Schwierigkeiten insofern kegegnet; als die deutschen Ervorteurc bei den bestehenden Verbir.dungßv2rl)altniffen, insbesondere mit Australier), China und Japan. in der Mehrzahl der FällL vorziehen, die Beförderung der drutichen Jnduftciecrzeugniffe :c. englischen Dampf- schiffcn zu übertragen, u. s, w. _
Also darin findcn_Sie ja die Angaben, 'die Sie in Beziehung auf dm Handel vermißt baden. _
Der geehrte Herr Abgeordnete hat sode acfragt: es war_c ihm eigentlich nicht recht klar, ob wir diese 4 Millionen Mark jahrlich zablcn woÜien, Weil der. Handel mit der. überseeischen Ländern gut sei, oder Weil der Handek sch1echt fei? Ja, ich meine, die Frage ist so schwierig nicbt zu beantworten. Wir wollen dieje Subvention - wenn sie die Bewilligung ch bobcn Hauses finde't, “immer VOTIUdesNZT _ zahlen, weil der Handel, [*die er 16151 ist, urKcrcn bcrcchtigtc11 Jntcreffm nicbt gcngt, weil nach unserem Gefühl es den Interessen der deuticben Nation "und ihrem Anscbcn, dcr Erweüerung ibrcs Absatzmarktcs cnt]pri_cki, wenn solche kirsch "Säwc-Uverbindungen cik'gericbtet werdcn; es 1911 alfo in der Tim! anf die Vcrbcfferung der bestehenden Verbältqime Bingcwirf? WcsdLU, und die Zahlen, die ich Ihnen mittk-cilte, smd12hr ermutbigend. _ „ „
Dec Hcrr Abgedrdncte 11111 scdann an die Zklt ertnncrt, und ub bin ibm darin mit rial Sympathie gefolgt, wo es hier nicht sehr “schwierig war, Vorla-Jcn, dic VcrkcbrScrlcicbtci-ungen zum Zw.)?c Ibaben, duräxzubringcn, U-nd dafür die Gcncbmigung des hohen Hauch und insdesdnderc dcr Partei, der er angehört, zu crbalicn. Jeb erinnere mich mit Vcramügen, das; cr mehrfach Scbultcr an Schulter mit cin- aewirkt bar bci HerstLUung jeder Art von Verkehrscrlcickdtcrung. Damals 251 er nick)? gcfragi, wie viel kostct eine solche Verkehr:“;- crleichicrima. Er hai die FUJI, die er heute stcÜtc: ,4 MiÜidncn neue Steixcrn 111in für [011136 Vsrbindungcn'x' damals nicht gcstcUt, er hat [:cFaUT, dar?, 11an das 105“th die Zadlunxien, die mehr anzu- legen sind, kommkn vielfäliig wi-cdcr heraus durch die indirekten Vor- Tbcile, die eine solche Vermehrung der Veriindungcn, eiiie solche-Er- 1eichtcrUng dcs Verkebrx; auf den zahllr'scn Gcbictcn dür mcmeblrcbcn Thätigkeit übrrall berkeifübrt. Wer ist also auf andcrcm WU?"? Ick stcbe genau auf dcrfclbcn Skelle, und innerhalb dkrsilbcn Anfickt, wie damals; Sie jcbeincn die Ansicht in dieser Richtung grw6ch1clt zu haben, denn dama1§ dabkn Sie die Kostkn dcr LListUUJSU nicht zu Fein im Verhältniß gcstkllt, Was die Vrrbindunzen unmittelbar cin-
ringen.
Es ist darm die Frage gsstrllt wordrn, Welche ich auch beantwor-v ten möcbtc, aus welcbe" französisibrn Journalen dieCitatc gcnsmmcn Wordcn find. Die Titel babe ?ck nicbt hier, ich Wcif; aber. daf; in den Parlamekntsbcrichten über die Verbaridlnnacn, die denibeircffcndm Gesexxentivurfc vorangcgangen find, ganz ir. derselben Wriie, wir da? in den in der Vorlage entixalchch Citatcn dc: Journale dcr Fallrst,_1cbr weitgehende und céngcbcndc AuH-fiibrungrn gcmacbt w:)rdcn [ind. und Wenn Wcris) darauf gelcst wird, wird es mir ein Vcrgnügcn sein, die bcticffcndrn Bericixxc) zu beschaffen. Jedcnfaüs kann der Herr Abgcord-chk 1111) leicht davon üborzeugen, daß dies;: Angaben Vollständig mit den 2111171131211 dcr 5.1.11ajorität in dcr franzöfijäxen Kam- mer übereinstimmen.
Es ist sodann von dem Hrn. Akchrdnetcn angcfübrt Wordxn, daß England für [eins Linien mit Ostasien und Australien, die 1ckrcr eigentlich nur in Betracht kommen, nur 4000000 «11: aufwendck, ctwa eben so viel, als wir aufivcnden woÜcn, aber ricl mehr Briefe und Postsackzcn durch sie zu befördern hat, 1116 das unsererseits der Fall ist. Meine Herren, die Zaixl ist nichk richtia; England bezahlt für stine Postrerbindnng mit den genanntcn Ländern, die Hier in Butracbt kommen, die Summe von 370 000 I;", das ist also 7400 000 „14, also beinahe das Doppcite dcffen, was der Hrrr Wgeordnete aukgercÖneT bat. Belgierr 51351111 650000 „14; Minn ami) einige Geskllscdaften cingegangrn iind, so bestrhen immer noch [*Ulwcniionirte Lénicn in Belgien, und es ist “8.75 für ein dcrbältnißmäßia um so viel kleinires Land eine sehr crebeb- 1iche Summe. Australien zahlt 2700 000515 zu dem engliikdcn Beitraa 11041) Hinzu; Hoklarrd zahlt 265 000 «ja für [“eine Verbindun- gen. (FI find das alles erhebliche Summcn, welche 525.551, wclcbrr Werth von Seiten di-scr Natiouen darauf gelegt wird, rdn dcm Sä„s'nrklrirkshr mit Ostasicn und Australien nicht ausgcjchldffcn zu cm.
Ort Herr Abgeordnäte Hat sodann angeführt, es wären *"chon 52111? nicht Ladungin genug für die Schiffe vorhanden. Könnte man darqus nicbf die Folgerung ZiLk/M, daß der Verkehr nicht lrbbaft genug ist. daß diesem Vrrkekyr durch die neuen Verbindungcn aufgeholicn Werden 101112? Die Ladungrn werdcn fich dann fcdon fanden.
