ohann Straßburg aus Ueckermünde. oachim Pieper aus Karnkewis, Kreis Schlawe. arl Müller aus Flatow. . Jeremias Gebaner aus Oker-Schönfelo, Bunzlau. . , . . Gottfried Reichelt aus Mtttel-Rüslern, Krers Lregmß. Friedrich Einsporn aus Bräß, Kreis Meseriß. yriedrich Schlate aus Oher-Schmollen, Kreis Oels. Öorenz Merz aus Czarnowanz, Kreis Oppeln. Igna Hubrich aus Köchendorf, Kreis Ohlau. Das riegs=Mini_sterium bringt dies mit dem Ausdruck des Dankes hierdurch zur öffentlichen Kenntmß. Berlin, den 22. März 1884. . Kriegs-Minifierium, Departement für das Invalidenwrsen. von Grolman. Wischhusen.
Ferdinand Liedtke aus Oliva, Kreis Danzig.
Kreis
Wohlthätigkeit.
Aus den Zinsen der von dem Kommerziey-Rath Salomon Lachmann in Berlin gegründeten Stiftung rm Betrage von 30 000 916 sind nach dem Wunsche des Sttfters und m1t_Dar1k für dessen patriotische (Habe am Geburtstage Sr. Ma1estat des Kaisers und Königs nachbenannte eralrden aus den Feldzügen von 1864, 1866 und 1870/71 rmt Geschenken von xe 48 „14 bedacht wordrn: , . _
1) Wilhelm Hinz aus Kl. Bubamen, Krrts Ragmt,
2) Christoph Worgull aus Schwedrrch, Kreis Osterode i. Pr., „ '
3) August Mendat ans GUhrmgen, Krets Rosen- berg Westpr, '
4) Albert Vießke aus BÜtow, ,
5) Hermann Hahn aus Alt=Paleschken, Krers Berent,
6) Ernst Hahn aus Gr. Gandern , Kreis Wsft- Sternbera, . ,
7) Gustav Ziegler aus Koßwrgk, Krers Calarr,
8) Friedrich Marzilger aus Eßin, Krets Ost: Havrlland. _ .
9) Ch riftian Look ausHornhansenKrc-ts Oschersleben, 10 Heinrich Stechan aus Kemberg, 11) Ernst Schönborn aus Gustau, Kreis Glogau, _
12) Hermann Schmidt Krets La;.)an. _ , '
13) Albert Rata1§k1 aus Zozefowo, Krers Schroda,
14) Wilhelm Gerstenberg aus Brieg, ' _
15) Valentin “ ienß aus Woinowiß, Krenz Rat1b0r,
16) Friedrich gnaß Ostermann aus Hnmmrrsen, Amts Schwrllenberg,
17) Wilhelm Battermann aus Effet?“ '
18) Philipp Zenner aux: Dillingen, Krcts Saarloms,
19) Nunust Mathen aus Glcuel bei Cöln,
20) Wilhelm Boberg aus Cadenberge, Amts Nru- haus a. Oste,
21) Detlef von Essen aus Neumünster, „ ,
22) Christian Wesemann aus Münchrhagen, Krets Nienbrrrg,
23) Gerhard Kappen aus Löningen, Amts Klop- penbur , _ „ ' 24? Friedrich M;!helm Herk uus DormghUm, Kress Hanau, '
aus Frisdersdorf ,
znrich Börner aus Salzungen. “ r 171, den 22. Märza1884. é Kriegs-MCFUisterium- Departement für das Fsxnvalidenwesem ' ' von Grolman. Wischhu en.
Ministerium für Landwirthschaft, Domänen *und Forsten.
Der Oberförster S chrötter zu Hagen ist auf die Ober: förstersteüe ZU Jägerhof im Regirrungsbezirk Stralsund vrr: seßt worden.
Der Forst-Affrffor, Lieutenant im Reitrnhen Feldjäger: Corps Hrrmes und der F0rst-Affeffor Thode sind zu Ober- förstern ernannt.
Dem Oberförster Hermes ist die Oberförsterstelle zu Gauleden imNegierungshezirk Königsberg und drm Oberförster Thode die Oherförsterstelle zu Hagen im Regierungßbezirk Marienwerdrr übertragen worden.
Dem bisher bei der hiesigen Minißerial-Vaukommission beschäftigten RegierungE-Baumeister von Lancizolle ist, unter Anwrisung seines Wohnsißes in Münstsr, die kommiffa- rische Verwaltung der Meliorations-Bannspektor-SteÜe für die Provinz Westfalen übertragen worden.
Hauptverwaltung der Staarßsckpulden.
Bekanntmachung.
Bei der heute in Gegenwart eines NotarS öffentlich be- wirkten Verloosung von Schuldverschrcibungen der 4pro- entigen, StaatSanleihen von 1850, 1852 und 1853 md die m der Anlage verzeichneten Nummern gezogen worden.
Djeselben rverden den Bcsißern mit der Aufforderung Zekündtgt, die m den ausheloosten Nummrrn verschriebenen apitalbeträge vom 1. Oktober 11. I. ab gegen Quittung und Rückgabe der Schuldyerschreibungen und der nach dem 1. Oktober 1884 fäkltg_ werdenden insscheine nebst Zins- schein : Anweisungen ber der Staats chulden - Tilgungskaffe hierselbst zu erheben. Dre Zahlung erfolgt von 9 Uhr Vor- mittags bis 1 Uhr Nachmittags, mit Ausschluß der Sonn- und Festtage und der lchten dreiGeschäftstage jeden Monats. Die Einlösung geschieht auch bei den RegierurrgS=Hauptkaffen, den BezirksHauptkassen der Provinz Hannover und der Kreiskasse in Frankfurt a. M. Zu diesem Zwecke können die Schuldverschretbungen nebst Zinsscheinen und Zinßscheinanwei- sungen einer dieser Kassen schon vom 1. September d. Js. ab eingereicht werden, welche fie der Staatsschulden-Tilgungs- kaffe zur Prüfung vorzulegen hat und nach erfolgter Fest- stellung die AUSzahlung vom 1. Oktober 1884 ab bewirkt.
