1856 / 240 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

' 1.950

Instiz YMiuisteriym.

„Der Kreisgxrirhts-Rath Kairies zu Rechtsanwalt im Bezirke des Krengerichts zu Grandenz, unter Anweisung seines Wohnfißes in Graudenz, und zugleich zum Notar im Departement des Appellationsgerrchts zu,Marienwerder, mit der Beskinämung ernannt worden, st'att seines basherrgen Amts- Charakters fortan den Titel eines Justtz-Raths zu fuhren.

Der Kreisrichter Kosky zn Lobsens ist zum Rechtsanwalt für den “Bezirk "des Kreisgerichts zu Schubin und zum Notar rm De- partement des Appellationsgerichts zu Bromberg mit Anweisung des Wohnsihes in Schubin ernannt wwrden.

Marienburg ist zum

Mi'aéftekxu1-41 DLL geißliéxzew, UntL-YTÉÉJTS = 1144?» TWedizirz 17:1 = AugelegendNtsxs.

Dem Mufiklehrer Und Komporristßn Flodoard Geher zu Berlin ist das Prädikat „Profcffor“ hergelegtz

Am evangelischen Gymnasium zu Glogan der ordentliche Lehrer Gustav Eduard Stridde zum Oberljehrer ernannt und der Kandidat des höheren Schulamts ])r. thhelm Theodor Paul als ordentlicher Lehrer angeßellt; so wre

Die Berufung des Streit'schen Collaborators 141'.1Er_nst Hermann Bremiker zum ordentlichen Lehrer am Berlrmschen,

Gymnafium zum Grauen Kloster genehmigt worden.

“Finanz : Ministerißxxa. Haupt-Verwaltung der Staat-Iscbulden.

Bekanntmachung vom 27. September 1856 -- be- treffend die im Michaelis-Termine 1856 zu Merseburg ausZeloosten, vormals sächsischen Steuer-Kredit-Kassenscheinc.

Bei der unterm heutigen Tage hierfelbst erfolgten Verloosung

der im Jahre 1764, so wie der anstatt der frühern rtnverrvechsrltcn

' und unverloosbaren Steuerscheine_im Jahre 1836 auögefxrttgten Steuer-Kredik-Kaffenscheine, sind folgende Nummern behufs Deren Realisirung im Ostertermine 1857 gezogen worden.

1) Von den Steuer-Kredit-Kasserr-Séheinen aus dem Jahre 1764. "

Von 1211015» 31000 Thaler:

Nr. 646. 673.1064. 1439. 1569. 1578. 1925. 2607. 3700. 4688. 4999. 5029. 5541. 5757. 6344. 6614, 6758. 6956. 7370, 7473. 7902. 8512. 8593. 9134. 9446. 9490. 9640. 9990. 10,348. 10,373. 10,839. 11,206. 11,308. 11,423. 11,485. 11,527. 11,531. 12,058. 13,353. 13,589. 13,946. 14,209. 14,465. 14,437.

Von bitt. 13. 3 500 Thaler:

Nr. 780. 796. 1333. "1885. 2314. 2886. 3201. 3471. 3694. 3797. 3893. 4054. 4123. 5086. 5677. 5831. 5887. 6643. 6958. 7366. 7828. 7888.

Von bitt. ]).3100 Thaler:

Nr.106. 110. 622. 1327. 1476. 1482. 1512. 1706. 1842. 1987. 2032. 2045. 2456. 2629. 2781. 2787. 2836. 2930.

3662. 4699. 6035. 6659.

*2) Von den Steuer-Kredit-Kassenscheinen aus dem

Jahre 1836. ' Von [,itt. A. 3 1000 Thaler:

'Nr. 36. 60. 141. 156. 159.

Von 1.111. BIZ. 500 Thaler:

Nr. 2. Von l-itt. C, 3 200 Thaler:

Nr. 49. 62. Von bitt. E. 9 50 Thaler:

Nr. 5.

Außerdem sind Von den unverzinslichen K'11mnrer-Kredit-Kassen= SCHAUEN UW 133- 31 43 Thaler die Scheine Nr. 6484. 6495. 6807 6997. 7207 und 7664 zur Zahlung im Osterfermmc 1857 ML geseht worden.