_ Cr Hat dann das BeisPiel erwähnt von dem Königsberger Thcebandcl. Dieser ist mir sehr genau brkannt; die Verbindung, die da mit Ruß1aäd, England und China bcsteht. Es kommt Heim THW hauptsächlich darauf an, daß der erste Tbre so schnel] wie möglich nach Europa geschaffk wird. Es Werden sogar nicht uverbrbliche Prämicn an das Schiff bezahlt, das den ersten Thee nach Europa bringt. Auck) das wiirde nur für die Nothndigkeit der Einrichtuwg einer deutschen Schncllschiffverbinduna sprechen. Daß wir die Post nur mit dcutschcn Srbiffcn schicken woÜen, wie wieder- holt gciaszt wurde, das fäÜt Niemandem ein , wir Werden selbstverständlich alle anderen Verbindungen mijbcnußcn, und ebenso bleibt es Jedem unbenommen, Wenn er es vorzisbt, auch künftig seine Waaren mit MglisäIM SÖiffcn zu befördern. In den meisten Fällen wird er aber zu drm cntgegengescytcn Entschluffe kommen.
Es ist dann wiederholt von dem Weben der Flagge die Redege- Wesen. Abgesehen von dem, was sich Nationales daran knüpfi _und dem Gefühl entspriäbt, kommt noch ein schr wesentlicher, prakti1cher GesichtsPunkt in Bctracht: der Handcl folgt da, wo die Flagge nocht, “wie die Engländer sicb ausdrückm „traue? 10110278 tds Flag“ und das “wird fick) jedcnfaüs in diesem Punkte aucb brwäbren.
_ Ick onis dann. noch zum Schlusse hervorheben, Was die Er- wahmmg der Vi'amteygebältcr betrifft und das Zusaxnmenbringsn d1e1er,Frage mit der Hiefigcn Subvention, sebr sympatbiwl) war mir das maxt, aber ich fürchte mich noch nicbt davor. Die Postbeamten und Unterbeamten haben ganz genau dieselbenGehälter wie die übrigen Beamten _izi Prcußcn und im Reiche in derselben Steüung mit AußnalWe der PkYYßUÖW Justizbeamten, und was dazu Veranlaffung gegeben hat, das winen Sie selbst am besten. Es ist aufgewendet Worden an Bkeamtenaufbefferuxtg von 1872 bis 75 - ich habe mir die _Zabken mitae'brachx, denn ich War auf diese Bemerkung vollständig gesafzr _ 8 M1Uionen Mark, „ferner 15 MiUionen Mark Wobnungßgeldzufckynß, der fruher auch nicht, bestand, und der wesentlich auf Anregung 'der Postveerlxu-Ug „eingeführt worden ist. Es smd ferner von 1875 bis 1th in FOM von Ausbesserungen der Beamter! und „Unicrbeamxen 16 Miklionen mehr aufgewendet Morden. Das _ist das_ Mßgäche,_was eine einzelne Verrvaltung für sich ba? 1172171 konndn cn ezne'r Zeit, Mo cine allgrmeinc Aufbesserung der Befoldung'enknrcht mogliä) geWesen ist. Ich bitte (1115 dieses «Kapitel Hirrber nicht zu berufwen. nicbt in den Vordergrund und nicht 111 "den Hinixrgrund zu [i_eÜen, es hat wirklich damit nichts zu thun.
Wenn 1611111]? _ annzr-stsäye „Geseüsckxafien in kurzer Zeit bankerott geworden sind, 19 tft DUE tha1sach11ch volLkdmmen richtig; es smd das abir auch abschreckende Busptele, die wir. uns nur zur Warnung diknen (affen, imd wir Werden jedenfaüs nwbt so verfahren, wie die franzöüi'Öen Geséfésckyafien vrrfahrex haben.
118 endlich zum SÖ-Wß die Aufstellung der Hamburgcr Rhe. derei betrifft, so gründet Krb die Aygabe in den Mqtiven der Vor- lage der verkxündcten Regierungen keineswegs ausschließlich auf die Angaben der Rbederei in HaMburg, sondern" es find noch eine ganze Anzahl anderer Rbedereien und Sachverstandigenkreise befrqgt und aus "ren durch die Güte dieser Herren erhaltenen Angaben hat man im Aügemeinen den Txurchschni1t gezogen, und so 111 man zn “den Zahlen gelan t, die ich als durchaus zutreffend erachten mixß. 155 111 auch ein Jrrt um, daß die Kohlenpreise nur nach den Verhalt- Üffen- Wie fie ficb nach dem Abgangsorte in Hamburg stellen, be- rechnet Wurden. Das ist falsch, sie find berechnet Worden nach den
verschiedenen Anlageyunkten, wo man Kohlen einholen wiU, (Yo Suez u. 1. w., daruber haben wir uns genau die Preise versch 1.
Daß nichts 'von Abfchreibungen uud Zinsen, Verficberungsvrämien vnd derglächen angeieyt sei, ist völlig unricktig. Es 'U't ausdrücklich in der Vorlage ein Betrag für Unterbaljung der Schiffe ange- geben und in diesem Betrage ist eben jene Summe mit enthalten, Sie finden auf Seit.“ 9 unter 1 Hauptlinie unter 2: für Unterhal- tung :c. des Schiffes für eine Hin- und Herfubrt 90 000 .“ Das kostet das Schiff nicht allein, darin stecken auch die Abschreibungen, die Verzinsung, Amortisation und Versicherungsprämien. Also aucy nach dieser Richtung bin kann ich die Vorlage nur im voUcn Umfange aufrecht erhalten.
Ich glaube hiermit die Bkmerkungen des Herrn Vorredners er- ledigt zu haben bis auf eine, bei der iw mir das nähere Eingehen noch Vorbehalten möchte, faÜs das auch von anderer Seite angeregt wird: es ist das Verlangen der Vorlemmg eines volls1ändigen Ver- tram's, das würde man gern thun, wenn es möglich wäre; aber wie wollen Sie verhandeln mit den Einzelnen Gesellschaften, wenn wir ihnen nicht sicher saaen können: das und das sind die ein- zclnen Bedingungenk? Sie läbmcn ja die Freiheit der Exckutive vollständig. Man muß das Vertrauen in die Regierung setzen, daß fie den besten Weg neben wird. Die Gelegen- dcit zur Kontrole ist ja nachher beim E15! grbotcn: die Summe muß ja in den Etat gesetzt Werden, wir woslen sie ja nicht gleich verausßadcn und bcim Etat wird Ihnen glcicbzeitig der abgeschlossene Vertrag voraclcgt Werden, wie das auch in vielen Fällen geschieht. Sic koritrolircn ja auch nicht die anderen Vcrwalfungen in dem Ab- schluß von Verträgen; warum verlangen Sie 17121: die vorherige Vor- legung des Vertrages?- Ich glaube 711151, da[; das 11513114) auf die Erlangung der besten Bidingunszcn wirken kann. Sir müssen darin der Regierung die unbedingt erforderlichr freie Hand [offen, sonst wird es aUcrdinas nicht möglich [ein, miT dieser Summe Von 4 MiÜiMcn zu reichen.
