1884 / 98 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 25 Apr 1884 18:00:01 GMT) scan diff

dings müffe er in die em Falle auf dem vom Abg. Bachem beantragten Zusaß be ehen, denn ohne diesen Zusaß sei der konservative Vorschlag bezüglich der Po- fition 3 vonommen wertblos. Redner wendxte' fich alsdann gegen die Aeußerungen des thsters, der gestern den Landräthen und Regierungs-Präfidenten die Patole für die nächsten Wahlen habe auSgeben wolZen, aller- dings mit wenig Geschick. Der Minister habe die Verschtebung der Verseßung des Strafanstalts=3nspektors von Hartung dam1t zu erklären versucht, daß man diesen Beamten nicht [eines Wahl- rechts habe berauben wollen. Aber Jedermann tvtffe es wohl, daß es der Regierung nicht auf die eine Sttmme aÜein an- komme, Und am besten verständen die Beamten, was es heiße, daß fie verseßt werden sollten, aber erst nach den Wahlxn. Zum Schluß ging der Abg. Rickert auf die Bemxxrkungen em, d1e der Staats-Minister von Puttkamer über dte_Wahl des Abg. Dirichlet gemacht hatte. Der Minister habe 1101 auf Ver- sprechungen bezogen, die fortschrittlichersetts 'den„Wahlern ge: geben seien. Aber dieselben fänden reich11chx1n Gegenstück zu den Wahlversprcchungen der Regierungskandtdaten und der Konservativen. _ . ,

Der Abg. von Meyer(21rnswalde) hielt d1e'Wahlagttatton und die Wahldeeinfluffung für eine n01hwend1ge Konsequenz des konstitutioneüen Systems. Dasselbe habe zum Schach8r mit Prinzipien geführt und führe auch _zum Schacher m11 Stimmen. Troßdem sei der Zustand 111 Preußen noch befriedigender als in England und Nordamerxka, wo d1e Stimmen gegen baar gekauft würden. Jm Ueb'r1g'en trat der Redner für den Antrag der konservattven Barter em.

Die Diskussion wurde hierauf geschlossen. ,

Nach einem kurzen Schlußwort Settens des Bertcht- erstatters Abg. Mais; wurde der Antrag 'AlthaUZ 011 1 abge- lehnt, der Antrag der Kommission zu Vos1t1'0n 1 und 2 ange: nommen, Position 3 dagegen abgelehnt. Heraus wurden der Antrag Bachem und der identische Antrag Barth Und Althaus 1111 2 mit dem vom Abg. Bachem beantragten Zusatz angenommen. _

Beim Schluß des Blattes folgte d1e Berathung der al]- gemeinen Rechnung Über den Staatshaushalt ch Jahres vom 1. April 1880/81.

_ Die in der gestrigen (73.) Sißung des Hauses der Abgeordneten bei der Verathuna 11er d1e Wahl des Abg. Frhrn. von Lyncker nach dem Abg. Dir1chlet 0011 dem V1ze- Präsidenten des Staats=Minifteriuuxs, Stgats-Mmffter 11011 Puttkamer gehaltene Rede gklangt erst 111 der morgtgen Nummer zum Abdruck.

_ DieimReichs:Eisenbahn-Ymt aufgcsteUte,in der Ersten Beilage veröffentlichte 110 b ers1cht der Betrteds- ergebnisse deutscher Eisenbahnen für den Monat M ärz d. J. ergiebt für die 43 Vakxnen, ' welche auch schon im entsprechenden Monate des Vorxahres 1m Be- triebe waren und zur Vergleichung gezogen werdsn konnten, nachstehende Daten: .

Die Einnahme aus aUen VerkehrSzwe1gen war im März d. J.: 8. beim Vergleiche der provisorisch er- mittelten Ergebnisse des10ufend7en Jahres m1t dem Definitivum des Vor ahres: tm Ganzen (mit 30 527,57 11111 Betriebslänge) det 19, Bahnen mit zusammen 5199,22 11111 höher und bei 24 Bahnen m1tzusam111en 25 328,35 11111 niedriger, als in demselben Monat? des Vorjahres, und auf da 0 K ilometer Betriebslänge be119 Bahnen mit zusammen 519922 11111 höher und b8124Bahnen m1t zusammen 25 328,35 11111 (darunter 4 Bahnen mit vermehrter Betriebsxänge) niedriger, als in demselben Monate des Vdr1ahres; b. betm Vergleiche der provisorisch ermttt_elten Ergebnisse des laufenden Jahres mit dez1 1m Vorjahr? ermittelten provisorischen Angaben:1m Ganzen(m1130527,57 11111 Betriebslänge) bei 24 Bahnen mit zusammen 24 888,91 11111 höher und bei 19 Bahnen m1t zusammen 563866 1111] niedriger, als in demselben. Monate dex Vorjahres, und auf das Kilom eter Betrtebslänge bet 23 Bahnen mit zusammen 5821,41 11111 höher und bei 20 Bahnen mit zu- sawmen 24 706,16 11111 (darunter 3 Bahnen m1t vermehrter Betriebslänge) geringer , als in demselben Monate des Vorjahres. _

Die Einnahme aus allen Verkehrszwe1gen war vom 1. Ja- nuar bis Ende März d. J.: 11. 1101111 Vergle1che der provisorisch ermittelt'en Ergebnrsse dxs lau- sendenJahres mit demDeftnitivum deHVorxahres: 1m Ga nzen (mit 30 527,57 11111 Betriebslänge) bei 22 Bahnen mit zusammen1 5699,28 11111 höher und bei 21 Bahnen mit zusammen 24 828,29 11111 geringer, als in dem- selben Zeitraums des Vorjahres, und auf da S 12110,- meter Betriebslänge bei 21 Bahnen mit zusammen 534267 11111 höher und bei 22 Bahnen mit zusammen 251849011111 (darunter 4Bahnen mit verme rt8r Betriebslänge)

eringer, als in demselben Zeitraume dL'Z omahres; b. bßim err leiche der provisorisch erm1ttelten Ergebmsse mit en im Vorjahre ermittelten provisorischen Angaben: im Ganzen (mit 30 527,57 11111 Be- triebslänge) bei 29 Bahnen mit zusammen 26 457,32 11111 höher und bei 14 Bahnen mit zusammen 4070,25 11111 ge- ringer, als in demselben Zeitraum». des Vorxahres, und a uf das Kilometer BetriebSlänge bei 27 Bahnen mit zusam- men 6094,14 11111 höher und bei 16 Bahnen mit zusammen 24 433,43 11111 (darunter 3 Bahnen mit vermehrter Betriebs- länge) geringer, als in demselben Zeitraums des Vorjahres.

