- ., ** .“ *! . , !* ** . «*,-;
SRHV
:::-«ck"*
*!*-.|-
1418
unter Nummer 1, 4 und 5 vorgeschriebenen Fällen eine Auflösung der Bank nur eintreten, Wenn der VerivaltungSrath dkn Antrag dazu stellt und in einer, den ZWeck darlegendcn Bekanntmachung cine Genera]- Versammlung nach Vorschrift der Statuten berufen Wordcn Zst. Ole Auflösung findet aber dabei nur dann statt, Wenn mindestxns zivex Drttxel der anwesenden Actionaire für die Auflösung der Bank sttmmen und dte- ser Beschluß die landesherrliche Gex1eZ111igung erhält. 6“
Die eingelöstcn Noten sind untc'r Aufsicht “dcs Kymmissar's Her Königlichen Regierung zu Vernichten und dixs lmitelst c1z1cs gertchtlnh oder notariell aufzunehmenden Dokuments, m Welchem dte Noten nach Nummern genau bezeichnet sein müssen, zu benrkundep.
Dic Beträge der nicht eingelösten odcr präkludxxton RYAN werden nach nähsrer Bestimmung des Vcrivaltungsrathcs zt: nnldthättgen Zjvcckcn derivendct.
Z. 63._ ,. . .
Nach becndigtem Liquidationsgeschäst 11t eme: (Hemeral-Bcrsanynlmxg
von dem Verjvaltungsrathe „nach den im gcgcnjvartxgcn Statut fur die
Convocation gegebenen Vorschriften zum Ztveck der VorlngUZ der Schluß- rechnm1g und Erthcilnng der Dcchqrgc zu berufen. DW 1301! den 111 „ dieser Versammlung anivrscnden, mcbt zur-Verjpaltung gehorendech- , tionaircn erthcilte Dechargs befreit sän11ntl1che Verjvaltungs-Vorstande ? dieser Bank, den Actionairén gegenüber, Von allem und jedem fernefrcn Z Nachmeis, so wie Von jedem Ansprnckyc Wegen der erfolgten Liquidanon. , Eine gleiche rkchtliche Folge tritt cin, quxs in der (H„eneral-„Ver- ? sammlung kein bei der Verivalkung nnbcthmltgter Actionmr crschtencn Z
ist und sich dieser Fall in einer _zjvcitcn, kigcnds zu diesem Zjvccks bé- rufcncn (Hencral-Vsrsammlung tv1cdcrholt hat.
Zur Decharge dsr Verivaltungs-Vo1*stä11_dc durch dix Genexal-Vcr- z „sammlung im Falle der Liquidation des Ge1chäfis ist ]edoch jedenfalls )
cine Stimmen-Mehrheit don drei Vierteln der Vertrct€11cn Action cr-
orderli . f ck Z. 64.
So Weit dieses Statnt nicht ablvcichcndc Bestimmungen enthält, „fin- ; den die Vorschriften dcs Gcscßcs Vom 9. November 1843 „Über Actum: ;
Gesellschaften“ auf dsc Magdcburgcr Privat-Bank AnMndUng. T i t c [ UU]. Vond91*Obcraufsichtdes Staates. 65.
Zur Wahrnehmnng ihres O er-AuffichtSrcchtc-„s ernennt dic Staaxs- : Regierung einen Kommissar, Welcher befugt ist, aÜen SiHungcn der Di- ? rcction und des VermaxtungSrathc-Z oHne Stimmrecht bcizuivohnem, so ; wie von (10211 Büchern und Scripturcn dcr (HeseUschaft jederzeit Einsicht ;
zu nehmen, auch die Organe der Gesellschaft güliig znsammsn zu berufen. Er bat sorgfältig darübcr zu machen, daß die Vorschriften des "Statuts in allen Punkt?" znr Ausführung gelangen.
Der Staat ist für die Operationen der Bank nicht Mrantkvortlich.
ck.