(2,8111)er dieser Rede hatte dsr Reichskanzler den Saal verlassen.)
Der Abg. Richter (HMM) erklärte, seit dreizehn Jahren sei rr im Reichstag, aber niemals habe er noch eine so 1chmache Verthoidiaung einer Vorlage erlebt wie heute, noch dazu Seitens: solcher Notabilitäten, wie sie ebc'n gesprochrn hätten. Was hab?, denn Überhaupt der ReichskanzLer zur Vertheidiaung der Vorlage gebracht? Zuerst habe er sich über die Länge der Reds dcm Abg. Bamberger beklagt. WEnn man dis Länge der Red'c'fi nach ihrem sach1icheanhalt messe,. so stehe die Länsxe der Reds des Reichskanzlers in („ar kcincm Verhältiiis; zu ihrem sachlichen Inhalte. Oft müffe man hier stunden: lange REDEN drs Reichskanzlsrs ertragen, die zum großen Thsil von Dinasn 13ande1ten, dis mit der Vortage in gar keiner Ver: bindung ständen. Der ReichHkanzlcr habe nun einmal das Privi- lsgium erworben, bei jeder (Helsgsnhei! über (11195 Möglichs zu sprechrn. Dcr Abg. Vambsrger babs fast langweilig sachlich aesprocben, ohne die Spur 211161: Polemik oder persönjickwn Zu: spißrmg gegen den Reickszanzler. Dann beklage sich der Reickchmzler darüber, das; derselbe von seinem Plaßs nicht 211126 vrrstshen könne“. Von seinem Platz?, sei gewöhnkick) nicht der vierte Theil der Rede des Riickwkanzlers zu ver- stehen; JSWÖHUÜÖ lese er erst in der „Nordd. Alla. Ztg.“ dio Liebsrchwürdigkeiten, mit denen der J'keichskanzler seine Partsi iiberschütte Und auf die er hicr oft nicht erwidcrn könne, weil er skin Organ nicht verstehe, es 181091111, daf; zufäng dzr Platz neben der Nrdnertribüne frei ssi, “am von dort aus 311- zuhören. Anck) die [the Rede des General-Vostmeistcrs sei hierfast gänzlich unverständlich gewesen. DiE Regicrung stdUte wenig: 1121113 so visl Rücksicht nehmen - er sprsche hierbei nicht von“. 0591“ieral:P0si1n€ister - und bei drr Aquahl der Regierungs- kmnmissarien nicht am!) solche Herren hierher sendrn, deren Organ für den ReicHstag ganz unverständlick) sri. Nachvsr lsst? man dann in der offiziösen PrCffZ, wie es ost vorkomme, ihrs Rcden, ohne das; hier irgend standen hab?. Dis. Reden drr Liberalen wiirden ja von dsr offiziössn Prsffe überhaupt nicht gebracht. Der R91chskanzler habe seiner Partei wiedsr einmal Fraktionspolitik und (11126, was damit zusmnmenhänge, vor- geworfen; gerade auf wirthichafüichem Gexviete hals.- der Reichskanzlei: zu diéssm Vorwurfs am wenigsten Ursache. Obwohl in der Konftiktözeit die Fortschrittspartei dem ReichE: kanzler fsindlick) gegetiüber gestauden habs, so sei sw ihm dock damals (mf der Bahn der WirthschaftSpolitik gefolgt; _czr er: innere an die großem Handelsverträge. Ueberhaupt 191: 1712 ganze 11)irth[chaftliche Geseßgedung bis 1876, welcha Ut'xer dem Namrn des Reichskanzlers rrlaffen sei, nur durch die Unterstüizung der Linken, insbesonders seiner Partei, mkgl'ick) gewesen. Was der Reichskanzler aber heuke hanptsäch- lich geiagt habe, [(.-1 das: er glaube daran, daß die Vor- lage eine Nothwendigkeit und zum Segen sei und daß Haus soUte es auch glauben. Er (Redner) habe bisher gedacht, einen Glauben gäbe es nur auf religiösem Gebiet, erinen Überirdischen, nicht aber auch einen überseeischen. Mit diesem Prinzip brauche man ja nur abzustimmen, ob die Wähler dem Kanzlsr glaubten oder nicht. Der 91eich§kanzlcr habe gemeint , daS Wehen der deutschen“ Flagge an überseeischen Plätzen sei doch viel werth, Und aus dieiem Gisicht5punkte müßte man die Vorlage be- trachtkn. Daß auch seine Partei für das Wehen der deutschen F1agge ein Verständniß habe, möge dzr Reichskanzler daraus ersehen, wie seine Partei, den Mariiieetat behandele. Kein Minister habe je seiner Partei, gegenüber einen leichteren Standpunkt gehabt, wie der Marine - Minister, und habe man nicht erst in diesem Jahre 17 Millionßn für die Marine bewiiligt? Es handele sich ja hier gar nicht um e*1ne Vrinzipienfrage, sondern nur darum, ob die AUHgabe der 4 Millionen; im Verhältniß zu dem Vorthei! stehe, und wenn das nicht der Fall sei, dann sei es Luxus und Verschwendung. Die Herren von der Regie: rung steÜten die Sache immer so dar, als ob sie die MiÜ-Zonen zu vertheilen hätten und das Haus sie Nur daran hinderte, aber die Millionen müßten doc!) Jemand genommen werden, und glaube man denn nicht, daß diese Miaionen in der Hand der Skeuerzahler ebenfaUs dem Verkshr und der In- dustrie zu statten, kommen würden. Was in den Zsitungen von der angemeinen Sympathie für die Sache stehe, das sei doch nur künstliche Mache; bei der Samoa- vorlage sei es ebenso gewesen und als die Vorlage: ver- worfen gewesen sri, habe: man nick,ts mehr davon gemerkt. Eine Volksvewegung für die gegenwärtige Vor- lage habe er nirgends merken können, obwohl er nicht verkenne, daß eine Liebhaberei einzelner Kreise vorhan- den sei, welche immer im Verhältniß zur Entfernung von der See wachse. Jn Würzburg habe sogar Jemand behauptet, wenn die liberale Partei die Vorlage ablehnen würde, so wäre dies der Todesstoß für dieselbe, und das sei sogar ein Professor der Physiologie gewesen. Man spreche immer vun der Noth der Handwerker, eine kleinere Summe, als die hier verlangte, würde aUSreichen, um die Handwerker in Preußen von der Gewerbesteuer zu befreien. Mit den vorhandenen Mitteln könne man garnicht däe vier Mil-
Jemand sie Wr»,
