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e ritten. “ür die zweite Lesung stimmen 215, gegen dieselbe ÉIUÜgquosInete. D e weite Lesunä wird folglich mit einer Majorität von 19 “Stimmen verwor en. Das mendoment Gibson's wird hier- auf genebmigt. Als das Ergebniß der Abstimmung verkündigt wurde, begrüßte die ,Majorität die Nachricht von der Niederlage des Ministeriums mit wiederholten Beifaüßrufen und mit Hüteschwenken.
Der so eben erschienene „Globe“ deutet ziemlich unverblümt an, daß das Kabinet resigniren werde, der Opposition die weitere Verantwortlichkeit und Aquührung ihrer Resolution überlassend. Heute Nachmittag war ein Minister-Conseil.
_ 21.Februar. Nach dem gestri en Minifter-Conseil hat das ,
Zesammte Ministerium um seine Demis on gebeten, welche von der önigin ertbeiit worden ifi. ,
Dem „Observer“ zufolge wird morgen dem Parlamente die Anzeige gemacht werden, daß das Miniserium seine Entlassung eingereicht hat. Die Freunde Lord Derby's erklären, derselbe sei zur Uebernahme der Re ierung bereit. Andere vermuthen , daß Lord J. Russell der zu ünftige Premier sein werde.
Frankreickx. Paris, 19. Februar. Der Senats-Beschluß über den Deputirten-Eid wird heute bereits im „Moniteur“ ver- öffentlicht. Nach Artikel 1 dieses Beschlusses kann „Niemand zum Abgeordneten für den Yestßgebenden Körper gewählt Werden, der nicht mindestens acht age vor Eröffnung der Abstimmung ent- weder in Person oder durch emen in authentischer Form beglau- bigten Bevollmächtigten im Präfektur- Sekretariate des Departe-
ments, in welchem die Wahl vor fich geht, eine von ihm unter:“
zeichnete Schrift eingereickt hat, welche den in Art. 16 .des Se- nats-Beschlusses vom 25. Dezember 1852 vorgeschriebenen Eid enthält.“ Das eingereichte Schriftstück darf bei Strafe der Nich- tigkeit nur die folgenden Worte enthalten: „Ich schwöre Gehorsam der Verfassung und Treue dem Kaiser.“ Laut Art. 2 kann der Wahl-Kandidat erst, nachdem er diesem Artikel genügt hat, seine Kandidatur bekannt maehen, Rundschreiben anschlagen und Wahl- zettel vertheilcn lassen. Laut Art. 3 soll während der Dauer der Wahlhandlung ein Verzeichniß der Kandidaten, welche den Vor- schriften des Art. 1 in der vorgeschriebenen Frist genügt haben, auf dem Bureau niedergelegt werden. Die Wahlzettel, welche den Name]! eines Kandidaten enthalten, der dcn Vorschriften des Art. 1 nicbt genügt hat, stud nichtig und werden bei der Stimm- ;ählung nicht mitgerechnet, sollen jedoch demKProtokolle hinzu- gefügt Werden. .
Bei der aUgemein herrschenden Spannung auf die Verhand- lungen des gesrygebendm Körpers über das chresfiv- (Kescy be- richtet der „Moniteur“ ausführlicher über die Debatten. Nach ihm bemerkte Hr. Granier von Cassagnac, daß in die Debatte Er- innerungen an Regierungen, die eine große Kraft besaßen und fich derselben mit Nachdruck bedienten, hineinspielen. Zwar seien weder Staatsgefängnisse noch Bastille erwähnt worden, einige Gemüthcr würden jedoch augenscheiniich von Vorurtbeilen dieser Art beherrscht. Das ehrenwerthe Kammer- Mitglied ergriff diese Gelegenheit, um einigen Voreingenommenen die Wahrheit zu sagen und zu zeigen, daß das erste Kaisertbum und die alte Monarchie sehr gemäßigte Regierungen gewesen seien; nur die Revolutionszeiien seien Zeiten der Gewaltthätigkeit gewesen. Indem der Redner die Anzahl der wegen politischer oder religiöser Dinge unter dem erßcn Kaiser- thume und der alten MonarchieEingekerkertcn mit den politischen Verhaftungen, die in den verschiedenen Revolutions-Epochcn crfolg- ten, vergleicht, weiß er die Ucbedrutcndhcit der Anzahl politischer Verhaftungen, die unter den monarchischen Regierungen erfolgt'en, nach und zeigt den blutigen Abgrund, in den die Gesellschaften ge- rathen, wcnn fie ihre Mitwirkung Regierungen, wclche fie gerrttet haben würden, entziehen.
