Dies Schriftstück gilt nicht als eine über die Forde- run“ ausgestellte Verschreibung.
2) Die Äuslieferung der Schuldverschreibuxigen u. s. w. an Stelle zur Löschung gelangter Forderungen geschieht a,n, den dazu von der Yuptverwaltung der Staatsschulden legitimirt be- fundenen erechtigten durch die von ihr bestimmte_Kaffe nach Prüfung der “ dentität de? Berechtigten gegen Qurttung.
Hat der erechtigte die Zusendun durch_die Post inner- halb des Deutschen Reichs beantragt, ?o ist die Hauptverwal: tung der Staatsschulden ermächtigt, diesem Antrage zu ent- sprechen. Die Sendung geschieht alsdann auf Gefdhr ynd Kosten des Berechtigten. Der Postemlieferungsschem dient als Quittung. " ,
3) Die Mittheilung der in Gemaßheit des §. 15 _zu er- lafsenden Venachrichtigungsschreiben' gesthieht durch d1e„Post und zwar, “sofern der Vetheiligte mcht em Anderes bestimmt hat, mit de: Bezeichriung: „Emgeschrreben.“_ , '
4) Postsendungen, welchen Jnhaberpapiere berlregen, find nach ihrem vdüen Renmwerth zu deklariren.
5) Wegen der Zinssendungen kommen §. 19 des Gesetzes und Artikel 8 dieses Erlasses zur Anwendung.
Artikel 7. (§. 16 des Gesetzes.) , .
Bei der Hiriterlegung von Schuldverschrerbungen sind der Hinterlegungsstelle Abschrift des gelöschten Contes mid die auf das Conto bezüglichen Akten mitzritherlen. Dre Be- theiligten sind von dem Verfügten gleichzeitig zu benach- richtigen.
Artikel 8. _ (§§. 18, 19 des Geießes.) _
1) Die Berichtigung der Zinsen kann erfolgen,: ,
3. durch die Staatsschulden-Tilgungskaffe in Berlin,
mittels Baarzahlung oder, wenn dem Empfdngs- berechtigten ein Girokonto bei der Reichsbank eröffnet ist, durch Gutschrift auf dessen Conti), _
. durch eine jede Königlich preußische Regierungs- und BezirkS-Hauptkaffe,
Anlage 1. M u st
0. durch eine jede außerhalb Berlins uzit_der Annahme Zuseher Staatssteuern betraute Königlich preußische a e, „ac! b und (: durch Baarzahlupg, . (1. _mtttels Uebersendung durch die Post, ]edoch nur innerhalb des Deutschen Reichs. ,
2) Die auptverwaltung der Staatsschulden bestimmt, auf welchem ege die Zahlung erfolgen soll und berücksichtigt dabei thunlichft die Wünsche der Gläubiger. Anträge auf eine Aenderun? des biSherigen Zahlungsweges können für den nächsten Fällig eitstermin nur Berücksichtigupg finden„ wenn sreh bis zum ersten Tage des Monats vor diesem Termm em- ge en.
3) Die Baarzahlung durch eine Öffentliche Kaffe (zu Nr. 18_c) erfolgt gegen Quittung. Ber „Prüfimg der Legi- timation und dentität des Empfängers sind dre Kassen ver- pflichtet, nach aßgabe der allgemeinen Vorschriften gewissen- haft zu verfahren.
4) Wird die Baarzahlung bei der bestimmten Kaffe bis zum Ablauf des mit dem Fälligkeitstermine beginnenden Ka- leriderquartals nicht erhoben, so wird der Empfangsberechtigte mit dem Betrage bei der Staatsschulden - Tilgungskaffe auf eine Nestlrste geseßt, und die Zahlung kann alsdann erst er- folgen, sobald _ein Antrag von dem Berechtigten an die StaatSschulden-Tilgungskaffe direkt gerichtet wird. Die Zah- lung geschieht demnächst nur bei dieser Kasse oder mittels Uebersendung durch die Post,
Artikel 9. _(§. 20 des Geseßes.)
, Aenderrmgen m der Person oder der Wohnung des Zrnsenempfgngers können für den nächsten Fälligkeitstermin nur berücksichtigt werden, wenn die schriftliche Meldung dar- über bis zum ersten Tage des diesem Termin voraufgehenden Monats „der der Hauptverwaltung der Staatsschulden eingeht.
Berlin, den 22. Juni 1884. Der Finanz-Minister. von Scholz.
er
der Conten des Staatsschuldbuch.
Conti) Nr. Gläubiger:
Aenderungen in der Person des Gläubigers: (Behörde, welche die Verwaltung der Masse führt _ beaufsichtigt _)
1. 2
_ „. '
3.
Abschreibungen :
b. &. Umgewandelt
Uebertragen
auf das
Conto:
Betrag der FordekUns konsolidirte
Staatsschuld-
in 4prozentige
verschreibungen:
Die Zinsen zu empfangen ist Beschränkungen berechtigt : des
Gläubigers
7 Num-
Abthei- [ Num- T-irt. | mer
lung [ mer
] Mark
Betrag Mark
;; ii “ Il
ten ...... 18 . .
