20
_. & r, Der" Moniteur de ['Armee" meldet: „„Die Entlassuxz ::! u1;l)kannsc!)aft“der Altersklasse von 1850, so wre die Ertheilung zahlreicher temporärer Abschiede _bat den Effektiv-Stand der Truppen, welcher möglichst aufden Kredensfuß zurück eführt ist bedeutend verringert. Der Kriegs-§ tmster dat deöhab an- geördnet, daß, bis die Rekruten vozr 1856 zum Dtenfte ku ezogen werden können, dieser in der Werse beschränkt werden o , daß jeder Soldat auf vier Nächte drei Nächte Ruhe _haben kann. Zu diesem Bedufe wurden im ZUM" Netche a11e mcht absolut noth- Wendigen Wachtposten und chrldwachen, dre Toleranz: und, wo es nöthig, sogar die Ebrenwachen aufgehoben. So wurden zu Paris eine Anzahl solcher Posten grschlosen', andere, zur _Her- stellung einer gleichmäßigeren Verthetlung, auf dte Garde uber-
tragkjcjsxxpanien. Madrid, 31.Desember- Ei" 1" der ““GNU“
vcrö cntlichtes Köni li es Dekret ermächtigt dte chjerun , dte StrnTrn zu erheben gméd die Verpflichtungen der Staatsqusc rm Jahre 1858 zu erfüücn, bis die Cortes das Budget genehmrgt ha- ben werden. „ _ „
Italien. Neapel, 29. Dezember. Dre Provtnzen Bart und das Principato ulteriore ßnd von dem Erdbeben stärker nnt- qcnommen worden, als man Anfangs gcglaybt harre. „Man fckaudert. heißt es in dem amtlichen Blatte, bet. den Emzeldetten, wfirde nns über die UnglückSfäUe zukqnnyen, nnt denen tvzr rms beschäftigen müssen und die ach we1t ubertrcffcn, was bis ]cyt darüber veröffentlicht tvurdr.“ Eine Depeschr des Intendanten von Palermo, der in Polla war, meldet, dasz-dre _Zahl der“]“chonhcraus- gegrabencn Leichen in diesem Orte aU'em uber 'zwe1 Tausend bc- träqt und daß diese schreckliche Arden noch nicht beendet war. Na'ch Pol1a haben Prrtosa, Atena und L_lulctta. am meisten ge- litten. Alle diese Orte find gänzlich zerstort, nnt YrtMahme von Auletta, welches es bcinahc ist. Padula und S. Ptctro kommen alsdann, und ihnen so! en Sala, Drano, Sass'at1a,“ Montesalto, Arscnio und Sapri. ie Zahl der Todterr 111 diesen leyteren Orten beläuft fich auf 2600.“ Man schäyt d1e Zahl derer, Welche durch das Erdbeben um's Leben gekommen smd, auf mehr als 30,000. Jn Montemurro blieben nur urch. etmge Personen am Leben, in Tramuboüa verunglückten dret Viertel der Bewohner, und in Saponara soU Niemand mit dem Leden dadon gekommen sein. In Brianza, das ebenfaljs fast ganz m Trummern lwgt, öffnete fich die Erde an mehreren Stellen. Man fand under den Ruinen der Häuser bis cht über 500 Tddte. Jn Guardta find 100 Personen erschlagen und eine rroch großere Anzahl verwundet worden. In dem Principato Citertore hat noch Pertos [ehr ge- litten. Es wurden dort über 400 Todte unter den Trummern hervorgezogon. 40 Personen Wurden noch lebend „vorgefundcrx. Die näheren Einzelheiten, die man über drese Erexgsmsse pon Zert zu Zcit vernimmt, find schauderhaft. Ganze Jammen gmgen zu Grunde. ' .
Griechenland. Athen, 26. Dezember. Dre Negterung hat den Kammern einen Geseßenttvurf vorgelegt, welcher dte Exeku- tive ermächtigt, den im Auslande lebenden, urn Gnechenland vcr- dienten Nationalen das Bürgerrecht zu verlcthen, auch wenn ste ihren Aufenthalt nicht in Griechenland nehmen. .
Türkei. Nach Berichten aus Konstanttnopel vom 25. Dezember hatte Herr von Thouvrnel am 23. Dezember dem Groß-Vezir Reschid Pascha einen Besuch abgestattet, den dieser am 25. Dezember erwiederte. .
