aber ist es geradezu unm' lich, dieses auch nur zu versuchen. -- Es wird berichtet, daß der 111111- zösische Gesandte am persischen Hofe, Herr Bourée, mit dem Schah in bxßem Einvernehmen steht und Alles aufbietet , um das nlqute Zerwürfniß desselben mit dem englischen Gesandten auszu- g et en.
'Die ersische „Hoszeitung“ enthielt nach der Abreise des Hrn. Murray ol ende Mittheilun : „Die persische Regierung erklärt wegen der esorgni e, wel e das Volk hinsichtlich der Unter- brechung der freunds aftlichen Verhältnisse zwischen dem Hofe von Teheran und der britischen Gesandtschaft hegt, zur Beruhigung
aller im AUEland, wie im Inland, daß dieser Umstand, Welcher durch die gefährlichen Ansprüche Hrn. Murray's veranlaßt war, die freundlichen Beziehungen zwischen Persien und England durch- aus nicht stören und in keiner Hinficht die Neutralität des perfi- fchen Hofes in Frage stellen wird. Die Neutralität des leYteren bleibt fest und unverändert wie früher, und die zurückbleibenden Minister der alliirten Mächte werden Zeuge sein, daß dieser Um- stand auf dieselbe “keinen Einfluß üben wird.“
Dänemark. Kopenhagen, 3. Februar. Unterm 2811er: v. M. ist folgender offene Brief in Betreff der Ausfertigung neuer Vestallungen erschienen:
„Wir Frederik Ulk, von Gottes Gnaden 2c., thun kund und zu wissen: _Da die bisher ausgefertigten Bestallungen nach dem von Uns unterm 2. Oktober v. J. erlaffenen Verfassungsgesexz für die gemeinsamen Angelegenheiten Unserer Monarchie nicht längér den gemeinsamen Ver- hältnissen entsprechen, so gebieten und befehlen Wir, Wie folgt:
Unsere sämmtlichen Civil- und Militairbeamten, so wie auch andere, Welche in Folge ihres erhaltenen Ranges oder Charge eine Allergnädkgste Bcstallung empfangén, sollen bor Ablauf Von 6 Wochen, vom Datum dieses Unseres offenen Briefes angerechnct, durch daSjenige Unserer Ministerien, von Welchem sie ressortircn, oder durch Welches die Bestaüun- gen aus*gefertigt sind, selbige Allcrunterthänigst einsenden, um Um? zur Cassation Vorgelegt zu Werden, und an deren Stelle neue Vestaüungcn entgegennehmen, Worin Unser nachstehender Befehl aufgenommen ist:
„„ Und somit soll er Uns, als seinem rechtmäßigen Erbkönig und Herrn treu und gehorsam sein, die VerfassungSgesexze der Monarchie Und dsr Landestheile halten, mit Treue und Eifer die Pflichten erfüllen, Welche das ihm Allergnädigst anbertraute Amt auferlogt““, Wozu in den Bcstallungen für Militairpcrsoncn nocl) hinzugofügt wird: „ „11111110- gcrlich sich in Unserem Dienste zu Lande Und zu Wasser vermenden lassen und als ehrliebender (Skemann und) Krichmann sein chen und Blut Wagen“*', Wonach 2c.
Fredsrik 11. Bang , Das bereits telegraphisch erwähnte Reskript an den Kommis- sartus bei der holsteinischen Provinzial:Ständeversammlung, Kam- merherrn Von Leveyau, ist vom 30. Januar datirt und lautet wörtlich wie folgt:
„Hochedler, Lieblverther, Getrcucr! Wir haben von Unsorem Mini- ster für die Herzogthümcr Holstein und Lauenburg Uns A(lerunterthänigst vortragen lassen, wie Du Über das in der 12ten Sißung der gegenivär- tigen Session der holsteinischen Provinzialstände beobachtete Verfahren in Beziehung auf einen von dem Dcputirtcn Grafen Reventlow-Jcrsbeck gcsteUten Antrag pfiichtmäszig Bericht erstattet hast. Wir erklären dieses Verfahren für ordnungswidrig, da der Antrag, Welcher Anlaß dazu ge- geben, die Verfassung der (Gesammtmonarchic, folglich einen zur Kompe- tenz der Versammlung nicht gehörigen Gegenstand berührte, und so wie Wir das von Dir, nach der Weigerung des Präsidenten, Deiner Aufforderung Folge zu leisten, eingeschlagene Verfahren als voÜkommen passend anerkennen, so machen Wir Dir hiermit zur Vorschrift, auch fer- ner dergleichen ordnungswidrige Verhandlungen in den Versammlungen der Probinzialständc als eine Nullität zu betrachten und demnach keinen irgendwie darauf gestüyten Antrag entgegen zu nehmen, wie auch nichts Von diesen Verhandlungen in die „Stände-Zeitung“ aufzunehmen. Dieses Unser AUerhöchfte Reskript hast Du durch Verlesung zur Kunde der Versammlung zu bringen. Wir befehlen Dich in Gottes Obhut und verbleiben Dir mit Gnade geivogen.