An die Hauptverwaltung der Staatsschulden (Schuldbuchbureau) Berlin 817,
frei. Oranienstraße 94.
Die Hauptverwaltung der Staatsschulden erhält hierbei die in dem anliegenden Verzeichniß aufgeführten ..... Stück Schuldbet- schreibungen der preußischen konsolidirten vierprozentigen Staats- anleihe über zuiammen ............ „FH, schreibe (in Worten) ........................... Mark, nebst den dazu gehörigen Zinsscheinen über die seit 1 .......... 18 . . fäÜigen Zinsen und den AnWeisungen zur Abhebung neuer Zinsscheine mit dem Antrage:
1) die gedachten .............. „M auf den Namen: *)
Anlage 2. ....... dcn ..
, in HÜZ'S102191.chU.[ÖÖ.Uch.2111321170063, ' 2)d1e falligen Zinsen durch die Post (Zu?!) 'die Königliche . . . . . . . . . . a e m . . . . .
.an*).
Anlage 3. ' V e r z (' i der mri Antrag des . . .
rom..ten. 18..
Wohnhaftin........ (Yraße Nr. . . . zahlen zu lassen.
*) Hier sind Vor- und Familiennamen, GeburtSname, Berni oder Stand, Wohnort und Wohnung so voll- standrxx und so deutlich anzugeben, daß spätere Verwechselungen und erthMer thunltchst verwieden werden.
„ *_*) Der, Schluß drrger und die folgende Seite sind zu benutzen fur die etwaigen, Besckyrankxing'en des Gläubigers in Bezug auf das Kaxttal oder die" kaertragniffe, welche eingetragen werden soÜen (wre z. B. Verrfandunxzen, Nießbrauchsbestellungen u. A.).
_ Wenn eme Vermogensmasie ohne juristiicbe Persönlichkeit als Glaubtger einzutragen rst, so muß auch die Behörde nebst deren Wohnsixxßenau'anqegeben werden, welche die Verivaltung oder die Auificbt n er die Verivaltung der Masse führt.
Soll dre Eintragirng alis den Namen einer juristischen Person, einer Handelsßrma, einer eingetragenen Genossenschaft, einer einge- schriebenen Hulfskaffe erfylgen,"so ist die rechtlicheC-xistenz des Gläu- bigers durch eine vorschriftswaßige öffentliche Urkunde nacbzuiveisen. sch „Zim Schluß ist der obige Antrag vom Antragsteller zu unter-
rer en.
bei Frauen zugleich der
chniß
eingelieferten'Schrildsers'chr'eibimäen" der preußischen konsolidirten
vierprozentigen Staatsanleihe. (1113. Zu ordnen nach den Werthabfchmtten und für jeden Werthabschnitt nach der Nummerfolge.)
Spalte 1.
Spalte 2.
s 4
Betrag Betrag * Laufende des für jeden 1 R u m m e r n. einzelnen Wertb- ! Nr. Stücks. abschnitt.
„FQ «FS.
Betrag Betrag Laufende des für jeden R u m m e r n. einzelnen Wertb- Stücks. abschnitt.
„M «M
2 473 2 474 4 673 10 380 11 760
70 536 19 216 20 355
18 309 20 576 30 682
7 809 90 643 110 948
5000 5000 2000 2000 2000 1000
500 500 300 300 300 200
200 200
6000! 1000€
1000»
p- .05O 9051 „Q .Wir-„w »-
pup- ,“)!“
900
k-U-i 2539.)
6009
Betrag * 19500 7,
. Bei jedxr Schuldverschreibung müssen die dazu gehörigen Zins in den Monaten Juni oder Dezember eingereicht werden, ist d
Zcbeinc und AnMisungen liegen.
(Soweit die Spalte 1 nicht ausreicht. find die Spalten 2 und folgenden zu benutzen.)
Betrag . . . . Uebertrag der Spalte 1 .
Gesammtbetrag der Spalten 1 u. 2 19 500
_ _ Nur Wenn Schuldrer'cbreibun e Beifugung der nachstfälligen Zinsscheine zu unterlaien. gen
19500
, Vorstehende Ausführungs- Bestimmungen des Herrn Finaqz-Minifters bringen wir hierdurch mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß, daß da? (Hefe betreffend das Staatsschuldbuch, nach der Königlichen erordnung vom 25. Axml d. J. (Ges. S. S. 269) mit dem 1. Oktober d. J. in Kraft tritt.
, Ueber den Beginn und die Formen des Geschäftsverkehrs mit dem Staatsschuldbuch erfolgt noch eine weitere Ver- öffentlrchung.
Berlin) den 30. Juni 1884. Königliche Hauptverwaltung der Staatsschulden. Sydow.
' Abgereist:_ S_e. Excellenz der Staats-Minifter und Minister der öffentlichen Arbeiten, Maybach, nach Süd- deutschland und der Schweiz.
Yichtamtliehez. Dentsthes Reich.