Der Divan in der Walachei ist aufgelöst, der m der Moldau wird es in der Kürze werdcn. '
Naib Emin, ein Häuptling der Tscherkessen, der m Damaskus internirt tvar, hat die lucbt ergriffen.
Rußland und olen. St. Pexersburg, 26.De_zeryber Der Commandeur der sibirischen Flottille m derrHäfen des ostltchen Oceans, Contre-Admiral Kasakewitsch, hat Bertcht abgestattet Über die Abreise des Grafen Putiatin auf der Dampf:Jr_egatte „Amerrka“ nach der chinefischen Küste; frrnrr €]? der. Nikolajewsk der Tender „Kamtschadal“ nach der Insel Sachalin abgegangen, um mtt der „Amerika“ |ck nach dem Hafen Hamilton zu begeben, Wo eme Koblen-Niederlage für die rusßschen Dampfer hergerichtet werden soll. Vom Schwarzen Meere wird die Ankunft der Schrauben- Korvetten „ Nis “- „Udaw“ und „Subr“ in Sebaßopol Zemeldet; dieselben haben die Reise von Kronstadt glücklich zuruckgelegt. In Nikolaiew ist von Auapa der Schrauben- Schooner „Bombor“ “"JÜUUJt- Dkk SchWUÖLWSch0MU „Nedut-Kale “ versteht den Dienst zwischen Nikolaiew und Gagri, wohin er Baumaterial transportirt. Der Schrauben-Schooner „Sal ira ward aus- Zehend zur Beförderung des TranSports von aumaterial von
aganrog nach Nikolaiew für die neuen am leyteren Ort im Bau begriffenen Kriegssthiffe „ Cesarevitsch“ und „Sinope“, wischen Sebastopol und Nikolaiew versah der „ Taman“ den ienst. Dkk „Sulin“ begab fich von Nikolaiew nach Odessa mit Mannschaften für die Schooner „Abia“ und „Pizunda“. Außer- dem waren die Schiffe „Perun“, „Donau“ und „Theodofia“ in fortwährender Dienstthätigkeit zwischen Nikolaiew und den anderen
ru sischen Häfen; deSgleicben die Schiffe ,Valaklawa“, „Kilia“, eni“ „ ortizo“ und „Rymnik“. (H. B. H.)
merika. Der am 31. Dezember in Southampton ange- kommene Dampfer „La Plata“ bat Nachrichten aus Central- Amerika gebracht. General Martinez, der 81e ige Präfident Nicara ua's, hatte bei der Präsidentenwahl nur trmmen gegen fich. ie National=Versammlun war am 8. November zu Ma- nagua zusammengekommen, und dre Znauguration des Präsidenten hatte am 15. November stattgefunden. Man rüstete sehr eifrig gegen Costa Rica. General- Herez stand mit 700 Mann u Rivas, und Martinez wollte mit eben so viel Mann zu ihm Noxon. Dre Costaricaner hatten400Mann gegen Walker's Freibeuter ab esandt.
Asien. Aus Kalkutta, 23. November, wird ges ricben: „Am 18. November ist eine merkwürdige Ordre Sir Colin Camp- ka's erschienen. Sie bestimmt, daß die Sipahis, welche auf Ur- laub abwesend waren, zur Zeit, wo die Regimenter, zu denen fie gehören, meutcrteu, wenn fie fich vorschriftsmäßig gestellt und auf einerandercn Station gemeldet haben, ihren Abschied und zugleich vollen Sold bis zum Ta € der Verabschicdung erhalten sollen. Die Umstände derjenigen «ipahis, die fich durch auSnahmItvcise und klar erwiesene Treue ausgezeichnet haben, smd der Regierung zur Berücksichtigung zu empfehlen, Die zu entwaffncten, aber noch dienstthucndcn Regimentern gehörigen Sipahis können, bci pünkt- lichcr Erfüllung sonstiger Bedingungen, im Dienste bleiben. Wer jedoch über seine Urlaubszeit ausgeblieben ist, erhält den Abschied und verwirkt seinen Sold, er müßte denn sebr gewichtige Entschul- digungsgründe anführen können. Die Unwegsamkeit der Straße'n kann nicht als Entscbuldigung gelten, denn dies ist ein durch dre Verbrechen ihrer Waffengefäyrten verursachtes Hinderniß, rand der Sipahj muß die Folgen tragen. Die Entschädigungsfrages rst erlx- digt, und zwar in manchen Punkten in sehr liberaler Werse, Dre Pensionen werden vom Staate be ahlt, anstatt aus dem Fonds, und die Wittwen nicht amtlicher Quropäer werden ebenfaüs pen- fionirt. Der höchste Say ist 180 Pfd., mit 20 Pfd. mehr für jedes Kind. Andererseits find die Entschädigungen für Vermögens- Verluste sehr klein. Was die Eingeborenen betrist, so erhält jeder, der die Regierung unterstüyt hat, eine Entschädigung; wer fich pasfiv verhalten hat, geht leer aus und hat die Folgen seiner Apathie zu tragen.“
