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nichts geändert werden. Der Antrag behalte nur der freien Entschließtznß der Regierung vor, nach welcher Richtung hin fie eine Exn eit in der Geseßgebuna und in den Verhältnissen des L_ottertewesens 'der einzelnen Staaten herbeiführen solle, und m_diesem Sinne könne er annehmen, daß der Antrag von anigerode der Staatswgierung acceptabler erscheinen werde, als der andere.
_ Der Abg. Schmidt (Stettin) sprach sich gegen dsn Antra
Wmdthorft aus. Schon_auf dem allgemeinen preußischer? Landtage habe ma_x1_11c!_) nut Petitionen beschäftigt, welehe die Aufhebung _de Komgltch preußischen Klassenlotterie gefordert hätten. Dte Vorwüer der Jmmoralität und dss Sünden- ge_ldes, tpelchks für dxese v2raa5gabt würde, hätten jsdock) kemen Etndrmx gemacht. Em Redner habe an-dsn Hund des Jean Paul crmnert, welcbkr Erstere nur Knochen und Kar- tof_f21_n vsrzebrt habe, wenn man ihm etwas Butter auf die Nase gkftrlchen gehabx habe. Lasse man doch dem Volke das bischen Butter,_ habe em Redn-xr vom Rhein ausgerufen, und erziehe man mcht lauter Duck::kätxscr, die jsdcn erspartén GWA)?" nach der Spaxkaffe tmgcn sollten. Auch in den verschiedenen Legtslaturpertoden dss P;.“eußischen Landtagss se? die Lotterie- frage z1zr Sprache aekommM. Das Klagerecht fÜr Lott-srie: loyse set 1chon 1841 anfgchoF-en und CoUccteure auf den Dörfer_n dürften 11icht mskzr angcstLUt Wersen. Nack) dEr NMUYM von Hannoyor nnd Frankfurt a. M. seien neben den Sptslhßusern :c. anch dis OStrabrücker, die Hannovsrsche Und Frankfurter Lwttsxierr aufgehoben. Die Osnabrücker sti von_ etnem bßkaxmtsn dsatsche'n Patrioten, dem Havaeraner Justus Möwr, im Juterssst des armsn Volkes, wie derselbxx xxcglaxxbt habe, begründet worden und sts h_alZZ crrca l)11xch8kt_ Jahre bestanden. Auch ia der vorigkn (,“-LMM haz)- UUm_ Exot eine Besyrcckwng der Lottcrie: frage ZZatt_-,x_smj_1dcn, em Mitglicd de§ Cemrums, [)1'. Peters, habs sick) sétr cme Vérmehrnng der Lotterieloofe erklärt und guck) dEr Mg. Or. Fl. Rsicizenspsrg-Jr habe gemyint, man solle f1ch)_wxg_€2x_ _ßx'r Klasjcnlottsrie nicht zu sshr Lrl)ißon. Noch in 1319701; _Scxsxon hach; Frhr. von Fürth gcsagt, stine Moral sei Yoä) kcxxxc 10 polxttsä) g6f_ärbte, daß er das Lottsriespiel alS 1,0 MWS C'Ufseßlchzes am1el)e. Was sei denn so ein Spicl vsx1_1x;, NW 1/33, 1/64 LOOÖ. Es sei im deutscth Rsickchtaßs am_ 18. JUrZr 1881 eine ResolutionSeitens de?- RsichskunzleKS, aux _me LlUshsbung der noch bestehenden Staatslotteriéxn dsr O_cUtxÉ-en Bundesstaatsn hinzuwirken, inzwischsn jsdenfalls (mor Erwczxterung _der bcstshenden Uorznb-Urgen, _- vsrworfen. Dcr VUndZZkanxmssar, _Geheime Obsr-Finanz-Ratb Girtk), habe? auSgchuhrt, daß dW Staatslotteris und die Einnahme dxxxanö emen e_rhsblichsn Theil der Einnahmen mehrerér YUUDYZstaatsn btldeten, 1"th Aufrechterhaltumg oder Aufhebung 7111); 7811122?) Erachtens lediglich in der Kompetenz der Lande?- XOJTCTUUJLT! 1an Landesvertretungen, und möchte er deshalb "JOT m_!xsrlasxey, zur Erwägung zu geben, ob die Rssolution mcht emen Exngrtff m Geaenftände der Landesvsrwaltung enthalte, _dte n1cht_1m_te_r die Kompstenz des R€ichstags fielen. Yurck) eratlotterte 121 zum Theil der Cölner Doxnbau unter- xtaßt worden, durch dasselbe Mitxel würden jeZt Kirchen, wie 1n__ Ulm Und _Stett1_n, rsstaurirt resp. neu erbaut. Prinzipiell xvaren auch 7312 eranttcricn zu verbieten, wogegen jedoch 1chwsre_ B2d_enken_ vorlägen.
DLL Drskusswn wnrde gsfchloffsn. Es folgten persönkiche VQMJLMFF' _)
(W5 g. r. N8ich€nsp€rger-Cöln bemerkte (persönlick , ds_r Nbg. Wazan habs das Lotterisspiel für ein L&stsr, ÖZLTZZT «170 DLZ Y_eforderer des LotteriLspisls für Beförderßr des LasiScm erklezrt. _Nun stehe sEiU Name auf Hunderttansenden yon LOtkLNEllINLn, und er fühle sich asdrungén, dißss Zanderttaustnoe gsgcn de:: Voxwurf der Lasterhaftigk'eit in Schutz zn 11913111811.
_Der Abg. Dr. Wagnßr erklärte, seine Aeuszernng habc my xm Zn1ammchrchang 1mr_ auf di? Prostitution 1785013671.
_ Dcr Abg. Or. Yétckxnxpsrger bemerkt?, er habe geglaubt, 9.91: Abg. Wagnox hatte Msn diE Lottcric gesprochen, jsfzk hore man mxs emmal, daß dErsslbe gegen die Prostitution gcsprochsn habe. DQS sei ihm neu, und er bitte um Ent- 1chUld1gUnß, WWU Lr den Abg. YISJULR 111€s3vsrstand€n habe. _ Der_Abg.1)1-.Wagner erklärte, er havß die Fkage der *Prosxrtut'xon nu“: nut einigsn Worten erwähUt, und im An: schlux; daran Mohl citirt, wslch€r sage, dsr Staat könn? kme Pakt m1t_ dem Lastsr machon. In diesem ZUsammen: h(xnge habe cr dw Sach? Erwähnt.
__ Dcr Abg. _1)r. W111dth0rst bemerkte, der AM. Schmidt (Sxextm), der stck) auf das; dissentirende Votum einiger seinsr p_oUtrfchen erUnde bernfkn Habe, und annehme, daß cr (KUDULL) glezch sprechen müsse, wenn ein Fraktionsgsnossß ctapas ZSJLU 16:116 A11sxcht_ behaupte, bemerke er, daß er dazu ksme PME)! h_abe. UebrigeUS sei er Einfachss Mitgliéd dsr _F-(thxxmsxraktmn und von einer Führsrschast sei ihm 11ichts
& l .
Der An_trag Wit1dtk)orst=Löwe wurde abgelshnt, der An- trag von Mmmgerode dagsgen angenommen.
