kommen. Die Voriage erfiillt somit Unsere Anträgß auf Schaf- firiig dcr Arbciisloseichi“sic1)oriiiig. Tie Lobnklasscncinicil11an dcr :)icgicrnngZ-eragc ist im Ausscyns; diiich dic Lliitriige 991“ ?)iciiic- rungspartcicn 100101111111)110111011011 Wordart nnd die BciirciJs- leitnng ist gcruchtkr baiiii'ssoii 111019911. Dis R0511011111051101101011 [76 en 011ch [cstgcstkllt, Ms; dic *.)111101151010111001“110101111171 iiicht (115 ein Instrument 09111161 Mrdcn dai'f, um in die Wirtsch-aitskc'inips eiiizilgreifcii, es soll diidimh kéin Teil 0919115919 19111]ch611[1ch9 Vorteils 9151112611. Nicht erfiillt sind di? P1"11151P10110U Fordcriiiigcn eines Teils der Ti*1iiiii)iia:ionalcn WMW dcr Ziiliissiing der Er- sUHkässmi. Wir 110001113111, das; fiir 111119111 *.)1111105'1, die' Ei'iavkasicn als [reis E11111k1)11[ii_0 11111“) (115 Alt? 591“ Zolbstlgiliß zyxznlnsion, im Aiisichiisz (“einc Mchrhci! „511 finden 1961“; 111) 5969, da]; im 1810111111! unstr Antrag (inqcnommon wird. Wir miisji'ii ferner Minichcn, das; 001" 139111 Bci'liiii'r LQWOHVLWMD eiiixicriclyii'tcé dcntschimtio- n-alc Alrbxitxoimchivi'is crhmltNi bleibt, 991111 die dffeiiiliki):i'9c1)lliclioii ?lrbcitxiiiiii1)ii)9ifc 5611911 keine Nciitralität bowic'son. Wii“ wiirden (inf 1111191911 01001101! Nackchis 139130519", wcnn dio ÖsfknLiiÜMii Nachwi'isc zeigten, daß die L'li'bcitci“ itiiscri'r Conlciir 5011451191: 9119109 0956119911 19915611 wic dic- (111991911 “211110091. Wir stimmcii im 1111110011 dcr 0lit97c1)11s;boi*la_qc 511, 12917911 (11191, dgsz diE Prodiik- tioii so Mit qcstcixii'rt werden kann, das; Von dvi" “.)libciléslosonbci- sichi'riing 111159101111 Wenig (9911111116; gwmmcht 511 1991501: bi'iiiiiyt. (Beifall rochts.)
Abg. Andre (391116) Weist di9 Wclxiiiptiiiixi dk-Z Abg. Anf- 1)äii]'9r 5111116“, als ob fi'it "001“ Bildiiiig dcr 211117191111mckri'gi911111g dio Z0*,ii]1poljiik eiiie riickläitfigi' “1191909111177 dUkckMEUWCÜs"habe. 3302; Miss 0111000115 niclit 311 Und man biiiiiM mir cm 566 kiirzlich iii „&i-rast gctrctciii' *.)li'bcitsxicriiiitI-gcssy dcis joizige “2110011910100- Vcrsick)ei'iiiigsgoscß nnd die V01“ 111159111 Ziiichgcf'LWrie VOrbosscruiig der Jiivmlidciivi*i'sicl)criiii_q 511 deiikkn. Das Zoiitriiin nehme fur sich 111 9111191110), diiijii) iciiic Jiiitiiiiivc ivcsciiilici) niit ,',le An- 1111'1191111111 dcr L'Lii'isc1)iift bcigUraxicn in 51111911. Ohm" dic 1050119 Vci'siklii'i'img wiirde 001 (““Issiinbw'itsziistiiiid 111119115 “891199“ sick) 615913110) V011(1)10(1111*1'11. Dcr 711991191“ bebt des Weiteri'n die Boi“- teile 996 (859191395 5911101. E53 sci 616" (9611395 9111755183 UONVTUÖZK- Von 001" Fürsorge soi man cht 5111" „(191913105911 111999111113] gc- 1011701011. Tino 0910119919 ".'liifgiibi' habe die Ksicicl)§»vi*rsichi*riiiigs- ansmlt (111 51111111111101110s10110011 9)?0s;11c11)1119n zii erfiillen. 65711115- lagc dcs Goscich sei, eine „(inte :)lriioitxavci'tciliiiig 11115 911139115- boschasfiing 1)91*119i511fiil)1"91i. (Z-ohr richiig! im 936111111111.) Dix?) chli'nm si'i gi'nndsäßlick) fiir die (53*lvic1)-[191“0(1)tigitiig 11011 “21112911- nchmoi'n Und :)li'bi'iigobi'rii in dcr Vcrwaltiiii-g dcs Arbiéitsiiach- Weiss»; eingetreten, und es fordere 011ch 1)ii*1', das; der ZOlHsWßk- ivaltiing dci" größic Spielraum 991951)th w-orde. (Sc[)1'_ri(1)t_ig! 1111 Zemtriim.) DU ?)icdnci' tritt fiir die Zen!rimnsii'solnlion i'm, dw einc bi'sondcrc Vcriickffichtignng dcr R11MöbcsäWdislikU und dxr kindorrcichen Familicn s-ordcrt. Das Zmitiitm LWL sich dafiir. aiisgcspkock cn, das; die ?)ii'ichsrcgiérnng dic Eiiischi'i img iibcr dcn HSUILMU 1191 ?)ii*icl)i;4-iiit-stalt habe und nicht der Iii*ic1)»“:;a'1'119its- miiiiß'lor. In der Frage der Ziilassiing dcr ETTaU-krankciikasjcn seien die Meinitiigcn in der Zoniriimsfi'ciktion (11911151ng „(;(-teilt. Diess Fi'iigc miisxc aiich gcpriift ivordcn. Das („'LH-«sci; musse aber auch ohne die Er*„(11ikass9n am 1. Oktober znstandc kommcn. Diizéck) das (99101; 101110011 drcibierlbl der miinnlicli'n Erwerbslosbn 01110 Vcrbcsscrnng erfährcn. Dax“, 6591913 miisc dic ausgesbvochenen pcii'dcipolitischcii ?lrlicitZiicicleeisc aiissch-alten, Wie 65 em Zcit- trnmsiintiag 5911611110. Der Redner betont zum SYHlnß iioch- nmls, das; es falsch sci, bon cincr jcizt cinscßcnch [ 'iaion Neuk- tioii zu sprechen. Mit diesem Gesch 160119 mich „das Zentrum den Wii'dcranfban der Wirtschaft nn'd di's 1301111011011 Vaterlandes cr- stvcbcn. (Beifall im Zentrnm.)