lionen decken, fie bedeuteten eben neue Matrikularbeiträge, neue Steuern. Was er von dem General-Vostmeister habe erwarten können, das sei, daß derselbe dem Hause aus seinem Ressort über den Umfang des Verkehrs der auswärtigen Länder Mit- theilung gemacht hätte. Auf die allgemeinen nationalen (8e- sichtspunkte komme es bei dieser Frage doch wahrlich nicht an. Die Postfrage sei die maßgebende. Subaltern-krämerisch habe der (Heneral-Postmeistsr es genannt; der subaltern:krämerische Geist sei aber dEr Geist altpreußiscber Sparsamkeit, der ji-ßt den Verwaltungschefs seit der Milliardenwirthschait ganzabhan- den gekommensei. Er sei ja garnicht gegen diePostsubventionen, man habe ja a11chimEtat 300 000.74 dafür stehen, und nun soÜe man 4000000 «76 bezahlen für zwei Linien, d. h. ein Secystcl des Ueberfckntffch, den die Post abwerfe. Ferner spreche der General-Vostmcister immer nur von den weiten Entfernungen, daß dahin eine schnellere Verbindung geschaffen werden solle; aber je weiter die Entfernung sei, desto mehr trete die Te- legraphie in ihre Aufgabe. Wollte man den Gesichtßpunkt, der moitér vorgebracht sei, daß man Staatheheimmsse nicht den Posten fremder Nationen anvertrauen dürfe, veraUgemei: nern, fo müßten eben nach a11€n überseeischén Ländern, nicht' blos nach Jndisn und Australien, Reich§-Postdampfer einge- richtet wrrden. Nur einmal in vier Wochen [0118 ein Dampfer geben, im Übrigcn Monat bliebe man also dock) dem Auslande tributpflichtig. Das Interesse, welches die Marine bei dieser Vorlagr habe,w0[1e er auf seine wirkliche Bedeutung zurückführen. Auch für die Stärkung der Marine würden die Postschiff?- keine Bedeutung haben; denn im KriegsfaÜe würden die Mannschaftcn daranf viel zu spät nach Hause kommen, unt. für die Vesaßang der Kriegsschiffe verwsndet zu wsrden. Also auch das Marineinteresse sei nur Dekoration. In Bezug auf den FraclztgiitertranSport habe es der Reichskanzler so dargestellt, als 01) gewissermaßen 1th erst die Dampfmaschine erfuridcn ssi, und es sich darum handelte, eine der Aera der Eisemdahnrn ähnlich? Aera der Dampfsckxiffahrt herbeizuführen. Die Sache liege gsrade umgekehrt. Der Uebergang von der Segelschiffahrt zur Dampfschiffahrt habe sich schon aUzurasch vollzogen und darunter Zeide die Rhedsrei jcßt bLsonders. Heute noch die Dampfschiffe vermebcerr, wäre noch thörichter, als wenn man die Schienenwalzweike vermehren wollte von Staaxs wrgen. Und dabei würde diese VermehrUng der Dampfschiffe nur dazu führen, die bereits bestehsxiden Linien zu schäwigen, Die Hamburger Geseuschaften hätten. sich mühselig emporgearbeitet. 3th sei die HamburZLr G2- chsckmst 110ch Ostasien soweil, daß sie regelmäßig und dirsft bßfördere. Sic lradc innerhalb zehn Jahren ihr KapitaL nnr mit 4 Proz. vrrzmft. Man könne ihr also auch nicht ein- mal vorwerfen, daß sie das Publikum zum Besten der Aktüonäre ansbeule. DSU General-Postmeister meine, 016 neuen Dampfer würden die alten Linien so wenig schädigon, wis, die Kurierzügs die Güterzüge. Aber die Kurierzüge häkten f:;ir dcn Frachtvsrkehr keine Bedeutung, wiihrrnd die Rcickwpostdampfsr gerade ihre Hartpteinnahmen aus dM Frachten ziehen müßten. Jede Reise eines Schiffes koste Über 300 000 «74; was.; woÜe ES besagen, da[; :ck solchL-Z Schiff 'da- bsi auch noch 1 111?- 2 Ctr. Vostsachen, mitnehme. Nichts sri verke'ixrter, als in dissem Augenblick die „Zahl der Sc.;iffe kiinstlich zu vrrmehren; gerade das große Angebot von Schiffen habs dis Frachten so gedrückt. Er habe dieser Tage gelosen, daß Gstreike 0011 Odessa nach Rotterdam sonst 160 bis 220 „Z und jeßt nnr 80 .:Z Fraxbt koste. Wenn er unter die Agrarier gaben onts, welche schöixe Rede könnke er dann (mf Grund dieser Vorlage halten über die Aux;- beutung der deutfchén Lat1dwirthsckaft im Interesse ch Zwischenhandel-Z und der Seestädte durch künstliche Herab- driicknng dEr SWfrackzt nach einem mit dsr deutsckwn Land- wirTischaft so konknrrirenden Lande wie Australien. „Dic.- schlesisch€n Agrarisr klagten in ihrer Petition zu Gunsten der Einführung des 280111011212. schon darüber, daß die Privat- DumpferliUie Sloman von Australien nach Deutschland ein:: gerichtst sei. Einen wie großen ZoÜ würden disselben erst Dkrlangen, wenn Ré1ch9postdampfer die Verbindung hersteÜen ["t-111811. Sein Standpunkt sei durchaus nicht 1815801" 1113111111113, wie der Staatssekretär meine. Man habe Garantisn und Subventionen für Eisenbahnen bewiÜigt , und hier handele es sich um Einführung einer Vrranatlichung drr Rhederdien ohne Grenzen. Wie komme man gerade jeßt dazu, eine solche Vorlags zu Machen, während die Kaiserlich? Botschaft im vorigen Jahre betont habe, daß das 11nfa11versichermrgsgeseß ungestört dnrch Finanzverhandlungen zur Verathung kommejk
10116. Deshalb habe der Etat schon zehn Monate früher
derathen werden müssen. Hätte man in diesem Jahre den “8th bsrathen, so hätte man sich ein Bild der Finanzen macher: können. Außer diesen 4 MiÜionen kämen im nächsten Früh- jahr noch anderer AuSgabenerhöhungen, die Vrrsorgung der Militär: und Civiibeamten kosTe nach vollständiger Durch- führung 12 Millionen mehr. Sollte das Militärgcseß zu Stande kommen, so würde das auch 3 Millionen mehr kosten. Dann "sei “noch eine so dunkle Geschichte in Bezug auf die Vermehrung der Artillerie. Statt vier sollten ischs Geschütze pro Batterie bespannt wsrden. Pferde und 2500 Fahrer mehr. Auch dies koste mehrere Millionsn, aber von der Absicht, am Militäremt etwas zu sparen, verlaute noch immer nichts. Wie stehe cs andererseits mit den Einnahmen? Die Zrtckerftatistik kündige einen noch größeren Ausfall an der ZuckSrsteuer an, Tn Folge Zunahme der Ausfuhr, und doch könne sich die Regierung nicht_ent- schließsn; sie scheine in diesem Augenblick sogar bedenklick; zu werden, die Ausfuhrprämie herabzuseßen. Wiestehe es mit drm abgelaufenen Jahre? Am 20. Juni finde Kassenabscbluß statt. Im vorigen Jahre habe man einen Ueberschuß von 15 MiUionen gehabt. Bringe das jeßt abgelaufene Jahr einen eben solchen Ueberschuß? Er möchte eS bezweifeln. Jede Million, di?- aber auch nur an den 15 Millionen Ueberscbuß fehle., bedings für das nächste Jahr eine Erhöhung der Matrikularbeiträge, denn der laufende Etat balancire in der Voraussetzung eines Jahresüberschussos von 15 MiUionen. Wenn die Kommission die Finanzlage prüfe und sachlich das Interesse des FractiSr- kehrs, der Pyst und der Marine untersuche, so zmeifke _er nicht, daß eme große Mehrheit in diesem Hause sick) dahm entscheiden werde, das; die Bewilligung dieser 4 Miüionen nicht zu vereinbaren wäre mit den Rückstchten, welche das Haus den Steuerzahlern im Lande schulde.