Die Inhaber der vorVerzcichncten verloosten und resp,“ zm. Zahlung auSgesthen Scheine wcrhen hierdurch aufgefordert, die Kapitalien gegen Rürkgabe der Säzcme und Der zu den verzinslichen Scheinen gehörenden Talons urrd Coupons ,mit Dem Eintritt des Ostertermins 1857, wo die Verzmsung dcr xeht Zezogencn Steuer- Kredit-Kasse11scheine aufhört, bei Der hießgen Regterungs-Hauptkasse in preußischem Courant zu erheben. '

Merseburg, den 27. September 1856. Im Auftrage der Königlichen Hauptwerwaltung dcr Staatssckwlden,

Der Rrgierungö-Präsrdenf. v o n W cd 0 ll.

Angekommen: Se. Excellknz der,",Wirklichc, (H?he'ime Rath und Chef Des ?).)kinisteriums für 'Die landwrrthxckyaftlrMn Angelegen- he1ten, Freiherr Von Manteuffel, aus der Rhcrnprovmz.

Der General-Major Und Jnspccteur der 21er! ArtiUrrie- Zuspection, Encke, von Koblenz.

Abgereist: Der General-Major und Commanveur Der Mn Division, von Dankbahr, nach Bromberg.

Berlin, 10. Oktober. Sc. Majestät der König then Alle?- gnädigst geruht: Den nachbeua_nnten Offizieren 024 Stabes des Prinzen von Preußen Königliche Hoheit Dre Erlaubmß zur Anlegung Des von des Großherzogs von Baden Königliche Hohert denselbc'rr verliehenen Ordens vom Zähringer Löwen zu ertherlcn, unD zwar.

Des Kommanöeur-Kreuzes erster Klassc: dem Obersten von Alwenslebcn; des Kommandeur-Kreuzes zweiter Klasse:

dem Oberst-Lieutenant von Bohen und . Dem Major Grafen von der Goly; so wre

des Ritter-Kreuzes:

dem Major von Schimmelmann, rlrkd -. „. dem Hauptmann Freiherrn 'Von- Stetnaecker.

Bekanntmachung vom 11. Oktober 1856 -'-«tbe_; treffend die Eröffnung der Kommunal-Land ag der Kurmark und der Neumark.

Die nächsten Kommunal-Landtage der „Kurmark und de

mark werden am 17. November 17. I.

resp. zu Berlin und Cüstrin eröffnet werden.

r NEU-

1951

Die verwaltenden Behörden der ständischen Institute, so wie

1 „Frei e und Gemeinden haben dtejenigen Gegenstande, welche sie des diesen Kommunal-Landtagen zur Sprache zu bringen beabsich- aium bei den Betreffenden Herren Vorsißenden, Oberst -. Lieutenant WD, von Arnim-Criewen, zu Berlin, und Landes-Direktor “* ' von der (Holy auf Kreizig bei SchieVelbein, anzumelden,

YearYniglichen Behörden aber wegen dieser Gegenstände sick) an

mich zu wenden. PotSDam, Den 1. Oktober 1856.

Der Ober-Präsident der Provinz Brandenburg. StaaTS-Minister Jlottwell.

Bekanntmachung Vom 4. Oktober 1856 - betref- fend dieZulässigkeit derPaßknrten als Legitima- tionsmittel zur Reise nach den österreichischen Grenzprovinzen.

Um den lebhaften Verkehr, welcher zwischen Böhmen, Mähren und Schlesien und den an diese österreichischen Kronländer, so wie ! an das Königreich Sachsen grenzenden Yreußischen Provinzen be:- steht, zu erleichtern, hat Die Kaiserlich Koyiglich österreichische Re- gierung die preußiséhenPaßkarten als gülttge Legitimations-Urkun- den zum Grenz-Uebertritte und zum vierzehntägigen Aufenthalte in den gedachten österreichischen Kronländern unter Andcrm auch für dieVewohncr des Regierungsbezirks Potsdam auMahmsweise unter den nachstehenden,Voraussehungen und Beschränkungen anerkannt:

1") daß die Paßk'arten nur von den, zu deren Ertheilung berech- tigten Behörden und nur an vollkommen verläßliche, irtsbe- sondere in politischer Beziehung unbedenklich im Ausstellungs- Bezirke ihren bleibenden Wohnsiy habende preußische Staats- angehörige ausgestellt werden;

0) daß solche Karten außer Dem Orte der Ausfüllung und der Bezeichnung Der ausstellenden Behörde, dem Namen, Charakter und der eigenhändigen Unterschrift des Inhabers mindestens auch die Angabe seines Alters, Statur, Haare und etwaniger bcsonderer Kennzeichen entha!ten und daß dieselben innerhalb der österreichischen Grenzen in der Regel nur zur Legitimation je eines einzelnen Individuums und ausmhmsweise die Paß- kartcn des Familienvaters auch für die ihn begleitende Gattin und Kinder als AUSWcis zu gelten haben, und daß

zur Kontrole des Aufenthalts-Termins bei dem Ein- und Arrstritt der Reisenden von Seiten des Kaiserlich Königlichen Grenz-Polizei-Kommissariats und in dessen Ermangelung von dem betreffenden Kaiserlich Königlichen Grenz-Zoll-Amte einer solchen Paßkarte blos mittelst einer Stampiglic der Ort und Tag des jedeSmaligen Ein- oder Austritts deutlich aufgedruckt wird, daher es sich von selbst Versteht, daß, Wenn die Paßkarte den genügenden freien Raum zur Ausdrückung der Stampiglic nicht mehr darbietet, sie als Reife-Legitima- Zion auf österreichischem Gebiet nicht mehr benuht Werden ann.

, Falls aber der Reisende die Frist won vierzehn Tagen, ohne mtt einem gewöhnlichen Reisepasse versehen zu sein, überschreitet oder seine Reise in ein anderes österreichisches Kronland ausdehnt, oderkmit der Paßkarte irgend einen anderen Mißbrauch treibt, so verfällt er der Fremden - Behandlung und nach Umständen der StWf9n1tshandlung nach den Dieserhalb in Oesterreich bestehenden Olizkl-Verordnungen und Strafgeseyen.

Vorstehendes wird hierdurch zur „_öffentlichen Kenntniß gebracht. Potsdam und Berlin, ren 4. Oktober 1856.

Königliches Polizei-Präsidium. Freiherr von Zedliß.

Königliche Regierung. Abtheilung des Innern.

K

Nichtamtliches.

Oldenburg 8 Oktober Hier ist man regierungsseiti . * 's g “uss ekfrigste mit d“en Vorarbeiten zum bevorstehenden außer-

ordentlichen Landtage beschäftigt, dem eine Reihe der wich- tigster? Vorlagen gemacht werden soll. Einige derselben sind be- reits „1m„„Entwqrfe der Oeffentlichkeit übergeben, um weitere sach- verstandrge Sttmmen darüber zu vernehmen. So ist vor einigen Tagen der Entwurf eines Verkoppelungsgefeßes publizirt, wel,chem die, hannoverschen Gesche iiber Verkoppelungen und (He- memheßtsthetlungen zum Grunde liegen, und mit dem gestrigen Tage rst der Entwurf eines neuen Prozeßgeseßes veröffent- licht, welcher, zwar auf dem Prinzipe der Mündlichkeit be- ruht, ohne dreses indes; so rein aUSzuprägen, wie es in der han- novxrschen Prozeß-Ordnung geschehen ist, indem vielmehr in dieser Bezrehung die in Preußen und Braunschweig eltenden Grundsäße adoptirt shrd. Verschiedene andere die Iusßizreform betreffende Gesehrniwurfe sind in nächster Zeit zu erWarten, indem es jest Zilk, dre im „Stagtsgrundgesehe niedergelegten Prinzipien der Oeffent- ltchkeit, ,Mundlrchkeit, des Anklageprozesses und der Geschwornen- gerichte ms Leben einzuführen,

Der ständige Landtagöaussckmß isi von seinem Vori enden, Ober-Gcrichtsanwalt Räder, einherufén. Als Veranlassungs Zezeich- net„man die Berathungen dsr Eisenacher Konferenz über Zolltarif- Veranderungen. (Wes. Ztg.)