Mit den verloosten Schuldverschreibungen sind unentgelt- lich abzuliefern, und zwar: von den Anleihen von 1850 und 1852, die Zinsscheine Reihe 111 Nr. 5 bis 8 nebst Anweisun- gen zur Abhebung der Reihe 21", und von der Anleihe von 1853 die Zinsscheine Reihe 7111 Nr. 8 nebst Anweisungen zur Abhebung der Reihe 18.
'Der Betrag der etwa fehlenden Zinsscheine wird von dem Kapitale zurückbehalten.
Mit dem 1. Oktober 1884 hört die Verzinsung der verloosteh__Schulpverschreibuugen auf.
Zugleich werden die bereits früher aUSgelooßen, auf der Ankos: verzeichneten noch rückständigen Schuldverschxeibungext wiederholt und mt dem Vemerken aufgerufen, daß, dre Verzinsung derselben mit den einzelnen Kündigungstermmen aufgehört hat.
Die Staatsschulden:TiLgungskaffe kann fich in einen,
Schriftwechsel mit den Inhabern dcr Schuldverfohreibungen Über die Zahlungsleistung nicht einlassen.
Formulare zu den Quittungen werden von "sämmtlickzen . „ " ' jenigen, Welche :wn anderen Univcrntater. kommen, außer den vor- . ftehand bezeichnsten Papieren noch ein
oben hedachten Kassen unentgeltlich verabfolgt. Berlin, den 15. März 1884, Hauptverwaltung der Staatsschulden. Sydow. Hering. Merleker. Rüdoc-ff.
11. Plenarsißung des Herrenhauses, Montag, den 24. März 1884, Vormittags 11 Uhr. Tages-Ordnung: ,
Bericht der Justiz=Komn1ission über dcn Entwurf emes Geseßes, betreffrnd die Haftung der Verficherungszzelder für die Ansprüche der Inhaber von Privilegien und Hypotheken im Bezirke des ehemaligen AppeUation-derickxtshofes zu Cöln, und die dazu eingegangene Petition. _ Bericht der )(1. Kon)- misfion über die Entwürfe: 1. einer KreiSordnung für dre Provinz Hannover, 11. eines Gesetzes über die Einführung der Provinzialordmmg vom 29. Juni 1875 in der Provinz Hannover. _ Mündlicher Bericht der Kommission für Handel?:- und Gewerbeangelegenheiten über den (Hsseßentwurf, betreffend den Betrieb des Hufbeschlaggewerbes, und verschiedene den- srlben Gegenstand betreffende Petitionen.
64. Plenarsißung des Hauses der'Abgeordneten am Montag, den 24. März 1884, Vormtttags 11.- Uhr.
TageMrdn_ung: .
Mündliche Berichte der Kommijsion 'für das Jushzwesen und der Budaetkommission über Vetitjonen. (Wrederein- richtung drr früheren Gerichtskaffen. _ Herstellrzng verschrede- nsr Srkundärsisenbahnen.) _ Erste; und zwertrBerathung des Antrages des Abg. Bachem au) Annahme eines Gesexz- entwurfs, betreffend Abänderung der Städtrordnungsfür dre Rheinprovinz vom 15. Mai 1856. _ Drttter Beruht der Kommission für die Agrarverhältnisse 1":er vrrschredene Petitionen am“- der Provinz Hannover, betreffend dre Veran- lagung drr Grabenflächen zur Grundsteuer. __ Sechster Be: richt der Kommission für die Agraroerhältmffe über eme Vstition von Besißern der im Stromgebict' der Oder belegenen Grundstücke auf der Strecke von Peeßtg bis Greifenhagen megsn Abhülfemaßregeln gegen Ueherschmemmrrrrhen der Oder. _ Dritter Bericht der Kommisdion für Pettttonen. (Ver: schärfung der SonntagSruhe._ Umpfarrung drr changrltschep Einwohner des OrtecZ Suckau, Krris Glogqu, m dre_Paroch19 Polkwiß.) _ Fünfter Bericht der Kommissron für dre Agrar- verhältnisse Über Prtitionen. (Aufforstung einer dsr Gr1tremde Monzingen a,b. Nahe gehörigen AckerparzelLe. _ Vewrlltgung einer Beihülfe zur Herstellung von Ufer'schußwerken in! Ge- meindebezirk Vlankene e.) _- Vierter Berrcht der Kommrsfton für die Agrarverhältnisse über Petitioxlén- (Grußdbesrßer aus dem Oderbruch, wegen Vefreirzng vo? Méltokaklonshetträgen. _ WassrrkJamitäten in her *."Krtl r„ Stadxnjederung-h _ Mündliche erichte der Kommissron' fur Petztzonen und); der no.“...rsnmr fur das Wemeindewefen “über Vetrtronen. (Vor- legunh eines Geseßsntwurfs, betreffend den Bau eines Schiff- fahrtskanals von Dortmund nach den Emshäfen. _ Er- wirkung der Erlaubniß zum Bau eines Gebäudes auf dem Grundstücke des Bäckers Heidereich in Caub. _ Trrnnung drr Landschaft Sylt von dem Kreiswsgeverbande.)
Bekanntmachungen au? Grund des Reichsgesexzes vom 21. Oktober 1878.