Bei den unter Staatsverwaltun stehenden Pri v atbahn e n , ausfchlreßlich der vom Staate ?ür eigene Rech- nung verwalteten Bahnen , betrug Ende März 11. I. das esammte konzessionirte Anlagekapital 160 280 000 818 J54 915 000 „44 Stammaktien, 44 595 0001-45 Prioritäts-Stamm- aktien und 60 770 000 915 Prioritäts-Obligationen) und die L 6 n g e derjenigen Strecken, für welche das Kapital bestimmt ist, 642,82 11111, so daß auf xe 1 11111 249 339 „FH entfalLen. Bei den unter Privatverwaltung stehenden P rivatbahn e n betrug Ende März d. I. das gesammte konzessionirte Anlagekapttal 749 718 272 „14 335 769 850 „45 Stammaktien , 98 431 900 818 Prioritäts- c-tammaktien und 315 516 522 818 Prwritäts-Odli ationen) und die L (“1 n g e derjenigen Strecken, für zvelche d1e es Kapi- talfbeftimmt ist, 3941,61 11111, so daß auf ]e 1 11111 190 206 „45 ent allen.

_ Der Großherzoglich badische Gesandte gm hiesigen AÜerhöchsten Hofe, Freiherr von Marschall," rst von dem ihm bewiUigten kurzen Urlaube nach Yerlm" zuruckgekehrt und hat die Geschäfte der Gesandtschaft w1eder ubernommen.

_ Der hiefige Herzoglich braunschweigische und Groß- herzoglich oldenburgiscbe M1ni|er-Refident Dr. von Ltebe hat Berlin mit Urlaub verlassen. Die Vertretung desselben ist k1,1011 der Königlich bayerischen Gesandtschaft übernommen wor en.

_ Der Großherzoglich mccklenburg-schwerinsche Bevoll- mächtigte zum BundeSrath, Ober-Zoüdirektor Oldenburg, ist hier eingetroffen.

_ Der General-Lieutenant Frhr. von Los, General- Adjutant Sr. Majestät des Kaisers und Königs, und_ beayf- tragt mit der Führung 010 11111. Armce-Corps, ift hter em- getroffen.

_ Der General-Lieutenant von Conrad y, Gouver- neur von M18, hat nach Abßattung persönl1cher Meldungen Berlin verlassen.

Bayern. München, 23. April. (Al]g. Ztg.) Prinz Alphons degiebt sich am Freitag Abend nach Madmd, um der daselbst etwarteten Entbindung seiner Schwägerin, der Prinzessin Maria de la Paz sowie den folgendxn Tauffeierlichkeiten anzuwohnen. Die Königin Isabella 1ft bereits von Sevilla daselbst eingetroffen. Von Madrid reist Prinz Alphons nach Turin zum Besuch seiner Schwester, der Herzogin von Genua, welche bekanntlich am 21. d. M. dort von einem Prinzen entbunden worden ist; die Dauer seiner Abwesenheit von hier wird 45 Tage betragen.

Leute Vormittag 11 Uhr fand in dem schön und ge- schma voll dekorirten Archiv des Georgiritter-Ordens die Verlesung der Ordensstatuten vor den sämmtlichen Kan- didaten durch den Ordenssekretär, Geheimsekretär von „Des- toucheS, in Gegenwart der als Zeugen fungirenden zwe1 Ka- pitular-Komthure: des Generals der Infanterie 'Odsrhof: meisters von Ow und des ReichSraths Grafen Prcysmg statt. Am Freitag, Vormittags 11 Uhr, wird in der alten H0fk1rche der Trauergottesdienst für den verewigten König Maximilian 11. und Tags darauf ein solcher für das im Laufe des Jahres verstorbene Ordenswitglied, Maximilian Frhrn._ von Lerchen- feld-Aham, anghalten. Beide Male begeben s1ch die Groß- priore, die Prinzen Luitpold, Ludwig, Leopold und Alphons, I'itch der Ritterschaft im Zuge aus dem Kapitelsaal in die

tr e.

_ 24. April. Das „Ges.: 11. V.:Vl.“ veröffentlicht das Gesetz; vom 21. d. M., die Lan deskultur-Rentenanstalt betreffend.

Württemberg. Stuttgart, 24.210111. ((St.-A. f. W.) Die Kammer hat das.; Ausführungédescß zu dem 9111chSgeseß, betreffsnd die Krankenversicherung der Arbeiter, mit 83 Stimmen angenommen.

Oesterreich - Ungarn. Wien, 23. April. („Wien. Abdpst.) Die volkswirthschaftliche Kommission deß Herrenhauses hat die Vorberathung der von dem Ab- geordnetenhause bereits angenommenen RegikrungéZvorlagen bezüglich der Regelung der Erdharzgewinnung in Galizien und der Bukowina sowie betreffs der Vrannthinsteuer- reform beendet. Die bezüglichen Berichte dürften in den nächsten Tagen zur Versendung gelangen.

_ 24. April. (W. T. B.) Die Deputation des 2. Ostpreußischen Grenadier-Negiments Nr, 3, wclche zur Veglückwünéz 11111,“ des Erzherzogs Albrecht zu seinem 25 jährigen Jubi “um als Chef dieses Regtments häer- her gekommen war, “hat heute die Rückreise angetreten. Sämmtliche Mitglieder der Deputation wurden durch Ordens: Verleihungen ausgezeichnet. Die „Politische Correspondenz“ konstatirt, daß die preußischen Offiziere hier die freundlichste Aufnahme gefunden und Wien mit dem Gefühl tiefer Dank- barkeit für das ihnen von dem Kaiser und dem Erzherzog Albrecht bewiesene außerordentliche Wohlwoüen verlassen hätten.

Schiveiz. Bern, 23. April. (N. Zürch. Ztg.) Die Jolltarif-Kommission des Nationalraths hat ihre Éißungen geschlossen. Im Text des Geseßes wurde dem Ständerath zugestimmt; dagegen ergiebt sich_ infolge der bei verschiedenen Positionen vorgenommenen Aenderungen gegen- über den Beschlüssen des Ständeraths für den Bund eine Mindereinnahme von 200 000 Fr.

