welcber die Zuerkennung des Wahlrechts an Frauen be- traf, mit 28 276 gegen 11 223 Stimmen abgelehnt wurde.
Die Periode der Hike und Dürre wurde gestern m den nördlichen Staaten durch heftige S_türme unterbrozben. Blisschläge richteten mehrfach viel Unhezl an_. Im weßiichen Pennsylvanien wurden vier Personen, m Wisconsin zwei und in Richfield Springs ein Mann durch Bliß erschlagen._
New-York, 27. uni (Allg. Corr.) Der Präsident Arthur hat die Schi fahrts-Bill unterzeichxiet. _ Der Gouverneur Cleveland bleibt der Günstling der _ver- schiedcnen Staatskonventionen, welche versammelt smd, nm Delegirte iür die demnöchst in Chicago zusammentretende Demokraiifche Konvention zu wählen. Doch werden au_ch die Namen anderer hervorragender Demokraten als Kandidaten für die “Vräsidentichast genannt. Das „Tammany Hall““:Ele- meni in New-York ist gegen die Kandidatur Clevelands.
_ 30. Juni. (W. T. V.) Die amerikanische R_e- gierung Kiehl Maßregeln zur Verhinderung der Em- schleppung der Cholera in Erwägung.
Afrika. Egypten. Kairo, 28. Juni. (Allg. Corr.) Zebehr Pascha empfing die Meldung, daß die von ihm nach Khartum zu dem General Gordon entsandten Boten bei ihrer Ankunft in Abu Hamad angehalten und xu Ge- fangenen gemacht, später aber unter der Obhut von Arabern nach Berber gesandt und ihnen bedeutet wurde, d_c_1ßi1e unter Eskorte nach Khartum weiter gesendet werden wurchi. Der Araberchef, der sie festnahm, war Abu Khtkle. _ Eni Telegramm meldet, daß der Mudir von Dongola bei dsr Ankunft des Befehls, die Stadt zu räumen, abwesend war.
Zeitungsftimmen.
Die „Eliaß-Lothringische Zeitnng“ e_ntbäit emen weiterrn Bericht über den Oberschwäbischen Parteitag m Ulm, wxlckzcm wir folgende Strüen aus der dort gehaltenen Rede des Ober=Bürgermeisters von Augsburg, Fischer, e_ninebmen:
. . . . In den ersten Jahren der gemeinsamen T_batmkeit dicser ncuen dcuticben Volksvcrtretung schirn rs, als wenn dzise rtretung im vollen Bewußtsein der ihr auferlegten Pflicht an die _A ett geben wollt.“, 0er nur zu rasch babe man in der Vertrejung ker deuxichen Naiion von vielen Seiten vergessen, rvem man es_ denn etgeni- lich zu danksn babe , daß wir in den verschiedenen deu:- scben Staaten uns als Bürger eines großen gemeinsaxnen Vaterlandes betrachten diirfen. Innerhalb der liberalen Partei baba sich eins Fraktion aussebildet, welcbe ihre Hauptaufgabe in der Opposition um jedcn Preis, ja im Skgndalmacben suchte. (Lauter Brifali.) In Folge dessen sei die liberale Partei immer weiter berabgekowmrzi und habe an Einfluß verlorrn. Man babe von jener Seite [cbließlrcb jeden Andersdenkendrn damit niederzuschlaaen gedacht, daß man er- klärtc, er sei kein liberaler Mann mehr. Abrr es giebt auf der Welt keinen allgemein gültigen Katechismus des Liberalismus. Es sei nicht gut und nicbt möglich, sich über das Einzelnc zu streitrn, sondern es müsse die Verständigung in der Hauptiarbe gesucht werdxn u::d drr grundlegende Gedanke müsse das Wohl des Vaierlankes [cm.
Der Redner ging dann dcs Weiteren auf die Vereinigng von Sczcifion und Fortschritt ein und sagte: „Nun lassen Sie m_1ch auf die Ereignisse kommrn, dir maßgebend waren, als es fich um dte_Fe[i- stcÜung dcr Heidelberger Beschlüsse bandelte. Sie wissen, wie in unserem Reiwstag mehr und mehr bei dcn ganz nach links stehenden Parteien es als lcitendcr Grundsatz anerkannt worden ist, untcr allen Um- _i'tändcn 'das Grgenibeil zu wollen, was von der'Reaicrung vorgeschlagen wurdr. Es kann aber unmögliib zum Brgriff des Liberalismus gehören, sogar gegen das, was im ausgrsprochenen Interesse des Liberalismus selbst liyxit, Oppofition zu machen. . . . Man hat lange bebauvici, wcnn Jemand liberal beißen wouc, so miisye er ein absoluter _Frei- bändlxr seis. Ick habe das nie begriffen. Noch Nirmand isi es eingriallen. zu bcbaupten, daß die republikanischen Franzoic'n, die doch
gewiß Liberalismus genug haben, deshalb auch Frribändler skin miiffen. Ja, man hat uns nirgends mehr avsgelacbt mit unserer Freihandelspolitik, als gerade in Frankreich, . . . Jeb karin mir allerdings ganz gut den Fall denken,
daß man ziim Freibändler würde, nämlich wenn unsere Nachbarn auch den Freihandel einführen wolltrn. Aber dulden, daß sie uns unseren Markt verderben. während fie uns den ibrigen verbieten, das geht nicht und wenn Rich1cr und Bamberser es zehnmal als das allem Seligmarbcnde binstilicn wolien.“ Writcr betonte er die Noibwrn- digkeit der Ausgabcn für die Armee, die Notbwrndigkeit des Taback- monopols, ..... und fuhr dann fort: „Ick denke, nach diesen Beiracbiungen könrtcn wir uns grgrnieitig das Gelöbniß gebcn, daß wir auf dcr in Heidelberg neugeschaffenen Grundlage einer nationsien und maßvoll liberalen Partei wirken könncn für das Wohl des Vaterlandes.“ Man babe ihnen Oft vorgeworfen, daß [i: Bis- marck bedingungslos folgten, aber man dürite dem docb wobl dankbar sein, der vor ailen Andern (195017811 habe, das große Deutschland er- stehen zu machen. Wir molien dabrr nicbt vor der Anschuldigung zurückschrcckrn, Anbängrr kes Schöpfers des Reiibs z_-_i [ein. Der Vortrag scbloß mit einem von unbeschreibiirber Bcgcisierung aufge- nommenen Hock) auf das Vaterland. _
Nach dem _Referat der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung“ theilte dcr _Redner bei Besprechung des Taback: monopols Folgendes mit:
Als ich 1871 zum ersten Deutschen Neickostag nach Berlin ging, sagte mir ein Augsburger Freund auf dem Bahnhof, _ und der Frrund, inzwischen leider verstorben, war ein Tbeilbabcr der be- rübmtcn Tabackfirma Lol,“.bcck und Cie. _ der sagte mir: „Ick will nur schen, ob Sie uns nicht das Tabackmonopol mitbringen!“ Ich war damals einigcrrnaßkn überrascht, denn ich babe selbst nicbt geglaubt, daß die Sache sobald brennend werden wird, und ich babe ihm das unverbolcn erklärt; der Mann aber gab mir zur Antwort: .Es giebt aber in Europa keinen [großen Staat, der seine Macbtsteliung aufrrcht er- bält, obne daß er die Mittel zum großrn Theile aus dem Taback zieht Jetzt ist Drutscbland rin großer Staat grwbrden, Dauischland wird eine groß“: Hecrrsmacbt brauchen, und es wird aus denselben Gründen wie alle umliegenden Großstaatcn dazu kommen, das Geld dazu beim Taback zu bolsn.“ (Bravo !)
