1905 / 46 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 22 Feb 1905 18:00:01 GMT) scan diff

Entwickelung. Der von der Stadt vorgelegte Plan, der Ent- festigung sei eine geeignete Grundlage, um daraufhin weiter verhandeln zu können. Das; dieses bald geichxhe,.ser de_r Wille Seiner Majestät. Die Bahn sei also'.fr“e1. Damit gehe

Königsberg einer neuen großen Entwickalung entgegen, "„eine **

Stadt, die eine feste Burg des Deutschtu_ms an der Grenze des Deutschen Reiches sein und bleiben muffe.

Braunschweig.

Die bxau11schweiqische Landkssynode beschloß, rpie hie „Braunschwcigische LandeSzeituna“ meldet, heute enistimm1g, die Regierung zu ersuchen, im undeSxate durch ihre VW treter die beiden braunschweigischen Stimmen gegen den sogenannten Toleranzantrag des Zentrums geltend

zu mach 811. Deutsche Kolonien.

Nach einer Meldung des Generalleutnants von_Troik)_a aus Windhuk in Deutsch - Südwestafrika tft, wre „W. T. B.“ berichtc-t, die zweite Kompagnie des Feld- regimcnts Nr. 1 nach Geityabis zur Aufklxirung vorgegangen, wo am 13. Februar die Telcgraphenstation von xtner Hottcnwitenbandc angegriffen worden war. Nach ihrer Rückkshr soil am 21. Februar ein Detachement upter Haupt- mann von mehl, bestehend aus dcr 2. Kompagme des Feld- regimmtts 5.1 r. 1, dcr 10. Kompagnie des Fsldreglments Nr. 2 und der Halbbattérie Stahlmann, von Gibson dcn ?Udup auf- wärts marschierén, um Nordbethanixrbanden, 9er An- weskfnhsit östlich von Maltahöhe fejtgejteUi wordkn Ut, umzu- gret en. Wie» dcm genanntanureau aus Wilhelmshavcn gemeldet wird, ksbrt das Marincexpedilionskorps schon im Monat März aus Südwestafrika in die Heimat zurück, und war in zwci Staffeln, Diecrsts Staffsl,bejtcl)end aus der dritten uri der visrtcn K0111pagnio,chi Dritteln der Maschincnkanonexiabicilung und der kmlben Sanitätskolonm', im ganzen uns 8 Offtzxsrexi, 4Porteiisexmtcroffizikren und 2813Mann, tritt am 5._ März dre Heimreise in Swakopmund an. Die zweite Staffel, bestehend aus dem Stabo, der 1. und der 2. Kompagnie, dem Reste der Maschinenkanonenabteilung und de'r Hälfte der Satxitätskolonne in Stärke von 10 Offiziersn, 5 Portopeeunterofstziéren und 176 Mann, wird am 20. März die Heimreise in Swakopmund antreten.

Oesterreich-Ungarn.

Das österreichische Abgeordnetenhaus beJFann gestern die zweite Lesupg der Rekrutenyyrlage. Der Abg. resl erkläxte, wia? „W. T. V.“ meldet, solange dem _tschrcht1chen Volk seine RÜTÜTUÖLU chhte nicbt gsgsbenwürden, müne 83 die Armee als eine ikm feindliche betrachten, deren Diensten es gegebenen Fails entsagen und denn Kommandanten es ewentUSÜ den Geborsam 'VLrWZTJan werds. Der Abg. Marchet glaubte, daß die wrrtschanltck)? Trennung des Reiches Line Teilung der Armee zur Folge habßn werde. Durch die Ungarn gewährten Konzesfionen böte dre Arms? auf, eine gmneinsame Institution zu sein. Dag Parlament Mike dkn Ministerpräfidxntex nachkrücklich bei , der Vor- ksrsitung (iner etwaigen wirjscbanlicben Trcxxnuna unterßüßW._ Doch würde er, Nednrr. in dEr wirtschasiiichen leixrung kerne Starkung crblickcn. Ter Abg. Tscban (freier AUdeutycber) bcgntragte_dte Rskrutcnvvrlags zurückzustkllen bis zur Regelung dkr Mischen _betden R8ich§bäift€n schw2benken militärischen Fragen. Er betontk, dax; durch die Annahme des Ti8zaschen Militärprogramms die Ei __ _ Armxe nur mehr äußerlich bestehe. _ ' ' ,';5“ ,

Der Aba. Julius Justb (Koffutb-Partei) ist als, Kaub. fck Vereinigten Opposition gegenüber Bela Talltan xlzhere " artet) mit einer Majyriiät von 62 Stimmen zum Prajxdenten des ungarisckpen Unterbauses gewählt worden. Zu Vizévräsidxnten wurden Franz Volgar (Diyfident) und Stefan Rakovsjiy (Volksvartsi) gewählt. _ Ter neugewählte Präsident des Unterbames JuliUI Jasxb sagt:: in iciner AntrittSrch, das; er wohl Mitglied der Kkffutb-Partei ssi, daf; Lr fich aber in seiner MUUUÖM Wirkiamkeir'uickpt vrn Gcfickt§vunktsn der Partéivolitik [kiten laffsn werde. DSS wette'ren erklärte er, das; er den am 18. November unter Außerackßtlas'sung der Form zustande gekommenen B:!“cbluß bkzüglicb dcr Hausordnung nicht ai-Z kinköUD micrkknnc.

Großbritannien und Irland.

DIZ [intérbaus ssste gestärkt, wie „W. T. B.“ meldet, die Beratung übZr den Unterantrag Rekmond§_ zur Adresse, in dcm ki? Vsrwaltung Jrlcmds getadelt wird, ;ort. Dic Debaite beicbäftigte s1ch hauptsächlich mit der Frage, wckl_che Haltung der Visk- könig von Irland Lord Dudlsy, kék Chenskcetär für Irland WM 5 bam und der Unrersfaatssekretär Sir Ant b onv Mc. D (* nnell E,?ZLUÜÖSL dem vwn Lord Dunraven einaeleitetsn Reform- Vrvjxk: für Jriand singknomMn hätten. Die irischen Unionisten griffén Mc. Donnell heftig an. Sir Henry Campbell- Bannerman trat für kön Antrag Redmonds ein und sagte, die Vsrwailang Von Irland babe nicht die _Svmpatbie Und Zgstimmnng der Bevölkerung und Irland bab? Anvpruch auf eine OMA“? Vcr-

waitung, _diZ Von _ker vaölkerung kontrolliert werds; 'Dkk Premisrmmistsr Balfour führte aus, Es gebé aiFenxckye'mltcb aus den Crklarungcn Sir cnry Campbcli -5 annertnans

und anderer wäbrend der Beratung SWN, dar“; die Home Rule-Ve- wegung noob 11icht wt, sonyern noch eine lebendige und brennende Frage sei; er wende fich (1110 an dxe Unionisten mit der Aufforderung, aÜa Fransn untergeordneter Ari beiseite zu lassen( und nicht mit klkinkn Straitfragcn die unionisti1che Sache zu schädigen. Schließlich wurde dkr Antrag mit 286 gegen 235 Stimmen abgelehnt.

Frankreich.

Der gestern tm Elysée abgehaltene Ministrrrat be- schloß, wie „W. T. V.““xrfährt, m dex Depntisrtcnkammer zu beantragen, daß das Militärgcse'ß glctck)_nach der Erledigung des Budgets zur Bcratun gelange. Die Regierung ist der Ansicht, daß es im Inter? c des prompten Inkrafttreten?» des (Jesoizcs 11659, das; die Kammer die vom Senat angenommene Faffnng ge'nehimgc.