Herr Niché bemerkte, er gehöre in politischen Angelegenheiten zur Schule des gesunden Menschenverstandes. Nun frage es fich, ob Gefahr für die Gesellschaft vorhanden und ob die beantragten Maßregeln so seien, daß fie die Zukunft zu schüßen vermöchten. Arif keinen zall können fie die ehrlichen Leute bedrohen oder er- reicizen. Die Salons behalten die Freiheit der Unterhaltung, die Blatter die Frkiheit der Anspielungen (1a ]ibarté (168 31111510115), nur den Dolch wit] die Regierung ihren Feinden aus der Hand winden. Das ehrenwerthe Mitglied prüfte die Hauptbesimmungen des (Hefti;- EJUWkaks und [Uchte zu zeigen, daß sie nichts enthaltcn, was chr- llche Leute zu furchten haben. Dagegen gebe es etwas, was alle
Regierungen be err e, _. d' „ „ Vernunft. h sch “ Oberherrschaft der Sitten und die
Herr Pichon meinte, wenn er ein (Her kenne, das im Stande ware, die Wiederkehr des“i!)?orbamfalless Yu verhindern, der gallkaa'Jkkk'kb sl? Mf ergriffeir habe, so würde er demselben unbe- denklich seine Zustimmung crtheilen, girichviel, irclchen Charakter es hqbe;_aber am vorliegeizden Gesegentwurfe lasse [ich diese Wirksam- keit nicht„wahr11ehmen„1m Gegenibeil scheine derselbe verderblicher Art zu sem. Der Theil des Geseßentwurfes, wodurch die Regie- rung Vollmacht erhalte, aus dem französischen Gebieté Personen auSzuweisen, die zu anderen Zeiten von Verurtbeilungen odcr Maß- regeln der'allgcmeinen Sicherheit heimgesucht worden, fei seiner
Ansicht nach mit dem Fehler der rückwirkenden Kraft be- haftet. Seiner Meinung nach fehlt es der Regierung den geheimen GeseUschaften ?egenüber keineSwe s an Waffen, aber das ehrenwerthe Mitglied er chrickt vor den Fo gen, welche das Inter- dikt nach sich ziehen könnte, das über eine sehr große Anzahl von Personen verhängt werden solle, deren Haß und Leidenschaft- ten dadurch nur noch mehr entstammt würden. Er will die Ge- fahren der Gesellschaft durchaus nicht in Abrede stellen, er findet dieselben sogar sehr bedeutend, aber er glaubt nicht, daß Airs- nahms-Maßregeln das rechte Heilmittel seien. Jhm zufolge beruht das Uebel vorzüglich in der Entfittiichung der Massen, in der Verbreitung don Umsturz-Lehren, und er ist der Meinung, daß das Uebel durch AuZübung des allgemeinen Stimmrechts befördert werde. Alie in dem Geiste von 1848 gemachten Konzessionen er- scheinen ihm verderblich. Das beste Mittel zur Beschwichtigun der Gefahr habe die Regierung in Händen, wenn fie begreife, da ihre Aufgabe vor Aüem eine Rolle der Ausgleichung sei, und daß fie fich auf die konservativen Kräfte der Geseüscbaft zu 111“: eu habe. Herr Baroche, Präfident des Staatsrathes, sprach der Geist und Tragweite des Gescßes. Dieses Gesel? dient blos der Politik der Erhaltung und Wiederhersteüung. A erdin s würde die Re- gierung froh sein, wenn fie im geseygebenden K rper bloße Maß- regeln der Milde beantragen könnte; aber fie ist dem Lande vor allen Dingen Wahrheit schuldig. Die fortwährenden Konzessionen, dic übertriebene Achtung vor den Bedenken der Juristen, die syste- matische Duldsamkeit haben Schritt für Schritt zwei Regierun en zu den Revolutionen von 1830 und 1848 geführt. Das Kai er- thum wird solche Schwächen nicht nachahmen. Es" weiß, daß, wenn
der Mordanfall des 14. Januar durch einige von außen herein--