Vlbg, Dr. Moldenhauer (D. Vp.) begrüßt 1319 Per- bcsscrungcn der AussclzußbcsMiissa gegeniibcr dcr ursprunglichen Vorlage. Dic Ausschnßbcrhandlungeri seien durcbcziissqchlich ge- Yiihrt ioordcn, Besonderer Dank gcbuhio den Mitarbeitern mis em Reichsarbcitsministoriiim. Die größte, Umgestcilluiig abc dre Vorlqge in organisatorischer Beziehung erfahren. Die . eutsche Volkspartei lege don größten Wert dai'mif, das; die Arbeitslosen- versichi'rnng sich in enger Zusammenarbeit mit dcr 056519111119 Voll;- zichc; allerdings diirZik die Entscheidung über Ansprache nnybet dkli Vcrtretcrn "ch Ministerinms und nicht bei der Hicnixiiide liegen. Die Errichtung einer ?)icichsanstalt kbimc immerhin einige Bedenken crivcckcn, denn mit dieser Anstalt trete neben die 1113561“ 0970695011911 Vcksichernngsixägcr cin 1191101“,_ivasxiqcntli'ch 111011 dem Prinzip des chtral'isnins cntssprechc, 1959111005 mussc dcis IJLiiiistcriUm bci Errichtung der An tali einc staixkcre Z11s0111111011' fassitng und eine große Sparsamkicit im Auge [)(111011„ Die Exsaß- kussoit iiiiisiien zweckmäßig auf die Angestellten boschi'imkt blxib-xn. Wenn dis Mehrheit des Hanses auch fiir die Ablehnung der Ersin)- kasscn sei, so marchickc doch der ()*)cdankc _bicsoix R““(issi'n. Man n11i1ssc abcr bcim (isset: trennen zwischen fleißigen ?l'cbciicrii mid Loliwn, die nicht arbeiten Wollen, das gelte VN" allem bezuglich dßr ici tiiiigcn. Dos (Kii'sciz sei leider an einigen Stellen jahr 11191119 Veritiindlici) formuliert Dcr (Z)."llUdZ'fock der ?)icichsqiistalt Yurfe nicht so hoch gefiisit ivordcn, daß eine T )csanricrungspoliiik getriebcii Werden könne. Die Möglichkeit von Beriifniigen 909911 Ent- scl cidnngcn iibcr UntersiiißnngZanspriiche_sci z. B. gegeniiber den gkeichcn Einrichtungen in England zu iveiiqchenb; mich hier gelte es, die Regelung zu vereinfachen. Dic bcfte Losung der ganzen Erwerbsloscnfrach sei aber eine Vorstandige Jnni'n- Und Außen- politik, die dem cuiscbcn Volke Arbeit s(1(1ff1._
Abg. Rädcl (510111111) wi'ist znna Öst dic Vchanptunzz des Abg. Aufhänser (ils liigncrisch zuriick, aß die kontmunistrsch9n Mitglicdcr (111 den Ansschußvcrhandliingcn ?citivcise nicht tcik- genommen Hätten. Im Gegenteil habe der Zlbg. Airshauser an einigen Verbandlimgcn dcs Ausschusées mcht _teilgeiionmien. Hört, hört! bei den Kommunisten.) ?iifhänscr habe sich 161,31 Hogar gcriibmt, daß die Sozialdemokraten dicses Gesel; niit- gcmacht hätten. Später Würden sie das aber viellciéht (1111911911211 Wollen. Alle Redner haben [ich Wcihranck) gestreut und sich ge- Yeut, das; endlich diesc Arbeitsloseitvcrsichßrimg kommt. Jn_ dcr
rbeitersckWLt findet man aber eine cinmiitige Ablehnung dicses Gescßes, im da hat Herr Aufhäuscr den Mut, hier im Namen der Arbeiterschaft u sprechen. Die Sozialdemokraten habsn den Arbeitern verspro en, dem Gesetz die Giftzähnc (i_iicZzubrexhcn, aber, Wenn Wir nicht darauf aufmerksam gemacht hatten, waren sie einfa dariiber hinivcggegangcn. Dic Bourgeoisie macht Sozialpo'litik nur, um die Arbeiter Von dem Kampf gegen die Bourqcoisie abzuhalten und nur unter dem Druck der Revolution. Die Lcichenfunde beim Ulap erinnern an die Zeit NoZkes. Herr Aufhäuscr glaubt, da die Sozialdemokraten Wesentliche Fort- schritte bei diesem Ge 91; erreicht haben, z, B. in bezug auf die Organi ation, aber es kommt do nicht auf die außcrc Form ber Organiation an, sondern daran Wer in dicscr Organisation etwas zu sagen hat und Welche 5*rworbslosc die Leistungen be- kommen Und wieviel sie bekommen. Die Sozialdemokratie hat nicht einen Antrag auf Selbstbcrwaltunxé der Versicherten, mL Wal)! des Vorsitzenden nnd der Beisitzer er Arbeitsämter dur dcn Vßrwiiltungsansschnß usw. eingebracht. Unsere Anträge MI solche Verbesserungen sind nicht nur vom Viirgerblock, sondern an von der Sozialdemokratie alxelehnt ivordcn. Die privaten Arbeitsnachweise, wie in Berlin er ArbeitsiiachWeis der Deut ch- nationalen Partei, der nationalistis e Arbeitsnachweis und er eigene Arbeithachweis einer großen irma sind vom Uebel. Herr Anfhiiuser hat sich dagegen erklart und iioch hat die Sozial- demokratie Unxercn Antra auf Verbot" der privaten Arbeits- uachweise abgc ehnt. Unerzört ist es, daß ein großer Teil der Arbeiter, wie z. V, die Bauarbeiter von dem Gesetz ausgenommen [kind, aiso in Zukunft bei der Arbeitslosigkcit überhau t keitxe
nterstutzung mehr bekommen. Wir haben beantragt ie frei- Wiüigc Versicherung zuzula! en, dgmit diejenigen A1: eiter die nith vsrsichcrungsplichttg ind, fur sich sorgen können. Viele Ar eiter Werden na diesem Gesetz weniger bekommen als bis er aus_dcr ErWerbslosennnterstü ung; 90 vH aller Frauen so en aniger bekommen. (Ruf bei en Kommunisten: Das sind AUT- Zläust'rs Verbesserungen? Es ist vorgekommen daß schroerkran e
rbeiter m die BergWer e geschickt sind. (Hört, Hört! bei den Kom-
mnnisten.) Die ?lnivartschafi auf die Unterstiitzung wird erschwert, die Tauer dcr Untkrstiiiziing Verkiirzt. Zn dicscm Gcseß, das (in- gcblich cinen ?)iccyismispritck) anf Unterstiitzimg gibt, wird die [liitürstiißnng sogar 5011 dsr Vcdiirftigkcitspriifung abhängig ge- macht. Wir hoffen, das“, dicscs Gcsctz einc Etappe aiif dcm W999 znr Weltrcvolntion sein wird. Wir Werden dkn *.)[1091191'11 die Angen iibcr dicses reaktioiiärc T).)iachwcrk und den Llntcil, deri dic Sozialdcnwkkatie darein hat, öffnen. (Vcifall [ck01 dcn Kom- ninnistcn.)