Q u i t t u n 9 über die auf die Actie dcr Magdehyrg
g,- :_
g eleistétéÜÜOilelung. Erster Zeichner
hat Linbunäerr ']"kmlar im 21 Guldevfuße Lingszählt.
Nack) vöüigcr Einzghlung Von sümilmmlerc "111.116sz im 21 (Huldcn- J fuße wird dem rechtmäßigen Besißer dicses Quittunngsgcns, gcgen Nück- ?
gabe dessélbcn, die mit obiger X0. ..... bszeickwete, auf den Namsn des Inhabers lautende Actie überliefért. Magdeburg, den ...... . ..... Für die Magdcbnrger Pribat=Bank. Die Aéltesten dcr Kaufu1mmschaft zu »))kagdebnrg. U. J". ds. “'.? N. W".
) | '
Zz. Formular der Actie, MagägburZer [)rix-at - Zank, gegründet durch notarieÜen Vertrag vom . . . . . . . . . . . bestätigt durch Königliche Kabinets-Ordre vom ...... „
Zänk-JUJS NL; ;ck"- „Z? Über [**i'mf' Uunäert, “[*bulur [)rux255i5cb (Jonmnk.
Der A. d;“. (Stand, Wohnort) hat den Betrag der Aktie „4:5 mit ]“ünf U1mél€kt k[*bxxle'ru geleistet und alle statutemnäßigen Rechte und Pflichten dadUrch “ srlvorben. *
Magdeburg, den ....................
Dcr Vertvaltnngs-Nath. _
Dieser Actie sind auf 5 Jahre Dividenden1cheine, auf jeden Inhaber lautcnd, nebst Talon [»eigcgcbcn, Mlche nach Ablauf des [Men Jahres durch neue ct'scxzt wcrdsn, Eingetragen zul) 1%]. ............... des Registers.
1) Das Anrecht auf umstehend bezeichnete Actic NY" .......... ccdirc ..... an .
Werth erhalten. ............... dcn (Unterschrift.)
Genehmigt. Magdeburgér Priwat-Bank. R. ds, U. R.
(wic dorstx'bend )
2) Auf die odenerwäynte Actie- find ferner Nthlr. im 21 Fl. Fuße singezahlt Worden.
Magdeburg, den .......... Magdebnrger Privat-Vank. (Unterschriften.)
3) (wie WrsteHsnd.)
4) desgl.
1) Das Anrecht auf mnstehend bezeichnete Actie NH cedire Werth erhalten.
. dcn . (Unterschrift.) Genehmigt. - Magdeburger Privat-Bank. DT. R. ** *I". W“.
2) Das Anrecht auf umstehend bezeichnete Llctie NL)" cedire ..... an ............ Werth erhalten.
nters rit. Genehmigt. ch f) Magdeburger Privat-Bank. U. W“, V'. I',
chgl. ec.“ ] !
(2.
Formular des Dividendensobeins. ]) Hibidendenschein zu der Actic „:P-' .. der Magdeburger Priwat-Vank. ' Der Inhaber diesks Scheins erhält gegcnxdeffcn Rückgabe aus der
Kaffe der Magdeburger Privat-Bank diejenige DiVidcnde ausgezahlt, * "_-
Mlche durch öffe1xtliche Bekanntmachung ch Directorii der Bank für das Jahr ..... festgessYt Mrden wird. Magdeburg, dcn Magdeburger Pridat- Bank, (Stsmpcl) Der VerWaltungsratw. DU" Rsndant. 2) (wie Vorstehend) 3) 739891. 4) déög]. 5) OZSJl. Magdeburger PrWat =Banf. Antwoisung zum Empfange der zivcitcn Serie der DividcndcnsMinc znr Artie . 5,9"
Inhaber empfängt am ............... gegen diess Antvcisung nach ;“
3". der Statuten am SiHe der Gesellschaft die 1]. Serie der Divi- _
' Dendemsch€ine zur vorbczkichnctcn Aeris.
Magdeburg, den .................... 'Der Verkvaltungsratb,
Néixxißexwm fiinaW-cä', “.,.-erer“: Uu?» :»ffeNtltche Nr?eté»;n.
