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_ Demonstrationen im botanischen Garten: ders. _ Moose, Farne und Nadelbölzer: Prof. Falkenberg. _ atik der Pbanerogamen mit besonderer Berücksichti ng der scheu Familien: Dr. Berthold. _ Mineralogie: Pro. Klein. *i- bie: ders. _ Palaontologie: Prof. von Koenen._Ueber R s Verhiiltnisse Nyrd-DeutscblaudS, verbunden mit Exkur- Uebungen m geologischen Untersuchungen: ders. _ Physik,:
. cke. _ Allgem. Chemie: Prof. Hübner. _ Allgem. or a-
üs Chemie: ders. _ Analytische Chemie: ])r. Buchka. _ Ue er die reinigunÉen und Verfalscbungen der Nahrungs- und Genuß-
Uküel und deren rkennung: Prof. Polstorff. _ Praktifcb-ckpemiscbe ? gen im agrikultur-cbemiscben Laboratorium: Prof. Tollens, )
. Hölzer. _ Volkswirtbschaftslebre: Prof. Hansen. _ Volks- ribscbaftlicbe Uebungen: Prof. Soetbeer. _ Einleitung in die iüonalökonomie und Geschichte derselben: 1)r. Eggert. _ Volks- .bscbaitspolitik: ders. _ Finanzwiffenscbaft: 131“. Sartorius Waltershausen. _ Landwiübschastert: Prof. Ziebarib. _ Die ; „te von den Krankheiten der Haustbiere; klinische Demonstrationen ZFRerbospitale: Prof. Esser.
* ' :*..Iu Rücksirbt auf allgemeine Bildung insbes. für Studirende höherer Semester. Bezüglich der Vorlesungen über Physio- logie, Philosophie, Anthropologie, Mathematik, den historischen und StaatSwi enscbaften, der Erd- und Völkerkunde, der Literargeschiébte und den pracben wird auf das (durch jede Byebbandluna zu be- ziehende) Verzeichnis; der Vorlesungen auf der Universitat Göttingen während des Sommerbalbjabres 1884 verwiesen. _
ä. Kö rperl i che U eb u n g en. Reitunterricht : Univerfitats-Siall- meister Rittmeister Schweppe. _ Fecbtkunst: Univ.-Fechtmeisier Grüneklee.
rilBeginn des Semesters am 15. April; der Vorlesungen am 21.
Nähere AuSkunft über alle das landw. Studium an biesiger Universijät betreffenden Verhältniße in der Schrift: Drechsler, das landw. Studium an der Universitat Göttingen. (Deuerlichscbe Buch- Handlung.
Göttingen, im Februar 1884.
])r. Gustav Drcchsler, ordentl. Profeffor und Direktor des landw. Instituts der Universität Göttingen.
Berichtigung zum Vorlesungsverzeichniß der Königlichen Technischen Hochschule zu Aachen.
Bei der Richtigsteüung der Vorlesungen für das bevorstehende Sommersemester ist es im Sekretariate übersehen worden, die Namen des zu Ostern an die Unibet ität Kiel abgebenden Professors Laspeyres und des Verstorbenen rofeffors vonReiche zu streichen. Die unter diesen Namen angekündigten Vorlesungen werden von den NaFfvlgern der beiden Herren, deren Ernennung bevorsteht, gehalten wer en.
Yiihtamtliches. Deutsches Reich.
„Preußen. Berlin, 4. März. Se. Majestät der Kurs er und König hörten heute den Vortrag des Ober- RegixrungS-Raths Friedheim, in Vertretung des Polizei- Präsrdenten von Madai, nahmen in Gegenwart deS Gouver- neurs, des Kommandaziten und des kommandirenden Generals des (H„grde-Corps, militärische Meldungen und demnächst die Vortrage des Kriegs-Mimsiers und des General-Lieutenantxz
. von Albedle entgegen.
_ Hierauf empfingen Se. Majestät den Besuch Jbrer König- lichen Hohe1t der Prinzessin Friedrich Carl nacb Höchstderen Rückkehr aus Dessau.
_ Se. Kaisxrliche und Königliche Hoheit der Kronprinz _empsmg gestern Vormittag 11 Uhr bis M81- dung des Ma1ors von Naso vom 2. Brandenburgischen Dra- goner-Regiment Nr. 12.
Um "1 Uhr fuhr Se. Kaiserliche Hoheit nach dem Reich?:- tags:Gebaude zu einer Sißung des Landes-Oekonomie- Kollegiums.
Abends besuchte Hbckzstderselbe die Oper.
_ Der Aysschß des BundeSrathS fiir Justizwesen trat heute zu einer SißUng zusammen.
_Der Schlußbericht über die gestrige Sißung des Harries der Abgeordneten befindet sich in der Ersten Beilage.
_ In der heutigen (58) Sitzung des Hauses der Abgeordneten, welcher der Vize-Präfident des Staats- Mimsieriums, Staats=Minisier von Puttkamer, der Minister für Landwxrthscbast, Domänen und Forsten, 01. Lucius, der Minister der griiilichen ,2c. Angelegenheiten, l)1'. von Goßler und der Fmanz-Mimster von Scholz nebst zahlreicheii Kommffsamen beiwbhnten, stand auf der Tagesordnung die Fortseßutig der dritten Berathung des (Heseßentwurfs, be- treffend die Feststellung dees StaatßhaqualtS-Etats für das 3qu 1884/85.
Die Verathung wurde bei dem Etat des Ministeriums des Innern aufgenommen.
, Der Abg. Dr. Reicbenspergxr (Olpe) wünschte die Ein- bringung eines Geseßes zur Ergänzung des Geseßes, betreffend dre Unterbringung von verwahrlosten Kindern.
_Der Abg. 0011 Wierzbinski beschwerte sich, daß einem polnischen Gutsbesißer untersagt sei, ein Vorwerk mit einem polnischen Namen zu benennen.
_ 'Der Vize:Präsident des Staats-Minisieriums, Staats- Mizaisier von Puttkamer erklärte, das; ihm eine Beschwerde gleichen Inhalts'zizgegangen sei, aber noch nicht das Gut- achten der Promnztalbehörde, da?- über diesen Vorfal] ein- gefordert sri. Er könxie daher vor der Hand nur erklären, daß es nicht im Belieben des Einzelnen stehen könne, Ort- schafien mtt Nam?_n zu belegen; es sei vielmehr Sache der Behörden,. zu_ erwaaen, „ob die Benennung ben administrativen und geschaftlichen Rücksichten entspreche.