Aus Kalkutta, 23. November, wird dcr "„Timcs“ gemel- det: Mit den TranSportmitteln im “Innern will es nicht besser Werden. Es dauert einen Monat, bis man 3000 Manz: von hter "“ck AÜahabad befördert. Die 6 kleinen Dämpfer, mtt Lokomo- tchn statt der Maschinen, werden kaum fich selbst nach Allababad schleppen, goschWcige etwas ins Schlrpptau nehmen. In Oude find Bauern und Handwerker für uns, aber die waffecntragenden Klassen, die feudalen Stände, gegrn uns. Dre Werber und Kinder fingen am 21. an von Lucknow abzuziehen. Sir C. Campbell hat Befehle verlangt, Luchnow zu halten oder zu verlassen.(?) Verstärkungen thun idm dringend Roth, und es wimmelt in der Stadt von Sepoys, dre fich verzwerfelt schla„en. Jm Secunderbagh allein zählte man 1500 Sepoy-Lerchen. 10, 00 Mann kamen in den leßen Tagen in Kalkutta an, aber wir hgben keinen Landtransport. Die Gwalior-Haufen bedrohten wteder Cawnpur. Unsere Truppen, 2000 Mann stark, mrt,12 Kanonen, stehen auf der Straße 4 Meilen außerhalb Cawnpur 5.
Paris, 4. Januar, Morgens. (Wolfi's Tel.. Bur.) Die. Regierung hat dem StaatSrath cinen GescZ-Cntwurf m Bezug auf
Verhaftsbefehle Vorgelegt. Der heutige „Moniteur“ meldet aus Jassy vom 2. d., daß der Divan der Moldau seine Arbeiten beendet habe, und daß
die Sesfion am genannten Tage mit einer Dankadresse an die Großmächte geschlossen worden sei.
Königliche Schauspiele.
Dien a . 5.xanuar. m Opernhause. (419 Vorstellung.) Das hübsTegMädJen von (HFM. Großes pantormmrsches Ballet in 3 Akten und 9 Bildern. Vorher wird Fräulem Gabrtele von Wendbeim auf der Violine einen Saß aus dem I - moll Concert von Moti ue vortragen. Anfang 7 Uhr. .
Jm“ chquspielhause. (5te Abonnements - Vorsteüung.) Dae Journalißen. Lustspiel in 4 Akten, von (H. Frettag.
Kleine Preise.
Mittwoch, 6. Januar. Jm Opernhause. (5te Vorstellung.) 'Die Jüdin. Große Oper in 5 Aufzügen, 13ach Scribe. Mufik von alévy. Anfang 6 Uhr. Mittel-Pretse.
Tm Schauspielhause. (Ste Abonnements-Vorstellung.). Ddrf und tadt. Schauspiel in LAbtheilungen und 5 Akten, mri“ freter Benußung der Auerbach'schen (Hr ählung:, „Dre _Frau Pro- fessorin“, von Charlotte Btrch-Pfer er. Kleine Preise.
,
[38] Steckbrief.
Die unten näfer bekeichnete unvereheli te Albertine Wi helm ne S wittau, 0 Jahr alt, am 19. uli1807 in erlinigeboren, evangelisch, und zu est Friedrichsstraße 234 hier- selbst wohnhaft, ist der Urkundenfälschung und Unterschlagung verdächt?z und hat sick) von Lier heimlich entfernt. Ein eder, wel er von _em Aufenthalte der Sch wittau Kcnntn ß hat, ivrrd auf efordert, davon unverzüglich der nächsten Ge“ ts: oder Polizei: Behörde Anzeige zu machen. Gleichkeitig werden alle Civil: und Milrtair- Vebdr en des Im und Auslapdes dienstergebenst ersucht, auf dieselbe zu viZilrren, fie im Vetretungsfalle fetzune men und nut allen bei ihr fich Vorfindcn en e enständen und Geldern mittelst Transports an ie hiefigc Stadt- voi tci-Gefängniß-Expedition “abzuliefern.
s wird die ungesäumte Erstattung der da- durch entstandenen baaren Auslagen und den verehrlichcn Behörden des Auslandes eine gleiche Rechtswillfäbri keit versichert.