Großbritannien und Irland. London, 24. April. (W. T. B.) In der heutigen Sißung des Unterhauses erklärte in Beantwortung einer Anfrage Bourke's der Pre- mier Gladstone: Berber sei in Gefahr; der Regierung sei in Bezug auf Berber ein Vorschlag der egyptischen Regie- rung zugegangen, und die Regierung habe diesen Vorschlag auch bereits beantwortet, tm Interesse des öffentlichen Dienstes könne er hierüber aber weitere Mittheilungen nicht machen. Was den General Gordon anbelange, so wiederhole er, daß fich derselbe augenblicklich in einer sicheren Lage befinde; die Re- gierung erkenne ihre Verpflichtungey in Bezug auf ,die Sicherhsit Gordons voÜständig an, und da ste diese Verpfüchttmgen an- erkenne, so sei es auch ihre Pflicht und Schuldigkeit, sich in den Stand zu seßen, diesen Verpflichtungen nachzukommen, wenn der Anlaß dazu sich ergeben sollte. (Beifall.) _ Der Unter-Staatssekretär Lord Fißmaurice erklärte: die Unter- handlungen wegen HersteUung dauernder diplomatischer Beziehungen mit Mexiko dauerten fort. Mit Frank- reich seien vertrauliche Verhandlungßn wegen der For- derungen Frankreichs betreffs Tongktngs im Gange. _ Der Kanz er der Schaßkammer, Childers, gab sodann sein Finanzexposé. Nach demselben hat sich im [MM Finanzjahre ein Uederschuß von 200000 Pfund ergeben und isk die Staatsschuld um 8 Millionen gemindert worden. Der Voranschlag für das laufende Finanzjahr beziffert die AUSJaben auf 85 250 000 Pfund, die Einnahmen auf 85 500 000 Pfund; der Ueberschuß 0011 250000 Pfund werde sich durch eine kleine Veränderung bei der Miethwagensteuer auf 240 000 Pfund reduziren. Childers beantragte, da die meisten der im Umlauf befindlichen Goldmünzen an Gewicht verloren hätten, die halben Mundstücke einzuziehen und durch Zehnschillingsßücke zu erseßen, die nur 9/10 des Goldgehaltes der jeßigen Münze haben. Ferner beantragte Childers die Reduktion der Zinsen der Staatsschuld und suchte zu dem Ende um die Ermächtigung nach, die 3prozent. Con: sols 111111111 einlösen, oder nach Wahl der Inhaber mit 23/4prozent. mit Quartalscoupon versehenen Consols, die nicht vor dem Jahre 1905 einlösbar sind, zu 102 pro 100 einlösen zu dürfen. Endlich erbat derselbe die Ermächtigung, 21/2 proz. Consols zu 108 pro 100 anbieten zu dürfen.

_ 25. April. ÖW. T.“ B.) Dem „Stand_ard“ zufolge sind die gestrigen rklärungen des Premters Glad- stone im Unterhause aUgemein dahm gedeutet worden, daß die Regierung entschlossen sei, eine Expedition nach dem Sudan zu entsenden, faUs sich dies 0111 nothwendig ermeise„ Gegenwärtig verhandle die englische Negterung mit den egyp- tischen Behörden darüber, ob die nach dem Sudan zu,entsen= denden Streitkräfte nur englische Truppen oder auch em Kon- tingent indischer Truppen umfaffen soÜen. _ Nach emem Tele- gramm des '„Daily Telegraph“ aus_ Kairo, vom 24. d. M„ leidet das 35. Regiment in Ass1ut bereits stark an Fieker, Hiße und Sonnenstich.

Frankreich. Paris, 24. April. (W. T. B.) Nach hier umlaufenden Mittheilungen wäre das englis che Rund- schreiben bezüglich der Abhaltung einer Kon- ferenz lediglich an die Berliner Signatarmächte gerichtet und von einer Anlage begleitet, welche ein Exposé der egyptischen Finanzlage enthalte. Zn leßterem werde der Betrag der Anleihe, welche nothwendig sei, um den dringendsten Bedürfnisxen abzuhelfen, ' auf 200 Millionen angeschlagen, zugleich 0 er auf die Schtmerigkeite'n hingewiesen, cin Unterpfand für eine solche Anleihe zu beschaffen, nachdem bereits 0110 HülfSMittel Egyptens für die Amortisirung der Schuld in Anspruch genommen spien. Mit_tel zur Lösung der Schwierigkeiten würden in dem Exposé mcht vorgeschlagen; daß Letztere beschränke fich darauf, von der Aufhebung der egyptifchén Armee als von einer Maßregel zu sprechen, welche die Queue großer Ersparnisse sein könnte.

_ 24. April, Abends. (W. T. B.) Der „Tentps“ schreibt über die von England vorgeschlagene Konferenz: der Botschafter Lord Lyons habe dem Minister-Präsidenten Ferry am Dienstag eine Note Überreicht, Welche die Konferenz vorschlage, ihre Wirksamkeit aber auf die beiden Fragen de- schränke: ob eine Abänderung des egyptischen Liquidation?- geseßes angezeigt erscheine, und welche Veränderungen des: selben vorzunehmen scin möchten. Die Note sei nicht an die 14 Untkrz01chner des Liquidationßgeseßes, sondern nur an die Großmächte und an die Türkei gerichtdt; In Bezug auf 11911 Konfersnzort lasse die englische Regterung den anderen Mächten, wenn sie ihrem Vorßhlage beitreten sollten, die Wahl zwischen London und Konstantinopel. Die Note selbst sei kurz; es sei derselben ader ein Memorandum dsigegeden, in wslchem die Rothwendigkeit einer Reform des Liquidations- gesetzes nachzuwcisen gesucht werde. In dem Memorandum werde hervorgehoben, daß, während die für die Tilgung der Schuld angswicsenen und verwendeten Einnahmen ständig Mehrbeträge ?rxxeden lzätten, das ordentliche em1ptischeB11dget, das aus den nicht für die Schuldentilgung assignirten Einnahmsn bestehe, fortgeskßt zunehmcnde Defizits aufgewiesen habe. „Im Jahre 1880, dem ersten Jahre der Anwendung des Lmuidalions: aeséßcs, habe das egyptische Budget noch einen Einnahmc= Überschuß in Aussicht gestellt; bereits 1881 aber habe s1ch Lin Defizit ergedkn, und dieses Defizit habe sich mit jedem Jahre vermehrt. Egypten fei gegenwärtig genöthigt, eine Anle1he von 8 M11]. Pfd. Stekl. 511 kontradiren, sehe sich abkr bei der Unmöglichkeit, ein Unterpfand für solche: Anleihe zu gewähren, außer Stande, die Anleihe aufzunehmen. Das Memorandum deute, um Abhülfe zu schaffen, auf eine Ei11stel111ng_0der wenigstens eine Vertagung der anrtifirung der_StaatMcbuld hin und bringe ferner Ersparnisse bei dsr egypt1schen Armee in Vorschlag.

_ 25.211011. (W. T. B.) Das Gerücht, daß Frank- reich die Abficht habe, Kanton zu dlokiren, wird von der „Agence Havas“ als unbegründet bkzeichnet. ' General M illot halte für aUSreichend, Thai-Ngnuyen und Ph1lanthuan zu beseßen.

Spanien. Madrid, 24. April. (W. T. V.) Man glandt in Negisrungskreisen bei den_ am 11ächst€11 S0'11n'tag stattfindenden CorteeZwal)[e11 0111 eine starke Maxorttät rechnen zu dürer. _ Die lsßtmonatlichen Minderinnahmen der Staatskasse find eine Folge der Tarifreform und werden übrigens durch die voraUSge'gangenen Mehreinnahmen ausgeglichen. Man hofft, 1111 nächsten Budget dax?- Gletch- gewicht zwischon Einnahme und AUSgade zu erre1chen. _ Auf Kuba hat die öffentliche Ruhe keinerlei weitere Störung erfahren. Der kleine Rest der Bande Aguero's, welche;- nach der ihr von den Truppen deigebrackzten Niederlage _übmg ge- blieben war, ist in Unwirthliche und schwsr zugängl1che Thetle der Insel entflohen.