Der bisherige Königl_iche Easex:bayn-Haupt-Kasscn-Buchhalter Heinrich Utermann ixt zum Königlichsn Eisenbahn-Biireau- .*:xx-
Vorsteher ernannt und als solcher bei der Königlichen Eisenbahn- Direction zu Elberfeld angesteUk worden.
“
Angekommen: Der Chef kes Ministeriums für die land- wirthschaftlichenAngelegenheiten, Freiherr von Manteuffel, VVU Dirschau. *
Der Erb-Küchenmeister inAlt-Vorpommem, Kammerherr Graf von Schwerin, von Sch1verinsburg.
Abgereist: Se. Hoheit Der Herzog Will,)?[m von Mecklenburg-Schwcrin, nach der Provinz Preußen.
-„ „„._ „ ., „„. ., _ ; .I.“? u.:WxYéY-xz-ZLKMW
“1419
NZÖLLthiéHQÖ.
reu. eu. Stettin, 23. Juli. Das Post-Dampfschiff Pn-FßischexJ Adler“, aus Kronstadx am 19ten H. M. abgegangen, ck hier gestern Mittags 11 Uhr zmt 96 Passagteren eingetroffen.
Düsseldorf, 22. Juli. Dte„Stadtverordneten-Versammlung hat von dem ihr durch die neue Sta'dte-Ordpung Verliehenen Rechte den Gebrauch gemacht, Daß fie m threr' Stßung vom 8ten ,d, Sr. könig!. Hoheit Dem Prinzen Friedrtch urzd Sr. Hohett rem Fürsten von Hohenzyllern - Sigmartngen. das Ehren- bürgerrecht der Stadt Düsseldorf yxrliehen hat. Dre betreffßxnden Diplome wurden den hohen Ehrenburgern am gestrtgen Tage„u_ber- reicht nnd von denselben huldvoll entgegen genommen. (Duffeld. Zeitu/W.) * , 0 „ ,
a en. Koburg, 21. „Juli. Wie Dte neueste Nummer des Öziecrlkxßgsblattes mittyeilt, hat das Staats :„Ministerium die Wahlen zu dem noch in diesem Jahre verfassungsmaßig zu berufen- ren neuen Lanvtage angeordnet und es sollen DeWalb sofort durch die Kommunalbehörden die Ortswahlbe'l)öt*den gebildet werden.
Nassau. Wiesbaden, “21. Juli. In Der heutigen Sitzung der Zweiten Kammer rechtfertigte der Abg. Braun den von ihm gestellt?]! Antrag 1) wegen Refoxm dex Bunchexfafssung Fnamentlick) durch Herstellung cmer krafztgen und ethtFichen BundeSregierntig, Vertretung rex Nationher Derselben; Beseittgnng Des Erfordernissxé der Stimmenemhelligkett, besonders bei sog. „Je- meinniixxigcn Anstalten“; Errichtung eines BundesgerichtshofW) und “,?) wegen Reform durch Dkn Bund, (namentlßch einheitliche Regelung von Münze, Mgaß und chv1chtz gemcmsamc Gesey- gebung über Hetmatl)c5-, Ntcdcrlassungs- und Gewexbebereckßtgung; “cin aÜgemeines dcnkschcs Handengeseybucl); normattvc Besttmmunz «an über Den Cileszcß, bcsonkers gegenseitige Vollstreckbarkctt *Der Urthcile), in einem ausführlichen Vortrag. Seitens Der Rc- gierung erklärte man W) für Den zweiten und gegen den Erstkn Theil “res Antragss. Nach einer "längeren Debatte wurde die In- 1;etrachtnahme, mit a[lcn Stimmen gegen eine, beschlossen und eine Kommission zur baldigen Begutachtung gewählt. (Mittelrh. Z.)