DLT Etat dsr Berg:, Hüttcn- und Salinenver- Yalmng, _der_ Etczt der Eisßnbahnen, der Etat dss ©taat§-M1ntster1ums mit Linsr Reihe von Spezialetats, pgcrhunYr derßC_t__c__-'ct dssWDeutsckwn Neich§= und König- 12 - ren 1 en Otaath-An ei 2 S “ DLbatte bewilligt. z I r “ WM OW
_ Beäm Etat des Minist€rium§ der öffentlichen Ar: l_191ten crqurt? der Abg. Dr. Frhr. von Schorlßmer-Wst, daß 18an Baxter m Bctreff der FahrpreiH-Ermäßigungen auf StaatszEnerahnen von 1191: Steüung eines besonderen An- trcxgé? 111 de_r Hoffnung Abstand genommen haße, daß der Mmrster bet _dem Rszepte VLrbleiben werde, das der Minister Le: d€r_ zwe1te__n_Lesung angekündigt habe, das heiße, daß ??_JXZretsLömaßgungen fortan nicht mehr gewährt werden
Zu Kap. 7 T1t. 3, des Extraordinariums der Bauver- waltuZZg lag folgsnder Antrag der Abg. Büchtemann uud Genoyjen vor:
_ DaF Haus der Abgeordneten Wolle bcschließsn: Die Skaats- rcgtcrung zu ersuchen,_die Ausladung von Kähnen entlang dem FZÜYchxaFlertedfruher zu gesdtatteÉ, soweit nicht in einzklnen
erer eranrcnenen ' "- figer Weise gestört wird. (] z fraßen dadurck; m unzulas
_ Der Abg. Büchtemann fraate, ob die Re ierun bei dem Ve1_chlu_sse beharren wolle, den sie bei der zweYen L?sunéx an- ge_kux_1d_xgt habs. Durch das Verbot, Ausladungen am Kanal wre x_rxzher vorzmxshmen, sei eine Reihe von Geschäften schwer geschadtgt. Es set auch bei Bewilligung der Summe für den Bax: dss Kanals nicht daran gedacht worden, daß ein der- arnges Verbot ergehen würde. T2chnische Gründe könnten
fxage sich, ob ftraßenpolizeilickxe Gründe die Ausladunaen ver- boten; Früher hätten dieselbkn fast an allen Stellen des Kanaxs stgltgefunden, jest würden sie auf der ganzen Strecke desselben mhtbtrt. Es sei möglich, daß an einzelnen Stellen d_er Ver__kehr „durch die Ausladungen erschwert werde, aber dtese Falle konnten nur ganz vereinzelt dastehen. Sein An: tr_ag bxzmecke nur, daß die Ausladungen wieder in der Weise w_1e fruhex gestattex würden, soweit der Verkehr nicht durch dteselbexz m uyzulässtger Wsise gestört werde. Dieser Zustand ha__be fruher m_cht zu Bedenken Veranlassung gegeben, derselbe moge also au_ch fernerhin aufrecht erhalten blkiben.
Der Regwrungskommissar, Geheime Ober-Regierungs-Rath Gols bedauerte, den AntraQstcllx-rn eine bsfriedigends Auskunft n1cht geben zu ki'znuen. Redner ging auf die Geschicht? dss Landwxzhrkanal? em, _Wt'lckW im Abgeordnetenhause verhandelt worden sex. Die Stadt Berlin sci seiner Zeit aufgefordert woxden, dj_e Kostsn xür den Umbau des Kauals mit tragen zu belxgn. _Dtes_k)a1_)e st? abgelehnt und erklärt, daß sie in keiner We_ne sick) Unt 6111-2111. Bsitrage betheiligen kömte. Die Staats- reg1erung_konne, o_hne durch das Hach hisrzu veranlaßt zu werden, keme Schr1tte in dieser Bezikhung thlltt. Soüte das hoheH-xus dknPetMtcn entgch-n kommen, das; also dicStadt Berlm__ besser gsstéüt werde als anders Orte, so würde dies der fruheren Anstcht des Hauses widersprechen. So wie die Sacth zur tht lagen, glaube die StaÉthre-gierung, sich zu dem Antrags ablehnend UZrhalten zu müssen.
__ Der Y_bg. Frhr. vqn Minnigerode erklärt?, er halte es f1_1r bedcxnkltck), durch emen Antrazx, wie der vorliegende sei, dze Ncherung zu De_ranlaffsn, in die Verwaltnngsmaßrégeln emzugrerfxn. Dq dl? Angelegc-nhsit (1er mm durch dM Antrag xmmal LTZ]? s0lche präzise Form und Bsdkutung Lr- halten habe, so n10chto er sich U11dsckinepolitischen Frennde vor ]sdsr Mrßdsuttmg l_wmahren, und Er sage dLÖlMW, daß sie das Yorgkhen _der Koleichx-n StaatSN-“gierung für ein gErLckÜLS hxxlterx. Wenn das Hans darum den Antrag, wis cr hoffe, nut Hulfe 132€: Csmtrums ablehnen wsrde, so möchte Er d€11H€rr611 axtf der Lmkxn __von vornhsrcin dsn Vorwurf, dM ste dEr Rechten mackzxZ: komzten, absck)7:LidEN, daß sie mit dissen: ihrem Votum l_zewemx, kext: ZtttcressZ für Bsrlin zu havM, DiE Lmke moge sxckx mélmehr an dice Bsrlim'r Stadtverwaltung 1_vend€t1, Und dxese zu bewegen snckzcn, daß sie die nöthigon „»thfahrtstraßen h_ersteüe. Daran möge man f2st1)alten: der Staat xsguhre Y1e_große Wasserstraße, Und die Stadt Berlin 10rge km: die n__oth1gen Ausladepläße und Zufahrtsstraßen.
Der Abg. Lowe (Bsrlm) erklärte, es handele sich hisr gar nickzt um dre Anlage "MLT Ladestraßsn, sondern nur darum, ob ein aYteS N€cht aufrscbt erhalten odsr dnrch die Regierung vcr- 111chtet werden solls. Nachdsm man den Kanal mit Answen- dung großer M11tel erbaut habe, dürfe man sich doch auch die Au§nußuna_desselben _nicht LUMEHM lass-sn. Man sage, die Stadt B?B[M müss? dxe Kosten für die Anlage von Ladestellen t_ra_gen. _Aber Berlin habe durch die Verändernmg dsr Straßsn- ltmen, d1e durch den Umbau des Kanals nöthég gsworden ssi, schon Kosten genug gehabt, und die Hersteüung von Auslade- ftraße_n falle selbsthrständlick) der Behörde zu, wslchc die Flüsse rsgultrex Aber, wre er bereits bßnwrkt habe, durch den An- trag Buchtemaém würdön der RSZicrung ksine Kosten er- wachsen, denn dsr Antrag wünsch? nicht die' Anlage von Ladeftsklen, sondcrn nur, daß dL); frühere Znstand wiederhsr- gesteüt werde.
Der _ Régierungskommiffar bsmsrkte, daß man dem Staats mcht zumuthen könne, die Kosten für dis Hsrstsllung von Ladestraßcn zu trags". Das sei Sack)? dsr StadtVérlin, da auch _ dcr Vßrkehr, Um den es sich handels, lokalsr Natur sex.
_ Mr Aba. _Vüchtemann hob [)LWOL“, das; der Antrag gar nicht verlaxmx', (m_ß dcr Staat neue AUcZgaben machon soUs. Es_f_rage srck)_al]em, ob die AUBladungen in der früheren WSUS am Kanal vykgcnoman werdssn dürftsn, was die strhefssügnngsn zulwßW. VieÜeicht wolle dis Rogieruug Elk lhrer Zurückhaltang nur einen Druck axtcsixben, und die StÜdt Bsxlm zmingsn, Ladestellcn und LUdLstMßM gnznl-ZZM. Das sc: LMS VLTFSHLIW Anschaunng', daß der Verkehr auf dLm Kanal lokahsr Art ssx. Mehr als die) Stadt Vérlin, würden dx? JnxeresJLnten dWUßLN, die Zisgelbremwr und Landwixthe, g€1chäd1gt.