Berlin, den "9. Dezember 1857.
Königliches Stadtgericht, Abtheilung für Untersuchungs-Sachen.
Kommission 11. für Voruntersuchungen.
Signalement und Bekleidung der Sch wittau können nicht angegeben Werden.
[39] Steckbrief. „
Der unten näher bezeichnote HaySdrener Chrißsan Heinrich Meyer von hter, zu- leßt Neanderstraße Nr. 10 hrersrlbst wohnhaft, ist des Diebstahls resp. der Therlnqhmc daran verdächtig und hat fich von bret hermlrch entfernt.
Ein Jeder, Welcher von dem Aufenthalte des Meyer Kenntniß hat, wrrd aufge- fordert, davon under üglich der. nächsten (He- richts- oder Polizei-Ve örde. Anzetge z,u_n1,achen. Gleichzeitig Werden alle Civil: und Mrlttarr-Be- hörden des In: und AuSlandrs dienstergebenst ersucht, auf denselben zu vigiliren, ihn im Be- tretungsfalle festzunehmcn, und mit allen bei ihm fich vorfindenden Gegenständen und Geldern mrt: telst Transports an die hiesige Stadtvoigtei-Ge- fänYniß-Expedition ab ulicfern.
(„6 wird die ungeOäumte Erstattung der da- durch entstandenen baaren Auslagen und den derehrlichen Behörden des AuSlandes eine gleiche Rechtswillfährißkeit vcrfichert.
Berlin, den 0. Dezember 1857.
Köni_ liches Stadtgericht,
Abtheilung Für Untersuchungs- Sachen.
Kommission 1. für Voruntersuchungen, Signalement des Meyer.
Derselbe ist 25 Jahre alt, evangelischer Religion„ am 8. September 1832 geboren, 5 Fuß 1 Zoll 4 Strich groß, hat dunkelblondes anliegendes Haar, schmale freie Stirn, blaue Augen, dunkelblonde Augenbrauen, ovale Hagen? Gefichtsbildung, gelblich blasse Gesichts- arbe, etwas lange und gestußtc im oberen Drittthcile gebogene Nase, großen Mund, dunkelblonden Bart, "(Ft emen schwachen Schnurrbart, hat vom vo Yändige „_ ähne, ist unterseyter breitschultriger estalt, pricht die drutsche Sprache, und hat als besonderes Kenn- zeichen: „oberhalb der rechten Augenbraue cine MF.“ ferne Quernarbe.
re Bekleidung kann nicht angegeben Werden.
“FY Bekanntmachung. , -er von uns im öffentlichen Anzeiger zu
[. " Nr. 302 des diesjährigen „Königlichen Staats-
Anzeigerö“ Seite 2458, unterm 28. November cr. hmter den Buchhalter Friedrich Zincke erlassene-Steckbrief, Mrd hiermit aufgehoben. Schubrn, den 30. Dezember 1857. Körrtgliches Krengericht, 1, Abtheilung.
[32] Oeffentliche Vorladung.
Auf den Antra der StaatSanwaltschaft isi we en Verlasens er Königlichen Lande ohne Er aub'niß, urzd Entziehun von der Verpflichtung zum Erntritt m den Dient des stehenden Heeres gegen folgende Personen;
1) Kürschnergesellen Max Albo aus Exin, 2) Glasersohn David Cohn aus Exin, 3) Schneider-
21" Oeffentlicher Anzeiger.
xohn Lewin Meyer aus Exin, 4) Schneiderge- enen Simon Gabriel Moses aus Exin, 5)Schneider- Jesellen Michael Moses Wiener aus E57in, 6)Tisch- ergesellcn Julius Wierzbicki ausExin, )Schneider- sohn Baruch Auerbach aus Exin, 8) Händler- sohn Jakob Klausner aus Exin, 9) Händlersohn Abraham Lewinsohn aus Exin, 10) Händlersohn Pincus Rosenthal aus Exin, 11) Schneider- Jcsellen Baruch Kallmann aus RynarzeWo, 2) Bürgersohn Gottlieb Müller aus Rynar- zejvo, 13) Bürgersohn Eduard Krüger aus Ry- narzewo, 14) Häuslcrsohn Abraham David Abraham aus Schubin, 15) Wirtbssohn Jgnag GrocholSki aus Grocholin, 16) Kolonistensobn Gottfried Lau aus Virkenbruch, 17) Knecht Carl Ludwig Löffler ans Groß-Slonawy die Unter- suchung eingeleitet.