„Preußen. Berlin, 3. Juli. Se. Majestät der
Kaiser und König seßten, laut Meldung des „W. T. V.“" aus EmS„ heute i_riib dre Brunnenkur in gewohnter Weise fort, erschienen aus der Promenade und nahmen später die Vortrage des_ „Hofmqrscha[ls Grafen Perponcher sowie des Chefs deS MilitarkabmetS, General-Lieutenants von Albedyll, en gegen. _ Zur Kaiserlichen Tafel waren gestern geladen: Se. König- l1che Hoheit, der Großherzog und Ihre Kaiserliche Zoheit die Großherzdgin vonfMecklenburg-Schwerin, sowie der ürft und dre Fürstin zu Wied.
Abends wohnten _Se. Majeßät der Kaiser mit den Groß- herzoglich mecklenburgischen Herrschaften der Theatervorstellung bei, nach welcher die Leßteren um 91/2 Uhr mittels Extra- zuges nach Gießen abreisten.
_ Se. Majestät der Kaiser und König widmen ungusgeseßt dem Schicksal der in der „Deutschland“-Grube bei Schwretochlonmß verschütteten, so glücklich geretteten 43 Bergleute Allerhöchstthre besondere Theilnahme und hafbexz wiederholt Bericht über das Befinden der Geretteten er or er .
„ _ Ihre Königliche Hoheit die Prinzessin Therese voir Bayern _ traf heute" zimx Besuch Ihrer Majestät der Kdi'serrn und Konigrn m Coblenz ein und stieg im Komglrchen Srhldffe ab.
" 'Ihre Ma1estat empfing, den Besuch Ihrer Majestäten des Koyigs von Danemark sowre des Königs und der Königin von Griechenland auf deren Reise nach Ems.
, Den Kammerherrendienft hat Graf Fürstenberg-Stamm- heim ubernommen.
_ Der AUSschUß' des BundeSraths fiir Justizwesen' trat heute zu einer Srßung zusammen.
. _ Nach einer Allerhöchsten Ordre vom 27. Mai d. J. dürfen dreLohzrung-Zguthaben derBesaßungSmannschaften S. M., in, Dienst, gestellten Schiffe und Fahrzeuge _ glerchvrel, ob diese Guthaben aus rückständiger Löhnung oder aus Zulagegebirhrmffen gebildet sind _ künftig nicht“ zwangsweise zum Ersaß eines durch einen Löhnungsempfänger“ verursachten Schaden?) herangezogen werden. Die in Betreff der Deckung vdn Kleiderschulden bestehenden Vorschriften er= leiden dUkck) diese Anordnung keine Aenderung; auch soll die- selbe auf die „den Bolteliers „fiir ihre besondere Verantwortung, ber Yeaufsrchtrgyng der SclefSproviantbestände bewilligte Zu- lage msdfern keine Anwendung finden, als diese Zulage zum Ersatz eines Schadens, welcher durch Versäumung der Dienst- pflichten entstanden rst, herangezogen werden darf.
, _'Der Bevollmächtigte zum VundeSrath, Senator der“ freier! und Hansestadt Hamburg, ])1'. Bergmann, ist in Berlin angekommen.
Frankxurt a. M., 2. Juli. (W. T. B.) Wie aus Bad deen_, von heilte, gemeldet wird, ist der seit längerer Zeit mit seiner Familie daselbst zur Kur sich aufhaltende- ru1srsche General Gch E. von Totleben gestern gestorben. Derxelbe war 1e1t längerer Zeit sehr leidend.
_ Sachsen. Dresden, 2.Juli. (Dr.J.) Die Königin ifi, vori Brennerchd kommend, heute früh 7 Uhr 57 Mi- nuten hier__eingetrof1enk von dem König empfangen worden- und hat (:1ch sodann in das Hoflager nach Pillnitz begeben.
Württemberg. Friedrichswfen, 1. Juli. (St.-A. f. W.) Die „Königin ist heute Nachmittag 11/2 Uhr mit den Herzoginnen Elsa uridUOlga zum Sommeraufenthalt hier ei'rige'troffen. Ihre Ma1estät wurde bei der Ankunft von dem Kon i g auf dem Bahnhofs empfangen und unter freudigen
urufen der zahlreich versammelten Einwo ne ' Échl0ß geleitet. l) rschaft m das
Sachfen= Weimar- Eisenach. Weimar, 2. uli.. (Th. Corr.) , Die Großherzogin ist gestern von LJVien wreder hier euxgetroffen. _ Der Großherzog hat, wie ver- lautet, die Abncht, sick) nach, den Niederlanden zu begeben, um der Verseßung der sterblichen Ueberreste des Prinzen, von Oranien, feines Neffen, beizuwohnen.
Gestern fand in JLUU die Einführung des StaatSraths Or. Bruger'als Chefprasrdent des Thüringischen Ober- Landes gerrchts und des Geheimen Justiz-Naths ])r.
Herzog als SSUUÜS=Präfidenten dur den Sta ts- ' ' .
