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Kajserin versammelt, um von des Kaisers Majestät vor Allerhöchst-
de en Abtei e Ab sed u nehmen. Diese erfolgte demnächst hald nascsh Mitternsacht 112,1) beßleitexen Se. Majestät der König Se. Katser- liche Majestät noch bis zur Eisenbahn. „ *
Berlin, 3. Juni. Der Deputatwn, welche vor Kurzem die Konzession für eine Eisenbahn von Emmerich über Münster nach Rheda und Paderborx befürwortete, ist, wie wir mit Rücksicht auf anderweit in offentlichen Blättern verbreitete Nach- richten und dadurch hervorgerufene Reclamationen mitzutheilen er- mächtigt find, an kompetenter Stelle nur die vorschriftsmäßige Prüfung zugesagt worden. Zur Sache selbst aber ist jede vor- läufige Aeußerung ausdrücklich abgelehnt, viel weniger- also das Projekt als „solide anerkannt“ worden.
Hamburg, 2. Juni. Morgen wird der Senat eine außer- ordentliche Versammlung halten, in welcher die Verfassungs-Ange- legenheit zur Berathung kommen soll, da die Neuner-Kommission dem Vernehmen nach ihr Entlassungsgesuch eingereicht hat. (H.B. H.)
Sachsen. Gökha, 31. Mai. In der gestrigen Sißung des gemeinschaftlichen Landtags wurde über den von der Staats- Regierung vorgelegten Entwurf einer Strafprozeß-Ordnung berathen. Es lag ein Antrag der Majorität der Rechtskommission vor, denselben en bloc: mit einigen theils mehr, theils minder wesentlichen Modificationcn anzunehmen. Die minder Wesent- lichen Modifikationen bezogen sich auf die Bestimmungen hinsichtlich der (HesehWorenen und auf den formellen Theil des Entwurfs, die wesentlichen aber, drei an der Zahl, enthielten eine Beschränkung Der Kompetenz der Schwur- gerichte dahin, daß in Fällen, wo das Geständniß des Angeklagten vorliegt, die Entscheidung durch die Geschworenen nicht eintritt, eben so aber auch eine Erweiterung der Befugnisse der Justizämtcr dahin, das; von leyteren in minder wichtigen Strafsachen die Untex- suchung ohne Anklage des Staatsanwaltes eingeleitet und fortgese'ht werden kann, und schließlich eine Wahrung der Komxetenz der Polizei- behörden zur Untersuchung und Beßrafung von Polizeivergehen. Ein von der Minorität der Kommission gestellter Antrag bezweckte die mög!ichstgenaue Uebereinstimmung des Entwurfs mit der thüringi- schen Strafprozeß-Ordnung; von Seiten der StaatSrcgicrung aber wurde für den Antrag der Majorität geltend gemacht, daß eine solehe Uebereinstimmung, soWohl in Beziehung auf die Geseße und Einrichtungen des Landes , als auch mit Riickficht auf die Zweck- mäßigkeit unthunlich sei. Bei der Abstimmung erklärte sich der Landtag für die Enbloc-Annahme des Entwurfs Der Strafprozeß- Ordnung und zugleich für die beantragten Abänderungen. (L. Z.)
Naffau. Wiesbaden, 31. Mar“. In der heutigen Siyung der zweiten Kammer trat Dieselbe dem Geseßentwurf der Regierung wegen Emission weiterer Noten im Betrage von 500,000 Fl. zum Zweck der Vermehrung des Betriebskapitals der Landesbank einstimmig bei. („Fr. J.)
Baden. Karlsruhe, 31. Mai. Das gestern erschienene Regierungsblatt enthält 11. A. eine Allerhöchste Entschließung des Regenten, die Einberufung des landständischen Ausschusses auf den 11. Juni zur Prüfung rer Staatsrechnungen für 1855 betreffend.
Baiern. München, 31. Mai. Die Kammer der ReichSräthe hat in ihrer heutigen Sißung das revidirte Ge- werbesteuer-Gesey in der von der Kammer der Abgeordneten amendirten Fassung einstimmig angenommen.