D_er_ Regierungskommissar bstonte, der Abg. Blickztemann [)thx d1exslhs dee schoxz 1880 einmal gshalten, ab€r koin Gluck darmt gehadt. DW Regierzmg habe in loyaler Weise das Bauprogramm ausgeführt, xür welches ihr vom Hause das Geld bewill1gt worden sei.
_ Der _ng. Dirich10t vcxwahrte das Haus gsgen eine der- axttge Krtttk, _zu welcher der Regierungskommiffar nicht befugt sex. Was thrde man am Ministertische sagen, wsnn von sexnsr Partet__ Jemand sags: Der Minister oder Kom- mrssar habe fruher emmal zu dieser Angelsgenheit gsspkochcn, gbex: das Haus hahe seine Meinung nicht gebiÜigt. Es 1ch€me fast, als ob dle Hkrren am ngierungstifch der REWE rxacl) das Verlar:g9n spürten, ihr Müthchén an dem Hause zu kuhken. Dagegen erhébe er Protest. Der AnTrag des Abg. Bucht-zmann [x_e-ge w§nig2r imJnteresse der Stadt Berlin, gls_der La11dw1rx_l)scha1t. Der Regierungskommiffar habs sich _ubrtgens merkwurdtg harthörig gézeigt. Dßrselde spreche mrmer von AUSgaben, während der Antrag Büchtemann AUBZaben gar nicht vsrlange.
Der Abg. Backgexxt schlug vor, den Antrag Büchtemann an d:e_Bud_getk01_nnns110n zu verwsisen,
DLK Diskusswn wurde hierauf geschlossen und der An- trag Buchtemajxn an die Budgetkommission verwiesen.
_ Der Rest des Etats des Ministeriums der öffent- lxchen Arbeiten, sowie dEr ganze des Ministeriums _f_ur Hanyql und Gewerbe wurden ohne Debatte unver- andeZt3 bewxÉÜgt.
sin) tat dEr Justizverwaltun bra te der Ab . Berger e_zme Beschwerde übsr die Handhabxéng de? Grundbch- gesZHeZ tm Veztrk _vo_n Ehrenbreitenstein vor.
Dsr Justxz-Mzmster ])1'. Friedberg erklärte, daß er von der__Beschwerde keme Kenntmß habe, aber die Provinzial- behorden zur Unt€rsuchung veranlassen werde.
Der Nbg; von Wisrzvinski bedauerte, daß so viele Re- dacteure poln_1scher Blätter verurtheilt würden; es scheine fast, gls ob man m Posen nach Instruktionen von oben her An- klage erhehe, vcxhandele und verurtheile. Mit Ausmahme zweter Blatxer hattxn alle in Posen erschkinenden Blätter ihre Rcdacteu__re 1m_(Hefangniß. Außerdem bestünden auch vielfache K_lagen ubxr dle Behandlng der Redncteure, namentlich über dre Hsrarxztehung ztzr Arbett; man habe sie mit Dütenkleben und ahnl1chen Mr_betten beschäftiat.
Hterauf ergrtff der Justiz-Minister 131“. Friedberg das
Für das Vsrbot dec Ausladung nicht erbracht werden. So
Wort:
Daz der Herr Ahgeordnete, welcher die Tribüne eben verlassen hat, seme Rech betm_ Justizetat anaebracht, so muß ich1vobl glauben, das; er emc Ve!chwcrde geae'n die Rechtsprechung in der Provinz
ich_ dicse BescbWerde als eine unbcgründete zurückweise. Ich kann mich mit d_e_m HerrrZ Abgeordnktcn nicht in eine Diskusfion über die litkrar- btstortjche Entttebuqa des sogenannten Nationalliedes einlaffcn, ich kann n_nch auch darauf nicht einlassen, ob eine gestickte Decke, wei] fie in einer Kirche angebrgckxt n'orden, den Frieden zu stören gkcignct sci odcr ntcht._ Ick be1chränke mich darauf, die Behauptung, daß von Oben ber HteStaatsanwältc und die Gerichte zu einer besowdersn st_rcng_cn Vérxoxaung dxr poläiscbcn Presse angéwicsen scin müßten, btcrtxnt als eme _falx-be zurückzuweiscn. Eine solche Verfüguns ist nzemalxé vom Ministerium ausgegangen, und wenn die Staats- aywalte, dre _(chtcbte i_n dem Großherzogtbum Posen sim- acrich11ich€ erfolguna einlerten. [0 thun fie das - wie der Herr Abgeordnete mtr mit Recht glaubt imputirkn zu sollen -- auf Grund des Ge- scyes und auf__Gxund ihrc'r Uebcrzeugung.
_ Was_beab11chttckt der Herr Abgeordnete mit diesen Klagcn [)icr?! will er mrs!) eYva [*ewecxen, das; ich in die Rschtsprcchung einqrcifc; soll ick) den Staakéanwältcn gcbietcn, da, Wo sie eiue strafrklbt-
liebe Verle_§5uxtg des Gzseyes smdkn , die Augen zuzndriZÜn, und soll lch_ det] Gcr1chtcn instnuircn - selbst wenn ich das WWW, ich konnte es ja gar nicht - fie möchten doc)» in
191419er FäUep mÖJltÖst mélkc urtheilen? Nsin, die Staatéanwältc 113217 die (_Gkrtcbté 1ind_an das Gesetz gcbundc'n, und Mr das (HLSW mcht crf11ll_t,__dkr ward? xflicbtwidrig bandsln, am pflichkwidrißsten akcx dcr thxtér,_ der a::f dic Rétbter einzuwirkcn suckxcn wollts. Scjcn__St€ al1o_ ubcrzkugt, daf; Jbrc Reden weder mi-F) in meiner Amjsfubrung betrrsn, nmb daß Sie damit cine andere Rechtsprecbung in_dcr_Provznz Posen hcrbc'ifübren werden! Sie sagen, Janz unge- rcxohnltck) mel Zchaxteure becr Zeitungen filzen im (Hefängniß, «Zcb antworte h_tcraus: Das ist der Fall, Weil aanz unßcwöhnlick: yxel RZdactcurc _m der Provinz das Gesetz VLleYT haben; denn sonst jaszen Ue xben mcht im (Hefänaniß.
Damrt glanbe ich diesen Gcgenstatéd Verlassen zu können Und dcm HMM Abgeordnetcn genügend gcankwortct zu habcn.
Dxr Abg. von Wiérzbinski citirte cine Vemsrkung des „V__Lk[111?_1_7 TagZOlattes“_ zu der Znsammenstcüung polnisclxr Blatter uber dre zahlrsrchkn Verurthsilunge-t von polnisch Redacteurxn; das Blatt lmbe bcdancrt, daß nicht ans allen» Latedesxkxxlcn derarngs Zusammemsteüungen gkmacht WÜl'dEnZ dann k0nnt€_ daI Volk sehen, welchén Drangsalen diejenigsn TLYTZLsLHk seren, welche nmtkzig fÜr das Recht des Volkes ein: ra 811.
Der Abg. von U€chtriterteinkirch regte die Frage der Y_Ermehrmxg dsr Mcmeido an. Die Vsrm-Zhrung dsr Moin- exds se: großer, als nach der Publikation des G€1)ki11tratl)cZ-. Staxke angenymxnen [Li, TUS lisge daran, daß ein akoßer The1l der MQmeWe mcht mchr Vérfolgbar sei, weil die Gramb- Yage d_er Verjolgumg fslzl-s. Die Protokolle nämlich in den oftenjltchen_(Hsmchtesz-rhandlmxgsn seien durchaus ma1m€lhast„ da__d12 dxtmlltrten Aussagen mcht verzeichnctseisn, so dgßmcm spater mahl _gsnau fEststhen könne, wie eine AUSsÜNL gslantet habe. Er Uchte daher m) dsn Instiz=Minister die Bitte, dafür s_0rgen_zu wollen, daß du», Protokolls cine gcnaue Auskunft Über dte Aussagen dsr Zengcn gäben.