Der „Abg. Hahn sprach s1ch durchaus im Sinne des Staats-thsters von Puttkamer arts.
. Der Abg. Dr, Frhr. von Schorlemer-Alft meinte, daß in diesem Falie der Minister das Verbot der poscnschen Regie- rung, em, _Vorwerk nach dem Besitzer zu benennen, sofort hätte rektiftziren müssen.
' chb “einigen weiteren Bemerkungen ber Abgg. von Wrerzbmskr und Kantak wurde die Debatte geschlossen und der Tit. 1 des Kap. 83 genehmigt, ebenso die folgenden Titel dieses Kapitels.
Auzh die Kap. 84-86 wurden ohne Debatte angenommen.
Bei Kap. 87 (Standesämter) bat der Abg. ])1'. Meyer (Breslau), daß bei Venußung der Presse zu Publikationen
der Standesämter Rückficht auf die Verbreitung der Blätter genommen werde, in welchen die Publikationen erschienen.
Der Abg. Kantak provozirte den _leg. von Tiedemann (Vomi't), den bei der zweiten Lesung inAusiichtgekie11ten Nachweis, da?1 die Familie Kantak deutschen Ursprungs sei, liefern zu wo en.
Oer Abg. voix Tiedemann (Bomst) wies nacb, daß eine Familie Kanthak, im vorigen Jahrhundert sick) in Westpreußen asngeüedelt. und ihren Namen bis in dieses Jahrhundert hin- ein, ww die Emtragun en in das Grundbuch ergäben, sich mit einem „19“ geschrieben ätte.
Der Abg. Kantak bestritt, daß aus diesen Mittheilungen der Schluß gezogen werden könne, daß die Familie Kontak nicht polnischen Ursprungs sei, und legte eine Reihe von Doku- menten auf den Tlsch des Hauses nieder, aus denen fich er: gxben soll, daß die Schreibweise „Kantak“ in seiner Familie die allem richtige sei.
Das: Kapitel wurde hierauf genehmigt, ebénso die folgen: den Kapitel das_Etats des Ministeriums drs Innern.
Es,? folgte die Verathung des Etats drs Ministeriums für Landwrrthschast, Domänen und Forsten.
Der Abg. Dirieblet beklagte bei dem Tit. 1 des Kap. 99, daß es durch Hineintragen politischsr Gegensäße in den land- w1r1hschaftlichex1 Centralverein für Osivreußen und durch die Wahl von Mitgliedern, die mit der Landwirtbschast nicbts zu schaffen hatten, dahin gebracht worden, daß der bisherige Vorsitzende des Vereins durch einen Konservativen rrsrßt sei.
Der Staats=Minister ])r. Lucius hob hervor, daß die vdrgetragene Angßlegenlwit lediglich Sache des landwirtbsckwst- itchexi Centralvereizis sei. Alierdings sei politische Agitation m die Angelegenheiten drs land1virtbschastlichen Vereins hinein- geiragen worden, was- er nicht billigen könne. Abri“ ihm seren Beschwerden über die vorgenommenen Wahlen von Mit: gliedern auf anderem Wege noch nicht zugegangen.
Der Abg. Frhr. von_Miirnigerode glaubte, daß dic wirth- scbafstlicbetz Gegensaße fich in ,der Provinz Preußen so zu: ge'spißt harten, daß es erklärltck) sei, wenn sclbst der land: wrrthicbaftliche Verein sich in eine liberale und konscrbative Partei gespalten habe.
„Der Abg. voti Fölkersamb stelite dir Klagen des Abg. Dirirblet als_,übertr1eben hin; die in den landwirthschaftlichen Verein Gewahlten hätten durchweg ein Jnterrffs (Ul der Land- wirthschaft.
Der_Nbg. Quth bedauerte, daß in Ostpreußen die Groß- grundbrstßer, die die Führung in landwirthschaftlichen Angr- lrgenheiten Übernehmen soliten, fich dem Centralverein bis in die letzte Stunde fern gehalten hätten.
Der Abg. 1)r._Hänel_steUtr den Versucb der Konservativen, aiich, Nichi=Landw1rthe m den landwirtbscbaftlicben Verein bmemzubrmgen, zu dem Zwrck, die Leitung des Vereins an sich zu_ reißen und denselben zu einem Instrument für kon- servative Wahlen zu mache:» den Praktiken der Sozialdemo- kraten zur Seite.
Der Abg. Frhr. von Minnigerode legte gigen diese Paralle'le V_erwa_brung ein.
Die DLSÜMWU wurde hierauf geschlossrn und bci Schluß 5dchä BLlees Titel 1 genehmigt; ebenso die Titel 1_11 und
ap. .
" ,_ Subiyi'ssion-xn im AUSlande: 1) Direktion der Komqlick) rumamschen WaatSeisenbabnen zu Bukarest: Am 10. März d. J. 11. St., 50 000 ch gekochtes Leinöl, 500 ch Salzsäure, 3000 RS Bleimrnnig; Kaution 5 Proz. des ge- forderten Preises.
2) Kirchencomitéz der buigarischrn Stadt Varna: Am 13/1. März d. J. Bau 911181? Kirche in Varna; Taxsumme 100000 Fr.; Kaution 5000 Fr.
3)„_Magis1rat der italienischen Stadt Avellino: Am 15. _Marz d. 0. Bau Liner Weinbauschnle nach einem bereits vorliegenden Äslane; Taxsumme 110 000 Lire; Kaution: prov. 3000, desin. 11 000 Lirs.
_ Die nähkren Bedingungen sind an- Ort und SKU? ein- z::irhen.
4) K. K. Dirsktion fiir StaatMisenbabnbefrieb in Wirn: Am 10. März d. J, Mittags, 15 000 ](Z Hanf fiir Stoff- biichsenpackung.
„ Die näheren Bedingungen liegen bei der genannten Be- horde ,mWien (Abtheilung 1113), Fünfl)auS,Vahnhofstra߀ 2, zur Einsicht aus.