Die Deputiertenkammer se te gestern die Beratung des Marinebudgets fort. Der Veri terstatter Bos erklärte; bin- sichslich ch Baues und der Armierung der Schiffe babe Deut!chl_and unter Auiwendung dxr gleichen Kosten und in dem1elben Zeitraum de_nere Resultat? erzielt als Frankreich. Der Munitionsvorrat rer franzöfi1chen Marine fei ungenügetzd nnd wüxdx z. B. beim Mittelmeergefchwader in zwei Stunden aurgehcauckzt 16111. Auch die Koblenrorräte seien ungeUügenk. (Fr tügkx ixrner die Verzögerung im Bau neuer Schiffe und svrach von k€m_ Erfolge, dem das_ deutsche Marinevrogramm ge- habt habe. Man )cllie, wie in Deutycbland, den Torpedobooten won gcrinzkrem Tcnnengekalk den Vorzug geben. Der Teputierte, Oberst- lsutnant Rousset wie's darauf bin, das; fi!) diegroßen Totpedo-

boote im fxrnen Osten nicht bewährt hätten. Bos sei der Meinung, daß Frankreich skb nicht mehr mit dem Marineprogrxmm von 190) begnügen könne, es bedürfe

einer mächtigen Flotte, um den Frieden ausrecbt erhalten zu können. Ziffernmäßige Anzabkn über die dafür nötigen Außgaben habe der Berichterstatter jedoch nicbt eibracht. Ter Deputierte Messimy machte einige Bemerkun en bezüglich der Zusammense ung der Flotte und erkiärte, rankreicb" könne jährlich nit mehr (1113 drei Der Teputierte Admiral Bienalmé

Panzer bauen.

sagte, das Programm vom Jahre 1900 sei nicht befolgt worden, es müsse deshalb ein neues auf estellt werden, das die Aus.- DewRedneygtiff den,

-

be " ., 1) ins einzekufte “fest ege. _ * FH:; TUÜFÄMFUKL Zexgn'heftig an, der die-Aitgebérei in dm ra

ei

„rknx,ei““esN_brx, e _, i"' ordnung und die Geseßewerleßt,

' e ““ NYM,“ Disüplin osigkeit in der Marine und das Politiktrei en unter, den Offizieren eingeführt babe. Er hoffe, daß der, jetzige Minister Thoms on die be angenen Fehler wieder gut machen werde. Seinen Abschixd ba e er, Redner, genommen, weil er bei der Niederlage Frankreich eine hervorragende RoUe nicbt babe spielen wollen, und er hoffe, daß Thomson den Opfern seines Vorgängers Genugtuung Werde zuteil werden lassen. Hierauf wurde die Sitzung geschlossen.,

Der- sozialistische Deputterte Nouanet bat _ eine Inter- pellation über die yon den Kylonialbeazuten beruhten Gfreuek- taten i-n Französisch-Conqy guaekündtgx. Der Deputterte Le Lérisfé' veröffentlicht eine Rethe;Schriftstucke, die zum größten

eil die' Richtigkeit der in den Blattern gemeldeten Grausamkeiten

beweisen.

Die Heereskommission der Kammer hat, dem ,W-T.B.“ zufolge, beschlossen, den schon vom Senat angenommenen Militär- geseßentwurf en bloc zu genehmigen.

Rußland.

Der Großfürst Vauxist estern, wie dem „W. T. B.“ gemeldet wird, in Zarsko1e S elo'aanckommerx.

In der gestrigen Sißung des Mini terkomttees wurde mitgeteilt, daß der Kais er auf Antrag der Synode die Befreiung von 7 Personen aus_ Klosterkerkern ge- stattet habe. Hierauf ging das Komitee zur Besprechung des Sektenwefens über, behandelte 'die Lage der alt-

läubi en (Geistlichen, erörterte sodann die Frage, betxeffend Lie Égrteilun der Erlaubxiis zur Führung _ des Panqren- titels, zur erricbtung privater und ,off'entltcbcr krrcbitcLer Handlungen, zur Erteilung von Religionsixnxerrichi an Km er von Sckticrern und zur Führung der Zimlftandsbüxher unter behördlicher Kontrolle. . erncr erörterte dqs Minijterkomitee die Frage, ob es zuläsfig sei, den _Altgläubtgen zu_ gestatten, eigene Sckmlen zu eröffnen, Druck1christen zu veroffentlichen und Mischehen einzugehen. '

Ueber die Ausstandsbervegung smd dem „W. T. B.“ folgende Mitteilungen zugegangen:

Zn Moskau find die Angestellten der Moskau: Kicm-WoronescH-C'isenbahn gestern in den Ausstand ge- treten. Es gehen daher auf dieser _Bahn von Moskau keine Züge, auch in die Annahme und Auslteferung von Gütern und

Späck eingestellt. _JnW a r s ck) a uxvuxde gestern dßr Lederhändler Zwiebel in seinem Hause von Üdischen Arbeitern ermordet. Auf den Direktor einer Spißenfa rik Körner wurde, _als er von einer Bssprecbung mit den Arbeitxern zuriickkehrte, ein Mord- versuch gemacht, der mißlang. _ Dre Fabriken in Lod“z_k)aben bsgonnen, neue Arbeiter zu den alten edingungen einJuxtellerx. Ueber eine Beendigung des Außstandes in den Metallfa riken iyt noch keine Entscheidung gxtroften worden, da die Forderungen der Arbeiter übertrieben smd. Die Arbeiter find bxreits in dsr vierten Woche ausständig. _ Die Zahl der Ausxtändigen in Liban ist bis zur Hälfte der gesamten Arbeiterzahl an- q€machscn und beträgt zur eit 5500. Bisher sind keine Ruhe- störungen vorgekommen._ ie Arbeiter in den Kronshrannttvein- niederlagen und in den Druckereien zu Charkow smd in Aus- stand getreten. _ !Jn Kaluga is? ein Teil der Arbeiter in den Werkstätten der Eisenbahn Snyan_ng,jmci vorgeste_rn nichl zur Arbeit gekommen. „DYaQrdnung tt mcht eftort worden. _ In Rostow hm * toilwetser'Ausstan der Arbeiter der Wladikawkasbabn begonnen. _ In N0vo:Radomsk ist gestern ein allgemeiner Arbeiter- ausstand auMebrochcn. Die Arbeiter verlangen Lohn: erhöhung. _ Der Generalausstand ist gestern „in Suchum:Ka [ e (Gouvernement Katais) ausgebrochen. Infolge: der Drohungen der Agitawren wurden die Geschäfte efchl0ssen. Sowyhl Fuhrleute wie Bootsführer fehlen. _Au? den Straßen sm_d cine Mcnge Arbeitsloser. UeberaU sieht man Militär. Dre Führer der Arbeiter versprechen baldige Beilegung des Aus: stands. _ Tic Verkäufc'r in den “Laden cschäften von Jekaterinoslaw find gestern in den Ausstan getreten. Der Gouverneur trug ihnen a_uf, ihre Forderungen durch ihre Vereinigung mitteilen zu lasen. Die Ausständigen verlangen zwölfstündige Arbeitözkit, SonntagsrxiZe, bestimmte Kündigungs- frist und Einführang ekner chcnsvxyst erung. _ Die Unruhen in Baku dauern fort Die gegemcitige Erbitterung steigert sich bis“ ziim äußersten. Dic Nute auf den Straßen faUen über; einander [)er. Visle Wurden getötet oder verwundet. Jn einze'lnen Stadtteilen wird geplündert. In einem Stadtviertel stehen die äuser in Flammen. Es herrscht allgemeine Panik. Auch in alakhanakh sind Unruhen aUSgebrocben. Die in Baku stehsnden Truppen sind unzureichend, um die Ordnung wieder hcrzusteUen.

