1884 / 74 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 26 Mar 1884 18:00:01 GMT) scan diff

es unzugänglich. mir zu konstruiren, daß eikxe bereits in den unteren Gruppen ausgeglichene Jnteressenbesonderhett nun auch ein nothwen- diges Substrat sein müsse für die Gliederung der höher gestalteten Einheit, der Provinzialvertretung. Wenn man fich mit dem Gedanken durchdringt, daf; die Provinz nichts weiter ist als die wirtbschaftlich böbere Potenz der einzelnen in ihr vertretenen Kreise, dann scheint mir nichts natürlicher, und ich niöcbte sagen, nichts von selbst gegebener zu seiner, als diesc Provinzralveriretung auch so zusammezi- zuseßcn, daß fie fick) darstellt als Vertrctung der einzelnen Krciw, die ihre Jntcreffcnausgkicbung in dcr Proyinz selbst finden solle.

Dicx ist der Grund, welkbcr die Staatßregierung zu dem Vor- schlage gcbracbt hat, es für die Zusammensetzung des hannoverschen Landiagks zu belassen bei den, wie ich Nlaube, bewährten Grundiärzcn 11115 Grundlagen der alten Provinzen. Meine Herren, ich kann nur dringend wiinichkn, daß das bobe Haus dicscn Standpunkt fich zu eigen mache.

Frlilia) ist 119€!) ein Weiteres von dem Frcikwrrn von LandÖbcrg hinzugefügt WWW, dcr 281111111) nämlikb, daß auch 11011." Virilstimmcn für gcwisic 4115111111? Häuser, die in Hannover 1110118 Zutrreffcq ver: rrcicn und als frühere LUUÖLÖÜEUM [*0111' Bcriicksicbiigung vcrdtcnrn, konstruir! Werden 11iöchic11. Jcb babe alic mögliche Hr1chachtung und (Ehrerbietung vor diesen deiiioncn und vor dicscn crlaucbtsn Häusern, und ich muß 1.1.3111, das;, wenn cs sicd hier um Politische Justiintioncn [1.111drlic, 114111) meiner Ansicht die StaarIreoikmmxi 15.1111 dani) dic Bunchakte und die ans Grund rcrscldcn «1311611111 (51210140, 11a111entlich durrd die organische Instrukxion 11111 1820 1115111111111 wäre, (11111) bei dicser (551- lcgcnbcii 1111611 1113111111111 Hänicrn Wcmidcr Farbe 311 bckcnricir. (»? ist den Fiiti'rlikbcn 11111111, 11111 die OF siä) bicr 1111111111, durrb dic Bundesäktr' 111115111111, die 111th Stmidesberrcn in dkmjcnigcnStaatc zu skin, MWM si: 171111111117 7211111 ici:]? Silbc 5.11)? 111) errnittckri k51111c11, 11.1111" 71151“; „3111611 1111-11) anf 1011111111111111' Brrdändc in dern wcitercn 11111 91111111 Sinns 1150111511111 Und für dicii'lch fc'srlcßcn wOUtc. Wo.; 111511111an Hanrwvcr [*i'tri'ffr, io dicker dic 11c- siedende 0117113151'111111 drn BMWi? de:? 8511111111815. Die krciI5111111111118111111118 Institution, die Hnnrwvcr [1181181 Ickanni, 115114» 1111111“ Scikirändigkcii sowohl als 111111) 11151 111111) dsr Eixwrrlsibnng in dic 111111111111 2115115111119, Waren 5112111118- 1*c:11“.'1.'1 111 2111111111111] dcr ko111111u11ch11cn Li1111§v«ri*ändr, wcchc 11.1113 111111811“ 2111111517911 111 9111111111 ["abcn, wic 11111014 alilär1dischcn 511206. E:“- i1äitk 19111 1110115 nälécr (101011811, 0.11; da]“ dic 515111111513 11511- 1199811111 3711118111181 ci11c11 1111 Rock?? etwa baégriiudcicn 2111010111118- ansprnä) drr crl.111cktcn Fürstlich Hiinscr, 11011 dcncm bier die Ride ist, ihrcriciis zum 211131111111 1111111111 hätte 1511111) 2501115111111 beson- derer 8166116 in dcnAmisrersa11111111111411'11. Daß 111111111“ riirhi 1181111011111.

Dis Vrrirciumi dcr 111*5f;cre11 (811111 und Höf? ist in dem 118- Triffendrn[*aniwverskdcn(8111110 vdrchalrcn und 511181811, aber die «1111111111611 Standssberrrn baden in dcr Verirctuwg keinen Play (1?- iuudcn. Es ist, wie ich 1111111111, dic Einfache Konscqiwnz, wi'nn ami) 111111 111 dcr 41131 12011 Uns zii löscndcn Ansgadc bicran nicht besondcrs gedacht wird. _

“Jm Uébrigcn 111111; 1111 11911) cim'n 5819111711111 Vorbcbalt [1111111- fügrn. Ick acdc, zu, die publizisiiirlxe Siclinmi dsr crlauäotcn Hänssr, 11111 die es 1111) dick 111111) dcm Vorsrhlazie dW Hrrrn 111111 Landsdcrg handelt, ist eine andcrc und 11511918, wie dirjenigc der schlesischen SiardrSHrrrcn, abcr da, Wo LS 1111) 11111 wiribschafiliM Orz1a11isa- timien in erster Linie bn11d81i, da, 111an2 iii), wird man nicht 111111101 151111411, zu fraßen: sind denn diejenigen (11011611 Magnairn, 111.111)? wir in andere Provirrwn cingcordnrt und untcrgxordnci haken i11 dcn gc- ]"0-11111111'11 OrganiImuI, sind die wcniger bcrufcn JLWLsM, große Inkor- csicn 111 diescr Bezirwmg 311 rsrirctm, wie 16116 Häuser?

Ick (11111156, Wenn 111.111 die wiribscbafiiichc und soziale VLDCUWUJ kes Befiycs i11 rrstsr Linie in Frag? stkllt, dann werden dic 111013211 1ch1esiichcn Standesbxrrsn mii dcmsclben Gewicht auftrcien 151111211, wic jam? Fürstlichen Häuser, und diese ich1€fischcn Standeßbkrren babcii 29 9011101011411, fick) dem UnabänderliÖcn zu fügen, und haben zu mcitrrr großenFrcudr fast “5111111113211 19 VCkstQUdM, sich in dicjrnigr Vsrtraurnssicllunxi dsr Provinz Hineinxubcgcbrn, wclche! ibrikn (*in Mandat für dcn Prowinzial-Landiag Ncsirhkri hat. Im (3310sz MW (555113211 kann man 1111151, das; die [11013611 schlesi1c1wn SimideÖhcrrrn in dcr jkxxigcn Provinzialvcrtretung in drrselbcn Vollständigkeit cr- scbkinen, wie das friidcr kraft i1)rchirilsti11111ren i1-11Provinzirl- Landtaa 112161111111 111111".

Ich kann also auch diesem THcil dcs 211111011121 Landsberg nicbt daI Wort rrdrn. Jm GANZEN bitic iSi) 1101111111115 drincicnd. duß Sic dUrÖ “ric 2151651111111] jenes 521111117119 er; der KönißlickwnStaniéréßirruna 1115111813 1111111611, die Sache 111111 c-ndlirb zum Abschluß zu 1311111111. (Fs 8111111111 dissck dcm Staaiswobl und 73111 Bcdiirfiiiffen dsr Pro- vinz Hannover.