Statistische Nachrichten.
_ Gemäß den _Veröffentlichun en des Katierlichen (Gesund- bettSamts smd m der 25.Ja reswocbe von je 1000 Einwohnern, auf den Jahresdurchichni_tt berechnet, als 9 e sto rb e n gemeldet: in Berlin 25,9, in Breslau 29,8, m Königsberg 27,7, in Cöln 25,6, in Frankfurt a. M, 20,1, in Hannover 21,8, in Gaffel 19,2, in Magdeburg 21,8, in Siettin 22,8, in Alto_na 24,1, in Straßburg 23,0, in Merz 22,5, in München 29,3, in Nurnberg 24,7, in Augsburg 30,9, in Drrs- den 21,4, in Leipzig 26,8, in Stuttgart 26 5, in Braunschweig 249, in Karlsruhe 23,0, in Hamburg 22,4, in Lübeck _, in Wien 26,6, in Budapest 40,1, in Prag 34,8, in Triest 24,6, in Krakau 42,3, in Basel 10,1, in Brüssel 27,6, in Amsterdam 24,1, in Paris 23.2, in Lo :don 17,8, in Glasgow 24,6, in Liverpqxl 26,6, in Dublin 27,1 in Edinburg 19,6, in Kopenhagen 23,1, in Stockholm 24,4, in Ébri- iiaaia 21,0, in St. Petersburg 32,2, in Warschau 26,9, in - deim 37,0, in Bukarest 26,7, in Rom 30,1, in Turin 29,8, in Madrid _, i.“: ?lierandrien 34.1. _ Ferner in drr Zeit vom 25. bis 31.Mai ct.: in New-York 25,4, in Philadelphia 20,6, in St. Louis 14,0, ir? Chicago _, in Cincinnati _, in San Franzisko 20,6, in Kaikuiia 37,9, in Bombay 25,9, in Madras 53,5.
Beim Beginn der Beri-thwocbe berrscbten an den deutschen Beobachjungsstationen nördlicbe und nordwestliche Windrichtungen, die auch an den meisten Stationen mit voruber ebe_ndem Wechsel mit West und Südwest, an den Oststationen,_ owie in Berlin und Bremen während der Berichtswvcbe vorwrogend bliebxn, nYk in Karlsruhe gina der Wind schon am 16. nach_ Sudwesi, m Munchen am 19. nach West und blieb an diesen Stationen_ bis zum Schluß der Woche aus diesen Richtungen webcnd. _ Die Temperatur der Luft war eine niedrige; drr Wochendurchscbnitt der Luftwarme lag an allen Stationen um mehrere Grade Celsius unter der normalen (an den süddeutschen Stationen um über 50 C.) In Karlsruhe sank das Thermometer am 18. bis 4,20 E.; _m Komß am 17. bis 3,60C. Niederschläge, oft im Gefolge von Gewittern, aucb Hagxl, erfolgten häufig und meist auch in_ crgiebigem Maaße. Der beim Wbcben- beginn mäßig bobe Druck der Luft sank an den meisten Stattonxn, siirg am 17., nabm jedoch am 20, Juni wieder ab. _An den sud- deutsében Stationen stieg der Luftdruck beim WochenbeJtmr, sank am 16. Juni und zeigte vom 17. ein ähnliches Verbalien wie an den anderen Stationen. _
In Folge der auch in dieser Berichtsnwxbe vorberrscberiden kühleren Witterung waren die Sterblichkeitsverbaltnisse der meisten arößercn Städte Europas günstiger als_ in der v_orangegangrnen Woche. Die aligemeine Sterblicbkritsverbaltnißzabl fur die deuticben Städte zeigte eine kleine Abnahme und sank auf 24,5 von 24,7 der Vorwoche pro Mille und Jahr berechnet. Insbesondere war die Tbeilnabme des Säuglinasaltets eine etwas verminderte, so daß von 10000 Lebenden aufs Jahr berechnet, 87 Kiader uiiter 1 Jahr siarben, gegen 88 der Vorwoche; in Berlin 101, m Mumben _128.