Italien.

Die Minister Tedesco und Lunatti haben gestern, wie dem „W. T. B.“ berichtet wird, der Deputiertenkammer den Gefes- entwurf, betreffend den Betrieb der Eisenbahnen durch den Staat, zu eben losen., Der Geeßentwuxf gebt dahin, daß der Staat den Ästrieb der Linien des ' ittelmeer-, des Adriatiscben und des Sizilisckpen Re 65 übernehme, aus enommen den Betrieb der Linien, für die die Geseüs aft der Meridional ahnen die Konzesion erhalten hat. Das Vom Staate zu betreibende Eisenbabnneß umfaßtLin en Von inSgesamt 10 560 km Läuse, das Meridionalbabnneß 2050 km. :Die Ver- waltung des Staatsbabnnkyes soll selbständig sein und ein besonderes Budget erhalten. Besondere Maßnahmen würden eine Sicherbeit dafür geben, daß die neue Verwaltung politischen Schwankungen, ebmso einem Umschwung in den Finanzen cntzogen werde. Füx die Ablösung der Mittelmeergeseliscbaft, der Adriatischen und der Sizilianischen Eisxnbahngeseüfchaft ist ungefähr eine , halbe MiUiarde Lire vorgesehen“ ferner wird angenommen, daß der Staat innerhalb zehn Jahwn eine weitere halbe Milliarde xür die Instandhaltung des eigenen Reyes und für BetriebSmiffel aufwendcn werde. Diese erhebliche Auszabe im Betrage von über einer Milliarde soll aufgebracht werden, obne? auf die Auögabe einer Anleihe zurückzugreifen, wie es beveits der Mimster Luzzatti in seinem Finanzexposé vom 8. De ember angekündtgt battex * Die erforderlichen 3 perationen werde der Staat mit Hilfe der Hinterlegungskafie aus- führen. Der Gesetzentwurf verbessert insbesondere die wntscbaftliäße Lage dss Eisenbahnversonals und s afft zu ihren Gunsten 1) wählbare Syezia'sräte und einen enerairat des Personals,

ZZ ein cbligatoriscbes Schistgericbt- kbilkkt zu gleichen TMM Von'

ertretern der Verwaltung des staatl en Netzes und des erstmals- ferner cinem Staatsrat als räfidenten, einem Rat des h_ofcs u_nd einem Raides Rc nungsbofeö, die frei Von den bxtreffenden Körpcr1chaften gewählt werden; endlicka sind besondere Bestimmungen

für das Personal getroffen, um den regulären Dienst fortlaufend zu

sichern. , Türkei. Aus Monastir wird dem Wiener „Telegr.'Korrcsp.- Bureau“ gemeldei, daß am 19. d. M. 20 auf der Rückkehr nach Zovik befindliche Bauern, 21 km nordwestlich von

"und verbrannte ihn, als

affationsi'

Nakova, angeblich voxi einer bulgarischen Bande überfallen und „zwei vyy'ihnen getotet worden seien.

Rumänien.

_Bei den gestern in fünf Wahlkreisen durchgeführten Strchwahlen zur Deputiertenkammer im ersten Distriktswabxkollegzum wurden, nach Meldung des „W. T. B.“, funf regierungsfreundliche Kandidaten gewählt_

Serbien.

Das. „„Wiener Telegr.-Korresp.-Bureau“ meldet, der Fnanzmmrster Tr. Pgtschu habe heute eine Rcije nac!) _ ien, Berlin, und Paris, und zwar zunächst nach Wien, an-

*geireten, um Vorbesprechungen wegen einer Anleihe abzuhalten.

Schaeden mtv Nouveau.

In der gestrigen Sitzung des Stortbin wurde, nacb einer Meldung „des „W. T. B.“. aus Christian a, sine Spezial- kommifswn von 19 Mitgliedern gewählt, die die Aktenstücke, be. treffend die' Konsulatkberbandlungen, durchbexaten soll. Das Stortbing beschloß,_ seine Sikzungen bis Montag auSzuseßen, um der Kommipfion ett fur die KonsulatSverhandlungen zu geben, damit fie baldigst Beri t vorlegen könne.

Dänemark.

Der PrinLWaldemar begibt sich, wie „W. T. B.“ berichtet, am Sonntag nach Berlin, um das dänische Königshaus bei der Einweihung der neuen Domkirche zu vertreten.

Afien.

Ein Tslcgramm des Generals Kuropatkin vom 20. d. M. an den Kaiser lautet, dem „W. T. B.“ ufolge:

Die Japaner scßten ihren Angriff _ auf Tsin'kbe eng fort, wurden aber Von unserer AbteiluanUÉÜck-xzeworfen, di? am 19. d. M. Davindutbau befaßte. Am 18. d. M. Verbrannte eine Kosaken. patrouiüe in der Nähe des Do'rfesLicbagu, 10 Werft nordwestlich von Chagumin, ein feindliches Depot für Lebenömittel, nahm zwischen Lichagu und Cbagumin einen Proviantiransport weg fie yon drei Seiten vom Feinde ein- geschlossen war, worauf sie zu unseren Truppen durch die Berge zu- rückkebrte.

Die japanische Regierung hat, wie „W. T. B.“ er- fährt, den unverzüglichen Bau von 25 Torpedo boots- zerftörern angeordnet. iervon sollen 15 auf den Werften der_chgierung und die ubrigen auf Privatwerften gebaut wer en.

Dem „Daily Tele rapk)“ wird aus Tokio gemeldet, dort eingetroffenen Nachri ten zufolge befinde sich das Ge- schwader Kamimuras in der Nähe des Indischen "O Sans; man glaube deshalb, daß eine große Seeschlacht nu?)? bevorstehe,

Na einerMeldung der „Morning Post“ aus S cha nghai

if?! 1'1e1:_§t dmiralUchtomsky von dort nach San Francisco a geren . ' Ixus Tschifu meldet das „Reulersche Bureau“, die beiden daselbst verhafteten Chinesen sagten über die Ermordung der bsiden Marineattachézs Ritter Hentschel von Gilgen- heimb und de Cu'verville, wie folgt, aus:

Die Attachs hätten zusammen mit einem russischen Zivilisten eine mit fünf Chinesen bemannte Dschunke enommen. Als ße auf der öbe von Liaotischan- gewesen seien, ätten die Chinesen, die das erannaben eines-Stumes- befürchteten, darauf bestanden, nacb dex Taubxnbucht zurückzukehren, - die Reisenden hätten jedoch versucht, sie Er_Weiterfqhxt zu zwinFen. Darauf habe, -s1chx4ein Kampf entsponnen,

ei dem die drei Europ er über Bord geworfen worden seien. Die nf" Chinesen seien dann, da sie fich nach Port Arthur zurückzukebren ürcbteten, mit der Dschunke nach Liao-tschau-fu, nördlich Von schifu, gefahren.

Die an dxsr Mordtat schuldigen Chinesen seien durch Flüchtlinge aus Port ArthUr identifiziert worden, die seinerzeit die Dschunke für die Attachés gemietct hätten. Die Verhaftung der andsren drei in die Angelegenheit verwickelten Chinesen werde erwartet. ,

Parlamentarische Nachrichten.