33.11“ Fxciin'rr 111111 Solkmarbcr [iat 11111111 scinersciiÖ cs perkwrrédzirt, das; rr 11111 dsm (111111113 Sk, 1111])€1'8. ir(1.-11d Linen Blick aui dir“ Thätigkeit dcr Stiwtrirc'aicrung werfen wollte, und deshalb lirgi MH, 11119 ick) 511 iagcn wiinsi111', nicht 1111111 dikscr Rick;- tuna 5i11, abcr, da diesc NCUßLkUUJ (111111 ähnlich im Abgrordnrrkn- [Mise 11011 dsn Gcgtxcrn drr Rrgicrunß gefallen ist, so will ich aus- drücklich betonen, daß dsr Umstand, daß Sie es mit cincr isolirir-n Vorlagk, ÖLÜl'i'ffkUd LiUL Provinz, zu thun 11.111111, fich iiber- aus LjUfÜÖ daraus erklärt, daß wir erstens die an und fiir fick) sci'on arbeiiérciÖe Session nicht 110111 mit weiicrer Arbeit übrriastsn 111111111311, und daß wir zweitens allerdings dcr Meinung gewesen find, das; Von (111211 Provinzen, die noch 11ich15 in den Organismus der neuen Berwaijungsiwscixgcbung eingefügt waren, Hannover diejkniße war, bsi der es am dringcndsten nothwendig sei, weil das erwisorium am schwrrstcn auf Hannover [ai'tci und wril gerade dort die Einführung der nenen Organisation der Siaais- bebördcn im St.WfÖikiKrcffk unumgänglich gebotenersckyeini. Dringend und gerechtfc'rtigt ist daher der Wunsch, daß die Krone durch cin übereinstimmend» Votum der beiden Häuser des Landtages in die Lage geseßt worde, dim dortigen Provisorium durch die Gcscizgebung ein Ende zu machen.

cinxigö

_ Bei Bérathung oer Provinzialordnung fiir die Pro- vinz Hannover ergriff nach dem Freidsrrn voa Landsberg der Vize-Yräsidexi drs H (1.1 s : 2111111istrriums, Staats : Minister von VUttkaer, 110111111119 MI „Wort:

Meine HLULN! Ich werde mich bemiibkn, den wenigen Worten, die ich 11911) 11111" dic Herrin Vorredner zu vrrwrndcn [)abr, mit Rück- sicht auf die „vorgerückte Stand? die allerknarpste Form zu gebsn, da ich mich im '.11111111118'111211 Won grundsäylicb ausgesprockwn Habe. Es ist in der That fiir die Regierung kerin angenehmes Gefühl, wenn 1712 sich "dcn Vorwurf machen 1affe11 muß, daß das, was sie vorschläa1, in Bezug auf di.? Zusmnnirnsryitng dcs hannoverschen Provinzial-Land- tach 11.711) (“iner 1iberc11en Sidabldne im (Hcgcniaiz zu wirkiick; kon- servativrn Pr'iniipien gedacht und Projektiri sci. Meine Hérren! Ick glaube, ich [zabc schon in 111011011 vorigen Ausfiihrunixen 1311111811111, daß diese sogencrnntc liberale Schablone doch sicb darsteÜt als die übereinstimmend? Meinurq dcr beiden gesrygebkriscbcn Häuser und d-Lr Krone, wie die Cutwickclung des Jahrcs 1875 das mit sich ge- bracht bat.

Ick will mir noch einmal daran erinnern, daß selbst in diesem 17011111 Hause alle diejcnigcn ErWäJUnÜM, Welche Herr Freiherr Von Landsderq 60811 zur Vcrihridigung seines Antrags vwrsebrackzt Hat, schon aufgsstclli und als nicht geniigend anerkannt sind, um die (Ge- irYgrbUUg in d-crji'nißcii 9111111111111 zu brinacn, “111111146 cr 4111141131111. Indessen ich gcic scibstdcrsiäridli-Ö rariiin'r binwcxi, und will mm 111111) zwei Worte dariiber sagen, das; He“. Xri'iicrrr 11011 Landeerg gemeint hat, die speziell hannover1chen Verdäliniffe bedingtcn eine Abweiäzung von dem von ihm im Uebrigen anerkannten Prinzip fiir die Provinzialordnung der östlichen Provinzin. Also fein 01911111 prodauäum war, daß die besonderen Verhältnisse der Provinz Hannovrr das gerade mir sich brächten. Und was 5313111 wir da gehört: zwci MomeUte. Erstens die Kleinheit der 11111211 11cm:- 110Versche11 Kreise, Wllck)? es mit sich brächte“, das; eins große Anzahl derselben 11111" einen Abgwrdnkten zu wählen haben würde; das; des-

balb innerhalb solcher Kreise ein Jntereffenkampf und ein gewiffes Jntriguenspiel stattfinden würde, Welche bei der Unmöglichkeit, meh- rere Abgeordnete zu wählen, auch die Unmöglichkeit mit sich bräckoten, die Interessen außzuglcicben; und daß dann gewissermaßen als (16115 6: 111301111111 der Landratb auf der Bildfläche erscheinen würde, um sich als geeigneter Repräsentant darzustellen. Ick werde zunächst auf dies?" Punkt mit zwei Worten zu erwidern mir gestatten. Herr Freiherr don Landsberg bat, glaube ich, hierbei ciuigxrmaßcn über- sebexi, daß die Provimialordnung selbst bereits ein Korrektiv gegen diese Besorgnis; enthält. Erstens muß icb'bewncn, daß anf meinen Wunsch das Abgeordnetenhaus die Minimalzahl , bei w11chcr mrbr als ein Abgeordneter, also zwei zu wählen sind , von 40000 auf 30000 bcrabaescyt hat, so das; die Zahl der künftigkn landrätblichen Kreise in HannOVer, welche mehr wie einen Abgeord- neten wählen wcrden, sicb bedeutend erhöht hat, das; aiso damit auch die von Herrn Freiherrn von Landsberg gébegte Besoranis; um eincn sehr großen Beiraa Vermindert ist. 21er was das Wichtiarre ist, in Artikel 1 ist ausdrücklich vorgesehen, daß da, wo eine Interessen- ansalciwuna für nützlich und nothwendig erachtet wird, ('I dcm Pro- vinzial-Landiage überlaffen werden soll, zwri angrenzende Landkreise und auch mohrere zu eincm actueinscbaftliÖen Wablrcrband: 311 vrreinigrn, um ihnen die Möglichkeit zu geben, durch ein sterneixisamcs Erwägkn ihrer Jnicrkffen einc Ausxücichung zu findc-n, Und ohne einen Jntereffen- und Jntriauenkanwf die- jknigk Zahl 11011 Abgeordneten zu dcputiren, wclche ibnkn zu.1€wic1'«*11 wordcn ist. Dissen Auswsg finde ich unendlich visl einfaibcr und 1711111111548 wie das entseylick) skbwic-rige Svsicm, welches 11115 in drm Anfrage “015 Fréibi'kkU von Landkbcrg dargrboten wird für dic Zir- 1111111111111111111111 dcr Wablvcrbäpde, der_einzelnsxiJ11terssscxigrapiés11. Sii- findrn in j1'1-12111 Antrag?, dar“; bcijpiclsivriw dic Vi'rtrctcr der Skiidik, Wi'ikx'be zivci Abacordncie fiir dm Landtag wäblcti 1011111, (1115 13 Krcis-en zuiammrntrkten 1111111111; dabci hört jede Möglicbkcit cinsr ireundnaÖbarliMn, intcrcffenacmcinsckxafjlicbert Vrrcinißumg iibcr di: 2111511111171 dsr Abgeordnrtcn auf; man kommt da zusammen, 0an sich 1311.71 zu 141111011, und soll 111111 aaf dicsrm rein kommunzlen (Hk- bicic _ dctm da likaen die Wahlen für dtn Pro1*inzia1-Landta.1 _ sick) 1111111181111, ich möchte sagc'n, iiber wildfrcmdc Psrsoncn, dic biOlwr in dsr Mitte iiyrsr Wäblkrickyaii vicUe'iibt gar nicht [7811111111 ircwcscn siiid. Zci*ki11dcr Msinung, wc'nn irgcnd etwas gceigm't ist, In- icrrffcnkämpfe und Politische Diffense in dir Wahl bincinzitbringcxi. so ist er? gsrade das von Herrn Freiherrn von Landsbrrg vsrgusrblagenc System. 21110 auch schon von dicsér Seite balte_ ich seine Behaup- 1111111, daß die Kleinheit der Kreise einc spczifi1che Notbwcmdigkcit fiir Hannover mit fich fübrc, das WU ibm wcrtrctcnc Systrm der Wahlen zum Provinzial-Laudiage nacb Jntkresseniengruppcn einzu- fiibrcn, fiir “511111311118 nicbt z1rtwffknd. Und 111111 der zweite (155111111).