Unter den Todesursachen zeigen die Infektionskrankbeiten tm All- gcmeincn nur wenig Veränderungen Masern haben etwas weniger, jypbbse Ficber etwas mehr Todesfälle hervorgerufen. Auch Parm- katarrbe und Brecbdurcbfälle der Kinder fubrtexi nur _wenig haufiger zum Tode. _ Masern traten noch immcr in einer großeren Zahl von Städten häufig als Todesursache auf; die Zahl der S_terbefailean Masern war in Berlin. Essen, Rotterdam, London, Turm gesieigert, auch aus Stuttgart und Göttinaen werden mehrfacbe Todesfalle gc- meldet, in Stritin, Breslau, Ratibor, Passau, Bielefeld, Hamm, Haag, Glasgow, Liverpool, St. Petersburg wurden Maserntodrs- fälie seltener. _ Das Scharlacbfirber zeigte in Danzig, Berlin, Wien. Amsterdam eine Steigerung, in Königsbrrz, Muycben, London, St. Petersburg eine Abnahme der Sterbefälle. _; Diphtherie und Croup veranlaßtcn in Stow, Nürnberg,_ Chemnitz, Leipzig, Halle, Triest, Amsterdam, Stockholm, Christiania, St. Petersburg, War- schau mehr, in Stettin, München, Berlin, Dr_esden, Etleben, Frank- furt a. O., Bremen, Paris, London u.a. weniger Todesfqlle. _ Der Keuchhusten forderte in Berlin. London, Glasgow, Cdmbnrg vixl Opfer, in München hat die Zabl derseiben abgenommen. Typboje Fieber wurden in Breslau, Berlin, Paris, London mehrfach Todes- vcranlaffung. _ Sterbefälle an Flcckiyphus wurden aus dentsrben Städten nicht gemeldet; aus Krakau, London, Odessa, Malaga, Murcia kamen je 1, aus St. 5).)etersburg 2 zur Anzeige. _ Darm- kaiarrbe und Vrecbdurchfälie der Kinder zeigten eine nur unweieritlicbe Zunahme der Sterbefälie in deutichrn wie in außcrdcutschxn Siadtxn. In größerer Zahl veranlaßten fie in Közn-Zsbcra, Danzm, Stettin, Breslau, Miinchen, Augsburg, Gera, Letp_ztg, Berlin (109), Ham- burg, Straßburg: Todesfälie. _ Sterbefalie an Ruhr kamen nur vereinzelt zur Meldung. _ Dem Kindbetifiebcr erlagen in deutschen Städien 16 Frauen. _ Sterbefälle an Pocken wurden seltener. Aus deutfcben Städten kamen 2 (jr 1 aus Berlin und Metz) zur AnzeiJe. In Wien, Pcst, Paris. Glasgow, Manchester. O_deiia, Venedig. Murcia zeigten fich Pockcn in beschränkter Zabl; m_Krakau, St. Petersburg, Prag nimmt die Epidemie ab, in Brussel, London, Liverpool, Turin, Lissabon zu. Ankh in Madras sank die Zabl drr Opfer. _ In Kalkutia erlagen der Cbolera (vom 27. April bis
3. Mai) 106 Personen, in Bombay (21. bis 27. Mai) 8, in Madras“
(19. bis 25. April) 3. Urber die Natur der in TOUlNJ ausgebrocbenen Cholera ähnlichen Krankheit Werden von Reichswegen nahere Ermittelungen veranlaßt und gegen die event. Verbreitung ent- sprecbendc Maßregeln vorbereitet. _ _ _ _ _ __ WWWUU-W „TK . „;.-.*. ,. *“: ...." k.. ..“-.: . k..-;-'. _ ! Verkehrs-Anstaltxn._W__"______ ___ «"___",
Rei Ös -Kursbuck. Bearbeitet im Kursbureau des Rrichs-Pbsi- amis. 1884. Sommerausgabe Nr. 4. Juli. Berlin, Julius Springer. Preis 2 M _ Während das Kursbuch sonst in Zwischen- räumen von ]i_2 Monaten erscheint, bringt jeder_der_Monate Juli, August und September mit Rücksicht auf die Reisesaisow eine n_eue Ausgabe, in weicbcc alie Aenderungen dsr Sommerfabrplane beruck- sichtigt werden. Die Juli-Ausgabe ist sorben ausgegeben worden und cnibält neben wesentlicberr. das Ausland betreffenden Aendrrungrn vornehmlich solche neue Verbindungen, Welche mit _den Reifen xn Bader und SOMMerfriscch zusammenbängen; sie ist deshalb fur jeicn Touristen als ein Fübrer, auf den man fick,) unbedingt Verlassen kann, unentbehrlich. _
_ Um dem Publikum bequemere und vermrbrie Gelegenheit zum Besuche von Swinemünde und der benachbarten Badeorte bezw. ibrcr sich dort aufbsliendrn Angehörigen zu geben, wird vom 5. Juli er. ab bis auf Weiteres regelmäßig an den Sonnabendrn ein 1chncllfabrender, Nachmiitngs 4Ubr 15 Minuten von Berim abgebender und Abmds 8 Uhr 47 Minuten in Swinemünde _em- Treffcnder Peri onenzua eingelegt. Dcr sprzielle Fabrplan_dteses Zuges (Nr. 539) ist aus dem auf drn Bahnhöfen ausgebqngtcn ankatfabrplan der Königiichen Eiienbabn-Direktion zu Berlin zu crieben. Für diesen Zug selten die gewbbnlichrn Tour- und Retour- btlicts, auf welcbe Gebäck befördert wird.
„Hamburg, 1. Jali. (W. T. B.) Der Postdampfcr „Wieland“ der Hamburg-Amerikanischen Packetsabrt- Aktiengesellicbaft ist, von New-York kommrnd, gestern Abend 12 Uhr auf der Elbe angekommen.
Sanitätswesen und Quarantänewesen.
Quarantänemaßregeln ?EÉQT'ITN'W aus Anlaß desAusbruchs eincr ck01era-äbnlichenKrank- beit in Toulon und Marseille.
Die österreichischen Uiid ungarischen Scebebörden haben gegcn aUe Schiffe aus den französiscbcn Miitelmrerbäfcn (Algier ein- geschlossen). welcbe dort seit dem 16. Juni ausgefahren sind. eine 10tägige Beobachtungsquaraniäna angcczrdnet. Die Dauer derselben erhöht sich, Wenn die Srbifie keine gcmnde Ueberfabrt gehabt haben und nicbt mit normalm Verhältnissen anlangen.
Der Statthalter von Nirder-Oesterreich hat an den Magistrat zu Wien sowie _an 0112 Bezirkshaubtmannscbaften einen Erlaß ge- ricbtei, woriwdtesen aufgetragrn wird, von dem Tage an, wo die amtliche Bestatigung cinträfe, daß die in Toulon vorgekommenen Sterbefälie und Erkrankungen Fälle der 05010» 881813108. seien, in ihrem Wirkungskreise die von der Stattbaltcrei aus Anlaß der Cholera in Egypten am 12. Juli 1883 erlassene Verordnung sofort in Kraft zu [eben.
Die niederländische Regierung bat mittels Erlasses des Ministers des Innern vom 25, Zusi d. I. auf Grund der Art. 1 u. 2 des Geseßes vom 28. März 1877 drn Hafen von Toulon für cholera-inficirt erklärt. _
Die portugiesi1che Regierung hat unterm 25. Juni d. I. vom 9. Juni ab_ den Hafen von Toulon als von der Cholera an- gesteckt,_ die iibrigsn Häfen Frankreicis im Mittelmeerc als jener (Epidemre verdacbtig erklärt. In Folge dessen Werden die von Toulon kommenden S_cbiffe _einer strengen achtiämgz2n Quarantäne, die Pro- venienzen der in zweiter Linie genannten Häfen eiKer fünftägigen Be- obachtung unterworfen.
_ Die griechis che Regierung bat die für Marseilie festgesetzte 5 tagige Quarantane_auf aUe französischen «Häsin des Mittelmeeres aus- gedehnt, Smd wahrend der Ueberfabrt vcrdächtige Erkrankungen borgrkommrn, so dauert die Quarantäue 11 Tage Mid ist in Korfu odcr Delos abzuwarten. *
Berlin, 1. Juli 1884.