Nach Vorschrift in §. 12 des» Reichsgeseßes *gygen die gs- mringefährlichen Bestrrdungen der Sozialdemokratie vom 21. Oktober 1878 wird hierdurch zur öffentlichen Kcnntniß gebracht, daß das im Druck Und Verlag der schwcizerischen Gerjossehschaftsdruckerei Hottin en-Zürich erschirnene Flug- blatt, heginnrnd mit den orten: „Seit die Politik hier in unserm Wahlkreis 2c.“ mit der Ueberschrift: „An die Wähler dss Lippe'schen Wahlkreises!“ und mit der Unterschrift: „Eine Anzahl fozialdemokratischer Wähler des Lippe'schen Wahlkreises“, auf Grund des §. 11 1392 obigen (Hefeßrs von der unterzsichneten Lande-Zpolizeivehörde verboten worden ist.
Detmold, den 19. März 1884.
Fürstlich Lippische Regierung. Eschenburg.
Bekanntmaéhungcn.
[. * Das herorstehendr Studiensemester unserer Universität nimmt
mit dem 16. April (. srincn gesetzlichen Anfang. Indern wxr dies hierdurch zur aUgemeinen Kenntniß bringen, machen wir Dtejemgcn, Welche die Abficht haben, die hiesige UniNrsität zu besuchen, darauf aufmerksam, daß sie s'tch pünktlkch mit dem Beginne des Srmesters hier cinzufinden haben, um fich dadurch wor den Nachtheüen zu Bewahren, welchr ihnen durch das Versäumen des Anfangs der Vhrlcsungen unausbleiblich er- wachsen müssen. Zugleiéh ersuchen tmr htermit die Eltern und Vor- münder der Studircnden, auch ihrerseits zur Beobachtung dieses wich- ti en Punktes der akademischen Drsztplm möglichst mitzuwirken. In An- se una derjrnigen Studirenden, welche auf Grund vorschriftsmäßiger Dürftigkritsatteste die Wohlthat der Stundung des Honorars für die Vorlesungen in Anspruch zu nehmen beabfichtigcn oder um ein akademisches Stipendium s1ch bewerben rroUen, bemerken wir, daß nach den gesetzlichen Vorschriften derartzge Gesuche bei Vermei- dung der Nichtberückfichtigung, unh zwar dn: StundungEgesucbe inner- halh der ersten Woche und drr Gesuche um Verleihung rines Sttprndtums innerhalb der ersten virrzehn Tage nach dem ge. 1ehlichen Anfange des Semesters von den Petenten in Person ein- gereicht werden müssen, und daß von_denjeni en Studirenden, wel- chen dre_Woh[that der Stundung bereits zuer annt worden ist, unter dem Prajudiz des Verlustes ihrer Berechtigung von dem erhalienen Stundungsscheine innerhalb der erster) Woche nach dem geschlichen Zlnfangeß des Semesters bei der Quastur Gsbrauch grmacht wer- rn mu . Bonn, den 20. März 1884.
Rektor und Srnat der Rheinischen Fciedrich-Wilhelms-Univerfität.
11.
Die Jxmarrt'üxkajion für das bevorstehende Studiensm ?_ster findet vom 36. April bis zu_m 7. Mai ;. ink'l. statt. Sp ater können nach Tjen brftehenden Vorjchristen nur diejenrgen Studirej den noch immatri'kulirt werden, welche die Verzögerung threr Anmel!» mg
' durch'Racbweisung gültiger Verhinderungsgründe zu _ent'schuldigenz er-x" Behrfs de-r Immatrikulation halfen 1) diejenigen Studm 'n- -
mögen. den, welche di1:_*Univerfität§studien beginncnzinsofexn fie Jnxänder sind, ein vorsckoriftsUäßiges Schulzeugniß und, 741111 118 Außlander find, einrn Paß ode: sonstige ausreichende Legittmationspaptere, ?) die-
vollständiges Abganxxs- zeugnéß von jeder früher besuchten Unéverfität vorzulegen. Dre- jenigen Jnländar, Welche keine Maturitätßprüßtng bestanden, bein? Besuche der Universität auch rtur dre Absicht babe'n, fick) eine aÜgemeine Bildung für die höheren Lebenskrnse
“ oder eine besonder? Bildung für ein gewiffes Berufsfach zu geben,
ohne daß sie fich für den eigentlichrn helehrken Staats- oder Kirchen- di-xnsr bestimmen, können auf Grund des §.' 3 der Vorschrif'ten vom 1. Oktober 1879 nur nach voraängiger, ihnen hierzu _Settens de_s Königlichen Univerütäts-Kuratoriums ertheilter Erlaubmß immatrt- kulirI Werden. Bonn, den 20. März 1884. _ Die Jmmatrikulations-Kommis]ion.
Yichtamtliches. Deutsches North.
Preußen. Berlin, 22. März. Ihre Majestät die Kaiserin und Königin cmpfing gestern Mittag den Besuch Sr. Majeßät ch Königs von Sachken.
Um 1. Uhr ertheilte Ihre Majsstät, nach Sr. Majestät dem Kaiser, dem am hiesigen Hofe neu akkreditirten Kaiserlich russischen Botschaft:r, Fürsten Orloff 013 nachgesUchte Antritts: Audi-znr.
Bei den Kaiserlichen Majestäten fand im Königlichen Valais ein größeres Dinsr für die hßrr anwesenden Hohen Gäste und deren Umgebungen statt..
_ Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz nahm gsstern Vormittag 11 Uhr militärische Meldungen entgegen und hrgah Sich um 111/13 Uhr zum Empfange Sr. Majxstät dess Königs von Sachsen nach dem Anhaltrr Bahnhof.
Um 11,13 Uhr empfingen Ihre Kaiserlicher: und Königlichen Hoheiten der Kronprinz und dieKrop: prinzessin mit Ihrer Königlichsn Hohcit her Vrinzesftn Yieltofrfia den neuernannten russischrn Botschastrr, Fürsten
r o .