Portugal. Lissabon, 23. April. (Köln. Ztg.) Der Marine=Minister hat den Cortes einen Geseßentwurf, betreffend den Bau einer Eisenbahn von Loanda nach Ambaca in der westafrikanischen Provinz Angolla, vorgelegt. Die Regierung soll, dem Entwurf zufolge, für 9110 sechsProzentige Verzinsung d1s Anlagekapitals, das fick) fur den Kilometer auf 88 800 «45 seUen würde, eintrstén. Axncha liegt beinahe genau östlich von Loanda und so z1n111ch 1111 Mittelpunkt von Angola; die geplant8 Bahn würde 1-1nen der ergiebigsten Theile von Afrika erschlreßen. _ Das Oder- haus xxenehmigte gestern den wichttgen Geseßentwurf Über eine Abänderung der Verfassung.

Italien. Rom, 24. April. (W. T. B.) Der König und die Königin sind heute Abend nach Turtn abgereist, um der am Sonnabend dort stattfindenden Eröff- nung der nationalen Ausstellung beizuwohnen.

Die Deputirtenkammer hat stck) 518 zum 1. 1. M. vertagt.

Türkei.

Konstantinopel, 24. April. (W. T. B.) Der Vauteninspektor Naif Effendi ist zum M1n1ster der öffentlichen Arbeiten ernannt worden.

Serbien. Belgrad, 24. April. (W. T. B.), Der König hat dem vorgestern hier eingetroffenen Pmnzen Friedrich von Anhalt das Großkreuz des Takowa-Ordens verliehen.

Amerika. Washington, 22.211110. (Allg. Corr.) Der Senat hat mit 35 gegen 15 Sttmmen das Ban- ke rottges 813 angenommen, welches nunmehr zur Vorlage an das Repräsentantenhaus gelangt, m dteser Sesfiokx jedoch kaum erledigt werden dürfte. Das, leßtere Haus 'has sich mit 170 gegen 47 Stimmen für d1e Errtchtung LMÉs Schiffahrtsamts im Schaßdepartement ausgesprochen. 1 ist dies eine der Bitis, welche während „des Kongresses Ixt- Förderung der amerikanischen Sch1ff05rt m Arxssrcht genon men worden waren. Die Durgley 23111, welche d1e AUfhebU l)? mehrerer BelastungsvorsÖriften der Sch1ffahrt bezweckt, |? für Sonnabend auf der Tagesordnung-

New-York, 24.21pril. (W. T. B.) Zum (Hou- verneur von L_duisiana ist der Kandidat der demokra- tischen Partei gewahlt worden.

Afrika, Egypten. Kairo, 24. April. (W. T. B.) Heute Vormzttag hat unter dem Vorfiß des Khedive ein außxrordentltcher Kabinetsrath zur Erwägung der mili- tär1schen Lage skattgefunden. 2111 demselben nahmen auf Yeryfung des Khedwe auc!) Riaz Pascha und She1iff Pascha Thetl_. Der KabmeXSrath kam zu dem Ergcbniß, daß die so- forttge Absendung 110.11 Truppen nach Ober- Egypten durchaus yothwenmgjei. Nubar Pascha wurde bearxftragt, der englischetx Regterung diese Resolution des KabmetSraths zu unterbretten.

- (A. C.) Dem „Standard“ vom 23. d. M. wird gemeldet: Der M_ahd1 hqt' eine Truppenmacht unter der Führung emes semer OfftUerx ausgrsandt, welcbe jsßt die Höhen_ von Schendy' beseßt halt und Berber vollständig ab: geschmttcn hat; zugletch bat er durch einen Boten dcm 11181110 von Berber seme bevorstehende Ankunft anmelden und die Aufforderung zur Unterwerfung an den Gouverneur und die Bewohner von Berber ergehen lassen.

Zeitungsftimmen.

,Der„BerltnerBdrsenzeitung“wirdausSorauN.=L. ber1chk_ét:

" Eme erfreultckye, nachahmungswertbs That! Hervo1rage11de Manner dcr deutsch-konscrvatwen,_frcikonscrdativsn und national- liberalen _PartUen habrn emen Ausruf erlassen zur Gründung eines WaHchrUnS _.BiWarck“. Dcr Vsrein hat das Ziel vor Augen, daß dll KMS 8111111 Mann in den inch§tag schicke, 111010er mit 001101, Kraft dre wnthsébaftlicbe und soziale Politik unsercs großen Re1chskanzlers unterstußf. chn man erträgt, daß noch bei dyr lesßten Wahl 1881 upsereNationallibcralen 11011 und ganz für die 11Sez€sßwn eintrafen, so 111 d1eser Umschwur1g gewiß mit Freuden zu 89111 011.

_ In der. „Schles1schen Zeitung“ [ssen wir:

Daß der 0111 Besteklung verantxvortlichsr ReiÖS-Ministcr gerich- teten Forderung im Progrqmm dsr Partei Rickert-Richter keine ar.- der_e_ Tendenz 311 Grunde lxcgt, als die Einfübrnng 011108 1101111111011- tar11chcn *Pgr'tenogtmcqts 1111 Dcutschen Rcichc, kann Niemandem zweifelhaft 16111, der m1t_dcn polttischxn Ditmen irgsnd vertraut ist. . . . . Daß, Wrnn erst “010 parlanxentarischén Majoritätsn dic Mini- sterien, bescxztcn, der ganze bundrsftaatliche Charakter des Rcicbcs gc- oyfert, das; der Bundesrat!) neutralifirt scin würde und daß dann nichts andexeö 01111011 sZm könnts, als ein Einheitsstaat mit eincm Schattenkmyxr 0111111 Spiye, 11ka auf der «Hand. Im Jahre 1869 dachte man 111 dre1erB1-ziehung 110111111 selbst 111 kons111*atioenKreisen 11011) 011110115. aber schon damals Hat unser 10111111)»: Staatsmann den Reichstcxg' cmcs Besserenchelkbrt, und alle maßvoüeren Elemente haken 161116 Lehre, bchcrzrgt. Damals War überdics die Lage der Dinge auch noch eme 1112101111111) andere .....

Die Erinnerung (1011111 Vorgang von 1869 (Antrag Münster- Twesten) bat cs unseren L1bcralcn einigermaßen 111911101 gcmarht, der in Rede stehenden, von dcn verbündeten Regierungen sofort energisch zurückgewicsemcn Forderung dsr Linkslibrralen entsckiedrn entgegen- z11treten. [1111 so Höher erkennen wir Es an, daß dies jetzt in dcr fich „zur nationalbberalxn Partei bekennenden .Kölnisckycn Zeitung“ schr unugwunden geschwht . . . .