gekommene Ausländer verübt wurde, die Meucbelmörder ihr chen nicht aufs Spiel geseßt haben, ohne daß sie fich in ihrem Unter- nehmen durch einige Hoffnung bestärkt fühlten, daß dasselbe der Anarchie zu Gute kommen werde. Schon konnte man in der That an mehreren Punkten des Reiches eine gewisse Erwartung naher Ereignisse gewahren; alle nach dem Attentate eingezo enen Ve- richte haben die Gefahr dargethan. Der Herr Präident des Staatsrathes will das Uebel weder übertreiben noch verhehlen: es sind in Frankreich noch einige Trümmer der Aufstands. Heere von 1848 vorhanden,“ welche, man weiß nicht wie, geheimnißvolie Wei- sungen erhalten, und auf welche die Augen der Soldaten der Un- ordnung gerichtet find. Das Land kann den Unternehmun en dieser unverbesserlichen Minorität nicht ausgescßt bleiben und ich durch einige Wüthrnde im Schach halten lassen; es gilt, diesclbcn so ohnmächtig zu machen, daß fie nicht mehr schaden können, und dies eben ist der [Weck des (Heseycs. Die Regierung will weder ein Verdächtigen - esey, noch ein anuifitioiis- Gesch; fie fordert blos eine Waffe, um fich dffenkundig zu vertheidi en, und der eseßgebende Körper, der mit seiner herselli'nden U?Uitik so voll- ?tändtg einverstanden ist, wird ihm diese nicht vorenthalten.
Zu der heutigen Siyimg ist die Annahme des Geseßentwurfs im geseygebenden Körper bereits erfolgt. Anwesend Waren 251 Mitglieder, von denen 227 für, 24 gegen den Geseßenthrf stimm- ten; von 19 Mitgliedern war ein Theil mit Urlaub abwesend- während ein anderer fich dcr Abßimmung enthielt.
Italien. Aus Turin, 18. Februar, wird gemeldet: „Der" Gesrßentwurf, Welchen die Regierung den Kammern in Bezug anf die Verschwörungen, die gegen das Leben fremder Herr- scher gerichtet sind, vorgelegt hat, stellt als höchstku Strafmaß zehnjährige Zwangsarbeit fest, ohne jedoch damit die anderen vom Strafgeseßbuch angedrohten strengeren Strafen auszuschließen, Dcrfclbrn Gescß-Vorlage zufolge soll die Vertheidigung dcs poli- tischen Mruchelmordes mit Gefängnis; don drei Monaten bis zu- einem Jahre bestraft Werden. Das Project enthält außerdem ver- schiedene Modificationen des Geseßcs über" das Geschtvornengerickzt.“
Der Prozeß oon (Hen ua schreitet langsam vorwärts, Einiges Jnteressedot erst wieder die Verhandlung Vom 10. Februar. In derselben wurden zWei Angeklagte, Dcmartiuo und Bisso, vernom- men, wclche beide in einem Boote auf dem Lago Maggiore ver- haftet worden waren. Ersterer hatte die Magazine gemiethet, in denen die Waffen und €]3uer-Vorräihe vvrgefnnden Wurden, und bei Bisso hatte man im Futter seines Nockcs einen Brief von Mazzini eingenäbt gefunden. Visso kann sich nicht erinnern, auf welche Art der Brief in seinen Rock gekommen ist. Interesse er- regte auch die Vorlesung „einer AUSsage des 80jährigen1 Giuseppe Travero, welcher Zeuge als em alter Freund der Mazzini'schen Familie erklärt, daß er fich schon seit dem Jahre 1830 vergeblich
„bemühe, dcn exaltirtcn (Heist seiner? jungen “Freundes Giuseppe
Mazzini im Zaum zr; halten, unddaß er denise ben oft prophezeit habe, er wxrde'noch in) Jrrcnhausc enden. _
„ Laut Berichten sind in (Henna neuerdings ein Engländer und mehrer? Romagno'lcir-verhaftet worden. Das in derselben Stadt erschem-ende mazztmsitsche Blatt „L'Jtalia delPopolo“ ward fast iägltch mrthschlag belegt, und sein Geranf saß im Gefängniß.