lexemburg, 7.0kwher. Unsere Kammer ist heute durch Se. Konigliche„Hoheit den Prinzen Statthalter Heinrich der Niederlande eroffnet worden. Die Thronrede kündigt Aenderun- gen in Der Verfassung an, um dieselbe mit den Grundgeseßen des Deutschen Bundes in Uebereinstimmung zu bringen. Die abzuän- derrrden Punkte find niéht spezifizirt. - Bei der Präsidentenwahl erhtelt Herr Baron v. Tornaco 39 Stimmen von 45. Er ward sowohl von Der Opposition, als der Rechten gewählt, obschon er in der lehren Session sich wiederholt gegen das Ministerium aus- gesprochen hatte. Herr Tornaco war bereits voriges Jahr Präsident. Zurn Vrce-Präsidenten wurde Hr. Notar Witrh Von Echternach mit 24 Strmmen gegen 19 gewählt, Die Hr. A. PeScatore, der Regierungs- Kandidat und vorigjährige Vice-Präfidcnt, erhielt. (K. Z.)

Württemb-xrg. Stuttgart, 7. Oktober. Heute Nach- mittag 5 Uhr langte Ihre Majestät rie Verwittwete Kaiserin von Rußland in Begleitung Ihrer Königlichen Hoheiten des Kronprinzen und dessen Gemahlin, welche Ihrer Majestät heute früh nach 11 Uhr bis Ulm entgegen gefahren sind, mittelst Extra- zuges in Cannstatt an. Der hohe Gast hatte sich alle Empfangs- feierlichfeiten Vsrheten und verfügte sich unmittelbar auf *cie Villa inSBÖZZ), wo die Kaiserin von unserem König begrüßt wurde. ( . .

Baden. Donaueschingen,6.0ktoher. HeuteMéttag gegen 2Uhr trafen Jhre Königlichen Hoheiten Unser vielgeléebtes neuver- mähltesHerrscherpaar, aufder Reise nach rerJnselMainau in unserer Stadt ein. Weither verkündeten Geschühsalven Die Ankunft der höchsten Herrschaften, und an der festlich ausgestatteten Donau- brücke nahmen Ihre Königlichen Hoheiten die Begrüßung der städtischen Behörden entgegrn. Das Schloß unserer Fürsten- Jamiliz hatte sich in einen vollständigen Blumengarten umge- wandelt; an “Dessen Portal empfing Fürst Karl Egon, welcher eigens hierher geeilt war, umgeben von Den Großherzoglichen standeéherrlichen und städtischen Beamten, die höchsten Herrschaften. (Schw. M.)

Baiern. München, 8. Oktober. Ihre Majestäten der König und die Königin von Preußen trafen gestern Nachmittag zwischen 2 und 3 Uhr in Begleitung Ihrer Majestäten unseres Königs und der Königin und Sr. Majestät des Königs von Griechenland auf dem hiesigen Bahnhofe ein, wo Aüerhö'chst- dirselben von den Chefs der Civil- und Militairbehörden empfan- gen wurden. Die Einladung, in Der Königlichen Residenz zu wohnen, haben Ihre Majestäten von Preußen abgelehnt und einer bereits früher getroffenen Bestimmung gemäß im Preußischen Gesandtschafts - Hotel Wohnung genommen. Nach dem Diner statteten Allerhöchstdieselben unseren Majestäten Besuche ab und erschienen am Abend im Theater, wo vor gefülltem Hause die Oper „Doktor und Apotheker“ gegeben wurde. Am 10ten d. M. werden Ihre Majestäten der König und die Königin Von Preußen die Rückreise in Allerhöchstihrc Staaten antreten und in Hof übernachten.

Großbritannien und Irland. London, 8, Oktober. Jm Stadthause zu Brighton ward vorgestern Abends ein Meeting abgehalten, welches den Zweck hatte, für die Vereinigung der Donau-Jiirstenthiimer zu wirken. Den Vorsih führte der Mayor Der Stadt, Herr Hollett. Unter den sonst Amvesenden befanden sich das Parlaments-Mitglied Scholefield, ferner Herr Bratiano, ehemaliges Mitglied der Walachischen Regierung, und Verschiedsne andere Ausländer. -