Um 2 Uhr stattete Se. Kaiserliche Hoheit der Kronprinz den ferner hier eingrtroffenen Fürftlichen Personen Höchst: seinen Besuch ab und wohnte sodann mit Ihrer Kaiserlichen Hoheit der Kronprinzessin und der Prinzessin Victorm' Liner Vrrloosung zum Besten des St. JoH-ephStifts, im Palms des Grafen Redern, bei. .
Um 4 Uhr nahmen die Kronprinzlichsn Herrschaftrn 11111 der Prinzessin Victoria an dem Dinrr bsi Ihren qustäten Theil und erschienen Abends 9Uhr zum Thee VSL Aller- höchstdenselhen.
_ Se. Majestät der Kaiser und König voll.: end'xen am heutigen Targe dms siebenundachtzigste Lebensjahr. „
Den Gefühlen treuester Verehrung und Liebe, welche das deutsche Volk zu seinem Kaiser hegt, entspricht die aufrichtige Theilnahme und Freude, mit der ganz Deutschland auch in diesem Jahre den 22. März begrüßt.
In der Rcickrshauptstadt pranhen die öffentlichen Gehäuye und zahlreiche Privathäuser im Schmuck der deutschen und preußischen Fahnen, Und die in virlen Schaufenstern inmitten festlicher Dekoraéionen anfgcsteUten Wüsten und Bildnisse des Kaisers wrrden von freudig erregten Gruppen hrtrachtet. Seit früher Strmde herrschte in den Straßen rsgrs Leben, das in drr Nähe des Königlichen ValaiS, bsi drm mit Blumen prachtvoll geschmückten Denkmal Fricdrichs d. Gr., seinen Höhcpunkt erreichte. In vielfachen, freudigen Zurufen gab die Volksmcnge Sr. Kaiserlichen Majestät Die Theil: nahme U11?) Verehrung kund. .
Die Entgegennahme dcr Glückwünsche von Sonett Sr. Majsstät des Kaisers und Königs erfolgte in der Weise), daß um 10 Uhr die Königliche Familie und diefremden Fürstlichen Herrschaften, um 101/2 Uhr der gcsammte Königliche Hof, um ].1 Uhr die Grnerale und Militärbrvollmächtigten und um 111,/.„) Uhr die Commandrnre drr Lribregimenter empfangen wurden. Um 111/2 Uhr empfingcn Ss. Majrstät die Mitgliedcr des Staats-Ministeriums unter Führung deck- Fürsten von Biswarck, um 12 Uhr die landsässigen Fürstén und deren (He: mahlinnkn, um 121/.„, Uhr die am AÜerhöchsten Hofe beglau- bigten Botschafter, um 123/4 Uhr den VundeSrath und die Präfidien des Reichstages und der beiden Hänssr drs Land: tages.
Daz"; Familiendinsr zur Feier des Allerhöchsten Geburts- tages fand im Palais Sr. Kaisrrlichen und Königlichen Hoheit des Kronprinzen um 4 Uhr statt. Für die Hofstaaten und die Gefolge war die Marschallstasel im Königlickzrn Schloss servirt.
In vielen Kirchen fand Festgottesdirnft statt.
Das Militär feierte drn Festtag in herkömmlicher Weise- Bei der Rcveille wurde vom Trompetercorps eines Garde- Kavallerie-chimrnts ein Choral von der Schloßkuppsl herab geblasen. In der Garnisonkicche und in der St. MichaelE- kirche fand um 10 Uhr GotteSdienst statt, bei wrlchrm die Garnison durch Deputationen vertreten war. Um 12 Uhr ward für die Generalität sowie das Offizier-Corps die Parole. ausgegehsn und um dieselbe Zeit durch die Garde-Artiüerie Wich dem KönigsPlaß 101 Kanonenschüsse zur Feier des Tages ge ' st.
Der Reichskanzler Fürst von Bismarck versammelt die hier beglaubigten Botschafter, Gesandten und Geschäftsträgsr zu einem Festmahl, während dir Staatssekretäre des Neichcs [13th die StaalS-Minister die Räthe ihrer Ressorts eingeladen
a en.
Dis Mitglieder drs Reichstages, die der beiden Häuser des Landtages, die Offizier-Corps, die städtischen Behörden und zahlreiche andere Körperschaften vereinigen sich ebenfalLs zn Festmahlen.
Die Königliche Akademie der Künste und die Königliche Friedrich Wilhelms-Universität brgingen den Geburtstag Sr. Kaiserlichen Majestät durch Festjißungen. Im Auftrage der Akademie sprach in der Sing-Akadsmie drr Baurath Professor
Rastbdorff, während in der Aula der Univerfität Professor Or. Curtius rie Festrede hielt. Feicrlicher Gesang eröffnete und schloß die Sißungen. ,
In den Gymnafien, ven Realgymnasten und aUen Übrigen Lehranstalten wurden frierliche Akte abgehalten.
Wie in früheren Jahren, so wird auch heute der Kaiser- liche Geburtstag in sämmtlichen städtischen Wohlthätigfeits- Anßalten durch festliche Speisung der Hospitaliten und durch «währung von G.-ldspcnden gefeiert.
In zahlreichen Vereinen und geschlossrnen Gesellschaftrn wird der Geburtstag St.Majestät in herzlicher und feierlichcr Weise begangen.
Die Königlichen Theater veranstalten Festoorstellnngen, welche durch Prologe und die Jubelouvertüre eingeleitet wer- den. Ebenso werden in den übrigen Theatern die VorsteUungen mit festlichen Worten eröffnet.
In sämmtlichen Theilen der Stadt find Vorkehrungen zu reiner umfassender: Jüumination getroffen.