_ _ Die Bestimmungen 11er bis Vsschäftiqung ]xigendlickWr Yrbeiter in Fabriken in den §§. 134 bis 1391) der Reich§:Gewerbeordnitng und dem BundeSraths- beschlriß vom, 23. Aprii 1879, durch welche die Verwendung von jugendlichen Arbeitern fiir Hamm er- und Walz- werke von besonderen Bedingungen abbämgig gemacht ist, finden nach emem Urtbeil des ReickWgerichts, 111, Straf- sexiais, vom 8. Januar 1). J„ ausschließlich auf den Fabrik:, Nicht, aber auf den Handwerksbetrieb Anwendung. Der _gefeßiicbe Schuß bon jugendlichen Arbeitrrn resp. Lehrlingen im Handwerksbetriebe beschräxikt sich auf die Vorfcbriften der §§.120, 124 Ziff. 5, 128 Ziff. 2, 147 Ziff. 4, 148 Ziff. 9 der Reichs-Gewerbeordnung.
' _ Wider deutsche Eisenbahnverwaitungen sind beim RetrbS-Etsenbahnamt in der Zeit vom 1. Juli bis Ende Dezember 1883 im Ganzen 97 Beschwerden aus dem Publikum eingelaufen. Von diesen beziehen sick) 34 auf den Personenverkehr, 52 auf den Gütervsrkehr und 11 aiif andere Gegenstände. Das Reichs-Eisenbahnamt hat von diesen Beschwerden für begründet erachtet 7, als unbegründet
zurückgewiesen 9, auf den Rechtsweg verwiesen 8, wegen man- “
gelnder Zuständigkeit der Reich§gewalt nicht zur Kognition gezogen_1_3. Die übrigen 60 wurden zum größten Theil, mit RÜckUckÜ' auf die darin behandelten Gegenstände zur direkten Erledigung an die zuständigen Eisenbahnverwaltungen abgegeben. Betroffen von Beschwerden sind überhaupt 25 Eisenbahnverwaltungen.
' _ DLS Lamdes- Oekouonxir-Koliegium hat gestern die erste Session seinrr dritten SiyungsPerwd-r begonnen.
_ Der Bevollmächtigte zum Bundeswtb, Großher o lick sächsische StaatS-Minister 1)r. Stichli ng iQ hier anngOZmYLU).
_ Als Aerzte haben sich niedergela en dis erren: Biliick) ip Groß-Otiersleben, Klingenheber sisn «!le, ])r. Ganßer m Hallenberg, ])r. Nolte in SchmaUenberg, ])1'. Genick) und 1)r. Demmer in Frankfurt a. M., Or. Forsbach in Sieg- burg, ])r. Kramer 111 Speicher, 1)r. Lehnen in Hillesheim.
. Bayern. München, 1. März. (Alla. Ztg.) Der König hat nnitelst Allerböcbsten Handichreibens vom 29. b. M. din Prinzen Nr 11 Ulf, Königlichs Hoheit, Obersten
und Commandeur des Jnfnnterie-Leib =Regiment6, unter Strüung & 13 51110: dieses Truppentheiles, zum General=Major befördert. _ Jm Arm ce: Mus eu m erfolgte heute die feierliche Uebergabe der Büsten der Generale Frhr. von der Tann und Frhr. von Hartmann, welche im Aslerböchsten Auftrags durch den KriegS-Minister General von Maillinger m einer'läiigeren Rede volizogen wurde. Außer den Prinzen des KbmglickienHauscs wohnten der Feier die Prinzessinnen Ludwm,_Leopold,_ Arnulf, und von der Gcneralität der frühsre Geziera11t«1bs:Ck)Es von der Tanns, wöeneral-Lieutenant von Heinleth _Würzburg, i_erner Debutationen von Offizieren des in Straßburg garmjonirenden preußischen Jnfanterie-Regi- ments, dessen Inhaber General von der Tann war, ferner chr Sohn des Generals, Freiherr von Hartmann, Oberst: Lieutenant ur1d Commandeur des 5. Chevéauxlegers:Regiments au? Saarbrücken, bei. Nachmittags fand bei dem Prinzen Lintpold Galatafel statt, zn wrlcbsr mit drr Generalität und den anderen militärischen Theilnc'bmern dcs Ehrnngs- aktes aucb, der Schöpfer dcr Marmorbiisien der beiden Feld- herren, Bildhauer Professor Roth, geladrn war.
_ 3. März. (W. T. B.) In der heutigen Sißung dcr Kmei-r der Abgebrdneten gab der Abg. Frhr. von Stauixcnberg außerhalb der Tagesordnung im Namsn ' der „Linken die Erklärung ab, daß, nach:“ drm em_ hiesiges Blatt die Angelegenheit, betreffend die „Verabwlgung eincs Darlchens Seitens einer Bank- ftliale gn 0911, Abgsordncien, drrzeiiigcn Bankreferenten Waiter,_nni dsr Linken in Verbindung gcbracbt, er in Gemein- schayt nnt'den Abgeordneten Craemer und Ruppert eine Unter- redung mit dem Finqnz-Minister ßebabt habe, in welcher dieser Rechercbcn zugesichcrt und erklärt babr, daß Darlehen arif bldßreLebenspdlicsn an sich unzulässig seien, die Bank- direktion indessen warickzungen von dem Reglement zu ge- siqtten beiugt _1lnd tn solchrn Fällen selber haftbar sei. Die Linke behielt 1lch vor, das Rssuitat der Recherchrn in geeig- neter Weiss zn veröffentlichen.
Sachsen. DreSden, 3. März. (Dr. J.) Die Erste Kammer berietl). heute den Gesetzentwurf iiber das Staats- sch111dbnch.' Die ersteDrputation beantragt? die Ablehnung drffelben, wxxmgsiens zur Zeit, weil sie den Landtagsausschuß zur Verrpaliung der" Staatsschulden zur Führung dsr mit der 11_eu€n Einrichtung vrrbundenen Gsichäfte nicht für geeignet l):elt, 'wogran die zweite Deputation mit Arisirabme dcs Vtzc:Prc_111denten Hempel die Annahme des (Heseß- LULWULfH ,besürwortstc. Nack) mebrstiindiger Debatte, in wslcber sick) cirißer _dem Réserenten Ober : Biirgcrmsister ])1'.Ntidr8, Vizc-Vräsident Hempsl, Vräsidrnt von Zebmen und Prix; g€gen, Koptinrrzien-RathWannsebaff, Freiherr von Tauchmß, Bürgermeister Martini und Graf von Rex für den Gescßkntwurf erklärten, wurde J“. 1 mit Mehrheit angenom- men. In der Sprzialberatbnmg wurden die einlenen Para- graphen nut mehrrren von der Drputation brantraxitén Ab- ayderunßrn angenommen, d€r911 wichtigste darin brstrbt, daf; die'zitm Zweck der Eintragung in das Staatsschuldbuch ein- gelieferien Renten1chuldberschreibnngcn nicbt aufbewahrt, wie der Entwurf will, sMdern bsrnichiet wcrdrn sol12n. Dir Sckzlußabftnmmmg ergab die Annahme des Gessßentwurfs nut 25 gegen 15 Stimm-zn.