Die Schlußbericbte über die Ystrigen Sißun en des Reichstags und des auses der bgeordneten efinden tick) in der Ersten und weiten Beilage.

_ In der heutigen (145) Sißung des Reichstags, welcher der Staatssekretär des Innern, Staatsminister Dr. Graf von Posadowsky-Wehner, .der Finanzminister reiherr von Rheinbaben, der _Minister für Landwirts aft :e, von Podbielski, der Minister für Handel mad ewerbe Möller, der Staatssekretär des AUSWärti cn Amts Dr. Freiherr von Richthofen und der Staats ekretär des ReiYsschaßamts Freiherr von Stengel beiwohnten, stand die 'ritte Beratung der ?Handelsvcrträge auf der TageSordnung. Da u la folgende, von dem Abgg. Blell (fr. Volksp.) 'und enOJsen beantragte Resolution 'vor_:

Den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, dahin zu wirken, daß dem Reichstag baldigst eine Novel]: sum Vereinson eseß Vom 1. Juli" 1869 vmgelegt werde, in welcher namentlixß folgende Punkte zeitgemäß geregelt werden:

“B Ut Haftung der Zollwerwaltung für Verschulden ihrer

' eam eu. -

2) Entscheidung der Beschwerden ükxer Anwendun ckck Zoll- tarifs durch eine richterliche Reichßzentraljtelle nach AnLömng von Sachverständigen. _“

3; Bindende Kraft amtlicher Auskünfte über Zolltarifmße. 4 Abstenzung der Haftung *zwischen der Eisenbahn und der

Zollwerwaltung für Verlust oder Beschädigung der Waren, die s1ch

m den yon der Eisenbahnverwaltung gestellten, für die zollamtltche

Jeßertigung und die einstweilige Niederlegung bestimmten Räumen

xm en.

5) Einheitliche Regelung des Veredelungsverkebrs.

6) Abänderun der Strafbestimmungen nach Maßgabe der all- emeinen RechtS:n?chauungen namentlich Beseitigung der Konfis- ation als Defraudationssn, e. '

In der vereini ten Generaldiskussion über die sämtlichen sieben Verträxöe erk; lt zunäkhst das Wort der

* Abg. Ose (Zenk): Wenn auch die Vertreter der süddeutscben Landwirtschaft und des süddeutschen Bauernstandes, schließlich den Ver- trägen zustimmen werden, so geschiebtes, weil wenig tens etwaß erreicht ist und die Landwirts ant dem Erreichten" zu jedem sem mu - Der neue Zolitarif i nicht mehr lediglich eme Schablone, er ii ein organischetlAufbau, 'der allerdings Un unsere'Zolldeamten'ganx außerordcutlicbxtböbte Anforderungen staut.» Es war peshalb durcb- ausberechtigt, wenn-disse Beamten: seit einem Jahre immer ftä_rka die F?rderun erhoben, in diesen Q aniSmus gründlich eingefuhrt und" e ngewéißi *zu werden. Leidex [; „man diesen Wuns nickt stattgegeben und fit!) dafür auf den Mangel an geeignqten Kr ften, und auf finanziese Bedenken berufen. ch'bekauere das sex. enn Mithermeye'r gegen das Zentrum und gegen Dr.Heim den vnvurf ob,

fie hätten im Punkte GetreidezöUe ibr-Wort nicht gehalten, so muß dieser Vorwm .an dasscbärfsie zurückgewiesen werden. Herr Mitter- meyer bat s ne Rede "vorgelesen, ohne zu berücksichtigen, was Dr. Hetm_ schon; porber- azxsgefübrt boite. zoll fur alle vier Getreidearten tatsächlich eingetreten, aber vom bayerischen Bauernbundbatqkeinet den Mund aufgejan. In Berlin' wollte man

doch von“ einem" Gersteon über 3 .“ überhaupt nichts wi en: stoß-

dem ist_ der 4-Markzoll „erreicht worden. Genügt ibm dese'e'niebt, dann mußte er fich unt seinen Vorwürfen an die bayeriskbe Regierung baZten, -dte dem :"3-Maxkzoll des Tarifennvurfs zugestimmt batte. DtLHNede des Herrn .Mtttxrmeyer-war lediglich juLWablzwecken 'zum Fenster hinauSgeredet. Wir *müffen natürlicö erwarten, daßseitens der Regierung alles geschieht, um Umgebungen “"des 4 M-Gersiezones zu verhindern. Wenn sich dre Herren Bauernbündler so sehr auf ihre Sachkunxe bingusspielen, so möchte ich ihnen entgegenbalten, daß ihre Fuhrer [xn _Landtage ein praktischer Arzt Und ein über- aus “wandlungsräbtger Zettungömann find. (Präsident Graf von Ballestremersuch dcn Redner, nach diesen Abschweifungen endlich zu-dem Tbemg der Handelsverträge zu koinmen' “Der Redner verläßt darauf dre Tribüne)

' Abg. M'olken'bubr (Soz.): Wir wissen ja, daß alles Reden nichts mehr btlft; dteBerträge werden angenommen werden. Sie find in unserm Augen ein nationales Unglück. Der Reichskanzker batvoneiner Ybnabme-dex Bevölkerung auf dem platten Lande gesvrocben, der auch durch diese Vertrage „entgegengewirkt w_etden :. Er hat aber nur das Prozeptverbaltms angefubrt; tatsachlich wo nen heute auf dem Lande mehr Menschen als vor 10 und 20 Jahren. Seine Argumentation würde nur dann verständlich sein, Wenn er auch für eine entsprechende Ver- mxbrung des platten Landes Sorge zu tragen übernäbme, oder aber es mußte die Zunahme der Bevolkerung verhindert werden, Wenn man nieint. dem „Deutschen _Retcbe Handelsverträge bieten zu können, die dre Jnyustrxe _und die *Arbeiterbevölkerung so schwer schädigen. Yuxch die Einfuhrung der Maschinen im landwirtschaftlickxen Betriebe ttt m der ganzen Betriebsweise eine radikale Veränderung eingetreten,