_ Dux „Fceihand01s=C0rresp0ndenz“ sckMibt: „Daß in unsercr Handelsstatistik 11011; immer dedenklicbchxhlcr vorkommen, welche zur V0rsicht bei der Beuußung ihrer Zahlen mahnen, zeigt s71ch wicder einmal an der Statistik über den Waaan- verkehr zwischen Deut1chland und den Vcrcinigtcn Staaten 10“ und die .National-Zcitung“ bat fick) beeilt, Ls ihr nachzudrucken. In dem Artikel wird dann ausgkführt, das; 111 rnscrer „Hande1s- statistik in den Jahren 1880 und 1881 bedcutende Sen- dungen von Schafnwllc (116 0116 den Vereinigten Staaten 0011 Amerika eingegangen nachgcwie1en seicn, im Jahre 1882 da- gegen plöxlicb nicht ein Pfund. Nun wisse abcr Jeder, der mit den roduktions- und Handelsverbältnisscn Amsrikas einigcr- maßen Vertraut sei, das; die Vrrcinigtcn Sta0tyn durch011s kkin Wolle expoäircndes Land sind. Hätte die Freiha11d116-K0110sp1111de11,5 fick) die [0111410 Mühe genommen, auch noch die Handelsausweisc für 1883 anzuschsn, so würde fie gefunden haben, daß dieselben für 8116 Jahr gleichfaÜs so gut wie nichts von disscm Artikél, nämkich nur 100 Doppelccntxger als aus den Vereini ten Staa1cn eingegangen aufführen, daß 1omit der frühkr in dcr Tßat Vorhandene Fehler 1101- miedcn ist, auf Welchen schon 0111: 311181 Jahren Professor Diezmann in Chemnitz, etwas später auch Prochor Soetbcer öffentlich aufmerksam gemacht haben. Eine solche Mitthcilung kann 111111 zwar bisweilen auch ohne Angabe des Entdeckers und des Alters der Entkcckung ron Nußen Fein. Wenn aber die Freihandels-Correspondenz aufrichtig gewesen wäre, so hätte sie offen sagen müffen, daß der frühere Fehler, der 11011 manscihaften Dcklarationen bcrrührte, eben nicht mehr 1101- kommt, nachdem die Deklaxanten mit den Bkstimmunch der seit 1880 gänzlich neugestalteten Handelsstatistik vertrauter geworden sind. Aber auch nur die's anzuerkennen, geht den genannten Blättcsrn 111051 gegen die Natur. .

Statistische Nachrichten.

Nach Mittheilung des Statistischen Amts der Stadt Berlin nd bei den hiesigen Standasämtern in der WOM vom 13. April_ 1116 inkl. 19. April er. zur Anmeldung gekommen: 491 Ebejcbließungen, 755 Lebendgeborene, 28 Todtgeborcnc, 585 Sterbefäkle.

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

Von dcm „Neuen Archiv der Gesellschaft für. ältere dkllksche Gescbiäotskunde zur Beförderung cinkr „Gesammt- ausgabe dcr Quellenschriften deutscher Gcschicht§11 „des Mtjtclaltkrs' (Hannover, Hahnsche Buchhandlung]) ist 111rz11ch das 3. Heft 111. Bandes ÜUSFLJTÖLU Worden, Welches „diesen Band zum Abschluß bringt. Das Heft beginnt mit einer klemcn Archt von (G. W018 üker den sogenannten CataloZug 0011011101105 der'Padstc, dcn'thalog der römischen Bischöfe bis Conon (“s 687), 011101? der jvtch'ttgsten Denkmäler der Papstgeschicbte, 1110111106 nament11ch zur "Krtt1k dks sogenannten 1111181- ])011t11108118, jenes umfassenden Werks 1111er Leben und Thaten der älteren Päpste, bedeutende Hülf§m1ttel 5011111101. "Der Verfasser untcrsucht darin noch einmal und cingcbkndkr als fruher die Verschiedenen Anficbten Über Entstehung und Charakter des Kataloas. Dann bespricht I. 11011 Pflugk - Parttung mebrcre gefälschte Bullen in Monte Cassmo, 'La Cava und

onantola, und untersucht Walthe_r_ Sch111§130 „dre Frage: _011

obannes von Gorze ein historncbcr Sch11ftstcüer geweécn. IVbannes von Gorze war einer der bcrv0rragcnd11en Vertreter der

[vstcrreform die im 10. Jahrhundert 111 rcrscbtedenkn'Gegcndkn glekchzcitig stattfand. Besonders bekannt aber 1st er durch sewe kuxtur- Jeschkchtlich so sehr lehrreiche Reise, die er als Gesandtxr 3311017 1. an den H0f Abderrbamans 111. gc1nacht bat. _ Gcsck)kck1[1ch YUÖUJW freilich ist sein bedcuxcnder Antbeil an der Reform der lothrmgiscbcn Klöster. Ncucrdings hat man nun nachzuwexsen'vcrsunckot, „daß 01 auch als Historiker fich betbäjigt habe; Perl,), 1101111101) halt 15:1 fur den Vkaaffer von folgendc-n 4 Werken: 001“ 111111011111 8811011 001- Jonii, der situ sowie der 111111101110. 811110010 (1101185111613