Frederik 8.
Gegeben 2c. 1). S ch e 1- 1.“
Heute scßte der öffentliche „Ankläger im Reichsgerichte feine Dokumentation fort, Wurde aber vom Advokaten Liebe mehrfach un- terbrochen, welcher als Anwalt des Grafen Sponneck die Be- hauptung aufstellte, daß Leßterer, als er dem Kriegsminister, Ge- neral Hansen, die beanstandeten 168,000 Rthlr. auszahlte, gar nicht darum gewußt habe, daß der Kriegsminister ohne Königliche Resolution gehandelt; ein Verfahren, welches der öffentliche An- kläger als groben Leichtsinn bezeichnete.
Asien. Der „Times“ gehen über Marseille Privatbriefe und Zeitungen zu, die das Datum Calcutta den 22. und H ongkong den 16. Dezember tragen. Die Briefe aus Hongkong theilen mit, daß Admiral Sir James Stirling sich noch daselbst befand. Commo- dore Elliotwar auf Der „Sybille“ vom Norden her eingetroffen und hatte das Faktum bestätigt, daß von dem tartarischen Golf nach dem Amur hin eine schiffbare Passage sei. Es sei kein Zweifel, daß die in der De Castries-Bay gesehene russische Flotte durch diesen Kanal entkommen sei. -- Zn Canton herrschte völlige Ruhe und die Chinesen schienen vertrauensvoller zu dem gegen- wärtigen Stand der Dinge als früher.
Brüssel, Dienßag, 5. Februar, Abends. (Wolff's Tel.Vur.) Die „Jndépendance“ enthält einen Brief aus Rom, welcher meldet, daß der Kaiser von Rußland durch ein eigenhändiges Schreiben dem Papste die Mittheilung von der Wiederbeseyu'ng der bestehen- den vier katholischen Bisthümer im Königreich Polen gemacht ha be und von der Errichtung von sechs anderen an anderweitigen Punk- ten des russischen Reiches.
Paris, Dienstag, 5. Februar. (Wolff's Tel. Bur.) Die Wiener Korrespondenz des „Conftitutionnel“ theilt mit, daß die
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Westmächte gleichfalls die Suspension der Feindseligkeiten anbefoh- len hätten,
Marseille, Dienstag, 5. Februar. (Wolff's Tel. Bur.) Der Dampfer „Euphrat“ ist aus der Levante eingetroffen und überbringt Nachrichten aus Konstantinopel Vom ?Zsten und aus der Krim vom 26ften v. M. *
Statistische Mittheilungen.
- Nach dem Voransohlag für das Jahr 1856 1110111111 bon den 25 Amtsblättern der in gleicher Anzahl bestehenden Regierungs-Bezirke 135,250 Exemplare vom Amtsblatt und 119,125 Exemplare vom öffent- lichen Anzeiger gedruckt. Die größte Auflage hat das AmtSblatt des Regierungs - Bezirks von PotSdam, von dem 10,600 Exemplare gedruckt Werden. Dann folgen das Breslauer mit 9500, das ("rankfurtcr mit 8350, das Licgnißer mit 8000, das Merseburgcr mit 700 „ das Posener mit 7600, das Königsberger mit 7500, das Düsseldorfer mit 7350 2c.