Vichi'iiiidcnt Esser ruft den Rcdiicr Zilk Ordnung, Mil or dom x'lbgoordnctcn “.'litflxäiisor dcn VOL'WUL'f dci“ 119191051911 Liigs 9611167111 hat
Abg. S ck)110100 r-Bcrliii (Tom.) [ohni dic AUfséZffUUg des Abg. L)liif1)(iiisor (116 Uiiiiclmig (11), (115 01) 00110 die Sozialdcmoki'aiic immer 11111“ sc1)li*i1)tc Sozialgescize iicnmcht 191115911; 5111? ?)iiciiiig- Yollimg 001 1)ist1)1'is(1)i*1i “194101699 iiiiiffc (mcf) «91991 117915911, daß ic Vi'i'oi'dmiiig dci" Bk-lksbcaufti'iiiiten 139711 13, 11. 1918 schon monatelang Vorbcr in den Illion dcs Stacitsmiiiistcrinms lag. Der stark? Zentralismns, dcr (mch iii diesem Geskß in Erschciming trete", sci 001-0111Kli'jickzilfiihkkn, Das; 005 Rbich gcgeitiibkr dcn (Miiicindcn keine „iszipiiimrgcwalt habe. Aber auch 5911 Ländern habe mon scitoiis dcr ?)icgicinng in dieser Vorlagk viel zii viel .Ronzcssioncn gcnmchi. Don 96115911 21556161 der Arbeitslosen- vkrsiciicrnng hätte man ohne die Liiiidcr aiifbaiien s0119n. Dic DOUWkL'QU'U s1'1i'11 mit dom 6391913 in 01"J0111111101'1sch0[ Bezicbxmg ciiiv-xi'stimdcn. Vielleicht Wäre es uber ratscimcr geniesen, doii Bcdiirfiiisscn dor 5.50111001'111'1101' dnrch die Errichtung einer 09- sbitdcrcn Anstalt zn entspreckcn. Herborznlxbcn sei, daß d(is (“)(-sci.) eiiicn klaren ?)iochtSansprch schaffe, das; ohne Prüfung dEr BL- diirftigkcit 26 Wochen Unterstiißuiig gczahlt werde. Lcidcr Werdc der Aufbau des 659161196 391“ ch1iittcn durch die Bkstimmnng, das; die Bciträge verschiedenartig festgesetzt Werden können. Diese (669119711119 dsr Beitriige sei ein großc'r Fcl)ler im Gescßc. 211161) in Nr Frage dcr LLisiliUMil seien dic Wünsche der Demokraten iiicht erfiillt ivordcn. Bbsonders in 5911 imtcron Klassen wiirdi'ii dic kiiidcrreic1)eii Familimi sel)r schlecht ivcgkommen. Dic ?]ii'gicrungsparieien müßten sich hier eine Aéndcrun-g dcs Gcs-Lyes gefallen [(issön. Hiér könnten die Iicgicrnnng-nrtcikn ihre Von i[)iioii gepriesene Fiii'undliclskit fiir die kinderreichcn Familien einmal bcwciTscn! Lcidcr sei der dckmokratischc Antrag auf Er- höhung dor -)('111P11111101stü131111 von den Regierungspartcien im AiiIsihiisz abgelehnt Wordc-n. cis sci niibcrständlicl). Dis Domo- kraton seien durchaus Aubiingi'r der Ersaiasse sowohl für An- qcstcllte (ils fiir Arbeiter. Aber das 65913913 bedeute in dieser iczielmng chl) eiiie“Vcrsch19chterung fiir 010 An cstclltßn, Drin Abg. 2119192997 sci zn Erwidern, das; die Damm raten nicht die ?ingcstcllicn Von den Arbeitern trcimcn 111011911; sie lehnten lediglich eincn übertriebenen Schematisiims ab. Das Rei-clisarbciis- ministerium bringe leider nicht den Mitt auf, die Aiisiiciwncs- bkstimmungcn ge-gcn dic: ?)liiqcsti'lltcn Hinsichtlich dier VcrsichornngZ- granc zn bo citig-en. Der "Ausschuß habe Wenig Vcrständnis “iii“ dic kiediirfiiisse und die Pfizche dss Aitgcstcllisn gczsigt. ie Angestellten müßten Mvar nach dem Gesetz Beitriige (kisten, aber die Leistiingen fiir sic seien viel zu gering. Dem Lobe iiber die durch das Gesetz vorgesehene Sclbstbcrivalinng könn-e man sick). schwer anschlicßén. U-nVerständlick) sei ziim B*eispiexl die Be- stimmung, daß das gesamte Reichskabinett dcn Etat der Reichs- anstalt genehmigcn müsse. Eine solche Vestimmun, in einem Sozialgcseiz sei einfach liichcrlicb. Vielleicht enispre 9 diese Be- stimmung der Mannigfali'igkcit der AnschauunKM im Kabinett, von der gestern Minister Schiele geksprochen ha 9 (Heiterkeit bei den Demokraten.) Das Gesetz enUalie auch bürokratische Be- stimmungen, deren Regelung der Selbstverwaltung überlassen Werden miißtc. In der Frage der Pflichtarbcit habe man erfreu- lichcrw-Lise Vierbcsxcrnngcn erzielt. Ja der Fra e Der Höhe des Giimd-stocks dcr ?)eichsanstalt sei der urspriin-gliZe Beschluß von den RégiérunZspctrtcien wieder Verschlech-tert ivorden. Im ganzen bedeute das *cscß jedoch eine Verbesserung gegsniiiber dem bis- herigen Zustande,. (Beifall 1101 den Demokraten.)