Frankfurt, 19. Juli. In der Bundestags-Siyung vom 17. “D. Mts. ließen mehrere RLgiLsUUZLU im Vollzug? Des (111114. Jcbruar [. J. gefaßten Beschlusses anzeigen, daß sie es nicht für angcmcffcn erachten, Die zur Verhinderung des Nachdrucks bestehenden bundesgéscßlickxn Bestimmungen zu dem Zwecke einer Modifémtion zu nnternoerch, um “den in öffcntiickxn Blättern auf- genommenen telcgraphisMn J“?achrichtcn Schutz gegen Nachdruck xu ngälU€UZ eine Regierung ließ aber ihre (Hencigtlzcit, anf Tes- fallfigc Verhandlungen einzutreten, für DM Fall kund geben, daß fick) die Mehrheit hierzu bestimmt finkeu sollte, Wenngleich sie die Zweckmäßigkeit unrAusfijl)rbarkeit derartiger Maßnahmen bezweifelt.
Nash Antrag der Militair-K0mmission genehmigte Die Ver- sammlung die Vornahme ausgedehnter Schießversuche aus den GL- schüßkn (*iULL' Bundesfcskung und wies Tie Merzu erforderlichen Mittelan. Sie gewährte ferner einem vormaligenBel'ienstcten Der deutschen Flotte, dcsscn Erbverblosigkcit und Hiilfsvekürftigkcit zu- reichend nachgewiesen worden war, eine weitere Untersxüxzuug.
In Der Reckamationösache der im König.,rcicße Württemberg begüterten StandeEhcrrcn wegen Beeinträchtigung ihres RechtSzu- standes sind, in Folge des Bundesbeschlusscs vom 25. Oktober vo- rigen Jahres, seither Vergleichs-Unterhandlungen zwischen Vertre- tern dcr Königl. wii1“ttem'l*-crgischen Regierung und dem Bewoll- mächtigten der Herren Reklamantcn gcpflogcn Morden, und es haben kkksklbkn zum Abschluffe eincr Uebereinkunft gcfiih1't,-welche Sine befriedigende Erledigung der Sache in AusficHt ßellt und Welche von Seiten der StandWherren bereits ratifizirt worden ist, zur Zeit aber Dcr Genehmigung der Königl. Regierung noch cntgegensicht. Dilcsc Uebereinkuuft ist nun von dem BcVoUmächtigten Der Herren Reklamantcn Vorgelegt worden, und es beschloß die Versammlung, desen Efngabc der Königl. wiirttembergischen R9gierung mit dem CL“sUchM zuzustellen, ihre hierauf beziigliche Erklärung in Bälde Unthgelangen lassen zuSwollenJ kf d r sck Rl
wi en der reien takt ran urt und en eut )en )ein- Uferstaatcsxcth bestehex bezüglich des Anspruchs dcr ersterkn auf eine snbsidiairc Rhein-Octroi-Rente Differenzen, zu deren Verhandlung und Entscheidung das austrägalgcricl)tliche Verfahren eingeleitet ist. Der Fürst und Altgraf Von Salm-Reife1'sckeiD-Dyk, Welcher einen AWM an gedachtcr Octroi-Rente beansprucht, hat gebeten, ihm die Geltendmachung seiner kcsfallsigen Rechtszuständtgkeiten und Ansprückw in dem eröffneten Austrägal-Verfahren zu geßatten, UNd es hat Die Bundesversammlung beschlossen, zunächst dax, Re- Hierungen der betheiligtcn Rheinuferstaaten um ihre Erklarung nber diesen Antrag zu exsuchen. Aus Anlaß einer neuerlichen VorßeÜUng des genannten Herrn Fürsten beschloß die Versamm- luUI; demselbcn den Inhalt der bisher eingegangenen zustimmenden
Zklarungen zu eröffnen, die mit ihrer Aeußerung noch rückskändige hoch|e Regierung aber um deren baldige Abgabe zu ersuchen.