und endlich der sitz ()broäsgaugi. Walther Schulye kommt am Schluß seiner Untersuchung dieser Annahme zu dem Resultat, da? diksclbe unhaltbar sei. Er weist nach, daß das erstgenannte Wer 111111 einem Mönch aus (Horse um 965 verfaßt rst, daß das zweite und dr1ttc von demselben Johannes von S. Arnulf berstammen, der auch die 71111. .1011. (1013. verfaßte, und daß, sie im Jahre 963 geschrieben worden find; endlich daß“ d1e 17113. 01110118gar1 1 von einem Mönch aus Gorzc szcben 933-964 vkrfa t xvorden ist, der vieaeicht mit Jok1annes _von Gorze identisch ist, ohne daß dies jedoch bisher ficher nachgkwiewn werden könnte. _ In dem nächstfolgknden Beitrage macht S. Loewenfsld Glossen zu 8 Briefen aus der Zeit König Berengars, Welche von (821111111 und Porro Veröffentlicht und erläujert worden find, und daran reiht fich schlteleich rte Fort1chung des von O, Holder-nger anaefertigten Vcr- 1011111117103 dcr Handschriften in der Kömalickxen Bibliothek zu Munchen. _ In der Abtheilung .MiLcellen“ findet der Freund altdeutsOer Geschichtskunde skrner folgende kleinere Beitrage: Ueber cine Handschrift des Humbert, von Prof, Tbaner; Zur Kritik dkr Gesla Trevirorum von 1152_1196, von A. Schoop; Ueber cine Handschrift des Panthcon Goéfrids von Viterbo, vom StaatSarcbivar 131“. Sauer in Wiesbaden; Zu dem Epos „1111101118 UÜJUÜZ Lt- 1-80 118118.“ von Mar Manitius; Verse und Miniaturen aus einer Evangeliendandschrift des 10. Jahrhunderts der Cölner Dombibliothek (jexZ-„t in der Darmstadter Hofbibliotbek), von K. Lamprelbt; Aus Handschriften dcr Berlmer Bibliothek, von W. Wattenbach; (Fine Urkunde des Papstes 3011000115111. von 1204, Nov. 12, 0011 Franz Woxff; Zu d-“n alteren päpstlickoen Vleidullen, von P. Ewald; Zu den Mützchener Handschriften, von G; Waixx; Ueber einige Handscbrtften in Italien, 11011 H. Stmonsfcld; thizen, vom Pfarrer Dr. Falk in Momback). _ 110er den Fortgang der Herausgabe der 1100110181110. (3811111111188 1115101108 finden wir 111 den „Nachrichten“ am Schluß folgende Mit- theilungen : Von dcr Abtheilung „1400101015 8011001881011“ sind inzwischen als Band 171, 1 die Werke des Symmachus erschienen, hsrausgegebcn von Otto Seeck (der zrveite Halbband, die Werke des Avitus ent- bal1end, erfchic_x1 schon früher). Von den „801111101185 118111111 11810- 7111111011111111“ ijt'der erst? Theil des 1. Bandks ausgegeben worden, wklch0r die Frankengcschickyte des Gregor von Tours (axs ersten Band seiner W1_rke) enthält, herausgegeben von W. Arndt und Br. Krusch. Ferner erychicn der erste Halbband des 2. Tblils der „1708618 11811111 11181111 8.871“, bearbeitet 01111 E. Dümmler. Dann wird gemeldet,daß G. W113 die „71108 4118118111 8T ijbßkti“ in (1111311101 kritischer Bearbeitung, Welche nach der bereits 1829 ersch10nenen AuSaabc Von Dahlmany nötbia war, als Schulausgabe bat erscheinen lassen und damit die1e wichtigen und schwer zugäwglil-ch Denkmäler der nor- dischen Geschichte leicht benußbar gemacht hat. Von den „Geschichts- schr€ikern der deutschen Vorzeit“ smd die „Quellen zur Geschichte Ludwias des Bayern“ von W. Friedensburg (enthaltend die Chronik des Mönchs von Fürstenfcld, die Chumik von den Herzögen 11011 Bayern und. das Leben Ludwimß 117.) sowie die Kaiser- und Papstgcsck;1chte von Heinrich dem Tauben von G. Grandaur publi- zirt worden. Glcichzeitig ist die erste Lisfcrung einer neuen 521116011110 erschienen, welche in chronologijckxer Folge fortgcsktxt werden 11111; dM Anfang machen die Römerkriege von Horkel, 11101101 jedoch, dem Plane dcr ganzen Sammlung cntsprcchénd, jetzt nur die béFÜJ" 11111111 Stcllcn ohne den aquührlicden Nrdindcnden und erläuéernden Text Wiedcrbqlt Werden. Die Kaiserurkundün in Abbildunaen smd [118 zur 6. 8117110110 11or§cschrittem Welche 30 Urkunden auf 2“) Tafeln 01115011; 51810le bringt noch 2 Urkunden Hsinrichs 11., 7 von Lo- thar 111, 521111101101 von Schum, 16 0011 Friedrich 11., Heinrich 711. 11111) Konrad 17, von Philippi durchgesehen, und den Rest 0011 11011111, Wenzel. Narrecht und Sigmund. Von dcr neuen 911169052 dcr 118Z8818 koutiücum Zomavorum wurde das 5. Hkst, bearbeitet von S. Loervcnkkld, vcrsandt; daffklbe 101151 bis zum Tode Alex0ndkrs 11. _ Die Crntral-Direktion dcr 1100011181118. 8811111111108 1101 1151101111610 den Tagen vom 2. bis 4. April hisr in Berlin ihre jähr- ltchc Plknar119110111m111110 0119051111011. Antvcsend Waren: Prof. Dümmler (1113 HaUc', «150111101 111011) Prof.ronG10sek)r1-cht aus München. Prof. Hegel „aus Erlangkn. Hofrath Prof. Eickel aus Wien und die biefigcn M1tg'lrcder Pxof. Mommson, Prof. Wattenback) und der Vorfiyendc G0501mc Reg1er1mgs-Ratb Waitz. An die Stelle des Vor [äußerer Ze1t 0011101111000 Prof. Ni3sch 11165112 die Versamm1111g den Prof. Wcizsacker. Die von den Leitern der einzclnen Abthxikungen _ «statteten Berichte sorrohl über die voll- endech 11110 uber die im Druck oder in der Vorbereitung bc- findltclykn 211601th waren im Allgemeinen nur erfreulicher Art. Aus- gsgcden wurden im Laufe des 10131111 Jabrcs von der Abtheilung 1411010188 11111qu18811111: ]) 10111. s.. [1818 2: 1). Uagvi 1111801111 0111150010. kCS. C. Schknkl; 2) “10111. 171, 118181: (72.141116111 8510111180111 01188 5011815111113. 80. O. Secck; 3) 10111. sl., [18.18 2: 14101m1801110111371ß1 1718011811518 811180ij 011818 01188 8111181811111: 180. R. Peipcr; 11011 der Abthsilung 801111101881 4) 8011010185 18111111 U8107111Z'1081'U111 101111, 111118 1 (auch unter 112111 Tikelr (1118110111 1010118115318 0pé1'8. 601081111113 W. Arndt 813 Br.Kru1ch, ])81'8 ]. 1118101113. 1718110010111), 5) 10111. 1117. der Außgabe 111 Folio; 6)" 17118 805110111 811101018 111111118110. 41081111 17118. 111111118111. KSG. G. W018; von dcr Abtheilung 118g85: 7) 101117, 11150. 2. der Folioausgabé, und daraus abgkdruckt: 8) 11811 ZWUUÜÜ 81 11811 11'181100r11111 (1118111870100) 811. R. Sobm; 9) 011111- 1018118. 18Z11111 8181100111111 (1811110 Säjäic A,Boretius. '1'0111.1.. [18.18 1308181101; von dsr Abtheilung 4011011118188: 10) 11) 9081.88 11811111 11871 (381011111 180. Ern. Dümmler. 10111. 11., 1,1815 1. 2; 0011 dem „Neurn Archiv der GcscÜschaff für 011010 dsutsche Gesckxichtskunde“: 12. Band 1x. in 3 Heften. Das von Prof. Wattenbacb redigirte .Ncue Archiv“ fährt sort, 1105111 größcrcnfkrrtischen Untersurhungcn, Nachrichten über Handschriften zu gehen, ser es aus gedruckten Katalogen, sei es nach Arbeiten in den Btblwtheken oder über solche, die hirrber gesandt wordkn sind. Wie (1112 1515110158101 Deutskdlands 11110 Oesterrsich, so Haben auch mebrkre des 5211181011005 dazu 5011111019101? dix“. Hand 5011111011, der 1115101011 11011111 die Pariscr NationaWidliothck, dann die 11011 Ein- sndcln 11110 St. (Gallen und die Kantonsbibliojbck in 31111011; (11111- 1101101? Förderung 0061: haben sick) auch die Ardcitcn zu erfreuen, wclckee 111 HaUe, Wien 1111!) anderswo gemacht Werden, und so gelingt es, 011110 zu große Kosten, das umfaffende naiionale Unternehmen weiter- zufubren.