es hat eine Verschiebung zwischen der persönlichen und der maschinellen

Arbeitskraft“ staitgefunden, es hat eine Umwertung aller Werte stattxzefunoxn, die der Kanzler garnicht in Re(bnuna gestellt hat. Es zst Het dxr _Lankzwirtschaft ganz ebenso ein gewaltiger technischer Fortgcbxttt wre m emex großen Reibe don Industrien gemacht worden. * aturltcb, hat man nicht au? „großen staatSwirtschaftlicben Gesichts- punkten diese neue Handelspolitik eingeschlagen, sondern man hat ein- fach pen) Drucke der Agrarter nachgegeben. Der Inhalt der heute zu funktionierenden andelsvertragspolitik ist dem der früheren absolut entgeéengeseßt. _Dte moderne Schußzöllnerei beruht xunächst auf dem Wan ck72, eine bgbscbe Summe neuer indirekter Steuern für aUe mög- ltchen weltpolimcben und sonstigen Machtjwecke zur Verfügung zu haben. Der and_ere Zweck dieser Schußzöünerei ist die schon Von BiZmarck vrokiamierte ;“Zuzhtu'ncße yon MiUionären. Die Gcoßindustrielien, die sich jeßt zur grundlt ren Ausbeutung der arbeitenden Bevölkerung m Kartellen zusarpxnengetan haben, sind daher be reiflicherweise Freundx- dieser Politik., 1892 ging es, um _freie Babu ?ck“ die Groß- inxzustrte zu schaffen, mcbt anders, als dax; einige landwirtschaftlicbe Zolls abgebröckelt wurden. _Dieser Fehler soll jest gut gemacht werden. „Man schu_f_sich zuerst einen neuen autonomen Zoütarif mit unglaubitchen Zolimßen, . den man mit aUerlei Brimborium; mit dexn wrrtschaftltcben Beirat ,usw. schmackhaft zu machen mchte. J1t_ denn in dem_Vertrage wrrklicb mebr erzielt worden“,) Was mit _dtexexn großen Aunvand erreicht worden ist, konnte ein Geheimrat nz em paar Ta en oder in einer Woche erreichen. Wem nüyen diese Y_erträge et enilicb? Den Großgrundbefißern und dyn Groß- kapitaintem Ges ädtgt werden die kleinen Grundbesi er, die kleinen Jtzdustrielien, und vor „allen,! die Arbeiter durcb Kx::xteuerung der Leosyßmxttel. Die ep wird die Arbeitßgelegenbeit vermindert dadurch, daß xine game, etbe Von Industrien einfach von der Ausfuhr aqueschloffen_wtrd. „Man hätte sich bei der ganzen Frage kkar werden muffen, wo die gemeinsamen und wo die Sonderintereffen liesen. Die Inter? en de_r Köxnerbauern und der Viehzüchter sind doch verschieden, qu oll fur _dte Arbeiter auf dem Lande geschehen? Es wäre Pfltgbt der Re teru,ng gewesen, nach den Ursachen zu fragen, weshalb Tamende Von. rbxttern außwandern und sich der Industrie zurvenden. Der (Grund liegt in den_krankbaften Verhältnissen der Landwirtschaft, xn dem Bestehen der Geymdeordnung, der schlechten Bezahlung, in den 1chi€chten W_obnungsverbältniffe_n. Durch die HandelSverträkxe werden d1chxe Uebelstande noch Verschärft. Der Zastrom der rusficben Ar- beiter muß,?)ocb aucb schließlich aufböxen, wenn andere Zustände doxt playgretfen. Die, Abwanderung ist doch nur eine Folge der marchenbastexi Ungeschtcklichkeit der Regierenden. Heutzutage ist es allerdings em Sonntagsvaranügen der Regicrenden in Rußland, Tausende von Webrlosen, Frauen und Kinder, zusammenzuschießen.

Bei Schluß des Blattes spricht der Redner weiter.

_ Das Haus der Abgeordneten seßtein der heutigen (145.)S1ßunq, welcher der Minister der eistlichen, Unter- richts: und Medizinalan elegenheiten Dr, tudt bciwohnté, die zweite Bexatung des StaatshaushaltSetats für das Rechnungswkjr 1905 und zwar die allgemeine Besprechung de_ss Etats des Ministeriums der geistlichen, Unter- richts- und Mcdizmalangelegenheiten bei dem Titel „Gehalt des Ministers“ im Kapitel „Ministerium“ fort.

Abg. Dr. Glattfelter (Zenit): Wenn eine OrdenSnieder- [affung erfolgen soll, so e_rregx dies in 'der Presse eine künstliche AxxerZung' wenn d'agegen m „einer vorwregmd christlichen Gegend ein xudt Öer „Bankier . sicb mederläßt, so „ist davon nichts zu merken. Wenn man ntmmt, was man erreichen kann, so verzichtet mcxn damit nicht auf weitere Üorderungen, und das Zentrum hat seine Weiteren Forderungen in der icbtu weiterer AbrüstunF der“ Kultur- kamvfgeseßgebuna immer, wieder erbo en. Der Minister bat eine Er- letchterung der OxdenSntederlasungen versprochen und auth im Ver- waltun Swege manches getan, aber die Vorlegung eines Geseya- entwurixs ist bis je t leider nicht erfolgt. Den Vogel hat estern dxr Abg. Ernst a geschoffen, indem er die Befürchtung aus pracb, Pte Regierung werde Vor uns kapitulieren. Wenn ein Recht, daß wir imnxer und immer wieder reklamieren, uns endlich wird, wenn die nglerung diesos-Recbd *mdlich'-dnrch neue evliebe Vereinbarungen anerxennt, so kapituliert fie damit doch ncht vor uns. Der Abg. Ermt hat in M*Sebutftaae auf Merida hingewiesen. Wir können Von den Angelsa sen in Amerika und England hinsichtlich der Be- kandlung des Re igionSunterrichts noch viel lernen. Hoffentlix? wird dexn bei uns herrschenden Lehrerma'nxgel möYicbst bald, abge olsen. Dxe_Lebrer auf dem Lande werden n der at zu aertng besoldet. Es ist ein Mär en, daß die Lebenshaltung in den Städten durchweg teyrer sei als an dem platten Lande. Das Zentrum wird abwarten, ryte das verheißene WulunterbaltungSgeZeJ ausfällt, durch das ja eme Reform der Lebrerbefoldung herbeige ü rt werden wird. Es ist ?_kfreulub, „daß der Minister an der geistlichen Ortsschylaufsicbt nichts TILL? will. Kirche und Schule müssen harmonisch zusammen-

et en.

AbY.1).Hackenber (nl,): ZU u er den viel ange ochtenen ulantrag gesprochen worden. )k k, daß )vir uns einer Verhandlung darüber entzögen; aber nach- Psem ixns eme Vorla e darüber in nabe AußfiÖt gestellt worpen k-t, ltegt es im ntereffe unserer Etatsverbandlungen, diese Vorlage, abzuwarten. Ick babe immer noch die Hoffnung, daß wir, wenn wtr den Dingen im einzelnen ins Auge sehen werden, viel eher eine erständigu'n'gwerden'" erreichén“ können, als wenn wir immer bloß txnt dow'großen Schlagworten „“Konfesfionsscbule' und „Simultan-

ule _ yperieren. , 'Am maiksten bedauere ich aber die scharfen Und ""ILkscbkfertkgten Angri e des Herrn von Zedliß gegen- die EUR des* Schulantkages. In dem "gan en'Kampfe des vorigen SommerS! ist miri eine“ Stimmung, 'wieTFei gestern die Rede des Herrn von Zedliß _atmete, „nicbt vorg ommen. haben meer auch den Gegny'ni unterstellt, daß fie in diesem Kampfe das“ Beste Unserer VMschule 'bezweckmt. In dem Kampfe zeigte sich

Dr. Heim- ist für “den -6 Marko *

u meinem Bedauetn' isi gesternxk

das große Interesse für diese Lebens-

, weitester Volkökreise frage unserer EMEW" ; da soll man doch mcht mit solchen Angriffen