Die Reclamations-Kommission zeigte an, daß sie abermals eine formelbund materiell zur Berücksichtigung nicht geeignete Privat-
Eingqbe zurückgelegt habe, und der Ausschuß für Militair-Angele- genhettcn e„rstattete zwei_ Vorträge, auf welche zurückzukommen man sich vorbehalt, wenn [ne Abstimmung über dieselben erfolgt sein wird. (Fr. Bl.)
Schweiz. Bern, 19. Juli. Die Bundesver a tmlu1 heute die Anträge des Bundesraths: 3) die Besoldunßz ndes ;thecJ-t zerischc-t) Geschäftsträgers in Paris von 24,000 auf 32,000 F1“- zu erhohen, b) die „Besoldung rss Geschäftsträgers in Wien auf 18,000 Fr. festzusetzen, 6) dem General-Konsul in Washington für anzlea-Ausmgen 500 Fr. zu vergüten, in Der Art genehmigt, daß bet Paris die Besoldung auf" 36,000 Fr., mit vollkommener Spor- teljreiheit fiir al1e Schweizer festgestellt worden ist, wonach die betden andern Anträge einfach angenommen wurden.
, Belgien, Brüssel, 21. Juli. König Leopold hielt heute
Mittag von Schloß Laeken aus seinen Festeinzng in unsere Stadt. An der Porte" de Lasker! wurde er vom Bürgermeister ke Brouckere und den Schoffen der Stadt empfangen und hörte die Rede Des er„stexxcn mit so sichtlicher tiefer Rührung an, daß er mehrfach qe- Yothtgt w-nr, m,:t dem Schnupftuche über die feuchten Augen “zu [ahrcw Jn sctner Antwort, die er Vor innerer Erregung kaum Yervorztftbrmgen vexmochte, erwähnte er die Seltenheit einer solchen xzubelfejer und prtes Don guten Sinn, wie Die Weisheit dcs bel- gischen Volkes, “welchc Durch so manche Wechsclfälle des Schicksals ras,L_and fortwährend auf der Bahn des Fortschritts und Der Woy1sahrt gehoaltep hätten. Der Zug des Königs nahm denselben Wkg, der bct smnkm Einzuge in Brüssel im Jahre 1831 einge- schlggen wyrd. Diesmal rit'rkn jedoch seine beiden Söhne ihm zur Setra und sxlgten in prachtVollem sechsspännigen Wagen die Prinzessin Charlotte, [eme T0chkék, und die Herzogin Von Brabant. Ange- kommmz am der Place Royale, ward dcr Zug von den noch übri- gxn MttZlickexn des 1830er Kongreffes in Empfang genommen und [W an dw _Place St. Joseph geleitet, Wo Die Hauptfeierléchkeit des Tagesstattsand. Dcr Könrgliche Zug langte um “LMU“ 20 Minu- ten be!. dcm Vor dem Place St. Joseph errichteten Ehreubogen an, und ward daselbst der König von Den Ministern empfangen und zu Jnß an Tkn Thron geleitet. Sobald er angekangt war, wurden 1k)m Yom „Scxmt und Der Répräsentanten-Kammer in 420-130“? Die AD„re'sxcn uberrcicßt, Von Denen bereits gesprochen und auf die der Komézxfolgenke Antwort ertheilte: * „Herr Präsident des Senats! Herr Präsident der Repräsentanten- Kannper! Ich bin tief gerührt Von dcn edlen (Hofinnungcn, die Si? in zuglexch so herzlicher und so Erhabencr Sprache angcdrückt haben. Jeb glaube bei diess!" feierlichen Anlasse an cinigc Stellcn der Roede vom 21. Juli 1831 erinnern zu dürfon: „Ich habs diE Krone, die Sis mir dgrgxbotcn haben, nur in dcrA[*s1'cht angknommcn, einc? (“ÖM so edle als nUthchc Ayfgabe zu wollführcn _ die nämlich, bcrufen zu sein, die Justi- tnjtwncn 911165 hochherzigon Volkes zu [*kfcstigen Und seine Unabvämgiq- keix anfcccht zu erhalten.“ Dio Vollfsjhrung diescr großen Aufgabe stiéß ays zahlrtziche Schwierigkciten. Die eben erst crrnngcmz Unabhängigkeit dtcscs guten Volkss stcljtc sich wie ein Problem hin bor dms mißtmucnds nnd [n'torgts Europa. S€i11c freien Justitntioncn, anßcrbalb jedes Yu- thuns dcs Königstkmms begründct, battsn noä) nicht die Wcihc der 'Er- faerng empfangen könm'n. Seine improvisirtc VerWaltUng harrtc der Umgestaltung seiner organischen (HeseHs. Dic GSMÜkhék Waren gcthcilt durch [sidensäsaftlicbe AY'ichtcn nnd eifersüchtigc Einflüffe? Die mats- riellcn Interessen, plögli ) gestört, Waren besorgt wegen der Jakunft.