Demnächst nahm wiederum der U ti :Mini'tLr 1)1'. “rieb: berZJDa?) Wort: J sz ' J
er_ err Abgeordnetk bat allc'rdings eincn Wundsn unkt au dem__(H_cbr€t dcs Prozeßvsrfahrsns berührt, nämlich die uxYenügendx Regmtxtrung dessen; was in der mündlichen Verhandlung vorkommk. Ick WlÜ mcbt darubxr mit ihm streiten, ob manche chincidßprozöffe nur_deßbalkx unterblxtben müssen, weil dsr Tbatbestand des aeLeistetsn Mcmczds mcht gknugknd aus dem Protokoll hervorgeht. Jedenfakls babe ich schon _vor zivei Jahren mich zu der Verfügung veranlaßt, gesehen, dre G€r1_chte_möchécn die Protokolle über dic 111i'mdlicl,*cr1Ver- bandlungcn aanubrltcber aufncbmcn, als dies oft geschieht, und ich g!anb_c, daß dxe Erwähnung dicser Vcrfüzung hier an diesern Ork Meklenht dazu bcttraßcn wird, fie von NLUSM den Gerichten in Erinne- rung zu bringcn.
_ Der Nbg, Simon von Zastrow erklärte, ker Abg. v.W€crz:: b111§_k1_habc heute den Richterstand in Unerhörtcr Weise an: gegrtfsszj; Er glanbs ach), derselbe: sei nicht ganz dsr Träg- wsxte 1emer Behauptmrgcn bswußt geweskn. Was frühsr straflos gCryossn sex, solle jLHt strafbar geworden sein. Dsr gssammte R1chterstund in Posen solTe unter einem Einfluß. O_OU oben her stehen. _Es sei das etwas, was bisher nicht“ exnmal gedacht, gsschnge gosagt wyrdcn sei, den Richt€rstand e_mer ganzem Vrovmz m solch2r Werse zu verdächtigén. Natür- l1ch sk1cn umter besondsren Umständen die Strafen härtcrs: als sonst; wenn man zn einsr anfgsregtcn Volk-stnge etwas sa__ge, derDadurck; noch mehr anfgLstachelt werde, so müsse eins hartere Strafe erfolgen als sonst.
Der Abg. Rr_cht€r (Hage_n) bsmerkte, der Vorredner irre„ weznn dcrsslbe meme, daß dte Unparteilicbksit des preußischen R1chterstandes zuexst in d_iesem Hause bezweifelt worden sei.. Der Vorrekzper er111nere_ftch wohl nicht, das; fie von Nie- mandém scharfcx gngcgrrffen worden sei, als vom Reich§- ka11z_ler selber, m ]ener bekmmtsn Node vom 3. März 1881,. worm dLrselch den Richt_erstand wsgen zu gslinder Beurthei- lung von BtsmarckbeleWigungen angeklagt habe. Durch die- hsutrgen Ausführungen stZ Abg. von Uechtriß sei dsr Ein- druck, dYn er von der Obxktivität der bekannten Rede- des Gehetmen Raths Starke Über die angebliche Zunahme dsr Verbrechen gehabt bgbe, durchaus nicht erschüttert worden. Dem Abg. v_o_n WLerz-binski aber erwidere er", er |le den_ Posener Verhaltmsjen zu fern, um beurtheilen zu können,:vK- wett dze Beschwerden der Polen berechtigtseien,jedenfa11s aber wür- den _d1e Klagen desselbxn übsr dieB2schränkung derPreßfreiheit: auf 1l)_n (den Redner)v18l gxößeren Eindruck machen, wenn nicht- eben jene Herren" der polnqchen Fraktion im Reichstage den Aus- schlag gegeben [Zatxen für die Einführung einer neuen Beschrän- kung der Pxeßsretheßt gegen den Protest aÜer Liberalen. Nach- dem_ dor NetchHtag pts polizeiliche Beschränkung der Drnck- schrtftstxkolportage m zweiter Lesung abgelehnt gehabt habe„ ha_tten1€ne Herrßn durch ihr zahlreiches Erscheinen bei dcr" drjxten Lesung e_me Mehrheit für jene Beschränkung herbei:- gefuhrx. Schon 1th seien über die in Folge dessen von der“ Voljzet getroffenen Maßrßgsln_in_vielen Theilen Deutschlands Klagen laUt geworden“ eme sachs1fche Polizeibehörde habe die“ Werke des D1ch_ters_ T eohor Körner von der Kolportage aus:“ geschlossen, „m_exl ste zu stttlichem oder religiösem Aergerniß, Anlaß geben _könnten“. Wenn der Abg. von Wierzbinski also- wolle, daß seme Beschwerden mehr Beachtung finden sollten„ dann_ sage derselbe [einen KoUegen im Reichstag, sie sollten aufhören, dort reaknonäre Bahnen zu wandeln, e;Zer Abg. Dr. _von Jazdzewski bemerkte dem Minister“ gsgenuber,_ daß es m vexschiedencn Gegenden der Provinz Posen heiße, paß der Mm1ster von dem Chef des dortigen Ober-LandsögeerS Bertcl)t_ Über die einzelnen Urtheile ein:- gefordert habe, m welchen dteGerichte gegen die Nedacteure zu nnlde verfahxen seien._ Auch dxr bekannte Muster-Präsident von Kunowskt solle sick) derartjge Berichte erfordert haben,
und die Namen der betheiligten Richter sick) haben nennen lassen..
Sachsen bat a::btinge'n wollen. Nur darum ergreife ich das Wort, Weil'
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Er frage den Minister, ob demselben hiervyn etwqß bekannt sei? Dem Abg. Richter ermidere_er, daß dte polmjche Frax- tion nur deshalb und zwar unt schjperem Hérzen den_dte Kolpartage einschränkenden Beschl_uß nn Re1chstagß gexaßt habe, weil Posen vielfach durch eme Kolportage hetmgesucht worden sei, die die Gefühle beleidigt habe, und bestrebt ge- wesen sei, die polnische Literatur durch eme schlechte deutsche Literatur zu verdrängen.
Der Justiz-Minister 1)r. Friedberg erwiderte;
Meine Herren! Es kann schon zvoeifelbaft sein, ?b ck die_ Auf- gabe am Regierungßjiscbe sein muß, unrichtige Thayacbqn; dre be- hauptet Werden, jedesmal zu dcsavouiren; kenn mu diem Form kann man allerdings seHr leicht die Regierung in Vcrlcgenbctt bringen, ohne daß fie gcradc in dem Augenblick Fm Stande wäre, das, was als thatsächlich bkhauptet wird, Zu ijderlkgcn. Aber, mcine Herren, Wenn man nun gar so weit gebt. zu sagen: in unscrsr Provinz aisbt es ein on (]it, ck weiß Zwar nicht, ob es Wahr ist, abcr „es heißt so“, und es wäre doch erwünscht, wenn der Herr Minister das widerlegte - so erkläre ick) Ihnen, daß ich eine solche Widerlegung eincm solchcn: 011 (Liv gegenüber, für unwürdig eines Ministers halten würds. _
Treten Sie mit Tbatwchcn hervor, dann Werde W die That- sacbc'n zu widerlcgen suchen; abkr auf Ihr bloßes .es heißt", „man sazt in der Provinz“, „wir haben gehört", darauf gebe ick; feine Aniwort.