Mcinc Hirren! Es wird 11118 gesagt, ja, in den (111111 Provinzen ist 1111111 günstiarr situirt, da hat der Großwnndbefiy Link!] Dic! (1114-- fzircn sozialen Ei111111f1, den wird cr von selbst 111161), und er bat ihn von selbst in dem Sinne geübt, daß ihm die gebiibrrnde StcÜung und der gsbiilsindk Einfluß 1111111 bsi dcn Wahlcn zum Provinzial- Landiaii nichl vrrscbränkt Werdcn kann.

Also, mrine Hkrrkti, diescs anders formulirt beißt dock) nicbis Andcres 1119: Weil der Großgrundlnsiß in HannOVLr so 11191111] Ein- fluß nnd Bcdruiung hai, müsse man ihm künstlich Eimfluß und Be- dkutung durch das Gesetz gcwäbren. Und in dxmselbkxi AWAUJUJL sagt uns Freiherr 11011 Landsberg: ja, ein (811161111113 zwi1chmi großem und kleinem Grundbesitz in den Jnieresssn existirt gar nicht, und man 111511? sich Hüten, ihn künstlich zu konstruirsn, indem man das von der Regierung adoptiric Wahlwftem annebme. Meinc Hcrrcn, gkrade umgekehrt. Glaubkn Sie denn 1111111, daß eine solche, ich möchte sagen, zwangsweise Festlegung von Rmiyten, die in dem Gisammtbewußtsein der Bevölkerung nicht wurzeln, dazu führen wird, den sogenannten kleinen Grundbefiy in eine Stimmung dem großen gegeniib€r zu vrrscßcn, dic keineswegs mehr an die Jntcreffengcmeinschast, die ich 111111) für angcmcffen und wiinsckyenSwerth halts, erinnert? Und dann bitte ich Herrn Freiherrn von Landsberg, noch eins zu bedi-nke'n. Ich bin nämlich, und dieStaaisregierUng mit mir, der 801319, wklckoer wiinscbi, das; der große Grunddcsiß mit all den sozi1lcn Poicnzrn, die er in dicVeriammsung bincinbringt, au§gsmerzt wiirde, aber wenn ich nun _ nnd ick) 15111116 15, wenn 14 die Zeit 121111111112 _ _fiir die einzelnen 1101113113111 Freiberm von Landsberg projektirtcn Kreise nachwicse, das; die Mehrzahl drr sogenanntcn Großgrundbcfixwr 2511116111 sind. 1111d das; diese Bauern, wcnn man sie in die Lage bringt, sich eines 111111111111 Gegensatzes mit der ]rirbrrcn Ritterschaft bewußt zu wcrden, meiner Ansiwt traci,“- sehr leicht dabin 101111-1111111121dcn, 511 sagen, 111111 werdsn wir erst rewt unser einseitiges Interessc aUÖschließ- [iii) zum Maßstab unserer Wahl mawen und “(1611111 den Großs11und- bciitzcr nicbt wählkn _ ich bin der Mixinung, daf; dir Vorschlag der chierung dic schr viel größere Wahriciyeinliwkcit enthält, daß cine Anzahl yon Mitsilicdsrn der bishkrigcn Rittkrscbaftcn in den Pro- vinzial-Landiag (1811111111, (118 der von Hcrrn Freiherrn won Landrbcra vorgrsckzlagene Weg, und wenn letzterer außcrdcm ein prinzipiel] u11rich- tigrr ist, wie mir 11112511, so kann ich nicht finden, das; man sclbstim Interesse drs Großgrundbesißes handelt, wenn man sich auf diescn W111 brgiebt. Wenn Herr von Raucbbaupt im Abgeordnetenbaaie einc Kolorirung der bisher bei den Wahlen zum Prooinzial-Land- 111,11 staiigcbabicn Siiuationcn JMLÖCU hat, die meincr Erfahrung und Anschauung in kciner Weise entspricht, _ ick) will das offen aner- kennen, _ so kann ich nur annehmen, daß er in dem Wunsch, das von ihm für richtig erkannte Prinzip bei der Abstimmung zurGeltung zu bringen, sehr lebhaft gefärbt Hat, und daß seine Einbildungs- kraft sehr viel weiter gegangen ist, wie die wirklich vor ihm krscheincnd€n Bilder. Die Provinzial-Landiags, welche ich ziemlich gcnau zu knnen glaube _ und das ist Vor (111111 Dingrn der schlesische, da ich die Ehre gehabt byabe, zwei Jahre Ober-Präsident von SÖlcsien gewesen zu sein _ bieten ein Bild dar, in welchem die Besorgniffe. welche Herr von Landsberg, wie ich glaube, in etwas pessimistischer Weiss gemalt hat, gar keine Spur enthaltcn. Der schlesische) Provinzial-Landtag ist ein Proyinzial-Landtag, welcher voll- ständig harmonisch in sich aibeitei, beilwklcbem die Politik gar keine Rolle spialt, und welcher als die soziale Pojenz vom böchsien Ma- joratsbefißer bis zum kleinen Schulzén herab Eine Zusammenfassung sowohl der politischen wie der gesammien Interessen darstellt.

Wenxr das nun rich1ig ist _ und [ck glaube Ihnen dies [)(-wiesen zu haben _ daß die ProvinzHannover in ihren spezifischin Besonder- heiten keinen Grund darbicjet, etwas von dem in den altenProv'tnzcn Abweiwcndes vorzuschlagen, so muß ich 1ag611: wie in aller Welt sollte die Regierung dazu kommen dem hoben Hause cinen Vorschlag zu machen, wie ihn Herr von Landsberg ,macht und wie sollte die Visgierung dazu kommen, wenn er wider Erwarten durchachcn soUié, dirsen Antrag Sr. Majesiäi _zur_ Genehmigung vorzulegen? In dieser Frage ist das Staats-Mmitteriuw solidarisch, wir haben die Sachkr vorbrr genau erwogen und gcpirift, wir haben uns aber nicht Überzcngen können, daß eine Formation dss Provinzial-Landtags Nach dem von Herrn Von Landsberg angebotenrn System das richtige für Hannovcr sein würde, und iii) würde zu unserem Bedauern in der Lage sein, Se. Majsstät zu bitten, dis (Gesetz nicht zu vollziehen, wenn es in der Seitens des Herrn von Landsberg beantragten Weise gestaltet werden würde.