Krolls Tbeater. Frl. Regina Klein, deren erstxs A _ ursprünglich auf beute angesetzt war, tritt, neuerer Bestia! _ folge, erst am Donnerstag auf, und zwar als Leonore im . _ ' dour'. _ Morgen geht „Orpheus“ von Gluck mit Fr. Papier zum leßten Male in Scene. Die gefeierte Wiener _ _ tritt nur noch zwei Mal als Gast hier auf. [___ London, 26. Juni. (A. C.) Im Coventgarden-Tbe'a'ier wurde am Mittwoch Abend Beethovens .Frdelio" in deutscher S ebe aufgeführt. Die Vorstellung war eine der gelungensten, wel e die unter Leitung der Herren Franke und Richter stehende deutstbe' Oxerngesellschaft in dieser Saison geboten hat. Die HaYt- ro en waren wie folgt besetzt: Leonore, r_. _Luger' Marzellina, [. Kalman; Pizarro, Hr. Reichmann; der mister, Ö _ Rocco, Hr. Wiegand; Florestan, Hr. Oberländer; Jacquino, :. Schwedter. Nach den Aktscblüssen wurden sämmtliche Darste er mit stürmiscbem Applaus bedacht. Ein Beifallssturm belohnte auch das Orchester für die gediegene Weise, in welcher es die dritte-
Leonoren-Ouverture, welcbe der Oper vorangirzg, spielte. Sehr rübmlicb war die Leistung der Fr.Luger in der Titelpartie. Bäder-Statistik. _ Personen Narben bis zum 21. Juni (Fremde und KurgästZ . 8637 Alexisbad (nebst 1_7_3 Durchreisenden) am 15. uni (an- wesende Badegaste) . . . . . . . . . . . . Arnstadt bis Mitte Juni . . . _?Z
Augustusbad bei Radeberg bis Mit'te 'Ju'ni'(10'8 'Pa'eteien)" Baden-Baden bis zum 27. Juni (Fremde) . . . . . . 17 463 Berka a. d. Jlm bis Mitte Juni . . . . . . . 183-
Bertricb bis zum 16. Juni . . . . . „_ . . . . . 218 Blankenburg (Schwarzatbal) bis Mitte Juni . . . . . 50 Brückenau bis zum 26. Juni . . . . . . . , . . 140“ Burticheid bis zum 25. Juni . 559“ Colberg bis zum 21. Juni . . . . . 556 Cranz (Ostpr) am 15. Juni (anwesend). 390 Dievenow bis zum 15. Juni. . . . . 48 Elgersburg bis Mitte Juni . . . . . . . . 171 Elmen b. Großsalze bis zum 8. Juni (Nrn.) . . 1268- Elster bis zum 23. Juni (1219 Nrn.). . . . . . . . 1803- Ems bis zum 25. Juni (nebst 2617 Durchreisenden) . . 3771 Flinsberg bis zum 22. Juni . . . . . . . . . . . 526 Frankenhausen (Kyffhäuser) bis Mitte Juni . . . 225» (einschl. 45 Pfleglinge drr Kinder-Heilanftali.)
Friedrichroda bis Mitte Juni . . . . . . . . 953 Gcorgentbal bis Mitte Juni . „_ , . . . . . . . 43- Goczalkowitz bis zum 20. Juni (neb1t 34 Durchreisenden) . 1937 Großtabarz bis Mitte Juni . . . . . . . . . . . 120 Hamm bis zum 15. Juni (nebst 20 Durchreisenden) . 120 Heringsdorf bis zum 15. Juni . . . . . . . . 310 Homburg bis zum 26. Juni . 2522" Jimenau bis Miike Juni . . . . . . . . 153 IonSdorf bis Mitte Juni (26 Parteien). . . 47 Karlsbad bis zum 24. Juni (10 806 Parteien) 13 954 Kissingen bis zum 26. Juni . . . . . . . . . . . 4926- Königsbrunn bci Königstein (Elbe) bis Mitte Juni
_ (14 Parteien) . . . . . . . . . . . . . 90' Köyigsdorff-Jastrzemb bis zum 18. Juni (75 Nrn.) . 118 Köien bis . . . . . 555
zum 20. Juni (236 Nrn.) . . . Köstriß bis Mitte Juni . . . . . . . . . . . . 99 . . . 134
2 186 242
Kreischa bis Mitte Juni . . . . . . . Kreuznach bis zum 27. Juni (Nrn.) . . . Langcbrück bis Mitte Juni (93 Parteien) . . Liebenstein (Sachs.-Meininaen) bis Mitte Juni . . Liegau bei Radeberg bis Mitte Juni (32 Parteien) . Lippspringe bis zum 29. Juni (Nm). . . . . . Lobenstein (Reuß) bis Mitte Juni . . . : . Luisenball bei Stotternheim bis Mitte Jum . Marienborn bei Panscbwiß bis Mitte Juni (78 Misdroy bis zum 15. Juni . . . . . . . Münster am Stein bis zum 25. Juni (Nrn.) . Nauheim bis zum 26. Juni . . . . . . . Neuenahr bis zum 28. Juni . Neuhäuser am 15. Juni Neukubren am 15, Juni . . . . . . . . . . . . Obernigk bis zum 25. Juni (Kur- und Erholungsgäsie) . OcykbbaMIki bi)s zum 27. Juni (nebst 2103 Durchreisen- en,rn................ Oppelsdorf bei Reibersdorf bis Mitte Juni (65 Parteien) Oybin bis Mitte Juni (36 Parteien). . . . . . . Polzin bis zum 17. Juni . . . . . . . Putbus bis zum 15. Juni . . . . . . . . . Pyrmont bis zum _27. Juni (einschl. der Durchreis.) Rastenberg bis Mitte Juni . . . . . . . . . . . Reinerz bis zum 26. Juni (nrbst 735 Erholungsgästen und Durchreisenden). . . . . . . . . . . . . . Rubla bis MitteJuni. . . . . . . . . . . . Salzuflen bis zum_ 26. Juni (außer 31 Einheimischen). Salzungen bis Mitte Juni . . . . . . . . . . Saßniß bis zum 15. Juni . . . . . . . . . . . Schandau bis Mitte Juni (außer 4288 Durchreisenden) (255 Parteien). . . . . . . . . . . . . . Schlangenbad bis zum 26. Juni Schmalkalden bis Mitte Juni . Schwalbach bis zum 26. Juni . Sebwarzburg bis Mitte Juni Schwarzork am “15. Juni . . . . . . . . Schweizermüble bis Mitie Juni (35 Parteien) . Soden bis zum 18. Juni (außer den Durchreisendcn) Sonneberg (Sachs.-Mciningen) bis Mitte Juni . Sooden a. d. Werra bis zum 19. Juni (135 Nrn.) . . . Siadtsuiza bis Mitte Juni (einschl. 36 Pfleglingen des
Pakt.) :
Kinderbeilbades) . . . . . . . . . . . 386 Suderode bis zum 15. Juni (256 Familien) 520 Tennstädt bis Mitte Juni. . . . . . . . . . . . 63 Teplitz und Schönau bis zum 21, Juni (Fremde) . . . 11920 Thal (Herzogtb. Gotha) bis Mitte Juni . . . . . . 117 Thale bis zum 12. Juni (Frrmde) . . . . . . . . 2087 Tharandt bis Mitte Juni (70 Parteien) . . . . „. . 133 Unna-Königsborri bis zum 15. Juni (nebst 282 voruber-
gebend Anweseaden), . . . . . . . . . . . . 310' Warmbad bei Wolkenstein bis zum 19. Juni (125 Par-
teien mit 171 Personen, darunter Kurgaste) . . 147 Weilbach bis zum 26. Juni . . . . . . . 69 * Weißer Hirsch bis Mitte Juni (197 Parteien) 493 Wiesbaden bis zum 26. Juni (Fremde) _. . . 39 323 Wildunger: bis zum 25.Juni (730 Parteien) _ 933 Wilhelmshöhe am 17. Juni (Fremde) . . . . . . . 210 Wittekind bei Giebichenstein und Halle bis zum 18. Juni
(154 Nrn.) . . .. . . . . . . . . . . . . 289 Zinnowiß bis zum 15. Juni. . . . . . . . . . . 80
Redacteur: Ni e d e [.