Dsr Abg. Dr. Windthorst erklärte, diesc Fragcn seix'n aUerdings epinöscr Natur. Er nshme, aber an, daß in der ersten Erklärung des Ministers zugleich aber auch eine DcsÜvouirung dcr B€hauptung babe liegen sollen, als ob auf preußische Richter der Provinz Posen irgénd wclchßr Einfluß von oben her aUSgeübt würde. Indessen bitte er den Ministsr, sich noch über die Frage der Behandlung der Redac: teure in dén Gefängnissen zu äußern, Dem Paragraphen bctreffs der Beschränkung dM Kolportage habe er zugestimmx, aber in dem voUen Bewußtsein, damit nichtZ Reaktionäres zu thun. Erstens siehe den von den polizeilichen „Bchhränkungen Betroffenen der Besäzwerdkwsg offen, zweitsns seisn so viele unsittliche und unreligiöfe Bücher kolpoxtirt worden, und habe d-zr Kulturkampf in Prcußen auf Religion und Silke bcrcité: so verxerblick) eingkwirkt, daß seine Partei genöthigt gewesen ssi, der Beschränkung zUzuftimmen. Helfe man die Freiheit der Kirche herzustellen, Und man werde vieL wenigsr Polizsi U71?) GenEd'armen nöthig haben.
W Hierauf ergriff der Justiz-Ministsr 131: Friedberg das ort:
Meine Hkrren! Ich muß dkm Hrn. ABN. Wixxdtkwrst (rwidern, daß die Gefängnisse in Posen untcr dsr Axxfsicbt der Jxxftiz stehcn. Wenn dcr Hsrr Abgkordnct: meiut, daß die zu Gefängnißstrafs rer- urjhcilten Redactcare dort in einer unangemeffenLn Weise in dcn Gcfängniffen behandelt würden, so tritt dicse Cr- klärung Md dicse BesÖwerde mit Hier zum ersten Male entgegen. Denn mit ist nicht erinnsrlick), daß ein RTÖÜCTCUU selbst sich Über die Behandlung, die ihm in dem Gcfängniffc zn Thcil geworden ist, beschxrett hätte. Würde er fich bescbkveren, so wäre ck meine Pfiicbt, die Beschwerde zu umtersuckocn, und Wenn fie begründet ist, ihr abzubelken. Die Thatsache aber, daß ein zu (Ge- fängnißstrafc veruxtbcilter Rcdacteur in dem Gcfängxxiffc zu einer Arkcit angehalten wird, die in dern Gcsängniffe hergebracbt ist, kikse Beschwerdk würde ich freilich als eine nicht bcgründcje zurück- Weisen müssen, Weil das Strafgcseßbuä) außdrückliék) bestimmt, daß die zu Gefängnißstrafcn Verurtlyeiltcn in einer Gcfanqcncnanstalt an eine ihren Fähigkxikkn und Verhältnissen angemessene Weise besckyäftigt Werden müßen. (Ruf links: Dütcn klebkn!) Ami) ich glaube, daß Wemn gerade von Dütenklcben, als eine den Redacteurcn angesonnene Arbeit, die Rede chescn ist, ich einesolche Bcschäftigung, cinem Redactcur angesonnsn, 11icht billigen möchte, viclmebr annehme, das;, Wenn eine Beschwche darüber an mich käme, ich es wohl der Erwäguxg dcr Gefängnißvsrrvaltung anheim geben würdk, ob mcm einen Mann von diesem Bildunassiand nicht bkffer in ritter anderen Weise alswir Diätenklebcn beschäftigen könne. Damit würde aber auch dcr Kreis desen, was ich auf Beschwerden jhun könnte, voraus- ficbtljcb erschöpff skin. deenfalls aber und vor allen Dinßen bitte ich,1o[chc Vesckyxverdcn nicht hier nachträglich anzubringen, sondcrn recktzsi1ig,nämlich dann, wenn d:“r Betreffendesklber sich noch im Gefängnisse béfindkt, Mil ?ck 1nöglichérweise dann noch Abbülfc schaffen kann, während nachträglich angebrachte Bcscbxverdcn Dsm Velbciligtcn nichts helfen. '
Der Abg. Götting warnte davor, dcn Protokoüen der Schwurgerichtq und Strafkammern bei der Beurtheilung etwaiger guf ste gsgründeterMeineid-Zanklagen einen zu hohsn Werth betzulcgen.
Der Abg. Richter (Hagen) bemerkte, daß der Abg. Windt- horst der_ Beschränkung der Kolportage im Reichstag zugestimmt habe, sex leider wahr. Er habe dem Abg.Windtl)or1t die Folgen damalesz vorans gesagt. Jene vorhin erwähnte Fackzsxsxbe Polizexbehörde habe auch bereits das Kolportiren kathobscher Gebetbücher verbotcn. Nach den Erfahrungen, die das_ Centrum bereits mit diskretionärcn Vollmachten der ngwruyg gemacht habe, hätte das Centrum ihr um so weniger neue_ d1skret1onäre Befugnisse geben soÜM. Nach der Erklarung des Abg. von Jazdzewski hätten die Polen die Kolportage__beschrä11kt, Um so_die Polizei _für das polnische NattoUglgefuhl anzuruf-m. _st könnten sich nicht wundern, wenn ste so _aus_ GeijhlsPolttik nach Polizei riefen, daß sich dann auck)_ melle1cht hter und da GefühlSpolitik in die Richter- sprüche nnsche. _ _
Bei Kap. 74 T1t. 18 (Hülsßarbeifer bei den Landgerichten) beschwexte steh der Abg. von Strombeck über die Nothlage der ger1chtl1chen Lohnfchretber und richtete an die Gerichtspräsi- denten die Bitte, srch der Lyhnschreiber anzunehmen.
_ Bei Kap, 75 _(Gefängmß-Verwaltung)_kam der Abg. 1)1*. Wmdthorft auf eme Bemerkung des JusUz-Ministers zurück, xponach derselbe behauptet hab's, daß Lhm keine Beschwerde uber schwebte Behandlung der Redacteure im Gefängnis; vor- ge_legt worden sei. Diexxnigen, welche im Gefängniß süßen, seLen nicht in der Lage, 1lch zu beschweren, und darum sei es doppelt Pflicht der Justizverwaltung, d1cse Verhältnisse zu
unxxrsuckwn. Die Behandlung der Redacteure _sei_ in dem ?HesangFffe durchaus nicht immer ihren Fähxgketten ent- pre en .
__ Der Abg. Dr. Majunke that in einem Beispiel m_:s dem Ge- fangmß _zu Plößensee, einer Anstalt, die als eme Muster- arxstalt hmgesteüt werde, dar, daß der Abg. Windthorst mit semen Behauptungen Rechthabe. Er (Redner) habe einen längeren Aufenthalt dort nehmen müssen, jedoch sei dies ein steter Konflrkt zwischen ihm und. dem Direktor gewesen. Jhm_als Redacxeur sei nicht erlaubt worden, dreiZeiTungen halten zu dürfen, nur cxme Zeitung sei ihm gestattet worden. Seine Beschwerde an d1e Beschwerdekommission, welcbe allmonatlicb einmal in de_r Anstalt zusammentrete, sei erfolglos gewesen, und auf seme Bemexkung, sich an den Minister wenden zu „wollen, habe man tym gesagt, hier im Hause sei die Kommission_die oberste Behördx. Darüber hinaus gebe es keine Appellatwn. Redner konstattrte, daß es unter diesen Umständen kein Wunder
sei_; _wenn der Minister keine Kenntnis; von dén Beschwerden
er a te.