Die geringste Auflage hat das Stralsunder Amtsblatt, nämlich 1950, »
Worauf das Aachener folgt mit 2100 Exemplaren. Die Einnahmkn an Abonnement betragen 67,043 9116112, an Infektionsgebührcn 81,631 Rthlr, in Summa 148,800 Rtl)lr. Die AuSgabcn bctragsn für den Druck 102,413 Rthlc., an Papier 2137 Rthlr., an Remunerationen 11,620 Rtblr. 2c., überhaupt 116,580 Rthlr., so daß also der Ueberschuß 32,220 Nthlr. beträgt. (Pr. C.)
-- Im Bereich des Appellations-Gerichts zu Marienwer- der, in Welchem sich nur eine Strafanstalt - in Grandenz -- be- findet, ist die Zahl der zu Zuchthausstrafcn vorurtheiltcn Verbrecher so
groß, daß schon seit längerer Zeit die Sträflings auf freißm Fuße ge- :
lassen Werden müffcn, indem es bei Ueberfüllung dar Anstalt zu (Hkau- bcnz an weiteren Rämncn zur Strafbollstrcck1mg gebricht, So__warlen nach Anzeige des gedachten Appellations-(He1*ichts Vom März 1855: 838 Zuchthaussträflinge in gerichtlichen Gefängnisscn untergebracht und da- durch in chtchn cin unlcidlichcr Zustand berbcigcführt Worden. Nach Anzeige déi" Regierung zu Marienwerder waren 011, Dczember1851: 1198 Verurtbeilte Verbrecher in der Expcktantenlistc für die Anstalt 1n Grandsnz notirt, Welche zur Abbüszung der gogcn sie erkannten Zucht- hausstrafen nur nach und nach, so wie es dsr Raum gestattet, einberufen Werden können, Und dieser Zustand hat sich inzwischen noch Verschlimmert. Es steht sonach die schleunige Bksclwffung iveitérer ZuchthauSräume als ein dringendes Bedürfnis; fest, und sind zu diesem Zlvecke Verhandlungen mit der Militair-Verwatung angeknüpft, um dic Einrichtung der in Conixx ihr gehörigen Kaserne zu einer Strafanstalt bcjverkstelligen zu können. (Pr. C.) .
»- Rach den borjäbrigen Durchschnittrechnungen betrugen die Uhr- lichen Unterhaltungskosten eines Remonte-Pferdes in den Depots Während der Zeit des Vestkhcns d'lksék bis 1111. 1853: 45 Nthlr. 7Sgr.5Pf. nnd der durchschnittlichc Ankaufpweis eines Rcmontc- Pferdes incl. der Ankaufs-Unkosten War im Jahre 1853 geivescn: 105 Rihlr. 12 Sgr., so daß ein Pferd bei der Einstellung in die Armee gé- kostet hatte: 1509111911. 19 Sgr. 5 Pf. Nach dem dieÉjährig-en Etat steigertkn fick) die Kosten eines Pferdes bei dcr Einsteklyng auf 154 Rthlx. 8 Sgr. 10 Ps. Die: durchschnittlicbcn Unterbaltungskosten betrugen bis Ende 1854 zwar nur 42 Rthlr. 7 Sgr. 1 Pf., also 3 Rthlr. 4 Pf. Weniger; aber die Ankaufs-Unkostcn Waren im Jahre 1854 durchschmtt- lich für jedes Pfkrd 112 Rthlr. 1 Sgr. 0 Pf. oder 6 Rthlr. “19 Sgr. 0 Pf. mehr. (Pr. C.)
- Dic (Hesammtmcnge des im chien Jahre in den niederlän- dischen Häfen eingeführten Rohzuckcrs belief sick) anf “ MiUionen 785,000 Kilogramm. Davon kamen 65 Mill. 747,000 Kii. über Amstér- dam, 21 Mill. 169,000 Kis. über Rotterdam und der Rest über Schiedam und Dortrccht. Die Ausfuhr der Niederlande an raffinirtem Zucxer stieg in demselben Jahre auf 53 Mill. 090,000 Kü., Wovonaklein 47 911111, 225,000 Kil. über Amsterdam ausgingen. Als TranSitgut gingen 1m Jahre 1855 in den holländischen Häfen 32 Mill. 3850003711. rohen und 279,000 Kil. raffinirten Zucker ein. .