Verlag der Expedition (Scholz). Druck: W. Cls'ner; Sechs Beilagen (cini-bließlicb Börsen-Beilage), und das Posiblatt Nr. 3.
Berlin:
r. Scheidewaniel *
ME
Erste Beilage
zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.
Berlin, Dienstag, den 1. Juli
152.
Jnse
Preuß. Stsats-Anzeiger und das Central-Handels-
regisie de-
Betlin ZW., Wilbelm-Straße Nr. 82.
rate für den Deutschen Reichs- und Königl.
r nimmt an: die Königlilbe Expedition
1.
Deutschen Keiths-leügets nud Königlich 2. __ __ _
Preußisrhen Staatz-anejguz: & . erg „ 4.
Uerkäafs, sekpaobmngeu, Lubmiasiovsn sro. 701100811113“, Wortisatjou, Zinssabluvx u. 8. m 701; 0110110105011 kapiarsu.
OZffentlicher Anzeiger. "'
Steckbriefe nuä Uniarsuobnuxa-Zaobon. Zubbastaciousu, sufgabots, ?orlmlnuxsn
1884.
5. häustrjelis Umbijsaswsuta, Fabriken uml 6k088bauäs].
6. 781'8011180836 Zskanntmaobuugsu.
7. [„icsrarjsobs Weißen.
8. L'beatsr-Waigsu. ;
_ 111 tler 136145011- 9. kam:]isn-Uaabriabtsu. “
5011090. B
Inserate nehmen an: die Annoncen-Expeditionen des „Invalideudauk“, Rudolf Mosse, Haasensieiu &. Vogler, G. L. Daub: & Co., E. Schlotte, Büttner & Winter, sowie alle übrigen größeren
Annoncen - Bureanx. *
Steckbriefe uud Untersuchungs -Sacken.
[30443] Gegen
18. Juli 1850 zu Schwerin 0. W., Kreis Birr.- baum, geboren, evangelisck), Anfang Juni 1879 hier- selbst Markgrafenstraße 98 wohnhaft, welcher flüchtig ist resp. sicb verborgen hält, soil eiiie durcb vollstreck- bares Urtbeil des früheren Königlichen Stadtgerickots
bierselbsi,
putation 7111. für Vergehen, in den Akten 13. 765
1879 101).
bens gegen die Sittlichkeit erkannte Gefängnißsirafe von drei Monaten vollstreckt werden. '
Y_rcht, deZstelbeftr zuffberlsafxxw und in das nächste _Yuse. mtsgeri sgeangn a„zu teern- [30479] Aufgebot. Berlin, IZKF?! ck?Ytta1aFcétiwaÜsÖ aft Die Wittwe Fricdricb Dresler, Wilhelmine, geb. b eim Landgericht ] Bender, und Emrlie Bender zu Siegen haben zum ___'___ ' Zwecke der Bcfißtitelberichtigunq das Aufgebot der [30600] Steckbrief it__n (Grundbuchs bon _Sikgen Band 117. Blatt 29 Gegen den Handlungsgebiilfkn Joseph Adam fur den Lederfabrikanren Johann Heinrich Bender
Oresckj aus Märzdorf, Kreis Wartenberg, am 1. Ja- nuar 1862 daselbst geboren, 1,665 m groß, welcher sich verborgen hält, ist die Untersuchungsbaft wegen
Y_ntexscblagung, in den Akten 111. .1. 995/84, ver- an
0 - “
Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das Untersuchungsgcfängniß zu Berlin, Alt-Moabit Nr. 11/12 abzuliefern.
Berlin, den 26, Juni 1884.
bei dem Königlichen Landgerichte 11.
[30597]
Gegen den am 22. September 1860 zu Unter- berg, Kreis Marienwerder, geborenen Brauer Rein-
bold Ferdi
haft gc'WLsen, Welcher fiückotig ist, ist die Unter-
]" ucbungsba
Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das Gerichtsgefangniß zu Potsdam abzuliefern.
Potsdam, den 26. Juni 1884.
Der Untersuchungsricbier bei dem Königlichen
Steckbrief. den Schlosser Leopold Baumgart. am
im Grundbuchs
Abtheilung für Untersuchungssacben, De- vom 12. September 1879 wegen Verge- reicben haben.
Es Wird er-
termine
anzumelden. Der Untersuchungsricbter
Steckbrief. [30480]
nand Kunz, zuletzt in Plaue a. H.wobn- ft wegen betrüglichen Bankerutts verhängt.
12 0. 85 qm,
Landgerichte.
[30598] Steckbriefs-Erbbirbrung. sebotstermine Der gegen _ N 11 a. den Commis August Eduard Alexander Zimmer r. ,
Koehler, am 8. Juni 1858 5255151, wegen Unterschlagung und Urkunden- a
b, den KaufmannHermann Paul Heinritl], am 29. November 1859 zu Berlin geboren, wegen
Unt
in den Akten .].11. (1. 1120 410 1881 ray. _ unter dem
17. Dezem bier erlaffe unterm 16. erneUert. Berlin,
Staatsanwaltscbait beim Königl. Landgericht 1.