Kunst, Wissenschaft und Literatur. .

Jm Verlage von Rudolf 2111116, Leipzig, erschien ein Bändchen, betitelt: Zwischen den KriegScoulisjen, aus den ErlebniÉen eines _ehemaligen französischen Geleaexihertsoffiziers 1870/71. er Verfaffer, welcher sich Ayer nennt, erklart in dem Vorwort, daß es schon längst seine Absicht geWesen sei, seine ErinnerungW an den Krieg aufzuzeichnen und herauSzugebxn, jexzt sei er nun durch ein kiirz1ich erschiencncs Werkcben, betitelt 0185 11218, die persönlichen Erinnerungen eines französistben Generalstabs Offiziers über die Schlacht von Sedan, nachträglich veranlaßt Worden. Der Verfasser,

ursprünglich ,als Beamter des böbern Forftfacbes in französischen Dienstey, erhielt itzi Dezember 1870 eine Aufforderung, als „Gelegen- heits-Oifizier', Wie er sich selbst nennt, einzutreten , um bei der Landeswettbeidigung tbatig zu sein, und zwar in der Eigenschaft eines Lieutenants (iss obasaeurs forsstjsrs. Er War dieser von ihm selbst vcranlaßten Einladung bei den damaligen unrubiaen Zciten, nament- lich da das sog Patriotische Nationalvertbeidigungs-Comité sicb keines- wegs allgemeinen Beifalls erfreute, gern nachgekommen. Die National- garde war eben mobilisrrt worden, und man hatte dem Verfaffer eine Steüe als Hauptmann in Aussicht gestellt, welche er jedoch nicht er- hielt; auch die Cadres" der mobilifirten Forstbeamten (abasaeura 1018811615) "dcs Jséredcpariements warcn bereits besetzt, so durfte sich derselbe glucklicb scbäxzcn, als durch die Erkrankung eines Offi- ziers dear „mobilifirtcn Forstbeamten don Saöne ct Loire eine Sielle fur ibn freigeworden war. In launiger und spannender Waise schildert der Verfaiicr nun die eigéntbümlichen Zustände, welchc sich bei dicicn_1rrkgulärcn Truppen vorfanden, alle die Mißstände, die Urzzutraglmixkcitcn, an dkncn diese aus allen mögliciicn Elementen zummzncngcicytc „Volksarmee so reich war. Er erkknnt schlikßlifh, daß die ganze K111'gsfiibrung seit Néonatcn nichts andres war, als ('in kindlicdes Sdldatknspir-l, läckyerlick), so lange man geborgen, grau- sa111, wcnn 111.111 vor dcm Feinde stand. Die Uniérzeicdnung des Friedkns wurdc von ibm wir von seinkn Karnkradkn mit derselben Freude erwartci, Wii" iir _Sebnsuidt nac!) wciicrcn Kämpfen bei Unter- iciwnnng drs WIfflnsTiUifäUk-IÖ cmpiundcn batten. _ Der ehemalige 1191136111111Fornhcmntctratdann in drUtsckée Dienste übst“ und schiießt 11111 drr BrikÜ-ÉÖTUUÜ- daf; für (Fliaß-Loibringcn 1111161 dsuj'schcm Rc- 1111111'111111'11)1111810111? Tage 113111111211 wcrden. Das spannend und iLicszsnd gi*]chiicbcr1e BükblciU vxrdisni allein Wégkil drr Schildelung jcncr sdndrrbarcn Zustände (19111111 zu erdcn.

8116111111818Neuigkriieu urid periodischeScbrifth.

VM ken Bcidndcrrn de111ck«'11 (1115 drm ,Drntscben Rribs- Und 515118111111 Prcußiscbrn S1aa1§-Anz1i,1rr': Deutiibc ReickI- U nd Prrußisws Lanchxissetze, 1883, find im Vi'rlagc der Norddwrisriwn andruckerci 1111d Vsrlagsanswlt (Beriin ZW., Vil- i)c]mstr.1111' Mr._32) (*rsOicmcn: _

Nr. 1. 0511415, betr. die Krankchcrsirlxcrung der Ar: bciikr, 111111 15. Juni 1883. (0,30 ..ck)

Nr. 2. (5511913, [wir. die Abändsrung der Gewerbeordnung, vom 1. inli 1883. (0,20 ck46.)

Nr. 3. Gössl]? iibcr die allaemciric Landeswcrivalturg 110111 30„Z-.11i 1883, und die' Zuständigkeit drr Vciwaljungs- md VIrwal!migMeri(biöbckM'di', 110111 1. Augirst 1883. (0,80 asi.)

Nr. 4. (Bescxic, beit. dic Zwangsv ollstreckn 1111 in das "ck1- bkwcgliche Vermögen, 1111111 13. Jnii 1883, urid die Gsrich15koicn *.*-'i Zwan;]IW'steiacrungLn 11. 1". w. (0,70 „M)

Nr. 5. A11111eisU11gdr'rK5nig1ick)preußischenMinisterdeannem und für Handsl und kaché zur Ausführung 1315 (Zscskycs von 15. Juni 1883, betr. die Kranken1ckcrsichcrung dLrArbeitkr, von 26. 21111118111er 1883. (0,30 .46.) *

Prcrißiswcs Verwaltungs-Blaii. Nr. 25. _ anali: Abändrrmig dcr Jnsirnktion z1tr Geschäftsführung dsr Rögierungen _ RegUlarivr fiir den Geschäftsgang und das Verfahren bci d21 KreisausscDiisicn (Studtaussckmß, Magistrat), Bezirksausscbiiffen, Pro- vinzialrätben. _ Kostenpausckdquanium im Vsr1valtung§str€itvcrfäbren _ Regelung des Vcrkcbrs mit Milch. _ Das Vsrfabrcn, um Mei- 1111tigsvkrswiedcnhcitcn der vcrschied€1ien Abtheilungen 111111: Reaicrung zum Austragc 511 bringen. _ Charakter drs Schulgeldes bei Unterhaltung di'r Schule durch die bürgerliche Gemeinde. _ Geschäftskrcis, Art der Bcratimngen der städtischen Srbnidcputationrn; Ortssciouliirspckwren als Mitglicdcr diescr Drputaiionrn oder neben densrlben. _ chclung dcr Mitbsentschädigu11gen für die Volksschul- lehrer. _ Aufbringung der autsherrlicben Sckulbeiträcie nacb Par- zelLirung rss Gutes. _ Maßstab fiir Vertheilung dcr Scbulbeiträge in den säbständigen Gutsbezirken im (Geltungsgcbicte der Provinzial- Scbulordnimg _vom 11. Dezember 1845 auf dir Anwohner; Zutritt des Grundbetrn. _ Grenzen fiir die Aufbrbung bezw. Abkindcrung ortspolizcilicbcr Anordnungsn Scitcns der Auf- sichisbcbörde. Droscbkcnausstellplatz. _ Verlust des Entscbädigungs- ansprucbs an:? I'. 63 Ziff. 1 Reichs - Vichscacdcngcsexirs. _ Gcmciriaadrauck) der öffeniiichsn Wege und Grenzr für dessen 21113- 115111111 Sciicns dcs Einwlnen; privater Gebrauck) ch Wraskörpcrs; N111„11111g§1'.-chi am chekörpcr. Versagung der Polizeilchn Erlaubnis; 1111 (8111165111111 don Srbikncngelcisen in den chckörpcr, speziell zur Ucbcrfiibrmig 11911 Ski,)ichngclciscn im “111138511 der; Wines zrveck? FNWUVMUUJ ron Kippwagcn fiir den Transport von Sach111._ Annwndung cinsr allgemeinen baupolizeilicbkn Vorsibriii, darzufolgt bei 2111161111111] 1161121 odsr Vcrlängrrung vorhandener Dorfstraßen dar auf zu halten, das; dicseibcn mindkstcns 12 111 breit anaclegt wcrden und bii Neubauten oder Wiedererrichtung schon Vorhandener Ge bände mit dcm Bau, soweit es dic [0111611 Verhältniss irgendwie grsiattcn, bis auf diese Entfernung zurückzuirctcn ist. _ Grenzc fiir das Ziichtigung§rccht der Lehrer; Zuständigkeit bei Be subw-srden iiber Mißbrauä) dcffclbcn. _ Berechtigung der Wittwe dcs zwciicn Prrdigérs zum (Genus? der Pfarrwitiwen-Vrnesizian nach Off 1111-1111. Provinziasrewt. Aitsdrüike ,Pfarrcr“_ „Predigcr' im ALR und im Osipreuß. Provinzialrecbt. _ Unzuläjsigieit dss Rechtswegci über die Vsrpflicksung zur Zahlung der von den geistlichkn Oberer festgeseiiien Pension eines Kirchenbramtcn. _ Gcwerbrsircitsacben Sind dic Uribci1e von Gewerbeschiedsgcrichten mit Rechtsmitteln Berufung auf den Rechi§1veg, anfechtbar?