(Schluß in der Zweiten Beilage.)
Zweite Beilage
zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzciger.
M 139.
(Schluß aus der Erstcn Vcilagc.)
Demnächst nahm wiederum der Staatssekretär des Reichs: poftamts Dr. Stephan das Wort:
Erlauben Sic mir. hier auf die Tribüne zu treten, weil der _Herr Abg. Ricktcr vorhin erwähnt bat, er babe mich nicht gut vcr- [tandcnz seine Außfübrungrn beweisen mir aber doch, daß er mich recht gut verstapden bat, er hat sogar das rcrstandcn. was ich nicht ge1agt__babe. Fürchten Sie nicht, meine Hryren, daß ich nun in der rorgeruckten Stunde noch auf eine ausfiihrliche Widerleaung der Rede eiygebe; es wird sich ja dazu wokl noch eine andere Gelegenheit finden, ich habe auch da? (Gefühl, 51:3 ob fie nicht einen so besonderen Eindruck in dem Harxic gemacht hätte, jedenfaüs wird dkr Eindruck im Lande, besondirs in dmx Sccstädtcn, ein noch gerinacrsr fein, und wgs unsere Brüder jenscits dcs Meere?1 dazu sagen werden, das ist mr_r wohl klar, ich Werde mich aber hüten, ks bier zum Ausdrucke zu brmgcn, mit Rücksicht auf die parlamc-ntarisxbr Ordnung.
Ich Wollte nur eine kurze Bemcrkuna dcn Ausführungen ent- .“.egcsnbalten, eine Bemerkung, die mir [“ihr am Plcixxc zu [“ein Wenn, Weil immcr einc Hauptsackw bei aklen Ausführungen drr .'!icdncr von jener Sritc dcs Hauses iibersehen wird, Nämlich, es Handelt “sicb ja nicbt um eine Zahlung von 4 Millionen Mark jahrlich, um 4 Millionen Mark 111116 Stcurrn, wic es immer „heißt. um eine dirrkte fortlaufende Außgabe, bei- ipielste wie für die ArtiUcrie, Reliktet: und was der Herr Ab- geordnete vorgebracht bat; nein, 26 ist eine nuxxbarc Kapital- anlage; diese 4 MiUionen Mark komnmi rrickolick) und mit Zinsen wicdsr Herein auf anderen Gebieten. Es wird das immer iibersehen, und das ist ein HanPunkf in der Sache. Es kommt ja nußcrdcm in Betracht und ist in dsr Vorlage vorgesehen, daf; 1111 Laufs der Jahre, je mrbr di-x Einnahmen steigen Werden, dicse Snmme reduzirt werden wird, es ist ja eine sogenannte gleitende Skala, wie die Engländkr es nennen, eingeführt worden, und wir find übkrzcugt, daß die (Einnahmen, die außerordentlich mäßig vsransöblagt sind, ganz erheblich steigen wcrdkn.
Was dann die eine Frage 11.01) betrifft nach dem Bricfverkehr, so wvlltr 5.11) die W:?) beantworten. Der Herr Abgcordrcte bat herausgereckynxt ::.-51) der Statistik etwa 300 000 Briefs. Die Anzahl der Bricfe abcr, die j-kth fchon vorkommen, um die es fiä) handelt, dckrägt eine Mislion imd dcr Wcrtbvrrkehr crschcint dcsiwlbsd gering in dar Staiistil, .*eil die meisten Wirtbe namentlich Wechsel und dirglrichen undcklzarirt gehen oder in LZUMslhkiLbch Briefen, also von der Statistik nicht zu faffen sind. _
Was die Auffassung von dem gesannnicn EiiiÜuf; die1es Planes auf chung der ratioualen Jndustrir Letrifft, so glaube ick), das; das Land in sxénér iidcrwicacnch Majorität den Ausführungen nicht zur Seite stkbt, die drr Hr. Abg. Richter vorgcbraébt bat.
burg in seim'm Briefe skb! Recht gcbabt hat.
Schließlich hat der Herr Abacordnrte versucht, mir Jiikonsequcnz -
xiachzuwriscn gegeniiber der Steüuna, die ili) 111 den Zeiten cingenqm: men bach, als 'der Weltpostvcrein gegründst wurde. Zu, mcxne
Horrem, 15.) 131511159, das war doch ein äUHLTst derungliicktcr VcriuÖ. 1 .. „ -- . , Jeb stkbc noci.) beute genau auf demselbmi Standpunkte wie damals, Y WMW“ WCW?" MWS ak“ Ugck) 211119171512" MÜ“ , »agsrr, Deutschland woÜe fem 05917). dafiir ngLU, daß 0113
'- Deutschen auswandsrten, aber 'die“ AUSWUUDWUUJ hänge nicht
und die Heutige Vorlage entspricht genan dkm Geiste und den Prin- ziprrn des Wslwostdcreins, wonach «119. Völker ar. ibrcm Tkwilc danach streben sdUcn, den Wcltvcrkebr 511 rrlrichtcrn.