Auch von außerhalb liegen bereits Telegramme vor, welche bekunren, daß das drutsche Volk mit freudigstcr Theil: nahme und frohen Segenswünschzn 'ocn Kaiser in Sein acht: undachtzigftes Lebensjahr geleitet:
Cassel, 22. März. (W. T. B.) Zur Feiér des Ge- burt-Ztages Sr. Ma1estät drs Kaisers fand gestern Abend großer Zerpfennreich statt. Heute wurde Fcstaottesdienst und sodann eine große Parade der Garnison adgshaltcn. I" den Schulen wurdc der Tag durch Festakte gefriert. Am Nack)- mittag vereinigrn fich die Offizisre, Bramten und zahl: reiche Bürger der Stadt zu Festdiners. Jn aUen Straßen reicher Flaggenschmuck
München, 22. März. (W. T. B.) Anläßlich des (516: burtsfestes Sr. Majestät des Kaisers find die öffentlichen Und zahlrriche Privathehäude beflaggt. Abends findet einFestrimr im „Bayerischen Hof“ statt.
Leipzia, 22. März. (W. T. B.) Die Stadt prangt im reichsten Fahnenschmuck. Die RcveiUQ wurd? von sämmt- Lichcn M11itär-Musikcorps attsgeführt Zn allrn Schulen und Lehrarrstalten finden Festakte statt. Im Krystahpalast ist eins Fefitafel veranstaltet, an welcher 512 prßrn dcr Vrhördrn Theilnehmcn werden; außerdrm ist in virlrn Lokalen für den Abend eine patriotisch»: Xeisr vorherritet. In drm Theater Wird eine Festvorstelluna stattfindsn, und die öffentlichen (Hr- bäude und Pläße werden glänzend illuminirt wcrden.
Stuttgart, 22. März. (W. T. V.) Ihre Ma- jestät die Königin Olga zog gestern drn preußi- schen Grsandtrn, Grafen Wesorhlen, drn Legations- sekrrtär von Bülow, den kommandirenden General von Schachtmeyer nebst dem GsneralstabEChrf Ohcrftrn ron Westrrnhahrn, sowie den Minister-Präsidentrn Dr. von Mitt: nacht zur Tafel und brachte, wie der ,.StaatS-aneiher fÜr Württrmberg“ mcldet, cinen Toast anf Se. Majestät den Kaiser arts.
_ Die Akademie der Künste feierte hsute Vor- wittag denGeburlstag Sr.Majestät desKaisers durch eine öffentliche Sißung im großen Saale Der Sing-Akademie. Hinter der Tribüne des Redners erhob sich auf hohem Sockel, umgeben von einem Flor reichblühender Pflanzen," dis lorheer: gekrönte Büste des Kaisers. Die Mitglieder des akademischen Senats, an der Spiße der Präfident, Prof. Breker, hatten auf der Estrada- Plaß genommen. Es waren fernc-r der Unter- Staatssekretär Lucanus, der Ministerial-Direktor (Hrciff, der Grneral-Direktor der Königlichen Museen, Geheime Oher-Regie- rungsMath Or. Schöne, der Direktor der National-Galrrir, Gr: heime RegirrungDRatl) Jordan u. A. Erschien?» Der Saal war bis auf dcn [Men Plaß gefüllt. _ Die von drmProf.Vier[i1m, Mitglied der Akademir, komponirte Feslhymne „Der Herr hat seinen Engeln 2c.“, von der Hochschule für Musik vorgrtragen, leitete die Feier cin. Nachdem die. leßten Akkorde verklungen waren , betrat der Fest: rednsr, Baurath Prof. Raschdorff die Tribüne“. Er hob hxrvor, daß die Aka=32111ie der Künste der Regierung Sr. Majestät des Kaissrs und König?- ihre Nkuorganisation zn danken Kahr. Als hochavichtiges Moment der Le'hrthätigkrit sei das „Institut der Meisterateliers eingrführt worden. Drr Redner sprach dann Über die Slhlrichtungen, die in 5211 Yelfsrs' vsrtreßn sein soÜen, und brachte zum Schluß Dr._Ma1estät LM Hoch aus, in wrlches die Frstversmnmlung Yrgerstert einstimmte. Dann schloß Webrrs Juhrloavrrture 516 Feier.
_ Die Nrde des Staats=Ministrrs von Puttkamer au6_der vorxrestrigen Sißung des Reichstages hefimdrt *Ich m der Erm'n Beilage», der Bericht Über die gestrige Srßurzg des Netchtages und der Schlußhericht über die HLFNJL Slßung des Herrenhauses in der Zweiten
e age.
_ An Zöllen, und gemeinschaftlichen Ver- brauchsstrucrn sowre anderen Einnahmen sind im Réich für me Zeri vom 1. _Apr11 1883 biS zum Schlusse dcs Mo- nats Fehrrrar 1884 emschlreßlich der kreditirtcn Einnahmen (und vrrgltchen m1t der Einnahme in demselben Zeitraum des Vorjahres) zur Anschreibung aelamgt : ZöÜe 193 101 553 «16 ( + 891 976 918), Tabacksteuer 6 976 748 „17; (_ 1 082 918 915), Rübenzuckersteuer 46 507 806 „14 (_ 22 594 736 515), Salz: fkeuer 35 712471 „14 (+151764 „16), Branntweinsteuer 37 346 476 (716 (+ 2 390 064 845), Uebergangsabgaben von Branntwein 105 745 51-6 (_ 3513 „M), Braujteuer 16951872 „715 (+ 885 756 514), Uebergang-Zabgaben von Bier 1 434 758.71 (+ 157 752 «16); Summe 338 137 429 .7-6 (_ 19 203 855 (716). Spielkartenstempel 969 541 „75 (_ 3452 576), Wechselstempelsteuer 6238 347 „44 (+ 120 559 51-6), Stempel- abgabe für Werthpapiere, Schlußnoten, Rechnungen Und Lotterieloose 11713665 „44 (+ 1 594 945 (714).