«- Das Königreich der Niederlande ist, nach Großbritannien, die erste Kolonialmacht, die es giebt, und Weiß aus seinen überseeischen Ve- sißungcn die verhältnißmäßig größten Vortheile zu ziehen. Spanicrx und Portugal haben ihre unermeßlichen Niederlassungen auf dem a1nertkan1- schen Kontingent für immer aufgeben müssen. DicRicdcrlande, eineZUt lang als selbstständiger Staat ganzbcrschwunden, haben gleich nach ihrer Wicderherstellung die Während der französischen Revolution Und unter Napoleon erlittenen Verluste zu erscßen derstandcn. Algerixn is? einer großen Entwickelung fähig, hat aber bis cht Frankreich_ so Wenig ma- teriellen Rchn gebracht, das; die dort stehenden franzöjischcn Truppen nicht einmal von den Einkünften des erobcrtcn Landes unterhalten Werden können. Holland befißt, bei nicht viel über 3 Millionen Ein- WOhnern, in seinen asiatischen Niederlassungen eine ihm unterivorfene Bevölkerung von mehr als 10 Millionen Seelen, die außexdem 111 be- ständiger Zunahme bcgriffen ist, Während Franxre'ich, bei 30 Millionen Einwohnern, in Nordafrika über höchstens 3 MtUtoncyAraber, Mauren und Kabylcn gebietet. Auch ist es für F1ankrmch, 001.1)?1: Nähe Alge- riens und seiner großen OFTilitairmacht, leichter, uber eincn Theil Nord- afrikas, als für die Niederlande, bei dxr großen Entfernung und den geringeren Streitkräften, über die Inseln 11111nd1schen Ocezm zu herrschen.
Um mit vxrhältniszmäßig sehr beschränkten Mitteln eme solche Macht in so, Weiter Ferne zu gründen und zu behatxpten, haben die Holländer eines seltenen Vereines von Thatkraft, Klughett ut_1d AuZdauer bedurft. Aber ihre Anstrengungen sind auch von reichen ruchtcyYelohnt lvordxn, die, da die niederländische Herrschaft bis jexzt anni dte Hä'lfte der em- heimischen Bevölkerung umfaßt, sich aber unaufhörlrch erweitert, in der Zukunft sich noch vermehren Werden.
Nach offizieUen Angaben, Welche aber nur die auerdings reichsten und wichtigsten Niederlassungen auf den ?nseln Xada und Madura um- fassen, . hat die Einfuhr im Jahre 18 4 63.775,000 Gulden (über 135 01:11. Fr.) und die Ausfuhr 44.281.000 Gulden (über 94 Mill. Fr.) betragen. Die von der Regierung errichtete HandeWgesellschaft, deren Jnteressxn 1111t denen des Staats identisch sind, Handels-Maatschappy ge- nqnnt. Lst hierbei für die Einfuhr mit 23,467,000 Fr., für die Ausfuhr mit 41,737,000 Fr. eingetreten. Fm Vergleiche zum Jahre 1853 hatte IYmeTtEmehr um 41.329,000 r., die Ausfuhr um 5,808,000 Fr.
Java hat 1m Jabre 1854 nach dem Mutterlande für 22,649,000 Gulden: Kaffee _- fur 18174000 Gulden: Zucker -- für 3,599,000 Gulden: Indigo - und_fur 3.249.000 (Halden: Zinn geschickt. An der Gxsammtchegyng. de_s Handels bon Europa nach Java haben sich die “ Nxederlgnde unt 13,755,000 Gulden- England mit 6,725,000 -- Frank- rexch mrc 614,000 _ betheiligt. (Pr. C.)
GeWerbe- und Handels-Nac'hrichten.