_ Jn derAprilnmnmrr des „Anzeigers des Germanischen Nattonalmuseums“ wird die Beschreibung der Sammlungen mit der Adtheilung (ck, Nr. 5, der, Plastik, fortgescxzt. Auch diesem Absckpnitt tft eine Reihe vortrefflrcder Holzschnittabbildunzcn eingr- gedruckt, und zWar nach den Gipsabgüffen des Thronseffcls aus dem Ka1serbausetn_G081ar, von z1vci schönen Figuren an der goldenen ?pforxe in Fre1derg, Von einer Brunnenfigur suf plastisch reich ge- chmucktem Postament mit Delphinen und Amorcn, von dem (Grabmal 006 Matthias Enfinger im Münster in Ulm, von einem Elfenbein- schni§werk, darstellsnd die Marien am Grabe. dcm Sikgel der Stadt Kons anz und einer scijönen MedaiÜe auf die Vsrmäblung Herzog AlberZZ von Preußen. _ Die Chronik des Museums meldet, das; Se. Majextat dcr König Albert von Sachsen den seit dem Regierungsantritt von drei zu drei Jahren 111111illigten Beitrag auf das Triennium 1884_1886 neu gewährt hat. Die Herren und Grafen von dcr Recke haben eine Stiftuna im Betraac von 1400 816 gemacht. Die Samm- lungen und die Bibliothek haben durcb Geschenke und Ankäufe 11101111101th111110ch6 erhalten: Hr. Y. Kling in Darmstadt bat eine betrachtltche Anzahl von (5311130101111111 größcrer und kleinerer Kunst- Mrke 9116 5210111011, Trier und anderen Orten (im Ganzen 11 Kixtcn) dem Musexxm zum GLscke11k gemacht, darko 111010170 111011050 schmerzlich 11110f1111dc11e Lücke ausgefüllt Wurde. Dre Bsrliner Pflegschaft des Muxcurns hat die bei ihr im Jahre 1883 eingeaangcncn Gelder 311111 Ankauf eines sehr interessanten, cmailUrten Handwaschbeckcns bcstimmt,_kas seitBeginn dcr Verhand- 1110g0n über die]e Stiftung fick) im Maxeum befindet, und die 1884 bei tbr cxngehenden Gclder bat fie dazu bestimmt, einen sebr schönen (Cöltztsckxen StoücnsÖrar-k 311 111111111011, Welcher jeßt auch bereits im Mustum 011fgestellt ist. Auch die Pharmazeutische Stiftung hatte sich Meder einer beträch111chen Anzahl von Geschenken zu erfreuen, die,

der Jntereffentey gebracht worden sind. Aus dem VeWaltungSausscbu des Museums ist der Kommandant des hiesigen Zeughaufes, Obert Jfing, auf seinen W'unsch außgeschieden. _ Der dem Heft beiliegende Bogen1-7 der .Mtttbe11ungen aus dem Germanischen National- mqseuuz 111th1 mehrere tllustrirte Beiträ e von dem Direktor Effen- xvetn: uber et„nen Ersenbut des 13, Jathunderts (mit Miniaturen); uber 311361 hochst tntereffanie Gescbüßé aus dem 15.Zabrbundert, welcbe em ungenannter Freund des Museums bei einem_ Antiquar in Florenz gekauft u_nd der „Anstalt geschenkt hat: eine Kammerbüchse und eine Gabr1buchse (Mk sorgfältigen Abbildungen), und über einen 011011 Holzschn1tt aus „dem 1486 in Augsburg gedruckten 11011118 8110118118, „darstegend emen haufirenden Rötelhändler. Ein weitkrer Yrttkel schtldert 111 "Wort und Bild eine seit Kurzem dem Museum ubereignete, alte hochst merkWUrdige Räderubr aus dem Anfang des 15. JabrIlZunx-Trtks. t d

__ u ia ionen es Börsenvereins der deut chen Buchbandler. Neue olge. Archiv für Geschichtes des deutschen Buchbande s., HerauSgegeben von der historischen Kymxmsfion dks Börsenverems der deutschen Buchhändler. 111. Letpz1a, Verlgg des Börsenvereins der “deutschen Buchhändler. 1884. _ Wte schon dlc 8_vorhergebenden Stücke, die wir früher eingehend be- sYrocben, so'entbglt auck) daJuns vorliegende 9. Stück interessante, theils langere, tbe11s Yurzer8 AufjatZe. EH beginnt mit einem Bericht Friedr. Kapps an dte Komm1sfion über ein Werk, das er noch im Laufe d1eses Jahres zu vollenden hofft. Daffelbe wird, d'ée Geschichte des Bychhandels betreffeyd, von dem ersten Handel mit gedruckten Bucbxrn syxvie von dextz Handel mit Handschriften, sodann von dem buchband1er11chen Geschast (Druck, Verlag, Preise, Vertrieb), von dem Einfluß des HumantSmus und der Reformation auf den Buchandel, dze Steüung dkr Reichsstände und der Reichsregierung zu ihm, dre Bedeutung und Steklung der Buchbänchmeffen und die Mcßkataloxxe, endltch 11011 dem Aeußern des Buches handeln. _ Auf dtescn Berndt folgt, „Em, Meßregiséér Siegmund FLVLrabends aus 1811) Jahre 1565, m1tgetbctkt von Heinr. Pallmann“. Dieses „Meß- xegrster', Welches Wortgetreu zum Abdruck gkbracht wird, ist" das älteste uns erhalten gebliebene Handlungskuckp aus der Vlütbezeit des Frankfurter Buchhapdels und für die Geschichte des Buchhandels Von Werth. _ (8111 Wetterer _ayéführlicber Aufsatz von Alkor. Kirchhoff, der schoxt tn fruheren verjckotedenen Beiträgen zu dem Archiv auf den x1genact1gen (Charakter der Preßpolizei der ältesten Zeit hingewiesen, 1anesondere 11114 Bande des Archivs eine Geschichte der Kaiserl. Bucher-Koxanon zu Frankfurt a. M. geliefert, beschäftigt fick hier 111 emem l'angeren Aufsatze mit der Kur,“. Fächfischen Bücber-Kommis- fion zu Letpztg und 019111 eine Darstellung ihrer geschichtlichen Ent- wickelung 1115 zum Abschluß ihrer Organisation. . Herm. Meyer, der bereits rm 5. Stücke dcs Archivs die geschichtlichen Verhältnisse des dcutsckZc-n Buchhandels im, 18. Jahrh. erörtert, bringt im vorstehenden 963111018 1n1ereffante .M1ttheilungen zur inneren Gesckichte des deut- schxn Buchhandenls von 1811-1848“ und zwar in Betreff der ge- fchgftltchen Zustande uxzd Einrichtungen desscibcn. Da der bezeichnete 361111111111 absr 1011011 1111 2. Bde. dcsArchivs von Ed. Berger mit behandelt Worden 117, so l'esgbränkt fich der Verfasser des vorstehenden AufsathH darauf, hier Erganzungen zu Bergers Arbeit aus meist dandschrrftlrckyen, von Berger nicbt bemwten OueÜen zu liefern. _ Auf dtese, so elxen verzcrchneten längercn ufsäße folgen „MiZcellen', d. b,. mehxere kurzerc Mittheilungen, so des Erzbischofs Berthold von Mgtnz altestes Censuredikt 0. I. 1485, mitgetheilt von Hetnr. PaUmann; ferner (“ine Notiz des Augsburgkr Blub- druckers Ratdolt über seinen Vertrag mit dem Buchbinder Marx MiUer 11. J. 1514, n011st Bemerkungen hicrzu von Albr. Kirch- boFf; sodanzt cm von “111111. Kirchhoff aus dsr ,Policed-Ordnung des Furstcn W1lbclms Herßogkn zu Gülilb, Ess»? und Berg. Düssel- d01s. 1608. (Edict 11. J. 1554. S. 6)“ angeführtcr Abschnitt, 1111111161 auf _dte fruhere Preßpolizei in klcinen Amtsaebisten Dcutsch- lands ein Lcchx wirft. Ebenderselbe theilt auch 2 Eingaben Moritz Pörnexs an dxe 1111102111161 und den R01!) von Leipzig 0. J. 1633, sowck den Xejcheid derselben 0. J 1634 mit. Ein Aufsay von F. Herm. Meyer endlich betrifft „Zwei verschiedene Ausgaben eines Meßkatakogs'.