Abg. Beier-Drcsden (Wirtsch. VW.): Wir sind keine aus- es'pWchMcn Gegner des Gcseßes, denn es gibt den arbeitslosen
icnschcn Rechte und macht aus der iirsorge eine ihnen recht-
mäßig zustehende UntU'stiiizung. Die Iiitgliedcr 001" Wirtscha t- lich9n V-creinig-nn„ liaben Ml Ausschuß eingehend an der Dur - arbbitung des Go 9592 mit-gcarbci1et. GWßL Enttäuschung aber bringt das Gesetz unseren Kreisen dadurch, „daß es uns die Hoffnung nimmt, die auf uns wirtschaftlich schwerliegonde Lohn- sumnicnstciicr wieder loZJitiverdcn. Dieses ist cim: Kriegsiimß- nahme, ein Rest der Aiisiiahnicg-Lscygcbung. Besonders betroffen wird der gcivcrblichc Mittelstanid 511761) die Vcitr-agZzalÜnng zu'i“ ArbciislosciiVLi'sicl)eriiii-g dcs-w-kgcn, weil cr dnrch TarifWrtr-Zige 311 höheren Löhnen gezwungéii ist als die Industrie. Wir sind 993- 1)alb der Meinung, daß die Lalstcn mehr auf stärkere Schultern bci“- teilt ivcr-dcn miißtcn. Dic K agen iiber *die Belastung durcb, fort- qescizic Erhöhung der Soziallastcn erschweren den Absatz und die Aiisfuhr, deswegen ist der Wunsch berechtigt, daß die Folgen der Arbeitslosigkcit (][s Nationalungliick auf die Allgemeinsclxiilter gelcgt Werden. Ganz bcsowdcrs Verlangen Wir V-ekcinfaichung der Verwaltung. Die Vcrw-altuiigskörpcr dcr Sozialbci'sichcrung arbciicn zu teuer. Zum Gcscß selbst begrüßen wir die Lobnklassen und die danach bcrcchn-Lt-i'n Uiiterstiiiziiiigssiilze, damit nicht mehr ArbeitIVcrwcigerunigcn )vogcn der gc-iéingen Differenz zwischen Lohn und Unterstiiß-ung erfolgen. Der Zivcck des Gsscécs ist m-cbt niir “linterstiiizim-g, sondern ÜUch Arbeitsbcschaffunq; ciztcre darf nicht zu der Unsiiic aiis-artkn, daß ArbeitSämter Aiibeitslose an Pribate vermitt-eln. Wenn jetzt das Arbeitha-chiveideseß keine Bestimmungen enthält, dies zu verbieten, so ist unser Haupiivunsck), das; die Reichsanstalt als oberste Behörde diesen Mißstand sofort: aus der Welt schaf't. Hat der Arbeibgeber die Pfliclzt, soviel Leute als möglich “11 bei )äftigcn, so muß man ihm auch ie Möglichkeit dazu verschachn.
Abg. Scl) i rmer -Frankcn (Bayr. Vp.) erininert daran», daß bereits vor 35 Jahren in München aux einc Anr-Ggung dcr ck).rist1ich- sozialen Organisationen bin eine Zli'beitslosciiVermittiUn-gssteüe geschaffen ivor-den sei. Der Redner hebt die große Bedeutung der jetzigen Vorlage hkrvor. Die Rechte der Lan-desarbeitSämter miißtcn qcivahrt Werden, Seine Partei sei nicht «gen die Ersatz- kassen. Wenn man sie den Angestellten einräu-me, dürfe man ste aber den Arbeitern nicht versagen; sie stimme dem Gcseiz zu.
Abg. Stöhr (Nat. Soz.) stimmt ebenfalfs namens seiner Freunde trotz vieler Bedenken der Vorlaxze zu. Dar Redner be- mitragt Von Klasse 17 an. höhere Unterstutzungssäße.
Abg. Maria Schott (D. Nat.) Weist auf die Vermehrung dex crivei'bs-tiitigen Frauen hin und beklagt sich über Benach- teiligung der Frauen. (Abg. Luise Schröd-zr [Soz.]: Das mii an Sie den Arbeitgebern Ihrer Partei sagcn! Unruhe rechts.) ie Haußangestcllten müßten die gleichen R-ochte haben wie andere arbeitend? Frauen. Der Bc kiff der ,wirtfchaftlichen Organi- sation9n*“ müsse endlich einma aus den Gesetzen verschwinden.
„ Abg. v. R amin (VW.) vermißt als Korrelat fiir die Unter- sLUYJMJ einen Zwang zur Anna me von Arbeit. (Lärm bei den Sozial emokraten und Zuruf: uch fiir die pensionierten Offi- ziere! -- Der Redner und die Soziaidemokraten rufen sich Ve- lreidig-imgen zu; Vizepräsident erteilt Ordnungßru'fe.) Den SoFialdcmokraten sei lä-n-gst nachgewiesen, daß sie nicht nur die Ax eiter, sondern das Vaterland an den äußeren Feind verraten
atten. (Großer Lärm bei den Sozialdemokraten. Vize'prräsideiit
sser erteilt dem Redner cinew Weit-eren Ordnungsruf.)