Die zur Reichskaffe gelangte ft : Einnahme, ab- *zügkich der Bonifikationen und erwaltungskosten, be- trägt bei den nachbezeichneten Einnahmen bis Ende Februar 1884: Zölle 176 103 808 «48 (+ 1 833 746 «16), Taback- Neuer 7507 249 „46 (_ 3 783 748 „FH), Rijbenzuckersteuer 30632319 „48 (_ 8 972 089 „16), Salzsteuer 34 189 235 «14 (_ 70 664 «W), Branntweinsteuer nnd Uebergangsahgahe von Branntwein 31 188 738 «ck (_ 1 578 899 „16), Vrausteuer trnd Uebergangsabgabe von Bier 15 581 339.76 (+ 878 997 M4); Summe 295 202 688 «(_ 11 692 657 «FH). Spielkartenstempc]. 385 660 „16 (+ 23 620 „M).
_ Submissionen im Auslande. 1. Belgien. 11. Verwaltung der Königlich belgischen Staats-Eisenbahnen.
, 1) 2. April1884, Mtttags, m der Börse zu Brüssel. Lieferung von Eisen, Hwk, Sxahl, Blei, Nägel 2c. Heft Nr. 35. 22 Loose. Ge ammtobjekt 28906 Fr. Vorläufige Kaution 1510 Fr. Auskunft beim Ingenieur Van Aelbroeck, rue; [„ÜLÉKÜG Nr. 2 zu Brüssel-
2) 2. April 1884, Mittags in der Börse zu Brüssel. Verschiedene Arbeiten auf den Strecken der Gruppen 1, 4, 7 und 10. Lastenheft Nr. 36. 4 Loose. Gesammtabschäßung 8060 Fr. Vorläufige Kaunon 430 Fr, Auskunft bei dem Ingenieur, Direktor Van. Aylbroeck, rm: [„atér818 Nr. 2, thiffrl und bei den Ingemeuren De Vaepe, Brüssel (Nord), Fhckam zu Tournai, Tondelrer zu Binche und Bozet zu
r on.
__3) 2. April1884, Mittags in der Börse zu Brüssel. L_zeserung und Legung _ 8017 Kreuzungen und Ueber- gangen mit versuchsweiw emzuführcnden Schienen aus Stahl, Profil:“Vignoles. Lastenheft Nr. 37. Auskunft beim Ingrnieur, Direktor Van Aelbrorck, mo [.akéralo Nr. 2 zu Brüffcl.
4) 3. April 1884, Mittags, im Warlesaal 1. Klasse drr Station Lüttich (GuiUemins). ErweiterungSarbeiten an don Viqduktrn bei Land::r, Gingelom, Vorloo, Nosoux-Amont, Rowux-Aval, Voroux-(Horeux Und Loncin. LastenheftNr. 39. Ahschäßung 11520 Fr. 60 Cts. Vorläufige Kaution 500 Fr. Auskunft, beim Ingenieur Lambert, 1119 (155 (1111119111ij Nr. 99 zu Lüttich.
_5) 3. April 1884, Mittags, im Wartesaal 1. Klasse der Station Bruges. Bau eines provisorischen Einnahme: aebäudrs und eines Abortes in Station Hryst:sur-Mer. Heft Nr. 40. Abschätzung 12 134 Fr. 87 Cts. Vorläufige Kaution 600 Fr. Auskunft béim Jngenierxr De Busschsre, rar 40- [)181'1'08 72 zu Brugeka.
_ 6) Nächstens in der Börse zu Brüssel, Liefsrung von Kupfer und Zinn.
Loos 1 und 2 je 20 000 11-5; Rothknpfor, „ „ 10 000 „ Zinn.
Das Lasirnhrft gelangt noch zur Aushahr.
7) Nächstens in der Börse zu Brüssel. Lirfermm von 5540 Kubikmetern pschtannener Bohlen, Bretter. Das Lasten- [)kst Lrsshéillt noch.
Verwaltung für Wegebauten. 12. Apri! 1884, 101/2 Uhr, im Provinzial-(Houvernrn1ent§=©ehä11de zu Bruges, ernrntr Pflasterungßarbeiten auf 1600 m Längr zwisrhrn, Reninhhelst und Kemmel. Abschähunh 40 640 Fr. Vorläufige Kaution 2000 Fr. Das Lastrnheft Nr. 124 ist bei der 114- 111jui§tr11t1011 (185 p01113 81 (1181158688, 1110 (18 [1011771111 Nr. 24 zu Brüssel käuflich zu haben. DieLastsnheste Nr. 35, 36, 37, 39, 40 in drr Expedition des Deutschsn NeichS-Llhzrigers.
"11. Niederlande.
8. April 1). J., Mittags. “Direktion der Stirltjerkanaab mhatschappy bei E, Brkkering zu Korvorden (Drrnthr). Her- stellung von vier eisernen Drehbri'tcken Und einer festenBrucke über den Drostendiep. Kostenanschlag “bsi dem Ingenieur der GeseÜsrhczst zu Dalen (Provinz Drenthe), bei welchem auch die Submrsstonsbedingungen für 1,00 Fl. zu brkommen sind.
Dre Zeichnungen liegen zur Einsicht aus bei H. van Tarel zu Dalen, Bekkering zu Koevorden, van Daten zu Nieuw- Amsterdam, Thomas zu „ÖMULVSM, Dopper zu Sradskanaal und Gerkes zu Vcendam. Lokalbesichtigung erfolgt am 7. April 1884, beginnend zu Koevorden um 9 Uhr Morgens.