gleich den früheren, in der Pharmazeutischen Zeitung zur Kenntniß

Veterinärwesen.

Der Königlich uygarische Handels-Ministér hat durch Erlaß 1111111 13.d.M.b111sichtlicb der Spcrrmaßregeln an der ruman11chen Grenze (112131. „R.-An3.“ Nr. 242 vom 15. Oktober 1883 Folgendes dcstimmt:

„Nachdem in Rumänien die Viebskucbe erloschen und nach den eingelaygxen. amtlichen Bcricbtrn das dortige Gebiet voUständig seuchensret tft, bewillige 1111 unter Außcrkraftscßung meiner Verord- nung Z. 44. 940 vom 7. Oktobsr 1». J., hinfichtlich des Grenzver- kehrs folgende Erleichterungen:

]) Aus Runxänicn herstammende tbieriskhe Rohprodukte und andere scuchenkmpZängkiche nggnstände können unter Veobackytung des im §. 12 G. .l. 2111 1874 festgestellten Verfahrens anstandslos eingefüH-t Weri'n.

2) Eingeführt können fernéx 01105 111210211 Schafe und Ziegen, in dcr 1111_§. 11 des bezogenen (551111505 dcstimmten Weise, nach 24st1'111- diger Kontumaz.

3) In Hinficbt der Ein- oder Durchfuhr von Hornvieb bleibt indessen dic ,st1enge Grenzspcrre auf (Grund des G. A. 11711171 1880 aucbéernerhm aufr1cht, und ist sonack,» Hornviek) bedingungslos zurück- z11111c1 en.

4) Bezüglich des Desinfektionsvcrfabrcns Haben Sie fich an meine Varokdnuna Z 7814 vom Jahre 1882 und 1111 der Einfuhr 11011 Hadern und 1111gewa1chener Wolle an meine Verordnungen Z. 20 690, 36 370_und 42 686 vom Jahre 1882 zu halten. Wovon ich Sie kxhufs Kenntnißnahmc' und genausr Danacbacbtung verständige und Ole zaglxicd anwkije, über den Empfang dieser meiner Verord- nung sofort 510501 zu 110111111811."

Budapest, 13. April 1884. Graf S38ch8nyi 111. p.

GeWerbe und Handel.

3110111 dcn ' statistisckyen Ermittelungen des Vereins dct1t1ckcr E11en-' und Stablindustrieller (solief sich die thctscnpryduktton dos Deutschen Reichs (einschließlich Luxcmburgs) 1111 Monat März 1884 auf 304 900 c, darunter 175770 1: Puddelrobeisen, 10 516 1 Spiegeleisen, 38 943 Q Bc1emer- roheisen, 40 845 1: Tbmnaswbcisen und 35726 t; Gießerciro eisen. Die ProdukZion im März 1883 5211115 285 536 t.. Vom 1.Januar 1116 31. Marz 1884 Wurden produzirt 858 337 1 gegen 833 751 t. im Vorjahr.

_ In der ordentlichen Generalversammlung der Aktionäre der, Preuß11chen Central-Bodenkredit -Aktiengesc[lschaft vom 24. d. M.. tft nach den Anträgen der Direktion die Genehmi- gxma der Rechnungen uyd der Bilanz pro 1883 besch10ffen, danach d1e Dwrdende pro 1883 auf 8Z9/9 auf das eingezahlte Grundkapital fcstgesteüt und der Direktion Decbmgc crtHeilt worden.

' Wien, 25.210111. (W. T. V.) Die „Presse“ bestätigt. daß d1e Vcrbandlungsn Wegen Verstaatlichung der Pilscn-Prie- scncr Bahn gestern abgcscbloffen worden find. Leyterc eröält eine Gesammt-Jahrcsrente von 800000 Fl, von Welcher die planmäßige 2101011181003 103 Aktienkapitals binnen 79 Jahren zu bestreiten ist. Die Prioritäten erster Emission erhalten 4111050111111? Silbertitres.

Antwerpen, 24. Avril. (W. T. B.) Wollauktion. 1965 B. BuenoI-Ayrcs-Woücn angeboten, davon 1301 B. Verkauft, Preise 1111vc1ändcrt.

London, 21.210111. (210,1. Corr.) Dre axlgcmcine Ge- schäftslage in England ist traurrg. Fzst 11118 Industriezweige liegen darnicder, und Tausende von Arbcttern Und ohne Bkscbäft'tgung. Am mristc'n leiden wohl die SÖiffsbauec, von denen in Nord- und SouW-Sbields etwa 15 000, a11_ _dcr TW? 10000 und in Sunderland eine gleiche Anzahl ohne Bescbnfngung smd; auxb an der Clyde Yad dic Schiffswerften sämmtlich leer. Zahlre1che E1fenwerke steHZn e en-