Amerika. Marzmeldctaus Rio deJaneiro vom12.Ja- nuar uber die brasilianischen Beziehungen zu den Nach-
,“ .o-U-B
barftaaten: „Der Kaiserliche Gesandte
at den Vertra über die Flußschifffahrt, . Yiniger'Zeit mit9 der Regierung des argentinischen Bundes der- handelte, und außerdem einen Grenzvertrazz Convention mit demselben Staate abgeschlos'en, . schluß nach Asuncion abgereist, um dort em ähnliches Abkommen
mit Paraguay zu Stande zu bringen.“
L o n d o n, Sonntag, 21. Februar , Nachmittags.
Da Silva Paranhos „ „ „ über welchen er seit jekuuebo „Keuco l-rt._ . _ . .. . _ 1375/4, (3. 0beneb1nucbe krrontlß- Obligationen bn. l). ZLI, Br.;
40. 1.11. k.. 773; Zr„ loael-Üäerbek er IW-Qetieo -. lauei-ÜÉ-rr- bers" krioriräu-oblix: Spirito] pro Timer 7.11 60 ([um bei 84.1 z-(It. “]"ulie- 657, “fiir. (3. sein:, keine!- 54-66 5512, selbst 53 - 64 dzt. kogxeu 38 «42 In. Sonn 33-38 th. kaer 28-33 8:7. , bei geringem (Zescbäkt stellten sich (116 Üctien- Course Zum 'kber] (Wolff's nieäriger, schliessen 'eäocb fester.
, so wie eine Kartel-
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und ist am Jahres-
oronju, 22.
Tel. Bur.) Eins““neue ostindische POst ist eingetroffen. Nach oß smu-zi-uei en,) . . ._ _ _ „ , fizieller Meldung hat Sir Colin Campbell die Nebeum von ko e- 33, 71111 abr 3.11-33 box., Uar-Ium 34, um-Iull 355 131“.
Futteghur geschlagen und will nacb Eintreffen des Belagerungs- Trains mit Ju'ng Bahador vereint in Oude einrücken. Zur.) Aus Canton wird gemeldet, daß der chineßsche General-
Gouverneur Yeh in der Verkleidung eines Kulie und ein Tataren- mm" 9532- ]“,on
General gefangen genommen worden find.
London, Montag, 22. Februar, Morgens. (Wolff's Tel. Bur.) Die Königin hat Lord Derby zu fich berufen. Derselbe hat die Bildung des Ministeriums übernommen.
Ein Gerücht in sonst gut unterrichteten Kreisen bezeichnet Disraeli als Minister des Lluswärtigen, Gladstone als
Silber 5T.
Dienfta , 23. Sataneüa. ?F
bu u 81:11» - Letici- 1123.- (Z.; clo. rlrilter Uwi-siou 108 6. oder-
4. 137%, (It.; 40. bit. 13. 128“; Kr.: 410. lait- (). eiue-ktiezer Inmm-zetie-x 71); Zr.
tionen -.
ebruar, 1 Uhr 32 Uinutea Ruhm. ('ke]. dcp. 11e- Weiuu 54-57Z ber., krüb'abr 60 131". u. (3.
8,1 tnx 222-77, Mbjabr 2137-32, be:. 11116151 US„ spr'il-Uxi 1124“ br. "ien, 22. Februar. Uimgs 12 Uhr 45 Uinuteu. (Wo]üI “kel.
Spekulanten Zurückhaltenä. kanäg behauptet.
Züber-zujeibe 96. 5 rox. Ueulliqne- 82];- szrot. Uetzlquues 72-'z.
ßwkxetiea 982. Üotäbxx
n 181'-,. 1854er [more 108';. Rationa] *U-
10, 19. Umburß 78 ['Wir 123.44. 8016 8.
königliche Schauspiele.
eFebruar. Jm Opernbause. (397712 Vorftellung.) antaßrsches Ballet in 3 Akten und 4 Bildern, vom Königl. Balletmeister P. Taglioni. Musik von Pugm und Hertel.
Schaykanzler, Ellenborough als Kriegsminister, Stratford Anfang 7 Uhr. YZitte1,Prex-se„
als Kabinetsmitglied und MalmeSbury als zukünftigen" Gesand-
ten in Paris.
und ulia.