Nunmehr vertagt das Haus die Weiterberatnng auf MittWOcl) 13 Uhr.
Schluß 20 Uhr.
*xtand durcksans Vertrauen Verdiene.
Preußischer Staatsrat.
SiHimg vom 5. Juli 1927. (Bsricbi dss Niicbricbwiibüws OLS Vereins V€u11ch€k Zeitungsverleger.)
Dcr Siaotsrat trat hsute nachmittag zu eincm auf drei Tage berechneten SißungsÜbsckmitt zusammen.
Es Wurde zunächst beraten iiber den S t a a t s 11 e r t r a g zivischenPreußeii,Vayern,Württemberg und BadenzurRegelungdcrLotterieberhältnisse. Nach dem Vertrage wird einc rcchtssähige Ansta1t untsr dem Nmnen „Prcußisch-Siiddcntsctzc Staatslottsrie“ mit dom Siß in Berlin gebildet. Die Organ-Z dsr Anstalt sind 1. der Lottcricaiisschis, 2. die (559119ral-Lotteriedircktion. Jedes Land bsstellt fiir den Staatswttcricansschuß ein ständiges und ein stLUVEktkLtLUdLZ Mitglied. Zu dem Ausschuß sollcn Preußen ViL'c Stimmen, Bayern zwci Stimmen, Württemberg und Badcn je eine Stimme zustehen. Die Gcncral-Loticricdircktion soll di“ Vcrivaitung fiir das gesamte Lotteriegßbict haben. Der Vcririig soll 9211911 fiir die Zeit Vom 1. Oktober 1927 bis 31. März 1935.
Nbg. Burma iin (Soz.) borick)tctc iiber die Ausschuß- verhandliiiigen iind logie dic Griinde dar, die den Ausschuß ver- aiilaßt 19913911, die Vorlago abznlchnsn. Er Wiss darauf hin, daß die prcnßtßhcn Interessen mcht gmiiigcnd goivahrt skicn. Be- sondcrs ici cs abzulehnen, daß die'. parlamentarische Kontrolle durch den Vertrag ausgeschaltct WLL'ÖL.
Ohm? ivciich Aiissprack)e stimmte der Staatsrat dcm Vorschlage scincs Ausschusses zu, die Vorlage abzulehnen, Weil sie die preußischen Jiitcrcsscn uicht geniigend Wahre.
Eine längere AuIsprache gab es sodann zu der N o v e l l e iiber die Dienstvergchcn der Richter. Nach dsr Nowelle wird grundsäßlick) die Oeffentlichkeit der münd- lichcn Verhandlung andesprochcw In einem besondcren Ybsaß fiihrt die Regierungsvorlage aus:
„Die Oeffentlichkeit kann aus besonderen Griinden auf An- tra dcr Staatsanwaltschaft oder, sowi'it diese nicht widerspricht, 0.11 von Amts Wegen odcr aui Antraq dLs AngeZhuidigten durch VL-hlllß VLS Disziplinargerichts fiir ie ganze auer der Ver- handlung odcr zßitiveilig ausgeschlossen Werden. Der Widexspruch dsr StacxtSanWaltscYaft bedarf keiner Begründung. Einem im Laufe. der Verband ung geZeÜten Antrag der StaatZanivaltscbaft auf Wiedsrhcrstellung der cffcntlichkeit ist staitzugeben.“
Nach ArYcht der Mehrheit des Aus chusses ist in dieser Fassung die ' tellung dsr StaatsariWalts oft zu stark betont. Es Wird dEZhÜlÖ eine Fassung vorgeschlagen, Wonach gesagt Wird, daß die Oeffentlichkeit aus besonderen Griinden auf Antrag der Stiiatsanwaltsckzaft oder auch Von Amts Wegen oder auch auf Antrag des Angeschuldigten durch Beschluß des Disziplinargerichts fiir die ganze Dauer der Verhandlungen oder zeitiveilig ausgeschlossen Werden kann.
. Dic Kommunisten brachten dazu einen Antrag ein, der eine abgeanderte Fassung dahin vorschlägt, daß die Oeffent- lichkeit nur aus den im Gevichtsverfahrengeseiz Vorgesehenen Grunden ausgeschlossen Werden kann.
Zu der Aus rache erklärte sich Dr. Weinber (Soz. iir den kommunistisfchen Antrag und erklärte di? RLZOTM de_n kbiniii-iinisk-isck29xt Antrag und erklärte die Reform des Diszi- plmarverfa rens _fur außerordentlich dringend. Er führte den Fall Pxinext in exnigerode an, Wonach die Aeußerung, daß die repu- blikanischen Minister bestochene Subjekte seien, lediglich mit einer Strafbersxizung besti'a t ivordcn wäre. Auch in den Magdeburger *äklen Kolling imd . ofmann, die es ablehnten, mit den sozia- listischexi Polizeibeamten zusammenzuarbeitcn, sei nur mit VerWeis :an 11111", Strafvexsc ung vorgegan en ivorden. Die sogenannte StraYcrseyeung sei a er in vielen Fällen iiberhau 1 keine Strafe.
r._N eyer FKomm.) Waxidte [ich egen d Fassung des AiiZschusxas „„aus be onderen Griinden“ nn empfahl den “kommu- i'ltxttsckxn Antrag, Wonach der Llasfchlu nur aus Griinden der ';)f entlichcn Ordnimg und der Sittlich eit ausgesprochen Werdon ann.
Jiistizrat Dx. La ngemgk (A.=G.) emeahl den Ausschuß- antrag und erimdbrte den Vorrednern, daß er deutßche Richter-
Wenn Entgleiun en vox- ämen, so eien doch Verallgemeinerun en abzulehnen. er Fall Kölling-Ho manu sei noch nicht abgaschosscn. Die Behauptung, xtc hätten cs abgelehnt, mit sozialdnmokratischen Beamten zu- animcnziiarbeitcn, sei durch die Verhandlung widerlégt worden.