Die zweite Kammer berieth gestern den Antrag des Abg. Frhrn. v. Closen, „die seinerzeitige höhere Besteuerung des Ver- brauchs von Tabak betreffend.“ Der Antragsteller will dem Staats- Ministerium der Finanzen 3000 Fl. auf den Reservefonds wegen Sammlung vollständiger Notizen über Tabaksbesteuerung zur Ver- fügung gestellt wissen. Der Ausschuß ist der Ansicht, daß die StaatSregierung dieser wichtigen Angelegenheit ohnedies die größte Aufmerksamkeit schenken werde. Er schlägt deshalb Vor, auf den Antrag v. Closen's nicht einzugehen; die Kammer stimmte dem bei.
Großbritannien und Irland. London, 31. Mai. In der gestrigen (bereits kurz ertvähnten) Oberhaus-Sißung bc- antragte der Lord-Kanzler die ziveite Lesung der Bilk, Welche sich auf die Reform des Oberhauses als Gerichtshofes lexzter Instanz be- zieht (kcers' ck p0|late .1urisäicti9n Kill), und seßt die Gründe ausein- ander, melche diesen Gesehentwurs veranlaßt haben." Der nach den [an- gen Erörterungen über die Ernennung des Baron Parke zum Peer auf Lebenszeit niedergeseßte Untersuchungs- Ausschuß habe es in seinem Bc- rtxhte als nicht Wünschenswert!) dargestellt, daß die Gerichtsbar- keu des .Oberhauses einem andercn Tribunal übertragen Werde, zugleich jedoch eingeräumt, daß die Art, wie das Haus seine richterlichen Geschäfte orledige, einer Verbeserung bedürftig sei. In Wirk'lichkeit“ bestehe der Appellationshof'dcr Peers nur aus den rechts- kund1§en Lords, und da man dieselben nicht zwingen könne, den Siyun- ge'n eizuwohnen, so komme es häufig vor, daß bei Entscheidung eines MchÜJM RechtSfalles nur 3 oder 2 Peers zu Gerichte fißen, ja, manch- mal "Uk Un einziger, Nämlich der Lord-Kanzler. Diés sei als ein Uebel- stand empfuyden worden. „und um demselben abzuhelfen, schlage die Bil! vor, daß dte Krone 2 Mehrer, die 5 Jahre auf der Richterbank ge- Feffen, als Peers auf Lebenszeit ins Haus der Lords berufe, um den
Lord-Kanzler bei Abhaltung von Prozeffen leßtcr Instanz zu unter- ßüßen. Diese Peers auf LebenSzeit sollen Deputy-Speakers beißen, und ihr Gehalt soll dem der Richter in den GerichtShöfen des gemeinen Rechtes gleichkommen, Die Bill bestimme ferner, daß auch während der Prorogation des Oberhauses Gerichtöfißungen lchter n= stanz gehalten werden können. Der Bericht des UntersuchungL-AuSschHZ'x-„s thue auch noch anderer Uebelstände Erwähnung, die jedoch in der Bin nicht berückfichtigt ivorden seien, da sich ihnen auf anderem und kürzerem Wege abhelfen lasse. Dcr Carl von MalmeSbury fragte, ob die unter dem Namen Deputy-Speakers zu ernennenden neuen Richter lehter Instanz, faüs es in Folge eines Mißverhaltens von ihrer Seite nöthig werden soÜte, fie 1 rer' richterlichen Würde zu cntheben, noch Siß und Stimme als Peers behalten und ob man in Bezug auf den Zeitpunkt, Wo die Pensionsberechtigung für sie eintrete, nämlich nach funfzehnjährigcr Dienstzeit, von ihrer Ernennung zu Peers an rechnen, oder die