Sachsen-Coburg-Gotha. Got a, 1. uli. Ge e n wurde das Geseß über den Mißbraerch de? Vereistnrs-
und Versammlun sre ts ubliirt. Da [ ' 4- Juli in Kraft. 9 ck *) 5 ssebe tritt am
_ Anhalt. Wörlitz, ,1.Juli.' (Anh. St.:A.) Der Erb-
p(HrexixgzengYYndle EcxbxßtxizßjsrZ sind heute nach Schloß zuru geer, re rin en r' d '
Eduard nach München abgereist. 3 F W rich und
thwarzburg:Sondershausen. Sonders au en 1.7Julr. (Hann. C.) Der Landtag hat in seinerhgestrsigeri Sitzung den Verkauf der StaatSeisenbahnen Ilmenau-
(Hehren, Gehren-Großbreitenbach und Hohenebra-Ebeleben an
I zubringen.
den Betriebßpächter derselben genehmigt. _ Bahntarifs ist in dem Kaufvertrage vorgesehen, ebenso eure eventuelle Uebernahme der Bahrzen durch da's Reich. Dre Kaufsumme wird zur Schuldentilgung und eine Ueberschuß- summe von 194000 «tz zur Erbauung zweier Landkranken- häuser in SonderShausen und Arnstadt verwendet; _ Der Landta genehmigte ferner mit dankbarer Beiriedigung den Verkau eines Bauplaßes _zu einem neuen Post:. und Tele- graphengebäude an das Reich. Auch _em Geseß iiber Errich- tung und Organisation höherer Gememdeschulen wurde ange-
nommen.
Oesterreich-Ungarn. Agram, 1. Juli. (Prag. Ztg.) Der Landtag genehmigte heute das Budget-Ordina- rium deßnitiv und nahm das Extra-Ordin arr um auf der Basis der Spezialdebatte an. „Ebenso wurde d1_e Vorlage betreffs der Errichtung einer Landwrrthschaftßanstalt in Possega angenommen.
Großbritannien und Irland. London, 1. Juli. (Allg. Corr.) Das Verschwinden des Tadelsantrags hat die Aussichten der dem Unterhatrfe vquieZenden Regre- rungs-Bills etwas gebeffert. Die zweite esung der Vor- lage zur Reform der Londoner Stadtverwgltrrng ist auf nächsten Donnerstag anberaumt worden.; ob die Bill aber in dieser Session Geseßeskrast erhalten wrrd, 1st„noch sehr fraglich. _ Esheißt, daß, wenn daS Oberhaus dreVdrlage zur Erweiterung des Stimmrechts, derexr zweite Le- sung auf nächsten Montag anberaumt M, verwerien sollte, dre Führer der Torypartei ihr Vorgehen durch eme „deutliche Er- lärung ergänzen werden, welche dahin lauten _wrrd, daß sie, falls sie ins Amt treten, bereit sein würden) M1 Parlament einen voiikommenen Plan für die gleichzeitige Erwerterurig. des Stimmrechts und die Neueintheilung der Wahlkreise em-
Ueber die „Nisero“-Angelegenheit nimmt der MeiniingSaustauscl) zwischen dem niederländischen, Gesandten in London, Grafen Bylandt, und Lord Granville seinen
ortgang. Da eine schleunige Befrerrzng „der gefarzgenen
annschaft nicht wahrscheinlich ist, hat die britische Regierung den Befehlshaber des britischen Gefchwaders m den chinesnchen Gewäffern angewiesen, denselben Leben§m1ttel und Kleidungs- stücke zu senden. Inzwischen haben die Ergrier des „Nrsero“ in Sunderland aus Singapore dre telegraph17che Nachricht er- halten, daß drci Mitglieder der Mannschaft der Cholerg, welche in dem Gebiet des Radschahs von T_enom epidemnch auftreten soll, erlegen und andere erkrankt seien.
Der von der Krone gegen Mr. Bradlaugh a_n„ge- strengte Prozeß wegen seiner Theilnahme an den Abstim- mungen des Unterhauses gelangte endlich gestern vor dem Queen's Bench-GerichtShofe zur Entscheidung. Die Hauptfrage drehte sich darum, ob der Eid, deri srch Mr.,Brad- laugh vor dem Sprecher selbst abnahm, für ihn als'brndend habe betrachtet werden können, und ob „er dabei die parla- mentarischen Gebräuche gewahrt habe. Dre Geschworenen ent- schieden in beiden Fällen, troß des im ngzen fiir Mr. Brad- laugh günstigen Resumés des Lord Oberrichters, m verneinen- dem Sinne, und damit war der Prozeß zu Gunsten der Krone entschieden. Auf Ersuchen Mr. Bradlaughs' wurde die Rechts- wirksamkeit des Urtheils vorläufig susPendrrt, um dem An- geklagten Gelegenheit zu geben, nach den grdßen Gerichtsserien um die Wiederaufnahme des Prozesses emzukommen. Die Krone kann jetzt von Mr. Bradlaugh i_iir ]ede der Abstim- mungen, an denen er theilnahm, 500 Psd. Sterl. Strafgeld verlangen.