Dr. Meyer (Komm.) (*mpfcihl dcm Vorrkdner das Buch: „Vic'.“ Jahre Mord“ nnd crklärte, daß Von einer großen Za)l von Richicrn gmx? bcivnßt Line Klassanustiz qetricbeii Werde: Wenn d6r Fail “öllinq-Hofmaim zur ierhandlung käme,*so wiirden bsi Annahme des Ausschußanirages die. Kolle en der Zerren KöUiiig und Hofmann Ü“zweifellos den Anssch uß der * effentlichkeii beantragen. Der *inivand dienstlicher Interessen Werde immer gemacht beden.
Justizrat Dr. Langemak erwiderte», daß Hofmann und Kölling selh't darum gebeten hätten, daß öffentlich verhandelt werde, und aß die abschließende Entscheidunngo lange hinaus- geschoben Werde, bis der Vorliegende Entivurf eseß sei.
Hiormif Wurden die kommunistischkn Abänderungs- antväge gegen die Antragsteller und die Soziabdemokraien ab- Riehni. Die Ausfthußfassung Wurde mit den Stimmen der
?ck)th und des Zentrums angenommen.
Dec Staatsrat vertagte sich darauf auf Mittwock)
nachmitiag.
Parlamentarische Nachrichten.
Der Auswärtige Ausschuß dxs Reichsta s,'dec für Donnerstag einberu en iL; Wird [,ick) xml der deutschen chieds- erichtspolitik und mit en enfer Abrustungsverhandliingen be- Ézästiqen. Ueber “Ws erstere Thema Werden die Nbgg. r. Breitßkcheid (Soz.) nnd vox Freyiagh-Loringd- Yo von (D. at.) Bericht erfstatten, uber die Abrüstungsverhan - ungen wird der Abg. Gra Bern torff (Dem.) referierkn. Ferner stehen auf der Tachrodnung etitwnen, darunter solche, die sich auf die AussYreitungen franzöxischch Soldaten beim Krie ertag m Germers eim und auf die lbriistungskonferenz in Gen beziehen.
(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)
Verantwortlickyer Scbrifkleiter: Direktor Dr. T y r o [, Charlottenburg. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Rechnungsbirekior M e n g e r in g
in Berlin. _
Verlag der GesckyäftsiteUe (M e n g e r in g) in Berlin. Druck der Preußischen Druckerei- und Verlags-Aktiengesellschaft.
Berlin. Wilhelmstr. 32. -yiinf Beilagen (ein1cbließlicb Börsen-Beilage) und Erste und Zweite Zentral-Handelsregister-Beilage.
Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich 9,- Neithsmark. Alle Postanstalten nehmen Vestekung an, für Berlin außer den Postanstalten und Zeitungsverttieben für Selbstabholer auch die
Geschäftsstelle 81“. 48, Wilhelmstraße Nr. 32. Einzelne Nu mmer" kosten 0,30 Reichsmark.
Fernfprecher: Zentrum 1573.
Nr. 156.
Reichstvanrgirokonto.
Anzeigenpreis für den Raum
einer 5 gespaltenen Einheitszeile (Petit) 1,05 Reichsmark, einer 3 gespaltenen Einheitszeile 1,75 Reichxmarlu
Anzeigen nimmt an
die Geschäftsstelle des Reichs- und Staatsanzeigecs Berlin FW. 48, Wilbelmftraße Nr. 32.
***"
Berlin, Donnerstag, den 7. Juli, abends. Postfcheckkonko: Berlin 41821. 1927
Einzelnummern oder einzetne Beilagen werden nur gegen Barbezahlung oder vorherige Einsendung des Betrages
Inhalt des amtlichen Teiles: Deutsches Reich.
Bekanntmachung über die Abänderung der Bestimmungen über die Gewahrung von Beihilfen cms Reichsmitieln zur Er- richtung von Bergmannswobnungen.
Uebersicht der Prägungen von Reichssilber- und Reichs- pfennigmünzen in den deutschen Miinzstätien bis Ende Juni 1927.
Preußen.
Ernennungen und sonstige Verivnalveränderungen. «, ,! _,. * *"
.../“;ck“- _;:*ck „***-“' . Amtliches, AMillÖLZ. Deutsches Reich.
Bekanntmachung.
Die Vestimmmigen iiber die Gewährung von Beihilfen aus Reichsmiiteln zur Errichtung von Bergmannswohnungen vom 21. Januar 1920 (Zentralbl. für das Deutsche Reich 1920 S. 65) in der Fassung der Bekannimackzung vom 30. August 1923 (Reichsministerial 1attS.923) werden wie folgt geändert:
Ziffer 8 Abs. 2 und 3 erhalten folgenden Wortlaut:
, „Die nach Ziffer 4 zuständige StSUL ist jkberze-it berechtigt, die gemäß Abs.1 von ihr festgeseßten Mikten und Mietwerte in An- !ebnung an die ortsüblichen Mieten zu ändern. '
Ferner bestimmt fie im Einbernebmen mit dem Reichßarbeits- mmiiter und dem Reichswirtichattsminisier, inwieweit das gewährte Darlehen zu verzinien und zu tilgen oder in welcher sonstigen Art und WSUS die Schu1doerbind1ichkeit zu rcxgeln ist.“
Berlin, den 4. Juli 1927. DER ReichSarbeitSminister. I. V.: Dr. Geib.
einschließlich des Portos abgegeben.
11 e b e r ] i ck t der Prägungen von Reichssilber- und Reich5pfennigmünzen in den deutschen Miinzstätten bis Ende Juni 1927.
„P-.-...
Reichssilbermünzen Zwei- Drei- markstücke marksiücke RM RM
1. Im Monat Juni 1927 Ein- sind geprägt marksiücke worden in:. RM
Fünf- markstücke RM
Ein- Zioei- pfsnnigstücke RM
Reichspfennigmiiiizen
Fünf- Pfennigstücke RM
Fünfzig- pfennigsiücke RM
381)!!- pfennigsiücke RM
vfeniiigsiücke RM
Berlin . . .
München . . . Muldenbütten . Stuttgart . . . Karlsruhe . , . Hamburg . . .