“ m Schauspielhause. (52ste Abonnements-Vorstellung): Romeo Trauerspiel in 5 Abibeilungen, von Shakespeare, überseht von Schlegel. Kleine Preise. _
Mittwoch, 24. Februar. Jm Opernhamc. (40ste Vorstellung):
l-espslß. 20. kebruar. beipxiß-Ure-clenek 287 (3. böban-Zit- Der Prophet. Oper in 5 Akten, nach dem Französischen des
nner [.itt. *. 57 Zr,; clo. bitt. Z. 81 (Z. [[t-(lohnt 41:19:13" [. [Smit- ßsrlm - 4 alter -. Zerljn-
aion 250Z Zt.; (10. 11. ßmiuiou -.
8tetiiaer _. Göla-Uintlener _. ?burwzj-cbe 1231 (3. krieclrieb- Ballet von 53081!“-
Wilbelma-Uorclbxbu -. altoua-Llieler -. Ubalt-beznnok [zwän- baok-zetiev bitt. &. u. 3. 993.“ (L.; (10. bitt. 0. --. ßnunoebyeizet Weinmi-cbe Zwk- Qetisv 102], (1. 0eoierreieb. Der Cops], 1854er Ratiovü-Quleibe
kuk - Ferien -.
“ to:. Letaliiqueo 80 (3. 185402 l-oave -.
8 (3. kre-uuiaebe krämien-zowibe -.
[]]-9le!], 22. Februar, 1 Uli!“ 10 Linum: Uaekwjmao. e). dcp. cl. Inaw- Weizen.) 0e|terreiediscbe kubaten 9655 Nr. re:?-
leine Preise.
E. Scribe, deutsch bearbeitet von L.ReUftab. Musik von Meyerbeer.
(Madame Viardot-Garcia: Fides, als
lese Gaftrolie.) Anfang 6 Uhr. Hohe Preise.
Jm Schauspielhause. (5311e Abonnements - Vorstellung): Schauspiel in 1 Akt, nach dem Franzöfischxn bearbeitet, von (H. Hilti. Hierauf: Das Pamphlet. Scharfprel in 2 Akten, nach dem Französischen des C._Legoiivé,von Stawmsky. “um Schluß: Haß aus Liebe. Zeitbild in 1 Akt, nach dem Französischen der Frau von Girardin, bearbeitet von (55. Hilti.
Oeffentlicher Anzeiger.
[422] Steckbrief.
Der Galanteriewaarenhändler ulius Al- bert Eduard Schmidt hierselb 1, über dessen Vermögen unterm heutigen Tage der kaufmän- nische Konkurs eröffnet Worden, hat fich von hier heimlich entfernt und es ist über seinen gegen- wärtigen AufenthaltSort nichts bekannt geivorden.
Wir ersuchen “deshalb alle Civil: und Militair- Behörden des In: und Auölandes ganz er- gebenst. auf den ic. Schmidt u vigiliren, ihn un Betretungsfaile zu verbaitcn und " unter Sicherheitsinaßregcln hierher in unser Schuld- gefängniß abliefern lassen zu Wollen.
Eine gleiche Willfährigkeit wird den verehrten Behörden des AuSlandcs von uns zugesichert.
"Das Signalement des Schmidt kann nicht angegeben Werden.
Potsdam, den 12. Februar 1858.
Königliches Krengericht, [. Abtheilung.
[423] Konkurs-Eröffnung. Königliches Kreisgericht zu Potsdam, Erste Abtheilung, den 12. Februar 1858, Vormittags 12 Uhr.
Ueber das Vermögen des Galanteriewaaren- Händlers Julius Albert Eduard Schmidt hier- selbst ist der kaufmännische Konkurs eröffnet und der “Tag der Zahlungs-Einfteklung
auf den 1. September 1857 fest eseßt Worden. '
Yum einstweiligen VerWalter der Masse ist der Kaufmann Schwarzenberg anhier bestellt. Die Gläubiger des Gemeinschuldners Werden auf- gefordert, in dem
auf den 25. Februar c., Vormittags
_ 11 Uhr, in unjerem Gerichtswkal, Terminszimmer Nr. 1, auf dem Hofe links, 1 Treppe hoch, vor dem Kommissar 13r11.'Kreis erichts:Rath Scharnweber anberaumten Termin ire Erklärungen und Vor- schläge über die Beibehaltung dieses Verwalters
oder die Befteüung eines anderen einftWeiligen Verwalters abzugeben.