Großbritanniens StaatSeinnahmen in dem am 30. Juni beendeten ersten Quartal des lautenden Finanz- jahres betrugen 19 942 403 Pfd. Sterl. oder 845 355 Pfd. Sterl. weniger als in dem entsprechenden Zeitraum des Vor- jahres. Die Einkünfte aus der Getränkesteuer, der Gebäude- steuer und dem Telegraphendienst weisen eme mäßige Zu- nahme auf, während die Einkommensteuer 315 000 Pfd. Sterl, die Post 200000 Pfd. Sterl., die Zölle 12000 Pfd. Sterl., die Stempelsteuer 70 000 _ Pfd. Sterk, die Bodensteuer 10 000 Vid. Sterl. und verichiedene andere Einnahmequellen 206 049 Pfd. Sterl. weniger lieferten, als in dem ent- sprechenden Quartal des vorigenJahres. '
_ 3. Juli. (W.T.B.) Dief_inanzrellen Experten der Konferenz treten am „nächytedeanabend zu einer Sißung zusammen, da bis dahin wahrichernlich d:e Priifung der einschlägigen Fragen beendet sem diirfte.
Frankreich. Pgris) 30. Juni. Die Sterblichkeit an der Cholera stellte sich, wre folgt: _
Toulon: im Militär-Hatiptspital vom Sonnabend Abend bis Sonntag Mittag kein Fall; im Marine-Spital St. Mandrier am 29. ein Todter, vier Kranke; unter dem Civil vier Todesfälle. „ _ „
Marseille: zwei Todesfalle 1e1t Sonnabend Abend. Keine Kranken in den Hopitälern. _
_ 1. Juli. Aus Toulon und Marseille liegen günstigere Nachrichten über den Verlauf der Cholera vor. Das leßte amtliche Telegramm aus Toulon, vom 30. v. M., Abends, berichtete, daß seit dem 29., Mittags, nur Ein Todesfall zur Kenntniß gelangt sei, während in den drei Hospitälern 99 Cholera-Kranke behandelt wurden. In Marseille ist, telegraphischer Meldrmg zufolge, gestern kein Todesfall vorgekommen.
Toulon, 2. Juli. (W. T. B.) Von gestern Abend 10 Uhr bis heute Vormittag 10 Uhr sind hier fünf Personen an der Cholera gestorben.
_ 2. Juli, Abends. (W. T. B.) Seit heute Vor- rßnitZag 10 Uhr sind hier 6 Personen an der Cholera ge-
or en.
Marseille, 2. „Juli, Abends. (W. T. B.) Seit heute früh sind hier 2, seit 24 Stunden im Ganzen 4 Personen an der Cholera gestorben.
Paris, 1. Juli, (Köln. Ztg.) Wieder alles Erwarten beendete die Kammer heute die Berathung der Revisions- vorlage noch nicht; wegen der vielen_VerbefferungSanträge und langen Reden mußte„dieselbe aur Donnerstag vertagt werden. 'Der „MinistewPräiident Jules Ferry blieb aber vollständig Sieger, und alie Verbefferungsanträge wurden zyrückgewresen. „Nur einmal war sein Sieg zweifelhaft, näm- lich bei der Abstimmung über den Antrag betreffs der Wahl der Seriatoren durch das allgemeine Stimmrecht. Da die erste Zahluzig der Stimmzettel zweifelhaft war, so mußte eine zweite Abstimmung stattfinden. Die S annung war groß, aber schließlich stellte es fich heraus, daF
Die Sicherheit des .
Hr. Ferry doch ge- _
fiegt hatte, wenn auch nur mit einer Mehrheit von 30 Stimmen.
Camille Varrere, der Vertreter Frankreichs in Egypten, welcher dem Botschafter Waddington für die Arbeiten der Konferenz beigegeben wurde, ist, wie deBlignieres, finanzieller Beigeordneter und hat wie dieser berathende Stimme.
_ Der Präsident der Republik unterzeichnete heute die Ernennungen des Bischofs von Beauvais zum Bischof von Arras und des Pfarrers von St. Quentin, Péronne, zum Bischof von Beauvais.
Das Fest vom 14. Juli wird nicht vertagt; die Vor bereitungen zu demselben werden mit vollem Eifer betrieben. Die große grade wird auch abgehalten, aber die Pariser Armee dabei in drei Bruchtheile zerlegt werden. Der Gou- verneur von Paris erhielt gestern die betreffenden Befehle. Um 10 Morgens wird die Artiüerie-Brigade von Vincennes und die 6. Infanterie =Divifion auf dem Plaße „Du Trone“ versammelt sein, um vor dem Divisions: General Grévy, Kommandanten der Artillerie von Paris, vorbeizumarschiren. Zu gleicher Zeit werden die Ver- sailler Artillerie-Vrigade und die 7. Jtifanterir-Division in den Elyseischen Feldern ihren Vorbeimarsck) vor dem Gouverneur von Paris, General Saussier, halten. Um 2 Uhr werden die Kavallerie-Brigaden von Paris, Versailles und Saint Germain (14. und 16. Dragoner, 7. und 10. Cuirassiere, 14. und 18. Jä er sowie drei Batterien Artillerie zu Pferde) sich au den Longchamps des Boulogner WäldchenH ver- sammeln. Dieser Parade, bei welcher der Divisions-General Greffot den Oberberehl fiihren und welche von dem Kriegs- Minister abgenommen werden wird, wohnen der Präsident der Republik, die Minister, die Präsidenten der beiden Kam: mern u. s. rv. an. Vor dem Vorbeimarsch werden diese Truppen einige Manöver ausführen. _ Die Soldaten werden sonach in diesem Jahre nicht gar so gewaltig angestrengt werden und auch einige freie Zeit behalten, um sich am Na- tionalfest vergnügen zu können.