550000
[[[|]]
500 000
Summe ]. 2. Vorherwaren
gevrägt *) . 294 233 000 200 000 000 153 104 184 8 671 570
2 795 476,68
5 000 800,02 27 682 960,80: 56 958 835,10 109 859 100,-
3. Gesamtprei- gung , , . . 4. Hierbon find wieder einge- zogen. . . .
294 733 000 200 000 000153104184 8 671570
762 087 7 644 149 706 315
2 795 476,68 5 000 800,02
27 682 960,80, 56 958 835,10| 109 859 100,-
[ -
527,41 834,48 1. 335,55; 4 343,80; 28 062,-
5. Bleiben . . . 293 970 913 199 992 356 152 954 478 8 671255
2 794 949271 4 999 965,54
27 681 625,25 56 954 491,301 109 831 038,-
*) Vgl. den NeichSanzeiger vom 9. Juni 1927 -- Nr. 132.
Berlin, den 6. Juli 1927.
Hauptbuchhalterei dss Reichsf-nanzminist-zriums. J B.! Matthaeus.
Preußen. Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten.
Die Oberförsieritelle „Hadamar im Regierungsbezirk WieSbaden ist zum 1. August 1927 - nötigenfalls, später -- Und die Oberförsterstelle Rosenthal im Régierimgsbezirk Kassel zum 1. Oktober 1927 zu besaßen. Béwcrbimgen müssen bis zum 23. Juli 1927 eingeben.
Die Oberförsterstelle Beine im Regierungsbezirk HildeHheim ist zum 1. Oktober 1927 zu beießen. Bewerbungen müssen bis zum 25. Juli 1927 eingehen.
Nichtamtliches.
Deutsches Reich.
Der R e i ch 6 r a t beschäftigte sich gestern unter dem Vorsiß des Staatssekretärs Dr,. P o p i vom Reichsfinanz- ministerium mit zivei Vorlagen der “ eichsregierung zur Verlängerung der Geltun sdauer des Steuermilderung-Sgeseßes un der steuerlichen Begünstigung von Auslandsanleihen.
Wie der Berichterstatter der Außschüsse bayerischer Staatsrat “Dr. von Wolf,“ beni Nachri tenbüro bes Vereins deutscher ZeiUngberleger zuqolge, ausfii rte, würde die steuerliche Be- Jünstigiun von industxiellen Z-uiammeiis-ckixiissen zum Z'Wecke der atioitaliierung mit dem 30. September dies-es Jahres ablaufen. Der Zw-cck des Gese es ivar, während der Dauer des Wiexdex-auf- Baues der deuxs-cben irts-cbaft die Zusammenfassung bon Betrieben Rik zw-zckmäßige-ren Ausiiußung der Produktmix, die sogenannte - atio-nal-i-sierung, zu erleichtern. Bei der Schaffung pes Gese es ging man von der Annahme aus., daß die Rationalisierung is zum 30. Sepiember dieses Jahres vollensde-t sein würde. Dieie An- yahme-hat sich aber nicht verwirklickxi, eine Reihe von Rationq_li- sterzz'ngsmqßiiahmen ist noch im Gange. Die Reichsregierung halt e? iur'unbill-tg, 1325 geplanten odex eingeleiteten Zusammenscb-liis en die "bisherigen steuerlich-e_n Vergünstigungen zu versagen. ie schlagt daher vor, das;, Geieß um ein Jahr, also bis zum 30. Sep- tember 1928, zu ver1a_ ern. Da der Reichsrat vorausdsickykrlich vor dem 30. September m mehr zusamineeniritt, mrnß die Vorlage 1th noch Verabsckxisdet werden.
Gegen die sachf11chen Stimmen nahm der Reichsrat den Geseßenthrf an.
In dem Weiten ; alle hanDelt es sich, ivie dcr Berichter hattet, pxeußischer P?inisteriaÉdirektor Dr. HoZl, hervorhob, darurii, daß "imedxrum die Zinsen einer Reihe Wu uslandsawleiben von der Kapitaleriraqs teuer befreit Werden. Ende borigen hres hat
War der Rei 6 inanzminissker erklärt, er sei bis auf Weiteres nicht n der Lage, sol e Begün tigungen zu befüvivortsn. Der Reichs-
rcit 15111) »der ziistänDige AiiZ-sclmß des ReicbÉ-ia-gs [Mitsu dieß E):- kläriing in einer Ent1ch1ießuwg «billigt. Nun haben sich aber in 5911 19131611 Wochen die Geld-m-ar Werhältnisie gegeniiber dem Vor- [SHW Lrheblirb geändeit- Daher [wat dei: ReickisfiriathZUiiiiister nsulick) bekanntgßgeben, daß er die Bcgünstigungwn bon Uslands- apleiben in AuZnahm-efiill'en dbck) wieder eintreten lassen will, Wenn diese 211719th für Voiksavirtscbaii'lich erwiinsckxie produktive ZWecke vsxivcndet wiirDen. Bis-her liegen Fünf solcher Anträge bor. Zu- nächst Will der Freistaax Sachsen eine An'ieihe von 750000 eng- lischen Pfund gleich 15 Millionen Mark für ge-iverbiichk Anlagen aufnehmen; Fortier be-antrag-t die Stadt Berlin Sicuererlcicb- terungen fiir eme 3% Millionen Prfuntdanleilx gkeick) 70 Millionen Mark zum S*ckiwellb-a'hnbau und zur Eviveiterun-g der städtischen Wasssvwerke. Fiir . Weck,“: der LandWiÜsckMst béabkfichtigt die Deutiche Reptenb-ank- rßdit-an-sba-[t in Berlin 30 Millionen Dollar o_dc-r 120 Millioncri1Mark im Anileihew-ege aufzubringen. Schließ- lick) hat pie Bayerische Hypotheken: nn-d Wechsleank eine Aus- barWÉ-anleibe im Betrage bon 40 Millionen Pdark in Außiicbt ge- nommen, von 'der die Hiilite der LaivdWirtint, die anldere Hälfte dem Wohnungsbau zuguie kommen s-oll. Außerdem soklen fiir den Wohqus-bau, noch Anleihen im Gesamtbetrage bis zu 100 Mil- lionen *ark tm „Aushande an'f-gien-ourmen Werden. Troß geWissier Bed-enkeri, daß diese VerWe-n-dimg nichst eigentTich produktiv sei [ckan Die REickxsratsausich'iislse. doch der Steuerbegiinstigun'g aucö dieser zuleßt genannten An erben, dercn Projekte im einzelnen noch nicht eriegen, zugestimmt Vor 01le Wegen der unxyiinsbigen Lage des. Vaumarktes, und Weil sonst, die Fo-rtieß-uwg beg-onnenex Bauten in Frage gesteklt wäre. Zugleich aber haben die Ausstbüße die Evivartuxy aus-gesprochcn daß mit diesen hundert Millionen Mark der Hd sbbetr-ag exrei _'t sein würde und Weitere Anleihen fuer den Wohnunxis'bxiu nicht in Frizxge kämen. Für alle diese An- leihen beantragen die Aussckzusse die Zutimmung des R-eich-Zrats unter 1991“ Bedingung, daß der effektibe . insfuß rund 7 %% nicht übersteigt und daß ierner die Spqrm-e, dße außerdem dem letzten Darlehrisnehmer zur LaZt lf)iillt, einen einmaligen Veriva'ltungs- kosienbextrag von qndert al an*d einen lauf-ewden VerWaltungs- kobenbeitrag von einhakb Prozent Michi übersteigt. ,
Mit Diesex'Mqßgqbe genehmigte der Reichsrat die Steuer- erleichierung fur die funf Anlei-heprojekte.