Mittheilungen für die öffentlichn Feuerversiöbe- rungs-Anstaltcn. Nr. 4. _ Inhalt: Feuerordnung für dw Herzoglickye Hoftheater in Coburg. _ VerwaltunJSergebnisse der Riis- verficherungsabthcilnng dss Verbandes öffentlicher FeuerVerfichcrung1- Anstaltkn in Deutschland fü! das Jahr 1882. _ Gcseiz des Kantors Ncuexiburzi, betr. die Hinterlegung von Cautionen Seitens der V&- Zizcherungsx1cscllschasten, vom 20. März 1883. _ Notiz des Verbands-

urc'aus.

Monatsschrift für christliche Volksbildung. 7. HCT. Inhalt: Der Ostcrfürst. Gedicht von Pastor StoÜe. _ Das Wunder 1er Weltvcrsöbnuna iin Opfcrtod Jesu. Von 1.10. Weber. _ Zum (3e- bxirtstag des Fürsten von Bi§marck, am 12111111 1884. Grdicht Wn H. W. ROÖOU. _ Der Reichskanzler Fürst Bismarck. Von 3.- Lutbcrs BidLUtUUI für die deutsche Literatur. Von Dr. Otto Mrd- digcn. _ Zunahme odcr Abnahme der Verbrecbrn. Von Karl Fuba. _ Literatur.

Blätter für Gefängnißkundc. Organ des Vekins dök deuistben Strafanstalrsbeamten. Achtzehnter Band. Heft 1 1. 2. Inhalt: Fortschritte der Strafrsäytspfleae und des Gefängnißwesens in außerdrutsiben Ländern Europas. Ein geschichtlicher Uebe1b1ick von Krauß. _ Correspondenz. Insbesondere: Aus Berlin. Sbluß der Verhandlungen des preußischen Abgeordnetenhauses vom Dezenber 1883. _ Berlin. Komniiifionsbericbt der preuß. Abgkordnetenkanmer über die Petition, betr. die Aufhebung der Gefängnißarbeii. _ München. Vortrag des Direktors Streng über Gefämgnißarbeit. _ Aus Sachsen. Veränderungen bei den Strafanstalten. _ Stuttgart. Vollzug von Gefängnifz- und Haftstrafrn. Fürsorge für entsaffene Gefangenk. Bericht über die Strafanstalten. Aufseherwohnungxn. _ Karlsruhe. Abnahme der Gefangenen. Centralleitung der Schu - vereine. _ Zürich. Wegmanns Jubiläum. _ Schweiz. Verein f :: Straf- und Gefängnißwesen. _ Vermischtes.

1512» -

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„KH 74.

Zweite Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeigcr nnd Königlich Prrnßisrhen Staats-Aüzeigek.

Berlin, Mittwoch, den 26. März

" ] Jnsera e für den Deutschen Reichs- und König]. Preuß. Staats-Anzeigcr und das Ceniral-Handch- register nimmt an: die Königliche Expedition

des Deutschen Ktixhs-aneigers nud königlia] preußischen Itaats-Juzeigerz: Berlin ZW., Wilhelm-Sttaße Nr. 32. X Steckbriefe und Untersuchungs-Sachen.

[14783]

Steckbrief. Gcgezi dcn Gummiarbeiier Fran] Jünemann zu_B?r11n am 28. Januar 1861 ge- boren, zuleyt ber'scincr Mutter der Wittwe Jäne- mann, geb. Meinecke, Koloniestraßc 20 biersclbst wohnhaft _gcw2]en, welcher fick) verborgen hält, ist die Un1€r1uchungsbgft wegen schweren Diebstahls in dcn “2111811 "(:./3, Wicdenbaupt und Genossen ]. .). 18/84 verbringt., Es wird _ersucbt, denselben zu verhaften und indas Unterinchungsgefängniß zu Berlin. Alx-Moabrt 11/12 aszliefern. Berlin, den 20. Marz 1884. Dcr Uniersuwungsrichter bci dem Kö11ig1ichen Landgrrichtc 11.

[14779]

Stexkbrief. Gegen de'n unten beschriebenen Ar- beiterswbn Gustav Emil August Grabert, zuletzt bier wvixnbaft, gcborcn am 16. Oktober 1868 Hier, welchcr 1ich 131150111211 hält, ist dieUnteriucbungsbaft wegeii Dicbsiab1s _ ergkben gegen §. 242 R. Str. G B. _ rerhangi. Es wird 211111111, denselben zu wrrbaften und in das Gerichi§gefängniß bicr abzu- likfcrn. Oranienburg, d2n 1991115131884. König- lickzcs AthrriM. Beschreibung: Alter 15 Jahre, Statur k1cin, Haare dunkelblond, Augrnbrauen dunkel, Auacn dUUki'l (schwarzoderbrau11), Nase und Mund gewöhnliw, Jähn; vollständig, Kinn gewöhn- lrch,_ Gcfikbi 011.11, Gsiichtsfarbe gesund, Sprache deuricb. BcMnderc Kcnnzcich€1w keine.

[14784]

Steckbrief. (Heaen den union beschriebenen Stadtrcisenden „Kaufmann Ferdinand Emil Robert Meyer, welcbrr flüchtig ist, ist die Untersuchungs- baft wrgen Tbeilnabme am wiederholten Betruäe infidcn Akten 11.11.11. 167. 84. verhängt. Es wird er1ucht, denselben zu vcrbaftcn und in das Unter- suchu11gsgefängniß zu Alt-Moabit 11/12, abzuliefern. Berlirx , Alt - Moakit Nr. 11/12 (K.K.), den 21. 'M'arz 1884. Der UniersuchungSricbier dri dem Königlichen Landgerichte ]. Falken. Besckoreibuna: Alter 29 Jahre, geboren 23. 6. 54 zu Berlin, Größe 1,68 111, Statur schlank, Haare blond, Siirn frei, Bart: rötblichcr Vollbart, Augenbrauen blond, Augen blau, Nase lang und spitz], Mund klein, Kinn spit], Gxficht oval, Gcsrchtsfarbe blaß, Sprache deutjch (lrspclnd).