Der Rest dés Etats des Zufiiz-Minisxerinms wurde ge-
nehmigt. _ _ _ U.?wraux vertagte *Ich das Haus um 4-7]; Uhr aux D1enstag
11 r.
- Die in der gestrigen (57.) Stßnng dss Hauses dxr Angordneten bci der dritten Berathnng de-Z (Zefeßenfmurss, betrefxend die Fkstsécüung des Staatshaushalts-Etats für das Jahr vom 1. April ]884,85,_ 710.3.) dem Regierung?- kommiffar, Untcr=Staat§skkrctär Memcxke, resp. nach dem Abg. Bachem vom Minister der dffex1tl1che_n Arbeiten May: back) gehaltenen REDEN hatten folgenden Wortlaut:
Dkk Antrag, Mine Herren, der Ihnen u::tcr Nr. ].“;7 der Druck- sachen vorliegt, béziekét sicb auf sämmtlicbc (TMS :md, wie ich an- nehmen darf, nach dun Wortcn kes Hsrru Mitaxnragstxüch insbeson- dere auf den (Trat Nl Eisenbahn- und der Vsrch-rfsverjvxßung. Ich fühle mich QUfgkakkékk, um so msbr m;? kicx'cn lextrag etwas zu er- wid-arn. als schon bei Don früheren Tißkusfimxcn _ leider in meiner ASMsenkcit - ich koxmtc xicht gegenwärtig skin _ auf *TiésLU Theil meineß Rcfforks besoukch Bezug s-cnvmmcn und kcwmdsre Vkrwürfc daran geknüpft n'oxkkn sind. ka muß vcrauééäx-icken, meine Herren, daß der Brauch, den ich in dkr Verwaltuukz vorgefunden und bis cht konscrvirt hab?, sowohl in der Eiscnbcckm- M:: in dcr Bergwerks- vcmvaliung (*in sehr alter ist, daß cr, :rcxm ixb 71icht irri', WM 20 Jahre viksleickot ÖLÜCHT, und das; (S, wic Sie anerkonnen werden, für cinsn V,"!waltunchf außcrcrkcntlick) schwierig sein wird, ciUcn solÉcn Brauch, mag er UYU nacb dicscn oder jcnen Prinzipien Zcbandkdakf Werdkn, zu bcseitigsn. Abcr, mein? chrcn, wie in vielen anderen Dingen würTc isl) mi-F.) “(Mon "iM ch1bk221ten lassen, sobald mir naMcwix-scn wird, daß ick) mich auf cinsm vsr- kchrten ÜZLJL bkunds. Das crkcnne iI) i::kcx"; niÖt cm. Es ist richtig, meine Her-sn, daß in dsr EiRnßalénvkerkung Rémunera- tionen und Unterstüxzunßcn, und iuébsskndcrc Rcmnnerationcn zu Weibnachjen in größkrcm Maße gcwäßrt wsrdm. DUffTWZ gilf fÜr di? VcrngkWsr-“valnmg. Das; sie garakc zn IZKÜZUÖÉM in größsrkm Umfange JeW'ikzrt Werden, bänxxt znsanrun'n mit Mn früHcrcn Reck)- nungéÉaHr. Als mit dcm ]. Januar das RcäMungHjaHr be- gann, hatte man ein.: gsnaux Uckcrsnbt üöar dirjcnigcn VMittel, Wslcbe zu außxrocksntliÖen Ramuxicraiwn-cn zar VkaÜIUnJ standen. Das hat sich nun gkändert; wir [NÖM dsn ]. AUril als Beginn FLZ RLckMUUJIjÜÜkLÖ angenommen, nnd al-cicßwobl ist man [)Li dkm Weihnacbtéfest stsbcn gebliebkn. “Dic Summen, die in dcm Etat ausgebracht sind bei dcr Bcrgwerkéverwaltung, wiebeidcr Eiskn- bahnvcrjraltung, smd 11ach densclbcn chnFTÜYLn kcmcffcn, wie in den ijbrigcn Etats. Tic formßkl: Bsrecbtimmg, an dicsxn SUmmen tk'cilnchnn-n zu lassen innerhalb der znlä'xsigcn Grenze «ck die höhercn Beamtcn, wsrdcn Sie nach Lage des CMS nicht bcstrciten können, Weil dort nich! blos von den SuHaUernÜCamten und Unter- bcamten dcr CextralbeHördcn die Red? ist, Jonkcrn von kaune- rationen und Unterstützungen für Beamte, Und xvcrm Sie nun die Etats der übtigsn Verwalwngcn durchgehen, so wchsn Sie finden, daß sich unter demselben Ansdruck Summen anMswoxfcn findcn für Beamte in dem (Etat dcs Hcrrenhauscé» in 16111 CM dcs Abgeord- netenhauscs, in dem Etat ker direkxcn Stcxsrn, in dem Etat der indirektcn Stcuorn, in dem Etat der Lottsricvcrwaltung, in dem Etat dsr Münze, der Forstverwaltung, dcr Domänch, dcr Forsten, des Zcugbauses, dcs Handkls-Ministeriums, WS axistixckycn Bureaus, dcr AuIeinanderseHungs-Behörden, übérall ist nicht 17sz von Eub- alternbkamtcn, sondern yon Beamten im AklgcxxxeinCn die Rede, und daraus wird man die Befugnis; schöpfen können, in außergewöhn- lichen Fällén nicht blos cm die Subalfernbkamxcn, sondérn cm aUe Bcamtc Rémunerationkn zn gcwäbren. Wollen Sie dem A11iraq,wie er vorliegt, näher trctxn und nicht bei den früheren Beschlüssen ksksibkn, dann würde es meines Erachtens richtig sein, den Antrag der Vudgetkommisfion zn übHrrreisen.