Baden. KarlSrube, 3. März. (W. T. V.) Groß- fürst Micha 91 von Rußland traf heUte Nachmittag auf der Durchrsiss von Stuttgart hier ein und wurde am Bahn- 1)0f_von dem, Großherzog, der Großherzogin und den badiscbsn Prinzen empfangen.
_ Hoffen. _ Darmstadt, 1. März. (Köln. Ztg.) Der F111„anz_arisichnß der Zweiten Kammer befürwortei einstimmig die Nebenbabnrn: Stockbrianedsrn, Nidda- Scbottcn, EbrrstadtZPfungstadt, ReinheimReicbelsbeim, Ost: bofen-Westboien, Sprrnd1ingen=WöUstein. Tagegex-i werden PYMEMLanach, Ranstadt-Frirdbérg nur von jr zw-Zi Mit- glisdern empfdhirn.
OesterreichUngarn. Wisxi, 1. März. (Presse.) Jm Héxr'rdsnbause tagte heute die vrreinigie ]“uridisch- politische Kommission, um die Berichte des Referenten iiber die NUSnahmeverdrdnu ngen exitgegrnzunehmen. Dirieiben werden nunmehr in Druck gslegt und in den niichstrn Tagsn an die MitgliEder drs Hrrrenhauses versendet werden.
Pest, 2. März. (Pr.) Dcr volkHwirtiÜÖaftliche Ausschuß des Abgeordiietenhauses seßte gestern die Berathung iiber die Gewerbereform fort Und nahm den F. 4, sammt den Srtbparagraphen mit unwesentlichen Modifikationrn in der ministerielien Fassung sowie den§. 5 an.
_ 3. März. (W. T. B.) Das Abgeordnetenhaus bat init großer Majoritc'it den Gessßeniwurf über den Ausbau der MunkacS-BesZ-kider Eisenbahnlinie an: genoxnmrn. Im Laufe der Debatte bekämpfte der Minister- Präsident dem auf Abseßung der Vorlage von der Tagesord- nung qbzisiendsn Beschlußaiitrag der äußersten Linken, be- t'on'te die wrrthschaftliche und strategische Brdeutung der Bahn: lime _Und bob brrvor: die Regierung sei überzeugt, daß die russische Regierung ernsthaft aewillt sei, sowohl mit SOZutxchl-and als auch mit Oesterreich=Ungarn in Frieden zu € 811.
Schweiz. Bern, 4. März. (28.55.25) Die: Berner Regierung bert gestern die Verhaftung des Präsi- drnt_en des hiesigen Anarchistenvereins, Kennel, be- schlds1€n. Derselbe ist eine?, gemeinen Verbrechens verdächtig.
' Belgien. Brüssel, 29. Februar. (Köln. Ztg.) Der Finanz-Minister Graux legte heute der Kammer das aklgemeine Staatsbudget für 1885 vor. Nach diesem Voranschlage würden sich die Einnahmen auf 321865 000 Fr. (10 522 000 mehr als 1884) und die AuSgaben auf 330 387000 Fr. (2 375 000 „rnehr als 1884) stelien. Die Vermehrung der Nquaben . ist nur für die drei Budgets der Staatsschulden, der öffentlichen Arbeiten und des-Unterrickstswesens in Aus- sicht grnommsn; bri den sieben anderen Budgets treten Ersparungen ein. Da für 1885 auch noch 4378 000 Fr. von der StaatSschuld gstilgt werden folien, fo bldibt nur nocb ein Fehlbetrag von Z 540 000 Fr. zu decken. Wenn, aber die Centralsektion der Kammer damit geradeso w1e Mit dem Budget für 1884 verfährt, in welchem “'der An- fang?- qui 26 Millionen gefchäßte, dann anf 19 Millionen, dann Wieder auf 13 MiUionsn gemiiiderte Frblbetrag schließ- lick) auf 7800 000 Fr. festgestellt worden ist, so wird sich für
1885 ein vollständiaes Gleichgrwicht zwischen AUSgabe'rx und Einnahmen herausstellen. Die Darlegung des Ministers wurde mit vielem Beifall aufgenommen. _ Gestern fand im Königlichen Schlosse ein großes. F e stma hl zu Ehren des 11 e u e n englischen Gesandten Sir Edward Maler statt.
Großbritannien und _Jrland__. London, 3. März. (W. T. B.) Im Oberhauie erklartr heute der Staats- sekretär des Auswärtigen, Lord Grayvible, auf eme _An: frage Salißbury's das Gerücht: es set Vesehl zum sofortigen Rückzuge der englischen Trupyen von der Küste des Rotbsn Meeres gegeben worden, fur bdllfommen unbe- gründet. Die Erklärung wurde Mit VLUÜU aufgrnommxn. _ Auf eine weitere Anfrage erwrderte Lord Granville: wah: rend des Aufenthalls des Premiers Gladstone m Kopenhagen, wohin derselbe wiihrend der Parlaments- ferien grreist war, sei zwischen dem Kaisxr von Rußland und Gladstons kein Wort über Politik gewrochcn worden, _,
Jm Unterhaus? erwiderte der Unter-Stbatssekretar Fißmaurice auf eine bezüzliche Anfrage: Tajurr'ab, sei außerhalb des Rothen Meeres gelegen, gber einer derjenigen Häfen, deren Schuß England gegenwärtig Übernommen habe. Was die Ansprüche Frankreich auf Obbi arzgebe, 79. ier es nicbt wünschenswert!) für die Regierung, sicb ]th daruber au-Zzusprrchen. Nach Khartum_ seien . kLML engl_11chcn Truppen beordert worden, noch beiänden sich solche auf dem Wege dorthin. Der Staatssekretär des Innern, Harcourt, erklärte: es seien strenge Weisungen in Betreff der vom Auslande entsandten Dynamit : Attentätsr gegeben ivor- den; es sei indessen nicbt ratbiam, Details mitzutherlen. Solite die Regierrmg außerordentlicher Gewalten bedürfen, so würde sie nicht zögern, solche vom Parlamrnt zu vrrlangen. (Beifall.) Der Staatssekretär des Krieges, Hartington, verlas die dem General Graham am 23. Februar, gxge: benen Instruktionen, durch welche eine Exped1t_1on in entferntrre Gegenden auedeschlossen ibird. In diesen Instruktionen wird jedoch darauf hnichiejen„ daß, ohiie gegen die Araber Krieg führen zu onen, „jede Streit- macht zerstreut werden miisye, welcbe Suakim bedrohe. General Graham müsse Für die Sichrrheit der in Tokar befindlicher: Egypter und für die Sicherheit Suakrms forgrn, welches von bedeutenden Streitkräften bedroht sei. In Tokar seien 350 Mann egyptiscber Truppen und ebensoviel Frausn und Kinder gefunden worden. Eine Brigade egyptischer Trupprn sei nach Assuan gesandt worden, und einige bri:
tische Truppen soilten ngck) einrm anderen Punkre am Nil abgehen , um 12116 zu untrrsiiißegi. Der V r e nt ie r (H l a d | o n e theilte mit : die Regierung
habe keine beunruhigenden Berichte von Gordon rm: pfangrn; derselbe sei noch in Kharlum und grdrnke vorläufig dort zu verbleiben. Die nach Assnan brordcrten Trnppen gingen nicht auf Wunsch Gordons dorthin. Lawson bean- tragte die Vertagung des Hauses, um die Aufmerksamkeit auf die Sudanfrage zu lenken, und protestirte gegen den Krieg. Northcote vsrlangte eine klare Darlegung der Politik déL' Regierung. Der Antrag Lawsons wurde: hierauf mit 150 gegen 103 Stimmen abgelehnt; die Koriscrvativen stimmten in der Minnrität.