Peuxmr , “2. beruar. Die heutige Nummer des „ Regierungs- blatts beroffentltcht eme Uebereinkunft der hiesigen Regierung und dRer Regterungen bon Sachsen = Mkiningen, Sachsen-Altenburg, Sachsen- Koburg-(Gotha uvnd SchWarzburg-Rudolstadt Wegen gegenseitiger Zu- lassung dsZPapiergeldes dieser Staaten. Inhalts dieser Ueberein- kunft verpfl1chken'sich die genannten Regierungen gegenseitig: 1) die Azmahnze und WiederaUSZabe ihres Staatspapicrgeldes als Zahlungs- nnttell Un ?cmcmen Verkehr ihrer Länder unbehindert zu gestatten und..?) daselbe nicht unter seinen Nennwerth herabzuseßen. Das Paptcrgeld dieser Staaten soll Während der Dauer der Uebereinkunft mch't vermehrZ Werden. Jede Regierung wird Wenigstens eine Kasse besnmmen, bei welcher ihr Papiergeld zu jeder Zeit auf Präsentation gegen Zahlung des“ vollen Ncnniverths in Silbermünzen umgetauscht jyerdcn kann. Man ersieht aus dieser Ucbersinkunft, daß Weimar für 600000 Rthlr., Meiningen für 600000 Rthlr., Altenburg für 500,000 Rthlr., Koburg für 200000 Rthlr., Gotha für 400,000 Nthlr. Und Rudolstadt für 200000 Rthlr. Papiergeld creikt hat. An diese Bekanntmachung schließt sich eine Verordnung der StaaotSregicrung in Betreff der ZahlungSleistung mittelst fremden ,Pßpiergeldcs, nach Welcher fremdes Staats- und anderes Papiergeld, 111101111311 dcr Wechselbetrag des einzelnen Stücks 10 Rthlr. im 14T1ckalew fuß oder diesen Werth in einem andern Münzfuße nicht erreicht, zn Zah- lungen im Jnlande nicht gebraucht Werden darf. Wer dergleichon Papiergeld zur Leistung vonZablungen dem Vérbote zuwider au-Zgiebk odcr annimmt, VerfäUt in eine Geldstrafe bis zu 25 Rthlr. Diese Vor- schrift leidet jedoch auf den Geldwechselvßrkehr keine Anivendung. Aus-
* geschloffen von dem Verbote ist das Staatspapiergeld der eingangs»
nannton Staaten und außerdem das Königlich preußische, das Königlich sächsische und das Fürstlich schwarzburg-sonderéhausische Staatspapiergeld.
kluuzburg, 5. 1761110711, Nachmittags 2 [2111 30 3111101611
561111155-0011156: [)x-6055156116 4Fpk02. 5133054111]. 100Z. 91611551- 56116 ZFUW. 91'51111611--1*111161116 112-123 065161161611156116 411105. 140036 117. 3111-02. 80511161" 3634“. "111101. 571311161 22Y. Engliscb-11155156116 5711011. 1111161116 -. 13611111-1111111111111; 1142 00111- Minäsner 167Z. Mecklevburxsr 56. thäeburg-Wittenbergc: 50. Zerlin-klamburgezr 15t6 911011011 102Z. (Jölu-Uiuäuuek 316 [311011151 90Zch Ct. 7615611160606 1160611 1101161, 051611. 53611611 111111161, 111155611 90.
06t161116111111111. N'6111-11 56111 111111, 126 -- 127 9111, 160 311th- 1101611 011116 0161101. 110g§611 56111“ 11311, 118-119 9111 211 116 ÜUZZÉ- b0t611, 061, 56111' 11.10, [110 ["-31111151“ 31'ch, 1110 Mai ZMF, [110 0111111". 262. 11.11.66 1107615110611, 2500 55611 [aguira ["UZLZLU-f. 211111, 500 011". 1060 15.
[101111011 lang “13 M11, 217 511. nat., 13 AU. 315 511, b82., 110110011 kum. „13 Mk. ZZ; 511. nat., 13 M11. 6x 511. bLA. 1111151610311) 35, 95. KÄ'1611 80'ch. ])15601110 415 pCt. „
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Wusteralaux. 5, 1761111151, Uacbmittaßz 4 0111“. (N70111'5 761. Zur.) Zyanier 1651; 65161161611156116 111116111611- 3n§61101611..
Zcbjuzz-Cqurzcx: 571103. österreich. 1131101151-511161116 78-15. 5pr01. metzjjjqugz [Zn, 13. 8857. 5711-05. M0t3111q1165 76'7. 23511102. 1716110111063 395€, 1pr02. 89511161 24. 3111011. 811311161- 3835. “511103. 111158611 511651117. 87Z. 51110: 111155611 511631112 (16 1855 89. 1716111113116!“ 20-ZF. [0111101161 17661156], kum 11, 82Z. Uamburgsr «8611581, kur: 3523. [1011500156116 ]otexrals 6335. *
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