Der Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika Schurman hat Berlin verlassen. Während seiner Abwesen- heit führt Botschaftsrat Poole die Geschäfte der Botschaft.
Deutscher Reichstag. 335. Sißung vom 6. Juli 1927, 13 Uhr. (Bericht des Nacbricbtenbüros des Vereins deutscher Zeitungsverleger.) Vizepräsident Es f er eröffnet die Sißung um 13 Uhr.
Ein kommunistischer Antrag, das Strafverfahren gegen die Abgg. Stöcker, Koeyen, Hörnle, Heckert, R e m m e l e und P f e i f f e 1: wegen Vorbereitung zum Hoch-
berrat bis zum Ende dur Legislaturpc'ciode auszusetzen, wird. dum „Geschäftsordniingsaussckzuß überwissen.
Das HW?» 1'9131 dann die ziveiie Beratung des Gesetz- entivurfi's iiber. die Arbeitslosenversickzerung fort.
Abg. Thiel (D. Vp.) bcgriindci einen auch Von Angestsllten- verirctcrn andci'er Parteien iintsrzeiämeien ?inirag auf Zu- lassung der Ers-aßkasen bei dcr Arbeiiswsexiversicherung. In der Frage des Vcrsi crungszn-angcs miise dEr SlestVLW-aitimg sir: Weiter Spielraum gcw'ahrc werdcn. ie Angestcliten bildeten gegsniiber den Millionen Arbeitern auch hinsichtlich der Aus- wirkungen des Gesetzes einc. hoffnungslose Minderheit. Geradezu dogmatisch wiirden aber Bedürfnisse dex Angestelltxn von den ZoFialdemokratischcn Organisationen nicht vertreten. DeShalb :) te nian den Antw. der Deutschen Volkspariei annehmen, Wonach die Mitglieder er AU&estellienorganisationcn Von der ZWUngsWrsichcrnng bei der eichsversicherungsan_st-alt bxfreit Werden. Denn diese Angestellten könnten sich an dtex, von ihren Or anYationen bereits seit langem geschaffenen ArbeitanchW9i§- ste en alten. Das wiirde dur aus keinen Mangel an Solidaritat egeniiber den anderen Berusgruppen bisdeuten. (Widerspruch inks.) Die ErFßkaslse der Or anisanonßn seien auch bereit, einen entsprechenden ntei an den osten "oer ArbeitSämter Zu tragen. Es s9i eine bchere Rege1nng Wenn die An estellten innerhalb ihres eigenen erufZFtandes selbständig An e ot und Nachfrage auf dem Arbeitsmart regeln. Arbeiisna Weie der Bernis- verbändc und ihre Arbeitslosenversickéerungseinri tungen gehörten in eine Hand. Man Wollte die ? ngestellten ni t unter das Geseß fallen lassen, sondern die von ihnen ges affencn Ein- richtungen Weiter bestehen lassen.
_ Es olgt die Besprechung des dritten Abschnittes „Arbeits- [04712an icherung“, und zWar über den Umfang der Ver- i erun . Danach onen u. a. versicherungsstei bleiben die
eschä tigten in der and- und Forstwirtschaft, in der Binnen- und Küstenfischerei.
Abg. Sch midt-Cöpenick (Saz?) fordert, Einbeziehung auch der Binnen- und Küstenßischer in ie Versicherung, denn hier ?andele es sich um ausge prochene Lirbettex. BedauerlrcherWeise eien nicht alle Forst- und Landarbeiter m1t einbezogen word_en. Auch müßten die Landarbciter vor ri orosen Entiassungen geschüßt Werden, vor allem dahin,- daß sie 111 t der V?xst erung verlu tig “ehen. Die Sozialdemokraten fordertexi auch die inbeziehung er
ntboten in die Versicherung. Die Großgrundbestßer hatten ivol Geld für die Bekämpfung der Landarbeiterorganisaiionen, aber nichts _für die Versicherung ihrer Arbeiter und ihres Gesindes übrig.
Abg., FreiZerr von Stauffenberg (D. Nat.) Weist darauf 5171, da an sich in der Landivirtschat ein Ma'ngel an Arbeitskraften vorhanden [sei. Darum lZeien ie landivtrtschaft- lichen Arbeiter von der Ver rcherungspfli t aquenomxnen Warden. Die Praxis müsse erWeisen, ob diese Rxgelung sich beivg re. Darum Werde die Regierung in einer Entschlteßungd zur WM terstattung
aufgefordert. Leide'r Fei es nicht gelunßen, ie Besonder eiten der Gärtnerei zu berücktchtigen. Hoffenttch Werde die egierung