[147821

Steckbrief. Gegen den Schlächter Hugo Seidel, geboren zu Berlin, am 14. Mai 1860, zuletzt Hen- ningsdorierstraße 3 Wohnhaft, welcher sick) vrrborgen bali, isi die Untersuchungsbaft wegen schwcren Dieb- stahls 111 den Axten 0/8. Wiedenbaupt und Genossen [. .). 18/84 verbangi. Es wird ersucht, denselben zu vcrhaften und in das Untersuckyungsgcfängniß zu Berlin, Axt-Moabit 11/12, abzuliefern. Berlin, _den 20. Mqrz 1884. Der U11tersuchungsrichter bei dem Königlichen Landgerichte 11.

14599] Steckbriefs-Erneueruug.

Dcr unterm 12. November 1875 hinter den Kauf- mann Ferdinand Salberg aus Eincbrock in Heffen wegen betrugerischen Bankerutis erlassene Steckbrief wird hierdurch erneuert. *

Altona, den 19. März 1884.

Der Erste Staatsamvalt.

[14780]

„Steckbriefs-Erledigung. Der gegen den Haus- diener Eduard Julius Hensel, geboren am 20.August 1858 zu Marienwerder, wegen Vollstreckung einer im Unvermögensfalle crkannten Gefängnißstrafe von sechs Tagen unter dem 14. Juni 1883 in den Akten .). 11. 13. 863. 82 erlassene Steckbrief wird hiermit zuruckxienommen. Berlin, den 24. März 1884. KoricihgtlickZe StaatSanwaltschaft bei dem Land- geri e .

[14781] Steckbriefs-Erlcdigung. Der gegen den Schlosser August Franz Schober wegen Diebstahls unter dem 23. Dezchcr 1881 in drn Akten .). 17. a„ 185 80 1'813. erlancne Steckbrief wird zurückgenommen. erliu, den 11. März 1884. Staatsanwaltfcbaft bei dem Königlichen Landgericht [.

[14645]

Der Schuhmachemesell Carl Henneberg 11119 Alsfeld in Sachsen ist durch recbiskräftigen Straf- befehl vom 8. August 1883 wegen Ruhestörung zu einer Geldstrafe von 8 .“ event. zu 1 Tage Haft verurtbeilt. Antrag: Strafvollstreckung und Nach- richt zu dwakten (ck. 93/83. Verden, den 19. März 1884. Komgliches AmtEgericht. '

[14455] ,

Der Handelömann und Schlachter-Hermann Hein- rich Yiedrich Dierks, geboren am 17. Januar 1855 in Sudenfeldmark, Kreis Hamm, zule t aufbaltsam in Verden„ Kreis Vcrdcn, wird be (huldigt, als Eksaßrcservist erster Klasse außgewandert zu sein, obne, "von der bevorstehenden Auswanderung der Militarbehörde AnzßiZZ erIsteattet zu haben, Ueber-

r.

1. Steckbriefe 111111 UnrsrßnobunZI-Zaobsu. 2. Zubbasmrjoueu, Qufgebins, 70r1säungsu 11. äergl. 3. 7811161116, ?erpaobtnugeu, Zudmissiousu 81-0. 4. ssrloosuug, .411101'115311011, Jiuszahluux 11.13.17. 7011 6118110101181) 1511311311311.

Oeffentlicher Anzeiger.

1884:

5. Lnäustrsta Imbüssemsma, Fabrik» 111111 (311088118111161.

6. ?erscbjaäsus Zekanutmaebuugsu.

7. Literarißcbe 5112812611.

8. ?bsarsr-Wejxeu. ! 111 1161" ZökJSU-Z

Jnseraie rxeömen 11:1: die Annonce'1-Expeditionen des „JUUNliIeUdaRk“, Rudolf Mosse, Haaseufieku & Vogler, G. L. Daub: & Co., E. Schlaue, Büttner & Winter, sowie ane übrigen größeren

Annoncen - Vurcanx. B

9. kamiüsu-UaebertenZ bsjlags. ck

Königlichen AmtIgcrichts bicrielbst auf den 21. Mai 1884, Vormittags 10 Uhr, vor das Königliche Schöffcrrgericht zu Verden zur .Hauptvrrbandlung geladen. Bei 11119711“ sckxuldixitem Auéblcibrn wird dcrselde auf Grund der nach § 472 der Straiprozrßordnung von dem Könialicben Bezirkskommando zu Brrmen aus*gestell- ten Erklärimg vcrurrbcilt wrrdcn. Verden. dcn 20. März 1884.“Oltk)aus, Géricbiöicdrciber- anw. als Gerich151chrcibkr des Königlichen Amis- gerichis.

Subbaßaiéonen, Aufgebote, Vor: laduugen u. dergl.

[14664] Ztvangsversiergerung.

Jm WMS dcr ZwangHvoUitreckung 1011 das im Grakdburbe von der Köniastadi Band 36 Nr. 2253 auf de11 Namen des Fräulciii Tdusni-[da Pfundbeller bicrseldst einastragene, Grenadierstraßr Nr. 3 be- lcgenc Grundstück

am 13. Juni 1884, Vormittags 11 Uhr, Vor dem untcrzcicbncten Gericht _ an Gewichts- steUe _ Jüdenstraße 58, 1 Treppe, Zimmer Nr. 15,

Versteigsrt wcrdxn.

Das Grundstück ist mit 3630 «16. Nutzungs- wertb zur Gebäudcsicuer vrranlagi. Auszug aus der Steuerroüe, bkglaubiate Abswrifi des Grund- buckoblatis _ Grundburhariikels _ riwaigc Ab- srbäYunsien und «drr? daI Grundstück bctrcffrnde Nachweis1mg41y sowie besondere Kaufbedingungen können in dcr (Herickzisschreiberci, Jüdenstraße 58, 2 Treppen, Zimmrr 2911, cingeschen WerM.

Alic Realderccbtiatcn wcrden aufgrfordert, die nirbt von selbst auf den Erstkber übergehsnden 2111- sprückc, deren Vorbandrnse'iir oder Betrag aus dem Grundbuche znr Zeit der Eintragung des Versteige- kUUJchkMTkkÖ nicht hervorging, inébrsondere der- artige Forderungen Von Kapital, Zinsen, wieder- kehrenden chungen odcr Kosten, spätestens im Ver- steizerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzume1den und, faüs dcr betreibende Gläubiger wideripricht, dem Gerichte glaubhaft zu machen, widrigenfaüs dieselben bei Feststhung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt werden und bei Vertheilung des Kaufgeldes gegen die berückficbiigtcn Ansprüche im Range zurücktreten.

Diejenigen, welche das Eigentbum des Grundstücks beanspruchen, werden aufacfordert, Vor Schluß des Versteigerungstcxmins die (81111th111151 des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfakls nach erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspruch an die SteÜe des Grundstücks triit.

Das Urtbeil über die Crtbeilung des Zuschlags wird am 13. Juni 1884, Nackxmittags 1 Uhr. an Gerichtsstclle, Jüdenstraße 58,1 Treppe,Zimmer15,

verkündet werden.

Berlin, dcn 10. März 1884.

Königliches AmtIgericbt 1. Abtheilung 52.

[14665] ZWangsversteigerung.