Die Poli zei ist zwri Männern, anschsinend Amerikanern, auf der Spur, weiche die Höllenmaschinen in den Ge- päckräumen des Victoriababnhofs sowie der Bahnhöfe von Charing Crosz, Paddington und Ludgate Hili anfgegeben haben sollen, Dieselben hätten, wie es heißt, am 20. Februar Abends Wohnung im Manerby Hotel, Great Vorland Street, genommen und am folgendrn Montag Morgen das Hotel wieder verlassen. Dis Handkoffer der beiden im Verdacht stehenden Männer folien mit den auf den Bahnhöfen von Cbaring Croß, Paddington und Ludgatd Hill aufgefundenen identisch sein.
_ 4. März, früh. (W. T. V.) Das Unterhaus hat die Wahlreformbill in erster Lesung genehmigt.
Eine dsr Regierung gestrrn Abend zugegangene Depesche des Generals: Gordon meldet: Stewart sei von seiner. zweiten Expedition nach dem Weißen Nil in Kbartum wieder eingetroffen; derselbe habe die Lage der Dinge am Weißen Nil etwas befriedigender gefunden.
Plymouth, 3. März. (W. T. B.) Der deutsche Botschafter, Graf Münster, ist zum Bssuck) Sr. Königlichen Hoheit des Prinzen Heinrich von Preußen hier ein: getroffen.
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Portugal. Lissabon, 22. Februar. (Pol. Corr.) Die Deputirtenkammer hat das Projekt der Reform der Verfassung mit großer Majorität angenommen. Der Minister=Vräsident erklärte, das; das Kabinet an den von den gegenwärtigen Pairs erworbenen Rechten nicht rütteln werde. Dasselbe beabsichtige, die Neuorganisirung der Pairskammer auf der Basis der Ernennung von 100 lebenslänglichen Pairs durch den König und der Wahl von 50 Pairs durcb das Volk vorzuschlag€1r Gegenwärtig zählt die Pairs- kammer 147 Mitglieder. Es scheint, daß die Er- klärungen des Kdnseils-Vräsidenten die Opposition der Pairs gegen die erwähnte Reform erheblich ver- mindern werden. Gegenwärtig beschäftigt sich die Deputirten- kammer mit der Reform des Wahlgeseßes. Zwischen der Negenerationchartei, die am Ruder ist, und der progressi- siischen Opposition ist ein Kompromiß [zu Stande gekommen, welches festsieÜt: 1) daß in den Wa )1kreisen ber Hauptorte der Departemciits das Listenskrutinium eingeführt werde; 2) daß die Minoritäten in denselben Wahlkreisen gleichfalis eine Vertretung erhalten; 3) daß durch Anhäufung von min- destens 5000 Stimmen bis 6 Deputirte gewählt werden; 4) daß in jedem andern Wahlkreise ein De utirter gewählt wird.
Die aus Westafrika eingetroZenen Nachrichten melden, das; der Schuß PortugalS soeben wieder zur Zü tigung von Eingeborenen am Kongo wegen Schädigung remder Faktoreien mit Erfolg angerufen wurde. Es scheint nunmehr außer Zweifel, daß der Vertrag zwischen Portugal und England Über den Kongo bald den beiderseitigen Kammern vorgelegt wrrden wird.
Italien. Rom, 3, März. (W. T. B.) Der Prinz und die Prinzessin Leopold von Bayern sind heute Nachmittag von München im strengsten Incognito hier ein- getroffen und haben im Hotel Quirinal Absteigequartier ge- nommen. Der bayerische Gesandte hatte die prinzlicben Herr- schaften am Bahnhofs empfangen.
Serbien. Belgrad, 1. März. (Presse.) Serbien
verhande1t mit Bulgarien Über den Abschluß einer Konsuiar- Konvention und eines Vertrages zur Auslieferung gemeiner
Verbrecher. _ Die feierliche Krönung des Königs im Kloster Schiticha soll im Laufe dieses Sommers stattfinden.
_ (W. T. B.) Wie der „Neuen Freien Preise“ aus Belgrad gemeldet wird, hat der serbische Finanzz Minister eine Kommission eingesetzt, welche den Entwurf zu einer Renten-Emission in Höhe von 30 bis 40 Mil- lionen Francs berathen sol].
Bulgarien. Rustschuk, 1. März. (Preise.) Die von den Radikalen einberufenen Meetings fassen identische Resolutio nen und senden Begrüßungswlegramme an Kara- welow und Slamejkow. Die gefaßten Resolutionen fordern die Einberufung des Sobranije bis zum 7. Mai; ferner soll das Sobranije sein: Sißungen niemals längEr als durch zwei Monate unterbrechen. Jm Falls der Auflösung des Sobranije Zoll dasselbe in längstens vier Monat?" wiedsr zusammen- reien.