Jahre, Welche sie vorher schon auf der Richterbank gesessen, mitzählen Werde. Lord NedeSdale entgegnet: Wenn der äußerst unWahrscheinliche Fall eintreten sol1te, daß sich einer der Deputy, Speakers eines gröblichen Mißverhaltens schuldig mache, so stehe es dem Hause frei, jene Schritte, für Welche cs Präcedenz-Fälle gebe, zu thun, um ihn seines Sißes zu berauben, während der Deputy -Speaker seiner richterlichen Functionen auf Grund von Adressen beider Häuser entseZt Werden könne. Was die Pensions-Verechtigung anbelange, so Werde die Dienstzeit nicht von dem Eintritt ins Oberhaus, sondern von der Ernennung zum Richtcr in einem untercn Gerichtshofe an ge- rechnet. Earl Grey hat im Allgemeinen gegen die Ernennung der Deputy-Speakers nichts cinzutvenden, meint aber, es Würde besser sein, ehemaligen Kanzlernals Richtern eines anderen Gcrichtöhofes, diese Würde zu verleihen. Der Bericht des Aussthusses spreche es ztvar nicht geradezu aus, daß dies ivür1schcnSWerth sci, theile aber nichtSdestojveniger, wie er wiffs, seine (Grey's) Ansicht. Zu bedauern sei ferner, daß die Régie- rung dcn Rath des Ausschusses. das Gehalt der 1121an Richter auf 6000 Pfd. fcstzuseßen, nicht befolgt habe. Die Pension eines C' Kanzlers so Weit zu erhöhen, daß fie jene Summe erreichte, Würde Wohl eiler gew6sen sein, als eine ganz neue Stelle mit einem Gehalte von 5000 Pfd. Sterl. zu stiften. Mit der Art, wie die Vill die Frage der Verleihung von Peerötvürden auf LebenSzeit behandele, vermöge er sich nicht einderstauden zu erklären. Bei dem hinsichtlich der Peer- schaft Lord Wensleydale's gefaßten Veschluffe habe das Haus fich Befugnisse angemaßt, die ihm Verfassungsmäßig nicht zuständen; durch die vorliegende Bill aber erhalte jener Beschluß des Hauses seine Bestäti- gung. Die Frage, inwiefern cs zjveckmäßig sei, in legaler Weise neue Peerswürden zu schaffen, könne bei anderer Gelegenheit wieder auf- tauchen, und es Würde daher gut sein, ins Klare darüber zu kommen, wie es damit zu halten sei. Früher habe die Krone diejenigen. Welche sie Wegen öffentlicher Dienste zu hohen Würden erhob, darch Verleihung einträglicher Sinecuren zu vermögenden Männern machen können. Das gehe cht nicht mehr an; chhalb Werde jeßt, Wenn ein auSgezeichnetcr Heerfüh- rer oder Admiral als Lohn für seine Dienste die Peerswktrde erhalte, das Parla- ment aufgefordert, eine Pension zu dotiren, Welche gewöhnlich auf dieDauer von drei Leben bewikligt Werde, so daß demnach eine erbliche Würde in Verbindung mit einer neu Vorübcrgehenden (HeidbewiUigung verliehen Werde. Es sci das ein Uebelstand, indem sich vorausssyen lasse, daß mancher Mann von hervorragendem Talente aus Vermögensrücksichren die ihm angebotene Peerswürde ausschlagen Werde. Dadurch könne ein Minister häufig in Verlegenheit gcrathen, indem er sich in Bezug auf die Wahl der Männer, aus denen er sein Kabinet bilde, auf einen be- schränkten Kreis angciviefcn