“kommen. Dieser Ans auung ehe ich bier namens meiner Fraktion AuSdruck. Der "Schulanirag 9hat kein Stbulgeseß, sondem nur _ein Schulunterbaltungsaeseß geforös'eti und qllxs, ab eseben von der Konfessionsschule, auSgeschloffen,'Was nxcbks m11derS ulunterbaltung zu tun hat. Von der geistliches: .beu knspektron steht auch nichts in dem Yntrage, aber er gxht auch nicht gegen die geistliche Schu[- “inspektton als, solch; wor. Wir kommen eben auf dem "Gebiete dsr Volkssckpule nicbt wetter, bevor" die'SÖUZUUkkkbaliun-stkagk geregelt ist- Jst dies geschehen; dann werden die einzelnen Weiteren Fragen aus ficb heraus zur Exorierung und Erledigung kommen. Mit dem Schul- anxrag kommey Wr na_ch meiner persönlichen Mxinung insofern etwas WLLth- als die Schtlfrags auf einen neuen Bodkn gestellt und der geistlichen Schulaufnzot ein wenig der Bopxq sxitzoaen wird, Meine po_litischen Freun'de find' “Gegner det-"getstlebxn Schulaufsicht und wuxden es fur gut balken, wenn sie über kurz oder lang fallen würds. Wtr tun das obxxe jéde agaresfive Haltung gsgen rte Kil'ch, wir mxinen im Gegenteil, _daß es dann erst recht 119111111211 Wilk, Mik der Kirche das Wohl uniékkr Volksschule zu förksrn, wxnigsisns vom Standpunkt'der,ewangslisxhsn Kirche aus. Dre, heutige geisjlickxc Orts- sÖYlanfickot tst eme Qe1chichtliche geworden; wer kik gesamte Entwickslung umeres Volksschulwcxkns unvoreingenpmwM Östracbték- 1111173 ÖL? Yeherxeugung werdxn, daß diese ' Emrichtang vsralist und un- zwecknxäßig gewxrden ist. Der Vorredner hat auf das freund- ,schaftltcbe VerbaTthig zwjsch3n Geisilicbky und L-ebrern hingewiesen; glagbt er denn) 1)ng „dur das AbbängigkkUÖkaÜäikmis kieFrsnndschaft gxnabrt wird„ da:; drei; reuüdschaft nicht 2711 rscbt ersvricßlicb für 518 Schule wrrkxnmwird, wenn das Abhängizksjtßoerbältms gxfailen ist? Der Mmut-xr sprach gestern don Maulwurfsarbsit; ick) !!?li mchk recht, was damit gesagt ssin foilts. Es gtbt auch zabir€iche Stimmen d'er, ewan elischxn Kirche, die YIM die BstbekYtnng der getsiltchen_ ) rtsschulauxficbt sind.

0 haben sich 32 “Synoden gegen ihr? Bexbébaltumg auéaésprochen, upd dix andern haben swb ganz un emem verklausuliert, sofern fie für die Betbebaliunq szrtd. In der bein rovinz hat eins großc Ver- sammlun'gxonSLUTlichen cine Resolut on in €rster2m Sinne géfaßt. Ich schließe mtr dsr Hoisnuna, daß in nichi _;u ferner Zeit auch die Untexr1chi§zvchrwgltunZ die Einrichtung der geistlichen Ortsscbnxauffiebt als eine nicht [aUger unentbehrliche und nicht“ länger aufreÖt zu er- haltende betrachten wird.

Hierggs nimmt der Minister der g€istlichen, Untsrricbts: uni) Medrzmalangslsgenheiien Dr._ Studt das Wort. An der wettean Débatté? betkiligen sich bis zum Schlus; des Blattes der Abg. voii Heimburg (fans,), der Ministerialdirsktor “Dr. FINK, die Abgq. Funck (fr. Volksp.) und Dr. Porsch xen ..

Kauft nud Wisenschaft.

„J. 17, Die Mitglieder der Berliner Geseilscbaft für Anthropologie battkn dieser Tage Gslegsnbeit, dis Neu- erwerbungcn des Museums für Völkerkunde, soweit solche von der deutschen Turfan-Expedition betrübrcn, zu bxficbtißen. Pro- fcffor Dr._Grünwedel, der in den Jahren 1902 und 1903 dicsc won urigewöhnljcberx Erfolgen gekrönte Expedition geleitét, gab al]? 0?- wunscbtkn Erlauterunqen, denen sorgende in Kürze zu cntnebmen ist: Es handelt sich bei (LULU diesen Gegenständen um dis leßtechftc kinkr Kultur und K_unstblüte, die etwa auf 800 ki§1000 Unsercr Zcit- rxcbnunq anzu1sßen ist, und deren Träger das Volk dsr Uiguren, em türktsckoer Stamm, war. Auch die beutixe BCOÖlkLkUnJ (ZbinSsiscb- Turxestans find Türken, aber mit anderen Volkßelsmsntsn so stark gxmtscbt, daß sie kaum mehr als die unmittelbaren Nachkommen ker Uigurer gelten könnkn, von denen fie sich auch dadurch unrsrsckpsidcn, daß sie Bekexnner de_s Islam sind, während jkxke alte Kultar im nxcsentitchen Lin? buddhistische war, verbrämt mit manicbätscbexi und sogar mit christlichen snestorianiscbcn) Elxmsntsn. Es muß eme „wundérbate, [)xrgleichWeisk beck) meécksltc Kultur aezvesen sein, dre einst in ris!_2n Tälern am Südsufze dcs mächtigcn Tmn-Scban-Gebixges ju Hauxc war. Das Land war knrch ein System von Kanalen, reich bewäffkrt, gartenäbnlicb angsbawt Und dicht kaOlkert, wie es die noch [Wie vorhandenen za'olreichn Ort*“ciyaften, mehr aber noch die Rninxn solcher 1th die übsmns großs Zahl der Buddbatemrel bekunden, die, soweit Lil'Sr dcr Eriks,

obne Aanahme aleicbfalls in Trümmern liegen. ";?th ist das Tal von Turfan, _ dessen erster Anblick bei Ueber- dasjélbe westlich bségrenzenksn Bergkette

schreitunZe ,der letzten auf die etsenden einen unvsxgeßlicben, roßartigen (Findmck machte, bestenfalls nur noch eine ane m dsr Wüste, bewäffert Von wenig wasserreichen Fläffen und Von einem Rest der einst Vorhanden ge- xvesenxn zahlreichen K_anäie. Die paradiefische Fruchtbarkeit dxs Tals isi gc1chtvundenx die früher waldreichen Berge! des Tian-Sch:n gxben, des Waldes berant, den Eindrizck öder, vollständig kcgetationxloser Felsen. Dementsvrkcbend mm: sick) das Klima stark ;)?-gen [onst geändert haben: jsßt glühende Hixe und Sand- stürme im Sommer, eifige Kälte und Schneesturme im Winisr. Das .Einst“ muß, verglichen 'mit dem “traurigen ,Ikßt', wre aus den von der Expedition 1mtgebrachten KunstgegUistäxxvcn zu schließen, kit: nur einen geringen Teil des tro? iabrbundcrtclanger Zerstörung noch Vorbandenen bilden, in W_ahrbeit eine blübé'nOL, eigknartige Kultur_ widergespiegeit baks. Tartan ist noch immsr cine bevölkerte Handelsstadt, in dér cs nur verhältnismäßig Wenige Cr-

innerun en an die „große Vsrggngenbeii gibt; auf [extexe aber tößt man 21118, ngcrctie östltcb Wr Turfan in Gestalt der von zwei ngmauern aus Luftziegcln, einer