Die Kundgebungen gegen die Juden in Algier dauern fort. In der Nacht vom 29. auf den 30. Juni ver- hinderte allein die Entfaltung einer gewaltigen Truppenmacht, daß es zu sehr blutigen Auftritten kant. Gestern erneuerten fick) die Unordnungen,
Laut Depeschen aus Tongking, die im Marine- Ministerium eingetroffen, sind zahlreiche Sonnenstich- fälle bei den französischen Truppen vorgekommen. Der Marsch auf Langson ist aufgeschoben worden, und die Kriegsoperation soll erst im Oktober wieder aufgenommen werden. Der Admiral Courbet traf heute mit seinem Ge- schwader vor Schanghai ein, von wo er mit Patenotre nach Tientsin vorgehen wird.
Paris, 2. JUli. (W. T. B.) Der ehemalige Bot- schafter in London, Tissot, ist gestorben. _ Die Nationalfeier am 14.Juli bierselbstwird nicht hinaus- geschoben werden. Das Festprogramm ist heute veröffent: licht worden._DerGesundheitszustand ist in Paris ein vorzüglicher.
Die genaue Zahl der in dem Kampfe bei Langson erlittenen Verluste beträgt 22 Todte und 53 Verwundete. _ „Paris“ will wiffen, daß die Regierung eine Ent- schädigung von 500 Millionen Francs fiir die Verleßung des Vertrages von Tientsin von China verlangen werde.
_ 3. Juli. (W. T. B.) Eine Verfügung des Polizei-Präsekten ordnet an, daß alle Reisenden und Gepäckstücke aus Gegenden, die von der Cholera heim- gesucht find, ehedieselben Paris betreten, innerhalb derBahn- höfe einer Desinfektion zu Unterwerfen sind.
Marseille, 3. Juli, Morgens 8 Uhr. (W. T. B.) Seit gestern Abend sind 3 Cholera-Todesfälle vorge- kommen. _ Gestern fand hier eine Versammlung von Aerzten und Pharmazeuten statt. Der Vorsitzende erklärte, daß die Beunruhigung der Bevölkerrmg unbe- gründet sei, da die Sterblichkeit durchaus nicht die Zahl iiberschreite, welche bei Eintritt der starken Hitze die gewöhnliche sei. _ Man glaubt Grund zu der Annahme zu baden, daß verschiedene in der letzten Zeit vorgekommene Todesfälle irrthümlick) der Cholera zugeschrieben worden seien. _ Die städtischen Behörden haben beschlossen, von der Illumination am 14. d. M. Abstand zu nehmen und die dadurch freiwerdenden Mittel der nothleidenden Bevölke- rung zuzuwenden.
Portugal. Lissabon, 30. Juni. (Allg. Corr.) Neuere Berichte über die Deputirtenwahlen lassen er- sehen, daß die Resultate der Abstimmung hinter den Erwar- tungen nicht zurückgeblieben sind. Die Gesammtzahl der ge- wählten Deputirten ist 168. Die Opposition hat nur 30 Siße gewonnen, welche von 28 FortschrittSmännern und 2 Republikanern eingenommen werden. Von den fiir Lissabon gewählten 6 Deputirten sind 4 Ministerielle und 2 Republi- kaner. Depeschen aus Madeira melden, daß die Wahlen auf dieser Insel einen Sieg der Regierung iiber die Republikaner herbeiführten. Während der Abstimmung kam es zu ernsten Ruhestörungen, bei denen 6 Personen getödtet wurden. Ruhe- störungen unerheblicher Natrir werden auch von anderen Pläßen gemeldet.
, Italien. Rom, 2. Juli. (W. T. B.) Die Depu- trrtenkammer hat sich vertagt. . _
Der allgemeine Gesundheitßzustand ist im ganzen Königreich ein sehr guter. _ Die im Lazareth von Ventr- miglia als choleraverdächtig internirte Person befindet sich wieder wohl,
, Türkei. Konstantinopel, „2. Juli. (W. T. V.) Die serbische Regierung hat bei der Pforte d1e_Ent- sendung von Delegirten, behufs Tracirung der serbisch- türkischen Eisenbahn-Anfchlußlinie beantragt., _ Die Pforte hat dem Botschafter Italiens Mittheilung von ihrem Beschluß gemacht, die bisher _ von italienischen Staatsangehörigen aUSgebeuteten Boracit-Werke gegen Entschädigung in eigenen Betrieb zu nehmen.