Allen, Welche von dem Gemeinschuldner ettvas an Geld, Papieren oder anderen Sachen in Be- fiy oder Gewahrsam haben, oder welche ihm etwas verschulden, wird aufgegeben, nichts an denselben zu verabfolgen oder zu zahlen, viel- mehr von dem Befiß der Gegenstände
bis zum 1. April d. J. einschließlich de1n*(Hericht oder dem Verwalter der Waffe Anzeige zu machen und Alles, mit Vorbehalt ihrer etmaigen Rechte, ebendahin zur Konkurs- maffe ab ulrefern.
Pfandmhaber und andere mit denselben gleich- berechtigtc Gläubiger des Gcmeinschuldncrs haben don den in ihrem Befiy, befindlichen Pfandstücken nur Anzeige zu machen.
“Zugleich Werden alle Diejenigen, welche an
' diÄMasse Ansprüche als KonkurSgläubiger machen
ivollen, hierdurch aufgefordert, ihre Ansprüche, dieselben mögen bereits rechtshängig sem oder nicht, mit dem dafür verlangtrn Vorrecht
bis zum 12. März c. einschließlich bei uns schriftlich oder zu_ProtokoU anzumelden und demnächst zur Priifung der sämmtlichen, innerhalb der gedachten Frist angemeldetxn For- derungen, so wie itari) Befinden zur Bestellung des definitiven Verivaltung5-Personals
auf den 9. April1858, Vormittags
9 Uhr, in unserem (HerichtLlokal, TerminSzimmcr Nr. 1, auf dem Hofe links, 1 Treppe hoch, vor dem Kommissar Herrn KreisgerichtSratb Scharnweber zu erscheinen. „_ _ , , _
Wer [eine Anmeldung schriftlich ernrcrcht, hqt eine Ab chrift derselben und ihrer Anlagen ber- zufügen. „ „
Jeder Gläubiger, welcher nicht rn unserem Amtsbezirke seinen Wohnsiy hat, muß der der Anmeldung seiner Forderung einen am hiefigen Orte wohnhaften oder zur 5 raxis' bei uns be- rechtigten auSWärtigcn Bevo mächtrgten beßellen
und zu den Akten anzei en. Denjenigen, welchen es hier an Bekanntscha t fehlt, wcrden die Rechts- anWalte Justizräthe Krüger und Flcischer, und Rechts-AUWalte Kelch und Trippcl zu Sach- waltern vorgeschlagen.
[495] Bekanntmachnng.
Das zur KonkiirSnmffe dcs Galantcricjraaren- Händlers Julius Schmidt allhier, Hohewegstraße Nr. 11, gehörige Haarschneide- und Galanterie- Waaren-(Heschäfr, so wie die Bade-Anstalt, wird. nach Beschluß des untcririchneten Gerichts, unter Leitung des einstweiligen Verwalters, Kaufmanns Schwarzenberg, von der Ehefrau des Gemein- schuldners, Fran Pauline Charlotte Schmidt, geborncn Balßcwcit, fortgeführt.
Potsdam, den 13. Februar 1858.
Königliches Kreisgericht. 1. Abtheilung. Kommissar des Konkurses.
[471] KonkurS-Eröffnung. Königliches KrrisJericht zu PotSdam. [. Abtheilung.
Den 17. Februar 1858, Vormittags 10 Uhr.
Ueber das Vermögen des Kaufmanns Ferdinand (Hombcrt allhier ist der kaufmännische Konkurs eröffnet und der Tag der Zahlungseinstellung auf den 1. Septemb er 1857 festgescyt ivorden.
Zum einstiveiligen Verrvaitcr der Masse ist der Kaufmann Ruhnkc hierselbst, Brauerstraße, be- stelit. Die Gläubiger dcs Gemeinschuldners Wer- den auf efordcrt, in dem auf „
den 26. Februar 1858, Vormittags
11 Uhr,
in unserem Gerichtsiokalc, TcrminSzimmer Nr. 1, auf dem Hofe links 1 Treppe doch, vor dem Kom- missar, Herrn Krcngerichtsrath Simon, anbe- raumten Termine ihre Erklärungen und Vorschläge über die Beibehaltung dicses Verivaltcrs oder die Bestellung eines anderen c-instivciligcn Ver- Walters abzugeben.