Gebe ick) mm Ixtrüch auf MS, Was sckon bci früheren Bsrathun- gen von Seite 7326 Hkrrn Finanz-Ministers crwäbnt worker! ist, so Werdén Sie mir -- und ja) glaube, der Dr. Abg. Rick'ert wird auch der Meinung sein » das zng-cben müssen, daß so wenig wi? für Unterstüßunßcn, so n'eNig aUch für außerordsntlicve Remunerxtionen eine Vcrwalttmg, insbcsonders cine Betriebsvckwnljnng. Fond/Z cnt- hehren kaxm, und zwar sowohl für Subalternbcamtk, alZ für hösxcrc BeamÉc. Das Ancrkexmtniß, das; ein BedürfUiß fiir axxßcrocdentliche Renmncrationen für höhere tccknischc Beamte Wriiczt, glaub“: ich daraus entnehmen zu können, daß Sie im vorigen und in diesem Jahre im Etat der BmwerwÜtung für außerordentliche Diemstleistungen besoldeLsr tcckmischer Vcamtén einc bcsondsre Summe bewilligt Haben, und, meine Herren, gerade bei den teäyniscbcn Be- amten ist es doch von großer Wichtigkeit, daß man ihre Leistungs- fähigkeit in einem möglichst hohen Maße umspannt, daß man ihncn die Freudigkeit an dem Beruf erhalte und sie nich3t blos auf das leider zr: karge Gebalk vexrvkist. Wir haben ankk) Kwnkurrenz in ker Hcranziebung tüchiiger technischer Bcamfen durä) die Privatindustrie und durch das Außland, und Wenn wir nichk ctna; dafür thun können, um diessn Bsamten ihre außerordentliche Mühwaltmxg und ihre besonderen Auslag-Zn zu vzrgütsn, dann wird :s nicht möZlich sein, auf die_ Dauer gute Beamte zu erhalten, wie wir es doch wünsckoen müßen. _
Damit ist nicht geschf, daß man dicxe (Gratifikationcn oder Remunerationcn, wie Sie cs nennen n'oUcn, als pars Zularij üÖMeiscn soU, dicse Bedeutung sou die Gratifikation nicht haben, und darin stimmc *Ich dcm Hrn. Abg. Rickerk bei. Sind die Gkbältcr nicht ausreichend, dann WU man darauf Bedacht nehmen, sie zu verbesskrn, abxr eine Remuncration soll eine Anerkstmung besonderer Vexdisnstc, bcwtzderer Leistungen sein. WWU über dissen Rahmen hinaus gegangen ist, so ist es vielleicht hier und da im Orange der Verbälmiffe geschehen, abcr grundsäßlich ist das, wie ich anerkennen muß, nicht korrekt, _
Aus die1en Gründen kann ich erklären, daß ich an sich kom
reund von diesen sogenannten Weihnachtsgratifikationcn bin. Ich in der Meinung, daß die Gratifikation gegeben Werdau soll, Wenn der bcsondere Anlaß eben [)ervorgetrctkn ist, und nicbt zu bestimmxen Jahreszeiten. Daß ick) dioser Meinung bin, kann ich belegen durxh Erlaffe, die ich im vorvorigen Jahre habe ergeben [affen an dre Direktionen M11) in Welchem ich ausdrücklich Folgendes gesagt habe:
„Die unter AusZabe Tit.8 des Betriebsetats vorgesehezren Mittel sind _- sojvcit sie nicht zur Unterstüßung bedürmger Beamten in Anspruck; genommen wxrden » vorzugsweise dazu bestimmt, tüchtigen Bcamtsn, welche fich bei aufer Führun durch hervorragende dienstliche Leistungen auszeichnen, sine Anek ennux1g zu gewähren. Dieser chckbestimnmng entspricht es, die _Be- willigung von Remunerationen für a ußergewöhnlickye Mnbc- Waltungen und Anstrengungen schon i11x Laufe des Jahres, sobald die Vkranlaffung dazu vorliegt, wfort eintreten zu laffsn bezw. Wenn die im einzelnen Falle als angemcffexz er- achtetcn Beträge die Kompetenz der Königlichen Direktionen uber- schreiten, bei mir in Antrag zu bringen.
Im Uebrigen finde ich nichts dagegen zu erinnern, daß Remu- neralionen, welche mit Rückficbt auf fortdauernd (;_ute Dienstleistungen und treue Pflichterfüllung gewahrt Werden soUen, wie bisher zu bestimmten Zeitabschnitten, in Welchen den Beamten eine finanziklle Bcihülfx bc1o_ndcrs etwünscht zu sein pflegt, in größerem Umfange gleichzcittg erfolgen. Bisher _ist als ein für dergleichen Bewilligungen besonders geeigneter Zeitpunkt das Weihnachtsfest, welches früher nahezu mit dem Abjchluß dcs Rechnungsjabrcs zusammenficl, angesehen worden. Ngchdcm hierin inzwischen durch die Verlegung des Etatsjahrcs au_f die Zeit vom ]. Aprtl Bis Ende März eine Aenderung eingetreten 1st, bedarf es der Erwägung, ob mit der Bewiüigung von Remunerationen der gedachten Art nicht zweckmäßiger zu einem andern Zcijpunkte,
etwa bei Beginn des Wénters, wo die Beamten zu mannigfachen
Aufwendungen behufs Beschaffuvg der Bedürfnisse für die winter- liche Jahreszeit gcnötbigt find, vorzugebcn sein möchte.
Die Königliche Direktion rroüe bicrnaäx, sofern nicht besondere, eventucll sofort einzuberickotendc Bedenken geltend zu machen sein sollten, künftig vorfahren '
Ich Habe am 29 Auguft1882 kann wiederbcltbekvorgebobcn und gksxgt: ihr sollt im Laufe des Jahns, wenn Veranlaßunz vorliegt, diese Ancrkcnnung in Form von Rcmunerakioncn gewähren und hinzugsfijat:
„Sorrcit bZkrüker Hinaus noch Befräxxe vorkxandcn find, um
m;.t Rücksicht auf fortdauernd gate die!".ftlicbe instungcn und treue
PflickxtcrfüUung Rcmmterationkn zu gxwäßrsm, triU ich 83 dem
pfliüdtmäßigcn Ermessen dsr KÖnigli-“ren DirektZM übkrlaffen, dic
Verklmikung derjclkcn zn kkm ron TH: nacb L: dsr Verwältnijse
für asségnet WÖLZUU Zsitrunkxs (Anfang UF Winters, Wkihnachts-
fest, JabrcSsablus“, u. s. w) vorzunebmen.“
Die Suche ließt nach der Organisatéon so, dax“; Beträge bis zu 3430 „46. der sclbständißkn Vertheilung der Dirckxionkn untkrlikgen und nur für höbare Beträge mci::e Genehmigung einzuholen ist; die Ent- scheiknnß [cht also mch ricscn Gruudsägcn in der Hand der Pro- vinzialbshördx. ' Das; dabei, wie bebayptst w:;rden ist, mit WZUkür verfaléren sei, ist mir bis dahin nicht zu Obrcn gskommen.
ESU spchlLer FW, der s1ch dcr Rcmcdur entzöge, ist mir nicht mitgetHsilT n-vrkch noc!) WLUZJLT cin so!ch?.*_„ wo ck Remcdur hätte cintreten [affen können, Indessen, mcincHerrcn, ist es bekannt: Wenn Remuncrafiomn znm WLibUÜÖtÖfEst odér zu andkrcn Zéiten vertheilt Werden, so Mrd-sn QUE Diejenigen. die übcr-Uvakn sind M:"?rie 21 sein. Sehr selten, meineHerren, ist geradeDerjenige, dessen Leistun en die am wenigstck; [127riedigkxxdkn find, in der Lags, (“UO anzuerkennév; er glaubt, kak“; cr «ck Anréckot an Anerkermung Rat, und diese 1111- zufriedcnm M:?cn in der RM! auch WF) aaszén ibrc Umzufxisdcnbeit kund ZOOM. Diösé Unzufrildcnbcit rrcrdsn sie 1122 aus kkr Welt schaffsn.
Ti: Anrcgnng, F?r: Unter Nr, 3 kak» Amtrasxcs gkgkben ist:
Das Systkm ch WeibnaÖtsgraTZfikaTion zx: Dcsiitigem Und den
dafür béslécr zur VUféjgung JLstéUkTU Betrag ZU einer «UÖkcishcn-
deren Besolkmxg “osx Bsamtkn mitzuvekwendcxx, könnie ck ja eth in EU Wrcrwähnte Bsziéhang akceptérsn, abcr
ich 11155319. WO mm fragkn: wic soll chm dieser DEI-
pchs11ion§_f_0nd§ rsrwankkt werdcn? Soll _cr aÜcn Beamten Nlcickxmaßtg xngélögt Werds"? DMU m:ré; nakb memer
Kenntniß 3. B. SL:.“ Eiscxxbabchrwaltuxxg daI Maximum, WZ man den Beamtkn a:“: Gslxältszulagk stähren könnée, viellkicöt 10,0 sein, vieÜxiÖt mxr FO/g. Ö'Ocr soll er cinzclneji Katcgoricn zugewiessn wcr- den? Darm wé-rks ic?) MTM, mir disjsnisxkn Kategocicn zu bchichnsn, bci dsncn dQs besxckndcr§ angéz-„igx ist. Richtéaer ist LÖ, die Aanlcgen- beit zn rssssn, wenn wir zu Ter allgemeinen Gehalt:?aufkefferung kommem. Ick möxhkc deshalb, meine HerrM, Zann nicht “saßen, daß ich nich mik manchen dics-xr Prinzipkxx nicM eéxwerst'atxden wäre, (1ka ich glaub: nicht, dar“; die jsß! vorließende Vcranluffnng gerade die gkeigncte i;?, di? Aichxcgknhkit anf dkm Wkge 311 WWW, dcr ancn da VOkgcsÖ-[QJM ist. WOUM Si? iHr abcr HZ:: näher traten, meine Herrsn, dann 111öchte ick) anbcimgckch: Präfcn Sie *die AUFT- légenkzsit in dcr thdsxchomvüsümt bei jcdkm Etat besonders, Und Sic Werdcn sich iLHerzsugcn, daß die AngelkgeMit nicht so [sicht zu reacln ist, wie man sick) vorstxÜt, Jm gwszzn Ganzen möchte ich Sie bixtcn: Oléibcn Si: bci dcn BesÖLÜffcn dcr zMiTcxt chuxxg.