Amerika. Washington, 1. März. (Allg. Corr.) Der Senat hat einen Geseßrntwurf angenommen, welchr den Bau von siebsn Stahlschifsen fiir die Bundesmarins verfügt.
Süd=Amerika. Peru. (W. T. V.) Zufolge einer in Nerv=York eingegangenen Deprscbo aus Lima, vom 2. März, hat in dsr Nationalveriammlnng ngesiaß den Eid ach prouisorischer Präsidrnt geleistet. Das Kabinet gab in Folze deffcn seine Demission.
, Afrika. anpten. Ueber das Geiecht bei El Tab rbxtdtm der „AÜg. Corr.“ aus London, vom 1. März, be: N e ;
Zwischen den britischen Trupprn untcr dM chrbie dcs (Hrncral- Majors Grabam und den Rrbellcn unter der Fübrnng ron OHMM Digma ist es gestern zu cinen; blutigrri Zasamxnrnstoßc gr- kommen, der mit cinkm Siege der briiisckycn Waffen endcte. Telegramme aus Triniiiat Melden darüber:, „Unsere Trubprn haben gestern (Freitag) nach cinem heftigen Kamric, trrlrber den ganzen Tag dauerte, die Rebelikn gänzlicb bcsieat. Das britische (Expeditionscorvs Wurde in ein länglicbrs Srblacbienviereck iormiri, dessen Front die Gordon Hochländer bildrirn. General (Graham urd sein Stab sowic sämmtliche Vorrätbc und Kameele bcfcmden sick) im Centrum. Um 5Ubr Morgens wurde Rcveille geblasen, und nackp dem Frühstück c'rfolgte dcr BLfebl zum Vorstoß. Erbe eine halbe Meile zurückgelegt war, Wurde Halt gemarbt. Piänklcr wurden aus- geicbickr, worauf dir Rebellen aus dem dichten Gebüscb ibr Feucr er- öffncicn, aber in zu großer Enisernunß- um bisl Schaden anzurickyicn. Die Rechen zogen sick) langsam zurück und biriirn fick) in einsr Entfernung von über einer Halben Mcilc. Die cngliscbcn Kavalleric- Plänklrr hielten Füblung mit ihnen Und avancirien in ÖM! Maße, als sie retirirten. Zunächst wurde dic brritienc Infanierie ÜUÉJL- schickt, da drr Feind sLiU Terrain bkbauptcte und Kampchlnst „:,cigtc. Die britiscken Truppen stießen indes; striig bor, wobri das Vicrcck gut aufrecht grbalien Wurde. Dank der FÜÖNMI dcs Generalés Baker und des Obersten Burnabb Wurde rinc Rbrtie gkwäbli, Miche sonicit als möglich das mit struppigem Gebüsrb bedeckte schwierige Terrain vermied. Etwa drei Mciieu vom Fort Baker entfernr hatte der Feind einc: Art von Erdwcrk aufßeworien, rvelchcs mit Kanonen armirt war. An bkrscbiedenen Punktrn Webte die islamitiscbe Staxidarie. Mit klingendem Spisle rückte das britische Schlachtun- viereck gegen die fcindlichc SteÜung vor. In einrr Entfernung bon etiva 800 111 von derselben _ ein großes Ziegelgebäude, Welches wie eine alte Müble aussah _ wurde Huli gemacht, nachdrm die berittene Infan- ierie und die Pläniler durch Signale znrückgeruxen rvorden. Dann kam die Ruhe bor-dem Sturm, Einige Augenblicke schien keine Seite zum Angriff geneigt zu sein. Aber als die britischen Truppen wie- der eine Vorrrärtsbewrgung machten, Wurde der Kampf eröffnet durch eine Granate aus einer der von Osirian erbeuteten Kruppscben Kanonen, Welcheiaber ihr Ziel Weit bcrfeblte. Die nächsten zwei Schüsse aus dsrsxlben Kanone warkn indes; gut aezielt, plaizten in dichter Nähe der Truppen und" riébteien _einigen Schaden unter dcn- ielben an. Das Fcuer w-ar bcsxer, als man erwartet batte, und “dann folgtr ein rastelndes Handwaffensruer. Ein (Gordon - Hocbländer war der erste Mann, welchr fiel. Die Aerzte und die Ambulanzcn batten bald alle Hände voii zu thun. Die Engländer ließen das feindliche Feuor micr- wideri, avancirten aber stetig gegen die feindliche Stcliunq. In die1em Augenblick wurde Baker Pascha durch einen Granatensplittrr im Ge- ficht verwundet, Bald befanden sicb 20 Mann untcr den Händen der Aerzte. Gegen Mittag wurde endlicb Huli gemacht, Worauf die In- fanterie wie die Artiklerie Befehl zum Feuern erhielt. Die Wirkung des Feuers kbar bald sichtbar. Allmählich ließ das Feuer der Rebellen nacb, bis nur eine geleßenrlicbe Rauchwolke die Anwe1enbeiteines Feindes bekundete.7“ “
Jetzt erhoben sich die engliicben Truppen vom Boden und rückten aufs Neue gegen die feindlieben Werke, bor. Die Sudancsen woliien indes; nicht nachgehen und kämpfterr mrt großer Tapferkeit. Schließ- lich abcr siegte der Kugelhagel iibcr Schivert und Schild.
Die briiiicben Truppen schritien sodann zum Sturm gegen das Fort. Dic Rebellin leisicten denz ungestiimsn Bajonettazigriff der englischen Jnfanterieindeß vcrzxvsiselten Widerstand und kampf- ten mit Wabrrr Todesberachmg. Schließlich erstiirmien die Eng- länder das Fort. Dann Wendetcn fie gegen die Rebeklen die zwei Kruppscben Gesckyüße, welcbe fie in derxi Fork vorfanden. Nichtsvesto- weniger machte der Feind dsn Englandern das Terrain Fuß um Fuß streitig. _
In der Nähe dcr Brunnen bet El Teb sammelten sich die Ji)- surgenien zum letzten Mal für eincn cnticbloffenen Widerstand, Die Hochländer aber erstürmten das ziveite feindliche Fort und eroberxen das Lager des Feindes sammt den Zelten. Der britische Verlust wrrd auf 10 Todte und 40 Verwundete,-de_r_ feindliébe auf circa 1000 qute und Vcrrvundete geschäizt. Das brit11cheExpeditionscorps bivouakrrte während der Nacht bei den Brunnen, und heute (Sonnabend) sollte 'der Vormarsch auf Tokar fortgeserzr wcrden.