sche. Lord Campbell giebt dcr Bill seine vollkommene Zustimmung und findct, daß sie gerade Weit genug gehe. Statt die Macht der Krone zu beschränken, dchne sie dieselbe vielmchr aus. Das Haus, das geeignete Tribunal für derartige Fälle, habe entschie- den, daß die Kronenichtbefugtsei, Peersivürdcn auf Lebenszeit mit dem Rechte aufSixzundStimmeimOberhansezu verleihen. DieBiUnunverlcihe ihr unter angemessenen Beschxänkungen diese Befugniß zu einem bestimmtentereck und verhindere die Krone durchaus nicht an der AuSübung irgend einerPrärogative. die sie wirklich besiyc. Die durch die Vill vorgeschlagch Ernennung von Peers auf chenSz-Zit sci nothrvendig, damit das Haus seinen richterlichen Functionen genügkn könne. Die Notijcndigkcif, das Prinzip noch Wei- ier auSzudehnen, Vermögc er aber nicht einzusehen. Earl Fißwilliam spricht sein Erstaunen darüber aus, daß Lord Campbell eine nach einer einzigen Debatte angenommene Resolution des Hauses als Landesgcsöß betrachte. Jm Jahre 1758 habe das Unterhaus die Wahl des Mr. Wilkes für Middlesex zu wiederholten Malen für gesegwidrig erklärt; dieser Erklärung sei aber ganz mit Recht keine Folge gegeben ivorden. Er würde nie erjvartet haben, von Loxd Campbell die Aeußcrung zu hörkn, daß das Oberhaus dts Königlichen Prärogativen aus*dehncn köjme. Seiner Ansicht nach habe das Oberhaus sick) in den die- Ernennung des Lord Wensleydale betreffen“ den Debatten unbefugterWeise zu einem (Hericbtßhofe aufgeworfen, ,der darüber zu entscheiden habe, was die Befugnisse des Souverains seren. Jm Comité Werde er die Einfügung von Worten Vorschlagen, durch welche das Recht der Krone in seinem vollen Umfange gewahrt Werde. Lord Campbell entgegnet, es sei ihm bei den vorhin Von ihm gethan?" Aeußcrungen gar nicht eingefalTen, fich blos auf eine Resolution des Hauses zu stüHen. Von allen Autoritäten seien vielmehr die Peers als die alleinigen Richter über das Recht, im Oberhause zu sißen, betraehtet worden. Lord Denman hält die Bill für ganz überflüssig. Er mcmt, Wenn die nicht rechtSkundigen Peers sich ettVas mehr Mühe gäben xmd sich mehr um rechtliche Fragen kümmerten, so könnten sie ein (COME!)t legter Jnstanz bilden, wie die Welt nie ein gleich treffliches gesehen hätte. Die Vill Wird hierauf zum zjveiten Male verlesen.
Belgien. Brüssel, 1. Juni. Heute Mittags trczfen der König und kurz nach ihm die Herzogin von Brabant und dre PLW- zessin Charlotte im hiesigen Palaße ein. Eine halbe Stunde spater
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langte der Erzherchg Ferdinand Maximilian, von dem Herzoge von Brabant und dem sterreichischen Gesandten begleitet, an der Sta- tion der Nordbahn an.
Spanien. Mad rid, 31. Mai. Die Anleihe von 500 Millionen Realen ist wie folgt übernommen: Von der Gesellschaft Prost 100 Millionen zu 40.90, von der Kreditbank Pereire 200
MiÜionen zu 40.51, von dem Hause Rothschild 200 Millionen zu.
40,40. (H. B. H.)