Jm Wege der Zwangsvoustreckuna soll das im Grundduche von Tempelhof Band 16 Nr. 731 auf den Namen des Architekten Richard Becker bier

eingetragene, Lichterfeldcr-Siraße Nr. 4, belcgene Grundstück

am 18. Juni 1884, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten (Gericht _ an Gerichts- stelie _ Jüdenstraße 58, 1 Treppc, Zimmer Nr. 15, versteigert werden.

Das Grundstück ist mit 1,48 Thlr. Reinertrag und einer Fläche von 7 8- 56 11111 zur Grundstruer, zur Gebäudesteuer dagegkn noch nicht vxranlagi. Aus- zug aus der StCUÜ'WÜL, h_eglaubigte Abschrift des Grundbuchblaits _ etwaige Hscbäßungen und andere das Grundstück betreffende Nacbwi-ifungin, sowie kesondere Kaufbcdingungen können in der Ge- richtsschreiberei, Jüdenstraße 58, 2 Treppen, Zimmer Nr. 29 14... eingesehen Werden.

Aüe Realberechtigéen werden aufgefordert, die nicht von selbst auf den Erstebcr übergehenden An- sprüche, deren Vorhandensein oder Beirag aus dem Grundbuche zur Zeit der Eintragung de_s Verstrige- rungsvermerfs nicht beworging, insbeiondere der- artige Forderungen von Kapital, Zinsen, Wiedkk- kehrenden Hebungen oder Kosten, spätestens im Ver- steigerungstermin vor der Aufforderung zur Absabe vvn Geboten anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger widerspricht, dcm Gerichte glaubhaft zu machen, widrigcnfalls dieselben bei Fcststellung des geringsten Gedois nicht berücksichtigt Werden und bei Verthrilung desKaufgeldes gegen die berücksichtigten Ansprüche im Range zurückircten.

Diejenigen, Wklché das Eigenibum des Grund- stücks beanspruchen, werden aufgefordert, vor Schluß des Versteigerunastcrmjns die Einstellung des Ver- fahrens herbeizuführen, widrigenfaüs nach erfolgtem Zuschlag das Kaufaeld in Beziig auf den Anspruch an die Stelle des Grundstücks tritt.

Das Urtbeil über die Ertbeilung des Zuschlags wird am 18. Juni 1884, Nachmittags 1, Uhr, an Gerichtssteue, Jüdenstraße 58, 1Treppe, Zimmer Nr. 15, verkündet Werden.

Berlin, den 4. März_1.884.

Königliches AMTSgerrcht 1. Abtheilung 52.

[14666] ZWangsversteigerung.

Jm Wege der Zwangsvollsireckung fol] das im Grundbuchs von der Louisenstädt Band 8 Nr. 549

Donati] eingetragene, Kürasfierstraße 19, [7311512112 Grundstück

am 20, Juni 1884. Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht _- an Gerichts- stcUe _ Jüdknstraße 58, 1 Trrppe, Zimmer Nr. 15, vcrsteigeri wcrdrn.

Das Grundstück ist mit 11940 «FC: Nuxxunxiswkrth zur Gekändesieuer Veranlagt. AUFFUZQUÖ der Steuer- roÜe, beglaubigte Abschrift drs Grundbuckidiaiiß. etwaige Abschätzungsn und andire das Grundstück betreffcnde Nackowcisungen, sowie besondkre Kauf- bkdinaungcn können in dcr Gerichtsschrsibsrei, Jüdcnstrafxe 58, 2 Treppen, Zimmer 2911, einge- sehen Werden.

AUE Realbererbiigten werden aufgefordert, die nicht von selbst aiif d?" Erstkbrr Üi'érgebcndcn An- sprücbe, deren Vorhandenseiw odi-r Betrag aus dem Grundbucbe zur Zeit der Eintragung des Versteige- rungÉVCrmerks nicht HLrvorging, ianesondcre derartige Forderungen vori Kapital, Zinsxn, wiederkehrenden Hebungen oder Kosten, späiestsns im Vcrsicixzerunas- termin vor der Auffordsrung zur Abgabe VOX! Ge- boten anziimeldcn und, falls der betreibende ©1511- big-er widerspricht, dem Gerichie glaulzbaft zn macbcn, widrigeniaüs diesslben bei Fcstsi-Iilung des gkringsicn Gebors nicht berücksichtigt werden und bei VcrtHci- lung des Kaufgclch gegen die berückfichtigien An- sprüche im Range zurücktréten.

Diejrnigen, wclche das Eigrr-tömn dks Grrtndsiücks beansprucbkn, wcrden ÜUfsichWCrt, vor Schsuf; dcs VkrstéiNLU-WJZTMUins dir Eiristeklung des Vkrfabrcns herbeizuführen, widrigenfciils nacb eriolgieanuiÖlag das Kaufgeld iN Brzug auf den Anspruch an die Stelle des Grandstücks tritt.

Das Urtbcil über die Eribrilung deI Zuschlags wird am 20. Juni 1884, Nuäxmittags 1 Uhr, an Gerichisstellr, Jüdenstraße 58, 1 TWPPL, Zimmer 15, verkündet werden. Berlin, den 8. Mär] 1884.

Königliches Amißserickyt 1.

[9923] Aufgebot. _

Auf den Antrag drs Kaufmanns Adrabam Oper in Thorn wird der Inhaber das angeblich Verloren gegangenen Wechsels 11. (1, Bromberg, den 2. März 1878 über 300 „66, zahlbar am 2. Juni 1878 in Bromberg, ausgestellt von dem Rentier Hermann Rauch an eigkne Ordre, acceptirt von dem Guts- befi er Neindold Wentsckper in Rosénbr-rc] und _durrb Ccsiion. (1 (1. Thorn, den 6.I11[i 1878 aus den Antragsteller übergegangen, Hierdurch aufgefordert, seine Rechte aus diesem Wechsel spätestens im Auf- gebotsiermirr den 30. September 1884, Vormittags 10 Uhr, Zimmer Nr. 9, des hiesigen Landgeriäztsgebäydes an- zumelden und den Wechsel vorzulegen, widrigknfails die Kraftloserklärung deffrlben erfolgen wird.

Bromberg, den 22. Februar 1884.

Königl. Amtsgericht. Abtb. 171.

[14615] Aufgebot.

Auf Antrag des Gärtncrs Joseph Wa1tZr ]"1111. zu Rsiwenau als Eigenthümers des Grundstücks Reickzenau Blatt 71 und des Gärtners Franz MüÜer zu Ober-Pomsdorf als Eigentbümcrs des Grund- stücks Rrichcnau, Blatt 72, wrrden alle unbekannten Eiaenibumspräiendenten auf das in der (Gemarkung Reichenau, jenseits der Nciffe belegene Stück Acker- 1a11d Von 29 3. 60 (1111, welches in der Grundsteuer- MuttcrroÜe auf Artikel 103 und auf der Gemar- kungskarte auf Blatt 3, Parzellennummer 293, da- gegen im Grundduckoe bisher nicht verzeichnet ist, aufgcfordsri, ihre Rechte und Ansprückye auf das Grundstück spätestenß im Aufgebotstermin am

13. Mai d. IS., Vormittags 12 Uhr, im Geschäftszimmer Nr. 5 des unterzeichneten Ge- richts anzumelden, widrigenfaÜs fie rnit ihnen werden ausaescbloffcn wcrden.

Frankenstein. den 21. Marz 1884.

Königlichss Amtsgericht, N e 1) el un g.

[14667] Aufgebot.