[30599]
Der gegen den Agenten Ma Albert Adolf Haase, am 1. (11.) Apri11860 zu C arlottenburg geboren,
wegen Voll strafe in de unter dem
wird zurückgrnsmmen. Berlin, den 27. Juni 1884. Die Königliche Staatsanwaltscbaft bei dem
[30442] An
Viliingen
falsche 50 Mark-Neichskaffenstheine
in Verkehr
Die Falscbstücke scheinen auf pbotbograpbiscbem Wege mittels Lichtdrucks bergestelit zu [ein und find sammtlicb mit dem Buch§aben
bezeichnet.
sind verschieden. [eight brucbrg, WLUiz] oder gar nicht gekippt; ibre Zeichnung weniger scharf und matt. '
Vorderseite androhung Rotbdruck . Besonders
echten Scheinen auf der Rückseite befindlichen Pflan- szieFdfasern ganz fehlen oder dura] Haare erscht
Utii zweckdirnliche Mittbeilungen wird gebeten. RottWeil, den 27. Juni 1884,
zeige cities Münzvrrbrerhcns.
Im Mar 11. Juni d. Js. ' trtaler Adolf Bechtold und dessen Ehefrau von Deiß- lingen, Obrramts Rotlweil, uud angezeigtermaßen auch von dem Litbograpben Eugen Sattler von
zu Guben ge-
ung, wird.
erschlagung und Hehlerei, [11182] ber 1881 vom Königlichen Landgericht 1. ne und von der unicrzeicbnetcn Behörde Okiober 1882 erneuerte Steckbrief wird
den 15. Juni 1884.
Steckbriefs-Erledignng. i" TWWMWUKWI-
beantragt.
streckung eimer fünfmonatigen Gefängniß- n Akten .). 1110. 1104 (10 1880 rsp, _ 17. DeZember 1881 erlassene Steckbrief
Landgericht ], der Urkunde erfolgen wird.
d d . sm von em Schild [30469]
borene Goliy, im
gebracht worden. des von ihr besessenen
Die Nummern der einzelnen Faiscbstücke „ , Das Papier der Falsifikatc ist iPMstMs m “OLM auf Die auf der am unteren Rand be ndliche Straf- und der auf der Rü "seite befindliche RetchsschuldenVerwaltung' ist unlesbar. auffallend ericheint, daß die bei den
meintlicbcs
Cosel, den 19. Juni 1
K. Staatsanwaltscbafi.
[30484] (3 tb b e r, H.-St.-A.
Subhaftationen, Aufgebote, Vor-
[30468] In Sache
tion in
wegen
der Klagerin
Gandxrsbeim, Klägerin, wider den Mühlen- besißer Friedrich Pfannenschmidt, 170. 9.85. 219 in Langelsheim, 1th in Seesen wohnhaft, Beklagten, Hypothekzinsen, wird,. nachdem auf Antrag
ladungen u. dergl.
Bekanntmathung. n der Herzoglichen Leibbaus-Administra-
Sembach,
die Beschlagnahme des dem Beklagten
Lutter a./nge., den 25. Juni 1884, Herzog[. BraunfcbW-Lüneb. Amtsgericht.
den 2. Oktober 1884, Morgens 10 Uhr, Zimmer Nr. 11, bei Vermeidung der Viusschließung
Siegen, den 16. Juni 1884. Königliches Amtsgericht.
Aufgebot. Auf Axitrag des Lundmanns Johannes Heinrich Dax 11. nz Unterwilden ist zum Zwecke der Besiß- titelberichttguxig das Aufgebot folgender in der Gemeinde Wilden belegenen Grundsjücke eingeleitet. [. 1, Nr. 314 Unterwiiden, Garten, 98 ([m,
l. 1. Nr. 315 daselbst, Garten, 80 qm,
Fl. 1. Nr. 1131/82 FolgersdorferWald, Holzung,
An aiie Eigentbgmsprätendenten ergeht die Auf- forderung, ibre Anjpriicbe und Rcchte auf die vor- bezeichneten Grundstücke spätestens in dem Auf-
den 2. Oktober 1884, Morgens 10 Uhr, anzumelden. erfolgender Atzmeldung und Bescheinigung des ver- meintlichenWiderspruchrechts der Ausstbluß erfolgen
Siegen, den 10. Juni 1884. Königliches Amtsgericht.
Aufgebot. Dcr Rentier Tboms Thomsen zuAliona batdas Auf- geboi bezüglich einer S_cbuid- und Pfandbrrsckyreibung, ausgestellt beim Königlickxen Amtsgericht Marne unter dem 23. Septrmber_1873 über eine Schuld von 12000 Thlr., verzinslich zu 40/0 zu Gunsten des ver- storbenen Claus Jawb Thomsen zu Trennewurtber- Koog, von dem Schuldner Johann Hinrich Thomsen eingetragen im Schuld- und Pfandproiokoll von Marne 515017111. paZ. 91, Der Inhaber der Urkunde wird auf- gefordert, spatestcns in dem auf
Sonnabend, dext 27. September 1884,
Vormittags 11 Uhr,
vor dem unterzeichneten Gerichte anberaumten Auf- gebotstermine seine Rechte anzumeiden und die Ur- kunde vorzulegen, widrigcnfalis die Kraftloserklärung
Marne, den 28. Februar 1884. Königliches Amtsgericht. Kcmpß
Aufgebot.
Die verebelicbie Häusler Eleonore Porada, ge- _ Brisiande Mathias Poradwzu Lichinia, Rechtsanwalt Buchs zu Coscl, bat das Aufgebot _ _ (Grundstücks Licbmia, deffen Bxfißtitel im Grundbucbe noch für den_ _am 12. Marz 1872 verstorbenen Schneider Philipp Parzuia eingetragen ist, Befißtitclberichttgung „beantragt. Alle Eigentbumspratendenten werden aufgefordert.
den 1. Oktober 1884, Mitta vor dem unterzeichneten Gerichte,
beraumien Aufgebotstcrmine Rechte auf das Grundstück" anzumclden und ihr ver- Wtdcrsprucbsrccbt zu
widrigenfalls ihr" Aysscbluß und die des Befiytitels fur die AZJZgstelierin erfolgen wird.