Zur Vcranttvortung der gedachten Personen, so wie zur öffentlichen, mündlichen Verhandlung der Sache, ist ein Termin auf
den 5. März 1858, Vormittags um 9 Uhr,
im Sißungssaale unseres (Heschäftéhausos anbe- raumt, zu Welchem die oben genannten Personen unter der Verwarnung vorgeladen Werden, daß im Falle ihres Ausbleibens mit der Untersuchung und Entscheidung 'der Sache in coutumaciam Verfahren Werden wird.
Dieselben haben die zu ihrer Vertheidigung dienenden Beweismittel über ganz bestimmt an- zuführende Thatsachen im Termin mit zur Stelle zu bringen, oder uns xolche so zeitig vor dem Termine an uzeigen, da fie noch zu demselben herbeigcscha t Werden können.
Schubin, den 23. Dezember 1857.
Königliches Kreisgericht. [. Abtheilung.
[2662] Notthndiger Verkauf. Königliches Kreisgericht zu Thorn, den 25. November 1857.
Das u Thorn auf der Neustadt in der ge- rechten “traße unter der No. 96 gelegene. dcn Tischlermeister Wilhelm und Ludovika Stcltner- schen Eheleuten qebörige Grundstück, abgeschäyt auf 6924 Thlr. 3 Sgr. 4 Pf., zufolge der nebst Hypothekenschein und Bedingungen in dem 111. Bureau cinzusehenden Taxe, soll am 8. Juni 1858, Vormittags 11 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstclle vor Herrn GerichtsMsseffor Lilien- hain subhastirt Werden.
Alle unbekannten Realprätcndenten wcrden aufgeboten, fich bei Vermeidung der Präklusion spätestens in diesem Termine zu melden.
Gläubiger, welche wegen einer aus dem Hypo- thekenbuche nicht erfichtlrchen Realfordcrung aus den Kaufgeldern Befriedigung suchen, haben ihre Ansprüche bei dem Sudhastations-Gerichte anzu- melden.
[2663] Rothwendiger Verkauf beim Königl. Preuß. KreiS-Gcrichte zu Halle (1. d. S. 1. Abtheilung.
Das der Demoiselle Bertha Springsfeld ge- hörige, im Hypothekcnbuck) von Halle, Band, 9, Nr. 327 cingetraqcne Grundstück:
„ein in der Lcipxigerstraße belegenes Haus nebst Seitengebäude und Hof“ nach der, nebst Hypotheken-Schein und Bedin- ungen, in der Registratur ( eine Treppe hoch, immer Nr. 13) einzusehenden Taxe, abge- ]chäyt auf 10,040 Thlr., soll am 10. uni1858, Vormittags11Ubr, an ordent icher Gerichtsstellc diersclbst, eine Treppe boch, Zimmer Nr. 6, vor dem Deputirten Herrn Krengerichtsrath Stecher meistbietend verkauft Werden.
Gläubiger, welche Wegen einer aus dem Hypo: thekenbuchc nicht ersichtlichen Nealforderun aus den Kauf cldern Befriedigung suchen, Jaden ihren Anépruch bei dem Subhastationsgerichte anzumelden.
[2779] Oeffentliche Aufforderung. Es ist bei uns auf Amortrsation zweier an- geblich verloren gegangener Wechsel, nämlich eines von Goldstern &“ Witkowsky zu Warschau am 16. April 1857 auf den Herrn Mendelssohn &: Co. in Berlin gezogenen, zwci Monat vom Tage der Ausstellung fällrg gewesenen, an die Ordre
von ulian Simmler gefieüten und an die Ordre des errn C. 3. Freund, Carl Weber &: Co., Merfeld & Dreyer, E. W. Neumann, Ziegler & Koch, so wie I. Kirch eim geritten rima- Wechsels über 94 Thlr. 1 Sgr. Pr. Cour. und eines von A. Müller &? Sohn in Stadt Jlm am 20. März 1857 auf Herrn W. 13. Neumann in Berlin gezogenen, drei Monate : (1310 fällig gew-rsenen, an dre Ordre der Herren Marx & Beyer gestellten und an die Ordre des Herrn KF. W. A. Sigrist, Ziegler & Koch, so wie . irchbcim gerirtcn Prima-Wechsels über 94T lr. 14 Sgr. Pr. Courant, angetragen Worden.