Serbien. Belgrad, 1. Juli. (Wien. Ztg.) Die Königliche Familie ist aus Risch im besten Wohlsein hier angelangt.
Rußland und Polen. St. Petersburg, 3. Juli. (W. T. B.) Der „Regierungs-Anzeiger“ veröffentlicht einen_ Kaiserlichen Erlaß, durch welchen die, Bitt- schriitenkommission aufgehoben und die Obliegenheit der Entgegennahme der Bittschrrsterr und die Beförderung der- selben an diezuständi eJn stanz s owre dreEntgegennahme der an den Kaiser gerichteten meediatklagen znnächst auf em Jahr
dem Kommandirenden des Kaiserlichen Haupt- quartiers übertragen wird. Ferner soll die vorbereitende Revision der über Verfügungen der Senatsdepartements an den Kaiser gerichteten Jmmediatbeschwerden einer bei dem Reichßrath niederzuseßenden temporären Kommission obliegen. _ Der „RegierungSÄnzeiger“ veröffentlicht ferner ein von dem Kaiser bestätigtes Gutachten des Reichs- raths, betreffend die Ablehnung von Geschworenen bei den Gericht6verhandlungen und betreffend die Abände- lrzsxtng des Verfahrens bei der Aufstellung der Geschworenen- i en.
Asien. China. (Al]g.Corr.) Die chinesische Reaie- rung hat dem diplomatischen Corps in Peking die feierliche Erklé_i_rung abgegeben, daß sie gänzlich unschuldig an dem Angrin auf die Franzosen bei Langson und vorbereitet sei, „ einen energischen Protest an die Mächte gegen die Jnsrnuation, daß sie den mit Frankreich geschlossenen Vertrag verletzt habe, zu richten. Die Generale und Offiziere, welcbe Tadel verdienen, wiirden vor ein Kriegsgerickit gestellt werden.
_Afrika. Egypten. Kairo, 1. Jirli. (Allg. Corr.) Major Stuart Wortlei) ging gestern mit 500 Beduinen, 550 Kameelen und 250 Pferden von Assiut U(Lch Selima ab. Oberst Colville begleitet dieExpedition, um eine Karte der Route anzufertigen. Dampfer nnd Kühne werden für die Ueberfiihrung der englischen leichten Infanterie nach Keitel) vorbereitet.
_ 2. Juli. (W. T. B.) Der finanzielle Beirath der egyptischen Regierung, Vincent, erklärte in einem Bericht an den Ministerrath, daß eine erhebliche Herab- seßring der Abgaben in den oberegyptiichen Pro- vinzen unbedingt nöthig sei.
Nach einem Telegramm der „Daily News“ aus Assuan, vom 2. Juli, verlautete daselbst, daß eine Abthei- lung der Aufständiickieir in einer Stärke von 12000 Mann Debbah eingenommen und die dortige Garnison und die Einwohner, etwa 3000 Personen, niedergemeßelt
hätten.
Suakim, 30. Jimi. (A. C,) Drei Abtheilnngen Pilger kamen gestern von Khartam, Kasiala und Berber hier an. Sie meldeten, das; Khartum forme Berber sicher sind und daß Lebeiismittel ddrt in Ueberflnß vorhanden und billig seien, aber sie bringen keine Mittheilungen ron dem General Gordon. Im Gebirge hat es stark geregnet, und Wasser ist auf beiden Rorrten reichlich vorhanden. Die Pilger hatten Khartum am 23. Mai, Berber am 7. und Kaffala am 14. Juni verlassen. _ Die Rebellen griffen Suakim heute früh um 2 Uhr heftig an; doch iind keine Ver: luste XU verzeichnen.
Assuan, 30. Jimi. (A. C.) Major Kitchener ist von seiner Rekognoszirung zurückgekehrt. Er fand das Ge- biet von Korosko ruhig und stellt in Abrede, daß die Bischarin-Araber sich dem Mahdi unterworfen haben.
Zeitungsftimmen.