ihre Ansprüche und
Königliches Amtsgericht. Abtheilung 17. - Kreutzer,
M
]. Aufden Antrag des Geschäfisagrnten Ragußki in ZFmbiMen, ais!) Borman“? des abwesenden Carl erpi er, we er _ a s ein une eli er So 11 der Dorothea Oberpicbicr, b ck h am 8. September 1842 zu Szameitscben geboren _ im Januar 1867 hier auf der Wander- chaft begriffen, als seinen [_eßten Wohnsiß Riga in ußlayd angegeben hat, wird derselbe aufgefordert, sich [patestens tm Aufgebotstermin, den 11. Mai 1885, Vorm. 10 Uhr, bei denz unterzeichneten Gerichte zu melden, widrigen- falls seine Todeserklärung erfolgen wird.
gehörigen, sub 110. 085. 219 in Langelsheim belegenen Neuanbauerw_esens sammt Zubehör zum Zwecke der ZwJUJSverstetgerung durcb Beschlußbotn 17.Juni c. die unbekanntenErben des durch das _ am 4. De- verfugt, auch die Eintragung dieses Beschluffes an demselben Tage Termin zur Zwangsversteigerung auf den 7. Oktober er., Nachmittags 3 Uhr, vor O_erzoglicbem Amtsgerichte in der Zenkerscben (Hastwrrtbscbaix zu_ Langxlsbeim angescjst, in welchem die Hypothekglaubtgcr die Hypothekenbriese zu über-
beriebtigten Parzelle Flur 13. Nr. 847 auf der Aue Garten 2 a. 75 qm der Grmeinde Siegen beantragt. Demgemäß werdeii alis _unbekanntcn Realberecbtigten aufgefordert, ihre eiwatgrn Realansprüche auf das vorbezeichnete Grundstück spätestens im Aufgebots-
Im Falie nicbt
ihres Ehemannes vsrtretcn durch den
Nr. 110
zum Zwecke der
s 12 Uhr, immcr 17, an-
bescheinigen, Eintragung
später verebelicbten
erfolgt ist,
11. Auf den Antrag des Geschäftsagenten Ra
des vormaligen Kreisgerichts zu G 12. September 1878 Wilbelm Obervicbler und, falls der zu 1. Carl Oberpicbler fich nicbt melden solite,
gebotstermine,
den 11. Mai 1885, Vorm. 10 Uhr,
selbe dem sich meldenden
schuld, von demselben Weder
begnügen muß. Gumbinnen. den 20. Juni 1884. Königliches Amtsgericht.
[30471] Aufgebot.
miticlst Tarrscbbertrags vom “YZ.“JÜY
thums-, Näher-, lebnrechtliche, [ideikommiffarisch Pfand- urid andere dingliche auch _Servituten und Realberechtigungen zu haben vermetnen, aufgefordert, die Rechte spätestens in dem damit auf Dienstag, den 16. September d. J., Morgens 10 Uhr, anberarzmten Termin anzumelden, widrigenfalis die- seiben im Verhäitxiiffe zum neuen Erwerber des be- zeichneten Grundjtucks der Königlichen Klosterkammer verloren gehen. Zeven, am 25. Juni 1884. Königlicbes Amtsgericht. Btnning.
[30640] Aufgebot. Philipp Karl Lotz aus Ulfa im Großberzogibum Hessen, hat das Aufgebot der ihm angeblich in Ver- lust geratbezien 43 %igen Obligation (Antbeilicbein) der Lawbwrrtbschafiltcbcn Creditbank zu Frankfurt am Mam Ser. 10. dich. 11. Nr, 153 über fiinf- burzdert Mark (1. (1. 4. Juli 1881 und der dazu qe- börigen, ebenfalls verlorenen Coupons, beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätrstens in
dem auf Freitag, den 6. Januar 1888,
Vormittags 11 Uhr, vsr dem unterzeichneten (Gerichte, gr. Kornmarkt 12, Zimmer 17, anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, Widrtgeniaus die Kraftioscrklärung der Urkunde cr- folacn wird. Frankfurt a. M„ dcn_24. Juni 1884,
Königliches Amtsgericht, Abtheilung 17.
[30647] Aufgebot. Das Sparkassenbuéy der Sparkasse der Stadt Spremberg Nr. 4810 über 80,29 „74, ausgsfertigt fur die Verehelichte Marie Sibulzc', geborene Scholta, zu Slamrn, isi angeblich im August 1883 verloren gegangxn und 1011 auf Antrag der Marie Schulze zum Zwecke der ncurn Ausfertigung amortifirt werden. Der Inhaber des Sparkaffenbucbs wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 5. Februar 1885, Vormittags 12 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 4, an- beraumten Aufgebotstcrmine seine Rechte anzumel- den urid das Sparkssienbucb vorzuiegcn, widrigen- falls die Krafiloserklarung dcffelbcn erfolgcn wird. Spremberg, den 25. Juni 1884.
_ Haui (bulz, (Gerichtsscbreiber des Königlichen Amtsgerichts.
[30481] Ausfertigung. Aufgebot. Der pen]. Lehrer Jacob. Wilbeim Karl Pfeiffer
babier, bat gls BevoUmächtigter des Clemens Flrckxnsicm, frubrr ReÖisananli, nun Tbrilbaber der Fabrik J. Moser sz Comp. in St. GaUen, zum Protokoll "des Gerichtsscbreibers vom 18. [. M, untrr Crfuliung der gescßlicben Vorschriften den Antrag gestellt, in einem Ausschlußurtbeile den Depofiienscbein der Casa- und Oekonomie-Verwal- tung_des Garmsyn-Lazaretbs Würzburg über ein bayertsibes Prämienloos Ser. 2795 Nr. 139 732 zu 175_F[. oder 300 «Fü zu 40/0 verzinslich nebst den seit 1. Jimi 1883 laufenden Coupons für kraftlos zu erklaren und wird drmzufolge Aufgebots- termin bestimmt auf
Donnerstag, den 5. Februar 1885,
Vormittags 9 Uhr,
gußki in Gumbinnen, als Nachlaßpflegers, werden
zember 1878 rechtskräftig gewordenrn _ Crkenntniß umbinnen vom für todt erklärten Frirdriib genannte
zu leich aucb deffen Erben aufgefordsrt, spätestens im gAuf-
ibre Ansprüche und Rechte auf den etwa 200 .“ bxtragenden Na_chlaf; des Friedrich Wilhelm Ober- ptcbler, deffen nachster gesetzlicher Erbe Carl Ober- picbler ist,_ bei dem unxerzeicbneten Gericht anzu- meldext, widrigenfalls dic|elben mit ihren Ansprüchen auf diesen Nachlaß wcrden ausgeschlossxn und der- _ und legitimirenden Erben, in Ermangelung desselben __detn Fiskus wird verab- folgt werden, der sich später meldcnde Erbe aber aÜe Verfugungen des Erbschaftsricbtcrs anzuerkennen Rechnungslegung, noch Ersoy der Nußungen zu fordern berechtigt ist. sich vtelniebr Mit der Herausgabe des noch Vorbandenen
Die Königliche Klosterfamrnec in Hannover hat
1884 von dem
Halbbbfner Hermann Hoyns, Haus Nr. 15 in Kl. Meckeiien, eme Waldparzelle, Kartenblait 5, Par- ere 61 der Grundsteuer-Mutterrolle von Burg- 1ittensen zar Größe von 0118. 950. 67 qm erworben. i.il_1:f_drn Antrag der _Contrabenten werden alle Diejenigen, welche an diesem Grundstücke Eigen-
Rechte, insbesondere
' I)er Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spatestens im Aufgebotstermine seine Rechte bei dem unterfertigten Gerichte anzumelden und dir Urkunde vorzule_aen, unter Androhung des Rechtsnacbtbeils, Taßd die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen er 4. Würzburg, am 22. Juni 1884. Könialicbes Amisgericbt. 1. Der Kai. Ober-Amtsrici216r: (gez.) Schum. Vorsiebebdes Aufgebot wird grmäß §. 842 der C. P._O. offentlicb briannt gemacht. Witrzburg. am 27. Juni 1884. Gerickotssckoreiberei dcs KönialicbenAmisgericbts. 1. ([.. 8.) Baumüller. Sekr.