Inskrate für den DLMWM Reichs- WW Könisl. Prc'uß, StaaLZ-Anziigar Md daxz CLUTYÜ'HÜUÖLW- rsgiiisr nimmr an: die Königlickje Expedition dv."- Keutsxhcu MWH-aneigers nnd Königlirh preußischen Maats-aneigerH:
Berlin 8117, Wilhelm-Straße Nr. 82.
1
. könne die deutsche JUdUstkiL gewinnen.
Ick mas; ;
sagen, ich Halte dafür, das; der Professor dcr Physiologie 5113 Würz- 5 seiii, Mun die Vsrbindung sicherer und [dick)tsr wärs. Er sei
Ick habe in ?
Oeffentjiich-ce
. Ztsokbrisfs 11116 UnrsrgnobuugZ-Jaabsu. 5. [minsirjslw Itabkisßdwsnth, 173131111611 nm] Zubbastacjousu, 1411l§€botk:, D'oxlaänugsn 11. (1er1. '“ . 7611181118,?Srpadhcnnst, 81101111381011811 Sta. „78110051111J, Imorrjsatioy, ZiUIJFÜWUJ 11.8.117- 707: 61185le011811 kapjixren.
Berlin, Montag, den 16. Juni
dicscn Ausführungen des Herrn Abgeordneten wirklich die sonst so [:ervorraaendc Gcsundbcit ["einer Logik vermißt und ich möchte wobl wissen, was der Professor der Physiologie in Würzburg auch hierzu sagen würde.
Der Nbg. Meier (Bremen) betonte, wenngleich der Nord: drutsche Lloyd, an dessen Spitze er stehe, die Absicht habe, 1a116 das Geseß angenommen und eine Submission maßge- schrieben werde, eine Offerte einzureichen, so stehe er doch nichk an, für die Vorlage entschieden einzutreten. Er glaube nicht mit seiner früheren Ansicht üver Subventionen für Gesellschaften, die “schlechte Geschäfte macht2n, in Wider- spruch zu gerathen; denn darum handele es sich nicht, sondern um Leistnng und Gegsnleistung, um Linen Postvertrag, bei dym freie Konkurrenz zugelassen werde. Es sei die Frage, ob die Gegenleistung richtig bemessen sei. Viele wiirden sis zu hoch finden, in 0le Zeitungen sei sie al]: gemein als zu niedrig bezeichnet. Er glaub-é, die Regierung habe das Rixdtige getroffen. Gestützt auf seine 27jährige Ec- mhrung und auf sehr genaue Verecbmmgen, nehme er an, daß eme Gesellschaft, die ihre Sache verstehe, unt der Subvsntion auskommen könnk. Der „Norddeutsche Lloyd“ habe in [Liner Berechnung ctwa 10 000 „16 mehr für Kohlen auf jede Rerse angeseßt, wa?.- anf den ganzen Bctrieb 260000 „76. ausmachen würds Lassi“. man absr die Schiffe nicht schneÜer als 11,1,“*, Knoten gehen, so möchte vielleicht die von 021.“ Regierung angeseßte Summe ausreichen, obglsiä) dabei zu bemerkrn sri, daß die Kohlenpreise augenblicklich zismlick) niedrig seien. Sei es angebracht, für den Zweck 4000 000 „17: artSngLben? Er glane, es wrrde sick) doch viel: leicht m1t der Zrit bozahlc-„n. Das lasse sich natürlich nicht mit Zahlen bsweisen. Die Linie [0112 Deutschland mit großsn Länderstrecke'n in Verbindung ssßen. China mit frinsn 300 MiÜionen Einwoimcrn, wo augrnblicklick) wieder drei Provin- ZM dem europäischen Vsrkehr eröffnet seien, werde sich in nicht zu langer Zeit ganz dem europäischen Hand€l ÖffnLU; dann müsse Deutschland bei der Hand sein, um sich seinen Thril daran zu fichérn. Da dort noch sehr viele Eissnbahnen zu banen seien, könne Dentsthland Eisendahnschiencn und soristige zum Eisenbahnbau gehörigen Artikel liefern. Das: werde dann indirekt dazU bsitragen, daß die 4 Millionen rentiren würden. Australien befindr sick) eb€nfa115 in der Entwickelung, auck; dort Schon jetzt sei das déntsckw Elsmrnt dort nicht UnerHeblick), LÖ würde noch weit grö Hir
Überzerxgt, das?, ein nicks unbedrutrndrr Thsil der Answanderung von Amerika sick) ki'mstig nach Australisn wendsn würds Die aus-tralische Régierung bezahle für jeder: Einwandsrer eine ge: wisse Summs, so daß dis. Befördßrtma dahin viellricht nicbt könne ja
davon ab, sir wsrd-x sick) so lange Erhalten, wie cin? Uebervöl:
(1r08sbanäsl. . bitßkariscbs ÜUASZJSU.
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. 'y'grsabikxäsus 881xnuutmaa31xuiig€ u.
1SZ4.
kerung vorhanden sei. Der Verkehr von China und Australien nut Deutschland sei alssehr unbedeutend hingestellt. Dashänge damit zusgmmen, daß eine Menge von Waaren über England gehe, [owth bm_wie her. Von einem Freunde in Kalkutta habe er eme Austellung, wonach sich 100000 Tons Waaren zwi- schsnxDqucbland und Kalkutta bewegten, die alle Mehrkosten dxr Fahrt üdrr England trauen müßten, die bei direkter Ver- bindung _erdpart werden könnten, Es werde gesagt, der „Lloyd“,1011te _es ohne Subvention machen. Die todte Fläche, welche dw Sch1ffe zu durchlaufen hätten nach Australien und Hongkong sei aber so bedeutend, daß dis Frachten es nicht bizahlen . könnten. Wkdyr die Sloman-Linis 11011) die andere Linie kehrten dirrkt pack) 'Dxutschland zurück, sondern machten das davon abhängia, ob sie Fracht fänden, sonst segelten sts noch an die Südwestküste von Amerika, um dort Skalpeterwt. s. w.__zu verladen. Also eincn gewissen Verkehr hatten diese Schine nicht, obgl-nch sie an bestimmten Tagen vdn Hamburg abgingrn. Dis Subvsxition sei so bcmsffen, dgß em? (HeseUschast, welche etwa glaubs, sie als Dividende in die Taiche stecken zu können, 118) sehr tänschen werde. Jede GL- sellfchast werde sich stark anstrengen müssen, um der Kon: kurrenz zn begegnen; er habe darin Erfahrungen. Dxtrch cme feste Verbindung worde der Verkehr gexefflelt, die bestrhenden Linxen würden nicht ge: schäd1gt wsrden, sondkrn von der Zunahme des Vsrkrhrs 11)an Nußen heiden. Mit dieser Bewilligung werde aUerdings em Prazsdcns gßscdaffen; er glaubs aber, wenn solche bedeu- 19110? Monde dasür ?prächen, müsse das Hans doch bewiÜigen. Höhere _chhiiffe zu gewährsn, müßtc er entschieden ablehnen. Das; 516 Schiffe auch fiir Kriegszwecké Eingerichtet werdsn soÜtdn, möchte er entschieden bekämpfen; ein Schiff, welches dem Handel und _dem Krisgr dienen 10119, dürfte für beide Zwrcke untaug_lich [ein. Auf wsitrrs Einzeliiheiten könue wohl 111 der Kommssion eingegangen werden.