_ Ein von einem Zeugen zu der von ihm nachze- sprochenen gesetzlichen Eidesformel aus eigenem Autriche hergrfügtsr Zusaß, welcher eine weitere Verheuerrmg drr Wahrheit LUTHÜU (z. B. dieBeisÜgung vonkonfrssioneWühlichcn Eidcsformcln), macht nach 81118111 Urthkil des Reichngrichth, 1.Strafsen-1ts, vom 24. Januar 13. J„ drn Eid nicht unwirk- sam. „Die ». 61 und 62 der Straxprozefzordnung hezsichnrn nur diejrnigen Worte, wriche für die Eidesformel un- erläßlich find, wrlche drr Schwörende unverändert nach- zusprechen oder ahzulesrn verpflichtet ist. AUS jrnen gésrßkickWn Vorschriften farm daher nicht abgeleitet worden, daß die Eidrsleisrung durch 61114211 von dem Schwörenden der gesrßlichenEidexf0rmel freiwillig béigefügteu Zusaß schon an und für sich ihre Wirksamkrit Uerlierr. Es "muß aher aUrrdings nach dcr Natur der Sachs sowie auf Grund der Brstimmunhen dsr §§. 60 bis 63 der Straf- prozrßordnung davon ausgcgmmrn werden, das; solch? Zusäßs, welche mit der durch dir gesrßlichs Eidechormrl. zum Ausdrnck grhrachten Betheusrrmg im Widerspruch stehen, durch welche die Bedeutung jrner Vetheuerung aufgehoben odrr auch nur beschränkt oder von einem Vorbehalt abhängig Zemacht wird, unstatthaft sind. Von srlcher Brschaffenhrit sind jrdocl) dir im vorliegrnden Falle konstcrtirten Zusäße nicht. Sie er: scheinen vielmehr lrdiglich aléz, wsnn auch vom Grscß fiir Überflüssig erachtrte, weitere Bethsarrungen, als vermeintliche Verstärkungen der von den Zrugen durch das Nachsprechen oder AblksLU drr geseßlichrn EiOeSformel übernommenen Ver- pflxchtung.“
_ Der GrnerabMajor von Schlichting, Chsf des Grneralstabes des (Harde:C0rps, ist unter Verseßung zu den Offizieren von der Armee znr Vertretung des hLurlanten Commandeurs der 15. Division nach Cöln kommandirt und der Obrrst von Kaltenborn-Stachau, Commandeur de_s Kaiser:Alexander:Garde-Grenadier-Negiments Nr. 1, unter Befördrrung zum General-Major und Versetzung in VSU Generalstab der Armee zum Chcf des Genrralstahes des GardexCorptZ, sowie dsr Ohrrst von Unruhe, Chef drs Generalstabrs des 11. ArmceCrrps, zum Commandeur des Kaiser-AlexanderGardr-Grenadier-Negimcnts Nr. 1 ernannt.
Kiel, 21. März. (W. T; B.) Se. Königliche Hoheit der Prinz Heittr€ch ist, nachdem die Korvette „Olga“ heute außer Dicnst gestellt worden, heute Abend nach Berlin abgereist.
Bayern. München, 21. März. (W. T. V.) Die Kammer, der Reichsräthe hat den Gesehentwurf, ve- treffend dre Landesku1tnr-Rentenansta1t, einstimmig angenommen. Von dem Anfrage des Ab.). Keßler, bktreffend dhs Ernspruchsrecht der Gemeinden bei Verehe- lrchungen, wurden die Artikrl 1, 8 und 9, welche die Re- gierung „bereits in der Kammer der Abgeordneten bekämpft hatte, n_nt großrr Majorität abgrlehnt und die anderen Artikel mit thezlweisen Aenderungen anaenommen.
„Dre Regierung von Oberbayern hat den Be- schluffen'der hiesigen städtischon Behörden, zum Bau dreier kathoYrscher Pfarrkirchen anf15Jahre kommunale Zuschitsse zu leisten, die ohsraufstchtlrche Genehmigung nicht
ertheilt, sick) j.doch bereit erklärt eine Zuschußleistun au 5 Jahre für eine Kirche zu genehrnigen. g f
, Sachsen. DreSden, 21. März. (Dr. .) Se, König- ltche Hohen der Prinz FriedrichAugust atausRücksicht auf dre Erkrankung seines erlauchten VaterS, des Prinzen Georg, dre, beabsrchtigte Reise nach Berlin aufgegeben.
Ik! herben Kammern wurden heute die Wahlen von 'Mttglredern und deren Stellvertretern für den Staats: gerichtshof vorgenonzmen. Gewählt wurden von der Ersten Kammer _als Mttqlieder: Finanzprokurator Hofrath Beschorner, Jusnz-Rath Strödel und Hofrath von Könner? m Dresden, als Sterertreter JusKz-Rath 1)r. Stein . und Geh. Rath a. D. Herbig da“"elbfr; von der Zweiten Kammer; Stadtrath Haubner von Zwickau, Senats-Präfident Otto txt Dresden und Justiz-Rath Kohlschütter in Dresden als Mrtgltederund Rechtsanwalt Temper in Zwickau und Gehermcr Zusttz-Rath 1)r. Stühel in Dresden als Stell- vertreter. Nach Voüzrehung dieser Wahlen nahm die Erste Kammer Kenntnis; davon, daß die bezüglich des Gefes-
rntwurfs, betreffend die Zwangsversteigerung und die
ZwangSverwaltung unbeweglicher Sachen, und des Entwurfs 811er dazu gehörigen Kostenqeseßes, noch Übrig gebliebenen Dtfferenzen zwischen den Veschlüss€n beider Kammern durch den Beitritt der Zweiten Kammer zu den diesseitigenBeschlÜffen ihre Erledigung gefunden haben.