Dic unbekannten Inhaber dieser Prima; Wechsel Werden hierdurch aufgefordert, uns dic- selben binnen drei Monaten, spätestens abcr in dem auf den13.März1858,Vormittags111101", dor dem Herrn Stadtgerichts-Nath Megemhin, im StadtJerichts-(Hebäude Yüdenstraße No. 58, Zimmer 5.) r 11, angesexzten ermine vorzulrgcn, widrigcnfalls die Wechsel für kraftlos erklärt Werden Werden.
Berlin, den 5. Dezember 1857.
Königliches Stadtgericht, Abtheilung für Civ'rl: ]achcn, Deputation für Kredit: 2c. und Nachlaßsachen.
[2857] Aufforderung der Konkursgläubigcr.
In dem Konkurse über das Vermögen des Kaufmanns Eduard Wcinedel zu Frankfurt a. O. werden aUe diejenigen, welche an die Masse An: sprüche als Konkurs : Gläubiger machen wollen, hierdurch aufgefordert, ihre Ans rüche, dicseiben mögen bereits rechtßhängig ein oder nicht, mit dem dafür verlangten Vorrecht bis zum 26. Januar 1858 einschließlich bei uns schriftlich oder zu Protokoll anzumeldcn und demnächst zur Prüfung der sämmtlird-cn innerhalb der gedachten Frist angemeldeten For: derungen, so wie nach Befinden zur Bestellung des dcfinitidcn VerwaltungsPcrsonals auf den 19. Februar 1858, Vormittags
9 Uhr, in unscrcm Gerichtswkal, Junkcrstraße Nr. 1, vor dem Kommissar, Gerichts-Assrffor Kungs- müller, zu erscheinen. Nach Abhaltunq diescs Termins wird geei netenfalls mit der erhand- lung über den A lord Verfahren werden.
*]ugleich ist noch eine zweite Frist zur An- me*ldung
bis „zum 23. April1858 einschließlich scstgcscßt, und Zur Prüfung aller innerhalb dcr- ]clbcn nach Ab auf der ersten Frist angemchc: tcn Forderungen Termin
auf den 18. Mai 1858, Vormittag:“:
9 Uhr, in unserem Gerichtslokal, Junkerstraße Nr. 1, dor dem genannten Kommissar anberaumt. Zum Erscheinen in diesem Termin Wcrden die Gläu- biger aufgefordert, welche ihre Forderungrn innerhalb einer der Fristen anmelden Werden.
Wer Feine Anmeldung schriftlich einreicht, har eine Ab christ derselben und ihrer Anlagen bei- zufügen.
Jeder Gläubiger, welcher nicht in unserm AmtSbezirk seinen Wobnfiy hat, muß bei der Anmeldung seiner Forderung einen am hiefigen Orte Wohnhaften oder zur Pra is bei uns de- rechtigtcn auswärtigen Bevollmä tigten bestellen und zu den Akten anzeigen. Denjenigen, welchen es hier an Vekanntschaft fehlt, werden die Rechts: Anwalte Koffka, Christiani, Pezenburg, Justiz: Ftlhe Keller und Vogel zu Sachwaltern vorgc-
agen.
Frankfurt a. O., den 23. Dezember 1857.
Königl. Krengericbt, Erste Abtheilung.
[2816] Aufforderun?U dcr Konkursgläubigcr. In dem Kon rse über das Vermögen des Kaufmanns Jsaac Primo, Inhaber der Firma J. Primo zu Stettin, werden alle diejenigen, welche an die Waffe Ansprüche als Konkurs- gläubiger machen Wollen, hierdurch aufgefordert, thrc Anéprüchrzdieselbcn mögen bereits rechts- hängig ein oder nicht, mit dem dafür verlang- ten Vorrcät bis zum 12.Januar 1858 einschließlich.