Türkei. Aus Giurgevo, vom 16. Mai, wird der „Pr. C.“ Folgendes berichtet: „Die hier garnisonirenden K. K. Truppen, 6 Kompagnieen des Thurn- und Taxisschen Jnfanterée-Regiments, werden morgen von hier über Bukarest nach Galizien marschiren und dafür ? Compagnieen des Constantin-Jnfanterie-Regiments einrücken. -- Vor einjgen Ta en gingen ? K. K. Donau-Dampfer, die 10 Schlepp- mit Genie- c*olDaten remorquirten, nach Orsova. Heute werden diese Dampfer zurückerwartet, um eine andere Abthei- lung Soldaten stromaufwärts zu befördern. An Stelle Des Kiamil Vey's ist der alte Festungs-Kommandant von Rustschuk, Mech- med Pascha, zum hiesigen Kommandanten ernannt worden. Die hiesige türkische Besaßung hatte bereits Befehl, sich auf Rustschuk zurückzuziehen, da jedoch noch eine österreichische Be- saxzung hier verbleibt, so erhielten die oEmanischen Truppen Gegen- besehle. - Die Einfuhr zollvereinsländischer und französischer Waaren ist in diesem Jahre größer, als in rem vergangenen, welches letztere schon als eines der günfiigsten für Den Handel er- achtct wnrde. Dagegen ist die Ausfuhr sehr schwach und DiePreise der LandeSprodukte gehen mehr und mehr herunter. Die Ernte- Ausfichten sind in Folge des sehr fruchtbaren Wetters giinstig. Doch muß bemerkt werden, daß wegen großen Mangels an Arbeitskräften nicht die Hälfte der friiher bebauten Aecker be- stellt wurde.“
Aus Jassy meldet man der „Pr. C.“, daß die Gewißheit rer baldigen Eröffnung einer moldauischen Hypotheken- und Dis- konto - Bank bereits wohlthätige Wirkungen geäußert hat. Fürst Ghyka hat nämlich befohlen, im ganzcn Lande die gerichtlichen Subhastationen bis nach Eintritt der Bank-Thätigkeit zu sistiren. Diese Maßregel ist dort allgemein mit dankbarer Anerkennung be- grüßt worden.
Von der unteren Donau schreibt man der „Pr. C.“ unter Dem 15. Mai: „In den Gegenden vou Baltschick find bereits von der türkischen Regierung eine große Anzahl mohamedanischer, aus Der Krim gewanderter Famélécn auf Regierungskosten angesiedelt worken. Wie wir ersehen, sind auch schon viele Christen dem Beispiele der Türken gefolgt und lassen fill) in den fruchtbaren Ebenen der Do- brudscha nieder. Die in Sumla, RaSgrad und Térnova lagernden Truppen des englisch- türkischen Kontingents haben bereits Befehl erhalten, stch zum Abmarsch bereit zu halten. Wie wir aus glaub- würdiger Quelle erfahren, sind diese Truppen bestimmt, noch Affen zu gehen. Bis zum Abmarsch sämmtlicher' Truppen dürfte aber noch einige Zeit vergehen, da nicht alle beritten sind und die Vor- handenen Pferke nicht zu den bestgepflegtesten gehören, obwohl die englische Regierung bedeutende Summen zu Deren Anschaffung und Verpflegung verwendet hat.“ ,
Rußland und Polen. St. Petersburg, 29. Mar. Die heutigen Blätter veröffentlichen nachstehenden (in Nr. 127 d. Bl. bereits telegrapl)isch erwähnten) Was an Den dirigirenden lSenat Vom 17, Mai, welchcr vollständig nach der „Senatszcitung“ outet:
„Da Wir die Volkaildung, als Unt-srpfand für das künftige Ge- deihen Unscrcs gelisbten Rußlands, als einen der wichtigsten Gegenstände Unserer Sorge für den Staat betrachten, so Wünschcn Wir die Lehran- stalten vom Ressort des Ministeriums der VolkÖaufklärung unter Unserer nächsten Aufsicht und Obhut zu schen. Indem Wir im Hinblick darauf die Verivaltung des Ministeriums der Volksaufklärung und der demsel- ben untergebcnen Anstalten in ihrer jeyigen Einrichtung bestehen lassen, erachten Wir es für nöthig, von sämmtlichen wichtjg2ren Vér- fügungen fortlaufend Kenntnis; zu nehmen, und befehlen des- halb in Ergänzung und Abänderung des Sswod der (Heseye (AuSg. v. 1842) T. 1. Statut des Ministcrcom. Art, 14 und Statut des Minist. der VolkSaufkl. Art. 1404, 1405, 1410, 1411, 1412 und 1413: 1) Die Protokolle der Obcr-Schulverjvaltung über alle auf Abänderung der innkren Einrichtung der Lehranstalten und der inneren Verkvaltung derselben, so wie auch auf Abänderungen im Lehr- und Er- ziehungsjvescn überhaupt sich beziehcnde Angelsgenhciton U11mitfclb_ar im Original Unserem Einblick Vorzulcgen. 2) In solchen Fänllen, Wo sich in den Anfichten der Ober-Schulvertvaltung und des Ministers der Volks- aufklärung eine Differenz ergiebt, hat der Minister in emem etgcnen Vortrage sojvohl seine Meinung als die der Obcr-Sch111verWaltung Unserer Entscheidung Alleruntertbänigst vorzulegen. 3) Vorstellun- gen zu Belohnungen von Personen aus dem Resort des Ministeriums der VolkSaufklärung sind unmittelbar Unserer Bestä- tigung zu unterbreiten nach abgegebenem Gutachten der 'Wer-Schulver- Waltung: die Ertheilung von einmaligen Unterstüxzungen m dersch1e_denen Fäüen aus den überschüsfigen, ökonomischen und, anderen zur Verfugung des Ministeriums stehenden Summen i'vlird, d'efinfttiv vpn der Ober-Schul- verwaltung bestimmt, ausgenommen die1en1gcn emmalzgen AuSzahxuygen, Welche vermö e bestehender VerordnunZen der Entsche1dung dxs MUUskeks der Volksauf lärung überlascn sind. ) Solche AngelegenhUkén- Mlchc
Unserer Bestätigung unterlie en und u leich in all cmein : menhange" Wit andern ZweiZen der zSJaatsvertvalthg steeFenZUsxin nach gehortger' Dyrchficht und Prüfun in der Ober-Schulverwal- tung, wenn s1e threm Inhalte gemä bei dcrselben einzubringen find, hex _beftebeyden Ordnung gemäß, dem ReichSrathe oder einem der MtnxsierZComtté's, dem kaukasischen oder fibirischen, je nachdem es erforderl1ch Lst, voxzulegen, 5) Da die der Prüfun der Ober-Schul- vernoaltung unterl1egenden Angelegenheiten ihrem We cn nach dem Resort des Departements der Volksaufklärung angehören, so soll der Vice-Direk- tor dteses Departements Geschäftsvführer der Ober-SchulverWaltung sein. 8) Als abgesonder'ter Tßetl dcr Ober-Schulverwaltung soll bei derselben em. gelehrxes Comtté err1chtet werden, auf den Hauptgrundlaqen, Welche Wtr auf dre Allerunterthänigste Vorlage des Ministers der Volksaufklärung vom 8. März d. J. schon gutgeheißen haben. Und 7) hat der Minister por Volksaufklaru'11g Hte erforderlichen Regeln, !velchedas gelehrteComité ZÜlesZmer Thattgkett letten sollen, abzufaffcn und Unserer Bestätigung vor- en.
Schmeden und Norwegen. Stockholm 28. Mai. An “des auf sein 'Ansuchen in Gnaden verabschiedeten ,Staatsraths ertlxrrn Pglmsfxerna Stelle ist StaatSrath Gripenstedt zum Ftnanz-thster exnannt worden. Der Haradshöfding und frühere Revifions-Secretarr L. T. Almquist ist zum StaatSrath (ohne Portefeuélle) ernannt.
, Danemgrk. Kopenhagen, 1. Juni. Die Session des RetchSraxhs Wird erst morgen geschlossen. Auf der TageSordnung Dtese„r Stxzung steht blos die dritte und leyte Verathung über die Veraußerung der lauenburgischen Domäne Hollenbeck. - Gestern waren die Mitglieder des ReichSraths beim Könige zur Tafel. _- Der öffentlichen Sitzung ging gestern eine geheime Voraus, in welcher Die Regierung dcm Reichsrathe Mittheilungen über den Stand der Sundon-Frage gemacht haben soll.