Der Abg.1)r.Reichensp€rg€r (Ersfeld) stellts den for- mkilsn Antrag, die Vorlaae der Vnögetkommission zu über- WLlsEk]. Das vorgelégte Material ssi nicht sxsrade sehr gründ- lich; 10111811 95 Englamd 1191r1ff6, beweise ss aber gerade, mo- l)ii; man mit 101ch€11S1100€1111011911 komme. 3011911qu2 müßten dafiir gewichtigsre Gründe angefiihrt wsrden. Selbstdrrsach- vyrständigß Abg. MsirrBremdn hal“? nur gesagt, daß sich das Unternohmsn virileicht rkntiren werde. Man könne dÜLGLfÜbl nicht iititerdri'xckeii, da;; das Hamburgsr Unternehmrn, welcher: sick) bis )?Yt_jchon 10 mel Mühe gegébcn habe, durch Eine so be- günstigte Konkurrénz zu Grundr achrn wcrden Brffer wäre es jedenfalls, wenn Lin anchiidrlickzcr Vertragsentwurf, wie das 111 Frankreich gésckxlx, vorgelégt würde.
_ _ Dis Vorlagr wurds darauf dEr Budgetkommiffion Übsr- 113191911.
Hierauf vertaxxte sick) das Herus 11111 Montag 11 Uhr.
*
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Steckbriefe und Untersuchungs-Sachen. [27904]
[27907] Steckbrief.
_ Steckbriefs-Erueuerung, _ _ Der hinter drn Portier Friedrich Gottlieb Hönicke [affen zu woÜcn.
dies geschehen, gefällige Nachricht amber gclcmgcn von Geboten anzumelden und, falls der betreibende
Gläubiger widerspricht, dcm Gerichte glaubhaft zu machen, wrdrtgcnfaüs diciclbcn b:? Feststcllimg des
Das bedeute 5000“
Gegen den unten beschriebenen Kaufmann EdwinCon- stantin Herry Kromrey, geborcn am 30. Mai 1852 zu Berlin, zuletzt birr, Bébrenstr29 wohnhaft geWesen, welcher sich vrrdorgen hält, ist die Uniersuchungsbaft Wegen Unterstblagung und Brkruges in dé". Akten F. 11. L*]. 362/84 verbä:igt.
Es wérd ersucht, denselben zu verhaften und in das Urtersuchungsgefängniß H'»! Berlin, Ali-Moabit Nr. 1.1 / 12, abzulirscrn.
_ Berlin, den 12. Juni 1884. Königliche Staatéxanwaltschaft beim Landgcrirbt 1.
Beschreibung : Wirk 32Jabrc, Größe] 111 72-73011), Statur miitel. breitsäzultcrig, Haare dunkelblond, Stirn b9ch, Bart:Schnurrbart, Augx-nbrauen dunkc1, Nase gewöhnlick), Zähne gut, (Gesicht rund, Gcsichtsfarbe gesund, Sprache dcmscl). Kleidimg: stets nobel _gc- kleidet. Besondere K::niizeichcn: schöne stattliche Gcstaki.
("27 903] Stéckbrief.
_ Gegen den unten beschriebenen Restauraicnr, „früheren Baucrßutsbefiyer Johann Joachim August Hume, Welckxer flüchtig ist, ist die Untersuchungs- bafi wegen wiffcntlichcn Meincidcs in den Akten 0. "I. 1. Nr. 288. 84. verhängt. _
Es wird ersu-.1)t,denselbcn'5u verhaften und in das Unfersuchungßgsfängniß zu *Alli-Moabir 11/12 ab- zulicfern.
Berlin, Altmoabit Nr, 11/12 (MM.), den 12. Juni 1884.
Der UntersuchungsriMer bei dem Königlichn Landgericht ]J.
Jobl.
Beschreibung: Alter 44 Jahre, geb. 9./6. 40 zu Schönfeld, Größe 1,67 m, Statur unterfeyt, Haare dunkrlblond, Bart Schnurrbart, Augenbrauen blond, Augen grau, Nase gewöhnlich, Mund gewöhnlich, Zähne vollzahlig, Kim1 rund, Gcsicht oval, Gesichts- farbe gesund, Sprache deutsch.
[27902] Steckbriefs-Erledlguug.
Der gegen den Arbeiter Friedrich Franz Kinne- mann, geboren am 29. September „1847 zu Dobrikow, unter dem 7. Februar 1884 m deLAkten .). 11. (1. 991. 82 Seitens der Königlichen (Htaats- anwaltsckoaft bei dem Landgerichx 1. zu Berlin er- lassene Steckbrief hat seine Erledigung gefunden.
Berlin, den 12. Juni 1884.
Königliches Anitsgericbt ]., Abtheilung 89.
in den Akten ). 1]. b. 1014. 83 0. 12, 1. _94. 84 wegcn wiederholten Diebstahls unter dem 22. Fc- bruar 1884 erlassene Steckbrief wird hierdurch cr- neueri, Berlin, den 10. Juni 1884. Königliches Landgericht ]. Dcr Untersuclyungs - Rickyter : Jodl
[27905] Steckbricfs-Erueuernng. _ Dcr hinter die verehclichte Portier Heinicke, Berxkya, geborne Müller, in den Akten ). 11. 13. 1014. 83. [I. R. 1. 94. 84. Wegen wiederholten Diebstahl§_ unter dem 22. Fc- bruart1884 erlassene Stcckbrie! wird hierdurch 21"- neuer . Berlin, den 10. Juni 1884. Königlich2s_La11dgericht. ]. Der UntermchungSrichtcr. Jobl.