Zeitungsstirmnen.
Die „Deutsche patriotische Correspondenz“ be- merkt über die Aufgaben dex: Nerchstages:
Dem Deutschen Reichstage sieht eine arbeitsvolle Session in Aussicht. Die Regierung rechner „auf Annahme des umaeänderten Unfallversickyerungsgesetzes und die Stimmung für die Erledigung dieser ziveiten Etappe der Sozialreform kann iin Allgemeinen als günstig bezeichnet werden. Die Annahme des Krankenkaffengeseßes drängt mit Nothwendigkeit zu einem wZiteren Schritte, und es ist das beste Zeichen für die. Lebensfahigkeit der gesammten Sozialreform, daß die einzelnen Theile dieser neuen Gcscßgebung sich so organisch aneinanderschlicßen, daß einer den andern nicht zu entbehren vermag. Der Grundgedanke, weil er glücklich und richtig ist, hat denn auch aus alien Fraktionen Ueberläufer zur Sozialreform herübergezogen, und je Weiter fich das Gebiet öffnet, um so gangbarer wird der Pfad, um so klarer tritt das Eizdziel berbor. Der prinzi- Jelle manchesterlicbe Widerstand ist beritts gebrochen und wird von
ag zu Tag schwächer, weil man ami) im Lager der Gegner, Wenn nicht die Pflicht, so doch die Berechtigung des Staats anerkennt, zum Schutze der Schwachen aufzutreten und geseßgeberisch an der Siehe- rung und Hebung der arbeitenden Klasse tbetlzunebmen.
Ebenso ist man sich in der öffentlicbexi Meinung bcreits Über den gesunden Kern klar geworden, welcher in demGeseßentwurfe, be- treffend die Aktien- kund Kominandiigesellscbaften, steckt. Die An- nahme dieses wichtigen Geseßes, welchs der gewissenlosen Ausbeutung
des kleinen Kapitalisten entgegenwirken sol], gilt in Reichstagskreisen für gesichert; möglicherweiic Werden Abänderungen bezüglich einzelner Punkte, wie z B. des Yiinimalbetraaes ker Akticn und dergl, be- schlossen wcrden, aber das Wichtigste, die Notbwcndigkeit eiiies Schußes “ces Geldbeutels des klcinen Mannes, wird schon jeßt saft allgemsin anerkannt._. . . _ . , '
_ Die „Eliuß-Lothringtscbe Zeitung“ bsspricbt eine in dem neurstrn Heft der „Zeitschrift für die qe_sammte StaatSrvissenschait“ von dem Kultur-Jngcnicur Toyffaint ver- öffentlichte Studie über die Kranken: u_nd Invqlidenverfiche= rung in dor Steinhilscbrn Baumwoliempinnerei zu Rothau im Elsaß, eine Studik, die gegenwärtig, wo das_Hülf-Zkasi'en- meien fiir Arbeitsr im Reich wie in den aaswärtmen Staqxen im Vordérgrunde der DiSkUisiyn siehe, den weite'stqn Kreiien wilikommen sein wrrde Di.“ Bed-ansn, welche vielfach gegen dic: großezn Versteh?rungDGeseHentwürfL [oui wiirden, würden sich erheblich abschwächcn gegeniiber der Ermbrrmg, daß der praktische Bsrsucl) einer vollständigen, cmcb die Wiertz“, Unia]!- unb Krankenvsrsicherimg umschiirßendrn HÜlYHkaffen-Orqamia- tion im Elsaß bereits seit einem Menschrnalxer grmacht wor: ien sei umd sich bewährt 1;abe. _ _
Das Blatt schildert dann di? betréffendciz Extirichiung€ti unter Mitilxilung der Bilanzen und bemerkt 1chließiich:
Die ncurn OrgaixiiaiiMen, Welä'c das Reick) auf diesen Gsbixtcxi schafft. rr.rdcn auch in die zam Ti).ii lanZZäbrinkt Und musterbasien eiiäisii-„bcn Fabrik-Hiiifskaffkn Aenderungsn bineintragen, welch? drn patriarÖalisÖe'n Cbarakirr dieser Einrichturixien alterircn, Aenderungen, die aber unvermcidlick) sind, soll die große sozialx Reform prinzipiell durrbgefübrx werdrn. Da kann drr Tbeil sich wirbt Wm Ganzen ausicbiirßeN, Das; die (Grundsätzä für diese Reformen im Wesent- lichen die im Elsaß durcb [migjäbrigc Praxis bewährten find, wird anderrrssits für dix im Laude bcstrbenden Einrichtun- gen ebcnso eine Erléichtcrung bri “cer Einfügung in die Bcstimmanßcn dcr Reicbb'gesch wie cin biribcnkcs Ebrendsnkmai für Tir SÖÖUfL! dieser Einrilbtiixigen scijir für die F1brikantrn, "Zeiche sic gricbaxiexi, fiir die Arbeitsr, mir Mlchc-y. und dura“; welche wick): EinrirbiUng-sn MöZliÖ Waren. WEnn dirsc' leHicrén, wie so oft mit Rrrbt außgssbrocbcn, bir-Öér bürbüict Habrn, daß die Sozialdémokratie im Elias; wirklicb'cxi EinNang fand, dann läßt si-H von drn nenen Schöpfungen, rvc'lcbe “cas Reick) Uniernimmi, für dieZukunft vielleicht 611163, chn aUrb nicbt ronommrne, so doch annäbrrnic Wirkmxg erhoffen. Das im Elsaß gr,“;ebcnr Vorbild ist bsi diesen Organisationsn nack) Prinzip UKW Einzelnbcitcn nicbi: obne Einfluß göwesen, wie dcpn übrrbaubt die wirtbschastlicke Politik ch Rsiäzrs mit FM Jnterrffcn unseres Landes und den Anschauungc'n isinrr Bewobnsr in fast (LULU wichiigrren Punkten übereinstimmr. Nrrb dic !riZirn Verbandinngrn im LWdéL- ausirbbß babe" diss ron Nsu-rm bswieien und wir sehen mit, Be- iriedigung, wie im (Elsaß die Ekkkjllitniß in immxr Writer? Kreise drian, das; bis Rbgrbrdnsisn und die ionsiigrn bcrufxnan Stimm- trägcr dirses Landes dsmisibcn am Briten dienen, wi'nn_ sie "fiir die Wirtbi'rbaftprlitik drs Nricbes in erster Liiiic und fcii grstblriicn mit alirn Fi'räfthi (inircisn.