Asien. Die, mit der leyten Ueberlandpost eingegangenen Nachrichten aus China, welche aus Hongkong bis zum 15. April reichen, bringen nur die gewöhnlichen einander widersprechenden Gerüchte über den Fortgang der chinesischen Rebellion. DieHaupt- massen der Jnsurgenten scheinen noch immer bei Nanking und Tschin-Kiung zu stehen und die Kaiserlichen Truppen außer Stande zu sein, denselben etwas anzuhaben. In und um Shanghai herrscht jetzt vollkommene Ruhe.
London, Montag, 2. Juni, Nachts. (Wolff's Tel. Bur.) In der so eben stattgefundenen Sixzung des Unterhauses ant- wortete Palmerston auf Roebuck's desfallsige Anfrage, Daß nicht der pariser Kongreß, fondern jede Regierung ihren Kommissar für die Fürstenthümer gewählt habe. Mac Gregor sprach sich gegen die in Griechenland herrschende Verschwendung aus, und frag, ob Die englische Regierung Griechenland nicht zur Zahlung seiner Schuld zwingen Werde, worauf Palmerston erwiederte, daß die Geranien dieser Schuld nicht einzeln, sondern nur gemein- schaftlich einen Zwang gegen Griechenland anwenden könnten. -- Der Schaßkanzler beantragte auf Freitag die Niedersexzung eines Sonderausschusses, um den Einfluß zu untersuchen, Der bisher durch den Sundzoll ausgeübt worden sei".
Kopenhagen, Montag, “.?. Juni. (Wolff's Tel. Bur.) Heute Wurden die Sißungen dcs ReichSraths geschlossen. Der Regierungs-Antmg, betreffend ken Verkauf der Domäne Hollen- beck, konnte nicht erledigt werden, weil viele Mitglieder des Reichs- raths bei dcr leYten Sitzung fehlten, so daß nur 42 derselben an- Msend waren, Von welchen Drei nicht mitstimmtcn.
Gewerbe- un'; Handels-Nachrickpten.
Bremen, 2. JUni, Das Dampfschiff „Hermann“ ist heute frük), nach einer sehr prompten Fahrt Von Southampton, in 42 Stunden, nut 220 Passagieren für Bremen, don Ncw-York auf Der Rhede won Bremerhaven eingetroffen. (Wes. Z.) . _ , '
Peteröburg, L7. Mat. Der Kmser bar zjue1_11€ue GcseUschaften von Actien bestätigt; die eine Übernimmt die Vom H„ofbanquxer Herrn Baron Stiegliz bei Catharincnhof angelegte Zuckerfabrtk und 91th 2000 Actien a 500 S. R. (also ein Anlage-Kapital von 1 Miüion S. R.) aus; die andere, cine See - Affckurenz - Gcsellfchaft in Riga, für Schiffe. und Ladungen anf Seen, Flüssen, Häfen un_d Rheden, unter Hsm Namßn: „Erste Rigaische See-Vkrsicherungs-Gesellschaft““ gtebt ebenfaüs Z000 Llctten a 500 S. R. aus, mn cin Kapital von 1 Miklion zu erzielen. D1e letz- tere wird von dem Börsen-Comiiéz in Riga gegründet. (H. B. H,)
Flak'ktZ-“xrejgo. Zson, (1611 2. Junk.
Zw l-zUÉe: Roggsn 3 80-1» 11 ZZr. 3 [)s., auch 3 Utblr, 8 Sgr.
9 kk. Uater 1 Ütblr. 20 Sgr. Zu Masser: Weiss:; 4 Ltd“. 27 Sgr. 6 Lk., auch 3 Ütbb',
10 Sgr. Roggen 3 thlr. 12 551". 6 Pk., auch 3 Ütblr. Crosse Letzte: 2 Ktblt. 11 831“. Z kf“. , aucb ?- Ütblk. 5 531:- Uafek 1 Utblr. 17 5:1“. 6 Lk., aucb 1 17111111". 12 ZH". 6 [)1. Ürbzed 3 Ürblk. 13 Sgr. 9 [,k-,
auch 2 Ütblt. 27 531“. 6 ])k.
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