inneren und sinkt" änßkren, umschlossenen Ruinc'nstadt Jlikut, »der Stadt des Ui urenkönigs Tachtanus, die nichts ankErks als Buddbatempel und löstsr cntbaltxri zu haben scheint. Ihre: Zahl um? außkrordentlicb groß 'ewxsen [km. Aus den Tempelruincxt von Jli ut stammen viele der ?cltjamcn, bunten Frekken, mit Lcimsarben _ grau, rot, moosgrün und gclb _ auf Estrich (Gemisch von Ton und kunem Stroh) gemalt, welcher von der Untkrlage (Fußboden oder Wand) mühsam abgelöst werden mußte, um diese Bilder für die Sammlung zg gewinneq; _ Da dies nur durch Ab- bruch ausführbar war, i1t es begreiflich, daß die stückwsise Wieker- zusammensevung der Bilder, tro dem“ die einzelnen Teile Vor der Verpackung an' Ort und Stel]? crgfaltig numeriert wurden, eine äußerst schwierige Arbeit war, zumal auf dem Trankyyrt auch manche Teile zerbrochen_find. Nach mehrmonatiger Arbeit haben noch beute eme Anzahl die1er Stücke nicht ihre Verwendung als Mofaikstcixre in einem der rekonstruierten Bilder "nden könn'en. Gegenstände dkr Dar- stellungen smd : Buddha, seine Anmetung, bezetcbnende Szenen aus skinem Leben, Bilder “aus der buddhistncben Le ende, Bilder buddhistischer

iliger _ Vodbi-satvas _ u. s- f-, do auch naturalistische Dar- iellungen, z. ein gemalter Fußboden, der in der Mitte eme große Lotosblume trägt, auf Wasser schwimmexid, über das eine Menge kleinerer Lotosblumen' vertellx sind, dazwixcben Drachcn und andere Tiere. Die Tempel find zu_metft nach einem bestimmten Plan aebaut: ein Juadratischer oder lgngltch viereckiger Mittelbau, cine Plattform Udend, die wahrscheinlich Buddhas Bild trug, um- eben von einem „Yofx, der von et'ner, auch zwei konzentrischsn änßkrcn

auern eingescbl'o en war, somit emen mehr odkr Weniger breiten (Hang utxtxden Mittelbau herum bildete. In dtesem «Hofe, an dkn Wänkkn bxtderseits befanden sich die resken, der oben erwähnte prächtige Fnßk'oden ruhrt dage en aus einem5 ittelbau ber. Als man ihn yon der Unter-

lage mit rfolg abgelöst hatte", wurde dgruntec, genau im Mittel- punkt, ein einm meterlanaer böize'rner Pfahl von spi keilförmigen: Gestalt und polygonalem Querschnttt aus dem Grunde eraus,x€zo-«mx,

der mit vielen gut erhaltenen Inschriften in uigurifcher Sprache längs der Seitenflächen bedeckt ist*"imw einas der merkwürdigften Stücke der Sammlmég bildet,*da ibwdie Ivschrißen als .Seelenbaum' odyr

„Lebensholz' kennzeichnen. AehnlicheStücke wurden noch eine Anzahl

gefunden, inpeffen keine weiter von solcher Größe und schönen Arbeit. ankn, schemt bei der Anlage und Weihe öffentlicher Gebäude dt; gleiche „Bedeutung wie unseren Grundsteinen beigelegt worden zu sem. Offenbar Wray _vtele diefer Tempel mit "Dächern aus Pavvel- holztxäqern und Sch'tlfxtrob Versebxn. Dem berabgestürzten Dach ist m_vwien FäÜen die gute Erhaltung der Kunstwerke zu dankx'n. Samtltcbe Fresken sowohl als viele Vorgefundsne plasiiscbe Kunst- werke, Buddbafiguren, Porträtbüsten und ganze Figuren vcrfchZerkncr Pexsonen sind nichts weniger als von barbarischem Geschmack, sie VL!- raien im Gegenteil eine enge Berührung der betreffenden Künstler sowohl rnit dxr indiyckyen. als der griechisch-tömischen Kunst. Viele Gesickoter der dargejteUten' er1onen sind mit außerordentlicber Féinbeit und Sorgfalt gemalt. Au er diesen von Jlikut, wo der längste Aufenthalt genommen wurde, stammxnden Funden wurde noch eine anders sebr verbrsitcte Fxxrm yon Tempeln in der Umgegend, namentlich im Gebirge auf- watts, 111 dem en en Tale eines GebirgÖfluffLS, bsstimmt, nämlich éöbléntempxl, müLeVoÜ auxgsböblt aUs dem Tertiäiwn dieser (5513- *1r_g_s_f0rmatwn, _in ihrem Innern häufig Von saalartiger Größe, r€,„€[- maßrg Von Geltalt und gewöhnlich mit einkm Tonnéngewökbe als

Decks Versehen. Sie _ WÜWN ursvrün-glich mit Vorb.1'-.xtcn (Hal]sn, Przlopen) qusgejiatiét, wovvn _jCDOÖ nnr bin [Md Wieder iparlxcbe Reste nock) “korhändkn smd. Da„»xxsn

erwiks fich das_Jnnere fast aller Hößlsn gut erkalten und mit äixn- lichen, bäUfig 11ch wiederbolend soxar mit demselben Freskvkilésm, denen man auch an ankeren Stßilen bsgegnstx, geschmückt. Anck) bixr gelang die Ablösung eineß Teils dsr Freéken, dersn übkraU so anÜ-Jr- ordentlicb vieic Vorhanden find, daß dis Entnabmen, welche die WWCL)? Turfan-ExVedition unter Zustimmmx-Z der chinesischen Behörde JÉZUÜÖT, keine mexklächk Lücke hinteriaffen werden. In einxm „1717132211 Gebirgstal, 13.12? auf dem Rückwxg: noob besxxcht 11311738, fand man sogar mehr als 80 solckoxr Höhleniempel, ;;:s deren cimm ein hesc):1de::€ schönes Freskobild mit.;snommen w::rde. Sind schon alls die im Voranstkbenden b€schriebenen Funds, kcmsn sich rxocb manche Tempelgeiät-Z und „mkkr? Gerät?, meistkns (1115 lez, bßrgUZUen, bezkichnend für einen werbältUismäßigen chhstank kkr utgu111chen Kultur, so bilkkn di? Überaus zahlreichen Hanrsckzriftkn uni) Blockdrycke, die_s1ch vvraeimxdcn babem, den unumsiößlicbkn Ws- xve'ts, daß die h_Uddhiniickok-n Priéstcr und Mönche: Von Turfan Cbxnso 11erßxgc gls gexchicktc Und g-lsiérts Männkr waren. Msersrk- 21-519: Hankxichrift€n "ind_mit schönsn Z'nitialsn im? I)iiniaturen JksCkIMÜxkt. Es: fanden KY) K.),?ndsckyrikan auf L-str, Seide und Pavisr: Dis ans Ledkr find die karsten, dsnn rie Eingeborenen Haken, 1101'1*1'-"ZS (11051, gelCrnt, fi? als Stisfel- und Schbiobkén zu wkrwerten. Alle und durch unzsmxink Schwärze? und Wohlerbaitenbeit in Schrift und Druck austetcbnet. Die BlockOrucke bkweissn, Bax"; die Uiznrsn nickot mxr den *...-rUck,_ sondern sogar ein VcrfabrM schon kanntsn 11117) übtsn, das mit ur11er€m Stereotvvkrack große AkbnliÖkkit [):-1.123. Yebsr dis_imtcr€ffanten Entdeckungen, die fiel; an die Entzifferung dsr Handsckxrisxen und Drncke knüpfen, svrackyön in dsr fvlgenden Skkimg der GSWÜ'ÖIst für Anthropologie kie Herrén Dr. F. W. K. Mixllcr und Stönnes, wie des weiteren noch berichtet werden wird.