Nach dem „Dresdener Journal“ theilen wir aus den Jahresberichten der Königlich sächnschen Fabriken-, Damyf- kessel: und Berginspettoren noch folgende Daten, die Textil- branche betreffend, mit:
Während fich der Dresdener Fabrikinspektor über dir Kamm- garnspinnerei in seinem Bezirke günstig äiißert, ist seiner Ansicht nach die Lage der Tuchfabrikation weniger güxiitig; rer1uchsweise ist, _wenn auch in klrinem Maßstabe, die Seidenipinnerei aus Seidenabtällen im Bezirke “eingeführt worden. Die gebesierten Verhältnisse der Baumwvllenwinnerei im Chexnniisxer Bezirke (i_lanbt man allgeMein dem erhöhter] Schutzzolle zu1chrerben zu müßen; dagegen erachten die Näbfadensabrikanteri dcn ihrem Erzetigniffe gewährten Scbmzzbll nicht für auereicberid, um den Kambf mit ausländiichrr, halidt- sächlich engli1cher Konkurrenz mit Erfolg bestehen zu kbnnet]. Die Kammgarnsrinnerei bat augenscheinlich einen größerenAumchivung genommen. und die Webiraarenindustric namentlich bat mcket geringen Antbril an der schon früher erwähnten ZUtiabme der„Fabrika_rbeiter gehabt, irennschOi', de? Erport, ron Welchem ihr Gedeihen Weiriitlicb abhängt, durch die im Laufe des Jahres eingetretenczr Störungen im Verkehre mit Eßypten eine nicht zu unter1cha§eride Ein- bUße erlitten hatte. Die Lage der StrumpfwaareyxnrUstrie „gestaltete sich im Berichtsjahre keineswegs günstig; ja es _surrbtcn dze linter- nrbmer in dicser Industrie groYentbeils, daß die durch die Ueber- Prodiiktion und heranwachsende ii er1eeiscke Kbnkurrenz herbeigefubrte Strckung cine andauernde wird, falls sicb nicbt riert) andere AbiatZ- gebiete, als die bisherigen öffnen. Wenden tmr uns nun zurn Zwickauer Bezirke, 70 soll- dort in der _Wollenindusirie ein Auf- schwnng zu bemerken geroeien sein, ebenio hatten die Kamtxigarn- spinnnereien alle gute, jedoch Weniger als früher lohnende Beichästi- gung, indem bei gleich bohcn, ielbit etwas höheren Preisrn Für gute Wollen, die Verkaufspreise dcr Gespinnste, und zwar beiKettengarnen am meisten, zurückgegangen sind. Eine erfreuliche Wendung zum Beffern bat sick) in der Streicbgarnsrinncrei vollzogen, Wogeßcn bei der Vigognespinnerei wegen der Verpflanzung dieses Industriezweigs nach Rußland ein Rückggng zu bemerken ist. Wenn dieier bis jeiZt noch nicbt drückend gerrejen ist. so ist das Wesentlich der_n stärkeren Verbrauche der Vigognegarne bei der Strumbfwaarenindustrie;_ iowre bei der Fabrikation von Trikotagen und Flgnellen seit Einfuhrung der nenen Zoligeseßgebung zuzuschreiben. Auf der Höhe des Vor- jahres hat fick) die Fabrikation baumwollener Wrbwaarrn gehalten, die_der Gardinen, insbesondere der sogenannten cngl:1chen,'_duxch Beichaffung weiterer Maschinen anderweit gehoben, au'cb Ut m- folge der veränderten Mode ein regelmäßigerer Bedarf in der Fa- brikation halbwvllener Webwaaren hervorgetreten, dagegen war es trotz der größten Anstrengungen nicht möglick), den fruhern flotten Gestbäftßgang bei den Tuchwaaren aufrecht zu erbzlten. Eine Außnabme hiervon macht die Flaqellfabrikatwn und Tucherweheret, bei Welchen durchgehends gute Besch_äitigung vorhandeq war. „Nickyk un,- befriedigend rvar ferner der Geschäftsgang in der Plinckytcpptckzwebcrct. den Bleicherei- und Appreturanstalten, den Ferkereten, der Strumpf“ waaren- und Handfchuhfabrikation, der HeriteUung v'on Tricotagen, Korsetten, der DeckenWeberei und Fabrikation von Che_trtlleartrkeln.„Zu Anfang und Ende des Jahres ist in fast allen Geschaffen séWst uber die gewöhnliche Arbeitszeit hinaus gearbeitet worden. Dre Hand- ftickerei und das Tambouriren haben nicht nachgelanen, _wogegen das Gorlnähen, die Perlstickerei und die Sptycnfabrikatcion 11ch nicht auf der Höhe des Vorjahres zu halten vermochten. „in" rafzbem Auf- schwunqe ist die Kunstwvllenfabrikatiorz begriffen„ dle 11ch eines flotten Geschäfthanges zu erfreuen batte. Wahrend, wre man au_s denz Eben- gesagten entnehmen kann, im Allgemeinen im Zwickauer Bezirke Nicht von einem guten Geschäfthange in der Textil- und deri dqmri verwandten In" dustrien zu sprechen ist, äußert, sich„dkx LLlelaek„Berichterstatter über dieselbe Industrie in weit gunstlgcrcr WSUS. Es han- delt sich dort besonders um dre Wollkamm'erei und Kgmmgarn- spinnerei, wiewohl die Tuch- und Buckskmbsranäpe,“ die mecha- nische Weberei, Flanell-, Planen- und Sackefabrrkatwn eben- falls eine bedeutende Produktion haben. Was; endlich den_ Löbauer Bezirk anlangt, so spricht der dortige Fabrikenmspektor_bezugltch der Textilbranche zwar nicht ron'etnem hervorragexiden Aufichwunge der Industrie, kann aber auch nicbt von einem Ruckgange reden.