Auf den Antrag der Wittwe weil. Andauers Carl Spandau, Johanna, 981). 23211813, 19011 hier, werden (1116 Die, welche Ansprüche an diejenigen 106 Thlr. zu haben Vermeinen, welche sicb annock) arif dcm Anbauerwsien 510. 9.88. 75 bieselösi laut Obligation vom 26. September 1855 zu Gunsten des Vragrrs Gustav Salomon zu Braunfchw§ig btwoibekarrick) eingetragen finden, bierdurcb aufgrsordert, sochc An- sprüche spätestciis in dcm auf

den 15. Mai dies. Jahres Morgens 9 Uhr, Vor hiefigem Herzoglichen Amtsgerichte anberaumten Termine anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfaüs die Kraftsoßerklärung der Urkunde erfolgen wird und mit Löschung der Hypothck VET“ fahren Werden sol]. _

Lutter m/Bbge., den 21. Marz 1884. .

Herzogl. BraunsIw. Tséüneb. Amtsgericht. an e.

Abibeilung 52.

114668] Aufgebot.

Dcr MüÜcr Christoph Fricke, geb. am 7. Februar 1814 zu Ostharingen, welcher im Jahre 1843 nach Awerika ausgewandert und seitdem verschollen ist,

tretung 92 en . 3 3 des Strafgeseß'

bUchs. - rsel e wird auf Anordnung des

auf den Namen des Speisewirtbs Johann Friedrich

Kurators, Gastwirtbs Heinrich Schuppe zu Ost- haringen aufgefordert, in dem auf den 23. Oktober dies. Jahres, Morgens 9 Uhr, vor dem untcrzeichneren Herzoglichen AmiMrricbte an.“]esstztrn Termine zu erscheinen oder N3chxicht von fich zu JLÖM, widrigknfalls er für todt erklärt und sein VrrmöJen (ils Erbichaft behandelt we1den soll. Zuglcirb werden 11118 Erbbcrcäotigten aufgefordkrt, ihre Rcwte in dem anberaumten Términe anzu- melden imd zu besch4ixißew widriqcnfalks. wenn fick) kein Erbe findet, dcr Nach1af1, für erbloscs Gut erklärt, bei erfolgcnder Anmeldang aber den sich Lrgiiimirenden auIrieantwortet wcrde, daß der nach dem Außscbluffe fich Maldends und Ligitimirende alle bis dahin über dsn. Nachlaß getroffenen Vsr- füxmngen anzuerkewncn 1chuldig, auch weder R66)- nungSadlage noki) Ersoy der c'rhrxbenen Nutzungrn 311 10154111, sondsrn scine Auswüche arif das zu bciéoränken habe, was von drr Erbschaft noch vor- banderi ist. Lutter m/Bbge., don 21. Mär,“, 1884, Herzoglicbes 2111115511551. Kauliiz.

[14690] Aufforderung.

Die 211111111118 Nowember 1883 zU Bknshéim ver- !ebie BLM) Laudenbcimer, geborexie Bodenbeim, 21811th VKI Lazarus Laudaneimer von Benshrim, bat lt. Testamsnr, (1. 11. 27. März 1882, den Simon Laudcnbeimer in Darmstadt, den Rechts- c111walt Jacob Laudrndeimer in Darmstadt, die Lencben Bcrmaxin, geborene Laudcybrimrr, in Frank- furt am Main und die Regine Duff, gsborcne Laudenveimer, in Darmstadt zu ihrc-n Erben ein- geseizt. Um die Zuschreibung (im MUtaiiors-Vcrzeicbniß) drr durch diese Erbichaft crwvrbrnen Gmndstücke zn erwirkén, verlangen die bcnanritcn Erben eine amtliche Beurkundung ibrcr (Frbrneigcnscbaft. Auf Antrag dicser Erben wird dem mit unbekann- icm Aufenthalt abwesenden Sigmund Bodenheim, Bruder der Erblafferin, angebli-ck) früher in Pinka (Peru) Wohnhaft gewesen _ evchueU deffen Rechts- nachfolgern _ eine Frist bis Ende Juli 1884 be- stimmt, um sich Über die Anerkennung des in Rede siebendén Eigenthumserwerbs zu erklären. _

Evcniuell wird das Testament als für gültig an- erkannt erachtet und die zum Eintrag in das Mu- tations-Verzeicbniß erfordrr1iche Urkunde ausgestellt werde11.

Zwingenberg, am 20. März 1884.

Großk). Hrff. Amtsgericht Zwingsnberg. (gez.) D. Weiß, AmiIrichtcr. Röih, Gerichisschr.

[146161 Bekanntmathung.

Dor GeriÖtZ-Aktuar Werner zu Waldcznburg, als Pfleger des Nachlasses der am 6. Noyember 1883 zu Ober-Salzbrnnn virstorbenen verwittweien Handelsfrau Henrictte Glizeier, gsb. Förster, 13111 das Aufgebot der Nachlaßglaubiger und Vermächtniß- nedmrr derselben beantragt.

Die Nachlaßgläubiger und Vermächtnißnebmer dec Verwittweten Haiidelsfrau Henriette Glaeser, aeb. Förster„ werden aufgefordert," ihre Rechte und An- sprüche auf deren Nachlaß spaiestcns in dem auf

den 12. Juli 1884, Vormittags- 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, ©e1chaftszimmer Nr. 22, anstehenden Termine anzumclden, widrigen- falls sie ihre Ansprüche nur nocb„insoweit gxltend machen können, als der Nach1aß tmr Ausschluß aUee seit dem Tode der Crblafferin aufgekommenen Nutzungen durch Befriedigung der angemeldeten Ansprüche nicht er1chöpst wird.

Waldenburg, den 1. Marz 1884.

Königliches Amtsgcricdt. [14620] Im Namen des Königs!

Auf Antrag: '

a. des Häuélcrs Johann Heinricb John in Nieder-Zauche, _ '

b. des MiiUermcisters Carl Heinrich Hoffmann zu Weißig, vertreten durch den Justizrarb Gotjwald zu Sprottau, ,

erkennt das Königliche Amtsgericht zu Sprottau durch den Amtßgsrichtsrati) Qual für Recht: Die eingetragenen Gläubiger dxr nachstehenden

Hypothekenpostcn:

a. bei Zauche, Grundbucb-Nummer 21, Ad- tbcilung 111. Nr. 6: 25 Thaler j. 6. Fünf- undzwanzia Tbgler Darlehn für den Schuh- macvermeister .Prrzog in Neustaediel, und Ab- theiluns 111. Nr. 7: 11 Thaler älterer Zinsen- rückstand, 25 Thaler Darlehn und 20 Sgr. vorgeschoffene und die dem Gläubiger noch entstehenden Kosten für_ den Sckuhmacher Christoph Herzog in Neuktaedtrl,

b. bei Weißig- Grundbuck) - Nunrmer 23, Abtheilung 111. Nr. 2: 100 Thaler 1. 11. Cm- bundert Thaler für dew MuUermeister Christian Hoffmann in Weißig '

und deren Rechtönacdfolqer_1verden mri ihren

Ansprüchen auf die oben bczetcbnetcn Hypotheken-

posten aUSJefchloffen. ,

Die KOsten des Verfahrens fallen, bczugktÖ der Post zu I.. dem Gärtner Carl Goirlieb Marquardx und bezüglich der Post zu _b- dem Höffmann zur Last.

Sprottan. den 14. Marz 1884.

Königliches Amtßgericht. 111.

wird auf Antrag des ihm gesteüten Abwesenheits-