[30485] Oeffentlickie Ladung.
Natbdem de_r Xoblenscbneider David Wi'gebenkel von Sontra die Eintragung des auf den Namen von Jobanncs Eichtrutb WitiWC und Ehefrau Wege- bcnkel. geb. Gerlach, kasiatrirten, in der Gemarkung von Sontra belegenen Grundeigentbums, als:
1) Bl. 27 Nr.27. Auf der Kanzel, Acker=38,12 a.,
2) Bl. 27 Nr.28, AufderKanzel.Weide=4,78 0, unter glaubhafter _Nacbweiiuna eines zehnjährigen ununterbrocbenen Eigentbumsbcfißes in das Grund- buch von Sontra auf den Namen seinrr Kinder Georg und Juliane Wegebenkei beantragt bat, so werden alie diejenigen Personen, welche Rechte an' jenem Grundbermögcn zu haben vermeinen, aufge- fordert, solcbe bis zum 8. September 1884,
_ _Vormittags 10 Uhr, bei der unterzeichneten Behörde anzumekden, widrigen- falls nack) Ablauf dieser Frist der bisherige Besitzer" Georg und Juliane Wegebenkel als Eigenibumrr in dem Grundbuch eingrtraacn werden wird und der die ibm obliegende An- melduya unterlaffcnde Berechtigte nicht nur seine Ansprucbe gegen jeden Dritten, welcher im redltcben Glauben an die Richtigkeit des Grund- bxrcbs das oben erwäbnte Grundvermögen erwirbt, nieht mehr geltend_machen kann, sondern auch ein Vorzugsrechi_ gegenuber Denjenigen, deren Recbte in Folge der innerhalb der oben gesetzten Frist er- fkr_)[g1t_e_r/184Anmeldung eingetragen sind, verliert. _ SontZTa, 4113654. Flu? 1885); K ck önia es 01 sgeri : gez. o . Wird veröffentlicht. Sontra. am 24. Juni 1884. Der Gerichtsicbrcibcr Königl. Amtsgericbis: Birleicldt i. V.
[30477] _Oeffentlickie Ladung.
Nacbdem dre Gebrüder Freiherren Srbenk zu Sckowcmsberg die Eintragung der seither nicht kaiastrirt geWesenen, in der Gemarkung von Hspfelde belegcncn und jrizr zum Gutsbezirke Glimmerode gehörigen Grundstücke, als:
Bl. 5 Nr. 52 Weg 47 a 75 qm, , 15 „ 63 „ 6 „ 69 . „ 16 „ 18/6, Arn Scblosse,
Holzung, 12 „ 16
unter glaubhafter Nacbnwisuna eines zebnjäbrigen ununterbrockzenen Eigentbumsbcsißes in das Grund- buck) von Glimmerode beantragt haben. so werden alle diejenigen Personen, Welche Rechte an jenem Grund- bermöaen zu haben vermeinen, aufgefordert, solche bis spätestens im Termine den 17. September 1884. Mittags 12 Uhr, bei der unterzeilbneien Bebörde anzumelden, widrigenfqlls die brsberiacn Bexijzer als Eigen- tbiimer tn de_m Grundbucb e'. ngeiragrn werden und der die ihm obliegende Anmekdnng unter- laffende Berechtigte nicht nur seine Anspriiibe gcgen jeden _Dritten, welrber im rxdlichen Glauben an die Richtigkeit des Grundburbs das oben erwähnte Grundvermögen erwirbt. nicbt mrbr geltend macbcn karin, sondcrn auch ein Voriugsrecbt gegenübrr Den- ]entgcn, deren Rechte in Folae der erfolgten An- meldung eingetragen find, vcrlicrt. (b'. 1][84,) Lichtenau bei Cniirl, am 23. Juni 1884. Königiirhcs Amtsgericht.
[51431 Vekannimachungo
Auf Antrag der Kommunalsiändiscben Bank für die Preußische Obariaufiß zu Gbrliiz wird der an- geblich Verloren gegangen?, am 4. dies. Mts. fällig gewesene Wechsel (1. (1. Waldrnbursi, den 3. Oktober 1883, über 3500 „44, bon Oswald Kiribncr auf Emil Haacke in Rcußendorf bei Waldenburg gc- ?ogen_, beim hiesigen Gericht aufgeboten. Aufgebots- erm n: den 5. August 1884, Vormittags 11 Uhr, an biesiaer Gerichtsstrllr, Zimmrr 59. Görlitz, den 26, Januar 1884._
Königliches Amtsgericht.
[48471] Amtsrieriéht Hamburg, _
Das auf Antrag der Frau Senator 1)r. Schlager, Helene, geb. Haase, in Hannover, am 30. Dezember 1881 von dicycm Gerickyt erlassene Zlufgebot, betref- fend Kraftloserklärmra der 6 Stuck 50/0 Renten- briefe der „Hamburgischen Hypothekenbank 117. 13. 2551 bis 2556 s. 500 „FQ (rvclcbes Aufaebot durch die Nummern 2, 191 und 306 dieser Zeitung von 1882 öffentlich bckannt getnackyt ist) wird dahin be-
im Siyungssaale für Cirilsachen Nr. 15.
tichtigt, daß 59/0 Hypothekenbriefe, nicht Renten-