[27906] Steckbriefs-Erneuerung, Der Hinter den VerficherurgZ-Beamten Hugo Rixhard Rudolph Tobe in den Akten „1. U. b, 1014. 83. U. R. 1. 94. 84. Wegen Yehlcrci unter dem 22. Februar 1884 er- laffenc c»tcckhricf wird hierdurch erneuert. Berlin, den 10. Juni 1884. Königliches Landgericht ]. Der UntersuchungSricbter Io [) 1.
[27944]
(Gegen den Handarbeiter Johann Julius August Bethmann aus Laucha im Herzogtbum Gotha, z.. Zt. unbekannten Aufenthalts, ist Wegen Ueber- tretung des §. 360 Z. 3 des Str. G. B. durch Urtbeil des Herzoglichen Schöffengericbts Tenneberg vom 11. Juli 1882 eine Strafe von 50 „M event. im Unbeibringlichkeitsfalle 25 Tage Haft rechtskräftig erkannt wvrden. _
Es wird gebeten, diese Strate gegen :c. Bechmann
im Betretungsfalle vo11strecken und darüber, das;
Schloß Tennebexg, den 11. Juni 1884. Herzoglich säcb]. Amtherichj. 21511). 11. - leischbauer.
[27901] _Strafreäxtspflege. _
„Durch Urthcil Gr. bad. Landgeriwts Karlsrubc, Strafkammer ]., vom 31. Mai 1884 Nr. 3155 Wurde erkannt, daß das Urthcil dchldcn (Hrrick-ts vom 26. Oktober 1881, durch welcbrs August Stather wegen mehrfacher. VornaZymr unzückxtiger
Handlungen mit einer Person_ untc-r 14 Jabrcsn,-
nntcr Annahme Uii1dernder Um-iände, mit 1 Jäbr 8 Monaten Gefängnis; sowie zur Tragung der Kosten verurtbeilt worden_ ist, aufzubebkn, August Stather von der Anklage freizuspreckocn sei und Gr. Staatskasse die Kosten zu tragen babe. _
Dies wrrd zur öffentlichen Kennxnif: gebracdi.
KarlSru :, den 7. Juni 1884.
(Gerichts cbreiberei des Gr. bud. Landgericßt's.
W. Kohler.
Subhastationen, Aufgeb-yté, Vor: ladungen u. dergl.
[279601 ZWangsversteigerung.
._.-
Jm Wege der Zwangsvoüstreckmxg sol] das im,
Grundbuchs von Alt-Scböneberg Band 14 Nr. 678 auf den Namen des Kaufmanns Emil OScar Hirsch eingetragene, bierselbst in dcr Schwerinstrafkc Nr“. 6 belegene Grundstück am 9. September? 1884, Vormittags 91 1lhr, vor dem untcrzcickmeten Gerickst - an GcrÉts- stelXe - in der Jüdenstraße Nr. 58, ] Trcvpr, Saal Nr. 11, versteigert werden.
Das (Grundstück ist mit 12450 «ck Nutzungs- Wertl) zur Gebäudesteuer veranlqgt._ Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte AbWriit des Grund-
bucbblatts, etww'ge Abfckyäßmmcn und andere das"
Grundstück betreffende Naäonwisunacn, sowie besondere Kaufbedingua rn können in dcr Gerickotsschreiberei, Jüdenstraße r. 58, 2 Tr., Zimmer 29, eingkschen werden.
Alle Realberccbtigicn werdcn (Zufgefordert, die nicht Von selbst auf den Ersteher ubergehenden An- sprüche, deren Vorhandensein oder Betrag aus dem Grundbuche zur Zeit der Eintragung des Versteige- rungsvermerks nicbt hervorging, insbesondere der- artige Forderungen von Kapital, Zinsen, wieder- kehrenden Hebungen oder Kostexg, spätestens im .Ver- steigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe
(cringiicn Gebots nicht beriicksichtigt werden und bei Verchtlun? dcs Kaufgcldes gegen die bcrück'fiMi-gten A1118r11chx m Range zurücktreten.
"chxcmgcn, Welche das Eigenkhum des Grund- stucks beanspruchen, Werden aufgefordert, vor Schluß dcs Verstetgcrunxxstermins die Einstellung des Ver- sabrexis- berbetzyfubrcn, widrigenfaüs nach erfolgtem ZuschvaLdas Kaufgeld in Berg auf den Anspruch an die Stelle_ des Grundstücks tritt.
'Das Urtbetl über die Ertdcilmig des Zuschlags wird am 9. September 1884, Vormitta s 114 Uhr, (121 Gerichtssteüe, in dcr Jüdenstraße r. 58, ] Treppc, Saal Nr. 1.1, verkündet werden.
Berlin, drn 3. Juni 1884.
Königlichs Amtsgericht 1. Abtheilung 51.
[27961] Zwangsverstetgerung.
Im che dcr ch'riJSvoÜstreckung soll das im Grundbucbc von der Kdnigst'adt Band 77 Nr. 4102 auf den Namen des Mühlenbesißers Carl Martin Engc1bcr1 Franz Karnpffmedcr zu Hobemühl: bei TAMM cmgetraane, m der Mühlenstraße Hiekselbst' bclcgcne (Grundstuck
am 19. Nngusi 1884, Vormitkags 10 Uhr, vor dem gnterzeicbnetcn Gericht -- an Gerichts- st-sllr _- Judenstrach 58, 1 Treppe, Zimmer Nr, 12, vsrstergert werden.
DJS Grundstück ist mit 5300 «Fi Nußungs- wertd zur chäudesteuer veranlagt. Auözug aus der Steuerrokle, „beglaubigte Abschrifi de:“; Grnnd- buchblaFZS, etwaige Abscbäyungegi urkd andere das Grundjtuck betreffende Nachweimngen, sowie be- sondrre Kaufßbrdmgungen können in der Geriébts- schretbere1, Judenstraßc 58, 2 Treppen,Zin1mer 29 a., eingesehen werden.
„21118 chlberechtigken werde.". aufgciordert, die ntch1_von selbst auf den _Crsteber übergehenden An- sprüche, dercn Vorbandeniein odcr Betrag aus dem Grundbuchc zur Zeit der Eintragung des Verstei- gerungsvermerks nicbt heryorging, in_sbesondere der- artige Forderungen von Kapital, Zinsen, wieder- kehrenden Hebungen oder Koster], spatestens im Ver- steigerm.gstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von (Geboten, anzumelden und, falls der betreibende (Gläubigerwtdcrspricht, „dcm Gerichte glaitbbaft zu machen, widrigenfalls dieselben dei Fest-"tellung des geringsten Gebots nicht berüci'fichtigt werden und bei '