Das, Wikingkrschiif, das im vorigen Jaßrs aus kinsm GUL- bügkl bei ;Tönszbsrg ausakgraben Winds, ist, wis ke'r ,Voff. Zig.“ aus Cbri!ti_ar1ta telegravbiert wird, nach erkokgtcxm Uxöxreinkvmmén mit Wm _Bkmßer dk? Hügéls in DM Besis ch Staatks üksrgxgzxzsn. Dkk KauskreiN-bsträgt etwa 12 000 „“ Zn Christiania ist kik („Fr- rtcktimg €ine§ bescnderxn Gebäude?; für die altén Schiffsfunde girlxni.

ZLiteraMr.Z YersiÖernngswesenH TVM Aifred Manss. TU. u. 468 S. Verlag Von B. G. Teukncr, Lexpzig. _ Das ::rivatc Vér-

sicherung§w€s€n hatt? fick) bisbcr ksiner grtxnklc'genden Darstciiung zu erfreuen, obwqbl es tief in alle Kreis? des öff'sntlichkn und des Priv.:ton Lkbens eingreift und Ebenso für den Verfich€rung§1echaikcr wie für den Nät'tonalökmwmen und den gebildstcn Laien Von größter Bedeuiunß ist. Es darf daher das hier angezeigte Buck) Um so mehr begrüßt wcr'ksn, da:? LiUS gsmeiWerßändlickoc, Objektive svsicmatische DmsteUUng [*Mit Stande: ker wiffenkcbaftlicbcn Forschungen Und Dcr tatsächlichen Vor- baltniß'e gibt, polemische und kritisckée AusciUMdsrsssnngen und rsin tbcoretifcbe Erörterungkn wsrmeidkt. Tas Wérk bilkkt einen Band dsr Hankbücbcr für Handel nnd G;“kr-crbc, di? dcr Präfidxnt deKx-xscr- lichen Statistischen Amts Tr. van dkr Borgbt in Berlin, Prvisssor Dr. Schumachcr in Bonn und chicrungßrat Tr. Stcgcmaxn in Braun'äxweig berauégkken, ux'd nacb dkm Pian? dieser Smnu:!:1x1g gingcn über dcn dcm M*aneéscbkn Hankbucl) dss Vexficberungérrckcns gsseßtsn Rabmen kinga?“- kie staatlickc Arbeitswerfickyerung, dis in Lincm anderen Bande in Vérbindung mit dcr Soziaikolitik znr Lar- skellimg gelangen soll, und ferncr die als Vkrsiche'rungsmatbcmar?k “1:5 als; VélfiÖLkngÖkéÖT bezéicbnctcn Gebiéte, für Tic gleichexilö bezonder? Bänis wrxsebrn sind. Das voriicgknde Bach gibt (111€ smtematiicbc DÜLÜLÜUM: der VerfiNrunngirtfckoM, dcs [*ix-i-xr am mcisten ksrnackoläsfigten T*:iis der chfiÖcrungßwifispfckszff, mitcr VCrWCrUmg (“Lr ZUM grrükn Téil Mnig oder gar nick? k“?- kaxrntén Litkratur und in sistkr Füblung mil k?!" Praxis. Di!" sifre Hälfte behandelt daI Verficberungsxvsic'n im angmeinsn, Vegriii nnd Was:“n, Vekemimg und Entwicke'luxrx, Organisation 11111“ Te'kbmk :kr VSLfiÖLkUUJ, ric thfickxkrungsrolijik [Wk die Vck1fich8r1211„§wiffenix'kait. Dkk zweite Teil ist den rinzélncn Zwsigén gkwikmi't. Hixr srökr-Irt der Vsriasskk jeden ZWM für snd Don bislkriickokn, ökonomiicbsm ZMD tkchnjschén Gcficht§i*nnkt:m 311511712 bsrücks1ck*xi,;tx1kbsn rex: chtschn Byr- kältniffen eingcbend die cmgliscbcn und die amsrikaniicben. :).)kaßxxkcmd war hierfür die U15 Grnnd längsrcn Auf-kntkalts im Ausland gerüvnxxcne Ueberzcugung des Verixffsrs, daß “erake Englax-d unk Norkamcrika dis für uns lcbrreisbsten Ersckpkinungsn aufweisen: dort 'die ci11!*:it- liche alte Entwickelung, frei von nabkzu jckér staatlich Einmiskbimg; bist die erste jungk, :bxr um so raichcr? Exxsaltung bei .iycr überaus Weitgehenden Einschnürung durch msbr al:"; fümkzig Vsrscl'i-xksne Gisssgebar. Das Studium der so enigegengesiytcn V2rficherxxxr,;s- verhältnisse in den drei Ländern: T&nsckoland, (Éngwnd und 21133?- amérika, in dsnen die Vsrfickocrmxg am wsixsstkn wsrßreitct ist cr- lcicbtert das Verständnis der zablreichen Problems, die diess? *.*"Z-crk behandelt.

-- Kommunale Steuerfragen. Rsicratc Von Prvicssor Dr. A. Wagner, (Hebeimcm Regiérungsrat, und Privatdoxnt Dr. Preuß, Stadtwerordnetem, ctstattct ker Orkégrlwré Berlin ker GeseUschaft für soziale Reform, mit (iner chlu'tncrfm'g WU MagistratSrat M. yon Schulz und den Sayungen dcr Gcssllißaft für soziale Reform. (Schriftcn rcr Gesellschaff für soziale Rckorm, bcrauégea-«ben Von kein Vmstanke', Hsit 15.) 63 S. Vkrlax, WU Gustav Fischer, Jena. Preis 0,40 „Fi - Tiksc bciccn kommunale Stsuerfragen behandclnden Refcrate bczicben fick; anf Berliner Ver-

Hältniffe. Professor Wagner bc11'cgt fich 311m_ grqßxn Tail mt Rabtm'n Jener Ansxbauungen,_ rte, ' er :chon m ' xgmém Wache übst .de finanzteÜe Mrtbstctltgung der (Netnétndcn cm

kulturéllen Staatsaufgaben' kargelkgt bat, freilich bicr nur nach der Seite bin, die neue Einnahmequcüen für die Kommanal- Vérwaltung erschlicßcn skll, während er vc'n der FU,]? der Kommunal- auSgaben für staatlichc Zweck in dikskm Referat.- aksnht. Als neue Steuerqueüen, die für dic Stadt Bsrlin als dringevk tiothrtg cr- schyinen, will er zunächst cin GkbübrenMscn für öffcntlich 'Un- stalten, ferner eine Besteucrnng wn Wagsn und Pferden, szr- rädern usw. eingefübrt und vor aklcn Tingm Abgaben Von Tabak und aikobolbaltigen Gcttänken erhoben wiffsn, Leßtsrc in_rc'r Form dcr Lixx'n - abgabe. Hierin sieht cr ein soxial wic aucb hygicnqch und finanzikll se : nich!? eS' oment, An diese Voxsébläge knüv'knsicb_wsit:re inmcffmte Ausfü rungen über Luftbarkeiwnsuxxn, Bcsiychelabgahcn und die Erhöhung der Grund- und Gebäudesteuer. Wir nxüffcn unkl bist :*?r- sagcn, im cinzelneJn au_f,die Berechtigung und die groß? Bercumng dieser Vorschläge, die erll1ch auch, Von vtclxn Skifcn A:!gtikfe erfahren werden. einzugeben Gegen dtc Pra11:'_chc D_arch7üi)rbarkcit der Von Wagner bcfürjvortctsn KcmmunaMcuxrrcsorm find b:“reits

manche Zweifel laut geworden, die anch dcr Korrcfsrent