Die Zweite Kammer beschloß auf Antrag der vom Präsidenten bestellten Referenten Ahhh. Töhlinger und Kökert, dem wegen des Baues und Betriebes einer normalspurigen Sekundärbahn von Ronneburg nach Meuselwitz vereinbarten vorläufigen Abkommen mit der Herzoglich sachsen: altenburgifchen Regierung zuzustimmen, und hielt rück- fichtlich der Eisenbahnpetitionen ihrr Vrschlüsse, soweit ste von denjenigen der Ersten Kammer abweichen, auf Antrag der Fmanzdeputation aufrrcht. Zum Schluß rhurdc Bericht erstattet Über die Resultate des Ver- ermgungsverfahrens bezüglich des Staatshaushaltsetats und der Eisenhahnvorlagen. Jn Bszug auf Den erstern trat die Kammer sämmtlichm Vrreinigungsvorsckzlägen bei, und zwar dem Vorschlage brzüglich der höhern Subventionirung drs Körnermuseums mit 30 gehen 25 Stimmen. Rück- s1cht11ch der Ausführung der Eisrnhahnprokte StoUhera-Zwöniß und Schönfeld-Schwarzenberg mit Zweigbahnrn blieb die ?almmer gcgrn 17 Stimmrn bei ihrem früherrn Beschlusse 18)M.
(W. T. V.)
_ 22. März. Nach dem heute auk-
*gegehenen Bulletin nimmt die MasemErkrankung Sr.
Königlichen Hoheit des Prinzen Georg nun cinem rrgel- maßrgen Verlauf. .Der Prinz ist hrute fieberfrei Und hat etwa?: Nahrung zu srch genommen.
Ykecklenburg : SchWerim Schwerin, 21. März. Drr Großherzog hat, wie die nrrtcsten Nachrichten aus Palsrmo melden, am vorgestrigen Tage in bestem Wohlsein sem neues Lebensjahr _ das 34. _ begonnen. Abends brachterr die Mitglieder der Aristokratie von Palermo Sr. Königl1chenHoheit ihre Glückwünsche dar und empfing der Großherzog den Landrath Grafen von Bernstorff-Wedcnoorf, der ergens zur Gratulation nach Palermo gekommen war. Für d1e vielen brieflichen und telearaphischen Glückwünsche, welche dem Landesherrn aus aUen Theilen Mecklenburgs zu- gegangen find, spricht Se. KöniglicheHoheit in einer telegraphischen Danksagung vom heutigen Tage, die in den heute Abend erschiene- nen „Mecklenburgischen Landesnachrichten“ veröffentlicht wird, Hörhstseinen herzlichen Dank aus und fügt hinzu : es habe Semem Hsrzen besonders mohlgethan, das; fast durchgänaig mit den G1ückwünschen der Ausvruck der unanslöschlichen Er- innerung an den Horhsrligen Großhsrzog und des Schmerzes um seinen Vsrlusl verhundcn worden sei. _ Jn Mecklenburg ist der 19. März, der biEherals Grhrxttstag des Erbgroßhcrzogs begangen wurde, in dirsem Jahre zum ersten Mal als derjenige des Landes- herrn gefriért wordrn. Aljenthalben wurde am Festrage der Wunsch besondsrs lebendig: es möge dem Großherzog, der ja dadurch, daß er ganz dem Vorhilde Höchsrseines Erlauchten Vatsrs als Fürst und Rrgent folgt, sich Aller Hrrzen hewonnrn hgt, bésché€den srin, recht bald in die Hsimat zurückzukrhren Und den nächsten Geburlstag im Vaterlande inmitten seiner trruen Unterthanen zu begehen.
Oesterreich : Ungarn. Wten, 20. März. (Wien. Abendpost.) Heute wurden folgende KommissionSberichte des Herrenhauses versendet: der Bericht der poLitischen Kommission über das Gcsrh, hetrrffend die Abänderung des Artikel?» 11111. des Grscßes vom 23. Juli 1871, womit eine 119118 Maß- und Erwichtsordnung fkstgesteÜt wird; ferner fol: grnde Berichte der Budget-Kommission: (“1er die (Hrsrßvorlage betreffend die Erhöhnng der Bankosten drr Arlberg-Vahn; über die Baurechnungen der auf Staatskosten auengführten Eisrnbahnen Rakoniß-Vrotivin, Tarnow-Leluchow, Divazza: Pola, Sioerich=Spalato mit der Abzweigung nach Sebenico und Kriegsdorf-Römerstadt; Über den Geseßentwurf, be- treffend die BeitragSleistung des Staatsschayes zu den Korrekt drr Regulirung des Drau-Flusses tn Kärnten; über die Regirrungrvorlage, betreffend die Eröffnung eines Nachtragskredites für die Bestreitung der Kosten der im Jahre 1883 vcrsammelt gewesejien evangelischrn Grneral- synohen des Augsburger Und drs helvetischrn Bekenntnisses; Endlich über den Gefeßsniwurf, betreffend den Abschluß eines Uebereinkommens mit der Landeswertretung von Kärnten zur Regelung der" Verhältnisse des Staates zu dem Grund: entlastungsfonds für Kärnten. Sämmtliche Brrichte schließen mit oem Antrags auf Annahme der bezüglichsn Vorlagen.
_ 21. März. (W. T. B.) Anlaßlich dss Geburts- frstes Sr. Majestät des Kaisers Wixhelm fmdet morgen bei Sr. Majestät dem Kaiser Franz Jyseph ein Galadin er statt, zu welchem der deutsche Vot1chafter Prinz Rertß mit dem Botschaft45personah die hier akkreditirten Gesandten der deutfchen Bundesjürsten sowie die Mirnfter unh oberstrn Hofmürdenträger geladen sind. Das Dtner bet dem deutschen Botschafter Prinzen Reuß findet am nächsten Sonntag stalt.
Prag, 22. März. (W. T. V.) Die „Politik“ veröffent- licht ein Communiqué- des czechischen RcichSraths- klubs, worin erklärt wird: es erübrige den böhmischen Ab- geordneten nichts Anderes, als die negative Acußerung der Linken betreffs der Rußschen Vorschläge zur Kenntnis; zu nehmen und in ihrer SteUung zu beharren, strts bereit, sich mit den deutschen Landsleuten auf der Grundlage des gleichen Rechts zu verständigen. Am Schluss? des Commquués heißt es: diejenigen, welche ernstlich OMS Verständigung wünschten,