MEZUQ Hsrrkn! NUL“ WcUige Worte zur Ergänzrmg deffsn, was ic!) Vorher dic EHT? H&M, kacn vorzutra-gen; zum THM auch znr Erwiderung auf die Bemerkungen ch Hrn, Abg. Bücvtemann. Ich Habe vorher an,:cfübrk, das; spcziclle FäUe, die mich davon über- zeugt hätten, daß M der Vxxxöeilung von kaunerat'xomcn und Untersiüßunßm ux1gcrecht vermkx'en sei, daß olec genügende Er- mijtelung dcr vorsicgknden Verhältnisse, obne _gena'ae und gerechte Prüfung der Bedürfnißfxaxxe und der Würdizkcik-Zxrage Renumerationcn [md Unterstüßungsn vchhcilt odcr vers-agt sxictt, nicht zu mcinkr Kenntnis; gekommen find. Ick glqnbe (11151) die Anschuldigung, daß bei den Provénzizlbxhörden die Vor1chläge für sokche anßkrordentliche Anktkenmmgen Wsscntlich in den „Händen von Subaltcrn- Beamten lägen, nicht als bcgréiydct zugchn zu können. Ich mus; anmelwxen bis 311111 Gegxnbeweéxe, daß jcdcr VMMÉL, der in dieser AUFULJMÖLU ein Urthcil aßzugcbcn bat, das mxr uach sorg- fä'stiqkr Prüéung Tcr UmstämdL thut. karkc mir cin aner Fall zu Ohren kommsn, so würde ich nichl anskkben, Rexnchr eintreten zu laffßn. Die Gunst odcr U::gunst cines Sulekkrnbcmnken darf bci dsr (Entscheidung darüker, ob ("(FW watnnkratw" Oder Ancrksnnkmg zu aewähren ist Oder niébt, nicht Tie eut1chcédende Rolle spielen. Wir müffcn VersUkhcri“, sowcit msnschlicky: Kräfte reichcn, so g:;rscht zn VL!- fahren wie möglich. Ick würde etwaig? Bestrebungen, die! wbin zielen solk-tcn, von dicscm nge aszciÖsn, mik allcm Nachdruck zurückweisen. _
Dann, meine HMM, ist [)ingswiescn worden auf das Bcdürfnifz, aucb Höheren Bkamtc'n in Form von Rcmuncrationkn außerordNWMbe Anerkennungen zu gekräbrcn. Dcr Hr. Abg. vonHMdcbraud hat bereits die Güte gehabt, darauf hinzuweiskn, daß es in der gegenwärtigen Zeit, wo die„CiscnbaHnNrWalfung _durch die Organisaxion, dnrch außerordentlichs Aufgaben zur Verbesyerung der VerkehrSeinriÖfnngcn so sehr in Anspruch ßeno:nmsu_ist, Wahrlich gereckotferjigt crscheänt, dcn Beamécn, dic fich um die]? Entwickelang bcsondsre Verdicnste crxverben, auch in der Form von Remuncmtioncn einc Anerkenmmg zu gewähren. Ick MU noch hinzufügen, daß in viclcU FäUcn dixse Form gewählt Werden muß, um eine Ausgleichuna eintreten zu [aßen ür Verluste, für unbillig: Schäden, die dcm Eixtzchxen treffeU, ich wil] mal sagen bei Umzügen, gerade Sei „der Ueberfübrung der Privat- verwaltung in die Staatsverjvaltung, und das; dazu diese Form für den Augenblick _ es ist dixs ja nur vorübsrgehcnd - Uichs enxbebrlieb ist. Jeb kann am!) zugeben, daß man die Bezeichm UZ dieser Fonds vieUeicht heffer anders wahlt, daß man ihnen vielleicht Nock) eine WLÜL'JL Fas- 1un dahin Jeden könnkc, daß man sagt: „zu Unterstüßungen, B;?- bül en und außerordentlichen Remwncrafionen oc.“ Ww, “ich glaubc, daf; fich insofern eine Vcrbefferung Herstchcn läßt, abcr zx: cUtberen find die Fonds für dies? chcke UWE; und WWU szag darauf gk- nommen ist, daß beispielöweise einem Gütcrdircktor einc Ncmzmc- ration von 2000 «M gegeben sei, so mache ich darauf aufmerkjam, daß eine solche Rcmuneration in der eiaentlickyen Staatseisénbahn- verwaltung nicht hkrkömmlich ist; namenjlich nicht für einen solchen Beath dieser Kategorie, sie wird auf vertragsmäßiger Verrflich- tung beruhen, das ist unzwäfelbaft. _
Es ist bei den verstaatlickyten Babncn vielfach üb[ich gekocscn, zum Theil séhk [)okze RLMMWWÜVKLU zu asbcn, woranf diesc Bram- X_en quasi ein Rth hatten, ihncn dikskI Remunerationcn nun zu ext!- zrchen, das würden wir für unrcckyt gshalfcn haben. Aus die1cn Gründen find Remunerationcn in solchen Beträgen vertbeilt wordxn, wie das sonst in der Staatsciéenbahnverwaltung nicht üblick; Yst. Dxnn sonst wird selbst den Präfidchcn, den Direktio;1cn,_ 2ve:_m fia s1ch bejondere Verdienste um die Or1anisation, um die Vesticdtgung_ bc- sondereerrkcbrsbcdürfniffe erxvor cn Haben, nur eine Remuneratwn_bt§ zu 1200-46 gegeben und wie wollen Sie es- halten ohne solche Rcwunxrgttoncn, Wenn es fich um die Bewältigung bcsonderkr Verkehrs]ch1v1erlschkki1 um die Beseitigung von Kalamitäten handelt, wie z. B vor _mcht langer „Zeit am Rhein? Wenn da den Beamten die MoJichkcxt gc- Währt wird, zu sagen, mein Vorgescßter bat aztah m orm _eincr Remuneration freundlich meiner gedacbt - so ts_t das de_m Dienste nur förderlick); ich glaube, ohne solche Summen wurdxn wxr mcmals im Stande sein, aUSzukommcn. Und Was die Techniker (mSebkx so ist ja dort nicht eine Pérmancntc vcrd'tcnstlicbc Létstung zu kanstamcn, sondern k'ne Vereinzelte Arbeit, und gerade dafür 1Hne:_1 eme Aner- kennung zukommen zu lasscrx, halte ich für durchaus nötbtg. _
Nach dem aÜcn kann ich Sie nur bitten, es nack) dcn Vescbluffen Weiter Lesung zu belassen.