Marinercrordnqublatt. Nr. 5. _ Inhalt: Srbiffs- funktionszulagen. _ Kapitulaiionen. _ Uebungsgranaten. _ See- kadetienschulschiffs. _ Dampfkrffel. _ MasÖin-nraumjournale. Logbücher. _ Wrbrordnung. _ Ober Fcuerrvcrkersrbule. _ Schiffs- verbfleguna. Lebenöversicherung§anstalt. _ Schiffsbükberkisicn. '_ SrbiffsariiÜeriezeirbnungrn. _ Stahlqrayaten. _ RevolVLrexerzirr- patronen. _ RcichSkaffenscbeine. _ Perionalrerändcrungen. _ Bc- nacbricbiigungen.
Centralblaii der Bauverwaltung. Nr. 9. _ Inhalt: Amtlicbcs: Personai-Nackyrickpten. _ Nicbtamtlicbes: Preisgekrönier Entwurf für das nordische Museum in Stockholm _ Verbefferie Sieinzange, _ Russische Wafferstraßen. (Schluß.) __ Neu,: Ufer- bauten des Hafens von New-York. _ Vermischtes: Korrektion des Rheines zwischen Mainz und Bingen. _ Bauordnung für Frankfurt a. M. _ Konkurrenz um Eniwürfe zu einer Volksféoule in Frank- furt a. M. _ Eniwürfc für ein Armenbaus in Breslau. _ Kon- kUrrcnz für Entwürfe zum Bau einer evangelischen Kirche in Bar““ men. _ Preisausscbrcibungcn drs Vcrein8_deu17cher Maschinen-Jn- genieurc. _ Wisner Stadtbahn. _ Büchcrxchau,
Statistische Narhriehten.
Gemäß den Veröffentliihun en des Kaiserlichen Gesund- heitSamts sind in der 8. Jaerswvckye von je 1000 Brwvbnern, auf den Jabrcsdurckzicbnitt bcreckynei, als g estorb en gemeldet: in Berlin 23,6, in Breslau 34,2, in Königsberg 28,0, in Cöln 22,5, in Frankfurt a. M 20,4, in Hannover 19,4, in Gaffel 14,4, in Magdeburg 30,2, in Stettin 25,4, in Altona 35,4, in Straßburg 27,8, in Meß 15,9, in München 35,1, in Nürnberg 30,7, in Augsburg 23,6, in DreL-o den 29,1, in Leipzig 28,7, in Stuttgart 27,4, in Braunschweig 23,6, in KarlSrube 21,0, in Hamburg 27,2, in Lübeck _ in Wien 28,9, in Budapest _, in Prag 355, in Triest 36,5, in Krakau 31,2, in Baiel 20,1, in Brüssel 29,1, in Ämsterdam 25,5, in Paris 24,1, in Londbn 20,2, in Glas,]ow 25,0, in Liverpool 23,9, in Dublin 38,0, in Cdinburg 23,0, in Kopenhagen 18,5, in Stockholm 20,1, in Chri- stiania 26,0, in Si. „ Petersburg 38,2, in Warschau 25,8, in Odeffa 25,9,4in Bukarest 33,0, in Rom 31,3, in Turin 43,4, in Madrid 40,0, in Alexandrien 31,9. _ In der Zeit vom 24. Januar bis 2. Februar: in New - York 23,2, in Philadelphia 26,0, in St. Louis 21,0, in Chicago _, in Cincinnati _, in San Franzisko 24,6, in Kalkutta 32,5, in Bombay 29,3, in Madras _. _
„Beim Beginn drr Woche und bis um die Mitte derielbcn berr1chien an den deutschen BeobachtungSort-Zn meist östiiche und süd- östliche Luftströmungen, die am 20., in Cöln schon am 19. nach Süd und SüdWest gingen, und auch an den meisten Stationen aus diesen Richtungen Wehend bis an das Ende der Woche vorwirgend blieben, nur in Konitz ging der Wind am 21. nach Nordwest, m den leisten Tagen der Woche jedoch wieder nakb Südost. Die Temperatur der Luft War in den erstrn Tagen der Woche eine kühlere und lag nur Wenig unter der normalen“ das Thermomcter sank an alien Stationen des Morgens unter 0, in München bis _9,1 Gr. C. gange des Windes nach Süd und Südwest nahm die Luftwärme je- doch wieder erheblich zu, so daß drr Wochendurchschniti der Luftwärme über dem vieljährigen Monatsmittel lag. Niederschläge fielen selten und spärlich. Der beim Wochenbeginn hohe Druck der Luft nahm im Laufe der Woche langsam ab und zeigte zu Ende der Woche nur in Heiligenstadt, Bremen, Cöln und Karlörube steigende Tendenx.
In der Berichtswoche bat die Sterblichkeit in dcn meisten grö- ßeren Städten Europas, besonders in den deutschen erbebltcb zuge- nommen, nur aus Wenigen (Paris, Prag) wurden etwas kleirzere Sterblichkeitsverbältnißzablen gemeldet. Die allgemeine Sterblich- keitsberhältnißzahl für die dcutschenStädic stieg auf 26,4 von 23,9 der Vorwoche (pro Mille und Jahr berechnet). Insbesondere war die Tbeilnabme des Säualingsalters, sowie in noch böbcrcxn Maße die der höheren Altersklasse (über 60 Jahr) an der Sterblichkeit €ng ge- steigerte. Von 10000 Lebenden starben aufs Jahr berccht19181 Saug- linge gegen 74 der Vorwvcbe, in Berlin 65, in Munckoen 117.
Unter dcn Todesursachen veranlaßten von den Infektionskrank- heiten Masern, Sébarlacb, Diphtherie und Keuchbuskcn Mehr, Pocken und typböse Fieber Weniger Todesfälle Wesentlich gesteigert waren aber auch Sterbefälle an Lungenpbtbisen und an akuten entzyndlichen Prozessen der Atbmungsorgane. _ Masern herrschten in Kiel, Münchcn, Regensburg, Ulm, Magdeburg. Neustadt-MagdeburL,
amm in außgedebnter Weise, in Breslau und Eisen verlief de pidemie etwas milder. Auch in Wien, Paris, London, Turin, St. Petersburg gewannen Masern wieder an Außdehnung. _
Mit dem Um- -