„Bald, Dank dem gntcn (Heistc des Landes, crschisnen Oanung und Einheit im Schooßc diescr angenblickliÖcn Verwirrnng; dcn ijcifcln Und dén Bcsorgnissen folgten das Vertrauen und di? Sicherhc'kt. (He- kräftigt imJnncrn dUrch di? Errichtung seiner vsrschiedcncn Vertvaltungcn und dxtrck) djs Gründnng cincr nationalen Dynastie, trat das Land aus seiner traurigen Vercinzclxmg beraas und sah ssinc Unabhängigkeit durch dic feierlichstcn Verträge gewährleistor. Eine Umsichtige Thätigkeit Wurde den Vautmr von öffentlichem Ruxzsn angeprägt. Das Bestehen einer Armee, stark durch Unterricht und Mann-Zzucht, Wurde gcsickycrt. Die Quellen der öffentlichcn Wohlfahrt öffneten sick) wieder, Handel und Ge- ivcrbfteiß entwickelten sick) mit einer Maschbeit, die ans Wunder renzts, und jene alte und kostbaxc Industrie des Landes, der Ackerbau, ;olgtc diescr chvcgung durch Misc Verbesserungen. Dic Litsratur, die Wissenschaften Und die Künste glänzten, wie in den schönsten Tagen un- serer Geschichte. Eine Prüfung fehlte noch unskrcr Nationalität: eine K*risis brach aus, eine tiefe, aÜg9mcinc; aber gcrade in dieser K'rifis WUszte Belgien neue Kräfte zu finden, nene Beweise seiner Lebensfähig- ksit zu geben, neue Ansprüche anf die aUgcmcimc Achtnng zu erwerben. Ich schreibe garn der Nation selbst die Ehre“ cincr bevorrechte'tcn Lage zu, Welche die' Kühnhcit unserer Hoffnungen zn Überbictcn schcint. Die alte Sittlichkeit der belgischen Bevölkerungen, ihr tiefes Pfiichtgcfsibl, UW richtiger Sinn, ihr praktischer Geist, ihr Eingehen auf die bätcrlichen Absichten ihres Königs, alle diese vereinigten Eigenschafton bach mächtig beigetragen, fie die Gefahren der Hinrcißungen nnd der Ucbcrtrcibungcn Vermeiden zu lasen und ihnen instiktmäßig dic Wahrcn Bedingungen un- seres politischen Bestehens zur Erkenntnis; zu bringen.
„Meine .Herren! Seit 1830 hat Belgien im sittlichen, Wie im 1110- terieUcn Bereiche die Arbeit cines ganzen Fahl'hUUÖMÖ zu UVÜÖÜUSÉU gcivußt. Es bleibt uns eine“ Pflicht zu erst“! cn, die nämlich, das Werk seiner jungen und glänzenden Civilisation in demselben Geiste, der bei seinen Anfängen obwaltete, fortzuseßen und zu wollenden. In der Ver- gangenheit war es die Einigkeit, WLlchL unsere Stärke geschaffen hat, in den Tagen des Triumphs unsere Nationalität, wie in den Tach dcr Prü- fung, in denen sie ihre Kraft gcjtählt hat. Für die Zukunft ist es eben-